Wir sprechen mit Künstlern, wir berichten über Konzerte und Festivals im Sendegebiet, kommentieren aktuelle Entwicklungen im Musikleben, stellen Neues vom Musikmarkt vor, spüren Trends in den digitalen Medien auf und hören vor allem viel Musik.

In der neuen Folge ihrer Kolumne "Versteckte Gefahren der klassischen Musik" fragt sich die Schriftstellerin und Performerin Mara Genschel: Was versteht man in der klassischen Musik unter Junk? Denn dass die offenbar so unantastbare "holde Kunst" oft zugemüllt wird, steht außer Frage. Aber anders als die Fastfood-Pizza von nebenan wird sie weder kalt noch alt.

„Ich möchte die Hörerinnen und Hörer dazu ermuntern, in die unperfekten Bereiche des Suchens wiedereinzusteigen“, sagt die Berliner Schriftstellerin und Performerin Mara Genschel über ihre SWR Kultur-Kolumne „Versteckte Gefahren der klassischen Musik“. Die gibt es in alphabetischer Reihenfolge, von AB wie Anton Bruckner über den Ton Cis und D wie Drogen, E wie Eichendorff oder F wie Fehler – mittlerweile ist die Kolumne beim Buchstaben J angelangt. SWR-Musikredakteur Rafael Rennicke klärt im Gespräch mit Mara Genschel, was und wer hinter den „Versteckten Gefahren der klassischen Musik“ steckt.

Vor 400 Jahren ist der Lautenist John Dowland gestorben. Er gilt als „Meister der Melancholie“, weil er so viel traurige Musik komponiert hat. Warum das so ist? Stefanie Bilmayer-Frank hat eine Vermutung.

Historisches Cembalo oder modernes Klavier – bei Bachs Kompositionen für Tasteninstrumente ist das für viele Hörer*innen eine wichtige Frage. Man könnte da auch einfach mit Rio Reiser antworten: „Das alles und noch viel mehr …“ Denn warum sollte man bei Bach auf irgendeine Option verzichten, wenn es musikalisch Sinn ergibt und Freude macht? Jetzt ist ein neues Album mit den „Goldbergvariationen“ in sehr überraschender Trio-Besetzung erschienen. Albrecht Selge hat es sich angehört.

Es geht ein neuer Geist um in der Welt: die KI – mal Freund, mal Feind. Die Künstliche Intelligenz macht auch vor der Wissenschaft nicht Halt, auch nicht vor wissenschaftlichen Fachbüchern. Seit einiger Zeit verkaufen zweifelhafte Verlage teure Fachliteratur mit scheinbar neuen Erkenntnissen aus der Musikwelt. Wie man diese Fake-Literatur erkennen kann und welche Folgen KI-Verlage und KI-Bücher haben, beurteilt in SWR Kultur Dr. Stephan Wünsche, Referent für Forschungsdaten und Fachreferent Musik an der Universität Leipzig.

Mainz hat seit letztem Wochenende ein neues Kindermusiktheater. Am Peter-Cornelius-Konservatorium, der größten Musikschule in Rheinland-Pfalz, hat am Sonntag eine neue Abteilung ihren Betrieb aufgenommen – mit einer Aufführung des „Zauberers von Oz“, gespielt von Grundschulkindern für Grundschulkinder. Die Idee dahinter ist so einfach wie selten umgesetzt: nicht Erwachsene, die Kinderrollen spielen, sondern Kinder auf der Bühne, die ihresgleichen begeistern. Mit dabei war auch die neue Chorschule des Konservatoriums. Eva Pobeschin hat sich das angesehen.

Man kann Christophe Rousset, den Cembalo-Schüler von William Christie, durchaus als Lully-verrückt bezeichnen. Ob Konzert oder szenisch Aufführung, er hat inzwischen 14 Lully-Opern aufgeführt und eingespielt. Das ist fast dessen ganzes Opernschaffen. Rousset ist also ein echter Lully-Kenner Jetzt erscheint dessen „Proserpine“ beim Label Château de Versailles Spectacles. Manuel Brug hat sich Christophe Roussets jüngste Lully-Aneignung angehört.

In der Reihe „besondere Konzertorte im Sendegebiet“ geht es heute um einen Ort, der zeigt, wie Kultur im ländlichen Raum lebendig werden kann: Die Halle16 in Sulz am Neckar ist ein Projektraum für Kunst und Kultur, der von ehrenamtlichem Engagement getragen wird. Hier treffen sich Menschen, um gemeinsam Musik zu machen, zu diskutieren, zu gestalten, künstlerisch tätig zu werden – und vor allem: um Gemeinschaft zu erleben. Was diesen Ort so besonders macht, und wie hier Kultur ohne kommerziellen Druck gelingt, das erzählt Adrian Brenneisen.

Dass wir aus der Musikgeschichte weniger Frauen als Männer kennen, die komponiert haben, liegt zum Teil auch in der Natur der Sache – war doch der Zugang zur musikalischen Ausbildung für Männer oft leichter als für Frauen. Maddalena Casulana hat es trotzdem geschafft und die Musik zu ihrem Beruf gemacht. Warum 1568 ein ganz besonderes Jahr für sie war, erzählt der neue Podcast „Zeitenwende 1600: Musik Macht Epoche“.

Zwölf Töne müsst ihr sein, sagte schon Arnold Schönberg, der Sepp Herberger der musikalischen Moderne. Manchmal gehen Fußball und Musik sogar engste Beziehungen ein, etwa bei den „Fußballkonzerten“ von Stephan von Bothmer, die derzeit in Berlin stattfinden. SWR Kultur-Kolumnist Albrecht Selge hat eines besucht und sich seine Gedanken dazu gemacht.

2019 hat sie in Heidelberg den Wettbewerb „Das Lied“ gewonnen. Jetzt kehrt sie dorthin zurück, mit einem Strauss-Recital beim Liedfestival. In SWR Kultur spricht die Sopranistin Nikola Hillebrand über ihre Liebe zur Musik von Richard Strauss, den Spagat zwischen Opern- und Liedbühne und wie es ist, an der Seite von Jonas Kaufmann zu singen.

Die Händel-Festspiele Halle haben eine über 100-jährige Geschichte und seit letztem Jahr einen neuen jungen Intendanten, Florian Amort. Die diesjährige Ausgabe fällt im Jahr der Landtagswahl mit einem besonders mutigen Programm auf. Neben einer neuen Inszenierung von Händels „Rinaldo“, Vorträgen und Kammermusik stehen da auch eine queere Modenschau und eine Drag-Party auf dem Programm. Eva Morlang berichtet.

In der Alten-Musik-Szene gilt sie als Ritterschlag: die Bach-Medaille der Stadt Leipzig. Ob Nikolaus Harnoncourt, John Elliot Gardiner, Sir András Schiff oder Helmuth Rilling – sie alle haben sie erhalten und sich in besonderer Weise um das Werk von Johann Sebastian Bach verdient gemacht. Am 15. Juni wird im Rahmen des Bachfestes Leipzig die Bach-Medaille an die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen verliehen. Die Stiftung widmet sich in einem weltweit einzigartigen Langzeitprojekt der Aufführung der Vokalwerke Bachs. Barbara Paul hat die Bachstiftung in St. Gallen besucht.

Klassische Musik und Fußball – das war schon immer eine Steilvorlage für einen gelungenen Doppelpass. In Jochen Hubmachers Radiostück „Die Schicksalssinfonie – Entscheidung unter Flutlicht“ kommentiert die Reporter-Legende Günther Koch Beethovens 5. Sinfonie, als sei sie ein Fußballspiel.

Markus Merk berichtet über seine Karriere als Zahnarzt und Schiedsrichter, über Fehlentscheidungen und Bestechungsversuche, Versuche am Kontrabass und Selbstdisziplin und Mindset.

Julian Prégardien leitet seit diesem Jahr das Liedzentrum beim Heidelberger Frühling. Die berührenden Geschichten der Kunstlieder will er auf vielfache Weise einem neuen und alten Publikum vermitteln, unter anderem mit einer Flugblatt-Aktion. Auch zum diesjährigen USA-Bezug des Liedfestivals gibt er spannende Einblicke: Warum Schubert am Ende seines Lebens zum Fan der Lederstrumpf-Romane wurde, erzählt der Sänger in SWR Kultur.

Als bislang kleinstes Teilnehmerland der Geschichte ist die karibische Insel Curaçao bei der Fußball-WM mit am Start und trifft gleich im ersten Spiel auf Deutschland. Die Insel vor der Küste Venezuelas hat gerade einmal 156.000 Einwohner – und eine reiche Musik-Kultur: ein Mix unterschiedlichster Kulturen, der viel mehr ist als „nur“ Salsa und Merengue. Ein Porträt der klingenden Insel von Jane Höck.

Joseph Bologne de Saint-George, Sohn einer Sklavin und eines Plantagenbesitzers, war virtuoser Geiger, Fechter, Revolutionsoffizier. Nun gibt es drei CDs, die ihn porträtieren.

Seit fünf Jahren gibt es nun das Netzwerk „Women in Arts and Media“ übersetzt „Frauen in Künsten und Medien“. Es bietet einen Ort zum Austausch, die Bandbreite der Mitgliederinnen reicht von freischaffenden Künstlerinnen bis zu Leiterinnen großer Einrichtungen. Cornelia Lanz ist stellvertretende Vorstandsvorsitzende und erzählt, wie das Netzwerk im Arbeitsalltag unterstützen kann. In München trifft sich das Netzwerk vom 12. – 14. Juni zur Jahrestagung, dort erwarten Besucher*innen Workshops, Panels, und lebendige Gespräche.

Endlich ist es so weit, die Fußball-Weltmeisterschaft wird angepfiffen! Auch SWR Kultur-Glossist René Sydow fiebert mit und schlüpft in die Haut von Friedrich Hermann Schwalbe, seines Zeichens Chefredakteur des Ballsportmagazins "Fowl".

In den Foyers und Briefkästen liegen sie dieser Tage: die Saisonprogramme für 2025/26 und die Festivalbroschüren. Dick vorne drauf: Die Mottos. Sie reichen von ernst, über leicht erotisch bis hin zu blödelnd. SWR Kultur Glossist Albrecht Selge hat ein paar gesammelt.

Archive gelten vielen als Orte der Aufbewahrung, der Ablage und des Stillstands. Tatsächlich sind sie Gedächtnisräume einer Gesellschaft und damit hoch gegenwärtig. Am Tag der Archive öffnen viele Stätten ihre Türen und zeigen, was sie leisten: Sie bewahren Quellen, sichern kulturelles Erbe und machen Vergangenheit erforschbar. Direktor Florian Besthorn berichtet über die Paul-Sacher-Stiftung in Basel. Er erzählt über das Herzstück dieser Stiftung mit den Musiksammlungen des 20. und 21. Jahrhunderts und welche Sammlungen er sehr schätzt.

Das übliche Streichquartettrepertoire auf CDs und in Konzerten beschränkt sich häufig auf die immergleichen großen Werke. Das ist schade – denn links und rechts am Wegesrand liegen echte musikalische Schätze – ein paar davon hat das belgisch-schweizerische Quatuor Avril jetzt ausgegraben und auf einem neuen Album eingespielt. Warum sich das zu hören lohnt, weiß Hannah Schmidt.

Musik und Literatur – bei kaum einem Schriftsteller des 20. Jahrhunderts fließen beide Kunstformen so eng zusammen wie in den Texten von Thomas Mann. Ob er als Essayist über die Opern von Richard Wagner schreibt, ob er in den Buddenbrooks den kleinen Hanno am Klavier fantasieren lässt oder im Davoser Berg-Sanatorium ein ganzes Kapitel dem Hören von Schallplatten widmet – Musik war für Thomas Mann ein „Lebenselixier“. Kein Wunder also, dass er im fortgeschrittenen Alter mit „Doktor Faustus“ einen ganzen Musiker-Roman geschrieben hat, die fiktive Biografie eines Komponisten. In unserer Reihe „Klassiker der Musik-Literatur“ stellt uns das Buch Christoph Vratz vor – für ihn ist „Doktor Faustus“ einer der Meilensteine der Musik-Literatur.

„Schuld ist der Freischütz“, meint Manuel Gervink mit Blick auf die vielen unbekannt gebliebenen Werke von Carl Maria von Weber. In SWR Kultur gibt der Vorsitzende der Internationalen Carl Maria von Weber-Gesellschaft anlässlich des 200. Todestags des Komponisten einige Hörempfehlungen jenseits der weltberühmten „Freischütz“-Oper. Er spricht von Webers Liedern und Klaviermusik, von der irritierenden Vernachlässigung dieses Repertoires im Konzertbetrieb und sagt: „Am meisten beeindruckt mich die Mühelosigkeit, mit der Weber zu seiner musikalischen Sprache gefunden hat.“

Dieses Dornröschen lag 170 Jahre in tiefem Schlummer: Joachim Raffs Märchenoper „Dornröschen“. Am 7. Juni wird es in Stuttgart zum ersten Mal seit mehr als anderthalb Jahrhunderten vollständig aufgeführt. Jörg-Hannes Hahn leitet den Bachchor Stuttgart, die Württembergische Philharmonie Reutlingen und mehrere Gesangssolist*innen. Ulrich Wiederspahn war bei den Proben dabei und berichtet von der Wiederentdeckung einer in jeder Hinsicht märchenhaften Musik.

Im Turm der Herrenberger Stiftskirche verbirgt sich ein besonderes Museum: das größte Glockenensemble Deutschlands, das auch geläutet werden kann. Bis vor drei Jahren war das Museum offen, und man konnte Glockenkonzerte direkt vor Ort miterleben. Mittlerweile ist es aus Brandschutzgründen geschlossen worden. Das aber soll sich möglichst bald wieder ändern. Deborah Kölz war vor Ort und hat mit Mitgliedern des Museumsvereins gesprochen.

Als Komponist verbringt Gordon Kampe erstaunlich viel Zeit damit, immer wieder Dasselbe zu hören. In seiner Kolumne zum „Tag der Wiederholungen“ denkt er über Wiederholungen nach – im Alltag, in der Musik und im eigenen Arbeitszimmer, wo mitunter Hunderte Akkorde um die richtige Lösung konkurrieren.

Die Sinti sind eine der ältesten Minderheiten in Europa. Ein zentraler Bestandteil ihrer Kultur ist die Musik, gesungen und gespielt zu allen Gelegenheiten des Lebens. Gerade im Südwesten Deutschlands ist der sogenannte Gypsy Jazz heute noch sehr lebendig. Am kommenden Wochenende trifft sich die Szene beim alljährlichen Gypsy Guitar Weekend in Stuttgart. Niklas Wandt hat mit den Veranstaltern gesprochen.

Die Oper „El Último Sueño de Frida y Diego“ der US-amerikanischen Komponistin Gabriela Lena Frank wirft einen Blick auf das Künstlerpaar Frida Kahlo und Diego Rivera – und das in ambitionierter Umkehrung des Orpheus- und Eurydike-Mythos. Noch spannender aber: Mit diesem Werk hat eine Oper auf Spanisch Premiere an der Met gefeiert – und das ausgerechnet im kulturell eher auf Abgrenzung bedachten politischen Klima unter Donald Trump. Mit dabei ist auch ein Sänger aus dem SWR-Sendegebiet: der in Ludwigsburg geborene Nils Wanderer. In SWR Kultur berichtet er über seine Erfahrungen.

Vor 16 Jahren ist der deutsche Aktionskünstler, Filmemacher und Regisseur Christoph Schlingensief verstorben. Unter dem Titel „Es ist nicht mehr mein Problem“, widmen die Wiener Festwochen zusammen mit dem Museum für angewandte Kunst, kurz MAK Schlingensief nun erstmals eine umfassende Einzelausstellung in Österreich. Also jenem Land, das er im Jahr 2000 durch seine Aktion „Bitte liebt Österreich“ im Rahmen der Wiener Festwochen auch mitten ins Zentrum seiner gesellschaftlichen Widersprüche geführt hat. Andreas Maurer hat die Schau besucht.

Klassische Konzertgitarren sind Instrumente, die seit Jahrhunderten nahezu unverändert gebaut werden. Sie haben diesen ikonischen Korpus, das runde Schallloch und darüber gespannt sechs Saiten. Diese Bauweise wurde lange Zeit kaum hinterfragt. Bis ausgerechnet ein Physiker, der mit klassischem Gitarrenbau eigentlich nichts zu tun hatte, etwas Entscheidendes bemerkte, als er die Gitarre seines Sohnes in die Hand nahm. Lukas Fleischmann mit der Geschichte einer radikal neuen Gitarre.

Der Cellist Lionel Martin ist ehemaliges SWR Kultur New Talent und hat es bis ins Finale der Queen Elisabeth Competition geschafft. Der Wettbewerb erfährt eine enorme Medienpräsenz und zeichnet sich dadurch aus, dass die Teilnehmer*innen sich eine Woche nur auf die Musik konzentrieren. Im SWR Kultur Musikgespräch erzählt er über seine Erfahrung.

Mit „Wenn Töne salzig schmecken“ blickt der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Lutz Jäncke hinter abstrakte Hirnscans, die er in seiner eigenen Forschungsarbeit durchgeführt hat. Jäncke erforscht die Gehirne von Musikerinnen und Musikern. Titelgebend ist eine unglaubliche Verbindung im Hirn, welche Töne zum Beispiel süß oder salzig schmecken lässt. Über dieses und weitere neuronale Phänomene der Synästhesie in Verbindung mit Musik hat Theodora Mavropoulos mit Lutz Jäncke gesprochen.

Von einem Leben im Grünen träumen viele, Lars Reichow träumt von einem grünen Leben, in dem es für ihn nicht etwa rote Rosen, sondern Wärmepumpen regnen soll. Klingt zwar unromantisch, wäre aber praktisch.

Im Dezember hatten die Salzburger Festspiele die Besetzung verkündet, jetzt zieht die Mezzosopranistin Elīna Garanča zurück: Zu Ariadne in Strauss‘ Oper „Ariadne auf Naxos“ finde sie keinen geeigneten Zugang, das schreibt sie in einem Statement auf Facebook. Eine valide und mutige Entscheidung für die Kunst statt für die Karriere, findet Hannah Schmidt.

Das Deutsche Musikinformationszentrum hat ein neues Online-Portal geschaffen, das Wissen zur Musikwirtschaft bündelt. Einer der Herausgeber ist Prof. Dr. Martin Lücke. Im SWR Kultur Musikgespräch erzählt Lücke, wie gut es um die Musikwirtschaft in Deutschland steht und warnt zum Beispiel vor dem Fachkräftemangel im Orgelbau. Auch die Auswirkungen von KI finden Beachtung, der Beruf des Werbejingle-Komponisten ist laut Lücke durch KI zum Beispiel komplett ausgestorben.

Fast wäre sie Fußballerin geworden, heute gilt sie als eine der erfolgreichsten Grenzgängerinnen zwischen Klassik und Jazz und nennt Keith Jarrett ihr großes Vorbild: die Pianistin Johanna Summer. Sie hat mit Chilly Gonzales und Malakoff Kowalski zusammengearbeitet und Musik von Schumann und Bach „weiterkomponiert“. Gerade ist ihr siebtes Album erschienen, „Dialoge“, für das sie sich ganz besondere musikalische Partnerschaften ausgedacht hat.

Eine neue Doku von „Report Mainz“ zeigt den Machtmissbrauch in der Klassikszene. Regisseurin Claudia Kaffanke fordert ein Umdenken beim Geniekult.

Gardinen auf und Sonne rein! Wenn die warmen Strahlen uns wachkitzeln, wissen wir, jetzt beginnt ein neuer Tag. Doch wie klingt das eigentlich, ein Sonnenaufgang? Diese Frage hat nicht nur Strauss beschäftigt als er „Also sprach Zarathustra“ geschrieben hat oder Wagner in seinem Kammerstück „Siegfried-Idyll“. Es gibt weit mehr Werke, die den Sonnenaufgang zum Thema haben, mal als göttliches Licht, mal als orchestrale Naturgewalt. Sebastian Schroth hat sich durch 900 Jahre Musikgeschichte gehört.

Die Wagner-Familie prägt seit Generationen die Kulturwelt. Eine neue Biografie von Michael Lemster beleuchtet ihre künstlerischen Visionen und politischen Verstrickungen.

Für ihn konnte keine Note falsch sein: Mit minimalistischem Spiel prägte Miles Davis den Jazz und setzte neue Maßstäbe für musikalische Eleganz.