Interessante Zeitgenossen - Menschen, die etwas zu sagen haben, unterhalten sich 50 Minuten lang mit einem Gastgeber über ihre Arbeit und ihr Leben.

Torsten Krückemeier ist seit fast 28 Jahren im Polizeidienst und leitet seit 2023 das Polizeipräsidium Mittelhessen. Die Polizei als Garant für eine freiheitliche Grundordnung und als Teil unserer demokratischen Gesellschaft - so sieht er die Rolle seiner Organisation.

Ella Carina Werner beobachtet als Autorin, Satirikerin und Redakteurin des Satiremagazins Titanic die Welt mit scharfem Blick. Ihre Texte bewegen sich zwischen Gesellschaftskritik, Feminismus und Komik und zeigen, dass Humor nicht nur unterhalten, sondern auch aufklären und irritieren kann.

Mani Neumeier ist ein Urgestein der deutschen Popmusik. Mit seiner Band Guru Guru tourt er seit 1968 ununterbrochen durch die Lande und verbreitet das, was einmal mehr oder minder respektvoll Krautrock genannt wurde. (Wdh. vom 02.12.2024)

Er läuft als Praktikant im Alltag seiner Gemeindemitglieder mit, veranstaltet "Tupper Partys" und findet Abba-Lieder im Gottesdienst durchaus angemessen. Der Kasseler Pfarrer Christian Schäfer macht nicht alles, aber doch viele anders. (Wdh. vom 26.05.2026)

Häuser, die auf eine Lebenszeit von 30 Jahren errichtet werden, pragmatisch gestaltet und austauschbar. Dagegen setzt sich der Frankfurter Architekt Jens Jakob Happ ein. Er ist heute zu Gast im Doppelkopf. (Wdh. vom 28.05.2026)

Reinhard Friedl ist Herzchirurg und hat vor acht Jahren als Schiffsarzt angeheuert. An Bord großer Kreuzfahrtschiffe ist er für Seekrankheit und einen zwickenden Rücken genauso verantwortlich wie für echte Notfälle. In seinem Buch "Ein Arzt für jede Welle" erzählt er von medizinischen Herausforderungen und den menschlichen Geschichten, die sich tagtäglich auf See abspielen. (Wdh. vom 26.11.2025)

Wer kennt schon noch das bäurische Milieu, wer weiß schon noch wie es in den Köpfen von Landwirten aussieht, egal ob Männer oder Frauen? Und wer kann das aus einer Sicht von innen vermitteln? Reinhard Kaiser-Mühlecker kann das. Der österreichische Schriftsteller ist Landwirtssohn und mittlerweile Inhaber des elterlichen Bauernhofs in der Nähe der Stadt Wels. (Wdh. vom 19.05.2025)

Endlich wieder gut schlafen, das wünscht sich jeder Mensch, vor allem aber Frauen, denn gerade sie sind öfter als Männer von Schlafstörungen betroffen. Warum ist das so? (Wdh. vom 10.06.2026)

Egal ob im Spektrum von Legasthenie oder Dyskalkulie, Aufmerksamkeitsdefizits-Problematiken, Autismus oder dem Tourette-Syndrom, neurodivergente Menschen sind anders, aber gerade deshalb unverzichtbar für die Zukunft unserer Gesellschaft. (Wdh. vom 16.03.2026)

Unser Gast im Doppelkopf ist der Antiquar Wolfgang Rüger. Ihn verband eine enge Freundschaft mit dem Schriftsteller Jürgen Ploog. (Wdh. vom 28.0.2025)

Felix Effenberger ist Neurowissenschaftler aus Frankfurt und fasziniert von der Idee, dass unser biologisches Gehirn die perfekte Vorlage für eine völlig neue Generation künstlicher Intelligenz sein könnte, die ähnlich funktioniert wie ihr biologisches Vorbild. (Wdh. vom 27.11.2025)

Rafik Schami kam Anfang der 1970er Jahre aus Syrien nach Deutschland. Er floh vor politischer Verfolgung, zu einer Zeit, als Begriffe wie Willkommenskultur oder Integration noch kaum Teil der öffentlichen Debatte waren. In Heidelberg studierte er Chemie, promovierte und begann zugleich, Geschichten zu erzählen - zunächst in kleinen Literaturgruppen, später vor einem immer größeren Publikum.

Wolfgang Sandner hat mit seinem feinen Gespür für Klang und seinem kritischen Blick, die Musiklandschaft Deutschlands über viele Jahrzehnte geprägt. Jetzt hat er auch den Hessischen Jazzpreis bekommen. Als langjähriger FAZ-Redakteur und Biograf von Leonard Bernstein und Keith Jarrett hat er Generationen von Lesern das Abenteuer Musik nahegebracht. (Wdh. vom 02.12.2025)

Hartmut Rosa gehört zu den bekanntesten Soziologen Deutschlands. In seinem neuesten Buch beschäftigt er sich mit dem Phänomen, dass wir immer häufiger den "Spielraum" verlieren. (Wdh. vom 10.03.2026)

Kleidung, Räume, Produkte, Kunstwerke, überall spielen Farben eine Rolle. Je nach Kontext empfinden Menschen sie unterschiedlich. Ein tiefes Rot kann in einem glamourösen Umfeld sinnlich und kraftvoll wirken, im Krankenhaus eher beunruhigen. (Wdh. vom 13.01.2026)

Wie erinnert man an den Nationalsozialismus in einer digitalen Welt? Und wie erreicht man Menschen, die mit historischen Themen sonst kaum in Berührung kommen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Susanne Siegert.

Philipp Keel ist ein äußerst vielseitiger Kulturschaffender: Er ist Fotokünstler, Maler, Zeichner, Filmemacher und -produzent sowie Autor und Verleger - seit 2012 leitet er mit dem Zürcher Diogenes Verlag Europas größten unabhängigen Belletristik Verlag. (Wdh. vom 26.06.2025)

Gumbrecht, der "Rockstar der Geisteswissenschaften"! So wird Hans Ulrich Gumbrecht, bisweilen genannt. Er ist 1948 in Würzburg geboren, hat als Professor für Romanistik an verschiedenen deutschen Universitäten unterrichtet, ehe er 1989 in die USA übersiedelte. Dort lehrte er bis zu seiner Emeritierung 2018 an der Stanford University in San Francisco. (Wdh. vom 16.04.2026)

Magnus Brechtken ist stellvertretender Direktor beim Institut für Zeitgeschichte in München und lehrt als Professor an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. (Wdh. vom 27.06.2025)

Politisch, lakonisch und witzig - so blickt Bettina Bexte auf die Welt. Die Bremer Cartoonistin ist bekannt für ihre pointierten Zeichnungen und Kurzcomics, in denen sie Alltagssituationen beobachtet und gesellschaftliche Entwicklungen mit feinem Humor kommentiert. Nun hat Bettina Bexte ihre erste Graphic Novel veröffentlicht. "In allem ein Stück zuhause" erzählt die Geschichten von fünf Menschen, die nach Deutschland eingewandert sind und hier ihren Platz gefunden haben.

Oliver Maria Schmitt ist Herausgeber der Satirezeitschrift Titanic und war dort fünf Jahre Chefredakteur. Er ist Autor und Journalist, er schreibt Romane und Reportagen, vor allem Reiseberichte, Hörspiele, er war Mitbegründer der Partei "Die Partei", für das Amt eines Oberbürgermeisters hat er mal kandidiert und Sänger und Gitarrist einer Punkband war er auch schon. (Wdh. vom 30.09.2025)

Der Mensch sucht seit jeher nach Heilung und Besserung. Das weiß auch Mediziner und SZ-Wissenschaftsredakteur Werner Bartens, der in seinem jüngsten Buch "Leib und Seele" die Geschichte der Medizin erzählt. (Wdh. vom 11.02.2026)

Walter Heller hat einen Bombenangriff und eine Scheinerschießung überlebt. Der gebürtige Steinwänder gilt als DER Sprachexperte für den Rhöner Dialekt und der Regionalgeschichte. Im hr2 Doppelkopf erzählt er, wo der Schmied für das Zähne-Ziehen zuständig war. (Wdh. vom 06.10.2025)

Sandra Lüpkes hat eine beeindruckende Karriere hinter sich: Von der Schaufensterdekorateurin zur Schriftstellerin. Damit macht sie heute, was sie schon immer machen wollte - sie schreibt. Und zwar Bücher verschiedener Genres: Krimis, Romane und Drehbücher unter anderem für die Wilsberg-Krimis.

Pathologen sind schrullige Typen, die im Tatort die Leichen aufschlitzen? Nicht vollkommen falsch, aber doch nur ein sehr kleiner Ausschnitt von dem, was Pathologen tatsächlich tun. Prof. Dr. Irina Berger ist Chefärztin der Pathologie am Klinikum Kassel. Sie versucht jeden Tag zu entschlüsseln, wie krankes Gewebe sich entwickelt, um mit diesem Wissen Tumore zu bekämpfen - und zwar passgenau für jeden Patienten. (Wdh. vom 18.09.2025)

Sie rufen "Christ is King" und wollen Staat und Gesellschaft in eine Theokratie umwandeln. In Donald Trump sehen sie den von Gott gesandten Rächer, während sich sein Kriegsminister Pete Hegseth mit nacktem Oberkörper als "Christian Warrior" inszeniert. (Wdh. vom 27.04.2026)

Seit 1976 ist das Landes Jugend Sinfonie Orchester Hessen die Talentschmiede des Landes. Zum 50. Jubiläum, am 9. August, kehren Ehemalige aller Generationen dorthin zurück, wo ihre musikalische Reise begann, und treffen im hr-Sendesaal auf die aktuelle Besetzung des Orchesters. Geleitet wird das Konzert vom Dirigenten Nicolás Pasquet. (Wdh. vom 12.04.2023)

Der verstorbene Theaterregisseur und Intendant Claus Peymann wurde 1937 in Bremen geboren und wuchs als Sohn eines NS-Parteimitglieds in der Hansestadt auf. Aus dieser Zeit erzählt er in seinem Köpenicker Garten, Geschichten, die er vorher noch niemanden erzählt hat, wie er selbst sagt.

Als im Frankfurter Zoo vier Orang Utans ausgebüchst waren, riefen die Pflegerinnen und Pfleger die Tiere noch auf dem Gelände beim Namen, die brav zurückkamen und sich ihre Leckerlis holten. Die Verhaltensbiologin Isabelle Laumer überrascht das nicht. Ihr Forschungsgebiet sind Menschenaffen, insbesondere Orang Utans. (Wdh. vom 23.10.2025)

Justus Bender ist Journalist der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und beschäftigt sich mit der AfD seit ihrer Gründung. Seiner Analyse nach wird diese Partei falsch verstanden. Die Wählerschaft der AfD sei weder im Kern rechtsextrem noch würde die Angst vor dem sozialen Abstieg die Wahlentscheidung dominieren. (Wdh. vom 24.03.2026)

Eigentlich wollte seine Frau nur verhindern, dass ihm als Rentner die Decke auf den Kopf fällt. Aus diesem gut gemeinten Rat wurde eine Aufgabe, die bis heute sein Leben prägt: Willi Schmid, Vorsitzender der Tafel Hessen e.V., engagiert sich seit vielen Jahren für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.

Wenn Bijan Kaffenberger spricht, verlassen quietschende Laute seinen Mund. Ab und zu zuckt sein ganzer Körper. Bijan Kaffenberger kann das nicht kontrollieren, denn er hat das Tourette-Syndrom.

Wenn die Thesen unseres Gastes heute standhalten, hinterlässt sein Buch "Von Bayreuth nach Auschwitz" ein Trümmerfeld. (Wdh. vom 23.06.2026)

Wenn die Tech-Giganten aus dem Silicon Valley über KI, also "Künstliche Intelligenz", reden, geizen sie nicht mit Superlativen. Künstliche Intelligenz wird als die Lösung aller Menschheitsprobleme angepriesen. Weshalb das Silicon Valley jede Art von Regulierung ablehnt. (Wdh. vom 17.03.2026)

Vom Kriegsdienstverweigerer zum Befürworter einer wehrhaften Demokratie: In seinem neuen Buch ‚Für den Frieden - Widerruf meiner Kriegsdienstverweigerung‘ beschreibt der Theologe, Autor und Publizist Stephan Anpalagan seinen persönlichen Perspektivwechsel, in dessen Zentrum die Frage nach der eigenen Verantwortung für den Schutz einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung steht.

Über 25 Jahre lang saß der SPD-Politiker Michael Roth für seinen Nordosthessischen Wahlkreis im deutschen Bundestag. Roth war in der großen Koalition auch viele Jahre Staatsminister für Europa. Bis er psychisch schwer erkrankte und es einfach nicht mehr weiter ging. (Wdh. vom 31.03.2026)

Unsere Gesellschaft ist im Dauerkrisenmodus. Immer mehr Menschen scheinen mit den Zumutungen demokratischer Systeme überfordert. Nicht wenige tauchen in digitale Blasen ab und wählen radikale Parteien, die einfache Lösungen versprechen. Mit Moralappellen oder Cancel Culture bringen wir die zersplitterte Gesellschaft nicht wieder zusammen, sagt die Politikwissenschaftlerin Liya Yu.

Egal ob im Spektrum von Legasthenie oder Dyskalkulie, Aufmerksamkeitsdefizits-Problematiken, Autismus oder dem Tourette-Syndrom, neurodivergente Menschen sind anders, aber gerade deshalb unverzichtbar für die Zukunft unserer Gesellschaft. (Wdh. vom 16.03.2026)

An welche Menschen denken wir, wenn wir von Armut sprechen? Den Bettler, der auf dem kalten Boden in der Innenstadt sitzt? Die Leute, die ihr Essen bei der Tafel holen? Oder Menschen, die nach Pfandflaschen suchen? (Wdh. vom 28.04.2026)

Veronika Kracher, Jahrgang 1990, hat in Frankfurt und Mainz Soziologie und Literaturwissenschaften studiert. Als Autorin, Publizistin und Bildungsreferentin beschäftigt sie sich mit digitaler Misogynie, Antifeminismus, Online-Radikalisierung und Rechtsextremismus.

Für Raphaela Edelbauer sind literarische Werke Gedankenexperimente, die wie naturwissenschaftliche Modelle funktionieren und so mehr über die Realität aussagen als etwa autofiktionale Texte. (Wdh. vom 26.03.2026)

Die Autorin Barbara Schmutz, hat sich intensiv in einem Buch mit der Liebe beschäftigt hat. "Alles Liebe" heißt es und dafür hat die Journalistin, Publizistin, Dokumentarfilmerin ungewöhnliche Orte aufgesucht. (Wdh. vom 25.03.2026)

Giovanni Maio ist Arzt und Philosoph. Eine etwas ungewöhnliche Kombination, aber für ihn ist es die Grundlage seines beruflichen Selbstverständnisses. Medizin als soziale Praxis, in der er in erster Linie den Menschen sieht und dann erst die technischen Behandlungsmöglichkeiten.

Musik wird gehört - überall, in Räumen, auf Straßen, im Auto, beim Einkaufen, beim Laufen. Wir sind von Musik umgeben. Was aber macht diese Dauerbeschallung mit dem Menschen, mit seinem Gehirn?

Einsamkeit ist ein schmerzhaftes Gefühl, das es möglichst zu vermeiden gilt - im Gegensatz zum Alleinsein. Das streben viele Menschen sogar an.

Als Michael von Hintzenstern 1970 elektronische Musik von Karlheinz Stockhausen im Radio hört, ist der 14-jährige geflasht. Er muss den Komponisten kennenlernen. Aber wie? Er lebt in Weimar, Stockhausen in Köln. Dazwischen die Mauer; doch sechs Jahre später gelingt es. Beginn einer lebenslangen Künstlerfreundschaft.

Elisabeth Niejahr ist Wirtschaftsjournalistin. Sie hat beim Spiegel gearbeitet, war viele Jahre bei der Zeit, hat ihre Brötchen als Chefreporterin der WirtschaftsWoche verdient, schreibt über wirtschafts- und politische Themen, ist Autorin mehrerer Bücher und häufig in politischen Talkshows zu Gast. (Wdh. vom 02.02.2026)

Die Erde verfügt über etwas vielfach unterschätzt Wertvolles: den Boden. In ihm leben Bakterien, Pilze, unzählige kleine Tiere. Sie machen den Boden fruchtbar und wertvoll. (Wdh. vom 21.01.2026)

Wenn die Thesen unseres Gastes heute standhalten, hinterlässt sein Buch "Von Bayreuth nach Auschwitz" ein Trümmerfeld.

Thomas Hettche wurde 1964 im mittelhessischen Treis am Rand des Vogelsbergs geboren. Er gehört zu den Autoren, die Literatur nie als abgeschlossenen Raum verstanden haben, sondern als offenen Prozess - zwischen Geschichte und Gegenwart, Fantasie und Medien. (Wdh. vom 19.03.2026)

Sonja Eismann, geboren 1973 in Heidelberg, ist Mitgründerin und bis heute Redakteurin des Missy Magazine, Untertitel: Pop, Politik & Feminismus. (Wdh. vom 02.03.2026)