Das Wirtschafts-Magazin berichtet täglich über die Entwicklungen, die die Schweizer Börse bewegen. Trends und Prespektiven werden beobachtet und analysiert.
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Nach zwei Jahren ist das Enforcement-Verfahren der FINMA gegen Julius Bär abgeschlossen. Laut FINMA habe die Bank gegen aufsichtsrechtliche Bestimmungen sowie gegen Pflichten der Geldwäschereibekämpfung verstossen. Es handelt sich bereits um den fünften Verstoss innert weniger als 10 Jahre. SMI: -0.2%

KI: Gigantische Blase oder nachhaltiger Boom? Weltweit und besonders ausserhalb von Europa werden Milliarden in das Geschäftsfeld investiert. KI-Unternehmerin Nicole Büttner sieht jedoch auch in der Schweiz grosses Potenzial für KI-Anwendungen. Nicht zuletzt dank der Universitäten. SMI: ±0.0%

Renditen auf US-Staatsanleihen und US-Zinsen steigen. Die Renditen auf 30-jährige US-Staatsanleihen etwa sind mit 5.5 Prozent so hoch wie seit über zwanzig Jahren nicht mehr. Das hat weitreichende Konsequenzen: Die US-Regierung muss für ihre Schulden höhere Zinsen bezahlen, US-Hypothekarzinsen steigen. SMI: +0.3%

Die Schweizerische Nationalbank belässt den Leitzins bei 0.0 Prozent. Martin Schlegel, Präsident der SNB, begründet das mit stabilen Inflationsprognosen. Anders in der Euro-Zone: Hier erhöhte die EZB jüngst den Zins. Somit vergrössert sich der Zinsunterschied zwischen der Schweiz und der Euro-Zone. SMI: -0.1%

Der Facebook Konzern Meta lanciert ein neues KI-Programm: Muse soll als Agent ganze Aufgaben erledigen. Die App stürmt die Downloadcharts und sorgt für einen Kurssprung an der Börse. SRF Digitalredaktor Jürg Tschirren zweifelt jedoch, ob Kunden dem Konzern langfristig sensible Daten anvertrauen. SMI: -0.2%

Ab heute sind Sandoz und Galderma im SMI vertreten – Kühne und Nagel sowie Swisscom räumen das Feld. Somit nimmt der Pharmabereich mit rund 41 Prozent an Gewicht zu. Laut Jörn Spillmann, Anlage-Experte der Zürcher Kantonalbank, bleiben Novartis, Roche und Nestlé weiterhin die grössten Treiber. SMI: +1.2%

In Russland hat der Staat zwei Nestlé-Gesellschaften unter Zwangsverwaltung gestellt. Der Konzern prüft weitere Schritte. Laut Jean-Philippe Bertschy, Analyst der Bank Vontobel, ist ein Verkauf der Einheiten die wahrscheinlichste Option. So ging es dort zuvor auch anderen westlichen Unternehmen. SMI: -1.2%

Die Fusion von Helvetia und Baloise kommt gut voran: Synergien können schneller realisiert werden als geplant. Laut Matteo Lindauer, Analyst bei der Bank Vontobel, werden die grossen Hagelschäden im August erst das zweite Halbjahr belasten. Die Jahresprognose bleibt trotzdem unverändert. SMI: +0.6%

Eine neue Umfrage zeigt: Die Bevölkerung will, dass Pensionskassen am meisten Geld in Immobilien investieren. Festverzinsliche Anlagen sind weniger beliebt. Werner Rutsch, Anlageexperte bei BNP Paribas Asset Management, betont die Bedeutung von alternativen Anlagen wie Infrastruktur-Investitionen. SMI: +0.4%

Die Aktienkurse schwanken, was Anlegerinnen und Anleger verunsichert und Emotionen weckt. Genau dann tappen viele in gängige Anlegerfallen. Fabienne Hockenjos, Anlagechefin bei Rahn+Bodmer, rät Anlegerinnen und Anlegern, sich auf Gewinnaussichten statt auf vergangene Fixpunkte zu fokussieren. SMI: -0.5%

Nachdem führende KI-Firmen vor unkontrollierbaren Risiken der Technologie warnen, sinken die Aktien von Unternehmen mit Bezug zu KI. Dass Open AI sogar den Börsengang verschiebt, könnte laut SRF-Börsenkorrespondent Jens Korte auch an der aktuell schlechten Stimmung gegenüber KI liegen. SMI: +0.7%

Das schürt Inflationsängste: Der Ölpreis ist nach der jüngsten Eskalation in Nahost auf über 100 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank hat die Zinsen erhöht, von der US-Notenbank erwarte er dies auch, sagt Anlage-Spezialist Erik Schafhauser. In der Schweiz sieht er keinen Handlungsbedarf. SMI: +0.3%

Die EZB erhöht den Leitzins um einen Viertel-Prozent-Punkt auf 2.5 Prozent. Hauptgrund ist die hohe Inflation in der Eurozone, aufgrund des Iran-Kriegs. Auch für den Anleihenmarkt hat das Konsequenzen, hier sind europäische Staatsanleihen schon seit Anfang Jahr unter Druck. SMI: -0.5%

Chinas Auto-Export boomt – die Nachfrage im Inland schrumpft jedoch. Nun warnt die chinesische Regierung Hersteller davor, ihre Autos im Ausland zu günstig zu verkaufen. Laut Automobil-Experte Philipp Raasch soll das einen Preiskampf mit Gegenreaktionen wie Strafzöllen verhindern. SMI: -1.8%

Burkhalter wächst und steigert den Gewinn im ersten Halbjahr um 8 Prozent. Der Hauptgrund: Das Sanierungs- und Renovationsgeschäft laufe gut. Laut Geschäftsführer Zeno Böhm stellt die Suche nach genügend Mitarbeitenden aber eine Herausforderung dar. Das Unternehmen wächst deshalb durch Übernahmen. SMI: -0.8%

Volkswagen streicht 50'000 Stellen. Der Autokonzern leidet unter der schwachen Nachfrage in China und hinkt technologisch der chinesischen Konkurrenz hinterher. Doch auch diese kämpft laut Aktienspezialist Peter Ahluwalia von Leovest mit der Wettbewerbsfähigkeit im Heimmarkt. SMI: +/-0.0%

Nach der gescheiterten Waffenruhe in Nahost steigt weltweit die Inflation. In der Schweiz überraschend stark auf 0.8 Prozent. Darauf dürften viele Zentralbanken bereits im September mit Zinserhöhungen reagieren. Deren Lage sei allerdings kompliziert, so Claude Maurer, Chefökonom bei BAK Economics. SMI: +0.2%

Novartis entwickelt erfolgreich eine Tablette zur Behandlung von Multiple Sklerose. Fast zeitglich sterben drei Menschen bei einer anderen Studie. Warum der Aktienkurs von Novartis trotzdem um 6 Prozent steigt, begründet Stefan Schneider, Pharma-Analyst bei Vontobel. SMI: +0.2%

Swiss Life erzielt im ersten Halbjahr 650 Millionen Franken Gewinn, eine Steigerung von 8 Prozent zum Vorjahr. Trotzdem streicht der Versicherer 600 der 11'000 Stellen – davon 300 in der Schweiz. Der Konzernchef Matthias Aellig begründet die Entscheidung mit der langfristigen Unternehmensstrategie. SMI: +0.3%

Beim jährlichen Notenbank-Treffen in Jackson Hole, Wyoming, betonte Fed-Chef Kevin Warsh die Wichtigkeit von Preisstabilität. Die Finanzmärkte taxieren eine Zinserhöhung im September seither für wahrscheinlicher. Auch SRF-Börsenkorrespondent Jens Korte hält dies bei soliden Daten für möglich. SMI: -0.8%

Viele Unternehmen blicken auf ein aussergewöhnlich starkes erstes Halbjahr zurück: Weltweit sind die Gewinne stärker gestiegen als im langjährigen Durchschnitt. Raiffeisen-Anlagechef Matthias Geissbühler erwartet jedoch, dass das Gewinnwachstum abschwächt, insbesondere beim Energie- und Tech-Sektor. SMI +0.1%

Nvidia toppt die Erwartungen: In den Quartalszahlen verdoppelt der Chip-Hersteller den Umsatz auf 96.2 Mrd. Dollar. SRF-Börsenkorrespondent Jens Korte sieht zwei Unsicherheiten. Die höheren Preise der Speicher-Chips, welche Nvidia zukauft und mögliche Konkurrenz durch neue Halbleiter-Hersteller. SMI: -1.1%

Die «Stadler Rail»-Aktie rast nach einem umsatzstarken Halbjahr über 22 Prozent nach oben. Lieferengpässe haben den Zughersteller zuvor lange ausgebremst. Laut Konzernchef Markus Bernsteiner seien neue Zulieferer gefunden, die Verzögerungen aufgeholt und die Werke wieder ausgelastet. SMI +0.1%

Seit Beginn des Irankrieges steigt der Ölpreis. Davon profitieren Öl-Firmen: Der S&P Global Oil Index ist innerhalb eines Jahres um 39 Prozent gestiegen. Konzerne, wie Exxon und Shell verzeichnen Rekordgewinne. Als Folge fordern politische Stimmen eine Steuer auf Übergewinne. SMI: +0.5%

Nach gescheiterten Versuchen in London und den USA will Shein am 1. September in Hongkong an die Börse gehen. Doch Wachstum und Gewinn des chinesischen Online-Händlers schrumpfen. Entsprechend fiel auch die Bewertung in den letzten vier Jahren um 70 Prozent auf 27 Milliarden Dollar. SMI: -0.1% Neuer Upload

Bei hohen Bewertungen von KI-Firmen stellt sich die Frage, ob sich eine Blase gebildet hat. Robeco-Analyst Daniel Ernst hält die Bewertungen für angemessen. Doch die Finanzmärkte würden kritischer: Technologie-Firmen müssen nun höhere Zinsen auf Anleihen zahlen. SMI: +0,6%

Swiss Prime Site, die grösste Schweizer Immobilienfirma, steigert den Gewinn. Derweil mehren sich in der Politik die Stimmen, die ausländischen Personen verbieten wollen, sich an börsenkotierten Wohnimmobilien-Gesellschaften zu beteiligen. SPS-Chef Marcel Kucher kritisiert dies scharf. SMI: -0.1%

Wie im Vorjahr macht der Baukonzern Implenia im ersten Halbjahr weniger Umsatz. Kein Grund zur Sorge für Konzernchef Jens Vollmar: Er rechnet mit künftigem Wachstum. Tatsächlich steigen die Aufträge um fast 10 Prozent, was primär an Hochbau-Projekten im wichtigsten Auslandsmarkt Deutschland liegt. SMI: +0.5%

Beim Verpackungshersteller SIG kommt bereits wieder ein neuer Chef: Nach nur 5 Monaten übernimmt die ehemalige Finanzchefin Ann-Kristin Erkens den CEO-Posten. Für die anstehende Restrukturierung seien Kontinuität und Tempo gefragt, so der Konzern. Die Aktie fällt zeitweise um über 25 Prozent. SMI: -0.6%

Die deutsche Autoindustrie schrumpft. Mit 690'000 Beschäftigten ist sie so klein wie nie seit 2005. Die Produktion in Deutschland ist zu teuer und der wichtige Markt China bricht ein. Laut Michael Koller, Leiter Automotive Swissmem, spüren das aber nicht alle Automobil-Zulieferer gleichermassen. SMI: -0.6%

Die Aktie der digitalen Bank Swissquote bricht ein. Denn ihre Kunden handeln weniger mit Kryptos. Die Einnahmen daraus sinken um zwei Drittel verglichen mit den letzten Jahren. Swissquote-Chef Marc Bürki zeigt sich trotzdem positiv und verweist auf den gestiegenen Kunden- und Neugeldbestand. SMI: +0.2%

Der Chip-Hersteller Nvidia will 500 Mrd. Dollar bei Investoren für den Ausbau von Rechenzentren sammeln. Auch in der Schweiz profitieren Firmen vom KI-Boom. Für Adrian Altenburger, Dozent an der Hochschule Luzern, sind Qualität und schnelle Verfügbarkeit von Schweizer KI-Produkten ein Vorteil. SMI: -0.9%

Bell steigert seinen Gewinn um 21 Prozent. Der Fleischverarbeiter setzt auf mehrere Säulen, wie Fleisch, Geflügel, Fisch, Rohschinken und Convenience, sowie hochwertige Nischen. Laut Konzernchef Marco Tschanz wachse Bell organisch über alle Segmente mit rund 2 Prozent. SMI: -0.4%

Der Umsatz des Backwarenkonzerns Aryzta sinkt auf rund eine Milliarde Euro. Vor allem im wichtigen Markt Deutschland gehen die Verkäufe zurück. Trotzdem soll es erstmals seit zehn Jahren Dividendenzahlungen und/oder Aktienrückkäufe geben. Chef Urs Jordi sagt, dafür sei jetzt der richtige Moment. SMI: +0.6%

Amrize, die ehemalige Nordamerika-Sparte des Baustoffkonzerns Holcim, enttäuscht mit ihren Quartalszahlen. Trotz deutlich mehr Umsatz verfehlt das Unternehmen die Gewinnerwartungen. Laut ZKB-Analyst Martin Hüsler belasten vor allem höhere Treibstoff-, Logistik- und Rohstoffkosten das Geschäft. SMI +0.2%

Der Umsatz von Swisscom sinkt um 3 Prozent auf 7.2 Mrd. Franken – trotz höherer Abopreise. Konzernchef Christoph Aeschlimann begründet die Preiserhöhung mit einem besseren Leistungsangebot. Dafür steigt der Gewinn durch Synergien aus der übernommenen Vodafone Italia. SMI: -0.2%

Sandoz steigert den Umsatz auf 5.8 Mrd. Dollar. Der Basler Generika-Hersteller profitiert auch künftig von auslaufenden Patenten auf diverse Medikamente. Laut Konzernchef Richard Saynor biete etwa der Diabetes- und Abnehmspritzen-Markt Potenzial. In Brasilien und Kanada schon in diesem Jahr. SMI: +0.6%

Die Lufthansa schreibt im ersten Halbjahr wegen gestiegener Kerosinpreise einen Verlust von 229 Millionen Euro. Gewinn macht im Konzern nur die Swiss – auch dank höherer Ticketpreise. Dennis Weber, Finanzchef der Swiss Airlines, begründet das mit der stärkeren Kaufkraft in der Schweiz. SMI: +0.6%

Erstmals seit 40 Jahren intervenieren die USA und Japan gemeinsam am Fremdwährungsmarkt, um den schwächelnden Yen zu stärken. US-Präsident Trump deklariert dies als Freundschaftsdienst. Laut Finanzmarktberaterin Christa Janjic-Marti wollen die USA jedoch den Verkauf ihrer Staatsanleihen verhindern. SMI: +0.2%

Der Chemie-Konzern Clariant legt solide Halbjahreszahlen vor. Durch die Schliessung der Strasse von Hormus ist das Katalysatoren-Geschäft um 13 Prozent gesunken. Auch hohe Rohstoffpreise treffen das Unternehmen. Laut Konzernchef Conrad Keijzer können diese an die Kundschaft weitergegeben werden. SMI: -0.3%

Der Trend zu Protein-Produkten beschert DSM-Firmenich Wachstum. Der Konzern entwickelt Aromen und Spezialzutaten für Lebensmittelhersteller. Laut Konzernchef Dimitri de Vreeze müssen proteinangereicherte Produkte neu formuliert werden, damit sie cremig, schmackhaft und gut verträglich bleiben. SMI -0.6%

Die UBS weist einen Konzerngewinn von 2.8 Milliarden Dollar aus. Ob das Ergebnis dank guter Marktbedingungen, oder aus eigener struktureller Kraft zu Stande kam, ist laut Vontobel-Analyst Andreas Venditti schwierig zu beantworten. SMI: -0.6%