Große Politik und kleine Nöte, runde Jubiläen und Anlässe, die um die Ecke kommen: Die tägliche Glosse am Ende der Sendung "radioWelt" auf Bayern 2 ist die Plattform der schrägen Gedanken. Geistreich und witzig, hintersinnig und hinterfotzig, skurril und respektlos. Jeden Morgen als Podcast. Gute Un…

Ein sächsischer Richter musste zwischen zwei Leidenschaften der Deutschen abwägen, womöglich den beiden einzigen, die uns geblieben sind: Zwischen unserer emotionalen Fixierung auf Tempo 30-Zonen und der Liebe zur Feuerwehr. Auf dem Land ist das die Umschreibung für den Sinn des Lebens. Ein Dorf ohne Tempo 30 ist wie eine Kurve ohne Krümmung, und ein Dasein ohne Feuerwehr wie eine Fahnenweihe ohne Drehleiter. Emotional ist das allenfalls mit einem Spritzenhaus ohne Rutschstange oder einem Kommandanten ohne Vierradantrieb zu vergleichen. Eine Glosse von Peter Jungblut.

Was gehört in einen bayerischen Biergarten? Abgesehen von Bier und Bäumen? Bänke natürlich. Ja, aber welche? Darüber wird jetzt zünftig gestritten, weil dort immer mehr neumodisches Mobiliar aus dem Boden schießt. Eine Glosse von Ralf Thume.

Wie ein sanfter Diktator sorgte der Sandmann für Ruhe in der Kiste, heute ist das al-les anders. Und jetzt startet die Fußballweltmeisterschaft mit ihren Spielen zu nacht-schlafener Zeit. "Darf ich aufbleiben", kräht das Kind wie der Hahn, umdribbelt jeden gutgemeinten Argumentationsversuch und zwingt uns zur Grätsche. Eine Glosse von Georg Bayerle.

Willkommen zurück aus den Ferien, den vielleicht letzten Ferien, denn wir alle der Bundestag, wir Bürger, Rentner und Schulkinder müssen jetzt auch im Sommer arbeiten. Warum? Damit es voran geht in unserem Land und das weiß nicht nur der Verband der Familienunternehmer, sondern auch der Jahreskalender.Eine Glosse von Astrid Himberger.

Während draußen die Vogelschar Casting für "Deutschland sucht den Super-Gartenbewohner" spielt - Fasan drin, Specht vergeben - entscheidet sich die Blaumeise für die Hauptrolle als Wohnzimmerraptor. Das Ergebnis: Lockruf-Imitationen, Jalousien im Kampfmodus und eine Heldin, die nach erfolgreicher Rettungsaktion dringend eine Reha vom kleinsten Dino der Welt braucht. Eine Glosse von Susanne Rohrer.

Souvenirshops können teuer sein. Da freut man sich doch über ein kostenloses Reiseandenken: Muscheln oder feiner Sand vom weißen Urlaubsstrand. Aber Vorsicht: Wer auf Sardinien Sand mitnimmt, kann auf diese Weise leicht das Urlaubsbudget in den Sand setzen. Eine Glosse von Roland Söker.

In Straubing trifft Mittelalter auf Messgerät: Schornsteinfeger als letzte offiziell anfassbare Glücksquelle - trotz Paragrafendschungel und kalter Heizung. Eine Glosse von Wolfram Schrag.

Der Sommer mag ja schön sein, auch in gemütlichen, lauschigen Altstädten, doch Uli Höhmann findet, er hat auch unangenehme Begleiterscheinungen. Eine Glosse von Uli Höhmann.

Fußball, Lotto, Onlinewetten: Rund um die Uhr lockt das vermeintliche schnelle Glück und treibt viele unbemerkt in eine riskante Spirale aus Hoffen, Verlieren und Weiterspielen. Eine Glosse von Gregor Hoppe.

Sozialforscher versichern glaubhaft, dass die Superreichen zwar immer zahlreicher werden, aber zumindest bis Ende des Jahres die Superarmen nicht überflügeln, was die deutsche Politik zweifellos vor schwierige Entscheidungen stellen würde. Ein Deutschlandticket für Privatjets wäre dann unausweichlich, und womöglich tragen die Juweliere ihre Brillanten dann jeden Abend zur Tafel, damit sie dort am nächsten Tag zum halben Preis losgeschlagen werden können. Eine Glosse von Peter Jungblut.

Wenn schon eine gstandene Oberbayerin wie die CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler ihre "Heimat Oberbayern" mit einem Dolomitenpanorama illustriert, wie sollen es dann die Touristen wissen? Kein Wunder, dass sie sich in unseren Bergen perma-nent verirren und die Bergwacht nun schon in höchster Not rettet, was zu retten ist. Eine Glosse von Georg Bayerle.

Warum nur dort nach Nestwärme suchen, wo einen das Leben hinein geboren hat? Mal raus aus dem eigenen miefigen Milieu! Eine ungewohnt freundliche Glosse von Severin Groebner

Vor 20 Jahren war der Problembär Bruno Bayerns größtes Aufregerthema, heute sind es gestrandete Wale, gerettete Raubtiere und eine Politik, die sich in Gefühl und Ideologie verfängt. Zugespitzt geht es darum, wer am Ende wirklich das Problem darstellt: Tier, Mensch oder die eigene Sichtweise. Eine Glosse von Helmut Schleich.

Ist er nicht so etwas wie das Bundeskabinett, bei dem jeder mitreden darf - der Kader der deutschen Fußballnationalmannschaft? Die Kardinalfrage diesmal, die die Gemüter erhitzt: Wer ist die Nummer eins, wer steht im Tor? Wer wird sozusagen Kanzler und wer wird dafür abgekanzelt? Eine Glosse von Ralf Thume.

Sie kennen das: es kann nur eine geben - wir ergänzen: die gewinnt. Dafür braucht´s aber andere, die gegen sie verlieren. Ohne Verlierer keine Gewinner - also unterschätzt mir das Verlieren nicht. Norbert Joa hebt sein Glas auf alle zweite, vierte und drittletzte Plätze ...

Ein Frieden, der verdächtig wirkt, weil er über Putin laufen könnte, bleibt trotzdem Frieden. Während Schröder als Vermittler verlacht und Putins Vorschlag als Giftköder abgetan wird, stellt sich die eigentliche Frage: Wer denkt überhaupt noch ernsthaft darüber nach, diesen Krieg zu beenden - statt ihn nur besser zu begründen? Eine Glosse von Helmut Schleich.

KI macht vielen Beschäftigten Angst um ihren Job - doch besonders ersetzbar scheinen die Chefs. Während Algorithmen Tabellen pflegen und Mails formulieren, sollen Führungskräfte plötzlich Menschlichkeit lernen. Eine Glosse von Caro Matzko

Fremdwörter sind schwer zu merken. Damit man sie richtig einsetzt, muss man wissen, was sie bedeuten. Und kann dann gleich das deutsche Wort nehmen. Die Glosse von Gregor Hoppe.

Fremdwörter sind schwer zu merken. Damit man sie richtig einsetzt, muss man wissen, was sie bedeuten. Und kann dann gleich das deutsche Wort nehmen. Die Glosse von Gregor Hoppe.

Panini-Sticker mit den Bildern der Fußball-WM Spieler sammeln kostet. Zumal bei 48 Mannschaften. Blöd nur, dass dann auch noch Massen an Spieler-Sticker dabei sind, wo die Spieler gar nicht zur WM fahren. Eigentor Panini! Eine Glosse von Johannes Marchl.

Bayernhymne auf Knopfdruck: Statt im Unterricht Dialekt, bayerische Geschichte und eine ehrliche Sicht auf Bayerns Rolle "im Windschatten der Stärkeren" zu vermitteln, verordnet die Politik Hymnenpflicht bei Schulfeiern - inklusive Strafgesetzbuch-Hinweis. Eine Glosse von Helmut Schleich.

Junge Menschen reden immer weniger mit echten Menschen und immer öfter mit Computern. Künstliche Intelligenz antwortet schneller, widerspricht selten und stört nicht beim Alltag. Was macht das mit unserer Gesprächskultur? Glosse von Peter Jungblut

Was hat eigentlich "die große Karawane", was der "Ruf der Oase" nicht hat? Und worin besteht "Sissis Sünd"? Fragen, die sich einem neuerdings in der Gewürzabteilung stellen, die inzwischen mehr Fantasienamen hat als jede Dating-App. Unsere Autorin Susanne Rohrer unternimmt mit Ihnen einen kleinen Streifzug.

Nirgendwo sonst werden Tiere so alt wie im Zoo - das Mehrgenerationenhaus mit dem Pflegeversprechen. Und das ist ein Problem, gerade jetzt in Timmys Wal-Kampfzeiten, findet unser Autor Uli Höhmann.

Was haben Sie denn heute einfach schon mal gemacht oder wollten Sie immer schon mal? Und wie einfach lassen sich denn Dinge machen? Denn oft sind Dinge gar nicht so einfach - wie Lateinvokabeln oder die Steuererklärung. Eine Glosse von Astrid Himberger.

Satire, Witz, Ironie - so sagt man - sei das Schwert der Unterdrückten. Was aber, wenn plötzlich die Macht zur zugespitzten Formulierung greift?Eine ohnmächtige Glosse von Severin Groebner

Europaweit verbindliche USB-C-Kabel sind nur ein kleiner Schritt der Verbesserung für jenen Teil der Bevölkerung, der so wenig durchblickt in der eigenen Technik, dass er sich gleich auch noch von allen weiterführenden Kenntnissen fernhält. Das ist so ähnlich wie beim Mathe-Unterricht auf dem Gymnasium - was ich nicht kannt, interessiert mich auch nicht. Eine Glosse von Gregor Hoppe.

Europaweit verbindliche USB-C-Kabel sind nur ein kleiner Schritt der Verbesserung für jenen Teil der Bevölkerung, der so wenig durchblickt in der eigenen Technik, dass er sich gleich auch noch von allen weiterführenden Kenntnissen fernhält. Das ist so ähnlich wie beim Mathe-Unterricht auf dem Gymnasium - was ich nicht kannt, interessiert mich auch nicht. Eine Glosse von Gregor Hoppe.

In China sind "Dark Factories" der neueste Trend. Dort arbeiten nur noch Roboter und die können auch im Dunkeln schweißen. Wenn das kein dunkler Blick in eine leuchtende Zukunft ist ... Eine Glosse von Roland Söker.

Staatsbesuche waren früher Politik, heute sind sie Kommentarspalten zum Anfassen. Die große Frage: Wer liefert den nächsten viralen Ausraster? Eine Glosse von Caro Matzko.

Was schenkt man einem Grundgesetz zum Geburtstag? Steinmeier schlägt Ehrenamt, Dorfputz und frisch gestrichene Jugendklubs vor - während im Schloss Bellevue für Millionen renoviert wird. Eine Glosse von Helmut Schleich.

Man lernt nie aus. Sollte man auch nicht, gerade als Mensch. Vor wichtigen Entscheidungen lohnt der Blick auf die eigenen Verwandten, die sehr entfernten Verwandten.

Man lernt nie aus. Sollte man auch nicht, gerade als Mensch. Vor wichtigen Entscheidungen lohnt der Blick auf die eigenen Verwandten, die sehr entfernten Verwandten.

Das Rentensystem muss reformiert werden. Ideen gibt es viele: vom kollektiven frühen Ableben durch ungesunden Lebenswandel bis zum Renteneintritt mit 100. Jetzt hat der deutsche Reservistenverband einen neuen Vorschlag vorgelegt. Eine Glosse von Thomas Koppelt.

Es war einmal ... eine Zeit, da debattierte die Jugend nicht, sie gehorchte. Es war sicher nicht die gute alte Zeit. Denn ohne Widerstreit kein Widerspruch, kein Ringen um die beste Lösung für die Mehrheit - sprich: ohne Debatte keine Demokratie. Und es war auch einmal ... eine Königin, die heute 100 geworden wäre und niemals eine Wahl hatte ... Eine Glosse von Norbert Joa.

Vom Kulturkampf zu Kulturclash: Wenn der US-Präsident dem Papst erklärt, wie unpolitisch Glaube zu sein hat, bekommt selbst Bismarck posthum Schnappatmung. Eine Glosse von Helmut Schleich.

Während in den USA Bibel- und Pulp Fiction - Zitate munter durcheinander geworfen werden, hat dort der Bibelmarathon begonnen. Trump hat angekündigt, daran teilzunehmen. Ist es zuviel gehofft, dass er in der Bergpredigt auf den Satz "Selig sind, die da geistlich arm sind" stößt? Eine Glosse von Georg Bayerle.

Haben Sie Zimmerpflanzen? Und Büropflanzen? Und ist Ihnen klar, dass das bedeutet, Sie sind umgeben von Organismen, die alles, aber auch wirklich alles, mitkriegen, was Sie sagen, denken und fühlen. Da kann man sich schon mal verfolgt fühlen. Eine Glosse von Sandra Limoncini.

Wo früher die schimmernden Persönlichkeiten Champagner-schlurfend nach St. Moritz jetteten, rollt heute das Lastenrad zur Achtsamkeits-Auszeit. Wie viel Glanz verträgt die Öko-Bussi-Bussi-Gesellschaft noch? Eine Glosse von Georg Bayerle.

Wenn man das Gefühl hat, das Unglück verfolgt einen, dann ist immer wer anderer schuld. Ein Vogel - oder ein Vize. Eine rabenschwarze Glosse von Severin Groebner.

Erst war Papa der Star am Witzetisch, jetzt kommt maximal ein genervtes "Grrr". Was tun, wenn die eigene Pointe in der Pubertät steckenbleibt? Eine Glosse von Martin Zöller.

Schwarzfahren soll keine Straftat mehr sein. Zwischen 4,20 € für eine Fahrt, 60 € Strafe und einer U-Bahn, die wegen Streik sowieso nicht kommt, bleibt nur eins zuverlässig im Takt: der Irrsinn. Eine Glosse von Helmut Schleich.