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Smalltalk? Nicht mit Luzia. Genau deshalb hat sich Seb für diese Woche etwas ganz Neues ausgedacht: den Question Jar – ein Glas randvoll mit hunderten Fragen, aus dem die beiden einfach ziehen, während Seb seinen Gast tätowiert. Luzia Ink, Fineline-Künstlerin aus der Nähe von Frankfurt, legt sich also unters Eisen und plaudert nebenbei drauflos – ungefiltert, trocken und herrlich direkt. Aus einem ganz normalen Termin wird so ein Format, das sich anfühlt wie zuhören, wenn zwei Tätowierer:innen wirklich offen reden: über Maschinen, Conventions, schräge Kundenmomente und die kleinen Wahrheiten, die sonst hinter der Studiotür bleiben.Und Luzia nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie wünscht sich mehr echte Kritik- und Fehlerkultur in der Szene, findet, dass viel zu wenige Leute richtig gute Tätowierer:innen werden, und gibt ganz nebenbei zu, in ihrem Leben noch nie ein Buch gelesen zu haben. Es geht um die Frage, was ein Tattoo wirklich gut macht (Spoiler: nicht nur die perfekte Linie), um Selbstzweifel, Impostor-Syndrom und den Mut, sich für ein Handwerk statt fürs Studium zu entscheiden. Dazwischen die wohl wildeste Absage an einen Kunden, die man je gehört hat – und ein überraschend ernster Moment über Qualzucht, der zeigt, dass hinter der lässigen Fassade jemand sitzt, der sehr genau weiß, wofür er einsteht. Eine Folge, die beweist: Manchmal entsteht das beste Gespräch genau dann, wenn man den Smalltalk einfach weglässt.Lucia findest du hier auf Instagram.[ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf www.tftn-podcast.com.
Der Innsbruck Podcast - Typisch Innsbruck, Innsbruck in 10 Minuten & Wie Wird Man..?
130 Jahre Handwerk mitten in Innsbruck: Lorenz Held führt Heldhüte in 4. Generation am Burggraben/Franziskanerplatz. Wir sprechen über Trachtenhüte, Zylinder & moderne Styles, die Arbeit mit jahrhundertealten Holzformen und darüber, warum echtes Handwerk heute wieder relevanter wird. Produktion: StubnhockerModeration: Sandra TilgCo-Host: Christian de ZottisMehr zu Heldhüte: held-innsbruck.at
Feinschmeckertouren – Der Reise- und Genusspodcast mit Betina Fischer und Burkhard Siebert
Wenn Destillate Geschichten erzählen – zu Gast bei Faude in Bötzingen am Kaiserstuhl Was passiert, wenn sizilianische Blutorangen auf badische Handwerkskunst treffen? Wenn ein Whisky nach texanischer Ranch-Luft duftet – und trotzdem durch und durch Kaiserstuhl ist? Und wenn Rote Beete plötzlich nicht mehr nur Beilage, sondern flüssige Poesie wird? In dieser Folge erleben wir hautnah, was es bedeutet, wenn ein Brenner wirklich für sein Handwerk brennt. Florian Faude nimmt uns mit in seine Welt – eine Welt, in der nichts dem Zufall überlassen wird, in der jede Frucht ihren perfekten Reifegrad hat und jeder Brand seine eigene Geschichte erzählt. Wir verkosten gemeinsam Fichtensprossengeist aus dem Schwarzwald, einen Weizen-Whisky mit sechs Jahren Weißwein-Fasslagerung, sizilianische Mandarine und Blutorange, Quitte, Rote Beete – und einen Wermut, der es bis in die Lufthansa Business Class geschafft hat. Du hörst, wie Leidenschaft klingt. Du spürst, wie Regionalität schmeckt. Und du wirst verstehen, warum „kauf lokal" manchmal einfach die klügste Entscheidung ist.
In Folge 221 des Dachthekenduetts sprechen Sascha Koll und Martin Moczarski über KI-Boom und Arbeitsmarkt, Mario Voigts KI-Affäre, Merz und Merkel, CDU/FDP-Brandmauer, AfD-Proteste, Belfast und Stuttgart 21.Möchten Sie unsere Arbeit unterstützen?––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––Spenden Sie Werkzeuge für die libertäre GlücksschmiedePayPal (auch Kreditkarte) / Überweisung / Bitcoin / Monero:
Es gibt in der Welt des Weins eine merkwürdige Versuchung. Je tiefer jemand in die Materie eintaucht, desto größer wird oft die Gefahr, dass er irgendwann beginnt, den Wein selbst für den wichtigsten Gast am Tisch zu halten. Der Wein wird zum Hauptdarsteller. Der Gast zur Statisterie. Der Beruf des Sommeliers wird missverstanden. Bei Max Johne entsteht dieser Eindruck nicht, denn er lebt einen aktiven Gegentrend. Was das heißt? Zu allererst versucht er nicht Komplexität für Bedeutung zu halten. Oftmals weiß ein Gast durch den Weinkellner mehr über die Hangneigung eines Weinbergs als über den Menschen, der ihm den Wein eingeschenkt hat. Max zeigt sich. Er ist für den Gast da und dann sekundär für die Weine. Und Max ist nicht nur greifbar, sondern er sieht seine Gäste. Von außen betrachtet scheint er sich um Flaschen zu drehen. Um Etiketten. Um Regionen, Rebsorten und Jahrgänge. Tatsächlich sieht er einen großen Teil seiner Arbeit in etwas anderem. Das ist das lesen der Menschen und nicht der Weine. Der Unterschied zwischen Information und Erfahrung. Denn ein Wein ist zunächst nur eine Flüssigkeit. Er wird erst interessant, wenn jemand auf ihn reagiert, ihn interpretiert, ihn inszeniert und ihn für den perfekten Zeitpunkt präpariert. Max Johne scheint genau für diese Zwischenelemente ein besonderes Gespür entwickelt zu haben. Und er hat sein Handwerk – und das ist der zweite sehr ungewöhnliche Punkt – von der Pike auf gelernt und ist die einzelnen möglichen Stationen bewusst durchlaufen. Statt direkt nach der Ausbildung eine Chefposition anzustreben, wollte er lernen. Alles. Von den Besten. Gerade in einem Beruf, in dem Positionen jung vergeben werden und Eitelkeit manchmal schneller befördert wird als Erfahrung, braucht es viel Charakterfestigkeit, warten und lernen zu können. Und das, was Max Johne nun mit zwanzig Jahren Berufserfahrung präsentiert, ist das Ergebnis davon. Perfekter Service als Stilelement. Wein als Handwerkzeug. Weinberatung als Bindeglied für ein perfektes Restaurant-Wein-Erlebnis. Das ist das Fundament. Und darauf erlebt man ganz viel Max Johne – als Persönlichkeit, als Mensch. Nicht darstellend, sondern begleitend. Nicht vorne, sondern genau da, wo es gebraucht wird.
Unternehmensnachfolge klingt oft nach einem einfachen Satz: „Die nächste Generation übernimmt.“ Doch wer schon einmal einen Familienbetrieb durch einen Generationswechsel begleitet hat, weiß: So einfach ist es selten. In dieser Folge spreche ich mit Niklas und Frederik Köhler von Köhler Fußbodenbau über ihren ganz persönlichen Nachfolgeprozess. Seit 1959 steht das Familienunternehmen aus Ense für Estrich- und Bodenbelagsarbeiten. Heute bereiten die beiden Cousins gemeinsam den Übergang in die nächste Generation vor – bewusst, strukturiert und mit einer bemerkenswerten Offenheit. Wir sprechen darüber, _warum Nachfolge Jahre vor der eigentlichen Übergabe beginnt _weshalb Rollenklärung in Familienunternehmen so wichtig ist _wie aus Söhnen und Neffen Unternehmer und Gesellschafter werden _warum Konflikte nicht vermieden, sondern angesprochen werden sollten _was Führung auf Augenhöhe im Handwerk bedeutet _wie Mitarbeitende aktiv in die Unternehmenskultur eingebunden werden _welche Chancen und Herausforderungen die Kombination aus Estrich- und Bodenbelagsarbeiten mit sich bringt _und warum Werte, Haltung und Kommunikation entscheidend für eine erfolgreiche Zukunft sind Eine ehrliche Folge über Verantwortung, Vertrauen, Führung und die Frage, wie man nicht nur einen Betrieb übernimmt, sondern auch die Kultur und Haltung, die ihn geprägt haben. Nachfolge ist kein Ereignis. Sie ist ein Prozess. Und sie gelingt nicht durch Zufall, sondern durch bewusste Gestaltung. Viel Spaß beim Zuhören wünschen Niklas, Frederik und Janine aka Kittybob
MINDtoring® - Von 80 Stunden selbst und ständig zum Leader mit Erfolg und Freiraum
Folge #294: Du arbeitest mehr als alle in deinem Team. Du bist als Erste rein, als Letzte raus. Wenn etwas brennt, springst du ein. Und trotzdem stimmt am Monatsende die Zahl nicht. Das ist ein Führungsproblem und KEIN Fleißproblem. In dieser Episode spreche ich über das Paradox, das ich immer wieder erlebe und zwar bei Unternehmerinnen und Unternehmern, die nach außen erfolgreich sind und innen längst aufgehört haben, wirklich Unternehmer zu sein. Ich erzähle dir von einer Kundin, die zwischen 18 und 100 Mitarbeiter führt, nach außen alles im Griff hatte und trotzdem die beste Mitarbeiterin im eigenen Laden war. Was sich durch unsere Zusammenarbeit verändert hat, ist krass. Mehr Umsatz, mehr Freizeit und ein Team, das mit ihr durchs Feuer geht. Und das alles, weil sie aufgehört hat zu erklären und angefangen hat zu führen. Das bekommst du in dieser Episode: - Die 3 Erkennungsmerkmale, die dir zeigen, ob du noch im "selbst und ständig"-Modus steckst - Warum "loslassen" nicht bedeutet, die Kontrolle zu verlieren, sondern sie endlich zu bekommen - Weshalb du mit deinem Team genau das Thema hast, das du mit dir selbst hast - Und warum keine Entscheidung zu treffen auch eine Entscheidung ist und zwar eine, die dich täglich Geld kostet Du hast kein Gefängnis gegründet. Der Schlüssel hängt bei dir. Herzlichst und viel Hörgenuss, Carmen SHOWNOTES =========== Schreib eine E-Mail an hallo@carmenbreuermentzel.de und du erfährst alles über den LEADERS CIRCLE und mein exklusives 1:1 [Hier geht es direkt zu meinem kostenfreien Führungsspiegel.](https://carmenbreuermentzel.de/fuehrungsspiegel_neu.html) Die besten Spots gibt es in meinem Newsletter: [Hier kannst du meinen Newsletter direkt abonnieren. ](https://carmenbreuermentzel.de/newsletter/) [Hol dir hier mein Strategie-Fokus-Board](https://carmenbreuermentzel.de/fokusboard/) [Hier geht es zu meinem Online Programm "Führen statt Erklären" ](https://carmenbreuermentzel.de/fuehren-statt-erklaeren/) [Hier geht es direkt zu meinen Seminaren. ](https://carmenbreuermentzel.de/seminare/) 2 sind noch im Early Bird. Für mehr Infos zu meinem 1:1 und zum Leaders Circle schreib mir eine E-Mail an hallo@carmenbreuermentzel.de [Hier siehst du alle LIVE Veranstaltungen auf einen Blick. ](https://carmenbreuermentzel.de/blog/) [Melde hier deine Azubis zum Workshop "Erfolgsgewohnheiten und Selbstführung" an. ](https://www.bbz-siegen.de/bildung/detail.jsp?v=122973&nr=s182617&vb=selbstfuehrung-und-erfolgsgewohnheiten-fuer-auszubildende) [Hol dir hier deinen Wachstums-Fahrplan - für KMUs, Handwerk und Dienstleister. ](https://carmenbreuermentzel.de/33businesshacks/) [Hier bekommst du alle Infos zu "DER PLAN".](https://carmenbreuermentzel.de/der-plan/) [Hier geht es direkt zu allen Infos zum THE VISIBILITY EFFECT. ](https://carmenbreuermentzel.de/the-visibility-effect/) [Hier geht es zu Marketing, das 24/7 verkauft. ](https://carmenbreuermentzel.de/marketing-das-24-7-verkauft/) [Hol dir hier mein digitales THE LEADERS CAMP. ](https://carmenbreuermentzel.de/the-leaders-camp-digital/) [Hol dir hier den kostenfreien Blender-Check und vermeide Fehleinstellungen in deinem Team. ](https://carmenbreuermentzel.de/freebie-blender-check/) [Hier geht es direkt zu meinen Seminaren. ](https://carmenbreuermentzel.de/seminare/) [Hier kommst du zu den Stimmen meiner Kunden.](https://g.page/r/CSz0DioPbHxtEBA) [Hier kannst du dich auf ein kostenfreies Strategiegespräch mit mir bewerben. ](https://carmenbreuermentzel.de/female-success-codes-anmeldung-2/) [Hier erfährst du alles zu mir und MINDtoring®️.](https://www.carmenbreuermentzel.de)
In dieser besonderen Folge von Nice2Know geht es nicht um ein klassisches Fachthema, sondern um ein Thema, das für das SHK-Handwerk enorm wichtig ist: die Innung.Florian spricht mit Justin Bartnik, Ausbilder und Dozent bei der Innung SHK Köln, sowie Andreas Bäcker, Geschäftsführer der Innung SHK Köln. Gemeinsam klären sie, was eine Innung eigentlich ist, worin sie sich von der Handwerkskammer unterscheidet und warum viele Vorurteile über Innungen heute nicht mehr passen. Was ist eine Innung?Die Innung ist im Gegensatz zur Handwerkskammer freiwillig. Sie vertritt die Interessen der SHK-Betriebe, organisiert Ausbildung, Prüfungen, Weiterbildungen und bietet Unterstützung in vielen betrieblichen Fragen.Ausbildung als HerzstückJustin erklärt, welche Rolle die Innung als dritte Säule neben Betrieb und Berufsschule spielt. Besonders die überbetrieblichen Lehrgänge sorgen dafür, dass Azubis praktische Fähigkeiten vertiefen und sicherer im Handwerk werden.Warum haben Innungen manchmal ein angestaubtes Image?Andreas und Justin sprechen offen über alte Vorurteile: alte weiße Männer, dicke Zigarren, verkrustete Strukturen. Die Innung Köln zeigt aber, dass es auch anders geht: jünger, transparenter, moderner und praxisnaher.Digitalisierung und moderne AusbildungEin großer Schwerpunkt ist die Frage, wie Ausbildung heute aussehen muss. AR-Brillen, Tablets, Apps, digitale Unterlagen und moderne Werkstätten gehören für die Innung Köln inzwischen dazu. Gleichzeitig geht es darum, jungen Menschen Orientierung zu geben und sie nicht einfach laufen zu lassen.Azubis sind keine billigen ArbeitskräfteFlorian macht deutlich: Wer gute Fachkräfte will, muss ausbilden, fördern und Zeit investieren. Berichthefte, praktische Anleitung und echtes Interesse am Nachwuchs dürfen nicht nebenbei laufen.Unterstützung für BetriebeDie Innung hilft nicht nur bei Ausbildung und Prüfungen, sondern auch bei rechtlichen Fragen, Betriebsübergaben, Normen, Fachinformationen und Netzwerken zwischen Betrieben, Herstellern und Endkunden.Einladung an SkeptikerZum Schluss laden Justin und Andreas Betriebe, Hersteller, Außendienstler und Handwerker ein, einfach mal vorbeizukommen, sich die Arbeit der Innung anzuschauen und sich selbst ein Bild zu machen.Darum geht's in der Folge
Schlagzeug ist nicht nur Groove, Technik, Timing und Spielweise – Schlagzeug ist auch Sound. Beziehungsweise: Vielleicht gehört ohnehin alles zusammen. Marco Kleebauer ist Schlagzeuger – oder vielmehr ein schlagzeugender Produzent. Unter anderem beliefert er Künstler wie Nina Chuba mit seinen ganz eigenen Groove-Kreationen und hat in den letzten Jahren fleißig bei Bilderbuch mitproduziert. Jemand also, der sein Handwerk versteht. Und genau da sind wir beim Punkt: Früher war alles besser, sagt man manchmal so daher., Handgemachter, die Leute haben ihr Handwerk verstanden – heute ist alles nur noch digital und fake. Aber stimmt das wirklich? Marco ist ein perfektes Beispiel dafür, dass die Symbiose aus beidem der richtige Weg ist. Jahrgang 1994 - Digital Native. Seine ersten Aufnahmen machte er mit Windows und nicht auf irgendeinem Tape-Deck – und doch nutzt er heute beim Produzieren fast nur noch analoge Gerätschaften. Aber stimmt das so? Marco bedient sich der analogen Geräte wie Instrumente und nutzt die digitalen Aufnahmeprogramme als seine Werkzeuge. Das Kreative beginnt für ihn im Experiment mit den analogen Gegebenheiten – ein schlechter Raum ist für ihn der perfekte Spielplatz, um neue Sounds zu entdecken. Ich frage mich: Warum ist dieser Teaser-Text so ernst? Mhm, vielleicht weil ich einfach diese Art zu arbeiten liebe und soooo begeistert war von dem Interview. Darum: BITTE, BITTE hören! Marcos Homepage: https://marcokleebauer.com/ Instagram: https://www.instagram.com/marcokleebauer/ Bilderbuch-Song, produziert von Marco: https://open.spotify.com/intl-de/album/15qdOvExqNH9eVDuupI4tV?si=CohNPzUZS5ONdz4SLTv4jw Tipp: Strawberry Fields https://open.spotify.com/intl-de/track/3Am0IbOxmvlSXro7N5iSfZ?si=67a78c61648b48a5 Patreon Patreon ist endlich online – hoffe ich zumindest. Ihr findet die Seite bei Patreon unter „Trommel Talk – Einfach Schlagzeug“: https://patreon.com/TrommelTalk_EinfachSchlagzeug?utm_medium=unknown&utm_source=join_link&utm_campaign=creatorshare_creator&utm_content=copyLink https://www.patreon.com/posts/hallo-zum-talk-148862844?utm_medium=clipboard_copy&utm_source=copyLink&utm_campaign=postshare_creator&utm_content=join_link Ich freue mich tierisch, wenn du auf der Seite von Einfach Schlagzeug mal vorbeischaust: https://einfachschlagzeug.de/ Kapitelmarker 00:09 – Start – Strawberry blow my mind 22:36 – The Magical Mystery Textur 28:50 – Let it be the Rec 31:12 – Sgt Peppers Lonely Island Band 40:44 – Help me! 53:17 – Austrian Wood
Es gibt Momente im Berufsleben eines Reisejournalisten, da schaut man auf den Stapel neuer Bücher, Pressemappen und wohlmeinender Branchenliteratur und spürt, wie die innere Gangway langsam hochgezogen wird… Besonders zuverlässig passiert das bei Kreuzfahrtbüchern. Denn seien wir ehrlich: Die Welt ist nicht arm an Berichten über schwimmende Ferienanlagen, an hymnischen Beschreibungen von Sonnenuntergängen über dem Lido-Deck oder an literarisch ambitionierten Schilderungen jener existenziellen Grenzerfahrung, die darin besteht, am Seetag zwischen drei Buffets und zwei Shows wählen zu müssen. Meine Begeisterung war also überschaubar, als das nächste Manuskript über die große weite Welt auf See auf meinem Schreibtisch landete. Brauchen wir wirklich noch einen Reisebericht über „Abenteuer“ auf einem 6.000-Betten-Pott? Noch eine salzige Liebeserklärung an Balkonkabinen, Captains Dinner und das große Glück, morgens in einer anderen Destination aufzuwachen, während im Hintergrund die Klimaanlage summt und die Landstrom-Frage diskret über die Reling geworfen wird? Denn leider viel, was über Kreuzfahrten publiziert wird, ist ungefähr so gehaltvoll wie Instant-Milchreis in der Crew-Messe: süßlich, klebrig und ohne nennenswerten Nährwert für den kritischen Geist… Dann allerdings sah ich den Namen auf dem Cover: Christofer Knaak. Damit war das Interesse bei mir doch geweckt. Christofer ist, wie auch Franz Neumeier von Cruisetricks, keiner jener Autoren, die Kreuzfahrt vor allem als Kulisse für Selbstbegeisterung missverstehen. Er kennt die Branche. Er konsumiert sie nicht nur aus der Perspektive des Champagnerglases, sondern betrachtet sie mit journalistischem Handwerkszeug, historischem Bewusstsein und einem Blick für jene Details, die in PR-Texten gern hinter Adjektiven wie „einzigartig“, „exklusiv“ oder „unvergesslich“ versenkt werden. Sein neues Buch „Vorm Bug die Welt“ ist deshalb keine Broschüre im Hardcoverformat, sondern eine angenehm wache, kenntnisreiche und mitunter wunderbar entromantisierende Vermessung der Seereise. Seereise statt Bettenburg mit Schornstein Knaak interessiert sich nicht für die üblichen Rennstrecken des Massenmarkts, auf denen die Branche ihre Kapazitäten durchoptimiert wie ein Logistikunternehmen mit Showbühne. Sein Blick gilt der eigentlichen Seereise: kleineren Einheiten, besonderen Routen, Schiffen mit Charakter und Situationen, in denen das Meer nicht nur Hintergrundbild für Selfies ist, sondern tatsächlich eine Rolle spielt. Drei Stationen seines Buches zeigen sehr schön, worum es ihm geht. Da ist zunächst die Antarktis, bereist auf der *Sea Explorer*. Schon die Drake-Passage, jene berüchtigte Wasserstraße zwischen Südamerika und der Antarktischen Halbinsel, liefert die dramaturgische Fallhöhe gleich mit. Bei der Anreise zeigt sie sich als beinahe zahmer „Drake Lake“, auf der Rückfahrt dann als veritabler „Drake Shake“ mit acht Meter hohen Wellen und der freundlichen Einladung an die Passagiermägen, ihre bisherige Ordnung zu überdenken. Wer danach noch Energie, Mut oder eine leicht problematische Neigung zur Selbstprüfung besitzt, springt wie Knaak bei rund einem Grad Wassertemperatur ins Südpolarmeer. Sein Fazit ist ebenso schlicht wie richtig: Dort unten steht der Pinguin über dem Homo sapiens. Eine Erkenntnis, die man einigen Produktentwicklern der Branche gelegentlich auf die Tischvorlage drucken möchte. Ganz anders, aber nicht weniger aufschlussreich, ist die Passage über den schwedischen Göta Kanal an Bord der *MS Juno*, Baujahr 1874. Hier wird Luxus radikal neu definiert. Die Kabinen messen ungefähr 1,5 mal 2 Meter – ein Format, das heutigen Suite-Kunden vermutlich als begehbarer Kleiderschrank mit historischem Charme verkauft würde. Doch genau in dieser Reduktion liegt der Reiz. Kein schwimmendes Einkaufszentrum, keine Wasserpark-Architektur, keine LED-getränkte Erlebnisüberforderung. Stattdessen: Entschleunigung, Handwerk, Nähe zum Wasser. Um den historischen Rumpf in den engen Schleusen zu schützen, nutzt die Crew keine Plastikfender, sondern Birkenstämme. Manchmal ist Nachhaltigkeit eben keine Powerpoint-Folie, sondern ein Stück Holz. Und dann ist da noch die *Sea Cloud Spirit* vor den Kanaren: 138 Meter Schiff, 28 Segel, von Hand gesetzt. Während die Passagiere mit jener Mischung aus Andacht und leichter Ungläubigkeit nach oben blicken, arbeitet die Crew in schwindelerregender Höhe. Hier wird sichtbar, was in der Kreuzfahrtindustrie zunehmend selten geworden ist: maritimes Können, das nicht vollständig durch Hotelmanagement, Yield-Optimierung und Entertainmentdramaturgie ersetzt wurde. Mit Salzgehalt gegen Seemannskitsch Schon im Vorwort, das Knaak passend „Einschiffung“ nennt, macht er klar, dass er der Romantik nicht unbewaffnet begegnet. Er nimmt sich ein beliebtes Bild vor: die angebliche Nähe des Menschen zum Meer, weil Tränen und Ozean denselben Salzgehalt hätten. Ein hübscher Satz, bestens geeignet für Kalenderblätter, Taufreden und die sentimentalen Absätze in Kreuzfahrt-Katalogen. Nur leider falsch. Meerwasser enthält im Durchschnitt etwa 3,5 Prozent Salz. Eine menschliche Träne kommt auf rund 0,9 Prozent. Die Verbindung zwischen Mensch und Meer liegt also nicht in dieser poetischen Gleichung, sondern tiefer: in den Bausteinen unseres Körpers, in Natrium, Chlorid, Kalium und Calcium. Es ist typisch für dieses Buch, dass Knaak den Zauber nicht zerstört, sondern präzisiert. Er nimmt dem Meer nicht seine Faszination. Er befreit es nur vom schlechten Marketing. Für Touristiker ist genau das interessant. Denn die Branche steht seit Jahren vor der Frage, wie viel Mythos sie braucht – und wie viel Wirklichkeit sie erträgt. Kreuzfahrt lebt von Sehnsuchtsbildern, keine Frage. Aber eine Industrie, die weiter wachsen will, kann sich nicht dauerhaft in Sonnenuntergangslyrik einrichten, während Häfen über Overtourism klagen, Umweltverbände Messwerte vorlegen und die Crew unter Bedingungen arbeitet, die im Gästebereich kaum jemand sehen möchte. Versenker: Umwelt, Overtourism, Flaggenstaaten Der eigentliche Wert von „Vorm Bug die Welt“ liegt darin, dass Knaak genau diese Schattenseiten nicht ausblendet. In Kapiteln wie „Auf grünem Kurs“ und „Crew only“ verlässt er konsequent das Sonnendeck der Behauptungen und steigt hinab in die Maschinenräume der Realität. Cruise-Fachjournalist Christofer Knaak Er schreibt über Umweltaspekte, über die komplizierte Transformation einer Branche, die gern von Zukunft spricht, aber in der Gegenwart noch reichlich schwere Altlasten mitführt. Er thematisiert Overtourism, etwa in Venedig, wo die Kreuzfahrt jahrelang als besonders sichtbares Symbol für die Überforderung fragiler Stadträume stand. Und er blickt auf die ökonomischen und juristischen Konstruktionen hinter den Kulissen: Flaggenstaaten wie Bahamas oder Malta, steuerliche Optimierungen, Arbeitsregime, Verantwortlichkeiten, die sich je nach Bedarf erstaunlich elastisch anfühlen. Dabei verfällt Knaak nicht in pauschale Verdammung. Das ist wichtig. Denn die Kreuzfahrt ist nicht nur ein Problem, sie ist auch ein Produkt mit enormer Nachfrage, hoher Wertschöpfung, großer emotionaler Bindung und beträchtlichem Innovationsdruck. Wer sie verstehen will, muss mehr können als empört winken. Knaak kann das. Er ordnet ein, statt nur zu urteilen. Auch historisch liefert er Substanz. Die Branche beginnt bei ihm nicht mit Wasserrutschen und Spezialitätenrestaurants, sondern unter anderem mit Albert Ballin und der Hapag. Die erste „Lustreise“ der *Augusta Victoria* im Jahr 1891 erscheint dabei nicht als romantischer Geistesblitz, sondern als das, was sie auch war: ein klug kalkuliertes Geschäftsmodell, um Schiffe im Winter nicht ungenutzt herumliegen zu lassen. Kreuzfahrt war von Anfang an Sehnsucht und Auslastungsmanagement. Wer heute Revenue Management betreibt, darf sich also durchaus in einer langen Tradition sehen – wenn auch nicht zwingend in einer edlen. „Passenger Area – Start Smiling!“ Besonders lesenswert ist das Kapitel „Crew only“. Es sollte Pflichtlektüre für alle sein, die glauben, das Lächeln des Stewards sei im Preis der Balkonkabine selbstverständlich enthalten. Knaak beschreibt die Grenze zwischen Gästewelt und Arbeitswelt nicht abstrakt, sondern anhand eines Schildes: „Passenger Area – Start Smiling!“ Mehr muss man über emotionale Dienstleistungsarbeit eigentlich kaum wissen. Hinter dieser Tür beginnt die Performance. Müdigkeit, Heimweh, Rückenschmerzen, schlechte Laune – alles bleibt draußen. Drinnen wartet der Gast, und der hat schließlich Urlaub. Auf der *MS Europa*, so erzählt Knaak, zählen Crewmitglieder die Zeit bis zum Abmustern nicht in Wochen, sondern in Schnitzeltagen. Jeden Sonntag gibt es Schnitzel. Ein Kalender aus Panade. Man kann darüber lächeln, sollte aber nicht übersehen, was dahintersteckt: lange Verträge, wenig Privatsphäre, harte Routinen. Ein Arbeitstag kann bis zu 14 Stunden dauern. Das See-Arbeitsübereinkommen erlaubt monatliche Arbeitszeiten, die an Land vermutlich jeden Betriebsrat in Schnappatmung versetzen würden. Während der Gast über Servicequalität urteilt, stemmt die Crew ein System, das auf perfekter Freundlichkeit bei maximaler Effizienz beruht. Dass Reedereien Teile der Vergütung über Service-Entgelte faktisch an den Kunden delegieren, ist aus Unternehmenssicht elegant. Aus moralischer Perspektive wirkt es eher wie ein Taschenspielertrick mit Bordkarte. Buch als Branchenlektüre „Vorm Bug die Welt“ ist kein Anti-Kreuzfahrt-Buch. Zum Glück. Davon gibt es ebenfalls genug, und viele sind ungefähr so differenziert wie ein Shitstorm mit Seekrankheit. Knaak schreibt aus Sympathie zur Seereise, aber nicht aus Blindheit gegenüber der Industrie. Das macht sein Buch wertvoll – gerade für Profis im Tourismus. Er zeigt, dass eine Reise auf kleineren, charaktervollen Schiffen wie der *Artania*, der *MS Europa* oder historischen und spezialisierten Einheiten etwas anderes sein kann als das standardisierte Dahingleiten auf anonymen Megalinern. Er zeigt aber auch, dass diese Differenz nicht von selbst entsteht. Sie braucht Haltung, Produktintelligenz, gute Routenplanung, faire Arbeitsbedingungen, glaubwürdige Nachhaltigkeit und Gäste, die mehr erwarten dürfen als Quadratmeter, Buffetmeter und Showminuten. Für jemanden wie mich, der die angekündigten Neubauten der kommenden Jahre eher mit hochgezogener Augenbraue als mit Champagnerlaune betrachtet, ist dieses Buch eine wohltuende Erinnerung daran, was Seefahrt sein könnte: Begegnung mit Natur, Technik, Menschen und Geschichte. Nicht bloß ein schwimmendes Konsumversprechen mit Hafenblick. Die Empfehlung lautet daher: kaufen, lesen, Verstand einschalten. Und den PR-Kitsch bitte an der Gangway abgeben. Wer mehr über die Macher, Mechanismen und Zumutungen dieser Branche hören möchte: Im Reiseradio-Podcast, den Sie mit einem kleinen Klick auf das Kopfhörer-Symbol im Titelbild abrufen können, haben wir auch Christofer Knaaks Buch analysiert (mit Hilfe der Redaktions-KI-Tools) und daraus ein munteres Gespräch produziert – für die, die lieber nebenbei hören als nicht nebenbei zu lesen Bis dahin: immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Und gelegentlich auch eine Handbreit Skepsis im Kopf. Das Buch bei Amazon – hier klicken Um den Podcast anzuhören, bitte auf das Kopfhörer-Symbol im Titelbild klicken Der Beitrag Kreuzfahrt-Buch mit Biss Christofer Knaak blickt hinter die Bordkulissen erschien zuerst auf Was mit Reisen.
In dieser Episode des Filmfrühstücks widmen sich Patrick und Daniel einem Horrorfilm, der unser eigenes Handwerk aufgreift: Undertone (2026). Erzählt wird die Geschichte einer Podcasterin, die ihre todkranke Mutter pflegt und parallel mit ihrem langjährigen Podcast-Partner aufzeichnet, bis sie eine E-Mail mit zehn Audiodateien vor ein Rätsel stellt.Doch was passiert, wenn der Schrecken nicht aus dem Bild, sondern aus den eigenen Kopfhörern kommt? Wir sprechen darüber, wie der Film mit Geräuschen effektiv arbeitet und warum das Elternhaus als Schauplatz so wirkungsvoll ist. Außerdem ordnen wir das Langfilmdebüt von Ian Tuason ein, welches sich durch seine biografischen Erfahrungen mit Pflege und Trauer auszeichnet.Hört rein und sagt uns, ob Ihr Lust auf Undertone bekommen habt oder auditiver Elevated Horror nicht Euer Fall ist. Wir freuen uns auf Eure Kommentare.---Instagram: https://www.instagram.com/filmfruehstueck/
Monatsende, der Kontostand stimmt nicht — obwohl die Auftragsbücher voll sind. In dieser Folge zeige ich dir als Personal CFO mit über 25 Jahren Erfahrung, welche Kennzahlen im Handwerk wirklich relevant sind, wie du sie liest und wo die meisten Betriebe das meiste Geld verlieren, ohne es zu merken.Du erfährst:✅ Warum die BWA abgelegt statt gelesen wird — und wie du das änderst✅ Was die Rohertragsquote dir sofort über deine Profitabilität sagt✅ Die 5 Kennzahlen, mit denen du sofort anfangen kannst
Knochen gerade, Schraube sitzt – und dann fangen die Probleme auf Station erst an? Frakturversorgung bei geriatrischen Patient:innen ist eben mehr als nur Handwerk. Wir haben den Präsidenten der DGG am Mikrofon und klären, wie man Delir und Co. am Bett im Griff behält.Literaturhinweise:Liener, Ulrich C. , et al. "Weißbuch Alterstraumatologie und Orthogeriatrie", DGOU/DGG (2021)Denkinger, Michael, et al. "Versorgungsmodelle für ältere Menschen an einem Fallbeispiel–Geriatrie als aktiv handelndes Fach." Die Innere Medizin 65.9 (2024): 880-889.Denninger, Natascha-Elisabeth, et al. "Development of a complex intervention to prevent delirium in older hospitalized patients by optimizing discharge and transfer processes and involving caregivers: a multi-method study." International Journal of Nursing Studies 150 (2024): 104645.Brefka, Simone, et al. "Comparison of delirium detection tools in acute care: a rapid review." Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 55.2 (2022): 105-115.Kocar, Thomas Derya, et al. "SURGE-ahead postoperative delirium prediction: external validation and open-source library." European Geriatric Medicine 16.3 (2025): 851-859.Buehring, Bjoern, and Uwe Maus. "Alterstraumatologisches Management der Osteoporose." Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 57.8 (2024): 616-622.Gosch, M., and C. Kammerlander. "Alterstraumatologie." Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 50.8 (2017): 697-701.
In dieser Folge begrüßt Host Dimitrios Haratsis Birgit Rohn, die CEO von TeeGschwendner. Birgit ist seit über 30 Jahren im Unternehmen und hat dessen Transformation vom spezialisierten Fachhändler zum modernen Marktführer maßgeblich mitgestaltet. Als Expertin für Teekultur und Premium-Einzelhandel verbindet sie tiefes Produktwissen mit strategischem Omnichannel-Marketing und einer klaren Vision für die Markenschärfung im Franchising.Dimi und Birgit sprechen über den Wandel des Teemarktes: weg vom angestaubten Image hin zum modernen Lifestyle-Thema Achtsamkeit und Genuss. Birgit erläutert, wie TeeGschwendner durch konsequente Spezialisierung Vertrauen aufbaut und warum das stationäre Fachgeschäft als Touchpoint das Herzstück der Kundenbeziehung bleibt. Zudem geben sie wertvolle Einblicke, wie Hybrid-Kunden durch die geschickte Verzahnung von Onlineshop, Payback-Daten und persönlicher Beratung langfristig gebunden werden.
Datenschutz im OHR - DSGVO Erste Hilfe für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen leicht gemacht
Du willst dich selbstständig machen, aber nicht ins Ungewisse springen? Oder du bist bereits in einer Beratertätigkeit und suchst nach einer Möglichkeit, dein Business sinnvoll zu erweitern? In dieser Folge zeige ich dir, wie du als Franchisepartner von uns dein eigenes Beratungsbusiness aufbauen oder ausbauen kannst – mit einem erprobten System und einem starken Team im Rücken. Du erfährst, welche Chancen sich dir bieten und warum du dabei nicht allein gehen musst. Wenn du bereit bist, den nächsten Schritt zu machen und selbstständig zu arbeiten – aber mit Unterstützung – dann hör jetzt in die Folge rein. Shownotes:
Jenseits der Worte beginnt das Fühlen
In dieser Podcast-Folge der Roof Academy diskutieren die Gastgeber Michael Zimmermann und Karl Heinz Krawczyk mit der Luca Marie Müller über moderne Mitarbeiterführung und interne Kommunikation im Handwerk. Im Zentrum steht der neue Online-Kurs „Führen statt Funktionieren“, der Betriebsinhabern Werkzeuge an die Hand gibt, um Verantwortlichkeiten klarer zu verteilen und den eigenen Arbeitsalltag zu entlasten. Die Gesprächspartner betonen, dass viele Betriebe trotz hoher Arbeitslast an veralteten Denkmustern festhalten und externe Unterstützung oft zu spät in Anspruch nehmen. Die Roof Academy versteht sich dabei als ganzheitliches Betriebssystem, das neben technischem Fachwissen auch Marketing, Digitalisierung und Soft Skills vermittelt. Durch die Kombination aus Video-Lektionen, Live-Calls und Community-Austausch soll eine nachhaltige Umsetzung der Lerninhalte im Handwerksalltag garantiert werden. Das Ziel der Experten ist es, die Lebensqualität der Unternehmer zu steigern und das Handwerk für die nächste Generation attraktiver zu gestalten.
In der heutigen Folge spricht Michél mit Hendrik Schabsky, CEO von ATLAS und Vertreter der fünften Generation des Familienunternehmens. Gemeinsam sprechen sie über den Weg von einem regionalen Schuhhersteller zu einer der bekanntesten Marken für Sicherheitsschuhe in Europa. Hendrik gibt Einblicke in die Produktion von jährlich 2,7 Millionen Paar Schuhen, die Herausforderungen des Standorts Deutschland und die Expansion in internationale Märkte. Außerdem geht es um Markenaufbau, Partnerschaften mit Borussia Dortmund und dem Deutschen Handballbund sowie die Zukunft von 3D-Druck und KI in der Produktion. _____________________________________ Das DIGITALWERK Festival 2026 #DWF26 geht in die zweite Runde! Am 06. Oktober 2026 bringen wir in München wieder Top-Entscheider aus Bau, Immobilie, Handwerk und Industrie zusammen. Wenn DU Lust hast, als Partner beim DIGITALWERK-Festival 2026 dabei zu sein, melde dich unter partner@digitalwerk.io oder bei Michél auf LinkedIn. Mehr Infos gibts unter: https://www.digitalwerk.io/dwf/digitalwerk-festival-dwf26 _____________________________________ Ihr wollt die besten News der Woche aus Bau, Immobilie, Mobilität & Energie? Die gibt's für euch im DIGITALWERK-Newsletter! Dazu kommt das beste aus dem DIGITALWERK-Universum, unsere aktuellen Folgen & Videos sowie exklusive Infos zu Events & Veranstaltungen. Registriert euch gerne hier: https://www.digitalwerk.io/newsletter _____________________________________ 00:00 - Darum gehts in der Folge 04:05 – 1.500 Mitarbeiter in Deutschland & Brasilien 07:40 – Warum Sicherheitsschuhe heute Lifestyle sind 12:35 – Die Partnerschaft mit Borussia Dortmund 16:26 – 2,7 Millionen Schuhe pro Jahr 20:43 – 165 Millionen Euro Umsatz 24:00 – Füße vermessen in nur 3 Minuten 29:00 – Warum Kunden Premium statt billig kaufen 33:05 – Drucken wir bald komplette Schuhe? 37:10 – „Da gehen gerade Arbeitsplätze verloren“ 42:02 – Unternehmerische Verantwortung im Ruhrgebiet 47:30 – Die Debatte um Vermögen und Nachfolge 50:25 – Deutschland aus Sicht eines Mittelständlers 52:03 – Der wichtigste Satz zum Schluss
Die wenigsten Arbeitgeber und Arbeitnehmer wissen, dass es den Anspruch auf Bildungsurlaub überhaupt gibt. Im Handwerk ist das nicht anders. Wobei die Wortgebung „Urlaub" eher unglücklich gewählt ist. Mein Interviewgast Lara Körber informiert dich in dieser Episode darüber, was Bildungsurlaub tatsächlich ist und wie du ihn als Arbeitgeber im Handwerk gezielt einsetzen kannst. ✅ LINKS ZUM INTERVIEWPARTNER Webseite von Lara https://www.bildungsurlauber.de/
Stövesand, Catrin www.deutschlandfunk.de, Andruck - Das Magazin für Politische Literatur
Walter, Annette www.deutschlandfunk.de, Andruck - Das Magazin für Politische Literatur
Tom Weber ist Gastroprofi, Coach und treibende Kraft bei Tante Kaethe und dem Catering-Unternehmen Fest & Gast. Er denkt Gastronomie neu: bodenständig, digital, emotional. Sein Fokus? Perfekte Abläufe, starke Teams und ein Erlebnis, das Gäste wirklich spüren. In dieser Folge spricht Tom mit Podcast Host Johannes Pracher über folgende Themen: Warum der Wohlfühlfaktor wichtiger ist als jeder Preis Welche Fehler Gründer:innen in der Gastro immer wieder machen Wie du Gastro-Konzepte flexibel und wirtschaftlich skalierst Welche Trends aus Asien unsere Gastronomie verändern werden Eine ehrliche, energiegeladene Folge über Handwerk, Unternehmertum und den Mut, seinen eigenen Stil zu leben. Mehr dazu: Home | Home: Tante kaethe Linz Fest + Gast - Das Catering aus Linz
Hochzeitsplanung 2026 – was wünschen sich Brautpaare heute wirklich, und welche Trends verschwinden gerade wieder von der Bildfläche? Eines vorweg: Vieles ist heute komplett anders als noch vor einem Jahr.In dieser Folge ist Katrin Glaser zu Gast – Hochzeitsplanerin, Kreativkopf und Gründerin von „sagt ja – Agentur für Hochzeitsplanung". Katrin zählt zu den gefragtesten Planerinnen Deutschlands und hat in über 20 Jahren mehrere hundert Hochzeiten begleitet. In dieser Zeit kamen und gingen unzählige Trends – aber so große Umbrüche wie in den letzten beiden Jahren hat selbst sie noch nicht erlebt.Wir sprechen über die wichtigsten Entwicklungen rund um die Hochzeitsplanung 2026:
Ließen sich die zuletzt von mir rezensierten Bücher eher storyorientiert an, ging es vor allem um Effekt und Fortgang, sind wir mit Robert Seethalers “Der Trafikant” endlich wieder beim Gefühl. Wir lesen von der großen Liebe einer alleinerziehenden Mutter zu ihrem Sohn, die völlig ohne inzestiöse Gedanken daherkommt, obwohl die beiden in der tiefen Einsamkeit eines Bergdorfes am Rand der Alpen leben, der Sohn jetzt schon siebzehn Jahre zählt und die Mutter nicht unsexy daherkommt. Letzteres hilft ein bisschen, denn wir sind im Jahr 1937, und da reicht das Einkommen einer alleinstehenden Mutter in einem Dorf im Salzkammergut nie im Leben für einen Zweipersonenhaushalt, egal ob als Bäuerin oder Kellnerin im lokalen Gasthaus. In der Saison ist man auf die Zuwendungen des einen oder anderen Touristen angewiesen, im Winter ist Franzens Mutter froh, dass der Gastwirt, der reichste Mann im Dorf, ein Auge auf sie hat. Zum Glück ist er halbwegs ein Kavalier, zumindest nicht knausrig, er isst gern, trinkt dazu seine 8 Biere und 4 Schnäpse und stinken tut er auch nicht, ist er doch ein leidenschaftlicher Schwimmer im kristallklaren Bergsee, direkt vorm Haus der Kleinstfamilie. Leider isst er gern, trinkt Biere und Schnäpse und hatte, von dem bisschen Sturm, der gerade überm Dorf tobt, unbeeindruckt die Hosen runtergelassen und war mit starken Zügen bis in die Mitte des Sees geschwommen, als aus dem Un- ein Gewitter wurde und nun ist er tot, wie die Mutter ihrem Sohn berichtet, und beiden ist augenblicklich klar, dass es das war mit Franzens Kindheit, bei allen Widrigkeiten wohlbehütet wie sie war. Die Mutter habe da eine alte Bekanntschaft, ein bisschen geheimnisvoll, ein Mann auf alle Fälle, alleinstehend, der sich bereit erklärt hat, den Jungen aufzunehmen, auszubilden gar, in Wien, wo Herr Trsnjek wohnt und von Beruf ein Trafikant sei.Rein sprachlich weiß man instinktiv, dass das im deutschen Deutschen komplett unbekannte Wort “Trafikant” aus dem österreichischen kommen muss. Die zeitlich wie geographisch enorme Ausdehnung der K&K Monarchie macht das Wiener Idiom zum Paradies für die Freunde des Lehnwortes. Sorry, Paradeis, natürlich! Beim “Trafikant”, denkt man Verkehr, denkt an “traffic”, an Eisenbahnen von Reichenbach bis Sarajevo, an Dampflokomotiven, Frauen in Rock und Hut, Männer, die sich noch schnell eine Schachtel Zigarillos holen, um die Reise von Wien bis an die Adria zu überstehen, dazu eine Morgen- oder Abendausgabe, je nachdem, wann der Zug geht - und man liegt ziemlich genau richtig. Der Trafikant ist ein Zeitungs- und Tabakwarenverkäufer und zumindest zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Zeilen, habe ich regelrecht noch drei solcher Läden hier in Laufweite, auch wenn die in Ostdeutschland “Lottoabgabestellen” heißen oder einfach nur “Zeitungsladen” - nicht mehr lange, muss man fürchten.Waren die ersten siebzehn Jahre für Franz von der Liebe zu seiner Mutter und der Alpenlandschaft geprägt, ist der Umzug in das Wien von 1937 durchaus schockierend. Aber man kommt nicht umhin, dem Jungen Respekt zu zollen, er findet sich schnell rein, lernt von Otto, dem Besitzer des Ladens, das Handwerk. Das besteht neben einer Grundbildung Tabakwaren vor allem aus einer Fähigkeit: dem Zeitunglesen. Denn nur so versteht man die Kundschaft, die so vielfältig ist wie die Zeitungslandschaft in der Noch-Österreichischen-Hauptstadt.Während das Vorkriegs-Warschau des letztens hier besprochenen Buches “Der Boxer” geprägt war von tiefem Rassismus, wirtschaftlicher Ungleichheit und (daraus resultierender) extremer Gewalt, erscheint das Wien der neunzehnhundertdreißiger Jahre zivilisiert, anständig und freundlich. Als Hauptstadt eines paneuropäischen Kaiserreiches über die Jahrhunderte hinweg, ist die Gesellschaft immunisiert, denkt man, gegen die Extreme des Nationalismus, es geht einem gut, man kommt aus miteinander. Aber der Wiener Schmäh verklebt einem die Augen und die Ohren - bis wir Franz begleiten, wie er sich auf die Suche begibt nach einer ganz außerordentlich lebensfrohen Böhmin, die ihm auf dem Prater den Kopf verdreht hat und er sie schließlich in einem abgefuckten Wohnhaus findet, eine Etage über einem illegalen Schweinestall, zusammen mit dreißig anderen Tschechinnen hausend, in einer einzigen Wohnung. Bis wir den Fleischemeister aus dem Laden gegenüber des Trafikanten kennenlernen, ein grundlos neidvoller Wutbürger, der Typus, der sich acht Jahrzehnte später über die ganze Welt verbreiten sollte. Bis wir die feineren Damen der Gesellschaft im Laden über die Juden reden hören. Mit diesen Vignetten zieht uns Robert Seethaler ganz nebenbei in den Strudel des Nationalsozialismus, so wie dieser die ganze Welt in den seinen sog, damals und heute. Denn eigentlich begleiten wir Franz doch nur auf seinem Weg und Weh ins Leben, wie er so furchtbar unglücklich verliebt ist, in die Anezka, die Bier liebt und Gulasch und Tanzen und Sex aber halt nicht den Franzl, wie er selbst bald merkt, dass das nicht gut gehen wird, aber, wie das so ist mit siebzehn ist, es geht nich ohne sie, die Welt geht unter ohne sie und er einfach nicht mehr weiter weiß.Da betritt in einem wirklich unerwarteten what-the-f**k Moment Siegmund Freud die Szene: “Ja, klar, Wien, natürlich!”, schlägt man sich die Hand vor die Stirn, natürlich lebte dort Siegmund Freud und zwar gleich die Straße hoch vom Trafikanten und wie Franz lernt, ist der ein berühmter Doktor, der den Leuten den Kopf wieder richtet. Und ein Jud. Aber was es mit denen auf sich hat, war Franz noch nie so recht klar, sind doch ganz normale Leute, was haben alle nur..Was für eine Wendung, waren wir doch bisher nicht ganz klar, worum es im “Trafikanten” gehen soll. Für einen Heimatroman haben wir die Alpen zu schnell verlassen, für ein coming of age Buch gibt es zu viel Kulisse und jetzt steht da auch noch der fast neunzigjährige Freud in der Tür, beziehungsweise geht gerade raus aus ihr und Franz denkt sich, wenn der Mann so viel vom Verrücktwerden versteht, kann er ihm vielleicht helfen, denn er wird doch gerade sehr verrückt wegen seiner Liebe zu Anezka. Also steckt er sich eine Handvoll Zigarren Freuds Lieblingsmarke “Hoyo de Monterrey” ins Jacket, folgt dem berühmten Herrn Doktor und setzt sich auf die Bank vor seinem Haus. Irgendwann muss der ja mal wieder rauskommen und dann kann er ihn vielleicht fragen, was er machen soll mit der Anezka, ist ja sein Job.All diese Szenen sind geschrieben in unaufgeregter wunderschöner Prosa und obwohl wir ahnen, worum es bald gehen wird - worum soll es schon gehen, in Wien, ein Jahr vor dem Anschluss - ist doch alles irgendwie normal. Es ist normal aus der heutigen Sicht auf die Welt, unterscheidet die sich doch leider nicht sehr von der in 1937. Arbeiter, Doktoren, Tagelöhner, reiche Witwen geben sich die Klinke in die Hand, beim Trafikanten, der kennt jeden und alle, sie sich untereinander jedoch nur aus der Zeitung. Jeder lebt in seiner kleinen Blase und die Weisheiten über die Welt stehen im “Volksblatt” für den Arbeiter (die Juden sind schuld), dem “Kleinen Blatt” für die Dame (die Juden sind schuld) und in der “Wiener Zeitung” für den feinen Herrn (die Juden, ditto). Und so braucht es nicht lange bis die Scheiben vom Trafikanten beschmiert werden. Zwar lebt hier gar kein Jude, aber so richtig koscher ist Otto Trsnjek mit seinem einem Bein (das andere blieb im Weltkrieg, dem ersten, logischerweise) auch nicht, man weiß es nicht. Und von hier an lassen wir dem Leser ein bisschen die Story entdecken, denn sie zu lesen ist nicht nur erwartbar traurig, sie ist auch sehr schön und sie ist ein bisschen wichtig.lZu sehr erinnert das seltsame Nebeneinanderherleben aller in diesem Wien, in diesem untergegangenen Kaiserreich an das heutige Deutschland, denn da war so ein Österreicher, der da beeindruckend für Ordnung sorgte in Berlin, wie man schon neidlos anerkennen muss - so die meisten Wiener. Zu sehr erinnert der Gröfaz von damals an so manche Lokalpolitiker heute, einen aus Thüringen zum Beispiel, den man jetzt offiziell einen Nazi nennen darf und dessen Partei in diesem Herbst dennoch mehr als 40% der Leute wählen wollen (in Sachen-Anhalt). In den Zeitungsläden von Magdeburg und Halle liegen vielleicht weniger verschiedene Zeitungen aus als in Wien, 1937, aber gemein ist ihnen, dass diese Zeitungen den gleichen Prinzipien wie damals auf den Leim gehen: es muss laut sein, es muss eine einfache Lösung versprechen und es braucht einen Sündenbock - und ob das ein Jude oder ein Afghane ist, ist dem Nazi wurscht und für beide Opfer ist es jeweils egal, ob sie einen Baseballschläger über den Schädel oder hochoffiziell von einem Polizisten per Flugzeug den staatlich verordneten Totschlag per Abschiebung bekommen.Und keinen kümmert es so recht, hat man das Gefühl, steht ja alles in der Zeitung oder beim Tiktoker und wenn es alle ok finden, isses schon ok. Statt sich kurz zu fragen, wie es der Frisörin, dem Zeitungsverkäufer, dem Geflüchteten heute geht, tun wir das genausowenig wie sich die Leute damals um die Leben und Gefühle der Fleischer oder der Trafikanten oder der weltberühmten Psychologen scherten.Rufen möchte man! Ob man vielleicht mal kurz den Kopf heben kann, bittschön?! Den Spiegel/Freitag/Junge Freiheit weglegen und selbst denken und bedenken, was die Konsequenzen sind, wenn man das so lange nicht tut, bis es zu spät ist!All das tut Robert Seethaler mit seiner Erzählung, vordergründig in einer gelassenen Schönheit, dass man zunächst zweifelt, ob das so angebracht sei und man dann merkt, dass das der Trick ist, nicht nur uns Leserinnen bei der Stange zu halten, sondern die erschreckende banale Schönheit kurz vor der Katastrophe zu malen, auf das wir diesmal vielleicht die Zeichen der Zeit rechtzeitig sehen. This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit lobundverriss.substack.com
In der allerersten Folge meines neuen Podcasts „Marinićs Freiheit“, einem Spin-off von „Freiheit deluxe“, geht es um Geschichten und Stories. Solche, die wir in den Nachrichten lesen, die uns die Politik erzählt über uns und unsere Zukunft. Erzählungen, denen wir auch schon mal verfallen, weil sie uns tagelang beschäftigen, vielleicht auch empören. Stories sind überall - sie beeinflussen, wie wir unsere Welt und Gegenwart überhaupt wahrnehmen. Wir reden zwar immer von Fakten, doch die Art, wie wir unsere Wirklichkeit verstehen, bestimmen vor allem Geschichten. Aber wieso sind es ausgerechnet Stories vom Untergang, die so verfangen? Es gibt gerade einen gewissen Thrill vom Untergang der Demokratie zu reden, so wie Söder nach den letzten Wahlen von der „letzten Patrone der Demokratie“ sprach. Warum sind diese Stories medial so beliebt, obwohl sie einen so runterziehen? Weil sie stimmen oder weil wir eine Angstlust haben? Manchmal denke ich, es ist einfach viel Arbeit, diesen Spins etwas entgegenzuhalten. Man isst dann eben auch den Shit-Burger, obwohl man weiß, er macht dick und ist ungesund. Dazu habe ich mir Khesrau Behroz eingeladen, einen der besten und erfolgreichsten Podcaster also auch Storyteller Deutschlands; für mich der „Steven Spielberg der deutschen Podcastwelt“. Khesrau und ich lieben beide das Schreiben. Wir erzählen beide gerne Geschichten. Es ist unser Handwerk. Es ist manchmal ärgerlich, zuzusehen, wie dieses Handwerk missbraucht wird, um Angst zu machen, Menschen zu manipulieren oder eigene Machtinteressen durchzusetzen. Und wo sind die guten Geschichten und wer erzählt die Erfolgsstories? Shownotes: Bücher, Studien, Texte, die ich erwähne: -Buch: Hans Rosling: „Factfulness: Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist“ Ullstein Verlag, 2017 -Studie zur Nachrichtennutzung: Reuters Institute Digital News Report 2025 https://leibniz-hbi.de/hbi-publications/reuters-report-2025-ergebnisse-fuer-deutschland/ -Artikel: Ileana Grabitz „Wir jammern uns an die Spitze“:https://www.zeit.de/2026/20/deutschland-abstieg-pessimismus-wirtschaft-reformen (Paywall, Z+) MARINIĆs FREIHEIT mit Jagoda Marinić ist ein Podcast von hr, Radio Bremen, SWR und WDR. Redaktionsteam: Maria Hecht, Jagoda Marinić und Lukas Fleischmann Ihr erreicht uns per Mail: freiheitdeluxe@hr.de
Feinschmeckertouren – Der Reise- und Genusspodcast mit Betina Fischer und Burkhard Siebert
Was macht einen Obstbrand wirklich außergewöhnlich? In dieser Folge sind wir zu Gast bei Destillateur Florian Faude am Kaiserstuhl und tauchen in die faszinierende Welt feiner Brände ein. Wir sprechen über alte Obstsorten, die Kunst des Destillierens und darüber, warum Qualität schon auf der Streuobstwiese beginnt. Außerdem verrät Florian, wie ausgerechnet Gurke und Rote Bete zu preisgekrönten Spirituosen werden konnten, warum seine Mandarinen direkt aus Sizilien kommen und weshalb seine Destillate heute sogar über den Wolken serviert werden. Eine spannende Reise zwischen Handwerk, Genuss und jeder Menge überraschender Aromen – inklusive Verkostung und echter Genussgeschichten vom Kaiserstuhl. Florian Faude - Faude feine Brände ************************************************ Abonniere jetzt den Podcast bei Spotifyund verpasse keine Folge mehr! Mehr findest du auch auf den Social-Media-Kanälen Facebook Youtube Instagram Feinschmeckertouren ************************************************
Brot gehört zu unseren Grundnahrungsmitteln. Mehl, Wasser, Hefe. Es klingt ganz einfach. Und doch ist das Brotbacken eine jahrhundertealte Handwerkskunst, die heute unterzugehen droht. Gleichzeitig entdecken viele das Selberbacken jetzt neu - als Ruhepol im Alltag, fast schon meditativ. Auch in der Religion spielt das Brot eine entscheidende Rolle. Heute an Fronleichnam wird das heilige Brot, die zum Leib Christi verwandelte Hostie bei den katholischen Prozessionen durch die Straßen getragen. Hören Sie in Camino einen Beitrag von Ulrich Land über Brot, das auch ganz einfach nur lecker sein kann.
MINDtoring® - Von 80 Stunden selbst und ständig zum Leader mit Erfolg und Freiraum
Folge #293: Du bist nicht zu teuer. Du glaubst es nur noch nicht. Deine Preise haben mit dem Markt so gut wie nichts zu tun. Sie haben mit dir zu tun. In dieser Episode spreche ich über das Phänomen, das ich immer wieder erlebe, wenn Unternehmer neu in meine Welt kommen: Sie sind zu billig. Und zwar nicht, weil ihr Angebot nichts wert wäre. Sondern weil da eine innere Stimme ist, die so verdammt vernünftig klingt und trotzdem lügt. Ich war selbst dort. Ich habe mir Rabatte überlegt, bevor jemand danach gefragt hat. Ich habe mich kleiner gemacht, damit der andere sich wohlfühlt. Irgendwann habe ich dann schwarz auf weiß gesehen, was meine Arbeit wirklich bewirkt und was ich dafür verlangt habe. In diesem Moment war alles klar. Was du heute mitnimmst: - Warum deine Preise ein Bekenntnis zu dir sind, losgelöst von deiner Kalkulation - Warum Preise senken in der Krise kein Zeichen von Flexibilität ist, sondern von Angst - Warum dein Selbstwert-Thema auch das Verkaufsthema deines gesamten Teams ist - Eine konkrete Aufgabe, die du heute noch erledigen kannst Du bist nicht zu teuer. Du bist höchstwahrscheinlich noch nicht bereit, dir selbst das zu glauben. Herzlichst und viel Hörgenuss, Carmen SHOWNOTES ========== Schreib eine E-Mail an hallo@carmenbreuermentzel.de und du erfährst alles über den LEADERS CIRCLE. [Hier geht es direkt zu meinem kostenfreien Führungsspiegel.](https://carmenbreuermentzel.de/fuehrungsspiegel_neu.html) Die besten Spots gibt es in meinem Newsletter: [Hier kannst du meinen Newsletter direkt abonnieren. ](https://carmenbreuermentzel.de/newsletter/) [Hol dir hier mein Strategie-Fokus-Board](https://carmenbreuermentzel.de/fokusboard/) [Hier geht es zu meinem Online Programm "Führen statt Erklären" ](https://carmenbreuermentzel.de/fuehren-statt-erklaeren/) [Hier geht es direkt zu meinen Seminaren. ](https://carmenbreuermentzel.de/seminare/) 2 sind noch im Early Bird. Für mehr Infos zu meinem 1:1 und zum Leaders Circle schreib mir eine E-Mail an hallo@carmenbreuermentzel.de [Hier siehst du alle LIVE Veranstaltungen auf einen Blick. ](https://carmenbreuermentzel.de/blog/) [Melde hier deine Azubis zum Workshop "Erfolgsgewohnheiten und Selbstführung" an. ](https://www.bbz-siegen.de/bildung/detail.jsp?v=122973&nr=s182617&vb=selbstfuehrung-und-erfolgsgewohnheiten-fuer-auszubildende) [Hol dir hier deinen Wachstums-Fahrplan - für KMUs, Handwerk und Dienstleister. ](https://carmenbreuermentzel.de/33businesshacks/) [Hier bekommst du alle Infos zu "DER PLAN".](https://carmenbreuermentzel.de/der-plan/) [Hier geht es direkt zu allen Infos zum THE VISIBILITY EFFECT. ](https://carmenbreuermentzel.de/the-visibility-effect/) [Hier geht es zu Marketing, das 24/7 verkauft. ](https://carmenbreuermentzel.de/marketing-das-24-7-verkauft/) [Hol dir hier mein digitales THE LEADERS CAMP. ](https://carmenbreuermentzel.de/the-leaders-camp-digital/) [Hol dir hier den kostenfreien Blender-Check und vermeide Fehleinstellungen in deinem Team. ](https://carmenbreuermentzel.de/freebie-blender-check/) [Hier geht es direkt zu meinen Seminaren. ](https://carmenbreuermentzel.de/seminare/) [Hier kommst du zu den Stimmen meiner Kunden.](https://g.page/r/CSz0DioPbHxtEBA) [Hier kannst du dich auf ein kostenfreies Strategiegespräch mit mir bewerben. ](https://carmenbreuermentzel.de/female-success-codes-anmeldung-2/) [Hier erfährst du alles zu mir und MINDtoring®️.](https://www.carmenbreuermentzel.de)
Geschätzte Lesedauer: 11 Minuten Hand aufs Herz: Wenn du in deiner letzten Stellenanzeige „mindestens zehn Jahre Branchenerfahrung" gefordert hast, dann hast du auf eines der schlechtesten Kriterien gesetzt, die die Forschung kennt. Klingt hart? Ist aber so. Wenn du im Vertrieb Vertriebsmitarbeiter einstellen willst, die wirklich performen, musst du dich von ein paar lieb gewonnenen Annahmen verabschieden. Denn die Kriterien, auf die wir im Recruiting am häufigsten filtern, sind nach vier Jahrzehnten Forschung genau die mit der schwächsten Treffsicherheit. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du einen Recruiting-Prozess auf Basis echter Daten aufbaust – kein Bauchgefühl, keine Bro-Science, sondern das, was die Wissenschaft wirklich misst. Du erfährst, welche Auswahl-Werkzeuge funktionieren, warum der laute Verkäufer ein Mythos ist und wie du deine Fehlerquote von rund 40 % auf unter 10 % drückst. Warum die meisten beim Vertriebsmitarbeiter einstellen die falschen Kriterien nutzen Das teure Missverständnis Ich werde immer öfter gefragt: „Chris, schau dir mal unseren Recruiting-Prozess an, wir stellen ständig die Falschen ein." Und fast immer sehe ich dasselbe Muster – es werden die falschen Methoden genutzt. Berufserfahrung, Studienabschluss, ein nettes Gespräch nach Sympathie. Das fühlt sich sicher an, hat aber mit der Vorhersage von Vertriebserfolg wenig zu tun. Warum sich der Irrtum so hartnäckig hält Diese Kriterien wirken plausibel. Niemand wird gefeuert, weil er einen Kandidaten mit zehn Jahren Branchenerfahrung eingestellt hat. Genau deshalb hält sich der Irrtum so hartnäckig. Wer aber wirklich gute Vertriebsmitarbeiter einstellen will, muss aufhören, auf das zu filtern, was sich gut anfühlt – und anfangen, auf das zu setzen, was nachweislich funktioniert. Gutes Vertriebsrecruiting ist keine exakte Wissenschaft, aber es gibt sehr viel belegtes Wissen, das die meisten schlicht übergehen. Vertriebsmitarbeiter einstellen: Was eine Korrelation wirklich aussagt Zwei Beispiele zum Einordnen Damit du die folgenden Zahlen einordnen kannst, ein kurzer Methoden-Check. Wir sprechen von Korrelationen. Eine Korrelation liegt zwischen 0 und 1: Null heißt kein Zusammenhang, eins heißt perfekte Vorhersage. In der Personalauswahl kommst du praktisch nie über 0,60 – und das nur, wenn du die richtigen Methoden klug kombinierst. Die Korrelation zwischen regelmäßiger Aspirin-Einnahme und einem geringeren Herzinfarktrisiko liegt bei rund 0,03 – und rettet trotzdem Millionen Leben. Rauchen und Lungenkrebs hängen mit etwa 0,40 zusammen. Das ist die größte einzelne Risikoursache, die wir kennen. Eine 0,40 klingt also mickrig, ist in Wahrheit aber ein sehr starker Effekt. Die Faustregel-Skala für die Treffsicherheit Praktisch heißt das: Bei einem Wert von 0,40 hast du in einem Team von 20 Leuten statt drei oder vier Fehlbesetzungen nur noch ein oder zwei. Über drei Jahre gerechnet sind das Hunderttausende Euro Unterschied. Als grobe Orientierung gilt: unter 0,10 ist statistisch wertlos, 0,10 bis 0,20 ist schwach, 0,20 bis 0,35 ist praktisch relevant, 0,35 bis 0,50 ist sehr gut für ein einzelnes Werkzeug – und alles über 0,50 erreichst du nur durch Kombination. Vertriebsrecruiting: Welche Auswahl-Werkzeuge funktionieren Seit über 40 Jahren untersucht die Forschung, wie gut einzelne Auswahl-Werkzeuge Berufserfolg vorhersagen. Wenn du dir die Werte ansiehst, ergibt sich eine klare Rangfolge – und sie widerspricht ziemlich genau dem, was im Mittelstand üblich ist. Wer datenbasiert Vertriebsmitarbeiter einstellen will, sollte diese Reihenfolge kennen. Strukturierte Interviews schlagen das Bauchgefühl Strukturierte Interviews – also Gespräche, bei denen du vorher genau festlegst, welche Fragen du stellst und welche Antworten gut oder schlecht sind – kommen auf einen Wert von 0,42. Unstrukturierte Interviews, das, was du typischerweise siehst, liegen nur bei 0,19. Allein die Struktur verdoppelt also die Treffsicherheit deines Interviews. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen – und kaum jemand macht es. Arbeitsproben liegen bei 0,33, kognitive Leistung bei rund 0,31, Wissens-Tests bei 0,40. Berufsjahre und Abschlüsse sind fast wertlos Und jetzt der unbequeme Teil: Berufsjahre haben einen Wert von 0,09, Ausbildungsjahre von 0,10 – also quasi nutzlos für die Vorhersage von Vertriebserfolg. Handschrift-Gutachten kommen auf 0,02, das ist reines Voodoo. Wenn deine Ausschreibung Berufsjahre fordert und dein Interview unstrukturiert verläuft, setzt du auf zwei Kriterien zwischen 0,09 und 0,19. Das ist statistisch fast Würfeln. Werkzeuge kombinieren: Von 40 % auf unter 10 % Fehleinstellungen Jetzt kommt der spannendste Hebel. Wenn du die richtigen Werkzeuge kombinierst, kannst du die Treffsicherheit nochmal verdoppeln. Wichtig: Du zählst die Werte nicht einfach zusammen. Ein strukturiertes Interview (0,42) plus eine Arbeitsprobe (0,33) ergibt nicht 0,75. Denn jedes Werkzeug erfasst einen anderen Teil der Leistung. Warum sich gute Kombinationen ergänzen Zwei Verfahren, die Verschiedenes messen, ergänzen sich – zwei, die das Gleiche messen, bringen nichts. Ein kognitiver Test plus ein strukturiertes Interview treibt die Treffsicherheit auf etwa 0,63. Für den Vertrieb ist die stärkste Kombination: strukturiertes Interview plus Arbeitsprobe plus geprüfte Past Performance. Damit landest du bei 0,60 bis 0,65. Nimmst du für die Finalisten noch einen Persönlichkeitstest dazu, kommst du fast auf 0,68. Über 0,70 schaffst du selbst mit sechs Werkzeugen kaum – das ist die theoretische Decke. Was das für deine Fehlerquote bedeutet Übersetzt in die Praxis heißt das: Im klassischen Verfahren liegt deine „Luftpumpen-Quote", also das Risiko einer Fehleinstellung, bei rund 42 %. Fast jeder Zweite daneben. Mit der Maximalkombination sinkt sie auf 8 bis 10 %. Du kommst also von einer Fehlerquote von 40 % auf unter 10 %. Darüber muss man eigentlich nicht mehr reden. Kein Prozess liefert 100 % Sicherheit – aber wer die richtigen Werkzeuge kombiniert, ärgert sich nicht über die übrigen 10 %, sondern vermeidet die teuren 30 % dazwischen. Die Überraschung: Der laute Verkäufer ist ein Mythos Ambivertierte gewinnen Speziell für den Vertrieb gibt es einen Befund, der viele überrascht. Es hält sich die Annahme: je extrovertierter, desto besser der Verkäufer. Falsch. Studien zeigen, dass die besonders Extrovertierten nicht besonders gut verkaufen – aber die ganz Introvertierten eben auch nicht. Am erfolgreichsten sind die in der Mitte: die Ambivertierten, die je nach Situation zwischen offensiv und ruhig wählen können. Was wirklich zählt: Achievement Drive Der klassische Dampfplauderer ist also nicht dein Top-Performer. Im Interview gewinnt er trotzdem oft, weil er redegewandt ist – und genau hier liegen viele falsch. Der stärkste Faktor ist nicht Lautstärke, sondern Achievement Drive: das Leistungsstreben, der Wille zu gewinnen. Und das ist oft leise. Past Sales Performance allein hat übrigens einen Wert von rund 0,50 – der stärkste einzelne Faktor überhaupt. Wer das ernst nimmt, wird beim Vertriebsmitarbeiter einstellen nie wieder auf den lautesten Bewerber hereinfallen. Die Asymmetrie der Trainierbarkeit: selektiere DNA, trainiere Skill Was schnell lernbar ist – und was nicht Hier kommt der vielleicht wichtigste Denkfehler, den du vermeiden musst. Ja, im Prinzip kann man alles lernen. Aber der Trainingsertrag ist sehr verschieden. Skills und Wissen – eine SPIN-Selling-Methode, MEDDIC, ein CRM, dein Produktwissen – hat ein cleverer Verkäufer in Wochen bis Monaten drauf. Das ist mir bei der Auswahl deshalb ziemlich egal. Die rationale Strategie beim Vertriebsmitarbeiter einstellen Persönlichkeit dagegen verschiebt sich nur über Jahre. Achievement Drive, Frustrationstoleranz, intellektuelle Neugier – das bringst du jemandem im Onboarding nicht bei. Daraus folgt die einzig rationale Strategie, wenn du Vertriebsmitarbeiter einstellen willst: Selektiere auf das Stabile, trainiere das Veränderbare. Wer das Leistungsstreben nicht mitbringt, lernt es bei dir nicht mehr. Wer das Branchenvokabular nicht kennt, lernt es in drei Monaten. Die zwei häufigsten Fehler beim Vertriebsmitarbeiter einstellen Fehler 1: Der Fachexperte ohne Vertriebs-Ader Beide klassischen Fehler haben dieselbe Wurzel: Risiko meiden statt sauber prüfen. Der erste Fehler ist der Fachexperte ohne Vertriebs-Ader – der Servicetechniker oder Anwendungsingenieur, der zum Verkäufer gemacht wird. Fachlich top zu sein erhöht die Chance, vertrieblich zu performen, schlicht nicht. Nach 20 Jahren in der fachlichen Beratung ist der Komfort in dieser Rolle kein Trainingsthema mehr. Fehler 2: Der Abschluss-Crack ohne Produkt-Interesse Der zweite Fehler ist das Spiegelbild: der abschlussstarke Sales-Crack ohne echtes Interesse am Produkt. Im Gespräch fragt er nur nach Provision, Gebiet und Tools – nie nach der Lösung. Im komplexen, beratungsintensiven Vertrieb wird der nie glaubwürdig als Experte auftreten. Der Branchenkenner fühlt sich sicher, weil seine Etikette stimmt. Der laute Verkäufer fühlt sich sicher, weil er Gespräche gewinnt. Beide sagen wenig über echte Leistung aus. Der Adjacent Industry Hire: die Lösung für den Bewerbermangel Adjazenz schlägt Branchenetikett Was tust du stattdessen? Du holst dir jemanden, der die Grundeigenschaften eines guten Verkäufers schon mitbringt – aus einer verwandten Branche. Das nennt sich Adjacent Industry Hire und ist sogar wissenschaftlich untersucht. Beispiele: ein SaaS-Vertriebler ins ERP-Geschäft, ein Industrieautomatisierer in die Robotik, jemand aus der Spezialchemie in den Bereich Coatings. Worauf es wirklich ankommt Entscheidend ist nicht die Branche selbst, sondern die Nähe von vier Dingen: Buyer-Persona, Sales-Cycle-Länge, Komplexität des Verkaufs und Entscheidungsstruktur. Wer mit ähnlichen Ansprechpartnern, in einem ähnlichen Zyklus und einer vergleichbaren Komplexität gearbeitet hat, bringt 100 % des Skills mit und braucht nur drei Monate für die Domain Fluency. „Zehn Jahre Branchenerfahrung" ist eben kein Eignungskriterium – es ist die Risiko-Versicherung des Recruiters, auf Kosten der Vertriebsleistung. Wann Fachwissen doch vor Sales-DNA geht Der Lackmustest für deine Rolle Damit ich ehrlich bleibe: Es gibt Fälle, in denen das Fachwissen wirklich vorgeht. Das gilt in hochregulierten, hochtechnischen Feldern – Pharma, Medical Devices, Halbleiter, Spezialchemie, Aerospace oder hochregulierte Cybersecurity. Der Lackmustest ist einfach: Hältst du das Erstgespräch ohne tiefes Fachwissen fünf Minuten durch, oder bist du sofort raus? Drei Lösungen für hochtechnische Rollen Nimm die OP-Technik: Wer nicht mitreden kann, wenn der Chirurg zur Sache kommt, bekommt keinen zweiten Termin. In solchen Fällen hast du drei Optionen: den seltenen Hybrid (teuer und schwer zu finden), den klassischen technischen Verkäufer mit Sales-Basis oder ein Tandem aus Verkäufer und Sales Engineer. Die Frage ist nie pauschal Fach oder Skill, sondern: Wie hoch ist die fachliche Hürde ins Erstgespräch dieser konkreten Rolle? So bildest du das richtige Anforderungsprofil Bevor du den ersten Lebenslauf liest, musst du wissen, wonach du suchst. Und zwar nicht aus dem Profil des – vielleicht mittelmäßigen – Vorgängers und nicht aus einer kopierten Stellenanzeige. Die saubere Methode heißt Anforderungsanalyse: Du leitest die Kriterien aus der Leistung deiner echten Top-Performer ab. In fünf Schritten zum richtigen Anforderungsprofil In fünf Schritten zu einem Anforderungsprofil, das wirklich auf Vertriebserfolg setzt – statt den nächsten Klon des Vorgängers zu suchen. Top-Performer analysieren Geh nicht von der Rolle aus, sondern von den Menschen, die heute oben performen. Was haben sie in Werdegang, Arbeitsstil und Persönlichkeit gemeinsam? Interviewe sie zu ihren besten Deals. Die Rolle entlang vier Achsen abklopfen Sales-Cycle-Länge, Komplexität (Einzelentscheider vs. Buying Center), Akquise- vs. Bestandsanteil und Beratungstiefe. Daraus ergibt sich deine Buyer-Persona. Strategisch vorausschauen Wo geht die Rolle in zwei bis drei Jahren hin? Welche Skills werden vom Nice-to-Have zur Pflicht? Definiere nicht die Rolle von gestern. Must-Have von Nice-to-Have trennen Maximal drei bis fünf Must-Haves – und zwar alles, was kaum trainierbar ist: Achievement Drive, Frustrationstoleranz, Neugier, Past Performance. Produktwissen und CRM sind Nice-to-Have. In messbare CV-Signale übersetzen Aus „Achievement Drive" wird „belegte Quoten-Übererfüllung in zwei der letzten drei Jahre". Lege pro Signal einen klaren Schwellenwert fest. Anforderungsprofil ist nicht gleich Stellenbeschreibung Mehr als fünf Anforderungen brauchst du nicht – Studien zeigen, dass Bewerber ohnehin nur rund fünf Kriterien wirklich wahrnehmen. Das Anforderungsprofil ist nicht die Stellenbeschreibung. Die Stellenbeschreibung ist Werbung. Das Anforderungsprofil sagt, was jemand können muss, um in der Rolle erfolgreich zu sein. Zwei verschiedene Dokumente. Was im Lebenslauf wirklich zählt Wenn du Vertriebsmitarbeiter einstellen willst, ist der Lebenslauf kein Vorhersage-Werkzeug. Er ist ein Filter, der die Falschen aussortiert. Lies ihn rückwärts – fang bei der letzten Leistungs-Zahl an. Im CV zählen Zahlen, nicht Adjektive. Harte Signale: worauf du achtest Harte Signale sind: konkrete Quoten-Erreichung in Prozent („120 % der Quote in 2023"), ein Ranking im Team („Top 3 von 40"), bezifferte Deal-Größen und Cycle-Komplexität sowie Beförderungen innerhalb des Unternehmens. Red Flags: was dich stoppen sollte Red Flags sind: „verantwortlich für" statt „erreicht", Worthülsen wie „strategischer Vertriebsansatz" ohne Zahlen und Job-Hopping unter 18 Monaten pro Station ohne erkennbaren Grund. Die unbequeme Wahrheit: In den meisten deutschen Lebensläufen stehen die entscheidenden Zahlen gar nicht. Deshalb filterst du beim CV nur grob vor – und holst die fehlenden Fakten im Telefon-Pre-Screening. Verkäufer ohne Zahlen im CV haben entweder keine, schlechte – oder sie wissen nicht, dass Zahlen das Einzige sind, was im Vertriebs-CV zählt. Vertriebsrecruiting-Prozess: vom CV bis zum Onboarding Kriterien allein nützen nichts ohne Prozess. Wer 80 Lebensläufe planlos liest, sortiert am Ende den Falschen mit dem schönsten Foto rein. Du brauchst einen Trichter: erst Hard-Filter gegen die harten Signale (maximal 90 Sekunden pro CV), dann eine strukturierte Bewertung mit mindestens drei Signalen für die Einladung. Das Telefon-Pre-Screening: der unterschätzte ROI-Hebel Das Telefon-Pre-Screening ist der am stärksten unterschätzte Schritt im ganzen Prozess. In 15 bis 20 Minuten holst du die Zahlen, die im Lebenslauf fehlen: Quoten-Historie prüfen, Wechselgrund, Gehaltsrahmen, eine Frage zum echten Verhalten. Zwanzig Minuten am Telefon ersparen dir zwei Stunden falsch geführte Vor-Ort-Interviews. Und vergiss das Active Sourcing nicht – die richtig guten Verkäufer bewerben sich selten, sie werden gefunden. Ein gesundes Verhältnis sind 50 % Bewerbungseingang und 50 % Active Sourcing. Drei diagnostische Interviewfragen Im eigentlichen Interview haben sich drei Fragen bewährt. Erstens: „Wie würdest du dich in 30 Tagen in unsere Produktwelt einarbeiten?" – das misst Selbststeuerung und Lernstrategie. Zweitens: „Erzähl mir vom letzten Deal, den du selbst akquiriert hast – nicht ausgebaut, nicht betreut." – das trennt den echten Hunter vom Beziehungspfleger. Drittens: „Wie würdest du unser Produkt nach einer Stunde Vorbereitung verkaufen?" – das misst, wie schnell jemand von Produktmerkmal zu Kundennutzen übersetzt, die zentrale Vertriebsfähigkeit. Wichtig: Diese Fragen sind nur valide mit einer vorab festgelegten Bewertungsrubrik. Und geh nie allein ins Interview – idealerweise stellt HR die Fragen, die Führungskraft beobachtet. Die Rolle von HR: vom Briefträger zum methodischen Treiber Was HR wirklich leisten muss Hier sterben die meisten guten Prozesse. HR leitet CVs weiter, dann Funkstille – und der Vertriebsleiter entscheidet wieder aus dem Bauch. Eine starke Personalabteilung ist nicht der Verwalter im Hintergrund, sondern der methodische Treiber des Prozesses. Von HR kommen die Interview-Leitfäden, die Bewertungs-Skalen, die Arbeitsproben und die Test-Werkzeuge – das ganze Handwerk. Geschwindigkeit ist Qualität HR sorgt dafür, dass der Prozess eingehalten wird, dass die Kriterien gemeinsam festgelegt werden und dass die Führungskraft sauber durch den Prozess geführt wird. Dazu gehört auch Geschwindigkeit: Die besten Kandidaten sind laut LinkedIn nur rund zehn Tage aktiv verfügbar, nach 30 Tagen haben sich über 50 % anders entschieden. Geschwindigkeit ist im Recruiting nicht das Gegenteil von Sorgfalt – sie ist deren Ergebnis. Recruiting endet nicht mit dem Vertrag: Onboarding als zweiter Filter Die diagnostische Verlängerung Auch wer sauber Vertriebsmitarbeiter einstellen will, produziert mit dem besten Prozess noch rund 10 % Fehleinstellungen – das lässt sich rechnerisch nicht vermeiden. Genau diese 10 % fängst du im Onboarding ab. Denn 70 bis 80 % der späteren Fehlbesetzungen zeigen ihre Muster schon in den ersten drei Monaten. Klare Entscheidungspunkte nach 30, 60, 90 Tagen Verstehe das Onboarding deshalb nicht in erster Linie als Wissens-Vermittlung, sondern als Verlängerung des Recruitings mit anderen Mitteln: feste Check-ins, klare Frühwarn-Zeichen, klare Entscheidungspunkte nach 30, 60 und 90 Tagen. Wer nach 60 Tagen vor sich hin meckert und nicht vorankommt, wird nach 120 Tagen meistens nicht besser – sondern schlechter. Nutze die Probezeit konsequent als das, was sie ist: deine zweite Chance. Quick Takeaways Branchenjahre und Abschlüsse sind fast wertlos (Wert 0,09–0,10) – sie sind die teuersten falschen Kriterien. Strukturierte Interviews verdoppeln die Treffsicherheit gegenüber unstrukturierten Gesprächen (0,42 vs. 0,19). Die Kombination der richtigen Werkzeuge senkt die Fehlerquote von ~40 % auf unter 10 %. Achievement Drive schlägt Extraversion – der laute Dampfplauderer ist ein Mythos, die Ambivertierten gewinnen. Selektiere auf das Stabile, trainiere das Veränderbare: Persönlichkeit bleibt über Jahre, Skills holst du in Monaten auf. Der Adjacent Industry Hire löst den Bewerbermangel – Nähe von Buyer-Persona, Cycle, Komplexität und Entscheidungsstruktur zählt, nicht das Branchenetikett. Telefon-Pre-Screening und HR als Treiber sind die unterschätztesten Hebel im ganzen Prozess. Fazit: Schluss mit dem Würfeln beim Vertriebsmitarbeiter einstellen Die drei Kernsätze Fassen wir zusammen. Strukturierte Interviews, Arbeitsproben und kognitive Tests sagen Vertriebserfolg drei- bis fünfmal besser voraus als Berufsjahre und unstrukturierte Bewertungen. Achievement Striving und Gewissenhaftigkeit sind die stabilsten Persönlichkeitsmerkmale – allgemeine Extraversion ist es nicht. Und weil Persönlichkeit über Jahre stabil bleibt, Skills aber in Monaten aufholbar sind, setzt du auf das Erste und trainierst das Zweite. Dein nächster Schritt Wer im Vertriebsrecruiting weiter auf Branchenjahre filtert, setzt auf das schlechteste verfügbare Kriterium. Wer auf Sales-Disposition baut und Wissen aufbaut, formt ein Team, das mit dem Markt mitwächst. Das ist eigentlich gar nicht schwer – du musst es nur konsequent machen. Wenn du Vertriebsmitarbeiter einstellen willst, ohne dich auf dein Bauchgefühl zu verlassen, fang heute mit einem Punkt an: Führe das strukturierte Telefon-Pre-Screening ein. Damit halbierst du deine Time-to-Hire und verdoppelst die Qualität deiner Pipeline. Du willst tiefer einsteigen? Schreib mir einfach eine E-Mail an recruiting@vertriebsfunk.de – dann bekommst du von mir die komplette Zusammenfassung dieser Folge und den Bewertungsbogen, den ich in meinen Vertriebsprojekten als Blaupause nutze. Beides schicke ich dir kostenlos zu. Gib alles, dein Christopher Funk. Welche Kriterien sollte ich beim Vertriebsmitarbeiter einstellen wirklich beachten? Setze auf das, was kaum trainierbar ist: Achievement Drive, Frustrationstoleranz, Neugier und geprüfte Past Sales Performance. Branchenjahre und Studienabschluss haben dagegen eine sehr geringe Vorhersagekraft auf Vertriebserfolg. Wie senke ich meine Fehlerquote im Vertriebsrecruiting? Indem du mehrere valide Werkzeuge kombinierst: strukturiertes Interview plus Arbeitsprobe plus geprüfte Past Performance. Das hebt die Treffsicherheit auf 0,60 bis 0,65 und drückt die Quote der Fehleinstellungen von rund 40 % auf unter 10 %. Ist Branchenerfahrung beim Verkäufer einstellen wichtig? Meistens nicht. Branchenerfahrung ist oft nur die Risiko-Versicherung des Recruiters. Wichtiger ist die Nähe von Buyer-Persona, Sales-Cycle, Komplexität und Entscheidungsstruktur. Ausnahmen sind hochregulierte Märkte wie Pharma, Medical Devices oder Aerospace. Worauf achte ich im Lebenslauf eines Vertrieblers? Auf Zahlen statt Adjektive: konkrete Quoten-Erreichung in Prozent, Ranking im Team, bezifferte Deal-Größen und Beförderungen. Red Flags sind „verantwortlich für" statt „erreicht", Worthülsen ohne Zahlen und Job-Hopping unter 18 Monaten. Welche Rolle spielt HR beim Aufbau eines guten Recruiting-Prozesses? HR ist der methodische Treiber, nicht der Briefträger. Die Personalabteilung baut den Prozess, liefert Interview-Leitfäden und Bewertungs-Skalen, sorgt für Geschwindigkeit und führt die Führungskraft sauber durch das Verfahren. Wie sieht es bei dir aus: Filterst du noch nach Branchenjahren – oder setzt du schon auf Sales-DNA? Schreib mir deine Erfahrungen in die Kommentare und teile den Beitrag mit dem Vertriebsleiter, der das gerade dringend lesen sollte.
Winkel bestimmen, Flächen berechnen, benötigte Mengen von Materialien kalkulieren: Tischler und Tischlerinnen sollten für ihren beruflichen Alltag mathematische Grundfertigkeiten mitbringen. Dennoch fällt vielen Mathematik als Schulfach schwer und nicht minder viele sind froh, wenn sie den Mathe-Unterricht hinter sich lassen können. Einen gänzlich anderen Ansatz verfolgen Josef Naber und Johannes Mensing. Die beiden studierten Mathematiker sagen: „Mathe kann jeder – und wir beweisen es!“ In dieser Folge der Lauschwerkstatt erzählen die beiden, wie sie mit Kurz-Videos die Motivation für Mathe steigern und warum kleine Erfolgserlebnisse beim Lernen entscheidend sind. Sie schauen außerdem darauf, welche Rolle künstliche Intelligenz beim Lernen spielt und wie sie als persönlicher Lernassistent ganz individuell unterstützen kann. Außerdem haben die beiden einige Mathe-Tricks parat, die jeder direkt ausprobieren kann.
In dieser Folge von EHI Retail Insights trifft Host Anja Borberg auf Kerstin und India von Filz Gnoss, einem Kölner Fachgeschäft für handgefertigte Filzprodukte in der Apostelnstraße. Zwei Generationen, zwei Perspektiven, eine Leidenschaft: das Handwerk und der stationäre Einzelhandel. Die beiden sprechen offen über Übergabe und Zusammenarbeit, über die Herausforderungen des modernen Einzelhandels – und über eine Initiative, die Kölns Straßen wieder zum Leuchten bringen soll.
In dieser Folge ist Gordon Gorski, CEO der Bayerischen Hausbau Development zu Gast. Im Gespräch mit Michél erklärt er, warum viele Wohnungsbauprojekte aktuell nicht mehr wirtschaftlich sind, welche Folgen das für Mieter und Käufer hat und weshalb Deutschland dringend neue Anreize für Eigentumsbildung braucht. Außerdem werfen die beiden einen Blick auf innovative Technologien, die das Bauen schneller, günstiger und effizienter machen könnten. __________________________________________________ Der DIGITALWERK Startup Month ist auch 2026 wieder zurück! Ihr seid ein Startup aus den Bereichen Bau, Immobilie, Handwerk, Energie oder Mobilität, habt eine coole Story und eine/n spannende/n CEO? Dann habt ihr die Chance, eine Podcastfolge mit Michél aufzunehmen. Die wichtigsten Infos zum Bewerben findet ihr hier: https://www.digitalwerk.io/podcast/startupmonth _________________________________________________ 00:00 – Darum gehts in der Folge 03:44 – Bayerische Hausbau & die Schörghuber-Gruppe 06:06 – Warum Wohnungsbau in München gerade funktioniert 09:45 – Kein Grundstück seit 2018 – die bewusste Strategie 13:47 – Wer kann sich Eigentum in Deutschland noch leisten? 18:33 – Politische Ideen gegen die Eigenkapitallücke 25:13 – Mietendeckel, Enteignung & die Berliner Debatte 33:26 – 19 % MwSt. abschaffen – der wirkliche Bauturbo 40:11 – KI, Robotik & die Baustelle der Zukunft
Mit einer KI, wie beispielsweise ChatGPT, kannst du Texte in Sekunden erstellen. Praktische Sache. Gerade im Handwerk. Die Frage ist allerdings: Sind diese Texte so gut, dass du sie einfach so verwenden solltest? Meistens sind sie das nicht! Vor allem dann, wenn die KI einfach mal so drauf los textet. Solche Texte sind sehr schnell als KI-generiert zu erkennen. Woran, das erfährst du in dieser Episode.
In dieser Folge erklärt uns Norbert Sliwockyj, Vorstand des Frundsbergfestrings e.V, wie sich das kleine Städtchen Mindelheim alle drei Jahre für zwei Wochen mit detailgetreuen Umzügen, lebendigen Lagern, historischem Handwerk und prachtvollen Kostümen ins Mittelalter versetzt. Er erzählt, was hinter dem Frundsbergfest steckt, welche Rolle die Zensur und Sehnsucht nach Einigkeit, Recht und Freiheit dabei spielten. Norbert gewährt uns einen Blick auf die faszinierende und widersprüchliche Gestalt des Feldherren Georg von Frundsberg, der trotz seiner Erfolge am Ende seines Lebens eine nachdenkliche Bilanz zog. https://www.frundsbergfest.de/ Noch mehr Allgäu Inspiration? Zur Website www.allgaeu.de Instagram www.instagram.com/allgaeu.de Der Allgäu Newsletter newsletter.allgaeu.de Du hast Feedback oder Anregungen zum Podcast? Ideen für weitere Podcast Gäste? Schreib uns gerne eine Email an podcast@allgaeu.de
250.000 offene Stellen im Handwerk. Eine davon ist vermutlich deine. Und solange das so bleibt, kostet dich das jeden Monat 8.000 bis 10.000 € Rohertragsverlust. Die Frage ist nicht, ob der Markt schwierig ist – die Frage ist, ob du weiter dieselbe Strategie fährst.Das nimmst du mit:- Warum klassische Stellenanzeigen 2026 nicht mehr funktionieren- Wie du Fachkräfte erreichst, die gar nicht aktiv suchen- Der Cheat Code der Mitarbeitergewinnung
Henrik vom StartUp expertlift zeigt im Podcast, wie Handwerker nervige Routineaufgaben mit künstlicher Intelligenz lösen. Gemeinsam räumen wir mit Mythen auf und erklären den Einstieg in KI an einem Beispiel.
In dieser Folge trifft Markus erneut Frank Boon – eine der prägenden Figuren der belgischen Lambic- und Gueuze-Welt. Die beiden sprechen im Rahmen des HBCon in Alsfeld – ausgerechnet in einem Weinkeller – über die Nähe von Wein und Lambic und warum eine gute Gueuze aromatisch eher beim Riesling als beim Pils zuhause ist. Frank nimmt uns mit in die Welt der Holzfässer: von kleinen „Brüsseler Tonnen“ bis zu riesigen Lagerfässern, die einst in Brauereien standen, später in französischen Weingütern landeten – und heute wieder in Belgien Lambic reifen lassen. Er erklärt, warum große Fässer die Säure „besser erziehen“, weshalb alte Fässer für Brettanomyces-Kulturen so entscheidend sind und warum neue Fässer oft erst nach vielen Jahren wirklich „Lambic“ schmecken. Nebenbei wird klar: Fasspflege ist nicht nur Technik, sondern Handwerk – und Boon hat sich das über Jahrzehnte selbst aufgebaut, vom Reparieren kleiner Fässer bis zur Arbeit mit meterlangen Dauben. Dann geht es um die belgische Bierkultur als Weltkulturerbe und die „Belgian Beer World“ in der Brüsseler Börse: Frank erzählt, wie schwierig es war, ein Museum zu gestalten, das sowohl Touristen ohne Bierwissen als auch Beer-Nerds abholt – und warum das Konzept bewusst „in Schichten“ funktioniert, inklusive Hefetheater und Rooftop-Bar über den Dächern Brüssels. Zum Schluss wird's historisch: Für Frank liegt der Kern der belgischen Bierkultur nicht in einem einzelnen Stil, sondern in den Städten – jede mit ihrem eigenen Bier. Und er erklärt, wie Lagerbier, Konsolidierung und Qualitätsprobleme in den 60ern viele Traditionen fast verschwinden ließen – und warum am Ende alles an einem Punkt hängt: Qualität. Ohne Qualität bleibt nur Geschichte.
Business unplugged - Menschen, Unternehmen und Aspekte der Digitalisierung
Peter ist einer der renommiertesten und eigenwilligsten Architekten der Schweiz. Wir sprechen über die Kompromisslosigkeit seiner Arbeit, über die Schönheit des Gewöhnlichen und darüber, was ein gutes Haus ausmacht. Er erzählt von seinem Vater, von dem Gefühl, nicht wirklich gesehen worden zu sein, und davon, wie sehr ihn das geprägt hat. Außerdem wollte ich von ihm wissen, wieso er auch heute, mit 83 Jahren, noch immer so viel und leidenschaftlich arbeitet. WERBEPARTNER & RABATTE: https://linktr.ee/hotelmatze MEIN GAST: Peter Zumthor Projekte https://zumthor.bjorkan.no/ DINGE: Einblendungen im Video aus dem Buch "Peter Zumthor 1985–2013" https://bit.ly/4wGqOsE Zumthors Amöbe. Neubau fürs LACMA in Los Angeles https://bit.ly/4uYxGQs Therme Vals https://7132.com Kunsthaus Bregenz https://kunsthaus-bregenz.at Kolumba Köln https://kolumba.de Bruder-Klaus-Kapelle, Wachendorf https://feldkapelle.de/ Kapelle Sogn Benedetg, Sumvitg https://bit.ly/4tS5cXJ Steilneset Hexenmahnmal, Vardø https://bit.ly/3PD8S1h TEAM Maximilian Frisch - Produktion Alexander Stößlein - Produktion Annie Hofmann - Redaktion Mit Vergnügen - Vermarktung und Distribution MEIN ZEUG: Meine Fragensets: beherzt.net/hotel-matze Hotel Matze live - https://eventim.de/artist/hotel-matze/ Das Beste des Tages App: https://dasbestedestages.de/ Mein Newsletter: https://matzehielscher.substack.com/ YouTube: https://bit.ly/2MXRILN TikTok: https://tiktok.com/@matzehielscher Instagram: https://instagram.com/matzehielscherHotel LinkedIn: https://linkedin.com/in/matzehielscher/ Meine Bücher: https://bit.ly/39FtHQy
Lynn Witzel Lynn Witzel ist Kommunikationsdesignerin mit Fokus auf Brand Design und strategische Markenentwicklung. Sie unterstützt Einzelpersonen und Unternehmen dabei, klare und authentische Marken mit Social-First-Ansatz zu entwickeln. Ursprünglich aus dem Handwerk kommend (Ausbildung zur Maßschneiderin und Modedesignerin), studierte sie anschließend Grafikdesign und visuelle Kommunikation und sammelte Erfahrungen u. a. bei PwC, Zalando und dem Hermann Schmidt Verlag. Früh selbstständig, prägte sie insbesondere das Projekt „frank.infashion“, das gesellschaftliche und politische Strukturen der Mode kritisch beleuchtet. Heute arbeitet sie an der Schnittstelle von Gestaltung, Strategie und digitaler Sichtbarkeit, mit Weiterbildung im Social-Media-Management und KI. Austausch und Netzwerke wie Learn & Burn und das Selfmade Design Kollektiv prägen ihre Praxis. Nina Neusitzer Nina Neusitzer ist Kommunikationsdesignerin und Geschäftsführerin von Neusitzer Brand Identity in Düsseldorf. Sie studierte in Wuppertal bei Hans Günter Schmitz, Uwe Loesch und Bazon Brock und spezialisierte sich früh auf Corporate Design und Typografie. Nach Stationen u. a. bei Heine/Lenz/Zizka sowie als freie Art Direktorin gründete sie 2006 das Büro Markwald Neusitzer Identity, aus dem ihr heutiges Studio hervorging. Sie realisierte zahlreiche Corporate-Design-Projekte für Kultur, Institutionen und Unternehmen, darunter Deutsche Oper am Rhein, Schirn Kunsthalle und Jüdisches Museum Frankfurt; ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. Zudem initiiert und kuratiert sie Designformate wie den DDC Salon NRW und engagiert sich für Vernetzung und Bildung in der Kreativwirtschaft. Annette Bertsch Annette Bertsch ist Partnerin bei Bertsch.Brand Consultants. Als Unternehmerin und Creativ-Directorin verfügt sie über 30 Jahre Beratungserfahrung für DAX, M-DAX, Mittelständler und Start-Ups. Ihr Portfolio umfasst Projekte, die sowohl im Bereich der Organisational Identity als auch im Bereich der strategischen Markenberatung angesiedelt sind. Dazu gehören Neu- und Umpositionierungen, Strategie- und CEO-Beratung, sowie Change-Begleitung für namhafte Unternehmen und Institutionen, sowie Supervision der darauf basierenden Gestaltungsprozesse. Seit 2010 lehrt Annette Bertsch als Honorarprofessorin Designmanagement an der Kunsthochschule Kassel im Fachbereich Produktgestaltung. Annette Bertsch studierte von 1982 bis 1988 mit dem Abschluss Dipl. Design an der FH-Darmstadt. 2008 erlangte sie den Master of Business Administration (MBA) an der FOM, Frankfurt am Main. Sie engagiert sie bei dem Women of DDC und hat dort u. a. die Eventreihe Learn & Burn mit initiiert. Seit 2019 ist sie Mentorin bei der Hessen Design Competition.
Servus, griaß di und hock di her – diesmal aber nicht in Garmisch-Partenkirchen, sondern unterwegs. Mit „Hoagartn auf Reisen“ gibt es eine Premiere: David Stiehler nimmt das Mikrofon mit auf den Weg und spricht mit Menschen, denen er begegnet – Menschen mit Ideen, Leidenschaften und Geschichten, die erzählt werden wollen. Für die erste Folge geht es nach Thüringen, genauer gesagt nach Oberstadt, in die Werkstatt von Christian Barfuß. Christian ist Kfz-Meister und Karosseriebaumeister. Doch in dieser Folge geht es nicht um den klassischen Werkstattalltag oder das Instandsetzen von Unfallschäden, sondern um das, was ihn wirklich antreibt: Sonderfahrzeugbau. Seit rund drei Jahren arbeitet Christian an einem außergewöhnlichen Projekt: einem Dodge Cab-Over-Engine Pickup aus dem Jahr 1936, in den ein Dodge-Viper-Motor aus dem Jahr 2004 eingebaut wird. Ein altes Fahrzeug, ein wilder Motor, unzählige Arbeitsstunden – und dahinter eine Geschichte von Handwerk, Leidenschaft und der Frage, warum man sich so ein Projekt überhaupt antut. In dieser Folge spricht David mit Christian darüber, wie die Idee entstanden ist, wie viel Arbeit bereits in dem Fahrzeug steckt, was Christian als seine Mission sieht und welche Pläne er noch hat. Die Folge gibt es auch als Videofolge auf YouTube. Viel Spaß beim Zuhören – und willkommen bei Hoagartn auf Reisen.
Ein Bauunternehmen zeigt, wie KI im Alltag konkret eingesetzt wird, um Prozesse zu beschleunigen und Zeit zu sparen. Hier geht es zum Unabhängigkeits-Check für Unternehmer: https://www.mehr-fuehren.de/check/ Shownotes: https://www.mehr-fuehren.de/ki-im-handwerk-benedikt-stentrup
Eine Nachricht eines Freundes früh morgens bringt Isabel und Lukas direkt zum Thema: Ist ein Studium in der KI-Ära noch sinnvoll? Lukas bricht den Wert einer Ausbildung auf drei Komponenten herunter – Inhalt, Netzwerk, Signal – und kommt zum Schluss: Der langfristig wertvollste, aber am wenigsten greifbare Teil ist die unbeschwerte Zeit selbst. Die Phase, in der man noch für niemanden verantwortlich ist, keine Verbindlichkeiten hat, sich irren darf. Entschleunigung als Investition. Und nebenbei: Handwerk als das unterschätzte Fundament – nicht digitalisierbar, extrem stabil, krisenfest. Am Ende landet die Folge bei einer scharfen Dichotomie im Berufsleben: Corporate heißt anpassen, Unternehmertum heißt querlegen. Aber stimmt das auch? Dazwischen: der Sachertorte-Chef, der Lehrlinge danach auswählt, ob sie für irgendetwas brennen – nicht unbedingt für sein Fach. Und Zuckerberg, der Yahoos Milliarde ablehnt. Lukas hat gerade Francis Fukuyamas „Origins of Political Order“ bestellt – ein Buch über politische Ordnungssysteme, das mit seinem Berufsalltag rein gar nichts zu tun hat. Genau deshalb schärft es den Blick.
There are so many things in our modern world that we presume are fairly recent inventions. But the three things we’re going to talk about in this instance are quite old, but they have close associations with the recent past. Research: Abbott, David, PhD., ed. “The Biographical Book of Scientists: Engineers and Inventors.” Peter Bedrick Books. New York. 1985. “Bad Breath.” Medline Plus. https://medlineplus.gov/badbreath.html#:~:text=Teenagers-,Summary,help%20give%20you%20fresher%20breath. Berlin, Erika. “‘The Myriad Reflector’: The Early, Forgotten Disco Ball.” Mental Floss. May 21, 2015. https://www.mentalfloss.com/entertainment/myriad-reflector-early-forgotten-disco-ball Britannica Editors. "aeolipile". Encyclopedia Britannica, 6 Jun. 2016, https://www.britannica.com/technology/aeolipile Britannica Editors. "Heron of Alexandria". Encyclopedia Britannica, 12 Mar. 2024, https://www.britannica.com/biography/Heron-of-Alexandria Garber, David. “Meet Me Under the Disco Ball: A History of Nightlife’s Most Enduring Symbol.” Vice. June 4, 2015. https://www.vice.com/en/article/meet-me-under-the-disco-ball-a-history-of-nightlifes-most-enduring-symbol/ Handwerk, Brian. “The History and Science Behind Your Terrible Breath.” Smithsonian. Feb. 13, 2017. https://www.smithsonianmag.com/science-nature/halitosis-horrors-how-bad-breath-became-americas-worst-nightmare-180962104/ HØYRUP, JENS. “A NEW EDITION OF THE METRICA OF HERON OF ALEXANDRIA.” Physis. Vol. LIII. 2018. http://akira.ruc.dk/~jensh/Publications/2018%7BR%7D06_A%20New%20Edition%20of%20the%20Metrica%20of%20Heron%20of%20Alexandria_S.pdf Hughes, J. Donald. “Hero of Alexandria.” Ebsco. 2023. https://www.ebsco.com/research-starters/biography/hero-alexandria Mendell, H. “Hero and the tradition of the circle segment.” Arch. Hist. Exact Sci. 77, 451–499 (2023). https://doi.org/10.1007/s00407-023-00308-y “Mint! From the Ancient World to Modern Manchester.” Manchester Museum. Aug. 17, 2018. https://storiesfromthemuseumfloor.wordpress.com/2018/08/17/mint-from-the-ancient-world-to-modern-manchester/#:~:text=The%20ancient%20Egyptians%20invented%20breath%20mints%20to,*%20Severely%20worn%20teeth%20*%20Tooth%20loss “Myriad Reflector Will Feature Annual Fall Opening Odeon Ball.” Great Falls leader. Sept. 4, 1921. https://www.newspapers.com/image/1018804435/?match=1&terms=%22myriad%20reflector%22 “Plant of the Month: Mint.” JSTOR Daily. https://daily.jstor.org/plant-of-the-month-mint/ Pliny the Elder. “The Natural History.” Translated by John Bostock and Henry T. Riley. Taylor & Francis. London. 1855. Project Gutenberg. https://www.gutenberg.org/ebooks/author/50041 Rossen, Jake. “All That Glitters: A History of the Disco Ball.” Mental Floss. Dec. 30, 2021. https://www.mentalfloss.com/entertainment/music/disco-ball-facts-history “Saltair.” Salt Lake Telegram. June 13, 1921. https://www.newspapers.com/image/288643722/?match=1&terms=%22myriad%20reflector%22 Smith, Grafton Elliot, et al. “The Papyrus Ebers.” Ares Publishers. Chicago. 1974. https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=coo.31924073200077&seq=5 “Strike the Banners.” The Kentucky Post. August 31, 1945. https://www.newspapers.com/image/760821309/?match=1&terms=%22L.%20B.Woeste%22 “Wonderful Falls Short of Expressing the Grandeur of the Rotary Charity Ball.” The Piqua Daily Call. Jan. 26, 1917. https://www.newspapers.com/image/935844964/?match=1&terms=%22myriad%20reflector%22 Woeste, L.B. “Myriad Reflector.” U.S. Patent Office. Feb. 6, 1917. https://patentimages.storage.googleapis.com/9e/4c/73/00bfc626d3f664/US1214863.pdf Woeste, L.B. “Myriad Reflector.” U.S. Patent Office. March 13, 1928. https://ppubs.uspto.gov/api/pdf/downloadPdf/1662554?requestToken=eyJzdWIiOiIyM2QyOTAxNi1iNjVhLTRkNTAtYWEyOS0zZjAyOWMwYmZiMWUiLCJ2ZXIiOiJmZjg4ZmU5Yy1iOTA2LTQxZDUtYTQxMS02MGM5Mzk3NTk0YzYiLCJleHAiOjB9 “Woeste Rites Are Set.” Cincinatti Enquirer. April 11, 1933. https://www.newspapers.com/image/103141821/?article=7dc922a9-f0a9-42b8-a61e-f9e92a7b3557&terms=%22Louis%20B.%20Woeste%22 Woodcroft, Bennet, ed. “The Pneumatics of Hero of Alexandria.” Taylor Walton and Maberly. London. 1851. Accessed online: https://www.thehopkinthomasproject.com/TheHopkinThomasProject/TimeLine/Wales/Steam/URochesterCollection/Hero/index-2.html See omnystudio.com/listener for privacy information.