Podcasts about defa filmen

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Latest podcast episodes about defa filmen

WortMelder
80 Jahre DEFA: Das unterschätzte Kino der DDR

WortMelder

Play Episode Listen Later Mar 24, 2026 43:11


„Man sollte sich davon lösen, in jedem DEFA-Film nach versteckter Kritik am Staat oder der Partei zu suchen. Film hatte in der DDR auch die Funktion, zu unterhalten – und war nicht nur politisches Statement“, Prof. Dr. Michael Grisko. 80 Jahre Deutsche Film AG, kurz DEFA – ein Jubiläum und zugleich eine Einladung, ein filmisches Universum neu zu entdecken, das lange unterschätzt wurde. Ein abgeschlossener Korpus mit über 700 Spiel- und über 2.000 Dokumentarfilmen, in knapp 50 Jahren von der DEFA in der DDR produziert, der dazu einlädt, erforscht zu werden. Und doch ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung bis heute recht übersichtlich. Einer, der sich dagegen intensiv mit der Geschichte der DEFA beschäftigt hat, ist unser Gast dieser Podcastfolge – Prof. Dr. Michael Grisko, Honorarprofessor am Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft, der betont, dass die DDR wie jede Filmkultur Verflechtungen im Ausland hatte: „Die DDR war kein ‚closed shop', sondern pflegte auch bei Filmproduktionen Kontakte ins westliche und östliche Ausland. (…) DDR-Geschichte ist auch immer eine Geschichte der kommunizierenden Röhren zwischen West- und Ostdeutschland. In einigen DEFA-Filmen zeigt sich deutlich die Auseinandersetzung mit westlichen Ästhetiken, Ideologien und Narrativen.“ Im Gespräch mit Prof. Dr. Michael Grisko wird schnell klar: Die DEFA war weit mehr als ein staatliches Filmstudio oder gar Propagandainstrument. Sie war ein komplexes kulturelles System – mit einem starken Fokus auf der Produktion von Kinderfilmen und Literaturverfilmungen, mit überraschend internationalen Verflechtungen. Wie war es Regisseur*innen der DDR möglich, zwischen ideologischen Vorgaben und kreativen Freiräumen, ihre Geschichten zu erzählen, wenn sie sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengeben wollten und mehr sagen wollten, als sie durften? Außerdem werfen wir einen Blick auf die Bedeutung von Drehorten, Archiven und dem kulturellen Gedächtnis: Wie wird aus einem Film Kulturerbe? Und warum entscheidet manchmal auch der Zufall darüber, welche Filme bleiben? Prof. Dr. Michael Grisko ist Literatur- und Medienwissenschaftler mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Geschichte der DEFA. Als Honorarprofessor an der Universität Erfurt forscht und lehrt er zu Filmgeschichte und Erinnerungskultur. In seinen Publikationen, Ausstellungen und Projekten widmet er sich insbesondere den kulturellen und historischen Kontexten des DDR-Kinos.

Wie war das im Osten?
Wie lebte man als Star in der DDR, Winfried Glatzeder?

Wie war das im Osten?

Play Episode Listen Later Sep 18, 2020 133:08


Wie war es, als Promi in der DDR zu leben und zu arbeiten? Winfried Glatzeder weiß es. Er spielte in Angela Merkels Lieblingsfilm “Die Legende von Paul und Paula” die Hauptfigur. Auch sonst zählte er zu den bekanntesten Film- und Theaterdarstellern der DDR. Wegen seines markanten Äußeren nannte man ihn den “Belmondo des Ostens”. In der neuen Ausgabe des Podcasts "Wie war das im Osten?" erzählt Winfried Glatzeder von seinem Leben in Ost-Berlin, mit seiner Popularität, aber ohne Auto, Telefon oder Badestube. Er berichtet davon, wie die Stasi versuchte, ihn als IM anzuwerben, und wie er das sabotieren konnte. Wie er die DDR in den Achtzigerjahren verließ und warum er heute trotzdem noch stolz ist auf seine Arbeit in der DDR. Er wirkte insgesamt in über 20 Defa-Filmen mit, arbeitete mit den besten Regisseuren zusammen, doch wie viele Kulturschaffende verlor er nach der Ausbürgerung von Wolf Biermann 1976 das Vertrauen in den Staat. Auch davon erzählt er den beiden Moderatoren Michael Schlieben und Valerie Schönian. Diese Folge ist die vorerst letzte Folge von “Wie war das im Osten?”. Coronabedingt wird es zunächst nicht, wie angekündigt, eine zweite Staffel geben. Das Gespräch mit Winfried Glatzeder wurde bereits Anfang März aufgenommen.

MDR KULTUR Café
Christian Grashof im Gespräch zu seiner Theaterkarriere und warum er manche DEFA-Rollen lieber ablehnte

MDR KULTUR Café

Play Episode Listen Later Jul 5, 2019 55:53


Statt in DEFA-Filmen einen Polizisten zu spielen, stand Christian Grashof lieber auf der Theaterbühne. Im Gespräch mit Carsten Tesch spricht er über seine Beweggründe.

Lauscherlounge | Alle Podcasts
HG | 022 - David Nathan

Lauscherlounge | Alle Podcasts

Play Episode Listen Later Aug 26, 2018 94:48


// Rum, sein Berlinchen und der Fluch der Karibik // In unserer zweiundzwanzigsten Episode spricht Elias mit David Nathan. Noch Fragen? Okay. David ist Synchron-SPRECHER (nicht -Schauspieler, wie er selbst sagt:) und Sprecher für Hörbücher, Hörspiele, Videospiele, Station Voice und Werbung. Die meisten werden ihn kennen als die feste Stimme von, klar, Johnny Depp oder Christian Bale. Auch im Hörbuch Bereich scheint er - neben unzähligen Thrillern namhafter Autoren - ein ebenso festes Abo auf die Romane von Stephen King zu haben. Bei einer halben Flasche Rum, 32° und geöffnetem Fenster reden sie zwangsläufig über den Fluch der Karibik (Teil 1-3 sprach nach Meinungsverschiedenheiten zwischen David und dem Filmverleih hinsichtlich der künstlerischen Umsetzung, der Schauspielkollege Marcus Off), über seine sehr witzige Erfahrung bei den Synchronaufnahmen zum Film “Fear and Loathing in Las Vegas”, über seine Synchron-Anfänge bei DEFA Filmen in Ost-Berlin, über seine und die Synchron-Generation der 80er Jahre, über seinen filmischen Zugang zu Texten, aber eigentlich auch erstaunlich wenig über die Arbeit im Konkreten, eher gefühlt, aus einem Urlaub-in-Berlin-Modus heraus, übers Reisen, über das Fahrradfahren, über die kleine Metropole - sein Berlinchen vor und nach der Wende - sein Zuhause. Und da sie eine Zigarettenpause einlegen mussten und darüber hinaus in Zeitnot gerieten, weil David noch zu einem Essen mit der Familie wollte und der Rum auf leeren Magen die Buchstaben zu sehr verschwimmen ließ, gibt es in dieser Episode zwei nachgereichte kurze “Trailer-Lesungen” von Tim Robbins’ “Pan Aroma” (Davids persönliche “Seelenpflege”, yeah!) und Milan Kunderas “Die Langsamkeit”, aufgenommen bei Tommi Schneefuß im Sound of Snow Studio. Danke Tommi. Danke David. Unsere Hörbuch-Empfehlungen mit David: Sternenspiel und Sternenschatten von Sergej Lukianenko Wenn du Ideen und Rückmeldungen hast, melde dich gern bei uns: Entweder per Mail unter hoergestalten@lauscherlounge.de oder bei Facebook. Dort findest du auch Zitate und Fotos unserer Gäste: https://www.facebook.com/hoergestalten/

HörGestalten
HG | 022 - David Nathan

HörGestalten

Play Episode Listen Later Aug 26, 2018 94:48


// Rum, sein Berlinchen und der Fluch der Karibik // In unserer zweiundzwanzigsten Episode spricht Elias mit David Nathan. Noch Fragen? Okay. David ist Synchron-SPRECHER (nicht -Schauspieler, wie er selbst sagt:) und Sprecher für Hörbücher, Hörspiele, Videospiele, Station Voice und Werbung. Die meisten werden ihn kennen als die feste Stimme von, klar, Johnny Depp oder Christian Bale. Auch im Hörbuch Bereich scheint er - neben unzähligen Thrillern namhafter Autoren - ein ebenso festes Abo auf die Romane von Stephen King zu haben. Bei einer halben Flasche Rum, 32° und geöffnetem Fenster reden sie zwangsläufig über den Fluch der Karibik (Teil 1-3 sprach nach Meinungsverschiedenheiten zwischen David und dem Filmverleih hinsichtlich der künstlerischen Umsetzung, der Schauspielkollege Marcus Off), über seine sehr witzige Erfahrung bei den Synchronaufnahmen zum Film “Fear and Loathing in Las Vegas”, über seine Synchron-Anfänge bei DEFA Filmen in Ost-Berlin, über seine und die Synchron-Generation der 80er Jahre, über seinen filmischen Zugang zu Texten, aber eigentlich auch erstaunlich wenig über die Arbeit im Konkreten, eher gefühlt, aus einem Urlaub-in-Berlin-Modus heraus, übers Reisen, über das Fahrradfahren, über die kleine Metropole - sein Berlinchen vor und nach der Wende - sein Zuhause. Und da sie eine Zigarettenpause einlegen mussten und darüber hinaus in Zeitnot gerieten, weil David noch zu einem Essen mit der Familie wollte und der Rum auf leeren Magen die Buchstaben zu sehr verschwimmen ließ, gibt es in dieser Episode zwei nachgereichte kurze “Trailer-Lesungen” von Tim Robbins’ “Pan Aroma” (Davids persönliche “Seelenpflege”, yeah!) und Milan Kunderas “Die Langsamkeit”, aufgenommen bei Tommi Schneefuß im Sound of Snow Studio. Danke Tommi. Danke David. Unsere Hörbuch-Empfehlungen mit David: Sternenspiel und Sternenschatten von Sergej Lukianenko Wenn du Ideen und Rückmeldungen hast, melde dich gern bei uns: Entweder per Mail unter hoergestalten@lauscherlounge.de oder bei Facebook. Dort findest du auch Zitate und Fotos unserer Gäste: https://www.facebook.com/hoergestalten/

Wiederaufführung
WA083 Das Kaninchen bin ich

Wiederaufführung

Play Episode Listen Later Jan 23, 2016 105:21


Schon die literarische Vorlage von "Das Kaninchen bin ich" wurde in der DDR nicht verlegt, doch die Zeit schien günstig für eine Verfilmung. Aber mit dem 11. Plenum des ZK der SED wurde zurück gerudert. Fast die komplette Jahresproduktion an DEFA-Filmen wurde weggeschlossen und sie wurden herabwürdigend auch als "Kaninchenfilme" bezeichnet. Erst 1989 erfuhr "Das Kaninchen bin ich" seine Uraufführung. Angesichts der eingesetzten filmischen Mittel zeigen wir uns im Gespräch sehr beeindruckt und wir gehen den komplexen Charakteren intensiv nach.