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Gampert, Christian www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
München, 17. Juli 1865. Einen Monat nach der Uraufführung von "Tristan und Isolde" beginnt der 52-jährige Richard Wagner, seiner Freundin Cosima von Bülow seine Autobiographie "Mein Leben" zu diktieren.
Am 4. Juli ist “Independence Day”, und das zum 250. Mal. Schon das 200. Jubiläum wurde mit einem breiten künstlerischen Programm begleitet, das bereits vor dem eigentlichen Stichtag seinen Anfang nahm und über ihn hinaus andauerte. Auch musikalisch tat sich viel, so auch in der Musikmetropole New York und mit dem städtischen Hausorchester der New York Philharmonic. Der damalige Chefdirigent war Pierre Boulez, und er hat einige Auftragswerke initiiert und geleitet, die SWR-Musikredakteur Bernd Künzig in den Blick nimmt.
Die 3. Sinfonie von Beethoven, die "Eroica", ist wahrscheinlich die bekannteste. Völlig unbekannt dagegen: die 3. Sinfonie von Hans Winterberg, die Anfang der 1950er Jahre in München entstanden ist, und jetzt uraufgeführt wird.
Am Beginn fließt der Rhein, die unberührte Natur -- doch kaum öffnet sich der Vorhang über dem ,,Vorabend" von Richard Wagners Tetralogie ,,Der Ring des. Nibelungen" , bemächtigen sich finstere Mächte ihrer Schätze und die Welt wird zum Spielball rücksichtsloser Machtgier. Die mythische Ordnung der Götter, Riesen und Zwerge gerät aus dem Gleichgewicht. -- Teil 1 einer Serie über Richard Wagners ehrgeiziges Menschheitsdrama, das 1876 in Bayreuth zur Uraufführung kam. Eine Handreichung für Wagnerverrächte, Wagnerverehrer und Neugierige, die noch nicht wissen, auf welche Seite sie sich schlagen werden. Die Musikbeispiele stammen aus der legendären ersten Studioaufnahme des Werks durch die Wiener Philharmoniker unter Georg Solti (Decca) mit George London als Wotan und Gustav Neidlinger als dessen Gegenspieler Alberich, der den ,,Ring" aus dem geraubten Rheingold schmiedet -- und dann verflucht...
Mit der Zweier-Komödie „Romeo und Julia an der Jukebox“ und der großen Produktion „Cabaret“, einem Musical über das Berlin der 1920er Jahre, und in eigener Regie eröffnete Frank Martin Widmaier die erste Spielzeit. Hausautor Kai O. Schubert entwickelte den Stadtspaziergang „Polizeiruf Eisleben“, bei dem die ganze Stadt zur Theaterbühne wird. Für Kinder gab es die Stücke „Das kalte Herz“ und „Was rappelt in der Kiste“ und auch der Tag des Grundgesetzes wurde am Theater begangen. Die zentrale Feier im Land Sachsen-Anhalt am 23. Mai richteten das Theater Eisleben und die Stiftung gegen Rassismus aus. Zum Ende der ersten Spielzeit inszenierte Frank Martin Widmaier „Münchhausen. Das MusiKal“. Uraufführung war am 6. Juni im Europa-Rosarium in Sangerhausen. Ein bewußtes Signal, sagt der Intendant. „Mit der Uraufführung in Sangerhausen schlagen wir eine Brücke in die Region. Wir möchten damit zeigen, daß unser Regionaltheater überall im Landkreis Mansfeld-Südharz zu Hause ist“. Am 19.06. feierte „Münchhausen. Das MusiKal“ Premiere im Theater Eisleben und kommt am 27.06. noch einmal zu Aufführung. Vor der Sommerpause gibt es dann am 4. Juli das große Theatersommerfest im Theatergarten. Für die kommenden Spielzeit sind weniger Premieren geplant, dafür aber wird eine lange vakante zehnte Stelle im Schauspiel wieder besetzt. Mit dem „NEINhorn“ von Marc-Uwe Kling für Menschen ab Vier wird die kommende Saison eröffnet. Enden soll sie mit einem Dokumentartheater über den Zusammenhang von Bergbau und Luther. Damit soll im Juni 2027 auch eine neue Probebühne eingeweiht werden. In Sindelfingen in Baden-Württemberg wurde Frank Martin Widmaier 1962 geboren. Er studierte Evangelische Theologie, Musikwissenschaft und Germanistik in Tübingen, München und den USA. Während des Studiums konzertierte Frank Martin Widmaier weltweit in der Gächinger Kantorei unter Hellmuth Rilling und wirkte in vielen Opernproduktionen der Ludwigsburger Festspiele mit. Sein erstes Festengagement erhielt er ab 1994 mit einer eigenen Inszenierung an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. 1997 wurde er Künstlerischer Produktionsleiter am Berliner Ensemble und übernahm selbige Position mit Verpflichtung zur Spielleitung an der Oper Frankfurt. Ab 1997 inszenierte Frank Martin Widmaier in Wien, Berlin, München, Frankfurt/ Main, Monte Carlo, Freiburg/ Breisgau, Montpellier und Halle/ Saale. Er arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Götz Friedrich, Harry Kupfer, August Everding u.a. zusammen, war Meisterschüler von Ruth Berghaus. Frank Martin Widmaier erarbeitete immer wieder auch verschiedene Produktionen mit aktiv mitwirkenden Kindern und Jugendlichen, um sie an das professionelle Theater heranzuführen und übernahm Lehrtätigkeiten bei den Salzburger Festspielen in der Masterclass für Nachwuchskünstler. Moderation Karoline KnappeRedaktion: Angelika Zapf
Prag, 26. Juni 1926: Beim achten "Sokol-Kongress" des tschechischen Turnerbundes kommt Leos Janáceks Sinfonietta unter Václav Talich zur Uraufführung. Sie erlangt weltweiten Erfolg, der bis heute anhält.
Rienäcker, Cai www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9
Nehring, Elisabeth www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Vor mehr als 300 Jahren flohen Tausende Menschen aus der Pfalz und dem Südwesten nach Irland: ein kaum bekanntes Kapitel europäischer Geschichte. Die Uraufführung „Refuge“ am Mainzer Staatstheater schlägt eine Brücke zwischen der Auswanderung pfälzischer Protestanten im Jahr 1709 und einer heutigen Fluchtgeschichte aus Afghanistan. Am fiktiven Schicksal einer Auswandererfamilie zeigt Dramatikerin Deirdre Kinahan, wann Menschen auf der Flucht die Hoffnung auf einen Neuanfang mitbringen und wo Vorurteile, Besitzdenken und patriarchale Rollenbilder auftauchen. Ein berührender Theaterabend mit irisch-deutschem Ensemble, der lange nachwirkt.
"Feuersnot" Literatur wird Oper - Folge 17 - Märchen wird Oper, von Richard StraussEvelyn Müller und Marcus Weible stellen Werke aus verschiedenen Literaturgattungen und ihre musikdramaturgische Umsetzung in der Welt der Oper vor.(Hördauer ca. 13 Minuten)"Ein Skandal, und es sollte einer sein. Bei der Uraufführung in Dresden 1901 wurde „Feuersnot“ auf Wunsch des pikierten sächsischen Königshauses abgesetzt. Gemeint waren aber die Münchener. Ganz explicite als Rache an seiner „lieben Heimatstadt“ hatte der als Dirigent und Komponist von symphonischen Dichtungen“ schon weitberühmte Richard Strauss seine zweite Oper geplant, weil die Münchener seine erste hatten durchfallen lassen. "Marcus Weible, geboren 1968 in München. Nach Abitur und Bundeswehr habe ich Geschichte und Rechtswissenschaften in Erlangen und Würzburg studiert. Ich war 15 Jahre als Rechtsanwalt und juristischer Repetitor bei Kern – Nordbayern tätig. In dieser Zeit bereitete ich bundesweit zahlreiche Studenten und Referendare auf das Erste und Zweite Juristische Staatsexamen vor. Mittlerweile lebe ich in Regensburg und gehe dort dem Anwaltsberuf mit Schwerpunkt im Verwaltungsrecht nach. Neben meinem Hobby Geschichte, sind und waren SF und Fantasy meine große Leidenschaft. Ich bin Mitglied des Münchner Fankreises „Die Phantasten“ und betätige mich auf mehreren Literaturseiten als Autor und Rezensent.”Gabriele Leucht, geboren: 1981 in München, Ausbildung: von den alten Sprachen bis zur Avocatessa der Juristerei in Rosenheim, Birmingham, Maryland, Neapel, Straßburg und München. Interessen: Kunst, je abstrakter desto lieber, Literatur, besonders Romane und Dramen, Opern-Musik, fürs Herz italienisch, für den Rest auch alles andere, Politik: Grundgesetz-Fanatikerin, Antirassistin u.v.m., Sport: nicht ohne meine Berge.Evelyn Müller erblickte am 6.6.1976 im oberpfälzischen Weiden das Licht der Welt. Sie ist seit vielen Jahren in Regensburg als Anwältin mit Schwerpunkt im Arbeitsrecht tätig. Seit jeher zieht es Evelyn in der europäischen Süden: sie liebt römische Architektur, barocke Kirchen und die Bauwerke der Renaissance. Als überzeugte Anhängerin des "dolce far niente" schwärmt sie für italienische Musik und Literatur. In ihrer Freizeit spielt Evelyn Tennis, joggt und wandert leidenschaftlich gerne im Regensburger Umland und in den Donau - Auen. Politisch: liberal mit klarem Bekenntnis zur freiheitlich - demokratischen Grundordnung."Wem dieser Beitrag gefallen hat, der mag vielleicht auch diesen. Live Termine in Schwabing - Hörbahn on Stage Regie und Realisation Uwe Kullnick
Als das Chicago Symphony Orchestra im Juni 1933 die erste Symphonie von Florence Price zur Uraufführung bringt, ist das ein historischer Moment: Zum ersten Mal führt ein großes Orchester in den USA ein Werk einer Schwarzen Komponistin auf.
Kellermann, Florian www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Friedrich, Uwe www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Nehring, Elisabeth www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Nichts hat Laura gerade so sehr im Griff wie „Off Campus“. Simon weiß alles darüber von ihr, ohne auch nur eine Szene der Serie gesehen zu haben. Obwohl… den ein oder anderen Fan-Edit hat er dann doch auf der Zugfahrt erspähen können. Denn für die beiden ging es nach München. Es ist die Stadt, in der Balaton 97 am 24.10.2026 seine Uraufführung feiern wird. Wie fühlt sich die Stadt an, warum sind beide direkt wieder so verliebt? Das liegt an der TikTok Gurke und auch an Manuela, die auf dem Viktualienmarkt ihre Würstl verkauft. Und an dem Schiff, dass irgendwie 00-er Jahre Berlin-Vibes gibt. Und an so so viel mehr.
Paris, 19.05.1909: Bei der Uraufführung des Balletts "Polowetzer Tänze" aus Alexander Borodins Oper "Fürst Igor" treten erstmals die Balletts Russes des Impressarios Sergei Djagilew auf.
Keim, Stefan www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Keim, Stefan www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
In Großbritannien ist die britisch-libanesische Komponistin Bushra El-Turk eine der angesagten Künstlerinnen, in Deutschland kennt man sie noch kaum. In ihrem Cellokonzert „Sada“ („Echo“) setzt sie sich künstlerisch mit der Gaza-Region auseinander – mit der Schönheit ihrer Kultur, aber auch den Kriegen, Konflikten und dem unendlichen Leid. Am 17. Mai wird das Werk bei den Schwetzinger SWR Festspielen von Cellist Lionel Martin und dem Stuttgarter Kammerorchester zur Uraufführung gebracht. SWR Kultur-Musikredakteurin Doris Blaich war bei den Proben dabei.
Fuchs, Jörn Florian www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Labor statt Thronsaal: Brett Deans Oper "Of One Blood" seziert die Geschichte um Maria Stuart und Elizabeth I. an der Bayerischen Staatsoper als Dokudrama zwischen historischer Genauigkeit und überwältigender Klangmacht.
In „Station Paradiso“ zeigt die Komponistin Sara Glojnarić in der Staatsoper neue Perspektiven auf Migrationsgeschichte und Musik in Stuttgart. Die Uraufführung der Oper am 10. Mai 2026.
Maria Stewart ist eine der berühmtesten Monarchinnen. Viele Künstler haben ihr Leben aufgegriffen und verarbeitet. Jetzt kommt noch eine Oper dazu - das zeitgenössische Werk "Of one Blood", frisch komponiert von Brett Dean.
Anlässlich der Uraufführung von Brett Deans "Of One Blood" spricht Dirigent Vladimir Jurowski darüber, wie er sich das neue Werk erarbeitet hat - und warum es für ihn bis zuletzt besonders spannend bleibt.
Hat Tschaikowsky mit seiner 6. Symphonie seinen eigenen Nachruf komponiert? Die „Pathétique“ klingt wie ein musikalisches Requiem – und nur neun Tage nach der Uraufführung ist der Komponist tot. Von Michael Lohse.
Eine Frau, zwei Männer. Glücklich mit Ivan, sterbend in Malina. Vom dominanten Liebhaber zerstört, vom verständnisvollen Mitbewohner quasi ermordet. Ingeborg Bachmanns Ich-Erzählerin berichtet von einem inneren Krieg. Seit Jahrzehnten beschäftigt sich Andrea Stoll mit Bachmanns Werk. Zum 100. Geburtstag und zur Uraufführung der Oper „Malina. Voice Over Bach*mann“ bei den Schwetzinger SWR Festspielen präsentiert sie ein neues Bild der Autorin.
Schäfer-Noske, Doris www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Ein Meilenstein der Popkultur: Die Handlung dreht sich um eine Gruppe langhaariger Hippies. Der Titel: "Hair" - eines der erfolgreichsten Musicals überhaupt.
Wetzel, Marie-Dominique www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Heute etwas Mathe: Man nehme die legendäre Industrial-Rock Band Nine Inch Nails und addiere den Hamburger Techno-Produzenten Boys Noize. Fertig ist ein brachiales und stellenweise vom-Sockel-hauendes Update diverser NIN-Songs. Seit der Uraufführung am Coachella Festival gibt es das gemeinsame Album.
Goethes «Faust» inspirierte viele Komponierende, so auch den Starpianisten Franz Liszt. Er schrieb eine gut einstündige Programmsinfonie inklusive Schlusschor über die drei Hauptfiguren der Tragödie. Nach dem Vorbild von Hector Berlioz «Symphonie fantastique», dem Flagschiff der Programmmusik, malte er mit opulenter musikalischer Sprache drei Charakterbilder: Faust als rastlos verzweifelnden Intellektuellen, dem er unter anderem ein 12-Ton-Thema zuteilt; Gretchen als personifizierte Unschuld, mit inniger Melodie und reduziertem Orchestersatz, und schliesslich der diabolische Mephisto, welcher die Faust-Themen fratzenhaft verzerrt widerspiegelt. Liszt schuf damit ein gewaltiges, raffiniert orchestriertes Klanggemälde, das jedem Klangkörper Virtuosität abverlangt. Er brachte es im Jahr 1857 in Weimar zur Uraufführung anlässlich der Einweihung des Goethe- und Schiller-Denkmals. Gäste von Moritz Weber sind der Musikwissenschaftler Felix Michel und die Geigerin Friederike Starkloff.
Dass seine geliebte Alma sich ihm verweigert hat und zur Frau des Konkurrenten Gustav Mahler wurde, hat der Wiener Komponist schwer verkraften können. In seinem Schaffen tönt die unerfüllte Sehnsucht nach. Anlässlich der Uraufführung eines neuen Stücks, "Zemlinsky", von Felix Mitterer im Wiener Theater in der Josefstadt, rücken wir diesmal die Persönlichkeit des Wiener Komponisten und Dirigenten in den Mittelpunkt, der in armen Verhältnissen in der Leopoldstadt geboren wurde und mit seinem Schaffen die frühen Jahre der sogenannten "Neuen Wiener Schule" um Arnold Schönberg, der sein Schüler war, mit geprägt hat ohne die radikalsten Schritte in musikalisches Neuland mitzuvollziehen.
Laages, Michael www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Laages, Michael www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Müller, Tobi www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Bernadette Spitzer berichtet vom Lehár-Festival in Bad Ischl: Bad Ischl verkleidet sich als Venedig im 18. Jahrhundert. Und das in Kombination mitJohann Strauss. Das verspricht, wieder etwas fürs Ohr und fürs Auge zu werden. Wer Straussmag, wird hier glücklich. Nicht zu lang, denn die Geschichte wurde auf zweieinhalb Stunden gekürzt. Dirigent Marius Burkert entlockt dem Franz Lehar-Orchester angenehme Nuancen, und an keiner Stelle besteht Gefahr, ins gefürchete M-Ta-Ta zu fallen. Dazu fügt sich harmonisch der von Matthias Schoberwalter gefühlvoll einstudierte Chor, der durch besonders vollen und weichen Klang auffällt. Traumhaft wie immer auch das Bühnenbild. Venezianische Masken beobachten vom Bühnenrand das Geschehen. Dieses ist bekanntlich der Schwachpunkt des Stücks. Das Libretto ist nach der Uraufführung 1883 von Kritikern als “das Verderben des Werkes” bezeichnet worden. Friedrich Zell und Richard Genée waren davor mit der “Fledermaus” höchst erfolgreich gewesen und schrieben eine ähnliche Geschichte, die wieder nur mit Maskerade und oberflächlichem Klamauk zu tun hat. Das Wiener Publikum wusste aber zu unterscheiden, denn die Musik wurde begeistert beklatscht. Ich erspare Ihnen daher den Inhalt, nur so viel zur Beruhigung – am Schluss hat jeder den richtigen Partner, und es gibt ein Happy End. Zum Augenschmaus tragen die herrlich fantasievoll bunten, aber nicht überladenen Kostüme von Sven Bindseil bei, sowie das fantastische Ballett unter der Choreografie von Evamaria Mayer. Aus dem Ensemble sticht Tina Jäger hervor. Die Sopranistin bezaubert durch ihre schwungvolle Darstellung, mit heller Stimme und viel Witz und Autorität. Ebenso überzeugt Matjaz Stopinsek als Herzog. Der Tenor verkörpert den schon etwas reiferen Frauenhelden überzeugend und mit einer Stimme, die unter die Haut geht. Unverständlich ist allerdings, warum die Rolle des Senators Delaqua, ein Bass, mit einem Schauspieler besetzt wurde, der entsprechend nicht reüssieren kann. Einen Höhepunkt kreiert auch Marie-Luise Engel-Schottleitner mit dem Schwipslied, das übrigens erst 1931 eingefügt wurde, und zwar auf die Melodie der Annen-Polka. Hat sich ausgezahlt, denn es ist wahre Stimmakrobatik, eine Betrunkene darzustellen, die in allen Höhenlagen kiekst. Auch Miriam Portmann gelingt ein Kunststück. Sie erobert die Herzen als Witwe Agricola, eine ältere, aber selbstbewusste und vor allem lebenslustige Frau. Am Schluss gab es viele Jubelrufe für das Gesamtpaket – Strauss bleibt halt Strauss und Bad Ischl Bad Ischl, auch in Venedig.
DDR-Präsident Wilhelm Pieck macht eine Oper zur Chefsache. Es war einer der größten Theaterskandale der Nachkriegszeit: die verkorkste Uraufführung der "Lukullus"-Oper von Bertolt Brecht und Paul Dessau.
Die Johannespassion gehört zu den eindrucksvollsten geistlichen Werken von J.S. Bach und ist – neben der Matthäuspassion – die einzige vollständig erhaltene Passion des Komponisten. Bach hat vermutlich insgesamt fünf Passionen geschrieben, doch nur diese beiden sind vollständig überliefert; die übrigen gelten als verschollen. Die Johannespassion wurde am Karfreitag des Jahres 1724 in Leipzig uraufgeführt. Für Bach war dies eine besondere Situation: Erst kurz zuvor hatte er sein Amt als Thomaskantor angetreten und stand damit erstmals in der Verantwortung für die Kirchenmusik an den Leipziger Hauptkirchen. Mit der Johannespassion präsentierte er ein Werk von grosser musikalischer und dramatischer Intensität. Die Passion erzählt die Leidensgeschichte Jesu nach dem Evangelium des Johannes – jedoch nicht nur als Bericht, sondern als emotionales musikalisches Geschehen. Schon bei der Uraufführung beeindruckte das Werk durch seine starke Ausdruckskraft. Chorpassagen voller dramatischer Energie, bewegende Arien und eindringliche Rezitative lassen die biblische Handlung sehr plastisch erscheinen. Gleichzeitig rief diese emotionale Wirkung auch Kritik hervor: Zeitgenossen empfanden die Musik stellenweise als zu leidenschaftlich und beinahe «opernhaft» für den kirchlichen Rahmen. Bach selbst arbeitete immer wieder an dem Werk und nahm im Laufe seines Lebens mehrere Überarbeitungen vor. Nach seinem Tod geriet die Passion zunächst in Vergessenheit. Erst im 19. Jahrhundert, im Zuge der sogenannten Bach-Renaissance, wurde sie wiederentdeckt und zunehmend aufgeführt. In dieser Zeit interpretierte man Bachs Musik oft in grossen Besetzungen und suchte einen monumentalen Klang. Heute versuchen Musikerinnen und Musiker im Rahmen der historischen Aufführungspraxis, sich dem ursprünglichen Klangbild des 18. Jahrhunderts anzunähern. Mit kleineren Ensembles, historischen Instrumenten und einem neuen Blick auf Bachs Partitur wird erforscht, wie die Johannespassion zur Zeit ihrer Entstehung geklungen haben könnte. In der Diskothek stehen fünf unterschiedliche Interpretationen im Vergleich. Gäste von Eva Oertle sind die Sopranistin Stephanie Pfeffer und der Chorleiter Tobias Stückelberger.
Friedrich, Uwe www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Die kommende Spielzeit an der Bayerischen Staatsoper ist prall gefüllt: Das Publikum erwartet sieben Opern- und zwei Ballettpremieren, Belcanto-Kunst und Uraufführungen, spannende Debuts und große Stars - und natürlich die heiß geliebten "Oper für Alle"-Veranstaltungen.
Friedrich, Uwe www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Gampert, Christian www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Nehring, Elisabeth www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
In seinen letzten Lebensjahren fühlte Schumann sich und seine Musik zunehmend unverstanden. Im Herbst 1851 brachte er sein drittes und letztes Klaviertrio zu Papier: das Trio in g-Moll, op. 110. Auch bei diesem Werk war das Echo vom Publikum bei der Uraufführung eher verhalten.
Karlheinz Stockhausen hat eine Utopie: Die Menschheit soll sich als große Familie begreifen. Aus den Nationalhymnen der ganzen Welt hat er ein zweistündiges Tonbandstück geformt. Doch die Uraufführung wird zum Fiasko.
Nicodemus, Katja www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Behrendt, Barbara www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Hayer, Björn www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
BKA-Ermittler durchsuchen Gebäude der Deutschen Bank. Sven Schulze ist neuer Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt. Und der berühmte Komponist Philip Glass sagt die Uraufführung einer »Lincoln« Sinfonie ab. Das ist die Lage am Mittwochabend. Hier geht´s zu den Artikeln: Verdacht der Geldwäsche: BKA durchsucht Deutsche Bank Haseloff-Nachfolger Sven Schulze in Sachsen-Anhalt: Entweder gelingt ihm ein Wunder. Oder die AfD gewinnt Wegen Trumps Werten: Philip Glass will Lincoln-Sinfonie nicht im Kennedy Center uraufführen +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.