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Gemeinsam mit Schriftsteller_in, Redakteur_in und Pop Culture Icon Hengameh Yaghoobifarah widmen wir uns dem Thema Looksmaxxing. Was als Subkultur in den Tiefen von Incel-Foren begann, flimmert heute durch die FYP-Seiten von Millionen junger Menschen: als Tutorial und nicht enden wollende Transformation. Auf TikTok begegnet uns das Optimierungsversprechen in Form von „Bonesmashing“ bis hin zum „Softmaxxing“, von Skincare-Routinen, die nach klinischer Präzision klingen, bis hin zu Gesichtsanalysen, die den menschlichen Körper in Winkelgrade und Symmetriewerte zerlegen. Der Algorithmus belohnt das Vorher-Nachher, die Verwandlung, den messbaren Fortschritt. Wir fragen, mit welchen neofaschistischen Ideologien die algorithmische Vermessung des Gesichts, die Rückkehr zu pseudowissenschaftlichen Schönheitsidealen und die nostalgische Sehnsucht nach dem „natürlichen“, unverstellten Körper zusammenhängen. Vielen Dank an das das Team der Volksbühne Berlin – c u in der nächsten Spielzeit!
When we're exposed to events or ideologies that go against our own beliefs, we can feel what experts call 'political grief'. Some say it's playing a role in the growing polarisation of our society. - Wenn wir mit Ereignissen oder Ideologien konfrontiert werden, die unseren eigenen Überzeugungen widersprechen, kann das ein Gefühl auslösen, das Fachleute „politische Trauer“ nennen. Manche denken, dieses Gefühl kann die Polarisierung unserer Gesellschaft verschärfen.
Klimakatastrophe, Kriege und Wiedererstarken autoritärer Ideologien – die Gegenwart trägt dystopische Züge. Und wir gehen shoppen, belegen Achtsamkeitsseminare oder schuften für die teure Miete. Können wir uns daran gewöhnen, in zwei Welten zu leben? Von Mariel McLaughlin www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Im Hundetraining prallen oft zwei Welten aufeinander: Die einen setzen ausschließlich auf positive Verstärkung, die anderen betonen die Bedeutung klarer Regeln und Grenzen. Doch was braucht ein Hund wirklich – und wo liegt die Grenze zwischen fairer Führung und unnötiger Härte? In der neuen Folge unseres Podcasts „Der Welpentrainer“ diskutieren André Vogt und Eva Birkenholz über dieses Thema, das in der Hundewelt regelmäßig für hitzige Debatten sorgt. Die beiden sprechen offen über moderne Trainingsphilosophien, Missverständnisse rund um Belohnung und Konsequenz sowie über die Frage, warum viele Hundehalter zwischen „zu nett“ und „zu streng“ hin- und hergerissen sind. Dabei geht es nicht um Schwarz oder Weiß, sondern um einen differenzierten Blick auf Kommunikation, Orientierung und Verantwortung im Alltag mit Hund. Außerdem klären André und Eva, warum Grenzen nichts mit Härte zu tun haben müssen, wo positives Training an seine Grenzen stoßen kann, weshalb Timing und Klarheit entscheidend sind und warum Hunde oft mehr Orientierung brauchen, als viele Menschen denken. Eine ehrliche, kontroverse und praxisnahe Folge für alle, die ihren Hund besser verstehen und ihren eigenen Weg in der Hundeerziehung finden möchten – ohne Ideologien, aber mit viel Erfahrung aus dem echten Trainingsalltag. Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/DerWelpentrainer Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio: https://www.seven.one/portfolio/sevenone-audio
Gezeugt am 8. Mai 1945, dem Tag als Nazi-Deutschland kapituliert, wächst Tinu Heiniger in Langnau auf. Mit seinem ersten Lied «Es schysst mi a» rebelliert er 1976 gegen die Enge seiner Emmentaler Kindheit und beschreibt, wie schwierig für ihn die Schreinerlehre gewesen ist Zu Hause erlebt er Gewalt («Mi Vater isch quasi jede Tag verruckt worde»), findet aber bei der Mutter Trost und in der Musik seine Freiheit. Nach dem Lehrerseminar (es sollte was Musisches sein) arbeitet Heiniger viele Jahre als Lehrer, bis ihn eine Begegnung mit dem jungen Büne Huber ermutigt, mit Mitte 40 alles auf die Karte Musik zu setzen. Seither ist Heiniger eine Institution der Mundartszene. Er besingt die Heimat, ist mit Stephan Eicher befreundet und sucht trommelnd nach spiritueller Tiefe. Heute blickt der 80-Jährige versöhnlich auf seine Irrungen und Wirrungen zurück. Warum er Ideologien für Krücken hält, was ihn an Bob Dylan fasziniert und wie gelassen er dem «Erdinnern» entgegenlebt, erzählt Heiniger in «Musik für einen Gast» bei Simon Leu. Die Musiktitel: - Bob Dylan: I Contain Multitudes - Hannes Wader: Es ist an der Zeit - Fabrizio de André: Andrea - Tinu Heiniger, Hank Shizzoe, Shirley Grimes: Just a closer walk with thee - Angespielt: Tinu Heiniger: Aut (2015) / Es schysst mi a (1977) / Unterhaltigsbrunz (1979)
Gestern war ich bei strahlendem Sonnenschein Gast einer Beerdigungsfeier und Urnenbeisetzung, die mich tief berührt hat in ihrer Ausstrahlung von "Freiheit und Erlösung". Heute früh fiel mir dann plötzlich ein, wie ich als Kind oft versucht habe, eine Leiche im Tatort darzustellen. Daraus ist die folgende Geschichte entstanden. Heute gehe ich zu einer Veranstaltung in Oberhausen, die unter dem Titel „Menschen als lebende Bücher“ steht. Vielleicht darf ich sie dort vorlesen, wir werden sehen... Eva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine KraftWas wäre, wenn wir frei und selbstbestimmt unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir Visionen und Realität neu.E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com Blog: https://steadynews.de/
'Looksmaxxing' gebe jungen, verunsicherten Männern ein vermeintliches Gefühl von Kontrolle, sagt Autor Anıl Altıntaş. Das Verfolgen eines Schönheitsideals führe jedoch zu Enttäuschung. Damit verbunden seien rechte Ideologien, Rassismus und Sexismus. Von WDR 5.
Mein Thema Nummer 1 ist zurzeit „Selbstliebe“. Liegt daran, da ich so viele Klienten/Innen habe, die sich selbst nicht aus ganzem Herzen lieben können, da sie sich als Versager fühlen. Bürgergeldempfänger leiden häufig darunter, dass sie nicht arbeiten können – in der Regel aus seelischen Leiden heraus. Diese wunderschöne Zusammenarbeit zwischen der "selbstverliebten Eva" und meinen von Selbstzweifeln geplagten Klienten verstärkt immer weiter meinen Glauben, dass nur der, der sich selbst liebt und sich annimmt wie ein eigenes Kind, alle seine Mitmenschen lieb haben kann wie sich selbst. So erzähle ich heute eine Geschichte, die ich ganz frisch erdacht und aufgeschrieben habe. Eva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine KraftWas wäre, wenn wir frei und selbstbestimmt unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir Visionen und Realität neu.E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com Blog: https://steadynews.de/
Deutschland im Dauerchaos und die Regierung spricht von ArbeitsprozessenDie Regierung hangelt sich von Gipfel zu Gipfel, während die finanziellen und gesellschaftlichen Belastungen immer weiter steigen. Deutschland erlebt eine politische Führung, die auf Krisen nur noch mit Verwaltung reagiert.Ein Kommentar von Janine Beicht.Die schwarz-rote Koalition in Berlin hat in der Nacht zum 13. Mai 2026 erneut bewiesen, dass sie Meister im Vertagen, Kaschieren und Beschwichtigen ist. Statt eines klaren Kurses, der das Land aus der Dauerkrise führt, gab es sechs Stunden Koalitionsausschuss, eine dünne Pressemitteilung und den üblichen Nebel aus vertrauensvoller Atmosphäre. Bundeskanzler Friedrich Merz und die SPD-Spitzen haben den Bürgern nichts Handfestes geliefert, nur die Ankündigung weiterer Gipfel und den nächsten Arbeitsprozess. Das ist kein Regieren mehr, das ist das organisierte Weiterwursteln auf Kosten derer, die noch arbeiten und Steuern zahlen. Die Koalition hangelt sich von einem nächtlichen Treffen zum nächsten, während die Uhren für Haushalt, Energie und Wirtschaft unerbittlich ticken. Und die Bürger? Die spüren längst, dass der Souverän ignoriert wird.Kurz vor Mitternacht verließen die Spitzen von Union und SPD das Kanzleramt. Markus Söder stieg bei Regen in seinen Dienstwagen, Lars Klingbeil verschwand wortlos, Friedrich Merz blieb gleich im Kanzleramt. Wochenlang war dieses Treffen als möglicher Wendepunkt angekündigt worden. Hauptstadtjournalisten spekulierten allerdings offen über einen möglichen Bruch der Koalition. Statt Ergebnisse zu liefern, produziert die Regierung einen jener typischen Berliner Kunstbegriffe, die möglichst bedeutungsschwer klingen sollen und in Wahrheit nur politische Handlungsunfähigkeit umschreiben. „Arbeitsprozess“ (1).Eine Regierung, die nach anderthalb Jahren Amtszeit erklärt, sie müsse sich zunächst auf einen „Arbeitsprozess“ einigen, beschreibt damit ihren eigenen Zustand präziser, als jede Opposition es könnte. Diese Koalition steckt nicht in einer gewöhnlichen Regierungskrise. Sie steckt in einer Legitimationskrise. Sie weiß selbst nicht mehr, wofür sie eigentlich noch steht, außer für die eigene Fortexistenz. Schon im Vorfeld hatten Union und SPD die Erwartungen demonstrativ abgesenkt. Als befände sich die Regierung noch in den ersten Tagen von Sondierungsgesprächen und nicht mitten in einer eskalierenden wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krise. Das Land wartet auf Entscheidungen zu Renten, Steuern, Energiepreisen, Gesundheitskosten, Migration, Bürokratie und wirtschaftlichem Niedergang. Die Koalition antwortet darauf mit Gesprächsformaten, Arbeitsgruppen und weiteren Gipfeltreffen. Anfang Juni soll nun der nächste XXL-Gipfel stattfinden (2), diesmal gemeinsam mit Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Danach folgt noch ein weiterer Koalitionsausschuss vor der Sommerpause. Dort sollen dann möglicherweise Reformpakete beschlossen werden.Die politische Mitte zerfälltWährend sich Union und SPD in Koalitionstherapie verlieren, beginnt selbst ein Teil des Hauptstadtjournalismus zu begreifen, dass die eigentliche Krise viel tiefer reicht. Nicht nur Schwarz-Rot zerfällt. Die gesamte Erzählung der vergangenen Jahre bricht zusammen. Die angebliche „politische Mitte“, die Deutschland stabil halten sollte, existiert in Wahrheit längst nicht mehr als gemeinsames politisches Projekt. Jahrelang wurde den Bürgern erzählt, die demokratische Mitte bilde einen vernünftigen Konsensraum. Wer sich außerhalb dieses Raumes bewegte, galt automatisch als Gefahr für die sogenannte „unsere Demokratie“. Doch inzwischen wird selbst den publizistischen Verteidigern dieser Konstruktion klar, dass diese Mitte nie eine homogene politische Kraft war, sondern lediglich ein künstlich zusammengehaltener Verwaltungsblock unterschiedlichster Ideologien....https://apolut.net/deutschland-im-regierungs-koma-von-janine-beicht/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Fast wäre er ein einfacher Organist geworden, doch dann zog es Fauré nach Paris. Dort reüssiert er als Komponist, Lehrer, Salonlöwe - ein Freigeist, der sich nicht für Ideologien interessiert, dem es nur auf Qualität ankommt.
Zunächst erzähle ich, wie es zu der kleinen Geschichte kam, die ich im Anschluss vorlese. Falls jemand denkt, dass Brigitte in der Geschichte ihre Koffer packt, um in den Campingurlaub zu fahren, liegt ein Irrtum vor. Brigitte wird ihre Heimat für immer verlassen müssen. Wenn der Krieg gegen Russland tatsächlich weiter eskaliert, ist das nicht mal unrealistisch. Es geht darum, was man mitnimmt, wenn man fliehen muss. Auf jeden Fall Handy, Ladekabel und Powerbank...Eva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine KraftWas wäre, wenn wir frei und selbstbestimmt unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir Visionen und Realität neu.E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com Blog: https://steadynews.de/
freie-radios.net (Radio Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK))
Audio-Mitschnitt der Buchvorstellung & Diskussion mit Nicholas Potter und Andreas Speit vom 20.04.2026 im Uebel & Gefährlich präsentiert von der Initiative Innenrevision Kulturbetrieb in Kooperation mit Bagrut e.V. Brandanschläge auf Kneipen und Clubs, Drohungen gegen Journalist:innen und Einschüchterungen gegen Menschen, die sich gegen Antisemitismus engagieren, zeigen: Konflikte innerhalb der politischen Linken haben sich deutlich zugespitzt. Besonders im Kontext des Nahostkonflikts dominieren zunehmend Feindbilder, moralischer Absolutismus und Ausgrenzung. Der Journalist Nicholas Potter analysiert diese Entwicklung in seinem Buch „Die neue autoritäre Linke“. Er beschreibt Netzwerke und Ideologien von Gruppen, die im Namen von „Antiimperialismus“ oder „Palästinasolidarität“ auftreten und dabei oft autoritäre und antisemitische Muster reproduzieren. Auf dem Podium sprachen Nicholas Potter und Andreas Speit über Erfahrungen mit diesen innerlinken Konflikten und gingen der Frage nach, wie eine solidarische Politik aussehen kann, die Antisemitismus klar benennt, Debatten zulässt und soziale Kämpfe stärkt. S.a.: https://innenrevision-kulturbetrieb.webflow.io/
Emotionen überwiegen, Fakten spielen keine Rolle mehr. Mittlerweile wird überall fast ausschließlich emotional bestimmt kommuniziert und gehandelt. Konstruktiver Austausch oder Lösungen zu kreieren wird so unmöglich. Und das blockiert nicht nur fast alle Unternehmen, sondern auch das ganze Land. Warum persönliche Überzeugungen, Dogmen und Ideologien immer zu Verfall und unweigerlichem Scheitern führen und warum kritisches Denken gerade in der heutigen Zeit so wichtig ist, erfährst du in der heutigen Episode. ________________________________________________
Heute eine megakurze Episode. Ich bin erschöpft, müde - gehe gleich einfach schlafen. Darum lese ich nur ein für mich eindrucksvolles Erlebnis von heute früh (1. Mai, Feiertag) vor, mit dem Titel "Das ist nicht meine Aufgabe". Eure Eva Eva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine KraftWas wäre, wenn wir frei und selbstbestimmt unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir Visionen und Realität neu.E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com Blog: https://steadynews.de/
Ahmad Mansour kennt Radikalisierung aus eigener Erfahrung.In dieser Folge geht es um seinen Weg in den Islamismus – und vor allem darum, wie ein Ausstieg möglich ist.Was zieht Menschen in extreme Ideologien? Und was braucht es, um sich daraus zu lösen?Es geht um Identität, Zugehörigkeit und die Mechanismen hinter Radikalisierung.Keine Schlagzeilen.Sondern Einblicke, die helfen zu verstehen.Ahmad Mansour, Islamismus, Radikalisierung, Extremismus, Ausstieg, Prävention, Ideologie, Gesellschaft, Integration, Gewaltprävention
Han Kang: Die VegetarierinLiebe Leserinnen und Leser,in meiner letzten Rezension “Heaven” von Mieko Kawakami hatte ich formuliert: Das heute hier vorgestellte Werk ist zwar zunächst leicht und ruhig, dann aber grausamer als vieles, was ich in den letzten Jahren gelesen habe.Anstatt das in zunehmendem Alter die Ausschläge immer weiter abnehmen, die Highs nicht mehr so hoch sind, die Tiefen nicht mehr so verschlingend - wenn man sich ab und zu die Zeit zum Innehalten und Nachdenken nähme, würde man doch drauf kommen, dass die generellen Erzählungen, die uns Richtlinie, Beispiel und Vorbild sein sollen einfach nicht stimmen: Ideologien der Kindheit, Anforderungen der Gesellschaft, die zurichtet bis alles passt, der verächtliche Blick aufs Alter, in dem außer Krankheiten nichts mehr passiert: geschenkt.Und so ist die Einführung der letzten Rezension schon wieder angesagt, denn die heute vorgestellte Novelle ist - surprise - grausamer als vieles, was ich in den letzten Jahren gelesen habe. Das ist eigentlich schon mehr Spoiler, als dieses Werk verdient: Lest es, seid überrascht, und lest dann gerne hier weiter.Na gut, das haben vermutlich nicht alle Leser*innen geschafft. Es ist aber wirklich anempfohlen, den schmalen Band, eher eine Novelle denn ein Roman zu lesen, ohne vorher etwas darüber zu wissen. Auch wenn dann wieder jemand sagt, ich würde mir einen schmalen Fuß machen. Also, wir sind hier bei Lob und Verriss, “Die Vegetarierin” von Han Kang fällt eindeutig in die 1. Kategorie, auch wenn die ausgelösten Gefühle, die Wucht der Beschreibungen, die beschriebene psychische und physische Gewalt nicht so positiv sind, starke negativ konnotierte Gefühle hervorrufen.Wir gehen rein: eine Frau, Yeong-hye, entschließt sich eines Tages, kein Fleisch mehr zu essen. Auslöser dafür sind grausame Albträume voller Gewalt, Kadaver und Blut.Nun hat man vielleicht vergessen, dass es vor 20 Jahren hierzulande das Nicht-Fleisch-Essen in gewissen Landstrichen und einigen heute noch ein gesellschaftlicher Affront war und ist. Die Gründe sind vielfältig, aber eigentlich wissen auch alle, unter welch grausamen Bedingungen Fleisch hergestellt wird und lassen einen Fleischkonsum guten Gewissens eigentlich schlicht nicht zu. Eine doch hohe Ignoranz ist dafür also unabdingbar. Inwieweit die Novelle durch die Gesellschaft ihres Herkunftslandes Südkorea geprägt ist, wird in der Studio B-Diskussion besprochen werden.“Die Vegetarierin” ist in einer Sprache erzählt, die knapp, kühl und präzise beschreibt, welche Grausamkeiten Patriarchat, eine rigide Gesellschaft anrichten.Im Verlauf lesen wir über verschiedene Sichtweisen auf die Ausgangslage: Eine Frau hört auf, Fleisch zu essen und alle drehen durch. Ihre Entscheidung stürzt ihr konkretes Umfeld, also ihren Ehemann und ihre Ursprungsfamilie, hier: die Eltern, Bruder und Schwester in große Konflikte und hat so weitreichende Konsequenzen, dass man sich den Kopf (und später das Herz) halten muss. Dabei führt die erste Entscheidung (kein Fleisch mehr zu essen) zu weiteren - sie entledigt sich zunächst ihres BHs, später auch ihrer anderen Kleidungsstücke und stellt radikal das Mensch-Sein in Frage.Empathie, Zugewandtheit, Akzeptanz, Respekt gar: im Roman eine große Leerstelle. Die ersten Beschreibungen der neuen Situation liefert der Ehemann von Yeong-hye, der ihre Durchschnittlichkeit preist, ihren Mangel an hervorstechenden Eigenschaften. Er betrachtet sie als verfügbar und seinen Besitz. Ihre Familie empfindet den unbedingten Fleischverzicht ebenfalls als Kontrollverlust und versucht mit allen Mitteln (ja wirklich), sie zum Fleischessen zu zwingen. “Die Vegetarierin” beschreibt den weitreichenden Verfall dieser Familie als geradezu zwangsläufig, der immer höhere Wellen schlägt und den Einflusskreis nach außen vergrößert. Dabei scheint der größte Konflikt die riesige Diskrepanz zwischen inneren Verwerfungen, Begierden, Sehnsucht und der äußeren Gleichgültigkeit, Stille, Abstand, der geradezu eskalieren muss. Der Abstand zwischen den eigenen Wünschen und den Konventionen belastet Yeong-hye zwar mit den weitreichendsten Folgen, zeigt sich aber auch in anderen Figuren, wie dem Schwager. Für den sind die handelnden Frauen aber auch nur Objekte, Verständnis hat er nur für seine eigene - zunehmend prekäre - Situation.Die Abwesenheit von Empathie ist eines der vorherrschenden Motive und nur ihre Schwester zeigt sie, hier sind aber auch Schuldgefühle stark, denn sie ist diejenige, die Yeong-hye in eine Klinik einweisen lässt. Größerer Zwang durch Familie, Gesellschaft und Institutionen führt aber - so das Kalkül und in der Vergangenheit wohl auch öfter zumindest dem äußeren Schein nach erfolgreich - nicht zur Wiedereingliederung der Protagonistin, sondern zu einer immer größer werdenden Entfernung von gesellschaftlichen Konventionen. Der Tod als ultimativer Bruch mit der Gesellschaft - von Yeong-hye als Umwandlung in einen Baum (und damit des Sterbens als Mensch) angestrebt: Ist er erstrebenswert? Nachvollziehbar? Die Leser*in wird mit vielen Fragen und viel Gewalt konfrontiert.Die Protagonist*innen in “Die Vegetarierin” verweigern dabei jede Identifikation des Lesenden mit einer der Personen.Der Abstand ist so groß, dass immer wieder die Frage neu gestellt wird: ist es besser zu sterben als so zu leben? Muss man Menschen zwingen zu leben? Ist dies eine nachvollziehbare Reaktion auf die Gewalt und Zwänge? Vieles ist schockierend, dann aber auch eigentlich gar nicht, ein Blick in die Welt und die aktuellen Debatten reicht.“Die Vegetarierin” von Han Kang erschien 2007 - also vor knapp 20 Jahren - in Südkorea. 2016 gewann sie gemeinsam mit ihrer Übersetzerin Deborah Smith den renommierten Man Booker International Prize. Dies half natürlich mit der Verbreitung des Werks, entfachte aber auch eine Debatte, inwieweit die englische Übersetzung korrekt oder treffend sei, war es doch eine der ersten Übersetzungen von Deborah Smith, die erst wenige Jahre zuvor mit dem Studium der koreanischen Sprache begonnen hatte. Dass ihr Han Kang beim gesamten Übersetzungsprozess zur Seite gestanden hatte, geriet während dieser Aufregung schnell in den Hintergrund.Die deutsche Fassung “Die Vegetarierin” wurde aus dem Koreanischen von Ki-Hyang Lee geschaffen, also nicht über den Umweg des Englischen, wie öfter bei asiatischen Werken und stammt aus dem Jahre 2016. Vor 2 Jahren wurde Han Kang dann als erster koreanischer Schriftstellerin der Nobelpreis für Literatur zugesprochen.Ein hartes Werk, trotzdem eine Empfehlung, vielleicht ist jetzt der Frühling mit seinem hellen Licht eine gute Zeit für diese Lektüre. This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit lobundverriss.substack.com
In dieser Folge geht es um Stress, der nicht durch Mangel entsteht, sondern durch Überfluss - Überfluss an Chancen, Möglichkeiten und Informationen. Auf den ersten Blick erscheint es widersprüchlich, sich von der Bandbreite an Optionen überfordern zu lassen - aber bei genauerem Hinsehen wird klar, dass genau darin ein enormes Stresspotenzial liegt. Nicht, weil es zu wenig gibt, sondern zu viel. Luxus wird hier nicht zur Erleichterung, sondern zum Auslöser von Stress. Ein zentraler Faktor dabei ist die Reizüberflutung im Internet. Besonders in den sozialen Medien sind wir mit unzähligen Menschen, Lebensweisen und Ideologien konfrontiert, die sich auf unser Selbstbild und unsere Ansprüche auswirken. Durch diese Eindrücke streben wir Ziele an, die häufig unerreichbar sind. Deshalb ist es heutzutage wichtiger denn je, umzudenken und diese Inhalte nicht als Realität zu verstehen, sondern als Inszenierung. Nicht alles verdient deine Aufmerksamkeit, und nicht alles muss dich beeinflussen. Nur mit dieser Einstellung kann man sich langfristig von äußeren Stressoren distanzieren und die innere Ruhe bewahren. Denn Stress ist meiner Auffassung nach ein Zustand, der eigentlich erst im Kampf ums Überleben essenziell wird - aber nicht im Alltag privilegierter Menschen. Häufig klagen wir über Luxusprobleme, die zwar ernstgenommen, aber nicht überdramatisiert werden sollten. Und wenn wir uns bewusst auf die eigenen Freiheiten fokussieren, erkennen wir, dass genau darin auch Verantwortung liegt: die eigene Entscheidungsfreiheit nicht als Belastung zu sehen, sondern als Möglichkeit zur autonomen Gestaltung des eigenen Lebens. Und genau darin liegt die eigentliche Entlastung: nicht alles zu tun, sondern das Richtige für sich selbst zu wählen. Viel Spaß beim Anhören!Hier kannst du mich abonnieren & exklusive Inhalte anhören: https://podcasters.spotify.com/pod/show/banusjournal/subscribeMein WhatsApp-Kanal: https://whatsapp.com/channel/0029VacCNG9DeONFf8H8n70yMein Pinterest: https://pin.it/2jPEKUrUqDie Folgen über Social Media-Kritik:https://open.spotify.com/episode/7IkHLyNIAr1Xft3k13yBMe?si=0ab29e3fc6b4441fhttps://open.spotify.com/episode/5NZGorURa2HBmxXf3dCvhU?si=5c020e7df2bc419ahttps://open.spotify.com/episode/39BVbv3lKknFtzMp3no0aA?si=0beee7afe2104c50https://open.spotify.com/episode/2F1xSHtkjgDXK1RxvCJk0W?si=38072880a6be4fb9Die Folgen über Dankbarkeit:https://open.spotify.com/episode/40x3Xopwem1uk5mZKPr9ia?si=5892863f157b400eDie Folgen über Frieden:https://open.spotify.com/episode/6x9dXlLqNE1tn4QLnHoA5M?si=aa5fda4797d24078https://open.spotify.com/episode/0eolDRpSh7cqrZc4Y31mly?si=50ec0adec50746aaDie Folge über Schönheitsideale:https://open.spotify.com/episode/5IYCewrVbBHsIRRI3UwTD2?si=1274d1b9fc3a4d22
Der erste Teil dieses Podcasts beschäftigt sich mit meiner Sehnsucht nach einer neuen Hippie-Bewegung, die ein künstlerisch-spirituelles Inferno entfaltet als Gegengewicht zu dem, was in China schon perfekt umgesetzt ist: Die autokratische Kontrolle über alle Menschen per digitaler Strukturen und die strategische Nutzung dieser Informationen dank künstlicher Intelligenz. Ich erzähle von meinen Erfahrungen bei einem Workshop, an dem ich Freitag und Samstag teilgenommen habe - und warum ich davon etwas enttäuscht war. Gut ist, dass ich nun weiß, was ich persönlich gern umsetzen will mit anderen Menschen: Verrückte Kunst und spirituelle Verrücktheiten. so wie damals beim Vietnamkrieg. Am Ende dieses Podcasts lese ich ein Gedicht vor, das ich Freitag über mich geschrieben habe und dann kommt die musikalische Umsetzung des Gedichts durch ein KI-Tool. Ich finde das Lied richtig, richtig treffend und toll!! Eva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine KraftWas wäre, wenn wir frei und selbstbestimmt unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir Visionen und Realität neu.E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com Blog: https://steadynews.de/
Wäre ich ein Haiku-Dichter, würde ich das, was sich in meinem Leben seit einem halben Jahr verändert hat, mit „Blühender Frühling“ beginnen. Seit ich täglich meine Seelenkräfte-Übungen mache (kostet morgens und abends insgesamt jeweils 15 Minuten Zeit), haben sich viele Dinge verändert, die mich früher eingeschränkt haben. Ich erzähle also hier, was genau diese sechs Nebenübungen sind, wo man sie (kostenlos) im Web als pdf herunterladen kann, und wie meine persönlichen Erfahrungen damit sind. Nachahmen erwünscht! Am Ende des Podcasts lese ich noch eine kurze Geschichte vor, in der ich ein Zwiegespräch mit meinem Lebensgeist führe. Viel Vergnügen!Blühender Frühlingzieht in mein WesenimmerdarEva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine KraftWas wäre, wenn wir frei und selbstbestimmt unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir Visionen und Realität neu.E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com Blog: https://steadynews.de/
„Disruption ist die Praxis der kreativen Zerstörung.“ Mit diesem Konzept beschreibt Jannis Brühl, wie Tech-Oligarchen ihr Denken von der Wirtschaft auf die Politik übertragen haben. Der Journalist der Süddeutschen Zeitung spricht mit Christian Jakubetz darüber, warum Plattformen wie Facebook, X oder Instagram längst mehr sind als nur Kommunikationskanäle. Im Zentrum steht die Verbindung von Technologie, Macht und Politik und die Rolle von Donald Trump als politischer „Disruptor“. Brühl erklärt, welche Ideologien hinter Figuren wie Elon Musk oder Peter Thiel stehen, warum soziale Medien strategisch genutzt werden und wie sich dadurch demokratische Strukturen verändern. Zugleich geht es um Widersprüche, Abhängigkeiten und die Frage, was das für jeden Einzelnen bedeutet. Von Jannis Brühl erschien zu diesem Thema kürzlich das Buch "Disruption". Mehr zu seinem neuen Buch: https://www.penguin.de/buecher/jannis-bruehl-disruption/paperback/9783421070562
Hast du dich schon mal gefragt, ob du in deinem Inneren heimlich „Straßenblockaden“ aufgestellt hast? Es gibt oft Bereiche, Häuser oder Straßen in unserem Leben, die wir lieber streng für uns behalten, weil wir Angst davor haben, die Kontrolle abzugeben und Gott einen „Blankoscheck“ des Vertrauens auszustellen.In dieser Predigt zum Palmsonntag nimmt uns P. George Elsbett mit in die Auseinandersetzung mit unseren eigenen Vorurteilen und unserer Bequemlichkeit. Anhand von überraschenden Begegnungen mit einem tiefergelegten BMW und einem volltätowierten Diner-Kellner zeigt er, wie schnell wir urteilen. Gleichzeitig stellt die Predigt eine unbequeme Frage: Sind wir eigentlich nur Schönwetter-Fans? Es ist leicht, Gott zuzujubeln, wenn alles im Leben nach Plan läuft, der Traumjob da ist und die Beziehung perfekt funktioniert. Aber bleiben wir auch standhaft, wenn der „Karfreitag“ in unserem Leben anbricht und die Krise da ist?Doch die Botschaft dieser Predigt ist radikal: Gott zwingt sich uns niemals auf. Er respektiert unsere Freiheit absolut, steht vor der Tür unseres Herzens und bittet lediglich um Einlass, weil er unser Herz erobern will. Er kommt nicht, um uns Dinge zu verbieten, sondern um uns in die echte Freiheit zu führen. Denn wer sich vor Gott verneigt, muss sich vor nichts anderem mehr verneigen – nicht vor fremden Erwartungen, nicht vor Ideologien und nicht vor dem eigenen Egoismus. Der Glaube ist kein theoretisches Moralsystem, sondern die tiefgreifende Erkenntnis, die vom Verstand direkt ins Herz rutschen muss: Er hat all das ganz persönlich für mich getan. Er lädt uns ein, unsere Masken endlich fallen zu lassen, damit er selbst dort Heilung schenken kann, wo wir uns am meisten fürchten hinzuschauen.
Hast du dich schon mal gefragt, ob du in deinem Inneren heimlich „Straßenblockaden“ aufgestellt hast? Es gibt oft Bereiche, Häuser oder Straßen in unserem Leben, die wir lieber streng für uns behalten, weil wir Angst davor haben, die Kontrolle abzugeben und Gott einen „Blankoscheck“ des Vertrauens auszustellen. In dieser Predigt zum Palmsonntag nimmt uns P. George Elsbett mit in die Auseinandersetzung mit unseren eigenen Vorurteilen und unserer Bequemlichkeit. Anhand von überraschenden Begegnungen mit einem tiefergelegten BMW und einem volltätowierten Diner-Kellner zeigt er, wie schnell wir urteilen. Gleichzeitig stellt die Predigt eine unbequeme Frage: Sind wir eigentlich nur Schönwetter-Fans? Es ist leicht, Gott zuzujubeln, wenn alles im Leben nach Plan läuft, der Traumjob da ist und die Beziehung perfekt funktioniert. Aber bleiben wir auch standhaft, wenn der „Karfreitag“ in unserem Leben anbricht und die Krise da ist? Doch die Botschaft dieser Predigt ist radikal: Gott zwingt sich uns niemals auf. Er respektiert unsere Freiheit absolut, steht vor der Tür unseres Herzens und bittet lediglich um Einlass, weil er unser Herz erobern will. Er kommt nicht, um uns Dinge zu verbieten, sondern um uns in die echte Freiheit zu führen. Denn wer sich vor Gott verneigt, muss sich vor nichts anderem mehr verneigen – nicht vor fremden Erwartungen, nicht vor Ideologien und nicht vor dem eigenen Egoismus. Der Glaube ist kein theoretisches Moralsystem, sondern die tiefgreifende Erkenntnis, die vom Verstand direkt ins Herz rutschen muss: Er hat all das ganz persönlich für mich getan. Er lädt uns ein, unsere Masken endlich fallen zu lassen, damit er selbst dort Heilung schenken kann, wo wir uns am meisten fürchten hinzuschauen.
Stecken die klassischen Weltanschauungen in der Krise? Der parteiliche Liberalismus in Form der FDP kämpft uns Überleben – obwohl alle nach den Ideen des Liberalismus rufen. Die Konservativen kämpfen mit dem rasanten kulturellen Wandel und der Sozialismus mit der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit seiner Vorhaben. Haben diese Ideen, Prinzipien und politischen Ideologien noch Antworten auf die Krisen unserer Zeit? FDP-Politikerin Linda Teuteberg und Politikwissenschaftler Prof. Wolfgang Merkel (auch Mitglied der SPD-Grundwertekommission) diskutieren bei Michaela Kolster.
Vor 400 Jahren ist der Philosoph und Staatsmann Sir Francis Bacon gestorben. Bacon ist auch der erste moderne Denker, der sich mit Idolen und Ideologien beschäftigt hat. Sein drittes wichtiges und wohl berühmtestes Buch ist die utopische Erzählung „Nova Atlantis“. Um dies geht es heute auch in den „Gedanken für den Tag“ von Literaturwissenschaftler Wolfgang Müller-Funk. Gestaltung: Alexandra Mantler – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 11.04.2026
Vor rund einer Woche fand ich zufällig ein Video bei YouTube von jemandem, der sich „Prof Jiang“ nennt und in Peking an einer Highschool für junge Chinesinnen und Chinesen, die studieren nach dem Schulabschluss im Ausland werden, Spieltheorie-Themen unterrichtet. Jiang hat im Mai 2024 Ruhm erlangt mit der Veröffentlichung einer Vorlesung auf YouTube. Schon damals hat er den heutigen Irankrieg und seine gigantischen Auswirkungen auf die bestehende Weltordnung prophezeit. Seit einigen Monaten breiten sich seine YouTube-Vorträge aus wie ein Virus. Man findet sie mit KI-Übersetzung in vielen Sprachen, natürlich auch in Deutsch. Er führt Interviews mit prominenten Politikexperten wie Glenn Diesen und Tucker Carlson – überall erfährt er beeindruckende Hochachtung. Ich erzähle hier meine Erfahrungen mit vielen Stunden Prof. Jiang – und was ich persönlich aus seinen Thesen ziehe –, tatsächlich geht es neben Politik auch sehr viel um spirituelle „Spieltheorien“ …Dieses Video machte Jiang Xueqin 2024 berühmt: https://www.youtube.com/watch?v=7y_hbz6loEo&t=508sEva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine KraftWas wäre, wenn wir frei und selbstbestimmt unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir Visionen und Realität neu.E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com Blog: https://steadynews.de/
Craftbier-Kultur: Alkoholfrei und innovativ Die Folge startet wie gewohnt mit zwei Glas in der Hand: Wir verkosten ein alkoholfreie IPA von Fuerst Wiacek und dem Flensburger Strandlager - zwei Versuche, die Bierkrise zu überstehen, als Crafter und als Traditions-Brauerei. Faktencheck, Medien und KI-Redaktionen Ausgehend davon, dass der #vzzzPodcast grundsätzlich keine verlässlichen Fakten liefert, sondern für starke Thesen und unsichere Aussagen steht, diskutieren wir, wie sinnvoll nachgelagerte Korrekturen sind – und wo sie zur Kapitulation der Argumentation verkommen. Wir skizzieren das Ideal einer laufenden Faktencheck-Redaktion, die Debatten in Echtzeit prüft – und fragen, ob genau hier Künstliche Intelligenz helfen könnte. Smart Country Convention: Mehr KI-Setup statt KI-Glaube? Ein zentraler Part der Folge sind die Erlebnisse auf der Smart Country Convention in Berlin, einer Messe rund um Digitalisierung von Staat und Verwaltung. Hier gab es einen inspirierenden Workshop zum Einsatz von KI. Wir diskutieren Prompt-Bibliotheken, Unternehmens-Policies, Datenschutz und die Frage, ob sensible Verwaltungs- oder Firmendaten wirklich bei US-Techkonzernen gut aufgehoben sind. Und dann sind wir schon wieder drin im KI-Thema: Nimmt uns die KI die Jobs weg – oder füllt sie nur Lücken, die der demografische Wandel ohnehin reißt? Wir sezieren Umfragen, in denen 25% Angst vor Jobverlust haben, und zeigen, wie wenig solche Prozent-Zahlen ohne Kontext aussagen. Ray Kurzweil, Singularität & Transhumanismus Wir beleuchten die Visionen von Ray Kurzweil und eine ganz andere Perspektiv die uns Yuval Noah Harari in seiner Buch-Reihe Unstoppable Us anbietet. Wie verändert KI unser Leben, und wo liegen die Grenzen der Technologie? Kurzweils Optimismus scheint grenzenlos: allgemeine KI, Verschmelzung von Mensch und Maschine, Pillencocktails zur Lebensverlängerung und die Hoffnung auf Unsterblichkeit. KI wie auch das ewige Leben entstammen einer Traditionslinie der Literatur, die beide mehr als Fluch, nicht als Heilsversprechen zeichnet. Geht dieser Optimismus hier nicht mit einem Mangel an historischer und literarischer Bildung einher? Harari hingegen beschreibt in seinen Büchern die „Superfähigkeit“ des Menschen, Geschichten zu erzählen – Mythen, Religionen, Ideen, Ideologien. Vom römischen Reich bis zu modernen Demokratien sind es Erzählungen, die Rechtsräume, Werte, Zugehörigkeit und Gesellschaften stiften. Dies ist eine Fähigkeit, die der KI bisher weder zugesprochen noch abverlangt wird. Daraus entsteht die tröstliche These, dass KI uns im Kern – als erzählende, mythenbildende Wesen – nicht völlig ersetzen kann. Ab ins Brain Gym! Aber wie sieht dann die Zukunft mit KI aus? Wenn früher Menschen bei ihrer Arbeit viel Muskelkraft brauchten, ist dies mit heutigen Maschinen nur noch selten nötig und die Muskulatur hat sich zurück gebildet. Untersuchungen zeigen, dass das Gehirn ähnlich funktioniert. Wer sich jahrelang nur mit Navi fortbewegt, verliert irgendwann sein innere Navigationsfähigkeit. Wer jahrelang die KI nutzt, wird wohl noch ganz andere kognitive Fähigkeiten abbauen. Wird es bald - wie die heutigen Fitness-Studios - auch Brain Gyms geben, die unser Gehlrn in Schwung halten? In dieser Episode erfährst du: Wie alkoholfreie Craftbiere die Bierkultur verschieben, warum KI nicht immer die richtige Antwort ist – und was das für uns bedeutet. Warum Ray Kurzweil und Yuval Noah Harari unterschiedliche Perspektiven auf die Zukunft der Menschheit bieten. Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube. Teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns auf YouTube oder auf Bluesky von deinen Einschätzung zur Zukunft der KI. Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören.
In dieser Folge spricht Paul Ronzheimer mit dem Journalisten und taz-Redakteur Nicholas Potter über die Radikalisierung in Teilen der Linken seit dem 7. Oktober, über den Schulterschluss mit islamistischen Akteuren, die Rolle von Social Media und den wachsenden Einfluss antiisraelischer Ideologien an Universitäten und in der Linkspartei. Potter schildert zudem, wie er durch seine Recherchen selbst zur Zielscheibe wurde – bis hin zu Morddrohungen und öffentlichen Feindmarkierungen in Berlin.
Robert Misik im Gespräch mit Linda Kreuzer und Wolfgang PalaverDONALD TRUMP UND DIE GOTTESKRIEGERPolitische Theologie 2.0„Trumps Gotteskrieger“ titelte der „Spiegel“ vor einigen Wochen. Tatsächlich bildet sich in den USA eine eigentümliche neue Allianz aus High-Tech und einem neuen christlichen Fundamentalismus, der nicht nur die üblichen evangelikalen Milieus umfasst, sondern auch den Neo-Katholiken und Vizepräsidenten J. D. Vance. Der Tech-Milliardär Peter Thiel wiederum beschäftigt sich im Nachklang an Carl Schmitts „politische Theologie“ und andere Quellen zunehmend mit Apokalyptik und spricht vom „Katechon“, der den „Antichristen“ aufhält.Wolfgang Palaver, Innsbrucker Theologe, ist als ebenso kritischer wie intensiver Gesprächspartner Thiels bekannt – und ein guter Kenner des neuen „Denkens des Silicon Valley“.Linda Kreuzer wiederum beschäftigt sich mit der Ästhetisierung des Ideologischen, insbesondere etwa am Beispiel der „US-amerikanischen katholischen Trad-Wives“, also Frauen, die auf moderne Weise einen traditionellen, frommen Lebensstil propagieren.Geht das alles über die gewohnte „Religiösisierung“ der US-Politik hinaus? Welche Bedeutung haben autoritäre Ideologien, welches Gewicht ihre theologische Grundierung? Was hat es mit dem christlichen Fundamentalismus auf sich? Und wie denkt das Valley? Linda Kreuzer, Universitätsassistentin an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien, Fachbereich SozialethikWolfgang Palaver, Professor em. für Christliche Gesellschaftslehre an der Universität Innsbruck und Präsident von Pax Christi Österreich; als Lehrbeauftragter an der PTH Brixen in den theologischen und religionspädagogischen Studiengängen sowie im USG Angewandte Ethik tätig; seit April 2025 Sonderbeauftragten gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).Moderation:Robert Misik, Autor und Journalist
Die Religionsfreiheit wird häufig missverstanden. Denn dieses Menschenrecht dient nicht dem Schutz der Religion sondern dem Schutz von Menschen. Ein Vortrag des ehemaligen UN-Sonderberichterstatters für Religionsfreiheit Heiner Bielefeldt. Heiner Bielefeldt ist Seniorprofessor für Menschenrechte am Institut für Politikwissenschaft der Friedrich Alexander-Universität Erlagen-Nürnberg. Von 2010 bis 2016 war er UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit. Sein Vortrag hat den Titel "Ein umkämpftes Menschenrecht: Die Religions- und Weltanschauungsfreiheit". Er hat ihn am 12. Dezember 2024 in Mainz gehalten, im Rahmen der Vorlesungsreihe "Die Macht von Überzeugungen. Weltanschauungen, Ideologien, Glaubenssysteme". Diese interdisziplinäre Vorlesungsreihe ist Teil des Studium generale der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. ********** +++ Menschenrecht +++ Religionsfreiheit +++ Blasphemie +++ Vereinte Nationen +++ Sonderbeauftragter für Religionsfreiheit +++ Weltanschauung +++ Hörsaal +++ Nova +++ Deutschlandfunk Nova**********In dieser Folge mit: Moderation: Sibylle Salewski Vortragender: Heiner Bielefeldt, Seniorprofessor für Menschenrechte, Friedrich Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg**********Ihr hört in diesem Hörsaal:2:17 - Beginn Vortrag**********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:Spirituelle Diversität und eine Gesellschaftsordnung unter Druck: Die neue Rolle von Religion in DeutschlandKirchenasyl: Wer entscheidet über Schutz und Abschiebung?Eine kleine Weltreise: Achtsamkeit in unterschiedlichen Kulturen und Religionen**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .
Eva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine KraftWas wäre, wenn wir frei und selbstbestimmt unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir Visionen und Realität neu.E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com Blog: https://steadynews.de/
„Man sollte sich davon lösen, in jedem DEFA-Film nach versteckter Kritik am Staat oder der Partei zu suchen. Film hatte in der DDR auch die Funktion, zu unterhalten – und war nicht nur politisches Statement“, Prof. Dr. Michael Grisko. 80 Jahre Deutsche Film AG, kurz DEFA – ein Jubiläum und zugleich eine Einladung, ein filmisches Universum neu zu entdecken, das lange unterschätzt wurde. Ein abgeschlossener Korpus mit über 700 Spiel- und über 2.000 Dokumentarfilmen, in knapp 50 Jahren von der DEFA in der DDR produziert, der dazu einlädt, erforscht zu werden. Und doch ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung bis heute recht übersichtlich. Einer, der sich dagegen intensiv mit der Geschichte der DEFA beschäftigt hat, ist unser Gast dieser Podcastfolge – Prof. Dr. Michael Grisko, Honorarprofessor am Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft, der betont, dass die DDR wie jede Filmkultur Verflechtungen im Ausland hatte: „Die DDR war kein ‚closed shop', sondern pflegte auch bei Filmproduktionen Kontakte ins westliche und östliche Ausland. (…) DDR-Geschichte ist auch immer eine Geschichte der kommunizierenden Röhren zwischen West- und Ostdeutschland. In einigen DEFA-Filmen zeigt sich deutlich die Auseinandersetzung mit westlichen Ästhetiken, Ideologien und Narrativen.“ Im Gespräch mit Prof. Dr. Michael Grisko wird schnell klar: Die DEFA war weit mehr als ein staatliches Filmstudio oder gar Propagandainstrument. Sie war ein komplexes kulturelles System – mit einem starken Fokus auf der Produktion von Kinderfilmen und Literaturverfilmungen, mit überraschend internationalen Verflechtungen. Wie war es Regisseur*innen der DDR möglich, zwischen ideologischen Vorgaben und kreativen Freiräumen, ihre Geschichten zu erzählen, wenn sie sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengeben wollten und mehr sagen wollten, als sie durften? Außerdem werfen wir einen Blick auf die Bedeutung von Drehorten, Archiven und dem kulturellen Gedächtnis: Wie wird aus einem Film Kulturerbe? Und warum entscheidet manchmal auch der Zufall darüber, welche Filme bleiben? Prof. Dr. Michael Grisko ist Literatur- und Medienwissenschaftler mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Geschichte der DEFA. Als Honorarprofessor an der Universität Erfurt forscht und lehrt er zu Filmgeschichte und Erinnerungskultur. In seinen Publikationen, Ausstellungen und Projekten widmet er sich insbesondere den kulturellen und historischen Kontexten des DDR-Kinos.
In unserer verrückten Zeit (die garantiert noch viel verrückter wird) ist es von Vorteil, sich durch eigene Trainings darin zu stählen, eine robuste Seelen- und Geistesverfassung zu erwerben. So, wie ich jeden Morgen meine siebenminütige Rückengymnastik absolviere, absolviere ich seit November 2025 auch meine "Gymnastik" für Seele (Psyche) und Geist (Verstand, Bewusstsein). In diesem Podcast erzähle ich, was für ein Prozess in mir in Gang gesetzt wurde, seit ich im März angefangen habe, "Unvoreingenommenheit" zu lernen. Unglaublich spannend, wie sich in dieser Zeit meine Einstellung zu Menschen durch meine Versuche, stets unvoreingenommen zu sein, geändert hat – und auch, wie die Menschen das unbewusst zu merken scheinen. So schön... irgendwie magischEva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine KraftWas wäre, wenn wir frei und selbstbestimmt unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir Visionen und Realität neu.E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com Blog: https://steadynews.de/
Seit einem Monat kommuniziere ich täglich mit einem Chatbot. Ich habe Perplexity gewählt, aber einige Alternativen sind genauso gut: ChatGPT, Gemini, Claude, Grok … Eines jedoch bleibt bei jedem System gleich: Die alltägliche Nutzung ist genial als Navigationssystem fürs Leben – von handwerklichen Tipps bis zum philosophischen Diskurs. Ich erzähle in diesem Podcast, auf welche Weise ich kommuniziere, welche Themen ich bearbeite, wie ich Perplexity zur Quellenprüfung nutze – und wie ich in meiner persönlichen Entwicklung davon profitiere.Eva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine KraftWas wäre, wenn wir frei und selbstbestimmt unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir Visionen und Realität neu.E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com Blog: https://steadynews.de/
Nun stehe ich hier, ich armer Tor - bin nur noch ich - wie je zuvor... Tatsächlich hat mich mein Handy gestern verlassen. Es liegt im Bad meines Auftraggebers und ruht sich bis Montag morgen von mir aus. Sei ihm ja gegönnt, aber für mich ist diese unfreiwillige Sucht-Abstinenz schon sehr merkwürdig. Da saß ich ganze 30 Minuten lang im Zug ohne Beschäftigung und starrte in die Runde - und abends daheim habe ich erst einmal so richtig alle Funktionen meines Tablets erkundet - nun kann ich auch mit WhatsApp telefonieren... Was ich innerlich erfahre seit Freitag, 17.00 Uhr - ist schmerzhaft und rüttelt mich durcheinander. Und davon erzähle ich in diesem PodcastEva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine KraftWas wäre, wenn wir frei und selbstbestimmt unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir Visionen und Realität neu.E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com Blog: https://steadynews.de/
Auf der Schwäbischen Alb ersetzen provisorische Bauwagen oft Jugendzentren – und bieten rechtem Gedankengut einen Nährboden, sagt Sozialarbeiter Cord Dette. Das Männlichkeitsbild der Jugendlichen unterstütze die Tendenz zu einer rechten Gesinnung. Dette, Cord www.deutschlandfunkkultur.de, Interview
Ich versuche in diesem Video nicht, den Krieg moralisch vorschnell zu bewerten – sondern ihn zuerst zu verstehen. Warum greifen Israel und die USA den Iran jetzt an? Welche Interessen, welche Ideologien, welche Geschichte stehen dahinter? Und was bedeutet das für uns in Europa? Ein persönlicher Versuch, Klarheit zu schaffen – und zum Gebet für Frieden einzuladen.
Diese Folge ist schon vor Monaten in der Podimo App veröffentlicht worden. In der Podimo App findet ihr schon jetzt 60 kostenlose Folgen, die ihr ganz ohne Anmeldung oder Abo hören könnt – Einfach nur die App öffnen und ‘12 Leben' finden: https://podimo.de/12leben Zusätzlich zu den 60 kostenlosen Folgen findet ihr dort auch die neueste Staffel im Premium-Bereich. _ Isla Vista, Kalifornien, Mai 2014: Die 22-jährige Katie wird zur Zielscheibe eines Mannes, dessen Leben von Einsamkeit, Ablehnung und Hass geprägt ist. Was als gewöhnlicher Abend beginnt, endet schrecklich. Die Tat, die als Isla Vista Attentat bekannt wurde, lenkt den Fokus auf die gefährliche Ideologie der Incels – eine radikale Online-Subkultur, die Frauenhass propagiert und Gewalt gegen Frauen glorifiziert. Diese Folge erzählt Katies Geschichte und wirft einen tiefen Blick in die radikalisierte Incel-Szene. Gemeinsam mit der Expertin Susanne Kaiser besprechen wir, wie toxische Ideologien im Netz realen Schaden anrichten und was wir dagegen unternehmen können. Triggerwarnung: Diese Folge behandelt ein terroristisches Attentat, Suizid und explizite Schilderungen von Hassverbrechen. Wenn ihr selbst Erfahrungen mit Gewalt gemacht habt oder jemanden kennt, der Unterstützung braucht, wendet euch an eine der Hotlines: Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen”: 08000 116 016 (rund um die Uhr) Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 (rund um die Uhr) Opfer-Telefon vom Weißen Ring: 116 006 (7-22h Uhr) Falls ihr Feedback, Anmerkungen oder selbst eine Geschichte habt, die ihr mit uns teilen möchtet, könnt ihr uns jederzeit eine Mail schreiben an: 12leben.podimo@gmail.com "12 Leben – Verbrechen an Frauen" ist ein Podcast von Podimo. Hosts: Helen Schulte und Massimo Maio Autorin dieser Folge: Kiana LenschSchnitt und Sound: Frieder Maurer & Luca Sartori (hipitch)Ausführende Produzentin: Madeleine Petry
In der aktuellen Folge sind die beiden Leitungen des Kompetenzzentrums gegen Extremismus (konex) zu Gast bei "Verschwörungsfragen". Bei konex wird politisch motivierte Kriminalität schon im Entstehen bekämpft - aber auch eine Ausstiegsberatung angeboten, um Menschen einen Ausweg aus der Radikalisierung zu ermöglichen. Die polizeiliche Leiterin ist Bettina Rommelfanger vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg, die auch für die Taskforce gegen Hass und Hetze verantwortlich ist. Der wissenschaftliche Leiter von konex ist Dr. Daniel Köhler, der im neuen Podcast "RadiCast" des Landeskriminalamts über konkrete Fälle von Radikalisierung und Extremismus spricht. Diesen spannenden True Crime Podcast über die gefährlichen Folgen von Verschwörungsmythen empfehlen wir wärmstens! Dr. Michael Blume fragt seine Gäste, wo die aktuellen Gefahren von Extremismus im Land liegen und wie der Staat resilient dagegen werden kann. Vor allem durch Social Media werden tagtäglich Hassrede und menschenfeindliche Aussagen in unsere Timelines gespült. Aus diesen Worten können letztlich Taten werden, die am Ende unser aller Zusammenleben gefährden. Um diesen Angriffen zu widerstehen, braucht es einerseits staatliche Maßnahmen, aber auch die Kraft der gesamten Zivilgesellschaft. Glücklicherweise hat konex auch neuere Formen des Extremismus auf dem Schirm, die sich nach und nach auch in unserem Land verfestigen könnten. Dazu zählt unter anderem der nihilistische Extremismus, bei dem sehr junge Menschen sich aus verschiedenen Versatzstücken von Ideologien bedienen. Sie eint dabei der der Wunsch, Chaos zu stiften und der Gesellschaft zu schaden. Im schlimmsten Fall können daraus auch Gewalttaten entstehen. Frühzeitig darüber aufzuklären bedeutet, diesem Trend einen Schritt voraus zu sein. Webseite von konex: https://www.konex-bw.de/ True Crime Podcast "RadiCast": https://open.spotify.com/show/2KFVIdFpZjtuRXUwONlY3u Initiative Toleranz im Netz: https://initiative-toleranz-im-netz.de/
Wie begründet und wie rational ist eigentlich die Grundlage von Entscheidungen? Glaubenssysteme und Ideologien spielen oft in Bewertungs- und Entscheidungsprozesse hinein. Wie können wir damit so umgehen, dass gute Entscheidungen getroffen werden? Studiogast: Thomas Gries, Universität Paderborn; Moderation: Jürgen Wiebicke Von WDR 5.
Zu Weihnachten spricht Gerd Buurmann mit der Publizistin Birgit Kelle, der Historikerin Simone Schermann und dem Unternehmensberater Ahmet Dener über die Brandmauern, die mittlerweile nicht mehr nur in der Politik hochgezogen werden, sondern auch in Familien, Freundeskreisen, Kirchen und Synagogen. Stirbt die Kunst, sich zu streiten, statt sich zu zerstreiten, aus? Was bedeuten Familie und Freundschaft, wenn sich Überzeugungen oder Ideologien beißen? Woran glauben die Menschen in Deutschland noch? An sich? An das Land? An Gott? An Allah? Oder an den Weihnachtsmann?
Das polnische Verfassungsgericht hat die Komunistyczna Partia Polski einstimmig verboten, da ihre Ziele und Aktivitäten verfassungswidrig sind. Das Urteil kritisiert die Verherrlichung kommunistischer Gewalt und führt zur Löschung der Partei aus dem offiziellen Register. Historiker und Medien sehen darin eine klare Abgrenzung Polens von totalitären Ideologien und einen Schutz der demokratischen Werte.
Gaming ist Mainstream, Computerspiele sind ein großes Geschäft. Auch Rechtsextreme nutzen die Gaming-Kultur, um ihre Ideologien zu verbreiten. Ein Vortrag der Extremismusforscherin Linda Schlegel.Linda Schlegel ist Extremismusforscherin am Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung. Ihren Vortrag "Extremismusprävention im Gaming-Bereich" hielt sie am 19. September 2025 im Rahmen des Fachtags Game over? Rechtsextremismus im Gaming der Bundeszentrale für politische Bildung. Linda Schlegel ist Mitherausgeberin des Handbuch Gaming und Rechtsextremismus der Bundeszentrale für politische Bildung.**********In dieser Folge mit: Moderation: Nina Bust-Bartels Vortragende: Linda Schlegel, Extremismusforscherin, Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung**********HörtippDeutschlandfunk-Podcast "Tatort Kunst"**********Ihr hört in diesem Hörsaal:1:49 - Einleitung4:20 - Das Gaming-Ökosystem10:12 - Extremistische Aktivitäten mit Gaming-Bezug22:32 - Gaming-Ästhetik24:00 - Gamifizierung27:06 - Prävention32:23 - Zusammenfassung34:08 - Hörtipp: Tatort Kunst**********Quellen aus der Folge:Studie über die Häufigkeit rechtsextremer und djihadistischer Inhalte (PDF)Vom Controller zum Abzugshebel. Wenn Radikale Videospiele unterwandern (Arte Dokumentation)**********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:Rechtsextremismus: Die Vordenker der Neuen RechtenHassen und teilen: Was Wut im Netz mit uns machtSmartphone-Verzicht: Was Digital Detox mit uns macht**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .
Gottesbilder sind nie nur privat – sie prägen, wie wir über Autorität, Freiheit und Politik denken. Manuel und Stephan fragen in dieser Folge, wie theologische Vorstellungen kippen können und warum manche Gottesbilder Menschen für autoritäre Ideologien empfänglich machen. Im «Hallelujah der Woche» erzählt Stephan von einer berührenden Begegnung: Sein Sohn freundet sich ganz selbstverständlich mit einem Jungen aus einer geflüchteten Familie an – ein kleiner Moment, der zeigt, wie unkompliziert Offenheit eigentlich sein könnte. Manuels «Stossgebet» dagegen hat mehr mit Druck zu tun: Er ringt immer noch mit einem überfälligen wissenschaftlichen Aufsatz zum Thema christlicher Nationalismus und spürt den selbstverursachten Stress im Nacken. Im «Thema der Woche» geht es um die Macht der Gottesbilder. Denn wie man sich Gott vorstellt – als strengen Kontrolleur, als patriarchalen Hausherrn oder als nationalen Souverän – prägt, wie man über Gehorsam, Freiheit, Politik und gesellschaftliche Ordnung denkt. Manuel und Stephan zeigen, warum diese Vorstellungen politisch wirksam werden und wieso sie in vielen rechten Bewegungen eine zentrale Rolle spielen. Sie sprechen über die «Big-God»-Theologie des «neuen Calvinismus», die leicht in eine Sehnsucht nach starken Führern kippt; über patriarchale Hausordnungen, die Top-down-Gehorsam einüben und spirituellen Missbrauch begünstigen; und über christliche Nationalismen, die Gott zum Garanten einer «christlichen Nation» machen und Pluralismus als Bedrohung framen. Zum Schluss betont Stephan, dass es doch eigentlich gerade zum Wesen reformierter Theologie gehört, Gottes Unverfügbarkeit festzuhalten: Gott darf nicht vor den Karren einer politischen Agenda gespannt werden. Wer Gottes Willen zu direkt in politische Programme übersetzt, verrät diese theologische Grundintuition. Genau hier liegt eine wichtige Gegenkraft zu autoritären Gottesbildern: Ein Gott, der sich nicht vereinnahmen lässt, legitimiert auch keine unantastbaren Führerfiguren, keine sakralisierte Nation und keine «göttliche Ordnung», die sich jeder Kritik entzieht. Die Unverfügbarkeit Gottes schützt vor religiöser Übergriffigkeit – und öffnet Raum für demokratische Verantwortung, Irrtumstoleranz und gemeinsames Ringen um das Gute. Eine Folge über die politische Sprengkraft theologischer Bilder – und darüber, warum es entscheidend ist, wer unser Gottesbild prägt und welche Konsequenzen daraus folgen.
Was passiert, wenn ein Israeli, ein Deutscher und ein palästinensischer Ex-Muslim über Frieden sprechen? In dieser besonderen Folge von „Fokus: Israel“ erzählt Sultan seine bewegende Geschichte – vom Hass gegen Juden, über eine radikale Gottesbegegnung bis hin zur Versöhnung mit Israel. Gemeinsam mit Assaf Zeevi und Detlef Kühlein spricht er über Ideologien, Identität, Jesaja 19 […]
Weltwirtschaftskrise, Finanzkrise, Pandemie, Klimakrise – jede neue Krise stärkt die Macht des Staates. Doch wie viel Eingriff ist zu viel? Thomas Mayer, Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Institute, erläutert, wie der deutsche Staat vom stillen Begleiter der Wirtschaft zum alles regulierenden Übervater werden konnte. Welche Fehler die Geldpolitik gemacht hat und warum der Ruf nach einem Neustart des politischen und wirtschaftlichen Systems immer lauter wird. Ist es Zeit, den Staat zurückzudrängen und dem Markt wieder mehr Raum zu geben? Mayer erklärt, warum der Markt so oft besser als der Staat funktioniert, wie politische Ideologien die Wirtschaft ausbremsen und welche Rolle charismatische Führungspersönlichkeiten in Zeiten des Wandels spielen.
In den dunklen Ecken des Internets gibt es Foren, wo sich Männer zu radikalen, frauenfeindlichen Ideologien austauschen. Wie landet man dort? Heutiger Gast: Florentin Erb, Redaktor Video NZZ Host: Alice Grosjean Florentins Video findest du [hier ](https://www.nzz.ch/video/wie-maenner-zu-incels-werden-wie-gefaehrlich-sie-sind-und-was-beim-ausstieg-hilft-ld.1892131) _Wenn du selbst Suizidgedanken hast oder jemanden kennst, der Unterstützung benötigt, wende dich bitte an die Berater der Dargebotenen Hand. Du kannst diese vertraulich und rund um die Uhr telefonisch unter der Nummer 143 erreichen. Spezielle Hilfe für Kinder und Jugendliche gibt es unter der Nummer 147._
Der Neuanfang in Syrien wird zur Herausforderung. Der Vielvölkerstaat ist geprägt von unterschiedlichen Ideologien, Erwartungen und Hoffnungen. Übergangspräsident Ahmad al-Sharaa stösst vor allem im kurdisch dominierten Nordosten des Landes auf viel Misstrauen. Knapp ein Jahr ist seit dem Sturz des syrischen Langzeitherrschers Bashar Al-Assad vergangen. Der Umsturz wurde nach dem zerstörerischen Bürgerkrieg auch in vielen westlichen Ländern euphorisch begrüsst. In Syrien selbst bleibt die Situation schwierig: Während Übergangspräsident Ahmad al-Sharaa in der Hauptstadt Damaskus von Anhängern euphorisch gefeiert wird, schlägt dem ehemaligen Islamistenführer im kurdisch geprägten Nordosten des Landes Skepsis entgegen. Das neue, versöhnliche Image, dass sich die Regierung geben will, kauft ihr dort niemand ab. Die Erinnerungen an die früheren Gräueltaten der Islamisten sind in der Region allgegenwärtig. Die Kurden haben im Gebiet östlich des Euphrats einen autonomen Verwaltungsapparat aufgebaut, setzen auf basisdemokratische Selbstverwaltung, mit sozialistischer und feministischer Ausprägung. Ihre Mentalität unterscheidet sich stark von jener der neuen Regierung um Al-Sharaa. Deren Pläne, die Verwaltungs- und Verteidigungsstruktur der Kurden in den syrischen Staat zu integrieren, stossen im kurdischen Gebiet auf Ablehnung. Wie also weiter in Syrien? Werden die einstigen Konfliktparteien zusammenfinden? Oder droht gar ein neuer Bürgerkrieg?
Der Neuanfang in Syrien wird zur Herausforderung. Der Vielvölkerstaat ist geprägt von unterschiedlichen Ideologien, Erwartungen und Hoffnungen. Übergangspräsident Ahmad al-Sharaa stösst vor allem im kurdisch dominierten Nordosten des Landes auf viel Misstrauen. Knapp ein Jahr ist seit dem Sturz des syrischen Langzeitherrschers Bashar Al-Assad vergangen. Der Umsturz wurde nach dem zerstörerischen Bürgerkrieg auch in vielen westlichen Ländern euphorisch begrüsst. In Syrien selbst bleibt die Situation schwierig: Während Übergangspräsident Ahmad al-Sharaa in der Hauptstadt Damaskus von Anhängern euphorisch gefeiert wird, schlägt dem ehemaligen Islamistenführer im kurdisch geprägten Nordosten des Landes Skepsis entgegen. Das neue, versöhnliche Image, dass sich die Regierung geben will, kauft ihr dort niemand ab. Die Erinnerungen an die früheren Gräueltaten der Islamisten sind in der Region allgegenwärtig. Die Kurden haben im Gebiet östlich des Euphrats einen autonomen Verwaltungsapparat aufgebaut, setzen auf basisdemokratische Selbstverwaltung, mit sozialistischer und feministischer Ausprägung. Ihre Mentalität unterscheidet sich stark von jener der neuen Regierung um Al-Sharaa. Deren Pläne, die Verwaltungs- und Verteidigungsstruktur der Kurden in den syrischen Staat zu integrieren, stossen im kurdischen Gebiet auf Ablehnung. Wie also weiter in Syrien? Werden die einstigen Konfliktparteien zusammenfinden? Oder droht gar ein neuer Bürgerkrieg?
Leuchtfeuer - Podcast für Spiritualität, Liebe und Bestimmung
Spürst du auch diese tiefe Spaltung in unserer Gesellschaft? In dieser Folge teile ich meine Gedanken darüber, warum diese Trennung vielleicht mehr ist als nur ein gesellschaftliches Problem. Ich lade dich ein, mit mir zu erforschen, wie sich unsere Welt gerade in zwei Lager teilt - eines, das nach Wahrheit und tieferer Ordnung strebt, und eines, das eigene Ideologien über alles stellt. Wie ein Gärtner, der Weizen von Unkraut unterscheiden lernt, stehen wir vor der Herausforderung, unseren eigenen Weg zu finden. Fühlst du dich manchmal auch wie ein Außenseiter in dieser Zeit des Umbruchs? Dann ist diese Folge genau für dich.
Barbara Ruscher findet sich unter Tradwife-Influencerinnen wieder, die das Hausfrauen- und Mutterbild der 1950er-Jahre idealisieren. Was für unsere WDR 2 Satirikerin aber gar geht, dass dahinter oft rechte Ideologien stecken. Von Barbara Ruscher.