Das tägliche Stück vom Himmel: Seit 25 Jahren nimmt die Sternzeit ihre Hörerinnen und Hörer mit auf einen Streifzug durch den Kosmos. Die Themen reichen von aktueller Forschung, über das nächtliche Himmelsgeschehen und bedeutende Personen der Astronomiegeschichte bis hin zu Jahrestagen aus der Raumf…

Nach einem Astronomie-Kalauer ist noch offen, ob der Planet Erde wirklich von intelligentem Leben bewohnt ist. Wenn man das zu Gunsten der Menschheit bejaht, dann stellt sich die Frage, ob wir der einzige Ort mit solchem Leben im Kosmos sind. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Verschmelzen Schwarze Löcher, senden sie Gravitationswellen aus – winzige Erschütterungen in Raum und Zeit. Laufen diese durch die Erde hindurch, wird alles minimal gestaucht und gedehnt. Vielleicht entsteht bald eine Messanlage dafür in der Lausitz. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Manche Sternbilder kennen fast alle dem Namen nach, auch wenn sie kaum jemand je beobachtet haben dürfte. Das gilt sicher für den Krebs. Nach Einbruch der Dunkelheit steht er hoch am Südwesthimmel, ist aber nur zu erahnen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

108 Minuten dauerte der erste Ausflug eines Menschen in den Weltraum. Mit ihm begann vor 65 Jahren ein neues Kapitel der Menschheitsgeschichte. Juri Gagarin war nur dieses eine Mal im All – sieben Jahre später starb er bei einem Flugzeugabsturz. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

NASA-Chef Jared Isaacman hat das Artemis-Programm kräftig umgekrempelt. Im kommenden Jahr soll es Kopplungstests mit Mondlandefähren geben, die Landung ist erst 2028 geplant. Es herrscht blanke Angst, dass China vor den USA auf dem Mond ankommt. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im Laufe der Nacht zieht die wohl berühmteste Himmelsfigur durch den Zenit: Der Große Wagen – ein markantes Muster aus sieben Sternen, das Teil des riesigen Sternbilds Großer Bär ist. Der Wagen hilft, am Himmel den Polarstern zu finden Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Sterne und Galaxienhaufen lenken das Licht weit dahinter liegender Objekte ab. Dies führt oft zu bizarr verformten Bildern. Mit diesem Effekt beschäftigt sich Joachim Wambsganß, seit Neuestem Ehrenmitglied der Astronomischen Gesellschaft. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Jetzt ist wieder Saison für das Event Horizon Telescope. Mit ihm lässt sich die Umgebung der Schwarzen Löcher im Zentrum der Milchstraße und in der Galaxie M87 im Sternbild Jungfrau beobachten. Eines der beteiligten Instrumente steht auf Grönland. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Noch zwei Wochen lang haben wir hierzulande die Chance, den kompletten Kranz der acht hellen Wintersterne zu bestaunen. Mit Einbruch der Dunkelheit stehen Orion, Großer und Kleiner Hund, Zwillinge, Fuhrmann und Stier bereits weit im Südwesten. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Hermann Vogel gehört zu den weitgehend vergessenen Pionieren der Astrophysik. Er war zunächst an der Privatsternwarte des Kammerherrn Friedrich von Bülow in Bothkamp bei Kiel tätig – später leitete er das Observatorium in Potsdam. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche nur hierzulande – ein Osterspaziergang durch das Planetensystem liefe ganz anders ab als in Goethes Faust. Bäche sind eher selten, aber es gibt sehr viel Eis – nur nicht auf der Venus, die als Abendstern leuchtet. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Gegen Mitternacht steigt der Ostermond über den Südosthorizont. Nicht erst im Raumfahrtzeitalter ist der Begleiter der Erde für manche ein Traumziel – schon Johannes Kepler sehnte sich vor mehr als vierhundert Jahren nach dem Mond. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Jetzt machen wieder viele Feuer am Boden den himmlischen Lichtern Konkurrenz. Wenn die erloschen sind, haben die Sterne die Nacht wieder für sich. Ihre Feuer brennen nicht nur ein paar Stunden: Sterne leuchten Millionen oder gar Milliarden Jahre. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Gegen 21 Uhr steigt der voll beleuchtete Ostermond über den Osthorizont. Christen gedenken an den nächsten Tagen der Kreuzigung und Auferstehung Jesu. Es heißt, damals habe es eine Sonnenfinsternis gegeben – doch das ist astronomisch unmöglich. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Der hellste Stern am Himmel ist der Polarstern; die Mondphasen entstehen durch den Schattenwurf der Erde – und US-Geheimdienste hören vom Mond reflektierte Schallwellen ab. Das ist alles Unfug, aber leider kein Aprilscherz. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im kommenden Monat nimmt die Tageslänge auf 15 Stunden zu. Die Sonne klettert immer höher - und die Schatten werden kürzer. Abends dominiert die strahlend helle Venus am Westhimmel - viel höher steht Jupiter, der größte Planet im Sonnensystem. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Am Anfang der Raumfahrt in den 1950er-Jahren stand der Bau von militärischen Raketen - sowohl in den USA als auch in der Sowjetunion. Doch der russische Konstrukteur Sergej Koroljow hat gleich eine Rakete gebaut, die auch die Erdumlaufbahn erreicht. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Heute Abend kommt es zur Sternbedeckung des Jahres: Der Mond zieht bei seinem Lauf über den Himmel genau vor Regulus entlang, dem Hauptstern im Löwen. Das Spektakel ist im Fernglas und Teleskop zu beobachten – leider nicht mit bloßem Auge. Lorenzen, Dirk

Vor uns liegt die kürzeste Nacht des Jahres – um 2 Uhr früh werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Ab 3 Uhr früh herrscht für sieben Monate die Sommerzeit. Die Abläufe am Himmel ändern sich nicht – nur die Uhrzeit, zu der sie zu sehen sind. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im Spätsommer 1819 haben Ingenieure, Armeeoffiziere und Landvermesser in der Nähe von Hamburg eine drei Meter tiefe Grube ausgegraben und einen schweren Backsteinsockel mit Kupferbolzen gemauert. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Samstag Abend laden wieder über hundert Sternwarten, Astrovereine und Planetarien zum „Astronomietag“. Das Publikum kann selbst durch Teleskope blicken und die Mondkrater oder Jupitermonde bestaunen. Die Nacht beginnt mit der strahlend hellen Venus. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Heute ist zunehmender Halbmond. Demnach sollte die linke Hälfte des Mondes dunkel und die rechte beleuchtet sein. Doch abends ist der Mond links oben dunkel und rechts unten hell – die Trennlinie verläuft "diagonal", was manchmal für Verwirrung sorgt. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Kunstlicht bei Nacht tötet Vögel und Insekten, schadet der menschlichen Gesundheit, kostet viel Geld – und es überstrahlt die Sterne. Am Samstag soll die Earth Hour, die Erdstunde, das Bewusstsein für die Schönheit einer dunklen Nacht fördern. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Vor 45 Jahren starb Beatrice Tinsley. Der Nachruf in der New York Times erschien aber erst 2018, in der Rubrik: "Nicht mehr übersehen". Die Astronomin, die wesentliche Arbeiten über Galaxien verfasst hat, ist ein vergessener Topstar der Himmelskunde. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Heute Abend stehen am Westhimmel die Mondsichel und die strahlende Venus. Etwas links oberhalb des Mondes funkelt der Sternhaufen der Plejaden. Diese Beschreibung gilt für Mitteleuropa – in anderen Teilen der Welt sieht das etwas anders aus. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Nicht nur Götter, Helden und Tiere haben es an den antiken Sternenhimmel geschafft. Am Firmament funkeln auch profane Gebrauchsgegenstände – bekannt ist die Waage, der Becher ist eher ein Geheimtipp. Er gehört zu einer wunderschönen Sternensage. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Heute Abend verzaubert ein besonderes Doppelgestirn den westlichen Dämmerungshimmel: Dort strahlen die Venus und knapp oberhalb die hauchdünne Mondsichel. Zudem ist der eigentlich dunkle Rest der Mondscheibe zu sehen – im aschgrauen Erdschein. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Freitagnachmittag überquert die Sonne den Himmelsäquator von Süden nach Norden. Dies markiert bei uns den astronomischen Frühlingsbeginn. Nach dem persischen Kalender fängt mit dem Frühling auch das neue Jahr an. Im Iran ist also Neujahr. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im Sternbild Jungfrau ist ein schwacher Lichtpunkt zu sehen, der auf den ersten Blick wie ein Stern aussieht. Tatsächlich ist das Objekt 3C 273 das Leuchten einer sehr massereichen Galaxie, rund zweieinhalb Milliarden Lichtjahre entfernt. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Nacht für Nacht macht das neue Vera-Rubin-Teleskop in Chile großflächige Himmelsaufnahmen. Schon die Daten einiger Testnächte haben es in sich. Es ging ein 700 Meter großer Asteroid ins Netz, der nicht einmal zwei Minuten für eine Umdrehung braucht. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Vor 100 Jahren startete der Physiker Robert Goddard auf der Farm seiner Tante Effie eine Rakete. Sie blieb keine drei Sekunden in der Luft und flog nur 14 Meter hoch. Es war der Beginn der modernen Raumfahrt. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

2025 sind weltweit mehr als 300 Raketen gestartet – nur acht davon aus Europa. Um all die Satellitennetze, die die EU, die Bundeswehr und Co. planen, aufzubauen, sind viel mehr Raketen notwendig. Europa droht den Anschluss im All zu verlieren. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im März 1931 hob auf dem Werksgelände des Flugzeugbauers Junkers in Dessau eine 60 Zentimeter hohe Rakete ab. Sie stürzte 200 Meter entfernt auf den Boden. Was nach Spielerei klingt, war die Geburtsstunde der Raketentechnik in Deutschland. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im Jahr 2061 zeigt sich der berühmte Komet Halley wieder am Himmel. Bei seiner letzten Sichtbarkeit hat ihn Europas Raumsonde Giotto besucht – heute vor 40 Jahren. Sie schickte einzigartige Bilder dieses "gefrorenen Schneeballs" zur Erde. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Das Kreuz des Südens ist ein hübsches Sternbild mitten in einer sehr hellen Region der Milchstraße. Etwas links unterhalb des Kreuzes befindet sich eine auffallende Dunkelwolke, der Kohlensack. Dort verklumpt sich bald das Material und zündet etliche Sterne. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Seit viereinhalb Milliarden Jahren dreht sich die Erde um ihre Achse – sie folgt noch dem Urschwung aus ihrer Entstehung. Wenn unser Planet plötzlich still stünde, wäre alles verwüstet. Zum Glück ist ein plötzliches Anhalten physikalisch unmöglich. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Während einer Raummission hat die Besatzung Kontakt mit dem Boden meist über den Capcom, den Capsule Communicator. Die NASA hatte früh erkannt, dass es für die Menschen im All nicht gut ist, mit vielen verschiedenen Personen sprechen zu müssen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Manche Aufnahmen des James-Webb-Weltraumteleskops sind gesprenkelt mit kleinen roten Punkten. Lange war unklar, was da mehr als 13 Milliarden Lichtjahre entfernt leuchtet. Wie sich nun zeigt, sind es wohl Schwarze Löcher, die kleiner sind als gedacht. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Auf der ISS befinden sich gerade zwei Frauen und fünf Männer. Mit dabei ist Sophie Adenot, die zweite Französin im All – sie soll bis zum Herbst in den Modulen leben. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im Sonnensystem gibt es Planeten, Monde, Asteroiden, Kometen – und jede Menge Staub. Die Myriaden von Staubteilchen streuen und reflektieren die Sonnenstrahlen. In den kommenden zwei Wochen ist das Zodiakallicht abends recht gut zu sehen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Mitte der 1960er Jahre ist Wernher von Braun weltweit ein Medienstar. Für den Leiter des Apollo-Mondprojekts kommen Fragen zu seiner Tätigkeit während der NS-Diktatur eher ungelegen. Der US-Songwriter Tom Lehrer hat dafür nur beißenden Spott übrig. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Gegen zwei Uhr früh steht das Sternbild Waage über dem Südosthorizont. Dort gibt es womöglich einen Exoplaneten, der von Größe und Bahn her unserer Erde ähnelt. Allerdings wäre es auf dem Planeten mit etwa minus 70 Grad Celsius nicht sehr wohnlich. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit