Interessante Zeitgenossen - Menschen, die etwas zu sagen haben, unterhalten sich 50 Minuten lang mit einem Gastgeber über ihre Arbeit und ihr Leben.

Der Mensch sucht seit jeher nach Heilung und Besserung. Das weiß auch Mediziner und SZ-Wissenschaftsredakteur Werner Bartens, der in seinem jüngsten Buch "Leib und Seele" die Geschichte der Medizin erzählt. (Wdh. vom 11.02.2026)

Walter Heller hat einen Bombenangriff und eine Scheinerschießung überlebt. Der gebürtige Steinwänder gilt als DER Sprachexperte für den Rhöner Dialekt und der Regionalgeschichte. Im hr2 Doppelkopf erzählt er, wo der Schmied für das Zähne-Ziehen zuständig war. (Wdh. vom 06.10.2025)

Sandra Lüpkes hat eine beeindruckende Karriere hinter sich: Von der Schaufensterdekorateurin zur Schriftstellerin. Damit macht sie heute, was sie schon immer machen wollte - sie schreibt. Und zwar Bücher verschiedener Genres: Krimis, Romane und Drehbücher unter anderem für die Wilsberg-Krimis.

Pathologen sind schrullige Typen, die im Tatort die Leichen aufschlitzen? Nicht vollkommen falsch, aber doch nur ein sehr kleiner Ausschnitt von dem, was Pathologen tatsächlich tun. Prof. Dr. Irina Berger ist Chefärztin der Pathologie am Klinikum Kassel. Sie versucht jeden Tag zu entschlüsseln, wie krankes Gewebe sich entwickelt, um mit diesem Wissen Tumore zu bekämpfen - und zwar passgenau für jeden Patienten. (Wdh. vom 18.09.2025)

Sie rufen "Christ is King" und wollen Staat und Gesellschaft in eine Theokratie umwandeln. In Donald Trump sehen sie den von Gott gesandten Rächer, während sich sein Kriegsminister Pete Hegseth mit nacktem Oberkörper als "Christian Warrior" inszeniert. (Wdh. vom 27.04.2026)

Seit 1976 ist das Landes Jugend Sinfonie Orchester Hessen die Talentschmiede des Landes. Zum 50. Jubiläum, am 9. August, kehren Ehemalige aller Generationen dorthin zurück, wo ihre musikalische Reise begann, und treffen im hr-Sendesaal auf die aktuelle Besetzung des Orchesters. Geleitet wird das Konzert vom Dirigenten Nicolás Pasquet. (Wdh. vom 12.04.2023)

Der verstorbene Theaterregisseur und Intendant Claus Peymann wurde 1937 in Bremen geboren und wuchs als Sohn eines NS-Parteimitglieds in der Hansestadt auf. Aus dieser Zeit erzählt er in seinem Köpenicker Garten, Geschichten, die er vorher noch niemanden erzählt hat, wie er selbst sagt.

Als im Frankfurter Zoo vier Orang Utans ausgebüchst waren, riefen die Pflegerinnen und Pfleger die Tiere noch auf dem Gelände beim Namen, die brav zurückkamen und sich ihre Leckerlis holten. Die Verhaltensbiologin Isabelle Laumer überrascht das nicht. Ihr Forschungsgebiet sind Menschenaffen, insbesondere Orang Utans. (Wdh. vom 23.10.2025)

Justus Bender ist Journalist der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und beschäftigt sich mit der AfD seit ihrer Gründung. Seiner Analyse nach wird diese Partei falsch verstanden. Die Wählerschaft der AfD sei weder im Kern rechtsextrem noch würde die Angst vor dem sozialen Abstieg die Wahlentscheidung dominieren. (Wdh. vom 24.03.2026)

Eigentlich wollte seine Frau nur verhindern, dass ihm als Rentner die Decke auf den Kopf fällt. Aus diesem gut gemeinten Rat wurde eine Aufgabe, die bis heute sein Leben prägt: Willi Schmid, Vorsitzender der Tafel Hessen e.V., engagiert sich seit vielen Jahren für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.

Wenn Bijan Kaffenberger spricht, verlassen quietschende Laute seinen Mund. Ab und zu zuckt sein ganzer Körper. Bijan Kaffenberger kann das nicht kontrollieren, denn er hat das Tourette-Syndrom.

Wenn die Thesen unseres Gastes heute standhalten, hinterlässt sein Buch "Von Bayreuth nach Auschwitz" ein Trümmerfeld. (Wdh. vom 23.06.2026)

Wenn die Tech-Giganten aus dem Silicon Valley über KI, also "Künstliche Intelligenz", reden, geizen sie nicht mit Superlativen. Künstliche Intelligenz wird als die Lösung aller Menschheitsprobleme angepriesen. Weshalb das Silicon Valley jede Art von Regulierung ablehnt. (Wdh. vom 17.03.2026)

Vom Kriegsdienstverweigerer zum Befürworter einer wehrhaften Demokratie: In seinem neuen Buch ‚Für den Frieden - Widerruf meiner Kriegsdienstverweigerung‘ beschreibt der Theologe, Autor und Publizist Stephan Anpalagan seinen persönlichen Perspektivwechsel, in dessen Zentrum die Frage nach der eigenen Verantwortung für den Schutz einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung steht.

Über 25 Jahre lang saß der SPD-Politiker Michael Roth für seinen Nordosthessischen Wahlkreis im deutschen Bundestag. Roth war in der großen Koalition auch viele Jahre Staatsminister für Europa. Bis er psychisch schwer erkrankte und es einfach nicht mehr weiter ging. (Wdh. vom 31.03.2026)

Unsere Gesellschaft ist im Dauerkrisenmodus. Immer mehr Menschen scheinen mit den Zumutungen demokratischer Systeme überfordert. Nicht wenige tauchen in digitale Blasen ab und wählen radikale Parteien, die einfache Lösungen versprechen. Mit Moralappellen oder Cancel Culture bringen wir die zersplitterte Gesellschaft nicht wieder zusammen, sagt die Politikwissenschaftlerin Liya Yu.

Egal ob im Spektrum von Legasthenie oder Dyskalkulie, Aufmerksamkeitsdefizits-Problematiken, Autismus oder dem Tourette-Syndrom, neurodivergente Menschen sind anders, aber gerade deshalb unverzichtbar für die Zukunft unserer Gesellschaft. (Wdh. vom 16.03.2026)

An welche Menschen denken wir, wenn wir von Armut sprechen? Den Bettler, der auf dem kalten Boden in der Innenstadt sitzt? Die Leute, die ihr Essen bei der Tafel holen? Oder Menschen, die nach Pfandflaschen suchen? (Wdh. vom 28.04.2026)

Veronika Kracher, Jahrgang 1990, hat in Frankfurt und Mainz Soziologie und Literaturwissenschaften studiert. Als Autorin, Publizistin und Bildungsreferentin beschäftigt sie sich mit digitaler Misogynie, Antifeminismus, Online-Radikalisierung und Rechtsextremismus.

Für Raphaela Edelbauer sind literarische Werke Gedankenexperimente, die wie naturwissenschaftliche Modelle funktionieren und so mehr über die Realität aussagen als etwa autofiktionale Texte. (Wdh. vom 26.03.2026)

Die Autorin Barbara Schmutz, hat sich intensiv in einem Buch mit der Liebe beschäftigt hat. "Alles Liebe" heißt es und dafür hat die Journalistin, Publizistin, Dokumentarfilmerin ungewöhnliche Orte aufgesucht. (Wdh. vom 25.03.2026)

Giovanni Maio ist Arzt und Philosoph. Eine etwas ungewöhnliche Kombination, aber für ihn ist es die Grundlage seines beruflichen Selbstverständnisses. Medizin als soziale Praxis, in der er in erster Linie den Menschen sieht und dann erst die technischen Behandlungsmöglichkeiten.

Musik wird gehört - überall, in Räumen, auf Straßen, im Auto, beim Einkaufen, beim Laufen. Wir sind von Musik umgeben. Was aber macht diese Dauerbeschallung mit dem Menschen, mit seinem Gehirn?

Einsamkeit ist ein schmerzhaftes Gefühl, das es möglichst zu vermeiden gilt - im Gegensatz zum Alleinsein. Das streben viele Menschen sogar an.

Als Michael von Hintzenstern 1970 elektronische Musik von Karlheinz Stockhausen im Radio hört, ist der 14-jährige geflasht. Er muss den Komponisten kennenlernen. Aber wie? Er lebt in Weimar, Stockhausen in Köln. Dazwischen die Mauer; doch sechs Jahre später gelingt es. Beginn einer lebenslangen Künstlerfreundschaft.

Elisabeth Niejahr ist Wirtschaftsjournalistin. Sie hat beim Spiegel gearbeitet, war viele Jahre bei der Zeit, hat ihre Brötchen als Chefreporterin der WirtschaftsWoche verdient, schreibt über wirtschafts- und politische Themen, ist Autorin mehrerer Bücher und häufig in politischen Talkshows zu Gast. (Wdh. vom 02.02.2026)

Die Erde verfügt über etwas vielfach unterschätzt Wertvolles: den Boden. In ihm leben Bakterien, Pilze, unzählige kleine Tiere. Sie machen den Boden fruchtbar und wertvoll. (Wdh. vom 21.01.2026)

Wenn die Thesen unseres Gastes heute standhalten, hinterlässt sein Buch "Von Bayreuth nach Auschwitz" ein Trümmerfeld.

Thomas Hettche wurde 1964 im mittelhessischen Treis am Rand des Vogelsbergs geboren. Er gehört zu den Autoren, die Literatur nie als abgeschlossenen Raum verstanden haben, sondern als offenen Prozess - zwischen Geschichte und Gegenwart, Fantasie und Medien. (Wdh. vom 19.03.2026)

Sonja Eismann, geboren 1973 in Heidelberg, ist Mitgründerin und bis heute Redakteurin des Missy Magazine, Untertitel: Pop, Politik & Feminismus. (Wdh. vom 02.03.2026)

Vier von zehn Menschen in Deutschland haben eine Migrationsgeschichte. Eine Geschichte, die fast immer verbunden ist mit der Frage: "Gehöre ich hier wirklich dazu?" Für den Kölner Soziologen Musa Deli ist Zugehörigkeit bis heute ein Versprechen, das nicht eingelöst wird.

Harald Jähner, geb. 1953 in Duisburg, ist Journalist und Autor von drei Büchern über deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert. Bis 2015 war er Feuilletonchef der Berliner Zeitung und Honorarprofessor für Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin. (Wdh. vom 22.06.2026)

Sie sitzen im Zentrum der Macht, beraten Regierungen und Unternehmen, lenken die Geschicke von Staaten und Institutionen: die Ökonomen. Einer von ihnen ist Daniel Stähr, Jahrgang 1990.

Endlich wieder gut schlafen, das wünscht sich jeder Mensch, vor allem aber Frauen, denn gerade sie sind öfter als Männer von Schlafstörungen betroffen. Warum ist das so?

"Das können wir uns nicht leisten." Ein Satz, der Miriam Davoudvandi ihre ganze Kindheit und Jugend hindurch begleitet hat. Als Tochter einer rumänischen Mutter und eines iranischen Vaters hat sie von klein auf erfahren, was Armut in einem reichen Land bedeutet.

Heike Mayer ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und IFS-Therapeutin und Ausbilderin. Wobei "IFS" für "Innere Familien Systeme" steht. (Wdh. vom 07.10.2025)

Dennis Martin ist Komponist, Sänger und Pianist. Eher beiläufig kam er zum Musical, als er für seine Heimatstadt Fulda den Stoff des Stadtheiligen Bonifatius für ein Musical umarrangierte.

Torsten Krückemeier ist seit fast 28 Jahren im Polizeidienst und leitet seit 2023 das Polizeipräsidium Mittelhessen. Die Polizei als Garant für eine freiheitliche Grundordnung und als Teil unserer demokratischen Gesellschaft - so sieht er die Rolle seiner Organisation.

Jenni Zylka, Jahrgang 1969, ist eine Allrounderin. Journalistin, Autorin, Moderatorin, Jurorin, Kuratorin, unter anderem bei der Berlinale und einiges mehr. Jetzt hat sie ein Buch über einen der größten Filmstars des 20.Jahrhunderts geschrieben: Marylin Monroe, die am 1.Juni 100 Jahre alt würde, wäre sie nicht schon 1962 mit gerade mal sechsunddreißig gestorben.

Häuser, die auf eine Lebenszeit von 30 Jahren errichtet werden, pragmatisch gestaltet und austauschbar. Dagegen setzt sich der Frankfurter Architekt Jens Jakob Happ ein. Er ist heute zu Gast im Doppelkopf.

Er läuft als Praktikant im Alltag seiner Gemeindemitglieder mit, veranstaltet "Tupper Partys" und findet Abba-Lieder im Gottesdienst durchaus angemessen. Der Kasseler Pfarrer Christian Schäfer macht nicht alles, aber doch viele anders.

Yasemin El-Menouar beschäftigt sich bei der Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh unter anderem mit dem Zusammenhang von Religion und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Die Soziologin leitet seit gut zehn Jahren den Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung. (Wdh. vom 07.07.2025)

Britta Laubvogel baut Brücken in neue Lebensabschnitte. Seit sie selbst durch einen schweren Schicksalsschlag abrupt in eine völlig neue Situation geschleudert wurde, will sie Veränderungen bewusst gestalten. Nicht nur für sich, sondern auch für andere.

Franca Cerutti ist Psychologin, Autorin, Podcasterin und Host der neuen ARD Doku-Serie "Familientherapie mit Franca Cerutti". (Wdh. vom 08.12.2025)

Haben wir in unserer Gesellschaft viel zu lange an einer bestimmten Vorstellung vom Alter, vom Altwerden und Altsein festgehalten? An der Vorstellung, dass sich unser Geist und unser Körper in einem stetigen Abbauprozess befinden, mit dem wir uns arrangieren müssen? Und haben wir vielleicht unsere Idee der Pflege und der Ausstattung unserer Pflegheime viel zu einseitig darauf ausgerichtet? (Wdh. vom 26.01.2026)

Ingo Wegerich ist fasziniert vom Boxen und von der Kunst, die rund um diesen Sport entsteht. "Boxen selbst ist eine Kunst. Du gewinnst nicht, weil du der stärkere bist, sondern du gewinnst, weil du der bessere Kämpfer bist", sagt er.

Die Investigativjournalistin Angelique Geray hat sich über viele Jahre eine zweite Identität aufgebaut und ist immer tiefer in die rechtsextreme Szene eingetaucht. Dabei ist sie auf ein breites Netzwerk junger Menschen gestoßen, die Hitlerbilder liken, Fackelumzüge veranstalten, die mit Gewalttaten prahlen und die die braunen Ideen von gestern wieder "hip" finden.

Seit über einem Jahr ist Christiane Tietz Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN). Davor war sie Professorin für Systematische Theologie in Zürich. Sie kam von außen und übernahm die Leitung der hessischen evangelischen Landeskirche in einer Zeit tiefer Umbrüche. (Wdh. vom 19.02.2026)

Marc Hinzmann wurde im August 2021 mit einem zusammengewürfelten Team von Feldjägern nach Afghanistan beordert. In Kabul herrschte nach der Machtübernahme durch die Taliban Chaos.

"Ich bin eine Optimistin, aber ich bin auch sehr realistisch. Wenn man nicht mehr optimistisch und zuversichtlich ist, dann kann man es - glaube ich - ganz sein lassen."

Der Fotokünstler und Filmemacher Luigi Toscano hat mehr als 600 Holocaust-Überlebende im Bild festgehalten. "Gegen das Vergessen" heißt sein Projekt, mit dem er mittlerweile durch viele Länder gereist ist. Eine fotografische Wanderausstellung im Öffentlichen Raum und eine ganz persönliche Mission.