Tagesgespräch

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Das Tagesgespräch beobachtet die Welt aus einem wirtschaftspolitischen, kulturpolitischen oder gesellschaftspolitischen Blickwinkel. Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages diskutiert und vertieft.

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)


    • Jan 24, 2026 LATEST EPISODE
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    Samstagsrundschau: Calmy-Rey zum Umgang der Schweiz mit Trump

    Play Episode Listen Later Jan 24, 2026 29:18


    Am WEF in Davos hat US-Präsident Trump seinen Machtpoker um Grönland fortgesetzt - und über die Schweiz gelästert. Der Bundesrat blieb bei all dem ziemlich leise. Zu leise, findet die frühere Aussenministerin Micheline Calmy-Rey. Doch wäre ein lauter Protest tatsächlich im Interesse des Landes? Micheline Calmy-Rey hält sich für gewöhnlich nicht zurück mit Kritik. Auch jetzt nicht. "In dieser turbulenten Situation hätte ich erwartet, dass sich der Bundesrat äussert und den Respekt des Völkerrechts fordert", sagt die frühere SP-Bundesrätin und Aussenministerin. Auch sie weiss: Ein entschiedeneres Auftreten wäre riskant gewesen in der Ära Trump, in der jedes Wort negative Folgen haben kann. Denn noch ist der Zolldeal zwischen Washington und Bern nicht unter Dach und Fach. Ein Dilemma also: Einstehen fürs Völkerrecht, für Werte - oder zurückstehen im Sinne der wirtschaftlichen Landesinteressen? Klar ist Calmy-Rey beim sogenannten Friedensrat, zu dem Trump die Schweiz eingeladen hat: Auf keinen Fall dürfe die Schweiz diese Einladung annehmen, sagt sie. Es drohe eine Schwächung der UNO, des internationalen Genfs und der Schweiz. Die neue Weltordnung, die offen zur Schau getragene Abkehr der USA vom Völkerrecht und von Europa, scheint den Bundesrat zurzeit etwas sprachlos zu machen. Wo ist der Platz der Schweiz? Wie viel bringt eine engere Anbindung an Europa, wenn dies die Souveränität schmälert? Kritische Fragen an Micheline Calmy-Rey. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

    Jens Spahn: Freundlich zu Trump, unerbittlich zur AfD

    Play Episode Listen Later Jan 23, 2026 26:30


    Am WEF in Davos spricht Jens Spahn, Fraktionschef der CDU/CSU im Bundestag, über den Umgang mit Donald Trump, den Aufstieg der AfD und darüber, wie die Zusammenarbeit mit Kanzler Merz funktioniert. Jens Spahn ist einer der mächtigsten Politiker Deutschlands. Er war Gesundheitsminister unter Angela Merkel und ist nun Fraktionschef der CDU/CSU im Bundestag. Spahn sieht die Forderungen und Drohungen Trumps bezüglich Grönland als inakzeptabel an, betont aber die Wichtigkeit guter Beziehungen zu den USA für Europas Sicherheit und Wirtschaft. Weitere Themen im Gespräch: Der Vormarsch der AfD, die politische Brandmauer und die Zusammenarbeit mit Kanzler Merz. Er räumt ein, dass es bei der Mehrheitsbeschaffung in der Fraktion Schwierigkeiten gab. Jens Spahn ist zu Gast bei David Karasek.

    Charles Liebherr: Die EU in der Ära der Grossmächte

    Play Episode Listen Later Jan 22, 2026 26:30


    Der Streit um Grönland belastet die Beziehungen zwischen der EU und den USA. Nun gibt es Bewegung: Donald Trump verzichtet vorerst auf neue Zölle gegen europäische Länder und schliesst eine militärische Aktion aus. Wie geht es jetzt weiter? Antworten von EU-Korrespondent Charles Liebherr. Nato Generalsekretär Mark Rutte hat sich mit Donald Trump auf eine Grundlage für ein Grönland-Abkommen geeinigt. Wie könnte ein solches Abkommen aussehen? Wie geschlossen steht die EU bei der Ausgestaltung der transatlantischen Beziehungen da? Und wie hat die Machtpolitik der Grossmächte Europa verändert? Charles Liebherr ist seit 2019 EU-Korrespondent von Radio SRF in Brüssel. Im Tagesgespräch ist er zu Gast bei Simone Hulliger.

    Helen Toner: «Wir haben Sam Altman nicht vertraut»

    Play Episode Listen Later Jan 21, 2026 26:28


    Helen Toner war im Verwaltungsrat von Open AI, als Chat GPT veröffentlicht wurde. Kurze Zeit später stimmte sie für die Entlassung von CEO Sam Altman. Im Tagesgespräch erzählt sie von dieser Zeit und erklärt, wo sie die grössten Risiken in der Entwicklung von KI ortet. Sie konnte den Aussagen von Altman damals nicht vertrauen, darum habe sie ihre Kontrollfunktion als Verwaltungsrätin nicht erfüllen können, erinnert sich Toner. Das war der Grund, warum das Gremium Altman absetzte. Nur wenige Tage später war er wieder zurück und Toner verliess den Verwaltungsrat. Heute befasst sie sich mit Sicherheitsrisiken von KI im «Think Tank Center for Security and Emerging Technology» an der Georgetown Universität in Washington. Im Tagesgespräch erzählt sie, dass auch die berühmtesten KI-Forscher nicht wirklich verstehen, was sie tun, erklärt, warum es unbedingt mehr Regulation braucht und welchen Beruf ein junger Mensch heute wählen könnte. Helen Toner ist Gästin bei Simone Hulliger.

    Ruth Metzler: Olympische Spiele – gegen den Volkswillen?

    Play Episode Listen Later Jan 20, 2026 26:25


    Die Olympischen Winterspiele 2038 sollen in der Schweiz stattfinden. Aber: Die Schweiz will nicht. 2013, 2017 und 2018 sagten die Stimmberechtigten Nein zu Olympischen Winterspielen in ihren Kantonen. Wie will Swiss Olympic Präsidentin Ruth Metzler die Bevölkerung überzeugen? Olympische Winterspiele in der Schweiz – in rund zwölf Jahren könnten sie Realität werden. Der Verein «Switzerland 2038» hat dazu erste konkrete Pläne vorgelegt. Vorgesehen sind dezentrale Spiele in allen Landesteilen und Sprachregionen – ein Novum in der Geschichte der Olympischen Winterspiele. Ob die Schweiz den Zuschlag erhält, hängt vom politischen Willen und den Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees ab. Darüber spricht die ehemalige Bundesrätin und Justizministerin Ruth Metzler, seit einem Jahr Präsidentin von Swiss Olympic, bei David Karasek.

    Jens Korte: Börse im Krisenmodus?

    Play Episode Listen Later Jan 19, 2026 25:40


    Erneut droht Donald Trump europäischen Ländern mit Zöllen. Wie wirkt sich das auf die Finanzmärkte aus? Diese sind mit Euphorie ins neue Jahr gestartet. Droht nun eine Kurskorrektur? Der Börsenkorrespondent Jens Korte ist zu Gast im Tagesgespräch mit Simone Hulliger. Die Finanzmärkte wirken zurzeit wie aus Teflon. Trotz militärischer Konflikte oder steigenden Staatsschulden verzeichnen sie Höchststände, ein Allzeithoch jagte anfangs Jahr das nächste. Woher kommt diese Zuversicht? Spiegeln die Börsen überhaupt noch das Befinden der realen Wirtschaft wider? Und was könnte die Party auf den Finanzmärkten beenden? Jens Korte berichtet seit 1999 von der Wallstreet in New York, auch für Radio und Fernsehen SRF.

    Samstagsrundschau: André Hoffmann zu Trump am WEF

    Play Episode Listen Later Jan 17, 2026 29:06


    Das 56. WEF steht ganz im Zeichen des Besuchs von US-Präsident Donald Trump. Dabei steht Trump für das Gegenteil des «Geistes von Davos», also globale Zusammenarbeit. Lässt sich das WEF kapern? Übertüncht der Besuch die internen Probleme? Kritische Fragen an den WEF-Co-Präsidenten, André Hoffmann. André Hoffmann gehört zur Familie der Roche-Erben, ist Vize-Präsident des Pharmakonzerns und seit dem letzten August präsidiert er zusammen mit Blackrock-Chef, Larry Fink, den WEF-Stiftungsrat. Und, André Hoffmann, der sich selbst als Umweltaktivist bezeichnet und sich für Nachhaltigkeit engagiert, zeigte sich bei der Wahl Donald Trumps vor einem Jahr schockiert, dass eine Mehrheit in den USA einen «alten, korrupten Mann» gewählt habe. Nun ist just dieser Mann Star-Gast am WEF in Davos. Warum also die Einladung? Was unternimmt das WEF gegen die immer grösser werdende Präsenz der USA in Davos? Und setzt sich der Schweizer WEF-Co-Präsident für Schweizer Interessen ein? Der Besuch des US-Präsidenten macht vergessen, dass das WEF im vergangenen Jahr kräftig durchgeschüttelt wurde. Whistleblower hatten dem Gründer und langjährigen Mister WEF, Klaus Schwab, vorgeworfen, er habe u.a. bei den Spesen getrickst und Studien des WEF zu beeinflussen versucht. Zwar hat eine externe Untersuchung die Vorwürfe entkräftet, der Nachfolger von Schwab, ex-Nestlé-Chef, Peter Brabeck nahm trotzdem Knall auf Fall den Hut. Sind die Wogen intern wirklich geglättet? Was macht das neue Co-Präsidium anders? Und hat das WEF überhaupt eine Zukunft? André Hoffmann, Co-Präsident des WEF-Stiftungsrats, Roche-Erbe und Vize-Präsident und Autor eines Buches zu nachhaltigem Wirtschaften nimmt Stellung in der Samstagsrundschau bei Klaus Ammann. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

    Tagesgespräch

    Play Episode Listen Later Jan 16, 2026 26:21


    Michael Beer: «Pflanzenschutzmitteln bergen immer Risiken»

    Play Episode Listen Later Jan 15, 2026 24:32


    Michael Beer ist Vizedirektor des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV und zuständig für Pflanzenschutzmittel. Seit gut einem Monat gilt das «vereinfachte» Zulassungsverfahren. Hilft es, die Gesuche schneller zu bearbeiten? Welche Risiken bleiben bei der Zulassung? Seit 2021 ist das BLV zuständig für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, nicht mehr das Bundesamt für Landwirtschaft. Die Zulassungen stehen von verschiedenen Seiten unter Druck: Landwirtschaftskreise möchten neue Pflanzenschutzmittel, um Lebensmittel zu produzieren, auch, da verschiedene aus dem Verkauf zurückgezogen wurden. Umweltverbände sorgen sich um die Verunreinigungen von Wasser oder Böden. Auch Gesundheitsrisiken für den Menschen müssen berücksichtigt werden. Über 500 Gesuche warten auf eine Prüfung, seit letztem Dezember gilt ein sogenanntes vereinfachtes Zulassungsverfahren. Was hat sich damit verändert? Werden nun Gesuche schneller bewilligt? Wie nimmt das BLV die Kritik am Zulassungsverfahren auf? Was würden die neuen Verträge mit der EU verändern? Der Lebensmittelingenieur und Vizedirektor des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen ist zuständig für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln. Für ihn gibt es keine risikofreie Anwendung von Pflanzenschutzmittel. Man könne nicht ausschliessen, dass auch bei heute zugelassenen Pflanzenschutzmitteln künftig Risiken für Natur und Mensch auftreten könnten. Michael Beer ist zu Gast im Tagesgespräch von Karoline Arn.

    Jacob Heilbrunn: «Trump will Diktator werden»

    Play Episode Listen Later Jan 14, 2026 25:28


    Ein Jahr Trump: Wir analysieren das erste Jahr der zweiten Amtszeit mit Jacob Heilbrunn, amerikanischer Publizist und Chefredakteur der konservativen Zeitung The National Interest. Heilbrunn befürchtet, dass Trump die Zwischenwahlen 2026 absagen könnte, um an der Macht zu bleiben. Vor knapp einem Jahr wurde Donald Trump zum zweiten Mal als Präsident vereidigt. Ein Jahr nach Trumps Rückkehr ins Weisse Haus steht die politische Ordnung der USA unter Druck – innenpolitisch wie aussenpolitisch. Darüber sprechen wir heute. Jacob Heilbrunn, amerikanischer Publizist und Chefredakteur der konservativen Zeitung The National Interest, äussert Bedenken über die Entwicklungen unter Präsident Trump. Heilbrunn befürchtet, dass Trump die Zwischenwahlen 2026 absagen oder manipulieren könnte, um an der Macht zu bleiben. Trump konzentriere sich zunehmend auf die Aussenpolitik, um von innenpolitischen Problemen abzulenken, wie z.B. bei den Interventionen in Venezuela und dem Iran. Jacob Heilbrunn ist amerikanischer Publizist und Buchautor. Er ist Chefredaktor der konservativen amerikanischen Zeitung «The National Interest» und schreibt Kolumnen unter anderem für die «New York Times», «Wall Street Journal», «Frankfurter Allgemeine Zeitung» und «Der Tagesspiegel». Er ist Historiker der politischen Rechten in den USA und zu Gast bei David Karasek.

    Hans Gersbach: «Die UBS-Regulierung wagen, Auswirkungen prüfen»

    Play Episode Listen Later Jan 13, 2026 25:29


    «Midterm-Review» nennt das KOF Institut der ETH ihren Vorschlag, um die UBS zu regulieren, ohne dem Wirtschaftsstandort Schweiz zu schaden. Das Eigenkapital soll schrittweise erhöht werden, die Auswirkungen 2031 kritisch überprüft. Das schlägt Co-Direktor Hans Gersbach vor. Die UBS moniert, die vom Bundesrat vorgeschlagenen Eigenkapitalanforderungen seien volkswirtschaftlich zu wenig durchdacht. Die Folgen für die Schweizer Wirtschaft, auch für die Grossbank und den Werkplatz Schweiz seien zu gravierend. Die UBS erhält breiten Support von Wirtschaftsverbänden und den bürgerlichen Parteien. Das KOF Institut der ETH ist nach ihrer Einschätzung nicht überzeugt vom politischen "Kompromiss", welcher nun in die parlamentarische Diskussion einfliessen soll: Statt ausschliesslich hartem Eigenkapital sollen auch AT1-Kapitalinstrumente (sogenannte bedingte Wandelanleihen) zur Unterlegung ausländischer Tochtergesellschaften angerechnet werden, die bei einer Verschlechterung der Kapitalquote oder im Krisenfall verlusttragend sind und abgeschrieben werden können. Das KOF Institut nimmt aber die volkswirtschaftlichen Bedenken ernst und schlägt nun einen neuen Weg vor: den «Midterm-Review»: Bis 2031 soll schrittweise in Richtung der neuen Eigenkapitalvorschriften wie vom Bundesrat vorgeschlagen gegangen werden. Falls sich die Befürchtungen beginnen zu bewahrheiten, müssten neue Wege gesucht werden. Warum taugen AT1 Instrumente weniger gut als hartes Eigenkapital? Ist eine Abkehr von den Eigenmittelanforderungen nicht zu spät, wenn sich negative Auswirkungen zeigen sollten? Was wären die Alternativen in einem solchen Fall? Hans Gersbach, Co-Direktor der KOF, ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

    Robert Habeck: «Wir leben in einer Welt der Raubtiere»

    Play Episode Listen Later Jan 12, 2026 26:04


    Der frühere deutsche Vizekanzler der Grünen ist heute Senior Analyst am Dänischen Institut für internationale Studien. In dieser Funktion beschäftigt er sich mit Grönland, welches zu Dänemark gehört. Im Tagesgespräch erzählt er, wie Europa mit dem Druck aus den USA umgehen soll. Wir lebten in einer Welt der Raubtiere, sagt Habeck. Es sei daher wichtig, dass Europa geeint dastehe. Die Ansprüche Trumps auf Grönland müsse man ernst nehmen, man könne sie nicht als Spinnerei abtun. Er erklärt, welche Strategie er Europa nun empfiehlt und ob er in dieser Weltlage froh sei, dass er nicht Kanzler geworden ist.

    Samstagsrundschau: Ist die Schweiz auf Katastrophen vorbereitet?

    Play Episode Listen Later Jan 10, 2026 28:19


    Die hohe Zahl der Schwerverletzten bei der Brandkatastrophe in Crans-Montana hat nur dank ausländischer Unterstützung bewältigt werden können. Der Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren Lukas Engelberger sagt, ob es hier Verbesserungen braucht. Bei der verheerenden Brandkatastrophe in einer Bar in der Walliser Gemeinde Crans-Montana sind in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben gekommen, 116 grösstenteils schwer verletzt worden. Weil die Kapazitäten in Schweizer Spitälern nicht ausgereicht haben, sind 46 Überlebende des Unglücks ins Ausland verlegt worden. In der Schweiz seien «Kultur und die Kompetenz im Krisenmanagement eher gering ausgeprägt», hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz im letzten August in einem Bericht festgestellt: «Es fehlt an Willen und Ressourcen, in diesen Bereich zu investieren.» Der Vorsteher des Gesundheitsdepartements des Kantons Basel-Stadt, Lukas Engelberger, ist Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und-direktoren (GDK). In der «Samstagsrundschau» konfrontiert ihn Philipp Burkhardt mit der Frage, ob die Kantone die Katastrophenvorsorge im Gesundheitsbereich zu wenig ernst genommen haben. Auch Thema in der Sendung ist die Forderung der Schweizer Pharmaindustrie nach staatlicher Unterstützung, weil Präsident Donald Trump in den USA tiefere Medikamentenpreise durchgesetzt hat. Ist der Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz bereit, den Pharmakonzernen unter die Arme zu greifen? Ergänzend zum «Tagesgespräch» finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle «Samstagsrundschau».

    Thomas Ihde: Junge Menschen nach Crans-Montana

    Play Episode Listen Later Jan 9, 2026 26:26


    Heute ist nationaler Trauertag nach der Brandkatastrophe. Viele junge Menschen starben oder wurden schwer verletzt. Der Psychiatrie-Chefarzt Thomas Ihde erklärt, warum Social Media die Trauer erschwert, wieso Jugendliche die Gefahr filmten, und welche unsichtbaren Wunden bleiben. In einer Welt, die immer kopflastiger wird und in der junge Menschen einer Flut von Reizen ausgesetzt sind, beleuchtet Thomas Ihde, Chefarzt der Psychiatrie an den Spitälern Frutigen, Meiringen, Interlaken, die psychischen Herausforderungen der heutigen Jugend. Nach dem Unglück von Crans-Montana spricht er über die besondere Art und Weise, wie junge Menschen mit solchen Ereignissen umgehen und warum sie emotional stärker reagieren. Erfahren Sie, warum die "Generation Bambus" zwar anpassungsfähig ist, aber auch ihre Grenzen hat, und welche Rolle Erwachsene dabei spielen, wenn immer mehr junge Menschen aufgrund psychischer Probleme eine Rente beziehen müssen. Ein Gespräch über die Notwendigkeit, in die psychische Gesundheit junger Menschen zu investieren, um eine verlorene Generation zu verhindern. Thomas Ihde ist zu Gast bei David Karasek.

    Ali Fathollah-Nejad: «Das iranische Regime ist nervös»

    Play Episode Listen Later Jan 8, 2026 24:28


    Noch immer dauert in Iran die Protestwelle an. Gleichzeitig verliert das Regime mit Nicolas Maduro in Venezuela einen wichtigen Verbündeten. Was heisst das für das Regime in Teheran? Der deutsch-iranische Politologe Ali Fathollah-Nejad ist zu Gast bei Simone Hulliger.

    Anja Dargatz: «Der Schock sitzt immer noch tief»

    Play Episode Listen Later Jan 7, 2026 24:25


    Nicolás Maduro entmachtet: Nun befürchten Venezolanerinnen und Venezolaner Chaos, Unsicherheit und Stillstand statt demokratischer Erneuerung. Das sagt Anja Dargatz, sie ist die Leiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung in Caracas. Wie begegnen die Menschen in Venezuela dem Ende der Maduro-Herrschaft? Im Land dominiert Angst und Unsicherheit. Der Alltag zwischen Armut und Drogenbanden ist sowieso schon hart genug. Anja Dargatz ist die Leiterin des Landesbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Caracas. Sie hat Zeitgeschichte und Politikwissenschaft studiert. Anja Dargatz ist zu Gast bei David Karasek.

    Hendrik Hansen: «Ich traue der Vulkangruppe den Anschlag zu»

    Play Episode Listen Later Jan 6, 2026 24:58


    Noch immer sind tausende Haushalte in Berlin ohne Strom. Zum Anschlag auf die Stromkabel hat sich die linksextreme «Vulkangruppe» bekannt. Ist das glaubwürdig? Wer ist diese Gruppe? Der Extremismusforscher Hendrik Hansen ist zu Gast bei Simone Hulliger. Die «Vulkangruppe» hat seit 2011 mehrere Anschläge auf kritische Infrastruktur verübt. Der aktuelle in Berlin passe zur deren Handschrift, sagt Hansen. Es sei aber richtig, dass in alle Richtungen ermittelt werde, auch in Richtung Russland. Grundsätzlich traue er der Gruppe aber den Anschlag zu, sie sei bereit, sehr weit zu gehen. Wie verbreitet und wie gewaltbereit ist Linksextremismus in Deutschland? Hendrik Hansen ist Prof. für politischen Extremismus an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Berlin.

    Andreas Boldt: «Der Igel frisst nur zur Not Schnecken»

    Play Episode Listen Later Jan 5, 2026 25:35


    Tier des Jahres 2026 ist der Igel. Diese Auszeichnung vergibt die Naturschutzorganisation Pro Natura immer Anfang Jahr. Der Igel ist ein grosser Sympathieträger, hält auch Überraschungen auf Lager. Zum Beispiel können ihm Schnecken als Nahrung schaden. Das weiss der Wildtierbiologe Andreas Boldt.

    Wolf Grabendorff: US-Militärschlag auf Venezuela

    Play Episode Listen Later Jan 3, 2026 22:13


    Die USA haben nach Angaben von Präsident Trump Venezuelas Staatschef Maduro und dessen Ehefrau gefangengenommen. Sie seien ausgeflogen worden, teilte Trump mit. Zuvor hatte er die US-Angriffe Venezuela bestätigt. Was bedeutet das für Venezuela? Lateinamerika-Experte Wolf Grabendorff ordnet ein. Die USA haben in der Nacht einen Militärschlag gegen Venezuela ausgeführt - und dabei nach Angaben von US-Präsident Donald Trump den venezolanischen Präsidenten gefangen genommen. Nicolas Maduro und seine Frau seien aus dem Land gebracht worden, schreibt Trump in den sozialen Medien. Was bedeutet diese Eskalation für Venezuela und ganz Südamerika? Lateinamerika-Experte Wolf Grabendorff ist zu Gast bei David Karasek.

    Stéphane Ganzer: «Jemand hat einen Fehler gemacht.»

    Play Episode Listen Later Jan 3, 2026 19:39


    Nach der verheerenden Brandkatastrophe in einer Bar in Crans-Montana spricht der Walliser Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer über die schwierige Lage, die Suche nach der Ursache und die unausweichliche Frage der Schuld. Nach der Brandkatastrophe von Crans Montana haben die Behörden vier, der etwa 40 Todesopfer identifiziert. Das teilt die Kantonspolizei Wallis mit. Die Ermittlungen und Identifikations-verfahren weiterer Opfer würden intensiv fortgeführt. Weiterhin sind auch noch nicht alle der 119 Verletzten zweifelsfrei identifiziert. Rund 50 Verletzte werden bis morgen Sonntag in Spezialkliniken anderer europäischer Länder verlegt - unter anderem nach Deutschland, Italien und Belgien. Der Staatsrat und Sicherheitsdirektor vom Kanton Wallis, Stéphane Ganzer, ist zu Gast bei David Karasek.

    Crans-Montana: «Das Warten für die Angehörigen ist furchtbar»

    Play Episode Listen Later Jan 2, 2026 31:04


    Nach der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana ist das nationale «Disaster Victim Identification» Team im Einsatz, um die Todesopfer zu identifizieren. Dessen Leiter, Christian Brenzikofer, über den Druck der wartenden Familien und die psychische Belastung für die Einsatzkräfte. Das Disaster Victim Identification Team (DVI) der Schweiz ist mit etwa 40-50 Personen im Einsatz bei der Brandkatastrophe in Crans-Montana. Es besteht aus Spezialisten verschiedener Disziplinen wie Rechtsmedizin, Zahnmedizin und Kriminaltechnik. Die Identifizierung von Brandopfern ist besonders schwierig und herausfordernd. Es werden DNA-Analysen, Zahnstatus und andere Merkmale verwendet, um eine hundertprozentige Identifizierung zu erreichen. Die Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden bei internationalen Opfern ist komplex. Es gibt politischen Druck und sprachliche Herausforderungen. Das Schweizer DVI-Team ist international vernetzt und gefragt. Es war unter anderem beim Flugzeugabsturz in der Ukraine und beim Tsunami im Einsatz und führt gemeinsame Übungen mit anderen Ländern durch.

    Philipp Simmen zu Crans-Montana: «Das ist ein tragischer Start»

    Play Episode Listen Later Jan 1, 2026 12:36


    In der Silvesternacht hat es in einer Bar im Walliser Skiort Crans Montana einen Brand gegeben. Dutzende Menschen wurden getötet, rund 100 teils schwer verletzt. Philipp Simmen koordiniert bei der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega die Rettungseinsätze. Er beschreibt den Ablauf der Rettung. Nach einem Brand in einer Bar in Crans-Montana im Kanton Wallis in der Silvesternacht geht die Polizei von Dutzenden Toten und rund hundert Verletzten aus. Der Kanton Wallis hat die besondere Lage ausgerufen, die Rettungskräfte stehen im Grosseinsatz. Die Verletzten sind zur Versorgung in Spitäler im Wallis und in Lausanne, Genf und Zürich gebracht worden.

    Verlust, Zynismus, Hoffnung: Best of «Tagesgespräch» 2025

    Play Episode Listen Later Dec 30, 2025 26:28


    Ein Mann, der in Blatten alles verloren hat und dem die Worte fehlen. Ein Satiriker, der seine Kritiker auslacht. Eine IKRK-Präsidentin, die vor dem "totalen Krieg" warnt. Das «Tagesgespräch» blickt auf die eindrücklichsten Gäste, Momente und Themen des Jahres zurück. Das Tagesgespräch-Team präsentiert die eindrücklichsten Momente aus rund 250 Sendungen des Jahres 2025. Besonders nahe ging das Gespräch mit Kulturwissenschaftler Werner Bellwald, der beim Bergsturz in Blatten seine Heimat verlor und offen über Trauer und Neubeginn sprach. Für Diskussionen sorgte Satiriker Harald Schmidt, der mit provokanten Aussagen über Rollenbilder und kirchliche Machtstrukturen aneckte. Auch grosse politische Themen wie die US-Zölle und das EU-Vertragspaket prägten das Jahr. Aufgefallen sind wiederum Live-Ausgaben vor Publikum – etwa das Gespräch mit Migros-Präsidentin Ursula Nold im ausverkauften Kaufleuten Zürich. Ein Jahresrückblick voller Stimmen, Streitgespräche und berührender Einsichten. Mit Karoline Arn, Simone Hulliger und David Karasek.

    Tagesgespräch: Lubna Abou Kheir & Ashti Amir zu Syrien nach Assad

    Play Episode Listen Later Dec 29, 2025 26:14


    Vor einem Jahr endete das über 50-jährige Regime der Assad-Familie in Syrien. Die Autorin und Schauspielerin Lubna Abou Kheir und der Migrationsexperte Ashti Amir flüchteten vor Jahren in die Schweiz. Wie beurteilen sie die Entwicklungen? In die riesige Hoffnung hat sich viel Enttäuschung gemischt. In Syrien haben die militärischen Auseinandersetzungen nie aufgehört. Dies beobachtet Ashti Amir, der im November in Syrien war und der ein kleines Hilfswerk aufgebaut hat. Selbst Hilfslieferungen könnten nicht gefahrenlos transportiert werden. Die Autorin und Schauspielerin Lubna Abou Kheir gehört der Minderheit der Drusen an. Diese Minderheit wurde in Syrien letzten Sommer Opfer von Angriffen. Die Koexistenz der Minderheiten sei die grösste Herausforderung Syriens. Angst haben beide vor der Islamisierung des Landes, sie haben kein Vertrauen in den Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa. Wie haben sie das letzte Jahr erlebt? Welche Probleme und Lösungsansätze sehen sie? Lubna Abou Kheir und Ashti Amir sind nach einem Jahr wieder gemeinsam zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

    Beat Grögli: «Gott trägt keine Schuld»

    Play Episode Listen Later Dec 23, 2025 25:32


    Der neue Bischof von St. Gallen spricht über den Zustand der Welt vor Weihnachten. Warum lässt Gott Krieg und Leid zu? Wie sollen wir das aushalten, wenn all die politischen Krisen zu viel werden? Zudem gibt er exklusiven Einblick in den «Baby-Bischof-Kurs» den er kürzlich in Rom besuchen musste. Der neue Bischof des Bistums St. Gallen heisst Beat Grögli. Er wurde durch Papst Leo bestätigt und letzten Sommer geweiht. Im «Tagesgespräch» spricht er über die aktuellen Herausforderungen in der römisch-katholischen Kirche, über die Sexualmoral und die Frauenfrage und er macht sich Gedanken über den Zustand der Welt. Bischof Grögli ist zu Gast bei David Karasek.

    Reto Lipp: «Ab einer Million Franken ist man reich»

    Play Episode Listen Later Dec 22, 2025 26:27


    Finanzkrise, Frankenschock, Corona-Pandemie, das Aus der CS oder die US-Zölle: Reto Lipp hat all diese Krisen nicht nur miterlebt, sondern sie am Bildschirm verständlich gemacht. Nun wird der Wirtschaftsjournalist pensioniert. Ein Gespräch über prägende Erlebnisse, Geld, Macht und Sparen. Nach 18 Jahren als prägendes Gesicht der SRF-Wirtschaftsberichterstattung verabschiedet sich Reto Lipp in den Ruhestand. Heute Montag moderiert er «Eco Talk» zum letzten Mal. Welche Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner haben ihn besonders beeindruckt? Wo stiess er auf harte Widerstände? Und wie haben sich Wirtschaft und Journalismus in dieser Zeit gewandelt? Reto Lipp ist zu Gast bei David Karasek.

    Warum verschont die SVP ihre Klientel beim Sparen, Frau Friedli?

    Play Episode Listen Later Dec 20, 2025 29:59


    Der Ständerat hat das Sparprogramm zusammengestrichen –auch mit Hilfe der SVP: Sie hat Kürzungen bei den Bauern. Wie lassen sich so die Armee-Aufrüstung und die AHV finanzieren? Fällt nun die Schuldenbremse? Kritische Fragen an die führende SVP-Finanzpolitikerin im Ständerat, Esther Friedli. Sparen ja, aber nicht bei der eigenen Klientel: So könnte man das Verhalten der SVP-Ständeräte beschreiben. Sie haben Kürzungen bei Bauern, bei der Regionalpolitik und bei Anliegen der Landbevölkerung verhindert. Insgesamt hat der Ständerat das Sparprogramm des Bundesrats um ein Drittel gestutzt – nun droht innert drei Jahren ein Loch von über zwei Milliarden Franken. Wie glaubwürdig ist die SVP in der Spardebatte? Die Finanzpolitikerin und Ständerätin Esther Friedli nimmt Stellung. Die Sparübung soll vor allem Geld freischaufeln für die 13. AHV-Rente und für die Aufrüstung der Schweizer Armee. Jetzt, da das Ziel verfehlt werden dürfte: Welche mehrheitsfähigen Alternativen hat die wählerstärkste Partei, die SVP? Erste Ständeräte der SVP reden bereits von einer Aufweichung der Schuldenbremse – oder genauer: Sie wollen Armee-Milliarden an der Schuldenbremse vorbei aufbringen. Finanzpolitikerin Friedli und die Parteispitze wollten davon bislang nichts wissen – wie lange können sie diese Position halten? Ebenfalls Thema in der Sendung ist die SVP-Initiative gegen eine 10-Millionen-Schweiz. Vertreter der Mitte-Partei und der FDP haben diese Woche im Ständerat für weniger weit gehende Gegenvorschläge gekämpft – ohne Erfolg. Auch die SVP will nichts davon wissen. Weshalb eigentlich? Geht es ihr gar nicht so sehr um eine Lösung für Zuwanderung, wie ihr die ihre Gegner vorwerfen? SVP-Ständerätin Esther Friedli ist Gast bei Dominik Meier. Ergänzend zum «Tagesgespräch» finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle «Samstagsrundschau.

    Christian Levrat: «Hilfsorganisationen werden schikaniert»

    Play Episode Listen Later Dec 19, 2025 26:07


    Gemäss Unicef wurden dieses Jahr so viele schwere Verstösse gegen Kinder dokumentiert wie noch nie zuvor. Der Präsident von Unicef Schweiz, Christian Levrat, sagt: «Es gibt mehr Kriege, die werden härter geführt und Hilfsorganisationen werden schikaniert. Das ist neu.» Laut dem neusten Bericht vom Uno-Kinderhilfswerk Unicef lebten dieses Jahr weltweit über 473 Millionen Kinder in Konfliktgebieten; 213 Millionen waren auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das sind historische Höchstwerte. Mehrere grosse Krisen überlagern sich und lassen die Bedarfe weiter ansteigen. Gleichzeitig werden weltweit die Gelder für Entwicklungszusammenarbeit zusammengestrichen. Wie kann mit weniger Geld gleich viel Menschlichkeit in armen Ländern geschaffen werden? Christian Levrat ist ehemaliger SP-Chef, jetzt Verwaltungsratspräsident der Post und seit über zwei Jahren Präsident von Unicef Schweiz und Liechtenstein. Er ist zu Gast bei David Karasek.

    Beat Jans: Wer steuert die Zuwanderung in die Schweiz?

    Play Episode Listen Later Dec 18, 2025 26:14


    Maximal zehn Millionen Einwohnerinnen und Einwohner soll die Schweiz bis 2050 haben. Das fordert die SVP in der Nachhaltigkeits-Initiative. Bundesrat Beat Jans will die Initiative verhindern. Wie? Die eidgenössischen Räte empfehlen dem Stimmvolk ein Nein zur Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» der SVP. Wie der Nationalrat lehnt auch der Ständerat das Volksbegehren ab, das die Zuwanderung beschränken will. Federführend im Abstimmungskampf ist Justizminister Beat Jans. Wie viele Menschen verträgt die Schweiz denn? Und: Steigende Mieten und überfüllte Autobahnen sind Sorgen der Bevölkerung. Nimmt er das genügend ernst? Beat Jans ist zu Gast bei David Karasek.

    Philipp Burkhardt: Was passiert mit unserem Geld?

    Play Episode Listen Later Dec 17, 2025 26:05


    Aktuell debattiert der Ständerat über das Entlastungspaket, vorher hat das Parlament das Budget fürs kommende Jahr verabschiedet. Der Grundtenor: Der Bund muss sparen. Warum ist das so? Der Leiter der Bundeshausredaktion, Philipp Burkhardt, ist zu Gast im Tagesgespräch. Wenn das Parlament über Geld diskutiert, beginnt der Streit der Interessensvertreterinnen- und Vertreter. In den Wandelhallen geben die Lobbyisten vollen Einsatz. Mit unterschiedlichen Methoden wird versucht, auf sich aufmerksam zu machen. Es geht um vieles, der Bundesrat drängt das Parlament zum Sparen. Wie laufen solche Debatten ab? Wer setzt sich durch, wer verliert? Philipp Burkhardt, der Leiter der Bundeshausredaktion, ist zu Gast bei Simone Hulliger.

    Hans Gersbach: Der Deal mit den USA ist besser als alles andere

    Play Episode Listen Later Dec 16, 2025 26:32


    Der Co-Leiter der KOF der ETH Zürich hat berechnet, was die Schweiz in die Waagschale werfen kann, wenn es um Zollverhandlungen geht. Die handelspolitische Macht ist eher klein. Welchen Preis zahlt also die Schweiz, wenn sie die US-Zölle, wie geplant, mit einem Abkommen senkt? Das Verhandlungsmandat des Bundesrates für ein Abkommen mit den USA ist in der politischen Diskussion. Die Aussenpolitische Kommission des Nationalrats hat grünes Licht gegeben, möchte aber mit einer Garantie verhindern, dass die Schweiz geradestehen müsste, falls die privaten Unternehmen ihre angekündigten 200 Milliarden Investitionen nicht leisten können. Ist dies eine wichtige Ergänzung? Wie realistisch ist es, dass solche Summen investiert werden können – und wie werden sie überhaupt berechnet? Der Co-Leiter der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich, Hans Gersbach, entwirft neue Modelle, um die handlungspolitischen Spielräume der Schweiz zu berechnen und die Folgen für die Schweiz, wenn ein Abkommen mit den USA zustande kommt. Welche Analysen sollten in die politische Diskussion einbezogen werden? Hans Gersbach ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

    Madeleine Betschart: Was Friedrich Dürrenmatt uns zu sagen hat

    Play Episode Listen Later Dec 15, 2025 26:07


    10 Jahre lang war Madeleine Betschart Direktorin des Centre Dürrenmatt in Neuenburg. Nun geht sie per Ende Jahr in Pension. Ein Tagesgespräch über Friedrich Dürrenmatt und darüber, wie es ist, sich jahrelang mit einem einzigen Künstler zu befassen. Vor 35 Jahren ist Friedrich Dürrenmatt gestorben, kurz nachdem er die Schweiz noch einmal aufgerüttelt hat, als er sie in einer Rede mit einem Gefängnis verglich. Was hat uns der politisch engagierte Schriftsteller heute noch über die Schweiz zu sagen? Und was zur unübersichtlichen Weltlage? Im Centre Dürrenmatt steht der Schriftsteller zusammen mit dem Maler und Zeichner im Zentrum. Auch wenn er mit seinen Theaterstücken und Büchern berühmt wurde, war das Bildnerische für Dürrenmatt genauso wichtig. «Das zeigt sich darin, dass auf Dürrenmatts Schreibtisch stets zwei Stapel Papier lagen – ein Stapel Schreibpapier, ein Stapel Zeichnungspapier», sagt Madeleine Betschart. Die langjährige Museumsdirektorin wird per Ende Jahr pensioniert. Wir blicken zurück auf eine Laufbahn, welche die Archäologin vom Museum Schwab in Biel über das Alimentarium in Vevey nach Neuenburg zum Centre Dürrenmatt gebracht hat und fragen, welches Ausstellungsstück sie gerne nach Hause mitnehmen würde.

    Samstagsrundschau: Wozu 70 Kampfjets, Bundesrat Pfister?

    Play Episode Listen Later Dec 13, 2025 29:38


    Weil sich die Sicherheitslage verschärft, erwägt der Bundesrat, neben den F35-Kampfflugzeugen die Flotte auf 55 bis 70 moderne Jets zu erweitern. Wieviel mehr Sicherheit bietet das? Und wer soll das bezahlen? Kritische Fragen an Bundesrat Martin Pfister. Zwar will der Bundesrat vorerst nur so viele F35 kaufen, wie im Rahmen der vom Volk bewilligten 6 Milliarden Franken möglich sind – weniger als 36, weil der Preis gestiegen ist. Über die «fehlenden» F35 will er aber bereits Ende Januar entscheiden. Und mittelfristig hält das Verteidigungsdepartement sogar eine Aufstockung auf bis zu 70 moderne Kampfjets für nötig. Wie passt das zusammen? Sollen so alle Seiten zufrieden gestellt werden – von den Stimmberechtigten, die ein Kostendach von 6 Milliarden genehmigten, bis zu den Warnern, die eine stärkere Luftverteidigung fordern? Und was bedeutet das für Bundesfinanzen und Steuern? Der Verteidigungsminister nimmt Stellung. Mit der ersten sicherheitspolitischen Strategie geht der Bundesrat zudem auch auf die verschärfte Sicherheitslage ein. Wie gefährdet ist die Schweiz? Wie soll die Gesellschaft resilienter werden? Und: Wie nahe soll die Schweiz dabei an die Nato rücken? Der Bundesrat stellt sich den Fragen von Nathalie Christen in der Samstagsrundschau. Ergänzend zum Tagesgespräch finden SIe jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.

    Ditaji Kambundji: «Ich werde nicht mehr unterschätzt»

    Play Episode Listen Later Dec 12, 2025 26:22


    Ditaji Kambundji schaut auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Als erste Schweizer Leichtathletin gewann sie Gold an einer Weltmeisterschaft. Im Tagesgespräch bei Simone Hulliger erzählt sie, was der Titel für sie verändert hat, wie sie an Widerständen gewachsen ist und was sie am Hürdenlauf fasziniert. Der Titel gebe ihr eine Gelassenheit, sagt Kambundji. Sie wisse nun, dass sie auf sich zählen kann, wenn es darauf ankommt. Hürdenlauf ist eine komplexe Disziplin, ein Mix aus Technik und Tempo. Nach zwei Stürzen in wichtigen Rennen musste Kambundji an ihrer Technik und am Mentalen arbeiten. Heute weiss sie, wie sie sich in den perfekten mentalen Zustand vor einem Rennen bringen kann. Im Tagesgespräch erzählt sie, wie dieser aussieht, wie sie von ihrer Schwester Mujinga profitieren konnte und warum sie in ihrer Freizeit lieber sitzt als steht.

    Nadja Räss: Jodeln wird zum UNESCO-Kulturerbe erklärt

    Play Episode Listen Later Dec 11, 2025 26:32


    Das Jodeln ist neu auf der Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes. Der Entscheid fiel in Neu-Delhi und soll dem Jodeln in der Schweiz neuen Schub verleihen. Nadja Räss ist Professorin für Jodeln an der Hochschule Luzern. Was ändert sich nun für die Jodel-Szene und für die Schweiz? Schweizer Jodeln gehört fortan zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Der Beschluss wurde von der Unesco in Neu-Dehli gefasst. Wer in die Unesco-Liste aufgenommen werden will, muss liefern und überzeugen. Nadja Räss ist Professorin für Jodeln an der Hochschule Luzern. Vor sieben Jahren startete die Hochschule Luzern als erste Schweizer Universität einen entsprechenden Studiengang. Nadja Räss ist zu Gast bei David Karasek.

    Soll Feuerwerk verboten werden?

    Play Episode Listen Later Dec 10, 2025 26:10


    Eine Volksinitiative will lautes Feuerwerk verbieten. Knallende Raketen seien eine Belastung für Mensch, Tier und Umwelt. Diese Woche bespricht der Nationalrat diese Vorlage. Im Tagesgespräch debattieren die Nationalrätinnen Regine Sauter (FDP) und Meret Schneider (Grüne). Lautes Feuerwerk sei für Tiere eine Belastung, Vögel erlitten Herzinfarkte, Haustiere würden traumatisiert, sagt Meret Schneider. Darum sei es richtig, lautes Feuerwerk national zu verbieten. Das sei eine unnötige Überregulieren, sagt Regine Sauter, schon jetzt könnten Gemeinden und Kantone Feuerwerk regulieren, da brauche es keine nationale Regelung. Regine Sauter (FDP) und Meret Schneider (Grüne) diskutieren über die Initiative und den Gegenvorschlag im Tagesgespräch bei Simone Hulliger.

    Ignazio Cassis: Über die US-Zölle, die EU und Gaza

    Play Episode Listen Later Dec 9, 2025 26:20


    Ignazio Cassis übernimmt nächstes Jahr den OSZE-Vorsitz. Im Interview spricht er über die Herausforderungen der Sicherheitsorganisation. Und: Was sagt der Bundesrat zu den US-Zöllen und den Geschenken an Präsident Trump? Auch ein Thema: Die nationale Sicherheitsstrategie der USA, die das Weisse Haus kürzlich veröffentlicht hat. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump sieht Europa kritisch, die Einwanderungspolitik, die »Zensur der freien Meinungsäußerung und die Unterdrückung der politischen Opposition. Ist das ein bedrohliches Pamphlet? Bundesrat und Aussenminister Cassis ist zu Gast bei David Karasek.

    Peter H. Gruber: Mit Bitcoin zahlen im Tessin

    Play Episode Listen Later Dec 8, 2025 26:20


    Lugano hat ein ehrgeiziges Ziel: Die Tessiner Stadt möchte Krypto-Hauptstadt Europas werden. Ist das Segen oder Fluch für Lugano? Finanzwirtschaftsexperte Peter. H Gruber von der Università della Svizzera Italiana USI erklärt die Krypto-Strategie Luganos. Lugano verfolgt ein ambitioniertes Ziel: Die Tessiner Stadt möchte zur Bitcoin-Hauptstadt Europas werden. Dafür ist sie vor einigen Jahren eine Partnerschaft mit dem Kryptowährungsanbieter Tether eingegangen. Finanzwirtschaftsexperte Peter H. Gruber, Dozent an der Università della Svizzera Italiana (USI), sieht die Krypto-Offensive grundsätzlich positiv. Lugano erhalte dadurch weltweite Aufmerksamkeit, weil der Name der Stadt unweigerlich mit Kryptowährungen verbunden werde. Allerdings, so Gruber, habe die Stadt auch Chancen ausgelassen. Da Tether seinen Steuersitz nicht in Lugano hat, fliessen beispielsweise keine zusätzlichen Steuereinnahmen in die Stadtkasse. Trotzdem lohnt sich das Engagement laut Gruber: Die Krypto-Strategie stärkt die internationale Sichtbarkeit Luganos und schafft neue Impulse – selbst die Universität profitiert davon. Im Gespräch erläutert er ausserdem die generellen Chancen und Risiken virtueller Währungen und erklärt, weshalb Luganos Weg ein logischer Schritt in der Weiterentwicklung des Schweizer Finanzplatzes sein könnte. Peter H. Gruber ist zu Gast bei Iwan Santoro.

    Hat sich die SP ins Abseits manövriert, Frau Seiler Graf?

    Play Episode Listen Later Dec 6, 2025 29:34


    In Sicherheitsfragen scheinen sich die Bürgerlichen gefunden zu haben. Sie erleichtern den Waffenexport, erschweren den Zivildienst oder halten am F-35-Kampfjet fest. Haben die Linken zu wenig für Kompromisse gekämpft? Kritische Fragen an SP-Sicherheitspolitikerin Priska Seiler Graf. Nach jahrelangem Ringen hat diese Woche der National- und der Ständerat Ja dazu gesagt, die Regeln für Schweizer Waffenexport zu lockern. Neu sollen gewisse Länder auch mit Schweizer Kriegsmaterial beliefert werden können, wenn sie sich in bewaffneten Konflikten befinden. Und neu sollen Länder Waffen, die sie in der Schweiz gekauft haben, einfacher an andere Staaten weitergeben dürfen. Ausgenommen ist vorerst aber die Ukraine – sie wird auch in Zukunft keine Schweizer Waffen einsetzen dürfen. Das ärgert vor allem die SP, die es nicht geschafft hat, mit der Mitte einen Kompromiss zu schmieden, von der auch die Ukraine hätte profitieren können. Muss sich die SP hier an der eigenen Nase nehmen? Auch bei anderen Sicherheitsfragen haben sich die Bürgerlichen gefunden. Etwa beim F-35 Kampfjet, an dem sie auch nach dem Preis-Eklat mit den USA festhalten wollen. Oder beim Zivildienst, bei dem die Bürgerlichen den Zugang erschweren wollen. Wie geht die SP mit der Rolle der Aussenseiterin um? Was für Möglichkeiten hat sie, ausser Unterschriften zu sammeln und Däumchen zu drehen? Die langjährige SP-Sicherheitspolitikerin ist Gast in der Samstagsrundschau bei Eliane Leiser.

    Jürg Müller: «Die Schweiz muss antifragil bleiben»

    Play Episode Listen Later Dec 5, 2025 25:55


    Antifragil heisst, an Krisen nicht zu zerbrechen, sondern an ihnen zu wachsen. Das sei der Schweiz bislang besonders gut gelungen, sagt Jürg Müller, Direktor der liberalen Denkfabrik «Avenir Suisse». Im Tagesgespräch bei Simone Hulliger erzählt er, wie die Schweiz diese Qualität erhalten kann. Dank der direkten Demokratie, der Konsensorientiertheit oder dem Föderalismus sei sich die Schweiz gewohnt, mit steten Reibungen und Störungen umzugehen. Das mache unser Land besonders antifragil. Doch es drohe eine Erstarrung. Es sei darum wichtig, die Stärken der Schweiz weiterzuentwickeln. Zum 25-Jahr-Jubiläum von «Avenir Suisse» hat Jürg Müller ein Buch mitherausgegeben mit dem Titel: «Antifragile Schweiz. 17 Strategien für eine Welt der Unordnung.»

    Judith Huber: «Die Drohnenangriffe werden immer tödlicher»

    Play Episode Listen Later Dec 4, 2025 26:46


    Die Osteuropakorrespondentin Judith Huber ist zurück von einer Reise nach Kiew. Die jetzigen Alternative zum Krieg wäre kein Frieden, sondern es begännen Vertreibungen, Folter, die Auslöschung der ukrainischen Identität. Im vierten Jahr des Krieges organisieren die Menschen ihren Alltag nach den Zeiten, in denen Strom oder Wasser zur Verfügung steht. Drohnenangriffe werden immer tödlicher, dennoch schaffen es längst nicht alle, sich bei Alarm in Sicherheit zu bringen. Viele sind überzeugt, dass sich Russland auf noch grössere Konflikte vorbereitet. In den von Russland besetzten Gebieten werden die Kinder militärisch ausgebildet und patriotisch eingeschworen. 1.6 Millionen Kinder als künftige Soldatinnen und Soldaten Russlands. Hinzu kommt die innenpolitische Erschütterung durch den letzten Korruptionsskandal. Ist es eine Schwächung des Systems oder bringen diese Ermittlungen auch Chancen? Wie wird der Ukraineplan der USA gewertet? Was wären Alternativen zum Krieg? Osteuropakorrespondentin Judith Huber ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

    Andreas Lehner: «Die Aids-Prävention ist in Gefahr»

    Play Episode Listen Later Dec 3, 2025 25:51


    Durch die Streichung von US-Hilfsgeldern befürchtet die Aids-Hilfe Schweiz eine Zunahme von HIV-Infektionen. Und: Die Aids-Hilfe berät inzwischen zu allen Themen rund um Sexualität und will darum demnächst ihren Namen ändern. Gast ist Andreas Lehner, Geschäftsleiter der Aids-Hilfe Schweiz. Es ist eine Erfolgsgeschichte: Von einer tödlichen Seuche ist HIV zu einer behandelbaren Krankheit geworden. Doch der Erfolg ist gefährdet. Die USA froren Anfang Jahr vorübergehend alle Zahlungen im Zusammenhang mit HIV ein. Was bedeutet das? Weiteres Thema in der Sendung: HIV und Covid: Beide Viren sind aus dem Tierreich auf den Menschen übergesprungen. Was verbindet und was unterscheidet die beiden Pandemien? Andreas Lehner, Geschäftsleiter der Aids-Hilfe Schweiz ist zu Gast bei David Karasek.

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