Helle Panke

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Ihr habt es mal nicht zu einer unserer Veranstaltungen geschafft? Hier könnt ihr viele Vorträge und Diskussionen nachhören.

Helle Panke


    • Aug 7, 2026 LATEST EPISODE
    • weekly NEW EPISODES
    • 52m AVG DURATION
    • 402 EPISODES


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    Hakenkreuz und Heimatschutz - Die Umweltbewegung und der Nationalsozialismus

    Play Episode Listen Later Aug 7, 2026 27:19


    Das Dritte Reich war ein zerstörerisches Gewaltregime, das der europäischen Natur auf brutalster Weise schadete. Dennoch gab es frühe Umweltbewegungen, die mit dem Nationalsozialismus verstrickt waren. Als bedeutendes Beispiel untersucht Peter Staudenmaier die Geschichte der biodynamischen Bewegung zwischen 1933 und 1945. Mit Marken wie Demeter und Weleda ist die biologisch-dynamische Landwirtschaft möglicherweise die bekannteste Form in der heutigen Bio-Branche. Auch in der NS-Zeit war die biodynamische Bewegung erfolgreich, wenn auch unter anderen politischen Vorzeichen. Der Vortrag geht dieser komplexen Vergangenheit nach, als Beispiel der historischen Gemengelage von Reformbewegungen im Zusammenspiel mit dem Nationalsozialismus. Prof. Peter Staudenmaier lehrt Geschichte an der Marquette University in den USA und ist langjähriger Mitarbeiter des Institute for Social Ecology. Sein Buch "The Politics of Nature in Nazi Germany" ist vor kurzem bei Cambridge University Press erschienen. Moderation: Dr. Sina Arnold

    Literarisches Feld DDR

    Play Episode Listen Later Aug 7, 2026 44:35


    Zum Abschluss unserer antiquarischen Buchwoche widmen wir uns in einem Werkstattgespräch einem neuen digitalen Lexikon zur Literatur in der DDR, das gerade entsteht. Ziel des Lexikons ist eine umfassende Bestandsaufnahme ihrer Autorinnen und Autoren. Wir sprechen mit einem der Mitarbeiter Thomas Möbius. Moderation: Birgit Ziener

    Vom Unwesen des Menschen - Negative Anthropologie und kritische Gesellschaftstheorie nach Ulrich Sonnemann

    Play Episode Listen Later Aug 7, 2026 46:57


    Der Sozialphilosoph, Schriftsteller und Psychologe Ulrich Sonnemann (1912–1993) zählt zu den markantesten und zu Unrecht wenig rezipierten Denkern der Kritischen Theorie. Sein Hauptwerk Negative Anthropologie (1969) entwirft eine Bestimmung des Menschen, die vom Nichtgewordenen ausgeht: vom Unterdrückten, Verdrängten, Abwesenden und noch Ungelebten. Zugleich entzündet sich die Kritik am bestehenden Unheil gesellschaftlicher Verhältnisse. Der Vortrag rekonstruiert diesen Ansatz anhand konkreter Geschichtserfahrungen, die das Menschliche in seiner Deformation und unabgegoltenen Möglichkeit zeigen. Im Mittelpunkt steht dabei Sonnemanns Kritik an der positivistischen Anthropologie Arnold Gehlens sowie seine Verschränkung von Sprachkritik, Psychoanalyse und kritischem Humanismus. Kann dieser Ansatz – auch angesichts aktueller Debatten um künstliche Intelligenz und die Zukunft des Humanen – dazu beitragen, am Menschlichen festzuhalten? Referent: Dr. Martin Mettin ist Philosoph und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humanistischen Hochschule Berlin, wo er zu Ästhetik, Ethik und philosophischer Bildung lehrt und forscht. Zu seinen Buchveröffentlichungen zählen Echo im Sprachwald (Neofelis, 2019) über Walter Benjamin und Kritische Theorie des Hörens. Untersuchungen zur Philosophie Ulrich Sonnemanns (Metzler, 2021), das mit dem Wissenschaftspreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen ausgezeichnet wurde. Zudem ist er Mitherausgeber des Briefwechsels zwischen Sonnemann und Theodor W. Adorno (Zeitschrift für Kritische Theorie, 2019) und eines Sammelbandes zur Negativen Anthropologie (Neofelis, 2021).

    "Nur zwei Geschlechter?"

    Play Episode Listen Later Aug 7, 2026 45:31


    Anmerkung: Der Ton wird ab Minute 03:45:00 besser. Was hat die uns die Evolutionsbiologie tatsächlich über Geschlecht zu sagen? Wo stoßen populäre Vorstellungen davon an ihre Grenzen? Andreas Hejnol ist Evolutionsbiologe und leitet als Professor das Institut für Zoologie und Evolutionsforschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena. In seinem Vortrag fragt er, was die Evolutionsbiologie über Geschlecht weiß – und wie vielfältig, fluide und überraschend die „Lösungen" sind, die das Tierreich im Laufe der Evolution hervorgebracht hat. Er zeigt, warum verbreitete Vorstellungen einer klaren biologischen Zweigeschlechtlichkeit dem aktuellen Forschungsstand nicht standhalten. Referent: Prof. Dr. Andreas Hejnol (Direktor des Instituts für Zoologie und Evolution am Phyletischen Museum Jena) Moderation: Inga Jacobsen (Umweltwissenschaftlerin)

    Die Spaltung der deutschen Sozialdemokratie in und nach dem Ersten Weltkrieg

    Play Episode Listen Later Jul 29, 2026 73:39


    Dr. Uli Schöler bei einem Vortrag im Willy Brandt Haus Foto: privat Die Spaltung der deutschen Sozialdemokratie in und nach dem Ersten Weltkrieg beeinflusst in ihren (auch internationalen) Auswirkungen die Parteienlandschaft bis heute. Eine häufig anzutreffende Deutung sieht die Verantwortung dafür bei den verschiedenen Gruppen der innerparteilichen Linken. Dies betrifft das "marxistische Zentrum" um Haase, Hilferding, Ledebour und andere. Gleichermaßen gilt es für den Spartakusbund um Liebknecht und Luxemburg. Neben den nur schwer zu vereinbarenden und auseinander driftenden Haltungen zur Kriegsfrage steht dabei vor allem das strenge organisatorische Gebot der Fraktionsdisziplin im Mittelpunkt. Dieses sei durch das Verhalten der Linken gröblich verletzt worden. Dabei gerät aus dem Blick, dass die Spaltung eine längere Geschichte hat. Sie wurde von einer innerparteilichen "pressure group" um den Reichstagsabgeordneten Eduard David und einige Gewerkschaftsvertreter generalstabsmäßig vorbereitet und erfolgreich umgesetzt. Dieser "erfolgreichen" Spaltung von rechts folgte wenige Jahre später eine ebensolche von links - mit gleichermaßen verheerenden Auswirkungen. Bestürzend muss zur Kenntnis genommen werden, dass die rigiden Methoden wie die unduldsame Diffamierung anderer Auffassungen in beiden Prozessen ähnlichen Charakter hatten. Kann man daraus Lehren für heute ziehen? Referent: Dr. Uli Schöler, Rechts- und Politikwissenschaftler; er lehrte bis 2019 als außerplanmäßiger Professor am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Seit 2015 ist er Vorstandsvorsitzender der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung. In der "Zeitschrift für Geschichtswissenschaft" ist zuletzt ein dreiteiliger Aufsatz zum Thema erschienen, der dritte Teil kann hier gelesen werden. Moderation: Holger Czitrich-Stahl

    Kunst als Reflexion von Krisen-Verhältnissen - Überlegungen im Anschluss an Hegel

    Play Episode Listen Later Jul 29, 2026 58:28


    In Hegels systematischer Konzeption bildet die Kunst (gefolgt von Religion und Philosophie) die erste Form des absoluten Geistes, in der sich das Absolute in der Unmittelbarkeit sinnlicher Anschauung darstellt. Als diese erste Stufe artikuliert die Kunst damit zugleich den Übergang vom objektiven Geist – als dem Inbegriff endlicher gesellschaftlich-politischer Verhältnisse – zum absoluten Geist. Im Vortrag wird diese systematische Konfiguration für Überlegungen fruchtbar gemacht, wonach die Kunst als Reflexion gesellschaftlich-politischer Krisen-Verhältnisse verstanden wird. Damit soll eine Perspektive zur Diskussion gestellt werden, die Hegels Philosophie in ihren systematischen Voraussetzungen ernst nimmt und sie gerade in diesem Anspruch als Form noch immer aktueller Gesellschaftskritik akzentuiert. Referent: Gregor Schäfer schrieb seine Dissertation zu Hegel an der Universität Basel, wo er auch als Lehrbeauftragter tätig war. Zurzeit ist er Research Fellow an der University of London mit einem Projekt zum Verhältnis von Krise und Transformation in der Klassischen Deutschen Philosophie. In seiner Forschung und in seinen Publikationen befasst er sich vor allem mit der Klassischen Deutschen Philosophie (vor allem Fichte und Hegel), mit der Geschichte und Gegenwart der Metaphysik und spekulativen Denkens, mit Ästhetik und mit politischer Philosophie.

    „Schutztruppe der Republik“ - Hans-Rainer Sandvoß erinnert an den Kampf des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold gegen den Faschismus

    Play Episode Listen Later Jul 29, 2026 66:28


    Die Weimarer Republik war keinesfalls eine Demokratie ohne Demokraten. Viele Menschen erkannten rechtzeitig die wachsende faschistische Gefahr und riskierten ihr Leben im Kampf zur Abwehr einer Hitlerdiktatur. Dazu gehörten die Angehörigen einer zu Unrecht vergessenen, parteiübergreifenden Organisation, des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, das sich selbst als „Schutztruppe der Republik“ verstand. Der Historiker Hans-Rainer Sandvoß von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand hat sich in jahrelanger akribischer Forschungsarbeit mit deren Wirken in Berlin und Brandenburg befasst und nun eine beeindruckende Monografie vorgelegt, die aufrechte Antifaschisten und Antifaschismus würdigt, der auch heute wieder dringend notwendig ist. Moderation: Karlen Vesper

    Das Ende der DDR und der Abzug der Sowjetarmee aus der Sicht von Diplomaten

    Play Episode Listen Later Jul 29, 2026 67:11


    Wie erlebten Botschaftsmitarbeiter aus der Bundesrepublik und der DDR den Kalten Krieg in den 1980er Jahren, den Herbst 1989 und den Abzug der Sowjetarmee in den Neunzigern? Darüber tauschen sich am 22. April zwei unmittelbar beteiligte Zeitzeugen bei uns aus: Walter Stechel (*1953) erlebte der Ereignisse im Herbst 1989 als Mitarbeiter der Bundesdeutschen Botschaft in Kanada und wurde nach seiner Rückkehr 1993 Referent/Stellvertretender Referatsleiter für Wirtschaftsbeziehungen zu den Nachfolgestaaten der Sowjetunion beim Auswärtigen Amt in Bonn. In der Veranstaltung berichtet er darüber, wie er die Auflösung von DDR-Botschaften erlebte und wie in den neunziger Jahren das Wohnungsbau- und Umschulungsprogramm für die abziehenden sowjetischen Truppen ablief. Mit ihm spricht und diskutiert Dr. Oswald Schneidratus (*1951), der als DDR-Diplomat in London und bei den Wiener Abrüstungsverhandlungen NATO/Warschauer Vertrag, für die UNO auf Zypern und für die OSZE in Moldau/Transnistrien tätig war. Nach dem Ende der DDR wurde er nicht ins Auswärtige Amt übernommen. Er ging in die freie Wirtschaft und war u.a. in der GUS im Bereich Entsorgung chemischer Kampfstoffe, militärischer Altlasten und Umstellung ehemaliger Rüstungsbetriebe auf zivile Produktion tätig.

    Rudolf Bahros Gefängnisschriften von 1978/79 - Selbstverständigung eines marxistischen Häretikers

    Play Episode Listen Later Jul 28, 2026 54:06


    Rudolf Bahro ist einer der bekanntesten SED-Kritiker aus der DDR. Sein 1977 im Westen erschienenes Buch "Die Alternative" machte ihn über Nacht weltbekannt. Bahro war ein Häretiker aus der Partei, der den Machthabern die Klassiker des Marxismus-Leninismus unter die Nase hielt und die Diskrepanzen zwischen Theorie und Realität herausarbeitete. Er wurde gleich nach Erscheinen des Buches verhaftet und wegen "Geheimnisverrats" zu 8 Jahren Haft im berüchtigten Zuchthaus Bautzen II verurteilt. Dagegen regte sich weltweit Protest. Auch deshalb entließ ihn die Staats- und Parteiführung aus Anlass des 30. Jahrestages der DDR 1979 in den Westen. Während seiner Haftmonate schrieb Bahro heimlich Texte, in denen er seine bisherigen politischen (leninistischen) Überzeugungen überdachte. Er schlug einen am Eurokommunismus orientierten Weg ein. Bahros Biograf und damaliger Weggefährte Guntolf Herzberg hat diese Texte nun veröffentlicht und kommentiert. In der Veranstaltung wird er die damaligen Geschehnisse und den Inhalt der Gefängnisschriften schildern. Referent: Guntolf Herzberg Moderation: Alexander Amberger

    Widerstand in Recht und Literatur - Lesung und Gespräch zwischen dem Schriftsteller Mesut Bayraktar und dem Rechtswissenschaftler Tim Wihl

    Play Episode Listen Later Jul 28, 2026 85:48


    Widerstand unterhält ein spannungsreiches Verhältnis zum Recht, aber auch zur Literatur. Das Recht hegt Widerstand vielfach ein, ermöglicht ihn aber zugleich durch Grundrechte auf Protest und Gelegenheiten zur Negation. Moderne Verfassungen sehen gar ein Widerstandsrecht der Bevölkerung als letztes Mittel gegen die eigene Regierung vor, so auch das Grundgesetz. Die Literatur dagegen kann Widerstand historisieren, heroisieren und verurteilen, zu ihm anstiften oder seine Ambivalenz aufzeigen. Vor allem kann sie auch reflektieren, unter welchen Bedingungen Widerstand überhaupt materiell und geistig möglich wird, wann und wie er scheitert und in welchen subtilen Formen er auftritt, ohne überhaupt ins Blickfeld des Rechts zu rücken. In diesem Gespräch denken ein Schriftsteller und ein Dozent, beide Juristen und Philosophen, gemeinsam darüber nach, inwiefern Recht und Literatur hier und heute Spiegel, Instrumente oder Bremsen des Widerstands sind. Mesut Bayraktar, geboren 1990 in Wuppertal und Kind türkischer Arbeitsmigranten, hat Jura und Philosophie studiert. Als Schriftsteller schreibt er Romane und Gedichte, Erzählungen, Theaterstücke sowie Essays für diverse Zeitungen und Magazine. Er hat das Kollektiv nous – konfrontative Literatur 2013 mitgegründet und ist dort Redakteur. 2024 erschien sein Erzählband Die Lage. 2025 erschien sein Lyrikdebüt Linke Melancholie. Tim Wihl hat Politik- und Rechtswissenschaft studiert und zu Aufhebungsrechten promoviert. Er war Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Gastprofessor an der Humboldt-Universität mit Aufenthalten an der Sorbonne und in Princeton sowie Fellow am The New Institute in Hamburg. Derzeit ist er Vertretungsprofessor für Öffentliches Recht und Grundlagen des Rechts an der Universität Erfurt. Von ihm erschien 2024 das Buch Wilde Demokratie. Das Recht auf Protest. Moderation: Johanna Bröse

    Verdrängte Philosophie - Zur Bedeutung einer Metatheorie von Marx' Kritik der politischen Ökonomie

    Play Episode Listen Later Jul 28, 2026 44:48


    Norbert Walz unternimmt in seinem Vortrag eine Rekonstruktion der Beziehung von Karl Marx zur Philosophie von den Anfängen bis zum "Kapital". Im Gegensatz zum traditionellen Marxismus sieht der Autor in der "marxistischen Philosophie", die vor allem auf Friedrich Engels zurückgeht, keine Entsprechung mit dem, was Marx unter Philosophie verstand. Allerdings blieb das Verhältnis von Marx zur Philosophie ambivalent: Einerseits bezieht er sich positiv auf sie, andererseits lehnt er sie seit der "Deutschen Ideologie" schroff ab. Unter der Oberfläche seiner Antiphilosophie verbergen sich philosophische Inhalte, die aufgrund einer Verdrängung nicht in der manifesten Theorie adäquat erscheinen konnten. Es enstanden Leerstellen der Theorie (Theorien des Individuums, der Geschichte, der Natur und des Wissens), die mit einer Metatheorie bzw. Postphilosophie aufzufüllen sind. Walz' Ansatz integriert mehrere unorthodoxe Lesarten von Marx, insbesondere die Wert- und Arbeitskritik, die Neue Marx-Lektüre und die Kritische Theorie. Referent: Dr. Norbert Walz ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erlangen-Nürnberg tätig und beschäftigt sich insbesondere mit Kritischer Theorie, philosophischer Anthropologie und Ethik. 2025 erschien sein Buch Verdrängte Philosophie. Zur Bedeutung einer Metatheorie von Marx' Kritik der politischen Ökonomie beim Schmetterling Verlag.

    "Mein Vater, der Spion" Jürgen Tatzkow gibt Einblicke in das Leben eines Doppelagenten

    Play Episode Listen Later Jul 28, 2026 102:42


    Der gebürtige Thüringer Horst Tatzkow glaubte wohl, seiner Familie Gutes zu tun, als er sich in Zeiten des Kalten Krieges als Diener zweier Geheimdienste verdingte. Das Gegenteil war der Fall. Mit seiner Enttarnung als CIA-Agent in der DDR brach für seinen ahnungslosen 15-jährigen Sohn eine Welt zusammen. Jürgen Tatzkow fand trotzdem seinen Weg, studierte und machte im Schuldienst Karriere, während sein Vater nach Haftentlassung nunmehr für die HVA, den ostdeutschen Auslandsgeheimdienst spionierte. Der Sohn bietet, gestützt auf spätere Gespräche mit dem Vater sowie Recherchen in diversen Archiven, Einblicke in seine Familiengeschichte im Schatten des zweitältesten Gewerbes der Welt.

    "bin weiblich, bin männlich, doppelt" Queere DDR-Literatur

    Play Episode Listen Later Jul 28, 2026 61:59


    Eine Frau mit männlicher Vergangenheit müsste man sein. (Irmtraud Morgner) Die im Band „bin weiblich, bin männlich, doppelt“ Queere DDR-Literatur" (Mitteldeutscher Verlag 2025) versammelten Beiträge sind ein unvollständiger Versuch, den literarischen Spuren des Nichtidentischen in Geschlecht, Sexualität und Begehren in der (Literatur) der DDR nachzugehen. „Queer“ beschreibt – wenn auch nachträglich – das, was in Bezug auf Geschlechterfragen in der DDR-Literatur so kostbar und interessant ist: dass sich in ihr eine Sprache der Abweichung, der Spuren und Reste für das Sexuelle, das Begehren und Geschlecht finden lässt. Eine Sprache, die noch keine festen Kategorien und Termini kennt und somit Sexualität von den nichtidentischen Rändern aus erschreibt. Queer sind die Texte auch, weil sie nicht „nur“ die Geschlechtsidentität, die vergeschlechtlichen Rollen und Normen infragestellen, sondern auch das vermeintlich gegebene Geschlecht brüchig werden lassen. Neben den FDJ-Poetenseminaren, der Lesbenzeitschrift „frau anders“ und einem Gespräch mit dem Autor Norbert Marohn beschäftigen sich die Artikel mit den Autor:innen Irmtraud Morgner, Brigitte Reimann, Christa Wolf, Christa Reinig, Helga Königsdorf, Helga Schütz, Sarah Kirsch, Maxie Wander, Waldtraut Lewin, Christa Kożik, Norbert Marohn, Ronald M. Schernikau, Franz Fühmann und Erich Loest. Diese Liste ist unvollständig und auch nicht als Systematik Queerer DDR-Autor:innen bzw. Queerer DDR-Literatur zu verstehen. Vielmehr ist sie ein erster Vorschlag, Literatur aus der DDR unter queermaterialistischer Perspektive zu betrachten. Queer ist – das wird in allen Beiträgen deutlich – in der der hier besprochenen Literatur weniger allein ein inhaltliches Akronym für diverse Sexualitäten, Begehren und Geschlechter. Mehr noch zeigt sich Queeres ausgehend vom literarischen Material als ein ästhetisches Verfahren sowie als textuelle erotische Praxis. Die Herausgeberin Franziska Haug führt in das Thema und den Band ein, Alexander Wagner stellt seine Arbeit zu Irmtraud Morgners Trobadora Beatriz (1974) vor und Lucas Mielke seinen Artikel über Norbert Marohns Plötzlich mein Leben (1989). Anschließend freuen wir uns auf Gespräch und Austausch.

    Pazifismus in schwierigen Zeiten

    Play Episode Listen Later Jul 27, 2026 51:42


    Frieden ist eine zentrale Säule linker Politik und Programmatik. In Zeiten fortschreitender Militarisierung wird es jedoch immer schwieriger, am Pazifismus festzuhalten, auch weil sich die internationale Bedrohungslage in den letzten drei Jahren seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine massiv verschärft hat und klassische linke Freund-Feind-Gewissheiten nicht mehr greifen. Für linke Friedens- und Verteidigungspolitik stellt das eine neue Herausforderung dar. Wie viel Pazifismus kann sich die Linke also heute noch "leisten", bzw. wie können heutige Kriege ohne weiteres Blutvergießen und Rüstungsspiralen beendet werden? Darüber sprechen und diskutieren wir mit: Pascal Beucker, taz-Journalist und Autor des Buches "Pazifismus - ein Irrweg?" sowie Desiree Becker, Sprecherin für Friedens- und Abrüstungspolitik der Linksfraktion im Bundestag und Mitglied des Verteidigungsausschusses. Moderation: Olaf Miemiec

    Haziran Zeller: Negative Dialektik und Erkenntnispraxis. Eine materialistische Philosophie für die Gegenwart.

    Play Episode Listen Later Jun 30, 2025 46:38


    Vortrag von Dr. Haziran Zeller am 28. Februar 2025 in der Hellen Panke, Berlin, im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Philosophische Gespräche" Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Dass Theodor W. Adorno ein wichtiger Vertreter der (materialistischen) Philosophie ist, würde wohl kaum jemand bestreiten. Trotzdem spielt der als "Klassiker" desinfizierte, philosophiegeschichtlich eingemottete Adorno in der theoretischen Debatte unserer Gegenwart kaum eine Rolle. Dem Ungleichgewicht von Adornos kritischer Relevanz und seiner tatsächlichen Bedeutung versucht dieser Vortrag durch eine aneignende Deutung zu begegnen. Die These lautet, dass man die negative Dialektik in Erkenntnispraxis verwandeln muss, wenn man dem Postfordismus begegnen möchte. Referent: Dr. Haziran Zeller war Assistent bei Konrad Ott am Lehrstuhl für Philosophie und Ethik der Umwelt an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Er arbeitete als Postdoc im DFG-Projekt »Sittlichkeit und Nachhaltigkeit in einer Postwachstumsgesellschaft« und verteidigte 2021 seine Dissertation an der Technischen Universität Berlin. 2024 erschien seine Dissertation Negative Dialektik und Erkenntnispraxis. Neben seinen akademischen Texten schreibt er auch für die »Frankfurter Allgemeine Zeitung«, den »Freitag« und die »Welt«. Moderation: Dr. Falko Schmieder

    Rainer Land & Michael Brie: China - Gelenkte Marktwirtschaft als Sozialismus des 21. Jahrhunderts?

    Play Episode Listen Later Jun 30, 2025 66:25


    Aufzeichnung vom 8. April 2025 Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Die USA, Russland und die EU blicken derzeit gebannt nach Peking. Für die westlichen Gesellschaften und die gesamte Weltordnung stellt der Aufstieg des Landes eine gewaltige Herausforderung dar. Doch wie kam es zu diesem Boom, der aus einem sozialistischen Land innerhalb von drei Jahrzehnten eine der größten Wirtschaftsmächte der Welt machte? Der Ökonom Rainer Land analysiert die Entwicklung Chinas von der Planwirtschaft zur gelenkten Marktwirtschaft und zeigt, warum dieses Modell so erfolgreich sein konnte. Chinas Kommunistische Partei hat auf diesem Weg viele Doktrinen des sowjetischen Erbes über Bord geworfen und zugleich die wichtigste institutionelle Erfindung, die leninistische Partei, bewahrt und weiterentwickelt. Die Volksrepublik ist für Michael Brie der Beweis dafür, dass ein lebensfähiger Sozialismus im 21. Jahrhundert zugleich das kommunistische wie das liberale Erbe in sich aufnehmen muss. Was sind die verbundenen Perspektiven im politischen, wirtschaftlichen und ideologischen Bereich? In der Veranstaltung sprechen die beiden Referenten über Chinas Weg und dessen Rollen in der Welt. Die erste Hälfte des Mitschnitts spricht Rainer Land, ab ca. der Hälfte der Veranstaltung übernimmt Michael Brie. Von Dr. Rainer Land ist 2025 das Buch "Chinas gelenkte Marktwirtschaft. Hintergründe eines Booms" beim Promedia Verlag erschienen. Von Prof. Dr. Michael Brie ist 2023 das hellblaue Bändchen "CHINAS SOZIALISMUS neu entdecken" bei VSA erschienen. 2024 erschien von ihm im selben Verlag "Projekt »Schönes China«. Die ökologische Modernisierung der Volksrepublik. Eine Flugschrift"

    Hermynia Zur Mühlen: Widerstand und Weitsicht

    Play Episode Listen Later Apr 2, 2025 51:56


    Audio-Mitschnitt eines Vortrags von Katerina Brausmann am 20. März 2025 in der Bibliothek der Rosalux, Berlin Hermynia Zur Mühlen (1883–1951) war im Deutschland der 1920er und 30er Jahre als linksgerichtete Autorin bekannt, die mit ihren Texten explizit politische Ziele verfolgte. So auch mit ihrem Roman "Unsere Töchter, die Nazinen" (1934), in dem sie einen unüblichen Blick auf die Verhältnisse im Nazi-Deutschland warf – aus der Perspektive von drei weiblichen Figuren: In einem kleinstädtischen Setting treffen Faschistinnen und Antifaschistinnen verschiedener Generationen und Klassen v.a. in familiären Strukturen aufeinander. Mit diesem Text versuchte die Autorin die Öffentlichkeit vor den politischen Entwicklungen zu warnen, jedoch wurde er vom Nazi-Regime als radikaler Roman mit kommunistischen Tendenzen verboten und vernichtet. Verarmt stirbt Zur Mühlen am 20. März 1951 im britischen Exil, ihr Nachlass wird mutmaßlich als Müll entsorgt. Trotz der zeitweiligen Rezeption in der DDR wurde die Schriftstellerin bis zu ihrer Wiederentdeckung 2019 in die allgemeine Vergessenheit gedrängt. Anlässlich ihres Todestags möchten wir an Hermynia Zur Mühlen und ihr Werk erinnern: Wer war die Autorin? Wie sah ihr Leben als Widerstandskämpferin aus? Was für (politische) Texte schrieb sie? Und welche Relevanz hat ihr Schaffen heute noch? Um diese Fragen soll es im Vortrag gehen, wobei insbesondere ihr Roman "Unsere Töchter, die Nazinen" eine Rolle spielen soll. Referentin: Katerina Brausmann (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Neuere deutsche Literatur der Technischen Universität Braunschweig, ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Gegenwartsliteratur, der Gesellschaftskritik im Film sowie der Konstruktionen von Geschlecht und Familie in der Literatur, ihre jüngste Publikation trägt den Titel „Reichtum, Macht und Männlichkeit – Mary Harrons American Psycho (2000)“ und wird voraussichtlich im Frühjahr 2025 erscheinen) Moderation: Dr. Birgit Ziener Eine Kooperationsveranstaltung von "Helle Panke" e.V. und Rosa-Luxemburg-Stiftung. Die politische Bildungsarbeit von Helle Panke e.V. wird gefördert von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.

    Der „vormarxsche“ Marx im Vormärz

    Play Episode Listen Later Apr 2, 2025 77:52


    Audio-Mitschnitt eines Vortrags von Michael Heinrich am 26. März 2025 in der Hellen Panke. Karl Marx kam nicht als jener Kapitalismuskritiker zur Welt, als den man ihn heute vor allem wahrnimmt. Die Entwicklung zu diesem "marxschen" Marx ist ohne den "vormarxschen" Marx kaum zu verstehen. Als Vorschau auf den 2. Band seiner Marx-Biographie ("Karl Marx und die Geburt der modernen Gesellschaft"), der Ende des Jahres erscheinen soll, wird Michael Heinrich einige Punkte der intellektuellen und politischen Entwicklung von Marx in den Jahren 1841–1843 skizzieren, so etwa Marx' gemeinsam mit Bruno Bauer entwickelten revolutionären Republikanismus und seine davon bestimmte Arbeit bei der "Rheinischen Zeitung". Dabei werden nicht nur einige gängige Interpretationsraster dieser Periode kritisiert, es wird auch der Frage nach Kontingenz oder Zwangsläufigkeit der marxschen Entwicklung nachgegangen. Referent: Prof. Michael Heinrich Moderation: Dr. Birgit Ziener Eine Kooperationsveranstaltung von "Helle Panke" e.V. und dem Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition e.V. Die politische Bildungsarbeit von Helle Panke e.V. wird gefördert von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.

    Gefallene Brandmauer? Über Österreich und Deutschland, mit Robert Misik, Martina Renner und Gerd Wiegel

    Play Episode Listen Later Mar 11, 2025 67:04


    Mitschnitt eines Gesprächs vom 10. März 2025 aus der Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin Eine Kooperationsveranstaltung von "Helle Panke" e.V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Oft wird das Wort "Brandmauer" bemüht, wenn es um mögliche Bündniskonstellation zwischen der AfD und anderen Parteien geht. Aber gibt es überhaupt noch diese "Brandmauer"? Auf was müssen wir uns in der nahen Zukunft gefasst machen, wenn schon der US-Amerikanische Außenminister Partei für diese Partei der extremen Rechten ergreift? Hilft ein Blick in unser Nachbarland Österreich, um eine mögliche Zukunft für uns auszumalen? Podiumsgespräch mit: Martina Renner (2013–2025 Abgeordnete des Bundestages und dort u.a. Sprecherin für antifaschistische Politik der Linksfraktion), Robert Misik (Journalist und Autor aus Wien) und Dr. Gerd Wiegel (Referatsleiter Demokratie, Migrations- und Antirassismuspolitik beim DGB) Moderation: Fabian Kunow

    Ist der Westen der neue Osten? Podium mit Stefanie Hürtgen, Grit Lemke und Gesine Lötzsch

    Play Episode Listen Later Jan 12, 2025 68:04


    Mitschnitt einer Podiumsdiskussion vom 9. Januar 2025 aus dem Stadtteilzentrum Kiezspinne in Berlin-Lichtenberg Ein Podium über den Stand der deutschen Einheit und die Lage im ländlichen Raum Ost/West _________________________________________________ Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de helfen uns ebenso. Den Newsletter mit unserem Wochenprogramm gibt es hier: www.helle-panke.de/de/topic/22.newsletter.html _________________________________________________ 35 Jahre nach dem Mauerfall wird mehr denn je über „Ostdeutschand“ diskutiert. Der Begriff ist bereits zum Mythos geworden, der von Rechten bedient wird. Der Gesprächsbedarf ist riesig, die Bücher von Katja Hoyer und Dirk Oschmann haben eine breite Debatte im Feuilleton ausgelöst, Autoren wie Ilko-Sascha Kowalczuk unterstellen den Ostdeutschen, mit der Freiheit überfordert zu sein. Doch wie viel hat das alles mit der Realität zu tun? Gibt es überhaupt „den Osten“? Sind nicht in den fünf „neuen“ (seit 35 Jahren!) Bundesländern selbst große sozio-ökonomische Unterschiede feststellbar? Hat nicht der abgehängte ländliche Raum in der Lausitz viel mehr gemein mit dem abgehängten ländlichen Raum auf der Schwäbischen Alb oder im Emsland als mit Leipzig, Erfurt oder Potsdam? Ist es dann nicht viel eher ein ökonomisches als ein Ost-West-Phänomen? Oder gibt es tatsächlich „den Osten“, dessen Identität nicht durch 40 Jahre DDR, sondern durch eine gemeinsame Erfahrung der Entmündigung innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes nach der „Wiedervereinigung“ geschaffen wurde? Fragen über Fragen, die wir zum Auftakt des neuen Jahres diskutieren wollen. Eine Kooperationsveranstaltung von "Helle Panke" e.V. - Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

    Franz Heilgendorf - Was ist "kategoriale Kritik" bei Marx?

    Play Episode Listen Later Nov 12, 2024 55:01


    Mitschnitt vom 23. Oktober 2024 Referent: Dr. Franz Heilgendorff, ist gegenwärtig als PostDoc am Institut für Soziologie der TU Dresden mit dem Übergang von der Philosophie in das Studium der wirklichen Welt beschäftigt. 2023 erschien sein Buch "Kategoriale Kritik. Zur Bedeutung von Kategorie und Begriff in der dialektischen Methode bei Marx" beim Karl Dietz Verlag. Moderation: Dr. Frank Engster Wie lässt sich etwas so Komplexes wie die kapitalistische Produktionsweise begreifen und darstellen? Und zwar so, dass die Darstellung zugleich Kritik ist und nicht nur die Bestimmungen ihres Gegenstand trifft, sondern ihn auch radikal infrage stellt? Und was ist diese "dialektische Methode", die eine solche Kritik einzulösen verspricht? Diese Frage der Kritik ist Gegenstand der Untersuchungen von Franz Heilgendorff. Sein Buch "Kategoriale Kritik" zeigt eine gravierende Lücke in der kaum noch überschaubaren Forschung zu Marx und zum Kapital auf: Trotz aller Bemühungen um Marx' Kritik der ökonomischen Kategorien fehlt eine historisch-kritische Rekonstruktion, warum Marx überhaupt von einer "Kritik der Kategorien" sprechen kann und was "Kategorien" sind. Dies ist umso fataler, als ein Verständnis der Bedeutung und Funktion von Kategorien ein entscheidender Schlüssel zum Verständnis dialektischen Denkens ist und das Problem des Verhältnisses von Gesellschafts- und Erkenntniskritik aufwirft. Eine Kooperation von Helle Panke e.V. mit dem Verein zur Förderung der MEGA-Edition.

    Bürgerkrieg und Romantik im Realsozialismus – Das Beispiel Rudolf Bahro

    Play Episode Listen Later Nov 12, 2024 53:55


    Mitschnitt vom 31. Januar 2024 Referent: Dr. Thomas Schubert Moderation: Dr. Alexander Amberger Der damals 41-jährige Rudolf Bahro ist im August 1977 über Nacht vom unscheinbaren SED-Funktionär zum weltweit bekannten DDR-Dissidenten geworden. Grund war die Veröffentlichung seines Buches "Die Alternative" im Westen. Doch wo kam dieser Bahro her, was hatte er vor der "Alternative" intellektuell geleistet? In seiner dieser Tage erschienenen Dissertation stellt Thomas Schubert sämtliche Texte und Gedichte Bahros aus der Zeit vor der "Alternative" vor. Das weithin unbekannte Frühwerk wird in klassisch-hermeneutischer Manier einer Würdigung und Kritik unterzogen. Subjektive und objektive Sinn- und Motivstrukturen der Texte werden ausführlich analysiert, zudem geht Schubert der Frage nach, was sich daran für die Epoche des deutschen Realsozialismus an Charakteristischem ablesen lässt. Das Frühwerk Bahros entfaltet in dieser Betrachtungsweise einen dreifachen Wert: einen in sich, einen im Vorblick auf spätere Texte und einen dokumentarischen Wert zum Verständnis von deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert. Den Begriffen „Bürgerkrieg“ und „Romantik“ kommt darin eine besondere Bedeutung zu. Es handelt sich nicht nur um die zentralen polit-ästhetische Kategorien in Bahros Frühwerk, sondern auch um zentrale – wenn auch vergessenen – Kategorien eines Anfanges, für den dieses Werk beispielhaft steht: eine marxistische Romantik oder eine romantische Vorstellung vom revolutionären Bürgerkrieg.

    Das Skandalon der Philosophie. Kritische Theorie und DDR

    Play Episode Listen Later Oct 14, 2024 46:51


    Mitschnitt vom 3. Juli 2024 aus der Reihe "Philosophische Gespräche" Referentin: Kathrin Witter Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de helfen uns ebenso. Den Newsletter mit unserem Wochenprogramm gibt es hier: www.helle-panke.de/de/topic/22.newsletter.html In einer Notiz Max Horkheimers heißt es: „Die europäische Kultur ist mangels einer Zukunft eingegangen, denn die Individuen hören auf, sich zu entfalten, wenn keine kollektive Aufgabe mehr da ist, mit der sie sich ineinssetzen können.“ (~1960) Die DDR hatte der Idee nach den Anspruch, ein solches kollektives Projekt zu sein, bei dem nicht mehr und nicht weniger als die Verwirklichung der Menschheit auf dem Spiel stand. Ihr Scheitern gibt darum die Aufgabe auf, dieses in die gattungsgeschichtliche Reflexion miteinzubeziehen. Die kritische Theorie wusste von diesem Scheitern schon immer, doch sie wusste noch nichts vom historischen Ende des Realsozialismus. In der heutigen Situation stellen sich daher erneut die Fragen nach dem Verhältnis von kritischer Theorie und DDR, damit von negativer Dialektik und Staatssozialismus – die doch beide auf die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie zurückgehen. Der Vortrag wird sich diesen Fragen widmen, indem er einige derjenigen betrachtet, die Formen der sozialismusimmanenten Selbstreflexion zu praktizieren suchten. Kathrin Witter schreibt ihre Dissertation über die kritische Theorie und die DDR; ihre Masterarbeit beschäftigte sich mit den Mikrologien Benjamins und Adornos. Neben der frühen kritischen Theorie gilt ihr Interesse der Zeit des deutschen Idealismus sowie der klassischen Moderne und der deutschsprachigen Literatur der Nachkriegszeit. Gelegentlich und gern schreibt sie journalistisch, im Neofelis Verlag erschien die von ihr mit herausgegebene Anthologie Ultima philosophia. Zur Transformation von Metaphysik nach Adorno. Moderation: Dr. Falko Schmieder

    Holger Czitrich-Stahl: Die linke Gegenmacht kapituliert vor der neoliberalen Wende?

    Play Episode Listen Later Jul 17, 2024 24:56


    Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de unterstützen uns ebenso. Den Newsletter mit unserem Wochenprogramm gibt es hier: www.helle-panke.de/de/topic/22.newsletter.html Aufzeichnung vom 14. November 2023, aus der Kopenhagener Str. 9 in Berlin Vortrag im Rahmen der Konferenz "1982 ff.: Der verhaltene Weg in den Neoliberalismus. Die bundesdeutsche "Erfolgsgeschichte" mit langem Atem" 1982 wird Kohl nach dem Umfallen der FDP Bundeskanzler und löst mit seiner Regierung die sozialliberale Koalition ab, 1983 gewinnt er die Bundestagswahl. Es scheint möglich, den neoliberalen Kurswechsel von Thatcher und Reagan auch in Deutschland zu wiederholen. Der Vorstoß bleibt aber zaghaft. Noch ist die Stimmung im Lande dafür nicht reif, noch scheint die DDR vor der Tür mit ihrem alternativen System das wichtigste Gegenargument zu sein. Das sollte sich alles erst mit der gescheiterten antistalinistischen Revolution in der DDR und der Flucht des ganzen Landes unter die Fittiche der kapitalistischen BRD ändern. Endlich hatte die neoliberale Politik ein Experimentierfeld in einer angeschlagenen, bald zerschlagenen ostdeutschen Transformationsgesellschaft. Was dort experimentiert wurde, sollte alsbald die Realität des vereinten Deutschlands zwischen Rhein und Oder bestimmen. Vier Jahrzehnte später wollen wir zurückblicken. Die Langzeitwirkungen dieses Kurswechsels in Deutschland wie in der gesamten westlichen Welt sind unübersehbar. Betriebswirtschaftliches Denken für den maximalen Profit zerstört volkswirtschaftliches Herangehen und den sozialen Anspruch, die soziale Rückversicherung eines effektiven Kapitalismus. Das Individuum und seine freie umfassende Entfaltung auch zu Lasten der anderen Gesellschaftsmitglieder bestimmt zunehmend zerstörte gesellschaftliche Bindungen und Verhältnisse. Das Schwinden von Solidarität, Zusammengehörigkeitsgefühl, der Bereitschaft der Ausgebeuteten, ihr individuelles Schicksal mit denen ihrer Leidensgenossen zu verknüpfen, trägt zur Selbstzerstörung linker, sozialorientierter Gegenmacht im Kapitalismus bei und vertieft den Bruch, der mit dem Untergang des Realsozialismus das Ende auch des "sozialdemokratischen Jahrhunderts" eingeläutet hat. Programm: * Dr. Stefan Bollinger: Das Ende der bipolaren Weltordnung und der vermeintliche Triumph eines Gesellschaftsentwurfs – der Weg zur scheinbar monolithischen unipolaren Welt am "Ende der Geschichte" * Prof. Dr. Georg Fülberth: Der Bruch der sozialliberalen Koalition und der Triumpf eines ungebremsten Kapitalismus? * Dr. Florian Weis: Rammbock Thatcher: Deregulierung gegen Gewerkschaftsmacht und Sozialstaat * Dr. Frank Thomas Koch: Die neoliberale Zurichtung der "Neuen Bundesländer" * Dr. Holger Czitrich-Stahl: Die linke Gegenmacht kapituliert vor der neoliberalen Wende?

    Labour's coming home? Zum Ausgang der britischen Unterhauswahlen am 4. Juli 2024. Mit Florian Weis.

    Play Episode Listen Later Jul 16, 2024 33:29


    Labour's coming home? Zum Ausgang der britischen Unterhauswahlen am 4. Juli 2024. Mit Florian Weis. Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de unterstützen uns ebenso. Den Newsletter mit unserem Wochenprogramm gibt es hier: www.helle-panke.de/de/topic/22.newsletter.html Aufzeichnung vom 11. Juli 2024 aus der Kopenhagener Straße 9 im Prenzlauer Berg. Mit: Dr. Florian Weis (ist Historiker mit einem Schwerpunkt zur jüngeren und jüngsten britischen und deutschen Geschichte, Promotion 1998 mit einer Arbeit zu den Nachkriegsplanungen der Labour Party 1939-1945. Seit 1999 arbeitet er in unterschiedlichen Funktionen in der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Er ist Co-Herausgeber einer kleinen Reihe zu "Jüdinnen und Juden in der internationalen Linken" ( https://www.rosalux.de/publikation/id/50775/die-arbeiterinnenbewegung-als-emanzipationsraum). Moderation: Dr. Birgit Ziener Im Mai 2010 verlor die Labour Party unter Gordon Brown nach 13 Jahren die Regierungsmacht. Es folgten 14 Jahre konservativer Regierungen, wobei diese alleine in den letzten fünf Jahren dreimal die Premierminister*innen austauschten (Theresa May zu Boris Johnson, folgend Liz Truss und Rishi Sunak). Am 4. Juli hat die Labour Party die Wahl zwar klar gewonnen und erhielt einen ungeheuren Zuwachs an Sitzen. Allerdings hat sich die Partei unter Keir Starmer weit vom linken Kurs unter Jeremy Corbyn entfernt und in die politische Mitte orientiert. Zugleich verdeckt das Wahlsystem in Großbritannien das eigentliche Stimmverhalten und das Wahlergebnis, das keineswegs so klar zugunsten von Labour ausfiel, wie es Sitzverteilung vermuten lässt.

    Frank Thomas Koch: Die neoliberale Zurichtung der "Neuen Bundesländer"

    Play Episode Listen Later Jul 15, 2024 31:54


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    Florian Weis: Rammbock Thatcher: Deregulierung gegen Gewerkschaftsmacht und Sozialstaat

    Play Episode Listen Later Jul 14, 2024 29:07


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    Georg Fülberth: Der Bruch der sozialliberalen Koalition & der Triumph des ungebremsten Kapitalismus?

    Play Episode Listen Later Jul 13, 2024 56:41


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    Stefan Bollinger: Der Weg zur scheinbar monolithischen unipolaren Welt am "Ende der Geschichte"

    Play Episode Listen Later Jul 12, 2024 20:21


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    1923, Panel 3: 100 Jahre Lukács' Geschichte und Klassenbewusstsein. Karl Lauschke, Rüdiger Dannemann

    Play Episode Listen Later Jul 11, 2024 63:45


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    Konferenz zu 1923, Panel 2: Die Marxistische Arbeitswoche, mit Michael Buckmiller und Judy Slivi

    Play Episode Listen Later Jul 10, 2024 46:50


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    1923, Panel 1: Erneuerung in Philosophie, Politik, Marxismus. Ivana Perica, Lea Fink, Felix Klopotek

    Play Episode Listen Later Jul 9, 2024 63:54


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    Helmut Dahmer: Benjamin, Trotzki und der Gebrauch historischer Analogien

    Play Episode Listen Later May 10, 2024 82:48


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    Götz Aly: Deutschlands Raubkrieg im Osten. Wie einfache deutsche Soldaten zu Herrenmenschen wurden

    Play Episode Listen Later May 8, 2024 61:30


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    Felix Wemheuer: Kampf um Taiwan - Konfliktreiche Geschichts- und Identitätspolitik

    Play Episode Listen Later May 7, 2024 56:38


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    Der Linkssozialist Max Adler. Ein Abend zu dessen 150. Geburtstag. Vortrag von Michael Franzke

    Play Episode Listen Later Mar 27, 2024 57:06


    Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de helfen uns ebenso. Den Newsletter mit unserem Wochenprogramm gibt es hier: www.helle-panke.de/de/topic/22.newsletter.html Mitschnitt vom 20. Februar 2023 Referent: Dr. phil. Michael Franzke Moderation: Dr. Frank Engster Der Vortrag ist in unserer Reihe "Pankower Vorträge" gedruckt erschienen und kann hier bestellt werden: https://www.helle-panke.de/de/topic/158.publikationen.html?productId=73933 Es ist Zeit, Max Adler aus der Nische des abstrakten Philosophen des Austromarxismus herauszuholen. Der Linkssozialismus ist eine konkrete Vision eines Dritten Weges zwischen bürokratisch-verwaltetem Sozialreformismus und revolutionär-putschistischem Avantgardismus. Das, was Otto Bauer mit dem „Integralen Sozialismus“ anstrebte, hatte Max Adler auf den Spuren Rosa Luxemburgs bereits vorgearbeitet: eine dialektische Einheit von Reform und Revolution, die ein Zusammengehen unterschiedlicher Strömungen des Sozialismus zu begründen vermag. Diskussionswürdig scheint die Frage, ob von der Wiederaneignung des historischen Linkssozialismus Impulse für eine wirkmächtige Theorie und Strategie der Linken ausgehen könnten.

    Wolfgang Herzberg: Jüdisch und links. Eine Spurensuche

    Play Episode Listen Later Mar 26, 2024 61:24


    Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de helfen uns ebenso. Den Newsletter mit unserem Wochenprogramm gibt es hier: www.helle-panke.de/de/topic/22.newsletter.html Mitschnitt vom 26. Januar 2023 Referent: Wolfgang Herzberg Moderation: Karlen Vesper Trotz des ungeheuren Verbrechens der Nazis am europäischen Judentum kehrten nach der Befreiung vom Faschismus viele ins Exil gezwungene deutsche Juden in ihre Heimat zurück, um mitzuwirken an der demokratischen Erneuerung Deutschlands. Sie leisteten einen unschätzbaren Beitrag für das geistige, kulturelle und wissenschaftliche Leben in der DDR wie auch in der BRD, der in der Öffentlichkeit wenig bekannt ist. Der Publizist, Dokumentarfilmer und Songwriter Wolfgang Herzberg berichtet anhand seiner jüdischen Familiengeschichte über Ambitionen und Hoffnungen, aber auch über enttäuschte Erwartungen vor allem linker Juden diesseits und jenseits der Elbe.

    Ulrich Busch: 100 Jahre Hyperinflation. Ein historischer Rückblick und die gegenwärtige Teuerung

    Play Episode Listen Later Mar 25, 2024 57:08


    Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de helfen uns ebenso. Den Newsletter mit unserem Wochenprogramm gibt es hier: www.helle-panke.de/de/topic/22.newsletter.html Mitschnitt vom 26. September 2023 Referent: Dr. oec. habil. Ulrich Busch (Leibniz-Sozietaet der Wissenschaften zu Berlin) Moderation: Dr. Frank Engster Seit 2021 ist in Deutschland und im Euroraum ein deutlicher Preisniveauanstieg zu verzeichnen. Zufällig trifft diese Teuerungswelle mit dem 100. Jahrestag der Hyperinflation von 1922/23 zusammen. Die Koinzidenz beider Ereignisse legt es nahe, die retrospektive Betrachtung der Hyperinflation im Lichte der inflationären Prozesse von heute vorzunehmen wie auch umgekehrt, die aktuelle Inflation anhand der Erfahrungen der Hyperinflation von 1922/23 zu bewerten. Dabei fällt auf, dass es hier sowohl Parallelen als auch Unterschiede gibt. Der Vortrag versucht, beide Aspekte herauszuarbeiten sowie die aktuelle Preisentwicklung ökonomisch zu interpretieren. In Kooperation mit der Zeitschrift "Berliner Debatte Initial".

    Michael Brie - Sozialismus neu entdecken … und begründen

    Play Episode Listen Later Feb 21, 2024 46:37


    Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de helfen uns ebenso. Den Newsletter mit unserem Wochenprogramm gibt es hier: https://www.helle-panke.de/de/topic/22.newsletter.html Mitschnitt vom 26. April 2023 Begrüßung: Christoph Lieber Referent (ab 05:02): Prof. Dr. Michael Brie (Autor von "SOZIALISMUS neu entdecken. Ein hellblaues Bändchen zu den Widersprüchen einer solidarischen Gesellschaft", VSA Verlag 2022) Die Geschichte des Sozialismus war seit dem "Kommunistischen Manifest" immer schon von Krisen, Revisionen, Erneuerungen und Neubegründungen begleitet. Auch wenn gegenwärtig der Krieg in der Ukraine die Linke weiter zu schwächen droht, gibt es doch auch Anzeichen einer neuen "Welle" des Sozialismus in unterschiedlichen Varianten. In dieser Konstellation unterbreitet Michael Brie eine Erneuerung des sozialistischen Prinzips, die zugleich Denkräume eröffnen und Handlungsspielräume befördern soll: "Sozialismus ist die solidarische Austragungsform zwischen den Freiheitsansprüchen der Einzelnen und den kommunistischen Fundamenten in modernen komplexen Gesellschaften mit dem Ziel, Menschen ein erfülltes Leben in Verantwortung füreinander in einer an Möglichkeiten reichen Welt zu ermöglichen." Die Neubegründung erfordert mehrere Bausteine: die Berücksichtigung der Errungenschaften des Kapitalismus in einer Transformationsstrategie; die Vermittlung neuer Formen von Individualität und Gesellschaftlichkeit; eine Komplexität sozialistischer Reproduktionsverhältnisse, die Solidarstrukturen ermöglicht; und politische Formen zur demokratischen Austragung der Widersprüche von Einzel- und Gesamtwillen. Diese strategischen Bausteine liefern auch einen Beitrag zur Erneuerung des politischen Narrativs und der strategischen Zentren der gesellschaftlichen Linken.

    Was folgt aus der Correctiv-Recherche zu den "Remigrationsplänen" der extremen Rechten?

    Play Episode Listen Later Feb 8, 2024 62:51


    Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de helfen uns ebenso. Vielen Dank! Mitschnitt vom 7. Februar 2024 Gespräch mit David Begrich und Martina Renner. Es moderiert Fabian Kunow. Laut einer aufwendigen Recherche des Journalistenbüros Correctiv traf sich im November 2023 im Potsdamer „Landhaus Adlon“ eine illustre Runde der extremen Rechten mit Vertretern aus dem bürgerlichen Lager. Funktionäre der AfD lauschten auf Einladung ökonomisch-potenter westdeutscher Gastgeber dem Kopf der Identitären Bewegung aus Österreich Martin Sellner. Im Publikum saßen auch honorige Personen, die vermutlich nicht das AfD-Parteibuch tragen, sondern als "konservativ" gelten. Ziel war es Spendengelder für die extreme Rechte einzutreiben. Durch Correctiv-Recherche konnten die Organisatoren, der Gesprächsinhalt und die Zuhörenden einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Gerade der Inhalt des dort im geschlossenen Kreis Gesagten, die sogenannten "Remigrationspläne", die auch deutsche Staatsbürger umfassen sollen, sorgte für Aufsehen. Im Anschluss wurden ähnliche Vernetzungen und Spendensammlungen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Seitdem finden Proteste gegen die AfD in allen Regionen Deutschlands statt, zu denen sich hunderttausende Teilnehmende eingefunden haben. Die Forderung nach einem AfD-Verbot steht im Raum. Einen knappen Monat nach der Enthüllung durch Correctiv möchten wir in einer Gesprächsveranstaltung diese Recherche noch einmal rekapitulieren und darüber sprechen, was seitdem passiert ist. Sind die Überlegungen von Sellner für die extreme Rechte neu? Was würden diese für ein Land bedeuten, in dem im Jahr 2022 nach Angaben des statistischen Bundesamts 23,8 Millionen Menschen und somit 28,7 % der Bevölkerung eine Migrationsgeschichte haben? Wie fügt sich die Berichterstattung über die Correctiv-Recherche in neurechte Diskursstrategien ein? Was können Demokratinnen und Demokraten überhaupt noch tun, wenn immer mehr Menschen bereit sind, der AfD ihre Stimme zu geben? Wir freuen uns auf David Begrich und Martina Renner. David Begrich arbeitet beim Verein Miteinander e.V. in Magdeburg. Er ist Kenner der Einflüsterer des völkischen Flügels der AfD, der mit dem Institut für Staatspolitik (IfS) seinen Sitz in Sachsen-Anhalt hat. Martina Renner hat als Innenpolitikerin der LINKEN im Bundestag unmittelbar nach Correctiv-Recherche mit Fragen an die Bundesregierung nachgesetzt.

    Zum anti-autoritären Marxismus von Hans-Jürgen Krahl (Meike Gerber, Emanuel Kapfinger, Julian Volz)

    Play Episode Listen Later Dec 19, 2023 81:34


    Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de helfen uns ebenso. Vielen Dank! Mitschnitt vom 31. Oktober 2023: Ein Abend für Hans-Jürgen Krahl Referent:innen: Meike Gerber, arbeitet an einer Promotion zur Suizidassistenz. Sie beschäftigt sich mit kritischer Theorie, antiautoritärem Marxismus und Medizinethik. Julian Volz, kuratiert Ausstellungen und schreibt Texte. Er interessiert sich für Kritische Theorie, queere und dekoloniale Theorien sowie deren Schnittmengen. Emanuel Kapfinger, ist Philosoph und politischer Autor. Er arbeitet zu Hegel, Marx, Nietzsche, Kritischer Theorie, Guattari, Kultur- und Ideologiekritik, Faschismustheorie, 1968 und materialistischer Dialektik. Hans-Jürgen Krahl war ein faszinierender Revolutionär: Um 1968 gab es nur wenige, die den Versuch einer »historisch angemessenen Vermittlung von Theorie und Praxis« derart intensiv betrieben haben wie er. Als Vorstandsmitglied des SDS stellte er sich nicht nur entschieden gegen eine autoritäre Wende der Studierendenbewegung, sondern setzte ihr auch ein Modell anti-autoritärer Emanzipation entgegen. Der Lieblingsschüler Adornos debattierte mit den Intellektuellen der so genannten Frankfurter Schule auf Augenhöhe und arbeitete an einer eigenständigen Weiterentwicklung der Kritischen Theorie. Trotzdem – oder deswegen? – richteten sich nach Krahls frühem Tod mit 27 Jahren die verschiedensten Vorwürfe gegen ihn: eines repressiven Leninismus ebenso wie eines antiautoritären Spontaneismus; einer unredlichen Hinwendung der Kritischen Theorie zur Praxis ebenso wie eines praxisfernen Hegelianismus. Diese komplementären Vorwürfe könnte erklären, warum sein Werk heute weitgehend ungelesen ist, obwohl es, so die These der Referent:innen, für die Linke heute wichtig und fruchtbar ist. Der Vortrag wird die politische Biographie und die Theorie Krahls vorstellen und stützt sich dafür auf den von den Referent:innen 2022 herausgegebenen Sammelband Für Hans-Jürgen Krahl. Beiträge zu seinem antiautoritären Marxismus (Mandelbaum Verlag) sowie ihre fortlaufende Forschungs- und Editionstätigkeit zu Krahl.

    Lukas Meisner: Medienkritik ist links: Warum wir eine medienkritische Linke brauchen

    Play Episode Listen Later Dec 18, 2023 20:26


    Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de helfen uns ebenso. Vielen Dank! Mitschnitt vom 16. Oktober 2023 Medienkritik ist links: Warum wir eine medienkritische Linke brauchen Referent: Lukas Meisner Begrüßung: Alexander Amberger Die heutige Mediendebatte wird geprägt von zwei Lagern: Während rechtsgerichtete Gruppierungen eine mediale Verschwörung global vernetzter Eliten wittern, neigen liberale Leitmedien dazu, jegliche Kritik unverzüglich ins rechte Verschwörungslager zu verlächerlichen. Bipolarität kennzeichnet die heutige Krise der Öffentlichkeit und Debattenkultur. Doch wie steht es eigentlich mit der Linken? Warum hält sie sich bislang zurück, und was sagt dies Zurückhalten über die Krise der heutigen Linken an sich aus? Der wiedererstarkende Nationalismus bietet Anlass genug, sich bewusst zu machen, dass die Linke - als emanzipatorische, universalistische und solidarische - die Stimme der Mehrheit vertritt. Ernstzunehmende Kritik am Hegemonialen muss wieder von jenen ausgeübt werden, die im Sinne der Demokratie und nicht gegen sie protestieren. "Medienkritik ist links - Warum wir eine medienkritische Linke brauchen" ist 2023 bei der Eulenspiegel-Verlagsgruppe erschienen.

    Das Leben schreiben. Warlam Schalamow: Biografie und Poetik, mit Franziska Thun-Hohenstein

    Play Episode Listen Later Oct 13, 2023 93:09


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    Sex, Drugs and Rock 'n 'Roll in der DDR – Mit Torsten Schulz (Autor) und Jörg Stempel (AMIGA)

    Play Episode Listen Later Sep 29, 2023 106:10


    Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de helfen uns ebenso. Vielen Dank! Mitschnitt vom 6. Dezember 2022 (Der Ton ist am Anfang etwas leise, wird nach wenigen Minuten aber lauter) Torsten Schulz, Schriftsteller, Drehbuchautor und Professor an der Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“, und Jörg Stempel, Schallplattenunterhalter mit Wirtschaftsdiplom und seit vielen Jahren Bewahrer des Erbes von VEB Deutsche Schallplatten Berlin und Amiga, diskutieren über Rockmusik in der DDR, über philosophische Themen, wie Freiheit durch Mangel, Freiheit durch Überfluss, Protestkultur und Systemgegner, und über Sex, Drugs & Rock 'n' Roll in der DDR. Torsten Schulz liest Stellen aus seinem Roman, und Jörg Stempel fallen spannende Thesen und musikalische Beispiele zur Erklärung seiner Thesen ein. Begrüßung: Dr. Gudrun Nüchter, Schatzmeisterin der Hellen Panke

    Die Ursprünge der roten Fahne als revolutionäres Symbol. Vortrag zur politischen Farbe Rot (H. Balz)

    Play Episode Listen Later Sep 27, 2023 57:54


    Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de helfen uns ebenso. Vielen Dank! Mitschnitt vom 15. Juni 2023 aus der Reihe "Vielfalt sozialistischen Denkens" Referent: Dr. Hanno Balz Begrüßung: Dr. Frank Engster Rot war in der Kulturgeschichte der Menschheit schon immer die symbolbeladenste aller Farben – und ist bis heute die wohl am meisten politisch aufgeladene. Dass allerdings Rot, und insbesondere die rote Fahne, heute allgemein als Zeichen für Revolution und Kommunismus angesehen wird, ist tatsächlich das Ergebnis langwieriger sozialer Kämpfe und der Herausforderung symbolischer Macht. Bis heute ist die Gesamtgeschichte solch symbolischer Farbpolitik noch nicht umfassend erforscht. Und auch wenn die Farbe Rot für tausende von Jahren den Herrschenden der Welt vorbehalten war – sei es als Mantel des Königs oder im Purpur der Kardinäle – so wird in diesem Vortrag der Prozess der Aneignung der roten Fahne durch Aufständische, Revolutionäre und das Proletariat bis zum Ende des 19. Jahrhunderts beleuchtet. Dr. Hanno Balz lehrt Modern European History an der University of Cambridge. Zuvor war er Assistant Professor für deutsche und europäische Zeitgeschichte an der Johns Hopkins University, Baltimore und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Kulturgeschichte an der Universität Lüneburg, nachdem er an der Universität Bremen promoviert hat. Seine Forschungsgebiete umfassen die Geschichte sozialer Bewegungen in Deutschland und Europa, insbesondere in Bezug auf das Verhältnis zwischen Terrorismus und staatlicher Ordnung, Mediengeschichte und Geschichte politischer Repräsentationen, Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust. Aktuell beschäftigt er sich mit der Geschichte von politischen Farbsymboliken in der Moderne. Sein laufendes Forschungsprojekt widmet sich entsprechend der globalen Geschichte der roten Fahne.

    Dieter Schiller: "Verjagt mit gutem Grund ..." Exilthematik bei Bertolt Brecht, Vortrag vom 16.3.23

    Play Episode Listen Later Sep 12, 2023 52:21


    Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de helfen uns ebenso. Vielen Dank! Das Heft zur Veranstaltung enthält Aufsätze von Dieter Schiller und Ronald Weber, dazu Beiträge von Christel Berger und Ursula Reinhold zum 90. Geburtstag Dieter Schillers sowie eine Aufstellung sämtlicher Texte Schillers in den Publikationen der Hellen Panke. Es kann hier bestellt werden: . https://www.helle-panke.de/de/topic/158.publikationen.html?productId=73931 Mitschnitt vom 16. März 2023 aus der Reihe "Literatur und Gesellschaft" Referent: Prof. Dr. Dieter Schiller Einführung und Moderation: Dr. Ronald Weber Brechts nüchterner Blick auf die divergierenden Haltungen seiner Schriftsteller-Kollegen im antihitlerischen Exil veranlaßte ihn, sie mit den Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit zu konfrontieren – und Vorschläge zu einem eingreifenden Denken zu formulieren, das darauf aus ist, die Ursachen für faschistische Barbarei und Kriegspolitik in den Eigentumsverhältnissen bloßzulegen. Die Weitsicht seiner publizistischen Strategie erschließt sich vor allem aus dem literarischen Nachlass.

    Slave Cubela: Das Arbeitsleid zum Sprechen bringen - Arbeiterbewegungsgeschichte von unten

    Play Episode Listen Later Jul 12, 2023 61:43


    Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de helfen uns ebenso. Vielen Dank! Aufzeichnung vom 13. April 2023 Begrüßung: Christoph Lieber Referent: Slave Cubela, Redakteur bei „express. Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit“, war Betriebsrat und ist gewerkschaftlicher Organizer. „Souffrance parle … France parle …“ Dieses Wortspiel, „Das Leiden spricht … Frankreich spricht“, steht auf dem Buchumschlag der französischen Originalausgabe von Pierre Bourdieus Kollektivstudie „Das Elend der Welt“ über den französischen Gegenwartskapitalismus. Slave Cubela, der Autor von „Wortergreifung, Worterstarrung, Wortverlust. Industrielle Leidarbeit und die Geschichte der modernen Arbeiterklassen“ (Münster 2023), holt noch weiter aus. Zentriert um den Arbeit-Sprache-Nexus, den Individuen in ihrer Reproduktion determinieren, innerhalb dessen aber auch individuelle und kollektive Distanzierungsprozesse wie moderne Klassenbildungsprozesse als kollektive Wortergreifung stattfinden können, spannt Cubela den Bogen dreier Epochen industrieller Leidarbeit. Mit der französischen Revolution ergreift auch die Arbeiterklasse das Wort, diese kollektive Wortergreifung im frühen 19. Jahrhundert geht im Fordismus des 20. Jahrhunderts zunehmend in die Worterstarrung ritualisierter Arbeits- und Tarifkämpfe über und führt unter der Hegemonie des Neoliberalismus zu Sprachlosigkeit angesichts immer noch nicht überwundenen Arbeitsleids. Aber Cubela hält es mit Adorno: „Das Bedürfnis, Leiden beredt werden zu lassen, ist Bedingung aller Wahrheit. Denn Leiden ist Objektivität, die auf dem Subjekt lastet; was es als sein Subjektivstes erfährt, sein Ausdruck, ist objektiv vermittelt.“ Anhand dreier unterschiedener, großer Gruppen der Arbeiterschaft – der überflüssigen Arbeiter, der fluiden Arbeiter und der Kernarbeiter – lotet er deren sprachliches und gedankliches Instrumentarium im beginnenden 21. Jahrhundert aus, sich im Sinne von E.P. Thompsons „The Making of the Working Class“ auch selbst zu ermächtigen.

    Frank Adler: Was kann weg – für ein stabileres Klima? Sozialökologische Reduktion von Naturverbrauch

    Play Episode Listen Later Jul 10, 2023 49:09


    Mitschnitt vom 1. März 2023 Zur Veranstaltung ist in der Reihe "Pankower Vorträge" ein Heft mit 66 Seiten erschienen, die hier bestellt werden kann: https://www.helle-panke.de/de/topic/158.publikationen.html?productId=73896 Referent: Dr. sc. Frank Adler, ist Soziologe und arbeitet zu Postwachstum und sozialökologischer Transformation. Sein jüngstes Buch: "Wachstumskritik, Postwachstum, Degrowth. Wegweiser aus der (kapitalistischen) Zivilisationskrise erschien 2022 im oekom Verlag. Begrüßung: Dr. Alexander Amberger Weder die EU noch die deutsche "Ampel-Koalition" werden vermutlich ihre klimapolitischen Ziele bis 2030 erreichen. Mit wachstumsfixierten öko-technologischen Strategien werden die selbstgesteckten Klimaziele verfehlt und fossil-nukleare Rückfälle riskiert. Wie könnte eine linke Alternative dazu aussehen? Der Referent schlägt eine klimapolitisch radikalisierte Reduktionsstrategie vor. Ihr Kern sind politische Interventionen in Reproduktionsprozesse. Ohne umfängliche Investitionen sollen so möglichst direkt ökologisch relevante Einsparungen erreicht werden, ohne die Lebensqualität von Mehrheiten zu beeinträchtigen. Möglich wäre dies u.a. durch: - eine sozial verträgliche Liquidation von Branchen, Praktiken und Produkten, die nicht zu Gemeinwohl und Lebensqualität beitragen (z.B. Werbung); - Moratorien für Investitionen, die ökologisch besonders problematische Pfadabhängigkeiten zementieren (z. B. neue Flughäfen oder Autobahnen); sowie durch: - reduktive Steuerung besonders relevanter Naturverbräuche durch Priorisieren, Kontingentieren, Budgetieren, Verbieten – parallelisiert mit sozialer Angleichung. Ein solcher Ansatz kann an neuartige Erfahrungen der letzten drei Jahre anknüpfen und auf wachstumskritische Reformvorschläge zurückgreifen. Zugleich aber ist er konfrontiert mit – auch im linken Spektrum verbreiteten – technik- und wachstumsaffinen Denkweisen. Er wirft schwierige Fragen auf, die bereits jetzt öffentlich diskutiert werden sollten.

    Kapitalismus im modernen Russland. Zu Wirtschaft und Macht in der Russländischen Föderation

    Play Episode Listen Later Jul 7, 2023 74:38


    Mitschnitt vom 6. März 2023 00:01 - Dr. Stefan Bollinger: Begrüßung 01:20 - Dr. Judith Dellheim: Zur Geschichte von Industrialisierung und kapitalistischer Produktionsweise in Russland 25:10 - Dr. Lutz Brangsch: Mobilisierung – Konsolidierung – Umorientierung. Zur aktuellen Entwicklung der Wirtschaft Russlands 54:06 - Dr. Erhard Crome: Russlands Krieg und die Diplomatie Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit "Z – Zeitschrift Marxistische Erneuerung". Zum Weiterlesen empfohlen: Z - Zeitschrift Marxistische Erneuerung, Heft 133 (2023) mit dem Schwerpunkt "Kapitalismus in Russland – Geschichte, Ökonomie, Politik". Der Ukrainekrieg hat nachdrücklich vor Augen geführt, dass unsere Kenntnisse über die inneren Verhältnisse Osteuropas, insbesondere Russlands, dürftig sind. Die Abkehr von der Sowjetunion hat einen Transformationsprozess eingeleitet, der Bezug nimmt auf die Wandlungen der sowjetischen bzw. russischen Wirtschaft seit dem 20. Jahrhundert, der den Wandel der Eigentumsverhältnisse und die wieder ungewohnt starke Stellung des Staates beinhaltet. Hier sollen einige dieser Aspekte näher beleuchtet werden, einschließlich der Konsequenzen dieser Transformation für das weltpolitische Agieren Russlands und die Konfrontation mit den hegemonialen Ansprüchen der USA und ihrer westlichen Verbündeten.

    Gerd Irrlitz: Johann Gottlieb Fichte - Transzendentale Logik und gesellschaftlicher Fortschritt

    Play Episode Listen Later Jul 3, 2023 26:47


    Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de helfen uns ebenso. Vielen Dank! Das Heft "Die Idee des Sozialismus" von Gerd Irrlitz kann hier bestellt werden: https://www.helle-panke.de/de/topic/158.publikationen.html?productId=72702 Aufzeichnung vom 29. März 2023 aus der Reihe PHILOSOPHISCHE GESPRÄCHE Referent: Prof. Dr. Gerd Irrlitz, geboren 1935 in Leipzig, Schüler und studentischer Hilfsassistent bei Ernst Bloch, später tätig an der Akademie der Wissenschaften und der Humboldt-Universität zu Berlin, hier zuletzt von 1993 bis 2000 als Professor für Philosophische Propädeutik und Geschichte der Philosophie; Autor von "Johann Gottlieb Fichte: Leben und Werk", 2022) In der theoretischen Abfolge der klassischen deutschen Philosophie von Chr. Wolff, Kant, Fichte, Schelling, Hegel bis zu Ludwig Feuerbach hatte Fichte den Intellektualismus als die elementare Logik unserer praktischen Aktivität gefasst. Wir versichern uns der möglichen universellen Geltung unserer praktischen Zielsetzungen auf der Basis der generellen Logik unserer Aussagen. Dieser Intellektualismus bilde allemal das Korrektiv von Praxis und trage damit deren Perfektibilisierung. Logische Setzungen bilden das Muster korrekter Handlungen, in denen Zielstellung und Resultat einander entsprechen. Die aufklärerische Verbindung von Fortschritt des Wissens und des Lebens der Gesellschaft war damit in der logischen Struktur von Aussagen gefasst. Die Beziehung von Ich und Gegenständlichkeit vollziehe sich stets innerhalb der Universalität unserer Denkakte. Dazu tritt bei Fichte das Willenselement, sich als Mensch überhaupt durch Aussagen zu bekennen. Fichte führte das aufklärerische Denken zum Grundsatz, dass die logischen Setzungen zugleich soziale Akte mit vereinigender Tendenz seien. Gesellschaftlicher Fortschritt wurde damit als eine Konsequenz logischer Intersubjektivität begründet. Dieses Prinzip der Fichteschen Wissenschaftslehre trug verfassungsrechtlich den Republikanismus innerhalb des monarchischen Formalismus und sozialtheoretisch die Ökonomie des "Geschlossenen Handelsstaates". Fichte führte das auch zu einer philosophischen Religionslehre, in der der Gottesbegriff im Prinzip unserer Verständigungsmöglichkeit über praktische Akte begründet wird. So war auch Fichtes Bemühen um Verständigung zwischen Intellektuellen, zwischen Lehrenden und studentischer Jugend, letztlich zwischen monarchischer Herrschaft und Volk im philosophischen Grundsatz der Wissenschaftslehre begründet. Das trägt auch den entschiedenen Charakter dieses aus einer bescheidenen Weberfamilie stammenden patriotischen Philosophen.

    Prof. Rüdiger Hachtmann: Berlin 1848 und die europäische Revolution. Vortrag zum 175. Jahrestag

    Play Episode Listen Later Jun 29, 2023 51:45


    Wer unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen will, kann dies per PayPal tun: paypal.me/hellepanke Likes, Abos und ein Besuch auf www.helle-panke.de helfen uns ebenso. Vielen Dank! Aufzeichnung vom 13. März 2023 Eine Kooperationsveranstaltung von Helle Panke e.V. und dem Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition e.V. Referent: Prof. Rüdiger Hachtmann, ist Senior Fellow am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und außerplanmäßiger Professor an der TU Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Wirtschafts-, Sozial- und Demokratiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Zuletzt erschienen: "1848. Revolution in Berlin." (BeBra Verlag, Oktober 2022) Moderation: Prof. Rolf Hecker In Berlin entschied sich das Schicksal der europäischen Revolution von 1848: Die preußische Hauptstadt war eine der drei Revolutionsmetropolen des Kontinents, neben Paris und Wien. Der Vortrag wirft Schlaglichter auf entscheidende Ereignisse und Entwicklungen in Berlin selbst und skizziert grob deren Bedeutung für die europäischen Konstellationen.

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