BR-KLASSIK - das sind Kritiken, Gespräche und Berichte aus der Welt der Klassik. Ob Opernpremieren von München bis New York, Interviews mit großen Musikern oder innovative Musikprojekte an bayerischen Schulen: mit Allegro und Leporello werktags sowie der Piazza am Samstag hält Sie die Klassikwelle d…

Es gibt Dirigenten, die leiten ein Orchester. Und es gibt Dirigenten, die verändern es. Nikolaus Harnoncourt gehörte zur zweiten Sorte. Vor zehn Jahren starb er im Alter von 86 Jahren. Noch heute wirkt sein Schaffen nach.

Männer verdienen im Schnitt mehr als Frauen, vor allem im Kulturbereich. Bei 25 Prozent liegt der Gender Pay Gap laut Gewerkschaft ver.di - deutlich höher als in anderen Branchen. Woran das liegt und welche Lösungsansätze es gibt.

Während der Premiere von Arrigo Boitos Oper "Mefistofele" zeichnet sich ein Fiasko ab. Die revidierte Fassung dagegen wird später überzeugen. Warum?

Vier rote Lederbände, jahrzehntelang verschollen, tauchen plötzlich auf: 149 akribisch notierte Vokalwerke von Antonio Salieri eröffnen der Musikwissenschaft neue Perspektiven.

Schubert zwischen Genie und Geheimnis: Eine seiner Sinfonien gibt der Musikwelt bis heute Rätsel auf und spaltet die Musikwissenschaft. Agnes Fröhlich nimmt den Schubert-Mythos unter die Lupe.

Die Stadtkapelle Mindelheim hat in den letzten Jahren mit viel Eigenleistung ein neues Musikerheim im Südosten der Stadt errichtet - mit einem hochmodernen Probenraum. Wir waren bei zwei Probenabenden dabei.

Wie kann klassische Musik zum Motor für Klimaschutz werden? Geigerin Lea Brückner spricht im BR Klassik-Interview über Nachhaltigkeit, Kulturwandel und ihre Vision einer grünen Klassikwelt.

Der Schofar, ein jüdisches Instrument aus dem Horn eines Widders, gehört zu den ältesten Klangzeugen der Welt. Finn Gessert fragt: Wie funktioniert er, wie klingt er?

Wenn der Bogen brennt und Moderationen auf Chinesisch gelingen: Im Programm "Heimat" verwebt das Frauenquartett Salut Salon ukrainische Trauermelodien und finnische Polka zu einem bewegenden Panorama globaler Musik-Heimaten.

Beethoven war ja bekanntermaßen unverheiratet. Das hielt ihn aber nicht davon ab, Liebesbriefe zu schreiben. Aus einem dieser Briefe entwickelte sich der Mythos rund um Beethovens unsterbliche Geliebte. Agnes Fröhlich geht dem auf den Grund.

Ludwig van Beethoven schreibt einen Brief an seine verehrte Klavierschülerin Marie Bigot und lädt sie zu einem Reitausflug in Wien ein. Ein ausführlicher Entschuldigungsbrief folgt.

Dreizehn Jahre ist es her, dass Felix Mendelssohn Bartholdy in Schottland war - unterwegs zwischen Highlands, Hochmoor und Meeresklippen. 1842 wird seine "Schottische Symphonie" dann im Leipziger Gewandhaus uraufgeführt.

In ihrer Inszenierung von Peter Tschaikowskys "Eugen Onegin" zeigt Alexandra Liedtke das Leiden russischer Romantiker unter ihren Idealen: Sie suchen das Abenteuer, finden sich aber selbst zu langweilig. Das ist optisch steril, aber inhaltlich sehr plausibel und zeitgemäß.

Mit der "Dreigroschenoper" wurde am Staatstheater Augsburg das diesjährige Brechtfestival eröffnet. Obwohl der brutale Überlebenskampf in der Tierwelt als Inspiration diente, wirkte die Inszenierung zahnlos.

BR Klassik nimmt Mythen in der klassischen Musik unter die Lupe. Los geht es mit schweren Vorwürfen um einen der berühmtesten Komponisten aller Zeiten: Wolfgang Amadeus Mozart soll von Anonio Salieri vergiftet worden sein.

Erschienen zum 10. Todestag von Nikolaus Harnoncourt: eine Box mit seinen Einspielungen mit dem Chamber Orchestra of Europe. Klassiker gegen den Strich gebürstet: die Zusammenstellung ist einfach großartig!

Klangschock mit Happy End: Früher taten Vilde Frang bei Bartóks Musik die Ohren weh, jetzt spielt sie sein 2. Violinkonzert gemeinsam mit dem BRSO. Im Interview erzählt die Geigerin, warum das Werk ihr körperlich alles abverlangt.

Der Komponist Carlo Gesualdo da Venosa ist als Komponist ebenso berühmt wie als Mörder seiner Frau berüchtigt. Letzteres hat ihm sein Sohn Emmanuele lange nicht verziehen. Einige Jahre vor Gesualdos Tod versöhnen sich die beiden.

Stellen und Gelder werden gestrichen, das Aus des Cäcilienverbands droht - und doch bewegt sich viel in der Kirchenmusik. Zwischen Sparkurs, neuen Inhalten und Rückenwind vom Deutschen Musikrat: Wie geht es weiter mit der Musik in der Kirche?

Im Reitstadel Neumarkt nimmt Geiger Tassilo Probst gemeinsam mit dem Pianisten Maxim Lando eine neue CD auf. Das Programm: Fantasien bekannter Opern. Sebastian Schroth hat bei der CD-Produktion vorbeigeschaut und mit den Musikern gesprochen.

Seit Jahrzehnten steht Wolfgang Haffner auf der Bühne. Was treibt ihn bis heute an? Im Gespräch mit BR Klassik spricht der Schlagzeuger über Musik als Lebenselixier, über die Kraft des Live-Moments, über sein Trio - und warum er mehr übt als je zuvor.

Éliane Radigue zählt zu den Pionieren der elektronischen Musik. Mit Intuition und Beharrlichkeit setzte sie sich in einer Männerdomäne durch - mit einer Musik, die das kaum Wahrnehmbare zelebriert. Nun ist die Komponistin im Alter von 94 Jahren gestorben.

Carl Maria von Weber braucht mal wieder Geld. Doch bisher hält sich die Begeisterung bei potentiellen Sponsoren in Grenzen. Erst als er eine perfekte One-Man-Show abliefert, scheint es zu laufen.

Über 300.000 Trauernde haben sich in Mailand versammelt, um einen Leichenzug zu begleiten. Überführt wird der Leichnam von Giuseppe Verdi.

Wenn Klavierklang zur Gefühlslandschaft wird: Fabian Müller bringt mit "Hauptsache romantisch" romantische Klaviermusik nach Hof. Im Gespräch mit Kathrin Hasselbeck verrät der Pianist, was seine Programmwahl so besonders macht.

Rolando Villazón sucht "Germanys next Opernstar". Junge Sängerinnen dürfen mit ihm das Mozart-Duett "Papageno! Papagena!" singen - allerdings ohne Gage. Eine tolle Chance für Talente? Oder Ausbeutung junger Künstlerinnen?

Dunkle Wolken, Regen und nervenzehrende Kälte - der Frühling lässt noch auf sich warten. Doch mit der richtigen Musik gehen die letzten Wintertage schneller um. Wir haben Sie gefragt, welche Musik Sie an grauen Tagen hören.

Karlheinz Stockhausen hat eine Utopie: Die Menschheit soll sich als große Familie begreifen. Aus den Nationalhymnen der ganzen Welt hat er ein zweistündiges Tonbandstück geformt. Doch die Uraufführung wird zum Fiasko.

Die "Oper! Awards" verstehen sich als Deutschlands einziger internationaler Opernpreis. Unter den Preisträgern der insgesamt 20 Kategorien sind in diesem Jahr große Namen wie Cecilia Bartoli, Jonathan Tetelman und Barrie Kosky.

Michel Legrand will als junger Mann eigentlich ein klassischer Komponist werden. Aber in der Unterhaltungsbranche tun sich für das junge Multitalent, das ein Dutzend Instrumente beherrscht, mehr Jobs auf.

1917 reist Richard Strauss mit dem Bariton Franz Steiner für Liederabende nach Skandinavien. Am 23. Februar begegnet er in Oslo dem Maler Edvard Munch. Als er seine Bilder sieht, erkennt er: Der Mann ist genial.

Was tun gegen den Klimawandel? Musikerinnen und Musiker des Mainfrankentheaters schließen sich dem "Orchester des Wandels" an und versteigern Kammerkonzerte für den guten Zweck. Orchestervorstand Matthias Steinkrauß erklärt im Gespräch die Idee dahinter.

Am 23. Februar erhält Jürgen Rose am Theater Regensburg den OPER! AWARD für sein Lebenswerk. Im Gespräch mit BR Klassik erzählt der Bühnenbildner und Regisseur über seine ersten Schritte am Theater, prägende Musikerlebnisse und darüber, wie Musik für ihn zu Farbe und Stoff wird.

Ein Konzert für die ganze Welt? Das ist die Idee. Olga Scheps spielt das "One World Piano Concerto" von David Garrett und John Haywood jetzt in München. Im Interview spricht sie darüber, was sie an diesem Werk so berührt.

Ein halbes Jahrhundert sang er auf den wichtigsten Bühnen der Welt. Der belgische Bassbariton José van Dam gehörte zu den unumstrittenen Größen seines Fachs. Am 17. Februar ist im Alter von 85 Jahren gestorben.

Französische Kammermusik um 1900, Musik von Debussy, Ravel, Lalo und Mel Bonis - fast könnte das alles für das Trio Wanderer komponiert sein. Tolle Musik, hingezaubert mit fabelhaftem Gespür für raffinierte Klangfarben.

London, 20. Februar 1724: Händels Oper "Giulio Cesare in Egitto" wird am Londoner King's Theatre Haymarket uraufgeführt. Das Publikum ist begeistert. Bis heute ist sie eine der beliebtesten Barock-Opern überhaupt.

Spät berühmt geworden, heute weltweit verehrt: György Kurtág feiert am Donnerstag seinen 100. Geburtstag. Kaum ein Komponist sagt mit so wenigen Tönen so viel - und verbindet dabei radikale Konzentration mit großer Ausdruckskraft.

Die Bayreuther Festspiele trauern um den Tenor Wolfgang Schmidt, der über viele Jahre das musikalische Geschehen auf dem Grünen Hügel mitprägte. Besonders als Siegfried im "Ring des Nibelungen" blieb er dem Publikum in Erinnerung.

19. Februar 1841: Sich für die Rechte der Frauen stark machen, geht auch mit Musik. Die Schwedin Elfrida Andrée hat als Organistin, Komponistin und Dirigentin eine Pioniertat nach der anderen vollbracht.

Das historische Teatro Sannazaro in Neapel ist bei einem Brand fast vollständig zerstört worden. Der Schaden wird auf 60 bis 70 Millionen Euro geschätzt. Das Theater galt als einzigartiges Juwel der Stadt.

Konzert als Meditation? Pianist und Neuropsychologe Nicolas Namoradze lädt zu bewusstem Hören ein. Er erklärt, wie Achtsamkeit das Musikerlebnis vertiefen kann und warum es dabei nicht nur um Entspannung geht.