Die «Fiirabigmusig» ist eine bunt gemischte Volksmusiksendung mit täglich wechselnden Schwerpunkten: Montag: Blasmusik Redaktion und Moderation: Roman Portmann Dienstag: Ländlermusik Redaktion und Moderation: Renate Anderegg, Dani Häusler, Ueli Stump Mittwoch: «Lüpfig und müpfig» Schweizer Vol…
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Das Blasorchester Neuenkirch ist eine von acht Schweizer Formationen, die am 20. World Music Contest in den Niederlanden teilnehmen. Der World Music Contest findet vom 9. Juli bis zum 2. August in Kerkrade NL in der Nähe von Maastricht statt. Während viele Musikvereine Sommerpause machen, probt das Blasorchester Neuenkirch intensiv für den Wettbewerb. «Natürlich wollen wir gut abschneiden, aber uns ist auch die gemeinsame Zeit als Verein wichtig», sagt der Präsident des Blasorchesters Neuenkirch, Michel König, im Gespräch mit der SRF Musikwelle. Ihren aktuellen Formstand haben die Musikantinnen und Musikanten bereits am Eidgenössischen Musikfest 2026 in Biel eindrücklich bewiesen. In der Konzertmusik der Kategorie Harmonie 1. Klasse holten sie sich den 1. Rang vor ihrer Jury. «Das schafft Selbstvertrauen und kittet den Verein zusammen», freut sich Michel König. Das Blasorchester Neuenkirch wird am 25. Juli am Wettbewerb teilnehmen. Die weiteren Schweizer Formationen am diesjährigen World Music Contest sind (in der Auftrittsreihenfolge): Brass Band Schüpfen, Brass Band Treize Étoiles, Ensemble de Cuivres Ambitus, VBJ Youth Wind Orchestra, Blasorchester Stadtmusik Luzern, Jugend-BLO Oberer Sempachersee und Symphonisches BLO Kreuzlingen.

Jodellieder rund um Bäche, Seen und Wasserfälle. Auch wenn in den vergangenen Tagen vielerorts Regen gefallen ist, bleibt Wasser in diesem Sommer ein kostbares Gut. Nach den langen Hitze- und Trockenperioden der vergangenen Wochen ist deutlich geworden, wie wichtig Bäche, Flüsse, Seen und Quellen für Mensch und Natur sind. Passend dazu widmet sich diese «Fiirabigmusig» dem Element Wasser. Zu hören sind Jodellieder, die das Wasser in seinen unterschiedlichsten Facetten besingen. Dazu gehören «s' Wasser» von Marie-Theres von Gunten, «Mys Wasserrad» von Willi Valotti, «Am Wasserfall» von Kläus Dobler, «Dr Bärgbach» von Ernst Sommer oder «Am See» von Emil Wallimann. Sie erzählen von rauschenden Bergbächen, stillen Seen und der besonderen Atmosphäre, die das Wasser seit jeher auf Komponistinnen und Komponisten ausübt. Ob als Lebensquelle, Naturerlebnis oder Ort der Ruhe – Wasser spielt auch in der Volksmusik immer wieder eine wichtige Rolle. Diese «Fiirabigmusig» lädt dazu ein, eine Stunde lang musikalisch an Bächen entlangzuwandern, an einem Seeufer zu verweilen oder dem Rauschen eines Wasserfalls zuzuhören.

Chormusikredaktor Guido Rüegge präsentiert in dieser Fiirabigmusig eine sommerlich-bunte Chorliedermischung. Vom Lied «Sumer is icumen in» aus dem Mittelalter, der traditionellen Melodie «An einem Sommermorgen» und dem schwungvollen Song «Sunshine in my soul» ist alles dabei.

In der «Fiirabigmusig» am Mittwoch tauchen wir musikalisch in die vielseitige Schweizer Volksmusik ein. Jede Region und jede Besetzung hat ihren ganz eigenen Klang.

Die Geschichte von Musiker Albert Graf fasziniert: Als Kind im TV entdeckt, wurde das Hackbrett zur Lebensleidenschaft. Seit Jahrzehnten gibt er sein Wissen als Lehrer engagiert weiter. Albert Graf feiert am 4. Juli seinen 60. Geburtstag. Zu diesem runden Wiegenfest widmen wir ihm eine persönliche «Fiirabigmusig». Moderatorin Renate Anderegg präsentiert eine bunte Vielfalt an Schweizer Ländlermusik und Melodien rund um Albert Grafs Hackbrett.

Blasmusik, die nach Ferien schmeckt. In dieser Stunde geht es musikalisch quer durch die Sommerferienwelt: Es werden Titel über Reisen, Ausflüge, Sonne und Freiheit gespielt. Eine Sendung, die Lust macht, die Koffer zu packen – oder einfach die Seele baumeln zu lassen.

Jodellieder rund um die Nacht – passend zum WM-Viertelfinal der Schweiz am Wochenende. In der Nacht auf Sonntag blickt die ganze Schweiz nach Kansas City. Um drei Uhr morgens Schweizer Zeit trifft die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft im Viertelfinal der Fussball-Weltmeisterschaft auf Argentinien. Weil viele Fans das historische Spiel gemeinsam verfolgen wollen, haben zahlreiche Städte und mehrere Kantone die Nacht zur Freinacht erklärt und die Sperrstunden aufgehoben. Passend zu dieser besonderen Nacht dreht sich in der «Fiirabigmusig» alles um die Nacht. Zu hören sind Jodellieder, die von Abendstimmungen, sternenklaren Nächten, Träumen und der Ruhe der Nacht erzählen. Andere Kompositionen beschreiben das nächtliche Unterwegssein oder laden mit ihren Melodien zum Innehalten ein. Die Sendung zeigt, wie vielfältig das Thema Nacht im Schweizer Jodellied besungen wird – mal besinnlich und ruhig, mal romantisch und voller Sehnsucht. Damit stimmt die «Fiirabigmusig» nicht nur auf eine aussergewöhnliche Fussballnacht ein, sondern auch auf einen Sommerabend, der für viele länger dauert als sonst.

Das Chorsingen wird abwechslungsreicher und interessanter, wenn in verschiedenen Sprachen gesungen wird. Das Repertoire vieler Chöre ist auch bei uns in der Schweiz daher oftmals international angehaucht. Neben Liedern aus der Schweiz oder Europa werden oft auch Melodien von weit her gesungen.

In der «Fiirabigmusig» am Mittwoch tauchen wir musikalisch in die vielseitige Schweizer Volksmusik ein. Jede Region und jede Besetzung hat ihren ganz eigenen Klang

Am 6. Juli 2026 feiert die Schweizer Ausnahme-Akkordeonistin Claudia Muff ihren 55. Geburtstag – und wir feiern sie in der «Fiirabigmusig». Die Luzernerin gehört seit Jahrzehnten zu den prägendsten, profiliertesten und vielseitigsten Figuren der Schweizer Volksmusikszene. Aufgewachsen in der Musikerfamilie Hans Muff, in den Ausläufern des Napfgebiets, stand Claudia Muff schon früh mit Grössen der Schweizer Szene auf der Bühne. Ihr Spiel zeichnet sich durch eine unverkennbare Mischung aus technischer Brillanz, tiefer Emotionalität und stilistischer Offenheit aus. Sie beherrscht den Spagat zwischen traditioneller Ländlermusik und moderner, experimenteller Schweizer Volksmusik meisterhaft. Darüber hinaus schlägt sie mit ihren verschiedenen Formationen regelmässig Brücken zur Weltmusik. Ob französischer Valse-Musette, argentinischer Tango, osteuropäischer Klezmer oder feine Jazzelemente: Claudia Muff beweist, dass das Akkordeon keine stilistischen Grenzen kennt. Renate Anderegg präsentiert ihr beindruckendes Schaffen.

Musikalische Einstimmung auf das Eidgenössische Jodlerfest in Basel. Noch eine Woche, dann wird Basel zum Zentrum der Schweizer Volkskultur. Vom 26. bis 28. Juni verwandelt sich die Rheinstadt in ein grosses Jodlerdorf. Rund 12'000 Aktive und etwa 200'000 Besucherinnen und Besucher werden zum 32. Eidgenössischen Jodlerfest erwartet. Unter dem Motto «Stadt und Land mitenand» treffen sich Jodlerinnen und Jodler, Alphornbläserinnen und Alphornbläser sowie Fahnenschwingerund und Schwinger aus der ganzen Schweiz. Die «Fiirabigmusig» stimmt auf diesen Grossanlass ein. Zu hören sind Formationen aus Basel und der Nordwestschweiz sowie Kompositionen, die einen Bezug zur Region haben. Dazu gibt es interessante Hintergründe zum Fest und zu den Vorbereitungen auf das grösste Volkskulturfest des Jahres. Zudem gibt es in der Sendung auch Liveaufnahmen von früheren Eidgenössischen Jodlerfesten. So wird diese «Fiirabigmusig» zur musikalischen Vorschau auf drei Tage voller Jodelgesang, Alphornklänge und gelebter Tradition – und zur Einstimmung auf ein Fest, das nach über 100 Jahren wieder nach Basel zurückkehrt.

Diese «Fiirabigmusig» zeigt, wie vielfältig das Chorrepertoire von Schweizer Chören sein kann. Aus dem Bereich der Volkslieder erklingt das Lied «Hinder am Münschter», dann sind aber auch das lateinamerikanische «El Cumbanchero» sowie aus dem Hebräischen der mitreissende Song «Shiru» dabei.

In dieser «Fiirabigmusig» tauchen wir in die vielseitige Schweizer Ländlermusik ein. Ausserdem geht es um die Polka «Nozzas sü Tschlin», komponiert von Domenic Janett.

Die Rose ist der Star der Blumen. Als «Königin der Blumen» transportiert sie seit Jahrhunderten tiefgründige Botschaften. Selbst in unserer Volksmusik ist die Rose von grosser Bedeutung. Renate Anderegg lädt in der Fiirabigmusig in den musikalischen Rosengarten ein. Ob mit dem Fox «Komm in meinen Rosengarten», mit dem Schottisch «De Rosepuur» und vielen Rosen-Titeln mehr, wird die Fiirabigmusig garantiert abwechslungsreich und bunt.

Für die Live-Sendung der SRF Musikwelle brachten die Dorfspatzen viele neue Stücke mit nach Weggis. Unter anderem führten sie den neuen «Dorfspatzen-Galopp» erstmals im Radio auf. Den Titel haben die Dorfspatzen Oberägeri eigens beim tschechischen Komponisten und Kapellmeister Zdeněk Gurský in Auftrag gegeben. Mit dem «Dorfspatzen-Galopp» wollen die Dorfspatzen Oberägeri beim Schweizerischen Blaskapellentreffen 2026 antreten. Dieses findet vom 11. bis 13. September in Schüpfheim statt. Die Fiirabigmusig lässt den Live-Auftritt der Dorfspatzen Oberägeri am Heirassa-Festival in Weggis noch einmal aufleben.

Neue Aufnahmen aus der Ostschweiz, mit dem Jodlerklub Herisau-Säge und der Jodelgruppe klancanto. In dieser Ausgabe der «Fiirabigmusig» stehen zwei aktuelle Produktionen aus der Ostschweiz im Mittelpunkt. Im Zentrum steht die neue CD «Glück & Säge» des Jodlerklubs Herisau-Säge. Ergänzt wird die Sendung durch Aufnahmen der Jodelgruppe klancanto, die sich nach über 15 Jahren gemeinsamen Musizierens von ihrem Publikum verabschiedet. Der Jodlerklub Herisau-Säge gehört zu den traditionsreichen Jodlerformationen der Ostschweiz. Seine Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1932, als Turner des Turnvereins Herisau-Säge ein Jodel-Doppelquartett gründeten. Heute zählt der Klub 20 aktive Jodlerinnen und Jodler. Traditionelle Zäuerli und das Schweizer Jodelliedgut bilden die Grundlage ihres musikalischen Schaffens. Mit der neuen CD «Glück & Säge» präsentiert der Chor aktuelle Aufnahmen und zeigt die Vielfalt seines Repertoires. Die Sendung stellt ausgewählte Titel vor. Einen zweiten Schwerpunkt bilden Aufnahmen der Jodelgruppe klancanto. Die Formation hat bekanntgegeben, dass sie sich im Juni 2026 auflösen wird. Nach zahlreichen Konzerten im In- und Ausland, Auftritten in Kirchen, Konzertsälen und an privaten Anlässen endet damit eine über 15-jährige gemeinsame musikalische Reise. Mit ihrer Abschieds-CD «Wenn mir zäme singed» hinterlässt die Gruppe ein klingendes Erinnerungsstück.

Eine unbeschreibliche Vielfalt an Blumen ziert im Sommer unsere Gärten. Diese Blumenpracht kommt in dieser «Fiirabigmusig» auch musikalisch zum Zug. Chormusikredaktor Guido Rüegge präsentiert einen musikalischen Blumenstrauss vom italienischen Chorlied «Quel mazzolin di fiori» bis hin zum Lied «Bring einen Strauss mit roten Rosen». Dabei handelt es sich um eine Chorbearbeitung zur Melodie des weltberühmten Konzert-Walzers «Rosen aus dem Süden» von Johann Strauss Sohn.

In der «Fiirabigmusig» am Mittwoch tauchen wir musikalisch in die vielseitige Schweizer Volksmusik ein. Jede Region und jede Besetzung hat ihren ganz eigenen Klang. Ausserdem: unsere Archivperle «Fröhliche Gedanken» der Kapelle Heirassa.

Drei musikalische Junikinder stehen im Zentrum der heutigen Fiirabigmusig. Der gebürtige Baselbieter Simon Dettwiler (*2. Juni 1976) begann als Neunjähriger mit dem Schwyzerörgelispiel. Nach einigen Jahren Unterricht bildete er sich autodidaktisch weiter. Heute ist er musikalisch sehr vielfältig unterwegs, etwa als Leiter verschiedener Volksmusikkurse (Arosa, St. Antönien, Balmberg und Fiesch) oder als Jurymitglied bei Volksmusiktreffen. Daneben erteilt er Privatunterricht und leitet eine Schwyzerörgeli-Grossformation. Zurzeit wirkt Simon Dettwiler in drei Formationen mit: bei «Pflanzplätz» (seit 1994), bei der Zürcher Folk-Band «Doppelbock» sowie bei der Basler Jazz-Volksmusik-Synthese «SULP». 2021 wurde er mit dem Baselbieter Kulturpreis in der Sparte «Musik» ausgezeichnet. Der in Bühler AR wohnhafte Jakob «Köbi» Freund (*8. Juni 1946) fand auf instrumentalen Umwegen zum Hackbrett. Zunächst engagierte er sich langjährig in der Kapelle Alpsteinblick (1967–1997). Anschliessend übernahm er nach dem Tod von Emil Zimmermann (1910–1993) dessen Hackbrettpart bei der bekannten Streichmusik Alder aus Urnäsch AR, den er bis heute ausfüllt. Als Mitglied des Nationalrats (1995–2003), Zentralpräsident des Verbands Schweizer Volksmusik VSV (2001–2011) sowie als Hackbrettlehrer an einer Musikschule förderte er über Jahrzehnte aktiv sowohl das Ansehen der Volksmusik als auch die finanzielle Unterstützung der schweizerischen Volkskultur durch die öffentliche Hand. Zusammen mit seinen Brüdern Res und Ruedi sowie seinem Cousin Gody war der Schwyzerörgeler Kurt Schmid (*7. Juni 1956) bereits ab 1969 Teil der legendären «Schmidbuebe». Bis Ende 1982 spielte dieses erfolgreiche Quartett insgesamt 13 Langspielplatten ein, bevor es sich endgültig auflöste. In der Folge liess sich Kurt Schmid zum diplomierten Akkordeonlehrer ausbilden und eröffnete in der Emmentaler Gemeinde Bowil seine eigene Musikschule. Diese führt er auch über seine Pensionierung hinaus bis heute. Gleichzeitig ist er mit seinem «Schwyzerörgeli-Trio und -Quartett Kurt Schmid» (gegr. 1985) sowie dem «Schwyzerörgeli-Quartett Rinderberg» unterwegs. Daneben findet er auch immer wieder Zeit für die «Schwyzerörgeli-Grossformation Emmental-Oberaargau», die er 1991 gegründet hat und noch heute leitet.

Seine beiden Vereine, die Musikgesellschaft Andwil-Arnegg und der Musikverein Dietlikon, überzeugten am Eidgenössischen Musikfest. Der Dirigent Dani Zeiter gewann mit Andwil-Arnegg (SG) in zwei Kategorien. Und auch mit Dietlikon (ZH) schaffte er es auf das Podest. Beide Vereine starteten in der Kategorie Harmonie 2. Klasse. Im Gespräch spricht Dani Zeiter über die Arbeit mit Amateurvereinen, das Bewerten von Blasmusik und warum eine Teilnahme am Musikfest guttut.

Vom 5. bis 7. Juni findet in Sursee das Schweizerische Trachtenchorfest 2026 statt. Es ist ein besonderer Anlass: Zum ersten Mal überhaupt wird das Fest in der Innerschweiz durchgeführt. Gleichzeitig feiert die Schweizerische Trachtenvereinigung ihr 100-jähriges Bestehen. Passend dazu widmet sich di Trachtenchöre haben in der Schweiz eine andere Herkunft als viele Jodelchöre. Während letztere meist im Eidgenössischen Jodlerverband verwurzelt sind, stammen Trachtenchöre aus dem Trachtenwesen und sind häufig in der Schweizerischen Trachtenvereinigung organisiert. Trotzdem gibt es zahlreiche Berührungspunkte: Auch Trachtenchöre pflegen das Schweizer Liedgut und tragen dazu bei, Traditionen und Brauchtum lebendig zu halten. In dieser Sendung erklingen Aufnahmen von Trachtenchören aus verschiedenen Regionen der Schweiz. Sie zeigen die Vielfalt dieser Chorkultur – von traditionellen Volksliedern bis hin zu neueren Kompositionen. Damit entsteht ein musikalischer Querschnitt durch eine Sparte, die zwar weniger im Rampenlicht steht als das Jodelwesen, aber seit vielen Jahrzehnten fest zur Schweizer Volkskultur gehört. Das Schweizerische Trachtenchorfest verwandelt Sursee während drei Tagen in einen Treffpunkt für Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Schweiz. Chorvorträge, Tanz- und Singfeste, ein Festumzug sowie zahlreiche Begegnungen stehen im Zentrum. Die «Fiirabigmusig» stimmt auf diesen besonderen Anlass ein und bringt die Klangwelt der Trachtenchöre ins Radio.

Trachtenchöre aus dem ganzen Land treffen sich am Schweizer Trachtenchorfest im schönen Städtli Sursee. Wegen der Corona-Pandemie hat es etwas länger gedauert, aber nun ist es endlich so weit. Im Rahmen dieses Fests wird auch zugleich das Jubiläum «100 Jahre Schweizer Trachtenvereinigung» gefeiert. Vom 5. bis 7. Juni 2026 wird das Städtli Sursee erfüllt sein mit Gesang, Tanz und Gemütlichkeit. Für die Trachtenchöre gibt es auch die Möglichkeit ihre Lieder vor Experten zu singen. So können sie wertvolle und aufbauende Rückmeldungen bekommen für die weitere Chorarbeit. Chormusikredaktor Guido Rüegge präsentiert in dieser Sendung auch das offizielle Festlied, das die Schweizerische Trachtenvereinigung speziell für dieses Fest komponieren liess. Geschrieben hat das Lied der Mundartsänger KUNZ und es trägt den passenden Titel «Höt isch Tanz». Neben der Präsidentin der Schweizerischen Trachtenvereinigung, Denise Hintermann, kommt im Rahmen dieser Fiirabigmusig auch Josy Riedweg zu Wort, sie ist Vize-Präsidentin im OK des Trachtenchorfests in Sursee.

In dieser «Fiirabigmusig» tauchen wir in die vielseitige Schweizer Ländlermusik ein. Ausserdem geht es um den Ländler «Im Bänzehüsli», komponiert von Walter Grob.

Stefan Hofmann (57) ist seit Geburt schwer sehbehindert, seit 2010 komplett blind. Nun hat er eine eigene CD herausgegeben mit dem Titel «16 Melodien – 16 Begegnungen». Alles Eigenkompositionen, eigenwillig, gefühlvoll, abwechslungsreich und urchig. Durch die Musik kann sich Stefan Hofmann ausdrücken. Durch seine anderen Hobbys Halbmarathon-Laufen und Modelleisenbahn-Spielen fühlt er sich im Idealfall unbehindert. Diese verschiedenen Leidenschaften helfen ihm, sich in seiner Situation wohl zu fühlen. Dani Häusler hat mit ihm gesprochen und einen lebensfrohen, sehr positiven und beeindruckenden Menschen getroffen.

Beim Eidgenössischen Musikfest in Biel trat die MG Fafleralp Blatten mit dem eigens in Auftrag gegebenen Stück «Tschäggättä» auf. In der Fiirabigmusig auf der SRF Musikwelle ist ein Ausschnitt des Wettbewerbsvortrags der MG Fafleralp Blatten zu hören. Die Aufführung des Selbstwahlstücks «Tschäggättä» wurde für alle Mitglieder zu einem emotionalen Erlebnis. Der Verein hatte das Stück nämlich bereits vor dem verheerenden Bergsturz vom 28. Mai 2025 beim englischen Komponisten Simon Dobson in Auftrag gegeben. Simon Dobson habe rasch zugesagt, freut sich Nicole Kalbermatten, die Präsidentin der MG Fafleralp Blatten. «Er hat uns im März 2025 besucht und war sehr fasziniert von unserer Kultur und den ‚Tschäggättä‘.» Diese habe er dann in seine Komposition eingebaut. Vor dem Eidgenössischen Musikfest reiste Dobson noch einmal ins Wallis, um den Verein bei den Proben zu unterstützen. Musikalisch konnte die MG Fafleralp Blatten mit ihrem Auftritt beim Eidgenössischen Musikfest mehr als zufrieden sein. Sie durfte mit einem Sieg auf der Paradestrecke und einem siebten Rang im Konzertvortrag in der Kategorie Brass Band 2. Klasse nach Hause reisen. «Besser hätte es nicht laufen können», sagt Nicole Kalbermatten.

Jodellieder über Liebe, Nähe und kleine Zärtlichkeiten. In dieser «Fiirabigmusig» dreht sich alles um die wohl schönste Nebensache der Welt: das Küssen. Die Volksmusik kennt zahlreiche Jodellieder über Liebe, Verliebtheit und kleine Zeichen der Zuneigung – mal schalkhaft und verspielt, mal ruhig und gefühlvoll. Zu hören ist unter anderem das Lied «d'Schmützli» des längst verstorbenen Komponisten Emil Grolimund. Gleich zweimal erklingt zudem ein Text des Einsiedler Mundartdichters Meinrad Lienert, der mit den Worten «Seh, gimmer äs Schmützli» beginnt. Vertont wurde er einerseits vom inzwischen verstorbenen Fred Stocker, andererseits von der bekannten Jodlerin Nadja Räss. Einen besonderen Platz in dieser Sendung nimmt ausserdem das Schaffen von Robert Fellmann ein. Der Zuger Komponist, der 1951 verstorben ist, hat in seinen zahlreichen Liedern die Liebe und das Küssen immer wieder zum Thema gemacht. Seine Kompositionen zeigen, wie selbstverständlich romantische Geschichten seit jeher zur Jodeltradition gehören. So gibt es eine «Fiirabigmusig» voller herzlicher, verliebter und manchmal auch augenzwinkernder Klänge – passend zu einem Frühlingsabend Ende Mai.

In der «Fiirabigmusig» am Mittwoch tauchen wir musikalisch in die vielseitige Schweizer Volksmusik ein. Jede Region und jede Besetzung hat ihren ganz eigenen Klang. Freuen Sie sich auf einen abwechslungsreichen Mix von der Streichmusik über Ländlerkapellen bis zur reinen Örgeliformation.

Über 40 Jahre hat Peter Berchtold rund 400 Schwyzerörgelischüler und Schülerinnen unterrichtet. Nun lässt er sich an der Musikschule pensionieren und hofft, wieder mehr Zeit für das eigene Musizieren zu haben. Unzählige Auftritte mit dem Schwyzerörgeli-Duett Burch-Berchtold, der Kapelle Edelweiss, im Akkordeon-Duo mit Hubi Wallimann, dem Trio Fidelio oder auch der Obwaldner Huismuisig haben Peter Berchtold weit über die Kantonsgrenzen von Obwalden hinaus bekannt gemacht. Redaktor Dani Häusler widmet sich in der «Fiirabigmusig» dem Schaffen von Peter Berchtold.

Am Sonntagabend ging das Eidgenössische Musikfest 2026 zu Ende. Für den Grossanlass reisten über 24'000 Musizierende und über 100'000 Besucher nach Biel. OK-Präsidentin Nadja Günthör verliess die Bühne nach der Schlussfeier mit Tränen in den Augen. Im Gespräch mit der SRF Musikwelle sagte sie: «Es sind Freudentränen». Sie gratulierte dem ganzen OK-Team für die geleistete Arbeit: «Es hat mich enorm gefreut, so viele zufriedene Vereine zu sehen. Es gibt für uns nichts Schöneres.» Mit grosser Spannung wurden am letzten Tag die Ergebnisse der Kategorie «Harmonie Höchstklasse» erwartet. Siegerin war die Feldmusik Sarnen. «Es ist verrückt schön», sagte Dirigent Sandro Blank im Anschluss an die Rangverkündigung und fügte hinzu: «Ich habe grössten Respekt vor der Leistung meiner Musikantinnen und Musikanten.» Für einen sehr emotionalen Moment sorgte am Sonntag auch die Musikgesellschaft Fafleralp Blatten. Weniger als ein Jahr nach dem verheerenden Bergsturz nahm die Lötschentaler Brass Band am Eidgenössischen Musikfest teil und wurde vom Publikum frenetisch bejubelt. «Es war überwältigend, einfach wunderschön», sagte Präsidentin Nicole Kalbermatten.