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Weherufe gegen Schriftgelehrte und Pharisäer – Teil 12 (Mt 23,35-38)
Why not?! Glaubensfragen
Weherufe gegen Schriftgelehrte und Pharisäer – Teil 11 (Mt 23,34.35)
Weherufe gegen Schriftgelehrte und Pharisäer – Teil 10 (Mt 23,33.34)
Weherufe gegen Schriftgelehrte und Pharisäer – Teil 9 (Mt 23,29-32)
Weherufe gegen Schriftgelehrte und Pharisäer – Teil 8 (Mt 23,27-32)
Why not?! Glaubensfragen
Gibt es tatsächlich mehr als vier Evangelien? Und warum spricht der Apostel Paulus mehrfach von «meinem Evangelium»? Im dritten Teil der sechsteiligen Serie «Auf den Spuren des Paulus» geht Norbert Lieth einer spannenden Frage nach: Welche besondere Stellung nimmt das Evangelium des Paulus im Neuen Testament ein? Anhand zahlreicher Bibelstellen zeigt er, wie Gott durch Paulus neue Offenbarungen für die Gemeinde Jesu gegeben hat und weshalb seine Briefe eine zentrale Bedeutung für Christen heute besitzen.
Für den Chefredakteur von Publik-Forum, Matthias Drobinski, steht am Hochfest Mariä Himmelfahrt viel mehr Maria als Person im Mittelpunkt - weniger das Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. Mit den Jahren habe er sich der biblischen Frau angenähert: einer jungen, mutigen Mutter, die Ja zu Gottes Plan sagt, Leid aushält und bis unter das Kreuz ihres Sohnes geht. Die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel sei biblisch nicht belegt, könne aber als Hoffnungsbild verstanden werden – als Zeichen dafür, dass Gottes Erlösung den ganzen Menschen umfasst.Das Tagesevangelium von der Begegnung Marias mit Elisabeth gehört für ihn zu den schönsten Texten der Bibel. Im Magnificat klinge die Hoffnung auf eine gerechtere Welt an: Mächtige werden gestürzt, Niedrige erhöht, Hungrige beschenkt. Diese Verheißung sei keine Beschreibung der Gegenwart, sondern eine Vision Gottes für die Zukunft. Gerade die poetische Kraft des Lobgesangs und die innige Begegnung der beiden Frauen machten den Text bis heute lebendig und tröstlich.Aus dem Evangelium nach LukasIn jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharías und begrüßte Elisabet. Und es geschah: Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück. (Lk 1,39-56)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
Christine Hubka, evangelische Pfarrerin im Ruhestand, Gefängnisseelsorgerin und Autorin, macht sich in dieser Woche Gedanken zu den Evangelien der Wochentage – von Neuanfängen und Vergebung bis hin zur politischen Dimension des Fastens. Impuls für den Tag auf radio klassik Stephansdom.
Weherufe gegen Schriftgelehrte und Pharisäer – Teil 7 (Mt 23,25.26)
Christine Hubka, evangelische Pfarrerin im Ruhestand, Gefängnisseelsorgerin und Autorin, macht sich in dieser Woche Gedanken zu den Evangelien der Wochentage – von Neuanfängen und Vergebung bis hin zur politischen Dimension des Fastens. Impuls für den Tag auf radio klassik Stephansdom.
Mit dem Faltboot findet Matthias Drobinski einen entspannenden Ausgleich zum Alltag. In dieser Woche schauen wir mit dem Chefredakteur von Publik-Forum auf das jeweilige Evangelium vom Tage. Im Vorgespräch zum Evangelium am Mittwoch, den 13.08, erzählt Drobinski, dass er am liebsten auf stillen Flüssen und Seen unterwegs ist – etwa in Masuren oder auf der Peene. Für ihn ist das Paddeln mehr als ein Hobby: Es ist eine persönliche Form der Einkehr. Allein in der Natur, begleitet vom Rauschen des Wassers und dem Anblick von Seeadlern, erlebt er Gottes Schöpfung unmittelbar. Gleichzeitig erfüllt ihn die Klimakrise mit Sorge. Er rechnet damit, dass sich die Erderwärmung nicht mehr vollständig aufhalten lässt. Hoffnung schöpft er dennoch aus der Solidarität der Menschen. Niemand müsse die Welt allein retten, sagt Drobinski, aber jeder könne seinen Beitrag leisten.Im Tagesevangelium vom 13. August sieht Drobinski die Aufforderung, die Spirale der Eskalation zu durchbrechen. Jesus sagt: "nicht siebenmal solle man vergeben, sondern siebzigmal siebenmal". Vergebung bedeute dabei nicht, Unrecht zu verschweigen oder Gewalt hinzunehmen. Barmherzigkeit lade vielmehr dazu ein, dem anderen seine Menschlichkeit nicht abzusprechen. Gerade in einer Zeit, in der Debatten oft unversöhnlich geführt werden, sei Barmherzigkeit kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Haltung, die Versöhnung möglich macht.Aus dem MatthäusevangeliumIn jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Ich sage dir nicht: Bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal. Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Knechten Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der Knecht vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr des Knechtes hatte Mitleid, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Knecht hinausging, traf er einen Mitknecht, der ihm hundert Denáre schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und sagte: Bezahl, was du schuldig bist! Da fiel der Mitknecht vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe. Als die Mitknechte das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast. Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Peinigern, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt. Und es geschah, als Jesus diese Reden beendet hatte, verließ er Galiläa und zog in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordan. (Mt 18,21)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
Weherufe gegen Schriftgelehrte und Pharisäer – Teil 6 (Mt 23,23.24)
Christine Hubka, evangelische Pfarrerin im Ruhestand, Gefängnisseelsorgerin und Autorin, macht sich in dieser Woche Gedanken zu den Evangelien der Wochentage – von Neuanfängen und Vergebung bis hin zur politischen Dimension des Fastens. Impuls für den Tag auf radio klassik Stephansdom.
Weherufe gegen Schriftgelehrte und Pharisäer – Teil 5 (Mt 23,23)
Es ist unvermeidlich, dass wir von „uns“ und den „anderen“ sprechen. So ist das Leben. Die eigene Familie ist uns vertraut. In ihr sind wir unter uns. Hier haben wir ein „Wir-Gefühl“. Es bedeutet Zugehörigkeit. Nirgendwo dazuzugehören, ist unerträglich. Deshalb gibt es „Fanclubs“ im Fußball, in der Musik, in Vereinen. Auch Religion gehört dazu. Die eigene Glaubensgemeinschaft vermittelt Beheimatung.
Christine Hubka, evangelische Pfarrerin im Ruhestand, Gefängnisseelsorgerin und Autorin, macht sich in dieser Woche Gedanken zu den Evangelien der Wochentage – von Neuanfängen und Vergebung bis hin zur politischen Dimension des Fastens. Impuls für den Tag auf radio klassik Stephansdom.
Weherufe gegen Schriftgelehrte und Pharisäer – Teil 4 (Mt 23,16-22)
Christine Hubka, evangelische Pfarrerin im Ruhestand, Gefängnisseelsorgerin und Autorin, macht sich in dieser Woche Gedanken zu den Evangelien der Wochentage – von Neuanfängen und Vergebung bis hin zur politischen Dimension des Fastens. Impuls für den Tag auf radio klassik Stephansdom.
Bruder Jens Was ist Kirche? Mit dieser Frage provoziert Bruder Jens im heutigen Sonntagsimpuls. Die Urerfahrung von Kirche haben die Jünger im heutigen Sonntagsevangelium erlebt. [Evangelium: Matthäus, Kapitel 14, Verse 22 bis 33] Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, drängte er die Jünger, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten. Als es Abend wurde, war er allein dort. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Petrus erwiderte ihm und sagte: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme! Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und kam über das Wasser zu Jesus. Als er aber den heftigen Wind bemerkte, bekam er Angst. Und als er begann unterzugehen, schrie er: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du. Abdruck des Evangelientextes mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet; Evangelien für die Sonntage: Lektionar I-III 2018 ff. © 2026 staeko.net Mehr Podcasts auf www.kapuziner.de/podcast
Michael Landau ist Präsident der Caritas Europa. Samstag, 8. August Folge mir nach! Lk 9, 57–62
Auch im Ruhestand gibt es für unsere Gesprächspartnerin im Podcast "Blick in die Bibel" Monika Kleine noch einen Unterschied zwischen Werktagen und Wochenende. „Ja, ich fühle Wochenende noch anders als die Woche“, sagt die ehemalige Geschäftsführerin des SkF. Das Wochenende beginnt mit einem späten Frühstück, mit Zeit ohne Arbeitstermine, mit Begegnungen, Festen und vor allem mit dem Lesen. Auf eine klassische „Bucket List“ blickt sie nicht zurück. Vieles, was ihr wichtig war, habe sie zur richtigen Zeit getan – manches auch später nachgeholt, wie den Motorradführerschein. Heute beschäftigt sie sich stärker mit Fragen des Älterwerdens, des Abschieds und der Endlichkeit. Trost findet sie darin, ihr Leben bewusst gelebt zu haben und auch schwierige Seiten annehmen zu können.Im Blick auf das Tagesevangelium vom 8. August und die Frage, ob der Glaube Berge versetzen kann, betont Monika Kleine: Entscheidend sei, was mit Glauben gemeint ist. Für sie bedeutet Glaube, Menschen zu stärken, zu ermutigen und darauf zu vertrauen, dass nicht jeder alles können muss. Gerade die Vielfalt unterschiedlicher Fähigkeiten könne große Veränderungen bewirken.Glaube versetze Berge, sagt sie, wenn Menschen mit innerer Kraft und Ausdauer an etwas festhalten und sich nicht entmutigen lassen. Der Glaube könne besonders in schweren Situationen Trost schenken – nicht, indem er alle Fragen beantwortet, sondern indem er hilft, das Leben mit seinen hellen und dunklen Seiten anzunehmen.Aus dem Evangelium nach Matthäus:In jener Zeit trat ein Mensch auf Jesus zu, fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Herr, hab Erbarmen mit meinem Sohn! Er ist mondsüchtig und hat schwer zu leiden. Oft fällt er ins Feuer und oft ins Wasser. Ich habe ihn schon zu deinen Jüngern gebracht, aber sie konnten ihn nicht heilen. Da sagte Jesus: O du ungläubige und verkehrte Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn her zu mir! Und Jesus drohte ihm und der Dämon fuhr von ihm aus. Und der Knabe war von jener Stunde an geheilt. Als die Jünger mit Jesus allein waren, wandten sie sich an ihn und fragten: Warum konnten denn wir den Dämon nicht austreiben? Er antwortete: Wegen eures Kleinglaubens. Denn, amen, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort! und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein.(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
Michael Landau ist Präsident der Caritas Europa. Freitag, 7. August Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Mt 16, 24–28
Im Vorgespräch zum Tagesevangelium geht es um Reformen in der Kirche und manche Entscheidung aus Rom, mit der Monika Kleine hadert. Die langjährige Geschäftsführerin des SkF Köln ist jedoch überzeugt, dass in der Kirche bereits viele Veränderungen stattfinden – oft in Bereichen, die nicht offiziell vorgegeben, aber dennoch gelebt werden.Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnte, Priesterin oder sogar Erzbischöfin von Köln zu werden, antwortet Kleine, dass sie diese Gestaltungsmöglichkeit durchaus reizvoll fände. Eine Kirche unter ihrer Leitung würde sie vor allem partizipativ gestalten: Viele unterschiedliche Menschen sollten gemeinsam beraten und Verantwortung übernehmen. Gerade die Mischung aus Frauen und Männern könne fruchtbare Veränderungen bewirken.Jungen Frauen und Mädchen, die sich in der Kirche engagieren möchten, macht Kleine Mut, Ungerechtigkeiten nicht einfach hinzunehmen, sondern für Beteiligung einzutreten und Räume zu nutzen, die bereits offenstehen. Die Zukunft der Kirche sieht sie in ihrer großen Vielfalt und in den vielen kleinen „Nischen“, in denen Menschen ihren Glauben gestalten.Im Gespräch über das Tagesevangelium vom 7. August spricht Kleine über die radikale Nachfolge Jesu. Die Botschaft des Textes versteht sie weniger als Aufforderung, alles aufzugeben, sondern als Einladung, Entscheidungen mit tiefer Überzeugung zu treffen. In einer vielfältigen Welt brauche es Offenheit für unterschiedliche Wege – und zugleich Klarheit bei dem, wofür man wirklich einsteht.Evangelium nach Matthäus:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen und dann wird er jedem nach seinen Taten vergelten. Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht schmecken, bis sie den Menschensohn in seinem Reich kommen sehen. (Mt 16,24-28)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
Predigt Sommerprogramm
Michael Landau ist Präsident der Caritas Europa. Donnerstag, 6. August Er wurde vor ihren Augen verwandelt... Mt 17, 1-9
„Monika kann vieles, nur keinen Smalltalk“, sagt ihre gute Freundin, die Bestsellerautorin Husch Josten über Monika Kleine. Selbst einer Karnevalskarawane an Weiberfastnacht durch eine volle Kneipe habe sie Tiefgang verliehen. Kleine selbst kann darüber schmunzeln: „Mich interessieren die Menschen, die mir gegenüberstehen. Über das Wetter kann man eben nicht zehn Minuten reden.“Als langjährige SKF-Geschäftsführerin hat sie viele herausfordernde Zeiten erlebt – besonders die Corona-Pandemie. Sie beschreibt diese Jahre als anstrengend, aber auch als eine Zeit großer Solidarität und Kreativität. „Wir mussten die Fragen lieben, um in die Antworten hineinwachsen zu können“, sagt sie rückblickend. Die Krise habe gezeigt, welche Kräfte in Menschen stecken, wenn sie gemeinsam nach Lösungen suchen.Auch angesichts von Kriegen, Klimakrise und Sorgen um die Demokratie bewahrt Monika Kleine ihre Zuversicht. Sie richtet den Blick weniger auf die großen, unüberschaubaren Entwicklungen, sondern auf das, was unmittelbar getan werden kann: „Im Tun kann Trost liegen. Es vermittelt das Gefühl von Kraft, die dann auch mehr wird.“Im Tagesevangelium vom 6. August, in dem Jesus in einer Wolke erscheint und Gott sich zu seinem Sohn bekennt, berührt sie weniger die Wolke als die Erde darunter. Sie spricht von den „Schultern der Generationen“, auf denen wir stehen. Der Satz „Fürchtet euch nicht“ bedeute für sie nicht, dass Ängste verschwinden, sondern dass Menschen Kraft finden können, ihnen zu begegnen. „Ich bin weder der Anfang noch das Ende. Ich bin ein Teil dieser Kette und muss schauen: Was ist meine Aufgabe hier und heute?“Aus dem Evangelium nach Matthäus:In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elija und redeten mit Jesus. Und Petrus antwortete und sagte zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Noch während er redete, siehe, eine leuchtende Wolke überschattete sie und siehe, eine Stimme erscholl aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. Als die Jünger das hörten, warfen sie sich mit dem Gesicht zu Boden und fürchteten sich sehr. Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf und fürchtet euch nicht! Und als sie aufblickten, sahen sie niemanden außer Jesus allein. Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist! (Mt 17,1-9)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
Michael Landau ist Präsident der Caritas Europa. Mittwoch, 5. August Frau, dein Glaube ist groß. Mt 15, 21-28
Für unsere Gesprächspartnerin im Tagesevangelium in der Woche vom 3.08- 08., Monika Kleine, ist der Glaube an Gott eine Entscheidung, ein Geschenk und lebenslange Erfahrung zugleich. Auch nach ihrem Ausscheiden als Geschäftsführerin des SkF Köln ist sie weiterhin in unterschiedlichen Gremien für die Kirche aktiv. So ist sie im Vorstand der Karl Rahner Akademie und des Katholikenausschusses der Stadt Köln. Kritisch setzt sie sich für ihre Kirche ein. Reformen gingen zu langsam voran, sagt sie, besonders mit Blick auf Frauen. Dennoch komme ein Austritt für sie nicht infrage: Kirche besteht für sie nicht nur aus der Institution, sondern vor allem aus den Menschen, die sie auf ihrem Glaubensweg geprägt und gestärkt hätten. Das Tagesevangelium vom 5. August habe sie zunächst irritiert. Vor allem Jesu Worte, er sei „nur zu den verlorenen Schafen Israels“ gesandt, hätten in ihr Widerspruch ausgelöst. Umso stärker beeindrucke sie der Wandel: Jesus lasse sich von der Hartnäckigkeit der Frau berühren und öffne sich ihrer Bitte. Gerade dieser Prozess mache das Evangelium für sie so aktuell. Die beharrliche Mutter werde für sie zum Vorbild, weil sie sich weder abweisen noch entmutigen lasse und unbeirrt für das Wohl ihres Kindes eintrete.Aus dem Evangelium nach Matthäus: In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. Und siehe, eine kanaanäische Frau aus jener Gegend kam zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Schick sie fort, denn sie schreit hinter uns her! Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Doch sie kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den kleinen Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, Herr! Aber selbst die kleinen Hunde essen von den Brotkrumen, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Es soll dir geschehen, wie du willst. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt. (Mt 15,21-28)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebie
Michael Landau ist Präsident der Caritas Europa. Dienstag, 4. August Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen… Mt 9, 35 – 10, 1
Mit Monika Kleine sprechen wir in dieser Woche über das Tagesevangelium. Im Vorgespräch am Dienstag geht es um ihre Zeit beim SkF, dem Sozialdienst katholischer Frauen in Köln. Seit mehr als drei Jahrzehnten - bis 2024 - hat Monika Kleine den SkF Köln mit geprägt. Für sie ist der Verband vor allem eines: eine Organisation, die Frauen in unterschiedlichsten Notlagen unterstützt. Das Wachstum des SKF erklärt sie damit, dass die Mitarbeitenden genau hingehört und aus konkreten Problemen passgenaue Hilfen entwickelt haben – etwa für drogenabhängige Schwangere, die durch intensive Begleitung eine neue Perspektive gewinnen konnten. Besonders wichtig ist ihr, auch gesellschaftliche Tabuthemen sichtbar zu machen und politisch Veränderungen anzustoßen. Ungerechtigkeit löst bei ihr bis heute „politischen Zorn“ aus.Im Blick auf das Tagesevangelium vom 4. August liest Monika Kleine die Wundererzählung weniger wörtlich als im übertragenen Sinn. Entscheidend sei die Erfahrung, dass Menschen jemanden brauchen, der an sie glaubt und ihnen Rückhalt gibt. Diesen Gedanken verbindet sie mit ihrem eigenen Glauben: Er schenke ihr Halt, Zuversicht und die Kraft, trotz aller Herausforderungen den Weg für und mit anderen weiterzugehen.Aus dem Evangelium nach Matthäus:Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, drängte er die Jünger, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten. Als es Abend wurde, war er allein dort. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Petrus erwiderte ihm und sagte: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme! Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und kam über das Wasser zu Jesus. Als er aber den heftigen Wind bemerkte, bekam er Angst. Und als er begann unterzugehen, schrie er: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du. Sie fuhren auf das Ufer zu und kamen nach Gennésaret. Als die Leute jener Gegend ihn erkannten, schickten sie in die ganze Umgebung. Und man brachte alle Kranken zu ihm und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt. (Mt 14,22-36)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
Michael Landau ist Präsident der Caritas Europa. Montag, 3. August Habt vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht. Mt 14, 22–36
Schau auf dich selber! Denk an dich! Du hast Vorrang! – Nein, die anderen haben Vorrang! Denk an deinen Nächsten! Es ist ein lebenslanges Ringen um das rechte Maß zwischen beidem: der Sorge um mich selbst und dem Dasein für die anderen. Die Bibel fasst es in ein knappes Wort: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Beides sollen wir unter einen Hut bringen: den Nächsten lieben, ohne dabei uns selber zu vergessen.
Stille ist ein kostbares Gut. Wir brauchen sie lebensnotwendig, schon allein, um gut schlafen zu können. Staunen ist die Fähigkeit, über den Tellerrand des Alltags hinaussehen zu können. Beides kommt im heutigen Evangelium vor, wenn wir es näher betrachten. Es spricht nicht nur von längst vergangenen Ereignissen. Es wirft Licht auf Lebenssituationen, die jeden betreffen können.
»Wie das Evangelium neidische Herzen zur Ruhe führt« Eine Predigt vom 02.08.2026 mit Jason Rothweiler.❯❯ Biblischer Unterricht Sonntags um 10 Uhr vor Ort und über unseren Livestream❯❯ Gottesdienst Sonntags um 11 Uhr vor Ort und über unseren LivestreamWebsite: https://www.hoffnungskirche.onlineSpendenDu willst die Arbeit der Hoffnungskirche Kaiserslautern finanziell unterstützen? Alle Informationen dazu findest du hier: https://hoffnungskirche.online/sei-willkommen/spendenCopyright: (P) & © 2026 Hoffnungskirche Kaiserslautern (http://www.hoffnungskirche.online) All rights reserved. Only watching, listening and streaming is allowed. Downloading, uploading, copying, sharing and making available anywhere is prohibited.#hoffnungskirchekl
Bruder Alexander Zeitmangel – da ist noch eine Aufgabe, die erledigt werden soll, eine Arbeit, die noch nicht beendet ist – doch es ist einfach nicht genug Zeit da. Nicht nur Zeitmangel, sondern Mängel allgemein gehören zu unserem Leben. Genau hier "dockt das heutige Evangelium an", erklärt Bruder Alexander in seinem Impuls zum Sonntagsevangelium. [Evangelium: Matthäus, Kapitel 14, Verse 13 bis 21] In jener Zeit, als Jesus hörte, dass Johannes enthauptet worden war, zog er sich allein von dort mit dem Boot in eine einsame Gegend zurück. Aber die Volksscharen hörten davon und folgten ihm zu Fuß aus den Städten nach. Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen und heilte ihre Kranken. Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät geworden. Schick die Leute weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen! Jesus aber antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische hier. Er antwortete: Bringt sie mir her! Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten und alle aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrig gebliebenen Brotstücke ein, zwölf Körbe voll. Es waren etwa fünftausend Männer, die gegessen hatten, dazu noch Frauen und Kinder. Abdruck des Evangelientextes mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet; Evangelien für die Sonntage: Lektionar I-III 2018 ff. © 2026 staeko.net Mehr Podcasts auf www.kapuziner.de/podcast
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