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Medien-Beben: Trump, CNN & die Mega-Fusion bei ParamountSteht die US-Medienlandschaft vor einer tektonischen Verschiebung? In der neuesten Ausgabe von In kleiner Runde – Inside Medien analysieren Maurice Gajda und Julia die brennendsten Themen der Branche – von politischem Kalkül bis hin zur technologischen Revolution.Der Warner-Paramount-Deal: Wir blicken hinter die Kulissen der möglichen Fusion. Was bedeutet der Verkauf von Warner an Paramount für den globalen Streaming-Markt?Trump & CNN: Die politische Einflussnahme auf Nachrichtensender erreicht ein neues Level. Wir diskutieren, wie Donald Trumps Strategien die Ausrichtung von CNN beeinflussen könnten und was das für die journalistische Unabhängigkeit bedeutet.KI & Deepfakes: Zwischen Fake News und Innovation – wie KI-generierte Inhalte den Journalismus verändern und warum eine strikte Kennzeichnungspflicht jetzt überlebenswichtig ist.Privatsphäre vs. Öffentlichkeit: Wo ziehen wir die Grenze zwischen Entertainment und Datenschutz im digitalen Zeitalter?Maurice und Julia liefern messerscharfe Analysen zu den Machtkämpfen hinter den Kulissen und zeigen auf, welche Entwicklungen die Medienwelt von morgen prägen werden.Jetzt reinhören und Up-to-date bleiben!Hat dir die Analyse gefallen? Dann abonniere den Podcast, lass uns eine Bewertung da und diskutiere mit uns in den Kommentaren über die Zukunft von CNN!
Jahrzehntelang galt die strikte Ein-Kind-Doktrin. China fürchtete sich vor Überbevölkerung. Doch inzwischen ist alles anders. Die Bevölkerung schrumpft und die Behörden versuchen, Frauen zum Gebären zu motivieren. Auch mit unzimperlichen Methoden. China hat eine der tiefsten Geburtsraten der Welt. Laut Demographen kommen auf jede Chinesin durchschnittlich nur noch 0.9 Kinder. Das ist weniger als in den geburtenschwachen südeuropäischen Ländern. Und weit entfernt von den 2.1 Kindern, die nötig wären, um die Bevölkerungszahl stabil zu halten. Die Angst vor dem Bevölkerungsschwund hat dazu geführt, dass der Staat in den letzten Jahren den Druck auf junge Frauen stetig erhöht hat. Sie sollen wieder mehr Kinder auf die Welt bringen. Inzwischen heisst die offizielle Losung Drei-Kind-Politik. Die Behörden setzen auf Anreize, locken etwa mit Geburtenzulagen und Kindergeld. Doch sie scheuen auch nicht vor direkter Einflussnahme zurück. Verhütung wurde verteuert, frisch verheiratete Frauen bekommen Anrufe von Parteikadern, die sich erkundigen, wann sie endlich schwanger würden. Viele moderne Chinesinnen aber entziehen sich der staatlich verordneten Familienförderung. Sie wollen sich nicht in die traditionelle Hausfrauen- und Mutterrolle zurückdrängen lassen.
Jahrzehntelang galt die strikte Ein-Kind-Doktrin. China fürchtete sich vor Überbevölkerung. Doch inzwischen ist alles anders. Die Bevölkerung schrumpft und die Behörden versuchen, Frauen zum Gebären zu motivieren. Auch mit unzimperlichen Methoden. China hat eine der tiefsten Geburtsraten der Welt. Laut Demographen kommen auf jede Chinesin durchschnittlich nur noch 0.9 Kinder. Das ist weniger als in den geburtenschwachen südeuropäischen Ländern. Und weit entfernt von den 2.1 Kindern, die nötig wären, um die Bevölkerungszahl stabil zu halten. Die Angst vor dem Bevölkerungsschwund hat dazu geführt, dass der Staat in den letzten Jahren den Druck auf junge Frauen stetig erhöht hat. Sie sollen wieder mehr Kinder auf die Welt bringen. Inzwischen heisst die offizielle Losung Drei-Kind-Politik. Die Behörden setzen auf Anreize, locken etwa mit Geburtenzulagen und Kindergeld. Doch sie scheuen auch nicht vor direkter Einflussnahme zurück. Verhütung wurde verteuert, frisch verheiratete Frauen bekommen Anrufe von Parteikadern, die sich erkundigen, wann sie endlich schwanger würden. Viele moderne Chinesinnen aber entziehen sich der staatlich verordneten Familienförderung. Sie wollen sich nicht in die traditionelle Hausfrauen- und Mutterrolle zurückdrängen lassen.
Im März entscheidet die Schweiz über eine deutliche Senkung der Rundfunkgebühren. Die Gegner setzen auf Panikmache – bislang mit spürbarer Wirkung.Ein Standpunkt von Michael Straumann. Diesen Sonntag stimmen die Schweizer Bürger über die „Halbierungsinitiative“ ab, die einen radikalen Schnitt bei den Rundfunkgebühren fordert: Statt 335 Franken sollen Haushalte künftig nur noch 200 Franken pro Jahr bezahlen – Unternehmen würden ganz von der Abgabe befreit.Formell ist die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) ein privater Verein. In der Praxis jedoch agiert sie wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland. Die Finanzierung erfolgt obligatorisch: Jeder Haushalt zahlt – unabhängig davon, ob er das Angebot nutzt oder nicht. Eingetrieben werden die Gebühren von der Firma Serafe. International gilt die Schweiz als Spitzenreiterin, was die Höhe der geräteunabhängigen Rundfunkgebühren betrifft. (Foto 1 im Anhang)Seit Jahren nimmt der Unmut über die SRG zu. Er entzündet sich an zwei Punkten: an der Höhe der Gebühren und an der internen Funktionsweise der Anstalt. Trotz wiederholter Sparversprechen wachsen die Ausgaben kontinuierlich. Seit 2007 ist die Zahl der Mitarbeiter von rund 6.000 auf über 7.100 gestiegen. Allein im Jahr 2024 legten die Betriebskosten um 39 Millionen Franken zu. Zwar stellte SRG-Generaldirektorin Susanne Wille Einsparungen von 270 Millionen Franken bis 2029 in Aussicht. Vieles spricht jedoch dafür, dass es sich dabei vor allem um ein politisches Manöver handelt, um der Halbierungsinitiative den Wind aus den Segeln zu nehmen. Denn Reformversprechen gehören bei der SRG seit Jahren zum festen Repertoire. Bereits Armin Walpen, Roger de Weck und Gilles Marchand kündigten Sparrunden und Strukturreformen an. Geblieben ist es bei Ankündigungen – die Personalkosten steigen weiter.Gleichzeitig verschärft sich die Kritik an der inhaltliche Ausrichtung des Rundfunkprogramms. Seit Jahren wird der SRG politische Einseitigkeit vorgeworfen. Kritiker monieren, dass unbequeme Themen ausgeblendet und abweichende Positionen nicht nüchtern eingeordnet, sondern systematisch diskreditiert werden. (Foto 2 im Anhang)„Sowjetisierung“ der BerichterstattungAn Beispielen mangelt es nicht. So schwieg das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) wochenlang zu den EU-Sanktionen gegen die Schweizer Staatsbürger Jacques Baud und Nathalie Yamb. Nach der Erschießung des US-amerikanischen Politaktivisten Charlie Kirk wurde dieser als „rechtsextremer Influencer“ diffamiert; zugleich machte das SRF Donald Trump für das gesellschaftliche Klima in den USA verantwortlich, das zum Mord beigetragen habe.Auch über die „Twitter Files“ berichtete der Sender erst mit erheblicher Verzögerung. Zwar wurden Kontakte zwischen den US-Behörden und Twitter erwähnt, eine mögliche politische Einflussnahme blieb jedoch weitgehend ausgeklammert. 2024 rügte die Unabhängige Beschwerdeinstanz (UBI) das SRF zudem, weil es über die Veröffentlichung der deutschen RKI-Protokolle geschwiegen hatte. Swissinfo, ein Kanal der SRG, suggerierte in einem Artikel, eine Mehrheit der Bürger befürworte eine Annäherung der Schweiz an die NATO – obwohl Umfragen das Gegenteil nahelegen.Ähnlich wie in Deutschland haben die öffentlich-rechtlichen Journalisten in der Schweiz ein Faible für grüne Politiker. So zeigt eine Analyse der Weltwoche, dass in der SRF-Sendung Arena Vertreter der Grünen im Vergleich zu anderen Parteien überdurchschnittlich häufig eingeladen werden. Auch in gesellschaftspolitischen Fragen folgt die SRG unverkennbar dem Zeitgeist. So erklärte das SRF, das Publikum wünsche sich mehr gendergerechte Sprache – obwohl entsprechende Befragungen diese Annahme nicht stützen. Beim Thema Klima zeigt sich ein ähnliches Muster: In einer Ausgabe der Wissenschaftssendung Einstein wurde „Klimaskepsis“ als psychologisches Defizit eingeordnet....https://apolut.net/der-fallige-kahlschlag-von-michael-straumann/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
In dieser Talkshow wird die Frage verhandelt, warum der Eine Ring nicht schon viel früher vernichtet wurde. Mit Uli Hacke, Christian Weichmann und Timo Bieberstein geht es von Isildurs „menschlich unausweichlichem“ Versagen über die Grenzen elbischer Einflussnahme bis zur unbequemen Moralfrage, ob Gewalt als Prävention überhaupt legitim wäre – inklusive der Konsequenzen eines möglichen „rechtmäßigen Königsmords“.
Antje Heimsoeth Podcast - Erfolg I Motivation I Leadership I Mentale Stärke im Verkauf
Stress gehört zum Führungsalltag. Angesichts sich schnell wandelnder Gegebenheiten ist es heute wichtiger denn je, zu wissen, wie sich mit Stress umgehen lässt. Wir müssen lernen, ihn anzunehmen und abzubauen, um nicht aus der Balance zu geraten. Wie man unter Druck ruhig bleibt, ist neben Selbstvertrauen deshalb eine der wichtigsten Eigenschaften für Führungskräfte. Denn die Fähigkeit, mit seinen Emotionen bewusst umzugehen und unter Druck gelassen zu bleiben, wirkt sich direkt auf die eigene Performance aus. Und übrigens auch auf die Gesundheit: Forscher des US National Bureau of Economic Research fanden nämlich heraus, dass dauergestresste Topmanager schneller altern und damit auch früher sterben können. Stress trifft jedoch besonders die mittlere Führungsebene: Eine Studie der Hamburger Kühne Logistics University zu den Auswirkungen von Stress auf Führungskräfte weist nach, dass die Burnout-Neigung in jenen Hierarchieebenen am stärksten ist, die am wenigsten Einfluss nehmen können. Mit anderen Worten: Je mehr Kontrollerleben, desto größer die Selbstwirksamkeit, also das Gefühl, den Aufgaben und Erwartungen kompetent begegnen zu können, und das Machtgefühl, also die Möglichkeit der Einflussnahme. Das reduziert Stress. Gelassen bleiben: Viele Manager stressen sich durch eigenen Leistungsanspruch Oft sind es innere Stressfaktoren, die belasten: Eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement und der TU München stellte fest, dass der überwiegende Teil der befragten Projektmanager, die mehrheitlich als Führungskräfte im Einsatz waren, am eigenen Leistungsanspruch (88 %) scheitert. Fast sechs von zehn Befragten fiel es schwer, abzuschalten und sich abzugrenzen. Vier von zehn Managern waren zudem nicht in der Lage, zu delegieren. Ein gutes Selbstmanagement, geprägt von mentaler und emotionaler Stärke, kann also erheblich dazu beitragen, den eigenen Stress zu reduzieren. Was also können Führungskräfte tun, um Stress gut zu bewältigen und vielleicht sogar zu reduzieren? Weiterlesen in meinem Buch „Mentale Gesundheit: Wie wir entspannt unsere Leistungsfähigkeit erhalten“: https://antje-heimsoeth.com/shop-buecher-und-mehr/buch-mentale-gesundheit/ Noch eine wichtige Bitte: Ihre Gedanken und Erfahrungen mit meinem Podcast sind mir sehr wichtig! Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar und beschreiben Sie sehr gerne in ein paar Worten, wie der Podcast Ihr berufliches und persönliches Leben beeinflusst hat. Und: Meine Arbeit lebt von guten Bewertungen. Wenn Ihnen diese Folge geholfen hat, freue ich mich, wenn Sie mir eine gute Bewertung auf iTunes und/oder Spotify geben. Der Beitrag Gelassenheit als Führungsprinzip erschien zuerst auf Heimsoeth Academy.
Journalistisch zu arbeiten ist im jungen griechischen Staat nie leicht gewesen. Vor allem wenn es um politische Einflussnahme geht. Regelmäßig bleiben Skandale aus Wirtschaft, Gesundheitswesen und Politik unaufgeklärt, beklagen griechische Journalistinnen und Journalisten. Wer ernsthaft recherchiert wird zensiert, oft sogar heimlich abgehört. Die rechtskonservative Regierung dementiert regelmäßig die Vorwürfe und beschwichtigt. Gibt es Zensur im griechischen Journalismus? Ein dramatisches Stimmungsbild zur Lage der Pressearbeit im Jahr 2023 aus einem Staat mitten in Europa. Von Marianthi Milona
Am 24. Februar 2022 überfällt Russland die Ukraine. In kürzester Zeit besetzt die russische Armee Gebiete im Süden und Osten des Landes und es beginnt die systematische Überwachung und Indoktrinierung der lokalen Bevölkerung. Korrespondentin Rebeca Barth aus dem ARD-Studio Kiew erzählt die Geschichte der ukrainischen Familie Melnyk. 2022 werden Eltern und zwei Kinder von der russischen Invasion überrascht. In der plötzlich besetzten Zone kämpft die Familie ums Überleben und versucht, der russischen Propaganda und Einflussnahme in Schule und Alltag zu entkommen. Alle Berichte und Updates hier: https://www.tagesschau.de/thema/ukraine Für den Deutschlandfunk haben Rebecca und ihre Kolleginnen Ellina Samovilova und Kateryna Lutska auch mit ukrainischen Lehrerinnen gesprochen, die zur Zusammenarbeit mit Russland gedrängt wurden – und die nach einer Flucht in die Westukraine nun Kinder in den besetzten Gebieten online unterrichten: https://www.deutschlandfunk.de/der-landraub-wie-russland-die-ukraine-russifziert-100.html Auch in Russland selbst sind die Bürgerinnen und Bürger Überwachung ausgesetzt. In dieser früheren 11KM-Folge „Strafkolonie als Teenager: Putins System der Unterdrückung “ erzählen wir die Geschichte des jüngsten politischen Gefangenen Russlands: https://1.ard.de/11KM_Strafkolonie_Teenager Hier geht's zu „Streitkräfte und Strategien“, unserem Podcast-Tipp: https://1.ard.de/Streitkraefte_und_Strategien Diese und viele weitere Folgen von 11KM findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch hier in der ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/11km-der-tagesschau-podcast/12200383/ An dieser Folge waren beteiligt: Folgenautor: Niklas Münch Mitarbeit: Marc Hoffmann Host: David Krause Produktion: Christiane Gerheuser-Kamp, Viktor Fölsner-Veress, Ruth-Maria Ostermann, Hanna Brünjes Planung: Nicole Dienemann und Hardy Funk Distribution: Kerstin Ammermann Redaktionsleitung: Yasemin Yüksel und Fumiko Lipp 11KM: der tagesschau-Podcast wird produziert von BR24 und NDR Info. Die redaktionelle Verantwortung für diese Episode liegt beim BR
Vier Jahre nach Kriegsbeginn ringt Deutschland weiter um seinen Kurs gegenüber Russland.Roderich Kiesewetter erzählt, warum er den Angriff früh kommen sah, wie russische Einflussnahme in Berlin wirkte - und wie ihn über Jahre eine Frau ansprach, die später als Spionin enttarnt wurde. Er kritisiert zudem die zögerliche Waffenhilfe und das Ausbleiben der Taurus-Vorbereitung.Seine Kernbotschaft: Wer „nie wieder Krieg“ will, darf „nie wieder wehrlos“ sein. Hat Deutschland daraus gelernt?Buch-Tipp: „Was wollen wir? Was können wir?" von Roderich Kiesewetterhttps://www.ullstein.de/werke/was-wollen-wir-was-koennen-wir/hardcover/9783430212199Wenn euch der Podcast gefällt, lasst gerne Like & Abo da!GANZ NEU: Diskutiert mit Paul, Filipp & unseren Gästen und erfahrt noch mehr über die Hintergründe der Episoden auf joincampfire.fm/ronzheimerPaul auf Instagram | Paul auf XRONZHEIMER. jetzt auch im Video auf YouTube!Redaktion: Filipp Piatov, Lieven Jenrich u. Moritz MüllerExecutive Producer: Daniel van Moll Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
(#191) Dies ist die zweite Folge der 3-teiligen Serie über Kontrolle und mehr Einflussnahme in deinem Leben, beruflich wie privat. Wenn du Teil 1 der Serie noch nicht gehört hast, starte am besten dort bei Folge #190. In dieser zweiten Folge geht es darum, wie du durch mehr Abwechslung und Varianz mehr Energie in deinem Leben und deiner Selbstständigkeit freisetzt. Klar, Routinen stützen dich und vermitteln dir ein Gefühl von Stabilität. Doch wenn du nur noch funktionierst, kann dir deine Lebendigkeit leicht flöten gehen und dein Energielevel sinkt. Dein Leben und auch deine Selbstständigkeit profitieren davon, wenn du bewusst Impulse setzt, die dich herausfordern, inspirieren und für gezielte Abwechslung sorgen. Vollständige Shownotes und weitere Informationen findest du unter https://julia-lakaemper.com/podcast/191/
Gespräch vom 12. Februar 2026 mit Journalist und Autor Ijoma Mangold und Dr. Jürgen Schaaf (Europäische Zentralbank), moderiert von Claudia Wehrle (ARD-Finanzredaktion). Bitcoin wollte einst das existierende Finanzsystem revolutionieren und ist heute längst Teil davon. Ursprünglich entstand die Kryptowährung als Antwort auf die Finanzkrise: Transaktionen sollten dezentral und kryptografisch gesichert, ohne Banken und frei von staatlicher Einflussnahme funktionieren. Das Versprechen lautete: finanzielle Selbstbestimmung für alle. Die Realität fällt deutlich ambivalenter aus. Einige wenige hat Bitcoin sehr reich gemacht, viele andere haben ohne Sicherheitsnetz ihr Vermögen verloren. Gleichzeitig ist ein völlig neues Segment im Finanzmarkt entstanden. Ist das Versprechen größerer Selbstbestimmung und Dezentralität haltbar? Denn wenn staatliche Souveränität über Geld schwindet, bleibt das nicht ohne Folgen für Demokratie und Gemeinwohl. Es stellt sich aber auch die Frage: Wie reformbedürftig und -fähig ist unser Finanzwesen?
Gefälschte Sport-Highlights, erfundene Marvel-Szenen, manipulierte Politik-Clips: KI-generierte Videos überschwemmen YouTube, TikTok und Instagram. In dieser Folge der Tech Lounge sprechen Sascha Pallenberg und Don Dahlmann darüber, warum sogenannter „AI-Slop“ mehr ist als nur nerviger Content. Es geht um Bot-Farmen, Monetarisierungsmodelle, politische Einflussnahme – und die Frage, warum wir Medikamente streng regulieren, aber KI-Modelle praktisch ungebremst auf Milliarden Menschen loslassen. Brauchen wir verpflichtende Wasserzeichen? Algorithmische Abwertung? Eine digitale „Pausetaste“?Eine Analyse über Plattformmacht, Regulierung – und die Zukunft von Wahrheit im Netz.
(#190) Diese Folge ist der Auftakt zu einer dreiteiligen Serie über Kontrolle und Einflussnahme in deinem Leben, beruflich wie privat. Keine Frage: Du kannst nicht alles in deinem Leben kontrollieren. Es geht in dieser Podcastserie also darum, klar zu unterscheiden zwischen dem, was außerhalb deiner Macht liegt – und dem, worüber du bewusst entscheiden kannst: Welcher Sichtweise du folgst, ob du Neues in deinem Leben kultivierst und wie du deinen Tag gestaltest. In dieser ersten Folge der Serie geht es darum, wie du durch deine Sichtweise Einfluss auf dich, die Welt und deine Selbständigkeit nimmst. Vollständige Shownotes und weitere Informationen findest du unter https://julia-lakaemper.com/podcast/190/
Kein Frieden? Deutschland unter fremden EinflussDeutschland ist Ziel ausländischer Einflussnahme – etwa durch Russland, China oder islamistische Regime wie Iran oder Katar. Ziel ist es, Wahlen zu beeinflussen, Islamismus zu forcieren und Narrative in Debatten zu prägen.Laut der Sicherheitsexpertin Rebecca Schönenbach ist diese Einflussnahme meist legal. So knüpfen Lobbyisten persönliche Beziehungen zu Politikern und Journalisten, während Medien und Vereine fragwürdige Spenden erhalten.Schönenbach sieht diesen Einfluss der Autokraten als Teil einer hybriden Kriegsführung gegen den Westen. Deutschland befinde sich nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im Frieden – es fänden permanent Angriffe statt.Heute am Mikro: Dominik Steffens-----------------Unterstütze uns auf Paypal oder werde Patreon und erhalte Exklusiv-Content!Folgt uns auf Instagram, um nichts zu verpassen: @based_medienbasedpodcast.de
Die teilweise Veröffentlichung der mehr als drei Millionen Epstein-Akten löst in den USA scharfe Kritik aus: Überlebende und ihre Vertreter werfen dem Justizministerium vor, Opfer preiszugeben, während einflussreiche Namen geschwärzt werden. Bei einer hitzigen Anhörung im Senat geriet Justizministerin Pam Bondi parteiübergreifend unter Druck und musste sich Vorwürfen mangelnder Transparenz und politischer Einflussnahme stellen. Für viele Betroffene ist der Umgang mit den Dokumenten kein Schutz – sondern ein weiterer Vertrauensbruch.
Die Schweiz tue immer noch zu wenig gegen chinesische Überwachung: Das kritisieren mehrere Organisationen, die sich für die tibetische und uigurische Diaspora einsetzen. Beide Gruppen werden von China eingeschüchtert. Ralph Weber von der Uni Basel sagt, ob man von der Politik mehr erwarten könne. · Die Arktis steht spätestens seit US-Präsident Trumps Übernahmeplänen für Grönland wieder im Fokus der Geopolitik. Grossbritannien verdoppelt jetzt die Zahl der Truppen in Norwegen von 1000 auf 2000. Gleichzeitig hat am Mittwoch in der Region die Nato-Übung «Arctic Sentry» begonnen. Nordeuropa-Korrespondent über die Aufrüstung in der Arktis. · Südkorea hat diese Woche überraschend angekündigt, dass es eine gemeinsame Industriezone mit Nordkorea wieder eröffnen will. Über Jahre hatten die beiden Länder gemeinsam Fabriken betrieben, doch seit 2016 liegt das Projekt auf Eis. Martin Fritz, freier Journalist in Tokio, sagt, warum Südkorea nun einen Schritt auf seinen nördlichen Nachbarn zugeht. · Der Bierkonzern Heineken will bis zu 6000 Stellen streichen – rund 7 Prozent der Belegschaft. Begründet wird der Abbau zum einen damit, dass weniger Bier getrunken wird – zum anderen aber auch damit, dass Heineken profitabler werden soll. Wirtschaftsredaktor Klaus Bonanomi erklärt, wie das zu den Entwicklungen im gesamten Biermarkt passt.
Philip Glass sagt die Uraufführung seiner Sinfonie über Abraham Lincoln im Kennedy Center ab, Bad Bunny setzt in der Halftime-Show des Super Bowl politische Zeichen: In den USA sehen sich Künstlerinnen und Künstler zunehmend politischen Eingriffen in das kulturelle Leben ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund spricht Ulla Zierau mit dem Musikwissenschaftler Mario Dunkel über die Bedeutung einer freien Kulturszene für eine demokratische Gesellschaft.
Ein Kommentar von Claudia Töpper.Am Montag, den 09. Februar 2026 veröffentlichte die deutsche Nachrichtenseite tagesschau.de einen Bericht über die scheinbaren Verwicklungen zwischen Influencern und russischen Denkfabriken. Letztere sollen sich als Stiftungen tarnen. Gemeinsam sollen sie russische Propaganda in Form von Desinformation verbreiten. Diese Verbindung wird als Storm-1516 bezeichnet.[1] Laut der Tagesschau sei das Ziel von Russland, Deutschland und vor allem dem deutschen Bundeskanzler, Friedrich Merz massiv zu schaden.[2]Am 19. Januar 2026 kam es erneut zu einem Vorfall hinter dem Russland stecken soll. Auf der brasilianischen Nachrichtenplattform Nova Resistência [zu Deutsch: Neuer Widerstand], wurde ein Artikel veröffentlicht, in dem Friedrich Merz scheinbar zugestimmt haben soll, in Brasilien ein Stadion zu finanzieren.[3] Dieser Sachverhalt scheint jedoch nicht der Wahrheit zu entsprechen und soll von den russischen Propagandisten erfunden worden sein.[4] Laut tagesschau.de soll der Brasilianer, Raphael Machado Anführer der Nachrichtenplattform Nova Resistência sein. Doch auf der offiziellen Internetseite wird weder Machado noch ein anderer Name als Anführer und Inhaber der Seite genannt.[5] Die angeführten Beweise für eine russische Einflussnahme sind kaum haltbar.Storm-1516Laut tagesschau.de ist Storm-1516 „teil einer ausgeklügelten russischen Desinformationskampagne.“[6] Weiter heißt es, dass Deutschland seit Monaten von dieser Gruppierung medial angegriffen werden würde.Am 12. Dezember 2025 hatte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Giese öffentlich erklärt: „Wir können heute verbindlich sagen, dass Russland durch die Kampagne Storm-1516 versucht hat sowohl die letzte Bundestagswahl als auch fortlaufend die inneren Angelegenheiten der Bundesrepublik Deutschland zu beeinflussen und zu destabilisieren.“[7]Weiter erklärt die Tagesschau, dass diese Falschmeldungen auf nachgemachten Internetseiten, wie vom Stern und der Frankfurter Rundschau erscheinen und durch eine Gruppe von Influencern durch Videos auf der Plattform X verbreitet werden.[8]Der US-Kommunikationswissenschaftler, Darren Linvill von der Clemson University forscht seit 2023 zu der Gruppierung Storm-1516. Zu der Beteiligung von X sagt er: „X habe kein Interesse daran, diese Desinformationskampagne einzudämmen. Dabei verstießen die Accounts gegen die Regeln der Plattform und sollten gesperrt werden. Tatsächlich untersagt X das Teilen unauthentischer Inhalte." [9]BeweiseAls Beweis dafür, dass hinter diesen Artikeln tatsächlich eine Zusammenarbeit zwischen Influencern und Russland stecke, führt die Tagesschau zum einen Recherchen des NDR und CORRECTIV an.[10] Zum anderen soll diese Gruppierung seit Jahren Falschmeldungen über die Ukraine und deren Unterstützer verbreiten.[11] Zusätzlich erwähnt die Tagesschau als Beweis für die Existenz der Gruppierung Storm- 1516, dass Aktivisten des Gnida-Projekts bereits mehrere solch falscher Artikel über Friedrich Merz gefunden haben sollen und nur aufgrund dieser Seite soll es dem NDR möglich gewesen sein, in dem Zeitraum von Mai 2025 bis Januar 2026 insgesamt 11 Falschmeldungen zu finden.[12]Eine genauere Betrachtung der Internetseite des Gnida-Projekts lässt jedoch an der Seriosität dieses Blogs zweifeln.[13] Zunächst wird niemand genannt, der sich hinter diesem Projekt verbirgt. Des Weiteren ist hier eine Beschreibung des Projektes zu finden, die aus dem russischen ins Deutsche übersetzt heißt: „Allrussisches Forschungsinstitut für Schädlinge/Abschaum“. Diese Wortwahl deutet eher auf eine Seite hin, die von der ANTIFA entwickelt worden sein könnte, als das es sich um eine offizielle russische Seite handelt. ...https://apolut.net/storm-1516-steckt-russland-wirklich-dahinter-von-claudia-topper/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Am 20.Oktober 2023 wurde der langjährige Justiz-Spitzenbeamte Christian Pilnacek tot in einem Seitenarm der Donau aufgefunden. Bis heute gibt es einige Fragen, etwa über die Ermittlungsschritte nach dm Fund. Die FPÖ vermutet, dass es zu politischer Einflussnahme in der "Causa Pilnacek" gekommen sei und hat deswegen einen Untersuchungsausschuss (U-Ausschuss) bewirkt. Die ersten Befragungstage haben bereits stattgefunden. Warum bewegt die Causa Politik und Öffentlichkeit weiterhin? Welche Erkenntnisse konnten bereits gewonnen werden? Welche Fragen gilt es noch zu klären und wie geht es nun weiter? Darüber spricht Studio KURIER-Host Caroline Bartos mit Innenpolitik-Redakteur Christian Böhmer. Guter Journalismus bringt Klarheit – und kostet Geld. Mit einem KURIER Digital Abo können Sie unsere Arbeit unterstützen.Alles klar? “Studio KURIER” - überall wo es Podcasts gibt und auch auf Youtube als Video-Podcast.Abonniert unseren Podcast auf Apple Podcasts oder Spotify und hinterlasst uns eine Bewertung, wenn euch der Podcast gefällt. Mehr Podcasts gibt es auch unter kurier.at/podcasts. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Der Absturz des deutschen Rechtssystems ist unübersehbar. Kritiker werden verfolgt, Ärzte immer noch für Masken – und Impfatteste eingesperrt. Dieses „Willkürsystem“ zeigt der Journalist und Politologe Thomas Moser am Beispiel des Prozesses gegen den Querdenker-Gründer Michael Ballweg auf. Er hat das absurde Verfahren vor Ort beobachtet und in seinem Buch „Der missbrauchte Rechtsstaat“ akribisch beschrieben. Ein Dokument der Schande über eine willig instrumentalisierte Staatsanwaltschaft, neun Monate Haft ohne jede Grundlage und politische Einflussnahme einer Landesregierung. Ich würde mich freuen, wenn ihr meine unabhängige journalistische Arbeit unterstützt, damit ich auch in Zukunft weitermachen kann. Vielen Dank! Ich möchte mich auch ganz herzlich bei allen bedanken, die mich bereits unterstützen. Milena Preradovic Name: Milena Preradovic IBAN: AT40 2070 2000 2509 6694 BIC: SPFNAT21XXX oder paypal.me/punktpreradovic oder Cryptos Unterstützung in SOL und NAKMAK: 2CaVpf3NJEFdoUZeMAWvTK8aQzxQsMrgTBz5kWiH3Qvy Buchbestellung „Der missbrauchte Rechtsstaat“: https://www.buchkomplizen.de/der-missbrauchte-rechtsstaat.html ---------------------------- Website: https://punkt-preradovic.com Odysee: https://odysee.com/@Punkt.PRERADOVIC:f Telegram: https://t.me/punktpreradovic Linkedin: https://www.linkedin.com/in/milena-preradovic-4a2836147/?originalSubdomain=at Twitter: https://twitter.com/punktpreradovic Facebook: https://www.facebook.com/punktpreradovic/ Instagram: https://www.instagram.com/punktpreradovic/ theplattform: https://theplattform.net #justiz #rechtsstaat #ballweg #prozess #staatsanwaltschaft #politik #politprozess #staatsschutz #landesregierungbw
Journalismus sieht sich gerne als die vierte Säule der Macht. Im besten Fall dient er der Öffentlichkeit als Wachhund, der den Mächtigen auf die Finger schaut. Nicht alle sehen das so. Besonders kritisiert werden mediale Vorverurteilung, Ego-Shows auf Kosten Beschuldigter und Einflussnahme auf laufende Verfahren. Ein Streitgespräch zwischen Falter-Chefredakteur Florian Klenk und dem Anwalt Robert Kerschbaumer, der etwa Egisto Ott vertritt. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Ich habe Peter Hochegger gefragt, wie er so korrupt wurde. Wo ist er im Leben falsch abgebogen? Was ist da passiert? Der Versuch, die menschliche Seite hinter Korruption besser zu verstehen.
Ein Standpunkt von Uwe Froschauer.Während der Krieg in der Ukraine bereits die Grundfesten der internationalen Nachkriegsordnung erschüttert, mehren sich weltweit die Anzeichen für eine Rückkehr klassischer Machtpolitik. Die Ordnung, die nach 1945 auf Prinzipien wie staatlicher Souveränität, territorialer Unverletzlichkeit und multilateraler Konfliktlösung beruhte, gerät zunehmend unter Druck. In dieses Klima geopolitischer Instabilität stößt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump mit einer Politik, die weniger auf Regeln als auf Durchsetzung setzt – militärisch, ökonomisch und rhetorisch.Die jüngsten Ereignisse in Venezuela, der eskalierende Streit um Grönland und Trumps aggressive Zollpolitik gegenüber europäischen Staaten zeichnen das Bild eines neuen amerikanischen Imperialismus: nicht mehr in Form klassischer Kolonialverwaltung, sondern als Kombination aus wirtschaftlichem Zwang, militärischer Präsenz und strategischer Einflussnahme.Venezuela: Öl als geopolitische BeuteAnfang Januar 2026 führten die USA militärische Operationen in Venezuela durch. Präsident Nicolás Maduro wurde festgesetzt und außer Landes gebracht. Offiziell sprach Washington von einer „Übergangsphase zur Stabilisierung des Landes“. Trump selbst erklärte, die USA würden Venezuela „so lange führen, bis Ordnung und Vernunft hergestellt seien“.Venezuela besitzt nach Angaben der OPEC mit rund 303 Milliarden Barrel die größten nachgewiesenen Erdölreserven der Welt. Öl macht über 90 % der venezolanischen Exporterlöse aus. Die politische Kontrolle über Caracas bedeutet damit direkten Zugriff auf einen der strategisch wichtigsten Energiestandorte des Planeten.Historisch erinnert dieses Vorgehen an die Logik kolonialer Rohstoffpolitik: Auch europäische Imperien des 19. Jahrhunderts rechtfertigten ihre Interventionen in Afrika und Asien mit dem Versprechen von Ordnung, Fortschritt und Stabilität, während sie faktisch Handelswege, Arbeitskräfte und Ressourcen unter ihre Kontrolle brachten. Besonders das britische Empire perfektionierte diese Form indirekter Herrschaft. London regierte weite Teile seines Weltreiches nicht primär durch formale Annexion, sondern durch wirtschaftliche Abhängigkeiten, militärische Präsenz und lokale Eliten, die britische Interessen absicherten.In Indien etwa zerstörte die britische Kolonialverwaltung gezielt die einheimische Textilproduktion, um den Absatz britischer Industriewaren zu sichern. Millionen Menschen wurden in ein System eingebunden, das Rohstoffe lieferte und Fertigwaren importierte. In Afrika sicherte sich Großbritannien strategische Routen – vom Suezkanal bis zum Kap der Guten Hoffnung – weniger aus kulturellem Sendungsbewusstsein als aus nüchterner Kalkulation: Kontrolle über Transportwege bedeutete Kontrolle über Märkte. Koloniale Gewalt wurde dabei regelmäßig als notwendige Maßnahme zur „Befriedung“ verkauft.Der britische Ökonom John Hobson beschrieb Imperialismus bereits 1902 als„die Suche nach neuen Absatzmärkten und Rohstoffquellen unter militärischem Schutz“.Diese Diagnose zielte direkt auf das britische Weltreich: auf einen Staat, der politische Expansion betrieb, um wirtschaftliche Überproduktion zu kanalisieren und Investitionen abzusichern. Was damals Flaggen, Handelskompanien und Kolonialverwaltungen leisteten, übernehmen heute Sanktionen, Militärbasen und internationale Abkommen. Die Form hat sich verändert – die Logik nicht.So wie das Empire einst unter dem Banner von Zivilisation und Ordnung Rohstoffräume erschloss, legitimieren moderne Großmächte ihre Eingriffe mit Sicherheitsargumenten und Stabilitätsversprechen. Der Zugriff auf Öl, seltene Erden oder strategische Territorien folgt dabei einem bekannten Muster: Wer die Ressourcen kontrolliert, kontrolliert den Handlungsspielraum der anderen. Der britische Imperialismus war das historische Lehrstück dieser Strategie – der heutige Imperialismus ist ihre aktualisierte Version.... Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Hinweis zur Einordnung: In dieser Folge sprechen wir stellenweise über Trainingshilfsmittel, deren Verwendung in Österreich und/oder Deutschland verboten sein kann. Diese Passagen dienen ausschließlich der theoretischen Einordnung sowie der Darstellung historischer bzw. vergangener Praxis- und Entwicklungsszenarien. Wir wollen damit weder eine Anwendung empfehlen noch eine Umgehung oder Rechtfertigung gegenüber bestehenden Verboten diskutieren oder unterstützen. Bitte informiert euch über die jeweils geltende Rechtslage in eurem Land und haltet euch in jedem Fall an die anwendbaren gesetzlichen Vorgaben.
Diese Serie analysiert die politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung Venezuelas seit dem Ende der Militärdiktatur und fragt nach den strukturellen Spannungen zwischen kapitalistischer Ordnung, demokratischer Legitimation und externer Einflussnahme. Der erste Teil rekonstruiert die Ordnung der Jahre vor 1998 und legt jene institutionellen und ökonomischen Grundlagen offen, auf denen spätere Brüche und Transformationen aufbauten. DieWeiterlesen
Donald Trump eskaliert gleich an zwei Fronten: Während Europa beim Grönland-„Deal“ klar auf Distanz geht, rätselt die Welt, ob ein US-Schlag gegen den Iran unmittelbar bevorsteht.In dieser Folge ordnet ZEIT-Korrespondentin Juliane Schäuble ein, warum der „Grönland-Gipfel“ mit Dänemark und Grönland in Washington vorerst gescheitert ist - und weshalb Trump trotzdem weiter auf Annexion, Kauf oder zumindest maximale Einflussnahme drängt. Die beiden sprechen über den innenpolitischen Timing-Faktor Midterms, die begrenzte Zustimmung in den USA, die strategische Bedeutung der Arktis (Rohstoffe, Russland, China) - und darüber, was Europa realistischerweise entgegensetzen kann. Außerdem: Ein republikanischer Gesetzentwurf zur Integration Grönlands als „51. Staat“ und die Frage, wie gefährlich diese Rhetorik für die NATO werden kann.Zum Schluss der Blick auf den Iran: Hinweise auf einen möglichen US-Militärschlag, Trumps widersprüchliche Signale, die Risiken eines Regime-Change-Narrativs - und warum ein „Deal“ trotz allem jederzeit wieder auf dem Tisch liegen könnte.Wenn euch der Podcast gefällt, lasst gerne Like & Abo da!GANZ NEU: Diskutiert mit Paul, Filipp & unseren Gästen und erfahrt noch mehr über die Hintergründe der Episoden auf joincampfire.fm/ronzheimerPaul auf Instagram | Paul auf XRONZHEIMER. jetzt auch im Video auf YouTube!Redaktion: Filipp Piatov, Lieven Jenrich u. Moritz MüllerExecutive Producer: Daniel van Moll Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Manchmal kann das Leben eines Reisejournalisten schon verdammt hart sein: „…Für unsere Suite im 56. Stock zahlen wir noch einmal 7000 € und sind maßlos enttäuscht. Das Essen ist schlecht (500 € für eine trockene Languste), die Technik versagt überall. Ein Zwischenstopp, den wir uns besser erspart hätten…“ Kommentar: Jürgen Drensek Na, da stellt man sich doch gerne die strenge Mine der Reisekosten-Sachbearbeiterin vor, bei der der kritische Kollege und Hoteltester (übrigens lange Jahre Ressortleiter einer renommierten deutschen Sonntags-Zeitung) hinterher seine Undercover-Recherche abrechnete. Solche unlängst tatsächlich gedruckten Kleinodien deutscher Dichtkunst sind nicht ganz unschuldig am Ruf der Reisejournaille, immer die ersten am Kaviarstand und die letzten an der Champagner-Bar zu sein. Dabei ist es doch ein Bild, das mittlerweile nur noch zum manchmal amüsanten Klischee taugt. Das Gros der Fachjournalisten, die sich dem Thema Reise und Tourismus widmen, dürfte sich weniger um angebrannte Schalentiere im arabischen Luxus-Märchenschloss sorgen, als um die Honorar-Abrechnung am Monatsende. Die Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ) hat sich bei den Kolleginnen und Kollegen, die vorwiegend die weite Welt in die Tageszeitungen bringen, einmal umgehört. Das Ergebnis erschreckt: knappe 1700 € beträgt das durchschnittliche Monats-Einkommen bei freiberuflichen Print-Journalisten. Vor Steuer und Renten-Versicherung wohlbemerkt. Das ist weniger, als ein Berufsanfänger tariflich nach dem Volontariat verdient; dabei sind die meisten Reisejournalisten schon weit jenseits der 40. Wer tut sich das an? Vordergründig möchte man sagen Lebenskünstler, Entdecker-Naturen, unruhige Geister, die es nicht am heimischen Redaktionsschreibtisch hält. Oder vielleicht doch eher Masochisten, denen es nichts ausmacht, im journalistischen Standesdünkel nur mit Näschen-Rümpfen als zugehörig zur Zunft akzeptiert zu werden? In einer Branche, in der Politikredakteure oder eitle Fernsehmoderatoren den Platz in der ersten Reihe beanspruchen – die sogar, wenn sie selbst das „Guten Abend“ vom Teleprompter auf der Kamera ablesen müssen… Wer sich heute mit professionellem Anspruch auf das Gebiet des Reisejournalismus begibt, braucht ein dickes Fell – und möglichst einen Partner, der das Geld verdient. Eine reiche Erbtante, die den Drang in die Ferne post mortem unterstützt, ist allerdings auch ganz hilfreich… Zwischen „Rudel-Verhalten“ und Redaktions-Alltag Aber man sollte auch durchaus selbstkritisch sein: Der anonym bleiben wollende Pressesprecher erinnert sich mit Grausen. Neulich auf Ibiza habe er bei einer typischen Journalistengruppe mal etwas „ganz Revolutionäres“ versucht: Abends sollten sich die Kollegen alleine „für die Recherche“ ins Nachtleben der Partymetropole stürzen. Sogar gegen Quittung auf Kosten des Veranstalters… Er hat sie dann doch eine halbe Stunde später alle am Anfang von Eivissas „Rennbahn“ mit der vielleicht europaweit höchsten Entertainment-Dichte wieder getroffen. Etwas hilflos als Gruppe zusammenstehend. Und mit der Bitte, ob er denn nicht einen Tipp hätte, wo man hier am besten hingehen sollte… Gemeinsam. „Wenn unsere Studienreise-Gäste in der Fremde nur halb so unbeholfen wären, wie ein Rudel verwöhnter Journalisten…“, resigniert der PR-Mann, dem nach vielen Jahren Pressebetreuung nichts Menschliches mehr fremd ist, und lässt die Antwort lieber offen… Ein Einzelfall? Wer schon einmal auf Journalistenreise dabei war – also bei der klassischen Form der „Recherche“ vor Ort – wird Dutzende ähnlicher Geschichten erzählen können. Kein Wunder, dass frustrierte Fachkollegen manchmal den Eindruck haben, der Reisejournalismus entwickele sich immer mehr zum Tummelplatz des Dilettantismus. Das Problem ist erkannt, aber nicht gebannt. Im Gegenteil. Zwar rangieren Reiseberichte gleich nach dem Sport auf einem Spitzenplatz des Leser-, Hörer- oder Zuschauerinteresses, aber in der Redaktionshierarchie sind die Tourismus-Fachleute nach wie vor die Kellerkinder. Die meisten Chefredakteure betreiben die Geringschätzung mit System: Über Reisen könne jeder schreiben. Alle sind schließlich Urlaubs-Fachleute aus eigener Erfahrung… Was bei der Beschickung selbst von langweiligen Parteitagen undenkbar wäre und zu einem Aufstand der politischen Redaktion führen würde, ist bei Presse-Einladungen touristischer Veranstalter Redaktionsalltag: Die Journalistenreise als Belohnungs-Zückerchen. Mal fünf Tage in die Sonne – aber bitte als freie Tage anmelden… So kommt es denn, dass in solchen Gruppen nicht selten fleißige Lokal-Journalisten oder uninspirierte Mikrophon-Hinhalter der Privatradios und Freizeit-Blogger in der Mehrheit sind. Dem einen oder anderen Veranstalter mag das gar nicht so unrecht sein – trotz heimlicher Frustration der begleitenden PR-Kollegen: wer die Hintergründe eines Zielgebietes nicht kennt und „eigentlich auf Urlaub“ ist, wird bei der luxuriösen Rundum-Sorglos-Betreuung auf solchen Trips wohl eher geneigt sein, schwärmerisch die schräge Palme am weißen Pudersand zu beschreiben… So geben sich alle zufrieden: der Einladende, der fachfremde aber willige Strandtester, der endlich mal weg vom Schreibtisch kam, und zähneknirschend auch der Verantwortliche für den Etat der Reiseredaktion – wieder billig ein Umfeld für den Werbeblock gefüllt. Die eigentlich Leidtragenden in diesem System der kollektiven Ignoranz sind – neben dem Leser, Hörer oder Zuschauer – aber vor allem die freiberuflichen, qualifizierten Fach-Journalisten. Nicht nur, dass auch sie mit dem Vorurteil des unreflektierten SchönwetterJournalismus fertig werden müssen; die immer weiter um sich greifende Tendenz der Austauschbarkeit und Beliebigkeit der Reise-Häppchen vor allem in den Tageszeitungen wird für sie zu einem existenziellen Problem. Da scheint kein Platz mehr für die aufwendige Reportage oder den detailverliebten Bericht. Zumindest dann nicht, wenn es ein anständiges Honorar kostet. Gar nicht zu reden von der KI, die heute schon, professionell bedient und mit guten Quellen gefüttert, Reiseberichte und Bucket-Listen ausspuckt von erstaunlicher Qualität, die kaum noch vom geschwurbelten Einheitsbrei zu unterscheiden sind, aus dem viele Reiseteile, vor allem in Magazinen, zusammengeklöppelt werden. Die betriebswirtschaftliche Analyse des „Traumberufs“ Ohne die Einladungen der Tourismus-Industrie wären die freien Schreiber aus Fleisch und Blut beruflich schon längst nicht mehr überlebensfähig. Da mag man die Lippenbekenntnisse von Chefredakteuren nur noch mit Sarkasmus zur Kenntnis nehmen, dass man frei von Sponsoring und Einflussnahme der Reisebranche sei und deshalb kritische Auseinandersetzungen mit dem Thema Urlaub erwarte. Insider sind sich einig, dass es so gut wie keine Redaktion in Deutschland gibt, die sich nicht – wenn immer möglich – die Reisekosten für einen touristischen Bericht bezahlen lässt. Nur reden darf man nicht darüber. Die Freiberufler werden dagegen immer häufiger gezwungen, solche wegen der Realität unsinnigen Redaktionsrichtlinien zu unterzeichnen, die Kostenübernahmen von dritter Seite ausschließen. So hat man zwar als Redaktion eine weiße Weste. Aber wie ein Bericht zustande kommt – so genau möchte man es dann doch nicht wissen bei oft noch nicht mal einem Euro pro Zeile… Reisekosten natürlich inklusive. „Viele Reisejournalisten sind betriebswirtschaftlich schon längst pleite und haben es nur noch nicht gemerkt.“ Da die überwiegende Zahl der Reisejournalisten in den Listen der touristischen Anbieter als Einzelkämpfer-„Redaktionsbüros“ firmieren (was für eine euphemische Bezeichnung für eine mühsam freigeräumte Ecke auf dem Wohnzimmer-Sekretär), hier mal eine kleine betriebswirtschaftliche Analyse, warum der Drang in die Sonne finanziell in der Regel keinen Platz an der Sonne hervorbringt. Wie sieht der berufliche Alltag des vulgo Freien Journalisten aus? Auf der Habenseite mag die in vielen Jahren erworbene Perfektion im Kofferpacken stehen; ein Reisepass, dessen vollgestempelte Seiten einen ähnlichen Protzwert haben, wie das klimpernde Lametta am Bändchen eines Kriegsveteranen beim Vertriebenen-Treffen, und die unbedingte Small-Talk-Tauglichkeit bei Stehempfängen, wo selbst die Stützen der Gesellschaft mittlerweile pauschal verreisen. Die dosiert eingestreute Globetrotter-Attitüde über die leider, leider nachlassende Traumziel-Qualität von Bora-Bora, sobald man endlich da ist, beeindruckt jeden Sparkassen-Filialleiter bis ins Mark. Hoffentlich aber auch so lange, bis der nächste Antrag auf Erhöhung des Dispokredits bei ihm auf dem Tisch liegt… Denn wirtschaftlich gesehen sind Reisen eher kontraproduktiv. Permanent braungebrannte Kolleginnen und Kollegen sind keineswegs die Großverdiener der Zunft – sondern haben eher die Gold-Karte des heimischen Sonnenstudios „Tamara“. Die Bilanz ist sehr einfach. Noch nicht einmal einen Taschenrechner braucht man dafür: Eines Morgens findet unser Musterjournalist eine Einladung in seinem Postfach. Hui! oder Tommy Koch Reisen laden ein: fünf Tage Nilkreuzfahrt auf den Spuren von Agatha Christie oder so. Erste Hürde: den Redaktionen dieses Thema schmackhaft machen. Abgesehen davon, dass es mittlerweile bei manchen Themen da durchaus der rhetorischen Fertigkeiten eines Goldenen Blatt Drückers an der Haustür bedarf, muss der Autor schnell sein. Die Einladung ging schließlich auch noch an andere Freie, und der Abdruck-Kuchen in den Tageszeitungen bröselt derzeit dramatisch. Zeitaufwand für alle Vorbereitungen: einen Tag. Die Recherche-Reise im Pool (und nicht am Pool) dauert in der Regel fünf Tage. Vollgepacktes Programm von Seiten des Veranstalters. Kaum Zeit für eigenes Entdecken und damit die Chance auf einen exklusiven Einstieg. Trotzdem zu Hause mit viel Einfühlungsvermögen und vorhandenem Basiswissen eine nette Geschichte geschrieben; konzentriert auf 200 Zeilen, denn mehr wird eh nicht mehr gedruckt. Und jetzt kommt die ernüchternde Abrechnung: das Blatt mit dem Erstdruckrecht zahlt dafür 200 Euro. Vielleicht sind zwei andere Regionalzeitungen interessiert. Die Mehrfachverwertung bringt noch einmal 150 Euro. Und sogar ein Foto konnte verkauft werden für, sagen wir, 75 Euro. Ergibt zusammen? 425 Euro… Wohlbermerkt für mehr als eine Woche Arbeit. Brutto. Kein Wunder, dass da selbst Finanzbeamte misstrauisch werden und naiv nachfragen, ob so viel finanzielle Selbstaufgabe nicht eher in den Bereich des Hobbys eingestuft werden müsse, denn als seriöser Broterwerb. Abhängigkeiten und die Frage der Glaubwürdigkeit Auch wenn es sich grotesk anhört: für manche Freie ist die Pressereise nicht mehr Mittel, sondern Zweck. Dabei umschwärmen beileibe nicht nur ältere Journalistinnen mit Dauerwelle die PR-Verantwortlichen der Veranstalter wegen der Einladungsliste für den nächsten Trip. Der alimentierte Jet-Set spart die Lebenshaltungskosten zuhause… Eine immer weitere Diskrepanz zwischen dem eigenen beruflichen Dasein und dem diskreten Luxus-Charme der VIP-Betreuung tut sich auf. Auch psychologisch. Eine Spirale der Abhängigkeit – selbst wenn sie gar nicht beabsichtigt gewesen sein sollte. Die Pressereise wird zum eigentlich geldwerten Vorteil. Zum „Gewinn“, so lange eben auch alles bezahlt wird. Aber die Schlinge zieht sich für die Print-Journalisten noch enger zu. Obwohl man annehmen müsste, dass der Tageszeitungs-Reiseteil das Verlegerherz entzückt – schließlich generiert er direkt Anzeigen – wird auch hier die Sparschraube brutalstmöglich angezogen. Vor allem qualitätsbewusste Redakteure sehen die Vorgaben der Geschäftsführung mit Grausen: bei fast allen Tageszeitungen wird derzeit der Honoraretat im günstigsten Fall eingefroren; wenn nicht gar reduziert. Was das bedeutet? Immer mehr Raum muss mit Agenturmaterial wie dem dpa-Themendient oder gar kostenfreien Textangeboten der PR-Schmieden gefüllt werden. Und die wenigen freien Hausschreiber wurden mit geradezu sittenwidrigen Änderungsverträgen traktiert, die noch rechtzeitig vor Inkrafttreten der überfälligen Urheberrechtsreform die Autoren im Endeffekt völlig rechtlos stellen sollten, nach dem Erstabdruck noch irgend etwas mit ihrer geistigen Arbeit tun zu können. Die entsetzten Juristen der Journalisten-Vereinigungen warnten zwar entschieden, die einseitig begünstigenden Vereinbarungen zu unterschreiben, aber viele Freie befürchteten, eh nur die Wahl zwischen Pest und Cholera zu haben: entweder die vertragliche Zumutung akzeptieren; mit der Folge, selbst bei Mini-Honoraren gleichzeitig fast alle weiteren Nutzungsrechte abtreten zu müssen, oder von den Verlagen auf die schwarze Liste gesetzt zu werden. Wer da nicht zu den Edelfedern zählt, auf die kein Verlag verzichten möchte, kann nur auf die Kollegialität und das Engagement der Redaktion hoffen, sich für die freien Kollegen „oben“ einzusetzen. So viel zum Thema Traumberuf. Es sind wahrscheinlich keine pessimistischen Annahmen, dass mittelfristig etwa die Hälfte der auf den wirtschaftlichen Ertrag angewiesenen freien Tageszeitungs-Autoren ihr Fachgebiet werden aufgeben müssen. Manche mögen sich in die – natürlich heimliche – Lohnschreiberei für PR-Agenturen begeben; mit schlechtem Gewissen, aber wenigstens anständigen Honorarerlösen. Andere akzeptieren zähneknirschend den Übergang in den „Amateurstatus“, wo der Weg zum Ziel wird. Will heißen, die Reise ist groteskerweise der Gewinn, und nicht mehr der Erlös des Abdrucks. Und es sind keineswegs nur gelangweilte Hausfrauen und rüstige Rentner, denen mittlerweile das Belegexemplar wichtiger ist als Bares. Und jetzt müssen wir die Betrachtung noch erweitern auf die – mittlerweile gar nicht mehr neuen – Player in unserem Fachgebiet: Blogger und Influencer. Letztere sollen hier keine Rolle spielen. Denn die Bastion, dass Journalismus nie etwas mit (Schleich)-Werbung zu tun haben sollte, darf einfach nicht geschliffen werden. Influencer sind im Bereich Marketing unterwegs und nicht in der professionellen, hinterfragenden Berichterstattung – auch wenn etliche touristische PR-Player das anders sehen möchten. Die vielleicht einzige Reputation, die Journalisten – und auch journalistisch tätige Blogger – noch verteidigen können und müssen, ist ihre Glaubwürdigkeit. Und die kann man nicht verteidigen, wenn es zwischen Berichterstatter und Objekt Geldflüsse und Publikations-Absprachen gibt. „Fakt ist, in immer mehr Reiseteilen von Tageszeitungen wird Alltours bestellt, aber Airtours erwartet.“ Ein wunderbares Thema für journalistische Seminare über Qualität und Ethik. Dann dürfen die Verfechter der reinen Lehre wieder salbungsvoll das weise Haupt schütteln über die vermutete unheimliche Nähe zwischen der Reisebranche und ihren journalistischen Beobachtern. Und Chefredakteure werden wieder ins Mikrophon lügen, dass Autoren in ihrem Blatt selbstredend unabhängig und frei von wirtschaftlichen Abhängigkeiten berichten – ganz ohne rot zu werden. Fakt ist, in immer mehr Reiseteilen von Tageszeitungen wird Alltours bestellt, aber Airtours erwartet. Und welche Erleichterung in der Verlagsetage, wenn sich herausstellt, dass das trockene Langusten-Würgen dann doch auf Einladung des arabischen Hoteliers erfolgte… Um das Studio-Gespräch zu hören, bitte auf das Kopfhörer-Symbol im Titelbild klicken Der Beitrag Überleben am Büffet Reisejournalismus muss man sich leisten können erschien zuerst auf Was mit Reisen.
Werbung: Diese Episode wird unterstützt von myclimate. Solltest auch du ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Veranstaltung haben, die einem interessierten Publikum vorgestellt werden MUSS, melde dich gern unter backoffice@katja-diehl.de! Susanne Risch, seit 26 Jahren bei brandeins, gibt offen zu: "Als wir gelernt haben, wie komplex das System Mobilität im öffentlichen Schienenverkehr eigentlich gemanagt wird – wenn du dir die Zahlen anguckst, wie viele Aufgabenträger, wie viele Verkehrsverbünde, wie viele regionale, lokale und sonstige Betreiber es gibt: Es ist eigentlich ein Wunder, dass überhaupt irgendwo in diesem Land irgendetwas fährt." Philipp Kühn von der Deutschen Bahn, der die Initiative Zukunft Nahverkehr verantwortet, kennt diese Komplexität natürlich. Aber auch für ihn war die Zusammenarbeit mit brandeins eine Entdeckungsreise. Der Impuls für die ganze Initiative kam, als der damalige Kanzler Scholz zu einem Mobilitätsgipfel lud. Auf den Abschlussfotos: sechs Herren von Automobilkonzernen und ein Kollege vom Fahrradverband. Öffentliche Mobilität? Fehlte komplett. "Da kann man aber keinem zum Vorwurf machen, weil wir dezentral organisiert sind und es lokale Verantwortlichkeiten gibt. Aber es gibt einfach einen Mangel an übergreifender Sichtbarkeit des Themas", erklärt Philipp. Die Autoindustrie macht seit Jahrzehnten erfolgreich Lobbyarbeit. Der ÖPNV hat das nie systematisch gelernt – oder konnte es aufgrund seiner föderalen Struktur nicht. Das Spannende an der Kooperation: brandeins arbeitet journalistisch unabhängig Susanne betont: "In diesem speziellen Fall war es tatsächlich so, dass es an keiner einzigen Stelle auch nur den Hauch des Versuchs einer Einflussnahme gab, etwas zugunsten von ÖPNV oder Schiene oder zu Ungunsten von Auto zu kuratieren. Wirklich nicht ansatzweise." Was dabei herauskam, ist ein Report voller überraschender Zahlen. Philipp nennt eine, die ihm besonders im Gedächtnis blieb: "60 Prozent wissen nicht, dass ÖPNV zur staatlichen Daseinsvorsorge gehört. Und mehr als die Hälfte weiß überhaupt nicht, wie der ÖPNV finanziert wird." Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wir diskutieren ständig über Verkehrswende, aber die Grundlagen sind vielen Menschen gar nicht klar. Noch absurder wird es bei den Widersprüchen, die die repräsentative Umfrage zutage brachte. Susanne lacht, als sie davon erzählt: "62 Prozent wünschen sich, dass die Innenstädte autofrei werden und sind gleichzeitig große Fans und sagen, wir können auf gar keinen Fall aufs Auto verzichten. Wir hatten vorgehabt, eine Seite zu machen mit nur solchen Widersprüchlichkeiten – haben wir aufgegeben, weil es gibt zu viele." Am Ende unseres Gesprächs landet Susanne bei einem Gedanken, der eigentlich banal klingt, aber offenbar schwer umzusetzen ist: "Das sind manchmal Minischritte und es sind vielleicht auch größere Schritte und es hat was mit Geld zu tun, jawohl. Aber es hat schon vor allen Dingen damit zu tun, dass wir aufhören, immer wieder mit dem Finger auf die anderen zu zeigen, weil die bescheuert und blöd sind. Sondern ja, den ersten Schritt macht jeder für sich selbst." Vielleicht ist das der eigentliche Wert solcher Reports. Nicht die pädagogische Belehrung, sondern Fakten, die einen ins Nachdenken bringen. Küchenzurufgeschichten, wie Susanne sie nennt. Zahlen, die man mit ins Büro nimmt, an den Abendbrottisch, in die Diskussion mit Freunden. Die einen vielleicht dazu bringen, einen Moment innezuhalten und zu fragen: Moment mal, warum mache ich das eigentlich so?
Diesmal: Müll in Birmingham, 92% Donald Trump, "Einsparungen" durch DOGE, Surftipp: Mapped Out, Einflussnahme durch Reiche, Gas-Blase, Erstanträge auf Asyl, Mikroplastik und Ketamin, Eccos Urfaschismus und Deutschland, Sham Jaff zu Protesten in Iran. Mit einem Limerick von Jens Ohrenblicker.
In der Wildnis finde ich etwas Wertvolleres und Verwandteres als auf den Straßen und in den Dörfern. (Ralph Waldo Emerson: Natur, 1836) Wer von uns kennt schon noch die Wildnis? In Zentraleuropa jedenfalls muss man lange nach ihr suchen. Nur 0,6 Prozent der Landfläche in Deutschland sind als Wildnis ausgewiesen. Zu Emersons Zeiten war das noch anders. Er lebte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts – und er lebte in den USA, wo es bis heute deutlich mehr Wildnis gibt als bei uns. Emerson liebte das. Nicht nur weil er sich auf einer Europareise mit dem damals populären Geist der Romantik angsteckt hatte, sondern weil er – wie es in unserem Zitat aus seinem Essay „Natur“ von 1836 heißt – in der Natur etwas ihm Verwandtes entdeckt: die Wildnis in ihm selbst, so darf man annehmen. Was meint er wohl damit? Die Wildnis ist gemeinhin dasjenige, was keine Spuren menschlicher Einflussnahme zeigt – was pure, unberührte Natur ist, ursprüngliches Leben, das nur seinen eigenen Regeln folgt. Das darf man nun wahrlich nicht romantisieren, denn das unberührte Leben ist auch das nicht-domestizierte Leben. Und das kann ziemlich grausam sein. In der Wildnis wird getötet und gelitten. Keine Frage. Aber dort wird auch geliebt und gezeugt. Und dort herrscht oft eine grenzenlose Schönheit. Jeder, der auch nur einen Hauch davon an einem Bachlauf auf einer abendlichen Waldlichtung erfahren hat, weiß, wovon ich rede. Vielleicht ist es gerade diese Ambivalenz der Wildnis, in der Emerson etwas ihm Verwandtes erkennt: dieses pure Leben, das sich jeden moralischen Urteils entzieht. Und vielleicht ist es gerade diese jenseits unserer Wertungen waltende Urlebendigkeit, die ihm um so vieles wertvoller erscheint, als alles, was er aus den Dörfern und Städten kennt. Dann muss es zu denken geben, dass wir fast nur noch im urbanen und zivilisierten Raum leben und deshalb keinen Ort mehr finden, am dem die Wildnis in uns ihren Spiegel findet. Oder ist sie auch schon auf 0,6 Prozent unserer Gesamtpersönlichkeit geschrumpft? Wenn wir Emerson folgen, wäre das keine gute Nachricht. Gewiss, mit der Wildnis in uns schwindet auch ein auch von Grausamkeit und das ist wohl ganz gut so. Aber es schwindet auch ganz viel ursprüngliche Lebendigkeit, verspielte Schönheit und stille Einfachheit. Ein bisschen mehr Wildnis darf es ruhig sein. Und zwar außen genauso wie innen.
Patrick Braun vom DRINKS Magazin diskutierte mit Maren Meyer (Deutsche Barkeeper Union), Hasi Ott (Swiss Barkeeper Union) und Arthur Nägele (Spirituosenakademie) über die Zukunft der Berufsverbände. In dieser Sonderfolge erfahren Sie mehr über die Bedeutung der politischen Einflussnahme der Branchenverbände, wie die Verbände die Ausbildung mitgestalten, welche Rolle Competitions spielen und wie die Attraktivität des Berufs hinter der Theke gesteigert werden kann. Das Podiumsgespräch fand am 15. November 2025 auf der Bühne der Sonderschau Barbesuch der Igeho 2025 statt.
Was passiert wirklich hinter den Kulissen? Ulrike Guérot spricht in diesem Gespräch erstmals offen über das deutsche Zensur-Netzwerk, staatliche Einflussnahme, die Rolle von NGOs – und warum seit 2016 plötzlich alles auf dem Kopf steht. Warum wird Kritik sofort diffamiert? Warum sind auf einmal „links“ und „rechts“ vertauscht? Und wer entscheidet eigentlich, was wir denken sollen? Guérot war selbst Teil des Systems – bis sie unter die Räder kam. Jetzt erklärt sie, wie Kontrolle, Framing und politische Narrative entstehen… und warum viele Menschen das Gefühl haben, dass unser Land gerade aus den Fugen gerät. Dieses Gespräch wird dir einiges erklären, was du immer schon geahnt hast – aber nie so klar gehört hast.Ulrike Guérots neues Buch: https://amzn.eu/d/775jjc5Links im Video:Das Zensurnetzwerk Website: https://liber-net.org/germany/#deutsch Das Zensurnetzwerk: als PDF: https://liber-net.org/wp-content/uploads/2025/11/de-report-de.pdfThe German Censorship Network - Full Presentation in Berlin: https://www.youtube.com/watch?v=HeXC6AE9LVYRede vor dem Europäischen Parlament: https://liber-net.org/liber-net-director-speaks-at-the-eu-parliament/Du willst Ulrike Guérot unterstützen?Der laufende Rechtsweg bis zum Bundesarbeitsgericht betrifft zentrale Fragen von Wissenschafts- und Meinungsfreiheit. Für die anfallenden Prozesskosten gibt es ein Treuhandkonto – alle Spenden werden ausschließlich dafür verwendet. Ein möglicher Überschuss wird an Impf- oder Kriegsopfer gespendet.Spendenkonto (Treuhandkonto):Nemome e.V.IBAN: DE53 6725 0020 0009 2949 53WICHTIG: Verwendungszweck „Prozesskosten“ angebenDanke für deine Unterstützung.Zur Videofassung:https://youtu.be/5F4QEUqdFUE
Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 22. Dezember 2025 und Merry Crisis. Das Jahr war hart, der Faschismus ist auf dem Vormarsch und 2026 steht uns einiges bevor. Aktuell steht die Gründung des Landesverbands der Generation Deutschland Schleswig-Holstein kurz bevor. Es gibt einiges zu tun, um der Ohnmacht zu trotzen. Vielleicht werden wir einfach irgendwann sogar gegen den US-Präsidenten auf die Straße gehen müssen. Es ist mitnichten so, dass es mit uns nichts zu tun hat, wie jetzt die Einflussnahme auf die deutsche Parteienlandschaft durch Oligarchen und Rechtsextremisten zeigt. All diese autoritären und rassistischen Zuspitzungen weltweit haben nicht zum Ziel, unser Leben besser zu machen, sondern zu sichern, dass die wenigen, die noch von den Entwicklungen profitieren, dies auch weiterhin tun. Dem gilt es den Stecker zu ziehen. Die Welt brennt. In vielen Ländern, wie beispielsweise in Peru, protestieren vor allem junge Menschen auf den Straßen gegen ihre Perspektivlosigkeit, Kriege und die lebensunwerten Zustände. Gerade wir, hier im Zentrum des Kapitalismus, dem Zentrum all dieser Macht, müssen aktiv werden. Wir haben dieser Spaltung, Hetze und der Vereinzelung unsere Solidarität und Perspektiven für eine lebenswerte, sichere und emanzipatorische Zukunft entgegenzusetzen. Ich verabschiede mich mit dem Fleckenhörer in die Weihnachtspause und wünsche Euch schon jetzt eine geruhsame Zeit. Schaltet auch im neuen Jahr bei mir ein, treue Fleckenhörer-Gemeinde! Heute gibt es nur ein Thema im Fleckenhörer: +++ Spatenstich des Maria & Martha Hospiz in Neumünster am 18. Dezember
Deutschland befindet sich im Krieg, einem hybriden Krieg. Neben Spionage und Cyberangriffen ist vor allem die Bevölkerung das Angriffsziel. „Die öffentliche Meinung wird tatsächlich gezielt und sehr, sehr strukturiert angegriffen, und zwar seit etwa 2015. Und das ist natürlich mit das Gefährlichste, was man machen kann, wenn das Ziel eine Demokratie ist, wenn also die öffentliche Meinung schließlich zu policy wird.“ Im Atlantic Talk Podcast analysiert Marina Weisband die Mechanismen russischer Einflussnahme und zeigt am Beispiel des gesellschaftlichen Zusammenhalts der Ukrainerinnen und Ukrainer Wege zur Stärkung demokratischer Widerstandskraft auf. Sie beschreibt, welche Methoden, die sie seit der Annexion der Krim genau beobachtet hat, heute auch in Deutschland angewendet werden. In der Ukraine verbreiteten Bot-Armeen gezielt Desinformation, posteten manipulierte Fotos und pushten die Nazi-Erzählung. Seit 2015 seien viele dieser Bots, die vorher vermeintliche Ukrainer waren, vermeintliche Deutsche geworden. Der Mechanismus dahinter ist simpel aber fatal: Von Sozialen Medien sickern Desinformationen auch in die großen Medien. Erzählungen beispielsweise über nie wirklich geschehene sexuelle Belästigungen durch Migranten seien gezielt gestreut worden. „Dann haben echte Journalisten das aufgegriffen. Dann haben echte Menschen sich Sorgen gemacht. Und dann kam es zu Talkshows rund um das Thema.“ Weisband erläutert im Gespräch mit Moderator Dario Weilandt, wie leicht die mediale Öffentlichkeit zu beeinflussen sei. Besonders fatal sei das Zusammenspiel von Medienlogiken und ihrer Mitschuld, einer Politik, die ohne Emotion und Vision kommuniziert, und gezielten Angriffen aus dem Ausland, die diese Schwachstellen ausnutzen. Der Schlüssel zur ukrainischen Widerstandskraft liege in einem fundamentalen Wandel während der Maidan-Bewegung: „Es entstand dort etwas, das ich der Ukraine nie zugetraut hätte aus der Geschichte heraus, nämlich ein Gefühl von Selbstwirksamkeit, ein Gefühl von: Das ist unser Platz.“ Diese Ownership wirke: „Wenn ich Ownership über eine Gesellschaft habe, dann verteidige ich die Gesellschaft. Dann fühle ich mich mehr in Kontrolle. Je mehr ich mich in Kontrolle fühle, desto ruhiger bin ich, desto reflektierter kann ich gucken.“ Genau davon brauche es mehr in Deutschland: mehr Zusammenhalt, mehr Selbstwirksamkeit. Dazu sei Bürgerbeteiligung wichtig. Die Politik insgesamt und insbesondere auch die Europäische Union brauche eine emotionale Erzählung für ihre positive Macht: „Die EU ist das, was zwischen dem absoluten Monopol steht – Digital-Feudalismus, auf den wir gerade mit großen Schritten zusteuern – und Demokratien.“
Donald Trumps neue Sicherheitsstrategie liest sich wie eine Kampfansage an Europa - und sie ist kein Zufall.In dieser Folge macht Paul mit der Politologin Cathryn Clüver Ashbrook (Senior Advisorin, Bertelsmann Stiftung) den Deep Dive: Wie viel Anti-EU steckt wirklich in Trumps Kurs - und wie planvoll ist das alles? Clüver Ashbrook erklärt, warum zentrale Ideen längst in „Project 2025“ und im Umfeld der MAGA-Bewegung angelegt waren, warum Figuren wie Stephen Miller die Linie prägen - und weshalb viele in Politik und Medien trotzdem überrascht wirken.Es geht um den Versuch, Europa zu spalten, um „patriotische Parteien“ zu fördern, um mögliche Einflussnahme auf Wahlen - und um die Frage, ob die EU strategisch überhaupt ausreichend gerüstet ist: bei Parteispenden, Desinformation, Technologie-Abhängigkeiten und wirtschaftlicher Gegenwehr.Wenn euch der Podcast gefällt, dann lasst gerne Like & Abo da! Ihr habt Fragen, Kritik oder Themenvorschläge? Schreibt an ronzheimer@axelspringer.comPaul auf Instagram | Paul auf XUnd ganz neu: Paul jetzt auch auf YouTube!Redaktion: Filipp Piatov & Lieven JenrichExecutive Producer: Daniel van Moll Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
The National Security Strategy recently presented by the USA is causing tensions internationally, as it is directed surprisingly sharply against Europe. What does this mean for transatlantic relations? And how is Europe reacting? - Die jüngst von den USA vorgestellte Nationale Sicherheitsstrategie sorgt international für Spannungen, denn sie richtet sich überraschend scharf gegen Europa. Was bedeutet das für die transatlantischen Beziehungen? Und wie reagiert Europa darauf?
Reintjes, Thomas www.deutschlandfunk.de, Forschung aktuell
Eine umfangreiche Recherche gibt Überblick zu staatlicher Einflussnahme auf digitale Medien. Innerhalb der letzten fünf Jahre sind die Ausgaben im Bereich der Bekämpfung von Desinformation um rund 450 Prozent gestiegen. Unsere Autorin war bei der Vorstellung des Reports dabei.
Rechtsextreme und zunehmend auch konservative Politiker behaupten, es gebe eine Lobby linker NGOs, die mit viel staatlichem Geld alimentiert werde. Noch vor der Bundestagswahl verlangte die CDU deswegen Auskunft über eine Vielzahl vermeintlich linker Organisationen. Auch in Brüssel beobachten Fachleute eine systematische Delegitimierung von Nichtregierungsorganisationen. Was steckt hinter dieser Kampagne? Wem nützt sie? Wir sprechen mit der Politikwissenschaftlerin Christina Deckwirth, die für die Organisation LobbyControl in Berlin arbeitet. LobbyControl tritt für Transparenz in allen Prozessen politischer Einflussnahme ein und versammelt daher viel Wissen über das Gegenteil: wer möglichst diskret, verdeckt oder unter einem Deckmantel versucht, die Politik in seinem Sinn zu beeinflussen. Wir fragen Deckwirth deshalb: Welche Macht haben NGOs? Und wer ist viel mächtiger als sie? Wo sind die Grenzen und möglicherweise Überschneidungen von Lobbyismus, NGOs und Zivilgesellschaft? In jeder Folge des Krisenpodcasts wird eine Facette der krisenhaften Gegenwart besprochen und hinterfragt. Die Hosts Petra Pinzler und Stefan Schmitt laden immer eine Expertin oder einen Fachmann für das jeweilige Gebiet ein. Und sie versuchen zu verstehen, wie es besser laufen könnte. Weitere Links zur Folge und zum Thema NGOs finden Sie hier. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Woop! Woop! Heute spreche ich mit Matthias von Hellfeld über "Die verunsicherte Nation" (Herder) von der Wiedervereinigung bis zum Umgang mit Migration ist alles dabei. Ich habe zudem auf dem 55. Historikertag in Bonn mit dem Vorsitzendes des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, Prof. Lutz Raphael , gesprochen. Dabei geht es um die Herausforderungen für Wissenschaft von politischer Einflussnahme bis zu KI in der Lehre. Dann spreche ich mit Alexander Clarkson in unserem zweiten Treffen erneut über die Lage der Welt, das Ende der alten Weltordnung und warum die Generation Kohl, wie Merz, ungeeignet sind uns in dieser Zeit zu führen. Last but not least spreche ich mit Giuliano da Empoli über "Die Stunde der Raubtiere" (C.H.Beck) und was Europa noch tun kann, um die neuen Fürsten abzuwehren. Enjoy!^^
Lobe, Adrian www.deutschlandfunkkultur.de, Politisches Feuilleton
Die Republik Moldau hat am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Nachdem Russland sich im Wahlkampf massiv eingemischt hat. Europa sollte aus dieser russischen Einflussnahme lernen. Gast: Lukas Mäder, Technologie-Redaktor Host: Marlen Oehler Die Analyse von Lukas Mäder findet ihr in der NZZ. https://www.nzz.ch/pro/der-kreml-versucht-die-wahlen-in-der-moldau-zu-beeinflussen-europa-sollte-daraus-lernen-wie-russische-wahlbeeinflussung-funktioniert-ld.1903597.
Pressefreiheit gilt als Grundpfeiler der Demokratie, aber wie stabil ist sie? In den USA tobt gerade eine hitzige Debatte über Angriffe auf die Medien, staatliche Einflussnahme und den möglichen Weg in ein autoritäres System. Dabei zeigt der Fall um den angedrohten Visaentzug für ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen, wie sehr selbst etablierte Medienschaffende unter Druck geraten können. Aber auch in Deutschland verschärft sich der Ton. Journalistinnen wie Dunja Hayali berichten von Hass, Drohungen und gezielter Diffamierung. Wo also endet Meinungsfreiheit, wo beginnt die Pressefreiheit - und wie hängen beide zusammen? Es geht in dieser Auseinandersetzung um rechtliche und journalistische Grundlagen, aber auch um den wachsenden Druck in der Medienlandschaft, um einen so genannten Kulturkampf, der auch hierzulande die Diskussion um Pressefreiheit prägt. Darum fragen wir: Wie frei ist unsere Presse - und wie wehrhaft ist damit die Demokratie? Darüber sprechen wir mit dem Medienwissenschaftler und Journalisten Frank Überall, Alena Struzh von Reporter ohne Grenzen, Matthias C. Kettemann vom Leibniz-Institut für Medienforschung und dem Medienjournalisten Stefan Niggemeier. Podcast-Tipp: BR24 Medien Medien entscheiden mit, wie wir die Welt sehen. Deshalb drehen wir es um und sehen uns Medien und deren Rahmenbedingungen genauer an. Jede Woche nehmen wir uns in BR24 Medien ein Thema intensiv vor: Welche Herausforderungen gibt es bei der Pressefreiheit - auch in Deutschland? Wie steht es um das Vertrauen in Medien? Ist Künstliche Intelligenz ein Risiko oder die ersehnte Lösung? Welche Ideen, Veränderungen und Fehlentwicklungen gibt es in der Medienbranche? Natürlich berichten wir dabei auch kritisch über uns selbst: Über das öffentlich-rechtliche System und den Rundfunkbeitrag. https://www.ardaudiothek.de/sendung/br24-medien/urn:ard:show:450dd33b072d68ec/
Die Tessinerinnen und Tessiner haben genug von immer höheren Krankenkassenprämien. Sie haben am Sonntag zwei Prämienentlastungsinitiativen von SP und Lega zugestimmt. Die beiden Vorlagen dürften den Kanton rund 400 Millionen Franken kosten. Weitere Themen: Bei Abstimmungen herrscht in der Schweiz seit einiger Zeit eine gewisse "Gratismentalität". Die Stimmberechtigten schauen mehr aufs eigene Portemonnaie und weniger auf das Gemeinwohl. Wie ist das zu erklären? Die Republik Moldau hat am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Klare Wahlsiegerin ist die pro-europäische Partei PAS von Präsidentin Maja Sandu. Trotz der russischen Einflussnahme, die von Desinformation bis zu aktivem Stimmenkauf reichte. Das ist ein klares Signal an Europa.
Rechte Netzwerke versuchen zunehmend Einfluss auf konservative Kreise zu nehmen. Inspiriert werden Parteien wie die AfD dabei vom Erfolg der konservativen Rechten in den USA. Dabei stehen vor allem drei Themen im Fokus, sagt Publizistin Liane Bednarz. Rottscheidt, Ina www.deutschlandfunk.de, Tag für Tag
Die Stiftung Familienunternehmen möchte sich für Familienunternehmen einsetzen. Doch nach Panorama-Recherchen wird die Stiftung - anders als es der Name vermuten lässt - von den größten Konzernen des Landes finanziert.
Der blinde chinesische Anwalt Chen Guangcheng fordert das FBI auf, entschieden gegen die KPCh vorzugehen. Die Kommunistische Partei Chinas bedrängt Falun Gong und Shen Yun in den USA durch Sabotage, Belästigung und Einflussnahme auf Medien und soziale Netzwerke.
Die von Geheimdienstkoordinatorin Gabbard freigegebenen Dokumente zur „Russiagate“-Affäre legen eine systematische und massive Einflussnahme auf die US-Geheimdienste nahe. Interne Widerstände gegen das von der Obama-Regierung vorangetriebene Narrativ wurden übergangen, zentrale Aussagen des offiziellen Gutachtens der Geheimdienste von 2017 beruhen auf fragwürdigen Quellen.
Einen wunderschönen guten Morgen! Das Urteil zum Prozess von Querdenken-Gründer Michael Ballweg ist gefällt. Hier die Details. Als Nächstes blicken wir auf die „Russiagate“-Affäre: Neue Dokumente deuten auf politische Einflussnahme der Obama-Regierung hin. Als Drittes geht es um Europas wachsenden Unmut gegen den EU-USA-Zoll-Deal.
Verjährt, unbegründet und politisch motiviert – so bewerten Shen Yuns Anwälte die Zivilklage zweier Ex-Tänzer. Der Fall wirft ein Licht auf Kultur, Glauben und globale Einflussnahme.