Wir sprechen mit Künstlern, wir berichten über Konzerte und Festivals im Sendegebiet, kommentieren aktuelle Entwicklungen im Musikleben, stellen Neues vom Musikmarkt vor, spüren Trends in den digitalen Medien auf und hören vor allem viel Musik.

Wie hat die Architektur von Kirchen die Musik über Jahrhunderte hinweg geprägt? Mit dieser Frage setzen sich der Musikwissenschaftler Dr. Tobias Weißmann und das Forschungsprojekt Cantoria auseinander. Dabei zeigen sich überraschende Zusammenhänge: Die Entwicklung ist keine Einwegstraße. Auch die Musik hat die Architektur und Einrichtung von Kirchen beeinflusst.

„Vivaldi und ich“ ist die Verfilmung eines historischen Romans. Der Film erzählt eine fiktive Geschichte an einem realen Ort, einem venezianischen Waisenhaus, an dem Antonio Vivaldi in der Tat viele Jahre gewirkt hat. Der italienische Regisseur Damiano Michieletto ist in erster Linie als Opernregisseur bekannt und gefragt. Im Sommer wird er Verdis Oper „La Traviata“ erstmals auf die Seebühne der Bregenzer Festspiele bringen.

Die Staatsoper Hannover bietet ab der Spielzeit 2026/27 ein Bus-Abo an für Menschen aus dem Hannoveraner Umland, für die der Weg bisher zu lang, zu beschwerlich oder aus anderen Gründen eine zu große Hürde war. Die Idee an sich ist nicht neu, fällt aber in eine Zeit, in der viele Theater und Opernhäuser neu beginnen, über ihre Verbindung zum Publikum nachzudenken. Hannah Schmidt findet, von Vorstößen wie diesen braucht es noch viel mehr.

Stefan Münzer ist Professor für Bildungspsychologie an der Universität Mannheim und forscht zu Lehr-Lernprozessen. Wie hängen Üben und Lernen von Musik zusammen, verhilft das Musizieren zu einem besseren Gedächtnis und wie erforscht man das? Im Gespräch mit Christiane Peterlein verrät der Forscher, der selbst auch Musiker ist, das Geheimnis zu effektivem Üben.

Eine Pflichthymne inklusive Strafklausel gegen renitente Schüler tue das Gegenteil von dem, was eine Hymne tun soll, kommentiert Albrecht Selge: Sie stifte keine Gemeinschaft, sondern Zwiespalt und Unruhe.

Es mag verlockend sein, im Konzertsaal die Augen zu schließen und nur der Musik zu lauschen. Die Website „Raum+Musik“ verbindet Musik und Architektur und beweist, dass es sich durchaus lohnen kann, die Augen offen zu lassen.

Es muss nicht immer die große Bühne sein: Am Tag des Finales des Eurovision Song Contest gab es beim Internationalen Bachfest Schaffhausen einen originellen Gegenentwurf zum ESC: den Euro-Baroque Song Contest mit der Lautten Compagney Berlin. Konzipiert und moderiert hat ihn Daniel Finkernagel. Er berichtet in SWR Kultur, wer den Wettstreit um den besten Song in Europa mit der Musik Bachs und seiner Zeitgenossen gewonnen hat.

Richard Strauss' „Rosenkavalier“ ist in diesem Jahr bei den Pfingstfestspielen Baden-Baden mit dem SWR Symphonieorchester und hochkarätiger Besetzung zu erleben. In der Rolle der Feldmarschallin: Julia Kleiter. In SWR Kultur spricht sie über die Besonderheiten der halbszenischen Aufführung, ihre Lieblingspassagen und die Zusammenarbeit mit dem SWR Symphonieorchester.

Dem Musiktheater im Barock war kaum etwas Zwischenmenschliches fremd: Teilzeitlesben, Crossdresser, Metrosexuelle, Drag Queens, Immergeile, Dauerkeusche, Verliebte, Verrückte – zumindest bevor Klerus und Obrigkeit für Jahrhunderte der Oper einen Moralmaulkorb verpassten. Man weiß solches von Monteverdi und auch von Francesco Cavalli, der seit 1668 dessen Nachfolger als Domkapellmeister an San Marco war. Cavalli wurde mit seiner besten Oper „La Calisto“ im letzten Sommer beim Festival von Aix-en-Provence gefeiert. Die kostbare Inszenierung ist nun auf CD erschienen und hat Manuel Brug überzeugt.

Immer mehr Künstler*innen wehren sich gegen Künstliche Intelligenz. Popstar Taylor Swift hat sich ihre Stimme und ihr Aussehen als Marke eintragen lassen, damit sie nicht einfach von KI genutzt werden können. Stars wie Paul McCartney, Kate Bush oder Hans Zimmer protestierten schon mit einem stillen Song gegen einen Gesetzesvorschlag der britischen Regierung, damit ihre urheberrechtlich geschützten Songs nicht von KI-Firmen zum Training genutzt werden können. KI-Songs und KI-Artists in der Musik gibt es dennoch zuhauf – und das ist gerade auf den Streamingplattformen ein Problem.

In Großbritannien ist die britisch-libanesische Komponistin Bushra El-Turk eine der angesagten Künstlerinnen, in Deutschland kennt man sie noch kaum. In ihrem Cellokonzert „Sada“ („Echo“) setzt sie sich künstlerisch mit der Gaza-Region auseinander – mit der Schönheit ihrer Kultur, aber auch den Kriegen, Konflikten und dem unendlichen Leid. Am 17. Mai wird das Werk bei den Schwetzinger SWR Festspielen von Cellist Lionel Martin und dem Stuttgarter Kammerorchester zur Uraufführung gebracht. SWR Kultur-Musikredakteurin Doris Blaich war bei den Proben dabei.

In Hongkong, der internationalen Wirtschaftsmetropole an der Südküste Chinas, treffen westliche und chinesische Einflüsse in allen Bereichen zusammen – auch in der Musik. Vergangene Woche hat das Hong Kong Philharmonic Orchestra sein Programm für die kommende Saison vorgestellt. Mit seinem neuen Chefdirigenten ab Herbst 2026, dem finnischen Shootingstar Tarmo Peltokoski, kommt das Orchester im Herbst auch auf Deutschland- und Europatournee. Marie-Therese Rudolph hat die Stadt, die als Brücke zum Westen gilt, besucht und sich ein Bild vom klassischen Musikleben gemacht.

Ein Raum, ein Plattenspieler und absolute Stille im Publikum: Was in den 1950er Jahren in Japan als „Jazz Kissa“ begann, breitete sich danach in New York aus und fand über London einen Weg nach Europa. Jetzt erobern sogenannte Listening Bars auch das Berliner Nachtleben. Immer mehr solcher Bars eröffnen und bieten einen Zufluchtsort für alle, die konzentriert in Gesellschaft einem Album lauschen wollen. Hier trifft Nachtleben auf ein neues Bedürfnis nach Entschleunigung und Achtsamkeit.

Ein großes Sinfonieorchester live im Konzert zu erleben, ist immer etwas Besonderes – umso mehr, wenn das Orchester auf höchstem Niveau musiziert. Dabei ist die Geschichte der heutigen Sinfonieorchester gar nicht so traditionsreich, wie man vermutet. Die meisten wurden erst Mitte des 19. Jahrhunderts oder später gegründet. In einer Dokureihe auf Arte und in der ARD-Mediathek werden jetzt vier große Orchester vorgestellt. Filmemacherin Dorothee Binding erzählt mehr zu den Hintergründen.

Mit seiner Musik prägte Werner Henze die deutsche Opernszene und erreichte im 20. Jahrhundert weit über Fachkreise hinaus ein großes Publikum. Im Juli 2026 wäre Henze 100 Jahre alt geworden. Doch ausgerechnet in seinem Jubiläumsjahr bleibt seine Musik erstaunlich leise. Henzes Werke seien in diesem Jahr zu selten im Programm deutscher Opernhäuser zu finden, der Komponist werde zu Unrecht nicht beachtet, findet Albrecht Selge.

Seit sieben Jahren hat der Pianist Arcadi Volodos auf dem Plattenmarkt nichts mehr von sich hören lassen. Jetzt aber hat der gebürtige Russe ein neues Album vorgelegt: mit Robert Schumanns allbekannten „Kinderszenen“ und der „Gasteiner Sonate“ von Franz Schubert. Dass es von diesen Werken schon viele Aufnahmen gibt, räumt Volodos im Booklet der CD selbst ein. „Bevor man eine neue Version hinzufügt“, erklärt er da, „sollte man sicher sein, dass man etwas Eigenes zu sagen hat.“ Susanne Stähr hat sich die Live-Mitschnitte aus dem Jahr 2022 angehört. Und spürt dem „Eigenen“ von Volodos nach.

Klassische Musik neu denken – das ist der Anspruch des PODIUM Festivals in Esslingen. Hier treffen ungewöhnliche Konzertformate aufeinander, und das Publikum wird selbst Teil des Geschehens. Zwei Projekte zeigen das besonders deutlich: ein inklusiver Chor und ein Wunschkonzert, bei dem persönliche Geschichten im Mittelpunkt stehen. Sebastian Schroth war bei den Proben und Aufführungen dabei.

Wie klingt eine Einwandererstadt? In „Station Paradiso“ zeigt die Staatsoper neue Perspektiven auf Migrationsgeschichte und Musik in Stuttgart.

„Das Hören von Vogelgesang ist auch eine ökologische Erfahrung“, sagt die Musikwissenschaftlerin Kathrin Lang, die ein Buch geschrieben hat über „Vogellieder in deutschsprachiger Lyrik und Vokalmusik“. In SWR Kultur spricht sie über kunstvoll komponierte Vogelmusik bei Beethoven, Liszt und Schönberg, über die Virtuosität und Schönheit von Nachtigallengesang und warum uns die Musik der Vögel dazu animieren sollte, genauer hinzuhören.

Franz Schuberts Erlkönig zählt zu den Klassikern der Musikgeschichte. Doch etliche andere Komponisten und Komponistinnen haben das Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe vertont. 13 Vertonungen hat der Bariton Johannes Held nun auf einem Album zusammengetragen. Im SWR Kultur Musikgespräch erzählt er von der Entstehung, wer den Ritt musikalisch am besten umgesetzt hat und wie Crowdfunding bei CD-Produktionen helfen kann.

Natürlich beherrscht der junge Pianist Jonathan Ferrucci ein breites Repertoire von Barock bis heute. Dennoch spielt die Musik von Johann Sebastian Bach eine besondere Rolle für ihn. Wie auch das Yoga. Bach und Yoga kommen bei seinen Interpretationen zusammen - und machen seine Konzerte wie auch seine CDs zu etwas Besonderem. Thomas Migge traf Ferrucci in Rom.

Seit Tasteninstrumente wie das Cembalo und das Klavier existieren, spielen Frauen auf ihnen mit genau so viel Begeisterung, Elan und Virtuosität wie Männer – doch heute kennt man weder ihre Namen noch ihre Werke. Woran liegt das? 1996 haben erstmals Monica Steegmann und Eva Rieger mit ihrem Buch „Frauen mit Flügel“ auf diesen Missstand aufmerksam gemacht. Jetzt legt die schottische Pianistin und Autorin Susan Tomes nach: mit ihrem Buch „Frauen am Klavier“ macht sie auf die dahinterliegenden patriarchalen Strukturen aufmerksam und zeichnet sie anhand ausgewählter Biografien nach. Sie stellt 50 herausragende Virtuosinnen vor, deren Geschichten wir uns fortan mehr erzählen sollten, findet Hannah Schmidt.

Es ist ein Wochenende ganz im Zeichen einer einzigen Künstlerpersönlichkeit. Das Mainzer Komponist*innen-Porträt stellt jedes Jahr eine prägende Person der Gegenwartsmusik mit Konzerten, Gesprächen und Einblicken in ihr Schaffen in den Mittelpunkt. In diesem Jahr ist es der griechischen Dirigentin und Komponistin Konstantia Gourzi gewidmet. Ihr Werk reicht von Orchester- und Kammermusik bis hin zu Musiktheater und moderner Filmmusik. 2023 wurde sie als Komponistin des Jahres mit dem Opus Klassik ausgezeichnet. Im Gespräch erzählt sie über die Konzerte beim Porträt und wie es ist, als Dirigentin und Komponistin die eigenen Kompositionen an andere Dirigenten abzugeben.

Dass Christoph Graupner im Jahr 1722 der Berufung zum Thomaskantor in Leipzig nicht folgte, hat der damalige Arbeitgeber des Komponisten verhindert. So ist Bach in Leipzig zum Zug gekommen. Der hoch produktive Graupner hingegen hat die Musik am Darmstädter Hof zwar zu großer Blüte geführt, steht aber bis heute im Schatten seiner großen Kollegen. Es gibt nicht einmal eine Porträtzeichnung des Komponisten. Jetzt aber hat das Ensemble Il Gardellino unter der Leitung des belgischen Flötisten, Dirigenten und Graupner-Forschers Floran Heyerick einige von Graupners 112 Sinfonien aufgenommen.

Die Nazis stahlen systematisch persönliche Gegenstände von jüdischen Familien. Die 90-Jährige Catherine Coquery-Vidrovitch hat als Mädchen den Raub des Familienklaviers miterlebt, nach Kriegsende brachten es die Alliierten zurück nach Paris.

Die meisten Teenager-Lieben verfliegen mit der Zeit. Nicht so bei Jeehee Han. „Ich habe mich mit dreizehn in Reinecke verliebt“, gesteht die südkoreanische Flötistin. In ihrer Jugend angestiftet durch die Aufnahmen mit Jean-Pierre Rampal, hat Han nun selbst ein Album mit drei Föten-Werken von Reinecke veröffentlicht – mit prominenten Partnern an ihrer Seite. Christoph Vratz hat es sich angehört.

Auch Kabarettist und SWR-Kultur-Glossist René Sydow liebt den Frühling. Und er kann gut verstehen, warum es auch vielen Komponistinnen und Komponisten so geht – erst recht jetzt, so kurz vor dem wunderschönen Monat Mai. Wären da nicht ein paar Störfaktoren...

Das Harmonium hat im 19. Jahrhundert in keinem gutbürgerlichen Haushalt gefehlt und gehörte zum festen Inventar kleinerer Kirchen und Kapellen. Heute ist es aus unserer musikalischen Welt größtenteils verschwunden. Der Orgelbauer Markus Lenter aus dem baden-württembergischen Großsachsenheim ist einer der wenigen seiner Zunft, die das Handwerk des Harmoniumbaus noch beherrschen. In SWR Kultur gibt er Einblicke in ein faszinierendes Instrument, dessen Renaissance noch aussteht.

Die Staatsoper Berlin ist erfinderisch – und verbindet Einblicke in die Welt der Oper jetzt auch mit sportlicher Aktivität: Der „Social Run“ will ein neues Gemeinschaftserlebnis schaffen, das die Barrieren zwischen Bühne und Alltag auf lockere Art und Weise durchbricht. Theodora Mavropoulos ist für SWR Kultur mitgelaufen.

Viele Werke der Komponistin Marianna Martines sind verschollen. Jetzt erscheinen erstmals sieben Klavierwerke von ihr auf zwei Alben.

Er ist der dienstälteste Dirigent der Wiener Philharmoniker und nach Herbert Blomstedt der zweitälteste Maestro alter Schule: Zubin Mehta. Groß geworden in einer Musikerfamilie, die sich zur seltenen Ethnie der Parsen zählt, trat sein musikalisches Talent schon in sehr jungen Jahren zutage. Mit 16 dirigierte Mehta schon das Orchester seines Vaters in Bombay. Für sein Studium verließ der Inder seine Heimat und ging nach Wien, wo er außer Dirigieren auch Klavier, Komposition und Kontrabass studierte. Engagements bei zahlreichen Spitzenorchestern in sehr jungen Jahren folgten, besonders lange hielt Mehta dem Israel Philharmonic Orchestra die Treue, das er vier Jahrzehnte lang formte. Am 29. April 2026 wird der auch für seine humanitären Engagements und politischen Botschaften geschätzte Dirigent 90 Jahre alt. Kirsten Liese mit einem Porträt.

Der russische Komponist Alexander Glasunow ist vielen Musikfreunden zumindest als Name geläufig. Manche dürften noch sein Violinkonzert oder einzelne kleinere Stücke kennen. Aber sonst? Musikgeschichtlich ist Glasunow ein bisschen im Generationenloch gelandet, zwischen den älteren Tschaikowsky, Mussorgsky oder Rimsky-Korsakow einerseits und den jüngeren Strawinsky, Prokofjew, Schostakowitsch andererseits. Große Glasunow-Gelegenheit bietet jetzt eine neue, mehrteilige Einspielung von Glasunows Streichquartetten. Den ersten Teil hat sich Albrecht Selge angehört.

Die Schubertiade im österreichischen Schwarzenberg und Hohenems feiert in diesem Jahr sein 50. Jubiläum. Gefeiert wird das mit einem Festival vom 29. April bis zum 3. Mai. Mitgründer und seit 1981 künstlerischer Leiter der Schubertiade Gerd Nachbauer erzählt im SWR Kultur Musikgespräch, auf welche Highlights die Schubertiade zurückblicken kann, warum vom reinen Schubert-Programm abgewichen wurde und welche Schubert-Stücke noch auf den dortigen Bühnen fehlen.

Auch 2026 wird das Schwetzinger Schloss und sein Schlossgarten bei den SWR-Festspielen wieder mit hochkarätigen Klassik-Konzerten bespielt und gleichzeitig ist es den Festivalmachern wichtig, sich auch für ein neues und jüngeres Publikum zu öffnen. Deshalb gibt es viele Formate, bei denen es um Musikvermittlung geht und darum, Neugier zu wecken. Zum Beispiel beim Mittendrin-Projekt-Ensemble, ein Bürgerensemble, das sich unter der Leitung von Residenzkünstlerin Dorothee Oberlinger ein ziemlich ungewöhnliches Stück vorgenommen hat. Martina Senghas hat mit einigen der Musikerinnen und Musiker gesprochen.

Der Kongress „Musizieren für und mit Menschen mit Demenz – Perspektiven für Chöre und Instrumentalensembles“ findet am Wochenende vom 24. Bis 26. April in Karlsruhe statt. Dr. Kerstin Jaunich bietet dort als Kulturpädagogin und Musikgeragogin einen Workshop an. Sie gibt im Musikgespräch Einblicke in den Arbeitsbereich Musik und Demenz und wie man demenzsensibles Musizieren in die Praxis umsetzt.

Bella Italia, das Sehnsuchtsland schlechthin. Albrecht Selge war auf seiner Reise nach Catania begeistert und auch überrascht, als er in der Kirche und in der Oper auf einen besonderen kulturellen Unterschied stieß: das Handy. Zärtlich „Telefonino“ genannt, ist es im Alltag, aber auch an heiligen Orten für die Italienerinnen und Italiener nicht wegzudenken.

Martha Argerich kann alles sein: Diva und Divo, launisch und göttlich. Wenn sie überhaupt mal ein Interview zusagt, kann es sein, dass man tausende von Kilometern Flugreise hinter sich hat, um dann zu hören: Sie will nicht, es tut uns leid. Die Starpianistin Martha Argerich ist Phantom und Phänomen zugleich. Nun hat der französische Autor Olivier Bellamy tatsächlich ein ganzes Buch mit Gesprächen herausgebracht, die er mit der Pianistin geführt hat.

Vom 21. April bis zum 19. Juli finden in Karlsruhe die „Wochen der Nachhaltigkeit“ unter dem Motto „Und jetzt!“ statt. Etliche Institutionen beteiligen sich mit Veranstaltungen im Stadtgebiet, dazu zählt vor allem das Badische Staatstheater. Anna Haas ist dort Transformationsmanagerin und erzählt im SWR Kultur Musikgespräch, was Nachhaltigkeit im Kulturbetrieb bedeutet. Das Motto, so Haas, stehe für einen positiven Aufbruch.

Dritte Runde für „Schubert 200“! So heißt das Projekt, das der Bariton Samuel Hasselhorn und der Pianist Ammiel Bushakevitz vor zwei Jahren gestartet haben, im Blick auf das Schubertjahr 2028. Fünf Lied-CDs, fünf Themen fürs 21. Jahrhundert. „Hoffnung“ nennt sich das dritte Album, und die Frage ist: Können die beiden jungen Interpreten ihr schwindelerregend hohes Niveau weiter halten?

Musik bringt Menschen in Bewegung. Das dachten sich auch die Wiener Symphoniker und haben einen Tag vor dem Vienna City Marathon ein Konzert im Großen Saal des Wiener Musikvereins gegeben. Das Besondere: Die Symphoniker spielten bei diesem Termin gemeinsam mit Läuferinnen und Läufern, die am Marathon teilnahmen - unter der Leitung von Marathonläufer und Dirigent Tobias Wögerer. Andreas Maurer hat sich vor dem „musikalischen Anpfiff“ in den Garderoben umgehört.

Komm, lieber Mai, und mache! Das ist manchmal leichter gesagt als getan. Findet zumindest SWR Kultur-Glossist Gordon Kampe. Er sinniert über das Erwachen der Natur und das Sprießen der eigenen Kreativität – ein mitunter widersprüchlicher Zusammenhang.

Am 24. April starten die diesjährigen Schwetzinger SWR Festspiele. Auf was dürfen sich Publikum und Künstler*innen freuen? Was hat es mit den Festival-Themen "Haltung" und "Orfeo" auf sich? Und wann wird ein Konzert zum Erlebnis? Cornelia Bend, die Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Festspiele, gibt Antworten.