Inspiration für den Alltag. Momente, die einen anderen Blickwinkel eröffnen. Die "Gedanken zum Tag" laden zum Meditieren ein. Texte von Autorinnen und Autoren, voller Lebensweisheit und Spiritualität. Jetzt als Podcast abonnieren!

Nach und nach habe ich angefangen, mich zu fragen, ob es ein Fehler war, dass wir uns selbst als Homo sapiens bezeichnen. Sapiens bedeutet "wissend" oder "könnend", mit anderen Worten "weise" oder "klug". Entnommen aus: Erling Kagge "Gehen. Weitergehen - Eine Anleitung", aus dem Norwegischen von Ulrich Sonnenberg, Insel Verlag, Berlin 2018

Wenn wir von jemandem wissen, dass es ihr oder ihm eine große Freude bereitet, uns bald einmal wieder treffen zu können, so sollten wir die Einladung dazu so früh wie möglich aussprechen. Entnommen aus: Ingrid Riedel "Geschmack am Leben finden. Erfüllte Momente entdecken", Patmos Verlag, Ostfildern 2023

Neulich erzählte mir eine Freundin, dass sie, als sie am Abend wohlig seufzend unter die Decke in ihr Bett kroch, dachte: »Mein Gott, ist Schlafengehen schön!« Entnommen aus: Marlene Fritsch "Echt ich", Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach 2021

Humor ist grundsätzliche Geisteshaltung, eine Lebens- oder Welteinstellung, die auch dann, wenn das Leben schwer wird, Menschen zum Lachen bringt. Entnommen aus: Irmtraud Tarr "Humor - der Schwimmring im Fluss des Lebens", Patmos Verlag, Ostfildern 2024

Berührbar zu sein, wieder berührbar zu werden, vielleicht nach längerer Apathie, das bedeutet, sich dem Leben wieder zuzuwenden. Entnommen aus: Ingrid Riedel "Geschmack am Leben finden, Erfüllte Momente entdecken", Patmos Verlag, Ostfildern 2023

Haben Sie manchmal Angst vor der Zukunft? Sorgen Sie sich? Das kenne ich. Aber das brauchen Sie nicht. Intuition ist besser - viel besser. Denn Angst schaut in Wirklichkeit nur zurück - auf Ihre Vergangenheit. Entnommen aus: Michael Kopper "Die Seele ist ein Muskel. Seelischen Schmerz überwinden, die Persönlichkeit entwickeln und das Bewusstsein transformieren", Kailash Verlag, München 2026

Das Faultier erscheint dem Menschen wie ein Affront der Evolution. Alfed Brehm, Tierbeobachter, notierte: "Die Faultiere machen einen wahrhaft kläglichen Eindruck". Entnommen aus: Hanne Tügel "Wege zur Weisheit", S. Fischer Verlag, Frankfurt 2013

Eigensinn ist der Weg zur Resilienz. Wenn wir in der Lage sind, eigensinnig zu denken und zu handeln, dann schaffen wir uns jenes flexible Bungeeband. Entnommen aus: Ursula Nuber "Eigensinn. Die starke Strategie", S. Fischer Verlag, Frankfurt 2016

Wer seinen Geduldsmuskel trainieren möchte, um grundsätzlich gelassener zu werden, sollte die Technik der kognitiven Umdeutung kennen. Entnommen aus: Leon Windscheid "Besser fühlen. Eine Reise zur Gelassenheit", Rowohlt Verlag, Köln 2021

Hoffnung sucht die Spalten und Risse, Lücken und Löcher in den Gegebenheiten, durch die eine Veränderung zum Besseren möglich werden könnte. Entnommen aus: Stefan Seidel "Durch die Angst gehen", Claudius Verlag, München 2026

Nur dann, wenn wir einsehen, dass die Vergänglichkeit unseres Lebens keine Krankheit ist, die man heilen müsste, sondern Teil eines universellen Kreislaufs. Entnommen aus: Rebekka Reinhard "Odysseus oder Die Kunst des Irrens", Ludwig Verlag, München 2010

Die Erfahrungen, die Menschen machen, sind gemächlich, weil wir uns die Dinge genauer als gewöhnlich ansehen Entnommen aus: Insa Katharina Uphoff "Was ist Langeweile? In: Ausgesetzte Zeiten. Nachdenken über den Lauf der Dinge", wbg Theiss, Darmstadt 2022

Das erzählte jemand von seinem Großvater, der im Alter von sich sagte: "Gut hören, das kann ich schlecht. Aber schlecht sehen, das kann ich gut." Entnommen aus: Anselm Grün "Das kleine Buch der Zuversicht", Herder Verlag, Freiburg 2026

Niemand ist schwach, der den Wunsch nach Anlehnung verspürt. Künstler, Manager, große Persönlichkeiten haben Ratgeber. Und Sportler einen Trainer. Entnommen aus: Georg Magirius "Die Fußball-Apotheke. Fromme Pillen für Fans", Echter Verlag, Würzburg 2010

Sinn erwarten und suchen wir eher in Mut und Hoffnung, in Freude und Sorglosigkeit als in Furcht und Angst. Entnommen aus: Lukas Niederberger "Sinn findet uns, wo wir ihn nicht suchen", Patmos, Ostfildern 2026

Wenn wir eifersüchtig sind, fürchten wir uns vor dem Vergleich mit anderen Menschen, die stärker geliebt sein könnten oder mehr besitzen könnten als wir. Entnommen aus: Lukas Niederberger "Sinn findet uns, wo wir ihn nicht suchen", Patmos, Ostfildern2026

In der finnischen Tradition wird geschätzt, wer aufwacht, bevor die Vögel oder Hähne zu singen beziehungsweise zu krähen beginnen. Entnommen aus: Reetta Ranta "Die Magie nordischer Rituale", Goldmann Verlag, München 2025

Wo Angst ist, ist nicht Hoffnung. Wo Entängstigung geschieht, entsteht Raum für Hoffnung. Entnommen aus: Stefan Seidel "Durch die Angst gehen", Claudius Verlag, München 2026

Es gibt weder eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Weltganzen noch auf die Frage nach dem Sinn eines Menschenlebens, also danach, wozu wir überhaupt leben. Entnommen aus: Uwe Böschemeyer "Und wenn Gott wäre", Tyrolia Verlag, Innsbruck 2026

Der Wanderer verließ eine Messe und fühlte sich einsam. Da sprach ihn unvermittelt ein Freund an. Entnommen aus: Paulo Coelho "Unterwegs. Der Wanderer. Gesammelte Geschichten", aus dem Brasil. von Maralde Meyer-Minnemann, Diogenes Verlag, Zürich 2007

Worüber Menschen Jahrhunderte lang gestaunt haben, was vor 2000 Jahren eine Sensation war, das scheint gerade zur Normalität zu werden: das Wunder von Pfingsten. Max Kronawitter / unveröffentlichter Text

Am Beginn des Jahres hatte ich Gelegenheit die Azoren zu besuchen. Ich muss gestehen, dass mir die Inselgruppe im Atlantik zuvor nur als Namensgeber für das Azorenhoch bekannt war. Max Kronawitter / unveröffentlichter Text

Mein Opa ist zum Ende seines Lebens fast erblindet. Wer jedoch meint, er hätte sich deshalb nicht mehr im Alltag zurechtgefunden, irrt. Sogar beim Einkauf wusste er genau wieviel Geld er in der Hand hatte. Max Kronawitter / unveröffentlichter Text

Fragt man Kinder, welcher Feiertag für sie der wichtigste ist, dann nennen sie meist Weihnachten und ihren Geburtstag. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, wo vor allem der Namenstag gefeiert wurde. Max Kronawitter / unveröffentlichter Text

Es wird erzählt, dass sich die 24 weisesten Philosophen und Philosophinnen der Welt versammelten und eine lange Zeit gründlich über alle großen Fragen der Menschheit nachdachten. Entnommen aus: Rainer Oberthür "Die Gottsucher", Kösel Verlag, München 2023

Wir können Freude nicht befehlen, aber wir können uns durchaus für die Freude entscheiden. Entnommen aus: Anselm Grün "Was Freude schenkt", Vier Türme Verlag, Münsterschwarzach 2024

Jeder ist ein Einzelner. Aber nicht jeder ist damit einverstanden und bereit, etwas daraus zu machen. Es kommt stets darauf an, wie der Einzelne die Probleme annimmt. Entnommen aus: Rüdiger Safranski "Einzeln sein", Fischer Taschenbuch, Frankfurt 2023

Wer den Weg der Kontemplation geht, macht oft relativ bald tiefgreifende Erfahrungen: die Einheit von allem mit allem, Glückseligkeit, Erleuchtung. Entnommen aus: Tilman Haberer "Kirche am Ende", Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2023

Zu einem Einsiedler, der in der Zurückgezogenheit der Berge lebte, kamen eines Tages Menschen. "Sonderbar, wie du lebst", sagten sie. Entnommen aus: Klaus Nagorni "Zum Frühstück ein Stück Hoffnung", edition chrismon, Leipzig 2026

Der Erfolg kommt über Nacht, wenn man sich einer Sache circa drei Jahre lang ernsthaft gewidmet hat. Entnommen aus: John Strelecky "Wenn du Orangen willst, such nicht im Blaubeerfeld", Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2015

Der Atem ist der Anker der Achtsamkeit, der hilft, uns in der Gegenwart zu zentrieren. Manchmal ist er auch das, was die Seeleute einen "Treibanker" nennen. Entnommen aus: Christophe André "Die schöne Kunst des Innehaltens.", Kailash Verlag, München 2012

Das Mahlen von Kaffeebohnen mit einer Handmühle ist für mich ein wichtiges und meditatives Morgenritual. Entnommen aus: Reetta Ranta "Die Magie nordischer Rituale", Goldmann Verlag, München 2025

Manchmal ist es schwer, mit dem Gefühl der eigenen Unvollkommenheit fertigzuwerden. Wo sich doch überall der Wunsch nach Perfektion bemerkbar macht. Entnommen aus: Klaus Nagorni "Zum Frühstück ein Stück Hoffnung", edition chrismon, Leipzig 2026

Tue Gutes! Fast jede Religion, nahezu jede philosophische Ethik kennt dieses Gebot. Niemand wird ihm widersprechen. Entnommen aus: Klaus Nagorni "Zum Frühstück ein Stück Hoffnung", edition chrismon, Leipzig 2026

Unsicherheit macht Angst: Jede Form von Angst lässt sich letztlich zurückführen auf die mangelnde Fähigkeit, Unsicherheit hinzunehmen. Entnommen aus: Christophe André "Die schöne Kunst des Innehaltens", Kailash Verlag, München 2012

"Etwas lernen. Etwas leisten. Etwas auf die hohe Kante legen": Mit diesem ziemlich freudekargen Dreisatz zum rechten Leben sind viele groß geworden. Entnommen aus: Rudolf Walter "Genießen - was schön ist und gut tut", Herder Verlag, Freiburg 2024

Im Wünschen erträumen wir uns eine Zukunft, die zutiefst mit unserem Wesen verbunden ist; und das ist wichtig, denn manche Wünsche kommen uns ja nicht in den Sinn. Entnommen aus: Verena Kast "Auf dem Weg zu sich selbst", Patmos Verlag, Ostfildern 2015

Liebe. Sie kennt keinen Gegensatz. Darin besteht ihre Weite und Tiefe, weil sie vor nichts und niemandem Halt macht. Liebe kennt keine Grenzen. Entnommen aus: Ahmad Milad Karimi "Die Schönheit des Judentums", Patmos Verlag, Ostfildern 2026

Weder soll ein junger Mensch zögern, sich mit Philosophie zu befassen, noch soll ein alter Mensch damit aufhören. Entnommen aus: Epikur "Über das Glück", aus dem Altgriechischen und Hrsg von Sévereine Gindro und David Vitali, Diogenes Verlag, Zürich 2011

Einen Augenblick lang - Manchmal, in seltenen Stunden, spürst du auf einmal, nahe dem Herzen, am Schulterblatt, an der uns, vor Zeiten ein Flügel bestimmt, war. Entnommen aus: Lothar Zenetti "Auf Seiner Spur", Schwabenverlag, Ostfildern 2026

Viele Menschen bereiten sich ständig nur darauf vor, wirklich leben zu können, anstatt das Leben zu ergreifen, das schon da ist. Entnommen aus: Anselm Grün "Jeder Tag ein Weg zum Glück", Hrsg. von Rudolf Walter, Herder Verlag, Freiburg 2010

Mose erhielt den göttlichen Auftrag, der ihn zum berühmten Retter des Volks Israel machen sollte, beim Schafehüten in der Steppe. Er sah einen dornigen Busch in Flammen stehen. Werner Küstenmacher / unveröffentlichter Text