Große Politik und kleine Nöte, runde Jubiläen und Anlässe, die um die Ecke kommen: Die tägliche Glosse am Ende der Sendung "radioWelt" auf Bayern 2 ist die Plattform der schrägen Gedanken. Geistreich und witzig, hintersinnig und hinterfotzig, skurril und respektlos. Jeden Morgen als Podcast. Gute Un…

Das deutsche Engagement in den USA hatte in den vergangenen Wochen eine schwere Zeit: zuerst die deutsche Fußballnationalmannschaft und jetzt auch noch Jens Spahn und die Leihmutteraffäre. Am schlimmsten aber: Das Endspiel um die Weltmeisterschaft findet ohne Bayern-Spieler statt! Eine Glosse von Johannes Marchl.

Berlin geht in die Sommerpause, doch vorher werden still Patientendaten für Kassen geöffnet, Pflegereform und Unterhaltskürzungen angekündigt - während der Kanzler in einer faden Sommerpressekonferenz Zuversicht verbreitet. Sommerliche Beruhigungspille oder politischer freier Fall? Eine Glosse von Helmut Schleich.

Es gibt Termine, die sind ebenso unangenehm wie unverzichtbar. Wäre es nicht schön, es gäbe eine Möglichkeit, Präsenz zu zeigen ohne anwesend zu sein? Es gibt sie - und sie ist aus Pappe... Eine Glosse von Thomas Koppelt.

Von krummen Gurken bis zu verschwundenen 20 Tonnen Emmentaler: Wie EU-Regeln, US-Käsefabrikanten und ein mysteriöser Käsetransport zeigen, dass Bürokratie manchmal das kleinere Übel ist. Eine Glosse von Gregor Hoppe.

Käfigkämpfe vorm Weißen Haus, Doping-Festspiele in Las Vegas, die "Odyssey" neu verfilmt: Überall wird Männlichkeit inszeniert - und die Grünen suchen ihre Männer im politischen Vakuum. Eine Glosse von Wolfram Schrag.

Hitzewelle, Einschlafratgeber, Schäfchenzählen? Ein augenzwinkernder Blick auf die menschliche Zähl-Obsession - von Gartenvögeln über Goldfische bis zu Königsschwänen auf der Themse. Eine Glosse von Georg Bayerle.

Bayern ist jetzt offiziell im All. Fünf Minisatelliten schauen runter, Bayern schaut nach oben und träumt schon vom "Ost-Space-Gäu". Eine Glosse von Helmut Schleich.

Die Bahn erhofft sich von Künstlicher Intelligenz schnellere Informationen über Ausfälle, Verspätungen und Gleiswechsel und nannte die neue digitale Mitarbeiterin "Kiana". Das klingt zwar eher wie eine Hellseherin aus Astro-TV, aber die Aufgaben sind ja auch ähnlich: Kiana soll aus den Fahrplänen in Sekundenbruchteilen das weitere Schicksal der Reisenden lesen. Die meisten wollen ja wissen, ob sie ihr Reiseziel zu Lebzeiten erreichen oder ihre Fahrkarte im Testament erwähnen müssen. Andere fürchten sich vor Weichenstellungen, denn wer erst mal falsch abgebogen ist, hat es auf der Schiene wie im Leben oft schwer. Da kann die Künstliche Intelligenz zwar auch nichts machen, aber immerhin einen Sozialarbeiter alarmieren. Eine Glosse von Peter Jungblut.

Langes Leben, kurze Ruhezeiten: Wenn Best Ager zur Ressource werden, ist die größte Gefahr im Alter nicht der Rollator, sondern der geschlossene Laden. Eine Glosse von Caro Matzko.

Donald Trump hat seinen Kumpel Gianni Infantino angerufen und jetzt gibt es sie, die "Rote Karte auf Bewährung". Was im Fußball geht, müsste doch auch in der Politik Wirkung zeigen ... Eine Glosse von Roland Söker.

Wir speichern Thermomix-Befehle, Navi-Prompts und ÖPNV-Tarife, aber wo zum Teufel liegt der Römertopf? Unser Gehirn im Dauer-Software-Update. Eine Glosse von Gregor Hoppe.

Die Regierung senkt vorübergehend die Spritsteuer, dreht bei der Tabaksteuer auf, der Tankrabatt verpufft - und der Ärger an der Zapfsäule ist zurück. Während die Politik mit Rabatten und neuen Abgaben jongliert, werden Bierpreise auf der Wiesn, Baustellen-Boom und ewige Steuern zur Frage: Wer zahlt am Ende für die großen Geschenke des Staates? Eine Glosse von Helmut Schleich.

Heute kommt der Minionsfilm in die Kinos. Bloße Unterhaltung? Bei weitem nicht - sagt unser tiefgründiger Glossenautor Uli Höhmann.

Die Adligen liebten sie, lange vor der Fotografie: Porträts, die sie aussehen ließen, wie sie wollten. Ob Sonnenkönig oder Kaiser Wilhelm. Aber auch im Zeitalter von 8 K - es gibt sie noch, die bestellten Maler ... Eine Glosse von Norbert Joa.

Alle jammern über die Hitze. Nur die Obstbauern können sich freuen: Die Kirschernte wird heuer sehr gut ausfallen. Plus 13,5 % - davon können andere Wirtschaftszweige nur träumen. Aber: Wohin mit den vielen Kirschkernen? Eine Glosse von Roland Söker.

Wir befinden uns zurzeit im Rekord-Fieber. Überall in Europa werden Hitze-Rekorde gebrochen. Heißester Tag, heißestes Jahr, heißester Monat. Und wenn wir Deutschen etwas lieben, dann sind es ja wohl Rekorde. Besonders, wenn wir dafür nichts tun müssen. Eine Glosse von Sandra Limoncini.

Bayerns Schulen führen die Sitzenbleiber-Statistik an - doch was sagen diese Zahlen wirklich über Leistung, Gerechtigkeit und verschenkte Talente aus? Eine Glosse von Helmut Schleich.

Donald Trump hat Großes vor. Und auch die Deutsche Bahn lässt sich nicht lumpen. Damit ihr Leuchtturmprojekt in Stuttgart in aller Munde bleibt, hat sie die Fertigstellung um ein paar Jahre nach hinten verschoben. Eine Glosse von Thomas Koppelt.

Manche Menschen glauben tatsächlich, sie würden sich Tiere halten. Die Wahrheit ist schockierend anders. Eine tierische Glosse von Severin Groebner.

Während derzeit die Fußballfans ihren Speisezettel mit Bockwurst und Dosenbier besetzen, ergeht heute das unbarmherzige Urteil des neuen Guide Michelin über die Spitzengastronomie. Vom Kulinarischen abgesehen, sind die WM-Anbeter klar im Vorteil: Wenn sie schwitzen, stört sich keiner dran. Eine Glosse von Gregor Hoppe.

Pflegeheim mit Pilates, KI mit Akzent und nostalgische Modem-Geräusche: Wenn unsere Zukunft aussieht wie eine gecancelte Netflix-Serie, sollten wir ernsthaft über einen Lebensabend als Pinguin nachdenken. Eine Glosse von Caro Matzko.

Fahnen, Kappen, Trikots. Was wäre eine WM ohne Merchandise? Nichts. Denn ohne das richtige Equipment ist es auch keine richtige WM. Was bisher noch fehlt ist DIY Merch! Eine Glosse von Sandra Limoncini.

Vom mittelalterlichen Chaos-Spiel bis zur VAR-Ära: Der Fußball hat sich rasant verändert - doch der Wunsch nach mehr Toren führt heute zu bizarren Regeln, grotesken Elfmetern und halblegalem Ringkampf im Strafraum. Eine Glosse von Gregor Hoppe

Woanders mögen Weltmeisterschaften mit einem Ball ausgetragen werden, bei uns in Bayern ging es um die mächtigste Nase der Welt. Getreu dem Motto: "Ob griechisch, römisch oder krumm, d'Hauptsach' is ein richtigs Trumm." Eine Glosse von Johannes Marchl.

Fußball ist unser Leben, weil König Fußball regiert die Welt. Und er ist immer wieder für eine Überraschung gut. Die Fußballer sollen nun mehr auf sich und ihren Wasserhaushalt achten. Ob das hilft beim Tore schießen? Eine Glosse von Sandra Limoncini.

Baustellen wohin man schaut, gesperrte Autobahnen und Zugstrecken: Das aktuelle Bauchaos in Bayern steht sinnbildlich für den Versuch des Staates, mit Milliarden an Infrastruktur-Geldern Tatkraft zu demonstrieren . Doch statt Fortschritt wirkt vieles wie planloses Dauerbasteln. Eine Glosse von Helmut Schleich.

Ein sächsischer Richter musste zwischen zwei Leidenschaften der Deutschen abwägen, womöglich den beiden einzigen, die uns geblieben sind: Zwischen unserer emotionalen Fixierung auf Tempo 30-Zonen und der Liebe zur Feuerwehr. Auf dem Land ist das die Umschreibung für den Sinn des Lebens. Ein Dorf ohne Tempo 30 ist wie eine Kurve ohne Krümmung, und ein Dasein ohne Feuerwehr wie eine Fahnenweihe ohne Drehleiter. Emotional ist das allenfalls mit einem Spritzenhaus ohne Rutschstange oder einem Kommandanten ohne Vierradantrieb zu vergleichen. Eine Glosse von Peter Jungblut.

Was gehört in einen bayerischen Biergarten? Abgesehen von Bier und Bäumen? Bänke natürlich. Ja, aber welche? Darüber wird jetzt zünftig gestritten, weil dort immer mehr neumodisches Mobiliar aus dem Boden schießt. Eine Glosse von Ralf Thume.

Wie ein sanfter Diktator sorgte der Sandmann für Ruhe in der Kiste, heute ist das al-les anders. Und jetzt startet die Fußballweltmeisterschaft mit ihren Spielen zu nacht-schlafener Zeit. "Darf ich aufbleiben", kräht das Kind wie der Hahn, umdribbelt jeden gutgemeinten Argumentationsversuch und zwingt uns zur Grätsche. Eine Glosse von Georg Bayerle.

Willkommen zurück aus den Ferien, den vielleicht letzten Ferien, denn wir alle der Bundestag, wir Bürger, Rentner und Schulkinder müssen jetzt auch im Sommer arbeiten. Warum? Damit es voran geht in unserem Land und das weiß nicht nur der Verband der Familienunternehmer, sondern auch der Jahreskalender.Eine Glosse von Astrid Himberger.

Während draußen die Vogelschar Casting für "Deutschland sucht den Super-Gartenbewohner" spielt - Fasan drin, Specht vergeben - entscheidet sich die Blaumeise für die Hauptrolle als Wohnzimmerraptor. Das Ergebnis: Lockruf-Imitationen, Jalousien im Kampfmodus und eine Heldin, die nach erfolgreicher Rettungsaktion dringend eine Reha vom kleinsten Dino der Welt braucht. Eine Glosse von Susanne Rohrer.

Souvenirshops können teuer sein. Da freut man sich doch über ein kostenloses Reiseandenken: Muscheln oder feiner Sand vom weißen Urlaubsstrand. Aber Vorsicht: Wer auf Sardinien Sand mitnimmt, kann auf diese Weise leicht das Urlaubsbudget in den Sand setzen. Eine Glosse von Roland Söker.

In Straubing trifft Mittelalter auf Messgerät: Schornsteinfeger als letzte offiziell anfassbare Glücksquelle - trotz Paragrafendschungel und kalter Heizung. Eine Glosse von Wolfram Schrag.

Der Sommer mag ja schön sein, auch in gemütlichen, lauschigen Altstädten, doch Uli Höhmann findet, er hat auch unangenehme Begleiterscheinungen. Eine Glosse von Uli Höhmann.

Fußball, Lotto, Onlinewetten: Rund um die Uhr lockt das vermeintliche schnelle Glück und treibt viele unbemerkt in eine riskante Spirale aus Hoffen, Verlieren und Weiterspielen. Eine Glosse von Gregor Hoppe.

Sozialforscher versichern glaubhaft, dass die Superreichen zwar immer zahlreicher werden, aber zumindest bis Ende des Jahres die Superarmen nicht überflügeln, was die deutsche Politik zweifellos vor schwierige Entscheidungen stellen würde. Ein Deutschlandticket für Privatjets wäre dann unausweichlich, und womöglich tragen die Juweliere ihre Brillanten dann jeden Abend zur Tafel, damit sie dort am nächsten Tag zum halben Preis losgeschlagen werden können. Eine Glosse von Peter Jungblut.

Wenn schon eine gstandene Oberbayerin wie die CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler ihre "Heimat Oberbayern" mit einem Dolomitenpanorama illustriert, wie sollen es dann die Touristen wissen? Kein Wunder, dass sie sich in unseren Bergen perma-nent verirren und die Bergwacht nun schon in höchster Not rettet, was zu retten ist. Eine Glosse von Georg Bayerle.

Warum nur dort nach Nestwärme suchen, wo einen das Leben hinein geboren hat? Mal raus aus dem eigenen miefigen Milieu! Eine ungewohnt freundliche Glosse von Severin Groebner

Vor 20 Jahren war der Problembär Bruno Bayerns größtes Aufregerthema, heute sind es gestrandete Wale, gerettete Raubtiere und eine Politik, die sich in Gefühl und Ideologie verfängt. Zugespitzt geht es darum, wer am Ende wirklich das Problem darstellt: Tier, Mensch oder die eigene Sichtweise. Eine Glosse von Helmut Schleich.

Ist er nicht so etwas wie das Bundeskabinett, bei dem jeder mitreden darf - der Kader der deutschen Fußballnationalmannschaft? Die Kardinalfrage diesmal, die die Gemüter erhitzt: Wer ist die Nummer eins, wer steht im Tor? Wer wird sozusagen Kanzler und wer wird dafür abgekanzelt? Eine Glosse von Ralf Thume.

Sie kennen das: es kann nur eine geben - wir ergänzen: die gewinnt. Dafür braucht´s aber andere, die gegen sie verlieren. Ohne Verlierer keine Gewinner - also unterschätzt mir das Verlieren nicht. Norbert Joa hebt sein Glas auf alle zweite, vierte und drittletzte Plätze ...

Ein Frieden, der verdächtig wirkt, weil er über Putin laufen könnte, bleibt trotzdem Frieden. Während Schröder als Vermittler verlacht und Putins Vorschlag als Giftköder abgetan wird, stellt sich die eigentliche Frage: Wer denkt überhaupt noch ernsthaft darüber nach, diesen Krieg zu beenden - statt ihn nur besser zu begründen? Eine Glosse von Helmut Schleich.