POPULARITY
Das Bundesverwaltungsgericht entscheidetEin Kommentar von Paul Clemente.Es kracht mal wieder im Zwangsgebühren-TV. Könnte einem egal sein, wenn Empfang und Zahlung optional wären. Man bräuchte lediglich die Aus-Taste drücken, das Abo kündigen und die Zahlung einstellen. So wie bei den Printmedien: Wer ein bestimmtes Käseblatt nicht mag, kauft's nicht – und Ende. Aber beim TV ist das nicht zulässig: Selbst wer sich den Propaganda-Müll erspart, muss ihn finanzieren. Durch eine Sondersteuer. Für Regierungskritiker bedeutet das: Man ist gezwungen, seinen politischen Gegner zu finanzieren. Alle Intendanten und Moderatoren, die vor drei Jahren „Ungeimpfte“ beschimpften, bedrohten, die Kriegspropaganda ins Kinderprogramm kippen und die „Notwendigkeit“ sozialer Grausamkeiten betont. Dennoch finden sich vermehrt Personen, die gegen den politischen Feind-Funk rebellieren. Die ihre Zahlung verweigern, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verklagen. So startet am kommenden Mittwoch, dem 1. Oktober, ein Revisionsverfahren über die Zahlungspflicht.Eine anonyme Klägerin aus Rosenheim hatte ihre Befreiung von der Zwangsgebühr gefordert. Grund: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk habe ein strukturelles Problem in Sachen Meinungs- und Programmvielfalt. Natürlich wischte das Münchener Verwaltungsgericht die Klage vom Tisch. Begründung: Gerichte könnten nicht die Vielfalt des TV-Angebots beurteilen. Das sei die Aufgabe der Aufsichtsgremien. Dazu zähle auch der Rundfunkrat. Bei ihm könnten Frustrierte ihre Kritik, ihre Wut, ihre Aversion ablassen. Nein, Unzufriedenheit mit dem Programm befreie nicht von der Pflicht, diesen Unsinn zu finanzieren. - Okay, eine solche Antwort war zu erwarten. Besonders trickreich ist der Verweis auf den Rundfunkrat: Der hat nämlich nur beratende Funktion, ist nicht weisungsberechtigt, also faktisch machtlos.Aber die Klägerin resignierte nicht, ging in Berufung. Unterstützer fand sie in der Bürgerinitiative Leuchtturm ARD. Die betreuen über 200 GEZ-Gegner. Die gaben der Rosenheimerin den Rat: Klag dich durch sämtliche Instanzen. Und tatsächlich: Das Bundesverwaltungsgericht winkte die Berufung durch. Begründung: Die Klage ist von grundsätzlicher Bedeutung: Es steht nämlich die Frage im Raum: Darf ein Bürger sich dem Zahlungszwang widersetzen, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich als Schundfunk erweist? Wenn die Sender ihrer gesetzlich geforderten Pluralität nicht gerecht werden? Man höre und staune. Wie kommt es zu diesem Gesinnungswandel der Justiz? Zwei Ereignisse der vergangenen Wochen könnten mitgewirkt haben.Vor wenigen Tagen ging ein ZDF-Insider an die Öffentlichkeit. Kein zurückgesetzter Praktikant, der sich für jahrelange Verkennung rächt. Nein, es handelt sich um den ZDF-Frontal-Redakteur Andreas Halbach. Der bestätigte den Kritikpunkt der GEZ-Gegner: Zensur und Einschüchterung gegenüber Kollegen mit abweichender Meinung. Im Gespräch mit der Nachrichten-Seite „Nius“ liefert Halbach ein krasses Beispiel:...https://apolut.net/rundfunk-oder-schundfunk-von-paul-clemente/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Der Kommunikationswissenschaftler Michael Meyen klärt über das Märchen vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk für alle aufEin Standpunkt von Tilo Gräser.Der bundesdeutsche öffentlich-rechtliche Rundfunk ist in einer schweren und zunehmenden Legitimationskrise. Das zeigt sich unter anderem in dem wachsenden Anteil derjenigen, die den zwangsweise eingezogenen Rundfunkbeitrag verweigern – nach offiziellen Angaben derzeit rund acht Prozent der etwa 39 Millionen beitragspflichtigen Haushalte mit TV-Empfang. Durch jene, die zahlen, haben die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten 2024 einen Gesamtbetrag von mehr als acht Milliarden Euro eingenommen. Doch das reicht ihnen nicht, weshalb der Rundfunkbeitrag (derzeit 18,36 Euro monatlich) weiter steigen soll.Dagegen gibt es in der Politik Widerstand, weshalb die Regierungen der Bundesländer Ende 2024 beschlossen, den Beitrag bis 2027 vorerst nicht anzuheben. Die Sender wurden zum Sparen aufgefordert, was sich derzeit vor allem an weiteren Qualitätsverlusten im Programm zeigt. ARD und ZDF versuchen, mit einer Klage beim Bundesverfassungsgericht einen höheren Rundfunkbeitrag durchzusetzen.Widerstand gibt es aber auch aus der Bevölkerung: Eine Frau aus dem Landkreis Rosenheim in Bayern hatte gegen den Rundfunkbeitrag wegen „mangelnder Programmvielfalt“ und eines „generellen strukturellen Versagens des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“ geklagt. Damit war sie 2024 beim Verwaltungsgericht München und beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gescheitert. Doch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte die Revision des Falls zugelassen und will nun im Oktober darüber entscheiden, ob der Rundfunkbeitrag nicht gezahlt werden muss, wenn das Programm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gegen das Gebot der Vielfaltssicherung verstößt. Das Urteil hat Folgen für die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems.Schluss mit dem Etikettenschwindel! So ließe sich zusammenfassen, was der Kommunikationswissenschaftler und apolut-Autor Michael Meyen in seinem neuen Buch über den „Staatsfunk“ fordert. Darin beschreibt er, wie der öffentliche-rechtliche Rundfunk neu erfunden werden müsste – oder eben gleich als Staatsfunk aufgebaut werden sollte, weil das ehrlicher wäre. Denn „ARD & Co. sind am Ende“, wie Meyen im Untertitel des Buches feststellt, auch weil sie längst in den Händen der Politik sind. Das waren sie schon immer, wie er nachweist, was bloß mit dem Märchen vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der den Bürgern als Gebührenzahler und Mediennutzer gehört, erfolgreich überdeckt wurde und wird....https://apolut.net/die-verpackung-ist-propaganda-von-tilo-graser/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Vom 25. Mai bis 22. Juni 2025 verwandelt sich der Fuldaer Museumshof wieder in eine der schönsten Open-Air-Bühnen der Region: Kultur findet Stadt ist zurück! Was einst als coronataugliches Ausweichformat begann, ist längst ein kulturelles Highlight mit nationaler Strahlkraft. Shaggy spricht gemeinsam mit Katja Schmirler-Wortmann, Tina Bier, Jürgen Peter und Wolfgang Wortmann über die Ursprünge, die Programmvielfalt und Highlights des diesjährigen Line-ups – u.a. mit Berq, Bosse, Culcha Candela und 1986zig.
Thema heute: Digitalradio DAB+: Jeder dritte Haushalt empfängt digital Das digitale Antennenradio DAB+ überzeugt immer mehr Hörerinnen und Hörer. 33,5 Prozent der Deutschen, und damit über 2,1 Millionen Menschen mehr als im Vorjahr, haben Zugang zu DAB+ Radioempfang. Sie leben in einem der über 12 Millionen Haushalte, die mit mindestens einem Digitalradio ausgestattet sind, so die neue Studie „Audio Trends 2022 - Digitalisierungsbericht der Medienanstalten“. Die Anzahl der DAB+ Geräte zu Hause und im Auto liegt bei mittlerweile fast 24 Millionen, damit erlebt die Entwicklung der Haushaltsausstattung mit DAB+ Geräten ein anhaltendes Wachstum um 10 Prozent. In der Regel nutzen diese Radiohaushalte gleich mehrere DAB+ Geräte. Die Zahl der UKW-Radios sinkt dabei weiter. Unter anderem begünstigt durch die Digitalradiopflicht im Auto geht insbesondere der UKW-Anteil an den Autoradios deutlich zurück. Inzwischen verfügt jedes vierte Autoradio über digitalen Empfang über DAB+ und/oder IP. „Gegenüber UKW hat DAB+ enorme Vorteile: Es erlaubt mehr Vielfalt und ist als Gesamtsystem energiesparender als der analoge Rundfunk. Digitalradio, also DAB+ und IP, ist mittlerweile die treibende Kraft im Audiomarkt. Die erneut deutlich gewachsene Nutzung von DAB+ in der letzten Marktanalyse Audio (ma ) spiegelt einmal mehr auch die Erfolge beim Netzausbau wider,“ sagt man bei Digitalradio Deutschland e.V. Vielfalt bringt Wachstum Auch auf Länderebene steigt der DAB+ Anteil in den Haushalten. DAB+ ist in allen Bundesländern die zweithäufigste Radio-Empfangsart nach UKW. Föderaler Spitzenreiter bleibt Bayern, gefolgt von Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg. Die größten Steigerungen wurde dort gemessen, wo die Programmvielfalt am stärksten zugenommen hat: In Nordrhein-Westfalen liegt der DAB+ Anteil inzwischen bei 32,7 Prozent. Das entspricht einem relativen Wachstum von 35 Prozent. Im bevölkerungsreichsten Bundesland hatte sich das Angebot mit dem Sendestart des zweiten nationalen Ensembles und der ersten privaten landesweiten Programmplattform auf knapp 60 Hörangebote verdoppelt. Hohe Digitalisierungsquote Die Beliebtheit der digitalen Empfangswege zeigt sich auch bei den IP-Radiogeräten. Ihr Anteil an der Haushaltsausstattung liegt bei 20,2 Prozent. Das entspricht einem relativen Wachstum von 20 Prozent. Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
In der Arbeitswelt von gestern war Software das, was uns die werte IT-Abteilung als gesetzt auf dem Rechner serviert hat. Heute ist der Browser dein Freund. Über ihn steht dir die Welt zu Plattform basierten Lösungen offen, die dir verschiedene Möglichkeiten bieten, deinen Arbeitstag maximal selbstorganisiert zu gestalten. Aber ganz unabhängig von der Programmvielfalt, helfen dir gerade kreative Ansätze mit dieser effizient zu hantieren. Felix und ich quatschen in dieser Folge zur möglichen Zweckentfremdung gängiger Tools und teilen unsere vielleicht eher unkonventionelle Herangehensweise der Meeting Dokumentation. P. S. Besten Bank an den Kollegen und Wortakrobaten mex für das Intro der Folge - erkennst du dich wieder? Hole dir die volle Ladung vogelfree'sche Inspiration unter www.vogelfree.de - leb's doch einfach! ✌
Im brandneuen InfoDigital Podcast sprechen der Leiter des Digitalradio Büro Deutschland, Carsten Zorger, und sein Kollege Thomas Kühnrich mit unserem Redakteur Danilo Höpfner über die neue Programmvielfalt im Radio, DAB+ Verweigerer gestern und heute, einen dritten Bundesmux und erklären, weshalb DAB+ in Deutschland erstaunlicherweise gerade dort besonders gut ankommt, wo wenige Programme zu empfangen sind.
Themen heute: DAB+ in Europa: Der Überblick Immer mehr Länder in Europa setzen auf DAB+ und starten mit dem Roll-Out neuer digitaler Programme. Dort, wo DAB+ bereits etabliert ist, hat die Programmvielfalt in den vergangenen Monaten deutlich zugelegt. Für die Hörer bedeutet das: mehr Vielfalt und klarer, digitaler Empfang. In einigen Ländern ist der Anteil am digitalen Hören im Vergleich zum analogen Empfang bereits so hoch, dass sie den vollständigen Umstieg auf DAB+ planen. So hat Norwegen das landesweite analoge Netz schon 2018 abgeschaltet. In 30 europäischen Ländern gibt es bereits Hörfunkausstrahlungen über DAB und/oder DAB+. DAB+ Programme werden in so genannten Multiplexen (Mux) zusammengefasst. Das sind Programmbouquets, die auf einer Frequenz bis zu 16 Angebote vereinen und damit strom- und ressourcensparend im Vergleich zur UKW-Ausstrahlung sind. Hier ein Überblick über die Aktivitäten in einigen unserer Nachbarländer und wir beginnen mit Luxemburg: Luxemburg In Luxemburg gab es 2019 Testausstrahlungen über DAB+. Die RTL-Techniktochter Broadcast Center Europe (BCE) möchte nun die betriebsbereiten Sendeanlagen in Dudelange und Hosingen an Interessenten aus dem Ausland vermieten. Pläne für Inlands-Multiplexe gibt es bisher dagegen nicht. Belgien Nach dem Regelbetrieb in Flandern wurde DAB+ jetzt auch im wallonischen Teil Belgiens eingeführt. Über diesen senden Programme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks RTBF, des deutschsprachigen Belgischen Rundfunks (BRF) sowie Privatradios. Die flämische Regierung hat beschlossen, UKW zwei Jahre nach dem Zeitpunkt abzuschalten, an dem 50 Prozent des Radiokonsums digital erfolgt. Niederlande In den Niederlanden erreichen sowohl die landesweiten Privatradios als auch die öffentlich-rechtliche NPO inzwischen eine Abdeckung von je 95 Prozent. Es gibt einen öffentlich-rechtlichen und einen privaten Multiplex, dazu fünf gemischte regionale Bouquets sowie eine Ballungsraumbedeckung des Veranstalters MTVNL. Frankreich Nachdem DAB+ unter anderem bereits in den Großräumen Paris, Marseille, Nizza, Lille, Lyon und Straßburg gestartet ist, sollen 2020 in Frankreich mehr als 15 weitere Regionen erschlossen werden. Die Medienbehörde CSA hat einen Plan für den Rollout bis 2023 vorgelegt. Bis dahin soll DAB+ fast flächendeckend verfügbar werden. Dänemark Und in Dänemark können 98 Prozent der Bevölkerung DAB+ empfangen. In knapp 45 Prozent der dänischen Haushalte steht mindestens ein Digitalradio Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
Thema heute: DAB+ im Auto: Mit digitalem Radio unterwegs Foto: ©Digitalradio Deutschland e.V. Ob Spritztour oder Langstrecke – zum echten Fahrvergnügen gehört ein Autoradio mit DAB+. Klarer, digitaler Klang, eine große Programmvielfalt und zahlreiche nützliche Zusatzdienste sind die Vorteile, von denen Autofahrer unterwegs profitieren. 40 Prozent aller Neuwagen haben DAB+ schon jetzt serienmäßig. Nachrüsten leicht gemacht Für Autos, die noch nicht mit DAB+ ausgestattet sind, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, dorthin zu wechseln. Car-Hifi Spezialisten und Hersteller bieten den professionellen Austausch des bestehenden Autoradios durch ein Modell mit DAB+ in Vertragswerkstätten an. Technisch Versierte verpassen dem vorhandenen Radio mit einem einfach zu installierenden Adapter eigenhändig ein Upgrade. Experten empfehlen, beim Einbau auf die korrekte Installation der Antenne zu achten und diese gegebenenfalls professionell prüfen zu lassen. DAB+ für Camper und Caravan Auch für Wohnmobile oder Wohnwagen existieren zahlreiche Optionen, DAB+ nachzurüsten. Dies ist vor allem bei Reisen in jene Länder sinnvoll, in denen UKW bereits abgeschaltet wurde. Auch hier gilt: Es ist auf den korrekten Einbau der Antenne zu achten. Foto: Was audio Sicher fahren dank DAB+ Das digitale Radio ermöglicht Zusatzdienste wie Wetter und Verkehrsservice in Text und Bild. Ein weiteres Plus: Von Flensburg bis Passau, von Köln bis Cottbus sind die 13 bundesweit ausgestrahlten Programme unterbrechungsfrei auf einer einheitlichen Frequenz zu empfangen. So hilft DAB+ dabei, den Verkehr sicherer zu machen: Wer nicht von einer Frequenzsuche abgelenkt wird, dessen Hände bleiben am Steuer. Foto: Was audio DAB+ gleich mitbestellen Wer auf der sicheren Seite sein will, bestellt beim Neuwagenkauf gleich ein geeignetes Autoradio mit. Nach einem Beschluss des europäischen Parlaments müssen ab 2021 alle in der EU verkauften Neuwagen mit Radio auch den Empfang von digital-terrestrischem Rundfunk, zum Beispiel über DAB+, ermöglichen. Glasklares Hörerlebnis: Auf der Autobahn und im Urlaub Das spielt seine Stärken vor allem auf den Autobahnen aus, die bereits flächendeckend mit digitalem Rundfunk versorgt sind. Die Klangqualität ohne Störgeräusche überzeugt sofort. Von den deutschen Nord- und Ostseeküsten bis zum Bodensee: Der digitale Rundfunkstandard ist in vielen Urlaubsregionen empfangbar. Europa setzt auf DAB+ DAB+ ist der europäische Radiostandard von heute und auch bei unseren Nachbarn weit verbreitet. Bis zum nördlichen Gardasee kann man sogar deutsche Hörangebote, wie zum Beispiel Programme des Bayerischen Rundfunks und den Deutschlandfunk hören. In Norwegen und Südtirol bleiben Radios ohne DAB+ meist stumm – in diesen Ländern wurde die UKW-Verbreitung bereits eingestellt. Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
Am 1. Januar 1984 sendete zum ersten Mal die PKS aus einem Ludwigshafener Kellerstudio. Diese ersten Gehversuche eines privaten Fernsehsenders wirkten noch recht amateurhaft, aber innerhalb weniger Jahre hatten die Privaten deutsche Mattscheiben erobert und die Fernsehlandschaft umgekrempelt. Christian und Sebastian stellen die Satellitenschüssel auf, stöpseln den Kabelanschluß ein und unterhalten sich darüber, wie selbstgemacht Privatfernsehen am Anfang war, wie US-Serien richtig ausgestrahlt werden und wie in den Neunzigern die Programmvielfalt wieder abnahm, als ein alles bestimmender Trend den nächsten jagte. "Invasion der Privaten" ist die zweite Station einer mehrteiligen Zeitreise, in der wir die Entwicklung eines Massenmediums in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachzeichnen. Die erste Sendung zu dem Thema war "Die Ära der drei Programme". Fortsetzung folgt.
Thema heute: DAB+ im Auto: Mit digitalem Radio unterwegs Foto: ©Digitalradio Deutschland e.V. Ob Spritztour oder Langstrecke – zum echten Fahrvergnügen gehört ein Autoradio mit DAB+. Klarer, digitaler Klang, eine große Programmvielfalt und zahlreiche nützliche Zusatzdienste sind die Vorteile, von denen Autofahrer unterwegs profitieren. 40 Prozent aller Neuwagen haben DAB+ schon jetzt serienmäßig. Nachrüsten leicht gemacht Für Autos, die noch nicht mit DAB+ ausgestattet sind, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, dorthin zu wechseln. Car-Hifi Spezialisten und Hersteller bieten den professionellen Austausch des bestehenden Autoradios durch ein Modell mit DAB+ in Vertragswerkstätten an. Technisch Versierte verpassen dem vorhandenen Radio mit einem einfach zu installierenden Adapter eigenhändig ein Upgrade. Experten empfehlen, beim Einbau auf die korrekte Installation der Antenne zu achten und diese gegebenenfalls professionell prüfen zu lassen. DAB+ für Camper und Caravan Auch für Wohnmobile oder Wohnwagen existieren zahlreiche Optionen, DAB+ nachzurüsten. Dies ist vor allem bei Reisen in jene Länder sinnvoll, in denen UKW bereits abgeschaltet wurde. Auch hier gilt: Es ist auf den korrekten Einbau der Antenne zu achten. Foto: Michael Weyland Sicher fahren dank DAB+ Das digitale Radio ermöglicht Zusatzdienste wie Wetter und Verkehrsservice in Text und Bild. Ein weiteres Plus: Von Flensburg bis Passau, von Köln bis Cottbus sind die 13 bundesweit ausgestrahlten Programme unterbrechungsfrei auf einer einheitlichen Frequenz zu empfangen. So hilft DAB+ dabei, den Verkehr sicherer zu machen: Wer nicht von einer Frequenzsuche abgelenkt wird, dessen Hände bleiben am Steuer. Foto: Michael Weyland DAB+ gleich mit bestellen Wer auf der sicheren Seite sein will, bestellt beim Neuwagenkauf gleich ein geeignetes Autoradio mit. Nach einem Beschluss des europäischen Parlaments müssen ab 2021 alle in der EU verkauften Neuwagen mit Radio auch den Empfang von digital-terrestrischem Rundfunk, zum Beispiel über DAB+, ermöglichen. Glasklares Hörerlebnis: Auf der Autobahn und im Urlaub Das spielt seine Stärken vor allem auf den Autobahnen aus, die bereits flächendeckend mit digitalem Rundfunk versorgt sind. Die Klangqualität ohne Störgeräusche überzeugt sofort. Von den deutschen Nord- und Ostseeküsten bis zum Bodensee: Der digitale Rundfunkstandard ist in vielen Urlaubsregionen empfangbar. Europa setzt auf DAB+ DAB+ ist der europäische Radiostandard von heute und auch bei unseren Nachbarn weit verbreitet. Bis zum nördlichen Gardasee kann man sogar deutsche Hörangebote, wie zum Beispiel Programme des Bayerischen Rundfunks und den Deutschlandfunk hören. In Norwegen und Südtirol bleiben Radios ohne DAB+ meist stumm – in diesen Ländern wurde die UKW-Verbreitung bereits eingestellt. Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
Thema heute: DAB+ in Norwegen – Digitalisierung des Rundfunks erhöht Vielfalt und Hördauer Zum Januar 2018 ist Norwegen als erstes Land weltweit von UKW auf DAB+ umgestiegen und hat nationale und regionale Ketten auf den digitalen Rundfunkstandard umgestellt. Hörerinnen und Hörer profitieren seitdem von mehr Vielfalt und dem klaren, digitalen Klang. Durch die Digitalisierung hat Radio sein Profil in einem von hoher Dynamik geprägten Marktumfeld schärfen und behaupten können. Eine Studie (Quelle: WorldDAB) fasst die aktuellen Entwicklungen gut ein Jahr nach der erfolgreichen Umstellung in Norwegen zusammen: Die täglichen Reichweiten und der Radiokonsum insgesamt entsprechen dem Niveau von 2016 Die durchschnittliche Hördauer pro Tag und Hörer ist gestiegen: von 127 Minuten in 2016 auf jetzt 146 MinutenEines der Hauptargumente für die Digitalisierung war die mangelnde Vielfalt bei der analogen Verbreitung. Dank DAB+ konnte die UKW-Frequenzknappheit überwunden werden; die Anzahl der landesweit frei empfangbaren Programme wuchs von fünf auf 32. Wie die Studie belegt, wird die digitale Programmvielfalt von Hörerinnen und Hörern gut angenommen. Bei manchen Zielgruppen kommen die neuen Hörangebote gemessen am Gesamtkonsum auf einen Anteil von bis zu 36 Prozent. Saisonale und eventspezifische temporäre Programmangebote finden in Norwegen besonderen Anklang. Während der Olympischen Winterspiele und der Fußball-Weltmeisterschaft verzeichnete beispielsweise NRK Sport an manchen Tagen eine Verzehnfachung der Hörerschaft. Für eine begrenzte Dauer wurde NRK Sport auf diese Weise zum drittgrößten Programmanbieter des Landes. Die Zahlen legen nahe, dass die Nachfrage nach Spezial- und Nischenprogrammen, wie zum Beispiel temporären Programmangeboten, in Norwegen zunimmt. Die Ausstattung der Haushalte mit DAB+ fähigen Geräten ist erwartungsgemäß gestiegen. Dies gilt insbesondere für Autoradios mit DAB+. Bei fast allen in Norwegen verkauften Neuwagen ist DAB+ serienmäßig. Experten gehen davon aus, dass der Anteil der mit DAB+ ausgestatteten Fahrzeuge im Gesamtmarkt in den nächsten vier Jahren auf 80 Prozent steigt, nachdem viele Gebrauchtwagen nachgerüstet werden können. „Das ist die wichtigste Nachricht vom norwegischen Radiomarkt: Die Reichweiten haben sich nach der Umstellung von UKW auf DAB+ wieder vollständig erholt“, sagt man bei Norsk Radio. Das Digitalradio. DAB+ ist der Nachfolger von UKW und verbindet den klassischen Radioempfang ohne Internetkosten mit der Vielfalt digitaler Programmangebote. Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
Strippenzieher und Tarifdschungel - Der Podcast von teltarif.de
DAB+ sorgt für eine bessere Empfangsqualität und größere Programmvielfalt. Doch nicht in jedem Auto ist bereits ein passendes Radio verbaut. Im aktuellen Podcast sprechen wir darüber, wie man DAB+ auch im Auto nutzen kann. DAB+ und Internetradio: Alternativen zu UKW im Auto DAB+-Auto-Adapter für 40 Euro bei Conrad Electronic Fast 40 Prozent der Neuwagen in Deutschland mit DAB+ ausgestattet Forderung: DAB+ als Standard in jedem Fahrzeug DAB+ soll Digital-Radio zum Durchbruch verhelfen