Wir sprechen mit Künstlern, wir berichten über Konzerte und Festivals im Sendegebiet, kommentieren aktuelle Entwicklungen im Musikleben, stellen Neues vom Musikmarkt vor, spüren Trends in den digitalen Medien auf und hören vor allem viel Musik.

Helmut Zacharias: Der Name dieses „Zaubergeigers“ war einmal für Millionen selbstverständlich, heute klingt er wenn, dann nach einem Echo aus der Rundfunk- und Fernsehgeschichte. Der Musikwissenschaftler Andreas Jakubczik hat genau hingehört und ein Buch mit unzähligen Dokumenten, Bildern und Fundstücken des einst berühmten Geigers geschrieben. Man blättert darin nicht durch ein Musiker-Leben, sondern hört förmlich mit, wie sich ein Jahrhundert verschiebt, meint SWR Kultur-Rezensent Andreas Maurer.

In ihrer neuen Folge zu den "Versteckten Gefahren der klassischen Musik" ist die Schriftstellerin und Performerin Mara Genschel beim Buchstaben I angekommen – und macht sich Gedanken zu Richard Wagners Isolde.

Das Leben der 1910 geborenen Komponistin Elsa Barraine ist spannend und vielfältig – und genau das ist auch über ihre Musik zu sagen. Als Komponistin wurde sie gleich zweimal mit dem renommierten Rom-Preis ausgezeichnet, sie hat als Dozentin am Pariser Konservatorium unterrichtet, beim Rundfunk und bei einem Schallplattenlabel gearbeitet, und sie war, vor allem während der deutschen Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg, eine politische Aktivistin in Frankreich. Das Orchestre National de France, mit dem die Komponistin schon zu Lebzeiten eng zusammenarbeitete, hat jetzt unter seinem Chefdirigenten Cristian Măcelaru zwei ihrer drei Sinfonien und zwei Tondichtungen aufgenommen.

Im Jahr 1926 wurden mehrere namhafte Komponisten geboren, die das 20. Jahrhundert auf unterschiedliche Weise musikalisch geprägt haben. Während György Kurtág als Meister der Knappheit und der kunstvollen Verdichtung gilt, hat Morton Feldman den entgegengesetzten Weg gewählt und Musik von teils außergewöhnlicher Länge komponiert. Hans Werner Henze zählt auch zu diesem Komponisten-Jahrgang. Er wiederum hat einen Weg eingeschlagen, der sich durch eine möglichst zeitlose Art des Komponierens auszeichnet, gepaart mit einer auffälligen Breite der Gattungen und literarischen Bezüge. Nun ist ein neues Buch erschienen, dass Henzes Zeit und seinen Stil beleuchtet. Christoph Vratz hat es gelesen.

In einer Welt, in der Stars ihre Privatsphäre auf Instagram teilen, scheinen echte Diven mit ihrer geheimnisvollen Ausstrahlung eine Seltenheit zu sein. Ist das Zeitalter der unnahbaren Ikonen endgültig vorbei?

Der Startenor Rolando Villazón sorgt für Wirbel: Für seine Mozart-Tour sucht er junge Sängerinnen, die mit ihm das berühmte Papageno-Papagena-Duett aus der Zauberflöte interpretieren. Der Haken: Eine Gage gibt es nicht. Ist das eine einmalige Karrierechance an der Seite eines Weltstars oder ein fragwürdiges Signal an den künstlerischen Nachwuchs? Zwischen Begeisterung und Empörung entfacht sich eine Debatte über Förderung, Fairness und den Wert von Kunst. Albrecht Selge mit einem Kommentar.

Lars Reichow will im Krankenhaus mal nach dem Rechten sehen - aber er hat auch wirklich Bauchweh. Und so begegnet ihm nicht nur ein vielstimmiger Mediziner-Chor, sondern auch: der Chefarzt. Eine besondere Erscheinung mit Wunderkräften. Davon kann Reichow jetzt - wiedergenesen - ein Lied singen.

Auf seiner Debüt-CD spielt Alexander Malofeev Werke von vier russischen Komponisten: Michail Glinka, Nikolai Medtner, Sergej Rachmaninow und Alexander Glasunow.

Soll sich künstlerische Arbeit zu aktuellen Ereignissen, zu aktueller Politik positionieren? Oxana Omelchuk würde das auf jeden Fall bejahen würde. Im Mai letzten Jahres wurde sie für Heidelberger Künstlerinnenpreis 2026 ausgewählt, die Jury hebt insbesondere Omelchuks „kraftvolle wie poetische“ Positionierung zum Weltgeschehen hervor. Nun wird im Rahmen der Preisverleihung ihr Werk und "alle flieger fliegen nach minsk" bei zwei Konzerten in der Stadthalle Heidelberg am 25. und 26. Februar aufgeführt.

Carnyx, Trumscheit oder Glasharmonika? Das sind alles Musikinstrumente, die heutzutage vergessen sind. Der Autor Marcus Seibert hat diesen Instrumenten sein neues Buch gewidmet.

Die Musik von Mel Bonis wurde kaum je aufgeführt oder aufgenommen. Jetzt wird der französischen Komponistin erstmals ein ganzes Album mit ihren Orchesterwerken gewidmet.

David Afkham verabschiedet sich nach 12 Jahren vom Orquesta Nacional de España. Im Gespräch bei SWR Kultur erzählt der Freiburger von der Identität dieses Spitzenorchesters.

Während Karneval, Fasching und Fasnacht in Deutschland längst vorüber sind, begann am 23. Februar um vier Uhr morgens die Basler Fasnacht. Neben eindrucksvoll gestalteten und mehrere Meter hohen Laternen ist auch die Musik der Trommler und Pfeifer ein unverwechselbares Markenzeichen des Brauchs, der 2017 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Der belgische Bassbariton José van Dam zählte zu den bedeutendsten Sängern in seinem Fach. Jetzt ist er im Alter von 85 Jahren verstorben. SWR-Opernredakteur Bernd Künzig erinnert an die Paraderollen des Sängers und dessen zutiefst menschliche Interpretationen.

György Kurtág knüpft in seinem kompositorischen Schaffen in besonderer Weise an die Musik der Vergangenheit an – auch an ältere Komponisten der abendländischen Musikkultur, zurückgehend bis zu Guillaume de Machaut. Ein besonderer Schaffenszweig sind seine Bearbeitungen für vier- oder sechshändig gespieltes Klavier. Torsten Möller hat sie sich aus Anlass des 100. Geburtstags von Kurtág genauer angeschaut.

Zu Unrecht unbekannt: Das trifft vor allem auf den Mozart-Zeitgenossen Adalbert Gyrowetz zu. Dirigent Johannes Klumpp hat eine Reihe von Werken des gebürtigen Böhmen eingespielt.

György Kurtág ist ein Meister der Miniatur. Viele seiner Werke dauern nur wenige Minuten, einzelne Sätze zum Teil nur Sekunden. „Splitter“, „Zeichen“, „Fragmente“ – so bezeichnet der Komponist oft selbst seine Werke. Und gleichzeitig steckt für Kurtág im Kleinsten ein ganzer Kosmos. Seine Miniaturen sind Szenen, die viel mit uns und unserem Leben zu tun haben: Kleine Bühne, die die Welt bedeuten. Anlässlich des 100. Geburtstag des Komponisten beleuchtet SWR-Musikredakteur Rafael Rennicke in seiner dreiteiligen Reihe „Kurtág-Fragmente“ einige Werke Kurtágs nun selbst in fragmentarischer Form: ausschnitthaft, aber doch als Versuch, gerade im Bruchstück die Botschaft von Kurtágs Musik zu erkennen.

„Er strahlt eine unglaubliche Intensität aus“, sagt der Oboist Lajos Lencsés über den ungarischen Komponisten György Kurtág, der am 19. Februar seinen 100. Geburtstag feiert. In SWR Kultur spricht der ehemalige Solo-Oboist des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart über seinen Landsmann und Freund, mit dem er im Budapest Music Center Tür an Tür wohnt.

Wenn jemand von Klassik in der Krise redet, kann er damit jedenfalls eines nicht meinen: dass es einen Mangel an großartigen jungen Streichquartett-Ensembles gäbe. Im Gegenteil. Eines der meistbeachteten ist seit ein paar Jahren das Leonkoro Quartet. Jetzt ist sein mit Spannung erwartetes zweites Album erschienen, mit lauter Wiener Musik. Damit sind aber keineswegs Mozart, Beethoven oder Schubert gemeint, sondern Webern, Berg und Schulhoff. SWR Kultur-Rezensent Albrecht Selge mit einer Empfehlung.

Das Akkordeon ist „Instrument des Jahres 2026“. Es wird in vielen Musikrichtungen eingesetzt: in der Volksmusik, der Klassik, dem Jazz und auch in der Tanzmusik. So auch in der Tanzmusik Lateinamerikas: dem argentinischen Tango, dem Merengue típico der Dominikanischen Republik, dem mexikanischen Norteño (Nortenjo) und dem brasilianischen Forró.

György Kurtág ist ein Meister der Miniatur. Viele seiner Werke dauern nur wenige Minuten, einzelne Sätze zum Teil nur Sekunden. „Splitter“, „Zeichen“, „Fragmente“ – so bezeichnet der Komponist oft selbst seine Werke. Und gleichzeitig steckt für Kurtág im Kleinsten ein ganzer Kosmos. Seine Miniaturen sind Szenen, die viel mit uns und unserem Leben zu tun haben: Kleine Bühne, die die Welt bedeuten. Anlässlich des 100. Geburtstag des Komponisten beleuchtet SWR-Musikredakteur Rafael Rennicke in seiner dreiteiligen Reihe „Kurtág-Fragmente“ einige Werke Kurtágs nun selbst in fragmentarischer Form: ausschnitthaft, aber doch als Versuch, gerade im Bruchstück die Botschaft von Kurtágs Musik zu erkennen.

Herbert von Karajan zählt zu den prägendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Interpretationen von Beethoven über Verdi bis Mahler setzte er Maßstäbe in der klassischen Musik. So unumstritten er aber in der Kunst war, so umstritten ist Karajan historisch. Vor allem sein Verhalten während der NS-Zeit wird bis heute kontrovers diskutiert, ohne, dass eine umfassende historische Aufarbeitung und Einordnung stattgefunden hat. Der Historiker Michael Wolffsohn zeichnet nun auf Grundlage zahlreicher, teils erstmals ausgewerteter Quellen und vielfältiger Perspektiven ein umfassendes Bild von Karajans Leben und Handeln während der NS-Zeit und in den Jahren danach. Das Ergebnis ist eine Figur zwischen „Genie und Gewissen“ im Spannungsfeld von Musik, Politik und Geschichte.

György Kurtág ist ein Meister der Miniatur. Viele seiner Werke dauern nur wenige Minuten, einzelne Sätze zum Teil nur Sekunden. „Splitter“, „Zeichen“, „Fragmente“ – so bezeichnet der Komponist oft selbst seine Werke. Und gleichzeitig steckt für Kurtág im Kleinsten ein ganzer Kosmos. Seine Miniaturen sind Szenen, die viel mit uns und unserem Leben zu tun haben: Kleinen Bühne, die die Welt bedeuten. Anlässlich des 100. Geburtstag des Komponisten beleuchtet Rafael Rennicke in seiner dreiteiligen Reihe „Kurtág-Fragmente“ einige Werke Kurtágs nun selbst in fragmentarischer Form: ausschnitthaft, aber doch als Versuch, gerade im Bruchstück die Botschaft von Kurtágs Musik zu erkennen. Hier die Nr. 1.

Die Musikwelt schaute gespannt auf den 23. Juni 1999. An diesem warmen Sommertag gab Nikolaus Harnoncourt in Graz sein Debüt als Wagner-Dirigent. Konzertant, mit Ausschnitten aus „Tannhäuser“ und „Tristan und Isolde“. Rechtzeitig zum 10. Todestag des Dirigenten Anfang März erscheint nun der bislang unveröffentlichte Mitschnitt dieses Konzerts. Eine Wagner-Revolution?

Der Me-too-Skandal um Harvey Weinstein löste vor zehn Jahren eine regelrechte Welle an Vorwürfen, Geständnissen und Verurteilungen aus. Und trotzdem scheint das Thema nach wie vor noch lange nicht aufgearbeitet, vor allem auch in der klassischen Musik. Der Film „Dear Lara“, der jetzt beim Santa Barbara International Film Festival zum ersten Mal gezeigt wurde, taucht tief ein in die Abgründe von Musikschulen, Colleges und Orchestern. Hannah Schmidt hat ihn sich angesehen.

Der „Carnaval“ in Brasilien gilt als stimmungsvollster Karneval überhaupt. Das hat er auch dem Samba zu verdanken: eine Musik, ein Tanz, eine Kultur, die über zweihundert Millionen Menschen mitreißt.

Am vergangenen Wochenende hat der SWR im Rahmen seines Game Jam Computerspiel-Entwickler und Musiker*innen des SWR Symphonieorchesters zusammengebracht. Im Raum stand die Frage, wie gut Gaming und Klassik miteinander „matchen“. SWR-Musikredakteur Sebastian Kiefl war vor Ort und zieht für SWR Kultur ein Fazit.

Sein erstes Fastnachtslied komponierte er auf einem Bierdeckel. Seitdem ist die Mainzer Fastnacht das Revier von Adrian Werum – als Narr wie auch als Musiker. Was ein gelungenes Fastnachtslied auszeichnet und welche Funktion die Musik in Karnevalszeiten hat, erläutert der Komponist und Orchesterleiter in SWR Kultur.

György Kurtag hat nie an den Experimenten der Nachkriegsavantgarde teilgenommen. Jedes Stück ist ein kleines Universum voller Botschaften und Bezüge zu anderen Komponisten von Bach bis Ligeti, zur Literatur oder gibt sich zu erkennen als Geistesblitz rein musikalischer Natur. Am 19. Februar wird der ungarische Komponist 100 Jahre alt. Martina Seeber gibt einen Einblick in sein Leben und Schaffen.

Schon mit 17 sang sie unter seiner Leitung in der Gächinger Kantorei, später konzertierte sie mit ihm jahrelang als Solistin: Die frühere Weltklasse-Sopranistin Christine Schäfer erinnert sich an ihre Begegnungen und ihre Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Helmuth Rilling.

Am Freitag, den 13. regiert traditionell der Aberglaube. Warum das so ist, ist eine lange Geschichte. Klar ist aber auch: In der Musik spielt der Aberglaube zwar nicht die erste Geige, aber manche prominenten Musikerinnen und Musiker hat er ihr Leben lang begleitet. Jan Ritterstaedt hat sich auf die Suche nach dem Aberglauben in der Musikwelt gemacht.

Kultur und Politik – ein heikles Thema, auch ganz abgesehen von allen Debatten um Haushalte, Kürzungen und den Wert von Kunst. Wollen wir mit der Kunst in den Elfenbeinturm entfliehen? Oder im Gegenteil mit Karacho Kurs auf die Realität nehmen? Oder irgendwas dazwischen? SWR Kultur-Kommentator Albrecht Selge hat sich dazu Gedanken gemacht.

Der Dirigent Helmuth Rilling ist am 11. Februar im Alter von 92 Jahren verstorben. Der 1933 in Stuttgart geborene Musiker prägte über Jahrzehnte das internationale Musikleben. 1957 gründete er die Gächinger Kantorei, 1981 die Internationale Bachakademie, die er bis 2013 leitete. Maßstäbe setzte Rilling insbesondere mit seiner Auseinandersetzung mit dem Werk Johann Sebastian Bachs: als erster legte er im Jahr 2000 eine Gesamteinspielung des Vokalwerks vor. Eva Pobeschin erinnert an das Leben Helmuth Rillings.

Wenn die Chemie stimmt, können Kammermusik-Ensembles ein beachtliches Alter erreichen. So feiert das Trio Wanderer im nächsten Jahr bereits seinen 40. Geburtstag – im schnelllebigen Musikgeschäft eine stolze Zahl. In diesen knapp vier Jahrzehnten hat sich das französische Ensemble ein breites Repertoire erschlossen, vor allem mit Werken der deutschen Romantik. Doch noch wähnt man sich nicht am Ziel, wie das neue Doppel-Album zeigt: „Art Nouveau“ lautet der Titel. Auf dem spielt das Klaviertrio „mit all seiner Erfahrung, aber ohne einen Hauch von Routine“, meint SWR Kultur-Kritiker Christoph Vratz.

Philip Glass sagt die Uraufführung seiner Sinfonie über Abraham Lincoln im Kennedy Center ab, Bad Bunny setzt in der Halftime-Show des Super Bowl politische Zeichen: In den USA sehen sich Künstlerinnen und Künstler zunehmend politischen Eingriffen in das kulturelle Leben ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund spricht Ulla Zierau mit dem Musikwissenschaftler Mario Dunkel über die Bedeutung einer freien Kulturszene für eine demokratische Gesellschaft.

Vor hundert Jahren, am 26. Mai 1926, wurde in einer Kleinstadt am Mississippi einer der über den Jazz hinaus einflussreichsten Musiker des letzten Jahrhunderts geboren: der afroamerikanische Trompeter Miles Davis. Auch wenn diesen Musiker etliche Mythen umgeben, hat er doch von den 50er- bis in die 80-Jahre des letzten Jahrhunderts der Jazzentwicklung einige wichtige Impulse gegeben. Der Hamburger Musikjournalist Stefan Hentz widmet sich dem bedeutenden Musiker in der neuen Biografie: „Miles Davis. Sound eines Lebens“.

„Wenn das Baby im Bauch schon Mozart hört, wird es besonders schlau“. So oder so ähnlich lautet ein Mythos aus der Musikwelt. Doch eine neue Studie zeigt nun: alles falsch, Musik macht nicht schlau. Auf diese Nachricht hat Komponist und Glossist Gordon Kampe gewartet.

Claire Huangcis Repertoire ist breit gefächert, es reicht von Tschaikowsky bis Schubert, von Beethoven bis Gershwin, von Bach bis Rachmaninow. Jetzt hat sie ein Konzeptalbum herausgebracht mit Klaviermusik von Komponistinnen. Sie kommen aus unterschiedlichen Zeiten und Welten. Teils sind sie wohlbekannt, wie Fanny Hensel und Clara Wieck-Schumann, teils halbwegs bekannt geworden in jüngster Zeit, dank der Bemühungen der Genderforschung, wie Amy Beach. Und teils müssen sie erst noch entdeckt werden, wie die afroamerikanische Florence Price, die doppelt diskriminiert wurde.

Bei den olympischen Spielen tritt jede Nation mit einer eigenen „Signation“ an den Start, der jeweiligen Nationalhymne. Und das ist Musik, die Identität bündelt und Erinnerung schafft.

Ein Konzerthaus für alle kann nicht funktionieren. Das ist das Fazit, das Robert Blank nach seiner Dissertation über dieses Thema zieht. Viel mehr dient dieser Gedanke als Motivation. Doch es gibt einige Formate, die durchaus Hoffnung machen. In SWR Kultur berichtet er über die besten Beispiele und erklärt, warum ein Konzerthaus für alle unmöglich ist.

Im Radio bringen wir Musik auch zu Hörerinnen und Hörern, die zum Teil nicht die Möglichkeit haben, live ins Konzert zu gehen und freuen uns, ihr Leben auf diese Weise mit Musik bereichern zu können. Dieses Ziel verfolgte auch Yehudi Menuhin, als er 1977 den Verein Live Music Now gegründet hat. Live Music Now organisiert inzwischen auch in Deutschland kostenlose Konzerte für Menschen, die dauerhaft oder vorübergehend in Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen oder anderen sozialen Einrichtungen leben.

Musik zieht sich wie ein roter Faden durch die Olympischen Spiele. Die „Italian Fantasia“ von Mailand und Cortina wurde vom italienischen Komponisten Dardust erdacht.