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Mit ihrem rustikalen Auftreten karikierte sie den Schönheitswahn in ihrem legendären Lied "Die Schönheitskönigin von Schneizlreuth": Bally Prell. Schon als Fünfjährige riss sie das Münchner Publikum mit ihrer weichen Tenorstimme hin. Sie sang Komödiantisches ebenso gekonnt wie Opernarien und Lied.
Zu sagen, sie war einfach eine Opernsängerin, würde viel zu kurz greifen. Maria Callas hatte eine Jahrhundertstimme. Wohl niemand sonst konnte so viel Leidenschaft in den Gesang legen und dabei so glaubwürdig sein. Die schöne Griechin mit dem italienischen Pass wurde auf und abseits der Bühne als Diva verehrt, bis heute ranken sich allerlei Mythen und Legenden um ihr Leben und ihre Kunst. Vor hundert Jahren, am 2. Dezember 1923 wurde sie geboren. Wer war Maria Callas wirklich? Im Gespräch mit der Biografin Eva Gesine Baur und dem hessischen Opern-Enthusiasten und Callas-Verehrer Matthias Woehl versuchen wir einer Antwort auf diese Frage ein ganz kleines bisschen näher zu kommen.
Der französische Countertenor Philippe Jaroussky hat in allerlei Archiven gestöbert und italienische Opernarien des Spätbarock ans Licht gebracht: Packende Musik, zum Teil noch niemals gedruckt, brillant serviert und insofern unbedingt hörenswert.
Musik und Film ist ein Beziehungsgeflecht, das in der frühen Kinematographie für zahlreiche Experimente sorgte. Weit verbreitet war die Livemusik, die passend zur Stimmung der einzelnen Filmszenen anderweitig entstandene heitere, ernste, dramatische, traurige Musikstücke anspielte. Zunehmend entstanden eigens für einen Film komponierte Filmmusiken, die ebenfalls während der Vorführung live gespielt wurden. Parallel dazu wurde mit technischen Synchronisierungsverfahren experimentiert, die aufgezeichnete Musik abspielten. Ludwig Czerny hingegen ließ sich ein Verfahren patentieren, das am unteren Ende des Filmbildes die Partitur der Filmmusik, der Opernarien abspielte, so dass die anwesenden Musiker:innen und Sänger:innen dadurch sozusagen von der Leinwand aus dirigiert wurden. Damit wollte er eine Film-Oper schaffen, die gleichermaßen Musik- und Filmerlebnis war. Der erste mit diesem Verfahren erstellte große Opernfilm war „Jenseits des Stromes“, den für die Berliner Volks-Zeitung vom 22. Mai 1922 Lothar Band rezensierte. Dabei setzte er die technische Seite des Verfahrens als bekannt voraus, da er diese in einem früheren Artikel vorgestellt hatte. Sollte die nun folgende Kritik allgemein geteilt worden sein, so wäre sie eine Erklärung für das kommerzielle Scheitern des Filmoper-Verfahrens von Czerny. Die Tücken der Synchronisierung von Live-Sänger:innen und Leinwandsänger:innen schildert für uns Paula Leu.
Hast du Töne? Musil bekommt es mit einem Musik-Manager, einer Mundart-Band, und einem Tonstudio zu tun. Und einer ist zwielichtiger als der andere ... Ein Fall voller Opernarien und Mundart-Rock (extra komponiert von Patent Ochsner!). Im Anschluss: Gespräch mit Musiker und Musil-Fan Michael Fehr! (02:38) Beginn Hörspiel (92:16) Abmoderation (94:50) Gespräch mit Musil-Fan und Autor Michael Fehr! (139:15) «Perle und Souhüng» von Patent Ochsner Mit: Ueli Jäggi (Franz Musil), Mathias Gnädinger (Polizeileutnant Linder), Andrea Gloggner (Bea Jost), Dänu Boemle (Silvan Bolliger), Monika Amrein (Dora), Elmar Brunner (Marco Madoni), Sandra Werner (Corinne Gagg), Daniel Plancherel (René Curiger), Jodoc Seidel (Hilmar Fink), Karin Müller (Moderatorin), Andreas Müller-Crepon (Moderator), Barbara Falter (Angela Melzer), Isabelle Werenfels (Plattenverkäuferin), Franziska Oliver (Armanda), Ueli Beck (Polizist), Isabel Schaerer (Annegret), René Scheibli (Herr Hafner), Walter Baumgartner (Isler), Kinderstimmen (Angela Jäckli, Marco Killer, Corinna Frisch, Martin Rellstab) Musik: Titelsong von Büne Huber, Patent Ochsner - Regie: Fritz Zaugg - Produktion: SRF 1993 Was ist Euer Lieblings-Musil-Krimi? Schreibt es uns auf krimi@srf.ch Alle Infos zu Michael Fehr und seinen Werken gibt es auf: www.michaelfehr.ch Sehe und hören kann man ihn zum Beispiel in seinem literarischen Musikvideo «Predator»: https://www.youtube.com/watch?v=fA8gi5K1LI0 Das Hörspiel nach seinem Kriminalroman «Simeliberg» könnt Ihr hier hören: https://www.br.de/mediathek/podcast/hoerspiel-pool/simeliberg-von-michael-fehr/1799939
Ein virales Video, und alles ist anders: Menzi Mngoma aus Durban in Südafrika arbeitet als Taxifahrer - selbst gesungene Opernarien gibt’s kostenlos dazu. Seit eine Kundin ein Video davon ins Netz stellte, steht sein Telefon nicht mehr still.
Er ist noch keine Dreißig: Der polnische Countertenor Jakub Józef Orlinski steht am Beginn einer sicherlich großen Gesangslaufbahn. Auf seiner neuen CD mit barocken Opernarien präsentiert er einen rundum gelungenen Blick auf die widersprüchlichen Gesichter der Liebe - "facce d'amore"!
Tenor hoch zwei: Der junge Norweger Håkon Kornstad spielt Saxophon und singt italienische Opernarien. Im Trio mit Akkordeon und Kontrabass kreiert er für das Label Grappa sein eigenes Genre aus Oper und Jazz - hypnotisch, elegisch und packend.
Was Countertenor Cencic für sein persönliches Porpora-Album an Opernarien ausgewählt hat , unterstreicht ideal seine eigenen Stärken: die stimmliche Wandelbarkeit, das Erzeugen von Atmosphäre und natürlich seine brillante Technik, die selbst rasanteste Koloraturen noch zum Ausdruck von Gefühlen werden lässt.
Soeben hat Diana Damrau ihre CD "Grand Opéra" veröffentlicht - mit Opernarien von Giacomo Meyerbeer. Im Interview spricht sie über ihr Verhältnis zu diesem Komonisten sowie über die Freuden und Tücken des Aufnahmestudios.
Arien aus Opern: Charles Gounod "Roméo et Juliette" | Léo Delibes "Lakmé" | Nikolai Rimskij-Korsakow "Sadko" | "Schneeflöckchen" | "Der Goldene Hahn" | Peter Tschaikowsky "Mazeppa" | Lieder von Sergej Rachmaninow, Nikolai Rimskij-Korsakow, Peter Tschaikowsky sowie russische Volkslieder | Aida Garifullina (Sopran) | ORF Radio-Symphonieorchester Wien | Leitung: Cornelius Meister
Opernarien von Giacomo Puccini, Ruggero Leoncavallo, Francesco Cilea, Alfredo Catalani, Amilcare Ponchielli und Arrigo Boito | Anna Netrebko (Sopran) | Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia | Leitung: Antonio Pappano
Ana Quintans (Sopran) | Concerto de' Cavalieri | Leitung: Marcello Di Lisa
Französische Opernarien von Hector Berlioz, Giuseppe Verdi, Gioacchino Rossini, Charles Gounod, Giacomo Meyerbeer, Jules Massenet, Ernest Reyer, Alfred Bruneau und Henri Rabaud | Bryan Hymel (Tenor) | PKF - Prague Philharmonia | Leitung: Emmanuel Villaume
Opernarien von Georges Bizet, Hector Berlioz, Jules Massenet, Charles Gounod und Giuseppe Verdi | Piotr Beczala (Tenor) | Diana Damrau (Sopran) | Orchestre de l'Opera de Lyon | Leitung: Alain Altinoglu
Daniel Behle (Tenor) | Armonia Atenea | Leitung: George Petrou