BR-KLASSIK - das sind Kritiken, Gespräche und Berichte aus der Welt der Klassik. Ob Opernpremieren von München bis New York, Interviews mit großen Musikern oder innovative Musikprojekte an bayerischen Schulen: mit Allegro und Leporello werktags sowie der Piazza am Samstag hält Sie die Klassikwelle d…

Die Bayreuther Festspiele bemühen sich um eine modernere Verwaltungsstruktur. Im Zuge dieser Reform soll ein General Manager eingesetzt werden. Doch dessen Amtsantritt auf dem Grünen Hügel verzögert sich.

Die Bayreuther Festspiele bemühen sich um eine modernere Verwaltungsstruktur. Im Zuge dieser Reform soll ein General Manager eingesetzt werden. Doch dessen Amtsantritt auf dem Grünen Hügel verzögert sich.

Elise Hall war eine Pionierin: Um 1900 ist sie als eine der ersten Saxofonistinnen in den USA und Europa aufgetreten. Sie hat namhafte Komponisten beauftragt, für ihr Instrument zu komponieren, unter anderem Claude Debussy.

Von Kirchenruine zum Grammy: Mit Joseph Haydns "Schöpfung" erinnern die Nürnberger Symphoniker an ihr Ur-Konzert von 1945 und feiern 80 Jahre Orchestergeschichte.

Klarinettistin Sharon Kam gastiert gerade bei den Münchner Symphonikern. Im Interview verrät sie, wieso Spannung bis in die letzte Zehenspitze beim Spielen wichtig ist. Und warum München für sie eine besondere Musikstadt ist.

Klassik in Jeans statt Frack. Der BR Klassik-Podcast "Klassik für Klugscheißer" geht mit Laury Reichart und Uli Knapp live auf Klassenfahrt nach Leverkusen - mit L'arte del Mondo auf Zeitreise durch die Konzertgeschichte.

USA, 14. April 1958. Die "Chipmunks" sind zum ersten Mal in den Charts. Chipmunks sehen aus wie Eichhörnchen. Doch sie sind nicht echt. Erfunden hat sie Ross Bagdasarian. Er war ein erfolgloser Komponist - aber nicht mehr lange...

Paintball-Halle statt deutscher Waldidylle: In Nürnberg spielt Webers "Freischütz" in einer Nachkriegsgesellschaft mit KI-Stimmen und Doppelgängerinnen - musikalisch brillant, szenisch umstritten.

Franz Wozzeck durchzittert sein Leben in Alban Bergs Oper als riesigen, alles verschlingenden Alptraum. Alban Berg lässt einen den Schwindel, den Abgrund, die ganze Zeit spüren. Ist mit der Musik sozusagen der Zeit voraus, symphonisch durchkomponiert erzählt er das Drama.

Wo könnte die Bayerische Staatsoper weiterspielen, damit sie ihr Publikum und die Belegschaft nicht verliert? Das ist die entscheidende Frage in der aktuellen Diskussion um die Sanierung der Spielstätte in München.

Vier große Musiker, eine Freundesclique: Clara und Robert Schumann, Johannes Brahms und Joseph Joachim. Die Bratschistin Tabea Zimmermann widmet ihnen ein Album - gemeinsam mit ihren Musikerfreunden Javier Perianes und Jean-Guihen Queyras.

Manche bauen den Keller zum Homegym um, andere stellen sich eine Sauna rein. In Fürstenfeldbruck hat sich Erich Sokollik was anderes eingerichtet: eine Akkordeonwerkstatt. Das Instrument des Jahres ist für ihn seit über 40 Jahren Lebensaufgabe.

Ludwig Bösendorfer war einer der bedeutendsten Klavierbauer der Goldenen Ära - und ein echtes Wiener Original. Schon mit 25 übernimmt er die Firma seines Vaters und führt sie zum großen Erfolg.

"Die Würfel sind gefallen", "Den Rubikon überschreiten" und "Ich kam, sah und siegte": Kaum ein antiker Herrscher ist so mit Zitaten und Anekdoten verwoben wie Gaius Julius Cäsar. Und was macht Georg Friedrich Händel in seiner Oper? Lässt alles weg und den Helden auch mal menscheln.

Die Bayreuther Festspiele feiern heuer 150 Jahre und es gibt noch Restkarten. Selbst "Rienzi" und der Jubiläums-"Ring" sind noch nicht völlig unerreichbar. Am 12. April 2026 startet der zweite Onlineverkauf.

Mit dem Projekt "Raumfluchten" soll die Verfolgungsgeschichte während der Nazi-Diktatur an der Münchner Musikhochschule und an der Akademie der bildenden Künste aufgearbeitet werden. Leon Zmelty forscht dazu.

Jonas Kaufmann entdeckt auf seiner neuen CD "Magische Töne" ungarische Operette zwischen Huszka, Lehár und Kálmán und brilliert mit Glanz und hohen Tönen.

Die Festspiele haben ihre erste Intendantin. Nachdem Markus Hinterhäuser das Amt des Intendanten mit sofortiger Wirkung niedergelegt hat, übernimmt jetzt die Theatermanagerin Karin Bergmann vorläufig Leitung in Salzburg.

Machtwechsel in Salzburg. Nach Markus Hinterhäusers abruptem Abschied übernimmt Karin Bergmann als erste Intendantin die Festspiele. Die erfahrene Theatermanagerin setzt auf Würde, Respekt und Vertrauen bis mindestens 2027.

Nach dem Führungsstreit rund um Markus Hinterhäuser wird eine Theaterexpertin aus dem Ruhrgebiet Übergangs-Intendantin in Salzburg. Damit leitet erstmals eine Frau das künstlerische Programm des Festivals.

Engelbert Humperdinck und seine Frau betreten eine Kutsche. Hugo Wolf knallt die Tür der Kutsche zu und stürmt grußlos davon. Die beiden Komponisten sind eigentlich Freunde. Doch sie werden sich nie wiedersehen. Was war da los?

Ehrgeiz, um ganz nach oben zu kommen. Den besitzt Herbert von Karajan seit Beginn seiner Karriere. Erstes Etappenziel: Berlin. Im Frühling 1938 startet er dort bei den Berliner Philharmonikern - außerhalb des Abonnements.

Die Sopranistin Margaret Price war eine ideale Mozart-Interpretin. Rollen-Angebote, die ihre Stimme gefährden konnten, hat sie stets ausgeschlagen. In Wales wurde sie geboren, doch München war ihre zweite Heimat.

Tannhäuser ist ein Getriebener, ein Wandler zwischen den Welten. Ein Grenzgänger. Ein reiner Hedonist und dann wieder ein treu Liebender. Ein Renaissance-Punk zwischen Liebe, Sex und Songcontest.

Es gibt die Stimmfächer Sopran, Mezzosopran, Alt - und es gibt die Königin der Nacht. Sie ist im Reigen der Stimmlagen tatsächlich eine ganz eigene Kategorie. Um sie zu singen, braucht die Interpretin einen sehr großen Tonumfang. Und dann sind da noch die Koloraturen, diese schnellen, kurzen Verzierungen, die man auch nicht einfach so aus dem Handgelenk schüttelt.

Shrewsbury, England, 7. April 1726. Charles Burney wird geboren. Ohne ihn wüssten wir weniger über das musikalische Europa des 18. Jahrhunderts: Sein "Tagebuch einer musikalischen Reise" ist ein unschätzbares Zeugnis.

Der RIAS Kammerchor bringt Haydns "Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" ins Wohnzimmer. Zwischen sakraler Meditation, einem musikalischen Erdbeben und leiser Osterhoffnung entfaltet sich ein intensives Hörerlebnis.

Ein Wasserfall, den eine Hand stoppt: Kirill Petrenko dirigiert Mahlers Achte in Salzburg wie ein Verkehrslotse im Orkan. Chöre, Solisten und Berliner Philharmoniker verschmelzen zu einem überwältigenden Soundspektakel.

Zwischen Babybauch und Bühnenmagie. Sopranistin Elsa Dreisig spricht über Mozart, Klangfantasie und die Kunst, in der Schwangerschaft sanft zu singen - und wie sich ihr klassischer Sound dabei verändert.

Nach 13 Jahren trennt sich das Boston Symphony Orchestra von seinem Chefdirigenten Andris Nelsons - aufgrund von Uneinigkeiten bezüglich der "künftigen Ausrichtung" des Orchesters. Das Orchester wurde in die Entscheidung jedoch gar nicht eingebunden. Jetzt kommt prominente Unterstützung aus Berlin und Leipzig.

2. April 1842. Franz Liszt trifft in Warschau ein, wo er die Polen, die unter der russischen Fremdherrschaft leiden, mit patriotischer Musik erfreut. Der Konflikt mit dem Zaren ist vorprogrammiert.

Ein halbes Jahrhundert auf der Bühne und immer noch neugierig. Zum Jubiläum stellt sich Anne-Sophie Mutter mit dem Album "ASM Forte Forward" ihrer größten musikalischen Herausforderung: zeitgenössische Musik.

Robert Stolz hätte gar nicht emigrieren müssen - im Gegenteil, die Nazis umwerben ihn. Doch Robert Stolz geht nicht darauf ein und als einer der wenigen Operettenkomponisten freiwillig ins Exil.

Krieg und Frieden - das ist ein Thema, mit dem sich auch klassische Komponisten immer wieder beschäftigt haben. Joseph Haydn etwa schrieb seine "Militärsymphonie". Unklar ist, welche Absicht er damit verfolgte.

Guillotine, Girlpower, Glaubenszweifel: Ewelina Marciniak verlegt Poulencs "Dialogues des Carmélites" in eine grell-feministische Gegenwart und beschert dem Stuttgarter Opernpublikum einen hochemotionalen Abend.

Ein Sängerfest an der Berliner Staatsoper mit Starsopranistin Anna Netrebko und eine Inszenierung, die viele, fast zu viele Ansätze bietet. Antonia Goldhammer hat darüber mit Kritiker Andreas Göbel gesprochen.

Der Regisseur Dominik Wilgenbus ist bekannt dafür, aus Altbekanntem etwas völlig Neues zu machen, So wird bei ihm dessen Pariser zu einem Münchner Leben - mit einer ähnlichen, aber stark auf Bayern zugeschnittenen Geschichte.

Buhsturm für die Regie, Jubel für die Stimmen: In Verdis "Maskenball" an der Berliner Staatsoper überzeugt Anna Netrebko als Amelia, getragen von einem herausragenden Sängerensemble und der Staatskapelle unter Enrique Mazola.

Mit einem Highlight wurde am Samstag die Ballettfestwoche in München eröffnet. In einem dreiteiligen Abend unter dem Titel "Common Ground" stellt das Bayerische Staatsballett drei fulminante Werke von Choreographen vor, die aus dem Umkreis des legendären Nederlands Dans Theater kommen.

Dominik Wilgenbus verwandelt Jacques Offenbachs "Pariser Leben" im Prinzregententheater in ein bissig-witziges "Münchner Leben" mit schrägem Orchester, Karton-Kostümen, Wagner-Parodie und Harry G. als Wiesnwirt.

Operette mit Frischekur: Peter Lund macht Lehárs "Graf von Luxemburg" am Gärtnerplatztheater zum musikalisch funkelnden, witzig aktualisierten Paris-Märchen voller lachendem Glück.