Eine Stunde zum Atemholen, Nachdenken und Besinnen - das ist Bayern 1, Radio für Bayern, am Sonntag zwischen 10 und 11 Uhr. Die katholische und die evangelische Kirche haben dann das Wort. Pfarrerinnen, Pfarrer und Laientheologen beider Konfessionen gestalten die Bayern 1-Morgenfeiern.

Die Herausforderung, die Fastenzeit eigentlich meint: etwas an den bestehenden Ordnungen ändern, damit Dinge neu in Bewegung und neu ins Fließen kommen können und sich damit für mich neu ordnen können.

Es ist eine der schwierigsten Fragen für unser Zusammenleben: wie können wir so leben, dass es gerecht zugeht und was ist Gerechtigkeit überhaupt. In der berühmten Bergpredigt Jesu erkennt man, dass das Einhalten von Gesetzen allein nicht die Lösung ist.

Viele Christen fragen sich, wie es möglich ist, den Aufbau einer besseren Zukunft anzustreben, ohne an die Umweltkrise und an die Leiden der Ausgeschlossenen zu denken.

Auf der weltpolitischen Bühne geht es derzeit oft um "die Macht des Stärkeren". Die Seligpreisungen Jesu vermitteln eine andere Wirklichkeit, denn sie erzählen von "der Stärke der vermeintlich Schwachen

Von sich selbst absehen zu können und die eigenen Interessen zurück zu stellen, wird schnell als Schwäche gedeutet. Profi ist, wer sich durchsetzt. Allerdings haben die Missdeutung des Bildes vom Lamm Gottes und die kirchliche Rede vom Opfer viel Schaden angefügt.

Christen sind heute in der Minderheit. Was bedeutet das für die, denen der Glaube noch wichtig ist?

Aufstehen kann anstrengend sein und Überwindung kosten. Manchmal ist das auch so mit dem Aufbruch in ein neues Jahr: Viele spüren Unbehagen angesichts der vielen Krisen, Kriege und Konflikte. Diakon Thomas Schrollinger, Klinikseelsorger in Nürnberg, lädt am Fest "Erscheinung des Herrn" dazu ein, Zuversicht zu gewinnen und sich dem wachsenden Licht zuzuwenden.

Worte haben eine unglaubliche Macht. Sie sind Werkzeug dafür, das Leben der Menschen zu umfassen. Was passiert, wenn Gottes Wort in die Welt gesagt wird, darüber macht sich Julia Spanier aus dem Bistum Augsburg Gedanken.

Das neue Jahr ist noch jung, gute Wünsche gibt es in diesen Tagen sehr viele, meist mit dem Zusatz: Hauptsache Gesundheit. Ein bescheidenerer und zugleich kluger Rat kommt von der älteren Generation: Du musst aus allem das Beste machen!

Das neue große Museum in der Nähe von Kairo zeigt die lange und reiche Kulturgeschichte Ägyptens in 100.000 Exponaten. Ägypten spielt aber auch für den christlichen Glauben und den Weg Jesu eine Rolle. Christina Brandl-Bommer erzählt davon in der Katholischen Morgenfeier.

Gottesdienst-Übertragung aus dem "Haus der Begegnung" der Kirche Hl. Geist in Burghausen Zelebrant und Predigt: Pfarrer Michael Witti

Gottesdienstübertragung aus der Kirche Mariä Himmelfahrt in Bad Kötzting Zelebrant und Predigt: Pfarrer Thomas Winderl

Rund um die Menschwerdung Gottes geschieht Erstaunliches im Zusammenspiel der Geschlechter.

Erwartungen schenken Orientierung und verbinden uns. Im Advent werden sie besonders spürbar: Freude, Vorfreude, Sehnsucht. Gott kommt uns entgegen - und stärkt die Hoffnung, dass Veränderung möglich ist.

Der Gabentisch gehört zu Weihnachten. Geschenke stehen für Gaben, die wir selbst nicht besorgen können - Frieden und Heil. Gott und begabte Menschen sorgen, dass die tiefsten Sehnsüchte der Menschen nicht ins Leere laufen.

Advent und Weihnachten kommt immer wieder gleich schnell und doch fühlen wir uns oft noch nicht bereit. Dann stellt sich die Frage, wie komme ich in eine innere Bewegung, die mich auf das Fest der Menschwerdung Gottes zugehen lässt. Die Wegweiser lassen sich auch in der Unruhe und den Äußerlichkeiten dieser Tage entdecken.

Die Botschaft vom Christkönigsonntag macht deutlich, dass die Königsherrschaft Gottes die Machtverhältnisse dieser Welt ins Gegenteil verkehrt. Der König mit der Dornenkrone steht an der Seite der Menschen, damals wie heute.

Wie steht Gott zu Ungerechtigkeit und Unrecht? Hat es bei ihm eine Zukunft? Ausgehend vom Lied "Sonne der Gerechtigkeit" und dessen biblischen Hintergrund geht Michael Kleinert auf diese Fragen ein. Er macht Mut zu Haltungen, die heute zählen, wenn es ungerecht zugeht.

Wir feiern heute den Weihetag der Lateranbasilika in Rom. Sie trägt den Ehrentitel "Haupt und Mutter aller Kirchen." Wir brauchen solche Versammlungsorte, um innerlich zur Ruhe zu kommen. Es geht nicht nur um alte Bauten, sondern um uns Christen als lebendige Steine.

Allerseelen gibt den Impuls, sich mit Tod und Sterben auseinanderzusetzen. Das kann auf vielerlei Weise geschehen. Zwei kreative Projekte können eine positive Erwartungshaltung vermitteln.

Zelebrant und Prediger: Pfarrer Stefan Mai; Orgel und Musikalische Leigung: Kantor Karl-Heinz Sauer; Trompeten: Michael Philipp und Maximilian Förtsch

Die weltweit größte Solidaritätsaktion, der Weltmissionssonntag, steht 2025 unter dem Motto: Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen.

Die Kirche als Gebäude ist ein Ort, an dem die vertrauensvolle Kontaktaufnahme mit Gott besonders gut möglich ist. Hier wartet Gott bereits auf die Menschen, um sie anzuhören und ihnen Ermutigung und Kraft zu schenken.

Manchmal braucht es außerordentliche Erlebnisse, die uns zeigen, wie kostbar unser Alltag ist. Pfarrer Christian Hartl erzählt die Geschichte von Samuel, der nur mit der Kleidung, die er gerade trägt, und seinem Ausweis in der Hosentasche zu einer Weltreise aufbricht.

Wir feiern heute Erntedank, eines der ältesten religiösen Feste von uns Menschen. Es gab Zeiten, da war Dankesagen, vor allem Danke für die Ernte, mehr als eine Selbstverständlichkeit, es war lebens- und überlebenswichtig. Um die Dankbarkeit ist es mittlerweile ruhig geworden, dabei kann sie ein wesentlicher Schlüssel für unser Lebensglück sein.

Jesus spricht von sich als einer Tür und ruft die Menschen in seine Nachfolge, dass sie nach seinem Vorbild Türen füreinander öffnen und Nächstenliebe leben.

Diene ich dem "Mammon" oder dient mir der "Mammon" dazu, den Menschen zu dienen, zu helfen, für sie da zu sein, Ungleichheit und Ungerechtigkeiten des Lebens zu mildern und so die Botschaft Jesu zu leben?

Chats, Posts, Kommentare: Kommunikation ist mehr als Worte. Sie braucht Herz. Jesu Botschaft zeigt einen Weg, wie Worte verbinden, Netze tragen und echte Begegnung möglich bleibt.

Jesus spricht Klartext! Nachfolge will gut überlegt sein, von Anfang an. Wer mit der Botschaft des Evangeliums ernst machen will, muss dazu bereit sein. Da ist kein Platz für Halbherzigkeit. Jesus will den ganzen Menschen, weil er sich selbst ganz auf uns Menschen eingelassen hat. Bis zum Tod am Kreuz. Darüber denkt Pfarrer Matthias Effhauser aus Regensburg in der katholischen Morgenfeier nach.

Jesus spürt sehr genau, wenn Menschen selbstzentriert agieren und sich selbst überschätzen. Er verweist dann darauf, dass das Leben von Gott geschenkt ist.

Energie braucht unterschiedliche Pole, um wirksam zu werden und unsere Welt ist eine Welt der Gegenseite. Dazwischen befindet sich der Kipppunkt für die Wende der Zeit. Jetzt ist Zeit, um Schwung zu holen für den Winterpol.

Das Überwinden von Spaltungen und Entfremdungen ist ein zentrales Anliegen von Papst Leo XIV.

Am Fest Mariä Himmelfahrt werden Kräuterbüschel gesegnet. In Heilkräutern kann man so viel Heilsames in der verletzlichen Welt erkennen, dass die Würde des Menschen sogar über den Tod hinaus mit allen Sinnen spürbar werden soll.

In Augustnächten sind Sternschnuppen besonders häufig zu entdecken, und manchmal geben wir ihnen Träume und Wünsche mit auf den Weg. Cordula Klenk lädt dazu ein, der Sehnsucht auf die Spur zu kommen, die sich mit diesen Träumen verbindet.

Urlaubszeit ist Reisezeit. Beim Packen ist Augenmaß nötig zwischen Notwendigem und Verzichtbarem. Eine gute Übung fürs Leben: Freiwerden von Besitz und Habgier schenkt mehr Leben - Bedingung für Leben in Fülle, das Jesus zusagt.

Das Läuten der Glocken vom Kirchturm lassen mich im Alltagstrubel kurz innehalten. Für einen Moment komme ich zur Ruhe. Und höre in mich hinein. Was bewegt mich heute? An wen denke ich besonders? Der Glockenklang hilft die Gedanken zu ordnen. Ein Vaterunser könnte hilfreich sein und das Gebet-Läuten abrunden.

Den Alltag unterbrechen, womöglich verreisen, zu Gast sein oder Gäste empfangen - all das gehört für viele von uns zu diesen Sommermonaten. Pfarrer Christian Hartl vom Exerzitienhaus Leitershofen lädt in der Katholischen Morgenfeier dazu ein, diese so besondere Zeit mit offenen Sinnen und mit dankbarem Herzen zu erleben.

Das Gebot der Nächstenliebe gehört zum Kern christlichen Lebens. Wer ist mein Nächster, den ich lieben soll? Wie sieht diese Liebe konkret aus? Und wie schaffe ich es, meinen Nächsten zu lieben, ohne mich selbst zu überfordern?

Friede - nichts ist mehr ersehnt und erhofft, gleichzeitig aber so brüchig und scheinbar unerreichbar? Julia Spanier aus dem Bistum Augsburg nimmt die Lesungen des heutigen Sonntags zum Anlass, um über den Frieden nachzudenken.

Das Hochfest Peter und Paul verbindet zwei zentrale, sehr unterschiedliche Gestalten der frühen Kirche. Es macht deutlich, wie Vielfalt gelingen kann und Unterschiede gemeinsam fruchtbar werden - für Kirche und Gesellschaft.

"Was lange währt - wird endlich gut!", heißt es. Muss man nur lange genug warten, am Ende Lange-Weile aushalten, damit es gut wird? Mit dieser Frage setzt sich Pfarrer Stefan Mai in der Katholischen Morgenfeier auseinander.

Fronleichnam ist ein wichtiger Feiertag im katholischen Jahreskreis. In vielen Gegenden Bayerns wird er noch auf eine traditionelle Weise gefeiert. In der Großstadt hat er eine etwas andere Prägung.