Eine Stunde zum Atemholen, Nachdenken und Besinnen - das ist Bayern 1, Radio für Bayern, am Sonntag zwischen 10 und 11 Uhr. Die katholische und die evangelische Kirche haben dann das Wort. Pfarrerinnen, Pfarrer und Laientheologen beider Konfessionen gestalten die Bayern 1-Morgenfeiern.

Von Sünde keine Rede - und doch nennt man die Paradies-Geschichte mit der Schlange oft "Der Sündenfall". Eine fatale Engführung, findet Julia Rittner-Kopp aus München und schaut die biblischen Bilder noch einmal genauer an.

Das Wasser in der Bibel könnte viel erzählen. Vom Paradies und der großen Flut, am Brunnen bis zum ewigen Leben. Aus seiner Autobiografie erzählt Pfarrer Eberhard Hadem aus Roth in der Evangelischen Morgenfeier.

Die Ohren taub von Kriegslärm, Seele und Lippen verstummen. Und doch versuchen Menschen immer wieder zu reden und neu zu hören. Wie der Prophet Hesekiel. Seine Worte erlebt Pfarrerin Stephanie Höhner ganz neu

Wer ist Jesus wirklich? Diese Frage beschäftigt Florian Ihsen seit seinem Studium. Auch in dieser Morgenfeier geht es genau darum: Um den wirklichen Jesus, um mystische Begegnungen, fremde Gottesbilder - und um ein Eichhörnchen.

Im Januar sind Städte und Dörfer wie im Winterschlaf. Weniger Veranstaltungen, weniger Geräusche. Januarblues und Brachzeit auch im Leben. Aber gerade dort, wo nichts voranzugehen scheint, wirkt etwas im Verborgenen.

Am Anfang des neuen Jahres machen wir Pläne, füllen den Kalender. Das kann ganz schön Druck machen. Kann die Verbindung zu Gott uns helfen, dass wir uns in diesen Situationen wieder sicher und geborgen fühlen können?

Alle gut gehüteten Geheimnisse sind gelüftet, zwei Wochen nach Weihnachten. Aber es gibt Geheimisse des Glaubens, die haben wir nie ganz ausgepackt - und freuen uns doch immer wieder an ihnen.

Ein neues Jahr hat begonnen und doch bleibt vieles beim Alten. Jeden Morgen schlüpfen wir in alte Gewohnheiten hinein, wie in unsere gewohnte Kleidung. Biblische Texte können wie ein Überraschungspaket mit neuen Kleidern sein.

Jeden Tag immer wieder von vorn anfangen und jedes Jahr auch. In der Morgenfeier zum Neuen Jahr spricht Landesbischof Christian Kopp über den Zauber des Neuen und die biblische Jahreslosung für 2026: Siehe, ich mache alles neu!

"Ich hab Gott nur vom Hörensagen gekannt. Jetzt habe ich ihn mit eigenen Augen gesehn". Das Kind in der Krippe kann Menschen die Augen öffnen oder - wie die biblische Figur Hiob - wenn sie schweres Leid durchlebt haben.

Gottesdienst-Übertragung aus der St. Matthäus Kirche in München Predigt: Landesbischof Christian Kopp Liturgie: Pfarrer: Norbert Roth

Heiligabend: Weihnachtslichter - Weihnachtsglanz. Weihnachten spricht immer auch die leise Sehnsuchtssprache. Und fragt: Wo hält sich die Weihnachtsfreude versteckt?

Weihnachten steht vor der Tür. Manche werden die Klinke vielleicht nur zögerlich runterdrücken. "Nein, danke, heuer lieber nicht.", denken sie. Andere werden strahlen und die Tür weit aufmachen: "Ja! Es ist Weihnachten!"

Sehnsucht nach dem Licht des Frühlings mitten in der Dunkelheit des Winters, Hoffnung auf Frieden und Erlösung inmitten von Kriegs-Ruinen, der Traum von einer anderen Gesellschaft. Advent ist mehr als Hoffen aufs Christkind

Endzeitstimmung - die gehört auch in die Adventszeit. Jedenfalls biblisch betrachtet. Untergangsszenarien als Hoffnungsschimmer?! Pfarrerin Tia Pelz aus Nürnberg erzählt von wankenden Himmelskräften und aufkeimenden Hoffnungen.

Was soll ich noch von Gott erwarten, wenn Leid und Zerstörung um sich greifen? Advent ist die Zeit für diese Frage. Und die Zeit der trotzigen Träume von versöhnten Feinden und gestürzten Gewaltherrschern...

Heute, am Ewigkeitssonntag, erinnern sich viele Menschen an ihre Verstorbenen. Zünden Kerzen an für die Liebsten, die sie in der Ewigkeit hoffen. Nur: wie kann man sich die Ewigkeit vorstellen?

Liturgie: Pfarrer Christian Düfel, Pfarrerin Julia Rittner-Kopp Predigt: Pfarrerin Julia Rittner-Kopp

Zwei biblische Trauergeschichten von zerstörten Städten, von zwei Frauen, die dem Schmerz ein Gesicht geben - davon erzählen Julia Rittner-Kopp und Melitta Müller-Hansen am Volkstrauertag in der evangelischen Morgenfeier.

Frieden stiften. Das klingt nach einer Aufgabe für Staatenlenker, Diplomaten und Minister - nach einer großen, wichtigen, schwierigen Aufgabe, gerade heute. Und doch beginnt sie im Alltäglichen, und bei jedem einzelnen Menschen.

Viele Menschen gehen gerne auf Friedhöfe, weil sie die Stille hier lieben. Pfarrer Florian Ihsen erzählt, was er auf Friedhöfen und an Gräbern erlebt. Und von Jesus, der einmal an einem Grab etwas ganz besonders Großes sagt...

Liturgie: Dekan Bernhard Petry; Predigt: Kirchenrätin Melitta Müller-Hansen; Ensemble des Erlanger Bachchors; Orgel und Musikalische Leitung: Wieland Hofmann; Bläserensemble Leitung: Michael Rausch

"Willst du gesund werden?" Das fragt Jesus einen Mann, der seit fast 40 Jahren schwer krank ist. Auf so eine Frage lautet die Antwort doch sofort: Na klar. Aber manchmal gibt es eben mehr zu erzählen und zu bedenken

Tagtäglich fließen Tränen an vielen Orten der Welt. Schon immer haben Menschen geweint. Auch Jesus, heißt es in der Bibel. Wozu sind Tränen gut, fragt Pfarrer Eberhard Hadem in der Evangelischen Morgenfeier und entdeckt ihre Würde.

Randfiguren in Geschichten sind manchmal spannender als die Hauptpersonen. Zum Beispiel Rahab, eine Frau, die eine absolute Nebenrolle in der Bibel spielt. Und doch unverzichtbar ist, davon erzählt Tobias Wittenberg aus Augsburg.

Wie verändert sich die Sicht aufs Leben, wenn man von der Stadt aufs Land zieht? Wenn die Nachbarn plötzlich Landwirte sind und Weinlese und Ernte vor der eigenen Haustür geschehen?

Mach dir keine Sorgen, sagt Jesus. Doch das ist leichter gesagt als getan. Wie ein Leben mit Sorgen und trotzdem voll Vertrauen in Gott gelingen kann, danach sucht Pfarrerin Stephanie Höhner in der Evangelischen Morgenfeier.

Begegnungen mit Gott lassen sich nicht planen. Aber es gibt Zeiten, Orte, Situationen und Worte, da spürt man etwas. Es fühlt sich dann an, wie ein Rendezvous mit Gott

Pfarrerin Angela Hager erlebt immer wieder, wie bereichernd Erfahrungen in der Ferne sind - und wie schön dann auch die Rückkehr nach Hause ist. Was unser Glaube zu Heimat und Fremde sagt: Darum geht es in dieser Morgenfeier.

Wer sagt eigentlich, was normal ist? Einer mit einem gelähmten Bein, eine ohne Augenlicht, die sind es nicht, finden die, die sich für normal halten. So ist das hier auf der Erde. Und wie ist das wohl im Himmel?

Ich fall vom Glauben ab. Das sagen manche, wenn sie fassungslos sind über irgendeine Kleinigkeit. Oder bei Katastrophen, Hiobsbotschaften. Ihn, den Hiob aus der Bibel, befragt Julia Rittner-Kopp in der Evangelischen Morgenfeier.

Die Liebe ist das Herzstück des Christentums, aber auch des Judentums. Sie verbindet beide Religionen, und doch scheinen Hass, Verachtung, Vorurteile alles zu bestimmen. Gott mit ganzem Herzen lieben - ein Weg zu mehr Verständnis.

Sommerferien. Für viele heißt das: Die Seele baumeln lassen. Vielleicht lässt sich gerade jetzt ganz unverkrampft über Disziplin nachdenken. Sie ist viel mehr als sture Selbstkontrolle. Sie ist ein Gottesgeschenk.

Jesus vergleicht Menschen, die seinen inneren Weg gehen, einmal mit Salz und mit Licht. Salz der Erde, Licht der Welt. Was verändert es, sich selbst so zu verstehen, fragt Pfarrer Tobias Wittenberg aus Augsburg.

Auf ein Zeichen warten, Zeichen setzen, Zeichen lesen - das tun Menschen seit jeher. Auch wenn es um Jesus geht. Raphael Quandt aus München untersucht in der Evangelischen Morgenfeier Deutungen und Bedeutungen von Zeichen.

"Ich liebe Taufen!", sagt Pfarrer Florian Ihsen. Er legt den sogenannten "Taufbefehl" aus und fragt: Was bedeutet die Taufe für den Weg eines Menschen? Wie kann man das Jesus-Wort "Ich bin bei euch alle Tage" persönlich erfahren?

Kirche ohne Gebäude? Das ist für viele Christen ein Schreckensbild. Jesus schickte seine engsten Vertrauten nur mit dem, was sie waren, los: Begeisterte Freundinnen und Freunde Jesu. Davon können wir lernen, sagt Tia Pelz.

Wenn andere leiden, nicht gleichgültig bleiben, an Gottes Barmherzigkeit glauben und sich an Eichhörnchen ein Beispiel nehmen - darüber spricht Peter Aschoff aus Nürnberg in der Evangelischen Morgenfeier.

Das Gebot der Nächstenliebe gehört zum Kern christlichen Lebens. Wer ist mein Nächster, den ich lieben soll? Wie sieht diese Liebe konkret aus? Und wie schaffe ich es, meinen Nächsten zu lieben, ohne mich selbst zu überfordern?

Herrschen oder Regieren - wie macht es Gott? Das erste christliche Konzil vor 1700 Jahren in Nizäa antwortet darauf. Eine Geschichte, die bis heute nachwirkt. Pfr Eberhard Hadem aus Roth erzählt sie in der evangelischen Morgenfeier.

Viele Menschen geben Geld aus für Dinge, die nicht wirklich satt ma-chen. Bei anderen reicht es nicht einmal für das Nötigste. Was wirk-lich satt macht, gibt es umsonst, sagt die Bibel, so Pfarrer Udo Hahn aus Tutzing.

Am Weltflüchtlingstag macht das UNHCR weltweit auf das Schicksal von Geflüchteten aufmerksam. In der Bibel gibt es das alte Gebot, Fremden zu helfen, wenn sie Zuflucht suchen. Was das heute für uns als Christ*innen bedeutet, darüber denkt Pfarrerin Stephanie Höhner nach.