Podcasts about wiener kongresses

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Latest podcast episodes about wiener kongresses

Hofburg Wien - Kaiserappartements, Sisi Museum, Silberkammer

Zu den bedeutendsten Servicen der Hofsilberkammer gehört zweifellos das Grand Vermeil. Dieses Hauptwerk der französischen Goldschmiedekunst umfasste ursprünglich Gegenstände für 40 Gedecke. Von Wiener Silberschmieden wurde es um 1850 auf 140 Gedecke erweitert. Heute besteht das Prunkservice aus insgesamt 4500 Teilen und wiegt über eine Tonne. Das Material ist feuer vergoldetes Silber, wofür der französische Ausdruck „Vermeil“ verwendet wird. Interessant ist auch seine Geschichte, die eng mit dem Aufstieg und Fall Napoleons verbunden ist. Der Auftraggeber des Prachtservices war wahrscheinlich Eugène de Beauharnais, der Stiefsohn Napoleons, im Jahr 1808. Die Ausführung übernahmen der Pariser Goldschmied Martin-Guillaume Biennais und der Mailänder Goldschmied Eugenio Brusa. Bestimmt war das Service für den Hof in Mailand, wo Beauharnais als Vizekönig 1805-1814/15 regierte. Nach der Fertigstellung kam das Service nach Mailand, jedoch fiel nach dem Sturz Napoleons das Königreich Lombardo-Venetien an Österreich. Aufgrund der Bestimmungen des Wiener Kongresses musste Kaiser Franz Eugène de Beauharnais das Service abkaufen. Anlässlich seiner vierten Vermählung mit Caroline Auguste ließ er das Service 1816 nach Wien bringen, nachdem die gravierten Wappen Napoleons als König von Italien durch das Wappen von Kaiser Franz I. ersetzt worden waren. www.hofburg-wien.at | Download Tour-Guide (PDF)© by Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.

Hofburg Wien - Kaiserappartements, Sisi Museum, Silberkammer
74 - Alexanderappartements/Durchgangszimmer

Hofburg Wien - Kaiserappartements, Sisi Museum, Silberkammer

Play Episode Listen Later May 1, 2011 0:37


Die Räumlichkeiten der Amalienburg Richtung Norden (gegen den Ballhausplatz) wurden während des Wiener Kongresses, als sich zwischen 1814 und 1815 alle gekrönten Häupter Europas in Wien aufhielten, um nach dem Sturz Napoleons Europa neu aufzuteilen, von Zar Alexander bewohnt. Als Kaiserin Elisabeth die Amalienburg bewohnte, fanden hier private Einladungen der Kaiserin statt, zuletzt hatte hier zwischen 1916-1918 der letzte österreichische Kaiser, Karl I. seine Amtsräume. www.hofburg-wien.at | Download Tour-Guide (PDF)© by Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.

Schloß Schönbrunn - Die Prunkräume in der Nobeletage

Das Napoleonzimmer erinnert an den Kaiser der Franzosen, der hier – im ehemaligen Schlafzimmer Maria Theresias - anlässlich seiner beiden Besetzungen Wiens im Jahre 1805 und 1809 residierte. Durch die Vermählung Napoleons mit Marie Louise, der Tochter des Kaisers Franz II./I., Enkelsohn Maria Theresias, im Jahre 1810, sollte der Friede zwischen den beiden Machthabern besiegelt werden. Nach dem Sturz Napoleons kehrte Marie Louise vorübergehend mit ihrem Sohn an den Wiener Hof zurück. Im Zuge des Wiener Kongresses 1814/15 erhielt sie schließlich das Herzogtum Parma zugesprochen – allerdings unter der Bedingung, ihren Sohn, den Herzog von Reichstadt, in Wien zurückzulassen. Der kleine „Prinz Franzi“, wie er am Hof genannt wurde, sollte als Sohn Napoleons auf Betreiben der europäischen Mächte politisch unbedeutend bleiben und am Wiener Hof unter der Obhut seines Großvaters isoliert aufwachsen. Wie alle männlichen Habsburger erlernte auch er - der Familientradition entsprechend - ein bürgerliches Handwerk, und so ist er auf einem der Gemälde als kleiner Gärtner porträtiert; die Haubenlerche auf dem Konsoltisch war sein geliebtes Haustier. Der Herzog starb 1832 im Alter von erst 21 Jahren an Tuberkulose, die Büste zeigt ihn auf dem Totenbett. Im nachfolgenden Porzellanzimmer (Raum 31) kehren wir wieder in die Zeit Maria Theresias zurück, die diesen kleinen Raum als Spiel- und Arbeitszimmer nutzte. Das blau-weiß bemalte, holzgeschnitzte Rahmenwerk, das Porzellan imitiert, überzieht den gesamten Raum bis zur Decke. Darin sind insgesamt 213 blaue Tuschzeichnungen eingefügt, die von Franz Stephan und einigen der Kinder ausgeführt und auch signiert wurden. Eine von ihnen, Marie Christine, ist auf einem der Portraitmedaillons wiedergegeben. Sie war die erklärte Lieblingstochter der Kaiserin und durfte als einzige den Mann heiraten, den sie liebte – den Herzog Albert von Sachsen-Teschen. www.schoenbrunn.at | Download Tour-Guide (PDF)© by Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.