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Ließen sich die zuletzt von mir rezensierten Bücher eher storyorientiert an, ging es vor allem um Effekt und Fortgang, sind wir mit Robert Seethalers “Der Trafikant” endlich wieder beim Gefühl. Wir lesen von der großen Liebe einer alleinerziehenden Mutter zu ihrem Sohn, die völlig ohne inzestiöse Gedanken daherkommt, obwohl die beiden in der tiefen Einsamkeit eines Bergdorfes am Rand der Alpen leben, der Sohn jetzt schon siebzehn Jahre zählt und die Mutter nicht unsexy daherkommt. Letzteres hilft ein bisschen, denn wir sind im Jahr 1937, und da reicht das Einkommen einer alleinstehenden Mutter in einem Dorf im Salzkammergut nie im Leben für einen Zweipersonenhaushalt, egal ob als Bäuerin oder Kellnerin im lokalen Gasthaus. In der Saison ist man auf die Zuwendungen des einen oder anderen Touristen angewiesen, im Winter ist Franzens Mutter froh, dass der Gastwirt, der reichste Mann im Dorf, ein Auge auf sie hat. Zum Glück ist er halbwegs ein Kavalier, zumindest nicht knausrig, er isst gern, trinkt dazu seine 8 Biere und 4 Schnäpse und stinken tut er auch nicht, ist er doch ein leidenschaftlicher Schwimmer im kristallklaren Bergsee, direkt vorm Haus der Kleinstfamilie. Leider isst er gern, trinkt Biere und Schnäpse und hatte, von dem bisschen Sturm, der gerade überm Dorf tobt, unbeeindruckt die Hosen runtergelassen und war mit starken Zügen bis in die Mitte des Sees geschwommen, als aus dem Un- ein Gewitter wurde und nun ist er tot, wie die Mutter ihrem Sohn berichtet, und beiden ist augenblicklich klar, dass es das war mit Franzens Kindheit, bei allen Widrigkeiten wohlbehütet wie sie war. Die Mutter habe da eine alte Bekanntschaft, ein bisschen geheimnisvoll, ein Mann auf alle Fälle, alleinstehend, der sich bereit erklärt hat, den Jungen aufzunehmen, auszubilden gar, in Wien, wo Herr Trsnjek wohnt und von Beruf ein Trafikant sei.Rein sprachlich weiß man instinktiv, dass das im deutschen Deutschen komplett unbekannte Wort “Trafikant” aus dem österreichischen kommen muss. Die zeitlich wie geographisch enorme Ausdehnung der K&K Monarchie macht das Wiener Idiom zum Paradies für die Freunde des Lehnwortes. Sorry, Paradeis, natürlich! Beim “Trafikant”, denkt man Verkehr, denkt an “traffic”, an Eisenbahnen von Reichenbach bis Sarajevo, an Dampflokomotiven, Frauen in Rock und Hut, Männer, die sich noch schnell eine Schachtel Zigarillos holen, um die Reise von Wien bis an die Adria zu überstehen, dazu eine Morgen- oder Abendausgabe, je nachdem, wann der Zug geht - und man liegt ziemlich genau richtig. Der Trafikant ist ein Zeitungs- und Tabakwarenverkäufer und zumindest zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Zeilen, habe ich regelrecht noch drei solcher Läden hier in Laufweite, auch wenn die in Ostdeutschland “Lottoabgabestellen” heißen oder einfach nur “Zeitungsladen” - nicht mehr lange, muss man fürchten.Waren die ersten siebzehn Jahre für Franz von der Liebe zu seiner Mutter und der Alpenlandschaft geprägt, ist der Umzug in das Wien von 1937 durchaus schockierend. Aber man kommt nicht umhin, dem Jungen Respekt zu zollen, er findet sich schnell rein, lernt von Otto, dem Besitzer des Ladens, das Handwerk. Das besteht neben einer Grundbildung Tabakwaren vor allem aus einer Fähigkeit: dem Zeitunglesen. Denn nur so versteht man die Kundschaft, die so vielfältig ist wie die Zeitungslandschaft in der Noch-Österreichischen-Hauptstadt.Während das Vorkriegs-Warschau des letztens hier besprochenen Buches “Der Boxer” geprägt war von tiefem Rassismus, wirtschaftlicher Ungleichheit und (daraus resultierender) extremer Gewalt, erscheint das Wien der neunzehnhundertdreißiger Jahre zivilisiert, anständig und freundlich. Als Hauptstadt eines paneuropäischen Kaiserreiches über die Jahrhunderte hinweg, ist die Gesellschaft immunisiert, denkt man, gegen die Extreme des Nationalismus, es geht einem gut, man kommt aus miteinander. Aber der Wiener Schmäh verklebt einem die Augen und die Ohren - bis wir Franz begleiten, wie er sich auf die Suche begibt nach einer ganz außerordentlich lebensfrohen Böhmin, die ihm auf dem Prater den Kopf verdreht hat und er sie schließlich in einem abgefuckten Wohnhaus findet, eine Etage über einem illegalen Schweinestall, zusammen mit dreißig anderen Tschechinnen hausend, in einer einzigen Wohnung. Bis wir den Fleischemeister aus dem Laden gegenüber des Trafikanten kennenlernen, ein grundlos neidvoller Wutbürger, der Typus, der sich acht Jahrzehnte später über die ganze Welt verbreiten sollte. Bis wir die feineren Damen der Gesellschaft im Laden über die Juden reden hören. Mit diesen Vignetten zieht uns Robert Seethaler ganz nebenbei in den Strudel des Nationalsozialismus, so wie dieser die ganze Welt in den seinen sog, damals und heute. Denn eigentlich begleiten wir Franz doch nur auf seinem Weg und Weh ins Leben, wie er so furchtbar unglücklich verliebt ist, in die Anezka, die Bier liebt und Gulasch und Tanzen und Sex aber halt nicht den Franzl, wie er selbst bald merkt, dass das nicht gut gehen wird, aber, wie das so ist mit siebzehn ist, es geht nich ohne sie, die Welt geht unter ohne sie und er einfach nicht mehr weiter weiß.Da betritt in einem wirklich unerwarteten what-the-f**k Moment Siegmund Freud die Szene: “Ja, klar, Wien, natürlich!”, schlägt man sich die Hand vor die Stirn, natürlich lebte dort Siegmund Freud und zwar gleich die Straße hoch vom Trafikanten und wie Franz lernt, ist der ein berühmter Doktor, der den Leuten den Kopf wieder richtet. Und ein Jud. Aber was es mit denen auf sich hat, war Franz noch nie so recht klar, sind doch ganz normale Leute, was haben alle nur..Was für eine Wendung, waren wir doch bisher nicht ganz klar, worum es im “Trafikanten” gehen soll. Für einen Heimatroman haben wir die Alpen zu schnell verlassen, für ein coming of age Buch gibt es zu viel Kulisse und jetzt steht da auch noch der fast neunzigjährige Freud in der Tür, beziehungsweise geht gerade raus aus ihr und Franz denkt sich, wenn der Mann so viel vom Verrücktwerden versteht, kann er ihm vielleicht helfen, denn er wird doch gerade sehr verrückt wegen seiner Liebe zu Anezka. Also steckt er sich eine Handvoll Zigarren Freuds Lieblingsmarke “Hoyo de Monterrey” ins Jacket, folgt dem berühmten Herrn Doktor und setzt sich auf die Bank vor seinem Haus. Irgendwann muss der ja mal wieder rauskommen und dann kann er ihn vielleicht fragen, was er machen soll mit der Anezka, ist ja sein Job.All diese Szenen sind geschrieben in unaufgeregter wunderschöner Prosa und obwohl wir ahnen, worum es bald gehen wird - worum soll es schon gehen, in Wien, ein Jahr vor dem Anschluss - ist doch alles irgendwie normal. Es ist normal aus der heutigen Sicht auf die Welt, unterscheidet die sich doch leider nicht sehr von der in 1937. Arbeiter, Doktoren, Tagelöhner, reiche Witwen geben sich die Klinke in die Hand, beim Trafikanten, der kennt jeden und alle, sie sich untereinander jedoch nur aus der Zeitung. Jeder lebt in seiner kleinen Blase und die Weisheiten über die Welt stehen im “Volksblatt” für den Arbeiter (die Juden sind schuld), dem “Kleinen Blatt” für die Dame (die Juden sind schuld) und in der “Wiener Zeitung” für den feinen Herrn (die Juden, ditto). Und so braucht es nicht lange bis die Scheiben vom Trafikanten beschmiert werden. Zwar lebt hier gar kein Jude, aber so richtig koscher ist Otto Trsnjek mit seinem einem Bein (das andere blieb im Weltkrieg, dem ersten, logischerweise) auch nicht, man weiß es nicht. Und von hier an lassen wir dem Leser ein bisschen die Story entdecken, denn sie zu lesen ist nicht nur erwartbar traurig, sie ist auch sehr schön und sie ist ein bisschen wichtig.lZu sehr erinnert das seltsame Nebeneinanderherleben aller in diesem Wien, in diesem untergegangenen Kaiserreich an das heutige Deutschland, denn da war so ein Österreicher, der da beeindruckend für Ordnung sorgte in Berlin, wie man schon neidlos anerkennen muss - so die meisten Wiener. Zu sehr erinnert der Gröfaz von damals an so manche Lokalpolitiker heute, einen aus Thüringen zum Beispiel, den man jetzt offiziell einen Nazi nennen darf und dessen Partei in diesem Herbst dennoch mehr als 40% der Leute wählen wollen (in Sachen-Anhalt). In den Zeitungsläden von Magdeburg und Halle liegen vielleicht weniger verschiedene Zeitungen aus als in Wien, 1937, aber gemein ist ihnen, dass diese Zeitungen den gleichen Prinzipien wie damals auf den Leim gehen: es muss laut sein, es muss eine einfache Lösung versprechen und es braucht einen Sündenbock - und ob das ein Jude oder ein Afghane ist, ist dem Nazi wurscht und für beide Opfer ist es jeweils egal, ob sie einen Baseballschläger über den Schädel oder hochoffiziell von einem Polizisten per Flugzeug den staatlich verordneten Totschlag per Abschiebung bekommen.Und keinen kümmert es so recht, hat man das Gefühl, steht ja alles in der Zeitung oder beim Tiktoker und wenn es alle ok finden, isses schon ok. Statt sich kurz zu fragen, wie es der Frisörin, dem Zeitungsverkäufer, dem Geflüchteten heute geht, tun wir das genausowenig wie sich die Leute damals um die Leben und Gefühle der Fleischer oder der Trafikanten oder der weltberühmten Psychologen scherten.Rufen möchte man! Ob man vielleicht mal kurz den Kopf heben kann, bittschön?! Den Spiegel/Freitag/Junge Freiheit weglegen und selbst denken und bedenken, was die Konsequenzen sind, wenn man das so lange nicht tut, bis es zu spät ist!All das tut Robert Seethaler mit seiner Erzählung, vordergründig in einer gelassenen Schönheit, dass man zunächst zweifelt, ob das so angebracht sei und man dann merkt, dass das der Trick ist, nicht nur uns Leserinnen bei der Stange zu halten, sondern die erschreckende banale Schönheit kurz vor der Katastrophe zu malen, auf das wir diesmal vielleicht die Zeichen der Zeit rechtzeitig sehen. This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit lobundverriss.substack.com
Robert Seethalers Romane erreichen ein Millionenpublikum, gehören zur Schullektüre und zwei seiner berühmtesten Bücher, "Der Trafikant" und "Ein ganzes Leben", wurden verfilmt. Es ist oft die Welt im Kleinen, von der Robert Seethaler in seiner poetischen und klaren Sprache erzählt. Morgen erscheint sein neuer Roman "Die Straße". Dabei geht es nicht um eine besondere oder berühmte Straße, sondern um irgendeine Straße, "irgendwo dazwischen". Auf radio3 spricht Robert Seethaler mit Katja Weber über scheinbar unbedeutende Ort und ihre Geschichten.
In dieser Rezension spreche ich über das Buch "Der Trafikant" von Robert Seethaler, das im österreichischen Wien des Jahres 1937 spielt. Die Geschichte folgt dem 17-jährigen Franz Hochel, der seine Heimat verlässt, um als Lehrling in einem Tabak- und Zeitungsgeschäft sein Glück zu finden. Dort trifft er den berühmten Sigmund Freud, was zu einer ungewöhnlichen Freundschaft führt. Als Franz sich in die Varieté-Tänzerin Anetzka verliebt, bittet er Freud um Rat, doch auch dieser kämpft mit eigenen Problemen. Meine persönliche Rezension zu "Der Trafikant" beginnt mit der Begeisterung für das Buch, initiiert durch einen Lesezirkel in Gießen. Die Handlung, die in Wien spielt, beleuchtet die wachsende Freundschaft zwischen Franz und Freud, während politische und gesellschaftliche Veränderungen die Atmosphäre in der Stadt belasten. Die Entwicklung der Charaktere, insbesondere die Beziehung von Franz zu seiner Mutter, fesselte mich zutiefst. Durch die detailgetreue Darstellung der Zeit um 1938 fühlte ich mich in die Geschichte hineingezogen. Der Roman bietet tiefe Einblicke in die Gedankenwelt der Figuren und zeigt ihre Reaktionen auf die sich verändernde Welt. Mit einfühlsamen Beschreibungen schafft Seethaler eine Atmosphäre, die mich als Leser tief berührte. Die Mischung aus politischem Geschehen und emotionaler Tiefe fesselte mich bis zum Schluss. "Der Trafikant" ist nicht nur ein Buch über die politischen Ereignisse jener Zeit, sondern auch eine Erzählung über Freundschaft, Liebe und Verlust. Abschließend empfehle ich "Der Trafikant" allen Lesern, die sich für historische Romane mit tiefer Charakterentwicklung interessieren. Die Schreibweise von Seethaler und die detaillierte Darstellung der Atmosphäre machen das Buch zu einer fesselnden Lektüre. Mit seinem Erscheinungsjahr 2013 und einem Preis von 14 Euro ist es ein Werk, das auch heute noch relevant ist und viele Leser ansprechen dürfte. Viel Vergnügen beim Eintauchen in die Welt von Franz, Freud und Anetzka wünscht Markus von literaturlounge.eu.
Was ist eine Trafik und warum sollte man die Romanadaption von Robert Seethalers „Der Trafikant“ sehen? Dramaturgin Karen Schultze erklärt kurz und knapp alles Wichtige zur Inszenierung von Christina Gegenbauer.Der TrafikantSchauspiel von Robert SeethalerMit: Florian Voigt, Barbara Ullmann, Michael Hiller, Klaus-Michael Nix, Tamara Theisen, Paul Hess und Raphael Christoph GroschInszenierung: Christina GegenbauerMusikalische Leitung: Nikolaj EfendiAusstattung: Frank AlbertDramaturgie: Karen SchultzeRegieassistenz: Mathias Kremer
In Robert Seethalers Roman "Der Trafikant" freundet sich der siebzehnjährige Franz mit dem einundachzigjährigen Sigmung Freud an und erlebt in Wien die Annektierung Österreichs durch die Nazis. Der Roman wurde oft für eine Leichtigkeit gelobt, die meiner Meinung nach viel mit dem zu tun hat, was er beim Erzählen weglässt. Dieser Beitrag als Blogpost Mein Youtube-Kanal Mein Instagram
Talk mit Felix Huber, praktizierender Hausarzt und Leiter und Mitbegründer von mediX, dem ersten Ärztenetzwerk der Schweiz. Felix Huber ist seit knapp 40 Jahren mit Leib und Seele Hausarzt und ein Pionier in der hausärztlich koordinierten medizinischen Versorgung. 1998 hat er die Gründung von mediX, dem ersten Praxisnetzwerk, angestossen und damit den Grundstein für das Hausarztmodell gelegt.
Die Geschichte des jungen Franz, seiner Liebe zu Anezka und seiner Freundschaft mit Sigmund Freud im Wien der Dreißigerjahre. In der heutigen Folge sprechen wir über die sich 1937 dramatisch zuspitzenden politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse, das Erwachsenwerden des 17-jährigen Franz Huchel in dieser Zeit und seine Freundschaft zum weltbekannten Psychoanalytiker Sigmund Freud. Fan vom Literatursenf? Unsere Website: https://www.literatursenf.de/ (www.literatursenf.de) Folge uns auf https://www.instagram.com/literatursenf/ (Instagram)! Folge uns auf https://www.youtube.com/channel/UCBXVdl6w7sAUi0NK9nfxnGg (YouTube)! Folge uns auf https://www.facebook.com/literatursenf/ (Facebook)!
Diesmal hat Julia Manhardt einen Gast, dessen Stimme Superfly-Hörern bereits bekannt ist: Johannes Rhomberg. Er gestaltet für Superfly schon seit einigen Jahren Beiträge, kommt aber eigentlich aus der Schauspiel-Ecke. Und dort ist er derzeit auch im Stück "Der Trafikant" im Waldviertler Hoftheater zu sehen.
Wir schreiben das Jahr 1937 bzw. 1938. Den junge Franz Huchel aus dem Salzkammergut hat´s nach Wien verschlagen, als Lehrbub in die Trafik des Otto Trsnjek. Dort lernt er das Geschäft und auch die Liebe kennen (und an letzterer zu leiden lernt er auch) und er muss die Erfahrung machen, daß die Zeiten für solche wie den Otto Trsnjek, aber auch für ihn, nicht gut sind seit die Herren aus Berlin in Wien das Sagen haben…. Gerhard Luhofer stellt ihnen den Roman „Der Trafikant“ von Robert Seethaler vor, der 2012 im Züricher Verlag „Kein & Aber“ erschienen ist. … Sprecher ist Gerhard Luhofer
Der 17-jährige Franz Huchel geht nach Wien und beginnt eine Lehre als Verkäufer von Zeitungen und Tabakwaren, als Trafikant. Obwohl ihn die Stadt zunächst noch überfordert, gewöhnt sich der Landjunge schnell an die große Metropole und knüpft enge Bindungen zu seinem Ausbilder Otto Trsnjek und zu der schönen Böhmin Anezka. Sogar den großen Psychoanalytiker Sigmund Freud darf Franz bald zu seinen Bekannten zählen. Als jedoch Österreich 1938 an das Deutsche Reich angeschlossen wird und in Wien die Nationalsozialisten ihr Unwesen treiben, ändert sich Franz' Leben schlagartig. In seinem vierten Roman "Der Trafikant" erzählt der österreichische Autor Robert Seethaler mit großer Leichtigkeit vom Erwachsenwerden in unsicheren Zeiten. Wie ihm das gelingt, erfahrt ihr in dieser Folge. Shownotes und Links: Robert Seethaler bei "Kein & Aber" Robert Seethalers Roman "Der Trafikant" bei "Kein & Aber" "Auf ein Buch!" zu Robert Seethalers Roman "Der letzte Satz"
ROOF Music / tacheles! - Hörbuch, Kabarett & Musik aus Bochum
Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel verlässt sein Heimatdorf, um in Wien als Lehrling in einer Trafik - einem Tabak- und Zeitungsgeschäft - sein Glück zu suchen. Dort begegnet er dem Stammkunden Sigmund Freud und ist sofort fasziniert von dessen Ausstrahlung. Als sich Franz kurz darauf Hals über Kopf in die Varietétänzerin Anezka verliebt und in eine tiefe Verunsicherung stürzt, sucht er bei Professor Freud Rat. ACHTUNG, NEUE ISBN: 978-3-86484-670-0
The well known novel by Austrian writer Robert Seethaler provides the basis for the pre-WWII drama, “The Tobacconist” (Der Trafikant ). The film version is directed by Nikolaus Leytner and features one of the final performances from the late Swiss actor Bruno Ganz (“The Manchurian Candidate.”) Russ says, “I suspect that the book wasn’t as […] The post Take Two: “The Tobacconist” (R) appeared first on KKFI.
Der Trafikant als Seismograph historischer Entwicklungen ist uns spätestens seit Robert Seethalers gleichnamigem Roman von 2012 bekannt. In einem kurzen Text der Deutschen Allgemeinen Zeitung vom 13.6.1920 wird der Kioskmann allerdings noch radikaler als Existenzberechtigung des Menschen überhaupt beschrieben. „Seinetwegen sind und vergehen wir.“ Es liest Frank Riede.
CommunityD – Lehrerporträt | Deutsch lernen | Deutsche Welle
Marcos hat sich „einfach so“ in die deutsche Sprache verliebt, so sehr, dass er sie auch unterrichtet. Besonders mag er Komposita wie „Rhabarbermarmelade“. Deutsche im Ausland erkennt er sofort an ihrem Markenzeichen.Name: Marcos Land: Brasilien Geburtsjahr: 1980 Beruf: Deutschlehrer an einer deutschen Schule in São Paulo Das mag ich an der deutschen Sprache: Die Komposita. Ich unterrichte Deutsch, weil … ich mich – einfach so – in die Sprache verliebt habe. 2017 habe ich mich fortgebildet und war für ein Jahr über dasWeiterbildungsprogramm des Pädagogischen Austauschdienstes für ausländische Deutschlehrkräfte in Deutschland. Das ist typisch deutsch für mich: Pünktlichkeit, Ordentlichkeit – und Socken in Sandalen. Daran erkennt man einen Deutschen im Ausland sofort. Meine Lieblingsstadt in Deutschland: Berlin, eine multikulturelle und vielfältige Stadt. Das gefällt mir sehr. Mein deutsches Lieblingsessen: Schweinshaxen. Megalecker! Mein deutsches Lieblingswort: „Rhabarbermarmelade“. Es klingt einfach lustig. Mein deutsches Lieblingsbuch: „Der Trafikant“ von Robert Seethaler, ein Roman über Liebe, Freundschaft und Geschichte. Mein Lektüretipp für den Deutschunterricht: „Werther: Goethes großes Liebesgeschichte neu erzählt“ aus dem Hueber Verlag. Wieder geht es um Liebe! Das ist für meine Schüler schwer an der deutschen Sprache: Die Artikel und der Kasus. Mein größtes Erfolgserlebnis als Lehrer: Wenn schon kleine Kinder in der Lage sind, ganze Sätze auf Deutsch zu formulieren.
Mit 24 mehr oder weniger kleinen Sonderfolgen wollen wir euch die Zeit bis zum Heiligabend etwas verkürzen. ________________________ Social Media Kanäle von Frontispiz: Podigee: https://frontispiz.podigee.io/ Twitter: https://twitter.com/Frontispizpcast Instagram: https://www.instagram.com/frontispizpodcast/?hl=de
Das Buch zählt nicht. Birgit und Hari haben es eh nicht gelesen, sinnfreie Vergleiche findet ihr also woanders. Sehr wohl diskutieren wir die Laufzeit, die Figuren und die, die sie darstellen, und den österreichischen Freud-Fetisch. Bis Minute 7:30 spoilerfrei! Alle Infos zur Episode https://bruttofilmlandsprodukt.net/podcast-67-der-trafikant/
ROOF Music / tacheles! - Hörbuch, Kabarett & Musik aus Bochum
Die Geschichte von Franz, Freud und Anezka im Wien der 30er-Jahre Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel verlässt sein Heimatdorf, um in Wien als Lehrling in einer Trafik - einem Tabak- und Zeitungsgeschäft - sein Glück zu suchen. Dort begegnet er dem Stammkunden Sigmund Freud und ist sofort fasziniert von dessen Ausstrahlung. Als sich Franz kurz darauf Hals über Kopf in die Varietétänzerin Anezka verliebt und in eine tiefe Verunsicherung stürzt, sucht er bei Professor Freud Rat.