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Die Batterie ist eine Schlüsselkomponente des Elektrofahrzeugs. Deutschland braucht eine integrierte Zell- und Batteriesystemproduktion. Diese zwei Sätze stammen aus dem Jahr 2010, sie stehen im ersten Zwischenbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität, die von der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ins Leben gerufen wurde. Die Erkenntnis ist also nicht neu. Doch mittlerweile ist der Weltmarkt für Batteriezellen fest in chinesischer Hand. In Deutschland scheiterten die meisten Versuche, eine Produktion aufzubauen. Spektakulär war das Aus für Northvolt im vergangenen Jahr, trotz hoher dreistelliger Millionenförderung. Zwar gibt es in Thüringen eine Fabrik, die Akkus in hohen Stückzahlen produziert. Sie gehört allerdings CATL, einem chinesischen Hersteller, der allein rund 40 Prozent des Weltmarkts bedient. Alle Hoffnung ruht nun auf einem Projekt der Volkswagen-Tochtergesellschaft PowerCo in Salzgitter. Wie es so weit kommen konnte, und warum wir die Hoffnung auf eine von China unabhängige Industrie trotzdem nicht aufgeben sollten, diskutieren wir in dieser Folge des Podcasts Digitalwirtschaft mit Professor Martin Winter. In der Autoindustrie wird der Elektrochemiker auch als „Batteriepapst“ bezeichnet, er forscht seit 30 Jahren an Akkus und war vom ersten Tag an Mitglied der Nationalen Plattform. Hauptberuflich ist er Wissenschaftlicher Direktor des MEET, des Batterieforschungszentrums der Universität Münster, das er selbst aufgebaut hat. Die Ursache für den Status quo sieht Winter zu wesentlichen Teilen im Beharrungsvermögen der deutschen Industrie sowie in der Illusion, man könne dauerhaft auf einen fairen Welthandel setzen. „Das haben wir selber zu verantworten“, sagt Winter. Eine profitable Produktion von Batterien setze voraus, dass man hohe Stückzahlen mit geringen Fehlerquoten erreicht. Dies aber sei nur mit entsprechender Erfahrung möglich. Deshalb rät Winter dazu, mit der Produktion so rasch wie möglich anzufangen. „Die Chancen sind da“, man müsse dafür jedoch das System so umbauen, dass weniger Verluste in Bürokratie und Regularien auftreten.
Zehn Millionen Einwohner, das soll die maximal mögliche Einwohnerzahl in der Schweiz sein. Das wünschen sich zumindest die Initiatoren eines Volksentscheids, über den die Schweizer und Schweizerinnen an diesem Wochenende abstimmen. Derzeit leben 9,1 Millionen Menschen in der Schweiz, Tendenz steigend. Die sogenannte »Nachhaltigkeitsinitiative« will die Begrenzung in die Verfassung schreiben. Die Konsequenzen für das Abkommen über die Personenfreizügigkeit mit der EU könnten gravierend sein. Die Eidgenossen drohen, sich abzuschotten. In dieser Ausgabe von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit Mathieu von Rohr, Leiter des Auslandsressorts des SPIEGEL. Wie viel Zuwanderung erträgt eine reiche Gesellschaft? Könnte den Schweizern ein ähnlicher wirtschaftlicher Niedergang drohen wie Großbritannien nach dem Brexit? Und warum viele Schweizer ein Problem mit zugewanderten Deutschen haben? Mehr zum Thema:(S+) Schweizer Volksabstimmung über Zehn-Millionen-Grenze: Deutsche raus?https://www.spiegel.de/ausland/schweiz-verpasst-sich-das-land-einen-bevoelkerungsdeckel-a-4b04646b-5059-4401-a371-afc47c38aa1d +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Hier geht es zu unserem SPIEGEL Shop. Alle Newsletter vom SPIEGEL finden Sie hier. Hier geht es zur SPIEGEL Akademie. Sie möchten den SPIEGEL mitgestalten? Registrieren Sie sich bei SPIEGEL Perspektiven. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
Atze freut sich auf das Wochenende mit kühlen Pilsken und gut gemixten Aperol Spritz. Ja, wir Deutschen sind wieder wer! Nicht nur der Gewinn der Fußballweltmeisterschaft steht vor der Tür, nein, auch im Tennis sind wir wieder Weltspitze. Alexander Zverev hat uns vor der Siegerehrung gezeigt, dass man seinen Dackel auch mit Zunge küssen kann.Doch die große Frage jetzt zur Eröffnung der WM ist natürlich: Welches Trikot ist das richtige und wie viel Geld muss ich dafür ausgeben? Wäre es nicht sinnvoller, die Kohle für gute Dessous und andere Ehehydraulik zuninvestieren? Wie auch immer man sich entscheidet, in dieser Folge gibt es ne Menge Antworten auf nie gestellte Fragen. Danke!Instagram:https://www.instagram.com/atzeschroeder_offiziell/Hier gehts zum Tippspiel: https://finanzguru.de/wm/invite?code=EXAD13-EXAD13 Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Russland errichtet neue Militärbasen an der Grenze zu Finnland und Norwegen. Für uns steht der Sieger der WM jetzt schon fest. Und Marius Borg Høiby genießt erstaunlichen Luxus im Gefängnis von Oslo. Das ist die Lage am Donnerstagabend. Die Artikel zum Nachlesen: Junge Soldaten aus Nordeuropa: »Wenn Gefahr droht, schaut ihr Deutschen weg« WM 2026: 48 Teams, 48 unnütze Fakten Haftbedingungen von Marius Borg Høiby: Ein Planschbecken für den »Bonusprins« +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Hier geht es zu unserem SPIEGEL Shop. Alle Newsletter vom SPIEGEL finden Sie hier. Hier geht es zur SPIEGEL Akademie. Sie möchten den SPIEGEL mitgestalten? Registrieren Sie sich bei SPIEGEL Perspektiven. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
Themen sind die von der Bundesregierung beschlossene Strategie zur Stärkung der Luftfahrt und der Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA. Doch zunächst Stimmen zu den ausländerfeindlichen Ausschreitungen in der nordirischen Hauptstadt Belfast. www.deutschlandfunk.de, Presseschau
Ein sächsischer Richter musste zwischen zwei Leidenschaften der Deutschen abwägen, womöglich den beiden einzigen, die uns geblieben sind: Zwischen unserer emotionalen Fixierung auf Tempo 30-Zonen und der Liebe zur Feuerwehr. Auf dem Land ist das die Umschreibung für den Sinn des Lebens. Ein Dorf ohne Tempo 30 ist wie eine Kurve ohne Krümmung, und ein Dasein ohne Feuerwehr wie eine Fahnenweihe ohne Drehleiter. Emotional ist das allenfalls mit einem Spritzenhaus ohne Rutschstange oder einem Kommandanten ohne Vierradantrieb zu vergleichen. Eine Glosse von Peter Jungblut.
Die deutsche Wirtschaft will nicht in Fahrt kommen und gerade Mittelständler stehen vor enormen Herausforderungen. Wie die Unternehmen mit der Situation umgehen, weiß Carmen Müller, seit März neue Bereichsvorständin Süd der Mittelstandsbank der Commerzbank. In den ersten zwei Monaten ihrer Amtszeit hat sie sich mit rund 120 Kunden der Bank getroffen, berichtet sie bei FINANCE TV. Ihr Fazit: „Ich finde es unglaublich interessant, wie resilient der deutsche Mittelstand tatsächlich ist.“Doch hinter dieser Stärke verbergen sich ernsthafte Standortfragen: Bürokratie, Energiekosten und eine wachsende Tendenz, Investitionen ins Ausland zu verlagern. Müller spricht Klartext – über den Mittelstand, die Commerzbank-Strategie, den Schatten des Unicredit-Angebotes und die Rolle von KI im Firmenkundengeschäft.Das erwartet Sie im Talk:Warum der deutsche Mittelstand trotz aller Krisen so resilient ist.Weshalb immer mehr Mittelständler ihre Investitionen in internationale Märkte wie die USA verlagern.Was eine Übernahme der Commerzbank durch Unicredit für das Auslandsnetzwerk der Bank bedeuten würde.Wie die Commerzbank KI bereits heute in Kreditentscheidungen einsetzt.Warum Bürokratieabbau für Carmen Müller das Nummer-1-Thema der Politik ist.Die GesprächsteilnehmerHost: Thomas Holzamer (FINANCE Magazin)Gast: Carmen Müller (Bereichsvorständin Süd Mittelstandsbank, Commerzbank)_______________________________________________________________Bei FINANCE TV ist die Finanzwelt im Gespräch! Jede Woche erwarten Sie hier exklusive Interviews mit CFOs, führenden Bankern und Experten aus Corporate Finance. Wir unterhalten uns über alles, was Finanzentscheider wissen müssen: von M&A und Finanzierung bis hin zu Private Equity, Wirtschaftsprüfung, Karriere, Gehalt und aktuellen Finanzskandalen.Kompakt, direkt und auf den Punkt!Mehr Infos gibt es hier: https://www.finance-magazin.de/tv/
Polens Präsident Karol Nawrocki reist zu Donald Trumps Geburtstagsgala nach Washington; im Hintergrund geht es um US-Truppen und eine mögliche dauerhafte Basis in Polen. Im Bundestag wird derweil über das Verhältnis zu Polen debattiert – mehrere Redner fordern, Warschau als gleichwertigen Partner zu behandeln. Und in der Presseschau die Frage: Hat Polen im Streit mit der Ukraine zuerst geblinzelt? Im Magazin erinnern wir an Alfred Jesionowski – Literaturkritiker, Übersetzer und wichtiger Vermittler zwischen polnischer und deutscher Kultur seiner Zeit. Seine Kultursendungen bei Polskie Radio Katowice wurden weit über Schlesien hinaus gehört. Ermordet von den Deutschen, deren Kultur er liebte, starb er 1945 auf einem der „Todesmärsche" und geriet danach in Vergessenheit. Erst die Arbeit seiner Enkelin Olga Płaszczewska holt ihn heute zurück ans Licht. Ein Beitrag von Wojciech Osiński. Mehr dazu im Infomagazin.
Ein Thema sind die heutigen Gespräche der Bundesregierung mit Gewerkschaften und Arbeitgebern über die von der Koalition geplanten Reformen. Doch zunächst geht es um die neue Statistik des Bundeskriminalamtes zu politisch motivierten Straftaten. www.deutschlandfunk.de, Presseschau
Marc Galal - Von 0 zur ersten Million - Der Life & Business Podcast
Ich zeige dir heute, wofür die meisten Deutschen ihr Geld verschwenden – und warum am Ende des Monats nichts übrig bleibt.
Geschätzte Lesedauer: 14 Minuten Was unterscheidet einen deutschen Vertriebsingenieur von einem amerikanischen Sales-Profi – und was kann der deutsche Mittelstand aus fast zwei Jahrzehnten internationalem B2B-Vertrieb lernen? Genau darum geht es in dieser Folge. Mein Gast Olaf Detlef hat acht Jahre in Shanghai verbracht, dann elf Jahre in den USA – und ist seit Anfang 2025 zurück in Deutschland. Als Geschäftsführer von Kendrion Industrial Brakes bringt er Erfahrungen mit, die kaum jemand im deutschsprachigen Mittelstand so gesammelt hat. Und ich sage dir: Es lohnt sich, genau hinzuhören. Internationaler B2B Vertrieb: Drei Kontinente, drei Lektionen Olaf ist kein Vertriebstheoretiker. Er hat als junger Vertriebler den Finger gehoben, als sein damaliger Arbeitgeber – ein Mittelständler mit 300 Mitarbeitern – einen Aufbau in China suchte. Kein Netzwerk, keine China-Erfahrung und außerdem keine Sprachkenntnisse. Aber er war der Einzige, der sich gemeldet hat. Folglich wurden aus geplanten drei Jahren acht. Danach folgte Amerika – auch dort sollte es drei Jahre werden, doch es wurden elf. Wer in zwei Märkten, die kaum unterschiedlicher sein könnten, erfolgreich Vertrieb aufgebaut hat, der sieht danach das Geschäft in Deutschland mit ganz anderen Augen. Was Olaf mitgebracht hat, ist kein Handbuch. Es ist ein Mindset – und eine Menge konkreter Beobachtungen, die direkt auf den deutschen Mittelstand übertragbar sind. Lass uns die wichtigsten durchgehen. China: Zustimmung im Meeting ist keine Zustimmung im System Die erste große Lektion aus dem internationalen B2B Vertrieb kommt aus Shanghai. Olaf hatte ein vielversprechendes Projekt im Bereich Windkraft. Die Meetings liefen gut, die Stimmung war positiv, der CFO war dabei. Beim anschließenden Abendessen fehlte dieser plötzlich. Und am Ende wurde nicht das komplette System bestellt – sondern nur eine Komponente. Was war passiert? Olaf hatte die Zustimmung im Meeting mit einer echten Entscheidung verwechselt. In China läuft vieles über Gesichtswahrung. Ein „Ja" im Gespräch bedeutet oft nicht mehr als: Ich möchte dich nicht in Verlegenheit bringen. Die eigentlichen Entscheider sitzen im Hintergrund – die sogenannte unbekannte Einkäufergruppe. Und die hat niemand auf dem Schirm gehabt. Das klingt zunächst wie ein China-spezifisches Problem. Tatsächlich ist es das aber nicht. Denn genau dasselbe passiert täglich in deutschen Vertriebsgesprächen. Der Kunde sagt: „Schick mir mal ein Angebot." Daraufhin denkt der Verkäufer: Auftrag in Sicht. Was der Kunde gemeint hat: Ich habe keine Zeit mehr für dieses Gespräch. Der Unterschied ist also nur, dass in Deutschland niemand so höflich ist, es nicht zu sagen – und dass in China niemand so direkt ist, es auszusprechen. „Eine Zustimmung im Meeting bedeutet noch lange keine Zustimmung im System." – Olaf Detlef Stakeholder-Management: Der Spaghetti-Ball, den du verstehen musst Eine der wertvollsten Erkenntnisse aus dem internationalen B2B Vertrieb – und gleichzeitig eine, die im deutschen Mittelstand noch viel zu selten gelebt wird – ist das konsequente Stakeholder-Mapping. Olaf beschreibt, wie sein Team eine Kundenorganisation aufgezeichnet hat und am Ende vor einem Bild stand, das aussah wie ein Spaghetti-Ball. Verwirrend. Undurchsichtig. Kaum zu entwirren. Die entscheidende Frage dabei: Wer muss diesen Spaghetti-Ball eigentlich verstehen? Der Kunde selbst? Meistens weiß der nicht mal genau, wer bei ihm intern alles mitentscheidet. Es ist unsere Aufgabe als Vertrieb, das herauszufinden – und zwar bevor wir in den ersten echten Discovery Call gehen. Ein konkretes Beispiel: Olaf hatte ein Projekt, das praktisch abgeschlossen war. Doch kurz vor Projektabschluss meldete sich plötzlich der Produktionsleiter – den niemand auf dem Schirm hatte, nicht einmal der Kunde selbst. Sein Urteil: So geht das nicht. Folglich kam es zu über einem Jahr Verzögerung. Mein Tipp dazu, den ich auch in Workshops immer wieder bringe: Mach eine Stakeholder-Map. Wie in einem Tatort-Krimi – Fotos an die Wand, Fäden ziehen, fragen: Wen kennen wir noch gar nicht? Wer könnte noch mitentscheiden? Wo fehlen uns Informationen? Tools wie LinkedIn Sales Navigator helfen dabei, Entscheidungsstrukturen zu recherchieren – und gezielt Fragen zu stellen, die den richtigen Ansprechpartner ins Spiel bringen. So baust du deine Stakeholder-Map auf So erstellst du eine Stakeholder-Map für komplexe B2B-Deals Bekannte Kontakte auflisten Notiere alle Personen, mit denen du bereits Kontakt hattest – Name, Rolle, Abteilung. Entscheidungsstruktur recherchieren Nutze LinkedIn Sales Navigator, um herauszufinden, wer an wen berichtet und welche Rollen noch relevant sein könnten. Weiße Flecken markieren Wo fehlen Kontakte? Einkauf, Produktion, Qualität, Geschäftsführung – welche Ebenen hast du noch nicht erreicht? Gezielte Fragen im nächsten Gespräch stellen Frag deinen Ansprechpartner aktiv: „Sollten wir auch Herrn Müller aus der Qualitätssicherung einbeziehen?" – so eröffnest du Türen, ohne aufdringlich zu wirken. Map laufend aktualisieren Stakeholder-Maps sind keine einmalige Übung. Aktualisiere sie mit jeder neuen Information aus Gesprächen, E-Mails und Recherchen. Vom Problem hinter dem Problem: Was chinesische Verhandlungsstrategien uns lehren Olaf hatte in China das Glück, einen Mentor zu finden – einen Deutschen, der in Aachen studiert hatte, fließend Deutsch sprach und beide Kulturen wirklich kannte. Dieser Mentor machte ihn auf eine alte chinesische Verhandlungsstrategie aufmerksam, die heute noch im internationalen B2B Vertrieb angewendet wird: das Feuer vom Kochtopf entziehen. Gemeint ist: Das Wasser kocht – aber du musst nicht das Wasser abkühlen, du musst die Flamme wegnehmen. Übertragen auf den Vertrieb: Was ist wirklich die Ursache des Problems? Was will der Kunde wirklich erreichen? Will er Preisführer werden? Nach Europa exportieren? Netzwerk aufbauen? Die Symptome sind sichtbar – die eigentlichen Ursachen liegen tiefer. Das ist im Grunde das, was ich immer als „Problem hinter dem Problem" bezeichne. Ein Kunde sagt, er braucht eine neue Industriebremse. Okay. Aber warum? Was läuft mit dem aktuellen Lieferanten nicht? Welche Herausforderungen hat er? Und wenn er sagt, er ist mit dem aktuellen Lieferanten super zufrieden – was steckt dann wirklich dahinter? Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem Vertriebsingenieur, der Features erklärt, und einem Verkäufer, der wirklich versteht, was der Kunde braucht. Amerika: Geschwindigkeit, Klarheit und der erste Call entscheidet alles Nach acht Jahren China kam für Olaf Amerika. Und der Kulturschock war in gewisser Weise noch größer – weil man glaubt, Amerika zu kennen. Tut man aber nicht. Die USA haben Olaf gelehrt: Im internationalen B2B Vertrieb zählt Geschwindigkeit. Amerikanische Kunden wollen früh wissen, ob eine Lösung grundsätzlich passt. Kein vollständiges Konzept, keine fertige Zeichnung – eine Skizze und eine grobe Preiseinschätzung reichen für einen ersten Orientierungspunkt. Während ein deutscher Ingenieur sagt „Das kann man nicht schätzen, das müssen wir genau berechnen", antwortet der amerikanische Einkäufer innerlich bereits: „Nächster Bitte." Noch entscheidender: In den USA gilt – wenn der erste Call nicht sitzt, bist du raus. Nicht etwa nach dem zweiten oder dritten Gespräch, sondern bereits nach dem ersten. Keine zweite Chance, kein Wiederanlauf. Das klingt zwar hart, bringt aber eine wichtige Konsequenz mit sich: Der Discovery Call muss so vorbereitet sein wie eine Präsentation vor dem Vorstand. Dazu kommt: Eine freundliche Gesprächsatmosphäre in den USA bedeutet keine Verbindlichkeit. Amerikaner sind von Natur aus freundlich und offen – das ist kulturell bedingt, aber kein Kaufsignal. Olaf hat das selbst schmerzhaft erlebt: Ein Meeting verlief bestens, er war am Ende überzeugend, aber er hatte das eigentliche Signal – es geht auch um einen Preisvorteil – überhört. Danach kam nichts mehr. Der Discovery Call: Das wichtigste Meeting im internationalen B2B Vertrieb Was Olaf aus Amerika mitgenommen hat und jetzt in Deutschland umsetzt, ist eine neue Ernsthaftigkeit gegenüber dem Discovery Call. Früher, als man sich noch persönlich getroffen hat, gab es ein Warm-up, ein paar Minuten Smalltalk, man konnte die Körpersprache des Gegenübers lesen. Heute hat man 30 bis 45 Minuten – manchmal mit Kameras aus, manchmal kommen kurzfristig unbekannte Teilnehmer dazu. Und in dieser Zeit soll man sich vorstellen, den Kunden verstehen, seinen Nutzen zeigen und die nächsten Schritte klären. Das ist kein Meeting mehr – das ist ein Sprint. Und wer unvorbereitet reingeht, verliert. Cross-funktionale Teams statt Einzelkämpfer Olafs Ansatz: Cross-funktionale Teams für wichtige Discovery Calls. Nicht einer geht alleine rein, sondern zwei bis drei Personen mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Ein Techniker, ein Kaufmann und außerdem jemand, der gut zuhört und nachfragt. Das hat mehrere Vorteile: Zum einen kannst du das Playbook wechseln, wenn sich herausstellt, dass auf der anderen Seite plötzlich ein CFO statt eines Ingenieurs sitzt. Zum anderen zeigst du Kompetenz durch Professionalität. Und schließlich kannst du auf fast jede Frage sofort antworten. Dazu hat Olaf bei Kendrion ein Setup gebaut, das einem kleinen Nachrichtenstudio ähnelt: mehrere Kameras, professionelle Beleuchtung, ein Setup, das Professionalität ausstrahlt. Im klassischen Maschinenbau ist das noch die Ausnahme – genau deshalb fällt es auf. Und genau deshalb funktioniert es. Deutschland: Ingenieure im Vertrieb – Stärke und Schwäche zugleich Seit Anfang 2025 ist Olaf wieder in Deutschland. Und was er sieht, klingt vertraut – vielleicht zu vertraut. Deutsche Vertriebsingenieure sind tief in der Technik. Sie können erklären, wie ein Produkt funktioniert, welche Toleranzen es hat, welche Zulassungen vorliegen. Das ist ein echtes Asset. Aber es ist eben auch eine Falle. Denn während der deutsche Vertriebsingenieur noch erklärt, hat der amerikanische Einkäufer schon innerlich aufgehört zuzuhören. Olaf beschreibt das sehr treffend: In China waren deutsche Ingenieure noch bewundert – die Präzision, die Tiefe, das Fachwissen haben Eindruck gemacht. In Amerika hat er manchmal erlebt, wie die Augen seiner Gesprächspartner schon an die Decke wanderten. Die Botschaft: Komm auf den Punkt. Das bedeutet allerdings nicht, dass Fachwissen wertlos ist. Im Gegenteil. Aber es muss in den Dienst des Kunden gestellt werden, anstatt als Selbstzweck präsentiert zu werden. Denn der Kunde will nicht wissen, wie eine Industriebremse funktioniert. Vielmehr will er wissen, was sie für sein konkretes Problem bedeutet. Der informierte Kunde: 60 bis 80 Prozent des Kaufprozesses sind bereits gelaufen Ein weiterer wichtiger Punkt aus der Praxis des internationalen B2B Vertriebs: Der Kunde kommt heute nicht mehr unwissend ins Gespräch. Er hat recherchiert, er hat 3D-Zeichnungen heruntergeladen und außerdem Wettbewerber verglichen – vielleicht hat er sogar schon fünf Pitches gehört. Folglich weiß er in vielen Fällen mehr als mancher Vertriebsmitarbeiter, zumindest über die Marktoptionen. Was bedeutet das für den Vertrieb? Olaf bringt es auf den Punkt: Eine Company-Presentation zu zeigen ist heute irrelevant. Der Einstieg in ein Gespräch über die eigene Geschichte, die eigenen Awards und die eigene Unternehmensphilosophie kostet wertvolle Minuten – und die hat man nicht mehr. Was der Kunde wirklich braucht: Jemanden, der die vielen Informationen, die er bereits hat, in eine sinnvolle Reihenfolge bringt. Der sagt: Das ist zwar interessant, aber das brauchst du eigentlich nicht – weil dieses und jenes dein Problem bereits löst. Das ist echter Kundennutzen. Das ist der Moment, in dem ein Discovery Call nicht endet mit „Danke, wir melden uns" – sondern mit „Das war wirklich hilfreich." Marketing und Vertrieb: Gemeinsam oder gar nicht Wer im internationalen B2B Vertrieb Leads generieren will, kann sich nicht mehr leisten, Marketing und Vertrieb als getrennte Welten zu behandeln. Olaf setzt das konsequent um: Marketing sitzt bei Strategie-Meetings dabei, ist verpflichtet, Content zu liefern, der den Kunden bereits vor dem ersten Kontakt informiert und qualifiziert. Denn wenn 60 bis 80 Prozent der Kaufentscheidung bereits gefallen sind, bevor der Vertrieb ins Spiel kommt, dann muss Marketing diese Phase aktiv gestalten – nicht nur hübsche Broschüren produzieren. Das bedeutet konkret: technische Inhalte, die echte Fragen beantworten. Dazu Case Studies, die zeigen, wie das Problem tatsächlich gelöst wurde. Außerdem 3D-Zeichnungen, die der Kunde direkt verwenden kann. Und schließlich eine Website, die nicht über das Unternehmen redet, sondern über den Kunden und seine Herausforderungen. Mindset-Change statt Training: Der Challenger-Club als Modell Wie überträgt man all diese Erkenntnisse aus dem internationalen B2B Vertrieb auf ein deutsches Team? Olaf hat bei Kendrion einen Weg gewählt, den ich wirklich spannend finde: keinen Frontalunterricht, kein externes Training, das nach zwei Tagen vergessen ist. Stattdessen: einen Club. Erst gab es eine Verhandlungsgruppe – ein freiwilliger Zusammenschluss, der Vertrieblern hilft, schwierige Verhandlungen zu meistern. Das Format: Man liest Bücher, trifft sich, diskutiert – und hilft anderen in der Gruppe mit echten, laufenden Verhandlungen. Als Olaf den Zugang begrenzte und Bewerbungen verlangte, war der Club innerhalb von 24 Stunden ausgebucht. Dieses Prinzip hat er auf den Challenger-Sale-Ansatz übertragen. Eine gemischte Gruppe – Vertrieb, Konstruktion, Logistik – arbeitet gemeinsam daran, echte Fälle zu analysieren und Playbooks für unterschiedliche Stakeholder-Konstellationen zu entwickeln. Kein Lehrbuch, gelebte Praxis. Und der Sog-Effekt funktioniert: Andere Mitarbeiter fragen inzwischen, warum sie nicht dabei sein dürfen. Warum der Chef selbst mitmachen muss Das Wichtigste dabei: Olaf macht selbst mit. Denn er ist nicht der Chef, der von oben anordnet. Vielmehr ist er ein Teil des Teams – angreifbar, offen für Fragen und außerdem bereit zuzugeben, dass er selbst nicht immer alle Antworten hat. Genau dieser Führungsstil ist es, der echten Wandel überhaupt erst möglich macht. „Erst verstehen, dann verstanden werden." – Olaf Detlef KI im internationalen B2B Vertrieb: Noch am Anfang, aber unverzichtbar Auch das Thema KI kommt nicht zu kurz. Bei Kendrion ist man gerade dabei, die richtigen Tools auszuwählen – Enterprise-Versionen, die datenschutzkonform in einem börsennotierten Unternehmen eingesetzt werden können. Ein konkretes Problem, das gelöst werden soll: Informationen wiederfinden. Was früher auf dem Server lag, dann in Teams, dann im SharePoint, dann in der Cloud – und was jetzt niemand mehr findet, wenn ein Kunde fünf Jahre später auf eine damalige Vereinbarung verweist. Parallel läuft der Wechsel aller CRM-Systeme auf SAP Cloud for Customer – mit allen Schmerzen einer Übergangsphase, in der man gleichzeitig das alte System herunterfährt und das neue aufbaut. Das kostet Kraft. Aber wer diese Phase nicht konsequent durchzieht, hat danach keine belastbare Datenbasis – und ohne Datenbasis kein vernünftiger Vertrieb. Der Vertriebsleiter als Ermöglicher, nicht als Aufpasser Einer der wichtigsten Punkte, die Olaf mitbringt, ist sein Führungsverständnis. Ein guter Vertriebsleiter im internationalen B2B Vertrieb – oder auch im rein deutschen Markt – ist kein Händchenhalter und kein Kontrolleur. Vielmehr ist er derjenige, der seine Leute befähigt. Er findet heraus, was im Werkzeugkasten fehlt, und ist bei wichtigen Calls dabei – nicht um zu übernehmen, sondern um zu unterstützen. Außerdem steht er bei schwierigen Situationen als Gesprächspartner zur Verfügung, ohne gleich eine fertige Lösung zu diktieren. Empathieverständnis ist dabei das Schlüsselwort. Wer an der Basis versteht, welchen Druck die Vertriebsmitarbeiter haben – und diesen Druck wirklich ernst nimmt, anstatt ihn weiterzugeben –, schafft ein Klima, in dem Menschen wachsen wollen. Und das ist am Ende das, was Unternehmen langfristig besser macht. Key Takeaways: Was du aus dem internationalen B2B Vertrieb mitnehmen kannst Zustimmung im Gespräch ist kein Kaufsignal – weder in China noch in Deutschland. Hinterfrage immer, welche Stakeholder noch involviert sind. Kenne deine unbekannte Einkäufergruppe – erstelle vor jedem wichtigen Deal eine Stakeholder-Map und mache weiße Flecken sichtbar. Suche das Problem hinter dem Problem – der Kunde nennt dir ein Symptom. Deine Aufgabe ist es, die eigentliche Ursache zu verstehen. Der Discovery Call entscheidet alles – bereite ihn so vor wie ein Vorstandspräsentation. In 30 bis 45 Minuten musst du liefern. Fachwissen ist kein Selbstzweck – stelle dein Wissen in den Dienst des Kunden, nicht in den Dienst deiner eigenen Präsentation. Marketing gehört in den Vertriebsprozess – nicht davor, nicht daneben, sondern mittendrin. Kulturwandel funktioniert nicht per Anweisung – schaffe Sog, nicht Druck. Mach selbst mit. Häufige Fragen zum internationalen B2B Vertrieb (FAQ) Was ist der größte Unterschied zwischen amerikanischem und deutschem B2B Vertrieb? Der größte Unterschied liegt in der Geschwindigkeit und Direktheit. Amerikanische Kunden wollen früh eine grobe Einschätzung – Skizze und Preisgefühl reichen als ersten Orientierungspunkt. Deutsche Ingenieure neigen dazu, erst vollständige Konzepte zu erstellen, bevor sie antworten. Dazu kommt: In den USA entscheidet der erste Call. Wer dort nicht überzeugt, bekommt keine zweite Chance. Was ist die unbekannte Einkäufergruppe im B2B Vertrieb? Die unbekannte Einkäufergruppe bezeichnet alle Stakeholder, die Einfluss auf eine Kaufentscheidung haben, aber im Verlauf des Vertriebsprozesses nicht sichtbar sind. Das können Produktionsleiter, Qualitätsverantwortliche, CFOs oder andere interne Entscheider sein, die im Hintergrund agieren und eine Entscheidung kippen können – auch wenn alle sichtbaren Gesprächspartner bereits zugestimmt haben. Discovery Call, Kultur und Führung – die wichtigsten Praxisfragen Wie bereite ich einen Discovery Call im internationalen B2B Vertrieb richtig vor? Recherchiere vorab alle bekannten Stakeholder, erstelle eine Stakeholder-Map und identifiziere weiße Flecken. Plane, was du in 30 bis 45 Minuten wirklich erreichen willst. Definiere, welche Informationen du brauchst – und welche Fragen dich dorthin führen. Überlege, welche Mitarbeiter mit unterschiedlichen Fähigkeiten du mitbringen kannst, um flexibel auf verschiedene Gesprächspartner reagieren zu können. Warum ist Kulturkompetenz im internationalen B2B Vertrieb so wichtig? Weil Kaufsignale, Kommunikationsstile und Entscheidungsprozesse in verschiedenen Kulturen völlig unterschiedlich funktionieren. Was in Deutschland als Zustimmung gilt, kann in China höfliche Zurückhaltung bedeuten. Was in Amerika als freundlich wahrgenommen wird, ist nicht zwangsläufig Verbindlichkeit. Wer diese Unterschiede nicht kennt, interpretiert Signale falsch – und verliert Deals, ohne zu verstehen, warum. Wie kann ich als Vertriebsleiter im Mittelstand eine echte Veränderungskultur aufbauen? Nicht durch Anordnung, sondern durch Vorbildwirkung und Sog. Mach selbst mit – sei angreifbar, gib zu, wenn du etwas nicht weißt, und zeige deinem Team, dass du Teil der Veränderung bist und nicht ihr Auftraggeber. Begrenze den Zugang zu neuen Formaten und Gruppen, um natürliche Neugierde zu wecken. Und: Schaffe ein Klima ohne Angst, damit echte Fragen gestellt werden können. Fazit: Internationaler B2B Vertrieb als Spiegel für den deutschen Mittelstand Was ich an diesem Gespräch mit Olaf so wertvoll finde: Er spricht nicht über Theorie. Er spricht über das, was er selbst falsch gemacht hat, daraus gelernt hat – und was er jetzt anders macht. Und die meisten dieser Lektionen haben nichts mit China oder Amerika zu tun. Sie haben mit gutem Vertrieb zu tun: mit Vorbereitung, mit echtem Zuhören und außerdem mit dem Mut, Dinge zu hinterfragen, auch wenn die Antwort unbequem ist. Der internationale B2B Vertrieb hält einen Spiegel vor den deutschen Mittelstand. Und was wir darin sehen, sollte uns antreiben – nicht entmutigen. Denn die Grundlagen sind da. Das Fachwissen, die Ingenieurskultur, die Qualität der Produkte – das ist alles vorhanden. Was fehlt, sind die richtigen Fragen, das richtige Timing und die Bereitschaft, sich zu verändern. Und genau das lässt sich lernen. Wie seht ihr das? Was sind eure Erfahrungen mit internationalem Vertrieb – oder mit kulturellen Unterschieden in deutschen Kundengesprächen? Schreibt es in die Kommentare. Ich bin gespannt.
Rechtsgerichtet - Der Podcast über Rechtsextremismus in Deutschland
Deutschland verliert die Wahl um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Schuld daran sei auch die Israel-Solidarität, verkünden vermeintliche Völkerrechtsexperten, SPD-Politiker und nicht zuletzt der deutsche Außenminister. Man ist mehr und mehr unzufrieden mit der ungeliebten, selbst auferlegten „Zwangssolidarität“ und nutzt deshalb jede Gelegenheit, sich von ihr zu befreien. Warum diese unheilvolle Entwicklung die unausweichliche Konsequenz der staatlich verordneten Erinnerungspolitik ist, wie Deutschland es schafft, sich dieser mit moralischer Überheblichkeit zu entledigen, und was das für Juden in Deutschland bedeutet, darum geht es in Folge 74 von Unbehagen, einem ideologiekritischen Podcast. Außerdem: Sven ist (mal wieder) krank und Gerrit besessen.
+++ Alle Rabattcodes und Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier: https://linktr.ee/augsteinundblome +++ Diese Woche bei Augstein & Blome: Trumps politischer Niedergang, seine bröckelnde Autorität – und wer den Trumpismus beerben könnte. Außerdem: ihre Einschätzung zu Björn Höcke und seiner These, Westdeutsche seien bloß „deutschsprechende Amerikaner", Ostdeutsche dagegen die „wahren Deutschen". Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de
Heute mit Kommentaren zum Ausgang der Parlamentswahl in Armenien und zur aktuellen Entwicklung im Nahost-Konflikt. Zuerst aber ein Blick auf das Ende des geplanten deutsch-französischen Kampfflugzeugs. Das Projekt unter dem Namen FCAS wurde 2017 auf den Weg gebracht, es gab aber seit längerem Reibereien zwischen Deutschland und Frankreich. Gestern wurde bekannt, dass Bundeskanzler Merz und Frankreichs Präsident Macron übereingekommen sind, das Projekt nicht weiterzuführen. www.deutschlandfunk.de, Presseschau
Karches, Nora www.deutschlandfunk.de, Büchermarkt
Rabhansl, Christian www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Das Verhalten der britischen Polizei im Fall des ermordeten 18-jährigen Henry Nowak sorgt weiterhin für Diskussionen. Die Beamten hatten dem sterbenden Jugendlichen Handschellen angelegt und Hilfe verweigert – nachdem ihm Rassismus vorgeworfen wurde. Auch in Deutschland erschienen Medienberichte, in denen Proteste gegen das Verhalten der Polizei als „rechte Hetze“ dargestellt wurden. Doch wie sehen das die Deutschen? AUF1-Reporter Roy Grassmann hat sich in Berlin umgehört.
Es ist sicher eine schlimme Erfahrung, wenn man irgendwann im Verlauf seiner Kindheit, Jugend oder auch später erfährt, ein unerwünschtes Kind, nicht gewollt zu sein, und eigentlich abgetrieben hätte werden sollen. Die Arte-Journalistin Miriam Carbe, die 1967 als Kind einer Deutschen und eines Nigerianers in Gießen geboren wurde, hat diese Erfahrung gemacht. Die Familie ihrer Mutter wollte ein schwarzes Kind unbedingt verhindern, und nicht zuletzt ausgehend von der eigenen Geburt und wie es dazu kam, hat Miriam Carbe nun einen Roman über ihre Familie geschrieben: "Unerwünschte Töchter". Gerrit Bartels hat den Roman gelesen.
Es ist kaum zu glauben: Jetzt klingelt die Polizei in Deutschland schon wegen Schwarz-Rot-Gold. Das Schwenken der Nationalflagge scheint manchen Behörden ein Dorn im Auge zu sein. Wie die Staatsmacht ihr Vorgehen begründet – und wie die Betroffenen reagieren: mehr dazu im Schwerpunkt des Tages. + Außerdem in dieser Sendung: Die Antifa will in Erfurt zehntausende Haustüren abklappern – und die Polizei sieht kein Problem. + Und: Der Fall Henry Nowak bewegt weiter die Gemüter. Was sagen die Deutschen zum tödlichen Fall von Antirassismus?
Mit Stimmen über die in Deutschland aus EU-Sicht immer noch unzureichende Transparenz bei Gehältern. Zunächst zum sozialpolitischen Handlungsbedarf im Bund. www.deutschlandfunk.de, Presseschau
Helms, Franz Paul www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9
Die jüngsten, panischen Äußerungen von Friedrich Merz zeigen: Er steht mit dem Rücken zur Wand! 87% der Deutschen sind mit der Arbeit seiner Regierung unzufrieden. AUF1-Chefredakteur Stefan Magnet zeigt die Systematik hinter den Angriffen gegen AfD, FPÖ und AUF1 auf.
Nichts lieben die Deutschen mehr als ihre Aufbauspiele. Warum der wunderschöne (also wirklich wunderschöne) Städtebau-Simulator "Town to City" genau die Hardcore-Aufbau-Fans aber enttäuschen wird und stattdessen eher bei der Cozy-Game-Bubble Anklang findet, weiß Controller-Redakteurin Sara.
Reith, Victoria www.deutschlandfunk.de, Sport Aktuell
Reith, Victoria www.deutschlandfunk.de, Sport Aktuell
Eine EU-Richtlinie soll für mehr Transparenz bei Gehältern sorgen. Aber Deutschland setzt sie einfach nicht um.
Ließen sich die zuletzt von mir rezensierten Bücher eher storyorientiert an, ging es vor allem um Effekt und Fortgang, sind wir mit Robert Seethalers “Der Trafikant” endlich wieder beim Gefühl. Wir lesen von der großen Liebe einer alleinerziehenden Mutter zu ihrem Sohn, die völlig ohne inzestiöse Gedanken daherkommt, obwohl die beiden in der tiefen Einsamkeit eines Bergdorfes am Rand der Alpen leben, der Sohn jetzt schon siebzehn Jahre zählt und die Mutter nicht unsexy daherkommt. Letzteres hilft ein bisschen, denn wir sind im Jahr 1937, und da reicht das Einkommen einer alleinstehenden Mutter in einem Dorf im Salzkammergut nie im Leben für einen Zweipersonenhaushalt, egal ob als Bäuerin oder Kellnerin im lokalen Gasthaus. In der Saison ist man auf die Zuwendungen des einen oder anderen Touristen angewiesen, im Winter ist Franzens Mutter froh, dass der Gastwirt, der reichste Mann im Dorf, ein Auge auf sie hat. Zum Glück ist er halbwegs ein Kavalier, zumindest nicht knausrig, er isst gern, trinkt dazu seine 8 Biere und 4 Schnäpse und stinken tut er auch nicht, ist er doch ein leidenschaftlicher Schwimmer im kristallklaren Bergsee, direkt vorm Haus der Kleinstfamilie. Leider isst er gern, trinkt Biere und Schnäpse und hatte, von dem bisschen Sturm, der gerade überm Dorf tobt, unbeeindruckt die Hosen runtergelassen und war mit starken Zügen bis in die Mitte des Sees geschwommen, als aus dem Un- ein Gewitter wurde und nun ist er tot, wie die Mutter ihrem Sohn berichtet, und beiden ist augenblicklich klar, dass es das war mit Franzens Kindheit, bei allen Widrigkeiten wohlbehütet wie sie war. Die Mutter habe da eine alte Bekanntschaft, ein bisschen geheimnisvoll, ein Mann auf alle Fälle, alleinstehend, der sich bereit erklärt hat, den Jungen aufzunehmen, auszubilden gar, in Wien, wo Herr Trsnjek wohnt und von Beruf ein Trafikant sei.Rein sprachlich weiß man instinktiv, dass das im deutschen Deutschen komplett unbekannte Wort “Trafikant” aus dem österreichischen kommen muss. Die zeitlich wie geographisch enorme Ausdehnung der K&K Monarchie macht das Wiener Idiom zum Paradies für die Freunde des Lehnwortes. Sorry, Paradeis, natürlich! Beim “Trafikant”, denkt man Verkehr, denkt an “traffic”, an Eisenbahnen von Reichenbach bis Sarajevo, an Dampflokomotiven, Frauen in Rock und Hut, Männer, die sich noch schnell eine Schachtel Zigarillos holen, um die Reise von Wien bis an die Adria zu überstehen, dazu eine Morgen- oder Abendausgabe, je nachdem, wann der Zug geht - und man liegt ziemlich genau richtig. Der Trafikant ist ein Zeitungs- und Tabakwarenverkäufer und zumindest zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Zeilen, habe ich regelrecht noch drei solcher Läden hier in Laufweite, auch wenn die in Ostdeutschland “Lottoabgabestellen” heißen oder einfach nur “Zeitungsladen” - nicht mehr lange, muss man fürchten.Waren die ersten siebzehn Jahre für Franz von der Liebe zu seiner Mutter und der Alpenlandschaft geprägt, ist der Umzug in das Wien von 1937 durchaus schockierend. Aber man kommt nicht umhin, dem Jungen Respekt zu zollen, er findet sich schnell rein, lernt von Otto, dem Besitzer des Ladens, das Handwerk. Das besteht neben einer Grundbildung Tabakwaren vor allem aus einer Fähigkeit: dem Zeitunglesen. Denn nur so versteht man die Kundschaft, die so vielfältig ist wie die Zeitungslandschaft in der Noch-Österreichischen-Hauptstadt.Während das Vorkriegs-Warschau des letztens hier besprochenen Buches “Der Boxer” geprägt war von tiefem Rassismus, wirtschaftlicher Ungleichheit und (daraus resultierender) extremer Gewalt, erscheint das Wien der neunzehnhundertdreißiger Jahre zivilisiert, anständig und freundlich. Als Hauptstadt eines paneuropäischen Kaiserreiches über die Jahrhunderte hinweg, ist die Gesellschaft immunisiert, denkt man, gegen die Extreme des Nationalismus, es geht einem gut, man kommt aus miteinander. Aber der Wiener Schmäh verklebt einem die Augen und die Ohren - bis wir Franz begleiten, wie er sich auf die Suche begibt nach einer ganz außerordentlich lebensfrohen Böhmin, die ihm auf dem Prater den Kopf verdreht hat und er sie schließlich in einem abgefuckten Wohnhaus findet, eine Etage über einem illegalen Schweinestall, zusammen mit dreißig anderen Tschechinnen hausend, in einer einzigen Wohnung. Bis wir den Fleischemeister aus dem Laden gegenüber des Trafikanten kennenlernen, ein grundlos neidvoller Wutbürger, der Typus, der sich acht Jahrzehnte später über die ganze Welt verbreiten sollte. Bis wir die feineren Damen der Gesellschaft im Laden über die Juden reden hören. Mit diesen Vignetten zieht uns Robert Seethaler ganz nebenbei in den Strudel des Nationalsozialismus, so wie dieser die ganze Welt in den seinen sog, damals und heute. Denn eigentlich begleiten wir Franz doch nur auf seinem Weg und Weh ins Leben, wie er so furchtbar unglücklich verliebt ist, in die Anezka, die Bier liebt und Gulasch und Tanzen und Sex aber halt nicht den Franzl, wie er selbst bald merkt, dass das nicht gut gehen wird, aber, wie das so ist mit siebzehn ist, es geht nich ohne sie, die Welt geht unter ohne sie und er einfach nicht mehr weiter weiß.Da betritt in einem wirklich unerwarteten what-the-f**k Moment Siegmund Freud die Szene: “Ja, klar, Wien, natürlich!”, schlägt man sich die Hand vor die Stirn, natürlich lebte dort Siegmund Freud und zwar gleich die Straße hoch vom Trafikanten und wie Franz lernt, ist der ein berühmter Doktor, der den Leuten den Kopf wieder richtet. Und ein Jud. Aber was es mit denen auf sich hat, war Franz noch nie so recht klar, sind doch ganz normale Leute, was haben alle nur..Was für eine Wendung, waren wir doch bisher nicht ganz klar, worum es im “Trafikanten” gehen soll. Für einen Heimatroman haben wir die Alpen zu schnell verlassen, für ein coming of age Buch gibt es zu viel Kulisse und jetzt steht da auch noch der fast neunzigjährige Freud in der Tür, beziehungsweise geht gerade raus aus ihr und Franz denkt sich, wenn der Mann so viel vom Verrücktwerden versteht, kann er ihm vielleicht helfen, denn er wird doch gerade sehr verrückt wegen seiner Liebe zu Anezka. Also steckt er sich eine Handvoll Zigarren Freuds Lieblingsmarke “Hoyo de Monterrey” ins Jacket, folgt dem berühmten Herrn Doktor und setzt sich auf die Bank vor seinem Haus. Irgendwann muss der ja mal wieder rauskommen und dann kann er ihn vielleicht fragen, was er machen soll mit der Anezka, ist ja sein Job.All diese Szenen sind geschrieben in unaufgeregter wunderschöner Prosa und obwohl wir ahnen, worum es bald gehen wird - worum soll es schon gehen, in Wien, ein Jahr vor dem Anschluss - ist doch alles irgendwie normal. Es ist normal aus der heutigen Sicht auf die Welt, unterscheidet die sich doch leider nicht sehr von der in 1937. Arbeiter, Doktoren, Tagelöhner, reiche Witwen geben sich die Klinke in die Hand, beim Trafikanten, der kennt jeden und alle, sie sich untereinander jedoch nur aus der Zeitung. Jeder lebt in seiner kleinen Blase und die Weisheiten über die Welt stehen im “Volksblatt” für den Arbeiter (die Juden sind schuld), dem “Kleinen Blatt” für die Dame (die Juden sind schuld) und in der “Wiener Zeitung” für den feinen Herrn (die Juden, ditto). Und so braucht es nicht lange bis die Scheiben vom Trafikanten beschmiert werden. Zwar lebt hier gar kein Jude, aber so richtig koscher ist Otto Trsnjek mit seinem einem Bein (das andere blieb im Weltkrieg, dem ersten, logischerweise) auch nicht, man weiß es nicht. Und von hier an lassen wir dem Leser ein bisschen die Story entdecken, denn sie zu lesen ist nicht nur erwartbar traurig, sie ist auch sehr schön und sie ist ein bisschen wichtig.lZu sehr erinnert das seltsame Nebeneinanderherleben aller in diesem Wien, in diesem untergegangenen Kaiserreich an das heutige Deutschland, denn da war so ein Österreicher, der da beeindruckend für Ordnung sorgte in Berlin, wie man schon neidlos anerkennen muss - so die meisten Wiener. Zu sehr erinnert der Gröfaz von damals an so manche Lokalpolitiker heute, einen aus Thüringen zum Beispiel, den man jetzt offiziell einen Nazi nennen darf und dessen Partei in diesem Herbst dennoch mehr als 40% der Leute wählen wollen (in Sachen-Anhalt). In den Zeitungsläden von Magdeburg und Halle liegen vielleicht weniger verschiedene Zeitungen aus als in Wien, 1937, aber gemein ist ihnen, dass diese Zeitungen den gleichen Prinzipien wie damals auf den Leim gehen: es muss laut sein, es muss eine einfache Lösung versprechen und es braucht einen Sündenbock - und ob das ein Jude oder ein Afghane ist, ist dem Nazi wurscht und für beide Opfer ist es jeweils egal, ob sie einen Baseballschläger über den Schädel oder hochoffiziell von einem Polizisten per Flugzeug den staatlich verordneten Totschlag per Abschiebung bekommen.Und keinen kümmert es so recht, hat man das Gefühl, steht ja alles in der Zeitung oder beim Tiktoker und wenn es alle ok finden, isses schon ok. Statt sich kurz zu fragen, wie es der Frisörin, dem Zeitungsverkäufer, dem Geflüchteten heute geht, tun wir das genausowenig wie sich die Leute damals um die Leben und Gefühle der Fleischer oder der Trafikanten oder der weltberühmten Psychologen scherten.Rufen möchte man! Ob man vielleicht mal kurz den Kopf heben kann, bittschön?! Den Spiegel/Freitag/Junge Freiheit weglegen und selbst denken und bedenken, was die Konsequenzen sind, wenn man das so lange nicht tut, bis es zu spät ist!All das tut Robert Seethaler mit seiner Erzählung, vordergründig in einer gelassenen Schönheit, dass man zunächst zweifelt, ob das so angebracht sei und man dann merkt, dass das der Trick ist, nicht nur uns Leserinnen bei der Stange zu halten, sondern die erschreckende banale Schönheit kurz vor der Katastrophe zu malen, auf das wir diesmal vielleicht die Zeichen der Zeit rechtzeitig sehen. This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit lobundverriss.substack.com
Wir knöpfen uns den Mann vor, der laut Produzent Horst Wendlandt „deutscher aussah als die deutschesten Deutschen“. Als Old Shatterhand wurde Lex Barker als größter Filmstar zur moralischen Resozialisierungshilfe für eine Nation, die ihren Kompass im Krieg verloren hatte. Doch hinter dem Zahnpastalächeln steckte eine tragische Figur: Er blieb trotz seiner Erfolge, u.a. mit Tarzan, ein emotionaler Suchender und erlitt mehrere Schicksalsschläge. Neben seinem Leben klären wir zudem endlich die Frage, ob er tatsächlich mit Pierre Brice befreundet war.Am 5. Juli widmen wir uns dem "Winnetou der DDR" in der Filmbesprechung zu "Die Söhne der großen Bärin".➡️ Fragen, Kritik oder Anmerkungen? kontakt@karlmaypodcast.de➡️ Dein Beitrag für unseren Karl-May-Podcast: paypal.me/untergeiernpodcast➡️ YouTube abonnieren: https://www.youtube.com/@karlmaypodcast➡️ Abos und Bewertungen helfen uns, das Karl-May-Erbe lebendig zu halten.--00:00 - Das Geheimnis um den Silbergürtel01:13 - Intro & Begrüßung zur Barker-Folge02:04 - Community-Feedback & Kroatien-Reise03:27 - Warum Lachen im Podcast wichtig ist04:16 - Support: Bücher & Filme für das Team05:27 - Das Ziel: Lex Barkers Innenleben06:03 - Die Typen-Falle: Tarzan & Shatterhand07:30 - Herkunft, Adel und der strenge Vater09:15 - Sport, Studium und Weg zum Theater10:26 - Kriegsdienst: Flucht aus dem Elternhaus11:57 - Jüngster Major & schwere Verwundung15:28 - Erste Theatererfolge & ernste Mimik17:18 - Identitätssuche und Aufbruch nach Hollywood19:11 - Neuer Tarzan: Barker folgt auf Weißmüller21:36 - Kindheitserinnerungen an Abenteuerfilme22:32 - Ehe mit Lana Turner im Rampenlicht24:29 - Hollywood-Alltag & ein Beziehungsdrama26:03 - Set-Drama um Lana Turner26:52 - Die Schattenseiten des Ruhms27:27 - Film-Highlight: „Der Wildtöter“28:51 - Vorläufer von Winnetou30:14 - Barkers Rolle als moralischer Held31:11 - Entdeckung als Old Shatterhand31:34 - Das Geheimnis des Silbergürtels33:12 - Barkers Wechsel nach Italien34:56 - „Dolce Vita“ & Piratenfilme37:11 - Kostüme und körperliche Action39:24 - Exkurs: Musik zu „Fluch der Karibik“42:29 - Atze Brauner & Charakterrollen43:38 - „Im Stahlnetz des Dr. Mabuse“44:13 - Regisseur Harald Reinl45:05 - Die große Liebe & ein tragischer Verlust46:01 - Verlust & Suche nach Halt47:54 - Das Understatement des Helden49:16 - Die Suche nach Shatterhand50:26 - Überzeugung & Karl-May-Gage51:52 - Barkers solider Schauspielstil54:04 - Vergleich mit John Wayne55:02 - Weitere CCC-Filme56:30 - Größter Star Europas57:39 - Leben auf der Yacht59:48 - Verhältnis zu Pierre Brice1:02:53 - Das Ende der Karl-May-Welle1:03:56 - Biografie von Atze Brauner1:06:40 - Wandel des Zeitgeists1:08:40 - Rückkehr nach Amerika1:09:21 - Kino-Boom der 70er Jahre1:13:44 - Rückzug, Hobbys & späte Jahre1:14:30 - Der plötzliche Herztod in New York (1973)1:14:56 - Tragische Identifizierung im Krankenhaus1:15:44 - Letzter Film: „Wenn du bei mir bist“ (1970)1:17:07 - Spanien-Projekt: Die Rolle des gebrochenen Mannes1:18:39 - Das Peter-Pan-Syndrom und die Einsamkeit1:20:55 - Barker vs. Brice: Zwei Wege nach Karl May1:23:41 - Film-Tipp: „Die Küste der Piraten“1:25:02 - Fazit zur Persönlichkeit von Lex Barker1:25:46 - Dank an die treue Community & Hörer-Feedback1:27:20 - Ausblick auf Juli: „Die Söhne der großen Bären“1:28:45 - Buchtipps & Materialaufruf an die Hörer1:29:25 - Karl May of the Month: Die Community1:30:18 - Andalusien-Reise: Auf den Spuren der Italowestern1:31:41 - Abenteuer-Anekdote: Unter freiem Himmel in Spanien1:32:14 - Verabschiedung & Vorschau auf die Juli-Folge
Themen sind der Westbalkan-Gipfel, die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs und die geplante Reform der Pflegeversichung in Deutschland. Doch zunächst ins Ausland. www.deutschlandfunk.de, Presseschau
Klinisch Relevant ist Dein Wissenspartner für das Gesundheitswesen. Drei mal pro Woche, nämlich dienstags, donnerstags und samstags, versorgen wir Dich mit unserem Podcast und liefern Dir Fachwissen für Deine klinische Praxis. Weitere Infos findest Du unter https://klinisch-relevant.de
Die Autohersteller BMW, Mercedes und VW arbeiten viel weniger profitabel als internationale Konkurrenten. Das liegt an teuren Überkapazitäten, hohen Investitionen und einem schleppenden Geschäft mit E-Autos. Anderswo läuft es deutlich besser.**********In dieser Folge mit: Moderation: Lena Mempel Gesprächspartnerin: Anne Tepper, Deutschlandfunk-Nova-Nachrichten**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .
15 Millionen Umsatz, Spiegel-Bestseller, Platz 1 in den Charts und trotzdem im Innen einsam. In diesem Trailer erzählt Jeanine, warum sie alles hinter sich ließ, vier Jahre ohne Plan lebte und jetzt zurück im Deutschen ist. Geld zeigt oft nur, was darunter längst läuft.In dieser Folge geht es um:Warum 15 Millionen Umsatz nicht vor Einsamkeit schützenWas Geld wirklich spiegeltVier Jahre Surrender-Experiment: Leben ohne PlanWarum es jetzt zurück in den deutschsprachigen Raum gehtBe You. Be True. Make Millions — was dahinter stecktWichtige Links:Reich & Ehrlich Communityhttps://www.facebook.com/groups/reichundehrlichSales for Breakfast™ Die tägliche Praxis, aus Deiner Wahrheit Verkäufe zu machen. Immer. Überall. Egal zu welchem Preis.https://www.richandhappiness.com/offers/io2ha5A3/checkoutRich Rebel Inner Circle Für Frauen, die 10x schneller wachsen wollen, als ihr Umfeld für möglich hält. Hier bewerben: https://form.typeform.com/to/bTpdbz6H
Die Themen: Joshua Kimmich laut Playboy-Umfrage "sexiester deutscher Nationalspieler"; Deutschland scheitert mit Bewerbung für Sitz im UN-Sicherheitsrat; Bundesregierung sieht „Fenster für Gespräche“ mit Russland; Sabalenka bei French Open sensationell ausgeschieden; „Keine Juden erlaubt“: Oberpfälzer Hotel sorgt für Empörung; Streit um Nacktszene: Wim Wenders zieht Film vorerst zurück; Mehrheit der Deutschen will Helmpflicht auf dem Fahrrad und eine australische Boutique, die Unterwäsche aus präparierten Ratten verkauft Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/ApokalypseundFilterkaffee Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio: https://www.seven.one/portfolio/sevenone-audio
Zivilschutzübung in Köln simuliert den Ernstfall. Mehrheit der Deutschen für Helmpflicht. Von Kathrin Schmick.
Brandbeschleuniger oder Riesenchance? Gerade in der Kreativbranche sind die Erwartungen, aber auch Bedenken bezüglich Künstlicher Intelligenz groß. Virginie Briand, Partnerin beim Unternehmensberater Deloitte, weiß, dass der Einzug der neuen Technologie trotzdem unaufhaltsam ist und plädiert dafür, Kreativität neu zu definieren. Im Gespräch mit Simone Menne erklärt sie, warum wir lernen müssen, Unsicherheiten auszuhalten, warum Deutschen oft die „German Angst“ im Weg steht und dass die klassische Unternehmenskommunikation mit „fünfmal abnicken und dreimal gegenlesen“ künftig nicht mehr funktionieren wird. Im Podcast, der dieses Mal live auf dem German Creative Economy Summit, einer Veranstaltung der Hamburg Kreativ Gesellschaft, aufgenommen wurde, verrät die Kommunikationsexpertin, warum sie sich selbst beim ersten beruflichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz „wie ein Hochstapler“ fühlte, wie sie damit umgegangen ist und warum KI mittlerweile ihr „ständiger Sparringpartner“ ist, der ihre Arbeit verbessert. Links: Unternehmen: https://www.deloitte.com/de/de/about/people/profiles.vbriand+9a1a3478.html LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/virginie-briand/?originalSubdomain=de Insta: https://www.instagram.com/virginie.briand/ FB: https://www.facebook.com/virginie.briand.14/ +++"Die Boss" ist ein Podcast von RTL+. Gastgeberin: Simone Menne. Redaktion: Alexandra Frank, Kirsten Frintrop, Isa von Heyl, Sarah Klößer und Sarah Stendel. Mitarbeit: Jane Reimers. Projektmanagement RTL+ & Schnitt: Kirsten Frintrop und Alexandra Frank. Postproduktion & Sounddesign: Aleksandra Zebisch.+++ Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de
Die deutsche Kommission der UNESCO feiert ihr 75-jähriges Bestehen. Es ist ein besonderes Jubiläum, schließlich war die Teilnahme der Deutschen an der Weltorganisation UNESCO nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht selbstverständlich.
In dieser Folge beantworten Wolfgang Bosbach, Hans-Ulrich Jörges und Christian Rach diese Frage:Beleidigt Bärbel Bas mit „Einheitsbraun“ alle Deutschen?„Dreimal freie Meinung“ live erleben. Am 18.04.2027 um 18 Uhr in der „Volksbühne“ in Köln.Hier Tickets sichern:https://www.eventim.de/artist/dreimal-freie-meinung-der-debatten-podcast/Aktionen und Rabatte unserer Werbepartner finden Sie hier:https://wonderl.ink/@diewochentesterHören Sie „Dreimal freie Meinung - Der Debatten Podcast“ und unsere Kolumne „Deutschland-Psychogramm“ werbefrei vorab in unserem Club. Infos dazu hier:https://steady.page/de/wochentester-club/aboutVermarktung: Wake Word Network und ARD MEDIAFragen, Anregungen, Kritik: kontakt@diewochentester.deHier den Vodafone Business-Tarif zum Spezial-Preis sichern, über den Bosbach, Jörges und Rach im Podcast sprechen: https://www.vodafone.de/business/shop/360grad-security/?t=179&o=10483&i=102Das Spezialangebot von VINOS über diesen Link sichern: https://www.vinos.de/bosbach-joerges-rach-weinangebote/?utm_source=kooperation&utm_medium=podcast&utm_campaign=2603&utm_term=BJR Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Die Amerikaner zwingen die Deutschen im April 1945, sich die Gräuel ihrer Geschichte in Buchenwald anzuschauen. So beginnt die Historikerin Katja Hoyer ihre detaillierte Analyse der Entwicklung von 1919 bis zu Diktatur und Völkermord. Kupferberg, Shelly www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
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Aldi kennt fast jeder in Deutschland, doch über die Geschichte des Discounter-Imperiums weiß man nur wenig. Die Albrecht-Brüder Theo (Aldi Nord) und Karl (Aldi Süd) galten jahrelang als die reichsten Deutschen, waren öffentlich aber nahezu unsichtbar. Einer, der jahrelang ganz nah dran war an Karl Albrecht ist Ulrich Wolters. Im OMR Podcast gibt er seltene Einblicke in eine der wohl größten Erfolgsgeschichten der deutschen Wirtschaft.
Leweke, Anke www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Die EU will Lockerungen im Emissionshandel an grüne Investitionen knüpfen. Keine gute Idee, findet Energiereporter Klaus Startmann. Und: Einige Banken wollen sich an einem Pilotprojekt der EZB zum digitalen Euro beteiligen.
In dieser Folge geben Wolfgang Bosbach, Hans-Ulrich Jörges und Christian Rach Antworten auf diese Fragen:Kanzlertausch: Wie realistisch ist eine Entmachtung von Friedrich Merz?Einheitsbraun: Beleidigt Bärbel Bas alle Deutschen?Absturz: Wie wollen Sie Deutschland retten?Experten im Gespräch:Wolfgang Kubicki, FDP, will Bundesvorsitzender werdenDaniel Stelter, Ökonom, Buchautor „Absturz“, Podcaster „Make Economy Great Again“„Dreimal freie Meinung“ live erleben. Am 18.04.2027 um 18 Uhr in der „Volksbühne“ in Köln.Hier Tickets sichern:https://www.eventim.de/artist/dreimal-freie-meinung-der-debatten-podcast/Aktionen und Rabatte unserer Werbepartner finden Sie hier:https://wonderl.ink/@diewochentesterHören Sie „Dreimal freie Meinung - Der Debatten Podcast“ und unsere Kolumne „Deutschland-Psychogramm“ werbefrei vorab in unserem Club. Infos dazu hier:https://steady.page/de/wochentester-club/aboutVermarktung: Wake Word Network und ARD MEDIAFragen, Anregungen, Kritik: kontakt@diewochentester.deHier den Vodafone Business-Tarif zum Spezial-Preis sichern, über den Bosbach, Jörges und Rach im Podcast sprechen: https://www.vodafone.de/business/shop/360grad-security/?t=179&o=10483&i=102Das Spezialangebot von VINOS über diesen Link sichern: https://www.vinos.de/bosbach-joerges-rach-weinangebote/?utm_source=kooperation&utm_medium=podcast&utm_campaign=2603&utm_term=BJR Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Wie christlich ist das Abendland? Hierzulande ist die Mehrheit der Deutschen jedenfalls noch christlich eingestellt. Sogar im Grundgesetz ist Gott ganz an den Anfang gestellt worden. Bei der weit überwiegenden Mehrheit der EU-Staaten sieht dies anders aus. Ist es noch zeitgemäß, Gott in der Verfassung und bei der Vereidigung von Staatsoberhäuptern und Ministern zu haben?
Sie sind so wichtig für unsere psychische Gesundheit, und doch vernachlässigen wir Hobbys oft. Aber was hält uns eigentlich auf: Keine Zeit, noch nicht das richtige gefunden - oder vielleicht die Angst, nicht gut genug zu sein? Leon und Atze sprechen heute darüber, warum die besten Hobbys merkwürdig sind, wieso wir uns mehr Mittelmäßigkeit zutrauen sollten, und wie man das passende Hobby für sich findet. Fühlt euch gut betreut Leon & Atze Instagram: https://www.instagram.com/leonwindscheid/ https://www.instagram.com/atzeschroeder_offiziell/ Mehr zu unseren Werbepartnern findet ihr hier: https://linktr.ee/betreutesfuehlen Tickets: Atze: https://www.atzeschroeder.de/#termine Leon: https://leonwindscheid.de/tour/ Quellen Was die Deutschen in ihrer Freizeit machen, lässt sich im “Freizeitmonitor 2025” nachlesen: https://www.stiftungfuerzukunftsfragen.de/freizeit-monitor-2025/ Das Paper des amerikanischen Psychiaters über Hobbys während des zweiten Weltkriegs: Menninger, W. C. (1942). Psychological aspects of hobbies: A contribution to civilian morale. American Journal of Psychiatry, 99(1), 122-129. In der Süddeutschen Zeitung schreibt Christina Berndt über Hobbys: https://www.sueddeutsche.de/wissen/hobbys-glueck-arbeit-vorbild-freizeit-li.3325267?reduced=tr Die Idee der “atelischen” Aktivitäten stammt von dem Philosophen Kieran Setiva, nachzulesen im Buch “4000 Wochen: Das Leben ist zu kurz für Zeitmanagement” von Oliver Burkeman Das Review zu Hobbys: Fancourt, D., Aughterson, H., Finn, S., Walker, E., & Steptoe, A. (2021). How leisure activities affect health: a narrative review and multi-level theoretical framework of mechanisms of action. The Lancet Psychiatry, 8(4), 329-339. Die Längsschnittstudie zum Effekt von Hobbys auf Depressionen: Fancourt, D., Opher, S., & de Oliveira, C. (2020). Fixed-effects analyses of time-varying associations between hobbies and depression in a longitudinal cohort study: support for social prescribing?. Psychotherapy and Psychosomatics, 89(2), 111-113. Das Review zur Wirksamkeit von Verhaltensaktivierung bei Depression: Uphoff, E., Ekers, D., Robertson, L., Dawson, S., Sanger, E., South, E., ... & Churchill, R. (2020). Behavioural activation therapy for depression in adults. Cochrane Database of Systematic Reviews, (7). Von der “grindification” der Hobbys spricht der Youtuber “Alastair” in diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=UHAqhP8EeYQ Die Verteidigung der Mittelmäßigkeit von Tim Wu in der New York Times: https://www.nytimes.com/2018/09/29/opinion/sunday/in-praise-of-mediocrity.html Zum Trend der “cozy” Hobbys im Guardian: https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2025/sep/04/crafts-are-like-medicine-gen-z-and-the-rapid-rise-of-cosy-hobbies The Atlantic über Produktivität von Hobbys: https://www.theatlantic.com/family/archive/2022/01/history-hobbies-america-productivity-leisure/621150/ Goethe-Institut über den Hobby-Boom während der Pandemie: https://www.goethe.de/prj/mis/de/lei/21904663.html Redaktion: Mia Mertens Produktion: Murmel Productions
Wir sprechen darüber, was wir aneinander schätzen: Caris Talent, Menschen zusammenzubringen und alle Dinge offen anzusprechen. Manuels Organisationstipps und sein Umgang mit Feedback. Im Follow-up hören wir eure Nachrichten zum Begriff „Übermensch" und dem Phänomen der runden Lippen im Deutschen. Außerdem berichtet Cari von ihrer Fahrradtour an der Donau entlang. Hinweis: Nächste Woche Dienstag fällt unser Podcast aufgrund eines Feiertags aus. Wir hören uns wieder am Samstag, den 30. Mai 2026. Transkript und Vokabelhilfe Werde ein Easy German Mitglied und du bekommst unsere Vokabelhilfe, ein interaktives Transkript und Bonusmaterial zu jeder Episode: easygerman.org/membership Sponsor Seedlang : Start speaking German now! Kostenlos auf iOS, Android und seedlang.com. Hausmitteilung: Truck Driver gesucht Wir suchen Truck Driver für einen Videodreh: Ihr fahrt Lkw oder kennt jemanden? Dann meldet euch bei uns! Am 26. Mai startet unsere Easy German Grammar Challenge! Zehn Tage lang gibt es jeden Morgen eine Aufgabe, die wir abends im Zoom-Call zusammen besprechen. Alle Infos findet ihr auf easygerman.org/grammarchallenge Follow-up: Übermensch (Nietzsche) & Lippenrundungen Übermensch (Wikipedia) Instagram: germanwithsammy Geplante Obsoleszenz (Easy German Podcast 656) Support Easy German and get interactive transcripts, live vocabulary and bonus content: easygerman.org/membership
Diese Podcast-Episode ist auch als Video mit Untertiteln auf YouTube verfügbar: https://www.youtube.com/watch?v=sHORtofICt0 Sind die Deutschen wirklich kalt — oder einfach nur ehrlich, direkt und sehr auf Privatsphäre bedacht? Gemeinsam mit Janusz und Stimmen aus der Easy German Community sprechen wir über Smalltalk in der U-Bahn, Freundschaften fürs Leben, die Service-Wüste Deutschland, Berliner Schnauze und die Distanz, die durch das Siezen entsteht. Dabei lernen wir auch, warum der Satz „Kein Bock heute" unter Freunden ein Zeichen echter Nähe sein kann. Transkript und Vokabelhilfe Werde ein Easy German Mitglied und du bekommst unsere Vokabelhilfe, ein interaktives Transkript und Bonusmaterial zu jeder Episode: easygerman.org/membership Sponsoren Hier findet ihr unsere Sponsoren und exklusive Angebote: easygerman.org/sponsors Thema der Woche: Sind Deutsche kalt? Cultural Differences between the UK & Germany (Easy German 282) Support Easy German and get interactive transcripts, live vocabulary and bonus content: easygerman.org/membership