Neue Musik entdecken, täglich mit SRF 3: Die «Sounds!»-Crew mit Andi Rohrer, Matthias Erb und Luca Bruno präsentiert das volle Programm in Sachen Indie, Alternative und Underground – von Indie-Rock, Pop über Electro, Hip Hop, Dubstep, Chillwave bis zu Folk, Punk und Singer/Songwriter. Im Radio Monta…
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Fatuma Osman und Belia Winnewisser sind fast Sandkastenfreundinnen. In der dritten Klasse lernten sie sich kennen und führten fortan eine von Musik geprägte und durch Distanz erschwerte Freundschaft. Beim jüngsten Aufeinandertreffen ihrer Lebenswege entstand ihre gemeinsame EP «Vertex».

Das Trio mit Verbindungen in die sagenumwobene Windmill-Szene im Süden Londons schlägt auf dem zweiten Album schwerere Töne an. «No More Like This» ist ein Aufbruch ins Ungewisse - geblieben ist aber die Suche nach Trost, Zugehörigkeit und Hedonismus

Ha, was erspähen wir da in den Credits von Ari Lennox' «Vacancy»? Die Namen von Al Hug und Ruck P: die beiden Schweizer Producer steuerten für das dritte Album der Neo Soul-Sängerin aus Washington D.C. den Beat für den Track «Horoscope» bei. Grosse Ehre – und das Highlight des Albums?

«Mit Songwriting kann ich jenen Part im Gehirn abschalten, der dazu neigt, dass man sich zu viele Gedanken macht», sagt die britisch-holländische Songwriterin Tessa Rose Jackson im Sounds!-Interview. Nur so finden schwere Themen wie der Tod oder ein unerfüllter Mutterwunsch den Weg in ihrer Songs. «The Lighthouse» ist ein spannender Neuanfang für Jackson. Im Alter von 20 Jahren veröffentlichte die Musikerin ein sonniges Folk-Pop-Debütalbum namens «(Songs From) The Sandbox». Perfekt für die Stampf-Klatsch-Folk-Pop-Ära der damaligen Zeit. Aber auch eine Hürde um sich danach musikalisch weiter entwickeln zu dürfen. Also veröffentlichte Jackson ihre Musik fortan unter dem kryptischen Pseudonym Someone... bevor es jetzt, mit ihrem neuen Album «The Lighthouse», zurück zum alten Namen geht. «The Lighthouse» ist das neue Sounds! Album der Woche. Es gibt CDs zu gewinnen, jeden Abend bis und mit Freitag. Nur Live im Radio!

Das ganze Internet hat geweint vor Freude: Harry Styles hat neue Musik gedroppt. Und diese lässt sogar Indie-Herzen höher schlagen! Daneben aber bitte nicht überhören: Soulsängerin Ari Lennox bekommt Hilfe aus der Schweiz, Tessa Rose Jackson ist die Entdeckung der Woche und James Blake ist zurück.

Honigkuchenpferde waren sie noch nie: Andrew Fearn und Jason Williamson alias Sleaford Mods. Angesichts der aktuellen Weltlage ziehen sie den Lätsch aber noch tiefer. Doch wer sich eine Identität auf Grimmigkeit und Motzen aufbaute, hat aktuell wohl Hochkonjunktur. Beste Zeit also für Album #13.

Acht Jahre ist es her, seit Rihannas Ehemann zuletzt ein Album veröffentlichte. Immer wieder wurde «Don't Be Dumb» verschoben, jetzt ist es endlich hier. Die versprochenen Morrissey- und Mac DeMarco-Kollabos wurden gekübelt, dafür gibt's Jazz-Ausflüge und einen Disstrack gegen Drake.

Dua Lipas Karriere nahm hier Fahrt auf. Auch die von Franz Ferdinand oder Stromae. Seit 40 Jahren pilgern im Januar hunderte aufstrebende Popacts ans Eurosonic Noorderslag Festival im niederländischen Groningen. «Viel Mittelmass, aber auch schillernde Highlights!» Hört heute unser Résumé.

Für ihr letztes Album «Aboogi» bauten sich die fünf Tuareg-Musiker aus dem südalgerischen Tamanrasset ein eigenes Studio in der Heimatstadt. Für das neue Album «Essam» wurden nun die Tore geöffnet und andere Musiker:innen dorthin eingeladen, die sogar – huch – elektronische Instrumente mitbrachten. «Essam» ist unser neues Sounds! Album der Woche. Jeden Abend bis und mit Freitag gibt's in der Livesendung eine CD zu gewinnen.

Oje, wir sind drauf reingefallen. Robbie Williams nennt sein neues Album «Britpop» und wir dachten schon: Geil, jetzt kommt ein Album voller Sounds!-Bangers. Aber ausser ein paar mauen Oasis-Tributsongs klingt «Britpop» leider gar nicht mal so fest nach Britpop. Darum gibt's in der heutigen Neuheitenübersicht natürlich auch noch ganz viel Häppli aus den anderen Neuerscheinungen des Tages: Big Zis, A$AP Rocky, Courtney Marie Andrews, Imarhan, Sleaford Mods... es ist angerichtet!

Jenny Hollingworth hat als Teil des schrägen Pop-Duos mit dem lustigen Namen Let's Eat Grandma die Herzen der Indie-Welt erobert. Privat wurde ihr Herz zerrissen, als 2019 ihr damaliger Partner an Krebs starb. Ihr ersten Soloalbum «Quicksand Heart» dreht sich um die Aggregatszustände unserer Herzen.

Nach dem kontinuerlichen Ausstieg mehrerer Gründungsmitglieder gab's spätestens beim letzten Album der Hamburger Indie-Institution («Hallo Euphoria», 2022) den Reset. Und dieser Tapetenwechsel hat der Band rund um Frank Spilker verdammt gut getan. Man könnte sagen, dass sich die «neue» Band rund um Spilker, das mittlerweile einzige Überbleibsel der originalen Formation, zwischenzeitlich ordentlich eingegroovt hat. Das 14. Album verknüpft die üblichen, mit Selbstironie gespickten Spilker-Parolen («Ich nehme das Amt nicht an», «Ich habe nichts gemacht (ausser weiter)») mit Kraut-Grooves und haufenweise Schmackes. Sounds good!

In ihrer Heimatstadt Wakefield haben sie einen Stern auf dem «Walk of Fame», der schlicht «The Cribs - Indie Rock Band» sagt. Damit ist fast alles erzählt. 4 Top-10-Alben, Johnny Marr als Ex-Mitglied, 4-Sterne-Reviews auch jetzt wieder für ihr 9. Album - kann man ergänzen. Man muss sie gern haben!

Die Liebe zu Dry Cleaning ist gar nicht mehr so secret. Schon ihr Debütalbum war Sounds! Album der Woche und auch ihr drittes «Secret Love», ist es wieder. Wie kann man auch Florence Shaws gelangweiltem Sprechgesang über ihre «inside thoughts» widerstehen! Noch nie groovte es bei Dry Cleaning so sehr wie auf der dritten Platte. Detailverliebte Instrumentals unter analytischen Lyrics ad absurdum. Zwischen Abgrund und Aufstieg, Hoffnungslosigkeit und Zuversicht. Das Musikjahr 2026 ist eröffnet. Und Sounds! verlost jeden Abend Vinyl und CDs des ersten Albums der Woche im 2026: Dry Cleaning «Secret Love».

Okay, eigentlich hatte das neue Jahr schon letzte Woche einen Freitag. Aber inhaltlich zählte der nicht wirklich. Darum ist heute der erste *richtige* New Music Friday. Und der bringt unter anderem ein Überraschungsalbum des Londoner Kollektivs Sault mit sich. Saults Release interessiert nicht nur musikalisch: wir erinnern uns an den Rechtsstreit zwischen Sault-Mitglied Inflo und der Rapperin Little Simz. Ausserdem heute mit neuer Musik dabei: Dry Cleaning (*-*), Zach Bryan (☆) und Jill Scott (

Pop, Kunst, Unendlichkeit. Der 10. Todestag von David Bowie steht vor der Tür. Heute, an dem Tag, an dem er 79 geworden wäre, wagen wir das Unmögliche: Bowies unvergleichliche Karriere in zehn Songs zu erzählen – inklusive der Geschichten dahinter.

Jeden Januar wagen wir den Blick in die musikalische Kristallkugel – und küren den Act, dem wir in den nächsten 12 Monaten am ehesten den Durchbruch zutrauen. Okay, zugegeben: Letztes Jahr haben wir es verschwitzt. Dieses Jahr sind wir wieder voll dabei – dank Tyler (fucking!) Ballgame. Nach einem abgebrochenen Songwriting-Studio und zahlreichen Bandprojekten, die sich sang- und klanglos auflösten, wagte der im US-Bundesstaat Rhode Island geborene Musiker mit engelsgleicher Stimme und Retro-Touch vor ein paar Jahren einen Neustart in Kalifornien. Er sang sich durch unzählige Open-Mics – bis Jonathan Radio (Foxygen, Miley Cyrus) auf ihn aufmerksam wurde. Mit Rados Hilfe entstand Ballgames Debütalbum «For the First Time, Again», das Ende Januar veröffentlicht wird. Wir sagen schon jetzt: Das wird gross.

Die grössten und interessantesten Alben. Die Super Bowl Halftime Show und andere (ausverkaufte) Konzertereignisse, wo man dabei sein müsste. Dazu handverlesene Club-Shows und Highlights aus der Schweizer Musikszene. Alle Jahre wieder: Mit Sounds! hört ihr das kommende Jahr voraus.

Nach dreiwöchiger Sounds!-Pause ist die liebste Musikshow der Nation wieder zurück. Sounds! legte zwar die Füsse hoch, die Musikindustrie war aber weiterhin fleissig: Neues von Doechii und SZA, Albumankündigung von Peter Gabriel und ein neues Projekt von Alt-J-Frontmann Joe Newman. Wir hören durch!

Ein Hoch auf ihr Leben und das musikalische Erbe, das sie hinterlassen: Standesgemäss gehört die letzte Sounds!-Sendung des Jahres all jenen, die in den Fahrstuhl Richtung Himmel gestiegen sind - u.a. mit Beach Boy Brian Wilson, Ozzy, D'Angelo, Roberta Flack, Jimmy Cliff und Marianne Faithful. Eure Sounds! Crew kommt - Holz ahlänge! - wieder zurück: Ab dem 5. Januar startet der Musikabend auf SRF 3 ins 2026.

Vier Mal Jahresrückblick und trotzdem blieben bei euch ganz viele «Und was ist eigentlich mit...?»- und «Habt ihr etwa xy vergessen?!»-Fragen übrig. Darum schauen wir heute, was von Sounds! geschnitten wurde, aber in anderen Jahresrückblicken und Listen überall auftaucht: Dijon, FKA twigs, Oklou... ...und dann haben heute ja auch noch Nas und DJ Premier ihr vor gefühlt Jahrzehnten angekündigtes, gemeinsames Album «Light-Years» veröffentlicht. Auch hier hören wir kurz rein. Und danach macht Sounds! eine kurze Sendepause. Nächste Woche steht bei SRF 3 die Solidaritätsaktion «Gib es Härz» im Zentrum. Nächstes Mal Sounds! dann am 22. Dezember. PS: Mehr Sounds!-Jahresrückblick(e) gibt's auch drüben im Sounds! Mixtape von John Bürgin, der seine liebsten CH- und internationalen Electronica-Releases des Jahres kürte.

Finale, oho! Zum grossen Abschluss unseres Sounds!-Jahresrückblicks wird's heute maximal episch: Wir präsentieren die Alben, die uns 2025 nicht nur umgehauen, sondern regelrecht am Boden festgeklebt haben. Platten, so gut, dass selbst der innere Skip-Finger vor Ehrfurcht gezittert hat. Ready? Und damit beschliessen wir unseren umfangreichen Blick zurück aufs Musikjahr 2025. Unter den detaillierten Jahreslisten eurer Sounds!-Moderator:innen findet ihr die Links zu den ersten drei Teilen unserer Best-of-Sause für mehr (und maximalen!) Hörgenuss. > ANDI ROHRER < 1) Lorde «Virgin» 2) Florence + the Machine «Everybody Scream» 3) Portugal. The Man «Shish» 4) Ethel Cain «Willoughby Tucker, I'll Always Love You» 5) Little Simz «Lotus» 6) Turnstile «NEVER ENOUGH» 7) The Young Gods «Appear Disappear» 8) DJ Koze «Music Can Hear Us» 9) Marie Davidson «City of Clowns» 10) Hamilton Leithauser «This Side of the Island» > LUCA BRUNO < 1) Rosalía «LUX» 2) HAIM «I quit» 3) Geese «Getting Killed» 4) Lily Allen «West End Girl» 5) Esther Rose «Want» 6) DJ Koze «Music Can Hear Us» 7) Casey Dienel «My Heart is an Outlaw» 8) Alan Sparhawk «With Trampled by Turtles» 9) Jenny Hval «Iris Silver Mist» 10) Jeff Tweedy «Twilight Override» > LEA INDERBITZIN < 1) Little Simz «Lotus» 2) Wednesday «Bleeds» 3) Wet Leg «Moisturizer» 4) Turnstile «NEVER ENOUGH» 5) Panda Bear «Sinister Grift» 6) El Michels Affair «24 Hr Sports» 7) Geese «Getting Killed» 8) Lambrini Girls «Who Let the Dogs Out» 9) OK Cool «Chit Chat» 10) Lily Allen «West End Girl»

So hitverdächtig wie heute hat Sounds! dieses Jahr noch nie geklungen. Macht aber auch Sinn – schliesslich spielen wir heute ja die ALLERBESTEN(!!!) Songs des Jahres. Lea Inderbitzin, Andi Rohrer und Luca Bruno – gemeinsam im Studio – mit dem Jahres-Best-of der Superlative. Morgen folgt dann der letzte Teil unseres Jahresrückblick mit den besten Alben 2025, annotiert und besprochen. Und hier gibt's die individuellen Songlisten der Crew: > LUCA BRUNO < 1) Geese «Taxes» 2) Bad Bunny «NUEVAYoL» 3) Saint Etienne «Glad» 4) Pulp «Spike Island» 5) Wednesday «Elderberry Wine» 6) Little Simz «Free» 7) Tyler Ballgame «Got a New Car» 8) The Moonlandingz feat. Iggy Pop «Where I‘m From» 9) Hamilton Leithauser «This Side of the Island» 10) HAIM «Relationships» > ANDI ROHRER < 1) The Beths «Straight Line Was a Lie» 2) Wednesday «Elderberry Wine» 3) Snocaps «Heathcliff» 4) David Byrne «Everybody Laughs» 5) Haim «Down to be wrong» 6) Wet Leg «mangetout» 7) Big Thief «Los Angeles» 8) Saint Etienne «Glad» 9) Panic Shack «Girl Band Starter Pack» 10) Algernon Cadwallader «Hawk» > LEA INDERBITZIN < 1) Wednesday «Elderberry Wine» 2) El Michels Affair feat. Florence Adooni «Say Goodbye» 3) Geese «Taxes» 4) Wednesday «Townies» 5) Little Simz «Free» 6) Witch Post «Rust» 7) Brògeal «Friday on My Mind» 8) Hannah Cohen «Draggin'» 9) Fontaines D.C. «It's Amazing to Be Young» 10) Skeleten «Let it Grow»

Am Ende des Jahres wird abgerechnet. Und wer nicht in der Sounds!-Bestenliste auftaucht, hat halt einfach zu wenig gute Musik gemacht. Just Kidding. (Or are we?) Heute kürt die Sounds!-Crew nicht weniger als die allerbesten Schweizer Musikveröffentlichungen 2025! Der mehrteilige Jahresrückblick geht morgen weiter – mit den besten (internationalen) Songs des Jahres. Schon heute gibt's die CH-Lieblinge, hier individuell aufgeschlüsselt: > LEA INDERBITZIN < 1) claire my flair «Ghosts & Aliens» 2) Batbait «Boys Club» 3) Malummí «Key» 4) Jeremy Ratib «Aftermath» 5) a=f/m «A Star» 6) Ethimm «Hi Around U» 7) Anna Rey «Unity» 8) Sirens of Lesbos «Let it Hurt» 9) Samuel Okkosch «American Boy» 10) Baze «Brot» > ANDI ROHRER < 1) Baby Volcano «Olor a fogata» 2) claire my flair «Ghosts & Aliens» 3) Batbait «Boys Club» 4) Pina Palau «Outdoor Guy» 5) Mary Middlefield «Summer Affair» 6) The Young Gods «Blackwater» 7) Sirens of Lesbos «My Moon» 8) Camilla Sparksss «Backflip» 9) Spear flower «Nothing Grows» 10) elie zoé «change my name» > LUCA BRUNO < 1) Sirens of Lesbos «My Moon» 2) Pina Palau «Outdoor Guy» 3) Batbait «Boys Club» 4) Ethimm «Hi Around U» 5) Malummí «Key» 6) URGES «Corridor» 7) Stahlberger «Besseri Stadt» 8) Jari Antti «Real» 9) no phase «Grounding» 10) HOLM «Sunlit Afternoons»

Wir eröffnen die beste Woche des Jahres mit einem inhaltlichen Rückblick auf das Musikjahr 2025. Die vereinte Sounds!-Crew bespricht jene musikalischen Geschichten, die in den vergangenen zwölf Monaten die grössten Schlagzeilen schrieben. Von KI-Bands über Katy Perrys spektakulär gescheiterten Space-Trip bis zur Coldplay-Kiss-Cam, dem ESC-Drama und der mit Abstand packendsten Musikdoku des Jahres: In diesem zweistündigen Jahresrückblick jagen wir durch alles, was die Musikwelt während den letzten zwölf Monaten irgendwie bewegt hat. Und die passende Musik gibt's auch noch dazu.

Die Albumveröffentlichungen sind dünner gesät, je näher man sich im Dezember dem Jahreswechsel nähert. Dennoch fällt die Ernte nicht ganz aus. Den letzten regulären Überblick über den New Music Friday gibts heute bei Sounds!

Eigentlich hätte das Debütalbum von Giovanni Vicari «Forse non è mai troppo tardi» heissen. Also: Vielleicht ist es niemals zu spät. Der Grund dafür ist sein 30er-Geburtstag und dass er sich bisher nicht getraut hat, eigene Musik zu releasen. Bis jetzt! Zum Glück waren es dann aber Giovannis Musiker:innen-Gspänli aus seinen anderen Projekten (Malummí, Pina Palau und Nola Kin), die ihn dazu motivierten, endlich seine Songs zu releasen. In «Your Smile Lives In Me» widmet sich der Basler mit italienischen Wurzeln den verletzlichen Themen des Lebens – ein verspieltes, fragiles und doch eindringliches erstes Album. Und was es heute auch noch für euch gibt: die heilige Fünffaltigkeit der Woche – die Top Fünf unserer drei Sounds!-Macher:innen Lea Inderbitzin, Luca Bruno und Andi Rohrer, die allesamt heute beim Wiehnachtsessen weilen. Stellung hält ausnahmsweise Céline Werdelis. Das Programm bleibt aber natürlich das gleiche: Service Musique, mit viel Liebe für euch kuratiert.

Jahresendspurt und Winterfrösteln! Doch bevor wir nächste Woche das grosse Jahres-Best-of zünden, wärmen wir uns heute mit den hottesten Tracks aus Oktober bis Dezember auf – wie immer zu dritt vereint im Studio. Und hier gibt's die individuellen Picks von eurer:m individuellen Lieblinsredaktor:in: > LEA INDERBITZIN < 1) Geese «Cobra» 2) Witch Post «Changeling» 3) Dry Cleaning «Hit My Head All Day» > ANDI ROHRER < 1) Snocaps «Heathcliff» 2) Portugal. The Man «Tanana» 3) Rosalia «Reliquia» > LUCA BRUNO < 1) Lily Allen «Pussy Palace» 2) Snocaps «Heathcliff» 3) Ratboys «Anywhere»

Vor 10 Jahren veröffentlichten Belia Winnewisser und Rolf Laureijs als a=f/m ihre erste EP. Eine Dekade später singen sie sich auf «Immense Birthday Party» ihr eigenes Geburtstagsständchen. Anlass ist nicht nur das Jubiläum, auch das Comeback nach langer Pause wird gefeiert.

Eine Tulpa ist eine gedanklich erschaffene Figur, die in der Vorstellung einer Person eine eigene Identität und Autonomie entwickeln kann. (Danke ChatGPT!) Tulpa ist aber auch eine Indie Pop-Band aus Leeds – und zwar eine ziemlich spassige. Wir hören in ihr Debütalbum «Monster of the Week» rein.

Eine feine Indie-Entdeckung aus Leeds, flankiert von der neuen Song-Apotheke des neuenburger Tausendsassas Louis Jucker und dem Comeback der deutschschweizer Szene-Helden a=f/m. Dank Thanksgiving ist diese Musikwoche USA-befreit - und wir lieben es. Kommt mit!

In seinem Pass steht zwar, dass er erst 21 Jahre jung ist, seine Seele lebt aber vermutlich schon seit den 60er-Jahren. Kai Slater alias Sharp Pins releaste am Freitag sein drittes Album «Balloon Balloon Balloon», das sich anhört, als hätte es schon einige Jahrzehnte im Estrich Staub angesetzt.

Von Adele über Justin Bieber bis zu Dua Lipa: Tobias Jesso Jr. hat während den letzten 10 Jahren Songs für fast alle «Grossen» geschrieben. Seine Karriere startete er vor einem Jahrzehnt jedoch alleine, mit seinem 70ies-Retro-Indie-Album «Goon». Jetzt gibt's die unerwartete Fortsetzung. Letzten Freitag erschien auf den Streamingplattformen «s h i n e». Jessos zweites Album – und das, obwohl er vor zehn Jahren seine Solokarriere kurz nach seinem ersten Release eigentlich für beendet erklärte, weil er mit dem Tour- und Live-Leben nicht viel anfangen konnte. Wir stellen dieses – im Vergleich zu seinen Pop-Songwriting-Arbeiten – viel weniger glattgebügelte Werk heute vor.

Sie sind da, die ersten Bestenlisten des aktuellen Musikjahres, und wir holen sie direkt von der Quelle: Hanspeter Düsi Künzler hat für uns die Plattenläden und Musikmagazine der Londoner Szene durchgescannt und bringt Highlights und letzte Entdeckungen das Jahrgangs 2025. Und – alas, alas! – zusammen mit dem Jahr enden auch die regelmässigen Besuche von Düsi im Musikabend Sounds! auf SRF 3. What a legend, vielen Dank für all die fantastische Musik und die damit verbundenen Gespräche, lieber Düsi!

Trugoy the Dove lebt! Zweieinhalb Jahre nach seinem Tod bauen die beiden verbliebenen «De La»-Mitglieder – zusammen mit Gastverses von u. a. Nas! Common! Slick Rick! – ihrem verstorbenen Wegbegleiter ein Denkmal. Und das ist mehr als eine pure Nostalgie-Geschichte. Klar, De La Soul bleiben auch auf ihrem ersten Album seit fast zehn Jahren fest im Sound des goldenen Zeitalter des Hip-Hops verwurzelt, zu keinem Moment auf diesem über 70-minütigen Werk hat man jedoch das ungute Gefühl, hier ein paar Grossvätern, die den Abgang verpasst haben, beim krampfhaften Aufleben alter Zeiten zuzuhören – im Gegenteil. Die Produktionen und die Flows sind smooth und jazzy wie immer – und beweisen nebenbei, dass Hip-Hop längst mehr als ein pures «Young Man's Game» ist. «Cabin in the Sky» ist das neue Sounds! Album der Woche: Wir verlosen CD's live in der Sendung, jeden Abend diese Woche – ausser Dienstag.

Tems aus Nigeria schickt uns kurz vor Jahresende – und ohne Vorwarnung – ein Afrobeats-Highlight, De La Soul veröffentlichen ihr erstes Album seit fast 10 Jahren und Goldfrapp, The Replacements, sowie die Beatles üben sich in Archivpflege: zum Ende der Woche gibt's die neuen Releases im Überblick.

Quantität zahlt sich im Zeitalter des Streamings aus, weshalb Deluxe-Versionen heuer oft schon kurz nach der Original-LP nachgeworfen werden. Bei Avant-Pop-Koryphäe FKA Twigs wurden es mehr als nur ein paar Tracks obendrauf. Im Januar erschien das intensive, düstere und laszive «EUSEXUA», das drittes Album von FKA Twigs, welches den Ruf der Londonerin als grenzenlose und bahnbrechende Produzentin zementierte. Wie üblich sollten ein paar unfertige Tracks im Nachgang die mittlerweile übliche «Deluxe»-Edition bereichern. Dabei wurde FKA Twigs aber klar, dass die Emotionen und die ausserweltliche Euphorie, die sie mit den Techno-Experimenten unter dem «Eusexua»-Begriff erforschte, noch keinesfalls erschöpft sind. Fast forward zu jetzt: Mit «EUSEXUA Afterglow» ist ein verwandtes aber eigenständiges und komplett neues Album da.

Ist ja nicht so, als ob das viertägige Indoor-Festival in der Berner Dampfzentrale nicht schon in den vergangenen Jahren anständig bestückt war. Dieses Jahr ist das Line-up aber ganz besonders auf der Sounds!-Wellenlänge: Marie Davidson! Erika de Casier! John Glacier! Wir fragen bei Dominika Jarotta, Co-Bookerin des Festivals, ob bei diesem Jahrgang tatsächlich etwas besonderes im Wasser war, oder ob wir ein bisschen zu fest durch die Sounds!-Brille geblendet sind. Ausserdem hören wir uns durch ausgewählte (und Geheim-)Picks des diesjährigen Line-ups (Donnerstag, 20.11. bis Sonntag, 23.11.) und sprechen mit Jarotta über den kürzlich von der Stadt Bern neu ausgeschriebenen Leistungsvertrag für die Dampfzentrale und ob dies Auswirkungen auf zukünftige Ausgaben des Festivals haben könnte.

Schon mit ihrer ersten E-Mail-Adresse nannte sich runo plum Rockstar. Nun kommt sie der kindlichen Manifestation einen Schritt näher: die Musikerin aus Minnesota veröffentlicht ihr Debütalbum «patching». «patching» beheimatet süsse Folk-Song über eine bittere Trennung. Die Umstände? Eher kompliziert: Die Herzschmerzsongs nahm runo plum mit ihrer jetzigen Partnerin auf. Das Ex-Gspusi spielt nun aber wieder in der aktuellen Bandformation. Wie man das emotional aushält? Gar nicht so schwierig, meinte runo plum im Sounds!-Interview. «patching» ist das aktuelle Sounds! Album der Woche. Wir verlosen täglich CDs - nur live im Radio.

Kaum etwas zeigt deutlicher, dass sich das Musikjahr langsam aber sicher dem Ende zuneigt, als wenn am Tag der neuen Musik die Zweitverwertungen Überhand nehmen. Immerhin: Einige dieser «Deluxe»-Editionen werden ihrem Namen tatsächlich gerecht.

Mit ihrer ersten Single hatte Harriette Pilbeam 2018 noch aus ihrem Schlafzimmer heraus unsere Herzen erobert. Es folgte der klassiche Aussie-Popstar-Weg: Support für Kylie Minogue, Umzug nach London, geglätteter Sound. Jetzt wirds mit prominenter Schützenhilfe von Jay Som sonnig aber wieder rauher.

Das Duo Whitney mit Julien Ehrlichs unverkennbarer Falsettstimme ist seit einer Dekade Indie-Institution. Zuletzt wagten sie einen Kurswechsel und schrieben 2022 auf «Spark» 00er-Jahre inspirierte Pop-Songs, was durchaus polarisierte. Nun korrigieren sie den Kurs: «Small Talk» ist back to Retro.