Tagesgespräch

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Das Tagesgespräch beobachtet die Welt aus einem wirtschaftspolitischen, kulturpolitischen oder gesellschaftspolitischen Blickwinkel. Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages diskutiert und vertieft.

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)


    • Apr 18, 2026 LATEST EPISODE
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    Warum sind mehr als 10 Millionen Menschen zu viel, Herr Dettling?

    Play Episode Listen Later Apr 18, 2026 27:49


    In der Schweiz dürfen maximal 10 Millionen Menschen wohnen. Das verlangt eine Initiative der SVP, über die am 14. Juni abgestimmt wird. Parteipräsident Marcel Dettling nimmt Stellung zum Vorwurf der Gegner, bei einem Ja drohe «Chaos». «Wenn es so weitergeht, verliert die Schweiz ihre Identität», warnt die SVP in ihrem Argumentarium zur Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!». Sie will Bundesrat und Parlament verpflichten, alles zu unternehmen, damit die Schweizer Bevölkerung die Zahl von 10 Millionen Menschen vor dem Jahr 2050 nicht überschreitet. SVP-Parteipräsident Marcel Dettling sagt in der «Samstagsrundschau», wie das gelingen soll. Wo sollen die Arbeitskräfte herkommen, wenn die Zuwanderung beschränkt wird? Welche Schweizer Wirtschaftszweige müssten auf Fachkräfte aus dem Ausland verzichten? Droht nicht «Chaos», wenn die SVP mit ihrer Strategie durchkommt, das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU zu torpedieren und gleichzeitig das geplante neue Vertragspaket mit der EU zu verhindern? SVP-Präsident und Nationalrat Marcel Dettling stellt sich den Fragen von Philipp Burkhardt. Ergänzend zum «Tagesgespräch» finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle «Samstagsrundschau».

    Lea Schmidt-Pollitz, Alexander Balmer: Grösste Simulation der UNO

    Play Episode Listen Later Apr 17, 2026 26:27


    Die grösste UNO-Simulation der Welt: Seit 1946 simulieren jährlich Studierende die UNO-Konferenz in New York. Seit 20 Jahren entsendet die Schweizerische Studienstiftung eine Delegation. Dieses Jahr reisten der Physikstudent Alexander Balmer und IR-Studentin Lea Schmidt-Pollitz nach New York. An die grösste UNO-Simulation der Welt, an die National Model United Nations in New York fahren jährlich auch rund 20 Studierende aus der Schweiz. Sie vertreten ein zugeteiltes Land, schreiben Positionspapiere, diskutieren und verabschieden Resolutionen. Dieses Jahr zum Thema, wie junge Menschen an Friedensprozessen eingebunden werden können. Lea Schmidt-Pollitz studiert in Genf internationale Beziehungen und reiste als Delegierte nach New York, Alexander Balmer ist Physikstudent an der ETH Zürich und organisierte die Vorbereitungen und die Reise. Was bedeutet ihnen die UNO? Welche Zukunft sehen sie für diese Organisation? Welche Erfahrungen sammelten sie im diplomatischen Planspiel? Welche Reformen braucht es für die Zukunft? Lea Schmidt-Pollitz und Alexander Balmer sind zu Gast bei Karoline Arn.

    Hans Wolff: «Gefängnis macht krank»

    Play Episode Listen Later Apr 16, 2026 25:07


    In europäischen Gefängnissen kommt es wieder zu mehr Misshandlungen. Das dokumentiert der soeben erschienene Bericht des Antifolterkomitees des Europarats. Mitgearbeitet an diesem Bericht hat Hans Wolff, Chefarzt der Gefängnismedizin am Universitätsspital Genf. Bis Ende letztes Jahr war Hans Wolff der Schweizer Vertreter im Anti Folter Komitee, zuletzt als dessen Vizepräsident. Im Tagesgespräch erzählt er, wieso er nach einem Gefängnisbesuch mit Schuhen und Veston unter die Dusche ging, wann Gefängnis krank macht und wieso eine Haftstrafe in Norwegen eine Chance sein kann. Seit Jahrzehnten setzt sich Hans Wolff, Professor für Gefängnismedizin am Universitätsspital Genf, für bessere Haftbedingungen ein - auch in Schweizer Gefängnissen. Doch die Überbelegung vieler Gefängnisse, insbesondere in der Westschweiz, macht angemessene Haftbedingungen oft unmöglich. «Überbelegung ist eine Katastrophe für ein Gefängnis», sagt Wolff. Sie trage dazu bei, dass Gefangene eine so viel schlechtere Gesundheit haben als die Durchschnittsbevölkerung. Besonders verbreitet unter Gefangenen sind psychische Krankheiten. Suizide von Gefangenen sind zwanzig Mal so häufig wie ausserhalb, bei Einzelhaft bis zu hundert Mal. Wolff, der auch Präsident der Konferenz der schweizerischen Gefängnisärzte ist, sagt: «In Teilen der Schweiz werden die Empfehlungen des Anti-Folter-Komitees zur Einzelhaft noch immer nicht umgesetzt.» Roman Fillinger hat mit dem Gefängnismediziner gesprochen.

    Franziska Grossenbacher: Preis für Lorzenebene in boomender Stadt

    Play Episode Listen Later Apr 15, 2026 23:27


    Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz zeichnet jährlich eine Landschaft aus. Dieses Jahr die Lorzenebene im Kanton Zug. Erholungsraum, Landwirtschaft und Stadtentwicklung gehen hier Hand in Hand. Franziska Grossenbacher ist Co-Leiterin der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Die Lorzenebene könnte vieles sein: eine Grossstadt nach US-amerikanischem Vorbild, ein internationaler Flughafen - immer wieder wurden Ideen für Überbauungsprojekte lanciert. Bis vor mehr als 20 Jahren eine Grenze gezogen wurde: bis wohin gebaut werden darf und wo nicht mehr. In einem Leitbild wurden unterschiedliche Interessengruppen eingebunden, damit die verschiedensten Bedürfnisse abgedeckt werden konnten. Nun ist die Lorzenebene eine Art Central Park für Zug und wird gleichzeitig landwirtschaftlich genutzt. Von der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz erhält sie 2026 die Auszeichnung «Landschaft des Jahres». Franziska Grossenbacher ist Co-Leiterin der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und zu Gast bei Karoline Arn.

    Pascal Grieder: «Briefmarken und Pakete werden teurer»

    Play Episode Listen Later Apr 14, 2026 26:28


    Seit fünf Monaten ist Pascal Grieder Chef der Schweizerischen Post und steht unter Druck. Die Folgen des Iran-Kriegs verteuern die Logistik, das tragische Postauto-Unglück von Kerzers fordert ihn von Beginn weg. Nun kündigt der neue Post-Chef Preisehöhungen an. Und: Wieso findet er CEOs merkwürdig?

    Gabor Györi: Orbans historische Niederlage

    Play Episode Listen Later Apr 13, 2026 25:01


    Das war eine Feier der Demokratie, sagt der ungarische Politologe Gabor Györi. Aber nur mit einer Wahl sei die Demokratie noch nicht gerettet, es brauche jetzt strukturelle und verfassungsrechtliche Veränderungen. Viktor Orban hat die Wahlen verloren und dem siegreichen Peter Magyar gratuliert. Peter Magyar von der Oppositionspartei Tisza verdrängt nach 16 Jahren Viktor Orban aus der ungarischen Regierung. Tisza kommt auf die wichtige Zweidrittelmehrheit. Mit der parlamentarischen Zweidrittelmehrheit könnte Magyar Reformen durchführen, die Verfassungsänderungen erfordern, sowie Amtsträger austauschen. Ohne diese Möglichkeit könnte etwa das Verfassungsgericht Reformvorhaben der künftigen Tisza-Regierung blockieren. Der ungarische Politologe Gabor Györi arbeitet für die Denkfabrik Policy Solutions und ist zu Gast bei David Karasek.

    Tun Sie genug gegen die Blechlawine am Gotthard, Herr Rösti?

    Play Episode Listen Later Apr 11, 2026 30:16


    Nicht nur an Ostern: Die Staustunden am Gotthard nehmen zu. Doch der Bundesrat stemmt sich gegen eine Durchfahrtsgebühr für Ausländer und gegen eine höhere Lastwagenabgabe. Weshalb? Bundesrat Rösti äussert sich auch zur Versorgungslage angesichts des Irankriegs und zu Milliardenkosten für AKW. Bis zu drei Stunden mussten Autofahrerinnen und -fahrer vor Ostern auf der A2 Richtung Gotthard anstehen. Die Stautage am Gotthard nehmen zu, für die Urner Bevölkerung wird das mehr und mehr zum Problem. Denn der Ausweichverkehr verstopft Haupt- und Nebenstrassen entlang der Autobahn. Weshalb stemmt sich der Bundesrat gegen eine Durchfahrtsgebühr für Ausländerinnen und Ausländer, die bloss durch die Schweiz hindurch Richtung Süden fahren? Und: Werden die jüngst angekündigten Preiserhöhungen im öffentlichen Verkehr das Problem gar noch verschärfen, weil der Zug Richtung Süden weniger attraktiv wird? In der Samstagsrundschau nimmt Verkehrsminister Albert Rösti Stellung. Auch bei der Verlagerungspolitik gibt es Probleme: Bereits das vierte Jahr in Folge nimmt der Anteil der Lastwagentransporte durch die Alpen zu? Der Nationalrat will deshalb die Schwerverkehrsabgabe LSVA erhöhen - doch auch dagegen wehrt sich der Bundesrat. Weshalb das Zögern? Der Iran-Krieg hat die Preise für Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas auch in der Schweiz in die Höhe getrieben. Mangel wie etwa in Asien gibt es nicht. Allerdings warnen die Bundesbehörden vor reduzierten Erdöl-Lieferungen nach Europa ab Mai. Worauf stellt sich der Bundesrat ein? Ruft er die Bevölkerung bald zum Benzinsparen auf? Thema in der Samstagsrundschau ist auch die Energiepolitik. Albert Rösti will das AKW-Neubauverbot lockern - über die Finanzierung neuer AKW hingegen möchte er (noch) nicht reden. Dabei macht der Stromkonzern Axpo jetzt schon klar: Ohne Staatshilfe geht es nicht. Und bereits für eine längere Laufzeit der KKW Gösgen und Leibstadt machen die Stromkonzerne die hohle Hand beim Bund: Die Allgemeinheit soll das finanzielle Risiko tragen. Wer bezahlt die Rechnung? Bundesrat Albert Rösti ist Gast bei Dominik Meier. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

    Richard C. Schneider: Libanon, Israel und wie weiter

    Play Episode Listen Later Apr 10, 2026 26:10


    Trotz der Waffenruhe im Nahen Osten greift Israel die Hisbollah im Libanon weiter an. Doch nun zeichnet sich ein Kurswechsel ab: Israels Premierminister Netanjahu kündigt Verhandlungen mit Beirut an. Mit welchem Ziel? Richard C. Schneider ist Israel-Korrespondent für die NZZ und den Spiegel.

    Judith Huber: Orban vor dem Aus?

    Play Episode Listen Later Apr 9, 2026 26:10


    Eine Wahl mit Folgen für ganz Europa: Seit 16 Jahren regiert Viktor Orban Ungarn - nun droht ihm bei der Parlamentswahl am Wochenende die Abwahl. Viele warnen, er könnte zu Tricks greifen, um an der Macht zu bleiben. Der Ausgang dürfte Ungarn und die EU verändern. Wir sprechen mit SRF-Osteuropa-Korrespondentin Judith Huber über die Wahlen in Ungarn: Premier Viktor Orban steht bei der Parlamentswahl am 12. April erstmals seit 16 Jahren ernsthaft unter Druck, seine Macht zu verlieren. Sein Herausforderer, der konservative Politiker Péter Magyar, liegt in den meisten Umfragen deutlich vorne. Es zeichnet sich eine Richtungswahl ab, deren Ausgang weit über Ungarn hinausstrahlen und auch die Europäische Union spürbar verändern könnte.

    Jérôme Cosandey: Arbeitslosigkeit steigt auch in der Pflege

    Play Episode Listen Later Apr 8, 2026 27:46


    Die Arbeitslosigkeit ist mit 3 Prozent immer noch höher als im langjährigen Durchschnitt – selbst in Branchen mit Fachkräftemangel wie dem Gesundheitswesen. Ebenfalls verharrt die Kurzarbeit auf einem erhöhten Niveau. Die Gründe kennt Jérôme Cosandey, Leiter der Direktion Arbeit beim Seco. Das Staatssekretariat für Wirtschaft hatte einen stärkeren Rückgang der Arbeitslosigkeit erwartet. Sie variiert nach Branchen und Regionen. Wen trifft es besonders? Personen mit Tertiärabschluss wie beispielsweise einem Studium sind immer noch unterdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen, sagt Jérôme Cosandey. Welche Rolle spielen der Krieg im Nahen Osten oder die US-Zölle? Und wie verändert Künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt? Jérôme Cosandey ist Leiter der Direktion Arbeit bim Seco und zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

    Piet Baumgartner: Von der Schlagzeile auf die Bühne

    Play Episode Listen Later Apr 7, 2026 25:37


    Regisseur Piet Baumgartner macht aus Politik Theater. Er bringt die dramatische Wahl von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf auf die Bühne und aktuell das Mobbing eines schwulen Lehrers. Im Gespräch erklärt er, warum er bewusst auf klassische Stücke verzichtet. Regisseur Piet Baumgartner bringt Schlagzeilen auf die Bühne. Aktuell zeigt er mit "Schwuler Lehrer!" einen wahren Vorfall aus Pfäffikon (ZH) von 2024, bei dem ein schwuler Lehrer nach Druck wertkonservativer Eltern unrechtmässig entlassen wurde. Der Fall zeigt exemplarisch, wie politisch das Klassenzimmer geworden ist und wie kleine Gruppen grossen Druck ausüben können. Das Stück läuft im Theater Neumarkt in Zürich. Baumgartner versteht Theater als aktuelles, niederschwelliges Medium, das gesellschaftliche Konflikte sichtbar macht. Für Furore sorgte auch sein Bühnenstück über die Wahl von Eveline Widmer Schlumpf zur Bundesrätin. Wieso fasziniert ihn politisches Theater? Regisseur Piet Baumgartner ist zu Gast bei David Karasek.

    Samstagsrundschau: Sind Sie ein Sisyphus, Herr Blättler?

    Play Episode Listen Later Apr 4, 2026 29:34


    Gesprengte Bankomaten, Cyberkriminelle und mutmassliche Terroristen – die Bundesanwaltschaft bearbeitet immer mehr Fälle. Aber setzt sie das beschränkte Personal richtig ein und warum beklagt sie sich über mangelnde rechtliche Mittel? Kritische Fragen an Bundesanwalt, Stefan Blättler. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau 363 Strafuntersuchungen hat die Bundesanwaltschaft im vergangenen Jahr eröffnet – so viele wie noch nie. Viele Ressourcen binden dabei u.a. die Bereiche Cyberkriminalität aber auch Wirtschaftskriminalität. Die reiche, stark digitalisierte Schweiz sei attraktiv für Kriminelle in diesen Bereichen, schreibt der Bundesanwalt in seinem Tätigkeitsbericht fürs vergangene Jahr. Gleichzeitig verweist er auf erfolgreiche Verfahren u.a. gegen Cyberkriminelle, die in Thailand verhaftet und in die Schweiz überführt werden konnten. Aber bilden die Erfolge mehr ab als die Spitze des Eisbergs? Spürt der Bundesanwalt die jüngste Reform der Strafprozessordnung, die die Verfahren beschleunigen sollten? Und, welche Folgen hat es für die Schweiz, dass sie Rechtshilfegesuche viel langsamer bearbeitet als andere Länder? Im Bereich der inneren Sicherheit sind aktuell so viele Verfahren wegen Terrorismus-Verdachts am Laufen, wie noch nie, obwohl die Bundesanwaltschaft im letzten Jahr so viele erledigt hat wie noch nie. Fühlt sich der Bundesanwalt deshalb wie ein Sisyphus? Und, heisst das, die Schweiz auch, dass die Schweiz so unsicher ist wie noch nie? Als Bundesanwalt wurde Stefan Blättler von der neuen US-Botschafterin empfangen – anders als die allermeisten Medien. Worüber haben die beiden gesprochen? Wie läuft die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in den USA seit Donald Trumps Amtsantritt? Und, was heisst der liederliche Umgang mit der regelbasierten Weltordnung in vielen Weltgegenden für die Strafverfolgung aus der Schweiz heraus? Bundesanwalt Stefan Blättler, nimmt Stellung in der Samstagsrundschau bei Klaus Ammann.

    Gardi Hutter: «Diktatoren Clowns zu nennen verletzt mich»

    Play Episode Listen Later Apr 2, 2026 26:10


    Die berühmteste Clownin der Schweiz tourt derzeit mit ihrem neusten Programm «Gardizero» durchs Land. Ihr macht die gegenwärtige Weltlage mit den vielen Kriegen und den herrschenden Autokraten Angst. Humor könne viel dazu beitragen, diese Angst zu vertreiben, sagt Gardi Hutter im Tagesgespräch.

    Christian Jott Jenny: Das Ende seiner politischen Karriere

    Play Episode Listen Later Apr 1, 2026 26:22


    Der wohl bekannteste Gemeindepräsident der Schweiz tritt ab: Christian Jott Jenny. Seit 2019 steht der ausgebildete Tenor an der Spitze von St. Moritz. Nun verzichtet er auf eine weitere Amtszeit. Warum beendet der Entertainer seine politische Karriere? Und: Was hat er über Politik gelernt? 2019 wird der ausgebildete Tenor Christian Jott Jenny praktisch über Nacht zum Gemeindepräsidenten des Nobelskiorts St. Moritz. Er gilt als eine der schillerndsten Figuren des Schweizer Polit- und Showbetriebs. Der Musiker studierte Gesang und Schauspiel in Zürich und Berlin und steht seit sieben Jahren an der Spitze von St. Moritz. Nun gibt er bekannt, dass er für keine weitere Amtszeit kandidiert und sein Amt als Gemeindepräsident abgibt. Ist das das Ende seiner politischen Karriere? Und: Was hat er in den letzten Jahren über das Politisieren in der Schweiz gelernt? Christian Jott Jenny ist zu Gast bei David Karasek.

    Christian Hegner: «Weniger Flüge geben dem Bazl mehr zu tun»

    Play Episode Listen Later Mar 27, 2026 26:30


    Die Golfregion wird nicht oder nur noch wenig angeflogen, in den USA fehlen die Fluglotsen, militärische Flüge der USA über die Schweiz brauchen Bewilligungen. Christian Hegner, Direktor des Bundesamtes für Zivilluftfahrt Bazl, ist auch in seinen letzten Arbeitstagen gefordert. Seit 10 Jahren führt Christian Hegner das Bundesamt für Zivilluftfahrt Bazl. In diese Zeit fiel Corona, der Absturz des historischen Flugzeugs Ju-52 und auch der Absturz des FA-18. Zudem starb ein Fluglotse der Swiss aufgrund von Problemen mit den Atemmasken. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt ist die Kontrollbehörde beispielsweise von Skyguide, den Fluggesellschaften, Flughäfen und auch der Pilotenausbildung und ist dementsprechend gefordert. Jeder Mangel, der nicht erkannt wird, kann fatale Folgen haben. Ende März geht Christian Hegner in Pension. Bis zu seinem letzten Arbeitstag ist er mit der aktuellen Weltlage beschäftigt: Welche Überflüge über die USA sollen erlaubt werden? Spielen da auch politische Kriterien mit? Was bedeutet es, wenn wegen Kriegen oder einer Pandemie der Luftraum geschlossen wird? Christian Hegner ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

    Meret Michel: Libanon, Hisbollah und die Angst

    Play Episode Listen Later Mar 26, 2026 26:06


    Der Angriff der Terrororganisation Hisbollah auf Israel hat Libanon in den Krieg geführt. Für die Menschen vor Ort ist das eine Katastrophe. Die Wut der Bevölkerung auf die Hisbollah steigt und die Sorge vor einer israelischen Besatzung ist gross. Meret Michel ist freie Journalistin in Beirut. Der Libanon stürzt innerhalb von nur anderthalb Jahren erneut ins Chaos, nachdem die schiitische Hisbollah-Miliz Angriffe auf Israel gestartet hat. Für die Bevölkerung vor Ort bedeutet das eine verheerende Situation. Israel intensiviert seine Luft- und Bodenoffensive im Libanon: Im ganzen Land schlagen Bomben ein, Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht, und täglich steigt die Zahl der Opfer. Gleichzeitig wächst die Angst vor einer möglichen israelischen Besatzung. Wird es dazu kommen? Und könnte die Hisbollah dadurch wieder an Stärke gewinnen und sich als Widerstandskraft gegen Israel festigen? Die freie Journalistin Meret Michel lebt seit drei Jahren in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Aufgrund der aktuellen Kämpfe hält sie sich mit ihrer vierjährigen Tochter vorübergehend aus Sicherheitsgründen in der Schweiz auf. Wie hat die kleine Familie den Kriegsbeginn erlebt? Darüber spricht Meret Michel im Gespräch mit David Karasek.

    Christoph Brand: «Kernkraft hat hohe finanzielle Risiken»

    Play Episode Listen Later Mar 25, 2026 26:33


    Was muss passieren, damit die Schweiz auch in Zukunft genügend Strom hat? Die Axpo hat dazu eine umfassende Studie verfasst und präsentiert zwei Szenarien. Wie stellt sich die Axpo den Strommix der Zukunft vor? Axpo-Chef Christoph Brand ist zu Gast bei Simone Hulliger. Zwei Szenarien eignen sich gemäss Axpo für eine sichere und effiziente Energieversorgung: Eines setzt auf den Ausbau von erneuerbarer Energie plus den Bau von Gaskraftwerken, das andere auf den Ausbau von erneuerbarer Energie plus den Bau von zwei neuen Kernkraftwerken. Die Axpo als aktuell grösste Produzentin von Atomstrom zieht das Szenario ohne neue AKWs vor. Die finanziellen Risiken der Kernkraft seien zu hoch, das erschwere die politische Realisierbarkeit. Christoph Brand erzählt, wo die Vor- und Nachteile der verschiedenen Energieproduktionen liegen, nimmt Stellung zur Kritik an seiner Studie und plädiert für Pragmatismus und Kompromissfähigkeit in der Energiedebatte.

    Barbara Colpi: «Viele Familien politisieren sich unter Trump»

    Play Episode Listen Later Mar 24, 2026 25:53


    Im Herbst ist Donald Trump zwei Jahre US-Präsident. Das hat vieles in den USA verändert. Vom Strassenbild mit grossen Trump-Bannern bis zum Familientisch, bei welchem entweder politisiert wird, oder Politik tunlichst umschifft. Welche Beobachtungen macht SRF US-Korrespondentin Barbabara Colpi? Die USA-Korrespondentin von SRF, Barbara Colpi, lebte bereits als Austauschschülerin in den USA. Die Freundschaft zu ihrer Gastfamilie ist geblieben. Heute dreht sich das Tischgespräch um Politik und Donald Trump. Das war früher anders. Barbara Colpi lebt in Washington und bereist das ganze Land. Wie hat sich die Gesellschaft in den letzten Jahren verändert? In den Städten, auf dem Land? Wie wird die aktuelle Politik unter Donald Trump verfolgt und bewertet? Die Schweizer Medien beschäftigen sich intensiv mit der Politik des US-Präsidenten. Ticker vermelden die neusten Ereignisse. In den USA prangen zwar grosse Banner von Donald Trump in Städten wie Washington, die Präsenz in Alltagsgesprächen dagegen ist deutlich geringer. «In der Schweiz ist Donald Trump fast präsenter als in den USA», so Colpi. Wie der Krieg gegen den Iran oder die Eier- und Benzinpreise sich auf die Gesellschaft auswirken, erzählt Barbara Colpi im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

    Stefan Wolter: Wie gut ist das Schweizer Bildungssystem?

    Play Episode Listen Later Mar 23, 2026 27:14


    Der neue Bildungsbericht zeigt: Nicht alle bildungspolitischen Ziele werden erreicht. So sinkt etwa der Anteil aller 25-jährigen mit einem Sekundarstufe II-Abschluss. Woran liegt das? Der Bildungsforscher Stefan Wolter ist zu Gast bei Simone Hulliger. Wolter hat als Direktor der Schweizer Koordinationsstelle für Bildungsforschung den Bericht verfasst. Dieser erscheint alle vier Jahre. Das ermögliche, langfristige Entwicklungen zu sehen. So sei es ein Trend, dass die Schülerinnen und Schüler seit 2015 in den PISA-Studien immer schlechter abschneiden. Ein Negativtrend, der auch im Ausland zu beobachten sei, für den es aber noch keine klare Erklärung gibt. Im «Tagesgespräch» spricht Wolter auch zu den Erkenntnissen über die integrative Schule und die Herausforderungen an die Bildung in Zeiten von KI.

    Samstagsrundschau: Haben Sie die Zeit im Griff, Herr Hayek?

    Play Episode Listen Later Mar 21, 2026 29:48


    Der grösste Uhren-Konzern der Schweiz, die Swatch-Gruppe, hat einen Gewinneinbruch erlitten. Warum gibt sich der Chef trotzdem optimistisch? Was steckt hinter der Kritik an der Nationalbank? Und, wie reagiert er als Industrieller auf die aktuellen Kriege? Kritische Fragen an Swatch-Chef, Nick Hayek. Der Reingewinn der Swatch-Gruppe ist im letzten Jahr um fast 90 Prozent zurück gegangen, nach einem bereits schlechten Jahr 2024. Wie schon vor einem Jahr gibt sich der Chef der Swatch-Gruppe, Nick Hayek trotzdem optimistisch fürs laufende Jahr. Woher schöpft er seine Zuversicht? Alles andere als zufrieden ist Nick Hayek gleichzeitig mit der Schweizerischen Nationalbank. Diese unternehme viel zu wenig gegen den starken Franken, der die Exportindustrie stark belaste, meint er. Macht es sich der Swatch-Chef nicht ein bisschen zu einfach? Wie erklärt er sich, dass andere Industriebetriebe die Situation aktuell eher gelassen nehmen? Trotz sinkenden Margen und schlechter Auslastung der Produktionsstätten, will die Swatch-Gruppe keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen. Wie lange noch? Und, was sagt der Chef zur Kritik von Beobachterinnen und Beobachtern, dass die Swatch-Gruppe ihr Potential nicht ausschöpfe und er sein Unternehmen wie ein Monarch führe? Welche Zukunft hat die Schweizer Uhrenindustrie und wo? Nick Hayek hat in den letzten Monaten nicht gespart mit Kritik am Verhalten der Schweizer Position gegenüber der US-Zollpolitik. Aber wären Gegenzölle auf Gold zum Beispiel tatsächlich zielführend im Verhältnis zu den USA? Wie hat's der scharfe Kritiker eines Rahmenabkommens angesichts der unsichereren Weltlage heute mit der EU? Und, wie blickt er auf den Krieg im Nahen Osten, wo Schweizer Uhren insbesondere in den reichen Golfstaaten bisher zahlreiche Kunden gefunden haben? Nick Hayek, der Chef der Swatch-Gruppe, nimmt Stellung in der Samstagsrundschau bei Klaus Ammann. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

    Nussbaumer: «Willst du Bundesrat werden oder soll ich?»

    Play Episode Listen Later Mar 20, 2026 25:36


    Über 18 Jahre sass Eric Nussbaumer für die Baselbieter SP im Nationalrat. Nun tritt er vorzeitig zurück. Nach seinem letzten Auftritt im Parlament ist er zu Gast bei Simone Hulliger. Energie- und Europapolitik waren die beiden Schwerpunkt-Themen von Eric Nussbaumer. Als «EU-Turbo» wurde er bezeichnet, nicht immer passte sein Kurs der Partei. Nach der Katastrophe von Fukushima profilierte sich Nussbaumer als Energiepolitiker und war einer der prägenden Figuren hinter der Energiestrategie 2050. Nun will der Bundesrat den Bau neuer AKWs wieder zulassen. Bricht sein politisches Vermächtnis zusammen? Nussbaumer spricht über Erfolge und Niederlagen, über die Bedeutung seines Glaubens in der Politik und über ein bedeutendes Telefonat mit Beat Jans.

    Iran-Krieg: Was kann die Ukraine anbieten?

    Play Episode Listen Later Mar 19, 2026 24:07


    Der Iran-Krieg lenkt den Blick auf die Ukraine: Ihre Erfahrung in der Abwehr iranischer Drohnen macht sie weltweit gefragt. Wie lässt sich dieses Know-how nutzen und welche Chancen entstehen daraus für das Land selbst? SRF-Korrespondent David Nauer berichtet aus der Ostukraine aktuell vor Ort. Die Ukraine stemmt sich weiterhin entschlossen gegen die russische Invasion. Gleichzeitig sorgt ein neuer Krieg für internationale Unruhe: Die USA und Israel greifen den Iran an. Trotz der Distanz sind die Konflikte enger verknüpft, als es scheint, sagt SRF-Korrespondent David Nauer. Ausserdem berichtet er direkt von der Front über die aktuelle Lage – und darüber, wie Schulen und Kulturangebote zunehmend in den Untergrund verlagert werden. Er ist zu Gast bei David Karasek.

    Daniela Massaro: Mastercard-Chefin Schweiz

    Play Episode Listen Later Mar 18, 2026 26:31


    Kreditkarten werden in der Schweiz im Gegensatz zu anderen Ländern weniger als Abzahlungskredit benutzt. Die Betrugsfälle nehmen zu, das US-Unternehmen Mastercard beteiligt sich auch bei der Bekämpfung von organisierter Kriminalität, sagt Daniela Massaro, Chefin von Mastercard Schweiz. In den Chefetagen des Finanzsektors sind Frauen immer noch untervertreten. Daniela Massaro setzt auf Frauenförderung und ist überzeugt, dass gemischte Teams am effizientesten und innovativsten arbeiten. In diesem Sinne führt Daniela Massaro Mastercard Schweiz, auch wenn Donald Trump auf US-Unternehmen Druck macht, solche Ziele zu streichen. Die zunehmenden Betrugsfälle machen Massaro Sorgen, sie sind eine grosse Herausforderung für das Unternehmen. Alle 8 Minuten gelingt in der Schweiz allgemein ein Cyberbetrug. Ihre Daten stellt Mastercard zur Verfügung, um international gegen organisierte Kriminalität vorzugehen. Daniela Massaro ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

    Olivier Bangerter: Diplomatie im Krieg

    Play Episode Listen Later Mar 17, 2026 26:04


    Aus Sicherheitsgründen schloss die Schweiz letzte Woche ihre Botschaft in Iran. Nun ist Botschafter Olivier Bangerter zurück in Bern und zu Gast bei Simone Hulliger. Jeden Tag erschütterten 150 bis 200 Explosionen Teheran. Das Leben und Arbeiten wurde für ihn und sein Team immer schwieriger, erzählt Bangerter. Die Schweiz muss als Schutzmacht der USA einen Gesprächskanal zwischen den USA und Iran sicherstellen und ist auch für die konsularischen Dienste der US-Bürgerinnen und Bürger zuständig. Wurden diese Dienste seit Kriegsausbruch genutzt? Was kann Bangerter von der Schweiz aus leisten? Und wie hinterlässt man eine Botschaft im Kriegsgebiet?

    Nicole Platel: Jeder zehnte Jugendliche sucht Trost bei KI

    Play Episode Listen Later Mar 16, 2026 25:50


    Die neue Schweizer Jugendstudie zeigt: Viele Jugendliche sorgen sich um Zukunft und Krisen. Unterstützung suchen sie zunehmend digital – bereits jeder Zehnte wendet sich bei Problemen an eine KI. Was sagt das über den Zustand der jungen Generation? Pro-Juventute-Direktorin Nicole Platel ordnet ein. Schulstress, Mobbing und die Kriege dieser Welt. Es sind Themen, die junge Menschen in der Schweiz beschäftigen. Die repräsentative Jugend-Studie der Pro Juventute, die heute erscheint, hat den Jugendlichen (14-25 Jahre) den Puls genommen und sie zu ihrem psychischen Befinden befragt. Die grosse Mehrheit fühlt sich wohl. Aber viele Junge Menschen, vor allem Mädchen, sind gestresst, müde und erschöpft. Die Pro Juventute Jugendstudie wurde gemeinsam mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich entwickelt. Die Direktorin von Pro Juventute, Nicole Platel ist zu Gast bei David Karasek.

    Samstagsrundschau: Yvonne Bürgin, Präsidentin Mitte-Fraktion

    Play Episode Listen Later Mar 14, 2026 28:53


    Die Stimmbevölkerung hat sich für die Individualbesteuerung ausgesprochen. Doch die Mitte lässt offen, ob sie an ihrer Volksinitiative festhält, die Eheleute weiterhin gemeinsam besteuern will. Fraktionspräsidentin Yvonne Bürgin nimmt Stellung zur Kritik, ihre Partei sei eine schlechte Verliererin. Das Steuer-Duell zwischen der FDP und der Mitte haben am Wochenende die Freisinnigen für sich entschieden. Mit 54% Ja-Stimmen haben die Stimmberechtigten das Bundesgesetz über die Individualbesteuerung angenommen, mit dem ein langjähriges Anliegen der FDP umgesetzt wird. Der Entscheid bringt die Mitte in eine ungemütliche Lage. Ihre Volksinitiative «Ja zu fairen Bundessteuern auch für Ehepaare» verlangt, dass die sogenannte «Heiratsstrafe» beseitigt wird. Eheleute sollen aber weiterhin gemeinsam veranlagt werden, was der Individualbesteuerung widerspricht. In der «Samstagsrundschau» erklärt die Präsidentin der Mitte-Fraktion, die Zürcher Nationalrätin Yvonne Bürgin, weshalb ihre Partei das Volksbegehren nicht sofort zurückzieht und sich damit dem Vorwurf aussetzt, das Ergebnis der Volksabstimmung nicht akzeptieren zu wollen. Zweites Thema in der Sendung ist der Entscheid des Ständerats, den Neubau von Kernkraftwerken in der Schweiz wieder ermöglichen zu wollen. Er ist dank zahlreicher Stimmen der Mitte-Partei zustande gekommen. Torpediert die Partei damit den Ausbau der erneuerbaren Energien, den die damalige Mitte-Bundesrätin Doris Leuthard nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima vor 15 Jahren eingeleitet hat? Mitte-Fraktionspräsidentin Yvonne Bürgin stellt sich den Fragen von Philipp Burkhardt. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

    Christof Rühl: USA erlauben Kauf von russischem Öl

    Play Episode Listen Later Mar 13, 2026 25:36


    Die US-Regierung reagiert auf den wegen des Iran-Kriegs stark gestiegenen Ölpreis: Länder dürfen vorübergehend russisches Öl kaufen, das bereits auf Tankern unterwegs ist. Was sind die Folgen? Einschätzungen von Energieexperte Christof Rühl von der Columbia University in New York. Der Angriff der USA und Israels auf den Iran sorgt für Turbulenzen auf den Energiemärkten. Öl- und Gaspreise steigen stark, seit Kriegsbeginn hat sich Rohöl deutlich verteuert. Wie geht es weiter? Wie gross ist das Risiko für die Weltwirtschaft – und was bedeutet das für den Benzinpreis in der Schweiz? Christof Rühl ist deutscher Ökonom, Energie-Experte an der Columbia University in New York, und er war bis 2014 Chefökonom des Ölkonzerns BP. Rühl ist zu Gast bei David Karasek.

    Thomas Ihde: Was die Brandkatastrophen mit uns machen

    Play Episode Listen Later Mar 12, 2026 26:07


    Rund zwei Monate nach Crans-Montana erschüttert der Postauto-Brand von Kerzers die Schweiz. Der Psychiatrie-Chefarzt Thomas Ihde erklärt, warum uns solche Taten so tief treffen und was wir dagegen tun können. Am Dienstagabend brannte in Kerzers im Kanton Freiburg ein Postauto. Sechs Personen sind dabei gestorben. Der Brand wurde absichtlich ausgelöst. Der Täter war laut der Polizei «psychisch instabil» und von seiner Familie als vermisst gemeldet. Was löst dieses Unglück in der Bevölkerung aus, nur zwei Monate nach der Brandtragödie von Crans-Montana? Thomas Ihde, Chefarzt der Psychiatrie an den Spitälern Frutigen, Meiringen, Interlaken ist zu Gast bei David Karasek.

    Patrick Wülser: «Ich hatte ein Königreich in der Hosentasche»

    Play Episode Listen Later Mar 11, 2026 25:43


    6 Jahre lang war Patrik Wülser SRF-Korrespondent in Grossbritannien. In dieser Zeit hat er mehrere Premiers kommen und gehen sehen, hat den Tod der Queen oder den Brexit journalistisch begleitet. Nun zieht er weiter und schaut vorher im Tagesgespräch nochmals zurück. Als Patrik Wülser vor 6 Jahren in London angekommen ist, war das Land bewegt von der Pandemie und dem Brexit. Seither ist viel passiert. Wülser war es stets wichtig, die grossen Themen im Kleinen zu erzählen. Nahe bei den Menschen, vor Ort. Im Tagesgespräch erzählt er, wie sich das Land verändert hat, warum es gewohnt ist, mit Erschütterungen umzugehen und warum die Königsfamilie mehr ist als Stoff für die Klatschpresse. Als Korrespondent sei man immer Abruf, sagt Wülser. Es habe sich angefühlt, als hätte er das Königreich stets in der Hosentasche mit dabei. Patrick Wülser ist Gast bei Simone Hulliger.

    Zsolt Balkanyi-Guery: Antisemitismus in der Schweiz

    Play Episode Listen Later Mar 10, 2026 26:38


    Antisemitismus in der Schweiz bleibt auch 2025 auf hohem Niveau. In der realen Welt haben die Fälle leicht abgenommen, online hingegen stark zugenommen. Warum ist das so? Zsolt Balkanyi, Präsident der Stiftung gegen Antisemitismus und Rassismus ist zu Gast bei Simone Hulliger. Antisemitismus ist in der Schweiz nach dem Anschlag der Hamas auf Israel und dem Krieg in Gaza stark angestiegen. Auch im 2025 sind die Fälle auf hohem Niveau, haben aber in der realen Welt leicht abgenommen. Im Internet hingegen sind sie angestiegen. Wie passt das zusammen? Was sind Auslöser von antisemitischen Vorfällen und wo ist die Grenzen zwischen Israelkritik und Antisemitismus? Zsolt Balkanyi-Guery, Präsident der Stiftung gegen Antisemitismus und Rassismus, ist zu Gast im Tagesgespräch. Seine Stiftung hat mit dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund den Antisemitismus-Bericht verfasst.

    Cloé Jans: Wie das Weltgeschehen die Schweizer Abstimmungen prägt

    Play Episode Listen Later Mar 9, 2026 25:02


    Gerade in den aktuellen Krisenzeiten seien die Ergebnisse der Abstimmungen vom Sonntag ein klares Vertrauensvotum und ein Bekenntnis zum politischen System in der Schweiz und unseren Institutionen. Das sagt Politologin Cloé Jans von GfS Bern. Erfolg für Bundesrat und Parlament: Die Individualbesteuerung erhält überraschend viel Zustimmung. Die SRG- und die Klimafonds-Initiative werden deutlich verworfen. Auch die Bargeld-Initiative fällt durch, während der Gegenvorschlag angenommen wird. Politikwissenschaftlerin Cloé Jans analysiert die Resultate des Abstimmungssonntags. Sie ist Mitglied der Geschäftsleitung beim Forschungsbüro GFS Bern und zu Gast bei David Karasek.

    Samstagsrundschau: Wohin fliegt die Swiss, Herr Fehlinger?

    Play Episode Listen Later Mar 7, 2026 29:34


    Die aktuellen Kriege verursachen grosse Verwerfungen im Flugverkehr. Was heisst das für die Swiss nach einem mässigen 2025? Hat sie die Anziehungskraft der USA überschätzt? Wie will sie das Personal wieder gewinnen? Und, was sind ihre Klima-Ziele wert? Kritische Fragen an Swiss-Chef, Jens Fehlinger. Den Flugbetrieb ans wichtige Drehkreuz Dubai und ins israelische Tel Aviv muss die Schweizer Fluggesellschaft vorläufig aussetzen. Der neue Krieg im Nahen Osten erschwert aber auch den Flugverkehr nach Asien, weil nur noch schmale Korridore in der Luft zur Verfügung stehen. Bisher hat die Swiss erst einen Flug durchgeführt, um feststeckende Schweizer Passagiere zurückzuholen. Warum nicht mehr? Wie wird sich die aktuelle Situation in den Zahlen niederschlagen? Der Blick auf die Geschäftszahlen zeigt, dass der Gewinn im letzten Jahr um gut ein Viertel eingebrochen ist und das obschon die Zahl der Flüge und der Passagiere gestiegen ist und die Treibstoffpreise deutlich gesunken sind. Wie will die Schweiz ihre Resultate verbessern angesichts der eher noch weniger stabilen Weltlage und der wieder steigenden Treibstoffpreise? Ein Grund für das finanzielle Schwächeln im letzten Jahr, waren Probleme bei der Rekrutierung von Personal. Hat die Swiss bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu viel gespart? Mit welchen Argumenten will die Führung das Personal wieder gewinnen, jetzt wo neue Verhandlungen über den Gesamtarbeitsvertrag anstehen? Und, die Swiss gibt sich nicht nur das Image einer qualitativ hochstehenden Fluggesellschaft, sondern auch das einer nachhaltigen. Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen um 50 Prozent reduziert werden im Vergleich zu 2019, bis 2050 will die Swiss – wie die Schweiz als Land – bei Netto-Null sein. Die Hoffnungen liegen auf nachhaltigen Treibstoffen SAF. Doch noch sind die verfügbaren Mengen verschwindend klein und die SAF sehr teuer. Wie realistisch sind die Klima-Ziele der Swiss angesichts der Tatsache, dass nicht nur in der Schweiz immer mehr geflogen wird? Jens Fehlinger, der Chef der Fluggesellschaft Swiss, nimmt Stellung in der Samstagsrundschau bei Klaus Ammann. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

    Bruno Kaufmann: «Der Krieg in Iran beunruhigt Grönland»

    Play Episode Listen Later Mar 6, 2026 24:52


    Nach der Militärintervention in Venezuela hat die USA Iran angegriffen. Auch bei Grönland droht der US-Präsident Donald Trump, es notfalls militärisch zu übernehmen. SRF-Nordeuropakorrespondent Bruno Kaufmann ist in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. Auf der Insel wächst die Besorgnis. Seit Jahren beschreitet Grönland den Weg Richtung Unabhängigkeit. Der zunehmend aggressiv geäusserte Wunsch der USA, Grönland zu übernehmen, hat die Bande der Insel mit Dänemark wieder verstärkt. Wie sind die Beziehungen zwischen Grönland und den USA und Grönland und Dänemark gewachsen? Wie haben sie sich entwickelt? Wie denken Grönländerinnen und Grönländer über die US-Übernahmegelüste? Wie kommen Ankündigungen an, beispielsweise ein Spitalschiff werde zur Unterstützung geschickt? Bruno Kaufmann reist immer wieder nach Grönland. Was er nun angetroffen hat, wie sich das Land verändert und wie es seine Zukunft sieht, erzählt er Tagesgespräch bei Karoline Arn.

    Saghi Gholipour: Immer weniger Hoffnung im Iran

    Play Episode Listen Later Mar 5, 2026 23:38


    Die Mitgründerin von «Free Iran Switzerland» verurteilt den Krieg. Gleichzeitig versteht sie jene, die darin die letzte Chance sehen, das Mullah-Regime zu stürzen. Ihre Verwandten im Iran, sagt sie, hätten immer weniger Hoffnung. Saghi Gholipour hat Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Iran studiert. Ihre Familie ist in den 80er Jahren vor dem iranischen Regime geflohen. Seit ihrem zweiten Lebensjahr lebt sie in der Schweiz. Heute ist sie Mitgründerin des Vereins «Free Iran Switzerland» und setzt sich dafür ein, dass die Stimme des iranischen Protests auch in der Schweiz gehört wird. Saghi Gholipour ist Gästin im Tagesgespräch bei David Karasek.

    Stefan Paul: «Dubai hat noch 10 Tage frische Lebensmittel»

    Play Episode Listen Later Mar 4, 2026 25:23


    Der Krieg im Nahen Osten hat auch Auswirkungen auf die Warenströme. Die Golfregion ist eine wichtige Drehscheibe für den Handel. Was heisst das für einen der weltweit grössten Logistik-Dienstleister? Stefan Paul, der Chef von «Kühne + Nagel» ist zu Gast bei Simone Hulliger. Viele Flugzeuge stehen aktuell in der Golfregion still. Damit fehlten 18% der weltweiten Frachtkapazität für den Luftverkehr, erklärt Paul. «Kühne + Nagel» versuche nun, Flieger aus anderen Regionen zu chartern. Die Schifffracht sei weniger betroffen, Paul rechnet nicht damit, dass in Europa Produkte in den Läden fehlen werden. Anders sieht es in der Golfregion aus: Die fast stillgelegten Häfen und Flughäfen erschwerten die Zulieferung von Waren stark. Wie geht der Logistiker mit der Unsicherheit um? Stefan Paul ist seit 2022 CEO des Schweizer Speditionskonzerns «Kühne + Nagel».

    Guido Fluri: «Wir müssen jetzt handeln, um Kinder zu schützen»

    Play Episode Listen Later Mar 3, 2026 26:09


    Vor über 10 Jahren lancierte der Unternehmer Guido Fluri die Wiedergutmachungsinitiative. Nun folgt eine zweite: Mit der «Internetinitiative» fordert er eine strengere Regulierung von Tech-Plattformen, Suchmaschinen und KI-Portalen. Was treibt ihn an? Und wo will er konkret ansetzen? Was auf Tech-Plattformen gezeigt werde, gefährde die Grundrechte und die Demokratie in der Schweiz. Besonders betroffen seien Kinder und Jugendliche. Fluri will Big-Tech-Unternehmen im Bereich Gewalt, Cyberkriminalität und ausländische Desinformationskampagnen stärker zur Verantwortung ziehen. Nationalrätinnen und Nationalräte aller grosser Parteien sowie Organisationen aus der Zivilgesellschaft stützen die Vorlage. Wie soll diese Regulation konkret funktionieren? Wie schmal ist der Grat zur Zensur? Und warum sollen ausländische Konzerne vor einer Schweizer Initiative kuschen? Guido Fluri gründete 2010 die «Guido Fluri Stiftung», welche den Kinderschutz als Stiftungszweck aufweist.

    Jacqueline Fehr: über das Ende ihrer politischen Karriere

    Play Episode Listen Later Mar 2, 2026 28:43


    Nach vier Jahrzehnten Politik zieht die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr einen Schlussstrich. Im Tagesgespräch spricht sie so offen wie selten: Über Macht, Verantwortung und die Erfahrung politischer Niederlagen. Was hat sie geprägt? Und warum geht sie jetzt? Jacqueline Fehr zieht einen Schlussstrich: Die langjährige Regierungsrätin und ehemalige Nationalrätin verzichtet auf eine erneute Kandidatur bei den Wahlen im April 2027 und schlägt einen neuen beruflichen Weg ein. Im Tagesgespräch blickt Fehr auf ihre politische Laufbahn zurück. Sie spricht offen über Macht und Verantwortung, über prägende Entscheidungen und persönliche Zweifel, aber auch über Fehler, Rückschläge und grosse Niederlagen, wie die Nichtwahl in den Bundesrat. Was bleibt nach einem Leben in der Politik? Was hat sich verändert – im Land, im politischen Betrieb und bei ihr selbst? Und was braucht es heute, um politische Verantwortung zu übernehmen? Jacqueline Fehr ist zu Gast bei David Karasek.

    Monika Schmutz Kirgöz: «Die Ereignisse überstürzen sich»

    Play Episode Listen Later Mar 1, 2026 19:35


    Die Schweizer Botschaften in Iran, Israel und einigen Golfstaaten sind weiter in Betrieb - unter erschwerten Bedingungen. Die Ereignisse überschlagen sich, erzählt Monika Schmutz Kirgöz, die Nahost-Chefin im EDA. Wo ist noch Raum für Diplomatie? Monika Schmutz Kirgöz ist zu Gast bei Simone Hulliger. Die Kommunikation sei eingeschränkt, es sei für das Team in Teheran aktuell schwierig, das iranische Aussendepartement zu erreichen, sagt Schmutz Kirgöz. Doch es sei wichtig, als Schutzmacht der USA weiter vor Ort zu sein und den Kanal zwischen den USA und Iran offenzuhalten. Auch in Israel bleibt der Botschafter vor Ort. Gestern mussten er und sein Team immer wieder Schutzräume aufsuchen. Welche Signale hat die Schweiz aus den Vertretungen in den Golfstaaten? Ist das Scheitern der Verhandlungen unter der Führung des Oman auch eine Niederlage für die Diplomatie? Und welche Rolle kann die Schweiz nun spielen? Monika Schmutz Kirgöz leitet die Abteilung Mittlerer Osten und Nordafrika im Aussendepartement EDA.

    Gudrun Harrer: «Ich verstehe die Logik dahinter nicht»

    Play Episode Listen Later Feb 28, 2026 28:32


    Die USA haben ihre Drohung wahr gemacht und zusammen mit Israel den Iran angegriffen. Der Iran wiederum reagierte mit Raketen auf Ziele in Israel und US-Militärbasen in der Region. Wie das alles einzuordnen ist, erklärt Nahost-Expertin Gudrun Harrer im Gespräch mit Karoline Arn. Der Angriff hatte sich seit Tagen abgezeichnet: Die USA haben Flugzeugträger in der Region stationiert und Botschaftspersonal abgezogen. Trotz Ankündigung, dass die Gespräche mit dem Iran weitergehen sollen, folgte der Schlag dann am Samstag. Welche Ziele verfolgen die USA und Israel? Was bedeuten diese Angriffe für die Region? Und sind Hoffnungen der Opposition auf einen Regimewechsel gerechtfertigt? Antworten darauf gibt Nahostexpertin Gudrun Harrer im Tagesgespräch Spezial mit Karoline Arn. Gudrun Harrer leitete das Auslandressort der österreichischen Tageszeitung Standard und unterrichtet an der Universität Wien.

    Samstagsrundschau: Wozu das USA-Reisli, Damian Müller?

    Play Episode Listen Later Feb 28, 2026 29:32


    Als Leiter einer Parlamentariergruppe lobbyierte Ständerat Damian Müller in den USA für die Schweiz. Als Sozialpolitiker und FDP-Wahlkampfchef kämpft er gegen höhere Steuern und will ein höheres Rentenalter. Ist das das richtige Rezept vor den Wahlen 2027? Die vier Parlamentsmitglieder trafen US-Abgeordnete, Mitarbeiter des Handelsbeauftragten von US-Präsident Trump und besuchten Firmen: Doch wieviel kann eine parteiübergreifende Parlamentsgruppe im Zollstreit überhaupt bewirken, da ja einzig US-Präsident Trump entscheidet – ist eine solche Reise das Geld wert, das sie kostet? Delegationsleiter Damian Müller, Luzerner FDP-Ständerat, nimmt Stellung. In der Sozialpolitik will die FDP möglichst keine höheren Steuern oder Lohnabzüge – die 13. AHV-Rente will sie erst mit einer grossen AHV-Reform finanzieren. Rentenalter 66 findet Damian Müller zumutbar – und propagiert ein höheres Rentenalter persönlich auch als Mittel, um den hohen Armeekosten zu begegnen. Sind mehr Sparen und ein höheres Rentenalter wirklich erfolgsversprechend für eine Partei, die nächstes Jahr bei den nationalen Wahlen indirekt auch um ihren zweiten Bundesratssitz kämpft? Was entgegnet Müller den älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die mit zunehmendem Alter mehr Mühe haben, überhaupt eine Stelle zu finden? Der Luzerner Ständerat stellt sich in der Samstagsrundschau den kritischen Fragen von Nathalie Christen. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

    Serge Bavaud: «Spione fühlen sich wohl in der Schweiz»

    Play Episode Listen Later Feb 27, 2026 25:53


    Seit gut 100 Tagen ist Serge Bavaud Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes. Er übernahm in einer schwierigen Zeit: Die Bedrohungslage hat sich verschlechtert, gleichzeitig hat eine Reorganisation den NDB geschwächt. Wo steht der Geheimdienst heute? Serge Bavaud ist zu Gast bei Simone Hulliger. Die Umstrukturierung war zu viel für den Nachrichtendienst, räumt Bavaud ein, das Personal war ermüdet. Auch die Zusammenarbeit mit den Kantonen habe nicht mehr so funktioniert, wie sie sollte. Er ist aber überzeugt, dass er seit seinem Amtsantritt erste Verbesserungen initiieren konnte. Das sei wichtig, denn der NDB sei gefordert. Die Bedrohungslage habe sich verschlechtert. Die Schweiz befinde ich in einem hybriden Krieg. Ausserdem sei die Gefahr von Terrorismus und gewaltbereitem politischem Extremismus gross. Um all den Anforderungen gerecht zu werden, fordert Bavaud mehr Mittel. Serge Bavaud war vorher Leiter des Zentrums für Krisenmanagement im Departement des Äussern (EDA). Seit November 2025 leitet er den Nachrichtendienst des Bundes.

    Peter Wurz: «Die Anfrage der Nasa ist eine grosse Auszeichnung»

    Play Episode Listen Later Feb 26, 2026 26:30


    Seit 20 Jahren entwickelt die Universität Bern einen Massenspektrometer, der mit der Artemis-Mission mit den Astronauten zum Mond fliegen soll. Für den Leiter des Physikalischen Instituts ist dies vor allen ein Test. Sein Instrument soll einmal Leben auf dem Mars entdecken. Eigentlich hätte Artemis II Anfang März starten sollen, um mit 4 Astronauten einen Probeflug um den Mond zu machen. Nun wurde der Start auf April verschoben. «Wenn Menschen dabei sind, darf kein Risiko eingegangen werden», begründet der Schweizer Astrophysiker Peter Wurz diesen Schritt. Er steht in engem Austausch mit der Nasa. Bereits bei der Apollo-Mission schrieb ein Instrument der Universität Bern Geschichte: Das Sonnenwindsegel. Es sammelte den Sonnenwind ein, der nur ausserhalb der Atmosphäre weht. Noch vor der US-Flagge pflanzten die Astronauten das Segel in den Mond. Die enge Zusammenarbeit mit der Nasa ist nie abgebrochen. Die Universität Bern wurde angefragt, für die Artemis-Mission einen Massenspektrometer zu entwickeln, der portabel mit Laser die Zusammensetzung des Mondes erkunden kann. Das Ziel ist es, mit diesem Gerät einst nach Leben auf dem Mars zu suchen. Welchen Anforderungen muss ein Instrument im Weltall genügen? Welche Interessen stehen hinter der neuen Mondmission? Wird die Nasa den neuen Wettlauf zum Mond gewinnen? Warum beteiligen sich auch Bergbaufirmen mit Milliardenbeträgen an der Mission? Peter Wurz, Direktor des Physikalischen Instituts der Universität Bern ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

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