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Ref.: Dr. Eduard von Habsburg-Lothringen, Ungarischer Sonderbotschafter für Familie und Internationale Kirchliche Institutionen Andere führten Kriege - die österreichischen Habsburger heirateten. Und verbrüderten sich auf diese Weise mit den Mächtigen anderer Teile Europas. Die erfolgreiche Heiratspolitik des Hauses Habsburg war friedenssichernd und wurde geradezu sprichwörtlich: "Bella gerant alii, tu felix Austria nube" ("Andere mögen Kriege führen, du, glückliches Österreich, heirate"). Dr. Eduard von Habsburg-Lothringen entstammt diesem Geschlecht einstiger Könige und Kaiser, und was er von ihnen geerbt hat, ist der ausgeprägte Familiensinn. Weltweit zählt er an die 300 Cousinen und Cousins. Heute tritt der sechsfache Vater als ungarischer "Sonderbotschafter für Familie und Internationale Kirchliche Institutionen" für die Belange von Ehe und Familie ein - und er tut das aus voller Überzeugung. Denn auch wenn die Zeiten der Heiratspolitik seiner Ahnen vorbei sind: Eine große Familie bleibt für ihn die beste Lebensschule und die stabilste Keimzelle einer gesunden Gesellschaft. Warum, darüber sprechen wir mit Botschafter von Habsburg-Lothringen in der Lebenshilfe.
Dürnstein in der Wachau ist heute ein idyllischer Ort an der Donau – Weinberge, Burgruine, UNESCO-Welterbe. Doch im Winter 1192 wurde dieser unscheinbare Platz zum Schauplatz europäischer Machtgeschichte. Hier wurde einer der berühmtesten Herrscher des Mittelalters festgesetzt: Richard Löwenherz – König von England, Kreuzfahrer, Legende.Was folgte, war kein Ritterdrama, sondern ein ökonomischer Schock: ein Lösegeld von rund 100.000 Mark Silber – nach heutigen Maßstäben 10 bis 20 Milliarden Euro.In dieser Folge fragen wir nicht nur:Wie kam es zur Gefangennahme Richards?Welche Rolle spielte der Babenberger Leopold V. von Österreich?Und warum kehrte Richard als freier Mann zurück – während England geschwächt blieb?Sondern vor allem: Was hat all das mit dem Aufstieg der Habsburger zu tun?Wir zeigen:Warum der Dritte Kreuzzug (1189–1192) Europa destabilisierteWie die Abwesenheit von Königen Machtlücken schufWarum Österreich durch das Lösegeld erstmals strukturell aufgewertet wurdeUnd weshalb diese Entwicklung entscheidend war, als Jahrzehnte später Rudolf I. von Habsburg nach der Königswürde griffDürnstein ist kein Habsburger-Ort. Aber es ist ein Ort, an dem die Saat für das spätere Habsburgerreich gelegt wurde. Passende Folgen zur Vertiefung:#001 - Tod in Speyer
Schloss Possenhofen am Starnberger See ist mehr als ein idyllischer Ort bayerischer Sommerfrische. Es ist der Schlüssel zum Verständnis einer Frau, die selten im Rampenlicht stand – und doch das 19. Jahrhundert dynastisch, familiär und emotional entscheidend geprägt hat: Herzogin Ludovika in Bayern.In dieser Folge von Habsburg to go! begeben wir uns an das Ufer des Sees und erzählen die Geschichte einer Frau zwischen zwei großen Häusern Europas: den Wittelsbachern und den Habsburgern.Ludovika war Tochter eines Königs, Schwester der Kaisermutter Sophie, Tante von Kaiser Franz Joseph I. – und Mutter von Elisabeth, der späteren Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn. Doch Ludovika war keine Herrscherin. Sie war Beobachterin, Gestalterin im Hintergrund, eine emotionale Scharnierfigur einer Epoche, in der Pflicht fast immer über Gefühl stand.Wir sprechen über:ihre frühe, politisch unmögliche Liebe in Wieneine Ehe, die mehr Ordnung als Nähe botPossenhofen als bewussten Gegenentwurf zum höfischen Lebendie Prägung ihrer Kinder – allen voran Elisabeth (Sisi)und den dramatischen Moment von Bad Ischl 1853, der alles veränderteDiese Folge erzählt keine Märchenromanze, sondern eine leise, kluge Lebensgeschichte: über Selbstbehauptung ohne Macht, über Nähe ohne Illusionen – und über einen Ort, an dem man atmen konnte, während Europa unter Kronenlast stand. Eine Folge über Herkunft, Verantwortung und die Frage, was Kronen wirklich kosten. +++
Ein Spaziergang durch die Altstadt von Kopenhagen führt mitten ins Herz der dänischen Geschichte – und überraschend direkt zur Welt der Habsburger.Im Zentrum der Stadt steht der Rundetårn, ein ungewöhnlicher Turm mit spiralförmiger Rampe. Heute wird er oft mit dem berühmten Astronomen Tycho Brahe in Verbindung gebracht. Doch genau hier beginnt die eigentliche Geschichte:Der Rundetårn entstand erst Jahrzehnte nach Tychos Tod – und ist dennoch ohne ihn nicht denkbar. Diese Folge erzählt von:Tycho Brahes revolutionärer Beobachtung der Supernova von 1572, die das mittelalterliche Weltbild erschütterteseinem Aufstieg zum königlichen Staatsastronomen unter Friedrich II.den großen Observatorien auf der Insel Hven – Uraniborg und Stjerneborgdem politischen Bruch nach dem Tod seines Förderers und Tychos erzwungenem ExilIm Zentrum steht jedoch die entscheidende Frage von Habsburg to go!:Was hat das alles mit den Habsburgern zu tun?Die Antwort führt nach Prag zu Rudolf II. – einem Herrscher, der weniger an Feldzügen interessiert war als an Wissen, Zeichen und Erkenntnis.Rudolf II. holte Tycho Brahe mit einem für die Zeit einzigartigen Angebot an seinen Hof: Sicherheit, Gehalt, Schutz und vor allem Forschungsfreiheit. Heute würde man sagen: Er hat ihn abgeworben.Darüber hinaus werfen wir einen Blick auf die Geschichte der Dänen selbst:vom Wikingerreich zur nordischen Vormachtvom Stockholmer Blutbad (1520) und dem Verlust Schwedensvom schwedischen Marsch „übers Eis“ im 17. Jahrhundertbis zur Niederlage von 1864 gegen Preußen und Österreichund zum heutigen Dänemark mit einem der beliebtesten Königshäuser Europas Diese Episode spannt den Bogen vom Himmel über Skandinavien bis zu den Machtzentren Europas – und stellt die Frage, warum Wissen oft dort wirksam wird, wo Macht bereit ist, loszulassen.Hinweis: Diese Folge ergänzt frühere Episoden von Habsburg to go!, insbesondere:#016 - Die Habsburger und der Norden - Die schöne Bauherrin Isabella und Schloss Kronborg (1525)
Der "Florentiner", Teil der Kronjuwelen der Habsburger, verschwand 1918 spurlos – und tauchte 2025 wieder auf. Duška Roth erzählt die Geschichte dieses legendären Diamanten.
Sie soll hundertfach gemordet haben, um schön zu bleiben. Beweise gibt es nicht., trotzdem wird am 29.12.1610 Erzsébet Báthorys Schloss gestürmt, um ihr den Prozess zu machen. Von Marko Rösseler.
Das Burgtheater in Wien ist mehr als eine Bühne. Es ist ein Mythos, ein Ort der Selbstvergewisserung der Habsburgermonarchie – und der Beginn einer der ungewöhnlichsten Beziehungen der österreichischen Geschichte.In dieser Folge von Habsburg to go! reisen wir nach Wien an die Ringstraße, ins 1888 eröffnete Burgtheater, die Hofbühne der Habsburger. Hier begegnet Kaiser Franz Joseph einer Frau, die sein Leben nachhaltig verändern wird: Katharina Schratt.Geboren 1853 in Baden bei Wien, wird Schratt zur gefeierten Schauspielerin des Burgtheaters – nicht als Diva, sondern als kluge, präzise und außergewöhnlich moderne Künstlerin. Ihre Spielweise ist leise, menschlich, unpathetisch. Und genau das fasziniert den Kaiser.Was zwischen Franz Joseph und Katharina Schratt entsteht, ist keine Affäre, sondern eine tiefe, vertrauensvolle Freundschaft. Eine Verbindung, die dem Kaiser etwas gibt, das ihm sonst fehlt: Normalität, Zuhören, emotionale Entlastung.Bemerkenswert: Kaiserin Elisabeth (Sisi) erkennt diese Konstellation früh – und fördert sie bewusst. Ohne Eifersucht. Ohne Skandal.Die Treffen sind offen, nicht heimlich: Spaziergänge in Schönbrunn, Aufenthalte in Bad Ischl, Gespräche fernab von Politik und Macht. Katharina Schratt nimmt keinen Einfluss, stellt keine Forderungen, bleibt diskret – auch nach dem Tod des Kaisers 1916.Und genau darin liegt ihre Größe: Keine Memoiren. Keine Enthüllungen. Kein Kapital aus der Nähe zur Macht. Stattdessen Rückzug, Würde und Stille bis zu ihrem Tod 1940 in Wien. +++
Im November 2025 wurde bekannt, dass ein Teil der Juwelen des österreichischen Kaiserhauses in Kanada wieder aufgetaucht sind. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie es dazu kam, dass Kaiser Karl und Kaiserin Zita 1918 Juwelen aus der Schatzkammer entnehmen konnten - ihre Flucht aus Österreich im Jahr 1918 sowie die rechtlichen und finanziellen Herausforderungen, die die Habsburger im Zusammenhang mit diesen Juwelen erlebten. Wir sprechen über jene Schmuckstücke, die einst in der Schatzkammer untergebracht waren und nun in Kanada verweilen. Der Fokus liegt auf dem legendären 137-Karat-Diamanten namens Florentiner, der zusammen mit anderen prunkvollen Uhren und Ketten von der letzten Kaiserin Österreichs, Zita von Bourbon-Parma, außer Landes gebracht wurde. Wir betrachten die historischen Ereignisse, die zu diesem Verlust führten, und die Konflikte über das Eigentum dieser wertvollen Juwelen.
Hampton Court, nur wenige Kilometer von London entfernt, wirkt heute wie eine Filmkulisse. Doch hinter diesen roten Backsteinmauern spielte sich eines der dramatischsten Kapitel der europäischen Geschichte ab.In dieser Folge reisen Thomas und Markus in die Welt Heinrichs VIII. – in sein Machtzentrum, seine Intrigen, seine Brutalität. Und sie entdecken: Am Anfang dieses Dramas steht eine Frau aus dem Hause Habsburg.Katharina von Aragón – streng gläubig, politisch bestens vernetzt und über ihre Schwester direkt mit Maximilian I. und Karl V. verbunden – wird die erste Ehefrau Heinrichs VIII. Als sie keinen männlichen Thronfolger gebiert und sich weigert, einer Scheidung zuzustimmen, zerreißt ein ganzes System:Der Papst, nach dem Sacco di Roma unter dem Einfluss der kaiserlichen Truppen Karls V., kann keine Scheidung bewilligen. Heinrich reagiert mit einer historischen Radikalentscheidung: dem Suprematsakt von 1534.England sagt sich von Rom los. Die anglikanische Kirche entsteht. Rom verliert seinen kirchlichen und finanziellen Einfluss auf England. Eine neue religiöse Ordnung wird geboren.Doch das Drama um Heinrich endet nicht dort.Anne Boleyn, Katharinas Rivalin und ebenfalls als politische Hoffnungsträgerin gesehen, wird nach nur drei Ehejahren Opfer eines der berüchtigtsten Schauprozesse der Tudorzeit – konstruiert, gelenkt und vollstreckt unter Mitwirkung von Thomas Cromwell und ihrer eigenen Familie. Fünf angebliche Liebhaber werden enthauptet, bevor sie selbst unter dem Schwert fällt.Und aus diesen beiden Frauen entstehen zwei Königinnen, die Europa prägen sollten:Maria I. („Bloody Mary“) – streng katholisch, verfolgt Protestanten, stirbt kinderlos.Elisabeth I. – klug, hart, erfolgreich, regiert fast 45 Jahre und führt England in ein neues Zeitalter.Zwischen diesen Lebenswegen, diesen Schicksalen und diesen Köpfen verläuft ein roter Faden: die Habsburger.Ihre Familienpolitik, ihre dynastischen Verbindungen, ihr Einfluss auf Rom – all das berührt die englische Geschichte tiefer, als man denken würde.+++
Der Historiker Roman Sandgruber und sein Kompendium über die Habsburger. SONNTAG-Chefredakteurin Sophie Lauringer spricht mit ihm über die "wichtigste Dynastie der Welt".
Zum dritten Mal Witwe, will Margarete mehr sein als taktisches Heiratsmaterial. Sie stirbt am 1.12.1530 als erfolgreiche Politikerin und Architektin eines historischen Friedens. Von Maren Gottschalk.
Zeit seines Lebens stand Kaiser Franz Joseph unstandesgemäßen Ehen im Hause Habsburg ablehnend gegenüber. Wer diesen Schritt dennoch wagte, wurde seiner familiären Rechte beraubt und nicht selten aus Österreich verbannt. Vor allem im 19. Jahrhundert nahmen mehrere junge Habsburger diesen steinigen Weg auf sich, nicht ohne öffentliche Debatten und Skandale zu produzieren. Sieht man allerdings etwas genauer hin wird schnell klar, dass Kaiser Franz Josephs Umgang mit dieser Problematik durchaus differenziert war, und so manch strikter Gegner der "Ehe zur linken Hand" selbst auf eine solche Abstammung zurückzublicken hatte.Höre in dieser Folge mehr über unstandesgemäße Verbindungen im Hause Habsburg und ihre vielfältigen Schicksale.
Wir stehen heute im Park von Schloss Laeken in Brüssel – dem Herzen der belgischen Monarchie – und folgen den Spuren von Stephanie von Belgien, einer Prinzessin zwischen zwei Welten: Belgien, dem jungen Staat voller Fortschrittsgeist, und den Habsburgern, der alten, verkrusteten Großmacht. Warum ist Laeken wichtig? Laeken ist nicht nur königliche Residenz, sondern Symbol für die Entstehung des modernen Belgien. Von hier aus prägten Leopold I. und Leopold II. die Monarchie – politisch, kulturell und architektonisch (Stichwort: Königliche Gewächshäuser).Wer war Stephanie von Belgien? Sie wuchs in einer strengen, disziplinierten Hofwelt auf und wurde mit Kronprinz Rudolf von Österreich verheiratet – eine perfekte politische Verbindung, aber emotional ein Desaster. Ihr Leben spiegelt die Spannungen ihrer Zeit: Pflicht, Schmerz, höfische Kälte – und später ihr mutiger Weg in die Selbstbestimmung.Die großen Themen der Folge:Wie das junge Belgien europäische Politik prägteWarum Stephanie und Rudolf eine tragische Verbindung wurdenMayerling: der Selbstmord des Kronprinzen und seine Folgen„Die rote Erzsi“ – die rebellische Tochter, die mit dem Adel brachStephanies spätes Glück in Ungarn und ihr Rückzug aus der Welt der MonarchieEine dramatische Biografie, eine politische Ehe, ein tödliches Geheimnis – und eine Frau, die sich am Ende gegen das mächtigste Herrschaftssystem Europas behauptete. +++
Königsmord oder Reitunfall? Machtspiele und Skandale – in der zweiten Episode springen wir mitten hinein in die berühmte Schlacht von Mohács, dem blutigen Untergang des jungen ungarischen Königs Ludwig II. und den darauffolgenden Machtwechsel, der das spätmittelalterliche, oder frühneuzeitliche, - wie ihr wollt - Ungarn zerreißt. Habsburger gegen König Zapolyai, die mächtigen Osmanen als die neuen Bullys auf dem Schulhof. Inmitten dieses politischen Chaos entfaltet sich das Netzwerk der Familie Báthory immer weiter, die ihre Besitzungen zwischen allen Machtblöcken geschickt sichern – überall präsent, strategisch und ein wenig unheimlich. Was tut Elisabeth?Mit nur 11 Jahren wird sie 1571 mit dem jungen, wilden Franz Nádasdy verlobt und 1575 wird geheiratet – ein weiterer Schachzug auf dem Feld der Macht. Die Episode schließt so auch mit blutbeflecktem Hochzeitslaken, aber nicht mit dem Blute Elisabeths - und mit dem Versprechen, dass es noch viel düsterer werden wird.Executive Producer: Ruben Schulze-Fröhlich, Christoph Falke Autor: Lutz NeumannRedaktion: Volker Strübing, Anna MüllerleileHosts: Anna Müllerleile, Michael LottSounddesign: Fabian SchäfflerProduktionsleitung: Annabell Rühlemann Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Wem gehören die Habsburger-Juwelen? Und wie geht die Habsburger-Dynastie heute mit ihrem Erbe um? Wie dramatisch waren die Jahre im Exil wirklich ? Und wer hat die Sisi-Krone?Diese und andere Fragen beantwortet die Habsburger-Expertin und Bestseller-Autorin Katrin Unterreiner im Gespräch mit Angelika Hager.
Wie David gegen Goliath kämpften die Schweizer Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden für ihre Rechte gegen die Habsburger. Bis heute ranken sich viele Sagen um den Treueschwur auf der Rütliwiese.**********Ihr hört in dieser Folge "Eine Stunde History":10:24 - Regula Schmied erklärt, was über die Schlacht am Morgarten bekannt ist und was nicht19:03 - Valentin Groebner beschäftigt sich mit den Mythen, die sich um die Gründung der Schweiz ranken28:02 - Volker Reinhardt erläutert, welchen Stellenwert die Mythen aus der Gründerzeit in der modernen Schweiz noch haben**********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:Die Habsburger: Rudolf I. wird römisch-deutscher KönigVia Reggia: Handel im MittelalterKapitulation der Wehrmacht im Mai 1945: Das Ende des Zweiten Weltkriegs**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .**********In dieser Folge mit: Moderation: Markus Dichmann Gesprächspartner: Dr. Matthias von Hellfeld, Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Gesprächspartnerin: Regula Schmid-Keeling, Historikerin Gesprächspartner: Valentin Groebner, Historiker Gesprächspartner: Volker Reinhardt, Historiker Autorin: Luisa Filip, Deutschlandfunk Nova
Wem gehört der wiederentdeckte Schatz der Habsburger? Eine Frage, die sich die Republik Österreich genau so schon einmal gestellt hat.
Kaiserin Elisabeth von Österreich, genannt Sisi (ja, wirklich nur mit einem s), hat viele Rollen gespielt. Sie war Königin und Kaiserin, Ehefrau und Mutter, Dichterin und Bergsteigerin, Schönheitsikone und Leistungssportlerin, Reisende und Rebellin. Doch ihr Leben war viel komplexer, als wir es aus der Verfilmung mit Romy Schneider kennen – und deutlich moderner.Wir erzählen in dieser Folge, wie es Sisi als Teenagerin an den strengen Habsburger Kaiserhof verschlägt, wie sie sich im Laufe der Jahre Stück für Stück von allen Zwängen emanzipiert. Und am Ende doch nicht glücklich wird.Quellen:Brigitte Hamann, Elisabeth. Kaiserin wider Willen, Piper 2012Katrin Unterreiner, Sisi. Das geheime Leben der Kaiserin, Ueberreuter 2023Joachim Telgenbüscher, Die letzte Blüte der Habsburger, in GEO EPOCHE Nr. 46++ Livetour-Tickets gibts hier: wbg.190a.de ++++ Du möchtest mehr über unseren Werbepartner erfahren?4 Extra-Monate und große Rabatte für sicheres Internet gibts hier: https://nordvpn.com/bisherWerde Teil der WBG-Community: https://steady.page/de/wbg/aboutEinmalig unterstützen via Paypal: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=LQ36VDMHDLPZ2&&locale.x=de_DE Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Zwischen den alten Schildhöfen im Passeiertal und den mächtigen Mauern von Schloss Tirol liegt ein Stück Geschichte, das Europa verändert hat. Im Jahr 1363 übergab Margarete von Tirol, genannt "Maultasch", ihr Land an den jungen Habsburger Rudolf IV. – und legte damit den Grundstein für über fünfhundert Jahre habsburgische Geschichte in Tirol.Thomas wandert diesmal durch das Passeiertal, vorbei an den Schildhöfen, den stillen Symbolen der Tiroler Freiheit, und erzählt gemeinsam mit Markus Knapp von jener einzigartigen Entscheidung, die aus Weitsicht und Vertrauen geboren wurde. Steffi bringt die Lebensgeschichten der beiden Protagonisten zum Leben: einer starken Frau am Ende ihres Weges und eines ehrgeizigen Herzogs am Beginn seines.Doch die Geschichte endet nicht im Mittelalter: Vom Freiheitsgeist der Schildhöfe führt die Spur weiter zu Andreas Hofer, dem Freiheitskämpfer aus dem Passeiertal, der 1809 gegen die bayerisch-französische Besatzung aufstand – im Namen derselben Werte, die Margarete einst prägte: Treue, Verantwortung und Freiheit.Zum Abschluss kehren Thomas und Markus nach Schloss Tirol zurück – heute ein beeindruckendes Landesmuseum, das die Geschichte Tirols von ihren Anfängen bis in die Gegenwart erzählt. Ein Ort, an dem man Geschichte nicht nur sehen, sondern spüren kann.+++
Die Themen: Jodeln soll Weltkulturerbe werden; Zohran Mamdani beruft ausschließlich Frauen in sein Übergangsteam; Merz will deutsche Stahlindustrie schützen; Deutsche gewöhnen sich an Rechtsextremismus laut Mitte-Studie; "Für Frauen eine Bedrohung“ Özdemir weist auf Probleme in migrantischen Milieus hin; Soll Haftbefehl im Unterricht behandelt werden?; Grüner französischer Abgeordneter will Alkohol in Parlamentsbar verbieten - Protest! und verschollene Juwelen der Habsburger wieder aufgetaucht Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/ApokalypseundFilterkaffee
Die Juwelen von Kaiserin Sisi galten als verschollen, bis heute. Neue Zahlen fachen den Streit über die Rentenpolitik an. Und ein Bundeswehrsoldat muss sich wegen Vergewaltigung vor Gericht verantworten. Das ist die Lage am Donnerstagabend. Hier die Links zu den Artikeln: Habsburger Juwelen gefunden: Der Schatz der letzten Kaiserin Arbeitgeberstudie: Rentenpläne der Bundesregierung könnten 480 Milliarden Euro kosten Sexuelle Gewalt gegen Frauen: Was die Staatsanwaltschaft dem Ex-Bundeswehrsoldaten Ben R. vorwirft +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
Köchert, Christoph www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9
Rudolf Scholten und Wolfgang Maderthaner: GESCHICHTSSCHREIBUNG ZWISCHEN MYTHEN UND LEGENDEN – FOLGE 8 Des Stifters Erbe: Von Leichentüchern, Finanzkapitalisten und innerdynastischen Machtkämpfen In dieser – achten - Folge ihrer Gespräche über Mythen und Legenden in der Geschichte Österreichs führen uns Rudolf Scholten und Wolfgang Maderthaner ins 14. Jahrhundert. Sie widmen sich dem Habsburger-Herrscher Rudolf IV., genannt der Stifter, und seinen Erben. Rudolf IV. herrscht ab 1358 über die Herzogtümer Österreich (heute Nieder- und Oberösterreich), Kärnten und Steiermark, später auch über Tirol und die Krain (heute Teil Sloweniens). Er festigt die Stellung Wiens als Residenzstadt der Habsburger, baut den Stephansdom aus und gründet die Universität Wien. Verheiratet mit Katharina von Luxemburg, Tochter des deutschen Kaisers Karls IV., schließt er mit seinem Schwiegervater einen Erbvertrag, der die gegenseitige Erbfolge von Habsburgern und Luxemburgern im Fall des Aussterbens einer der beiden Dynastien vorsieht. Mit dem „Privilegium Maius“, der geschicktesten Urkundenfälschung des Mittelalters, sichert er den Habsburgern Sonderrechte und stellt sie als Erzherzöge den Kurfürsten im Heiligen Römischen Reich gleich.Als ehrgeizig und weitblickend erweist sich Rudolf auch in seiner Wirtschaftspolitik: Er richtete seinen Blick nach Italien, wo sich mit Lucca und Mailand neue Handels- und Finanzzentren entwickeln, die Ausgangspunkte einer neuen Wirtschaftsordnung werden. Seinen jüngeren Bruder Leopold verheiratet er mit einer Tochter des wohlhabenden Mailänder Fürstengeschlechts Visconti. 1365 stirbt Rudolf im Alter von nur 25 Jahren in Mailand. Seine Brüder Albrecht und Leopold und deren Nachkommen teilen sich – keineswegs einvernehmlich - die Herrschaft über die habsburgischen Länder.Innerfamiliäre Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen mit Rivalen und Aufständischen prägen die nächsten Jahrzehnte. Erst spät im 15. Jahrhundert wird es Maximilian I. gelingen, die Macht im Habsburgerreich auf sich zu vereinen. Wolfgang Maderthaner, Historiker, Präsident des Vereins der Geschichte der ArbeiterInnenbewegung Rudolf Scholten, Präsident des Bruno Kreisky Forums Aufgezeichnet im Bruno Kreisky Forum im September 2025 Technische Produktion: Max Hofko
„Wahre Größe liegt nicht im Rang, sondern in der Treue zweier Menschen.“ Ein stiller Ort mit großer Geschichte: Schloss Artstetten ist das Zuhause von Erzherzog Franz Ferdinand und Sophie Chotek – einer Frau, die gegen alle Regeln der Monarchie liebte. Ihre Ehe war morganatisch, ihre Liebe echt, ihr Schicksal tragisch.In dieser Folge von Habsburg to go! erzählen Markus, Thomas und Steffi die berührende Geschichte einer Frau, die dem Hof die Stirn bot – und in Artstetten Menschlichkeit lebte. Von der Hofdame zur Herzogin, von heimlicher Zuneigung bis zum Attentat von Sarajevo: Sophie Chotek steht für Würde, Loyalität und Mut in einer Welt aus Rang und Etikette.Themen dieser Folge:⚜️ Schloss Artstetten – Rückzugsort und letzte Ruhestätte⚜️ Wer war Sophie Chotek?⚜️ Liebe gegen das Hofprotokoll: die morganatische Ehe⚜️ Der Alltag abseits der Hofburg⚜️ Sarajevo 1914 – das Ende und Vermächtnis einer Liebe+++
"Reichshausfrau" und Feministin, 16-fache Mutter, disziplinierte Herrscherin und Reformerin: Heute ist Maria Theresia überlebensgroß. Als sie 1740 den Thron bestieg, hatte sie vor allem erst einmal eines: Feinde. Reinhardt, Anja www.deutschlandfunk.de, Kalenderblatt
Ein Schützenverein im Oktoberfestumzug, ein beiläufiger Kommentar im Fernsehen – und schon ist Thomas Krug auf Spurensuche: Was steckt hinter der Sendlinger Mordweihnacht von 1705?Gemeinsam mit Markus Knapp führt uns diese Folge mitten hinein in den Spanischen Erbfolgekrieg, in eine Zeit, in der Bayern zwischen Habsburg und Frankreich zerrieben wurde.Im Mittelpunkt stehen zwei Männer, deren Schicksale untrennbar mit diesem Konflikt verbunden sind:
Baronin Louise von Sturmfeder erlebte Kaiser Franz Joseph aus Perspektiven, die nur wenigen Menschen gegeben waren. Als Baby, als Kleinkind, aber auch als Herrscher eines großen Reiches. Die Aufzeichnungen der Kinderfrau des "kleinen Franzi", wie er in der Familie genannt wurde, geben intime Einblicke in seine ersten Lebensmonate, lassen uns Erzherzogin Sophie als junge Mutter erleben und Kaiser Franz II./I. als verspielten Großvater. Die teils unorthodoxen Erziehungsmethoden der Baronin Sturmfeder trafen nicht auf ungeteilte Zustimmung am Wiener Hof, doch entwickelte sich zwischen Kind und Kinderfrau eine tiefe Zuneigung, die bis zum Tod der Baronin 1866 ungebrochen blieb. Höre hier mehr über das kindliche Leben des späteren Kaisers von Österreich, und seine unkonventionelle Erzieherin.
Ein Gespräch über die große Habsburgerin Maria Theresia: ihre Jugend, ihre Hochzeit mit Franz Stephan, ihre Regentschaft, ihr Privatleben, Wien und vieles mehr.*Maria Theresias Welt hautnah erleben:Schloss Schönbrunn: Hier Klicken
Die Philippinen – ein Inselreich aus über 7.000 Inseln – liegen scheinbar weit weg von Wien, Prag oder Madrid. Und doch waren sie im 16. und 17. Jahrhundert ein entscheidender Knotenpunkt im habsburgischen Weltreich.Wir reisen zurück zu Ferdinand Magellan, der 1521 im Auftrag von Karl V. auf den Philippinen landete – und dort sein Leben verlor. Wenige Jahrzehnte später machten Miguel López de Legazpi und der Augustiner Andrés de Urdaneta die Inseln zu einer festen Kolonie Spaniens.Vor allem Urdanetas Entdeckung der Rückroute über den Pazifik ermöglichte die legendären Manila-Galeonen: einmal im Jahr segelten sie nach Acapulco, beladen mit Seide, Porzellan und Gewürzen – bezahlt mit Silber aus Amerika.So verbanden die Philippinen Asien, Amerika und Europa. Sie brachten Globalisierung in die Habsburgerzeit: Porzellantassen für den neuen Modetrank Kakao, exotische Gewürze in der Küche, Seidenstoffe in die Mode. Gleichzeitig aber auch Zwangsarbeit, Kolonialherrschaft und Christianisierung – Spuren, die bis heute sichtbar sind.Wir sprechen über die militärische Sicherung Manilas, die Rolle der Missionare, das Ende der habsburgischen Epoche 1700 und den langen Weg der Philippinen in die Unabhängigkeit. Und wir entdecken dabei, wie weit der Arm der Habsburger reichte – bis an den Pazifik.+++
In dieser Folge reisen wir nach Klosterneuburg, nur wenige Kilometer von Wien entfernt. Hier legte Kaiser Karl VI. 1730 den Grundstein für ein gigantisches Bauprojekt: ein „österreichisches Escorial“. Ein Kloster, ein Palast, ein Mausoleum – ein Ort, der seine Herrschaft für die Ewigkeit sichtbar machen sollte.Wir sprechen über Karls große Ambitionen und über sein tragisches Scheitern. Denn der Bau blieb unvollendet, so wie vieles in seinem Leben.Warum Karl VI. nach dem verlorenen Spanischen Erbfolgekrieg überhaupt auf diese Idee kam, welche Rolle der Escorial in Spanien dabei spielte und warum man in Klosterneuburg die Geschichte eines Kaisers bis heute in Stein lesen kann – genau darum geht es in dieser Episode.Natürlich werfen wir auch einen genaueren Blick auf den Spanischen Erbfolgekrieg, der Karl fast zum König von Spanien gemacht hätte. Für kurze Zeit regierte er sogar als „Carlos III.“ in Barcelona, bevor die europäischen Mächte ihn fallen ließen. Was das mit der europäischen Machtbalance zu tun hatte und warum Karl als Kaiser zwar herrschte, aber immer wusste, dass er nicht geworden war, was er hätte sein können – all das beleuchten wir in diesem Gespräch.Und zum Abschluss gibt es noch zwei Anekdoten über Karl VI., die überraschen: der Kaiser als Komponist – und der Kaiser, der angeblich durch ein verhängnisvolles Pilzgericht zu Tode kam.
Weiße Pferde, kaiserlicher Glanz – und ein Habsburger, den kaum jemand kennt. In dieser Folge reisen wir ins Dreiländereck zwischen Slowenien, Italien und Kroatien: nach Lipica, dem Ursprung der weltberühmten Lipizzaner. Hier, auf kargem Karstboden, gründete 1580 ein Mann ein Gestüt – mit einer Vision, die bis heute nachwirkt.Karl II. von Innerösterreich war kein Kaiser, kein Feldherr, kein Name, den man aus dem Geschichtsunterricht kennt. Aber er war ein Gestalter: einer, der die Dinge dauerhaft anlegte – Bildung, Verwaltung, Zucht. Und einer, der ausgerechnet Pferde zum Symbol seiner Politik machte.Wir erzählen die Geschichte eines Ortes, an dem sich europäische Linien kreuzen. Die Geschichte eines Mannes, der lieber wirkte als herrschte.Und die Geschichte von Tieren, die in Reitkunst und Kultur überlebten – durch Kriege, Kaiser und Katastrophen.Lipica 1580 – Die Geburt der weißen Legende. Eine Folge über Haltung, Erbe und das leise Echo großer Entscheidungen. +++
Ein französischer Außenseiter wird zum Star des Wiener Hofes: Prinz Eugen von Savoyen war vieles – General, Stratege, Kunstliebhaber, Bauherr.Doch eines war er nie: ein Habsburger. Und trotzdem prägte er das Reich wie kaum ein anderer.In dieser Folge von Habsburg to go! nehmen Markus Knapp und Thomas Krug euch mit ins Schloss Belvedere, Eugens barockes Meisterwerk in Wien – Sinnbild seines Selbstverständnisses und Ausdruck seiner Haltung: Maß, Bildung, Schönheit statt Prunk und Pose.Wir erzählen Eugens unglaubliche Karriere vom verstoßenen Pariser Adelsspross zum mächtigsten Mann hinter drei Kaisern. Dabei geht es um Kriege gegen die Osmanen, diplomatische Intrigen und seine Liebe zur Kunst – und um die Frage: Was bleibt von einem, der alles war, nur kein Habsburger?Eine Folge über Mut, Strategie und stille Größe – und über einen Mann, der mit Haltung Geschichte schrieb. +++
Heute versaut Napoleon III. wieder allen alles. Außer El Santo. Es geht in die zweite Runde in Mexiko und wir sprechen über die kurze, tragische Kaiserschaft von Carlotta I. und Maximilian I. und über das Karriereende der Wrestlingende El Santo.Es waren sogar Gary Cooper UND Burt Lancaster in Vera CruzSupport the show
Nach dem Dreißigjährigen Krieg liegt das Heilige Römische Reich am Boden. Die Osmanen belagern Wien, Ludwig XIV. greift nach der europäischen Krone – und mittendrin steht ein unscheinbarer Habsburger: Leopold I. Kein großer Redner, kein Feldherr – aber ein Stratege der Macht. Und er weiß: Allein wird er das Reich nicht halten.Da tritt ein Mann auf, der alles verändert: Paul I. Esterházy. Ungarischer Adliger, kluger Taktiker – und vor allem: loyal bis zur letzten Schlacht.Leopold belohnt ihn mit dem Fürstentitel. Und die Geschichte beginnt.In dieser Folge reisen wir auf Burg Forchtenstein, ins burgenländische Grenzland zwischen Reich und Osmanen. Wir erzählen die Geschichte einer politischen Allianz, die das Habsburgerreich stabilisierte – und den Grundstein für den jahrhundertelangen Aufstieg der Esterházy-Dynastie legte.Mit dabei:Eine Doppelbiografie von Leopold I. und Paul I. EsterházySpannende Querverweise zu früheren Folgen (u. a. #042, #045, #051)Eine Anekdote über Joseph Haydn und die „Abschiedssinfonie“Und wie man heute noch die Spuren dieser Geschichte im Burgenland erleben kannTreue, Taktik, Türkenkriege – und ein Name, der Geschichte schrieb: Esterházy. +++
Ein halbes Jahr lang war Wien die Hauptstadt des demokratischen und revolutionären Europas. Bis die Konterrevolution siegte und die Habsburger blutig Rache nahmen. Woran ist die Revolution schlussendlich gescheitert: an der Zerstrittenheit von Bürgern und Arbeitern oder an der Gewalt des habsburgischen Militärs? Eine Veranstaltung des Vereins Grätzelmixer im Sonnwendviertel in Wien-FavoritenTeil 1 des Historischen Salons über die Bauernkriege von 1525 finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Heute besuchen wir den Landsitz von Giuseppe Verdi in Sant'Agata – einen Ort, der weniger mit Prunk, dafür umso mehr mit stiller Rebellion zu tun hat. Denn Verdi war nicht nur ein genialer Komponist, sondern auch eine Symbolfigur des italienischen Risorgimento.Geboren unter habsburgischer Herrschaft, machte er die Oper zur Bühne des politischen Aufbegehrens. Werke wie Nabucco oder La Battaglia di Legnano waren mehr als Musik – sie waren Protest in Tönen. Wie reagierten die Habsburger auf diesen musikalischen Widerstand? Warum wurde Verdi zum Hoffnungsträger einer geeinten Nation – ohne je offen zur Revolution aufzurufen? Und was bleibt von ihm – jenseits von Va, pensiero?Eine Folge über Kunst, Zensur, stille Rebellion – und einen Mann, der keine Manifeste schrieb, sondern Opern, die Europa veränderten.+++
Im ersten Teil des Podcasts spricht Stefan Wally mit dem Historiker Hannes Leidinger über das Erbe Habsburgs und was es für Österreich bedeutet: Als im November 1918 der Erste Weltkrieg endet, setzt sich das langsame Sterben einer der mächtigsten Dynastien Europas fort. Obwohl das Reich der Habsburger zerbricht, Grenzen neu gezogen werden und die Republik in Österreich ausgerufen wird, lebt die Monarchie weiter in den Herzen derer, die sich ihr zugehörig fühlten. Wie ging die Geschichte des k.u.k.-Doppelstaates und der Entwicklungen nach 1918, die im Grunde bis heute andauern, weiter? Wie betrachten wir das habsburgische Erbe? Wie steht es um seine Relevanz, nicht nur für Österreich, sondern für ganz Europa? Im zweiten Teil unterhalten sich Stefan Wally, Johannes Haunschmid und Carmen Bayer über das Buch "Der Fluch des ImperiumsDie Ukraine, Polen und der Irrweg in der russischen Geschichte" von Martin Schulze Wessel, das auf eindrucksvolle Weise darstellt, wie sehr Russland auch heute noch von seiner imperialen Politik geprägt ist. Input: Hannes Leidinger, Historiker, Universität Wien Shownotes: Der Fluch des ImperiumsDie Ukraine, Polen und der Irrweg in der russischen Geschichte" von Martin Schulze Wessel: https://www.chbeck.de/schulze-wessel-fluch-imperiums/product/34659704 ProZukunft I Rezension I Der Fluch des Imperiums: https://www.prozukunft.org/buecher/4-buecher-4-themen-5 Weitere Informationen zur JBZ: https://jungk-bibliothek.org/ Foto: © Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Ein stiller Ort – und die Wurzeln der Weltmacht Habsburg. In dieser Folge führt uns unser Weg ins niederösterreichische Lilienfeld, wo eine der stillen, aber entscheidenden Figuren der Habsburger Geschichte ihre letzte Ruhe fand: Cimburgis von Masowien. Wir beginnen die Reise dort, wo viele Pilger vorbeikommen – zwischen Wien und Mariazell – und stoßen im Stift Lilienfeld auf ein kaum bekanntes Grab mit großer Bedeutung: Cimburgis, Ehefrau von Ernst dem Eisernen, Mutter von Friedrich III. und damit Großmutter von Maximilian I., der den Mythos der Habsburger zur globalen Dynastie machen sollte.
Die neue Verfilmung von Wilhelm Tell wagt den Spagat zwischen Schiller-Klassiker und historischem Actionfilm. Doch was bleibt übrig, wenn aus politischem Drama persönliche Rache wird? In dieser Folge diskutieren wir die Änderungen zur Vorlage, die Inszenierung des Widerstands und die Frage: Wann ist Gewalt legitim – und wie viel Pathos verträgt ein Gründungsmythos?
Wilhelm Tell | Ein kleines "Braveheart", aber mit Apfel Die Geschichte des wohl bekanntesten Schweizer Nationalhelden ist mehr als nur der legendäre Apfelschuss mit der Armbrust – das dachten sich auch die Macher von "Wilhelm Tell", der ab dem 19. Juni in den deutschen Kinos startet. Darum geht's: Anfang des 14. Jahrhunderts erhebt sich der Jäger und frühere Kreuzritter Wilhelm Tell gegen die Willkürherrschaft der Habsburger. Als seine Familie ins Visier des tyrannischen Statthalters Gessler gerät, wird Tell zur Symbolfigur des Widerstands. Ob sich hinter "Wilhelm Tell" ein wuchtiges Historienepos oder doch eher ein TV-Zweiteiler im Kinogewand verbirgt, verraten euch Kathi und Stu im Podcast. Viel Spaß mit der neuen Folge vom Tele-Stammtisch! Trailer Werdet Teil unserer Community und besucht unseren Discord-Server! Dort oder auch auf Instagram könnt ihr mit uns über Filme, Serien und vieles mehr sprechen. Wir liefern euch launige und knackige Filmkritiken, Analysen und Talks über Kino- und Streamingfilme und -serien - immer aktuell, informativ und mit der nötigen Prise Humor. Website | Youtube | PayPal | BuyMeACoffee Großer Dank und Gruß für das Einsprechen unseres Intros geht raus an Engelbert von Nordhausen - besser bekannt als die deutsche Synchronstimme Samuel L. Jackson! Thank you very much to BASTIAN HAMMER for the orchestral part of the intro! I used the following sounds of freesound.org: 16mm Film Reel by bone666138 wilhelm_scream.wav by Syna-Max backspin.wav by il112 Crowd in a bar (LCR).wav by Leandros.Ntounis Short Crowd Cheer 2.flac by qubodup License (Copyright): Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
Der legendäre Komiker Emil Steinberger wird gefeiert im Film-Porträt "Typisch Emil". Sein Landsmann "Wilhelm Tell" kämpft im gleichnamigen Historienepos gegen die Unterjochung durch die österreichischen Habsburger. Im neuen Pixar-Animationsfilm "Elio" wird ein 11jähriger ins Weltall gebeamt.
Zwischen Barockpracht und dynastischem Wendepunkt: In dieser Folge reisen wir nach Nancy, die ehemalige Residenzstadt der Herzöge von Lothringen.Hier wurde 1708 Franz Stephan von Lothringen geboren – der Mann, der durch seine Heirat mit Maria Theresia das neue Haus Habsburg-Lothringen begründete.
(TW: Suizid) Mit der Zubereitung von zweitausend Portionen pro Tag galt die Küche der Wiener Hofburg als eine der leistungsfähigsten in der gesamten Monarchie. Zu Spitzenzeiten, vor großen Hofbällen oder Galadiners, konnte die Anzahl bis auf dreitausend Portionen gesteigert werden. Arbeitszeiten von vierundzwanzig Stunden waren vertretbar, in Ausnahmefällen brachten Mitarbeiter auch eineinhalb Tage an ihren Arbeitsplätzen zu.Unter den kleinen Separatküchen, die sich ebenfalls in der Hofburg befanden, sticht bis heute diejenige Kaiserin Elisabeths heraus. Nur hier wirkte eine Frau in der Position des Chefkochs, nur hier entstanden jene Diätspeisen, die Kaiserin Elisabeth im letzten Abschnitt ihres Lebens bevorzugte. Therese Teufel, die eigenen Aussagen zufolge ganze Ochsen für den Fleischsaft Kaiserin Elisabeths auszupressen hatte, hinterließ uns seltene Einsichten in das Essverhalten der berühmten Kaiserin von Österreich. Erfahre hier mehr über die Hofküche der Superlative und das Essverhalten der Habsburger im Spiegel der Jahrhunderte.
Wie bringt man eine Kaiserin zum Staunen? Ein Mann aus Pressburg hat es geschafft: Wolfgang von Kempelen, höfischer Erfinder, baute im 18. Jahrhundert einen Schachautomaten – den „Schachtürken“. Eine Maschine, die scheinbar dachte, Züge plante und sogar Napoleon mattsetzte.In dieser Folge reisen wir von Bratislava bis ins Heinz Nixdorf MuseumsForum nach Paderborn, wo heute ein Nachbau des legendären Automaten steht. Wir erzählen die Geschichte einer Begegnung: zwischen einem technischen Illusionisten und einer Monarchin, die gerade dabei war, ihr riesiges Reich in ein Uhrwerk zu verwandeln.Wir fragen:
Die Direktorin der Kaiserlichen Wagenburg in Schönbrunn, Dr. Monica Kurzel-Runtscheiner, entführt uns in die Welt der Kutschen, die für die Habsburger mehr waren als nur ein bloßes Fortbewegungsmittel.Hier geht es zur Homepage der Kaiserlichen Wagenburg.Hier finden Sie die Animation der Schlittenfahrt des Wiener Hofes zur Feier des Kronprinzen Joseph mit Josepha von Bayern am 7. Februar 1765.Unseren Tee zur Sendung finden Sie hier.Wenn Ihnen unser Podcast gefällt und Sie uns gerne unterstützen möchten, hier der Link zu unserem Spenden-Button. Wir freuen uns über Nachrichten, Sie können uns unter podcast@affinita.at gerne kontaktieren! Hier finden Sie die Homepage unseres Sponsors Jäger Tee in Wien.
Am 22.2.1440 wird Helene Kottannerin zur Kriminellen: Sie stiehlt die ungarische Königskrone - im Auftrag der Königin. Ein Diebstahl, der die Geschichte Europas verändert. Von Maren Gottschalk.
Wir tauchen ein in die faszinierende Welt von Pieter Bruegel. Warum seine Kunst 450 Jahre später noch relevant ist – und was man mit seinen Bildern über das Leben damals lernen kann:Einblicke gibt uns Sabine Haag.Sie hat 15 Jahre das Kunsthistorische Museum geleitet, das die größte Sammlung von Bruegel-Bildern der Welt hat.
Freie Berufswahl - das gab's bei den Habsburgern nicht. Ihr Lebensweg war vorgezeichnet im Dienste der Monarchie. Die Wiener Kunsthistorikerin Katrin Unterreiner kennt sich mit den Habsburgern bestens aus und stellt im Ratsch mit Hermine Kaiser deren geheime Leidenschaften vor.
Macht, Reichtum, Göttlichkeit - dafür steht Gold schon immer. Aber warum eigentlich? Und wieso lässt uns die Faszination für das Goldene bis heute nicht los? Aktuell halten wir es für eine krisensichere Anlage, zumindest lässt das der steile Anstieg des Goldpreises in den letzten Wochen vermuten. Vom Ehering bis zur Goldmedaille - Gold steht hoch im Kurs, auch emotional. Dabei ist die Herkunft des glänzenden Edelmetalls oft alles andere als glanzvoll. Der Tag im Goldrausch - darüber sprechen wir mit Goldschmied Marc Hilgenfeld, Historiker Bernd-Stefan Grewe, Tobias Kind-Rieper vom WWF und Heidi Radvilas aus unserer Börsenredaktion. Podcast-Tipp: „Zwischen Hamburg und Haiti“ In der rumänischen Bergbauregion Rosia (sprich: Roschia) Montana haben schon die Römer nach Gold gegraben. Viel später holten dann die Habsburger 500 Tonnen Gold aus den Bergen, um ihren Prunk zu finanzieren. Und 1999 versprach ein kanadischer Investor den Bewohnern das Blaue vom Himmel, nämlich Arbeitsplätze und Wohlstand: 300 Tonnen Gold, das größte Vorkommen Europas, sollten den Bergen im Tagebau entnommen werden. Dafür hätten vier Berge abgetragen und pulverisiert, hätte die idyllische waldreiche Berglandschaft um Rosia Montana einfach verschwinden müssen. Landesweiter Protest regte sich gegen das Mammut-Projekt. Dennoch verkauften 80 % der Bewohner ihre Häuser und zogen weg. 2021 wurde die Bergbauregion Rosia Montana von der UNESCO als gefährdetes Weltkulturerbe anerkannt - mittendrin das sehenswerte historische Zentrum von Rosia Montana, dominiert von Leerstand und Abwanderung. Das gigantische Goldschürf-Projekt scheint damit ad acta gelegt. Und jetzt? Alexander Musik war in Rosia Montana unterwegs und hat auch geschaut, wie sich der Tourismus in der Region entwickelt. „Zwischen Hamburg und Haiti“ ist ein Reisemagazin von NDR Info https://www.ardaudiothek.de/sendung/zwischen-hamburg-und-haiti/7852780/
Bis heute ist der Tod des einzigen Sohns von Kaiserin "Sisi" und Franz Joseph I. Gegenstand von Romanen und Verschwörungsmythen. Am 21.8.1858 wird er geboren. Von Daniela Wakonigg.