BR-KLASSIK - das sind Kritiken, Gespräche und Berichte aus der Welt der Klassik. Ob Opernpremieren von München bis New York, Interviews mit großen Musikern oder innovative Musikprojekte an bayerischen Schulen: mit Allegro und Leporello werktags sowie der Piazza am Samstag hält Sie die Klassikwelle d…

Zwei Schlüsselwerke der Moderne als Spiegel der Gegenwart: Das Staatstheater Augsburg verbindet "Les Noces" und "Le Sacre du printemps" zu einem Abend über Gemeinschaft und Ritual. Die Choreographien von Didy Veldman und Ricardo Fernando finden dafür ebenso eigenständige wie unterschiedlich überzeugende Bilder.

Zwei Schlüsselwerke der Moderne als Spiegel der Gegenwart: Das Staatstheater Augsburg verbindet "Les Noces" und "Le Sacre du printemps" zu einem Abend über Gemeinschaft und Ritual. Die Choreographien von Didy Veldman und Ricardo Fernando finden dafür ebenso eigenständige wie unterschiedlich überzeugende Bilder.

Wenn Grigory Sokolov in der großen Nürnberger Meistersingerhalle zum Flügel geht, erinnert er ein wenig an den Butler aus "Dinner for one". Dann gelingt es ihm, in wenigen Takten den Saal zu füllen und zu elektrisieren.

Sein umfangreiches Repertoire und seine kompromisslose künstlerische Haltung machten Oleg Maisenberg zu einer festen Größe in der internationalen Klavierwelt. Am 16. April ist er kurz vor seinem 81. Geburtstag gestorben.

Im Schatten von Luftalarm lässt Raphaela Gromes mit dem Nationalen Sinfonieorchester der Ukraine in Kiew die Klassik aufleuchten. Klassische Musik als Widerstand und Trost.

80 Jahre Peteris Vasks. Lettlands wichtigster Komponist feiert mit Konzertmarathon von Riga bis München. Natur, Glaube und singende Streicher prägen seine berührende, weltweit gespielte Musik.

In Italien wird gegen internationale Künster ermittelt, auch gegen Tenor Jonas Kaufmann. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft. Es soll um möglichen Betrug am Teatro San Carlo in Neapel gehen. Kaufmann weist die Vorwürfe zurück.

Manfred Honeck springt für Joana Mallwitz als Dirigent beim BRSO ein. Im Interview erzählt er, was ihn beim Proben besonders reizt.

20. April 1844. Die Pianistrin Clara Schumann gibt auf ihrer Russlandreise das erste Konzert in Moskau.

Lagerfeuerromantik im Roma-Dorf - wie Karl Hartl während der Nazizeit den "Zigeunerbaron" zu einem erfolgreichen Kinofilm macht und der Hauptdarsteller Adolf Wohlbrück später als Homosexueller und "Halbjude" emigrieren muss.

Glanz im Gärtnerplatztheater. Zwei Rentnerinnen erleben "Der Graf von Luxemburg" als märchenhaft nah an der Wirklichkeit - und spüren, wie teuer Kultur geworden ist.

Skandal in Covent Garden: Händels Oper "Alcina" provoziert mit dem Auftritt einer Ballerina - in Männerkleidung!

Nach der Wahl in Ungarn spricht Dirigent Iván Fischer über die Aufbruchsstimmung im Land. Wie ein Neuanfang mit Péter Mayar als Ministerpräsident aussehen kann, ist aber noch unklar. Auch die Zukunft der Kultur ist unsicher.

Die Bayreuther Festspiele bemühen sich um eine modernere Verwaltungsstruktur. Im Zuge dieser Reform soll ein General Manager eingesetzt werden. Doch dessen Amtsantritt auf dem Grünen Hügel verzögert sich.

Magische Töne statt großer Oper. Jonas Kaufmann feiert in München die oft unterschätzte Operette - mit Lehár, Kálmán und Arien auf Ungarisch, die stimmliche Höchstkunst und feine Ironie verlangen.

Die Bayreuther Festspiele bemühen sich um eine modernere Verwaltungsstruktur. Im Zuge dieser Reform soll ein General Manager eingesetzt werden. Doch dessen Amtsantritt auf dem Grünen Hügel verzögert sich.

Elise Hall war eine Pionierin: Um 1900 ist sie als eine der ersten Saxofonistinnen in den USA und Europa aufgetreten. Sie hat namhafte Komponisten beauftragt, für ihr Instrument zu komponieren, unter anderem Claude Debussy.

Von Kirchenruine zum Grammy: Mit Joseph Haydns "Schöpfung" erinnern die Nürnberger Symphoniker an ihr Ur-Konzert von 1945 und feiern 80 Jahre Orchestergeschichte.

Klarinettistin Sharon Kam gastiert gerade bei den Münchner Symphonikern. Im Interview verrät sie, wieso Spannung bis in die letzte Zehenspitze beim Spielen wichtig ist. Und warum München für sie eine besondere Musikstadt ist.

Klassik in Jeans statt Frack. Der BR Klassik-Podcast "Klassik für Klugscheißer" geht mit Laury Reichart und Uli Knapp live auf Klassenfahrt nach Leverkusen - mit L'arte del Mondo auf Zeitreise durch die Konzertgeschichte.

USA, 14. April 1958. Die "Chipmunks" sind zum ersten Mal in den Charts. Chipmunks sehen aus wie Eichhörnchen. Doch sie sind nicht echt. Erfunden hat sie Ross Bagdasarian. Er war ein erfolgloser Komponist - aber nicht mehr lange...

Paintball-Halle statt deutscher Waldidylle: In Nürnberg spielt Webers "Freischütz" in einer Nachkriegsgesellschaft mit KI-Stimmen und Doppelgängerinnen - musikalisch brillant, szenisch umstritten.

Franz Wozzeck durchzittert sein Leben in Alban Bergs Oper als riesigen, alles verschlingenden Alptraum. Alban Berg lässt einen den Schwindel, den Abgrund, die ganze Zeit spüren. Ist mit der Musik sozusagen der Zeit voraus, symphonisch durchkomponiert erzählt er das Drama.

Wo könnte die Bayerische Staatsoper weiterspielen, damit sie ihr Publikum und die Belegschaft nicht verliert? Das ist die entscheidende Frage in der aktuellen Diskussion um die Sanierung der Spielstätte in München.

Vier große Musiker, eine Freundesclique: Clara und Robert Schumann, Johannes Brahms und Joseph Joachim. Die Bratschistin Tabea Zimmermann widmet ihnen ein Album - gemeinsam mit ihren Musikerfreunden Javier Perianes und Jean-Guihen Queyras.

Manche bauen den Keller zum Homegym um, andere stellen sich eine Sauna rein. In Fürstenfeldbruck hat sich Erich Sokollik was anderes eingerichtet: eine Akkordeonwerkstatt. Das Instrument des Jahres ist für ihn seit über 40 Jahren Lebensaufgabe.

Ludwig Bösendorfer war einer der bedeutendsten Klavierbauer der Goldenen Ära - und ein echtes Wiener Original. Schon mit 25 übernimmt er die Firma seines Vaters und führt sie zum großen Erfolg.

"Die Würfel sind gefallen", "Den Rubikon überschreiten" und "Ich kam, sah und siegte": Kaum ein antiker Herrscher ist so mit Zitaten und Anekdoten verwoben wie Gaius Julius Cäsar. Und was macht Georg Friedrich Händel in seiner Oper? Lässt alles weg und den Helden auch mal menscheln.

Die Bayreuther Festspiele feiern heuer 150 Jahre und es gibt noch Restkarten. Selbst "Rienzi" und der Jubiläums-"Ring" sind noch nicht völlig unerreichbar. Am 12. April 2026 startet der zweite Onlineverkauf.

Mit dem Projekt "Raumfluchten" soll die Verfolgungsgeschichte während der Nazi-Diktatur an der Münchner Musikhochschule und an der Akademie der bildenden Künste aufgearbeitet werden. Leon Zmelty forscht dazu.

Jonas Kaufmann entdeckt auf seiner neuen CD "Magische Töne" ungarische Operette zwischen Huszka, Lehár und Kálmán und brilliert mit Glanz und hohen Tönen.

Die Festspiele haben ihre erste Intendantin. Nachdem Markus Hinterhäuser das Amt des Intendanten mit sofortiger Wirkung niedergelegt hat, übernimmt jetzt die Theatermanagerin Karin Bergmann vorläufig Leitung in Salzburg.

Machtwechsel in Salzburg. Nach Markus Hinterhäusers abruptem Abschied übernimmt Karin Bergmann als erste Intendantin die Festspiele. Die erfahrene Theatermanagerin setzt auf Würde, Respekt und Vertrauen bis mindestens 2027.

Nach dem Führungsstreit rund um Markus Hinterhäuser wird eine Theaterexpertin aus dem Ruhrgebiet Übergangs-Intendantin in Salzburg. Damit leitet erstmals eine Frau das künstlerische Programm des Festivals.

Engelbert Humperdinck und seine Frau betreten eine Kutsche. Hugo Wolf knallt die Tür der Kutsche zu und stürmt grußlos davon. Die beiden Komponisten sind eigentlich Freunde. Doch sie werden sich nie wiedersehen. Was war da los?

Ehrgeiz, um ganz nach oben zu kommen. Den besitzt Herbert von Karajan seit Beginn seiner Karriere. Erstes Etappenziel: Berlin. Im Frühling 1938 startet er dort bei den Berliner Philharmonikern - außerhalb des Abonnements.

Die Sopranistin Margaret Price war eine ideale Mozart-Interpretin. Rollen-Angebote, die ihre Stimme gefährden konnten, hat sie stets ausgeschlagen. In Wales wurde sie geboren, doch München war ihre zweite Heimat.

Tannhäuser ist ein Getriebener, ein Wandler zwischen den Welten. Ein Grenzgänger. Ein reiner Hedonist und dann wieder ein treu Liebender. Ein Renaissance-Punk zwischen Liebe, Sex und Songcontest.

Es gibt die Stimmfächer Sopran, Mezzosopran, Alt - und es gibt die Königin der Nacht. Sie ist im Reigen der Stimmlagen tatsächlich eine ganz eigene Kategorie. Um sie zu singen, braucht die Interpretin einen sehr großen Tonumfang. Und dann sind da noch die Koloraturen, diese schnellen, kurzen Verzierungen, die man auch nicht einfach so aus dem Handgelenk schüttelt.

Shrewsbury, England, 7. April 1726. Charles Burney wird geboren. Ohne ihn wüssten wir weniger über das musikalische Europa des 18. Jahrhunderts: Sein "Tagebuch einer musikalischen Reise" ist ein unschätzbares Zeugnis.

Der RIAS Kammerchor bringt Haydns "Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" ins Wohnzimmer. Zwischen sakraler Meditation, einem musikalischen Erdbeben und leiser Osterhoffnung entfaltet sich ein intensives Hörerlebnis.

Ein Wasserfall, den eine Hand stoppt: Kirill Petrenko dirigiert Mahlers Achte in Salzburg wie ein Verkehrslotse im Orkan. Chöre, Solisten und Berliner Philharmoniker verschmelzen zu einem überwältigenden Soundspektakel.