Neue Musik entdecken, täglich mit SRF 3: Die «Sounds!»-Crew mit Andi Rohrer, Matthias Erb und Luca Bruno präsentiert das volle Programm in Sachen Indie, Alternative und Underground – von Indie-Rock, Pop über Electro, Hip Hop, Dubstep, Chillwave bis zu Folk, Punk und Singer/Songwriter. Im Radio Monta…
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sie kommen aus England, Schottland und Deutschland, haben in Chören gesungen oder bei den Münchner Philharmonikern als Tontechniker gearbeitet – und freuen sich über Vergleiche mit alt-J, den Foals oder Everything Everything. Ebbb sind das neue Hype-Indie-Trio aus London. Nach einer wilden, experimentellen Frühphase rund um die «Windmill»-Szene in Brixton (black midi, Black Country, New Road, Squid, Shame u.v.m.) kommt die Band auf ihrem Debütalbum geordneter, aber nicht weniger spielfreudig daher. Zum Songwriting-Ethos von Ebbb gehören «Plot Twists» – unerwartete Wendungen –, wie uns Lev Ceylan im exklusiven Gespräch verrät. Ein Prinzip, das auch den ersten Langspieler an jeder Ecke prägt. «Shallow Hits» ist das wichtigste Album einer Sounds!-Woche, die wegen Festival- und Fussball-Übertragungen unregelmässiger ausfällt wie gewohnt. Wenn unsere Sendung stattfindet, gibt's jedes Mal Vinyl zu gewinnen.

Kommt der Releasekalender im Hochsommer oft enttäuschend ausgedünnt daher, schöpft er heute aus dem Vollen. Die grossen Namen stehen im Titel – hört mit uns aber auch in die Highlights der neuen Alben von Panda Bear, Four Tet oder Suki Waterhouse rein.

Punkt Mitternacht bekommt die Welt das 25. Studioalbum der Rolling Stones zu hören. Im Sounds! dürfen wir schon heute reinhören. Zuerst aber übernehmt ihr den Sender – mit einer Stunde eurer All-Time-Stones-Favorites.

Die Instrumente sind noch nicht mal abbezahlt, schon schlägt das Hype-Barometer aus. Little Grandad aus London machte sich im UK schon einen Namen als gute Live-Band. Nun erscheinen die ersten Aufnahmen und das Barometer zittert weiter. Ihr neuster Song schafft's heute in die Sounds! Top 5 Playlist.

Dem Clubsterben und Festival-Erosion trotzend entsteht hoch oben in den Zentralschweizer Bergen ein neues Festival: Jardin Bizarre. Das Gelände ist so fernab der Zivilisation, dass es nur per Wanderung erreichbar ist. Festival extrem. Wir checken's aus.

Das Londoner Indie-Trio bündelt die Essenz des britischen Post-Punk-Untergrunds der letzten fünf Jahre: ein bisschen Wolf Alice, Dry Cleaning und Black Country, New Road – alles verpackt in elegante, teils zarte Songs. Dieses Debütalbum ist ein Hinhörer! «Role Model Hermit» ist unser neustes Album der Woche. Jeden Abend bis und mit Freitag gibt's Vinyl und CDs zu gewinnen – nur live am Radio.

Entweder traut sich niemand zu releasen, wenn Mother Madonna es tut, oder alle warten auf die Einladung zu Taylor Swifts Hochzeit, denn die Ausbeute am heutigen New Music Friday ist recht dünn. Was sich trotzdem lohnt, am Wochenende auszuchecken, ist in der heutigen Sounds!-Playlist.

Sie leisten als Staatsanwältin oder in Gewerkschaften gemeinnützige Arbeit - und nachts wird draufgehauen: Downtown Boys gehören zu den ergreifendsten und engagiertesten Punkbands unserer Zeit. Die musikalische und sprachliche Vielfalt ist auf «Public Luxury» nur gewachsen.

Zwischen Badi und Fächern keine Zeit zum Musik entdecken? Kein Problem! Jeden Mittwoch gibt's den musikalischen Quick Fix: die Sounds! Top 5 Playlist. Heute mit den schönsten Weiss-Schöpfen der Indie-Szene - Phoebe Bridgers und J Mascis.

Lisa-Kaindé und Naomie Diaz leben heute in verschiedenen Städten. Für neue Songs mussten sie örtlich und spirituell zusammenfinden, eine ungewohnte Situation für die ein Leben lang eng verbundenen Zwillinge. Erstmals komplett DIY tönen Ibeyi stilistisch breiter und inhaltlich gemitteter.

Der Alt-J-Sänger hat sein Soloprojekt nach einer früheren E-Mail-Adresse benannt. Allgemein folgt er Impulsen: Die Geburt seiner Tochter und die Musik aus dem eigenen Elternhaus haben Newman für dieses Debüt inspiriert, und ein USA-Abstecher hat das persönliche und soulige Americana-Kapitel geformt.

Es klingt schon fast wie ein Troll-Move, mitten in der Hitzewelle in ein Album namens «More Songs About the Sun» reinzuhören. Doch der Titel von Martin Jenkins' neuster Platte ist nicht zufällig gewählt: Die shoegazigen Tracks klingen wirklich so, als hätte jemand zu lange in die Sonne gestarrt.

Draussen Hitzewelle, drinnen rauchende Köpfe – und hoffentlich genug Sauerstoff im Studio? Denn: Die komplette Sounds!-Crew versammelt sich und kürt die besten Songs der letzten 12 Wochen. Und siehe da: Zumindest bei Olivia Rodrigo, Kurt Vile, Kevin Morby und Julia Jacklin herrscht Einigkeit. Die heutige Playlist setzt sich aus den 10 individuellen Lieblingssongs der jeweiligen Sounds!-Hosts zusammen. Was bei uns während den letzten Wochen besonders viel Anklang gefunden hat, seht ihr hier: +++ LUCA BRUNO +++ 1) Olivia Rodrigo «drop dead» 2) Widowspeak «The Hook» 3) Julia Jacklin «Get Away From Me (I Think I'll Love You Soon)» +++ ANDI ROHRER +++ 1) The Strokes «Going Shopping» 2) Olivia Rodrigo «drop dead» 3) Julia Jacklin «Get Away From Me (I Think I'll Love You Soon)» +++ LEA INDERBITZIN +++ 1) Westside Cowboy «Kick Stones (The Boys)» 2) Julia Jacklin «Get Away From Me (I Think I'll Love You Soon)» 3) feeble little horse «Rewind»

Der Blur-Gitarrist Graham Coxon hat «Castle Park» eigentlich schon seit 2011 im Zuge der Aufnahmen zu «A+E» im Kasten. Wieso das Album trotzdem erst 15 Jahre später veröffentlicht wird, ist wohl eine Frage des Timings.

...aber der heutige New Music Friday kommt quantitativ schon eher dünn daher. An der Qualität schrauben aber immerhin die Britpop-Legenden Graham Coxon und Johnny Marr, die Rap-Ausnahmeerscheinung Tierra Whack und die Kraut-Electronica von Pye Corner Audio. Press Play

Bongeziwe Mabandla zeigt, wie man back to the roots und back to the future zugleich ist. Sein neuestes Album «Ndingubani» beginnt mit einer Rückkehr in seine Heimat Tsolo in der südafrikanischen Provinz Ostkap und katapultiert ihn in die musikalische Zukunft. Eine Dualität, die wunderbar aufgeht.

Was, wenn es in der Musikszene an Vorbildern fehlt? «Fuck it, wir machens selber!» sagen die Manic Pixxies aus Zürich. Das Debüt «I know my headphones really well» glänzt mit Riot Grrrl-Punk, Psych-Rock, Frische und Kompromisslosigkeit. Ein enorm wichtiges - voilà - Upgrade für die Schweizer Musik.

Auf ihrem dritten Album fährt Olivia Rodrigo die Pop-Punk-Anleihen ihres letzten Albums zurück. Dafür erinnern ihre Songs nun an The Smashing Pumpkins, LCD Soundsystem oder The Cure. Und das gleich doppelt: Robert Smith schaut auf «what's wrong with me» sogar persönlich vorbei. The Kids are Alright! Und weil wir es in der Sounds!-Redaktion lieben, wenn Klänge, die man sonst nur im Sounds! hört, plötzlich auch bei den ganz grossen Popstars auftauchen, küren wir «you seem pretty sad for a girl so in love» zum wichtigsten Album der Woche. Heute vergleichen wir Referenzen und nehmen Anspielungen unter die Lupe, dazu gibt's die ganze Woche durch Vinyl und CDs zu gewinnen – jeden Abend ab 20 Uhr, exklusiv im Radio.

Österreich (Sofie Royer), Südafrika (Bongeziwe Mabandla), Kanada (Finn Wolfhard), Deutschland (DJ Koze) oder doch USA (Olivia Rodrigo)? Die Sounds!-Importbox hat alles auf Lager - absolut zollfrei. Wir hören uns durch die musikalischen Highlights des New Music Friday.

Vor genau einem Jahr stand die Zukunft der Luzerner Indie-Festivalinstitution noch auf wackligen Beinen. Die Jubiläumsausgabe musste per Crowdfunding gerettet werden. 12 Monate später sieht alles wieder viel besser aus – und das Team hat ein hervorragendes Programm für die 21. Ausgabe gebucht. Zusammen mit Benedikt Geisseler und Sam Aebi vom B-Sides Festival (Donnerstag, 18. bis Samstag, 20. Juni) hören wir uns heute durch die Highlights des Line-ups, das nächste Woche auf dem Sonnenberg über Kriens bei Luzern gastiert (Nation of Language! PVA! Luzai! Kumo 99!), und klären, mit welchen Challenges der gegenwärtigen Bookingkultur ein kleines Festival zu kämpfen hat. Oh, und natürlich wollen wir wissen, ob die Entscheidung, am Donnerstagabend auch den Nati-Match der Fussball-WM zu zeigen, intern für Diskussionen gesorgt hat.

Eigentlich regnet es in Barcelona um diese Jahreszeit ja nur selten – und doch fiel der Start des Megafestivals ins Wasser. Zwar wurden Ponchos verteilt, trotzdem fielen zahlreiche Gigs aus. Doch dem Musikgenuss tat das keinen Abbruch. Was nehmen wir vom Startschuss in den Festivalsommer mit? Im Gegensatz zum grossen Pop-Feuerwerk der letztjährigen Ausgabe mit Carpenter, Roan und XCX waren die Pop-Girls am Primavera Sound dieses Jahr eher rar gesät – bis auf eine Ausnahme: Ohne Vorankündigung und ohne auf dem Line-up zu stehen, tauchte Olivia Rodrigo am Samstag auf und gab in einem Surprise-Gig einen Vorgeschmack aufs kommende Album. Inklusive Kurzauftritt von und Weltpremiere mit Robert Smith... ...der natürlich bereits am Tag zuvor im Einsatz war. Das 2,5-Stunden-Marathonset von The Cure gehörte zu den strahlenden Höhepunkten der diesjährigen Ausgabe – zusammen mit überzeugenden Gigs von The xx, Big Thief, Baxter Dury und vielen mehr. Nur bei Kneecap wollte der Funken nicht so ganz überspringen. Und ob die zahlreichen Influencerinnen und Influencer, die von Haarprodukte- und Jeansmarken-Sponsoren ans Festival eingeflogen wurden, nun ebenfalls zum festen Inventar gehören? Auch das muss natürlich diskutiert werden.

Ja, Vince Staples' siebtes Album darf man durchaus als Rap-Rock-Album bezeichnen. Aber nicht so, wie ihr jetzt vielleicht meint. Mit Rage Against the Machine oder *schauder* Limp Bizkit haben die groovigen und tighten Full-Band-Instrumentals seiner politischen neuen Platte wenig gemeinsam.

Sieben Alben, internationale Gigs, immernoch Schreiner und Kellnerin: Widowspeak wollen sich das Leben in New York City leisten und dabei unabhängig vom musikalischen Erfolg leben. «Nur so bekommt die Band den nötigen Raum, sich frei zu entwickeln.» Das neue Album beweist, dass das Konzept aufgeht.

«Philly's constant hitmaker» und Sounds! Album der Woche-Titelsammler (4) Kurt Vile muss nichts neu erfinden. So smooth, so traditionsverbunden und nicht zuletzt witzig - man wünscht sich sein Americana-Update ganz einfach wie immer. Ist das neue «dihai»-Album vielleicht sogar sein bestes? Das 10. Album «Philadelphia's been good to me» ist aber nicht einfach nur easy zu Hause rumhängen, sondern existentiell. Nichts ist für den Menschen wichtiger als ein sicherer Heimathafen. Wenn Kurt Vile also in seinem Keller-Studio «OKV» (=«Overnight Kurt Vile») gefühlt einfach drauflos jammt, hören wir einem Musiker zu, der neben seinen ganz persönlichen und unverpackten Gefühlen, auch sein gesamtes Hab und Gut in dieses Album steckt.

Die dänischen Post-Punk-Dandys Iceage taumelten schon immer auf der Grenze zwischen Anmut und Zusammenbruch. Mittlerweile befindet sich das gesamte Welttheater genau auf diesem Limit, also wird erst recht auf dem Grat getanzt. Ein Energieausbruch. Ein Spontan-Album. Geschrei. Geflöte. Grazie. Hört heute im Sounds! einige Highlights aus «For Love of Grace & the Hereafter» - ein Album, das auch wunderbar an Sänger Elias Bender Rønnenfelts folk-inspirierte Solo-Projekte «Heavy Glory» (2024) und «Speak Daggers» (2025) anknüpft.

2015 veröffentlichte die US-amerikanische Band Turnover mit «Peripheral Vision» ein Album, das zum modernen Klassiker für Indie-Girls und Sad-Boys wurde. Die darauffolgende Platte konnte noch einigermassen mithalten, doch danach floppte alles Weitere. Gelingt ihnen mit «Down On Earth» das Comeback?

Die schottischen Soundtüftler veröffentlichen ihr erstes Album seit 13 Jahren. Es klingt wahlweise wie der Soundtrack zur ersten bemannten Marsmission, zum Erstkontakt mit Aliens oder wie letzte Radiosignale vor der Apokalypse. Nichts Bahnbrechendes – aber weiterhin aus der ganz eigenen Umlaufbahn. Diese Einzigartigkeit muss gefeiert werden! «Inferno» ist unser neues Sounds! Album der Woche: wir verlosen Vinyl und CDs, jeden Abend nur live im Radio.

Glut als flammenlose Masse oder aus dem Englischen als Übersättigung – beides passt zum neuesten Album der Zürcher Band District Five, die sich auf «Glut» durch die spätkapitalistischen Welt zu navigieren versuchen. Wir hören Highlights aus dieser und vielen weiteren Platten am New Music Friday.

Eigentlich haben sie wenig gemeinsam: Odd Beholder, das kühle Electropop-Projekt von Daniela Weinmann, und die Zürcher Rock'n'Roller Annie Taylor. Ausser, dass beide am 22. Mai ein neues Album veröffentlicht haben – und seit Jahren zum Besten gehören, was die CH-Indie-Szene zu bieten hat. Und wenn man etwas genauer hinschaut – beziehungsweise hinhört –, entdeckt man dann doch Parallelen zwischen den neuen Alben «Out of Scale» (Annie Taylor) und «Honest Work» (Odd Beholder): das Motiv des Wassers, das immer wieder auftaucht, oder Durchhaltestrategien in einer Welt, in der Menschen zwischen Verbindungssuche und Selbstoptimierung verloren zu gehen drohen. So haben wir sie im Gespräch also doch gefunden: die Gemeinsamkeiten zwischen Annie-Taylor-Frontfrau Gini Jungi und Daniela Weinmann, die wir aus Platzgründen (verflixte Eishockey-WM!) zum ungewöhnlichen, aber schlussendlich spassigen Doppelinterview eingeladen haben.

Nein, heute nichts Neues von den britischen Berufsgoths selbst. Aber gleich zwei neue Songs mit dem Titel «The Cure» - von der Zürcher Rock-Institution Annie Taylor und von Popstar Olivia Rodrigo. Wir lassen beide gegeneinander antreten und hören uns durch viele weitere Releases des Releasefreitags.

Rostam Batmanglij, Ex-Mitglied von Vampire Weekend und mittlerweile Starproduzent (u. a. für Clairo, HAIM oder Vagabon), veröffentlicht ein neues Soloalbum. Die Geschichte bleibt dieselbe: tolle Produktion, tolle Melodien… wenn da bloss nicht seine limitierte Stimme wäre.

Kevin Morby ist weitgereist und hat immer wieder Orte vertont: Los Angeles, New York, Kansas City oder jüngst Memphis. Jetzt sinniert er über die Provinz und seine persönlichen Wurzeln – und kreiert eine warme Heimat für alle. Hilfe bekommt er dabei von einer regelrechten Käffli-Allstar-Truppe: Aaron Dessner (aus Ohio) von The National hat produziert, Justin Vernon (Wisconsin) von Bon Iver und Amelia Meath (North Carolina) von Sylvan Esso singen mit. Inspiriert wurde das «Homecoming»-Album übrigens einerseits von einem Wegzug – Morby (aufgewachsen in Missouri) lebt mit seiner Partnerin, der Musikerin Waxahatchee (Alabama!) neuerdings wieder in Los Angeles – und andererseits von einer kleinen Ankunft: Die beiden werden demnächst zum ersten Mal Eltern.

Aldous Harding ist die Musikerin mit den hundert Stimmen - und hundert Gesichtsausdrücken. Auf dem fünften Album «Train on the Island» zeigt sie ein neues Gesicht: weg vom Goth Folk hin zum Weird Girl Folk.

Während sie anfangs noch etwas gar minutiös zitierten, haben sich The Lemon Twigs aus New York mittlerweile ihre ganz eigene 60ies-Pop-Welt gebaut, in der alle mit Herz für die Beatles, Beach Boys, Big Star o.ä. sofort ihre Highlights entdecken. Das 6. Album «Look for Your Mind!» ist pure vibes. Die D'Addario-Brüder nannten ihren Sound kürzlich spasseshalber «Mersey Beach» - eine Zusammenführung des Anfang der 60er-Jahre in Liverpool populär gewordenen «Mersey Beat» und dem von den Beach Boys geprägten «California Sound» aus der selben Epoche. Mit dem neusten Werk haben The Lemon Twigs ihre «Erfindung» sozusagen vollendet: Eingängig, verspielt und ansteckend - und nicht im geringsten verstaubt.

24 Minuten. Den Längenrekord in unserer Kategorie für den wichtigsten Release der Woche bricht die schwedische Indie-Ikone garantiert nicht. Für ihr sechstes – und, wenn wir ihr glauben dürfen, letztes – Album zündet Lykke Li zwar ein Hitfeuerwerk, ja, aber ein ultrakurzes. Denn auch wenn schwere und traurige Themen den Grundstein für die Songs bilden, hat die Schwedin auf der Platte, die erneut in enger Zusammenarbeit mit Björn Yttling von Peter Bjorn and John entstand, zahlreiche Ohrwürmer parat. Wir laden ein zu «The Afterparty»: Bis und mit Mittwoch gibt's das neue Lykke-Li-Album bei uns live in der Sendung zu gewinnen.

Neue Alben von Broken Social Scene, Lykke Li, Social Distortion, Action Bronson, MUNA – klar, alles geil. Aber, how about that: Beastie-Boys-Legende Mike D spannt mit seinen Söhnen zusammen und veröffentlicht mit «Switch Up» das erste neue Stück Musik aus dem Beastie-Boys-Universum seit 15 Jahren!

Auf ihrem neuen (und insgesamt dritten) Coveralbum «Peaches!» pflücken The Black Keys gut gereifte Früchte aus der privaten Vinylsammlung: Delta-Blues aus der Mississippi-Region hat Gitarrist Dan Auerbach über den Verlust seines Vaters hinweg getröstet. Mehr Trauerarbeit als Hitalbum.

Palästina-Solidaritätsbekundungen, Vorwürfe der Terrorismusunterstützung, ein Gerichtsverfahren mit Freispruch: Kaum eine andere Band hat in den letzten 12 Monaten so viele Schlagzeilen geschrieben wie Kneecap. Am Raptrio aus Nordirland scheiden sich die Geister. Höchste Zeit, genauer hinzuhören. Wir sprechen mit Mo Chara, einem der beiden Kneecap-Rapper, über die Vorwürfe gegen die Band und darüber, wie Kneecap ihre politische Positionierung begründen – und ordnen die Argumente kritisch ein. Zudem spiegeln wir das Gespräch mit SRF-Grossbritannien-Korrespondent Michael Gerber und hören Songs vom neuen Album «FENIAN», das – Kontroverse(n) hin oder her – mit seinem Mix aus Prodigy-esken Hau-drauf-Beats und experimentellen Sounds in der aktuellen Raplandschaft ziemlich einzigartig klingt.

Bombast und Zerbrechlichkeit für ein schweres Herz: American Football vertonen auf «LP 4» Sänger Mike Kinsellas Gefühlswelt, nachdem der zweifache Vater mit einer Affäre die heile Familienwelt zerstört hat. Unerfüllt wird zu unbeholfen und unverzeihlich. Wohin nur, wenn der Schaden angerichtet ist?

335 Tage ohne Sex: harte Zeiten (oder eben nicht?) für Kacey Musgraves, wie sie jüngst auf «Dry Spell», der ersten Single ihres siebten Albums, verrät. Die neue Platte ist eine Kurskorrektur: weg vom Pop, zurück Richtung Country – mit Gästen wie Miranda Lambert und Willie Nelson. Einziger Wermutstropfen: Ausser Lambert sind die Gäste – u. a. auch Gregory Alan Isakov oder Billy Strings – so tief im Mix oder so dezent eingesetzt, dass man sie kaum wahrnimmt. «Middle of Nowhere» ist das neue Sounds! Album der Woche. Vinyl? CDs? Haben wir beides! Gibt's zu gewinnen für euch – exklusiv, ein Mal pro Abend in unserer Livesendung.

Während am 1. Mai in der Schweiz vielerorts Feiertag ist, wurde anderswo das digitale Neuheitenregal aufgefüllt. Wir haben die Highlights: Afrobeats mit sexy Bläsereinsatz (Asake), Country-Pop-Hochgefühle (Kacey Musgraves), politischer Aggro-Rap (Kneecap) u. v. m.

Die Songwriterin aus Chicago hat wegen einer Erkrankung vor 7 Jahren ihre Gesangsstimme verloren und sich mit Ambient- und Klavierkompositionen getröstet. Die alte Stimme ist zurück - aber Gia ein anderer Mensch als damals. «Singing» ist eine berührende Auseinandersetzung mit dem jüngeren Selbst.