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Bei ihr dürfe man immer applaudieren, auch zwischen den Sätzen: die Stargeigerin Julia Fischer liebt es, in Kontakt mit ihrem Publikum zu sein. Beziehungen sind für die 43jährige Münchnerin ein starker Antrieb. So arbeitet Fischer seit Jahren mit denselben Dirigenten und Orchestern. In engem Austausch steht sie auch mit ihren Studierenden – und die Beziehung steht auch im Zentrum, wenn Julia Fischer das Programm für den «Boswiler Sommer» mitkuratiert. Hier lässt sich die Geigerin inspirieren von der Frage, wie verschiedene Komponisten miteinander im Austausch standen. Jene Beziehungsnetzwerke sollen sich im Programm ihres Klassikfestivals spiegeln. Sie selbst wird in Boswil alle Capricen von Nicolò Paganini am Stück solo aufführen – zum ersten Mal überhaupt. Eine Herausforderung in technischer Hinsicht, aber auch eine Einladung, Paganinis «Launen» in ihrer Tiefe zu erfassen. Wie sehr sie es liebt, Werke wieder und wieder neu zu entdecken, und warum diese endlose Detailarbeit ihr die Freude an der Musik wachhält: auch darüber unterhält sich Julia Fischer mit Annina Salis, im Musikmagazin Talk. 01:15 – Talk So etwas wie einen banalen Alltag kennt sie nicht: Zwischen Kinderbetreuung und Unterrichtstätigkeit findet Julia Fischer am Tag vor ihrer Abreise zu den Berliner Philharmonikern auch Zeit für unser Gespräch. 30:10 – Wochenrückblick Themen: Die Beyreuther Festspiele hatten Grosses geplant zum 150-Jahr Jubiläum. Und sagen alles wieder ab. Das gibt auch aus politischen Gründen zu reden. Der russische Dirigent Kirill Petrenko spendet den hochdotierten Preis, den er letzte Woche erhalten hat, für den Wiederaufbau der Ukraine. Und: der südafrikanische Pianist Abdullah Ibrahim ist 91jährig gestorben. (Zeitpunkt der Aufnahme: Freitag, 19.06.26, 12 Uhr) 42:06 – Album- und Reisetipp Zürich in Venedig: Möglich dank einer Hommage an die illegale Partyszene der 1980er und 90er. Initiiert worden war sie von Koyo Kouoh – bis die Kuratorin der Biennale überraschend starb. 48:58 – Musikfrage Warum kommt der Jazz oft ohne Dirigent:in aus, im Gegensatz zum klassischen Orchester?
"Alles neu macht der Juni" - Studierende der Joseph Haydn Privathochschule konzertieren im Rahmen der Serie "Junge Talente im Konzert". Auf dem Programm stehen zeitgenössische Werke renommierter Komponistinnen und Komponisten, sowie Eigenkompositionen der Studierenden. Durch den Abend führt der Rektor der Joseph Haydn Privathochschule, Gerhard Krammer. Sendungshinweis: Radio Burgenland Extra 18. Juni 2026
Giacomo Carissimi gehört zu den wichtigsten italienischen Komponisten des frühen Barocks und gilt als einer der Wegbereiter des Oratoriums. Von Rom aus prägte er die Entwicklung dieser noch jungen Gattung und beeinflusste zahlreiche Komponisten in ganz Europa, darunter auch Marc-Antoine Charpentier. Carissimis Oratorium Jonas ist vermutlich in den 1640er-Jahren entstand. In kaum mehr als zwanzig Minuten erzählt Carissimi hier die alttestamentliche Geschichte des Propheten Jonas: seine Flucht vor Gottes Auftrag, den Sturm auf See, den Aufenthalt im Bauch des Walfisches und schliesslich die Umkehr der Stadt Ninive. Mit einfachen Mitteln erzielt Carissimi eine grosse dramatische Wirkung. Eindrucksvolle Chorszenen schildern den tobenden Sturm, während die Solisten die Handlung vorantreiben und die inneren Konflikte der Figuren sichtbar machen. Besonders bemerkenswert ist die enge Verbindung von Text und Musik, die bereits auf spätere Meister des Oratoriums wie Schütz und Bach vorausweist. In der Diskothek vergleicht Eva Oertle gemeinsam mit dem Cembalisten Thomas Leininger und dem Chordirigenten Raphael Immos fünf unterschiedliche Aufnahmen von Carissimis Jonas.
Für die Live-Sendung der SRF Musikwelle brachten die Dorfspatzen viele neue Stücke mit nach Weggis. Unter anderem führten sie den neuen «Dorfspatzen-Galopp» erstmals im Radio auf. Den Titel haben die Dorfspatzen Oberägeri eigens beim tschechischen Komponisten und Kapellmeister Zdeněk Gurský in Auftrag gegeben. Mit dem «Dorfspatzen-Galopp» wollen die Dorfspatzen Oberägeri beim Schweizerischen Blaskapellentreffen 2026 antreten. Dieses findet vom 11. bis 13. September in Schüpfheim statt. Die Fiirabigmusig lässt den Live-Auftritt der Dorfspatzen Oberägeri am Heirassa-Festival in Weggis noch einmal aufleben.
Ein Leben im Schatten Beethovens: Ferdinand Ries war Schüler, Sekretär und Biograf des Genies. Aber seine 7. Sinfonie klingt nicht nach Fußnote – sondern nach einem Komponisten, der endlich selbst gehört werden will. Von Christoph Vratz.
Was Klassikstars und bekannte Komponisten mit Fußball verbindet, erzählen wir in unserer Miniserie anlässlich der Fußball-WM. Heute geht es darum, wie Moritz Eggert den Fußball in einem Oratorium zelebriert.
Was Klassikstars wie Lang Lang und bekannte Komponisten wie Edward Elgar mit Fußball verbindet, erzählen wir in unserer Miniserie anlässlich der Fußball-WM. Heute: Levy Sekgapane und Lang Lang über ihre Verbindung zum Fußball.
Was Klassikstars wie Lang Lang und bekannte Komponisten wie Edward Elgar mit Fußball verbindet, erzählen wir in unserer Miniserie anlässlich der Fußball-WM. Heute spricht Simon Rattle über seine Verbindung zum Fußball.
Musik und Literatur – bei kaum einem Schriftsteller des 20. Jahrhunderts fließen beide Kunstformen so eng zusammen wie in den Texten von Thomas Mann. Ob er als Essayist über die Opern von Richard Wagner schreibt, ob er in den Buddenbrooks den kleinen Hanno am Klavier fantasieren lässt oder im Davoser Berg-Sanatorium ein ganzes Kapitel dem Hören von Schallplatten widmet – Musik war für Thomas Mann ein „Lebenselixier“. Kein Wunder also, dass er im fortgeschrittenen Alter mit „Doktor Faustus“ einen ganzen Musiker-Roman geschrieben hat, die fiktive Biografie eines Komponisten. In unserer Reihe „Klassiker der Musik-Literatur“ stellt uns das Buch Christoph Vratz vor – für ihn ist „Doktor Faustus“ einer der Meilensteine der Musik-Literatur.
Heute bringen wir die sechste Folge unserer Sendereihe „Chopin in Warschau“. Diesmal besuchen wir die Heilig-Kreuz-Basilika, wo seit dem 19. Jahrhundert das Herz des Komponisten aufbewahrt wird. Warum sich Chopins Herz heute in Warschau befindet, erzählen wir Ihnen in wenigen Minuten. Doch zunächst blicken wir nach Berlin. Artur Rubinstein, Olga Tokarczuk, Witold Gombrowicz, Marian Brandys, Konstanty Ildefons Gałczyński und viele andere bedeutende polnische Künstler waren auf die eine oder andere Weise mit der deutschen Hauptstadt verbunden. Doch die polnischen Spuren in Berlin beschränken sich nicht nur auf Literatur und Kunst. Mehr dazu im Infomagazin.
Heute bringen wir die sechste Folge unserer Sendereihe „Chopin in Warschau“. Diesmal besuchen wir die Heilig-Kreuz-Basilika, wo seit dem 19. Jahrhundert das Herz des Komponisten aufbewahrt wird. Doch zunächst blicken wir nach Berlin.
Christoph Dittrich, Generalintendant der Städtischen Theater Chemnitz, hatte 2015 die Idee, dass Chemnitz sich als Kulturhauptstadt 2025 bewerben sollte, saß später in den vorbereitenden Gremien und war zwei Jahre Interimsgeschäftsführer der Kulturhauptstadt GmbH. 2021 übernahm Stefan Schmidtke. Zusammen gebaren sie bereits damals die Idee sich für die Ausrichtung des Festivals „Theater der Welt“ im Jahr 2026 zu bewerben. Vom 18. Juni bis 05. Juli nun findet es statt, ausgerichtet von den Theatern Chemnitz, der Festival Academy Brüssel und der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH. Deutschlands größtes internationales Festival für zeitgenössische Bühnenkunst wird seit 1981 alle drei Jahre in einer anderen Stadt ausgetragen. An 18 Festivaltagen werden in diesem Jahr in Chemnitz 33 Produktionen von Künstlerinnen und Künstlern aus allen Kontinenten zur Aufführung kommen. Erstmals in der Geschichte des Festivals teilte sich ein neunköpfiges internationales Kuratoren-Team die künstlerische Leitung. Fragen von Identität, Herkunft, Machtverhältnissen und Sichtbarkeit ziehen sich durch zahlreiche Produktionen. Eröffnet wird das Festival am 18. Juni mit „Paper Planet“ des australischen „Polyglot Theatre“ und mit der europäischen Erstaufführung von „Split Tooth: Saputjiji“ von der kanadischen Künstlerin Tanya Tagaq.In Dresden wurde Christoph Dittrich 1966 geboren. Bereits während der Schulzeit erhielt er einen Instrumental-. Gesangs- und Chorleiter-Ausbildung. Von 1986 bis 1991 studierte er an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden Tuba, Gesang und Musikpädagogik. Zudem nahm er Kammermusik-Unterricht in der Meisterklasse von Prof. Ludwig Güttler. 1987 gründete Christoph Dittrich das Blechbläser-Ensemble „Dresden Brass Quintet“, mit dem er zahlreiche Konzert gab, Festivals besuchte und CDs aufnahm. Von 1991 bis 2002 war er Musiker und dramaturgischer Mitarbeiter der Elbland Philharmonie Sachsen und von 2002 bis 2012 deren geschäftsführender Intendant. Ab 2006 gab es eine Zusammenarbeit mit dem Theater Junge Generation Dresden. Christoph Dittrich hielt zudem Gastvorlesungen an der TU Dresden und der Dresden International University und promovierte 2008 im Bereich Musikwissenschaften zu Komponisten der 1960er bis 1980er Jahre. Im gleichen Jahr übernahm er die Leitung der Meissner Burgfestspiele. Mit der Spielzeit 2013/2014 wurde Christoph Dittrich Generalintendant der Städtischen Theater Chemnitz. Er ist über diese Tätigkeit hinaus Vorstandsmitglied des Landesverbandes Sachsen des Deutschen Bühnenvereins, den er von 2010 bis 2019 als Vorsitzender führte. 2020 wurde Christoph Dittrich zum Präsidenten der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gewählt. Moderation: Carsten TeschRedaktion: Angelika Zapf
Erich Wolfgang Korngolds Violinkonzert D-Dur op. 35 verbindet die Klangwelt Hollywoods mit klassischer Virtuosität. Entstanden in den 1940er Jahren, spiegelt es die emotionale Tiefe und den Glanz des Komponisten wider, der zwischen Film und Konzertsaal brillierte. Blind verkostet von Christine Lemke-Matwey, Kai Luehrs-Kaiser und Andreas Göbel. Moderiert von Christian Detig.
Bartók im anonymen New Yorker Hochhaus. Schönberg mit Tennisschläger in Los Angeles. Rachmaninow zwischen Heimweh und Hollywood. In dieser Folge sprechen Uli und Laury über Komponisten im Exil - und darüber, wie sich Fremdsein anhören kann.
Nuendo hat einen Ruf als "die" Post-Production-DAW – doch ranken sich um Steinbergs Flaggschiff zahlreiche Mythen. Ist es nur ein überteuertes Cubase? Kann man damit wirklich Videos schneiden? Und warum nutzen es Komponisten eigentlich für Filmmusik? In diesem Video gehe ich mit 5 verbreiteten Nuendo-Irrtümern ins Gericht. Wir klären ein für alle Mal, was Nuendo kann, wo seine Grenzen liegen und warum der Vergleich zu Pro Tools oder Cubase oft hinkt. Jetzt den Nuendo Workshop buchen: nuendo.sounth.de Wenn ich Dir helfen konnte, freue ich mich über einen virtuellen Kaffee ;-) https://ko-fi.com/timheinrich Zum kostenlosen Cubase-Stammtisch anmelden: subscribepage.io/1D69jt Podcast: https://sounthcast.podbean.com/ https://sounth.de https://www.facebook.com/tim.heinrich.524/ https://www.instagram.com/tim_heinrich/ Facebook Gruppe 'Filmmusik komponieren & Sounddesign': https://www.facebook.com/groups/309751689699537 Perfekte Orchester-Mockup-Balance: Orchestra Guide https://www.sounth.de/orchestra-guide/ 0:00 Intro 0:11 Irrtum 1: Die Videospur-Falle (Videoschnitt vs. Audio-Post) 1:37 Irrtum 2: Nuendo ist nichts für Komponisten 2:14 Irrtum 3: Einfach nur teures Cubase? (Feature-Vergleich) 3:36 Irrtum 4: Der "Pro Tools-Killer" Mythos 5:26 Irrtum 5: Klingt Nuendo besser als Cubase? 6:26 Fazit & Workshop-Hinweis Dieses Video ist auch auf YouTube zu sehen: https://youtu.be/3FREDicAmJg
„Schuld ist der Freischütz“, meint Manuel Gervink mit Blick auf die vielen unbekannt gebliebenen Werke von Carl Maria von Weber. In SWR Kultur gibt der Vorsitzende der Internationalen Carl Maria von Weber-Gesellschaft anlässlich des 200. Todestags des Komponisten einige Hörempfehlungen jenseits der weltberühmten „Freischütz“-Oper. Er spricht von Webers Liedern und Klaviermusik, von der irritierenden Vernachlässigung dieses Repertoires im Konzertbetrieb und sagt: „Am meisten beeindruckt mich die Mühelosigkeit, mit der Weber zu seiner musikalischen Sprache gefunden hat.“
In Polen ist heute Fronleichnam – ein freier Tag, den wir zum Anlass nehmen, die Tagespolitik ruhen zu lassen und uns ganz der Kultur zu widmen. Zunächst reisen wir nach Warschau, auf eine Spurensuche zum berühmtesten Sohn der Stadt: Fryderyk Chopin verließ seine Heimat als junger Mann und kehrte nie wieder zurück – und doch ruht ein Teil von ihm bis heute im Herzen der polnischen Hauptstadt. In der sechsten Folge unserer Chopin-Reihe besuchen wir die Heilig-Kreuz-Basilika, in der seit dem 19. Jahrhundert das Herz des Komponisten aufbewahrt wird – eine Geschichte über Krankheit, Abschied und Erinnerung. Anschließend reisen wir nach Zielona Góra, wo eines der ältesten Kinos Polens seit Jahren auf neues Leben wartet. Vor 105 Jahren als „Kammer-Lichtspiele" eröffnet, erlebte das Haus gefeierte Premieren – und hofft heute auf seine Wiederbelebung. Mehr dazu im Infomagazin.
Hans Werner Henze war einer der bedeutendsten Komponisten Deutschlands: politisch links, intellektuell vernetzt, wohlhabend und stark angefeindet. Eine Spurensuche zu seinem 100. Geburtstag am 1. Juli. Von Holger Preuße und Philipp Quiring.
Hans Werner Henze war einer der bedeutendsten Komponisten Deutschlands: politisch links, intellektuell vernetzt, wohlhabend und stark angefeindet. Eine Spurensuche zu seinem 100. Geburtstag am 1. Juli. Von Holger Preuße und Philipp Quiring.
Genial, unangepasst, visionär: Vor hundert Jahren ist Miles Davis zur Welt gekommen, und noch heute gilt er als Prototyp des Jazzmusikers. Viele seiner Alben sind Meilensteine, einige seiner Bands gelten bis heute als unübertroffen. Was fasziniert die junge Generation an diesem Trompeter und Komponisten? Warum wurden so viele der Sidemen von Miles später selber Bandleader? Und kann man heute überhaupt noch ein Bandleader sein wie Miles Davis es war? Die Trompeterin Sonja Ott und der Schlagzeuger Philipp Leibundgut sind nicht nur mitgeprägt vom Kosmos Miles, sie spielen auch in vielen kleinen und grossen und zum Teil gemeinsamen Bands und kennen die Leiden und Freuden des Musikerlebens. Für die Miles Davis Geburtstags-Jazz Collection bringen sie ihre Miles-Lieblingsmusik mit, diskutieren die Bedingungen von Sidemen und -women damals und heute und plaudern aus dem Nähkästchen ihrer Banderfahrungen – als Gäste von Jodok Hess. Die gespielten Titel: Interpret:in: Titel (Album / Label): - Miles Davis & Gil Evans: My Ship (Miles Davis + 19: Miles Ahead / CBS) - Miles Davis: So What (Kind of Blue / CBS) - Miles Davis: Seven Steps to Heaven - Seven Steps to Heaven (Take 3) (Miles Davis: Seven Steps. The Complete Columbia Recordings 1963-1964 / Columbia) - Miles Davis: My Funny Valentine (The Complete Concert 1964. My Funny Valentine + Four & More / Columbia) - Miles Davis: Pharao's Dance (Bitches Brew / CBS) - Miles Davis: Tutu (Tutu / Warner Bros)
Von Volksliedern bis Kosmosklängen: Leif Ove Andsnes spielt den norwegischen Komponisten und Pianisten Geirr Tveitt. Eine Entdeckung.
Heute sprechen wir zunächst über einen Künstler, der seit Jahren mit Humor, Wärme und großer Sympathie Brücken zwischen Deutschland und Polen baut. Der Kabarettist und Autor Steffen Möller ist mit dem diesjährigen Viadrina-Preis ausgezeichnet worden. Die Europa-Universität Viadrina würdigt damit Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für die deutsch-polnische Verständigung engagieren. Außerdem setzen wir unsere Chopin-Reihe fort und besuchen zwei Orte in Warschau, die das Leben des jungen Komponisten geprägt haben: die Visitantinnen-Kirche, wo Fryderyk Chopin regelmäßig musizierte, und den heutigen Präsidentenpalast – den Ort seines ersten öffentlichen Auftritts als Achtjähriger. Begleitet werden die Reportagen von frühen Werken Chopins, komponiert im Alter von nur sieben Jahren.
György Kurtág, 100 Jahre alt, gilt als einer der einflussreichsten lebenden Komponisten. Seine Musik charakterisieren extreme Konzentration und Verdichtung. Ein Portrait Von Jean-Claude Kuner.
Smetana, Dvořák und Janáček sind die drei naheliegenden Namen, wenn man nach tschechischen Komponisten fragt. Und der Vierte, Bohuslav Martinů, fällt in der öffentlichen Wahrnehmung unfreiwillig zurück. Die Bamberger Symphoniker legen nun eine Gesamteinspielung der insgesamt sechs Sinfonien des tschechischen Komponisten vor. Unter der Leitung von Jakub Hrůša gelingt ihnen herausragendes, findet Christoph Vratz.
György Kurtág, 100 Jahre alt, gilt als einer der einflussreichsten lebenden Komponisten. Seine Musik charakterisieren extreme Konzentration und Verdichtung. Ein Portrait Von Jean-Claude Kuner.
Die Schrammeln und die Dudlerinnen
Das erste elsässische Musikfest wird mit einem denkwürdigen Konzert eröffnet. Auf dem Programm: Mahlers 5. Symphonie und die Tondichtung "Sinfonia Domestica" von Richard Strauss . Beide Werke dirigiert von den Komponisten selbst.
Anton Diabelli war Komponist und einer der bedeutendsten Musikverleger Wiens. Gerade als Verleger prägte er die Musikgeschichte nachhaltig – und das dank einer ebenso einfachen wie genialen Idee: Im Jahr 1819 verschickte Diabelli einen von ihm komponierten Walzer an zahlreiche Komponisten des österreichischen Kaiserreichs mit der Bitte, jeweils eine einzige Variation darüber zu schreiben. Geplant war eine Sammelpublikation für das klavierspielende Publikum – ein musikalisches Gemeinschaftsprojekt voller kurzer, leicht spielbarer Charakterstücke. Die Resonanz war überwältigend. Rund fünfzig Komponisten beteiligten sich an dem Vorhaben, darunter Franz Schubert, Franz Liszt, Johann Nepomuk Hummel, Carl Czerny und Franz Xaver Mozart. Auch Ludwig van Beethoven wurde angefragt. Doch anstatt nur eine einzelne Variation beizusteuern, entwickelte er aus Diabellis schlichtem Walzer einen monumentalen Klavierzyklus: die 33 Diabelli-Variationen – ein Werk von schier unerschöpflichem Ideenreichtum und heute ein Höhepunkt der Klavierliteratur. Diabellis Einfall wirkte weit über seine Zeit hinaus. Bis heute inspiriert der unscheinbare Walzer Komponistinnen und Komponisten zu immer neuen Variationen und musikalischen Deutungen. Genau diesem faszinierenden Kosmos widmet sich die aktuelle «Diskothek». Im Zentrum stehen verschiedene Interpretationen von Beethovens Diabelli-Variationen, aber auch den Variationen von Franz Schubert, Franz Liszt und Johann Nepomuk Hummel, die aus demselben Thema ganz eigene Klangwelten erschaffen haben. Zudem schlagen wir den Bogen bis in die Gegenwart mit einer zeitgenössischen Variation von Jörg Widmann. Was macht eigentlich eine gelungene Variation aus? Wie verwandelt man ein einfaches musikalisches Thema in ein eigenständiges Kunstwerk? Gäste bei Eva Oertle sind der Pianist Oliver Schnyder sowie der Organist, Dirigent und Komponist Rudolf Lutz. Für die Diskothek hat Rudolf Lutz eigens zwei neue Variationen komponiert, die er gemeinsam mit Oliver Schnyder live in der Sendung aufführen wird.
Vor einem Jahr ging in der Basler St. Jakobshalle der ESC über die Bühne. Dabei waren die Fans voll des Lobes für die Halle. Und in Basel hoffte man, dass der ESC eine Kehrtwende für die Halle werden würde. Doch dem ist nicht so. Ausserdem im Magazin: (00:03:33) ZH: Ensemble-Psychologin im Schauspielhaus Es ist eine Premiere der etwas anderen Art: Das Zürcher Schauspielhaus stellte im vergangenen Sommer eine Ensemble-Psychologin an. Das gibt es sonst kaum im deutschsprachigen Theaterraum. Die Psychologin ist selber Schauspielerin und gleichzeitig neu eben auch Psychologin für ihre Kolleginnen und Kollegen. (00:06:23) LU: Das Luzerner Wagner Museum arbeitet die eigene Geschichte auf Dass Richard Wagner Antisemit war, ist zwar nicht neu - die Stadt Luzern und das Richard Wagner Museum haben dennoch die Luzerner Wagner-Geschichte wissenschaftlich auf antisemitische Bezüge untersuchen lassen. Ein Bericht zeigt, dass der Antisemitismus des Komponisten "sehr deutlich und unmissverständlich" war. Auch die Museumsgründung in den 1930er-Jahren habe in einem belasteten Umfeld stattgefunden. (00:09:31) AG: In Bünzen wird seit 50 Jahren gekneippt Sebastian Kneipps 5-Säulen-Lehre (Wasser, Ernährung, Bewegung, Kräuter und Lebensordnung) ist ein wenig in Vergessenheit geraten. Es gibt heute noch landesweit 14 Kneipp-Vereine. Die Wasserkur aus dem 19. Jahrhundert hat aber immer noch eine Vielzahl von Anhängerinnen und Anhängern. Den meist pensionierten Kneipp-Anhängern in Muri scheint die Kur gut zu bekommen. (00:12:19) BE: Die helfenden Hände am Eidgenössischen Musikfest in Biel Es ist das Highlight der Blasmusik-Fans - das Eidgenössische Musikfest in Biel. Um das Fest mit 25'000 Musizierenden aus der ganzen Schweiz zu stemmen, braucht es Hunderte Freiwillige. Auch 15 Personen vom Deutschen Blasmusik-Verband packen mit an.
Der Luzerner Regierungsrat muss einen Bericht über die Angebote in der Schuldenberatung erstellen und allfällige Lücken erfassen. Der Kantonsrat hat sich für eine solche Analyse ausgesprochen. Die Regierung setzt dafür 50'000 Franken aus dem Lotteriefonds ein. Weiter in der Sendung: · Das Richard Wagner Museum in Luzern thematisiert den Antisemitismus des Komponisten in einer neuen Sonderausstellung. · FCL-Trainer Mario Frick verabschiedet sich von den Fans nach dem letzten Heimspiel.
Die Stadt Luzern und das Richard Wagner Museum haben die Luzerner Wagner-Geschichte wissenschaftlich auf antisemitische Bezüge untersuchen lassen. Ein 58-seitiger Bericht zeigt, dass der Antisemitismus des Komponisten «sehr deutlich und unmissverständlich» war. Weiter in der Sendung: · Ja oder Nein zur «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Initiative? Polit-Exponenten aus Uri und Zug sind unterschiedlicher Meinung. · Jetzt kommt es gut!, heisst es von der Armee zur neuen Problemdrohne. Ein Besuch am Hauptstandort Emmen.
Great Shorties: "Die Klasse" – von Ingo Cesaro(Hördauer 16 Minuten)Ingo Cesaro, lebt als Schriftsteller, Herausgeber, Handpressendrucker und Galerist in Kronach.Über 300 Einzelveröffentlichungen und Mitarbeit an unzähligen Anthologien und Sammelbänden. Ich habe 180 Editionen, teilweise mit Originalgrafik herausgegeben. Enge Zusammenarbeit mit Malern und Grafikern, die sich in Küsntlerbüchern, bibliophilen Editionen, Pop up poetry art, Buch- Objekten und Einzelblattdrucken und Ausstellungen "Buch an der Wand" niederschlug. Enge Zusammenarbeit mit Komponisten und Musikern. Tingeln mit "Japp & Texte"; "Saxophon und Lyrik"; "Vertanzte Gedichte" und Minimalmusik & Dreiezeiler. Als Galerist fast 30 Ausstellungen mit Grafiken von Günter Grass, bis nach Süd-Ungarn, organisiert. Dazu auch Ausstellungen von Gottfried Wiegand, Christoph Meckel, Eberhard Schlotter, Wilhelm Schramm und Brother in Art und vielen anderen. Gründet den Verein "Regionale Kunstförderung Kronach e. V. und deren 1. Vorsitzende. Z. B. im moment "Cesaros temporäre Galerie im Impfzentrum Kronach" mit über 140 Arbeiten von über dreißige Künstlerinnen und Künstler. Startet die "Cranach City ART Galerie. Organisiert internationale Kunst-Projekte, z. B. Intern. Lucas-Cranach- Preis; Intern. Vogelscheuchen-Wettbewerb; intern. Kunstprojekt "HolzART", bisher 22 x; Mitwitzer-Künstler-Markt 15 x; Kunstmesse "ARTkronach" 37 x Intern. mail-art-Projekte(selbst als mail-art-artist intern. mit typografischen Arbeiten unterwegs). Organisiert intern. Literatur-Projekte z. B. " Kronach/Bayern - Hauptstadt der Poesie - tausend Gedichte für eine Stadt", "900 Jahre Schwabach - und kein bisschen alt". Organisiert nachhaltige Literatur-Projekte immer verbunden mit einer Setz- und Druckwerkstatt "wie zu Gutenbergs Zeiten" (mit der einzigen "mobilen" Handpresse im deutschsprachigen Raum) an Schulen und Universistäten im In- und Ausland. Mitglied: VS (ver.di); die KOGGE, Deutschschweizer P.E.N.; Deutsche Haiku-Gesellschaft; regensburger Schriftsteller Gruppe Intern. RSGI (deren Vize seit 1998); Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik GZL.in Kronach: Botschafter, Stiftungsrat der Bürgerstiftung "Historisches Kronach"; Mitglied im Gremium "Kronacher Sommer" und "Kreiskulturring" Mitglied im Arbeitskreis "Lucas Cranach".Wenn Ihnen dies gefallen hat, hören Sie doch auch einmal hier hineinSprecher, Schnitt und Realisation: Uwe Kullnick
In der eisigen Stille des Planeten Persephone bricht das Raumschiff Hope-01 durch dichte Schneestürme und kracht in eine unberührte Landschaft aus zerklüfteten Gletschern und verlassenen Ruinen. Astronautin Ariane kämpft sich nach der Bruchlandung durch die Kälte, ihr Grappling-Haken sirrt durch die Luft, während sie verzweifelt nach ihrem verletzten Partner Thomas sucht. Ein einsames Signal ist ihr einziger Anhaltspunkt in der fremden Weite.In der neuesten Folge von Insert Moin nehmen sich Micha und Pumkin dass Action-Adventure Aphelion vor. Gemeinsam tauchen sie nicht nur tief in die emotionale Liebesgeschichte ein, sondern erklären auch die atemberaubende Erkundung verschneiter Landschaften, intensiven Traversal-Mechaniken wie Klettern und Grappling sowie die dezenten Stealth-Einlagen vor einer mysteriösen Bedrohung. Spannend außerdem: Don't Nod hat das Spiel in Kooperation mit der European Space Agency entwickelt.Besonders hervorzuheben ist außerdem der Soundtrack von Amine Bouhafa, dem César-prämierten Komponisten, dessen filmische Tracks eine immersive Atmosphäre schaffen und das Spiel zu einem der Soundtrack-Highlights des Jahres machen - mit klaren Echos an den Film Interstellar in der epischen Raumfahrt-Narrative und emotionalen Tiefe. Wer Sci-Fi-Abenteuer mit starkem Sound und kosmischen Vibes liebt, sollte reinhören.Ihr hört im Casts Auszüge aus dem Soundtrack. Kaufen könnt ihr den auf Bandcamp: https://kidkatanarecords.bandcamp.com/album/aphelion-original-game-soundtrackDer im Podcast empfohlene Film ist "Gipfel der Götter": https://www.imdb.com/de/title/tt7014378/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Elsa Dreisig gilt als eine der mitreißendsten und vielseitigsten Sängerinnen ihrer Generation und beweist das auch auf ihrem vierten Solo-Album. 20 Arien von 14 Komponisten, gesungen in sechs verschiedenen Sprachen!
Wandern und Klassische Musik - das klingt erst mal nicht nach einer besonders naheliegenden Kombination. Aber in Bayern gibt es tatsächlich Wege, auf denen man Komponistinnen und Komponisten begegnet.
Die Oper Leipzig widmet dem Komponisten, Sänger und Dirigenten Albert Lortzing, der in Leipzig tätig war, ein Festival. Er war einer der bekanntesten Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts. Was gibt's da zu sehen und zu Entdecken?
Er begleitet uns, schenkt uns romantische Stunden und weckt Sehnsüchte und Fantasien. Sein Silberschein inspiriert bis heute zahllose Dichter, Maler und Komponisten, beschäftigt Filmemacher und Philosophen. Schon seit Urzeiten hat der Mond uns fasziniert. Sein regelmäßiges Werden und Vergehen, das die Menschen als Kreislauf des Lebens deuteten, weckte ihren Wunsch, Phänomene der Natur zu verstehen und den Weltraum zu erforschen. Und daran hat sich bis auf den heutigen Tag nichts geändert.Seit einigen Jahren versuchen immer mehr Menschen, wieder im Einklang mit der Natur zu leben. Da wird gegärtnert mit dem Mond, gebacken und gekocht, gesät und geerntet, geliebt, gebaut, gereist und geheilt mit dem Mond. Und Wissenschaftler bemühen sich immer wieder aufs Neue, Licht in das Dunkel der Mutmaßungen zu bringen und auch die letzten Geheimnisse unseres stillen Begleiters zu entschlüsseln.
Am Montag, den 30. März, erscheint die Aufnahme des Werks mit dem SWR Symphonieorchester und der Solistin Vivi Vassileva unter der Leitung des Komponisten beim Label decurio.
Olivier Messiaen ging hinaus in die Wälder und beobachtete Vögel. Er studierte ihre Stimmen und holte sich von ihnen Anregungen für seine eigene Klangsprache. Unser ZOOM widmet sich der ornithologischen Seite dieses Komponisten.
Elise Hall war eine Pionierin: Um 1900 ist sie als eine der ersten Saxofonistinnen in den USA und Europa aufgetreten. Sie hat namhafte Komponisten beauftragt, für ihr Instrument zu komponieren, unter anderem Claude Debussy.
Engelbert Humperdinck und seine Frau betreten eine Kutsche. Hugo Wolf knallt die Tür der Kutsche zu und stürmt grußlos davon. Die beiden Komponisten sind eigentlich Freunde. Doch sie werden sich nie wiedersehen. Was war da los?
Dirigent, Organist, Cembalist, Improvisator: Rudolf Lutz gehört zu den prägendsten Bach-Interpreten der Schweiz. Als musikalischer Leiter der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen widmet er sich seit mehr als zwei Jahrzehnten der Aufführung und Einspielung des gesamten Kantatenwerks von J.S. Bach. Fast 200 Kantaten hat er bereits dirigiert – jede einzelne mit der Leidenschaft eines Musikers, für den Bach weit mehr ist als ein Komponist: «Bach ist mein Lebenselexier», sagt Lutz. In «Musik für einen Gast» blickt Rudolf Lutz auf ein vielseitiges Musikerleben zurück. Über 40 Jahre war er Organist an der St. Laurenzenkirche in St. Gallen, wurde für seine Auseinandersetzung mit Bachs geistlicher Musik mit einem Ehrendoktor der Theologie ausgezeichnet und hat sich als Improvisator und Vermittler einen Namen gemacht. Im Gespräch mit Eva Oertle spricht Rudolf Lutz über seine musikalischen Wurzeln und die prägende Rolle seiner englischen Grossmutter. Er erzählt von seinem Weg zur Musik, der über eine Ausbildung zum Primarlehrer führte – und von der Vielseitigkeit, die sein künstlerisches Leben bis heute bestimmt. Er spricht über Inspiration und Zweifel, über Glauben, Familie und das Älterwerden – und darüber, was Musik für ihn im Innersten bedeutet. Neben einer Arie von Bach bringt Rudolf Lutz auch ein englisches Volkslied in der Bearbeitung von Benjamin Britten mit, eine Jazzaufnahme von Benny Goodman, einen Sinfoniesatz von Brahms und Musik, die er im Dialog mit Texten von Klaus Merz selbst geschrieben hat: «Bilder von Leben und Tod», ein Werk, das noch eine weitere Seite von Rudolf Lutz zeigt – die des Komponisten. Die Musiktitel - Johann Sebastian Bach: Die Seele ruht in Jesu Händen, BWV 127 Nr. 3 (J.S. Bach-Stiftung St. Gallen; Julia Doyle, Sopran; Rudolf Lutz, Leitung) - Benjamin Britten: Come you not from New Castle (Peter Pears, Tenor; Benjamin Britten, Klavier) - Rudolf Lutz: Feuerverlauf, aus «Bilder von Leben und Tod», mit Texten von Klaus Merz (Sonus Quartett) - Louis Prima: Sing, Sing, Sing (Benny Goodman & His Orchestra, Live in Stockholm 1970) - Johannes Brahms: 4. Satz aus Sinfonie Nr. 1 c-Moll (Tapiola Sinfonietta; Mario Venzago, Leitung)
Krieg und Frieden - das ist ein Thema, mit dem sich auch klassische Komponisten immer wieder beschäftigt haben. Joseph Haydn etwa schrieb seine "Militärsymphonie". Unklar ist, welche Absicht er damit verfolgte.
Fake-Orchester, erfundene Komponisten und eine Pianistin, deren Aufnahmen zu gut waren, um wahr zu sein: Dreiste Schwindel und folgenreiche Scherze haben in der Klassikwelt eine lange Tradition.
Für viele seiner Zeitgenossen war Beethovens Musik laut, grell, bizarr. Und so entzündete sich an seinen Werken fortan die Fantasie der Kritiker und Schriftsteller. Wiebke Matyschok sprach mit dem Dirigenten Roger Norrington über die Vierte Symphonie, welche einen anderen Komponisten zum Verfassen eines Romans inspirierte.
Mit Erwartungen an zeitgenössische Komponisten konnte sich Wilfried Hiller schon als Student nicht identifizieren. Ein Liebesliederverbot? Nicht mit ihm. Er ging seinen eigenen Weg. Ein Gespräch über sein Leben.
Vom Außenseiter zum Star: Das Saxofon hat eine irre Karriere hingelegt. Eigentlich mal für die Klassik gedacht, wurde es dort lange skeptisch beäugt - bis Komponisten wie Debussy und Ibert auf seinen einzigartigen Sound kamen.
Sebastian Meyer ist Komponist zeitgenössischer Musik und hat je einen Master in Musiktheorie und Komposition. Ausserdem schreibt er Musik für die Basler Fasnacht. Irgendwann hat er festgestellt, dass ihm das Komponieren allein nicht reicht. Darum macht er jetzt noch eine Lehre als Papiermacher. Sebastian Meyer ist ein musikalischer Senkrechtstarter. Schon mit zwölf Jahren entdeckt er die zeitgenössische Musik. Gleichzeitig lernt er Piccolo und begeistert sich für die Basler Fasnacht. Rasch beginnt er zu komponieren. Sowohl zeitgenössische Musik wie auch Fasnachtsmusik, die bei ihm weit über die traditionellen Piccolo-Märsche hinausgeht. Die Begegnung mit dem Fasnachtserneuerer und Komponisten Bernhard Batschelet bereits als Teenager und die mit seinem Lehrer Erik Oňa während des Studiums sind prägend und machen aus ihm einen Komponisten zeitgenössischer Musik und spezieller Fasnachtsmusik gleichermassen. Von seinen Prägungen und Begegnungen, von der zeitgenössischen Musik und den Möglichkeiten der Fasnachtsmusik und von seiner ganz anderen Welt als Lehrling des Papiermacherhandwerks an der Basler Papiermühle erzählt Sebastian Meyer am Vorabend der Basler Fasnacht 2026 im Gespräch mit Gastgeber Michael Luisier. Die Musiktitel: - Bernhard «Beery» Batschelet: Lumpensammler (Museumsgruppe) - Elnaz Seyedi: Felsen unerklärlich (The Monochrome Project; Marco Blaauw, Leitung) - Igor Strawinsky: Larghetto & Moderato, aus Cinq doigts (Idil Biret, Klavier) - Igor Strawinsky: Moderato & Larghetto, aus Eight instrumental miniatures (Canadian Broadcasting Symphony, Toronto; Igor Strawinsky, Leitung) - Erik Oña: Fünf Lieder (Thürmchen Ensemble: Truike van der Poel, Mezzosopran; Caspar Johannes Walter, Violoncello) - Morton Feldman: Crippled Symmetry (Ausschnitt) (Eberhard Blum, Flöte/Bassflöte; Nils Vigeland, Klavier/Celesta; Jan Williams, Glockenspiel/Vibraphon)