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Wer vom Liedgesang spricht, kommt um den 1925 in Berlin geborenen Dietrich Fischer-Dieskau nicht herum. Allein Schuberts "Winterreise" hat er sieben Mal im Plattenstudio aufgenommen! Sein künstlerisches Erbe füllt hunderte CDs. Zum 100. Geburtstag erscheinen umfangreiche Editionen. Als Opernsänger triumphierte der Künstler vor allem in seinen Stammhäusern, München und Berlin, während das Wiener Publikum stets reserviert blieb. Im Podcast zeichnet Wilhelm Sinkovicz ein Portrait Fischer-Dieskaus und würdigt seine singuläre Stellung als Interpret der großen Lied-Komponisten von Schubert bis Hugo Wolf, aber auch sein Engagement für die zeitgenössische Musik, für die er Bahnbrechendes geleistet hat.
Konstantin Krimmel wird als Sänger für seine klare Diktion und intellektuelle Durchdringung geschätzt. Über seinen späten Entschluss, Sänger zu werden, spricht er mit Grit Schulze, wie über Sport und Liedgesang.
Dorothea Röschmann liebte schon als kleines Mädchen Mozarts Opernfiguren, und feiert mit diesen Rollen dann auch folgerichtig ihre größten Erfolge. Inzwischen prägt ihr warmer, geschmeidiger Sopran das Operngeschehen an allen großen Häusern der Welt: Von Mailand bis New York, von London bis Paris, und löst da, egal ob in ausschweifender Oper oder intimem Liedgesang immer Gänsehaut-Momente aus.
Der deutsche Sänger Julian Prédardien befindet sich seit 16. Oktober auf Schubert-Residenz in Wien. An für Liedgesang ungewöhnlichen Orten singt er Franz Schuberts und Wilhelm Müllers Liederzyklus "Die schöne Müllerin". Begonnen hat Julian Prégardien im Café Korb. Gestern Abend hat Musikchefin Ursula Magnes das Finale im Sconarium in Bad Schönau in der Buckligen Welt erlebt.
Die neue CD „Forbidden Fruit“ des Baritons Benjamin Appl ist auf dem Markt. Sie erzählt und kommentiert in Liedern die Geschichte aus dem Alten Testament. Ein Konzeptalbum, mit dem Appl eine Brücke zwischen den Generationen schlagen will. Musik lebendig und erlebbar zu machen, dieses Ziel verfolgt er nicht nur mit seiner neuen CD, sondern auch bei den diesjährigen Ludwigsburger Schlossfestspielen, bei denen er mit Schuberts Winterreise gastiert. Was den Liedgesang für ihn so besonders macht, darüber spricht er unter anderem im Gespräch mit SWR2.
Berühmt geworden ist Dietrich Fischer-Dieskau mit einer Nischenkultur, dem Liedgesang. Mit seiner Textverständlichkeit und seinem Nuancenreichtum setzte er Maßstäbe.
Für den Liedgesang oder die Oper gilt fast ausnahmslos, dass das Werk in der Sprache, in der es ursprünglich geschrieben wurde, auch gesungen werden soll. Ganz besonders gilt dieses Prinzip für die musikdramatischen Werke Richard Wagners. Wagner selbst unternahm einen einzigen Versuch, eine seiner Opern ins Französische zu übertragen und in Paris aufzuführen. Dies sollte ihm freilich nicht gut bekommen.
Das Singen liegt in der Familie. Aber Florian Boesch, in dieser Saison Porträtkünstler der Elbphilharmonie, macht mit seiner ganz besonderen Singstimme vieles ganz anders als seine berühmte Großmutter Ruthilde Boesch und sein ebenso berühmter Vater Christian Boesch. Kaum Oper, hauptsächlich Oratorien- und Liedgesang, und das mit einer beispiellosen Intensität und Fülle an Nuancen im Ausdruck. Im »Elbphilharmonie Talk« erzählt Florian Boesch über seine etwas unfreiwillige erste Gesangsstunde bei der Oma in Wien, und er spricht über die maßlose Einsamkeit und Freiheit des Sängers am Abend jeder Vorstellung um 19.30 Uhr. Er erklärt, warum er sich weltweit für Ernst Kreneks »Liederbuch aus den österreichischen Alpen« einsetzt und welche Programme das Publikum in seiner Residenz sonst noch erwarten. Im Gespräch geht es auch um sein Verhältnis zum It-Dirigenten Teodor Currentzis und um das Erweckungserlebnis Nikolaus Harnoncourt, den Boesch »der Meister« nennt. Und er beteuert, dass die große Verbundenheit mit der Sopranistin Anna Prohaska rein gar nichs damit zu tun hat, dass schon ihrer beider Großeltern miteinander musiziert haben. Das wusste er nämlich gar nicht.
Manche nennen ihn liebevoll den "Fischer-Dieskau" des Ostens, andere gar als Bariton-Soubrette. Fakt ist: In den 80er Jahren avanciert Siegfried Lorenz zum Ersten Bariton der Berliner Staatsoper, wo er als Wolfram von Eschenbach in Wagners "Tannhäuser" allein über 50mal auf der Bühne steht. Doch die politische Wende in der DDR führt zu großen Einschnitten in seiner beruflichen Laufbahn. Wieso er dennoch immer wieder so handeln würde, wie er es getan hat, erzählt der geschätzte Opern- und Liedsänger u.a. im Gespräch mit Bernhard Hansky.
Er war Mitglied im Ensemble der Oper Frankfurt und erster lyrischer Tenor am Opernhaus in Gelsenkirchen. Seine Domäne aber war und ist der Liedgesang. Für diese eher intime, stille Kunst sammelte Christoph Prégardien Anerkennungen und Auszeichnungen und Schallplattenpreise im In- und Ausland. (Wdh. vom 03.04.2019)
Lange hat sich die Mezzosopranistin El?na Garan?a ausschließlich auf das Opernrepertoire konzentriert. Nun widmet sie sich zum ersten Mal dem Liedgesang - und setzt sich zugleich mit dem Frauenbild damals und heute auseinander.
Geboren wurde er 1988, zwei Jahre vor der Wende, in der - so hieß sie bald darauf - "Heldenstadt" Leipzig. Hier ging er zur Schule, war Mitglied des weltberühmten Thomanerchores und entschloss sich nach dem Abitur, Gesang zu studieren - an der Musikhochschule Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig
Dietrich Fischer-Dieskau ist vielleicht auch nicht allen U30-Musikfans gegenwärtig, trotzdem war er es, der den klassischen Liedgesang geprägt hat, ihn verfeinert und auf ein Niveau gehoben hat, an dem sich heute jede und jeder messen lassen muss. Annika Täuschel mit einem Porträt zum 95. Geburtstag des Sängers.
Die Leidenschaft für seinen Beruf treibt den Bariton Thomas Hampson immer wieder an. Vor allem die Welt der Lieder hat es ihm angetan. Im Interview mit BR-KLASSIK verrät Thomas Hampson, warum er immer wieder an seine Grenzen geht, und dass es eine Nonne war, die seine Liebe zum Liedgesang weckte.
Am 8. September startet in München das fünftägige Kunstlied-Festival HIDALGO, dessen Konzerte im Friseuersalon oder in Szene-Clubs stattfinden. Das Konzept ausgedacht, haben sich kreative Köpfe um den BWL-Studenten und ausgebildeten Konzertsänger Tom Wilmersdörffer. Im Interview verrät er unter anderem, wofür HIDALGO steht und mit welchen anderen Kunstformen der Liedgesang bei diesem Festival kombiniert wird.
Die Stimme für Erfolg - Der stimmige Podcast mit Beatrice Fischer-Stracke
Mezzosopran/Alt, Lied, Konzert, Oper: barocke und zeitgenössische Musik; experimentelles Musiktheater (Mathis Nitschke). Eigene Konzertreihe: kunst.salon auf wanderschaft (zusammen mit Monika Lichtenegger und Michel Watzinger): Musik und Literatur verbinden, neue Interpretationen und Kompositionen anregen. Mitglied der Gruppe 3Gesang (mit Ruth Geiersberger, Performance, und Georg Glasl, Zither): Verbindung von zeitgenössischer und bayr. Volksmusik Dozentin für Ariengestaltung am Masterstudiengang Musiktheater an der August -Everding-Akademie, München. Stimmbildnerin beim Münchner Mädchenchor Nach der Musikhochschule München nahm sie Engagements an verschiedenen Opernhäusern an, widmete sich aber auch gleichermaßen dem Konzert- und Liedgesang. Die Mezzosopranistin arbeitete mit Dirigenten wie Enoch zu Guttenberg, Helmuth Rilling, Armin Jordan, Alicja Mounk, Paul Goodwin und Constantinos Carydis und war Gast u.a. beim Rheingau-Musikfestival, den Internationalen Festwochen in Stuttgart, dem Osterklang Wien und dem International Festival of Music in Bath/England. Martina Koppelstetter ist eine gefragte Interpretin für zeitgenössische Musik. Sie war wiederholt Gast bei der Münchener Biennale für modernes Musiktheater und trat bei Konzerten der Reihe „das neue werk“ des NDR in Hamburg, beim A.Devantgart-Festival und bei „musica viva“ des BR in München auf, sowie bei den Tagen für Neue Musik in Darmstadt und Witten. Sie gastierte am Stadttheater Klagenfurt, Theater Ulm, Tiroler Landestheater und am Staatstheater am Gärtnerplatz, München, dem Sie von 2003 bis 2007 als Ensemblemitglied angehörte. Dort war sie u.a. als Dorabella, Hänsel, Suzuki, Orlofsky, Nancy und Frau Reich zu hören und arbeitete mit Regisseuren wie Claus Guth, Doris Dörrie und Katharina Wagner. In der Saison 2012/13 debutierte Martina Koppelstetter an der Opéra National de Montpellier mit „What next?“ von E. Carter und „Jetzt“ von Mathis Nitschke, sowie als „Fili“ in Händels „Acis and Galatea“ am Théâtre des Champs-Élysées, Paris, und dem Theater an der Wien. Im Sommer 2015 u.a. erarbeitete sie mit Mathis Nitschke dessen interaktive Kurzoper im öffentlichen Raum „Viola“ in der Titelrolle, im Rahmen des Festivals „pasing by“ in München. Eine Fortsetzung dieses Aufsehen erregenden Konzeptes bildete „Katharina“ im September 2016 im Rahmen von „München dezentral“. (katharina.mathis-nitschke.com). 2017 wird sie in nun die „Maya“ im gleichnamigen Werk des Komponisten verkörpern. Eine enge Zusammenarbeit verbindet die Künstlerin auch mit dem Ensemble für Alte und Neue Musik Così facciamo. Hier war sie als Herzog Polinesso in Händels „Ariodante“ und als Sorceress in „Dido & Aeneas“ von H. Purcell zu hören sowie als Messagiera und Proserpina in „L'Orfeo“ und als Ottavia in „L'incoronazione di Poppea“ von C. Monteverdi. Mit dieser Partie war sie zuletzt 2016 u.a. im Münchener Cuvilliéstheater zu erleben. Zu ihren Einspielungen zählen die „Petite Messe Solennelle“ von Gioacchino Rossini, die „h-moll-Messe“ von Bach, „Der kleine blaue Bergsee“ und „Peter Pan“ von Wilfried Hiller (Deutsche Grammophon) und eine Reihe von Liedaufnahmen mit Werken von R. Schumann, B. Britten, R. Spring und J. Sibelius beim HR und BR. Martina Koppelstetter arbeitet als Gesangspädagogin u.a. beim Münchner Mädchenchor und hat eine Dozentur für Ariengestaltung im Masterstudiengang Musiktheater an der Bayerischen Theaterakademie inne. Buchempfehlung: „Strudlhofstiege“ von Heimito von Dodoerer „Alles hat seine Zeit“ Ole Knausgard „Warum ich fühle, was du fühlst“ Joachim Bauer Kontakt: www.koppelstetter.com