Inspiration für den Alltag. Momente, die einen anderen Blickwinkel eröffnen. Die "Gedanken zum Tag" laden zum Meditieren ein. Texte von Autorinnen und Autoren, voller Lebensweisheit und Spiritualität. Jetzt als Podcast abonnieren!

Das erzählte jemand von seinem Großvater, der im Alter von sich sagte: "Gut hören, das kann ich schlecht. Aber schlecht sehen, das kann ich gut." Entnommen aus: Anselm Grün "Das kleine Buch der Zuversicht", Herder Verlag, Freiburg 2026

Niemand ist schwach, der den Wunsch nach Anlehnung verspürt. Künstler, Manager, große Persönlichkeiten haben Ratgeber. Und Sportler einen Trainer. Entnommen aus: Georg Magirius "Die Fußball-Apotheke. Fromme Pillen für Fans", Echter Verlag, Würzburg 2010

Sinn erwarten und suchen wir eher in Mut und Hoffnung, in Freude und Sorglosigkeit als in Furcht und Angst. Entnommen aus: Lukas Niederberger "Sinn findet uns, wo wir ihn nicht suchen", Patmos, Ostfildern 2026

Wenn wir eifersüchtig sind, fürchten wir uns vor dem Vergleich mit anderen Menschen, die stärker geliebt sein könnten oder mehr besitzen könnten als wir. Entnommen aus: Lukas Niederberger "Sinn findet uns, wo wir ihn nicht suchen", Patmos, Ostfildern2026

In der finnischen Tradition wird geschätzt, wer aufwacht, bevor die Vögel oder Hähne zu singen beziehungsweise zu krähen beginnen. Entnommen aus: Reetta Ranta "Die Magie nordischer Rituale", Goldmann Verlag, München 2025

Wo Angst ist, ist nicht Hoffnung. Wo Entängstigung geschieht, entsteht Raum für Hoffnung. Entnommen aus: Stefan Seidel "Durch die Angst gehen", Claudius Verlag, München 2026

Es gibt weder eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Weltganzen noch auf die Frage nach dem Sinn eines Menschenlebens, also danach, wozu wir überhaupt leben. Entnommen aus: Uwe Böschemeyer "Und wenn Gott wäre", Tyrolia Verlag, Innsbruck 2026

Der Wanderer verließ eine Messe und fühlte sich einsam. Da sprach ihn unvermittelt ein Freund an. Entnommen aus: Paulo Coelho "Unterwegs. Der Wanderer. Gesammelte Geschichten", aus dem Brasil. von Maralde Meyer-Minnemann, Diogenes Verlag, Zürich 2007

Worüber Menschen Jahrhunderte lang gestaunt haben, was vor 2000 Jahren eine Sensation war, das scheint gerade zur Normalität zu werden: das Wunder von Pfingsten. Max Kronawitter / unveröffentlichter Text

Am Beginn des Jahres hatte ich Gelegenheit die Azoren zu besuchen. Ich muss gestehen, dass mir die Inselgruppe im Atlantik zuvor nur als Namensgeber für das Azorenhoch bekannt war. Max Kronawitter / unveröffentlichter Text

Mein Opa ist zum Ende seines Lebens fast erblindet. Wer jedoch meint, er hätte sich deshalb nicht mehr im Alltag zurechtgefunden, irrt. Sogar beim Einkauf wusste er genau wieviel Geld er in der Hand hatte. Max Kronawitter / unveröffentlichter Text

Fragt man Kinder, welcher Feiertag für sie der wichtigste ist, dann nennen sie meist Weihnachten und ihren Geburtstag. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, wo vor allem der Namenstag gefeiert wurde. Max Kronawitter / unveröffentlichter Text

Es wird erzählt, dass sich die 24 weisesten Philosophen und Philosophinnen der Welt versammelten und eine lange Zeit gründlich über alle großen Fragen der Menschheit nachdachten. Entnommen aus: Rainer Oberthür "Die Gottsucher", Kösel Verlag, München 2023

Wir können Freude nicht befehlen, aber wir können uns durchaus für die Freude entscheiden. Entnommen aus: Anselm Grün "Was Freude schenkt", Vier Türme Verlag, Münsterschwarzach 2024

Jeder ist ein Einzelner. Aber nicht jeder ist damit einverstanden und bereit, etwas daraus zu machen. Es kommt stets darauf an, wie der Einzelne die Probleme annimmt. Entnommen aus: Rüdiger Safranski "Einzeln sein", Fischer Taschenbuch, Frankfurt 2023

Wer den Weg der Kontemplation geht, macht oft relativ bald tiefgreifende Erfahrungen: die Einheit von allem mit allem, Glückseligkeit, Erleuchtung. Entnommen aus: Tilman Haberer "Kirche am Ende", Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2023

Zu einem Einsiedler, der in der Zurückgezogenheit der Berge lebte, kamen eines Tages Menschen. "Sonderbar, wie du lebst", sagten sie. Entnommen aus: Klaus Nagorni "Zum Frühstück ein Stück Hoffnung", edition chrismon, Leipzig 2026

Der Erfolg kommt über Nacht, wenn man sich einer Sache circa drei Jahre lang ernsthaft gewidmet hat. Entnommen aus: John Strelecky "Wenn du Orangen willst, such nicht im Blaubeerfeld", Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2015

Der Atem ist der Anker der Achtsamkeit, der hilft, uns in der Gegenwart zu zentrieren. Manchmal ist er auch das, was die Seeleute einen "Treibanker" nennen. Entnommen aus: Christophe André "Die schöne Kunst des Innehaltens.", Kailash Verlag, München 2012

Das Mahlen von Kaffeebohnen mit einer Handmühle ist für mich ein wichtiges und meditatives Morgenritual. Entnommen aus: Reetta Ranta "Die Magie nordischer Rituale", Goldmann Verlag, München 2025

Manchmal ist es schwer, mit dem Gefühl der eigenen Unvollkommenheit fertigzuwerden. Wo sich doch überall der Wunsch nach Perfektion bemerkbar macht. Entnommen aus: Klaus Nagorni "Zum Frühstück ein Stück Hoffnung", edition chrismon, Leipzig 2026

Tue Gutes! Fast jede Religion, nahezu jede philosophische Ethik kennt dieses Gebot. Niemand wird ihm widersprechen. Entnommen aus: Klaus Nagorni "Zum Frühstück ein Stück Hoffnung", edition chrismon, Leipzig 2026

Unsicherheit macht Angst: Jede Form von Angst lässt sich letztlich zurückführen auf die mangelnde Fähigkeit, Unsicherheit hinzunehmen. Entnommen aus: Christophe André "Die schöne Kunst des Innehaltens", Kailash Verlag, München 2012

"Etwas lernen. Etwas leisten. Etwas auf die hohe Kante legen": Mit diesem ziemlich freudekargen Dreisatz zum rechten Leben sind viele groß geworden. Entnommen aus: Rudolf Walter "Genießen - was schön ist und gut tut", Herder Verlag, Freiburg 2024

Im Wünschen erträumen wir uns eine Zukunft, die zutiefst mit unserem Wesen verbunden ist; und das ist wichtig, denn manche Wünsche kommen uns ja nicht in den Sinn. Entnommen aus: Verena Kast "Auf dem Weg zu sich selbst", Patmos Verlag, Ostfildern 2015

Liebe. Sie kennt keinen Gegensatz. Darin besteht ihre Weite und Tiefe, weil sie vor nichts und niemandem Halt macht. Liebe kennt keine Grenzen. Entnommen aus: Ahmad Milad Karimi "Die Schönheit des Judentums", Patmos Verlag, Ostfildern 2026

Weder soll ein junger Mensch zögern, sich mit Philosophie zu befassen, noch soll ein alter Mensch damit aufhören. Entnommen aus: Epikur "Über das Glück", aus dem Altgriechischen und Hrsg von Sévereine Gindro und David Vitali, Diogenes Verlag, Zürich 2011

Einen Augenblick lang - Manchmal, in seltenen Stunden, spürst du auf einmal, nahe dem Herzen, am Schulterblatt, an der uns, vor Zeiten ein Flügel bestimmt, war. Entnommen aus: Lothar Zenetti "Auf Seiner Spur", Schwabenverlag, Ostfildern 2026

Viele Menschen bereiten sich ständig nur darauf vor, wirklich leben zu können, anstatt das Leben zu ergreifen, das schon da ist. Entnommen aus: Anselm Grün "Jeder Tag ein Weg zum Glück", Hrsg. von Rudolf Walter, Herder Verlag, Freiburg 2010

Mose erhielt den göttlichen Auftrag, der ihn zum berühmten Retter des Volks Israel machen sollte, beim Schafehüten in der Steppe. Er sah einen dornigen Busch in Flammen stehen. Werner Küstenmacher / unveröffentlichter Text

Pech ist eine schwarze, teerartige Masse. Heißes Pech wurde im Mittelalter als Waffe verwendet und verursachte schreckliche Verbrennungen. "Pech gehabt" sagen wir, wenn etwas sehr misslungen ist. Werner Küstenmacher / unveröffentlichter Text

Marion Gräfin Dönhoff, Journalistin und später Herausgeberin der Wochenzeitung "Die Zeit", schreibt in ihren Lebenserinnerungen über die Kindheit im gräflichen Schloss. Werner Küstenmacher / unveröffentlichter Text

Die Idee einer universellen Verantwortung beruht auf der einfachen Tatsache, dass im Allgemeinen alle anderen die gleichen Wünsche haben wie ich selbst. Entnommen aus: Dalai Lama "Ein menschlicher Weg zum Weltfrieden", Lotos Verlag, München 2025

Glaube nicht, dass Erfolg etwas ist, was man von außen deutlich sehen kann. Sondern begreife, dass er etwas ist, was du deutlich empfinden kannst. Entnommen aus: Brianna Wiest "Great Callings", Piper Verlag, München 2026

Die japanische Shinto-Göttin Ame-no-Uzume-no-Mikoto ist wie der sprichwörtliche frische Wind. Entnommen aus: Elizabeth Foley, Beth Coates "You Goddess!", Ludwig Verlag, München 2025

Man kann nicht ständig genießen. Aber immer wieder. Wer etwas genießt, spürt: Alles stimmt in diesem Moment für mich, Äußeres und Inneres. Entnommen aus: Rudolf Walter "Genießen - was schön ist und gut tut", Herder Verlag, Freiburg 2024

Von Erde sind wir genommen und zu Erde werden wir wieder. Erde ist kein Dreck. Muttererde, so nennen wir fruchtbaren Boden. Entnommen aus: Ralf-Uwe Beck "Augenblick mal. Zwei-Minuten-Texte, die den Alltag durchkreuzen", Wartburg Verlag, Weimar 2020

Die amerikanische Ethnologin Margret Mead (...) soll einmal gefragt worden sein, welcher Gegenstand ihrer Meinung nach auf menschliche Zivilisation hindeutet. Entnommen aus: Christian Firus "Sieben Sachen für die Seele", Patmos Verlag, Ostfildern 2025

Nicht alles zwischen Himmel und Erde muss und kann durch den Verstand erklärt werden. Es sind kleine oder große Ereignisse. Entnommen aus: Georg Juckel/Paraskevi Mavrogiorgou-Juckel "Wie die Seele wieder Frieden findet", Bonifatius Verlag, Paderborn 2023

Wer über die Liebe schreiben will, verstellt sie, macht sie zu einer Ware, die sich erst bewerben muss, um verkauft zu werden. Entnommen aus: Ahmad Milad Karimi "Die Schönheit des Judentum", Patmos Verlag, Ostfildern 2026

Kein Mensch klingt wie der andere. Das Wort Person kommt, wie ich bei dem Gesangsforscher Gunter Kreutz gelernt habe, vom lateinischen per sonare. Entnommen aus: Ulrich Fichtner "Die Macht der Musik", DVA Verlag, München 2025

Weshalb wir in der Natur seelisch aufatmen, rührt ja auch daher, dass wir beim Anblick des Atlantiks oder auf einer Bergspitze von etwas unfassbar Großem sind. Entnommen aus: Bas Kast "Kompass für die Seele", C. Bertelsmann Verlag, München 2023