Wir sprechen mit Künstlern, wir berichten über Konzerte und Festivals im Sendegebiet, kommentieren aktuelle Entwicklungen im Musikleben, stellen Neues vom Musikmarkt vor, spüren Trends in den digitalen Medien auf und hören vor allem viel Musik.

In der Alten-Musik-Szene gilt sie als Ritterschlag: die Bach-Medaille der Stadt Leipzig. Ob Nikolaus Harnoncourt, John Elliot Gardiner, Sir András Schiff oder Helmuth Rilling – sie alle haben sie erhalten und sich in besonderer Weise um das Werk von Johann Sebastian Bach verdient gemacht. Am 15. Juni wird im Rahmen des Bachfestes Leipzig die Bach-Medaille an die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen verliehen. Die Stiftung widmet sich in einem weltweit einzigartigen Langzeitprojekt der Aufführung der Vokalwerke Bachs. Barbara Paul hat die Bachstiftung in St. Gallen besucht.

Julian Prégardien leitet seit diesem Jahr das Liedzentrum beim Heidelberger Frühling. Die berührenden Geschichten der Kunstlieder will er auf vielfache Weise einem neuen und alten Publikum vermitteln, unter anderem mit einer Flugblatt-Aktion. Auch zum diesjährigen USA-Bezug des Liedfestivals gibt er spannende Einblicke: Warum Schubert am Ende seines Lebens zum Fan der Lederstrumpf-Romane wurde, erzählt der Sänger in SWR Kultur.

Als bislang kleinstes Teilnehmerland der Geschichte ist die karibische Insel Curaçao bei der Fußball-WM mit am Start und trifft gleich im ersten Spiel auf Deutschland. Die Insel vor der Küste Venezuelas hat gerade einmal 156.000 Einwohner – und eine reiche Musik-Kultur: ein Mix unterschiedlichster Kulturen, der viel mehr ist als „nur“ Salsa und Merengue. Ein Porträt der klingenden Insel von Jane Höck.

Joseph Bologne de Saint-George, Sohn einer Sklavin und eines Plantagenbesitzers, war virtuoser Geiger, Fechter, Revolutionsoffizier. Nun gibt es drei CDs, die ihn porträtieren.

Seit fünf Jahren gibt es nun das Netzwerk „Women in Arts and Media“ übersetzt „Frauen in Künsten und Medien“. Es bietet einen Ort zum Austausch, die Bandbreite der Mitgliederinnen reicht von freischaffenden Künstlerinnen bis zu Leiterinnen großer Einrichtungen. Cornelia Lanz ist stellvertretende Vorstandsvorsitzende und erzählt, wie das Netzwerk im Arbeitsalltag unterstützen kann. In München trifft sich das Netzwerk vom 12. – 14. Juni zur Jahrestagung, dort erwarten Besucher*innen Workshops, Panels, und lebendige Gespräche.

Endlich ist es so weit, die Fußball-Weltmeisterschaft wird angepfiffen! Auch SWR Kultur-Glossist René Sydow fiebert mit und schlüpft in die Haut von Friedrich Hermann Schwalbe, seines Zeichens Chefredakteur des Ballsportmagazins "Fowl".

In den Foyers und Briefkästen liegen sie dieser Tage: die Saisonprogramme für 2025/26 und die Festivalbroschüren. Dick vorne drauf: Die Mottos. Sie reichen von ernst, über leicht erotisch bis hin zu blödelnd. SWR Kultur Glossist Albrecht Selge hat ein paar gesammelt.

Archive gelten vielen als Orte der Aufbewahrung, der Ablage und des Stillstands. Tatsächlich sind sie Gedächtnisräume einer Gesellschaft und damit hoch gegenwärtig. Am Tag der Archive öffnen viele Stätten ihre Türen und zeigen, was sie leisten: Sie bewahren Quellen, sichern kulturelles Erbe und machen Vergangenheit erforschbar. Direktor Florian Besthorn berichtet über die Paul-Sacher-Stiftung in Basel. Er erzählt über das Herzstück dieser Stiftung mit den Musiksammlungen des 20. und 21. Jahrhunderts und welche Sammlungen er sehr schätzt.

Das übliche Streichquartettrepertoire auf CDs und in Konzerten beschränkt sich häufig auf die immergleichen großen Werke. Das ist schade – denn links und rechts am Wegesrand liegen echte musikalische Schätze – ein paar davon hat das belgisch-schweizerische Quatuor Avril jetzt ausgegraben und auf einem neuen Album eingespielt. Warum sich das zu hören lohnt, weiß Hannah Schmidt.

Musik und Literatur – bei kaum einem Schriftsteller des 20. Jahrhunderts fließen beide Kunstformen so eng zusammen wie in den Texten von Thomas Mann. Ob er als Essayist über die Opern von Richard Wagner schreibt, ob er in den Buddenbrooks den kleinen Hanno am Klavier fantasieren lässt oder im Davoser Berg-Sanatorium ein ganzes Kapitel dem Hören von Schallplatten widmet – Musik war für Thomas Mann ein „Lebenselixier“. Kein Wunder also, dass er im fortgeschrittenen Alter mit „Doktor Faustus“ einen ganzen Musiker-Roman geschrieben hat, die fiktive Biografie eines Komponisten. In unserer Reihe „Klassiker der Musik-Literatur“ stellt uns das Buch Christoph Vratz vor – für ihn ist „Doktor Faustus“ einer der Meilensteine der Musik-Literatur.

„Schuld ist der Freischütz“, meint Manuel Gervink mit Blick auf die vielen unbekannt gebliebenen Werke von Carl Maria von Weber. In SWR Kultur gibt der Vorsitzende der Internationalen Carl Maria von Weber-Gesellschaft anlässlich des 200. Todestags des Komponisten einige Hörempfehlungen jenseits der weltberühmten „Freischütz“-Oper. Er spricht von Webers Liedern und Klaviermusik, von der irritierenden Vernachlässigung dieses Repertoires im Konzertbetrieb und sagt: „Am meisten beeindruckt mich die Mühelosigkeit, mit der Weber zu seiner musikalischen Sprache gefunden hat.“

Dieses Dornröschen lag 170 Jahre in tiefem Schlummer: Joachim Raffs Märchenoper „Dornröschen“. Am 7. Juni wird es in Stuttgart zum ersten Mal seit mehr als anderthalb Jahrhunderten vollständig aufgeführt. Jörg-Hannes Hahn leitet den Bachchor Stuttgart, die Württembergische Philharmonie Reutlingen und mehrere Gesangssolist*innen. Ulrich Wiederspahn war bei den Proben dabei und berichtet von der Wiederentdeckung einer in jeder Hinsicht märchenhaften Musik.

Im Turm der Herrenberger Stiftskirche verbirgt sich ein besonderes Museum: das größte Glockenensemble Deutschlands, das auch geläutet werden kann. Bis vor drei Jahren war das Museum offen, und man konnte Glockenkonzerte direkt vor Ort miterleben. Mittlerweile ist es aus Brandschutzgründen geschlossen worden. Das aber soll sich möglichst bald wieder ändern. Deborah Kölz war vor Ort und hat mit Mitgliedern des Museumsvereins gesprochen.

Als Komponist verbringt Gordon Kampe erstaunlich viel Zeit damit, immer wieder Dasselbe zu hören. In seiner Kolumne zum „Tag der Wiederholungen“ denkt er über Wiederholungen nach – im Alltag, in der Musik und im eigenen Arbeitszimmer, wo mitunter Hunderte Akkorde um die richtige Lösung konkurrieren.

Die Sinti sind eine der ältesten Minderheiten in Europa. Ein zentraler Bestandteil ihrer Kultur ist die Musik, gesungen und gespielt zu allen Gelegenheiten des Lebens. Gerade im Südwesten Deutschlands ist der sogenannte Gypsy Jazz heute noch sehr lebendig. Am kommenden Wochenende trifft sich die Szene beim alljährlichen Gypsy Guitar Weekend in Stuttgart. Niklas Wandt hat mit den Veranstaltern gesprochen.

Die Oper „El Último Sueño de Frida y Diego“ der US-amerikanischen Komponistin Gabriela Lena Frank wirft einen Blick auf das Künstlerpaar Frida Kahlo und Diego Rivera – und das in ambitionierter Umkehrung des Orpheus- und Eurydike-Mythos. Noch spannender aber: Mit diesem Werk hat eine Oper auf Spanisch Premiere an der Met gefeiert – und das ausgerechnet im kulturell eher auf Abgrenzung bedachten politischen Klima unter Donald Trump. Mit dabei ist auch ein Sänger aus dem SWR-Sendegebiet: der in Ludwigsburg geborene Nils Wanderer. In SWR Kultur berichtet er über seine Erfahrungen.

Vor 16 Jahren ist der deutsche Aktionskünstler, Filmemacher und Regisseur Christoph Schlingensief verstorben. Unter dem Titel „Es ist nicht mehr mein Problem“, widmen die Wiener Festwochen zusammen mit dem Museum für angewandte Kunst, kurz MAK Schlingensief nun erstmals eine umfassende Einzelausstellung in Österreich. Also jenem Land, das er im Jahr 2000 durch seine Aktion „Bitte liebt Österreich“ im Rahmen der Wiener Festwochen auch mitten ins Zentrum seiner gesellschaftlichen Widersprüche geführt hat. Andreas Maurer hat die Schau besucht.

Klassische Konzertgitarren sind Instrumente, die seit Jahrhunderten nahezu unverändert gebaut werden. Sie haben diesen ikonischen Korpus, das runde Schallloch und darüber gespannt sechs Saiten. Diese Bauweise wurde lange Zeit kaum hinterfragt. Bis ausgerechnet ein Physiker, der mit klassischem Gitarrenbau eigentlich nichts zu tun hatte, etwas Entscheidendes bemerkte, als er die Gitarre seines Sohnes in die Hand nahm. Lukas Fleischmann mit der Geschichte einer radikal neuen Gitarre.

Der Cellist Lionel Martin ist ehemaliges SWR Kultur New Talent und hat es bis ins Finale der Queen Elisabeth Competition geschafft. Der Wettbewerb erfährt eine enorme Medienpräsenz und zeichnet sich dadurch aus, dass die Teilnehmer*innen sich eine Woche nur auf die Musik konzentrieren. Im SWR Kultur Musikgespräch erzählt er über seine Erfahrung.

Mit „Wenn Töne salzig schmecken“ blickt der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Lutz Jäncke hinter abstrakte Hirnscans, die er in seiner eigenen Forschungsarbeit durchgeführt hat. Jäncke erforscht die Gehirne von Musikerinnen und Musikern. Titelgebend ist eine unglaubliche Verbindung im Hirn, welche Töne zum Beispiel süß oder salzig schmecken lässt. Über dieses und weitere neuronale Phänomene der Synästhesie in Verbindung mit Musik hat Theodora Mavropoulos mit Lutz Jäncke gesprochen.

Von einem Leben im Grünen träumen viele, Lars Reichow träumt von einem grünen Leben, in dem es für ihn nicht etwa rote Rosen, sondern Wärmepumpen regnen soll. Klingt zwar unromantisch, wäre aber praktisch.

Im Dezember hatten die Salzburger Festspiele die Besetzung verkündet, jetzt zieht die Mezzosopranistin Elīna Garanča zurück: Zu Ariadne in Strauss‘ Oper „Ariadne auf Naxos“ finde sie keinen geeigneten Zugang, das schreibt sie in einem Statement auf Facebook. Eine valide und mutige Entscheidung für die Kunst statt für die Karriere, findet Hannah Schmidt.

Das Deutsche Musikinformationszentrum hat ein neues Online-Portal geschaffen, das Wissen zur Musikwirtschaft bündelt. Einer der Herausgeber ist Prof. Dr. Martin Lücke. Im SWR Kultur Musikgespräch erzählt Lücke, wie gut es um die Musikwirtschaft in Deutschland steht und warnt zum Beispiel vor dem Fachkräftemangel im Orgelbau. Auch die Auswirkungen von KI finden Beachtung, der Beruf des Werbejingle-Komponisten ist laut Lücke durch KI zum Beispiel komplett ausgestorben.

Fast wäre sie Fußballerin geworden, heute gilt sie als eine der erfolgreichsten Grenzgängerinnen zwischen Klassik und Jazz und nennt Keith Jarrett ihr großes Vorbild: die Pianistin Johanna Summer. Sie hat mit Chilly Gonzales und Malakoff Kowalski zusammengearbeitet und Musik von Schumann und Bach „weiterkomponiert“. Gerade ist ihr siebtes Album erschienen, „Dialoge“, für das sie sich ganz besondere musikalische Partnerschaften ausgedacht hat.

Eine neue Doku von „Report Mainz“ zeigt den Machtmissbrauch in der Klassikszene. Regisseurin Claudia Kaffanke fordert ein Umdenken beim Geniekult.

Gardinen auf und Sonne rein! Wenn die warmen Strahlen uns wachkitzeln, wissen wir, jetzt beginnt ein neuer Tag. Doch wie klingt das eigentlich, ein Sonnenaufgang? Diese Frage hat nicht nur Strauss beschäftigt als er „Also sprach Zarathustra“ geschrieben hat oder Wagner in seinem Kammerstück „Siegfried-Idyll“. Es gibt weit mehr Werke, die den Sonnenaufgang zum Thema haben, mal als göttliches Licht, mal als orchestrale Naturgewalt. Sebastian Schroth hat sich durch 900 Jahre Musikgeschichte gehört.

Die Wagner-Familie prägt seit Generationen die Kulturwelt. Eine neue Biografie von Michael Lemster beleuchtet ihre künstlerischen Visionen und politischen Verstrickungen.

Für ihn konnte keine Note falsch sein: Mit minimalistischem Spiel prägte Miles Davis den Jazz und setzte neue Maßstäbe für musikalische Eleganz.

Mozarts Streichquintette sind und bleiben ein Sonderfall. Im Vergleich zu seinen Streichquartetten werden sie, obwohl hochgeschätzt, doch eher selten gespielt und eingespielt. Oft wird behauptet, diese Stücke seien vor allem etwas für den "Kenner". Ein Vorurteil, dass sich hoffentlich gerade auflöst. Denn es sind in den letzten Jahren auffallend viele ambitionierte Neuaufnahmen zu verzeichnen: jetzt startet das Kuss Quartett, das demnächst seinen 25 Gründungstag feiert, ein Jubiläumsprojekt: mit einer Gesamtaufnahme aller sechs Streichquintette Mozarts, mit wechselnden Bratschern und Überraschungsgästen. "Postkarten an Mozart" heißt der Subtitel, das erste Album ist gerade erschienen. Eleonore Büning hat es sich angehört.

Miles Davis nutzte Mode als Kunstform. Sein Stil – Maßanzüge, Lederjacken, Accessoires – war Ausdruck von Persönlichkeit, Haltung und Improvisation.

Smetana, Dvořák und Janáček sind die drei naheliegenden Namen, wenn man nach tschechischen Komponisten fragt. Und der Vierte, Bohuslav Martinů, fällt in der öffentlichen Wahrnehmung unfreiwillig zurück. Die Bamberger Symphoniker legen nun eine Gesamteinspielung der insgesamt sechs Sinfonien des tschechischen Komponisten vor. Unter der Leitung von Jakub Hrůša gelingt ihnen herausragendes, findet Christoph Vratz.

Miles Davis wäre am 26. Mai 100 Jahre alt geworden. Er wird bis heute als Jazzlegende verehrt. Welche Bedeutung hatte er für die Musikgeschichte? Inwiefern war der Musiker, der selbst sagte, kein Avantgardist zu sein, innovativ, und wo ist sein Einfluss auf Jazzmusikerinnen und -musiker bis heute spürbar? SWR Kultur Jazzredakteurin Julia Neupert gibt einen Überblick über das Leben von Miles Davis und den großen Radio-Themenabend am Pfingstsonntag anlässlich des Jubiläums.

Wie hat die Architektur von Kirchen die Musik über Jahrhunderte hinweg geprägt? Mit dieser Frage setzen sich der Musikwissenschaftler Dr. Tobias Weißmann und das Forschungsprojekt Cantoria auseinander. Dabei zeigen sich überraschende Zusammenhänge: Die Entwicklung ist keine Einwegstraße. Auch die Musik hat die Architektur und Einrichtung von Kirchen beeinflusst.

„Vivaldi und ich“ ist die Verfilmung eines historischen Romans. Der Film erzählt eine fiktive Geschichte an einem realen Ort, einem venezianischen Waisenhaus, an dem Antonio Vivaldi in der Tat viele Jahre gewirkt hat. Der italienische Regisseur Damiano Michieletto ist in erster Linie als Opernregisseur bekannt und gefragt. Im Sommer wird er Verdis Oper „La Traviata“ erstmals auf die Seebühne der Bregenzer Festspiele bringen.

Die Staatsoper Hannover bietet ab der Spielzeit 2026/27 ein Bus-Abo an für Menschen aus dem Hannoveraner Umland, für die der Weg bisher zu lang, zu beschwerlich oder aus anderen Gründen eine zu große Hürde war. Die Idee an sich ist nicht neu, fällt aber in eine Zeit, in der viele Theater und Opernhäuser neu beginnen, über ihre Verbindung zum Publikum nachzudenken. Hannah Schmidt findet, von Vorstößen wie diesen braucht es noch viel mehr.

Stefan Münzer ist Professor für Bildungspsychologie an der Universität Mannheim und forscht zu Lehr-Lernprozessen. Wie hängen Üben und Lernen von Musik zusammen, verhilft das Musizieren zu einem besseren Gedächtnis und wie erforscht man das? Im Gespräch mit Christiane Peterlein verrät der Forscher, der selbst auch Musiker ist, das Geheimnis zu effektivem Üben.

Eine Pflichthymne inklusive Strafklausel gegen renitente Schüler tue das Gegenteil von dem, was eine Hymne tun soll, kommentiert Albrecht Selge: Sie stifte keine Gemeinschaft, sondern Zwiespalt und Unruhe.

Es mag verlockend sein, im Konzertsaal die Augen zu schließen und nur der Musik zu lauschen. Die Website „Raum+Musik“ verbindet Musik und Architektur und beweist, dass es sich durchaus lohnen kann, die Augen offen zu lassen.

Es muss nicht immer die große Bühne sein: Am Tag des Finales des Eurovision Song Contest gab es beim Internationalen Bachfest Schaffhausen einen originellen Gegenentwurf zum ESC: den Euro-Baroque Song Contest mit der Lautten Compagney Berlin. Konzipiert und moderiert hat ihn Daniel Finkernagel. Er berichtet in SWR Kultur, wer den Wettstreit um den besten Song in Europa mit der Musik Bachs und seiner Zeitgenossen gewonnen hat.

Richard Strauss' „Rosenkavalier“ ist in diesem Jahr bei den Pfingstfestspielen Baden-Baden mit dem SWR Symphonieorchester und hochkarätiger Besetzung zu erleben. In der Rolle der Feldmarschallin: Julia Kleiter. In SWR Kultur spricht sie über die Besonderheiten der halbszenischen Aufführung, ihre Lieblingspassagen und die Zusammenarbeit mit dem SWR Symphonieorchester.

Dem Musiktheater im Barock war kaum etwas Zwischenmenschliches fremd: Teilzeitlesben, Crossdresser, Metrosexuelle, Drag Queens, Immergeile, Dauerkeusche, Verliebte, Verrückte – zumindest bevor Klerus und Obrigkeit für Jahrhunderte der Oper einen Moralmaulkorb verpassten. Man weiß solches von Monteverdi und auch von Francesco Cavalli, der seit 1668 dessen Nachfolger als Domkapellmeister an San Marco war. Cavalli wurde mit seiner besten Oper „La Calisto“ im letzten Sommer beim Festival von Aix-en-Provence gefeiert. Die kostbare Inszenierung ist nun auf CD erschienen und hat Manuel Brug überzeugt.

Immer mehr Künstler*innen wehren sich gegen Künstliche Intelligenz. Popstar Taylor Swift hat sich ihre Stimme und ihr Aussehen als Marke eintragen lassen, damit sie nicht einfach von KI genutzt werden können. Stars wie Paul McCartney, Kate Bush oder Hans Zimmer protestierten schon mit einem stillen Song gegen einen Gesetzesvorschlag der britischen Regierung, damit ihre urheberrechtlich geschützten Songs nicht von KI-Firmen zum Training genutzt werden können. KI-Songs und KI-Artists in der Musik gibt es dennoch zuhauf – und das ist gerade auf den Streamingplattformen ein Problem.