Der Filmpodcast für alle, die Genrekino lieben. Patrick Lohmeier und Daniel Gramsch sprechen wöchentlich über Kino abseits des Mainstreams. Und in der Bahnhofskino Extended Edition (#beepodcast) begrüßt Patrick regelmäßig Gäste zum Filmgespräch. Feedback und Filmwünsche bitte an patrick@bahnhofskin…
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Es ist wieder einmal Zeit für ein One-and-Done bei #Spielfilmen, und diesmal trifft es den US-Horror-Shootingstar Jordan Peele. Dabei hätten wir uns durchaus gewünscht, über mehr als nur drei Peele-Kracher zu sprechen, doch seit Nope (2022) ist es bedauerlich still um den Regisseur geworden. Dafür ist sein überschaubares Oeuvre umso feiner, beginnend mit Get Out (2017), der von Kritik und Publikum bereits kurz nach Erscheinen als moderner Klassiker gefeiert wurde. Aber wie frisch guckt sich des gesellschaftskritische Horror knapp zehn Jahre später? Besser denn je, wie wir finden. Und mit dem ambitionierten und tonal sprunghaften Wir (Us, 2019) legte Peele gleich doppelt so ambitioniert nach. Allein zum dritten Film gehen unsere Meinungen etwas auseinander, sind aber trotz dramaturgischer Schwächen sehr angetan von der pittoresken Weirdness von Nope.

Der Name des Midseason-Finales ist Programm: Die PEGASUS kommt! ... und mit ihr ein Kampfstern voller Probleme und einer toxischen Besatzung. Das sorgt zwar für jede Menge Schmerz, Stress und Kummer für die Galactica-Crew, aber eben auch für eine der Highlight-Episoden der zweiten Staffel. Frak yeah!

Wir reisen zurück ins Golden Age of Stephen King, als der Autor nicht nur nonstop die Bestseller-Listen dominierte, sondern auch die Kinocharts. King-Enthusiast Christian 'Kühne' Kühnemann (Moviebreak) hat nicht nur das Gesamtwerk von King verschlungen, sondern auch ein Herz für die weniger geliebten Verfilmungen des Master of Horror. Aber bevor wir uns ins zugekokste Chaos von Rhea M - Es begann ohne Warnung (Maximum Overdrive, 1986) stürzen, widmen wir uns einer der meistgeliebten Tierhorrorfilme der 80er Jahre: Cujo (1983). Und ja, das verspricht nicht nur eine echte Highlight-Episode zu werden - sie ist es auch. Also fangt bitte nicht jetzt schon das Sabbern an wie der tollwütige Bernhardiner!

Wir sprechen über die gute (schlechte?) alte Zeit, als Recap-Podcasts noch nicht jede vielbeachtete Serie in Grund und Boden gequatscht haben. Aber hey, Moment mal: Genau das machen wir ja auch! In der Hoffnung, dass uns der Spagat zwischen nerdiger Analyse und Wertschätzung etwas besser gelingt als anderen Podcasts, nähern wir uns "Flight of the Phoenix", einer meiner absoluten Favoriten der zweiten Galactica-Staffel. Adama gibt den Brummbär, Boomer darf sich beweisen, Helo wird gemobbt, und Chief Tyrol darf in seiner überfälligen Spotlight-Episode eine besonders coole Viper bauen. Und ich lasse mich auch kaum davon aus der Fassung bringen, dass Britt-Marie den Episodentitel doof und Apollos Verhalten etwas übergriffig findet … obwohl sie damit vielleicht sogar Recht hat?!

Oberzombie Lucas Barwenczik (CUTS, Gelesen. Der Literaturpodcast) und Killerhund Fynn Benkert (Gelesen. Der Literaturpodcast, Schauplatz) sind zurück, um gemeinsam mit mir die Sahnestücke in Paul W.S. Andersons Resident Evil-Reihe zu genießen. Insbesondere Resident Evil: Afterlife (2010) und Resident Evil: Retribution (2012) zeigen perfekt inszeniertes Digitalkino in drei Dimensionen. Dass dabei Story und Figurenzeichnung gefühlt minütlich neu ausgewürfelt werden, stört uns kaum. Ein bisschen streng müssen wir mit dem Dreamteam Paul und Milla nur mit Blick auf Resident Evil: The Final Chapter (2016) sein, der auf der Zielgeraden die ein oder andere falsche Ausfahrt nimmt. Ein schweißtreibendes Vergnügen. Phew!

Getreu dem Motto "Öfter mal 'was Neues!" entpuppt sich "Die Reporterin" als eher leichtgewichtiges Intermezzo auf der langen und von komplexer Mythologie gefärbten Reise der Flotte zur Erde. Als Highlight erweist sich vor allem Gaststar Lucy Lawless, die Kriegerprinzessin höchstpersönlich. Davon abgesehen muss man die positiven Aspekte in der Geschichte rund um ein Fernsehteam an Bord der Galactica aber mit der Lupe suchen. Das findet vor allem Patrick, der diesmal besonders viel zu nörgeln hat. Und das nicht nur in Bezug auf sinnfreie Handlungswendungen und platte Dialoge, sondern auch auf Klemmbausteine für Kinder und Erwachsene. What the frak?!?

Yes! Der zweite Teil des inoffiziellen Endes (huh?) der ersten Staffel Battlestar Galactica löst all die Versprechen ein, die die letzte Episode gab: Adama, Roslin & Co. nähern sich wieder einander an, die schwangere Zylonin Sharon a.k.a. Boomer darf ihre Loyalität beweisen, und die Galactica-Flotte kommt ihrem Ziel, der Erde, etwas näher. Um Gemüse unter und über dem Erdboden, Flüche und Sexszenen im Kino und Fernsehen geht es auch. Eben ein ganz normaler Tag im Aufnahmekabuff unseres Podcasts ...

George P. Cosmatos lässt es zum – leider! – viel zu frühen Karriereende noch einmal richtig krachen mit dem Unterwasser-Horror LEVIATHAN (1989), baut Val Kilmer, Kurt Russell und drei Dutzend Schnauzbärten ein grandioses Kinodenkmal mit TOMBSTONE (1993), und ballert mit einem Spielzeug-Hubschrauber den halben US-Geheimdienst nieder. Und ja, DIE VERSCHWÖRUNG IM SCHATTEN (Shadow Conspiracy, 1997) mag kein Meisterwerk sein, aber jeder Moment Moment mit Stephen Lang ist unverzichtbar.

Dafür, dass es mit einem desaströs verlaufenden Pilotentraining und einem zylonischen Überraschungsangriff reichlich Action gibt, fühlt sich "Heimat" – Teil 1 doch eher wie ein Warm-up für das spektakuläre Finale dieses Zweiteilers an. Umso stärker ist die Episode in ihren ruhigen Momenten, auch wenn sich Patrick davon deutlich mehr berührt fühlt als Britt-Marie. Seine Co-Host ist derweil viel zu sehr damit beschäftigt, schlecht geflickte Plotholes aufzuspüren. Denn in die sind zumindest Starbuck und Helo mit der Nase zuerst hinein geplumpst.

Wann habt ihr das letzte Mal über Mad Foxes - Feuer auf Räder (1981) oder Killing Blue (1988) nachgedacht? Ganz ehrlich, mit Blick auf den kuriosen Neo-Noir mit Armin Müller-Stahl und einer Handvoll amerikanisches B-Stars würde ich euch keinen Vorwurf daraus machen, falls ihr dies längere Zeit nicht getan habt. Anders mein lieber Gast Markus Köhler, der nicht nur mit viel Ehrgeiz eine Lanze für den Kottan in Berlin bricht, sondern auch mit viel Ausdauer an meiner Seite den spanisch-schweizerischen Exploitationer rund um eine gewaltgeile Biker-Gang durchleidet. Und den Film vergesst ihr garantiert nie wieder!

Zum Glück wird dieses Podcastformat unabhängig und kommerzfrei produziert, denn sonst könnten sich strenge Geldgeber doch glatt darüber aufregen, dass wir uns zu Beginn erst einmal in einem hitzigen Gespräch über Reality-TV verlieren. Aber unsere liebste Retro-Serie "Battlestar Galactica" kommt nicht zu kurz, denn dafür gibt es zu viel in den Hirnwindungen und Herzen von Adama, Starbuck und Dummy Helo zu ergründen. Außerdem: Warum "The Farm" einfach dreimal so fetzig klingt wie "Der Bauernhof" und eine fachliche Beurteilung von Dr. med. Simon Creepy. Enjoy!

Content Warning: Harte Kost! Natural Enemies (1979) ist so 'psycho', wie ein Psychothriller nur sein kann. Und das gelegentliche Aufblitzen schwarzen Humors sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Daddy Hal Holbrook (The Fog, Creepshow) ernst meint mit dem Plan, seine Familie auszulöschen. Auch auf der Abschussliste: Bahnhofskino-Liebling Louise Fletcher (Exorzist II, Einer flog über das Kuckucksnest). Uff! Zum Glück steht mir mein Gast Franz Köhne zur Seite …

Fehlt da nicht ein Wort am Ende des heutigen Episodentitels? Oder ist Patrick da gedanklich wieder ganz woanders, nämlich bei James Bond 007? Im Original klingt da "Resistance" doch deutlich schmissiger, den der titelgebende Widerstand ist in **Battlestar Galactica** in dieser Woche allerorten zu finden: Auf Kobol, wo sich ein Grüppchen Überlebender wacker gegen die Zylonen zur Wehr setzt. Auf der Galactica, wo sich Ingenieurin Cally Dank ihrer treuen Seele plötzlich im Clinch mit der halben Besatzung wiederfindet. Und natürlich inmitten der zivilen Mehrheit und ihrer politischen Gesandten an Bord der Flottenschiffe, die so gar nichts von Colonel Tighs Entscheidung halten, das Kriegsrecht auszurufen. Aber am Ende des ganzen Tohuwahohu wartet ein Lichtblick – und ein Schocker!

Britt-Marie und Patrick versuchen, ihrem Bildungsauftrag zu Vokabular und Regelwerk in militärischen Reihen gerecht zu werden und scheitern auf ganzer Linie. Aber wen kümmern solche Dinge, wenn doch die dramaturgischen Qualitäten hier viel wichtiger sind. Und in dieser Hinsicht kann die bis dato wohl geradlinigste BSG-Folge rundum überzeugen. Im Trubel des politischen Intrigenspiels in der Flotte und großer Gefühle auf Kobol könnte man fast vergessen, dass wir diese Woche gar keinen Abstecher in die gelbe Hölle Capricas machen. Fast!

Willkommen im Jahr 2026 – endlich sind wir in der Zukunft angekommen! Und wie es mittlerweile schöne Tradition ist, blicken Freund des Hauses Fynn Benkert (Gelesen. Der Literaturpodcast) und Patrick auf die Hochs und Tiefs des Kino- und Streamingjahres zurück. Außerdem: Neu entdeckte Klassiker, Buchtipps und liebste Heimkino-Veröffentlichungen 2025.

Von jetzt auf gleich kraxelte George P. Cosmatos in den 80er Jahren auf sein Karrierehoch. Zumindest, wenn man dies am finanziellen Erfolg seiner Filme bemisst. Und der größte Actionstar der damaligen Zeit war nicht ganz unschuldig daran. Zuerst einmal musste Herr Cosmatos aber in New York City den Kammerjäger spielen und in Unheimliche Begegnung (Of Unknown Origin, 1983) mit Peter Weller auf Rattenjagd gehen. Dann wurde es aber richtig wuchtig, laut und sehr patriotisch, denn nur zwei Jahre später spielte er mit Sylvester Stallone in Mexiko den Vietnamkrieg nach. Und da Rambo II: Der Auftrag (First Blood Part 2: Rambo, 1985) eine halbe Fantastilliarde Dollar an den Kinokassen einspielte, heuerte Sly den Regisseur auch gleich für sein nächstes Filmprojekt an. Auch Die City-Cobra (Cobra, 1986) eroberte die Geldbeutel des Kinopublikums – aber leider nicht unsere Herzen.

Nach einem überfrachteten Staffelstart kommt Battlestar Galactica wieder in den Tritt – nicht zuletzt deswegen, weil einige unserer Lieblinge endlich mal durchatmen dürfen. Das gilt natürlich nicht für die Crew an Bord der Galactica, die sich gegen ein Dutzend um sich schießender zylonischer Centurions behaupten muss. Das kostet viele Nerven und einige Menschenleben. Da möchte man fast lieber auf Kobol sitzen und mit Baltar und Headsix Schädel sortieren …

Britt-Marie und Patrick sind sowas von bereit für die zweite Staffel von **Battlestar Galactica**, nachdem Season 1 mit einem Cliffhanger für die Ewigkeit endete. Überraschenderweise steht das Schicksal von Commander Adama (Edward James Olmos) gar nicht im Mittelpunkt des Interesses, denn man muss sich außerdem um drölfzig weitere Handlungsstränge und Figuren kümmern. Zumindest einen der Co-Hosts macht das etwas fuchsig. Baltar und Starbuck kriegen auch kaum etwas zu tun. Sapperlot! Aber bevor es um BSG geht, müssen die beiden Trek-Heads ohnehin erst einmal ihrem Frust über spannungsgeladene TV-Zweiteiler aus den frühen 90er Jahren Luft machen ...

**André Wentzel** ist nicht nur längst inoffizieller Co-Host dieses Podcasts, sondern zudem sowas wie der Bahnhofskino-Weihnachtsengel. Auch in diesem Jahr bringt er einen versöhnlichen Film für die Feiertage mit, hinter dessen Prestigekino-Fassade emotionale Abgründe liegen. Martin Scorseses bösartiger **After Hours (1985) **schickt seinen Hauptdarsteller Griffin Dunne (American Werewolf, 1981) durch die New Yorker Nacht, während sich die City langsam zu seiner persönlichen Hölle auf Erden wandelt. Und dabei war Scorsese höchstpersönlich lange Zeit nicht sicher, ob er seinem Yuppie-Protagonisten den Tod oder ein Happy Ending wünscht ...

Drei Monate und 15 Episoden nach unserem Reiseantritt in die Welt der neuen Battlestar Galactica sind wir glücklicherweise frak-frakkin-tastisch zufrieden mit den bisherigen Erlebnissen. Und wie geht es euch so mit der Serie und unserem Podcast? Im Rückblick auf die erste Staffel sinnieren wir darüber, an welchen Aspekten von BSG der Zahn der Zeit mehr oder weniger geknabbert habt, welche Figuren charakterlich gewachsen sind und von wem wir mehr erwarten, wir antworten auf euer Feedback und eure Fragen, spekulieren über bevorstehende Events, und sprechen über unsere Tops und Flops der ersten Staffel. Enjoy!

Mit the one and only Heiko Hartmann, einem meiner Lieblingsgäste und Fachkraft für sleazige Filmfreuden, spreche ich in vorweihnachtlicher Besinnlichkeit über Norman J. Warrens freches, aber schwer unterhaltsames Alien-Ripoff Inseminoid – Samen des Bösen (1981). Und zwischen Blutsuppe, Schreien und nackten Brüsten finden wir reinste Kinomagie … und die Zuversicht, dass uns Meister Warren auch in zukünftigen Folgen noch Freude bereitet. Ein Blick zurück auf sein schrundiges Schaffen der 70er und 80er Jahre lässt uns jedenfalls hoffen …

Meine #BahnhofskinoGalactica Co-Host Britt-Marie und ich verraten uns und euch, welche Fernsehserien uns in diesem Jahr so richtig viel Spaß und Frust bereitet haben. Und nein, unsere Gefühlslage zu Alien: Earth hat sich nicht geändert. Dafür reden wir umso mehr über politisch hochbrisante Science-Fiction, gestresste Ärzte, tödliche Kinderspiele, süßes Gebäck, desaströse Luxusurlaube, Fußpflege im Plattenbau, traumatisierte Cops und vieles mehr. Viel Spaß!

Fast könnte man angesichts der erschütternden letzten Minute dieses Staffel-Finales vergessen, dass noch eine ganze Menge anderer Dinge passieren. Beispielsweise ein Faustkampf zwischen Starbuck und Six. Oder eine Begegnung zwischen Boomer und drölfzig nackten Boomer-Kopien. Und da wären noch Laura Roslin und Adama Junior in Ketten. Außerdem: Baltar wird Papa. Meine Güte!

im ersten Teil des Staffel-Finales stößt die Galactica auf die Erde— doch nein, es ist Kobol! Und genau dort steht das Grab der Athene, das den Weg zur Erde weist. Dafür muss Starbuck aber erst einmal zurück nach Caprica, um ein Artefakt zu besorgen, das als Schlüssel dient. Ach, es ist kompliziert! Wir hören uns diesmal schon am Donnerstag (11. Dezember) zum großen Finale der Season 1 wieder.

Der Name Yorgos Pan Cosmatos klingt zwar so griechisch wie Feta, Ouzo und Sirtaki, der werte Herr stammt allerdings aus dem schönen Florenz und feierte seine größten Erfolge in den USA mit Krachern wie RAMBO 2 (1985), COBRA (1986) und TOMBSTONE (1993). Doch bis es dazu kam, backte Mister Cosmatos in europäischen Gefilden kleinere Pitas. Für HEISSKALTES BLUT (The Beloved/Sin, 1971) konnte er mit Raquel Welch gleich einen veritablen Megastar gewinnen, um seine Variation einer klassischen Tragödie zu erzählen. Weniger fühlig, aber ebenso harsch ist DAS MASSAKER – DER FALL KAPPLER (aka Rapressaglia – Tödlicher Irrtum, 1973) geraten, in der sich Richard Burton als strammer Nazi-Offizier ungewollt für ein grausames Kriegsverbrechen verantwortlich zeichnet. Und selbst der mit Richard Harris, Sophia Loren, Burt Lancaster, Ava Gardner, Martin Sheen und Officer Nordberg stargespickte CASSANDRA CROSSING – TREFFPUNKT TODESBRÜCKE (1976) geht dahin, wo es weh tut. Etwas leichter wird es erst im abenteuerlichen FLUCHT NACH ATHENA (1979), in dem Roger Moore den britischsten Nazi aller Zeiten spielen darf, dessen Charme selbst Elliot Gould, Richard Roundtree und David Niven den Kopf verdreht. Dazu gibt's jede Menge Zoten, Explosionen, Kojak und die hinreißende Claudia Cardinale in Liebe und Tanz vereint. Herz, was willst du mehr?

Der gute Bad Guy oder auch durchtriebene Good Guy Tom Zarek (Richard Hatch) ist zurück. Apollo zeigt sich trinkfreudig und kratzbürstig. Gaius Baltar ist überfordert. Starbuck macht sich schick. Adama Senior hält sich bedeckt. Und Laura Roslin darf wieder einmal skrupellos sein. Ach ja, eine halbe Storyline über ein politisches Attentat gibt es auch noch. Die sorgt unter anderem dafür, dass "Der Zwölferrat" ("Colonial Day", 2005) uns zwischendurch etwas die Geduld verlieren lässt. Außerdem: Ungewöhnlich viel (männliche) nackte Haut und schon wieder eine konsequenzenreiche Szene auf dem Klo.

Boys will be boys – und wenn diese Jungs älter werden, sollte man sich in Acht nehmen, dass man sich keine Backpfeife oder etwas Schlimmeres einfängt. Das wissen mein Gast Markus Köhler nicht erst, seit wir vor ein paar Jahren über Roadhouse (1989) geschnackt haben, hilft uns aber in jedem Fall beim Gespräch über eine Art Prototypen für die spätere Hitserie 21 Jump Street (1987-1991) weiter, die sich offensichtlich von Die gnadenlose Clique (Band of the Hand, 1986) inspirieren ließ. Leider war die Michael-Mann-Produktion rund um Stephen Lang und seine Truppe krimineller Jugendlicher im Kampf gegen Drogendealer kein Erfolg und ging nicht in Serie. Was aber nicht bedeuten soll, dass sich der filmische Ausflug in die übelsten Ecken Miamis nicht lohnt …

Gänsehaut am ganzen Körper bei Patrick … und gerade einmal wohlwollende Anerkennung seitens Britt-Marie. Aber kann der alte Fanboy die Battlestar-Novizin noch auf seine Seite ziehen? Immerhin hat DIE HAND GOTTES ("The Hand of God") einige der musikalisch wie effekttechnisch herausragendsten Momente der ersten Staffel zu bieten. Und esoterisch-religiös werden wieder dicke Bretter gebohrt. Außerdem: Jede Menge Schlangen und Helo macht auf Caprica eine schockierende Entdeckung. Dabei ist es schon verwunderlich, dass er durch den Gelbfilter über dem Filmbild überhaupt etwas erkennen kann!

Mit zwei meiner Lieblingsgäste darf ich heute über DARK CITY (1998) schnacken, der sich vom kommerziell gefloppten Kinospektakel zum heißgeliebten Hit im Heimkino entwickelte. Aber verdient Alex Proyas' düsteres Science-Fiction-Märchen all seinen späten Ruhm? Das können natürlich weder Filmkritiker Stefan Jung (filmcontext), GenZ-Literaturpapst Fynn Benkert (Gelesen. Der Literaturpodcast) noch Yours truly entscheiden. Wohl aber können wir über die gelungenen und weniger gelungenen Aspekte des Films diskutieren. Dabei stellt sich heraus, dass uns im Zweifelsfall der "Style" doch mehr bedeutet als die "Substance". Nur die Frage, ob Kiefer Sutherlands hier oder in seiner späteren Hitserie 24 besser aufgehoben ist, konnten und wollten wir nicht final klären. Sorry, Stefan!

Falls das Toiletten-Getuschel zwischen Dr. Baltar und Lt. Gaeta in Episode 7 euer Bedürfnis nach Albernheiten an Bord der Galactica nicht gestillt hat, für den hält das Galactica-Reboot in "Tigh Me Up, Tigh Me Down" noch mehr Schabernack bereit. Dabei gibt es gleich mehrere Premieren zu feiern, nämlich das erste Showcase für den grimmigen Colonel Tigh und seine bessere (schlechtere?) Hälfte Ellen, das BSG-Regiedebüt von Edward James Olmos, und den Start von Ron Moores legendären Podcastkommentaren. Das hat zumindest Patrick sehr gefreut. Und Britt-Marie findet den Episodentitel großartig. Aber genügt das, um aus dieser Folge eine Sternstunde des Fernsehens zu machen?

Der religiöse Fanatismus der Zylonen ist Britt-Marie zu Kopf gestiegen, denn selbiger raucht nach diesem Kammerspiel, in dem sich Starbuck und Leoben Conoy a.k.a. Nummer Zwei beharken. Dabei ist angesichts einiger ruppiger Foltermethoden seitens unserer liebsten Pilotin aber gar nicht so klar, wer hier die Good Guys sind. Zumindest klärt sich für die von einer existenziellen Krise geplagte Boomer vorerst, wer sie wirklich ist – oder auch nicht, denn die Diagnose kommt von Gaius Baltar, dem man sowieso nichts glauben sollte. Gott, äh, die Götter von Kobol stehen uns bei!

Schon der Titel dieser Podcast-Episode ist so lang, dass er bereits alles erklärt. Kurzum: Mit Godzilla-Aficionado André Wentzel geht es diesmal auf die Insel – und wirklich nur auf die Insel, denn der siebte und achte Frankenstein-Film fühlen sich mehr nach "Aloha!" als "Roaarrr!" an. Klingt nach Spaß? Ist es auch!

Jane Campion hat es nicht eilig. Zumindest liegt dieser Rückschluss nahe, wenn man auf die zeitlichen Abstände zwischen ihren Filmprojekten blickt. Und in diesem Falle wollen wir auch gar nicht meckern, denn die Regisseurin beweist mit ihren jüngsten Werken ein treffsicheres Auge für reizvolle Kino- und Serienstoffe: BRIGHT STAR (2009) bietet ein sattes Pfund düstere Romantik im verregneten England. Im TV-Thriller TOP OF THE LAKE (2013) ermittelt Elisabeth Moss vor der beeindruckenden Kulisse Neuseelands, bevor sie sich in TOP OF THE LAKE: CHINA GIRL (2017) in den gefährlichsten Ecken Sidneys herumtreibt. Und im Oscar-prämierten THE POWER OF THE DOG (2021) sattelt Campion die Pferde für gebrochene Cowboys. Yee-haw!

Gaius Baltars erste Showcase-Episode ist nicht nur besonders spannend und sexy – inklusive einem sinnlichen Intermezzo auf Caprica! – sondern bietet Britt-Marie gleich doppelt und dreifach Gelegenheit, Patrick mit Fragen um die Glaubenswelt in Battlestar Galactica zu löchern. Und ihr Co-Host kann sogar sogar einige davon beantworten – oder hofft dies zumindest. Ach, wie gerne hätte er doch selbst eine Headsix im Kopf, die ihm gelegentlich etwas einflüstert. Ein Missverständnis epochaler Größe kann er am Ende aber doch aufklären. Immerhin!

Endlich passiert mal was auf dem Von Zylonen besetzten Caprica™! Da ist es gleich viel weniger schlimm, wenn sich in der Flotte ein kurzerhand zusammenberufenes Schiedsgericht zur Frage "Wer an Bord der Galactica ist ein zylonischer Verräter?" nicht als das heilsamste Mittel entpuppt, um dem allgemeinen Misstrauen entgegenzuwirken. Und am Ende des Tages kriegen ohnehin nur die Crewmitglieder etwas auf den Deckel, die es am wenigsten verdient haben.

Nach jahrelangem Bitten und Bangen um eine RESIDENT EVIL-Retrospektive im Bahnhofskino konnte ich mit Lucas Barwenczik (CUTS, Gelesen. Der Literaturpodcast, Fynn Benkert (Gelesen. Der Literaturpodcast, Schauplatz) gleich zwei meiner liebsten Gäste hinter die Mikrofone locken, um mit mir über die ersten drei Teile in Paul W. S. Andersons Magnum Opus zu sprechen. Wobei, streng genommen sitzt ja nicht nur Mr. Anderson auf dem Regiestuhl. Und überhaupt ist die langlebige Kinoreihe nach den Capcom-Videospielen auch zu gleichen Teilen das Meisterwerk seiner Muse und späteren Lebenspartnerin Milla Jovovich. Mit Resident Evil (2002), Resident Evil: Apocalypse (2004) und Resident Evil: Exitinction (2007) beginnt der Zombie-Actionhorror jedenfalls vielversprechend …

Kara strandet auf einem Mond, Commander Adama und Adama Jr. sind emotional gestandet, und Präsident Roslin sitzt zwischen den Stühlen. Nun ja, im Zweifelsfalls lieber dort, als an Bord eines mit schleimigen Eingeweiden gefüllten Zylonen-Raiders. Wie sind wir da bloß reingeraten? Und wie viele Handlungslöcher müssen wir umschiffen, um an "Kein Weg zurück" Spaß zu haben? Spoiler: Erstaunliche wenige!

Kurz nach dem Serienstart versteckt BATTLESTAR GALACTICA bereits frech einen Zweiteiler in der Serie – und sagt uns nicht einmal Bescheid. What the frak?!? Und falls sich jemand angesichts der feierlichen Stimmung in den ersten ein, zwei Minuten von "Act of Contrition" Hoffnung auf etwas Spaß an Bord der Galactica gemacht hat, kann sich selbige gleich mal in die Haare schmieren. Nach einem Dutzend toter Piloten, einem unerfreulichen Arztbesuch und einem schmerzhaften Zerwürfnis zwischen Adama und Starbuck ist wirklich niemand mehr gut drauf ...

Das zweite Kapitel unserer Reise durch das filmische Schaffen von Regisseurin Jane Campion beginnt wiederum mit einer Geduldsprobe, denn ihre Adaption von Henry James' PORTRAIT OF A LADY (The Portrait of a Lady, 1996) ist zwar luxuriös ausgestattet und starbesetzt, aber hinter der hochglänzenden Fassade so leer wie die toten Augen von John Malkovich. Da gefällt uns HOLY SMOKE (1999) schon besser, obwohl wir auf die Frage, was die Regisseurin wohl geritten hat, als sie beschloss, Kate Winslet und Harvey Keitel in den australischen Outback zu schicken, keine vollends befriedigende Antwort finden. Deutlich eindeutiger sind die Botschaften im Psychothriller IN THE CUT (2003), der zwar ebenfalls weder die Kritik begeisterte noch die Kinokassen klingeln ließ, dafür aber Meg Ryan und Mark Ruffalo glänzen lässt, dass unsere Äuglein strahlen. Doch die ganz große Begeisterung bleibt auch hier einseitig ...

Wie viele Knastis braucht man, um eine Glühbirne einzudrehen? Ach nein, Moment mal, darum geht es doch hier gar nicht. Die Frage ist vielmehr: Wie gewinnt man einen Schwerkriminellen dafür, etwas für das Gemeinwohl zu tun – insbesondere dann, wenn dieser selbst ganz eigene Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit hat? Und überhaupt: Warum sieht der Typ so aus wie der alte Apollo aus der 70er-Jahre-_Battlestar_-Serie?

Im Weltall hört dich niemand schreien … doch zum Glück sind Britt-Marie und Patrick in einem Podcast-Feed gestrandet, wo ihr die beiden in einer Bonusfolge über die erste Staffel ALIEN: EARTH (2025) reden hören könnt. Gerade noch mal Schaf gehabt! Diese Patreon-Bonusfolge gibt's geschenkt. Wenn ihr unser seit 13+ Jahren werbefreies und unabhängiges Podcastformat unterstützen möchtet, tut dies bitte unter www.patreon.com/bahnhofskino. Vielen Dank!

Der beste und bekömmlichste Tropfen ist immer noch der gute alte Vino Kraneberger. Aber was tun, wenn aus den rostigen Wasserhähnen an Bord der Galactica kein kühles Nass mehr fließt? Und wie arrangiert sich die von coole Sharon Valerii a.k.a. "Boomer" mit der Tatsache, dass sie gegen ihren Willen als Attentäter auf das Wohl ihrer Mitmenschen handelt? Wir sind jedenfalls sehr angetan von diesem lebensbedrohlichen Versteckspiel an Bord der Galactica.

Mr. und Mrs. Lohmi unterhalten sich über einen gemeinsamen Lieblings-Thriller – aus kürzester, aber nicht auf kürzeste Distanz. Haha! Und ja, das hochwertige Genrekino aus Deutschland existiert. Es versteckt sich nur (leider) sehr gut.

Aus traurigem Anlass schiebe ich unsere Bonusfolge von 2021 zu Sergio Leones Meisterwerk SPIEL MR DAS LIED VOM TOD (C'era una volta il West, 1968) hoch in den Feed. Arrivederci, Signora Cardinale! Unterstützt das Bahnhofskino und seine Schwesterformate bei Patreon und fördert die unabhängige Filmkritik - seit über 13 Jahren werbefrei und ohne inhaltliche Kompromisse. Außerdem hört ihr jede Folge Bahnhofskino und Bahnhofskino Galactica eine Woche früher, genießt monatlich mindestens eine exklusive Bonusfolge und erhaltet Zugriff auf das gesamte Bahnhofskino-Archiv der ersten vier Jahre (2012-2016). Alle exklusiven Dankeschöns sind bereits für ein Trinkgeld von 4 Euro pro Monat verfügbar. Vielen Dank für euren Support! https://www.patreon.com/bahnhofskino

Nach 237 Sprüngen auf Überlichtgeschwindigkeit kreisen der Crew der Galactica-Flotte langsam die Köpfe. Da ist es fast schon tröstlich, dass Pilot "Helo" auf dem verstrahlten Planeten Caprica überlebt hat. Weniger tröstlich ist es aber, dass er dort in die Fänge einer zylonischen Sharon "Boomer" Valerii gerät. Am Ende der Folge sind über 2.000 Menschen tot – und Colonel Tigh fühlt sich so 'lebendig wie nie'. What the frack?!?

Mit Fynn Benkert reise ich von New York über Spanien und Portugal nach Paris und in die französische Provinz. Damit der lange Trip nicht allzu gemütlich wird, pflastern Leichen, geheimnisvolle Frauen, tödliche Killer und irre Okkultisten unseren Weg. Kurzum: Roman Polanskis The Ninth Gate (1999) ist im besten Sinne rumpeliger Kintopp mit literarischen Ambitionen – und vielleicht einer der unterschätztesten Filme der 90er Jahre

Im zweiten Teil der BSG-Miniserie nistet sich Nummer Sechs nach der Zerstörung Capricas im Kopf von Gaius Baltar ein. Außerdem darf Starbuck zum ersten Mal beweisen, was für eine brillante Pilotin sie ist. Lee und William Adama klären derweil persönliche Animositäten. Aber erst, nachdem der Commander einen humanoiden Zylonen zu Brei geschlagen hat. Dabei ahnt er noch nicht, dass ein weiteres Modell an Bord seiner geliebten Galactica sitzt ...

Britt-Marie und Patrick sprechen in der Debütfolge über die Rückkehr von BATTLESTAR GALACTICA auf die TV-Bildschirme anno 2003. Was ist anders als bei GALACTICA Classic – und was ist geblieben? Wo wurde mal mehr, mal weniger behutsam modernisiert? Wie schlägt sich der überwiegend junge Cast in Rollen, für die andere Schauspielerinnen und Schauspieler bekannt sind? Und was zum Teufel ist mit diesem Dr. Gaius Baltar los?

Jane Campion ist nicht nur eine der erfolgreichsten Regisseurinnen weltweit, sondern hat auch seit ihren zaghaften Anfängen in Neuseeland nie den Mut zu herausfordernden Filmstoffen verloren. Dies zeigt sich schon mit SWEETIE (1989), durch den sich Dennis und Patrick wahrlich hindurchbeißen müssen, um etwas Unterhaltungswert darin zu entdecken. Aber Kunst muss eben auch mal weh tun. Davon weiß Janet Frame (Kerry Fox), die Protagonistin von EIN ENGEL AN MEINER TAFEL (An Angel at My Table, 1990) ein Lied zu singen– oder ein Gedicht zu schreiben. So oder so sind die beiden Herren vom melodramatischen Biopic sehr angetan und finden mehr Humor darin, als erwartet. Das gilt im Übrigen auch für DAS PIANO (The Piano, 1993), Campions großer internationaler Durchbruch und einer von Patrick all-time-Lieblingsfilmen. Es wird romantisch!

Daniel Gramsch hat es sich mal wieder im ranzigsten Sessel des Bahnhofskino bequem gemacht und wir würdigen dies mit einem besonders schmatzig-schleimigen Double Feature: Asphalt-Kannibalen (Apocalypse domani, 1980) mit Bikern (ein paar), Zombies (naja, so ähnlich) und Kannibalismus (ne Menge!) so ziemlich alles, was wir am italienischen Exploitationkino lieben. Und Bahnhofskino-Liebling John Saxon (Tenebrae) in der Hauptrolle ist da nur die Kirsche auf der blutigen Sahne. Nicht weniger blutig, aber sehr viel lustiger geht es bei Slither (2006), mit dem der spätere Hollywoodmogul (und Scooby-Doo-Autor) James Gunn sein Spielfilmdebüt gab. Aber Vorsicht, nicht auf dem Glibber ausrutschen!

Der neue Podcast zu BATTLESTAR GALACTICA (2004–2009) mit Britt-Marie und Patrick – ab dem 8. September 2025 in diesem Feed und sowieso überall, wo es Podcasts gibt. Weitere Infos und alle Links unter https://bkgpodcast.podigee.io.