«Echo der Zeit» ist die älteste politische Hintergrundsendung von Radio SRF: Seit 1945 vermittelt die Sendung täglich die wichtigsten Nachrichten, Berichte, Reportagen, Interviews und Analysen über das aktuelle Zeitgeschehen.
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

In Ceuta hat sich die Lage zwar entspannt, seit die Mehrheit der Ankömmlinge der letzten Tagen nach Marokko zurückgekehrt sind. Doch in der EU gärt die Diskussion weiter. Nun brauche es eine ehrliche Aufarbeitung und keine Schuldzuweisungen, sagt der Migrationsexperte Gerald Knaus im Gespräch. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:05) Ceuta: «Die EU hätte hier geschlossen reagieren müssen» (08:05) Nachrichten (13:14) Hitze und Trockenheit machen Gemüse weniger lang haltbar (17:06) Augenschein in Teheran: Eine Mischung aus Alltag und Anspannung (22:45) Starlink verändert den afrikanischen Internet-Markt

Benjamin Netanjahus Beziehung zu den Medien ist belastet, nur der Fernsehsender «Kanal 14» steht ganz in der Gunst des Premierministers. Kritikerinnen und Kritiker sehen in dem Sender ein reines Propagandainstrument. International im Sommer – die Kurzreportage. Israel rühmt sich für seine Pressefreiheit und die lebendige Medienlandschaft. Es gibt zahlreiche Zeitungen, Online-Magazine, Radiostationen und Fernsehsender, die alle politischen Lager bedienen. Von ganz links bis ganz rechts. Doch: Wie weit darf die Pressefreiheit gehen? Ein Fernsehsender, «Kanal 14», ist nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 mit einer menschenverachtenden Rhetorik aufgefallen. Talkshow-Teilnehmer riefen offen zur Auslöschung Gazas auf und forderten, Hunderttausende Palästinenserinnen und Palästinenser sollten getötet werden. Vor dem Obersten Gerichtshof wurden deshalb mehrere Petitionen gegen den Sender eingereicht, die noch hängig sind. «International» ist zu Besuch bei «Kanal 14» und spricht mit der Journalistin Irit Linur, die regelmässig in der Talkshow «Die Patrioten» auftrifft. Die Vorwürfe gegen den Sender findet sie lächerlich. Ganz anders beurteilt das der Schriftsteller Yishai Sarid, der in seinem Roman «Chamäleon» die Geschichte eines Journalisten erzählt, der politisch die Seiten wechselt.

Nach dem Massenansturm auf die spanische Enklave Ceuta herrscht in der EU Krisenstimmung. 22 Länder fordern in einem offenen Brief eine Dringlichkeitssitzung und formulieren Kritik an Spanien. Gespräch mit Moritz Küpper, EU-Korrespondent des Deutschlandfunk. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:24) Nach Ceuta: EU-Migrationspolitik auf dem Prüfstand (05:47) Nachrichtenübersicht (10:16) Infantinos Fallrückzieher (13:54) Auf Patrouille im Waldbrandgebiet (19:48) Der wohl letzte Kampf des Christoph Blocher (24:40) Nationalwurst Cervelat

Innert zwei Tagen sind rund 60'000 Migrantinnen und Migranten von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta gelangt. Mindestens 34 Menschen starben beim Versuch, nach Ceuta zu schwimmen. Der spanische Regierungschef Pedro Sanchez sprach von einem Angriff auf die Exklave. Alle Themen: (00:00 ) Intro und Schlagzeilen (01:22) Migrantenansturm auf Ceuta: Schuldzuweisungen werden laut (05:13) Nachrichtenübersicht (09:58) Kann die Entwaffnung der Hamas gelingen? (18:27) Kriege gegen den Iran: gehen den USA die Raketen aus? (23:09) Angehörigenpflege als Geschäftsmodell privater Spitex-Dienste (28:05) Wie Kühlmittel von Klimaanlagen der Umwelt schaden

Sommer mit mehreren Hitzewellen dürften wegen des Klimawandels zur Regel werden. Aus diesem Grund wird der Ruf laut nach besseren technologischen Lösungen gegen die Hitze und nach mehr Klimaanlagen. ETH-Professor David Bresch sagt, was wir in der Schweiz von südeuropäischen Ländern lernen können. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:35) Nachrichtenübersicht (05:44) Wie können wir uns künftig besser an die Hitze anpassen? (12:51) Abstimmungsbeschwerden werden zum politischen Werkzeug (16:33) Zwei Opfer von Untersiggenthal erhalten nun Sozialhilfe (20:22) Ebola-Epidemie in Kongo-Kinshas befeuert Forschung (26:28) Peru: neue Präsidentin, neuer Regierungsstil (29:55) Wenn die Heimat plötzlich zum Kriegsgebiet wird

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz wechselt weitere Personen in der Regierung und im Kanzleramt aus. Die Stimmung in der CDU ist derweil schlecht: auch wegen der holprigen Neubesetzung des Verkehrsministeriums und der Entlassung eines angesehenen Staatsekretärs. Wie stark schadet das Merz? Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:15) Kanzler Merz: Ist das Führungsstil oder Führungsschwäche? (05:47) Nachrichtenübersicht (10:02) Ambitionierte Klimaziele? Ja. Flugverhalten anpassen? Nein! (15:25) US-Besuch Netanjahus: Die Beziehung ist angespannt (21:07) Tessin: Der leise Rücktritt des lauten Claudio Zali (25:07) Wie die UBS endlich den US-Markt erobern will (30:12) Geld und Loyalität: Warum die Fifa die WM teilprivatisieren will

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat in den USA an der Trauerfeier für den kürzlich verstorbenen republikanischen US-Senator Lindsey Graham teilgenommen. Graham galt als überzeugter Unterstützer der Ukraine. Wie ist die Einstellung der Republikaner gegenüber der Ukraine heute? Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:31) Selenski hofft auf Unterstützung der US-Republikaner (06:00) Nachrichtenübersicht (10:10) Lage des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (16:10) Der Einfluss der «Kakerlaken-Partei» in Indien (24:14) Die Schweiz und die Neutralität (31:45) Hunde in der Justizvollzugsanstalt

Mehr als 200'000 Menschen wurden in der Region um die französische Stadt Bordeaux in Sicherheit gebracht. Die Waldbrandsituation ist weiter angespannt. Präsident Emmanuel Macron ist ins Departement gereist, um die Einsatzkräfte zu treffen. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:38) Angespannte Waldbrandsituation in Frankreich: Macron vor Ort (04:31) Nachrichtenübersicht (08:51) Das Dilemma der US-Demokraten in Maine (17:58) Urteil in einem der grössten Schweizer Geldwäschereifälle (21:27) Die prekäre humanitäre Lage der Bevölkerung im Südlibanon (27:27) Die Entwicklung der Schweizer Industriekonzerne

In Berlin ist am Samstagabend ein Auto beim Christopher Street Day in eine Menschenmenge gefahren. Dabei kam eine Person ums Leben, viele weitere wurden verletzt. Beim mutmasslichen Täter handelt es sich um einen 21-Jährigen, der der Islamisten-Szene zugerechnet wird. Alle Themen: (01:35) Anschlag auf CSD in Berlin: Grosses Entsetzen und offene Fragen (07:37) Nachrichtenübersicht (12:29) Feuer in Südeuropa: Wie Prävention bei der Bekämpfung helfen kann (19:59) Island und die schwierige Frage von EU-Beitrittsverhandlungen (23:42) Wenn Einzelpersonen Politik machen

Die Regierung sagt: Es gibt sie nicht. Das Gesetz sagt: es ist verboten. Und doch putzen täglich Zehntausende Menschen in Indien die Fäkalien anderer weg. Die meisten gehören zur untersten Gesellschaftsschicht der Dalit. Die UNO spricht von Zwangsarbeit. International im Sommer – die Kurzreportage. Pravin Singh weiss, dass er sterben kann, bei dem, was er tut. Er ist Tagelöhner in der indischen Wirtschaftsmetropole Mumbai und steigt in Klärgruben hinab, um sie zu reinigen – nur mit seinen Händen und ohne Schutzausrüstung. "Ich habe Angst da unten, ich bin allein, es ist sehr eng. Ich habe Angst, zu ersticken. Aber was soll's, die Arbeit muss erledigt werden." Bevor er in den Tank steigt, trinkt der 45-Jährige Alkohol, wie viele seiner Kollegen. Die meisten sind Dalit. Sie wurden früher Unberührbare genannt und werden diskriminiert. In Indien ist das Wegputzen von Fäkalien mit blossen Händen schon seit 2013 verboten. Und doch gibt es sie noch überall. Häufig komme es zu tödlichen Unfällen, schreibt die UNO-Arbeitsorganisation ILO und spricht von Zwangsarbeit. «Wir putzen die Fäkalien nicht weg, weil wir uns das ausgesucht haben, sondern weil wir in eine Kaste hineingeboren wurden, der die Gesellschaft diesen Beruf zugewiesen hat», sagt der indische Aktivist Bezwada Wilson. Ein Teufelskreis. Diesen zu unterbrechen, ist nicht einfach.

Die Waldbrände in Frankreich und Spanien wüten weiter. Sie haben zur Evakuierung von mehr als 250.000 Menschen in der Nähe der französischen Grossstadt Bordeaux und rund um Madrid geführt. Zehntausende Hektare Land sind den Flammen zum Opfer gefallen. Alle Themen: (00:47) Feuer ausser Kontrolle: über 250'000 Evakuationen in Südeuropa (03:05) Nachrichtenübersicht (07:44) Der ICC-Chefankläger muss gehen – der Druck aufs Gericht bleibt (13:48) Italien diskutiert über Polizeigewalt – einmal mehr (18:04) Mädchen stirbt in China nach Gentherapie: viele offene Fragen (24:00) Das besondere Sicherheitskonzept des Paléo-Festivals in Nyon

An Frankreichs Atlantikküste wüten derzeit heftige Waldbrände. Mehr als 60'000 Menschen mussten evakuiert werden. Die EU hat Frankreich Unterstützung zugesichert, doch eine rasche Entspannung ist nicht in Sicht. Auch weil die Lage für die Feuerwehr schwierig ist. Alle Themen: (01:33) Zehntausende evakuiert: Waldbrände im Südwesten Frankreichs (06:15) Nachrichtenübersicht (10:54) Was die neuen US-Zölle über Trumps Taktik aussagen (15:56) Wer trägt die Verantwortung, wenn KI einen Cyberangriff verübt? (23:35) Was hinter den Flamingo-Protesten in Albanien steckt (29:07) Ältere Bevölkerung leidet: die Folgen der Überalterung in Kuba

Das US-Repräsentantenhaus will das Budget für das Militär erhöhen: Plan ist, das allgemeine Verteidigungsbudget aufzustocken, aber auch konkrete Vorhaben zu finanzieren. Stimmt auch der Senat zu, wäre das eine massive Vergrösserung des Militärbudgets. Wie hängt dies mit dem Iran-Krieg zusammen? Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:01) US-Armee soll grösseres Budget erhalten (06:59) Nachrichtenübersicht (11:19) Gaza-Pläne des Friedensrats bleiben Wunschträume (18:21) Saudis setzen auf Atomprogramm (21:43) Der eigenwillige Tessiner Regierungschef Zali in Bedrängnis (27:00) Wie Roche am Abnehmmarkt mitverdienen will (31:16 Nächste Runde im Zolldisput der Schweiz mit den USA steht bevor

Weil der Iran die Strasse von Hormus blockiert, suchen viele Golfstaaten nach alternativen Routen für ihre Erdölexporte. Vor allem Saudi-Arabien setzt zunehmend auf andere Handelswege. Doch es gebe nicht wirklich eine Alternative, die sich rechne, sagt Nahost-Korrespondent Thomas Gutersohn. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:37) Was für Alternativen zur Strasse von Hormus gibt es? (08:39) Nachrichtenübersicht (13:33) ICC-Chefankläger könnte diese Woche abgesetzt werden (18:56) Knickt die Sportwelt bei der Russland-Frage ein? (23:03) Chinas wachsender Einfluss in Kirgistan (29:23) Mit KI und Drohnen gegen die Quagga-Muschel

Während in Uganda gerade der letzte Ebola-Patient aus einem Spital entlassen wurde, grassiert das Virus im Nachbarland Kongo-Kinshasa weiter. Mindestens 930 Todesfälle wurden registriert. Warum kann das Virus in Kongo-Kinshasa nicht eingedämmt werden wie in Uganda? Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:14) Ebola-Virus breitet sich in Kongo-Kinshasa weiter aus (06:21) Nachrichtenübersicht (10:31) Forensischer Psychiater zu den Ursachen von sexualisierter Gewalt (15:27) Ex-Chef der türkischen CHP gründet eigene Partei (20:59) Luftkrieg zwischen Russland und der Ukraine verstärkt sich (28:00) Neuenkirch: Landsgemeinde statt Gemeindeversammlung

Andy Burnham ist zum Nachfolger von Keir Starmer als britischer Premierminister ernannt worden. Der bisherige Bürgermeister von Manchester erhielt von König Charles den Auftrag zur Regierungsbildung. Wie wirkte Andy Burnham bei seinem ersten grossen Auftritt? Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (00:52) Andy Burnham übernimmt Grossbritanniens Regierung (05:38) Nachrichtenübersicht (09:57) WM-Bilanz: Hat Gianni Infantino seine Kritiker widerlegt? (14:09) Alain Berset fordert mehr Integrität im Fussball (19:04) Lärmschutz: Anlagen für Triebwerktests des F-35 kommen später (23:42) KI soll entschlüsseln, was wirklich in Lebensmitteln steckt (28:04) Die Kältefabrik in Paris stösst an ihre Grenzen

Der heisse und trockene Sommer führt in weiten Teilen der Schweiz zu grosser Waldbrandgefahr. Sie liegt mittlerweile in den meisten Regionen auf der zweithöchsten Stufe. Ein Zustand, der in künftigen Sommern zur neuen Normalität werden könnte. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:30) Nachrichtenübersicht (06:56) Feuerverbote im Sommer: das neue Normal? (11:16) Wie Milei in Argentinien die WM-Euphorie genutzt hat (17:22) Streit ums Ständemehr: wem nützt es, wem schadet es? (22:25) Aufbruch zu einer aussergewöhnlichen Forschungsexpedition

Die Stadt Dschenin im Westjordanland ist ein Brennpunkt des Nahostkonflikts. Im Kreuzfeuer zwischen Palästinensern und Israeli entstand ein Theater, das den Waffen mit Worten entgegnete. Dafür wurde es zerstört. Aber tot ist das Theater noch nicht. International im Sommer – die Kurzreportage. Am 13. Dezember 2023 drangen israelische Soldaten ins Freedom Theatre Dschenin ein. Kurz danach verhafteten sie den Theaterdirektor Mustafa Sheta in einer grossen Militäroperation. «Die Soldaten kamen von allen Seiten, um mich zu verhaften: durch den Garten, sogar vom Dach, überall standen Jeeps: ich kam mir vor wie ein gesuchter Top-Terrorist, wie Osama Bin Laden.» Trotz internationaler Proteste von Kulturschaffenden: der Theaterdirektor verbrachte – ohne Anklage - fünfzehn Monate in israelischen Gefängnissen. Erst, als er am 13. März 2025 freigelassen wurde, erfuhr er: sein Theater gab es nicht mehr. Das Quartier, in dem es entstanden war: nur noch Schutt und Asche. Das palästinensische Freedom Theatre im Flüchtlingslager Dschenin, das ursprünglich von der jüdischen Menschenrechtsaktivistin Arna Mer-Chamis und ihrem Sohn Juliano gegründet worden war, schien endgültig tot. Mundtot ist das Theater aber, aller Gewalt zum Trotz, noch immer nicht. Es spielt wieder. Und bietet Kindern und Jugendlichen, die inmitten dieser Gewalt Eltern, Freunde, Geschwister und ihr Zuhause verloren haben, weiterhin einen Ort, wo sie ihre Gefühle ausdrücken können. Die Reportage über eine Reise zu einem Theater, das sich nicht mundtot machen lässt.

Der deutsche Politiker Jens Spahn und sein Mann sind Eltern geworden, mit Hilfe einer Leihmutter. Das ist in Deutschland verboten und auch Spahn hatte sich in der Vergangenheit gegen Leihmutterschaft ausgesprochen. Nun musste er deswegen den Vorsitz der Unionsfraktion im deutschen Parlament abgeben. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:22) Unionsfraktionschef Jens Spahn tritt zurück (06:15) Nachrichtenübersicht (12:11) Ein Juwelier beschäftigt Italien (15:22) Das japanische Parlament regelt die Kaisernachfolge (21:38) Die andere Seite der Gewalt in Dschenin im Westjordanland

Die EU-Kommission will das Emissionshandelssystem ETS anpassen und damit Forderungen der Industrie entgegenkommen. Kritiker warnen vor einer Verwässerung eines zentralen Klimaschutzinstruments. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:20) EU streitet über Lockerung des Emissionshandels (06:21) Nachrichtenübersicht (11:11) Liebesbeziehung am Bundesgericht: Bericht liegt vor (14:45) Warum der Iran Golfstaaten ins Visier nimmt (21:36) Cyber-Angriffe treffen zunehmend auch das IKRK (26:20) Wie Kolumbien mit dem Erbe des Sklavenhandels umgeht

In der Ukraine wirft die jüngste Regierungsumbildung von Präsident Wolodimir Selenski grosse Wellen. Vor allem deshalb, weil Selenski den beliebten Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow entlassen hat. Der 35-Jährige verlor sein Amt, weil er dem Armeechef in die Quere kam. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:18) Proteste nach Absetzung des Verteidigungsministers (05:34) Nachrichtenübersicht (10:05) Einsturz der Morandi-Brücke: erstes Urteil nach acht Jahren (14:18) Bestätigung von Todd Blanche als US-Justizminister fraglich (19:57) So geht es Jesidinnen und Jesiden im Irak (28:33) UNO-Agenda 2030: Schweiz hinkt bei der Umsetzung hinterher (32:56) Jugenddorf Knutwil: Wo junge Männer ihren Platz im Leben finden

Die jährliche Medienkonferenz des deutschen Kanzlers vor der parlamentarischen Sommerpause gilt nicht als Wohlfühltermin. Den Medienschaffenden sind sämtliche Fragen erlaubt. Vor einem Jahr lief es für Friedrich Merz ausgesprochen schlecht. Inzwischen hat seine Regierung offenbar dazugelernt. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:17) Nachrichtenübersicht (05:20) Die Sommermedienkonferenz des deutschen Kanzlers Merz (10:19) Die Türkei 10 Jahre nach dem Putschversuch gegen Erdogan (16:18) USA: Erneut Proteste nach tödliche Vorfälle bei Einsätzen von ICE (21:02) Gibraltar: Grenzerleichterungen nach Spanien (25:32) Fälle von berufsbedingtem Hautkrebs nehmen zu

Der Krieg zwischen den USA und dem Iran eskaliert erneut. Das Rahmenabkommen hat keine Gültigkeit mehr. USA-Korrespondent Andrea Christen erklärt, ob Trump und seine Entourage überhaupt eine kohärente Iran-Strategie haben und was die neue Eskalation für die Zwischenwahlen im Herbst bedeutet. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:26) Nachrichtenübersicht (06:05) Trumps Iran-Kurs und die Folgen für die Zwischenwahlen (11:07) Klimahistoriker zieht historische Parallele zu Dürre (17:36) Sudan: Kampf um die Stadt El-Obeid spitzt sich zu (23:46) Israel: Gesetz zu Tora-Studium verschärft Wehrpflicht-Krise (28:35) Freihandelsabkommen mit Grossbritannien: Pharma ist hocherfreut (32:34) An Portugals Stränden tobt ein Sonnenschirmkrieg

China, Indonesien oder Indien: Die Schweiz setzt auf Freihandelsabkommen mit möglichst vielen Staaten. Heute sind in Bern die Verhandlungen über ein erweitertes Handelsabkommen mit Grossbritannien abgeschlossen worden. Was das für die Schweizer Wirtschaft bedeutet. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:26) Schweiz schliesst Freihandelsabkommen mit Grossbritanien (05:29) Nachrichtenübersicht (10:55) Warum in Ungarn der Staatspräsident abgesetzt werden soll (16:00) Kriminalität in Marseille: Wie Vereine Jugendliche schützen (22:01) Rassismus im Fussball: Warum argentinische Fans häufig auffallen (28:51) Schürt künstliche Intelligenz religiösen Fundamentalismus?

Zweieinhalb Wochen nach den schwersten Erdbeben in Venezuela seit über 120 Jahren ist es kaum mehr möglich, noch Überlebende aus den Trümmern zu bergen. Die meisten internationalen Rettungsteams haben das südamerikanische Land denn auch verlassen. Wie geht es nun weiter? Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:28) Wie weiter in Venezuela nach den Erdbeben? (07:09) Nachrichtenübersicht (12:26) Warum die Schweiz an der WM so weit gekommen ist (17:08) Der Fachkräftemangel an Schulen geht zurück (22:29) US-Senator Lindsey Graham ist überraschend gestorben

Es klemmt gerade vielerorts in Deutschland. Der einstige Wirtschaftsmotor Europas stottert, die Infrastruktur bröckelt, die Bahn ist notorisch unzuverlässig und viele Handwerksbetriebe stehen mit dem Rücken zur Wand. Was also geht da noch? Und dank wem? Da sind die Bauarbeiter, die auch in der Sommerhitze die Autobahnen in Schuss halten. Die blöd angegangen werden. Und doch stolz darauf sind, dass sie ihren Job gemacht haben. Da ist der Bäckermeister, der trotz Krise des Handwerks tagtäglich in der Backstube steht, seine Schrippen bäckt und sich darüber wundert, warum in Deutschland so viel gemeckert und geklagt wird. Oder der Zugbegleiter, der nicht nur positiv denkt, sondern auch positiv ist. Und sagt: «Seien sie froh, dass der Zug fährt. Er könnte ja auch komplett ausfallen». Deutschland stottert, stagniert, aber bleibt nicht stehen. Denn: Leute wie sie halten mit ihrer Arbeit das Land am Laufen. Ihr Alltag ist manchmal schwierig, ihre Mitmenschen sind bisweilen respektlos. Doch, so sagt es ein Gewerkschafter: «Es macht weiterhin Spass». Aller Widerwärtigkeiten zum Trotz.

In Grossbritannien hat Andy Burnham sich am ersten Tag des Nomminationsverfahrens die Unterstützung von 322 der 400 Labour-Abgeordneten gesichert. Damit fehlt ihm nur noch eine einzige Stimme. Das Gespräch mit dem Journalisten Peter Stäuber über den neuen Hoffnungsträger in London. (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:33) Das Rennen um Starmers Nachfolge ist so gut wie entschieden (08:40) Nachrichtenübersicht (15:00) Autohersteller Tesla scheint wieder auf Kurs (18:48) Neuer Bluttest erleichtert Diagnose von Alzheimer (23:52) Kansas City – die Stadt des Schweizer WM-Viertelfinals

Der internationalen Polizeibehörde Interpol ist ein Schlag gegen die weltweite Cyberkriminalität gelungen. Fast 100 Länder waren in die Ermittlungen involviert, gut 5800 Personen wurden festgenommen. Es wurden Betrügereien im grossen Stil aufgedeckt. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:23) Nachrichtenübersicht (05:49) Schlag gegen internationale Cyberkriminalität (10:38) Hamas gibt Regierungsgeschäfte im Gazastreifen ab (15:53) Was die Schweiz am Nato-Land Schweden interessiert (22:19) Die Rolle des ukrainischen Geheimdienstes beim Anschlag in Monaco (29:02) Venedigs Salzwiesen - ein natürlicher Hochwasserschutz in Gefahr

Beim deutschen Autohersteller Volkswagen sollen weltweit bis zu 100'000 Stellen gestrichen und vier Werke in Deutschland geschlossen werden. Das berichteten am Donnerstag verschiedene Medien. Am Nachmittag traf sich der Aufsichtsrat von VW zu einer nicht öffentlichen Sitzung. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:31) Sparmassnahmen bei VW: 100'000 Stellen könnten gestrichen werden (06:25) Nachrichtenübersicht (11:01) Trockenheit hinterlässt im Wald deutliche Spuren (18:47) Treibstoffknappheit in Russland spitzt sich zu (22:08) Marine Le Pen will Präsidentin werden, trotz Widrigkeiten (28:53) Sängerin Bonnie Tyler im Alter von 75 Jahren verstorben

«Abschaum und krank» sei die iranische Führung, sagte US-Präsident Donald Trump am Vormittag am Nato-Gipfel in Ankara. Die Waffenruhe gelte nicht mehr, sagte er weiter und kündigte Angriffe in der Nacht an. Droht nach der verbalen nun die erneute militärische Eskalation? Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:22) USA drohen mit Angriffen – Iran hält sich bedeckt (09:29) Nachrichtenübersicht (13:37) Die alte Nato ist tot, die neue Nato noch nicht geboren (17:20) Wenn die KI im Swisscom-Shop mithört (23:20) Erneut Stromausfälle in Kuba wegen Öl-Blockade der USA (28:55) Staaten prüfen Anreize für Antiobiotika-Entwicklung

Die französische Rechtsaussen-Politikerin Marine Le Pen vom Rassemblement National kann bei der Präsidentschaftswahl 2027 kandidieren. So hat das Berufungsgericht in Paris entschieden. Es senkt die Freiheitsstrafe von vier auf drei Jahre. Und es kürzt die Sperre für die Ausübung öffentlicher Ämter. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:27) Frankreich: Marine Le Pen kann zur Präsidentschaftswahl antreten (06:34) Nachrichtenübersicht (11:03) Schuldspruch nach Messerattacke auf einen orthodoxen Juden (16:08) Was bleibt von unseren Löhnen? (21:09) Umfangreiche Gegengeschäfte für den Kampfjet F-35 (25:16) Nato will 40 Milliarden Dollar in Drohnenabwehr investieren (29:37) Die umstrittene Bekämpfung von Neophyten

US-Präsident Donald Trump hat eingeräumt, Fifa-Präsident Gianni Infantino um die Überprüfung einer Roten Karte an der Fussball-WM gebeten zu haben. Dieser Fall schlägt nicht nur in Europa hohe Wellen – er gibt auch in den USA zu reden, wie Korrespondentin Barbara Colpi sagt. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:15) Trumps Einflussnahme auf die Fifa gibt auch in den USA zu reden (06:08) Nachrichtenübersicht (10:35) Einbrüche in Waffengeschäfte: Junge Täter auf Diebestour (15:46) Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit: Stiftungen protestieren (20:01) USA und EU streiten sich um Bosniens mächtigstes Amt (25:37) Urteil gegen syrische Ex-Offiziere in Österreich (28:47) Warum die Klimajugend aus der Öffentlichkeit verschwunden ist

Algerierinnen und Algerier waren diese Woche aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Von den rund 24 Millionen Wahlberechtigten ging gemäss vorläufigen Ergebnissen nur etwa jeder Fünfte an die Urnen. Wie ist das zu interpretieren? Ein Gespräch mit der Maghreb-Expertin Isabelle Werenfels. (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:12) Nachrichtenübersicht (05:53) Algeriens Wähler bleiben den Urnen grösstenteils fern (12:54) Kuper aus Europa gefährdet Lebensgrundlage der Sami (18:00) Psychotherapie: Mehr Plätze, aber weiter Engpässe (22:03) Insekten sind intelligenter als gedacht

In seiner zweiten Amtszeit rechnet Donald Trump ab. Er verwandelt das Justizministerium in ein Werkzeug der Vergeltung, während er Anhänger und Verbündete begnadigt. Es ist unklar, ob sich der Rechtsstaat davon erholt. Trump macht keinen Hehl daraus, dass er auf Vergeltung aus ist. «Ich wurde gejagt, von sehr schlechten Menschen, aber jetzt bin ich der Jäger», sagte er im Mai. Trump, der erste US-Präsident der angeklagt und verurteilt wurde, sieht sich selbst als Opfer einer instrumentalisierten Justiz. Nun richtet er das mächtige Justizministerium seinerseits gegen seine Gegner. Er hat die traditionelle Unabhängigkeit der Bundesstaatsanwaltschaft aufgehoben und fordert die Strafverfolgung jener, die er zu seinen Feinden zählt. Verbündete, die verurteilt wurden, begnadigt er – auch jene, die am 6. Januar 2021 das Kapitol in Washington stürmten. «Es ist niederschmetternd, den Niedergang des Rechtsstaates mitansehen zu müssen», sagt Andrew Weissmann, der jahrelang ein führender Bundesstaatsanwalt war. Trump schafft eine Blaupause dafür, wie Präsidenten Strafverfolgungen für ihre Zwecke einsetzen können. Die Schutzmechanismen, welche Staatsanwälte von politischer Einflussnahme abschirmen sollten, haben sich als zu schwach erwiesen. «Wenn rechtsstaatliche Regeln einmal verletzt wurden, ist es schwierig, den Geist wieder in die Flasche zu bringen», sagt John Jones, ein ehemaliger Bundesrichter.

In Erfurt findet an diesem Wochenende der Bundesparteitag der AfD statt – auf den Tag genau 100 Jahre nach dem Reichsparteitag der NSDAP in Weimar. Die Stadt bereitet sich seit Wochen auf ein Ausnahmewochenende vor. Eine breite Allianz rief zu Protesten auf. Die Sorge vor Ausschreitungen ist gross. (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:27 ) AfD-Parteitag in Erfurt weckt historische Assoziationen (06:34) Nachrichtenübersicht (11:14) Fort Ticonderoga erinnert an Amerikas Unabhängigkeitskrieg (16:39) Israels Wirtschaft wächst trotz des Krieges (23:49t) Papst Leo setzt in Lampedusa ein Zeichen gegen das Wegschauen

Im Iran haben die Trauerfeiern für das ehemalige Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei begonnen. Die Feierlichkeiten dauern mehrere Tage. Millionen Trauergäste werden erwartet. Professor Cyrus Schayegh führt im Interview aus, was das Regime mit der Inszenierung bezweckt. (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:16) Millionen Trauergäste für Chameneis Begräbnis erwartet (07:29) Nachrichtenübersicht (11:34) Russlands paradoxer Umgang mit Korruption (20:34) Ein verkürzter Nato-Gipfel, damit sich Trump nicht langweilt (26:16) Wenn dem Wasserschloss das Wasser ausgeht (30:08) Westschweiz sorgt sich um Patois (34:42) Türkei plant die erneute Inbetriebnahme einer Kulteisenbahn

Mit Steuerentlastungen für kleine und mittlere Einkommen, Bürokratieabbau, einem flexiblen Arbeitsmarkt und der Erhöhung des Rentenalters will die deutsche Regierung das Land modernisieren. Die Politologin Jasmin Riedl erklärt, warum das kaum der grosse Befreiungsschlag der Koalitionsregierung ist. (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:12) Was taugt das neue Reformpaket in Deutschland? (07:55) Nachrichtenübersicht (12:08) Die IV braucht mehr Geld (17:03) Die weitreichenden Zugeständnisse der USA an den Iran (24:00) Die Prognosen(un-)genauigkeit der Bundesverwaltung (28:12) Wie umgehen mit dem Riesengeschenk für die ETH? (33:05) Der Spitalskandal in Solothurn (36:09) Der deutsche Bundespräsident radelt über die Schweizer Grenze

Eine Woche nach den Erdbeben in Venezuela melden die Behörden gegen 2000 Tote. Die Zahl dürfte aber noch steigen. Die Chancen, Menschen lebend aus den Trümmern zu bergen, schwinden von Stunde zu Stunde. ARD-Korrespondentin Anne Demmer sagt, was das für die laufenden Rettungseinsätze heisst. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:10) Wie weiter nach den Erdbeben in Venezuela? (07:53) Nachrichtenübersicht (12:06) Innovative Bodenroboter im Ukrainekrieg (18:16) Spanien: Aufenthaltsbewilligung für eine Million Menschen (22:01) Vatikan bricht mit Pius-Bruderschaft wegen Bischofsweihe (25:43) Organspende: auch nach assistiertem Suizid? (30:42) Ein Sommerspaziergang mit Verkehrsminister Rösti (34:52) Was die Hitze für den Schweizer Tourismus bedeutet

Der Supreme Court hat gegen Trumps Dekret entschieden, das eine Einschränkung des Geburtsortsprinzips gefordert hatte. Mit dem wegweisenden Urteil sollen in den USA geborene Kinder weiterhin automatisch die US-Staatsbürgerschaft erhalten. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:48) Supreme Court hält an US-Staatsbürgerschaft bei Geburt fest (07:25) Nachrichtenübersicht (12:05) EU erhöht Zoll auf Stahlimporte - Schweiz stark betroffen (18:33) Oberster Datenschützer sorgt sich um Öffentlichkeitsprinzip (23:31) Tessin riskiert Grenzgängerstreit mit Italien (27:59) Der Siegeszug der Rechten in Südamerika (34:56) Zug diskutiert möglichen Steuerrabatt (39:54) Zug-Recycling: Die letzte Reise des «Einheitswagen IV»

US-Präsident Donald Trump hat im Streit mit der US-Notenbank FED eine Niederlage vor Gericht erlitten. Der Oberste Gerichtshof in den USA wies einen Antrag der Regierung ab. Somit kann Notenbankmitglied Lisa Cook vorerst im Amt bleiben. Trump hatte letzten Sommer ihre Abberufung verfügt. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:33) Rückschlag für Trump: FED-Vorständin Lisa Cook bleibt im Amt (06:57) Nachrichtenübersicht (11:54) Die grosse Hitzwelle klingt langsam ab – und was nun? (17:19) Wissenschaft hat Vorbehalte zu neuen Atomkraftwerken (22:09 Australiens Konservative hinterfragen Wert der Einwanderung (26:56) 5G-Strahlung lässt sich mit einer Handy-App messen (35:29) Das wohl grösste Buchantiquariat der Südhalbkugel

Die USA und der Iran haben zwar ein Rahmenabkommen unterzeichnet und einen Waffenstillstand beschlossen. Doch dieser ist stark unter Druck. Wieso von Entspannung zwischen diesen Ländern keine Spur ist, erklärt Fredy Gsteiger, SRF-Fachmann für internationale Sicherheitsfragen. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:25) Neue Angriffe: Wieso hat sich der Ton zwischen den USA und dem Iran wieder verschärft? (04:32) Nachrichtenübersicht (10:54) Nach dem Erdbeben in Venezuela: Auch die Diaspora in der Schweiz versucht zu helfen (15:13) Rücktritt in Serbien: Was die Ankündigung von Präsident Aleksandar Vucic bedeutet (20:56) Wieso Norwegens Staatsfonds klimaschädlich investiert

In Brunei lässt es sich gut leben: keine Einkommenssteuern, kostenlose Bildung und medizinische Versorgung. Der grosszügige Wohlfahrtsstaat ist jedoch eine absolute Monarchie mit strengen Scharia-Gesetzen. Sultan Hassanal Bolkiah ist der dienstälteste Monarch der Welt. Er regiert Brunei als absoluter Herrscher, lebt im grössten Palast der Welt und soll die grösste private Autosammlung besitzen. Den Reichtum verdankt das kleine Sultanat Öl- und Gasvorkommen. Auch die Einwohnerinnen und Einwohner profitieren davon: Sie müssen keine Einkommenssteuer bezahlen, Spitalbesuche und Schulen sind kostenlos. Für internationale Schlagzeilen und Empörung sorgte das Sultanat, als es vor einigen Jahren die Scharia verschärfte. Seither droht etwa Homosexuellen theoretisch die Todesstrafe durch Steinigung. In Brunei selbst fühlen sich viele vom Ausland missverstanden. Der pensionierte Saifful bringt es auf den Punkt: «Das Einzige, was den Menschen in Brunei fehlt, ist die Freiheit. Aber mehr Freiheit hat ihren Preis – was wir jetzt haben, ist gut genug.» Freiheit gegen Wohlfahrt: Für viele scheint der Tausch fair zu sein. Offene Kritik am System ist tabu.