Tagesgespräch

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Das Tagesgespräch beobachtet die Welt aus einem wirtschaftspolitischen, kulturpolitischen oder gesellschaftspolitischen Blickwinkel. Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages diskutiert und vertieft.

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)


    • Jul 31, 2026 LATEST EPISODE
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    Latest episodes from Tagesgespräch

    Charles Liebherr: «Der EU-Rat ist Europas Konsensmaschine»

    Play Episode Listen Later Jul 31, 2026 21:46


    In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» reisen wir mit EU-Korrespondent Charles Liebherr durch das Europa-Quartier in Brüssel. Heute sind wir im EU-Rat. Hier ringen 27 Staaten um Kompromisse. Warum die Fassade aus alten Fensterrahmen aus ganz Europa besteht und was sie über die EU erzählt. Der EU-Rat ist das Machtzentrum der Europäischen Union. Hier treffen sich die Staats- und Regierungschefs sowie die Ministerinnen und Minister der 27 Mitgliedstaaten, um über Europas wichtigste Entscheidungen zu beraten. In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» führt EU-Korrespondent Charles Liebherr durch das Ratsgebäude in Brüssel, vorbei am berühmten roten Teppich und dem riesigen Medienzentrum. Er erklärt, wie die EU mit Kompromissen arbeitet, weshalb die Ratspräsidentschaft so wichtig ist und wie sich selbst die Schweiz in diesem Gebäude einbringt. Zudem zeigt er, weshalb die Fassade aus alten Fensterrahmen aus ganz Europa mehr ist als ein architektonisches Detail: Sie steht sinnbildlich für die Vielfalt und den Zusammenhalt der Europäischen Union. In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» kommen Persönlichkeiten zu Wort, die das «Tagesgespräch» über viele Jahre geprägt haben. Charles Liebherr ist zu Gast bei David Karasek.

    Charles Liebherr: Die Beziehungen der Schweiz zu Europa

    Play Episode Listen Later Jul 30, 2026 25:03


    In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» reisen wir mit EU-Korrespondent Charles Liebherr durch das Europa-Quartier in Brüssel. Heute: Die Schweizer Botschaft. Ein Gespräch über schwierige Verhandlungen und darüber, weshalb die Zusammenarbeit mit Europa heute vielfältiger ist als je zuvor. Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union prägen die Schweizer Politik seit Jahrzehnten und sie bleiben komplex. In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» blickt EU-Korrespondent Charles Liebherr zurück auf das Scheitern des Rahmenabkommens, erklärt die unterschiedlichen Verhandlungskulturen der Schweiz und der EU und zeigt, weshalb die Gespräche dennoch nie ganz abgerissen sind. Ausserdem spricht er über die besondere Rolle der Schweizer Botschaft in Brüssel, die Bedeutung informeller Kontakte im Europaquartier und darüber, wie sich Europas geopolitische Lage verändert hat. Warum gibt es heute mehr Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der EU als nur die Mitgliedschaft? Und was bedeutet das für die Schweiz? In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» kommen Persönlichkeiten zu Wort, die das «Tagesgespräch» über viele Jahre geprägt haben. Charles Liebherr ist zu Gast bei David Karasek.

    Charles Liebherr: «Das EU-Parlament wird massiv unterschätzt.»

    Play Episode Listen Later Jul 29, 2026 20:49


    In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» reisen wir mit EU-Korrespondent Charles Liebherr durch das Europa-Quartier in Brüssel. Heute: Das EU-Parlament. Wie funktioniert Europas Machtzentrum? Charles Liebherr erklärt, weshalb das Parlament unterschätzt wird und was hinter den Kulissen passiert. Die Grünen in Frankreich ticken anders als die Grünen in Schweden. Genau das prägt die Arbeit im Europäischen Parlament. Wie gelingt es mehr als 700 Abgeordneten aus 27 Ländern trotzdem, Mehrheiten zu finden? In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» führt EU-Korrespondent Charles Liebherr durch das Parlament in Brüssel und erklärt, warum Europas Volksvertretung anders funktioniert als viele nationale Parlamente. Zudem spricht er über den umstrittenen «Wanderzirkus» zwischen Brüssel und Strassburg, den Einfluss von Lobbyisten und darüber, weshalb das EU-Parlament wohl das einzige der Welt mit eigenem Bahnhof ist. In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» kommen Persönlichkeiten zu Wort, die das «Tagesgespräch» über viele Jahre geprägt haben. Charles Liebherr ist zu Gast bei David Karasek.

    Charles Liebherr: Im Jubelpark Belgien erleben

    Play Episode Listen Later Jul 28, 2026 20:52


    In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» reisen wir mit EU-Korrespondent Charles Liebherr durch das Europa-Quartier in Brüssel. Im Jubelpark zwitschern tausende Papageien aus Afrika. Kaum ein Ort erzählt so viel über Migration, Geschichte und Europa wie diese grüne Oase. Im Brüsseler Jubelpark leben Tausende frei fliegende Papageien. Für SRF-EU-Korrespondent Charles Liebherr stehen sie sinnbildlich für eine offene, internationale Stadt. Dieser Park ist zugleich die grüne Visitenkarte des Europaviertels und Spiegel der belgischen Geschichte. Hier werden auch die Widersprüche Europas sichtbar, von Migration und Zusammenleben bis zur kolonialen Vergangenheit Belgiens. In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» kommen Persönlichkeiten zu Wort, die das «Tagesgespräch» über viele Jahre geprägt haben. Charles Liebherr ist zu Gast bei David Karasek.

    Charles Liebherr: «An Robert Schuman kommt man nicht vorbei.»

    Play Episode Listen Later Jul 27, 2026 17:06


    In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» reisen wir mit EU-Korrespondent Charles Liebherr durch das Europa-Quartier in Brüssel. Heute sind wir auf den Spuren von Robert Schuman, einem der Gründerväter der Europäischen Union. In unserer Sommerserie nimmt uns SRF-EU-Korrespondent Charles Liebherr mit auf einen besonderen Rundgang durch Brüssel, das politische Zentrum der Europäischen Union. Der Weg führt von der Statue des Gründervaters der EU, Robert Schuman, über den frisch renovierten Schuman-Kreisel bis hin zum symbolträchtigen Schuman-Stein. Liebherr erklärt, warum die europäische Friedensidee von 1950 auch koloniale Interessen widerspiegelte, wie die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg die Erwartungen an die EU grundlegend verändert haben und warum die mächtige EU-Kommission heute mehr denn je für den Schutz der Demokratie werben muss. In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» kommen Persönlichkeiten zu Wort, die das «Tagesgespräch» über viele Jahre geprägt haben. Charles Liebherr ist zu Gast bei David Karasek.

    Evelyne Binsack, Albin Schelbert, Frank Senn: Coaching und Kajak

    Play Episode Listen Later Jul 24, 2026 26:26


    Während 25 Jahren waren Expeditionen auf die höchsten Berge oder an den Nord- und Südpol immer wieder Thema im «Tagesgespräch». Will Evelyne Binsack immer noch den Abenteuergeist wecken? Ist Albin Schelbert noch in der Wildnis unterwegs? Und was gibt es für Frank Senn noch zu dokumentieren? Mit dem Alter werde es immer schwieriger, fit genug zu bleiben, um extreme Klettertouren zu unternehmen. So erkundete Albin Schelbert zusammen mit seiner Frau Alaska oder Kanada auf wilden Flüssen, abgeschnitten von jeder Zivilisation. Mit dem Hundeschlitten ist Schelbert nicht nur Rennen gefahren, sondern auch auf 4000 Meter hohe Berge gestiegen. Evelyne Binsack ist Bergführerin, hält Referate und bietet Coachings an. Auf ihren Expeditionen an den Nord- und Südpol und auf den Everest hat Binsack gefunden, was sie suchte: Sie weiss, wer sie auch unter schwierigsten Bedingungen ist. Frank Senn hat 30 Jahre Berg-Dokumentarfilme gedreht. Das Interesse habe sich nun hin zu den Geschichten und Persönlichkeiten hinter den Expeditionen entwickelt. Eine extreme Expedition werde er nicht mehr begleiten. Evelyne Binsack, Albin Schelbert und Frank Senn sind zu Gast bei Karoline Arn.

    Evelyne Binsack, Albin Schelbert, Frank Senn: Natur und ihr Preis

    Play Episode Listen Later Jul 23, 2026 26:05


    Die Natur bedeutet der Alpinistin Evelyne Binsack und dem Albin Schelbert viel, ebenso dem Berg-Dokumentarfilmer Frank Senn. Doch in der unberührten Natur hinterlassen Expeditionen Spuren. Seit dem Schuss eines Begleiters auf einen Eisbären macht Evelyne Binksack keine extremen Expeditionen mehr. Es ist das Erlebnis der Natur, welches viele Alpinistinnen und Alpinisten in die Berge zieht. Albin Schelbert habe 1960 noch von der «Gunst der frühen Geburt» profitiert und Berge angetroffen, wie es sie heute nicht mehr gebe, so Binsack. Der Mount Everest leidet unter den Massen, welche für viel Geld auf seinen Gipfel wollen. Aber auch das Wrak des Pilatus Porters von Schelberts Expedition wurde nie geborgen. Frank Senn titelte seine letzte Dokumentarfilmreihe «Wahnsinn am Everest», dieser Name sei erst während der Dreharbeiten entstanden. «Du würdest den Berg nicht mehr erkennen», sagt Senn zu Evelyne Binsack, welche 2001 als erste Schweizerin auf dem höchsten Berg der Welt stand. Für Binsack ist heute der Preis, welcher die Natur für ihre Abenteuer bezahlen musste, zu hoch. Sie hat beschlossen, keine extreme Expedition mehr zu unternehmen. Evelyne Binsack, Albin Schelbert und Frank Senn sind in der Sommerserie 25 Jahre Tagesgespräch zu Gast bei Karoline Arn.

    Evelyne Binsack, Albin Schelbert, Frank Senn: Gefahr und Tod

    Play Episode Listen Later Jul 22, 2026 24:51


    Wer den Mount Everest oder den Dhaulagiri besteigt, begibt sich in Gefahr, kehrt im schlimmsten Fall nicht zurück. Der Tod ist überall präsent. Wie gehen Evelyne Binsack und Albin Schelbert damit um, und wie thematisiert Frank Senn den Tod in seinen Bergdokumentationen? In den 25 Jahren Tagesgespräch waren immer wieder Personen zu Gast, die extreme Touren gemacht, Berge erklommen und Abenteuer unternommen haben. Evelyne Binsack, als sie als erste Schweizerin auf dem Mount Everest war, Albin Schelbert, der erste Mensch auf dem Dhaulagiri, und Frank Senn, der die Expeditionen als Dokumentarfilmer begleitete. Auch Ueli Steck war zu Gast im Tagesgespräch, kurz bevor er zu seiner letzten Expedition aufbrach. Wie geht man mit der Todesgefahr um? Was löste der Tod von Ueli Steck aus? Evelyne Binsack, Albin Schelbert und Frank Senn sind zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

    Evelyne Binsack, Albin Schelbert, Frank Senn: Wille und Sturheit

    Play Episode Listen Later Jul 21, 2026 26:21


    Manchmal brauche es Sturheit, sagt Albin Schelbert. Willenskraft ist für Evelyne Binsack zentral. Frank Senn muss auf sein Team zählen können. Was braucht es, um erfolgreich Extremes zu leisten? Er habe immer Glück gehabt, auf allen seinen Touren, sagt Albin Schelbert. Denn seine Kollegen seien in den Bergen immer durch Unglücke wie Steinschläge oder Lawinen verletzt worden oder gestorben, nicht durch fehlendes Können oder falsches Verhalten. Für Evelyne Binsack ist die Vorbereitung zentral für eine geglückte Expedition. Einzelkämpfer seien in einem Drehteam am Berg nicht vorstellbar, sagt Frank Senn. Alle müssten sich in jeder Situation auf den anderen verlassen können. Auf die Frage, was sich verändere, wenn solche Extremleistungen gelingen, werden Binsack und Schelbert nachdenklich. Es sind sehr persönliche Erlebnisse. Sie faszinieren wie die Berge an sich, sagt der Filmer Frank Senn. Binsack, Schelbert und Senn sind diese Woche die Gäste in der Sommerserie 25 Jahre Tagesgespräch bei Karoline Arn.

    Evelyne Binsack, Albin Schelbert, Frank Senn: Berg und Pioniere

    Play Episode Listen Later Jul 20, 2026 20:41


    In 25 Jahren Tagesgespräch waren Expeditionen und Alpinismus wiederholt Thema. Für die Sommerserie treffen sich Evelyne Binsack, die die «drei Pole» der Welt aus eigener Kraft erreichte, Albin Schelbert, der Erstbesteiger des Dhaulagiri 1960, und Frank Senn, Bergdokumentarfilmer seit 30 Jahren. Max Eiselin stellte 1960 eine Truppe zusammen, die den 8000er im Himalaya, den Dhaulagiri, besteigen sollte. Es war der erste Berg, an dem sich Alpinisten versuchten, da man ihn zuerst für den höchsten der Welt hielt. Es sollte der letzte Gipfel sein, den jemand erreichte. Wie kam Albin Schelbert zu dieser Expedition? Warum nahmen sie einen Pilatus Porter mit? Und warum war Schelbert der erste Mensch auf dem Dhaulagiri? Evelyne Binsack reiste als Helikopterpilotin mit anderen Plänen zum Mount Everest, als ihn zu erklimmen. Warum war sie dennoch die erste Schweizerin auf dem Gipfel? Seit 30 Jahren verfolgt Frank Senn das Geschehen rund um die höchsten Gipfel und steilsten Wände als Dokumentarfilmer. Woher kommt diese Faszination? In der Sommerserie 25 Jahre Tagesgespräch treffen sich die ehemaligen Gäste zu einer gemeinsamen Runde. Binsack, Schelbert und Senn sind die Gäste in der Sommerserie 25 Jahre Tagesgespräch bei Karoline Arn.

    Daniel de Roulet: «Ich bin immer noch wütend»

    Play Episode Listen Later Jul 17, 2026 16:54


    Reisen sind Grundlage vieler Bücher des Genfer Schriftstellers Daniel der Roulet. Er hat mehrmals die Schweiz durchwandert, ist zu allen 56 französischen Kernreaktoren und zu Dutzenden Grenzseen gereist. Im Tagesgespräch erzählt er, was er unterwegs über die Schweiz und über Grenzen gelernt hat. Zudem geht es im letzten von drei Gesprächen zum 25-Jahr-Jubiläum des Tagesgesprächs ums Älterwerden, ums Vorbereiten des eigenen Nachlasses und um die Wut, die für den 82-jährigen Schriftsteller nach wie vor eine wichtige Antriebsfeder ist. Daniel de Roulet ist zu Gast bei Roman Fillinger.

    Daniel de Roulet: «Ich will Geschichte von unten schreiben»

    Play Episode Listen Later Jul 16, 2026 16:19


    Schweizer Söldner, die in der französischen Revolution ihr Leben lassen, jurassische Anarchistinnen, die nach Südamerika auswandern oder eine Familiensaga rund um die Atomtechnologie. Daniel de Roulets Romane haben oft einen historischen Hintergrund. Im Zentrum stehen dabei die wenig Privilegierten. Im zweiten von drei Gesprächen zum 25-Jahr-Jubiläum des Tagesgesprächs geht es um de Roulets Faszination für die Technik hinter der Atomkraft, um seinen Blick auf die Schweiz und darum, wieso Westschweizer Schriftstellerinnen und Schriftsteller weniger politisch sind als ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Deutschschweiz. Daniel de Roulet ist zu Gast bei Roman Fillinger.

    Daniel de Roulet: «Schreiben soll engagiert, aber nicht militant

    Play Episode Listen Later Jul 15, 2026 14:42


    Der heute 82-jährige Westschweizer Schriftsteller hat erst mit über fünfzig Jahren angefangen zu schreiben und seither beinahe vierzig Bücher veröffentlicht. Viele davon haben politische Themen. Literatur ist für ihn kein Selbstzweck, sondern soll sich gesellschaftlich engagieren. Im ersten von drei Gesprächen zum 25-Jahr-Jubiläum des Tagesgesprächs geht es um die Rolle der Literatur in der Gesellschaft, um die Parallelen von Rennen und Schreiben sowie um den Brandanschlag, den Daniel de Roulet 1975 auf das Chalet des «Bild»-Verlegers Axel Springer in Rougemont verübt hat. Daniel de Roulet ist zu Gast bei Roman Fillinger.

    Pascal Couchepin: «Wir sind keine Dynastie»

    Play Episode Listen Later Jul 14, 2026 22:52


    In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» spricht alt Bundesrat Pascal Couchepin über Politik als Familiensache, über die Rivalität zwischen Freisinnigen und der CVP, der heutigen Mitte-Partei, im Wallis, und er zeigt sich überzeugt, dass die Schweiz dem Rahmenabkommen mit der EU zustimmen wird. Die Familie Couchepin hat die Stadt Martigny geprägt – nicht zuletzt sie hat dafür gesorgt, dass sie seit 1848, der Gründung des Schweizer Bundesstaats, in freisinniger Hand ist. Pascal Couchepin war einst Stadtpräsident von Martigny, heute ist seine Tochter Anne-Laure Stadtpräsidentin. Von einer Familiendynastie will er dennoch nicht sprechen. Die Rivalität mit der CVP, der heutigen Mitte-Partei, aber auch das Verhältnis des frankophonen Unterwallis mit dem deutschsprachigen Oberwallis prägen Couchepin bis heute. Dass die SVP in der Deutschschweiz ihre Macht mit den Jahren ausbauen konnte, ist für ihn eine Herausforderung. Nach dem Nein an der Urne zur SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» prophezeit der Alt-Bundesrat, dass auch die Neutralitätsinitiative der SVP an der Urne chancenlos bleiben wird, und er geht davon aus, dass die Schweiz, gegen den Willen der SVP, dem EU-Rahmenabkommen zustimmen wird. Couchepin sagt: «Die Bürgerinnen und Bürger werden der Fortsetzung des bilateralen Wegs zustimmen, weil sie sehen, dass das Rahmenabkommen wirtschaftlich von Vorteil ist.» Um den Volkswillen möglichst unverfälscht abzubilden, plädiert er dafür, bei der Abstimmung über das EU-Rahmenabkommen auf das Ständemehr zu verzichten. Pascal Couchepin ist zu Gast bei Philippe Reichen.

    Pascal Couchepin: «Erhöhung des Rentenalters unumgänglich»

    Play Episode Listen Later Jul 13, 2026 24:53


    In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» haben wir alt Bundesrat Pascal Couchepin bei sich in Martigny besucht. Der 84-Jährige verfolgt das politische Leben noch immer aktiv und interessiert sich nun auch dafür, wie die 13. AHV-Rente finanziert wird. Als Bundesrat hatte Pascal Couchepin vor der Einführung einer 13. AHV-Rente gewarnt. Die Altersvorsorge sei ein Schieflage, eine 13. Rente würde dies noch verschlimmern, betonte er 2003 als Innenminister. Nach dem Ja zur 13. AHV-Rente wird in diesem Jahr die zusätzliche Rente erstmals ausbezahlt. Pascal Couchepin sagt, er akzeptiere den demokratischen Entscheid, aber jetzt müsse man auch über eine Erhöhung des Rentenalters diskutieren. Als Innenminister hatte er einst vorgeschlagen, das Rentenalter schrittweise auf 67 Jahre zu erhöhen, wofür der Walliser vor allem von der politischen Linken harsch kritisiert wurde. Sein Vorschlag sei nie eine Provokation gewesen, stellt er heute klar. Vielmehr sei eine Erhöhung des Rentenalters heute wohl eine realpolitische Notwendigkeit. Pascal Couchepin ist zu Gast bei Philippe Reichen

    Kathrin Altwegg: «Der Urknall war ein Tag ohne gestern»

    Play Episode Listen Later Jul 10, 2026 15:10


    Das Universum bleibt ein Rätsel. Auch für die Weltraumphysikerin Kathrin Altwegg. Je mehr man weiss, umso mehr neue Fragen stellen sich. Was war vor dem Urknall? Und hat das Universum ein Ende? Altwegg ist zu Gast bei Simone Hulliger in der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch». Heute kommt die Forschung dem Urknall schon sehr nahe. Doch noch immer bleiben Fragen offen. Gemäss Einstein war der Urknall ein Tag ohne gestern. Was vorher war, beschäftigt auch Altwegg. Ob am Anfang ein Schöpfer stand, bleibt für sie eine Frage der Perspektive: „Die Naturwissenschaft fragt nach dem Wie, die Theologie nach dem Warum“. Das «Wie» sei einfacher, schmunzelt sie. Kathrin Altwegg ist emeritiere Professorin der Uni Bern.

    Kathrin Altwegg: «Man sagte mir, geh doch Strümpfe verkaufen»

    Play Episode Listen Later Jul 9, 2026 15:52


    Die Weltraumphysikerin Kathrin Altwegg hat grosse Missionen auf fremde Himmelskörper geleitet. Doch im Studium wurde sie als Frau oft nicht ernst genommen. Haben es Frauen heute leichter? Altwegg ist zu Gast bei Simone Hulliger in der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch». Kathrin Altwegg hat in den 1970er Jahren Physik studiert, als einzige Frau in ihrem Jahrgang. Ein Professor habe ihr geraten, sie solle doch Strümpfe verkaufen gehen, ein anderer sagte ihr, er werde ihr in der Prüfung extra einfache Fragen stellen, da Frauen ja Mühe hätten mit Physik. Dennoch hat sie ihren Weg gemacht und rät den Frauen, stets an sich zu glauben. In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» kommen Persönlichkeiten zu Wort, die in all den Jahren mehrere Male zu Gast waren.

    Kathrin Altwegg: «Bald fällt uns Weltraumschrott auf den Kopf»

    Play Episode Listen Later Jul 8, 2026 17:21


    Aktuell findet ein Wettlauf um die Vorherrschaft auf dem Mond statt. Die Astrophysikerin sieht das kritisch. Sie ist zu Gast bei Simone Hulliger in der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch». Bemannte Raumfahrt sei für die Forschung nicht zielführend, erklärt Altwegg. Menschliche Spuren würden das Terrain verändern, das könne die Resultate beeinflussen. Auch könnten irdische Mikroben mögliches Leben auf den Himmelskörpern vernichten. Es stelle sich die Frage, welches Leben mehr zähle – das auf der Erde oder das auf fremden Planeten? Kritisch sieht Altwegg auch die zahlreichen Satelliten in der Weltumlaufbahn. Die Forschung gehe davon aus, dass ab 2032 jedes Jahr ein Mensch stirbt, weil ihm Weltraumschrott auf den Kopf fällt.

    Kathrin Altwegg: «Wir verstehen erst fünf Prozent des Universum

    Play Episode Listen Later Jul 7, 2026 21:56


    Die Weltraumphysikerin Kathrin Altwegg spricht in der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» über die grossen Meilensteine der Weltraumforschung der letzten Jahre und ist überzeugt: Dank KI werden wir spannende neue Erkenntnisse gewinnen. Die grossen Teleskope auf der Erde und im All gehören für Altwegg zu den Meilensteinen der letzten 25 Jahre Weltraumforschung. Sie liefern so viele Daten, dass es KI braucht, um sie zu bearbeiten. Gerade im Bereich «dunkle Materie» erwartet sie wichtige neue Erkenntnisse. Denn aktuell verstünden wir nur etwa fünf Prozent des Universums. Kathrin Altwegg ist emeritierte Professorin der Universität Bern, sie ist zu Gast bei Simone Hulliger.

    Kathrin Altwegg: «Die Chance auf Leben im All ist gross»

    Play Episode Listen Later Jul 6, 2026 17:12


    In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» erzählt die Astrophysikerin Kathrin Altwegg von ihrem grössten beruflichen Erfolg: Ihr gelang es, mit der Rosetta-Mission Spuren von Leben auf Kometen nachzuweisen. Sie ist zu Gast bei Simone Hulliger. Als vor 22 Jahren die Rakete mit der Sonde Rosetta in Richtung Komet startete, habe sie vor Aufregung gezittert, erinnert sich Altwegg. Was ihr Messgerät dann an Daten auf die Erde brachte, hat ihre Erwartungen übertroffen. Noch heute ist sie daran, diese auszuwerten. Man wisse nun, dass es auf Kometen Bausteine des Lebens gibt, und darum sei die Chance, dass es anderswo auch Leben gibt, recht gross. In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» kommen Persönlichkeiten zu Wort, die in all den Jahren mehrere Male zu Gast waren. Sie hören zurück in alte Sendungen und spannen den Faden in die Gegenwart: Wie haben sie sich verändert, wie hat sich ihr Fachgebiet entwickelt?

    Samstagsrundschau: Wann ist die Schweiz sicher, Herr Mäder?

    Play Episode Listen Later Jul 4, 2026 28:53


    Krieg in Europa, unbekannte Drohnen im Luftraum und eine Schweiz, die schlecht vorbereitet ist. Gibt die neue sicherheitspolitische Strategie die richtigen Antworten? Woher soll das Geld kommen und warum braucht's ein Staatssekretariat für Sicherheitspolitik? Fragen an dessen Chef, Markus Mäder. Die neue Sicherheitspolitische Strategie des Bundes will für «umfassende Sicherheit» sorgen. Noch aber ortet sie gravierende Lücken bei der Widerstandsfähigkeit, beim Bevölkerungsschutz und auch bei der Verteidigungsfähigkeit. Wie genau soll die Schweizer Bevölkerung resilienter werden gegen Desinformation? Woher soll das Geld kommen für die vorgesehenen Aufrüstungsbemühungen? Und wie kann die angestrebte internationale Zusammenarbeit mit der Neutralität unter einen Hut gebracht werden? Eine Möglichkeit, mehr Geld für Rüstungsvorhaben frei zu spielen, wäre – aus Sicht der SVP – das Staatssekretariat für Sicherheitspolitik, SEPOS, das erst 2024 geschaffen wurde, wieder zu streichen. Hat Markus Mäder den Sinn und Zweck seines Staatssekretariats zu wenig gut verkauft? Warum braucht's das SEPOS wirklich? Und, das SEPOS hat Ende Juni zudem die Eckwerte des geplanten Katastrophenschutzes veröffentlicht. Zivilschutz und Zivildienst sollen künftig zusammengeführt werden, zum Katastrophenschutz. Was bringt das? Und, wird dadurch der Zivildienst kurz nach dem relativ knappen Jahr zur Zivildienstreform weiter eingeschränkt? Markus Mäder, der Staatssekretär für Sicherheitspolitik nimmt Stellung in der Samstagsrundschau bei Klaus Ammann. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

    Saghi Gholipour: «Alles wird noch viel schlimmer werden»

    Play Episode Listen Later Jul 3, 2026 26:27


    Donald Trump stellte einst einen Regimewechsel im Iran in Aussicht. Doch davon ist wenig geblieben: Saghi Gholipour, Exil-Iranerin und Mitgründerin von «Free Iran Switzerland» sagt, die Führung in Teheran sei heute radikaler und brutaler als zuvor. Was das für die Menschen im Iran bedeutet. Saghi Gholipour hat Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Iran studiert. Ihre Familie ist in den 80er Jahren vor dem iranischen Regime geflohen. Seit ihrem zweiten Lebensjahr lebt sie in der Schweiz. Heute ist sie Mitgründerin des Vereins "Free Iran Switzerland" und setzt sich dafür ein, dass die Stimme des iranischen Protests auch in der Schweiz gehört wird. Die USA und der Iran führen Gespräche, um die Konflikte im Nahen Osten beizulegen. Grundlage ist das Rahmenabkommen, das vor zwei Wochen auf dem Bürgenstock vereinbart wurde. Die USA haben dem Iran dabei weitreichende Zugeständnisse gemacht: Sie haben nichts weniger versprochen als die Aufhebung aller Sanktionen. Wer profitiert davon? Die Bevölkerung oder das Regime? Saghi Gholipour ist zu Gast bei David Karasek.

    Albert Rösti: «Man darf es auch nicht übertreiben»

    Play Episode Listen Later Jul 2, 2026 26:26


    Die Schweiz erlebte eine Hitzewelle historischen Ausmasses. Für Bundesrat und Umweltminister Albert Rösti ist sie Ausdruck des Klimawandels. Trotzdem warnt er vor Übertreibungen: Bei 35 Grad müsse man nicht gleich Katastrophenszenarien ausrufen, sagt er im Tagesgespräch. Bundesrat Rösti bestätigt den Zusammenhang zwischen der aktuellen Hitzewelle und dem Klimawandel. Er betont die Notwendigkeit von Anpassungsmassnahmen wie mehr Grünflächen in Städten und warnt vor Gefahren für vulnerable Personen. Um von fossilen Energien loszukommen, brauche es mehr als nur erneuerbare Energien, sagt er im Tagesgespräch und verteidigt die AKW-Debatte. Bundesrat Rösti ist zu Gast bei David Karasek.

    Michael Koger: «Die Jungs gingen vergessen»

    Play Episode Listen Later Jul 1, 2026 25:12


    Studien stellen bei jungen Männern problematische Männerbilder fest, Nationalräte von links bis rechts fordern den Bundesrat auf, sich mit der toxischen Männlichkeit zu befassen. Was ist los mit den Jungs? Michael Koger ist Co-Leiter der einzigen Fachstelle für Buben und junge Männer der Schweiz. Erfolgreich, stark, den Frauen überlegen: das Bild, das Buben anstreben, hat oft mit Dominanz zu tun, sagt Koger. Er führt an Schulen Workshops mit Jungs-Gruppen durch. Dabei erlebt er die jungen Männer in einem Spannungsfeld: Die Erwachsenenwelt erwarte von ihnen, dass sie empathisch und fürsorglich sind, in der Schule aber müssten sie nach wie vor den harten Typen markieren, um ernst genommen zu werden. Wir als Gesellschaft hätten angenommen, dass die Jungs im Zuge der Emanzipation der Frauen ihre Rolle finden. Doch das fand nur bedingt statt. Sie gingen vergessen, wir hätten sie sich selbst und Social Media überlassen. Der Sozialpädagoge Michael Koger ist Co-Leiter der Fachstelle «OH BOY*» ihn Zürich und zu Gast bei Simone Hulliger.

    Adrian Lobsiger: «Datenschutzrisiken werden oft vernachlässigt»

    Play Episode Listen Later Jun 30, 2026 27:48


    Meldungen wegen Verstössen gegen den Datenschutz nehmen zu: 2025 waren es mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor, so steht es im aktuellen Tätigkeitsbericht. Woran liegt das? Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte Adrian Lobsiger ist zu Gast bei Simone Hulliger. In 156 Fällen hat der oberste Datenschützer der Schweiz interveniert. So fordert er etwa, dass Zugbegleiter Bodycams nur tragen können, wenn die Rechtsgrundlage geklärt ist. Wie wägt er ab, wann wird aus dem Datenschutz ein Täterschutz? Einen Schwerpunkt legt Lobisger bei der Beratung von Ämtern oder Firmen. Dabei stellt er fest, dass bei grossen IT-Projekten die Risiken für den Datenschutz oft vernachlässig werden. Nebst dem Datenschutz ist Lobsiger auch Öffentlichkeitsbeauftragter, er schaut, dass Bürgerinnen und Bürger Zugang zu Informationen der Bundesbehörden erhalten. Hier sieht er eine negative Tendenz: Es werde zunehmend schwierig an Akten zu gelangen, da die Behörden vermehrt versuchen, das Öffentlichkeitsprinzip zu umgehen. Adrian Lobsiger ist seit 10 Jahren Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter der Schweiz.

    Félix Baumann: «Nach drei Jahren Ukraine bin ich müde»

    Play Episode Listen Later Jun 29, 2026 25:19


    Seit Sommer 2023 ist Félix Baumann Botschafter der Schweiz in der Ukraine. In diesen Jahren habe er viele Menschen getroffen und viele Kontakte geknüpft, sein Bild der Ukraine habe sich verändert, sagt er. Bevor im Juli seine Amtszeit endet, ist er zu Gast bei Simone Hulliger. Félix Baumann war es wichtig, das Land zu bereisen, auch Gebiete zu besuchen, die nahe der Front sind. Es sei eindrücklich gewesen, wenn Menschen ihm für die Unterstützung der Schweiz gedankt hätten. Viel Zeit habe er auch gebraucht, um den Ukrainerinnen und Ukrainern die Neutralität der Schweiz zu erklären. Im «Tagesgespräch» erzählt er von schlaflosen Nächten, erklärt, warum private Schweizer Unternehmen in der Ukraine beim Wiederaufbau helfen sollen und ob er ein Fenster für Verhandlungen sieht.

    Samstagsrundschau: Warum greift die FDP ihre Finanzministerin an?

    Play Episode Listen Later Jun 27, 2026 28:45


    «So nicht, lieber Bundesrat», titelt die FDP diese Woche. Die Freisinnigen wollen mehr sparen und auf keinen Fall eine höhere Mehrwertsteuer für die Aufrüstung. Wie soll das gehen? Und: Warum der Konfrontationskurs mit Karin Keller-Sutter? Kritische Fragen an FDP-Co-Präsident Benjamin Mühlemann. Satte Gewinne vor allem der Pharmaindustrie lassen beim Bund die Steuereinnahmen sprudeln. Wegen dieser Entwicklung sei keine zusätzliche Sparrunde mehr nötig, sagt der Bundesrat. Und die Mehrwertsteuer zugunsten von Armee und Aufrüstung könne nun weniger stark steigen. Die FDP reagiert heftig und verlangt, dass der Bundesrat an weiteren Sparmassnahmen festhält. Weshalb? Und: Wie sieht es bei der FDP mit der eigenen Spardisziplin aus? FDP-Co-Präsident Benjamin Mühlemann stellt sich kritischen Fragen. Auch bei der Armeefinanzierung geht die Partei auf Konfrontationskurs mit der eigenen Finanzministerin. Karin Keller-Sutter sagt: Die fehlenden zwei Milliarden Franken pro Jahr liessen sich kaum anders finanzieren als über eine höhere Mehrwertsteuer. «Wir hatten Entlastungsmassnahmen, wir hatten Mehreinnahmen, viel mehr kann man nicht mehr machen», so die FDP-Bundesrätin. Der Parteichef widerspricht. Doch die Vorschläge der FDP haben es in sich: Sie ist bereit, die Armee zu Lasten der Kantone und zum Teil unter Umgehung der Schuldenbremse zu finanzieren. Wie freisinnig ist das? Thema in der Samstagsrundschau ist schliesslich auch die Entwicklungszusammenarbeit. Diese Woche hat der Bundesrat Kürzungen beschlossen, vor allem aber auch einen massiven Umbau – weg von langfristigen Entwicklungsprojekten hin zur humanitären Hilfe, zur Nothilfe also. Die FDP möchte noch mehr sparen bei der langfristigen Hilfe. Doch selbst Freisinnige warnen vor einem Eigentor für die Schweiz. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

    Michael Feitknecht: «Solche Hitze senkt den Ernteertrag»

    Play Episode Listen Later Jun 26, 2026 26:28


    Seit einem Jahr ist Michael Feitknecht Chef von Fenaco, einer Agrargenossenschaft mit Milliardenumsatz. Die Verhandlungen zwischen Iran und den USA sind ein Lichtblick auch für den Düngereinkauf, die aktuelle Hitzewelle wird dagegen die Erträge senken. Fenaco baut das Tätigkeitsfeld weiter aus. Ob Mähdrescher, Tierfutter, Staubsauger, Most oder Pommes-Frites: Die Fenaco deckt mit ihrem Tätigkeitsfeld sehr vieles alles ab. Neu führt sie auch Tierarztpraxen oder ist beim Telekomanbieter Quickline beteiligt. Welche Strategie verfolgt der neue Chef? Wie ist Fenaco vom Klimawandel und der Geopolitik betroffen? Und warum interessiert sich die Agrargenossenschaft für den Stadt-Land-Graben? Michael Feitknecht ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

    Rafael Filliger: Jahrhunderterdbeben in Venezuela

    Play Episode Listen Later Jun 25, 2026 24:06


    Zwei schwerer Erdbeben haben Venezuela erschüttert. Die Zerstörungen sind massiv, es wird mit tausenden Todesopfern gerechnet. Wie laufen die Rettungsarbeiten ab? Wie gut ist das Land auf eine solche Katastrophe vorbereitet? Rafael Filliger leitet das Venezuelaprogramm bei Caritas Schweiz. Die Rettungsarbeiten sind angelaufen, nun zählt jede Minute, um Überlebende aus den Trümmern zu retten. Aus dem Ausland, auch aus der Schweiz, wurde Hilfe zugesagt. Die Katastrophe trifft das Land in einem schwierigen Moment. Vor einem halben Jahr haben die USA den Präsidenten Nicolás Maduro festgenommen, aktuell führt die bisherige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez das Land als Interimspräsidentin. Rafael Filliger kennt das Land und die harten Lebensumstände vieler Venezolanerinnen und Venezolaner. Seit vier Jahren leitet er bei Caritas Schweiz das humanitäre Programm für Venezuela. Er ist zu Gast bei Karoline Arn.

    Sandra Felix: «Mit Klimakammern simulieren wir die Hitze»

    Play Episode Listen Later Jun 24, 2026 26:16


    Die grosse Hitze beschäftigt auf das Bundesamt für Sport BASPO. Wie treibt man auch in Zukunft sicher Sport? Sandra Felix, Direktorin des BASPO, nimmt im «Tagesgespräch» Stellung, spricht über die Kandidatur der Schweiz für olympische Winterspiele und über Frauenquoten in Sportverbänden. Das BASPO arbeite mit Klimakammern, darin simulieren Spitzensportlerinnen und Spitzensportler klimatische Bedingungen. Damit werden Erkenntnisse generiert, die auch dem Breitensport zu Gute kommen. Sandra Felix erzählt im Tagesgespräch ausserdem, warum sie sich für olympische Spiele in der Schweiz einsetzt, wie sie die Sportförderung neu aufstellen und warum sie an den drei Lektionen Sportunterricht pro Woche festhalten will. Sie ist zu Gast bei Simone Hulliger.

    Michael Gerber: 10 Jahre Brexit

    Play Episode Listen Later Jun 23, 2026 26:23


    Heute vor zehn Jahren stimmten die Britinnen und Briten für den EU-Austritt. Seither wechselten in London die Regierungen im Rekordtempo. London steuert nun auf die siebte Regierung zu. Kehrt nun Ruhe ein? Und: Zehn Jahre nach dem Brexit spricht Grossbritannien wieder über das «Schweizer Modell». Lange stand der britische Premier Keir Starmer unter Druck. Die parteiinterne Kritik an ihm und seiner Politik wurde zu gross. Am Montag hat er seinen Rücktritt angekündigt. Mit Andy Burham steht bereits ein möglicher Nachfolger in den Startlöchern. Wieso ist Keir Starmer gescheitert und wofür steht Andy Burham? Und: Heute Dienstag, 23. Juni, ist es genau zehn Jahre her, dass die Britinnen und Briten in einem Referendum darüber abstimmen konnten, ob sie in der EU bleiben oder austreten wollen. Grossbritannien könnte trotz Brexit am Ende ein Verhältnis zur EU entwickeln, das dem der Schweiz ähnelt, sagt SRF Grossbritannien-Korrespondent Michael Gerber. Er ist zu Gast bei David Karasek.

    Martin Pfister: «Ich halte Sitzungen bewusst im Bunker ab»

    Play Episode Listen Later Jun 22, 2026 26:16


    Bundesrat und Verteidigungsminister Martin Pfister tagt mit der Armeeführung immer wieder im Bunker. Er sagt: «Wir müssen auf den Ernstfall vorbereitet sein». Die Sicherheitslage habe sich weltweit verschärft, das habe direkte Folgen für die Schweiz. Welche? Die USA und Iran beraten auf dem Bürgenstock bei Luzern über das Rahmenabkommen. 2000 Armeeangehörige wurden kurzfristig mobilisiert. Verteidigungsminister Martin Pfister sagt, was das für das VBS bedeutet. Zudem bewertet er die Gefährdung der Schweiz auf einer Skala von 1-10 mit "sieben". Die Schweiz sei bereits heute von Cyberangriffen, Spionage und Sabotage betroffen. Täglich finden Angriffe statt, insbesondere durch russische und chinesische Spione. Weitere Themen: Die Neuausrichtung der Armee, die Probleme bei Waffenbeschaffung und die Armee-Finanzierung. Das ist eine Aufzeichnung des Tagesgesprächs aus dem Kaufleuten in Zürich. Bundesrat Pfister ist zu Gast bei David Karasek.

    Denkt die Landwirtschaft nur an sich selbst, Herr Ritter?

    Play Episode Listen Later Jun 20, 2026 28:39


    Der Nationalrat hat das Freihandelsabkommen der Schweiz mit den Mercosur-Staaten abgelehnt. Eine wesentliche Rolle gespielt hat dabei der Schweizer Bauernverband. Präsident Markus Ritter stellt sich der Kritik, die Landwirtschaft verbaue damit neue Exportmöglichkeiten für Schweizer Unternehmen. Eine ungewohnte Allianz der Linksparteien mit Interessenvertreterinnen und -vertretern der Landwirtschaft hat am Donnerstag im Nationalrat dafür gesorgt, dass das Freihandelsabkommen mit den vier Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay Schiffbruch erlitten hat. Dies, weil sich der Bauernverband mit seiner Forderung nach 880 Millionen Franken Ausgleich für die Landwirtschaft nicht hat durchsetzen können. Der St. Galler Mitte-Nationalrat Markus Ritter nimmt in der «Samstagsrundschau» Stellung zum Vorwurf, die Landwirtschaft agiere gegen die Interessen der Schweizer Wirtschaft. Auch beim Vertragspaket der Schweiz mit der EU, das der Bundesrat als «Bilaterale III» bezeichnet, zeigt sich der Bauerverband äusserst skeptisch. Präsident Ritter beantwortet die Frage, ob die Landwirtschaft bei der absehbaren Volksabstimmung im Nein-Lager sein wird. Und schliesslich ist auch die Kontroverse um das Comeback der Kernenergie Thema in der Sendung. Markus Ritter hat der Vorlage des Bundesrates, mit der das bestehende Bauverbot für neue Kernkraftwerke aufgehoben werden soll, zum Durchbruch verholfen, indem er zusammen mit sechs weiteren Mitte-Nationalräten gegen die eigene Partei gestimmt hat. Markus Ritter stellt sich in der «Samstagsrundschau» den Fragen von Philipp Burkhardt. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

    Thomas Greminger: Gespräche zwischen Iran und USA abgesagt

    Play Episode Listen Later Jun 19, 2026 25:47


    Wieso wurden die Gespräche heute auf dem Bürgenstock abgesagt? Spitzendiplomat Thomas Greminger über den Rückschlag für einen ohnehin fragilen diplomatischen Prozess zwischen den USA und dem Iran. Eigentlich hätte heute auf dem Bürgenstock ein neues Kapitel im Verhältnis zwischen den USA und dem Iran beginnen sollen. Nach der Unterzeichnung eines gemeinsamen Rahmenabkommens waren die ersten direkten Gespräche geplant. Der Zeitdruck ist enorm: Innerhalb von nur 60 Tagen soll ein endgültiges Friedensabkommen ausgehandelt werden. Doch kurz vor dem Start wurden die Verhandlungen überraschend auf unbestimmte Zeit verschoben. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten hat bestätigt: Vorerst finden auf dem Bürgenstock keine Gespräche zwischen Washington und Teheran statt. Ist das nur eine Verzögerung oder bereits ein ernstes Warnsignal für den diplomatischen Prozess? Darüber sprechen wir mit Thomas Greminger, Schweizer Diplomat und Direktor des Genfer Zentrums für Sicherheitspolitik. Er ist zu Gast bei David Karasek.

    Michael Frank: Die Rückkehr der Atomkraft?

    Play Episode Listen Later Jun 18, 2026 25:43


    In der Schweiz soll der Bau neuer Atomkraftwerke wieder möglich werden. Nach dem Bundesrat und dem Ständerat hat sich nun auch der Nationalrat dafür ausgesprochen. Er hat am Donnerstag den indirekten Gegenvorschlag zur Blackout-Initiative angenommen. Gast ist Michael Frank, Direktor des Verbands Sch Für die Befürworter neuer AKW ist es ein Erfolg: Der Nationalrat hat am Donnerstag mit knapper Mehrheit entschieden, das AKW-Verbot aufzuheben. Er folgt damit dem Ständerat und Energieminister Albert Rösti. Das letzte Wort dürfte jedoch das Stimmvolk haben - die Grünen haben bereits das Referendum angekündigt. Soll die Schweiz neue AKW bauen? Die Diskussion mit Michael Frank, Direktor des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE). Er ist zu Gast bei David Karasek.

    Thomas Cottier: «Die Schweiz muss für Prinzipien einstehen»

    Play Episode Listen Later Jun 17, 2026 26:05


    Am Mittwoch wird im Nationalrat das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten besprochen. Ausserdem laufen die Verhandlungen mit den USA für ein Zollabkommen weiter. Welche Strategie verfolgt die Schweizer Handelspolitik? Der Wirtschaftsrechtler Thomas Cottier ist zu Gast bei Simone Hulliger. Dass die Schweiz Freihandelsabkommen mit verschiedenen Ländern sucht, findet Thomas Cottier richtig. Man dürfe deren Nutzen aber nicht überschätzen. Kritischer sieht Cottier die Verhandlungen mit den USA. Dass Schweizer Firmen 200 Milliarden in die USA investieren sollen, versteht er nicht. Damit würde der Bundesrat die Verantwortung dafür übernehmen, dass Arbeitsplätze in die USA verlegt würden. Das sei nicht die Aufgabe einer Regierung. Die Schweiz müsse sich für eine multilaterale Ordnung einsetzen, denn sie sei davon abhängig. Thomas Cottier ist emeritierter Professor für Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht.

    Fredy Gsteiger: «Schweiz erster Nachbarstaat am G7-Galadinner»

    Play Episode Listen Later Jun 16, 2026 26:32


    Ein bemerkenswerter Gipfel findet in Evian statt, sagt Fredy Gsteiger, diplomatischer Korrespondent von SRF zu den Diskussionen ums Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA und der Einladung von Guy Parmelin ans Galadinner. Die Spitzen der G7-Staaten, also von Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Grossbritannien und den USA, treffen sich im französischen Evian-les-Bains am Genfersee. Bemerkenswert: Der Bundespräsident und Wirtschaftsminister Guy Parmelin begrüsst die hochrangigen Gäste auf dem Rollfeld bei der Ankunft in Genf und ist erstmals als Bundespräsident eines benachbarten Landes ans Galadinner eingeladen. Die Erwartungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron sind hoch, Donald Trump soll wieder auf der Seite von Europa im Krieg von Russland gegen die Ukraine stehen. Der Zeitpunkt nach der Ankündigung des Rahmenabkommens zwischen den USA und Iran scheint günstig. Erhält nun Donald Trump die gewünschte Unterstützung in der Sicherung der Strasse von Hormus? Was unterscheidet diesen Gipfel von den 19 vorangehenden, welcher Fredy Gsteiger als diplomatischer Korrespondent von SRF besucht hat? Fredy Gsteiger ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn

    Adrian Vatter: Die Analyse nach dem Abstimmungssonntag

    Play Episode Listen Later Jun 15, 2026 25:58


    Die Schweizer Stimmbevölkerung hat entschieden. Besonders die SVP-Initiative zur 10-Millionen-Schweiz hat das Land bewegt. Wie ist das Resultat einzuordnen? Wann wird der Stadt-Land-Graben zu einem Problem? Der Politologe Adrian Vatter ist zu Gast bei Simone Hulliger. Am Ende war das Resultat klar: Fast 55 Prozent lehnten die SVP-Initiative ab. Auf dem Land, wo die Folgen der Zuwanderung weniger spürbar sind, war die Zustimmung höher, die Städte hingegen lehnten sie ab, auch wenn dort der Ausländeranteil und die Mieten höher und die Busse voller sind. Wie passt das zusammen? Vatter erklärt die Gräben, die durch die Schweiz gehen, beschreibt die Gewinnerinnen und Verlierer und analysiert, was das Resultat für die weitere Debatte über Zuwanderung und die Beziehungen zur EU bedeutet. Adrian Vatter ist Professor für Schweizer Politik an der Universität Bern.

    Samstagsrundschau mit GLP-Fraktionschefin, Corina Gredig

    Play Episode Listen Later Jun 13, 2026 29:06


    Nein zu neuen AKWs und Nein zu Lohnabzügen für di 13. AHV. Die Grünliberale Partei spielt im Parlament gerade Zünglein an der Waage. Aber ist ein Nein zu AKWs wirklich grün? Und, wie liberal ist ein Nein zu Lohnabzügen? Fragen an Corina Gredig, die Fraktionschefin der GLP. Die Grünliberalen wehren sich zusammen mit SVP und FDP im Nationalrat dagegen, dass die 13. AHV-Rente auch mit Lohnprozenten finanziert wird, wie es die mitte-links Mehrheit im Ständerat will. Auch der Vorschlag der sogenannten Einigungskonferenz setzt nun auf eine Mischung von Mehrwehrtsteuer- und Lohnprozenten. Letzteres ist für die GLP tabu – in diesem Fall. Warum eigentlich? Wäre die GLP bereit, wenigstens dem Mehrwertsteuer-Teil zuzustimmen? Und, was wenn die ganze Vorlage scheitert und die GLP den Ausschlag gibt? Entspräche das der Rolle einer «Partei der Lösungen», als die sich die Grünliberalen selbst sehen? Ein zweites grosses Geschäft in der Sommersession des Parlaments ist der Gegenvorschlag des Bundesrats zur «No Blackout»-Initiative. Die Grünliberalen sind dagegen und verhindern so nur schon, dass die Option neuer Kernkraftwerke geprüft wird in der Schweiz. Hiesse liberal nicht auch Technologieoffenheit und ist das Nein klimapolitisch richtig, angesichts der Tatsache, dass die Kernkraft zu den emissionsärmsten Technologien gehört? Grün und liberal schienen über Jahre ein unaufhaltsames Erfolgsrezept in der Schweizer Politik zu sein. Seit den letzten Parlamentswahlen 2023 scheint die Partei aber Schwung eingebüsst zu haben. Sitze im Bundesparlament und anschliessend auch in kantonalen Legislativen gingen verloren. Kann die Schuld allein bei der Politkonjunktur gesucht werden oder ist grün und wirtschaftsliberal auf die Länge doch mehr Spagat als Synergie? Corina Gredig, die Fraktionschefin der Grünliberalen Partei im Bundeshaus, nimmt Stellung in der Samstagsrundschau bei Klaus Ammann. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

    Hubert Niggli: «Geld für günstiges Wohnen, aber keine Projekte»

    Play Episode Listen Later Jun 12, 2026 25:51


    Am Freitag präsentiert Hubert Niggli, der Finanzchef der grössten Unfallversicherung Suva, einmal mehr gute Zahlen. Die Suva zählt zu den grössten Investorinnen der Schweiz. Gerne würde sie mehr Geld in bezahlbaren Wohnraum investieren, doch es fehlten die Projekte dafür. Die Arbeitsunfälle bei der Suva sind gesunken, nun ziehen die Prämien nach. Aber nicht nur aufgrund der gesunkenen Unfälle schreibt die Suva gute Zahlen. Sie verwaltet über 60 Milliarden Franken und legt diese an. Warum schreibt die Suva Gewinne, anders als andere Sozialversicherungen wie die IV oder AHV? Wo soll die Suva ihr Geld anlegen? Hubert Niggli sagt, die Suva möchten viel mehr Geld in erschwinglichen Wohnraum investieren, doch es gebe viel zu wenig Projekte. Er arbeitet seit fast einem Vierteljahrhundert bei der Suva und tritt nun nach acht Jahren als Finanzchef zurück. Hubert Niggli ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

    Raphael Rues: Rehabilitierung für Tessiner Widerstandskämpfer

    Play Episode Listen Later Jun 11, 2026 24:48


    Ein weitgehend vergessenes Kapitel des Zweiten Weltkrieges: Tessinerinnen und Tessiner unterstützten italienische Partisanen im Kampf gegen den Faschismus. Der Tessiner Historiker Rues spricht im Tagesgespräch mit Iwan Santoro über diese damals verbotene grenzüberschreitende Hilfe in Kriegszeiten. Rund zwei Jahre lang, bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, kämpften Partisanen im Gebiet um Domodossola nahe der Schweizer Grenze gegen italienische Faschisten und die deutsche Wehrmacht. Kurz vor Kriegsende entstand dort für wenige Wochen die freie Partisanenrepublik Ossola. Auch Tessinerinnen und Tessiner unterstützten den Widerstand. Sie schmuggelten Waffen über die Grenze und versteckten Partisanen vor den Faschisten. In der neutralen Schweiz war diese Form der Nachbarschaftshilfe jedoch verboten. Viele der Helferinnen und Helfer wurden deshalb bestraft. Mehr als 80 Jahre später sollen sie nun für ihr Engagement offiziell rehabilitiert werden. Der Nationalrat hat bereits zugestimmt. Der Ständerat dürfte der Rehabilitierung nächste Woche zustimmen. Der Tessiner Historiker Raphael Rues hat die Ereignisse in seinem Buch «Kampfzone Ossola» aufgearbeitet. Im Tagesgespräch mit Iwan Santoro erzählt er, wie nah die Wirren des Zweiten Weltkriegs damals an die Schweizer Grenze heranrückten.

    Wolf Grabendorff: Nach Venezuela und Iran nun Kuba?

    Play Episode Listen Later Jun 10, 2026 26:12


    Die Lage in Kuba spitzt sich zu, die USA erhöhen den Druck. Die UNO warnt vor einer humanitären Krise. Steht die Insel vor einem Wendepunkt? Und welche Lehren lassen sich aus Venezuela ziehen? Zu Gast ist der Politikwissenschaftler und Lateinamerika-Experte Wolf Grabendorff. Kuba leidet unter den US-Sanktionen: Nun fordert der UN-Hochkommissar für Menschenrechte deren sofortige Aufhebung und warnt vor dramatischen Folgen für die Bevölkerung. In Venezuela stellt sich die Frage: Wie steht das Land ein halbes Jahr nach dem Sturz von Nicolás Maduro da? Und in Peru kämpfen die Kandidatinnen und Kandidaten um die Präsidentschaft mit Folgen weit über die Landesgrenzen hinaus. Über die politischen Umbrüche in Südamerika spricht David Karasek mit dem Lateinamerika-Experten Wolf Grabendorff. Der deutsche Politikwissenschaftler war Gastprofessor für internationale Beziehungen an der Universität von Quito in Ecuador. Er hat in den letzten 40 Jahren in mehreren Ländern Lateinamerikas gelebt und für die SPD-nahe Friedrich Ebert Stiftung zahlreiche Programme geleitet.

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