Soviet sector of Berlin between 1949 and 1990
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Lena Brasch stammt aus Ost-Berlin, hat dort mit furiosen Theaterabenden bereits für viel Freude und Aufsehen gesorgt. "It's Britney, Bitch" am Berliner Ensemble ist inzwischen ein Kult-Long-Seller. "Brasch - Das Alte geht nicht und das Neue auch nicht" am Maxim Gorki Theater ist auch immer noch ein Erfolg. An vielen Theatern in Berlin ist Lena Brasch zuhause. Jetzt inszeniert die Regisseurin zum zweiten Mal auch in Hannover. Nach dem Sibylle Berg-Monolog "Ein wenig Licht und diese Ruhe" mit Katja Riemann, steht jetzt "Gewässer im Ziplock" nach dem Roman von Dana Vowinckel auf dem Spielplan. Der Roman wurde vom Feuilleton hochgelobt, mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis 2023, und war nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2024. "Gewässer im Ziplock" ist eine Familiengeschichte zwischen jüdischer Tradition und deutschem "Gedächtnistheater", spielt in den USA, Israel und Hannover. Bevor das Stück am 20. Februar in Hannover Premiere feiert, ist Lena Brasch zu Gast in NDR Kultur à la carte und spricht mit Katja Weise über deutsch-jüdische Identitäten, Nachkriegsgeschichte und ihre Regiearbeiten.
1989 standen Autoren noch einmal auf der großen Bühne: Die Demonstranten in Ost- Berlin erwarteten Orientierung. In den Skandalen danach, z.B. um Wolf, Walser oder Grass, veränderte sich die Öffentlichkeit von Grund auf.
Ihre Bücher sind schmal, vielfach preisgekrönt und haben es in sich. Die Rezensenten bescheinigen ihr „aufgekratzte Melancholie“, Mitmenschlichkeit und dosierte Sentimentalität. Katja Lange-Müller, die rebellische Funktionärstochter aus Ost-Berlin, verließ die DDR 1984. Ihre Bücher dokumentieren diese Zerrissenheit zwischen West und Ost und sind dabei manchmal außerordentlich komisch. Magdalena Kemper hat im Jahr 2009 mit ihr über „Enten, Frauen und die Wahrheit“ (so der Titel eines ihrer Bücher) und das, was dazwischen liegt, gesprochen. Eine Wiederholung anlässlich des 75. Geburtstags von Katja Lange-Müller am 13. Februar 2026.
Louis Brody, geboren 1892 in «Deutsch-Kamerun», war in den Goldenen Zwanzigern der bekannteste Schwarze Filmschauspieler Deutschlands. Seine Nachfahren haben erst vor kurzem erfahren, dass er und seine Familie mit anderen Kolonialmigranten auch gegen Rassismus kämpften. Brody kam um 1900 ins Deutsche Kaiserreich – so wie hunderte weitere Afrikaner aus den Deutschen Kolonien auch. Als Schauspieler arbeitete er mit Filmgrößen wie Fritz Lang, Alfred Hitchcock und Hans Albers, überlebte mit seiner Familie die Nazizeit und trat bis zu seinem Tod 1951 in Ost-Berlin in über 60 Kinofilmen auf. Oft musste er rassistische Figuren verkörpern: Diener, Bösewichte oder den «primitiven Wilden». Brody war aber auch ein Aktivist. Bereits 1918 forderte er z.B. mit einer Petition «gleiche Rechte» für Schwarze Menschen in Deutschland und in den Kolonien.
"Mischkas Erzählungen, Yvettes Erzählungen. Was war schlimmer?", fragt Barbara Honigmann in ihrem neuen Buch einmal und meint damit Erzählungen einerseits über den Holocaust, andererseits über den Gulag, den ihre Figuren überlebt haben. In ihrem neuen Buch "Mischka" widmet sich die 1949 in Ost-Berlin und seit 1984 in Straßburg lebende Schriftstellerin einmal mehr der mörderischen Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts und wie diese auf die Menschen einwirkte. Gerrit Bartels hat das Buch für uns gelesen.
Der Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik geht 2026 an Nadja Küchenmeister. Ihr Gedichtband „Der Große Wagen“ ist laut Jury die herausragende Neuerscheinung des Jahres 2025. Der nun ausgezeichnete Gedichtband „Der große Wagen“ ist bereits der vierte der Autorin Nadja Küchenmeister. In ihm blättert die Lyrikerin Erinnerungen an ihre Kindheit in Ost-Berlin auf und spürt in Lissabon einer verlorenen Liebe nach. Für die großen Themen Vergänglichkeit, Verlust und Abschied findet Nadja Küchenmeister einen ganz eigenen Tonfall zwischen Großstadtblues und filigranen Sprachminiaturen. Verliehen wird der Preis am 10. April 2026 in Staufen im Breisgau.
Das Prinzip Telefonseelsorge ist einfach: Wer ein Gespräch braucht, warum auch immer, ruft an. Am anderen Ende nimmt auf jeden Fall jemand ab und hat Zeit: Manchmal für konkrete Ratschläge, vor allem aber zum Zuhören, auch wenn der Kontakt anonym und flüchtig ist. Uwe Müller gründete 1988 im damaligen Ost-Berlin die kirchliche Telefonseelsorge Berlin-Brandenburg und leitete sie fast 40 Jahre lang. Kirsten Dietrich hat mit ihm gesprochen.
Die Debatte mit Natascha Freundel, Ingo Petz und Ina Rumiantseva „Wir brauchen harte Definitionen, was ist Recht, was ist Unrecht.“ (Ina Rumiantseva) Der Wandel der Weltordnung hat zum Jahreswechsel keine Pause eingelegt, im Gegenteil. Besonders zwei Ereignisse sorgten im Dezember und Januar für internationale Aufmerksamkeit, in zwei Ländern, die selten im Fokus der weltweiten Nachrichten stehen: Belarus und Venezuela. In beiden Fällen spielt der US-Präsident eine entscheidende Rolle. Mit dem belarussischen Präsidenten Lukaschenka vereinbarte Donald Trump einen Deal, der zur Freilassung vieler, auch prominenter politischer Gefangener führte. In Venezuela ließ er den amtierenden Präsidenten Nicolás Maduro verhaften und entführen. Wie hängen die beiden Ereignisse zusammen? Was bedeuten diese US-Interventionen für Europa, und welche Rolle kann und sollte die EU in der neuen Welt(un)ordnung spielen? Ingo Petz ist Leiter des Belarus-Projektes und Gesellschafter bei der gemeinnützigen Medien-Plattform dekoder.org. 2025 erschien sein Buch „Rasender Stillstand: Belarus – eine Revolution und ihre Folgen“ (edition fotoTapeta). Ina Rumiantseva ist eine in Ostberlin geborene Menschenrechtsaktivistin, Sie war stellv. Vorsitzende von RAZAM e.V. und gründete Ende 2024 gründete den Verein Taskforce Belarus. Sie ist die erste Preisträgerin des Werner-Schulz-Preises. Kapitel: 00:00:00 Intro 00:03:43 Geopolitische Bedeutung von Belarus 00:08:40 Verhältnis Putin und Lukaschenko 00:13:39 Politische Gefangene in Belarus 00:20:20 "Deal" zwischen USA und Belarus 00:31:00 Worum geht es Trump in Belarus 00:36:22 Lukaschenkos Einladung an Maduro 00:39:22 Wir wirkt die Entführung Maduros auf Lukaschenko und Putin 00:43:07 Aufgaben für Europa 00:48:20 Hoffnung für 2026 00:51:23 Outro/ Der zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
Um antikommunistischer Repression zu entfliehen, desertierte Victor Grossman aus der US-Armee, schwamm über die Donau und ging in die DDR. Dort setzte er sich für ein besseres Verständnis der amerikanischen Kultur ein. Am 17. Dezember ist er verstorben. Artikel vom 22. Dezember 2025: https://jacobin.de/artikel/victor-grossman-nachruf-cpusa-kommunismus-ddr-ostberlin Seit 2011 veröffentlicht JACOBIN täglich Kommentare und Analysen zu Politik und Gesellschaft, seit 2020 auch in deutscher Sprache. Die besten Beiträge gibt es als Audioformat zum Nachhören. Nur dank der Unterstützung von Magazin-Abonnentinnen und Abonnenten können wir unsere Arbeit machen, mehr Menschen erreichen und kostenlose Audio-Inhalte wie diesen produzieren. Und wenn Du schon ein Abo hast und mehr tun möchtest, kannst Du gerne auch etwas regelmäßig an uns spenden via www.jacobin.de/podcast. Zu unseren anderen Kanälen: Instagram: www.instagram.com/jacobinmag_de X: www.twitter.com/jacobinmag_de YouTube: www.youtube.com/c/JacobinMagazin Webseite: www.jacobin.de
Am 3. Dezember war die Autorin Laura Laabs zu Gast in der Mark Twain Bibliothek. Im Gespräch mit Renate Zimmermann stellte sie ihren Roman Adlergestell vor – ein Nachwenderoman über drei Mädchen, die Anfang der 1990er Jahre in Ostberlin aufwachsen und deren Lebenswege von Freiheit, Verlust und den Nachwirkungen der Geschichte geprägt sind.Im Podcast könnt ihr das Gespräch nachhören: über die Entstehung des Romans, die Bedeutung des titelgebenden Berliner Straßenzugs und die Fragen nach Freundschaft, Erinnerung und Orientierung in einer Zeit des Umbruchs.Die Lesestellen des Abends wurden für die Podcastfassung gekürzt – dafür bleibt mehr Raum für die Gedanken und Hintergründe der Autorin.Adlergestell ist der Debütroman von Laura Laabs, erschienen 2025 im Tropen Verlag.Kritiker beschreiben den Roman als furiosen Nachwenderoman, emotional, ungebändigt und berührend – ein Werk, das die „Baseballschlägerjahre“ literarisch greifbar macht.Laura Laabs ist Autorin und Regisseurin, studierte Politik und Filmwissenschaft sowie Filmregie an der HFF „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg.Arbeiten:Hörspielregisseurin, u. a. für die große Produktion von Mädchen, Frau etc. nach Bernardine Evaristo.Spielfilmdebüt Rote Sterne überm Feld, ausgezeichnet beim Max Ophüls Festival und beim achtung berlin FilmfestivalBesuchen Sie uns gerne auch unseren Literaturempfehlungspodcast "LesBar im Stern-Zimmer"!https://www.spreaker.com/show/4263765http://www.berlin.de/bibliotheken-mh
Die Mosaik-Hefte sind die auflagenstärkste und zugleich die älteste Comicserie Deutschlands. Der Grundstein für den Erfolg wurde 1955 in Ostberlin gelegt, als die sogenannten Digedags in die Welt kamen. Seit 50 Jahren sind die Abrafaxe die Hauptfiguren der Mosaik-Hefte. Das feiert der Verlag heute Abend in der Vertretung des Freistaates Sachsen. Klaus Schleiter, der Herausgeber der Mosaik-Hefte, erklärt auf radio3, warum diese Comicserie so erfolgreich ist.
Tassilo wächst in der DDR auf, er weiß schon früh, dass er Jungs liebt. Außerdem liebt er Musik, Bücher und seine Mutter. Aber als Teenager stößt er plötzlich an Grenzen, die die Diktatur um ihn herumzieht. Und er erlebt einen Verrat, der ihn fürs Leben prägt. “Zwei, drei blaue Augen” erzählt vom großen Freiheitsdrang eines jungen Mannes zwischen Popmusik, ersten Lieben, Ausflügen nach Ost-Berlin, Jugendpsychiatrie und StaSi-Verhören. 1986 kann Tassilo, der sich bald in Victor umbenennt, endlich nach West-Berlin ausreisen. Der international erfolgreiche Schauspieler Victor Schefé erzählt in seinem ersten Roman seine eigene Lebensgeschichte. Sein Buch ist eine Reise in ein untergegangenes Land, ein queerer Coming-Of-Age-Roman, ein Stück deutsch-deutsche Geschichte, die Story einer schmerzhaften Mutter-Sohn- Beziehung, und die rotzige, energiegeladene Erzählung eines Popmusikfans und schwulen Aktivisten. Das Buch Victor Schefé: "Zwei, drei blaue Augen", 470 Seiten, dtv. Nadine Kreuzahler empfiehlt Katerina Poladjan: "Goldstrand", 160 Seiten, S. Fischer. Victor Schefé empfiehlt Tilmann Lahme: "Thomas Mann. Ein Leben", 592 Seiten, dtv. Miku Sophie Kühmel: "Hannah", 304 Seiten, S. Fischer. Alles von James Baldwin, neu übersetzt von Miriam Mandelkow, dtv. Der Ort Spaziergang: Bahnhof Zoologischer Garten, S-Bahnsteig. Saturn im Europa Center. Schwuler Buchladen Prinz Eisenherz, Motzstraße 23, Berlin Schöneberg. Café Romeo und Romeo, Motzstraße 20. Der Autor Victor Schefé, 1967 in der DDR geboren, 1986 nach West-Berlin ausgereist. Erste Rollen als Schauspieler an Berliner Off-Theatern, bald danach Hauptrollen am Schauspielhaus Wien. Hat bisher in über achtzig Film- und TV-Produktionen mitgespielt, von "Tatort" bis "Bewegte Männer", auch international in "Bridge of Spies" unter der Regie von Steven Spielberg, im James-Bond-Film "Spectre" und in drei Staffeln "Borgia". "Zwei, drei blaue Augen" ist sein Romandebüt.
Erik Kirschbaum ist Journalist und Autor aus den USA. Er wohnt seit 35 Jahren in Deutschland. Erik ist Autor des Buches Rocking The Wall über ein Konzert in Ost-Berlin von Bruce Springsteen im Juli 1988 vor 300.000 Menschen. In dem Konzert hat Springsteen eine Rede auf deutsch gegen die Mauer gehalten und ein Jahr fiel die Mauer. Erik ist der Meinung, dass dieses Konzert etwas dazu beigetragen hat. Die Ansprache von Bruce Springsteen 1988 fand vor dem Bob Dylan Cover Chimes Of Freedom statt.2025 hat Springsteen diesen Song wieder in der Setliste gehabt und auch da vor diesem Song eine Ansage gemacht. Der Song war immer der Schlusspunkt der Konzerte die unter der Überschrift „Land Of Hope And Dreams“ stand – und darum geht es diese Woche, wie hängt Musik mit unserer Hoffnung und unseren Träumen zusammen.And we gazed upon the chimes of freedom flashingChimes of Freedom“ ist ein Kommentar zur Gegenwart. Springsteen betont in seinen Ansprachen vor dem Song immer wieder, dass Freiheit keine abgeschlossene Sache ist, sondern ein fortwährender Prozess. Chimes Of Freedom war das Ende seiner Konzerte, sozusagen als Botschaft für das nach Hause gehen – Das sagt uns Springsteen:Dieser Song hierlehrt uns, dass Freiheit nicht nur ein Wort ist. Freiheit ist Mitgefühl. Freiheit ist, jemanden zu sehen, der übersehen wird. „Tollin' for the rebel, tollin' for the rake… for the countless confused, accused, misused, strung-out ones an' worse.“ - Läutet für den Rebellen, läute für den Wüstling … für die unzähligen Verwirrten, Angeklagten, Missbrauchten, Gestrigen und Schlimmeren.Erik Kirschbaum betont im Podcast, dass Springsteen für die Menschen spielt, die die Freiheit lieben und verteidigen.Hier zwei Artikel von Erik zu Bruce Springsteen:https://www.latimes.com/world-nation/story/2019-11-04/how-rock-n-roll-shook-east-berlins-core-and-the-wallhttps://www.latimes.com/entertainment-arts/music/story/2025-07-02/springsteen-europe-stadium-concerts-donald-trumpFoto © Rob de MartinHomepage: https://7tage1song.dePlaylist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ecInstagram: https://www.instagram.com/7tage1song/Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/Kontakt: post@7tage1song.deLink zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/2WRIolwz4Cu6WsNuvjFRG1?si=b43eae03545843caSpotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
2007 wars, also vor fast schon 20 Jahren, da sah ich Jördis Triebel zum 1. Mal bewusst als Schauspielerin, in einer Hammer-Serie mit dem wirklich hölzernen Titel „KDD - Kriminaldauerdienst“. Mal abgesehen davon, dass an diesem Fernsehhighlight wirklich alles stimmte, ging mir aber Jördis nicht mehr aus dem Kopf. Auch alle weiteren Rollen, die sie verkörperte und bis heute verkörpert, wirken, als zöge sie sich die Charaktere über den Körper wie einen engen Rolli, der dann auch keine Luft mehr zwischen Haut und Stoff lässt und sie zu der Person macht, die sie spielt. Zahllose Auszeichnungen stehen in irgendeinem Regal der 1977 in Ost-Berlin geborenen Schauspielerin, die sich ungern an Rezepte hält, Gemüsesaft trinkt und auch mal eine schmökt, Avocados und Bananen liebt und sehr, sehr schnell Eis isst. Achso, stimmt, möglicherweise haben wir gleich schon zu Beginn des Gespräches eine revolutionäre Erfindung gemacht, ich würde sie mir bestimmt zulegen, ein Gerät, mit dem man Volumen in die Frisur bekommt und quasi nebenbei noch knusprige Pommes. Wo gibt's denn sowas? Spätestens jetzt müsstet Ihr an Bord sein, oder? *** WERBUNG Toast Hawaii wird unterstützt von dmBio, die Bio-Lebensmittelmarke von dm-drogerie markt. Ganz nach dem Motto „Natürlich lecker erleben“ bietet dmBio mit mehr als 550 Produkten eine vielfältige Auswahl – von leckeren Snacks für zwischendurch bis hin zu original italienischen Tomatensaucen. Haben auch Sie eine dmBio-Geschichte, die im Podcast erzählt werden soll? Dann schreiben Sie uns gerne unter rustberlin@icloud.com ÖKO-Kontrollstelle: DE-ÖKO-007
1986 kündigten Flugblätter in Ostberlin den Start eines „unabhängigen Senders“ an. Daraufhin fuhren Peilwagen durch die Straßen, hunderte zivile Stasimitarbeiter waren im Einsatz und ein Hubschrauber mit einem Ortungsgerät kreiste über der Stadt. Vergeblich. Pünktlich meldete sich der illegale Radiosender auf der UKW-Frequenz. Radiopiraten zwischen Sachsen, Berlin und Mecklenburg nahmen ein hohes Risiko auf sich. Neben politischen Motiven war es oftmals eine fast kindliche Begeisterung für westliche Popkultur, die auf fiebrige Bastelleidenschaft, jugendliches Aufbegehren und ungestillte Abenteuerlust trafen. Von Thomas Gaevert SWR 2023
Wie fühlt es sich an, jahrzehntelang in einem Körper zu stecken, der nicht der eigene ist? Geboren als Olaf in Ostberlin, kämpft Etchika Pollex ein Leben lang mit ihrer Identität. Beruflich erfolgreich, aber innerlich zerrissen, wagt sie mit über 60 Jahren die schmerzhafte Geschlechtsangleichung, um endlich die wunderschöne Frau sichtbar zu machen, die sie immer war.
Anna Herzfeld, eine junge jüdische Frau aus Ost-Berlin, arbeitet Mitte der 70er Jahre kurzzeitig an einem Prenzlauer Provinztheater. Per Brief tauscht sie sich mit ihren Künstlerfreunden aus, die, wie sie, "jung, nicht etabliert" sind. Dabei bilden die Geschichte einer Liebe und die Reibung an den Literatur- und Kunstdirektiven der SED das Kerngerüst der Handlung. Unter hierarchisch observierten Lebensverhältnissen entspinnt sich mit viel Lust am Anarchischen ein horizontales Netz von Briefeschreibern, das von der Hauptstadt in die tiefste Provinz und bis Moskau und Jerusalem reicht. Hörspiel in Briefen von Barbara Honigmann Mit: Claudia Vogt, Anna Thalbach, Angelica Domröse, Peter Wilczynski, Daniel Minetti u. v. a. Regie: Ulrich Gerhardt Südwestrundfunk 2000
Aus aktuellem Anlass widmet sich Matussek den verlogenen Feiern zur deutschen Einheit, in denen die vortragenden Blumenkübel, allen voran von Bundespräsident und SPD-Apparatschik Steinklotz, die Vorzüge von „unserer Demokratie“ feiern und zu verhehlen versuchen, dass diese längst von der herrschenden Nomenklatura zertrümmert wurde. Dazu Erinnerungen an jene Novembernacht des Glücks, als die Mauer fiel und Ost und West sich in den Armen lagen. Um sich schon kurz darauf an die Gurgel zu fahren. Matusseks Erlebnisse im Palasthotel in Ostberlin. Seine private deutsche Wiedervereinigung. Merz' Aufforderung, das Jammern zu unterlassen und positiv zu denken wie die Amerikaner. Kriegsvorbereitungen. Das Ende der linken Ideologie 1989/1990 und die Naherwartung auf ein Ende derselben 35 Jahre später in einem ideologisch ruinierten Land des Klimawahns und offener Grenzen. „Staatsbürgerkunde“ in der DDR und im Deutschland von heute. Wer macht Geschichte, die Klasse oder der Einzelne? Alles untermalt mit einem Potpourri deutscher Liederkünstler von Weltgeltung mit Peggy March, Elvis, Gus Backus, France Gall und Wencke Myhre. Briefe.
In der heutigen Folge von “Ein Glas mit Lars” führt OZ-Chefredakteur Lars Reckermann ein bewegendes Gespräch mit Michael Bradler, der als junger Mann in der DDR inhaftiert wurde und heute Besucher durch die Gedenkstätte Hohenschönhausen führt. Er berichtet von seiner Kindheit in Ostberlin, den Gründen für seinen Ausreiseantrag, den Erfahrungen in Stasi-Haft und dem Neuanfang in Westberlin. Ein persönlicher Einblick in die Geschichte der deutschen Teilung und ihre Folgen.
35 Jahre nach der Wiedervereinigung verdienen die Menschen im Osten im Schnitt immer noch weniger als im Westen. Dabei arbeiten sie oft mehr. Die Produktivität ist trotzdem geringer. Woran liegt das? Und: Wie könnte sich das ändern? All das erfahrt ihr bei uns – wie immer in rund 10 Minuten. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat auf NDR Info eine gemischte Bilanz zu 35 Jahren Deutsche Einheit gezogen. Der in Ost-Berlin geborene Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk sagt: "Deutschland ist eins - und zwar Vieles." Man dürfe nicht alles schlechter reden als es ist. Mehr dazu hier: Schwesig zu 35 Jahre Einheit: Viel Licht, aber auch Schatten ndr.de
Neutral geht gar nicht - Debattenpodcast der Politischen Meinung
Ein Podcastgespräch mit Minister a.D. Rainer Eppelmann anlässlich des 35. Jahrestages der Deutschen Einheit über erlittenes SED-Unrecht, deutsch-deutsche Aufarbeitung und die geteilte Erinnerung im vereinten Deutschland. Die Lebensstationen von Reinhard Eppelmanns sind eng mit der friedlichen Revolution von 1989 und der Wiedervereinigung Deutschlands verbunden. Als evangelischer Pfarrer in Ostberlin war er einer der wichtigsten Köpfe der DDR-Opposition. Er überlebte zwei Anschlagsversuche der Staatssicherheit. Im Oktober 1989 war Reinhard Eppelmann Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs. Nach der ersten und einzigen freien Wahl zur Volkskammer im März 1990 wurde er Minister für Abrüstung und Verteidigung. Bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 trug er einen Titel, den es so nie wieder geben sollte. Im wiedervereinigten Deutschland wurde Reinhard Eppelmann für die CDU viermal in den Deutschen Bundestag gewählt. Dort leitete er die beiden Enquete-Kommissionen zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit und des SED-Unrechts. In 32 Bänden und auf 29.000 Seiten ist dieser dunkle Teil der deutschen Teilung nachzulesen. Seit 1999 ist er ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Im Podcast Menschenrechte: nachgefragt der Zeitschrift Die Politische Meinung und der Konrad-Adenauer-Stiftung sprechen wir mit Reinhard Eppelmann über sein Leben im geteilten und im geeinten Deutschland. Und wir erfahren, warum er noch mindestens ein Jahrzehnt länger leben möchte: Weil er dann länger in der Demokratie als in der Diktatur gelebt hat!
Laura Laabs lässt ihre Hauptfigur zurückblicken auf ein rebellisches Erwachsenwerden im Ostberlin der 90er-Jahre.
Im September 1955 reist Bundeskanzler Konrad Adenauer nach Moskau. Er verhandelt dort über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sowjetunion. In Bonn, auch in Adenauers CDU, ist dieser Schritt umstritten und wird mit großer Skepsis betrachtet. Diplomatische Beziehungen ausgerechnet mit der sowjetischen Diktatur, die aus Bonner Sicht den Osten Deutschlands, die DDR, vereinnahmt und so der Wiedervereinigung im Weg steht. Doch es ist, zwei Jahre nach dem Tod Stalins, in der Zeit des Tauwetters der Versuch einer Annäherung. Am Ende des Besuchs in Moskau, am frühen Morgen des 14. Septembers 1955, lädt Adenauer zu einer kurzen Pressekonferenz, bevor er mit der Delegation zurückfliegt. Wie außergewöhnlich der Moskauer Besuch war, wird auch in der anschließenden ausführlichen Reportage vom Abflug deutlich, wo Adenauer auf dem Flugfeld noch eine Erklärung abgibt. Am selben Tag kommentiert im DDR-Rundfunk Karl-Eduard von Schnitzler den Moskau-Besuch des Bundeskanzlers, wie üblich mit scharfer, hämischer Kritik am Bundeskanzler und unverhohlener Sympathie für Moskau. Adenauer hat auf der Pressekonferenz in Moskau erklärt, dass die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Sowjetunion nichts an der Haltung gegenüber der DDR ändert, in der die Bundesrepublik nach wie vor keinen eigenständigen Staat sieht. Moskau wieder sieht das erwartungsgemäß anders und gewährt der DDR wenige Tage später volle Souveränität – zumindest auf dem Papier. Am 22. September 1955 stimmt der Bundestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Moskau zu. Adenauer bekräftigt im Bundestag noch einmal die Haltung der Bundesrepublik und formuliert das, was später die Hallstein-Doktrin heißen sollte: Demnach sieht sich die Bundesregierung als alleinige Vertretung des deutschen Volkes und wenn ein anderes Land mit Ost-Berlin diplomatische Beziehungen aufnehmen sollte, werte die Bundesregierung das als unfreundlichen Akt.
Heute vor 75 Jahren begann die DDR-Führung in Ostberlin damit, das teilweise im Weltkrieg zerstörte Stadtschloss zu sprengen – ein Schauplatz wichtiger Ereignisse und Wendungen der deutschen Geschichte.
Der Westen stürzt Ostberlin! Exkursionen in die Geschichte, Erlebnisberichte und geballtes Regelwissen erwarten euch in dieser Folge. Warum? Weil alles mal wieder angenehmer scheint als sich wirklich mit dem Bochumer Fußball zu beschäftigen. Ob sich Dennis und Erik trotzdem getraut haben und wie groß die Angst vor dem Spiel gegen Schalke ist, hört ihr in der neuen Folge Immer wieder VfL
Heute klingt es nach Satire, aber damals war es ernst gemeint: 1950 erklang in Ostberlin das "Lied der Partei", eine Lobeshymne auf den Kommunismus. Geschrieben hatte es der böhmisch-deutsche Dichter Louis Fürnberg. Bernhard, Henry www.deutschlandfunk.de, Kalenderblatt
Thilo spricht in dieser Folge mit Coco Meurer – vielen bekannt als literaturensohn auf Social Media. Coco ist Autorin, Literaturvermittlerin und hat es geschafft, mit ihrer Liebe zu Büchern eine riesige Community auf TikTok und Instagram zu begeistern. Mit ihren Videos, Texten und Leseempfehlungen erreicht sie ein großes Publikum. Thilo und Coco sprechen über die Bücher des Sommers, ihre ganz persönlichen Lesegewohnheiten und darüber, wie sie als Buchhändlerin und Kind von Buchhändlern zum Lesen gekommen sind. Außerdem diskutieren sie, welche Bücher sie abgebrochen haben, was für sie keine „Sommerlektüre“ ist, und welche Titel sie besonders empfehlen. Dabei wird deutlich, wie unterschiedlich ihre Lesegeschmäcker sind. Es geht um gesellschaftliche und emotionale Wirkung von Literatur, Übersetzungen, die Rolle von Frauen im Buchhandel und den Reiz von Krimis und Romance als Urlaubslektüre. Ein Gespräch um die Kraft von Geschichten, um Literatur als Gegengewicht zu Schnelllebigkeit und Algorithmen – und darum, wie Bücher uns helfen können, die Welt (und uns selbst) besser zu verstehen. Hast du Fragen, Feedback oder Anmerkungen? Schreib uns eine Nachricht an [amr@pqpp2.de](mailto:amr@pqpp2.de) oder auf Instagram: https://www.instagram.com/allesmussraus_podcast/ und wenn du möchtest unterstütze unsere Arbeit auf Patreon: https://www.patreon.com/c/AllesMussRaus?l=de Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/allesmussrauspodcast Du möchtest in „Alles Muss Raus“ werben? Dann hier* entlang: https://podstars.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_campaign=shownotes_alles-
Die Künstlerin Anna Thalbach kam in Ost-Berlin zur Welt und wurde in eine Theaterfamilie hineingeboren – ihre Mutter Katharina Thalbach hat ihr das Spielen in die Wiege gelegt. Klar, dass auch Anna auf die Bühne und vor die Kamera wollte. Heute gehört sie zu den gefragtesten Schauspielerinnen Deutschlands, eine Charakterdarstellerin, bekannt aus vielen großen Produktionen: Tatort, Friedrich – Ein deutscher König, der Baader Meinhof Komplex, oder ganz aktuell Liebesdings. Ihre Chihuahua-Dame Chanti, die „fellgewordene Niedlichkeit“, wie sie selbst sagt, hat sie aus Paris gerettet und mit so viel Liebe vollgepumpt, dass sie "keine Lust hatte zu sterben"! Damit hat Anna ihre beste Rolle gefunden, die der Hundemama. Seitdem beweisen die beiden allen, dass der Chihuahua weder ein Tussi- noch ein Taschen-Hund ist, sondern ein intelligenter und charakterstarker Begleiter. Wie Chanti jedem das Gefühl gibt, der beste Krauler zu sein, wie es war mit dem bekannten Namen Thalbach aufzuwachsen, ob Anna ein Problem mit der 50 hat und wie sehr sie alte, weiße Männer nerven - das alles das erzählt Anna Thalbach in dieser Folge von „Auf die Schnauze“. Autoren: Jule Gölsdorf Christine Langner Instagram: @julegoelsdorf @christine_langner @annathalbach
"Tränenpalast" nannte der Berliner Volksmund die ehemalige Ausreisehalle der Grenzübergangsstelle Bahnhof Friedrichstraße in Ost-Berlin. Denn hier mussten die Bürger der DDR ihre Besucher aus dem Westen unter Tränen verabschieden. Nach der Wiedervereinigung würde das Gebäude schließlich Museum.
Florian Lukas ist einer der charismatischsten Schauspieler in Deutschland. Seinen Durchbruch hatte er 2003 als Elektriker und Nachrichtensprecher Denis in Good Bye, Lenin! Er spielte in Serien und Filmen wie Der Eisbär, Absolute Giganten, Nordwand, Weissensee, Die Wespe und Rosenthal und regelmäßig im Tatort. Er wuchs in Ost Berlin auf. Wir klären, warum er ohne die Wende vermutlich kein Schauspieler geworden wäre und warum er in der DDR als renitent galt.
1966 wird dem einstigen KZ-Arzt Horst Fischer in Ostberlin der Prozess gemacht. In dem Verfahren geht es jedoch um mehr als dessen Schuld: Die DDR will auch beweisen, dass sie den Faschismus härter bekämpft als die BRD.Host und Redaktion: Insa Bethke/GEO EPOCHE Gast: Katrin Maike SedlmairSprecher: Peter KaempfeProduktion: Lia Wittfeld/Audio Alliance+++ Alle Rabattcodes und Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier: https://linktr.ee/geoepoche +++Hinweis zu unserem Podcast-Tipp "Luchterhandt“: Die zwölfteilige True-Crime-Serie erscheint ab dem 23. Mai überall, wo es Podcasts gibt. Jede Woche erscheint eine neue Folge. Die letzten vier gibt es aber nur bei stern+ und RTL+. Dort ist ab dem 23. Mai schon die komplette Serie verfügbar. Hier die Links:Stern+: www.stern.de/luchterhandt (Das Probeabo kostet aktuell nur einen Euro)RTL+: https://plus.rtl.de/podcast/luchterhandt-51hypuwzaau7o Hinweis zu unserem Podcast-Tipp "Deutschland 1945": Unter www.geo.de/1945 finden Sie alle acht Folgen sowie ein vergünstigtes Abo für das Verbrechen der Vergangenheit-Special über das Kriegsende vor 80 Jahren.Sie möchten uns schreiben? Wir freuen uns über Feedback per Mail anverbrechendervergangenheit@geo.de BITTE BEACHTEN: Auf RTL+ und GEO EPOCHE+ erscheinen die neuen Folgen von "Verbrechen der Vergangenheit" jeweils 14 Tage früher als auf den anderen Plattformen. +++Folgen Sie GEO Epoche gern auf Social Media, bei Instagram (@geo_epoche) und Facebook (@geoepoche) +++AKTION: Hörerinnen und Hörer dieses Podcasts können unterwww.geo-epoche.de/podcast kostenlos ein eBook aus unserem Heft "Verbrechen der Vergangenheit" herunterladen.Außerdem können Sie unter www.geo-epoche.de einen Monat lang GEO EPOCHE + kostenlos testen - mit fast 3000 Artikeln zu allen Aspekten der Weltgeschichte sowie weiteren Audio-Inhalten.+++Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html +++Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, klicken Sie hier: https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.htmlUnsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
Bei "Woanders", seinerzeit ein radioeins-Album der Woche, drehte sich 2021 alles um von Masha Qrella vertonte Gedichte des 2001 verstorbenen Autors Thomas Brasch. Eines der so entstandenen Stücke, die Single "Geister", wurde von unseren Hörer*innen sogar auf Platz 27 der 100 beliebtesten Songs des Jahres gewählt. Vier Jahre später nun erschien Ende März mit "Songbook" der Nachfolger, und wie der Titel schon andeutet, finden sich darauf ebenfalls Texte (und diesmal auch Musik) aus "fremder Feder", kombiniert mit ausgewählten Eigenkompositionen. In gewisser Weise ist Qrellas neues Album eine Art "Best-of", versammelt sie doch hier die gelungensten und interessantesten Lieder, die sie aus ganz unterschiedlichen Anlässen aufgenommen hat, zu einem dennoch erstaunlich schlüssigen Gesamtwerk – zu einem guten Teil bislang unveröffentlicht, aber alles andere als "Ausschuss". So steht beispielsweise eine melancholisch-reduzierte Gitarrenversion des Whitney Houston-Evergreens "I Wanna Dance With Somebody", die im Kontext einer letztlich nicht zustande gekommenen Auftragsarbeit für einen Fernsehfilm-Soundtrack ihren Anfang nahm, in trauter Eintracht neben der Adaption eines Textes von Novalis. Diesen zu singen "ertrug" die 1975 in Ost-Berlin geborene Künstlerin, wie sie sagt, jedoch nur in der englischen Übersetzung, deren Titel "Sometimes The Rain Just Keeps Falling For A Long Time" sie auf positive Weise an den Namen des von ihr geschätzten Prince-Songs "Sometimes It Snows In April" erinnerte. Hinter jedem der Lieder auf "Songbook" steckt eine ähnlich interessante Geschichte, in die einzutauchen es heute Abend Gelegenheit gibt. Denn Masha Qrella besucht uns im studioeins und wird im Anschluss an das Interview selbstverständlich auch den ein oder anderen Song aus dem "Book" live auf der kleinen Bühne spielen; auch, um so auf ihr Konzert am 27. Mai im Hebbel am Ufer einzustimmen.
Svenja Jung wurde durch den ZDF-Mehrteiler „Der Palast“ einem breiten Publikum bekannt – dort spielte sie gleich beide Zwillingsschwestern, von denen eine als Profitänzerin in Ost-Berlin lebt. Es war nicht ihre einzige Tanzrolle: Schon in ihrer Jugend nahm Svenja erfolgreich an Tanzwettbewerben teil. Im Podcast sprechen wir mit ihr über den Tod, ihren neuen Film „Sterben für Anfänger“ – und über die kleinen Flunkereien, mit denen sie sich im Schauspielbusiness durchgeschlagen hat oder bis ans Great Barrier Reef gelangte. Podcasttipp „Lisas Paarschitt: Der Beziehungs-Podcast mit Lisa Ortgies“: https://www.ardaudiothek.de/sendung/lisas-paarschitt-der-beziehungs-podcast-mit-lisa-ortgies/94669398/
Bei "Woanders", seinerzeit ein radioeins-Album der Woche, drehte sich 2021 alles um von Masha Qrella vertonte Gedichte des 2001 verstorbenen Autors Thomas Brasch. Eines der so entstandenen Stücke, die Single "Geister", wurde von unseren Hörer*innen sogar auf Platz 27 der 100 beliebtesten Songs des Jahres gewählt. Vier Jahre später nun erschien Ende März mit "Songbook" der Nachfolger, und wie der Titel schon andeutet, finden sich darauf ebenfalls Texte (und diesmal auch Musik) aus "fremder Feder", kombiniert mit ausgewählten Eigenkompositionen. In gewisser Weise ist Qrellas neues Album eine Art "Best-of", versammelt sie doch hier die gelungensten und interessantesten Lieder, die sie aus ganz unterschiedlichen Anlässen aufgenommen hat, zu einem dennoch erstaunlich schlüssigen Gesamtwerk – zu einem guten Teil bislang unveröffentlicht, aber alles andere als "Ausschuss". So steht beispielsweise eine melancholisch-reduzierte Gitarrenversion des Whitney Houston-Evergreens "I Wanna Dance With Somebody", die im Kontext einer letztlich nicht zustande gekommenen Auftragsarbeit für einen Fernsehfilm-Soundtrack ihren Anfang nahm, in trauter Eintracht neben der Adaption eines Textes von Novalis. Diesen zu singen "ertrug" die 1975 in Ost-Berlin geborene Künstlerin, wie sie sagt, jedoch nur in der englischen Übersetzung, deren Titel "Sometimes The Rain Just Keeps Falling For A Long Time" sie auf positive Weise an den Namen des von ihr geschätzten Prince-Songs "Sometimes It Snows In April" erinnerte. Hinter jedem der Lieder auf "Songbook" steckt eine ähnlich interessante Geschichte, in die einzutauchen es heute Abend Gelegenheit gibt. Denn Masha Qrella besucht uns im studioeins und wird im Anschluss an das Interview selbstverständlich auch den ein oder anderen Song aus dem "Book" live auf der kleinen Bühne spielen; auch, um so auf ihr Konzert am 27. Mai im Hebbel am Ufer einzustimmen.
Im Herbst ‘89 ist in Ostberlin nichts mehr so, wie es mal war. Während Jana und Frank Hochzeit im Palast der Republik feiern, fällt die Mauer. Jana, Frank und ihre Familien, die unterschiedlicher nicht sein könnten, erleben den Aufbruch in eine neue Zeit. Es sind die Wendejahre und die ersten Jahre im wiedervereinigten Deutschland. Mit all ihren Krisen und Hoffnungen. Staffel 1 und 2 jetzt in der Audiothek: https://1.ard.de/Zwischenzeiten
Anne Gersdorff ist Aktivistin, Sozialarbeiterin und Autorin – und eine Kollegin, die ich regelmäßig im Büro sehe.In dieser Folge erzählt sie mir, wie ein kaputter Aufzug sie dreieinhalb Jahre lang aus ihrer eigenen Wohnung ausgesperrt hat – und wie viel Macht Bürokratie über Barrierefreiheit haben kann. Wir reden über absurd enge Gaudí-Aufzüge in Barcelona, Schattenvorschriften für Neubauten und über ein Bildungssystem, das immer noch viel zu viele ausschließt.Anne nimmt mich mit in ihre Schulzeit in Ostberlin, spricht über Assistenz als politisches Werkzeug und erklärt, warum es kein Widerspruch ist, gleichzeitig für Inklusion zu kämpfen und Menschen mit Behinderung auch mal das Scheitern zuzugestehen.Ein Gespräch über strukturelle Hürden, wachsende Bewegungen und das gute Gefühl, nicht alleine zu sein. Aufzugtür auf für Anne Gersdorff!Annes Empfehlungen: Karina Sturm, Max Czollek, Emilia Roig, Feuer und BrotDiese Folge wurde dir präsentiert von Schindler Aufzüge. Willst du noch mehr über Aufzüge erfahren und vielleicht mit uns ganz nach oben fahren, dann steig gern ein. Unter schindler.de/karriere findest du viele Möglichkeiten für Einsteiger und Senkrechtstarter.Steady: So kannst du meine Arbeit unterstützenHier findest du mehr über mich: WebsiteInstagramTwitterLinkedInDieser Podcast ist eine Produktion von Schønlein MediaProduktion und Schnitt: Tim RodenkirchenCoverart: Amadeus Fronk Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Katja Lange-Müller ist 1951 in Ost-Berlin als Tochter einer hohen SED-Funktionärin geboren. Sie reiste 1984 offiziell aus der DDR aus und ging nach West-Berlin. Ihr Leben ist vom Bruch mit ihrer Mutter, Inge Lange, gekennzeichnet. Inge Lange war Kandidatin des Politbüros der SED.
Katja Lange-Müller ist 1951 in Ost-Berlin als Tochter einer hohen SED-Funktionärin geboren. Sie reiste 1984 offiziell aus der DDR aus und ging nach West-Berlin. Ihr Leben ist vom Bruch mit ihrer Mutter, Inge Lange, gekennzeichnet. Inge Lange war Kandidatin des Politbüros der SED.
Geboren in Ost-Berlin, wollte Julia Peukert erst S-Bahnfahrerin werden. Dank der Wende konnte sie auf den Berufswunsch "Pilotin" umsatteln, den sie bis heute ausübt. Weil die Kinder mittlerweile groß genug sind, konnte sie von der Kurz- auf die Langstrecke wechseln und fliegt regelmäßig von Frankfurt aus die weite Welt an.
Geboren in Ost-Berlin, wollte Julia Peukert erst S-Bahnfahrerin werden. Dank der Wende konnte sie auf den Berufswunsch "Pilotin" umsatteln, den sie bis heute ausübt. Weil die Kinder mittlerweile groß genug sind, konnte sie von der Kurz- auf die Langstrecke wechseln und fliegt regelmäßig von Frankfurt aus die weite Welt an.
Was bedeutet das Waffenruhe-Abkommen mit der Hamas für Israel, und welche Rolle hat Donald Trump dabei gespielt? Darüber spricht der auch in Israel tätige Rechtsanwalt Nathan Gelbart. Olaf Scholz war in den 80er-Jahren ein gern gesehener Gast in Ostberlin, bei den Spitzenfunktionären von SED und FDJ. Dieses Thema hat der Historiker Hubertus Knabe erforscht. Das Schweizer Bundesgericht in Lausanne entscheidet heute, ob eine katholische Mädchenschule in Wil weiter katholisch und nur für Mädchen sein darf. Klaus Rüdiger wird die Verhandlung für den Kontrafunk verfolgen. Und im Kommentar von Philipp Gut geht es um den angekündigten Rücktritt der Schweizer Verteidigungsministerin Viola Amherd.
"Dieses Land ist es nicht" – mit diesem Text sang der Politrocker Rio Reiser seinen Fans aus der Seele – 1988 auch in Ostberlin! Henry Bernhards Feature rekonstruiert dieses legendäre Konzert und dessen Hintergründe.
Christopher & Jobst im Gespräch im Gespräch mit Crocker. Wir reden über Lernen von Toxic Reasons, Kisten im Keller, Plattenläden, eine schwere Handverletzung, der Name Crocker, Thomas Gottschalk & die Dead Boys, Jethro Tull & Rory Gallagher, nicht gegen alles sein, Vater hat n Iro geschnitten, keine Nieten in Bottrop, Anti-Pasti auf der Lederjacke, Geröll-Bürgersteige, supertoller Zusammenhalt, spiel nicht mit den Schmuddelkindern, allem gegenüber offen zu sein, richtig große Scheiße bauen, Killing Joke, Esch-Haus mit Östro 430, "Drei Punker kippen Panzer um", ein Kanonenofen in der Zeche Carl, eine Mokick, mit 13 im Ratinger Hof, ein Mikro in eine Akkustikgitarre legen, covern mi Dead Rabbits & Totally Useless, mit GBH im Freiburger Crash, das Label hinter Upright Citizens, Live im Gartenhäuschen, die Plattenküche, die Bands Clox, Jello ruft bei Anton an, vegan essen mit den Bad Brains, die Stern-Brüder von BYO, Gary Tovar vom Coachella, live im CBGBs, fliegen mit People´s Express, Ruthie´s Inn in San Francisco, mit den Donots in Schüttorf, Crockers Initiative zur Hilfe beim Ahrtal, dann aber doch für die Ukraine, kurz vor der Wende in Ost-Berlin, Trabis mit Anhängern, Bestseller 12" von Iron Maiden & Duran Duran, Absacker mit Metallica, Crocker & Lars Ulrich, ein Reset von 100 auf Zero, doppelte Arbeitslosigkeit, anfangen zu gucken was geht, 495 Bewerbungen schreiben, eine SAP-Weiterbildung, Leitung einer Corona-Teststation, Akquise in der Erwachsenenbildung, es fehlt die Internationalität, im Radio Kopfhörer gewinnen, Kartoffel-Lauchsuppe mit Croutons, uvm. Zwei Songs für die Playlist: 1) Ein Song, den Crocker als 15-jähriger geliebt hat: THE SWEET - Ballroom Blitz 2) Ein richtig guter deutscher Punk-Song aus den 80ern: SLIME - ACAB
SBS-Hörer und Zeitzeuge David Kiefel war 10 Jahre alt, als die Berliner Mauer fiel und lebte damals mit seinen Eltern im Bezirk Pankow in Ostberlin. Trotz seines jungen Alters war sich David der Folgen der Wende für einige systemtreue Mitbürger bewusst. Ein Gespräch über den Mauerfall und die folgende Zeit der Transformation.
Wie gefällt Ihnen Eins zu Eins. Der Talk? Wen wollten Sie schon immer bei uns hören, an wen erinnern Sie sich gerne? Wir würden uns freuen, wenn Sie sich 5 Minuten Zeit für unsere Umfrage nehmen würden. Link in der Beschreibung. https://1.ard.de/umfrage-eins-zu-eins-der-talk- Die Schwarz-Weiß-Fotografien von Michael Dressel zeigen seine Sicht auf die amerikanische Gesellschaft. Mit großem Unbehagen beobachtet er die Entwicklungen in seiner Wahlheimat.
Im September 1964 predigte Martin Luther King in Ost-Berlin. Erst iin der Marienkirche am Alexanderplatz, dann in der nahegelegenen Sophienkirche. Damals schöpften die Menschen Trost aus seinen Worten über die Befreiung der Unterdrückten. 25 Jahre später fiel die Mauer. Hat die Rede vom gewaltlosen Widerstand einen ersten Anstoß für die friedliche Revolution gegeben?
Erinnern Sie bitte mal kurz an Ihre Schulzeit, auch wenn diese schon etwas zurückliegt. Denken Sie an den Deutschunterricht. Goethes Werther, Max Frisch und Homo Faber, Hermann Hesses "Narziß und Goldmund". Große Literatur, bestimmt, aber naja: Männer, die über Männer schrieben. Da half es sehr, wenn man die Freude am Lesen schon vorher für sich entdeckt hatte, denn diese kleinen, eng bedruckten Reclam-Hefte machten nicht unbedingt Lust auf mehr, um es mal so zu formulieren. Wie mag es sich wohl für eine zeitgenössische Autorin anfühlen, wenn ein eigenes Buch plötzlich zur Pflichtlektüre für’s Abitur wird! "Heimsuchung" ist so ein Werk, geschrieben von Jenny Erpenbeck, die weltweit als Deutschlands erfolgreichste Schriftstellerin gilt. Zur Welt kam sie 1967 in Ost-Berlin als Spross einer Familie, die zur geistigen Elite der DDR gezählt wurde und wird. Jenny Erpenbeck machte eine Lehre als Buchbinderin und studierte anschließend Theaterwissenschaft und Musiktheaterregie. Seit sie Bücher schreibt, finden diese regelmäßig Beachtung und: werden mit den wichtigsten nationalen und internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet, zuletzt das Buch "Kairos", für das sie 2024 als erste Deutsche den International Booker Prize erhielt. Playlist: Remy Shand - Take a Message Lucio Dalla - Ulisse coperto die Sale Swingle Singers - Partita No Janis Joplin - Mercedes Benz Hermann Prey singt Franz Schubert - Du bist die Ruh Nina Hagen - Naturträne Rufus Wainwright - Early Morning Madness Elisabeth Schwarzkopf singt aus "Der Rosenkavalier": Arie der Marschallin - Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding | Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
Das erste Essen, an das sich mein heutiger Gast erinnert, ist der Schokoladenpudding ihrer Oma. Auf den Tupoka Ogette aber eine Weile verzichten musste, als sie mit ihrer jungen Mutter kurz vor der Maueröffnung aus Ostberlin in den Berliner Westen ausreiste. Ziemlich Hals über Kopf, plötzlich war so vieles anders, auch das Essen im besetzten Haus, aber man gewöhnt sich an alles. Woran sich das 1980 in Leipzig geborene Mädchen nicht gewöhnen konnte, waren die abfälligen Bemerkungen anderer Kinder, „Na, wann gehst du wieder nach Hause?“ oder „Wie ist es im Dschungel?“ Tupoka fühlte sich keinen Deut weniger sächsisch als die anderen, warum auch, nur, weil sie schwarz war? Ihr Vater kam als Elitestudent aus Tansania in die DDR, reichte das wirklich schon, um anders zu sein? Das Ausgegrenztwerden blieb, auch im Westen, aber aus Tupoka wurde ein selbstbewusstes Kreuzberger Girl, das Trompete spielte und alle Werbespots auswendig konnte. Heute ist sie selbst Mutter, eine vielbeachtete Autorin, die sich auf nachvollziehbare und ungereizte Weise mit Rassismuskritik beschäftigt, ihre Thermoskanne beschriftet, für sich und ihre Familie überflüssigerweise ein Nacho-Set anschaffte und Applecrumble mit Vanilleeis liebt. Okay, wer nicht? *** WERBUNG Toast Hawaii wird unterstützt von dmBio, die Bio-Lebensmittelmarke von dm-drogerie markt. Ganz nach dem Motto „Natürlich lecker erleben“ bietet dmBio mit mehr als 550 Produkten eine vielfältige Auswahl – von leckeren Snacks für zwischendurch bis hin zu original italienischen Tomatensaucen. Haben auch Sie eine dmBio-Geschichte, die im Podcast erzählt werden soll? Dann schreiben Sie uns gerne unter rustberlin@icloud.com ÖKO-Kontrollstelle: DE-ÖKO-007
Materialmangel und die kirchenfeindliche Politik in der jungen DDR erschwerten nach 1945 den Wiederaufbau und Erhalt der Kirchen. Doch 1972 gab es das Sonderbau-programm "Neue Kirchen für neue Städte". Gebaut wurde vom Staat, bezahlt wurde mit Devisen aus der Bundesrepublik. Allein im Osten Berlins wurden acht neue Gotteshäuser errichtet – sie spiegelten auch das Selbstverständnis der Gemeinde.
Sport und Spiele verspricht die Pionierorganisation, deren Gründung am 20.3.1949 in Ostberlin gefeiert wird. Doch Teilnahme ist Pflicht, Ziel ist die Treue zur DDR. Von Thomas Klug.