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Hofburg Wien - Kaiserappartements, Sisi Museum, Silberkammer

Als eine der ersten Neuanschaffungen für den jungen, nach der Revolution 1848 eingesetzten Kaiser Franz Joseph wurde 1850/51 der sogenannte „Neufranzösische Tafelaufsatz“ in Paris bestellt. Die Tischdekoration aus vergoldeter Bronze übertrifft die anderen Tafelaufsätze bei weitem an Üppigkeit und Dekor. Die riesigen Girandolen haben einen reich verzierten Aufbau aus Ranken und Rocaillen und werden von spielenden Putten, springenden Jagdtieren und flatternden Vögeln belebt. Ein Tafelaufsatz dieser Größenordnung war notwendig geworden, weil der junge Kaiser Franz Joseph regelmäßig seine Berater und Minister zu den Hoftafeln zu laden pflegte. Unter dem Einfluß der Erzherzogin Sophie wurde bei Hof auf Barock- und Rokokoformen zurückgegriffen, was sich vor allem in der Meublierung der Appartements widerspiegelt. Auch vor den Tafelgeräten machte diese Refeudalisierung nicht halt. www.hofburg-wien.at | Download Tour-Guide (PDF)© by Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.

Hofburg Wien - Kaiserappartements, Sisi Museum, Silberkammer

In diesem Raum sehen Sie eine Tafel, wie Sie zur Zeit Kaiser Franz Josephs für allerhöchste Familiendiners in kleinem Kreis gedeckt war. Galadiners fanden ausschließlich in den großen Festsälen der Residenz statt. Die Tafel ist nach den Richtlinien der “Allerhöchsten Hoftafel” gedeckt, selbst ein Diner im Kreis der engsten Familie folgte einem strengen Zeremoniell. Die Tafel war immer festlich geschmückt, in der Mitte standen vergoldete Tafelaufsätze, die mit Blumen, Obst und Konfekt geschmückt waren. Auf den silbernen Platztellern lagen kunstvoll gefaltete Damastservietten. Es wurde jeweils nur für einen Gang gedeckt, für Suppe und Dessert Porzellanteller, für alle übrigen Gänge wurden Silberteller verwendet, das Tafelbesteck aus Silber trug den Doppeladler. Zu jedem Gang wurde ein anderer Wein serviert, wofür jeweils ein eigenes Glas vorgesehen war, das grüne Glas wurde für Rheinweine verwendet. Zusätzlich verfügte jeder über eine eigene Wein- und Wasserkaraffe sowie ein eigenes Salzschälchen. Um die Speisen immer frisch und warm servieren zu können, wurden sie von der Hofküche in beheizten Wärmekisten in die jeweiligen Appartements transportiert und in einem angrenzenden Raum mit Kohle- später Gasrechauds warmgehalten. Der Kaiser saß in der Mitte der Tafel, ihm gegenüber sein Ehrengast, daran anschließend die Gäste nach ihrem Verwandtschaftsgrad oder Rang. Damen und Herren saßen immer abwechselnd, Konversation war nur mit den Tischnachbarn gestattet. Den Gästen wurde gleichzeitig mit dem Kaiser serviert, der sofort zu essen begann. Da, sobald der Kaiser das Besteck niederlegte, der Gang als beendet erklärt war und sofort allgemein abserviert wurde, achtete der Kaiser stets darauf, sein Besteck erst dann niederzulegen, wenn seine Gäste fertiggespeist hatten. Ein Diner bestand aus 9 bis 13 Gängen und dauerte maximal 45 Minuten, Kaffee und Likör wurden anschließend in einem anderen Raum serviert, wo es den Herren auch erlaubt war zu rauchen. Damit endet unser Rundgang durch die Kaiserappartements, wenn Sie noch mehr zum Thema kaiserliches Wohnen am Wiener Hof sehen und erfahren möchten, laden wir Sie herzlich ein, auch das Kaiserliche Hofmobiliendepot zu besuchen, in dem Sie eine Vielzahl von Mobiliar und Interieurs aus den verschiedensten Residenzen des Habsburger erwartet. Gegenüber des Ausganges der Kaiserappartements befindet sich die Station der U-Bahnlinie U3, mit der Sie in 3 Stationen (5 min.) bequem das Hofmobiliendepot erreichen können. Nichtzuletzt möchten wir auch auf die kaiserlichen Appartements im Schloß Schönbrunn, der ehemaligen Sommerresidenz der kaiserlichen Familie verweisen. Beim Verlassen der Kaiserappartements befinden Sie sich am Ballhausplatz – direkt neben dem Eingang zu den Amtsräumen des österreichischen Bundespräsidenten – und gegenüber des Bundeskanzleramtes. Zu Ihrer Orientierung finden Sie am Ausgang eine Plantafel. Abschließend bedanken wir uns für Ihren Besuch, mit dem Sie zur Erhaltung der Kaiserappartements beigetragen haben, und wünschen Ihnen noch einen schönen Wien-Aufenthalt. www.hofburg-wien.at | Download Tour-Guide (PDF)© by Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.

Schloß Schönbrunn - Die Prunkräume in der Nobeletage

Dieser Raum diente als Familienspeisezimmer. Die Familiendiners folgten dem strengen Hofzeremoniell - die Tafel war immer festlich geschmückt, in der Mitte standen vergoldete Tafelaufsätze, dekoriert mit Blumen, Obst und Konfekt. Bei offiziellen Diners wurden französische Gerichte serviert; bei Familientafeln bevorzugte Franz Joseph Gerichte der Wiener Küche wie Wiener Schnitzel, Rindsgulasch, Tafelspitz oder den berühmten Kaiserschmarren. Um die Speisen immer frisch und warm servieren zu können, wurden sie vom Hofküchentrakt in beheizten Wärmekisten in die jeweiligen Appartements transportiert und in einem angrenzenden Raum mit Kohle-, später mit Gasrechauds warm gehalten. Der Kaiser saß in der Mitte der Tafel, ihm gegenüber, wenn sie zugegen war, die Kaiserin. Da Elisabeth oft Hungerkuren machte, um ihre schlanke Figur zu erhalten, nahm sie an den gemeinsamen Essen nur selten teil. Familiendiners begannen meist um 6 Uhr abends und bestanden aus 3 bis 6 Gängen. Das Service auf dieser originalgetreu gedeckten Tafel ist eine Leihgabe der ehemaligen „Hoftafel- und Silberkammer“ in der Wiener Hofburg, wo auch heute eine Fülle von Kostbarkeiten aus Porzellan und Silber des kaiserlichen Haushaltes ausgestellt ist. Neben den persönlichen Servicen der Kaiserin Elisabeth sehen Sie dort auch das goldene Mundzeug Maria Theresias und vieles mehr. www.schoenbrunn.at | Download Tour-Guide (PDF)© by Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.