Podcast appearances and mentions of horst schimanski

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Deutsches Reiseradio
Podcast 325 – Der „Hömma Duisburg“ Städtereisetipp

Deutsches Reiseradio

Play Episode Listen Later Jul 31, 2026 40:51


Watt willse denn in Duisburg? – Angucken! Ich lade Euch ein nach Duisburg und zu meinen ersten flüchtigen Erfahrungen in einer Stadt, von der vermutlich viele sagen: Duisburg. Warum fährt er denn da hin? Wahrheitsgemäße Antwort: Ich war dort zu einer Preisverleihung. (man höre den Podcast vom April). Und wenn man schon mal dort ist, kann man sich auch umgucken. Schlaglichter Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Damit ist aber auch klar: Dieser Podcast ist ein Schlaglicht. Kenner von Duisburg und dem Pott bin ich nicht. Trotzdem gibt es eine Menge zu erzählen. Facts Duisburg-Ruhrort Museumshafen – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Duisburg. 500 Tausend Einwohner. Mündung der Ruhr in den Rhein. Weltgrößter Binnenhafen und MSV Duisburg. Currywurst und Pommes Schranke. Kohle und Ruhrgebiet. Erz und Koks. Eisen und Stahl. Thyssen und Haniel. Hütten und Landschaftspark. Schimmi und Thanner. Die Aufzählung könnte man noch ziemlich lange fortsetzen. Eindruck 1: City Tour & Industriekultur Seid bei einer City-Tour dabei. Glaubt man erst mal nicht, aber die Geschichte Duisburgs geht bis ins Jahr 883 zurück. Und lange davor waren hier auch die Römer auf Stippvisite. Viel ist davon nicht übrig. Allenfalls kleine Stadtmauerabschnitte aus dem Mittelalter existieren noch. – Die wirklich interessante Geschichte findet ohnehin in der jüngeren Geschichte statt. Es ist die Zeit der Industrialisierung, der Hochzeiten des Kohlenpotts, der Eisen- und Stahlproduktion, der wirtschaftliche Niedergang in den 1980er Jahren und der Wandel der Region. Industriekultur – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Das Schlagwort seit dieser Zeit: Industriekultur. Es war etwas Neues, dass man sich nach dem kulturellen Schutz für Schlösser, Burgen und Gärten auch Schutz für Industriebauwerke geben sollte und seitdem gibt. Kunst und neue Innenstadt: Marcatorhalle und das Kunstwerk “5 Arcx 5” – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Prinz-Heinrich Platz und City Palais – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Theater Duisburg – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Teil der Stadtführung ist dabei nicht nur die neue Innenstadt Duisburgs rund um den Prinz Heinrich Platz, sondern auch der Gang zum Innenhafen der Stadt. Einst geschäftiger zusätzlicher Hafen, nahe am Stadtzentrum. Jetzt Fläche für Dienstleistung, für Kultur, Museen, einen Stadtpark und inzwischen auch neuer Wohnraum. Eindruck 2: Der Innenhafen Innenhafen Duisburg zur Dämmerung – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Dass der Innenhafen heute optisch immer noch als Hafen daherkommt, ist vorher festgelegten klaren Regeln zu verdanken und dem Engagement von Museumsleuten der Region. Star des Projekts war und ist der britische Stararchitekt Norman Foster und seine für die bereits in den 1980er Jahren entwickelten Ideen, die zu dieser Zeit geradezu revolutionär waren. Duisburgr Innenhafen mit Museen und “Kneipenmeile” – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Die Umsetzung hat prima geklappt. In alten Speichern ist wieder Leben eingekehrt. Das „Museum Küppersmühle für moderne Kunst“ sorgt qualitativ für Furore. Außerdem gibt es das Kultur- und Stadthistorische Zentrum, ein Museumsgarten, das Ludwigforum und natürlich der Altstadtpark, mit großem Spielplatz. und selbst die selbstgegebene Regel in Sachen Wohnungsbau wurde erfolgreich umgesetzt. Eindruck 3: Duisburgs Sozialstruktur und „Schimmi“ Schimanski: Auch heute noch allgegenwärtig – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Ja, sagt City Guide Franz-Josef Tolle, bei allem Fortschritt habe es damals auch gehörige Kritik gegeben. Nicht am Bauen, aber am sozialen Konzept der Umsetzung zum Beispiel im Wohnungsbau. Viele Wohnungen am Innenhafen seien zu teuer gewesen. Der Zugang von Wohnungsgesellschaften zum Bau von Sozialwohnungen sei ausgeblieben. Dieser Ausbau ist heute noch dringlicher, als vor 30 Jahren. Denn: Probleme mit der Sozialstruktur hat Duisburg jede Menge. Geringe Gehälter, hohe Arbeitslosigkeit, hohe Mietkosten und wachsender Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund machen das Leben schwieriger. Eine Folge: Wachsende Kriminalität. Die Infrastruktur der Stadt kommt da nicht mehr nach. Der Duisburg-Tatort Duisburg gehörte noch nie zu den angeblich feinen Adressen der Republik und die Menschen waren schon immer, einfach, rau und herzlich. Nicht von ungefähr entstanden die Tatort Kommissare Christian Thanner und Horst Schimanski, alias Eberhard Feik und Götz George. Thanner und Schimanski ermittelten in der ARD zwischen 1981 und 1991. Schaut man zurück, wurde der WDR wegen dieser Idee erst einmal angefeindet. Die Duisburger müssen Schimmi aber innerhalb des Jahrzehnts sehr lieb gewonnen haben. Noch heute ist die Serie schlicht und einfach Kult. Schimanski “Denkmal” in Ruhrort – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Eindruck 4: Menschennähe und Currywurst Heute kann man ungestraft sagen, dass Schimmi nicht nur den Tatort, sondern auch Duisburg verändert hat. Es war die Zeit mitten im Wandel der Region. Filmaufnahmen fanden mitten in sozialen Brennpunkten oder auch im Hafengebiet von Duisburg-Ruhrort statt. Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Das ist jetzt 35 Jahre her, doch Schimmi bleibt allgegenwärtig, mit eigenem Straßenschild in der „Horst Schimanski Gasse“ im alten Ruhrort. Allgegenwärtig auch die Currywurst. Die Einschätzung kann man natürlich nur einem „UR-Duisburger“ überlassen. Gehse inne Stadt… – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Currywurst-Fachsimpelei – Foto: Marina Noble Mitten in Ruhrort, dicht am Wasser liegt die Hafenkneipe „Zum Hübi“. Drinnen wartet „lecker Currywurst“ und vor der Tür, in der Horst Schimanski-Gasse, steht das Schimmi-Denkmal. (Unter uns: Es ist ziemlich klein und auch nicht wirklich gut getroffen) Im Ort, hinter der Dammstraße, findet man weitere Devotionalien, wie ein Schimanski-Graffiti und den Hinweis auf einige Stellen (Der Anker), an denen in unmittelbarer Nachbarschaft des Hafenbeckens gedreht wurde. Eindruck 5: Hütte und Landschaftspark  Duisburg ist Hafenstadt und Hüttenstadt; immer noch. Einige Stahlhütten produzieren nach wie vor. Unter anderen die „August Thyssen Hütte“, das größte Hüttenwerk Europas. Früher Frühling im Landschaftspark-Nord – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Das Rohmaterial für die Stahlproduktion ist Eisen. Es kam bis vor einigen Jahren aus der Eisenhütte im Stadtteil Meiderich. Dort findet man heute die zweitgrößte Attraktion im Pott, den Landschaftspark Duisburg-Nord. Nur die Essener „Zeche Zollverein“ hat mehr Besucher. Viel Grün und viel Industriekultur, das sind die Zutaten für den Landschaftspark. Jährlich kommen rund 1,2 Millionen Besucher. Genau lässt sich das nicht sagen, denn hier gibt es weder Eintrittspreise noch Öffnungszeiten. 24/7 kostenfrei geöffnet. Hochofen 5 Führungen gibt es. Die kosten Geld, aber das sind Euros, die sich lohnen. Ich könnte zwar behaupten, dass ich vor der Tour genau in die Eisenproduktion eingeweiht war, müsste dafür aber ziemlich hemmungslos lügen. Alles, was ich jetzt weiß, habe ich der sachkundigen wie humorigen Manuela Sass zu verdanken. Weiß Bescheid: Manuela Sass – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Das müsst Ihr Euch unbedingt im Original anhören. Im Podcast bekommt Ihr gleichzeitig Infos und ein „Stücksken“ Ruhrpott-Sprache und Humor. Danach seid Ihr nicht nur schlauer, sondern habt Euch  auch amüsiert. Die Tour ist gewissermaßen Lernen, ohne dass man's merkt. Danach wisst Ihr, wie das funktioniert mit dem Eisen. So wurde bis 1985 produziert.   Eisenhütte: Hochofen 5 – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Abstichstelle am Hochofen 5 – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Das mit dem Landschaftspark dauerte dann noch eine Weile. Es gibt ihn seit 1994 und seit 2000 steht der ehemalige Industriekomplex unter Denkmalschutz. In Sachen Freizeit hat der Landschaftspark wirklich viel zu bieten. Vor allem viel Grün auf der Fläche von 180 Fußballfeldern. Im Sommer gibt's Fackelführungen, Open Air Kino, Konzerte, den Gasometer zum Tauchen, einen Lehr- und Lernbauernhof und jede Menge Freiflächen zum Spielen und Bewegen. Es warten ein Besucherzentrum und natürlich Gastronomie. Nicht zu vergessen, das Programm für die ganz Wagemutigen. Ein anspruchsvoller „Klettergarten“ zwischen den Hochöfen 1 und 2. Klettern mitten in der Industriekultur – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Das waren ein paar Eindrücke aus Duisburg, falls ich über eine Stadt erzählen darf, in der ich gerade mal gut 24 Stunden war. Da gibt's das Vorurteil und dann auch die subjektiven Eindrücke. Komplett ist das nicht. Das Trotzdem-Fazit: War und ist spannend! Information Landschaftspark Duisburg-Nord Duisburg Duisburg – Tourismus NRW – Tourismus The post Podcast 325 – Der „Hömma Duisburg“ Städtereisetipp first appeared on Deutsches Reiseradio (German Travelradio).

Tageschronik
Heute vor 10 Jahren: Tod von Götz George

Tageschronik

Play Episode Listen Later Jun 19, 2026 3:32


Beim Namen Götz George denken wohl viele automatisch an Horst Schimanski, denn in der Rolle als Tatort-Kommissar bleibt der Schauspieler bis heute unvergessen. Dabei war er weit mehr als der ruppige Polizist. Am 19. Juni 2016 starb Götz George.

Studio 9 - Deutschlandfunk Kultur
40 Jahre "Tatort" mit Kult-Kommissar Horst Schimanski

Studio 9 - Deutschlandfunk Kultur

Play Episode Listen Later Jun 28, 2021 3:28


Autor: Dahmen, Dagmar Sendung: Studio 9 Hören bis: 19.01.2038 04:14

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WDR 4 Meilensteine und Legenden
1981: Erster Schimanski-Tatort wird ausgestrahlt

WDR 4 Meilensteine und Legenden

Play Episode Listen Later Jun 27, 2021 1:49


Bis 1980 ermittelte Hans-Jörg Felmy als korrekter Anzugträger Haferkamp im "Tatort" aus dem Ruhrgebiet. Sein Nachfolger war da aus ganz anderem Holz geschnitzt und sorgte am 28. Juni 1981 erstmals für einen Schock, vor allem in Duisburg. Von Christiane Kopka.

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Glück auf und Halleluja
Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett - Podcast-Special über Populismus in Krimis

Glück auf und Halleluja

Play Episode Listen Later Oct 9, 2020 86:56


Unser erstes Podcast-Special: Peter Bukowski aus Wuppertal ist zu Gast und wir sprechen über Populismus in Krimis. „Die da oben“ ist ein beliebtes Motiv in Büchern und Serien. Muss das so sein, und finden wir das gut? Dabei geht es auch um Feindesliebe, gebrochene Biografien, Fast Food und die Lizenz zum Töten. Paulus, Judas und der Gottesknecht dürfen natürlich nicht fehlen. Ebenso Landeskriminal- und Landeskirchenämter. Alles bisschen schlauer aus sonst. Viel Spaß beim Hören! Unter 1,5 Stunden war es leider nicht zu machen. Hier einige der Ermittler, die in dieser Folge vorkommen: Horst Schimanski, Adrian Monk, Guido Brunetti, Leander Lost, Georg Dengler, Isabelle Bonnet, Kate Burkholder, Eva Maria Prohacek, Frank Thiel, Frank Ochoa, Franz Leitmayer, Carl Hamilton, Jack Reacher, James Bond, Jerry Cotton, Columbo, Simon Brenner, Dietmar Schäffer, Jules Maigret, Armand Gamasch, Saga Noren, Max Ballauf und Alfred Schenk.

WDR 4 Spaziergang in NRW
Auf den Spuren von "Schimmi" - Spaziergang durch Duisburg-Ruhror

WDR 4 Spaziergang in NRW

Play Episode Listen Later Mar 13, 2020 2:19


Er gehört zum Ruhrgebiet wie die Kohle und die Currywurst: Flegel-Tatort-Kommissar Horst Schimanski. "Duisburg Ruhrort" hieß 1981 der erste "Schimmi-Krimi" - der im gleichnamigen Duisburger Stadtteil spielt, in dem sich auch der größte europäische Binnenhafen befindet.

Bahnhofskino - Genrefilme von A bis Sleaze
#334: Zahn um Zahn (1985) & Der bewegte Mann (1994)

Bahnhofskino - Genrefilme von A bis Sleaze

Play Episode Listen Later Jan 24, 2020 87:11


Das Duell an deutschen Kinokassen gewinnt einer der beiden heutigen Filme mit Leichtigkeit. Mit 6,6, Millionen zahlenden Besuchern war Sönke Wortmanns Der bewegte Mann (1994) ein Dauerbrenner im schmuddeligen Herbst 1994. Aber vielleicht war die Zeit auch einfach reif für neue Männer- und Mannsbilder. Mit einem proletarisch-pöbeligen Fernsehkrimi im Kinoformat à la Zahn um Zahn (1985) konnte man Mitte der 90er jedenfalls keinen Blumentopf oder Zuschauerherzen mehr gewinnen. Zehn Jahre vor Til jedoch war Horst Schimanski der Mann, äh, das Maß aller Dinge. Und wir erinnern uns mit leichtem Zähneknirschen.

Bürgerfunk Duisburg
Fahrradio

Bürgerfunk Duisburg

Play Episode Listen Later May 21, 2017 33:59


Die Sendung des ADFC Duisburg - im Mai 2017 mit folgenden Themen: Sperrung der Brücke von Ruhrort nach Kaßlerfeld für Radfahrer wegen Glatteis Ende April - ist das der Klimawandel? Bundesverkehrsministerium fördert Radwege mit 25 Mio. Euro. 30 Jahre ADFC in Duisburg - die Geschichte des Fahrradclubs in unserer Stadt. Auf den Spuren von Horst Schimanski - die Radtouren mit Dagmar Dahmen gehen in die 5. Runde. Vorschau auf die Duisburger Umwelttage und den Umweltmarkt 2017. Das Fahrrad wird 200 Jahre alt - Kugellager und den Antrieb. Kampagne „Stadtradeln“ - in drei Wochen legen in einem nationalen Städtevergleich möglichst viele Leute möglichst viele Kilometer auf dem Rad zurück. Tipps und Termine - Veranstaltungskalender mit Radtouren des ADFC Duisburg.

Zeitreise: Schauspieler im Gespräch | Deutsche Welle

"Schimanski ist immer ein Sensibelchen gewesen, der gewisse Härtemomente hat" - Götz George über seine Figur des Kommissars Horst Schimanski Es gibt nur eine Handvoll Schauspieler, die in annähernd so vielen Filmproduktionen mitwirkten, wie er. Götz George, Spross einer Schauspielerfamilie, gehört heute zur Riege der bekanntesten und populärsten Schauspieler Deutschlands. Früh übt sich Das Licht der Welt erblickte Götz George am 23.7.38 in Berlin als Sohn des berühmten Schauspielers Heinrich George und der Bühnenkünstlerin Berta Drews. Dort absolvierte er seinen schulischen Werdegang und erhielt anschließend eine schauspielerische Ausbildung am Berliner Ufa-Nachwuchsstudio. Den "Bühnenschliff" erhielt dann der junge Schauspieler von 1958 bis 1963 bei Heinz Hilpert am Deutschen Theater Göttingen. Immer wieder kehrte Götz George, der bereits als Elfjähriger in einem Theaterstück mitwirkte, mit Gastrollen oder bei Theatertourneen an verschiedene deutsche Theaterbühnen zurück, jedoch sollte es der Film sein, der seine große Popularität festigte. Unzählige Filmerfolge Das erste Mal stand Götz George 1953 vor der Kamera: in der Komödie "Wenn der weiße Flieder wieder blüht" debütierte er zusammen mit Romy Schneider in einer kleinen Nebenrolle. Doch bald sollte der junge Schauspieler auch mit Hauptrollen betraut werden. So spielte er 1959 etwa in dem Film "Jacqueline" von Wolfgang Liebeneiner den jungen Boxer Gustav Bäumler, für dessen Darstellung er seine erste Auszeichnung bekam – den Bundesfilmpreis als bester Nachwuchsschauspieler. Nach einigen weiteren Filmen (unter anderem "Kirmes", "Mörderspiel" oder auch "Nur tote Zeugen schweigen") beginnt man Anfang der 60er-Jahre mit der Verfilmung der Karl- May-Romane. Auch in diesen Produktionen wird das Talent und die „stämmige“ Statur von Götz George gebraucht: ab 1962 spielte er in mehreren Filmen mit (beginnend mit dem Film "Der Schatz im Silbersee") und wurde bald zum Publikumsliebling. Unermüdlich wirkte Götz George in unzähligen weiteren Filmproduktionen mit - aus der Vielzahl seiner Filme seien nur einige wenige genannt: "Sie nannten ihn Gringo" von Roy Rowland, "Ich spreng‘ Euch alle in die Luft – Inspektor Blomfields Fall Nr. 1" von Rudolf Zehetgruber, die Krimireihe "Der Alte" oder auch "Der Illegale. Biographie eines Spions" von Günter Gräwert. Doch in die Rolle, mit der er über Jahre von seinem Publikum assoziiert wurde, sollte Götz George 1981 schlüpfen. Der etwas "andere" Kommissar Über die Recherchen der Drehbuchautoren zu jener Figur, die Götz George zum ersten Mal 1981 spielen sollte, weiß Thorsten Körner in seiner George-Biographie unter anderem auch Folgendes zu berichten: "Sie fuhren für einige Wochen nach Duisburg, durchstreiften die Stadt, trieben sich in Kneipen und Bars herum, hielten die Augen offen, die Kehlen feucht und schrieben ihre Notizblöcke voll." Am Schluss ist die fiktive Figur des Duisburger Kriminalhauptkommissars Horst Schimanski entstanden, die aus der fabelhaften Karriere von Götz George nicht wegzudenken ist. Über Jahrzehnte schlüpfte der Schauspieler in die Haut des Kommissars und kreierte somit eine Kultfigur, die für Millionen Zuschauer sofort ein Begriff und ein Garant für Publikumserfolg wurde. Thorsten Körner berichtet hierzu auch Folgendes: "Für Götz George war die proletarische Identität seiner Figur wichtig, weil sie ihm viele Spiel- und Gestaltungsmomente anbot, mit denen er sich von den traditionellen Kommissaren abheben konnte." Und das tat sie bis heute in jeder Tatort-Folge. Doch Götz George bewies sein schauspielerisches Ausnahmetalent auch in unzähligen anderen Filmproduktionen. Immer aktiv Unendlich lang ist die Liste der Filme, in denen Götz George mitwirkte. So kommt das Onlinefilmportal "ofdb.de" auf über vierzehn Dutzend Streifen, in denen der Schauspieler vor der Kamera stand. Als "Alleskönner" spielte Götz George in Dramen, Komödien, Actionfilmen oder Kriminalfilmen alle möglichen Charaktere. Ob in der Komödie "Schulz & Schulz", in dem Drama "Die Katze" oder in dem Thriller "Abwärts" – es sind nur einige willkürlich herausgegriffene Beispiele – ein Erfolg reihte sich an den nächsten. Für die ARD übernahm er 2013 auch die Rolle seines Vaters Heinrich George in dem Dokudrama "„George". Ähnlich lang wie die seiner Filme ist auch die Liste der Auszeichnungen, mit denen Götz George geehrt wurde. Zu den Ehrungen mit mehreren Bambis und diversen Filmpreisen gesellten sich auch das Bundesverdienstkreuz und das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Im Januar 1987 sprach DW-Redakteur Miguel Sanchez während der Dreharbeiten zu einer neuen Tatort-Folge mit Götz George unter anderem über die Figur des Horst Schimanski. Autor: Andreas Zemke Redaktion: Diana Redlich