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Vor 50 Jahren geriet die Sekte Meternita aus Linden im Berner Oberland in die Schlagzeilen, nachdem ihr Gründer Paul Baumann (genannt "Vatti") 1976 wegen Misshandlung und Missbrauchs Minderjähriger zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt wurde.Anlässlich des Filmfestivals von Locarno feiert derzeit eine neue vierteilige Dokumentarserie namens Der EngelmacherPremiere, in der Betroffene erstmals offen über die Geschehnisse hinter den verschlossenen Türen auspacken.„Was wir da machen, was ich mit dir machen, ist etwas ganz Besonderes.“ Paul Baumann "Vatti"
Interview über das Urteil gegen Antifaschist*in Maja T. am 04.02.2026 in Budapest zu acht Jahren „Zuchthaus“. Die interviewte Person war an fast allen Prozesstagen zur Beobachtung vor Ort im Gericht in Budapest und berichtet über das Urteil, dessen fehlende Rechtsstaatlichkeit und die Stimmung vor und im Gerichtssaal. Weiterführender Artikel: Eingebetteten Inhalt von mosaik-online.at öffnen
Er war einer der ersten großen Stars des Hamburger Sport-Vereins und gilt heute zugleich als eine der dunkelsten Figuren der Clubgeschichte: Otto, genannt Tull Harder. Mit seinen Toren schoss der wuchtige Mittelstürmer den HSV zu den deutschen Meisterschaften 1923 und 1928. 387 Pflichtspieltreffer bedeuten noch immer Platz zwei in der internen Torjägerliste hinter Uwe Seeler. Kein Wunder, dass der Hamburger Anzeiger Harder am 19. September 1925 – ganz ungewöhnlich damals noch für einen Fußballspieler – ein Porträt widmete, das ihn abseits des Platzes als leutseligen, humorigen Typen zeigt. Gänzlich andere Seiten offenbarte Harder nach dem Ende seiner Sportlerkarriere. Bereits 1932 wurde er Mitglied der NSDAP, später der SS und der Waffen-SS. Ab 1939 war er als Wachmann im KZ Sachsenhausen tätig, ab 1940 im KZ Neuengamme, zunächst wieder als Wachmann, später in der Lagerverwaltung. 1944 wurde er Kommandant des KZ-Außenlagers Hannover-Ahlem. Auch nach 1945 distanzierte er sich nicht vom Nationalsozialismus. Ein britisches Militärgericht verurteilte ihn 1947 als Kriegsverbrecher zu 15 Jahren Zuchthaus, von denen er viereinhalb verbüßen musste. Es liest Rosa Leu.
In dieser Folge hören wir wieder einmal einen Ausschnitt aus einem Interview mit Wladimir Rosenbaum. Es geht um den Fall Riedel–Guala – einen spektakulären Giftmordprozess, der 1926 mit einer Verurteilung zu zwanzig Jahren Zuchthaus begann und 1931 in einem Freispruch endete. Das Verfahren wurde international diskutiert und gilt bis heute als Beispiel dafür, wie schmal der Grat zwischen Schuldvermutung und Justizirrtum sein kann. Rosenbaum verteidigte Antonia Guala im Revisionsverfahren – und schildert jenen Moment zwischen Schlusswort und Urteil: das Schweigen, die Ohnmacht, das Aushalten. Duri Bonin hat diesen Ausschnitt ausgewählt als Stimme zu seinem Essay [Auf dem Weg ans Obergericht](https://www.duribonin.ch/709-auf-dem-weg-ans-obergericht/). Rosenbaums Erinnerungen und Duris Text sind durch denselben Schwebezustand verbunden – getrennt durch fast ein Jahrhundert, aber dennoch unheimlich nah. Es ist das Warten als existenzieller Moment im Strafverfahren: das Verstummen aller Einflussnahme, das Kreisen der Gedanken, die Projektion auf Gesichter, das stille Aushalten vor dem Entscheid. Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören
In der Vorweihnachtszeit 1924 erließ das Justizministerium eine Reihe von Begnadigungen und Straferlassen. Zwei fanden besondere Beachtung. Auf der einen Seite wurde der zu 5 Jahren Haft verurteilte Adolf Hitler schon nach ca. 9 Monaten vorzeitig entlassen. Auf der anderen endete das Leid des Felix Fechenbach, dem Mitbegründer der USPD und Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrats in München während der Novemberrevolution. Er war 1922 aufgrund hauptsächlich falscher und erfundener Beschuldigungen vor dem Münchener Volksgerichtshof zu 11 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Die Proteste gegen diese „Rache“ des rechten Justizapparates waren sehr laut geworden und konnten offensichtlich nicht mehr ignoriert werden. Inwieweit diese Begnadigung von der Freilassung Hitlers ablenken sollte, können wir nicht beurteilen. Der Hamburger Anzeiger vom 20. 12. berichtete nicht nur die Tatsachen rund um die Entlassungen der Personen, sondern spekulierte auch im Falle von Hitler darüber, wie er sich nun politisch verhalten würde. Würde er weiter den Umsturz suchen, oder den parlamentarischen Weg gehen? Rosa Leu kennt die Einschätzung dieses Leitartiklers, der mit C. P. zeichnete.
In einer Sonderreihe zu Ostern präsentiert Alev Doğan, Host unseres gesellschaftspolitischen Podcasts Der 8. Tag Liebesbriefe berühmter Frauen und Männer. In dieser Folge hören Sie:1876: Alexander Graham Bell an Mable Hubbard. Der Mann, der das Telefon erfand, schenkte seiner Braut und Unterstützerin zur Hochzeit fast alle seine Unternehmensanteile an der Bell Telephone Company.1895: Oscar Wilde an Lord Alfred Douglas. Dass sie ihre Liebe offen ausleben, ist ein Skandal im viktorianischen England. Oscar Wilde wird wegen schwerer Unzucht zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Das Urteil vernichtet seine Existenz. Sein Werk wird verboten, sein Besitz zwangsversteigert. Nach der Freilassung aus dem Gefängnis stirbt er einsam und in Armut. 1. 00:00:18 | Alexander Graham Bell 2. 00:12:44 | Oscar Wilde ID:{45o55bYVwFccJnbcRzMeSe}
Der Schriftsteller, Journalist und Politiker Felix Fechenbach wurde 1922 in München wegen angeblichem Volksverrat in einem politisch motivierten Verfahren zu 11 Jahren Zuchthaus verurteilt. Sein Schicksal ist eines von vier Beispielen, die die Berliner Volks-Zeitung vom 15. Dezember aus der ganzen Welt zusammenträgt, unter dem Untertitel: Die Weltschmach der „politischen Gefangenen“. Ein klarer Appell an die demokratischen Republiken der Welt, eine wirklich unabhängige und nicht politisch agierende Judikative durchzusetzen. In der Aussage eines von der Zeitung zitierten Gefangenen findet sich eine pauschalisierende und abschätzige Bemerkung gegenüber Marokkaner*innen. Felix Fechenbach wurde aufgrund von anhaltenden Protesten im Jahre 1924 begnadigt, engagierte sich weiterhin politisch für die SPD und gegen den Aufstieg der NSDAP. Er wurde am 11. März 1933 verhaftet und wenige Monate später auf dem Weg ins KZ Dachau brutal ermordet. Frank Riede schaut für uns auf die „politischen Gefangenen“ in Amerika, Irland, im von Frankreich besetzten Gebiet und in Bayern.
25. August 2021, 19 Uhr Buchvorstellung. Christine Fischer-Defoy im Gespräch mit dem Herausgeber Thomas Flierl Als herausragende Architektin einer sozialen Moderne und verfolgte kommunistische Widerstandskämpferin ist Margarete Schütte-Lihotzky (1897–2000) eine legendäre Gestalt der österreichischen Zeitgeschichte, die erst spät Anerkennung in ihrem Heimatland fand. Bislang unbekannt blieb, dass sich nicht nur einige wenige von ihr ins Archiv der Universität der Angewandten Kunst Wien gegebene Briefe, sondern fast der gesamte Briefwechsel während ihrer Haftzeit (1941–1945) zwischen den Eheleuten Wilhelm Schütte (1900–1968) und Margarete Schütte-Lihotzky (1897–2000) erhalten hat. Er wurde von Margarete aufbewahrt und erst nach ihrem Tode aufgefunden. Thomas Flierl hat diesen Briefwechsel nun herausgegeben und kommentiert. Beide waren auf Vermittlung von Bruno Taut ab 1938 als Architekten in Istanbul tätig. Bei einer Kurierfahrt für die KPÖ nach Wien wurde Margarete Schütte-Lihotzky dort verhaftet und zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Wilhelm Schütte blieb in Istanbul und leistete ebenfalls – auf bisher unbekannte Weise – Widerstand gegen das Nazi-Regime. Anhand des Briefwechsels und gestützt auf die Prozess-Akten im Bundesarchiv, die neueren Forschungen zum Widerstand der KPÖ jener Jahre, eigene Recherchen in der Türkei sowie auf Dokumente des Komintern-Archivs in Moskau und The National Archives in London zeichnet Thomas Flierl in einem umfangreichen Nachwort das Leben von Margarete und Wilhelm Schütte zwischen 1937 und 1945 nach.
10 Prozent Zinsen! Tolles Geschäft, dachten sich gerade einfache Leute und vertrauten Adele Spitzeder ihre Ersparnisse an. Sie sollten das Geld nie wiedersehen. Am 20 Juli 1873 wurde die dubiose Bankerin zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt.
Otto Fleischer war ein renommierter Experte für den Steinkohleabbau, der wichtigsten Brennstoffquelle für Kraftwerke und Industrie damals. Man warf Fleischer und sieben weiteren Angeklagten vor, mit Bergbau-Funktionären im Ruhrgebiet, also im Westen, zusammengearbeitet zu haben, um Patente, Statistiken und andere Details zu verraten und die eigenen Bergwerke in und um Zwickau zu sabotieren. Fleischer bekam die höchste Strafe. Er wurde zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Prozess beginnt am 21. September 1953. Oberrichter Walter Ziegler stellt das Gericht vor und ruft die Angeklagten und Zeugen auf. Dann verliest der Generalstaatsanwalt der DDR, Ernst Melsheimer, die Anklage.
Story: Jay Wagner ist aufgrund einer Intrige seines Großvaters als Mörder zu 28 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Wagners Frau vertraut dem Großvater ahnungslos an, dass sie Nick Colton angeheuert hat, um ihren Mann zu befreien. Als der erste Fluchtversuch misslingt, vermutet Nick Verrat und sorgt dafür, dass die neuen Pläne geheim bleiben. Schrittweise entfaltet sich aus dem Plan zu Befreiung Wagners eine einzigartige Serie von Abenteuern und unglaublichen Ereignissen, die Filmgeschichte gemacht haben. DVD/Blu Ray-Release: 17.01.2017 (Koch Media GmbH) Breakout Genre: Action, Komödie Land: USA 1975 Laufzeit: ca. 96 min. FSK: 16 Regie: Tom Gries Drehbuch: Howard B. Krietsek, Marc Norman, Elliott Baker Mit Charles Bronson, Robert Duvall, Jill Ireland, Sheree North, Paul Mantee, Randy Quaid, Alejandro Rey, Roy Jenson, Sidney Clute, ... https://youtu.be/TraLHdSQRjM
Story: Jay Wagner ist aufgrund einer Intrige seines Großvaters als Mörder zu 28 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Wagners Frau vertraut dem Großvater ahnungslos an, dass sie Nick Colton angeheuert hat, um ihren Mann zu befreien. Als der erste Fluchtversuch misslingt, vermutet Nick Verrat und sorgt dafür, dass die neuen Pläne geheim bleiben. Schrittweise entfaltet sich aus dem Plan zu Befreiung Wagners eine einzigartige Serie von Abenteuern und unglaublichen Ereignissen, die Filmgeschichte gemacht haben. DVD/Blu Ray-Release: 17.01.2017 (Koch Media GmbH) Breakout Genre: Action, Komödie Land: USA 1975 Laufzeit: ca. 96 min. FSK: 16 Regie: Tom Gries Drehbuch: Howard B. Krietsek, Marc Norman, Elliott Baker Mit Charles Bronson, Robert Duvall, Jill Ireland, Sheree North, Paul Mantee, Randy Quaid, Alejandro Rey, Roy Jenson, Sidney Clute, ... https://youtu.be/TraLHdSQRjM
10 Prozent Zinsen auf Geldeinlagen, bar auf die Hand! Ein Traum gerade für die "kleinen Leute", den Adele Spitzeder versprach. Aber der Traum wurde für manche zum Alptraum. Und auf ein Leben in Saus und Braus folgte der jähe Absturz. Am 20. Juli 1873 wurde sie zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Autorin: Gabriele Bondy
Oscar Wilde war durch seine witzigen Gesellschaftskomödien zum Liebling der Londoner Gesellschaft geworden. Dann wurde er am 25. Mai 1895 wegen Homosexualität zu zwei Jahren Zuchthaus verurteil. Die Haft war die Hölle, seine Existenz war zerstört.
20.07.1873: Zehn Prozent Zinsen auf Geldeinlagen! Gleich bar auf die Hand! Ein Traum gerade für die "kleinen Leute", die Adele Spitzeder, einer Selfmade-Banquière im Königreich Bayern, Geld, Äcker und Grundstücke anvertrauten. Auf ein Leben in Saus und Braus folgte der jähe Absturz. Am 20. Juli 1873 wurde sie zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt.