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In Europa tobt der Zweite Weltkrieg. Die Nazis wüten, und auch die Schweiz zittert. In Zürich jedoch wird Theater gespielt. Das Schauspielhaus erlebt seinen Höhepunkt als Emigrantentheater – und wird zum Symbol der geistigen Landesverteidigung. Nach Ferdinand Riesers Abgang durchlebt das Emigranten-Ensemble am Schauspielhaus eine unsichere Zeit, geprägt von der Angst, Arbeit zu verlieren und den Nazis in die Hände zu fallen. Kurt Hirschfeld rettet die Bühne, indem er mit einflussreichen Bürgern und Stadtpräsident Emil Klöti die neue Schauspiel AG gründet und Gelder akquiriert. Direktor wird der als unpolitisch geltende Schweizer Oskar Wälterlin, nicht Hirschfeld, um Risiken durch den Nazi-Druck zu vermeiden. Hirschfeld arbeitet als Dramaturg. Hirschfeld und Wälterlin gelten in den kommenden Jahren als «Dreamteam» am Schauspielhaus. Sie verzichten auf offensichtlich politische Stücke. Spielen viele Klassiker, die sie mit aktueller Bedeutung aufladen. Legendär sind der Tell von Schiller oder Götz von Berlichingen von Goethe. In beiden spielt Heinrich Gretler die Hauptrolle. Der populäre Schauspieler wird auf der Bühne fast so etwas wie das Gesicht der geistigen Landesverteidigung. Im Mai 1940, als die Kriegsgefahr für die Schweiz besonders gross ist, setzen die beiden einen weiteren Akzent auf der Pfauenbühne. Hitler beginnt seinen Westfeldzug, und es gibt Gerüchte, dass auch die Schweiz bald an der Reihe ist. Die Zürcherinnen und Zürcher verlassen ihre Stadt in Scharen. Auch die Emigrantinnen und Emigranten haben ihre Koffer gepackt. Aber sie bleiben – und spielen. Am 18. Mai 1940 kommt es zur Premiere von Goethes Faust II. Ein Lieblingsstück der Nazis – das in Zürich ganz anders interpretiert wird. Es ist ein sehr eindrückliches Beispiel dafür, welche Kraft Theater haben kann. Aber nicht nur mit Klassikern, sondern auch mit Erstaufführungen von Exilautoren macht das Theater von sich reden. Ein bekanntes Beispiel ist die «Mutter Courage» von Berthold Brecht - ein Antikriegsstück mit der grossen Therese Giehse in der Hauptrolle. Der Zweite Weltkrieg hat eine einmalige Situation geschaffen. Der gemeinsame Feind und die Angst schweissen alle zusammen. Emigranten-Ensemble, Zuschauerinnen und Zuschauer, Theaterleitung, Politik und Presse. Und das ist bis heute die Basis des Schauspielhaus-Mythos. ____________________ In dieser Episode zu hören: Dagmar Walser, SRF-Theaterredaktorin ____________________ Recherche, Produktion und Moderation: Vera Deragisch ____________________ Literatur: Bachmann, Dieter/Schneider, Rolf (Hsg.) (1987): Das verschonte Haus – Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Ammann Verlag. Neue Schauspiel AG (1978): Vom Variété zum neuen Schauspielhaus – Die Geschichte des Schauspiels in Zürich. Peter Felix. Schoop, Günther (1957): Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Oprecht. Buns, Brigitte/deutsches Theatermuseum (Hsg.) (2007): Werft Eure Hoffnung über die Grenzen. Theater im Schweizer Exil und seine Rückkehr. Henschel. Kröger, Ute /Exinger, Peter (1998): In welchen Zeiten leben wir! Das Schauspielhaus Zürich 1938 -1998. Limmat Verlag. Amrein, Ursula (2004): Los von Berlin. Die Literatur- und Theaterpolitik der Schweiz und das «Dritte Reich», Chronos Verlag. ____________________ Links: SRF2 Kontext über die Bühnen-Diskussion 2021: Kann das weg? – Das Theater um den Pfauen - Audio & Podcasts - SRF DRS-Sendung Passage 2015: Kurt Hirschfeld – der Zauberer im Zürcher Schauspielhaus - Audio & Podcasts - SRF DRS-Sendung Schauplatz 1988: https://www.srf.ch/play/tv/schauplatz/video/50-theaterjahre-neue-schauspiel-ag--50-jahre-schauspielhaus?urn=urn:srf:video:51b69199-2663-4193-b99e-456454a4bd25 SRF-Kritik Hirschfeld-Film: https://www.srf.ch/kultur/film-serien/neu-im-kino-kurt-hirschfeld-spaeter-applaus-fuer-einen-vergessenen ____________________ Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.
Im zweiten Weltkrieg ist das Zürcher Schauspielhaus ein wichtiger Zufluchtsort. Künstlerinnen und Künstler, die vom Nationalsozialismus verfolgt werden, finden an diesem Schweizer Theater eine neue Heimat. Den Grundstein dafür legt vor 100 Jahren ein Zürcher Weinhändler. Die Ursprünge des Schauspielhauses reichen noch weiter zurück. Und sie sind weit entfernt von einem künstlerisch anspruchsvollen Theater. Das «Volkstheater zum Pfauen» ist um die Jahrhundertwende eine Art Varieté-Theater mit Biergarten und Kegelbahn. Mit finanziellen Nöten und unterschiedlichen Besitzern. Es wird die Jahre darauf zur Nebenbühne des Stadttheaters, des heutigen Opernhauses. Aber auch dieses Konzept hat zu wenig Erfolg. Und dann tritt ein gewisser Ferdinand Rieser auf die Bühne. Ein jüdischer Kaufmann mit viel Leidenschaft fürs Theater, aber wenig Erfahrung. Er übernimmt das Schauspielhaus und baut es 1926 um. Ihm ist es zu verdanken, dass das Schauspielhaus zum wichtigsten Emigranten-Theater im deutschsprachigen Raum wird. Als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kommen, holt er verfolgte Schauspielerinnen und Regisseure nach Zürich, die in Deutschland nicht mehr arbeiten können. Am Schauspielhaus Zürich werden Stücke gezeigt, die in Deutschland verboten sind und sich kritisch mit den Entwicklungen im Nationalsozialismus auseinandersetzen. Diese politische Haltung provoziert heftige Reaktionen. Deutsche Nazi-Spitzel und die nazifreundliche Nationale Front in der Schweiz versuchen, das Theater einzuschüchtern. Es gibt Drohungen und Proteste. Das Schauspielhaus braucht für gewisse Aufführungen Polizeischutz. Auch aus gemässigteren Kreisen gibt es Kritik. Der Schweizer Schriftstellerverband fordert mehr Schweizer Stücke und wettert gegen das «unschweizerische» Theater. Rieser hält dem Druck zunächst noch Stand. Doch 1938 sieht er sich gezwungen, das Handtuch zu werfen. Er emigriert mit seiner Familie in die USA. ____________________ In dieser Episode zu hören: Dagmar Walser, SRF-Theaterredaktorin Pinar Karabulut, Co-Intendantin Schauspielhaus Zürich Hannah Schünemann, Chefdramaturgin Schauspielhaus Zürich ____________________ Recherche, Produktion und Moderation: Vera Deragisch ____________________ Literatur: Bachmann, Dieter/Schneider, Rolf (Hsg.) (1987): Das verschonte Haus – Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Ammann Verlag. Neue Schauspiel AG (1978): Vom Variété zum neuen Schauspielhaus – Die Geschichte des Schauspiels in Zürich. Peter Felix. Schoop, Günther (1957): Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Oprecht. Buns, Brigitte/deutsches Theatermuseum (Hsg.) (2007): Werft Eure Hoffnung über die Grenzen. Theater im Schweizer Exil und seine Rückkehr. Henschel. Kröger, Ute /Exinger, Peter (1998): In welchen Zeiten leben wir! Das Schauspielhaus Zürich 1938 -1998. Limmat Verlag. Amrein, Ursula (2004): Los von Berlin. Die Literatur- und Theaterpolitik der Schweiz und das «Dritte Reich», Chronos Verlag. ____________________ Links: SRF2 Kontext über die Bühnen-Diskussion 2021: Kann das weg? – Das Theater um den Pfauen - Audio & Podcasts - SRF DRS-Sendung Passage 2015: Kurt Hirschfeld – der Zauberer im Zürcher Schauspielhaus - Audio & Podcasts - SRF DRS-Sendung Schauplatz 1988: https://www.srf.ch/play/tv/schauplatz/video/50-theaterjahre-neue-schauspiel-ag--50-jahre-schauspielhaus?urn=urn:srf:video:51b69199-2663-4193-b99e-456454a4bd25 SRF-Kritik Hirschfeld-Film: https://www.srf.ch/kultur/film-serien/neu-im-kino-kurt-hirschfeld-spaeter-applaus-fuer-einen-vergessenen ____________________ Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.
Auf dem Gründgens-Platz vor dem Schauspielhaus ist ein kleiner Cornelius-Platz entstanden - und wie der echte Cornelius-Platz dient er als Bühne. Nämlich für "Figaros Hochzeit", ein launiges Theaterstück in einer politischen Inszenierung. Was macht das mit Düsseldorf?
Markus Somm (Zürich) und Dominik Feusi (Bern Bundeshaus) vom Nebelspalter diskutieren täglich, was in der Schweiz und der Welt aktuell ist und was es für uns bedeutet.
Der Eishockey-Klub ZSC Lions hat heute sein neues Stadion eröffnet. Das Stadion in Zürich-Altstetten führte im Vorfeld zu Diskussionen, weil es Baumängel aufwies. Jetzt blickt man aber nach vorne und stellt sich den neuen Herausforderungen, wie Wochengast und Klub-CEO Peter Zahner sagt. Weitere Themen: * 17-Jähriger stirbt nach Auseinandersetzung in Oetwil am See. * ZFF zieht nach Besucherrekord positive Bilanz. * Das Schauspielhaus verliert Publikum. * Experten warnen vor neuer Dschihadisten-Generation in der Region. * Der FC Winterthur schlägt den FC Sion auswärts.
Pesl, Martin Thomaswww.deutschlandfunkkultur.de, Rang 1Direkter Link zur Audiodatei
Als das Schauspielhaus am Berliner Gendarmenmarkt brennt, bleibt einer der Anwohner cool: E.T.A. Hoffmann schleppt nicht sofort alle Möbel zur Sicherheit auf die Straße. Das Feuer, man werde es schon löschen. Allerdings verbrennen die Kulissen zu seiner Oper "Undine". Die wird nicht wiederaufgeführt.
Sieben theaterbegeisterte Podcaster*innen erforschen das Schauspielhaus. Lehnt euch zurück und lauscht. Das Schauspielhaus ist ein uraltes Wesen. Wir wollen wissen was es schon alles erlebt hat, wollen erfahren, wie es tickt. Wer kennt es gut und wen trifft es überhaupt? Euch Erwarten Interviews, Theaterliebe, Skandale und Gespräche eingebettet in eine situative und experimentelle Atmosphäre. Eine in sich verstaute Geräuschkulisse, Konstruktmuster, Resonanzsüße, Fragmentliebe, Knallempfängnis, Schallkoalition! Also nehmt euch Zeit für diesen Podcast mit Hörspielcharakter. Ein Podcast von: Bela, Johannes, Maya, Johanna, Theo, Valentin, Kaspar Künstlerische Leitung: Marie Petzold, Manuel Gies
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Neun theaterbegeisterte Podcaster*innen erforschen das SchauSpielHaus. Lehnt euch zurück und lauscht, es gibt so viel zu entdecken. Das SchauSpielHaus ist ein Wesen. Wir wollen wissen wie es klingt! Das aktive Innenohr singt zur spontanen Klangwelt... Eine in sich verstaute Geräuschkulisse, Konstruktmuster, Resonanzsüße, Fragmentliebe, Knallempfängnis, Schallkoalition, hört hin! Euch erwarten Interviews und Theaterproben, Klangkollagen und Gespräche eingebettet in eine situative und experimentelle Atmosphäre. Diese Momentaufnahmen von Kunst und Wissen wollen in Ruhe gehört werden also nehmt euch Zeit für diesen Podcast mit Hörspielcharakter. Ein Podcast von: Bela, Johannes, Leslie, Livia, Maya, Nele, Nika, Theo, Valentin Künstlerische Leitung: Manuel Gies, Marie Petzold
Intendantin Sonja Anders: "Theater lebt von der Versammlung". + "Bad Regina" von David Schalko / Oscarwürdiger Film "One Night in Miami" / 90. Jahre Caterina Valente!
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Das Schauspielhaus ist das Zentrum der Düsseldorfer Theaterszene. Mehrere Bühnen stehen für das vielfältige Spektrum der Theaterkunst zur Verfügung. Claudia Hübbecker ist diesmal Michas Gesprächspartnerin. Bevor sie ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst in Berlin begann, studierte sie Theaterwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte in Erlangen und Wien. In der Ibsen-Adaption „Volksfeind for Future“ von Volker Lösch, spielt Claudia eine Journalistin. Eigentlich sollte das Stück bereits am 09. April Premiere feiern. Doch dann kam Corona. – Claudia erzählt davon wie das Virus Schauspiel, Theater und Kindererziehung beeinflusst und was sie sich für die Zukunft wünscht.
Wie geht die Kulturszene in Dortmund mit der Corona-Krise um? Das Schauspielhaus und einige Clubs haben sich Alternativen überlegt. Die Agentur "Neovaude" zeigt Filme im Autokino. Simon Schlomberg von "Neovaude" spricht über die Organisation des Autokinos. Reporterin Linda Friese probiert eine digitale Party aus. Moderatorin Leonie Krzistetzko spricht außerdem mit einem Zauberkünstler. Oliver Pilsner alias "Pilloso" erzählt, wie sein digitaler Zauber-Unterricht abläuft. Außerdem geht es um Poetry-Slams und die Kino-Branche. Daniel Böhne erklärt, wie man Kinos unterstützen kann. Dazu spricht er mit Alexander Terzakis von der "Schauburg", einem kleineren Kino in Dortmund.
Im Marienhospital hat es gebrannt. So heftig, dass die gesamte Feuerwehr Düsseldorfs anrücken musste. Wir haben uns vom Einsatzleiter erklären lassen, wie man ein Feuer im Krankenhaus löscht. + (13'31) Das Schauspielhaus ist immer noch eine Baustelle - und trotzdem wird dort schon geprobt. Arne war da und hat Eindrücke mitgebracht. + (23'15) Mit einer Kampagne will die Stadt dafür sorgen, dass einsamen Menschen - besonders Senioren - geholfen wird. Wir sprechen darüber, was jeder einzelne tun kann. Moderation und Konzeption: Arne Lieb und Helene Pawlitzki Produktion: Helene Pawlitzki Mehr Infos: www.rp-online.de/rheinpegel Ihr wollt uns was erzählen? Dann los! Ruft an und sprecht uns auf unseren Rheinpegel-Anrufbeantworter: 0211-97634164 (Kostet so viel wie jeder Anruf ins deutsche Festnetz.) Powered by sipgate.
Wir blicken zurück auf das Sportwochenende mit Metro-Marathon und Fortuna-Aufstieg und voraus in die sportliche Zukunft des frischgebackenen Erstliga-Vereins. + Das Schauspielhaus präsentiert sich nackt, ohne Fassade - was sagt der Architekt und Projektleiter zu den aufwändigen Sanierungsarbeiten? + Falschparken in Düsseldorf ist zu billig, findet die Politik - und will etwas dagegen vorgehen. Das ist allerdings nicht ganz unkompliziert. + Der Bahnhofsvorplatz soll schöner werden - und das schon seit Jahrzehnten. Jetzt gibt es aber endlich konkrete Pläne. Wir haben uns das Ganze mal vor Ort angeschaut. + Und der Rheinpegel? Der steht bei 2,58 Meter. *Moderation: Helene Pawlitzki und Arne Lieb *Mehr Infos: http://www.rp-online.de/rheinpegel
Das Schauspielhaus ist dieses Wochenende voll im Griff von “Kiel singt und spielt für Kiel”. Außerdem findet im Opernhaus der Opernball statt und Holstein spielt in Cottbus.
Das Schauspielhaus hat seit heute das Stück “Liebelei” von Arthur Schnitzler im Programm. Eine “rührende Tragikomödie”, wie der Autor selber behauptet hat. Die Aufführung dauert zwar nur ca. 75 Minuten, aber hat es in sich. Hier meine Rezension.