Neue Musik entdecken, täglich mit SRF 3: Die «Sounds!»-Crew mit Andi Rohrer, Matthias Erb und Luca Bruno präsentiert das volle Programm in Sachen Indie, Alternative und Underground – von Indie-Rock, Pop über Electro, Hip Hop, Dubstep, Chillwave bis zu Folk, Punk und Singer/Songwriter. Im Radio Monta…
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Ausverkaufte Hallen, US-Talkshows, Surfen mit Weltstars: Hermanos Gutiérrez aus Zofingen sind auf dem Trip ihres Lebens. Mit dem neuen Album gehen sie auf Spurensuche in den Anden Südamerikas, wo die Heimat ihrer Mutter liegt - und geben ihrem typische Gitarrensound einen gelungenen neuen Twist.

Der Musikherbst ist da! Das heisst: Mehr Alben kommen raus, als man sich anhören kann. Damit ihr im Plattenmeer nicht untergeht, bläst Sounds! die Schwimmflügeli auf. Diese Releases dürft ihr nicht verpassen: von Jacklin Jacklin & Leon Bridges, über Bilderbuch-Première, bis zu den Neulingen Gallus.

Vor diesem Album mussten sich Boy Harsher regelrecht neu sortieren. Sängerin Jae Matthews bekam eine MS-Diagnose und die Beziehung zu Mitmusiker Gus Muller zerbrach. Aus der Krise schöpfte das Duo offensichtlich einen guten Drive: Statt düsteren Coldwave gibt's auf dem Major-Debüt Synthie-Pop.

Der Musikherbst ist da und im Schweizer Releasetopf brodelts. Tassen her, Sounds! schöpft von der guten Brühe: Okvsho, Film 2, Anna Erhard, und, und, und, *gulp*, *gulp*, *gulp*.

Sommer, Sonne, Phoebe Bridgers? Es wäre mal wieder so weit: Die vereinte Sounds!-Crew versammelt sich im Studio und legt die Favoriten der letzten 3 Monate auf den Tisch. Bei den jeweiligen Top 3-Songs herrscht erstaunliche Einigkeit, wie sieht's beim Rest aus? In dieser Playlist stecken die zehn persönlichen Favoriten jedes einzelnen Sounds!-Hosts – also all jene Songs, die bei uns in den vergangenen Wochen besonders hängen geblieben sind. Hier sehr ihr, was es in unsere individuellen Top 3 geschafft hat: +++ ANDI ROHRER +++ 1) Phoebe Bridgers «Bobby» 2) The War On Drugs «Who's That» 3) Peter Kernel «Heartbreak» +++ LEA INDERBITZIN +++ 1) Phoebe Bridgers «Lost Boys» 2) Westside Cowboy «Pin Up Boys» 3) Amy Winehouse «Tears Dry» (Alternative Demo) +++ LUCA BRUNO +++ 1) Phoebe Bridgers «Lost Boys» 2) Westside Cowboy «Pin Up Boys» 3) The War on Drugs «Who's That»

Beck is back! Und Beck ist wieder traurig. Zwölf Jahre nach «Morning Phase» vollendet er seine Folk-Trilogie, die mit «Sea Change» (2002) begonnen hat. Kein Fönk, kein Synthie-Pop, dafür grosszügig instrumentierte, schwelgerische Songs, die an das Kalifornien der 70er-Jahre erinnern. «Ride Lonesome» gibt's für alle Sounds!-Hörer:innen, die live bei uns mithören, auf Vinyl oder CD zum Gewinnen. Einfach Sounds! auf SRF 3 hören und rechtzeitig Telefon in die Hand nehmen, sobald wir das Zeichen geben.

Viel neue, schöne Musik gibt es an diesem New Music Friday: von Anna Erhard, Beck oder Beabadoobee zum Beispiel. Und dann wird es auch noch richtig klebrig süss. Dann, wenn wir in «Day and Night», das neue Doppelalbum von «Call Me Maybe»-Electropop-Szenestar Carly Rae Jepsen, reinhören.

Der Schweizer Musiktag steht dieses Jahr unter dem Motto «Die Schweiz in Listen» – also nehmen wir uns im Sounds! einer eigentlich unmöglichen Aufgabe an: Wir küren nicht weniger als die besten(!) Schweizer Songs der letzten 10(!) Jahre! Wir zählen gemeinsam von #10 bis #1 runter und diskutieren uns zu dritt durch unsere persönlichen Favoriten. Und für einmal verraten wir nicht, welcher Song aus welcher Liste kommt. (Aber: die verflixte Technik hat uns einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht und die letzten beiden Tracks aus der untenstehenden Playlist geschluckt. Darum tragen wir nach: «Where the Grass Is Greener» von Annie Taylor und «My Moon» von Sirens of Lesbos – zwei #1-Tracks aus der Sounds!-Redaktion)

Es ist klischiert und stereotypisierend, beim Afrobeat-Disco-Bigband-Mix von Ibibio Sound Machine von Hoffnung, Lebensfreude und Zusammenhalt zu sprechen. Aber die Londoner Band schreibt es selbst: «Es ist ein Album, um die Kraft zu finden, weiterzugehen, zu tanzen und uns den Weg bahnen.» Also reinhören und Hoffnung schöpfen.

...dank den Filmemachern Stephan Schulz und Julian Kirchner, die die letzten Tage des legendären Zürcher Klubs begleiteten, der letztes Jahr nach 20 Jahren schliessen musste. Der Dokfilm «Die Zukunft ist Vergangenheit» feiert am diesjährigen Zurich Film Festival Weltpremiere. Wir verlosen Tickets! Dazu haben wir uns mit Schulz und Kirchner über den Film unterhalten, der nicht nur Zuki-Stammgäste ansprechen möchte. Neben Interviews mit dem Gründungsteam und nationalen und internationalen Musikerinnen und Musikern, die eng mit der Zuki verbunden waren, thematisiert er auch grössere Fragen: Gentrifizierung etwa – und die (eigentlich unbeantwortbare) Frage, wie ein Club vom simplen Ausgehort zum Wohnzimmer und zweiten Zuhause werden kann. Die Tickets für die Weltpremiere von «Die Zukunft ist Vergangenheit» am Mittwoch, 30. September, im Zürcher Kino Corso gibt's heute live in der Radiosendung zu gewinnen – ab 20 Uhr, nur auf Radio SRF 3.

Spricht Nate Amos über seinen Beruf, stellt er den Begriff Songwriter noch immer in Anführungszeichen. Jahrelang verstand er sich als Produzent, beschäftigte sich mit Komposition und konzeptueller Kunst. Als ihm 2024 der Durchbruch gelang, wurde aus dem Experimentalmusiker ein gehypter Songwriter. Auch wenn ihm der Begriff noch nicht ganz geheuer ist, Nate Amos ist mit seinem Solo-Projekt This Is Lorelei zu einem der interessantesten Songwriter der letzten Jahre geworden: Waxahatchee, MJ Lenderman und Geese covern die Songs seines Durchbruchalbums «Box for Buddy, Box for Star». Wenn er nicht als This Is Lorelei auf der Bühne steht, tut er es als eine Hälfte des New Yorker Experimentalpop-Duos Water From Your Eyes. Und in den letzten Jahren standen sie auf unzähligen Bühnen. Auf den Fahrten von der einen zur nächsten entstanden die Skizzen der Songs, die Amos nun zum Album «The Singer in My Band» bündelte und veröffenltichte - ohne Gitarre oder Keyboard zur Hand, nur mit Melodien im Kopf und Songtexten auf der Notiz-App. Was sich auf der Rückbank zwischen Appalachen und Rocky Mountains zusammentrug, lässt sich hören: «The Singer in My Band» ist das neue Sounds! Album der Woche. Wir verlosen täglich Vinyl und CDs.

Heute kommt ein ziemlich bunter Topf an neuer Musik! Da drin hats grosse Namen (Bloc Party, This Is Lorelei, Ezra Collective, Shygirl), neue Namen (The Meffs, Twisted Teens) und eine saftige Schweizer Indie-Delegation, angeführt von Routinier Manuel Stahlberger.

Eigentlich hat sich die Musikindustrie auf den Freitag geeinigt, um neue Musik konsumwirksam zu veröffentlichen. Schön, dass sich viele nicht dran halten! Heute kam eine regelrechte Flut von tollen Songs - und von The Gaslight Anthem-Frontmann Brian Fallon grad ein ganzes Album. Press Play!

Arab Strap sind die «Grumpy Old Men» des Indie-Rock – und auf «Half-Told Tales» noch lange nicht bereit, leise zu werden. Alter, Krankheit, Politik und Internetmüll liefern Stoff für gewohnt bissige Texte, während die Musik zwischen Punk, Disco, Folk und Rock wild die Richtung wechselt.

Chaos im echten Leben? Taranja Wu hat dafür einen simplen Vorschlag: tanzen. Ihr neues Album ist der Soundtrack fürs Durcheinander – bevölkert von Figuren aus Filmen und Serien. Im Interview erzählt sie, warum Saoirse Ronan, Carey Mulligan und David Lynch plötzlich Teil ihrer Songs werden. «All Messed Up» ist kein autobiografisches Album – zumindest nicht im klassischen Sinn. Taranja Wu versteht ihre Kunstfigur eher als Echo oder Spiegel: Durch sie schlüpft sie in andere Menschen und Situationen. So landen plötzlich Figuren wie Saoirse Ronans Charakter aus «The Outrun» oder Carey Mulligan aus «Promising Young Woman» in ihren Songs. Auch David Lynchs «Blue Velvet» hinterlässt Spuren. Das passt zu Wus intuitiver Art zu schreiben: Sie beginnt meist mit einem Beat, ohne zu wissen, wohin die Reise geht. Erst nach und nach tauchen Figuren, Geschichten und Atmosphären auf. Und obwohl es dabei inhaltlich auch mal richtig düster wird, soll «All Messed Up» kein Album zum Versinken sein. Wu will dem Chaos lieber tanzend begegnen – ohne falsche Hoffnung, aber mit genug Drive, um weiterzumachen. «All Messed Up» ist das neue Sounds! Album der Woche. Es gibt Vinyl und CDs zu gewinnen, nur live im Radio.

In den Staaten ist Labour-Day-Weekend, heisst: Der Releasekalender ist nicht so Highlight-beladen wie auch schon. Dafür gingen wir umso tiefer im Neuheitenhaufen buddeln und haben richtig nice Sachen gefunden. Tollen Lo-Fi-Indie von Rubber Band Gun aus New Jersey z. B. – eine echte Entdeckung!

Langes weisses Haar x krakeliger Gesang x Gitarrensoli ohne Ende: Die Konzepttreue zahlt sich auch 20 Jahre nach der «Wiedervereinigung» der 90er-Alternative-Helden aus. Das selbe gilt für die New Yorker Interpol: Paul Banks Stimme prägt den kühlen Post-Punk auch nach bald 30 Jahren unverkennbar.

Ja, richtig gehört. Tom Hardy – Oscar-nominierter Schauspieler, bekannt aus Filmen wie «Dunkirk», «Mad Max: Fury Road» oder als Batman-Bösewicht Bane – rappt jetzt. Und er meint es ernst. Und das ist auch alles abgesegnet – sogar aus der Wu-Tang-Clan-Ecke! «CZARFACE Meets Frankie Pulitzer» ist nämlich ein Kollabo-Album mit der gleichnamigen Hip-Hop-Supergruppe CZARFACE, bei der u. a. Wu-Tang-Clan-Mitglied Inspectah Deck mitrappt. Ausserdem durch Gastauftritte auf dem Album mit dabei: Method Man und Busta Rhymes.

Beiz, See und Erdbeerfelder rufen: Am Wochenende (3.-5. September) lädt die unbeugsame Bad Bonn Kilbi zum Musik geniessen. Heute sind die Programmköpfe Daniel Fontana und Maisch Gosteli im Sounds! und sortieren für uns ihr wunderbar knallbuntes Programm. Und: Wir verlosen die letzten Festivalpässe.

Da fühlt man sich wirklich fast wie im Traum: Über ein Jahrzehnt und zwei Soloalben von Brittany Howard später (und minus einem Drummer) melden sich die bluesigen Southern-Rocker mit einem neuen Album zurück. Stimmlich hat Howard nichts eingebüsst, doch die Songs wirken ausgefranster und rauer. Sounds! hören und Tonträger-Regal erweitern: «I Must Be Dreaming» ist das neue Sounds! Album der Woche. Die ganze Woche durch bis und mit Freitag gibt's bei uns live in der Sendung eine Vinyl- oder CD-Ausgabe des Albums zu gewinnen.

Die heutige Neuheitenübersicht, sie klingt wie ein bizarres Wunschkonzert: neue, bislang unveröffentlichte Prince-Songs? Das immer wieder angekündigte und verschobene Album von Erykah Badu & The Alchemist? Elton John covert Turnstile? Schauspieler Tom Hardy als Rapper? What is happening?!

Bald 35 Jahre und (je nach Zählweise) 20 Alben: Weezer sind zweifelsohne eine der wichtigsten Rockbands der letzten zwei Generationen. Die wuchtigen Riffs und Rivers Cuomos Hornbrille haben Suchtpotential - und nach ein paar mageren Jahren aktivieren sie auf dem «Gold Album» ihr Kultpotential. Auch hier sind ein paar Nieten dabei, aber Songs wie «We Might As Well Be Strangers» mit der wunderbaren Karly Hartzman von Wednesday oder «C.E.O.» verdienen durchaus Gold-Status in der Weezer-Welt. Und wie sich Rivers Cuomo im letzteren damit beschäftigt, dass man von ihm ganz einfach immer das gute alte (Gold?) hören will, dann fühlt man sich in bester Weise ertappt.

«THRASHER» ist das 3. Soloalbum vom Sänger von The Killers, doch erstmals tönt er deutlich anders als Zuhause: Ein Country-Album von A bis Z, inspiriert von der Musik im Elternhaus in Utah und aufgenommen mit Szenegrössen in Nashville. Macht Spass, auch wenn ihm die Boots noch nicht perfekt sitzen.

Dann ist die Chance nicht allzu klein, dass ihr auch an den neuen Platten von Chelsea Wolfe («The Dark»), Squirrel Flower («Say a Prayer to the Gods of Getting Going») oder Julia Holter («Materia») euren Spass haben werdet. Hört mit, geniesst – und lasst euch auf das heutige Playlist-Experiment ein!

Das Musik-College war nicht der richtige Ort für vier junge Talente aus Manchester. Das Wichtigste, das sie zwischen Schulbank und Notenständer lernten? Dass sie sich nie wieder Gedanken über das perfekte Tempo oder die theoretisch korrekte Akkordfolge eines Songs machen möchten. Die Antwort auf den Wunsch, Musik wieder intuitiv und ohne akademischen Überbau zu machen, heisst Westside Cowboy. Aus vier frustrierten Studierenden entwickelte sich in den vergangenen zwei Jahren eine der meistbeachteten Newcomer-Bands Grossbritanniens. Auch in der Schweiz konnte man sich diesen Frühling bereits von den Live-Qualitäten des Quartetts überzeugen: Als Support der New Yorker Hype-Band Geese tourten Westside Cowboy durch Europa, obwohl ihre Diskografie zu diesem Zeitpunkt erst zwei EPs klein war. In Vorbereitung auf das Debütalbum «It Goes On» tourten Westside Cowboy in den letzten Monaten schier pausenlos. Auch das Sounds!-Interview musste unterwegs auf der Autobahn zwischen Hamburg und London stattfinden. Nun ist das erste Album da, der grosse Labelvertrag in der Tasche und alle Interviews im Kasten. Zeit also, Westside Cowboy kennenzulernen. Ihr Debütalbum «It Goes On» ist das neue Sounds! Album der Woche. Wir verlosen täglich Vinyl – nur live im Radio.

Schon verrückt. Sobald das Thermometer nicht mehr im vierstelligen Bereich ist, müsste unsere allfreitägliche Übersicht über die spannendsten Neuentdeckungen aus dem digitalen Neuheitenregal eigentlich doppelt so lange sein. Was für ein toller Tag für neue Alben - und neue Musik im Allgemeinen! Mit dabei heute u. a. – Achtung: tief einatmen! – neue Alben von Killers-Frontmann Brandon Flowers, Weezer, Wild Pink, Cleo Sol, Lambchop und sogar neu ausgegrabene, bislang unveröffentlichte Aufnahmen der Psychobilly-Pioniere The Cramps schaffen es in die Playlist. Wow!

Der enorm gefragte Produzent (Arctic Monkeys, Florence + The Machine, Fontaines D.C.) und Mitgründer von Simian und Simian Mobile Disco hat sein neues Soloalbum auf der Schwelle zwischen Leben und Tod geschrieben: an akuter Leukämie erkrankt mit einem improvisierten Mini-Studio am Spitalbett. Wow!

Ein letztes Mal schwillt die Hitzewelle auf über 30 Grad an, bevor sie endlich abebbt. Während die Spätsommersonne die Welt in Sepiatöne tränkt, liefert die britische Retro-Soul-Band Jungle den Soundtrack für die letzten heissen Tage. «Sunshine» ist einmal mehr dasselbe und einmal mehr gut.

Dieses Wochenende konnte man förmlich zusehen, wie Phoebe Bridgers der Einzug in die nächsthöhere Liga des Musikzirkus' gelang. Der einstige Sounds!-Artist-to-Watch überzeugt auf «Lost Weekend» mit noch clevererem Songwriting und einer weltklassigen Produktion. Mit ihren zwei ersten Alben «Stranger in the Alps» und «Punisher» wurde Phoebe Bridgers so etwas wie die Päpstin der Sad Boys und Girls. Ihre Supergroup boygenius mit dem vieldekorierten Album «The Record» und die unzähligen Features bei Stars wie SZA, The National oder The 1975 brachten die Kalifornierin einem noch grösseren Publikum näher. «Lost Weekend» dürfte nun der endgültige Durchbruch sein, immerhin nennt sogar Taylor Swift das Album einen absoluten Triumph. Wir suchen bis am Freitag jeden Abend nach den Eastereggs, die auf der Platte versteckt sind, denn «Lost Weekend» von Phoebe Bridgers ist das neue Sounds! Album der Woche. Wir verlosen täglich CDs - nur live im Radio.

Kleine Planänderung: die Sendung zum neuen Sounds! Album der Woche (Phoebe Bridgers!) gibt's erst morgen Abend. Dafür gibt's heute das Neuheiten-Potpourri zur Abkühlung - mit vielen neuen potenziellen Lieblingssongs, direkt aus der Sounds!-Küche.

Die Ferien sind vorbei, die Hitzewelle ebbt ab und die Retro-Sonnenanbeter*innen von Jungle liefern den Soundtrack für die letzten Sommerabende. Der beste New Music Friday seit Langem! Auch dank der ersten Herbstgefühle mit Phoebe Bridgers' «Lost Weekend» und der Albumankündigung von Binary Sunset.

Die Kalifornier Ceremony verarbeiten einen superbreiten Horizont von Hardcore über Brit-Pop bis New Wave zu treibendem Post-Punk mit dunklem Unterton. The Mountain Goats finden mit «Days» zurück zu ihrer ganz eigenen Form und Weezer, Dinosaur Jr. und Eels machen allesamt neue Alben bereit.

Sie hören gerne The Jesus and Mary Chain, Ride oder Yo La Tengo und machen dreamy Shoegaze: Slow Fiction passen bestens zur aktuellen Dream-Pop-Welle, die sich fest an den 90er-Jahren orientiert. Nicht brandneu, aber ihr Debütalbum «dollhouse» hat einige schwelgerische Hits zu bieten.

Sie gehören auf jede Hot-List: Die blutjungen London-Scenesters Man/Woman/Chainsaw. Die Musikschüler:innen mit über 200 Gigs auf dem Buckel mischen auf dem Debütalbum 3 Esslöffel Black Country, New Road, 2 Tassen The Last Dinner Party und eine Prise Black Midi. Im Sounds! Interview verraten Man/Woman/Chainsaw heute, wie sie mit dem Bandnamen hadern oder wie sie während der Anfangszeit in ihren Biografien blufften, damit sie alt genug wirkten, um in Clubs spielen zu dürfen. Und wie immer verlosen wir Tonträger: Gewinnt täglich Vinyl oder CDs vom aktuellen Sounds! Album der Woche - nur live im Radio!

Die Musikindustrie traut sich wieder aus den abgedunkelten, klimatisierten Büros raus. Der New Music Friday bietet einige Souvenirs aus dem Sommerloch: Ravyn Lenaes Album nach dem TikTok-Hit, Neues von Brandon Flowers (The Killers) und eine Albumankündigung von The Avalanches.

Kai Campos, die Hälfte des Kernteams der UK-Post-Dubsteb-Darlings, hat für den legendären Londoner Club «fabric» ein neues Mixalbum vorgelegt. «Ohne viel nachdenken, perfekt für lange Clubnächte» lautete sein Memo in etwa - und er trifft voll ins Schwarze. Ein simpler Genuss im besten Sinne.

Lara Gut-Behrami tritt zurück, Vini Reilly ist wieder da: What a day! 16 Jahre (und drei Schlaganfälle) nach dem letzten Album seines Ambient-/Dream-Pop-Projekts The Durutti Column erscheint «Renascent». Dafür gibt's sogar eine neue Katalognummer des längst stillgelegten Factory Records-Labels.

Zu den ersten Releases von Arca gehörte eine Reihe von experimentellen Mixtapes: «&&&&&», «@@@@@» oder «±±±±±». Der neuste Wurf der Venezolanerin hätte eigentlich ein Zuwachs zur Mixtapesammlung werden sollen. Dann wuchs «XXXXX» aber zum Album an. Die futuristischen Sound-Experimente blieben.

«Du, lass mal...» Wir wissen natürlich nicht, wie genau Kultlabel Sub Pop der kalifornischen Songwriterin nach drei Alben beibrachte, dass aus der vierten Zusammenarbeit nichts wird. Aber wir stellen es uns ungefähr so vor. Genau darum ist «Past the Veil» ein unfreiwilliger Neuanfang geworden. Auch wenn Sub Pop «nur» ein Indie-Label ist, bringt ein Plattenvertrag gewisse Vorteile mit sich. Das Studio, in dem Lay ihr neues Album aufgenommen hat, konnte sie dank eines Deals mit Produzent Rob Shelton – dem das Studio gehört – nur dann nutzen, wenn andere Acts absagten oder gerade kein Slot belegt war. Das Ergebnis kann sich trotz des fehlenden Sicherheitsnetzes mehr als hören lassen: dreamy Folk-Pop, der zwischendurch sogar Richtung Jazz abdriftet. Perfekt zum Durchschnaufen, wenn man irgendwo gerade ein Stückchen Schatten gefunden hat.

Nach Olivia Rodrigo und Charli XCX lierfert mit Ariana Grande die nächste Pop-Queen: Auch wenn man sie suchen muss hat «Petals» ein paar schöne Ecken und Kanten. Kleinere Namen geben heute direkteren Genuss für die Sounds!-Ohren: Mallory Hawk, Catherine Moan oder The Durutti Column. Press Play.

Winter in Down Under: Angenehme 15°C werden in diesen Tagen in Sydney gemessen. Mit viel Vorstellungskraft weht der winterliche Meereswind beim Anhören des neusten Albums von Body Type bis zu uns. Das Quartett feiert zehnjähriges Bestehen und beschenkt uns dafür mit «Tally».

Beziehung kaputt, Kasse knapp und dann wurde sie auch noch von einem KI-Projekt kopiert: Jilian Medford hatte grad 'bitz gnueg' von allem. Ihr 5. Album «Shiverstruck» ist ein Rückzug und Aufbruch, wobei die stärksten Momente den guten alten sad girl pop, den Ian Sweet mitgeprägt hat, zelebrieren.