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Allen Ginsberg gilt als eine der wichtigsten Stimmen der Beat Generation und wurde mit seinem Gedicht „Howl“ weltberühmt. Er rebellierte gegen Kapitalismus und gesellschaftliche Konventionen der Nachkriegszeit. Seine Texte verbanden Literatur mit Themen wie Sexualität, Drogen, Spiritualität und fernöstliche Philosophie. Ginsberg experimentierte mit LSD, beschäftigte sich intensiv mit Zen-Buddhismus und reiste auf der Suche nach Erkenntnis durch Asien und Südamerika. Als politischer Aktivist engagierte er sich unter anderem gegen den Vietnamkrieg, für die Rechte Homosexueller und für eine liberale Drogenpolitik.
Werte Hörer*innenschaft, es scheint, als habe sich in den ehrwürdigen Kreisen der Londoner Gesellschaft ein Sturm zusammengebraut. die Spannung zwischen Kate und Anthony erreicht ihren Höhepunkt. Was lange als hitziger Schlagabtausch begann, offenbart nun seine wahre Natur: Liebe, die sich nicht länger verleugnen lässt. Anthony, sonst Inbegriff von Kontrolle und Pflichtbewusstsein, sieht sich nun mit dieser Erkenntnis konfrontiert, die ihn zutiefst erschüttert. Doch statt Erleichterung bringt diese Einsicht vor allem eines – Angst. Eine Angst, die tiefer geht als gesellschaftliche Konventionen. Man fragt sich unweigerlich: Wird der Viscount den Mut finden, sich seinen Gefühlen zu stellen? Oder wird seine Furcht das Glück verhindern, das so greifbar nahe scheint? Eines ist gewiss: Diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Hochachtungsvoll, Ihre Ladies Whistlemore Viel Spaß mit der Folge! --- Alle wichtigen Links über uns auf :https://linktr.ee/patmorespotcast Homepage:https://four-voices.de/patmores-potcast/ SozialeMedien: Instagram:@patmorespotcast privat: @monadifender und @dastoedchen Facebook: Patmore's Potcast Kommt auf unserenDiscord Server Supporten könnt ihr uns auf Steady, Ko-Fi oder in unserem Merchshop. Für Fragen und Anregungen: Email: patmorespotcast@four-voices.de Let's Poe: Spotify Board Game Bravery: Spotify -Intro und Outro Musik wurden mit Udio AI beta erstellt https://www.udio.com/home
Diese Woche spreche ich mit Typedesigner und Tattoo Artist Paul Troppmair über seine Faszination für Schrift und darüber, was Typografie wirklich ist. Paul erklärt, warum Schrift kein einzelner Buchstabe ist, sondern ein komplexes System, das über Kulturen, Sprachen und Alphabete hinweg funktionieren muss und dabei meist völlig unbewusst wahrgenommen wird.Wir sprechen über aktuelle Trends in der Schriftgestaltung, über den Zug zu geometrischen, einfacheren Formen und warum Paul lieber mit Konventionen bricht. Außerdem geht es um die Rolle von Emotion und Zufall in seiner Arbeit, darum wie er Schriftformen durch Filter und Verzerrung in etwas Neues verwandelt und wie sich dieser Ansatz in seiner Arbeit als Tattoo Artist fortsetzt, wo Schrift zur reinen visuellen Form wird.Infos zu Paul findet ihr auf Instagram unter @tropshadow & @trop_world und der Website www.trop.worldFür Feedback, Wünsche oder Anderes findet ihr mich auf Instagram unter: @ulrichaydt oder @gestatten.sie oder auf meiner Website: www.ulrichaydt.comDanke an Mala für das Podcast-Cover (@mala.kolumna) und Belinda für das Produzieren des Jingles (@Belinda Thaler)Diese Folge wird unterstützt durch die Landesinnung Wien der Berufsfotografie.
Schräge Muster, schrille Farben: "Ugly Chic" bricht mit den Konventionen und verweigert sich dem hübschen Mainstream. Martin Krinner hat recherchiert, was es damit auf sich hat.
Lou Scheper-Berkenkamp war Bühnenkünstlerin, Erfinderin fantastischer Bildwelten und Farbgestalterin. Vielleicht wurde die vor 125 Jahren geborene Bauhaus-Schülerin genau deswegen vergessen, weil sie gegen die Konventionen ihrer Zeit verstieß. Oelze, Sabine www.deutschlandfunk.de, Kalenderblatt
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Han Kang: Die VegetarierinLiebe Leserinnen und Leser,in meiner letzten Rezension “Heaven” von Mieko Kawakami hatte ich formuliert: Das heute hier vorgestellte Werk ist zwar zunächst leicht und ruhig, dann aber grausamer als vieles, was ich in den letzten Jahren gelesen habe.Anstatt das in zunehmendem Alter die Ausschläge immer weiter abnehmen, die Highs nicht mehr so hoch sind, die Tiefen nicht mehr so verschlingend - wenn man sich ab und zu die Zeit zum Innehalten und Nachdenken nähme, würde man doch drauf kommen, dass die generellen Erzählungen, die uns Richtlinie, Beispiel und Vorbild sein sollen einfach nicht stimmen: Ideologien der Kindheit, Anforderungen der Gesellschaft, die zurichtet bis alles passt, der verächtliche Blick aufs Alter, in dem außer Krankheiten nichts mehr passiert: geschenkt.Und so ist die Einführung der letzten Rezension schon wieder angesagt, denn die heute vorgestellte Novelle ist - surprise - grausamer als vieles, was ich in den letzten Jahren gelesen habe. Das ist eigentlich schon mehr Spoiler, als dieses Werk verdient: Lest es, seid überrascht, und lest dann gerne hier weiter.Na gut, das haben vermutlich nicht alle Leser*innen geschafft. Es ist aber wirklich anempfohlen, den schmalen Band, eher eine Novelle denn ein Roman zu lesen, ohne vorher etwas darüber zu wissen. Auch wenn dann wieder jemand sagt, ich würde mir einen schmalen Fuß machen. Also, wir sind hier bei Lob und Verriss, “Die Vegetarierin” von Han Kang fällt eindeutig in die 1. Kategorie, auch wenn die ausgelösten Gefühle, die Wucht der Beschreibungen, die beschriebene psychische und physische Gewalt nicht so positiv sind, starke negativ konnotierte Gefühle hervorrufen.Wir gehen rein: eine Frau, Yeong-hye, entschließt sich eines Tages, kein Fleisch mehr zu essen. Auslöser dafür sind grausame Albträume voller Gewalt, Kadaver und Blut.Nun hat man vielleicht vergessen, dass es vor 20 Jahren hierzulande das Nicht-Fleisch-Essen in gewissen Landstrichen und einigen heute noch ein gesellschaftlicher Affront war und ist. Die Gründe sind vielfältig, aber eigentlich wissen auch alle, unter welch grausamen Bedingungen Fleisch hergestellt wird und lassen einen Fleischkonsum guten Gewissens eigentlich schlicht nicht zu. Eine doch hohe Ignoranz ist dafür also unabdingbar. Inwieweit die Novelle durch die Gesellschaft ihres Herkunftslandes Südkorea geprägt ist, wird in der Studio B-Diskussion besprochen werden.“Die Vegetarierin” ist in einer Sprache erzählt, die knapp, kühl und präzise beschreibt, welche Grausamkeiten Patriarchat, eine rigide Gesellschaft anrichten.Im Verlauf lesen wir über verschiedene Sichtweisen auf die Ausgangslage: Eine Frau hört auf, Fleisch zu essen und alle drehen durch. Ihre Entscheidung stürzt ihr konkretes Umfeld, also ihren Ehemann und ihre Ursprungsfamilie, hier: die Eltern, Bruder und Schwester in große Konflikte und hat so weitreichende Konsequenzen, dass man sich den Kopf (und später das Herz) halten muss. Dabei führt die erste Entscheidung (kein Fleisch mehr zu essen) zu weiteren - sie entledigt sich zunächst ihres BHs, später auch ihrer anderen Kleidungsstücke und stellt radikal das Mensch-Sein in Frage.Empathie, Zugewandtheit, Akzeptanz, Respekt gar: im Roman eine große Leerstelle. Die ersten Beschreibungen der neuen Situation liefert der Ehemann von Yeong-hye, der ihre Durchschnittlichkeit preist, ihren Mangel an hervorstechenden Eigenschaften. Er betrachtet sie als verfügbar und seinen Besitz. Ihre Familie empfindet den unbedingten Fleischverzicht ebenfalls als Kontrollverlust und versucht mit allen Mitteln (ja wirklich), sie zum Fleischessen zu zwingen. “Die Vegetarierin” beschreibt den weitreichenden Verfall dieser Familie als geradezu zwangsläufig, der immer höhere Wellen schlägt und den Einflusskreis nach außen vergrößert. Dabei scheint der größte Konflikt die riesige Diskrepanz zwischen inneren Verwerfungen, Begierden, Sehnsucht und der äußeren Gleichgültigkeit, Stille, Abstand, der geradezu eskalieren muss. Der Abstand zwischen den eigenen Wünschen und den Konventionen belastet Yeong-hye zwar mit den weitreichendsten Folgen, zeigt sich aber auch in anderen Figuren, wie dem Schwager. Für den sind die handelnden Frauen aber auch nur Objekte, Verständnis hat er nur für seine eigene - zunehmend prekäre - Situation.Die Abwesenheit von Empathie ist eines der vorherrschenden Motive und nur ihre Schwester zeigt sie, hier sind aber auch Schuldgefühle stark, denn sie ist diejenige, die Yeong-hye in eine Klinik einweisen lässt. Größerer Zwang durch Familie, Gesellschaft und Institutionen führt aber - so das Kalkül und in der Vergangenheit wohl auch öfter zumindest dem äußeren Schein nach erfolgreich - nicht zur Wiedereingliederung der Protagonistin, sondern zu einer immer größer werdenden Entfernung von gesellschaftlichen Konventionen. Der Tod als ultimativer Bruch mit der Gesellschaft - von Yeong-hye als Umwandlung in einen Baum (und damit des Sterbens als Mensch) angestrebt: Ist er erstrebenswert? Nachvollziehbar? Die Leser*in wird mit vielen Fragen und viel Gewalt konfrontiert.Die Protagonist*innen in “Die Vegetarierin” verweigern dabei jede Identifikation des Lesenden mit einer der Personen.Der Abstand ist so groß, dass immer wieder die Frage neu gestellt wird: ist es besser zu sterben als so zu leben? Muss man Menschen zwingen zu leben? Ist dies eine nachvollziehbare Reaktion auf die Gewalt und Zwänge? Vieles ist schockierend, dann aber auch eigentlich gar nicht, ein Blick in die Welt und die aktuellen Debatten reicht.“Die Vegetarierin” von Han Kang erschien 2007 - also vor knapp 20 Jahren - in Südkorea. 2016 gewann sie gemeinsam mit ihrer Übersetzerin Deborah Smith den renommierten Man Booker International Prize. Dies half natürlich mit der Verbreitung des Werks, entfachte aber auch eine Debatte, inwieweit die englische Übersetzung korrekt oder treffend sei, war es doch eine der ersten Übersetzungen von Deborah Smith, die erst wenige Jahre zuvor mit dem Studium der koreanischen Sprache begonnen hatte. Dass ihr Han Kang beim gesamten Übersetzungsprozess zur Seite gestanden hatte, geriet während dieser Aufregung schnell in den Hintergrund.Die deutsche Fassung “Die Vegetarierin” wurde aus dem Koreanischen von Ki-Hyang Lee geschaffen, also nicht über den Umweg des Englischen, wie öfter bei asiatischen Werken und stammt aus dem Jahre 2016. Vor 2 Jahren wurde Han Kang dann als erster koreanischer Schriftstellerin der Nobelpreis für Literatur zugesprochen.Ein hartes Werk, trotzdem eine Empfehlung, vielleicht ist jetzt der Frühling mit seinem hellen Licht eine gute Zeit für diese Lektüre. This is a public episode. 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Als sie sich aufmachte, Komponistin zu werden, gab es kaum weibliche Vorbilder. Ohne Furcht, Konventionen zu brechen, ist Ethel Smyth dann selbst zum Role Model für die Generationen nach ihr geworden.
In dieser Folge wird's experimentell, eigenwillig und bewusst anders: Flo und Kai sprechen mit der Band Zeit über ihr selbst definiertes Genre „True Neolistic Black Techno Metal“ – eine Mischung aus Black Metal, Techno und radikaler künstlerischer Freiheit.Gemeinsam tauchen sie tief ein in die Frage, wie neue Genres überhaupt entstehen und warum gerade verrückte, absurde oder unerwartete Songtexte oft der Schlüssel zu echter Wiedererkennbarkeit sind. Dabei wird schnell klar: Für Zeit ist Musik kein Produkt, sondern Ausdruck – roh, ehrlich und frei von Konventionen.Neben kreativen Prozessen geht es auch um die Realität im Underground: bewusste Entscheidungen gegen Plattformen wie Spotify, limitierte Tape-Releases, DIY-Mentalität und die Frage, ob Musik heute überhaupt noch unabhängig existieren kann.Auch das Cover-Design der EPs, der Umgang mit physischen Releases und die klare Haltung gegen „Content-Maschinen“ zeigen, dass Zeit ihren eigenen Weg gehen – kompromisslos und mit einem klaren Blick auf Authentizität.
Der vorliegende Text schildert das bewegte Leben und das späte literarische Schaffen des bedeutenden Schriftstellers Theodor Fontane. Die Erzählung spannt einen Bogen von seiner durch väterliche Spielschulden geprägten Kindheit über seine ungeliebte Tätigkeit als Apotheker bis hin zu seinen Erfahrungen als Kriegsberichterstatter. Ein zentrales Thema ist die spannungsreiche Ehe mit Emilie, die von finanziellen Nöten und dem schmerzhaften Verlust mehrerer Kinder gezeichnet war. Erst im fortgeschrittenen Alter von fast sechzig Jahren gelang Fontane mit Werken wie Effi Briest der Durchbruch als Romancier, wobei er reale gesellschaftliche Skandale meisterhaft verarbeitete. Die Quelle beleuchtet eindringlich seine Rolle als präziser Beobachter, der die starren Konventionen und die verborgenen Risse der preußischen Gesellschaft entlarvte. Letztlich wird sein Erbe als Autor gewürdigt, dessen zeitlose Geschichten über das Ende einer Ära bis heute Bestand haben.Die Entstehung von Effi Briest zeigt, dass die preußische Ehre kein individuelles Gefühl, sondern ein unerbittliches gesellschaftliches System war, dem sich der Einzelne nicht entziehen konnte. Fontane stützte sich bei seinem Roman auf die reale Geschichte der Elisabeth von Ardenne, deren Schicksal die Grausamkeit dieser Ehrenkodizes verdeutlicht.Folgende Aspekte der preußischen Ehre lassen sich aus der Entstehungsgeschichte ableiten:Zwang zur Konvention statt persönlicher Rache: Im realen Fall wie im Roman lagen zwischen der Affäre und ihrer Entdeckung sechs Jahre. Dennoch sah sich der Ehemann (Armand von Ardenne bzw. Baron von Innstetten) gezwungen, zum Duell zu fordern. Innstetten handelt nicht aus Hass oder Eifersucht, sondern aus einer „kalten Logik“, weil die Gesellschaft es von ihm verlangte. Er erklärt, dass man nicht als Individuum handele, sondern als Teil eines „Ganzen“, dem man Rechenschaft schuldig sei.Ehre als Existenzgrundlage: Wer sich nicht an das preußische Ehrrecht hielt und auf ein Duell verzichtete, verlor in dieser Zeit seine Stellung, seine Karriere und sein Ansehen in der Gesellschaft. Das System machte Menschen zu „Rädchen“ in einem Getriebe, wobei ein betrogener Ehemann erst durch das Töten des Liebhabers seine Ehre vor der Welt wiederherstellen konnte.Asymmetrie der Konsequenzen: Die Entstehung des Romans beleuchtet die doppelte Moral. Während der Ehemann nach dem Duell oft rehabilitiert wurde oder sogar Karriere machte – der reale Armand von Ardenne wurde später General –, bedeutete der Ehrverlust für die Frau den gesellschaftlichen Tod. Elisabeth von Ardenne wurde verstoßen, verlor ihre Kinder und lebte bis zu ihrem Tod im Jahr 1952 als „Gefallene“ im Schatten der Gesellschaft.Anklage gegen ein mörderisches Prinzip: Fontane nutzte die Geschichte, um eine Gesellschaft zu kritisieren, die Menschen zerstört, weil sie ihren starren Regeln nicht folgen können. Der berühmte Schlusssatz „Das ist ein zu weites Feld“ drückt die Resignation gegenüber dieser komplizierten, unerbittlichen preußischen Moral aus, in der Schuld und Unschuld kaum noch zu trennen sind.Zusammenfassend verrät die Entstehungsgeschichte, dass preußische Ehre als ein unmenschlicher Mechanismus fungierte, der selbst diejenigen, die eigentlich verzeihen wollten (wie Innstetten), zu Tätern machte, um ihre soziale Existenz zu sichern.Erstellt von Peter H Bloecker, StD im RuhestandOrt: Gold Coast QLD AustralienZeit: Fri 17 Apr 2026.
Der vorliegende Text schildert das bewegte Leben und das späte literarische Schaffen des bedeutenden Schriftstellers Theodor Fontane. Die Erzählung spannt einen Bogen von seiner durch väterliche Spielschulden geprägten Kindheit über seine ungeliebte Tätigkeit als Apotheker bis hin zu seinen Erfahrungen als Kriegsberichterstatter. Ein zentrales Thema ist die spannungsreiche Ehe mit Emilie, die von finanziellen Nöten und dem schmerzhaften Verlust mehrerer Kinder gezeichnet war. Erst im fortgeschrittenen Alter von fast sechzig Jahren gelang Fontane mit Werken wie Effi Briest der Durchbruch als Romancier, wobei er reale gesellschaftliche Skandale meisterhaft verarbeitete. Die Quelle beleuchtet eindringlich seine Rolle als präziser Beobachter, der die starren Konventionen und die verborgenen Risse der preußischen Gesellschaft entlarvte. Letztlich wird sein Erbe als Autor gewürdigt, dessen zeitlose Geschichten über das Ende einer Ära bis heute Bestand haben.Die Entstehung von Effi Briest zeigt, dass die preußische Ehre kein individuelles Gefühl, sondern ein unerbittliches gesellschaftliches System war, dem sich der Einzelne nicht entziehen konnte. Fontane stützte sich bei seinem Roman auf die reale Geschichte der Elisabeth von Ardenne, deren Schicksal die Grausamkeit dieser Ehrenkodizes verdeutlicht.Folgende Aspekte der preußischen Ehre lassen sich aus der Entstehungsgeschichte ableiten:Zwang zur Konvention statt persönlicher Rache: Im realen Fall wie im Roman lagen zwischen der Affäre und ihrer Entdeckung sechs Jahre. Dennoch sah sich der Ehemann (Armand von Ardenne bzw. Baron von Innstetten) gezwungen, zum Duell zu fordern. Innstetten handelt nicht aus Hass oder Eifersucht, sondern aus einer „kalten Logik“, weil die Gesellschaft es von ihm verlangte. Er erklärt, dass man nicht als Individuum handele, sondern als Teil eines „Ganzen“, dem man Rechenschaft schuldig sei.Ehre als Existenzgrundlage: Wer sich nicht an das preußische Ehrrecht hielt und auf ein Duell verzichtete, verlor in dieser Zeit seine Stellung, seine Karriere und sein Ansehen in der Gesellschaft. Das System machte Menschen zu „Rädchen“ in einem Getriebe, wobei ein betrogener Ehemann erst durch das Töten des Liebhabers seine Ehre vor der Welt wiederherstellen konnte.Asymmetrie der Konsequenzen: Die Entstehung des Romans beleuchtet die doppelte Moral. Während der Ehemann nach dem Duell oft rehabilitiert wurde oder sogar Karriere machte – der reale Armand von Ardenne wurde später General –, bedeutete der Ehrverlust für die Frau den gesellschaftlichen Tod. Elisabeth von Ardenne wurde verstoßen, verlor ihre Kinder und lebte bis zu ihrem Tod im Jahr 1952 als „Gefallene“ im Schatten der Gesellschaft.Anklage gegen ein mörderisches Prinzip: Fontane nutzte die Geschichte, um eine Gesellschaft zu kritisieren, die Menschen zerstört, weil sie ihren starren Regeln nicht folgen können. Der berühmte Schlusssatz „Das ist ein zu weites Feld“ drückt die Resignation gegenüber dieser komplizierten, unerbittlichen preußischen Moral aus, in der Schuld und Unschuld kaum noch zu trennen sind.Zusammenfassend verrät die Entstehungsgeschichte, dass preußische Ehre als ein unmenschlicher Mechanismus fungierte, der selbst diejenigen, die eigentlich verzeihen wollten (wie Innstetten), zu Tätern machte, um ihre soziale Existenz zu sichern.Erstellt von Peter H Bloecker, StD im RuhestandOrt: Gold Coast QLD AustralienZeit: Fri 17 Apr 2026.
Schön, unerschrocken und eine wunderbare Erzählerin – das war die Westschweizer Autorin Aline Valangin (1889-1986). Sie stammte aus bestem Haus, aber Ideale waren ihr wichtiger als Konventionen. Ihr Grossvater, der Schweizer Friedensnobelpreisträger Élie Ducommun, hatte sie diesbezüglich geprägt. Friedensaktivistin, Pianistin, Bohemienne, Schriftstellerin, Psychoanalytikerin, grosse Liebende – was immer Aline Valangin tat, sie tat es beherzt. Sie unterhielt in den 1930er Jahren in Zürich einen Salon für die internationale Kulturelite. Gleichzeitig unternahm sie mit ihrem Mann, dem russisch-jüdischen Anwalt Wladimir Rosenbaum, riskante Manöver, um Flüchtlinge zu retten. Später wurde ihr Ferienschlösschen im Onsernone-Tal zum sicheren Hafen für verfolgte Künstlerinnen und Künstler. Eine Spurensuche mit dem Historiker Peter Kamber und der Literaturvermittlerin Liliane Studer.
Nachdem die feine Gesellschaft in der Oper war, werden sie vom Ehepaar Nobile noch zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen. Auch dass die Bediensteten nach und nach das Anwesen der Nobiles verlassen, kann die Feierlaune nicht trüben: Man unterhält sich, man speist und trinkt, man lauscht einem Klavierstück der hoffnungsvollen Nachwuchspianistin. Und dann wäre es eigentlich Zeit aufzubrechen… Nur das mag niemandem so recht gelingen. Die Festgesellschaft bleibt einfach im Salon, verbringt dort sogar - gegen alle gesellschaftlichen Konventionen - die Nacht. Und dann dämmert es den Leuten so langsam: Sie sind eingeschlossen, können den Salon nicht verlassen. Warum weiß keiner. Aber der Weg sowohl zur Außenwelt als auch den anderen Räumen des Hauses ist wie durch eine magische Barriere verschlossen. Man diskutiert darüber, woran es liegen könnte, versucht sich einzurichten, schmiedet Fluchtpläne… Schließlich macht sich Verzweiflung breit, Misstrauen, die tierischen Instinkte kommen hervor, während die Aussicht auf Rettung immer weiter schwindet. Luis Buñuel, zusammen mit Salvador Dali und dem andalusischen Hund 1929 der Vater des surrealistischen Kinos. Er sollte noch Filme drehen, lange nachdem die Bewegung erloschen war: In Spanien, Frankreich und nach dem zweiten Weltkrieg vor allem in Mexiko. In seinem letzten mexikanischen Film “Der Würgeengel” entwirft er die klaustrophobische Parabel eines Bürgertums, das auf sich selbst zurückgeworfen wird: Mit schrägen Repetionen, surrealen Einwürfen und viel Symbolismus. Johannes, sind die Hölle die Anderen?
Zum Karfreitag brechen Andreas und Emu alle gesellschaftlichen Konventionen und sprechen trotzdem über das, was sie die bisherige Woche über beschäftigt hat. Und passend als kleines Ostergeschenk für die Hörerschaft, haben sich dafür einige hochkarätige Empfehlungen angesammelt! 00:00:00 Intro 00:00:27 Begrüßung 00:08:36 The Seasons Vol. 2 (zum Comic) 00:11:29 Avengers - Kosmischer Sturm (Bd.4) (zum Comic) 00:14:08 Doom - Herrscher der Welt #5 (zum Comic) 00:15:04 SPOILER: Doom - Herrscher der Welt #5 (zum Comic) 00:18:00 Murder Falcon (zum Comic) 00:23:53 Precious Metal (zum Comic) 00:31:41 Do A Powerbomb! (zum Comic) 00:37:36 SPOILER: Berserk - Master-Edition (Bd.5) (zum Manga) 00:50:21 Medienempfehlung 00:55:18 Verabschiedung 00:55:45 Outro Folge direkt herunterladen Werbefrei auf Steady: https://steadyhq.com/de/pow-ein-comicpodcast/ Link zu unserem Discord-Server: https://discord.gg/8hE9Nt4 Social Links: POW! bei Instagram: https://www.instagram.com/pow_comic_podcast POW! bei YouTube: https://youtube.com/@pow-eincomicpodcast Andreas bei Instagram: https://www.instagram.com/and_wolf Emu bei Instagram: https://www.instagram.com/emu.bizzaro Emu bei YouTube: https://www.youtube.com/@emu_bizzaro Emu bei TikTok: https://www.tiktok.com/@emu_bizzaro
• Klassiker • Jane Austen erzählt mit Witz und Gefühl, wie Elizabeth Bennet und ihre vier Schwestern eigene Wege finden: zwischen den starren Konventionen der englischen Gesellschaft um 1800 und den persönlichen Ansprüchen an Liebe und Wohlstand. Nach dem Roman von Jane Austen www.deutschlandfunkkultur.de, Hörspiel
Kurz vor der US-Wahl schickt Sacha Baron Cohen noch einmal seine Figur Borat los, um sich in die US-amerikanische Politik und Gesellschaft einzumischen. Zunächst muss man sagen: Borat rannte bereits im ersten Teil vor allem weit offenstehende Türen ein, längst war der Bruch mit Konventionen, das Ignorieren von Anstand und Manieren zum absoluten Mainstream verkommen – wie ein jeder tagtäglich in der Öffentlichkeit und im Reality-TV beobachten kann. Das Prinzip Borat funktionierte schon damals kaum, doch jetzt ist es noch viel schlimmer: „Borat Anschluss Moviefilm“ („Borat Subsequent Moviefilm“) ist ein empörend dummer Film, der sich seiner Sache – die, was sonst, die der Demokraten ist – viel zu sicher ist, ja, eigentlich spielt dieses Machwerk den Republikanern noch in die Hände. So wird Borats Tochter auf den Trump-Freund und den ehemaligen New Yorker Bürgermeister #RudyGiuliani angesetzt, schon weil sie die neue #Melania #Trump werden will und weil man offenbar selbst nach vier Jahren Trump nichts gelernt hat und noch immer davon ausgeht, dass Republikaner über Skandale stolpern. Doch exakt dies stimmt eben nicht, gerade durch Skandale scheinen Trump und die Seinen beim Wähler nur noch beliebter zu werden. Guiliani soll in eine kompromittierende Situation manövriert werden bzw. sich selbst manövrieren, die eine versteckte Kamera festhält. Den 130-minütigen DeepDive zu Kubrick, Pasolini und den Epstein-Files gibt es bei Steady, Patreon und Apple.Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/aboutApple-Podcast:https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft):https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/homeDie Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
Spielmacher - Der EM-Talk mit Sebastian Hellmann und 360Media
Fabian Reese ist einer der auffälligsten Spieler der 2. Bundesliga – und einer der reflektiertesten. Der Kapitän von Hertha BSC steht für Energie, Leidenschaft und Führungsstärke, aber auch für etwas, das im Profifußball nicht immer selbstverständlich ist: Authentizität. Im Gespräch mit Sebastian Hellmann erzählt Reese, warum er bewusst versucht, das schnelllebige Fußballgeschäft auch mal langsamer zu nehmen – mit Meditation, Atemtechniken und viel Zeit für Bücher. Reeses Ziel: ein bisschen „analoger“ leben und Abstand gewinnen von der permanenten Reizüberflutung. Es geht um Druck, Erwartungen und öffentliche Bewertungen. Ein Satz seines früheren Trainers Norbert Elgert begleitet ihn bis heute: „So gut, wie sie schreiben, bist du nicht. Und so schlecht, wie sie schreiben, bist du auch nicht.“ Außerdem spricht Reese über Höhen und Tiefen seiner Karriere: über den Rausch seiner ersten Monate in Berlin, über sportliche Krisen – und über einen Moment, in dem plötzlich alles infrage stand. Eine Herzmuskelentzündung konfrontierte ihn erstmals mit der Frage, wie schnell eine Karriere vorbei sein kann. Und es geht um das Leben abseits des Platzes: um seine Verlobte Johanna, seine Familie und darum, warum dieses Umfeld für ihn der wichtigste Anker ist. Auch seine Leidenschaft für Mode kommt zur Sprache. „Mode ist eine Möglichkeit, ohne Worte zu kommunizieren“, sagt Reese – und erklärt, warum Persönlichkeit für ihn wichtiger ist als Konventionen. „SPIELMACHER - Fußball von allen Seiten“ ist eine Gemeinschafts-Produktion von 360Media und der Podcastbande. Neue Folgen alle 14 Tage donnerstags, überall, wo es Podcasts gibt. Wer es auch sehen will: Als Video-Podcast erscheint „SPIELMACHER - Fußball von allen Seiten" in gekürzter Form bei Sky Sport News und auf YouTube.
Zimmerservice unerwünscht! Im letzten Teil unserer Besprechung von H. P. Lovecrafts Schatten über Innsmouth werden die Hotelmitarbeitenden anscheinend etwas zu aufdringlich. Deshalb macht sich unser Protagonist mitten in der Nacht aus dem Staub und lässt das Gilman House und die Stadt Innsmouth nach einer spektakulären Flucht (vorerst) hinter sich. Zurück im Alltag stößt unser Held jedoch auf immer mehr Verbindungen zwischen seinen Vorfahren sowie den Familien Marsh und Obed. Am Ende der Geschichte steht eine Selbsterkenntnis, die sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise deuten lässt. Wir sehen darin eine positive Auflösung und finden: Der Erzähler trifft die richtige Entscheidung, indem er sich nicht von den Konventionen und der Intoleranz seines Umfelds in den Untergang treiben lässt. --- Hier seht ihr, wie Leslie Nielsen in Wrongfully Accused von einem Zug durch den Wald gejagt wird. Erstklassiger Humor: https://www.youtube.com/watch?v=MjbUnn32_zU --- In der nächsten Folge lesen wir Das Haus an der Grenze (The House on the Borderland) von William Hope Hodgson. Wenn ihr die Geschichte auf Deutsch lesen wollt, müsst ihr euch leider eine analoge Ausgabe kaufen. Das englische Original gibt es aber hier online: https://archive.org/details/william-hope-hodgson_the-house-on-the-borderland --- Unterstütz uns auf Steady für noch mehr Content abseits der Literatur
In dieser Episode teilen Jasmin Mittag und Kathie Kleff inspirierende Einblicke in ein Leben jenseits der Konventionen. Sie berichten von ihren Erfahrungen als reisende Familien, innerer Heilung und der Kraft der Intuition – ideal für alle, die nach mehr Freiheit und Selbstverwirklichung streben.
Wir rauchen die Samana Classic Petit Robusto und unterhalten uns über gesellschaftliche Konventionen im WhatsApp Zeitalter.
Saufzwang, Fechten und rechtes Gedankengut – das verbindet man mit Studentenverbindungen. Auch Frauen, die sich in Verbindungen organisieren, tragen Farben und feiern in Kneipen. Gleichzeitig brechen sie mit manchen Konventionen der Männer. Von Alea Rentmeister www.deutschlandfunkkultur.de, Die Reportage
Das Leben der 1884 geborenen Eleanor schien festgelegt: Standesgemäß heiraten und als treusorgende Mutter dann und wann eine Spendengala organisieren. Aber sie wurde eine First Lady, die mit allen Konventionen brach.
In Kapitel 21 von Bis(s) zum Ende der Nacht erlebt Bella ihre erste Jagd als Vampir. Sie springt aus dem Fenster, analysiert jede Bewegung mit ihrem Vampir-Gehirn und kämpft gegen einen Puma, während Edward „Welch törichter Fehler“ sagt wie ein viktorianischer Gentleman. Flo und Nadine sprechen über Bellas Kontrolle über ihren Blutdurst, die Mary-Sue-Diskussion und die Frage, ob vegane Vampire anders riechen würden. Neben Twilight Analyse geht es um soziale Konventionen im Gym, unfreundliche Verkäuferinnen und das Buch Die Wut, die bleibt. Eine Folge über erste Jagd, gesellschaftliche Wut und sehr viel Podcast-Ehrlichkeit.Kapitelbesprechung ab 00:20:23Hier geht es zu unserem Discord-BuchclubHier könnt ihr uns über Steady unterstützen: Bei Steady unterstützenGame Changer (Band 1): https://tidd.ly/4aTNygu (Werbung/Afiiliate)Heated Rivalry (Band 2) https://tidd.ly/4ptXlxd (Werbung/Afiiliate)Tough Guy (Band 3) https://tidd.ly/4l4NNrR (Werbung/Afiliate)Common Goal (Band 4) https://tidd.ly/4l9WCkw (Werbung Afiliate)Role Model (Band 5) https://tidd.ly/4aU34Zr (Werbung Afiliate)The Long Game (Band 6) https://tidd.ly/406nLLi (Werbung Afiliate)Die Wut, die bleibt https://tidd.ly/4r54LrC (Werbung/Afiliate)Report der Magd (Band 1) https://tidd.ly/49v6tvH (Werbung/Afiiliate)Die Zeuginnen (Band 2) https://tidd.ly/3Lu5Tq2 (Werbung/Afiiliate)Folge uns doch gerne auch auf instagram: @zweifreundinnen_undeinbuch Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Long Story Short - Der Buch-Podcast mit Karla Paul und Günter Keil
Endlich Frühling! Für die ersten Lesetage auf der Terrasse oder der Parkbank haben Karla und Günter wieder 4 Buchempfehlungen für euch herausgesucht. Keine leichte Wahl bei den vielen hervorragenden Büchern auf ihren Tischen!In „Die Riesinnen“ erzählt Hannah Häffner die Geschichte von drei Frauen aus drei Generationen: Sie sind dünner und größer als andere Frauen im Dorf, sie haben rote Haare und sind nicht gewillt, sich den Konventionen zu beugen. Ein sanfter und gleichzeitig wilder Außenseiterinnen-Roman mit Klassiker-Potential. Eine Befreiungsgeschichte ist Daniel Haas‘ Biographie „Einsamsein“. Der Journalist erfährt, dass seine Mutter in der Schweiz mit Sterbehilfe ihr Leben beenden will. Er selbst steckt in einer Erschöpfungsdepression und ist einsam. Wie kommt er je wieder zurück ins Leben? Eine aufrechte Innenschau und schonungslose Aufarbeitung der Familiengeschichte. Eine reale Mordserie an Kindern in den 60er Jahren in Pirmasens ist die True Crime-Grundlage des Krimis „Am helllichten Tag“ von Peter Probst. Die Journalistin Toni findet im Nachlass ihres Vaters einen seltsamen Brief, in dem er ihr eine jahrzehntealte Schuld gesteht. Sie beginnt zu recherchieren und stößt auf ein ungeheuerliches Verbrechen. Als Luke Vater wird, beschließt er seine eigene leibliche Mutter zu finden. Die Künstlerin Alice hatte ihn damals zur Adoption freigegeben. Er lernt sie kennen, doch die ersehnte Verbindung bleibt aus. „Eines Tages für immer“ von Clare Leslie Hall ist eine packende Familiengeschichte, die durch die verschiedenen Perspektiven besonders spannend wird. Alle Titel dieser Folge: Daniel Haas: „Einsamsein“ (Penguin), Hannah Häffner: „Die Riesinnen“ (Goldmann), Peter Probst: „Am helllichten Tag“ (Heyne), Clare Leslie Hall: „Eines Tages für immer“ (Blanvalet) +++ Viel Spaß mit dieser Folge. Wir freuen uns auf euer Feedback an podcast@penguinrandomhouse.de!” +++ Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
Standard oder Chaos? In dieser Folge unseres Brettspiel-Podcasts stellen wir eine Frage, die jeden Sammler umtreibt: Brauchen wir genormte Spieleschachteln – oder ist Kreativität wichtiger als Praktikabilität?Gemeinsam mit Nils und René nehmen wir euch mit auf eine Reise durch die Welt der Brettspiel-Verpackungen – von klassischen Eurogame-Formaten wie „Zug um Zug“ bis zu modernen Experimenten wie „Nature“ mit seiner quadratischen Schachtel. Warum fällt es uns so schwer, diese Spiele ins Regal zu sortieren? Und warum fühlt sich manche Verpackung an, als wäre sie um das Design herum gebaut – statt um das Spiel?
In der 23. Folge spricht Thomas Köhler mit der Kunsthistorikerin Mona Horncastle. Zusammen tauchen sie in Raoul Hausmanns bewegte Biografie ein: Es geht um ein Leben gegen alle Konventionen – in der Mode, der Liebe und nicht zuletzt der Kunst. https://berlinischegalerie.de/
Julius Dorsel ist Teil des dreiköpfigen Teams von Mucks!, ein Indie-Studio mit Sitz in Ludwigsburg, das 2023 von dem Trio mit einem gemeinsamen Mission gegründet wurde: Emotional tiefe Geschichten erzählen, ihre SpielerInnen nachhaltig berühren und "Auteur-Werke" schaffen. "Was ist das denn?", fragen sich womöglich nun einige von euch - und die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Auteur-Spiele heißen so, weil man in ihnen den Einfluss vor allem einer prominenten Figur herauslesen kann (oder es zumindest glaubt), die Teil des Entwicklungsteams war. Beispiele sind Peter Molyneux oder Hideo Kojima, die in der Berichterstattung zuweilen so dargestellt werden, als wären nur sie alleine verantwortlich für die Spiele, die sie mit viel Charisma nach außen hin vertreten. Dass in Wirklichkeit immer auch ein Team an diesen Spielen mitarbeitet, gerät beim Konzept des "Autorenwerks" häufig in den Hintergrund. Menschen wie Dom Schott halten auch aus diesem Grund das Auteur-Prinzip für überholt und sehen die Gefahr eines Türöffner-Effekts, der toxische Arbeitsbedingungen in einem Studio rechtfertigen könnte Der Entwickler Julius Dorsel hingegen sieht in dieser Arbeitsform einen großen Vorteil - und genau darum geht es mitunter in diesem Gespräch. Außerdem erzählt Julius von den spannenden Arbeiten an Frieda is Changing, dem kommenden Titel von Mucks!, das die Konventionen des Point'n'Click-Adventures einfach mal so im Vorbeigehen modernisiert - und extrem vielversprechend aussieht.
Moderner Klassiker aus Italien. Fantasiereich, witzig und melancholisch entfaltet Italo Calvino in seinem Roman aus dem Jahre 1957 einen Raum der Wunder, wie ihn nur die Literatur erfinden kann. Ein abenteuerlicher Fall von Eskapismus und poetischem Protest in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 20.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 (Teil 1) Am 15. Juni 1767 beschliesst der zwölfjährige Baron Cosimo Piovasco di Rondò, das dekadente Milieu seiner aristokratischen Familie zu verlassen, um fortan auf den Bäumen zu leben. Er erhebt sich von der Familientafel, klettert auf eine Steineiche und wird bis zu seinem Tod die Erde nicht mehr betreten. Cosimo baut sich in den Baumkronen eine eigene Welt auf: Er isst und schläft, wächst und entwickelt sich, er lernt und arbeitet, liest und kommuniziert, ohne jemals den Boden zu berühren. Er unternimmt sogar Reisen durchs Land, entlang von Alleen, und nimmt an gesellschaftlichen und politischen Ereignissen teil. Sein Dasein auf den Bäumen wird zum Symbol der Freiheit und des Widerstands gegen Konventionen und Zwänge. Im Laufe seines Lebens begegnet Cosimo vielen Menschen, auch berühmten Persönlichkeiten wie Voltaire und Napoleon. Und er verliebt sich in die geheimnisvolle Viola. Die Hörspielbearbeitung des Schauspielers Wolfgang Stendar (1929–2017), der auch die Hauptrolle spricht, entstand 1968 im Radiostudio Zürich. Es ist ein Fundstück aus dem SRF-Archiv und wurde letztmals 1985 gesendet. ___________________ Mit: Gert Westphal (Erzähler/Biagio), Wolfgang Stendar (Cosimo), Jöns Andersson (Baron), Valerie Steinmann (Baronin), Gisela Zoch (Viola), Eva Wächter (Violas Tante), Guido von Salis (Graf von Estomac), Willy Birgel (Don Federico), Verena Muntwyler (Ursula), Jacques Musso (Voltaire), Alex Freihart (Napoleon), Renate Reger und Karen Meffert (Frauenstimmen) ____________________ Übersetzung: Oswalt von Nostitz – Hörspielbearbeitung: Wolfgang Stendar – Musik: Emil Moser – Regie: Hans Jedlitschka ____________________ Produktion: SRF 1968 ____________________ Gesamtdauer: 93' (Teil 1: 51'; Teil 2: 42')
Games haben eigene Konventionen und eine spezifische Bildsprache. Der Einstieg in die Game-Welt gelingt am besten mit Unterstützung – oder mit Mut zum einfach Ausprobieren.
Schon als Kind wollte Frank Schätzing alles auf einmal: Schreiben, singen, zeichnen, träumen. Doch das System verlangte, dass er sich entscheidet. In diesem ehrlichen Gespräch erzählt er, wie er gegen alle Konventionen seinen kreativen Weg ging – und warum David Bowie ihn auf eine Art prägte, die sein Leben veränderte. Wenn du dich jemals gefragt hast, ob deine Träume zu viel sind – hör dir das an.
Hildegard Knef hätte vergangenes Wochenende ihren 100. Geburtstag gehabt. Sie war eine Frau, die Grenzen überschritt, Konventionen herausforderte und dabei immer authentisch blieb, erzählt die Schauspielerin Lilian Klebow diese Woche in ihren „Gedanken für den Tag“. Gestaltung: Alexandra Mantler – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 31.12.2025
Manche Festtagsbräuche, von denen uns die Zeitungen der 1920er Jahre erzählen, sind uns überraschend unbekannt, und man staunt, wie sehr sich Faschings-, Oster, Martins- oder eben Weihnachtstraditionen innerhalb von dann doch „nur“ einhundert Jahren transformiert haben. Nicht so bei unserem heutigen Artikel aus der Wilhelmsburger Zeitung vom 23. Dezember 1925, der von den damaligen musikalischen Konventionen, das Fest zu begehen, handelt. Der Kanon der Weihnachtslieder, erfahren wir von Rosa Leu, ist sich seither fast gleich geblieben. Und auch die Geschichte davon, wie das berühmteste aus diesem einst in Oberndorf bei Salzburg entstanden ist, wird heute nicht anders als damals erzählt.
Was bedeutet die neue US-Sicherheitsstrategie, die das vereinte Europa praktisch zur unerwünschten Organisation erklärt, für Österreich und die regelbasierte Weltordnung? Georg Renner spricht mit Völkerrechtler Ralph Janík über die zertrümmerten Konventionen des 20. Jahrhunderts - und was danach kommen wird.Hier findet Ihr die Trump-Sicherheitsstrategie:https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2025/12/2025-National-Security-Strategy.pdfRalph Janíks eigener Podcast:https://ralphjanik.com/podcast/ Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.atTranskripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at
Eine Weihnachtsfolge ohne Kitsch, aber mit Chaos, Kindheit und ganz viel «Eugen». Manuel und Stephan zeigen, warum ein freches Kinderbuch überraschend viel über Mut, Humor und die Notwendigkeit reformierter Unangepasstheit erzählt. Davor gibt's aber erst einmal Drama: Im Stossgebet der Woche muss Ste-phan gestehen, dass er sich vor der Aufnahme heldenhaft mit den Einstellun-gen des Rekorders angelegt – und glorreich verloren hat. Die Folge musste auf einem Notfallsystem entstehen. Immerhin: Es läuft (irgendwie). Manuels Hallelujah der Woche wird emotional: Bei ihm rückt nämlich der Abschied vom RefLab näher. Eine berührende Feier mit fulminanter Rede seiner Chefin, Wertschätzung und Erinnerungen vom Team haben ihn tief bewegt – ein würdiger, herzlicher Ausklang eines intensiven Kapitels. Dann zum Thema der Woche: Manuel und Stephan sprechen über eines der grossartigsten Schweizer Kinderbücher überhaupt: «Mein Name ist Eu-gen», 1955 erschienen – pünktlich vor Weihnachten, also vor genau 70 Jah-ren. Dass der Autor Klaus Schädelin reformierter Pfarrer war und das Buch beim Theologischen Verlag Zürich herauskam, hat Manuel erst kürzlich erfahren. Er diskutiert mit Stephan über die erstaunliche Aktualität dieser Lausbuben-geschichte. Warum tut uns gerade heute eine Geschichte gut, in der Kinder nicht angepasst, brav und verantwortungsbewusst durchs Leben gehen – son-dern einfach losziehen, Regeln brechen und Abenteuer wagen? Und was könnten auch gezähmte und domestizierte Christenmenschen von einer wilden Truppe lernen, die sich wenig um Konventionen schert, Mutig Dinge ausprobiert und sich von Autoritätspersonen nicht zu sehr einschüchtern lässt? Zum Beispiel: Mehr Witz. Mehr Lebensfreude. Weniger Angst, anzuecken. Und die Erkenntnis, dass nicht jede gute Geschichte eine Moralpredigt braucht…:-) Und weil Festtage ohne Geschenke keine Festtage sind, wird auch bei «Ausge-glaubt» etwas verlost: Zwei Victorinox-Taschenmesser mit «Mein Name ist Eugen»-Logo sowie ein Exemplar der wunderschönen Jubiläumsausgabe des TVZ. Teilnahme via Mail an manuel.schmid@reflab.ch oder als DM auf unserem RefLab-Insta-Kanal… die Gewinner bekommen am Wochenende Bescheid! Zum Schluss bleibt nur zu sagen: Frohe Weihnachten, einen gesegneten Start ins neue Jahr – und bleibt «Ausgeglaubt» treu, auch im 2026!
In dieser Episode erzählt Dr. Nele Stadtbäumer, Psychologin und Gründerin von grievy, wie aus dem plötzlichen Tod ihres Vaters 2019 der Impuls entstand, Trauerbegleitung grundlegend anders zu denken. Aus der persönlichen Suche nach Austausch und Unterstützung wurde Schritt für Schritt eine digitale Lösung, die Trauer nicht mehr an Ort, Öffnungszeiten oder Konventionen bindet, sondern Menschen dort abholt, wo sie stehen – online, überregional, rund um die Uhr und auf Wunsch auch anonym. Nele beschreibt, wie aus einer ersten App-Idee heute eine B2B-Lösung mit einem breiten on- und offline Angebot geworden ist – bestehend aus interaktiven, wissenschaftlich fundierten Kursen, Trauergruppen, einem SOS-Bereich zur Stabilisierung oder einem digitalen Trauertagebuch. Wir sprechen außerdem darüber, wie man das passende Geschäftsmodell findet, welche Vorteile Bootstrapping im Vergleich zu externem Kapital hat und wie sich grievy als SaaS-Lösung für Bestattungshäuser, Hospize und Unternehmen und gleichzeitig Marketing-Tool für eine Branche positioniert hat, die lange als besonders traditionell galt. Nele erzählt, wie sie und ihr Team die anfängliche Skepsis („Digitalisierung, ich weiß ja nicht…“) in echte Begeisterung auf Seiten der Bestatterinnen und Bestatter gewandelt hat und wie sie erreicht haben, dass heute bereits über 100 Häuser in Deutschland mit grievy arbeiten und sich ortsunabhängige und digitale Trauerbegleitung zunehmend als fester Teil in der Trauerarbeit etabliert.
Es gibt Gedenktage, die im kollektiven Gedächtnis verankert sind und pompös gefeiert werden. Der Tag der Menschenrechte gehört nicht dazu. Dabei hätte er viel mehr Aufmerksamkeit verdient, denn die Menschenrechte sind die Grundlage unseres zivilisierten Zusammenlebens. Daher möchte die aktuelle Folge anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember daran erinnern, welche Errungenschaft es war, die Menschenrechte in Konventionen und Verfassungen zu verankern. Ein Umstand, den manche Politiker und Parteien heute schon fast als Lästigkeit empfinden. Solmaz Khorsand spricht mit dem langjährigen UN-Mitarbeiter Homayoun Alizadeh über den Zustand der Menschenrechte, die Glaubwürdigkeit der Vereinten Nationen und den sich ausbreitenden Völkerrechtszynismus. Der Menschenrechtsaktivist hat Jahrzehnte für die UNO in unterschiedlichen Funktionen in vielen Weltregionen gearbeitet, unter anderem in Ruanda, Kroatien, dem Sudan und auf den Philippinen. Auf "Ganz offen gesagt" lässt er die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren und teilt seine Sorge über eine Welt, in der zunehmend das Recht des Stärkeren gilt. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.atTranskripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at
1975 veröffentlichten Queen ihr viertes Studioalbum "A Night At The Opera", das für viele bis heute als ihr größtes Werk gilt. Auf dem Album befindet sich auch der legendäre Hit "Bohemian Rhapsody". Der Albumtitel lässt es schon erahnen, bei "A Night At The Opera" handelt es sich um ein Meisterwerk, das wie eine Oper klingt. In diesem Jahr feiert die Platte 50-jähriges Jubiläum. Zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung war "A Night At The Opera" das teuerste Album, das je aufgenommen wurde. Queen standen damals aufgrund von Management- und Vertragsproblemen kurz vor dem finanziellen Ruin. Obwohl das vorherige Album "Sheer Heart Attack" ein kommerzieller Erfolg war, sah die Band kaum etwas von den Einnahmen. Ihr damaliges Label Trient zahlte ihnen wöchentlich gerade mal 60 Pfund. Zusätzlich gab es Streit mit ihrem damaligen Manager Norman Sheffield. 1974 trennten sich Queen von Trient und von Sheffield, wechselten zu EMI und begannen unter ihrem neuen Manager John Reid die Produktion von "A Night At The Opera". Brian May beschrieb das Album einmal sogar als entscheidend für das Fortbestehen von Queen. Zum bis dahin teuersten Album überhaupt wurde es unter anderem, weil die Aufnahmen in sieben verschiedenen Studios stattfanden. Im Sommer 1975 zogen sich Queen aus London zurück und probten in einer Scheune auf einer Farm im Süden Englands. Zwischendurch arbeiteten sie in den Rockfield Studios in Wales, bevor sie die Produktion in verschiedenen Londoner Studios fortsetzten. "Bohemian Rhapsody" gehört zu den größten Hits von Queen und vermutlich zu den wichtigsten Songs der Rockgeschichte. Die Geschichte dahinter ist genauso außergewöhnlich wie der Song selbst. Freddie Mercury hatte bereits Ende der 1960er-Jahre die ersten Grundideen zu "Bohemian Rhapsody". 2023 kam heraus, dass das Lied ursprünglich "Mongolian Rhapsody" hieß. Diesen Titel hatte Mercury 1974 auf einem Briefpapier notiert. Warum aus "Mongolian" schließlich "Bohemian" wurde, bleibt bis heute ein Rätsel. Klar ist jedoch, dass das Wort "Bohemian" im künstlerischen Kontext einen Freigeist beschreibt, jemanden, der sich nicht an vorgegebene Strukturen hält. Genau das trifft sowohl auf Freddie Mercury als auch auf "Bohemian Rhapsody" zu. Der Song löst sich von traditionellen Konventionen. Meilensteine-Redakteurin Katharina Heinius erklärt, dass er aus drei Elementen besteht: einer Ballade am Anfang, einem Opernteil in der Mitte und einem Rockpart am Ende. Mit einer Länge von fünf Minuten und 55 Sekunden entspricht das Lied zudem kaum einem typischen Hitmuster, weshalb sich das Label zuvor fragte, ob es gut ankommen würde. Queen setzten sich dennoch durch. Das Lied blieb so, wie es gedacht war, und wurde zunächst stückchenweise im Radio gespielt. Die Neugier der Fans wuchs dadurch nur noch mehr und verschaffte "Bohemian Rhapsody" am Ende die Aufmerksamkeit, die es verdient. __________ Über diese Songs vom Album "A Night At The Opera" sprechen wir im Podcast (03:11) – "'39" (11:20) – "Death On Two Legs"(21:10) – "I'm In Love With My Car"(28:44) – "You're My Best Friend"(36:00) – "Love Of My Life"(39:04) – "Good Company"(49:06) – "Bohemian Rhapsody" __________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "A Night At The Opera" findet ihr hier: https://1.ard.de/queen-a-night-at-the-opera __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an meilensteine@swr.de
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Ihre üppigen und bunten "Nanas" sprengen die Konventionen und feiern Weiblichkeit mit Mut und Humor. Geboren wurde Niki de Saint Phalle am 29.10.1930. Von Sabine Mann.
Zwei Jahre nach der Terrorattacke des 7. Oktober eskaliert die Gewalt weiter. Millionen vertriebene Menschen, Hungersnot, unbefreite Geiseln, unversöhnlicher Zerstörungswille. Wie lässt sich ein schützender Ausweg denken: für Israel, die Palästinenser, das humanitäre Völkerrecht? Der barbarische Überfall des 7. Oktober 2023 markierte einen Wendepunkt: für Israel als Opfer des Angriffs, den Gaza-Streifen als dessen Ausgangsort sowie nicht zuletzt für die globale Geltung humanitären Völkerrechts. Zwei Jahre nach der Terrorattacke ist der Gaza-Streifen als Lebensraum für Millionen von Palästinensern nachhaltig zerstört, Dutzende israelischer Geiseln noch immer nicht befreit, wütet der Krieg weiter und überschreitet dabei, nach Wahrnehmung von immer mehr Staaten und Beobachtern, letzte ethische wie rechtliche Grenzen, zunehmend auch von Seiten Israels. Wie wäre ein Ausscheren aus der Gewaltspirale vorzustellen? Welche emotionalen, sozialen wie auch politischen Veränderungen wären dafür notwendig? Was bedeutet der immer konkreter im Raum stehende Verdacht eines genozidalen Vorgehens für das Selbstbild Israels, seine Aussenwahrnehmung, seine militärischen Allianzen? Steht «Gaza» gar als Symbol für ein kommendes Zeitalter unbedingten Kriegens jenseits aller geltenden Konventionen und Grenzen? Im Gespräch mit der Nahost-Expertin Muriel Asseburg und dem in Israel lebenden Politologen José Brunner sucht Wolfram Eilenberger nach Auswegen aus dem Bannkreis nicht enden wollender Gewalt.
Zwei Jahre nach der Terrorattacke des 7. Oktober eskaliert die Gewalt weiter. Millionen vertriebene Menschen, Hungersnot, unbefreite Geiseln, unversöhnlicher Zerstörungswille. Wie lässt sich ein schützender Ausweg denken: für Israel, die Palästinenser, das humanitäre Völkerrecht? Der barbarische Überfall des 7. Oktober 2023 markierte einen Wendepunkt: für Israel als Opfer des Angriffs, den Gaza-Streifen als dessen Ausgangsort sowie nicht zuletzt für die globale Geltung humanitären Völkerrechts. Zwei Jahre nach der Terrorattacke ist der Gaza-Streifen als Lebensraum für Millionen von Palästinensern nachhaltig zerstört, Dutzende israelischer Geiseln noch immer nicht befreit, wütet der Krieg weiter und überschreitet dabei, nach Wahrnehmung von immer mehr Staaten und Beobachtern, letzte ethische wie rechtliche Grenzen, zunehmend auch von Seiten Israels. Wie wäre ein Ausscheren aus der Gewaltspirale vorzustellen? Welche emotionalen, sozialen wie auch politischen Veränderungen wären dafür notwendig? Was bedeutet der immer konkreter im Raum stehende Verdacht eines genozidalen Vorgehens für das Selbstbild Israels, seine Aussenwahrnehmung, seine militärischen Allianzen? Steht «Gaza» gar als Symbol für ein kommendes Zeitalter unbedingten Kriegens jenseits aller geltenden Konventionen und Grenzen? Im Gespräch mit der Nahost-Expertin Muriel Asseburg und dem in Israel lebenden Politologen José Brunner sucht Wolfram Eilenberger nach Auswegen aus dem Bannkreis nicht enden wollender Gewalt.
Jane Goodall stellte Konventionen infrage und ihr unkonventioneller Blick auf Schimpansen verschob Grenzen zwischen Tier und Mensch. Trotz Kritik prägte sie die Wissenschaft und wurde Vorbild: als Forscherin, Aktivistin und Stimme für die Natur. Ein Kommentar von Lennart Pyritz www.deutschlandfunk.de, Kommentare und Themen der Woche
In den Sozialen Medien feiert ein Begriff seit einiger Zeit ein überraschendes Comeback, das die Konventionen der Ehe in Frage stellt. Die Rede ist von der Lavendel-Ehe. Das mag romantisch klingen, ist es aber nicht.
Dank der Gewissensprüfung für den Zivildienst kam Urs Mannhart zum Schreiben. Ethische Fragen beschäftigen ihn als Autor wie als Landwirt. Im Schlachthof sei er der Einzige, der heulen muss. Konventionen kümmern ihn ebenso wenig wie die Frage, wie er mit seinen beiden Berufen sein Brot verdient. «Ich lebe mit viel, einfach nicht mit viel Geld», sagt Urs Mannhart, der den Wechsel zwischen Gummistiefeln und Schreibtisch als Privileg empfindet. Er brauche viel Bewegung; seine Beine würden vom Bücherschreiben allein nicht glücklich. Darum arbeitet er als Landwirt in Teilzeit und war früher im Zweitberuf Velokurier. Heute fährt er, als Ausgleich zum Schreiben, Ultracycling-Rennen. Warum er diese Extremform des Radsports liebt, die ihn an den Rand der Erschöpfung führt, und gleichzeitig vom langsamen Wiederkäuen der Kühe schwärmt, erzählt Urs Mannhart in «Musik für einen Gast». Die Musiktitel: 1. Jethro Tull - We Used To Know 2. Tom Waits - Goin' out west 3. Yo la Tengo - From Black to Blue 4. International String Trio – Tchavolo Swing (From «Latcho Drom») 5. Maya Johanna: When the Sky 6. Duke Pearson - Wahoo
"Breaking Waves" heißt das aktuelle Album des Ostrobothnian Chamber Orchestra aus dem westfinnischen Kokkola. Der Titel bezieht sich auf die tönende Meeresbrandung in einem der drei Stücke - aber die hier präsentierten Komponistinnen waren auch Wellenbrecher gegen gesellschaftliche Konventionen. Die Werke von Grace Williams, Grazyna Bacewicz und Johanna Müller-Hermann sind eine echte Entdeckung.
Eine leidenschaftliche Liebe in New York wird dem Urteil eines mystischen Gottes unterzogen. Ingeborg Bachmanns preisgekröntes Hörspiel zeigt die Unvereinbarkeit tiefer Gefühle mit einer rationalen Welt – poetisch, kritisch und zeitlos aktuell. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 20.09.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Der gute Gott von Manhattan ist angeklagt, das Mädchen Jennifer im Zimmer eines New Yorker Hotels durch eine Bombenexplosion ermordet zu haben. Dem Richter erklärt er, er habe sich mit dieser Tat, und auch allen vorhergegangenen, nur zum Anwalt der auf Konventionen und Masshalten beruhenden Weltordnung gemacht. Diese sei durch die Masslosigkeit der Liebe der Getöteten bedroht worden. Er erzählt die Geschichte der Liebe Jennifers zu Jan, um darzulegen, dass diese Liebe, die an nichts mehr gemessen und mit nichts mehr verglichen werden konnte, verderblicher für die Ordnung sei als jedes Verbrechen, als alle Ketzereien. «Wo Liebe auftaucht, entsteht ein Wirbel wie vor dem ersten Schöpfungstag.» ____________________ Mit: Hanns Ernst Jäger (Der gute Gott), Alfons Hoffmann (Richter), Rainer zur Linde (Jan), Gudrun Herms (Jennifer) u.v.a. ____________________ Tontechnik: Helmut Dimmig – Musik: Willy Bischof – Regie: Klaus W. Leonhard ____________________ Produktion: SRF 1971 ____________________ Dauer: 101'
Als John Lennon 1966 Yoko Ono in einer Londoner Galerie begegnet, ist er fasziniert. In Yoko sieht er all das, was ihm gerade fehlt: Unabhängigkeit, Freiheit, Radikalität. Nur Yoko ist zuerst gar nicht begeistert vom Megastar, doch schnell merkt sie: Er versteht sie – ihre Kunst, ihre Visionen, ihre Art zu denken. Aus dieser Begegnung entsteht eine der berühmtesten und zugleich umstrittensten Liebesgeschichten der Popkultur. Gemeinsam provozieren sie die Welt, kämpfen für den Frieden und stellen sich gegen alle Konventionen. Aber ihre Liebe hat auch Schattenseiten – und genau diese werden schnell zum Fokus der Öffentlichkeit. In dieser Folge von True Love erzählen wir die Geschichte von John und Yoko: Von einer Liebe, die polarisierte. Von zwei Menschen, die ein Band knüpften, das stärker war als all der Schmerz und Hass, der ihnen entgegenschlug. Von zwei Künstler:innen, deren Werk für immer in den Köpfen der Menschen bleibt. Bei Mord auf Ex haben wir den True-Crime-Fall, der in dieser Geschichte steckt, erzählt: [Folge 217 "John Lennon: Mord an einem Weltstar"](https://open.spotify.com/episode/7zeHOb5Xbk0j6Pi16jhf1i?si=174fdb122c354aa1) Eine Produktion von Auf Ex Productions. Hosts: Leonie Bartsch & Linn Schütze Recherche: Katrin Maike Sedlmair Redaktion: Antonia Fischer Produktion: Lorenz Schütze, Antonia Bolln Experte: Joachim Telgenbüscher vom Geschichtspodcast "Was bisher geschah" Hintergrundinformationen, Bilder und Videos findet ihr auf unserem Instagram- oder TikTok-Kanal @true.lovepodcast. Oder auf unseren privaten Profilen @leonie_bartsch und @linnschuetze. Wir würden uns riesig freuen, wenn ihr den Podcast bewertet und teilt. Haben euch lieb & bis in zwei Wochen! Quellen (Auswahl) Buch "John Lennon – Die Biographie" von Philipp Norman Buch "Lennon – The Definitive Biography" von Ray Coleman Buch "Yoko – Die Biographie" von David Sheff Buch "Half-A-Wind-Show" von Yoko Ono Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte!: https://linktr.ee/truelove_podcast Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio: https://www.seven.one/portfolio/sevenone-audio
Dein Leben wird umso leichter, je mehr du deinen eigenen Weg gehst. So einfach scheint das jedoch nicht zu sein. Die Welt ist ja voller Erwartungen, Konventionen und Regeln. Entnommen aus: Aljoscha Long und Ronald Schweppe "Schmetterlinge brauchen keine Überholspur. Über die Kunst sich das Leben leicht zu machen", Kösel Verlag, München 2025
Österreich hat das durch internationale Konventionen verankerte Recht des Familiennachzugs für ein Jahr ausgesetzt. Anträge von Geflüchteten,ihre Kinder oder Ehepartner nach Österreich zu holen, werden schon seit einiger Zeit kaum bearbeitet. Unter Berufung auf einen Notstand will Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) das Recht überhaupt außer Kraft setzen. Was die Blockade für Betroffene bedeutet, die ohne Kinder oder Ehepartner leben müssen und was die langfristigen Folgen sein könnten, hat Nina Horaczek erkundet. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Bürgerliche Konventionen? Moral & Ethik? Der Papst? Das Frühlingsfest der Rockmusik mit Gicht Richards, Mick Jogger, Opa Daltrey und Geister-Bob Angus Young - live aus dem Seniorenstift? Die Chefcousinen Atze & Till lassen kein heikles Thema aus. Auch nicht ihre Liebe zu Kylie Minogue und Liz Hurley. Tills Botschaft an letztere: Liz, ich verzeih´dir! Diskutiert mit: mail@zärtliche-cousinen.de Alles Infos zu den Werbepartnern findet ihr hier: https://linktr.ee/zaertlichecousinen