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Caroline Peters beherrscht die Komik wie kaum eine andere, kann aber genau so gut ernsthaft sein. Bei den Salzburger Festspielen steht sie auf der Perner Insel in "Unter Tieren" auf der Bühne. Mit Gabi Kerschbaumer spricht die Schauspielerin über Macht und Moral, gescheiterte Männer, Tiere und Vegetarier und ihr Leben als Wahlwienerin.
Kaum wird es bei den Salzburger Festspielen im Programm ruhiger, werden die Gerüchte lauter. Nach Bewerbungsschluss für die Nachfolge von Markus Hinterhäuser als Intendant im Juni fällt immer öfter der Name Barrie Kosky.
Seit über 50 Jahren prägt Riccardo Muti die Salzburger Festspiele. Nun wurde der italienische Dirigent mit dem Ring des Landes Salzburg geehrt, direkt nach einer gefeierten Aufführung von Verdis "Messa da Requiem". Tobias Hell berichtet.
Seit Jahren widmet sich Geigerin Isabelle Faust verstärkt den Kompositionen Bachs. In Krystian Bezuidenhout fand sie einen genialen Kammermusik-Partner am Cembalo. Nun war das Duo bei den Salzburger Festspielen zu Gast.
Wenn Arcadi Volodos in Salzburg Schubert und Chopin spielt, hält der Riesensaal den Atem an. Ein Klavierabend, der zeigt, wie berührend radikale Interpretation sein kann.
Wiener Philharmoniker, Tugan Sokhiev und Starpianist Lang Lang: Bei den Salzburger Festspielen trafen drei Publikumsmagnete aufeinander. Mit Werken von Ravel, Debussy und Prokofjew wurde das Große Festspielhaus zum Konzertsaal der Extraklasse.
Unter Leitung von Dirigent Iván Fischer hat das Budapest Festival Orchestra bei den Salzburger Festspielen konzertiert. Auf dem Programm stand neben Mahler und Schubert eine Hommage an den 100-jährigen Komponisten György Kurtág.
Der nächste Premierenabend bei den Salzburger Festspielen galt Mozarts Così fan tutte. Für radio klassik Stephansdom war Marion Eigl dabei. Mozarts Meisterwerk unter Joana Mallwitz in der Inszenierung von Christof Loy.
Verletzlich und stark zugleich - geheimnisvoll und intensiv - so wird Schauspielerin Valery Tscheplanowa gerne beschrieben. Als Mephisto im Faust hat sie bei den Salzburger Festspielen das Publikum und die Kritiker begeistert.Im Radio Cafe bei Gabi Kerschbaumer spricht sie über ihre Kindheit in Russland, über Ferien in Salzburg und ihren Hund Juri und warum das Böse - so wie im Faus zitiert - auch in ihrem Leben schon Gutes hervorgebracht hat.
Sturm und Seele am Klavier: Evgeny Kissin taucht bei den Salzburger Festspielen tief in die jugendlichen Emotionen von Beethoven, Chopin und Schumann ein - und zeigt, wie virtuos und poetisch ein Konzertflügel klingen kann.
Im Operncamp in Schloss Arenberg, auf der anderen Seite der Salzach, erarbeiten Kinder zwischen 9 und 12 ihre eigene Version von "Così fan tutte" - mit Orchester, Chor, Bühnenbild, Kostümen und allem drum und dran.
Weiße-Haare-Mythos oder Jugendmagnet? Die Salzburger Festspiele gelten als elitär, bieten aber bis zu 6000 günstige Jugendkarten. Warum viele junge Leute trotzdem zögern und wie ein neues Programm ihren Einstieg erleichtern soll, berichtet Larissa Schütz.
1.500 Seiten, 18,5 Kilogramm und mehr als fünf Stunden Musik: Olivier Messiaens "Saint François d'Assise" zählt zu den monumentalsten Opern des 20. Jahrhunderts. Gestern feierte das Werk bei den Salzburger Festspielen Premiere. Meret Forster war dabei.
Über sechs Stunden Musik und kaum klassische Oper: Olivier Messiaens "Saint François d'Assise" zählt zu den außergewöhnlichsten Werken des 20. Jahrhunderts. Larissa Schütz war vor der Salzburger Premiere bei den Proben dabei.
Mit „Ariadne auf Naxos“ schufen die beiden Autoren Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal eine moderne Meta-Oper über den schwierigen Entstehungsprozess einer Oper als Auftrag eines Superreichen. Was dabei herauskommt ist eine spannungsgeladene Mixtur aus Tragödie und Komödie, hoher Kunst und Unterhaltung. Ein ideales Programm auch für die Salzburger Festspiele, nicht nur wegen der beiden Autoren als Mitbegründer des Festivals, sondern auch weil die Schönen und Reichen sich dort die Türklinke in die Hand geben. All das eine Steilvorlage für einen Radikalregisseur wie Ersan Mondtag. In bewährten Strauss-Händen liegt die musikalische Leitung bei Manfred Honeck und den Wiener Philharmonikern.
Johannes Silberschneider gehört zu den markantesten Gesichtern des österreichischen Films: Egal ob im Kino, im Fernsehen oder auf der Theaterbühne – seinen Figuren verleiht er immer etwas Eigenwilliges und gleichzeitig Bodenständiges. Bei den Salzburger Festspielen steht er in diesem Sommer auf der Opernbühne, als der einzige der nicht singt. Er spielt den Haushofmeister in Ariadne auf Naxos. Mit Gabi Krschbaumer plaudert er u.a. darüber, warum er eigentlich Priester werden wollte, wie es bei der Oscarverleihung Backstage zugeht und warum er Opernsänger bewundert
Johannes Silberschneider gehört zu den markantesten Gesichtern des österreichischen Films: Egal ob im Kino, im Fernsehen oder auf der Theaterbühne – seinen Figuren verleiht er immer etwas Eigenwilliges und gleichzeitig Bodenständiges. Bei den Salzburger Festspielen steht er in diesem Sommer auf der Opernbühne, als der einzige der nicht singt. Er spielt den Haushofmeister in Ariadne auf Naxos. Mit Gabi Krschbaumer plaudert er u.a. darüber, warum er eigentlich Priester werden wollte, wie es bei der Oscarverleihung Backstage zugeht und warum er Opernsänger bewundert
Benjamin Bernheim macht Massenets "Werther" bei den Salzburger Festspielen zum Ausnahmeerlebnis. Es gelingt eine konzertante Aufführung, die den vermeintlich sentimentalen Opernklassiker als packendes Musikdrama zeigt.
Er meidet große Effekte und füllt dennoch die Säle. Was macht Grigory Sokolov zu einer lebenden Legende? Paul Schäufele hat den Pianisten bei seinem Klavierabend bei den Salzburger Festspielen erlebt.
Marion Eigl über die Premiere von Georges Bizets "Carmen" bei den Salzburger Festspielen mit Asmik Grigorian.
"Schnee von gestern, Schnee von morgen" von Peter Handke bei den Salzburger Festspielen: Christoph Leibold war bei der Premiere.
In der kleinen Hafenstadt Molfetta im äußersten Süden Italiens an der Adria wurde Riccardo Muti am 28. Juli 1941 geboren. Die Karriere des Ausnahmekünstlers, der in Bari zunächst ein Klavierstudium abschloss, bevor er in Mailand Dirigieren und Komposition studierte, nahm Fahrt auf, nachdem er 1967 den renommierten Guido Cantelli Dirigentenpreis gewann. 1971 debütierte er auf Einladung Herbert von Karajans bei den Salzburger Festspielen und bei den Berliner Philharmonikern. Eine glanzvolle Ära von fast 20 Jahren hatte der Maestro an der Mailänder Scala. Und die Wiener Philharmoniker schätzen den italienischen Stardirigenten so sehr, dass sie ihn sieben Mal für ihr traditionsreiches Neujahrskonzert verpflichtet haben. Kirsten Liese gratuliert zum 85. Geburtstag des Dirigenten mit einem Porträt.
Bei den Salzburger Festspielen feiert Bizets "Carmen" ihre umjubelte Rückkehr. Im Mittelpunkt der Premiere: Asmik Grigorian, die erstmals die Titelrolle der berühmten Oper übernimmt. Elisabeth von Kalnein über die Premiere.
Laages, Michael www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Zum Ausklang der "Ouverture spirituell" bei den Salzburger Festspielen dirigiert Gustavo Dudamel die Wiener Philharmoniker mit Mahlers Sinfonie Nr. 2 auswendig, mit vielen grandiosen Details und leicht übersteuertem Finale.
Ein antiker Mythos ist so schnell nicht auserzählt. Das ist vielleicht keine neue Erkenntnis, war aber in Salzburg ganz unmittelbar und eindrücklich mit der konzertanten Aufführung der Oper "Passion" von Pascal Dusapin zu erleben.
Bizets "Carmen" zählt zu den beliebtesten und meistgespielten Opern. Bei den Salzburger Festspielen ist sie ein seltener Gast. Nun kehrt "Carmen" aber zurück - und Starsopranistin Asmik Grigorian gibt ihr Rollendebüt.
Mit der Zweier-Komödie „Romeo und Julia an der Jukebox“ und der großen Produktion „Cabaret“, einem Musical über das Berlin der 1920er Jahre, und in eigener Regie eröffnete Frank Martin Widmaier die erste Spielzeit. Hausautor Kai O. Schubert entwickelte den Stadtspaziergang „Polizeiruf Eisleben“, bei dem die ganze Stadt zur Theaterbühne wird. Für Kinder gab es die Stücke „Das kalte Herz“ und „Was rappelt in der Kiste“ und auch der Tag des Grundgesetzes wurde am Theater begangen. Die zentrale Feier im Land Sachsen-Anhalt am 23. Mai richteten das Theater Eisleben und die Stiftung gegen Rassismus aus. Zum Ende der ersten Spielzeit inszenierte Frank Martin Widmaier „Münchhausen. Das MusiKal“. Uraufführung war am 6. Juni im Europa-Rosarium in Sangerhausen. Ein bewußtes Signal, sagt der Intendant. „Mit der Uraufführung in Sangerhausen schlagen wir eine Brücke in die Region. Wir möchten damit zeigen, daß unser Regionaltheater überall im Landkreis Mansfeld-Südharz zu Hause ist“. Am 19.06. feierte „Münchhausen. Das MusiKal“ Premiere im Theater Eisleben und kommt am 27.06. noch einmal zu Aufführung. Vor der Sommerpause gibt es dann am 4. Juli das große Theatersommerfest im Theatergarten. Für die kommenden Spielzeit sind weniger Premieren geplant, dafür aber wird eine lange vakante zehnte Stelle im Schauspiel wieder besetzt. Mit dem „NEINhorn“ von Marc-Uwe Kling für Menschen ab Vier wird die kommende Saison eröffnet. Enden soll sie mit einem Dokumentartheater über den Zusammenhang von Bergbau und Luther. Damit soll im Juni 2027 auch eine neue Probebühne eingeweiht werden. In Sindelfingen in Baden-Württemberg wurde Frank Martin Widmaier 1962 geboren. Er studierte Evangelische Theologie, Musikwissenschaft und Germanistik in Tübingen, München und den USA. Während des Studiums konzertierte Frank Martin Widmaier weltweit in der Gächinger Kantorei unter Hellmuth Rilling und wirkte in vielen Opernproduktionen der Ludwigsburger Festspiele mit. Sein erstes Festengagement erhielt er ab 1994 mit einer eigenen Inszenierung an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. 1997 wurde er Künstlerischer Produktionsleiter am Berliner Ensemble und übernahm selbige Position mit Verpflichtung zur Spielleitung an der Oper Frankfurt. Ab 1997 inszenierte Frank Martin Widmaier in Wien, Berlin, München, Frankfurt/ Main, Monte Carlo, Freiburg/ Breisgau, Montpellier und Halle/ Saale. Er arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Götz Friedrich, Harry Kupfer, August Everding u.a. zusammen, war Meisterschüler von Ruth Berghaus. Frank Martin Widmaier erarbeitete immer wieder auch verschiedene Produktionen mit aktiv mitwirkenden Kindern und Jugendlichen, um sie an das professionelle Theater heranzuführen und übernahm Lehrtätigkeiten bei den Salzburger Festspielen in der Masterclass für Nachwuchskünstler. Moderation Karoline KnappeRedaktion: Angelika Zapf
(00:31) Das neue Theaterstück der österreichischen Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek wird an den Salzburger Festspielen uraufgeführt. Nun ist «Unter Tieren» bereits in Buchform erschienen. Weitere Themen: (05:39) Chemnitz will mit Festival «Theater der Welt» an Aufmerksamkeit als Europäische Kulturhauptstadt 2025 anknüpfen. (10:07) Bayreuther Festspiele nehmen Eröffnungsprogramm wieder auf, streichen aber an anderer Stelle. (12:04) Raumgreifende Installationen, grossformatige Skulpturen und Malereien an der «Art Unlimited» in Basel. (16:48) Alpines Museum der Schweiz in Bern beleuchtet Geschichte des Sonntagsausflugs in aktueller Ausstellung «Der Sonntagsauflug». (21:23) In Cannes prämierter Hund «Panda» feiert Deutschschweizer Kinostart mit isländischer Tragikomödie «The Love That Remains».
(00:57) Bei den Salzburger Festspielen brodelt es schon länger. Jetzt ist klar: Karin Bergmann wird Interims‑Intendantin der Festspiele. Das hat das Kuratorium gestern mitgeteilt. Bergmann war früher Direktorin des Wiener Burgtheaters. Kann sie die Lage beruhigen? Weitere Themen: (05:31) Kindheit im Ausnahmezustand – in ihrem Roman «Ilaria» erzählt Gabriella Zalapì die Geschichte einer Kindesentführung konsequent aus der Perspektive der achtjährigen Protagonistin. (09:55) Kunst als Collage – das St. Galler Open Art Museum zeigt Kunstwerke von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern, die auf einem Teppich verewigt worden sind. (13:51) Liebe als Naturereignis – in seinem Roman «Liebe» beschreibt Thomas Hettche eine späte Leidenschaft, die im Alter an Kraft gewinnt.
Machtkampf in Salzburg. Intendant Markus Hinterhäuser muss gehen obwohl künstlerische Bilanz und Publikum stimmen. Kommunikationschaos, Egozentrik und Planlosigkeit bedrohen ein zentrales Kraftfeld der europäischen Festspielkultur
Der Streit zwischen Intendant Markus Hinterhäuser und dem Aufsichtsgremium der Salzburger Festspiele ist eskaliert. Wegen "unüberbrückbarer Differenzen" gehen die Festspiele und Hinterhäuser ab sofort getrennte Wege.
Öffentlich ausgetragener Ärger bei den Salzburger Festspielen. Die Protagonisten: Intendant Markus Hinterhäuser und das Kuratorium. Die Zeichen deuten auf einen Machtkampf hin, bei dem es nur Verlierer gibt. Eine Analyse.
(00:59) Wie geht es weiter bei den Salzburger Festspielen? – Nach der Sitzung in Sachen Intendant Markus Hinterhäuser. Weitere Themen: (05:26) Meldung aus der Kultur: Bach-Stiftung St. Gallen erhält Bach-Medaille der Stadt Leipzig 2026. (06:25) Wir entdecken die dänische Dichterin Tove Ditlevsen wieder neu – bis zu ihrem Tod Mitte der 1970er Jahre war sie mit ihrem lyrischen Werk ihrer Zeit voraus. (11:03) Exilerfahrungen – das Buch «Nation of Strangers» der türkischen Autorin Ece Temelkuran. (15:51) Mittelalter in der Zentralschweiz: Ausstellung in Zug beleuchtet Alltag in der mittelalterlichen Zentralschweiz.
Fuchs, Jörn Florian www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Valery Tscheplanowa begeistert ihr Publikum, ob vor der Kamera oder auf der Bühne. Als "Buhlschaft" wurde sie im "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen gefeiert und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, etwa mit dem Kunstpreis Berlin, dem Ulrich Wildgruber-Preis und war 2017 Schauspielerin des Jahres. Geboren und aufgewachsen ist Valery Tscheplanowa im sowjetischen Kasan, kam mit acht Jahren nach Deutschland, begann mit dem Puppenspiel und wechselte dann ins Schauspielfach. Nach ihrer Ausbildung wurde sie Ensemble-Mitglied am Deutschen Theater Berlin, spielte am Schauspiel Frankfurt und am Münchener Residenztheater. Heute ist sie vor allem auch einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Wie viele Kolleginnen und Kollegen hat auch Tscheplanowa für sich das Schreiben entdeckt. 2023 erschien ihr Romandebüt "Das Pferd im Brunnen", dem jetzt ein zweites Buch folgte: "Ist es Liebe". Darüber spricht Valery Tscheplanowa in NDR Kultur à la carte mit Katja Weise.
Mit seinen 24 Jahren hat der Sopranist Dennis Orellana, geboren in San Pedro Sula, in Honduras, enorme Erfolge zu verzeichnen. Vor zwei Jahren gab er sein Debüt an der Mailänder Scala, im Sommer war er bei den Salzburger Festspielen zu erleben und im Anschluss auf Tournee in China mit Soloabenden. Seine Stimme fällt auf, weil sie überhaupt nicht wie ein Countertenor klingt, sondern wie ein weiblicher Sopran. Im höchsten Stimmfach Sopran ist er auf den Bühnen zu erleben und begeistert Publikum und Fachpresse. So gewann er im Frühjahr den Farinelli-Wettbewerb für Countertenöre im Rahmen der Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe, der erste weltweite Gesangswettbewerb für Countertenöre. In NDR Kultur à la carte spricht er mit Beate Scheibe über seine Heimat Honduras, über die Welt des Gesangs und darüber, dass er immer Musik in seinem Kopf hört.
Matthias Schulz ist der neue Intendant der Oper Zürich. Und er ist davon überzeugt, dass die Oper wie Netflix ist, nur besser, weil live. «Kulturplatz»-Host Nino Gadient hat ihn in den ersten Wochen seiner Amtszeit begleitet. Matthias Schulz hat mit 47 bereits eine Bilderbuchkarriere hinter sich: Er ist ausgebildeter Konzertpianist, war Umblätterer bei den Salzburger Festspielen und leitet jetzt die Oper Zürich. In Zürich übernimmt er jetzt ein international renommiertes Haus. Dennoch warten einige Herausforderungen auf ihn: Das Publikum braucht eine deutliche Verjüngung und die Institution Oper kommt nicht los von ihrem Ruf, ein elitäres Haus zu sein. Auch «Kulturplatz»-Host Nino Gadient ist kein grosser Opernfan und hofft darauf, dass ein Blick hinter die Kulissen – gemeinsam mit Matthias Schulz – helfen kann.
Mit Streichquartetten von Dmitri Schostakowitsch war das Cuarteto Casals dieses Jahr bei den Salzburger Festspielen zu erleben. Ende des letzten Jahres hat das spanische Ensemble beim Label "harmonia mundi" die erste Folge seiner Gesamteinspielung aller 15 Quartette des Sowjetrussen veröffentlicht. Jetzt folgt die zweite, mit den Quartetten Nr. 6 bis 12.
Víkingur Ólafsson feiert sein umjubeltes Debüt bei den Salzburger Festspielen. Im Haus für Mozart überzeugt der isländische Pianist dabei mit einem dramaturgisch klug zusammengestellten Programm, das drei Komponisten im Kontext neu beleuchtet.
Revolutionär, romantisch und packend: Bei den Salzburger Festspielen begeistert "Andrea Chénier" von Umberto Giordano das Publikum mit einer glaubhaften Interpretation. Piotr Beczala und Elena Stikhina sorgen für Gänsehaut. Etwas mehr Szene in der konzertanten Aufführung wäre gewinnbringend gewesen.
Der finnische Dirigent Klaus Mäkelä ist der gehypteste Jungstar am Pult. Zurzeit leitet er renommierte Orchester in Oslo und Paris. Wie gut ist Klaus Mäkelä? Antworten gab sein Gastspiel mit seinem künftigen Orchester bei den Salzburger Festspielen.
Teodor Currentzis und sein Orchester Utopia begeisterten bei den Salzburger Festspielen mit einem verspielten Programm. Sie interpretieren Schostakowitschs 2. Klavierkonzert und Mahlers 4. Symphonie mit rhythmischer Brillanz und tänzerischer Leichtigkeit.
Marion Eigl berichtet über einen außergewöhnlichen Abend.
Leibold, Christoph www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Bei den Salzburger Festspielen gestalten der Bariton Georg Nigl und der Cembalist Alexander Gergelyfi die intime Reihe der "Nachtmusiken", die längst Kult ist - und notorisch ausverkauft. Das neues Album gibt einen Eindruck davon. Zu hören ist darauf ein Instrument, das Mozart selbst gehörte und benutzte: Mozarts Clavichord - so auch der Titel des Albums.
Giuseppe Verdis erste Shakespeare-Vertonung "Macbeth" ist ein echter Opern-Thriller, das Psychogramm eines machtgeilen Mörderpaars. Am Wochenende gab's ein Remake der Salzburger Erfolgsproduktion von 2023 - mit Salzburg-Star Asmik Grigorian als eiskalter Lady in Krzysztof Warlikowskis bildgewaltiger Inszenierung. Am Pult der Wiener Philharmoniker stand wieder Philippe Jordan.
Nebel, Hexen, Mord und Finsternis: Giuseppe Verdi's Macbeth verzaubert erneut die Salzburger Festspiele. Mit Wladyslaw Solimski und Asmik Grigorian in den Hauptrollen verspricht die Produktion von Krzysztof Warlikowski düstere Magie.
Seine Vorfahren gehörten zum ungarischen Uradel; sie besassen Herrschaften und Ländereien, hatten Einfluss und waren reich. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die Kommunisten und nahmen der Familie Batthyany Boden und Schlösser. Dem Journalisten Sacha Batthyany blieben aus den glanzvollen Zeiten seiner Gross- und Urgrosseltern nur ein paar vergilbte Stiche, silberne Buttermesser und viel blumenbemalte Keramik. Und die Frage: Was hat die eigene Familiengeschichte eigentlich mit mir zu tun? Es sind die grundlegenden Fragen des Lebens, die ihn als Journalisten an- und umtreiben: Warum handeln Menschen so, wie sie handeln? Batthyany gilt als begnadeter Journalist mit viel Talent. Er schrieb viele Jahre für das Magazin und den Tages Anzeiger (u.a. als USA-Korrespondent); heute publiziert er im Magazin der NZZ am Sonntag. Zum Journalismus fand er rein zufällig: während einer Reise entlang der neuen EU-Aussengrenzen... Die Musiktitel: 1. Tchaikovsky - Violin concerto in D Mayor, Op. 35, I. Allegro moderato Live von den Salzburger Festspielen 1988 - Anne-Sophie Mutter / Wiener Philharmoniker / Herbert von Karajan 2. Bruce Springsteen - The Ghost of Tom Joad 3. Keith Jarrett - The Köln Concert, Live 24.1.1975 4. Radiohead - Fake Plastic Trees (Album: The Bends) 5. Måneskin - Torna a Casa 6. Béla Bartok - Divertimento, BB 118: 3. allegro assai Sandor Végh / Camerata Salzburg Erstsendung: 29.12.2024