Das tägliche Stück vom Himmel: Seit 25 Jahren nimmt die Sternzeit ihre Hörerinnen und Hörer mit auf einen Streifzug durch den Kosmos. Die Themen reichen von aktueller Forschung, über das nächtliche Himmelsgeschehen und bedeutende Personen der Astronomiegeschichte bis hin zu Jahrestagen aus der Raumf…

Hoch am Südhimmel funkelt abends das Halbrund der Nördlichen Krone. Der auffälligste Stern ist Gemma, lateinisch für „Edelstein”. Womöglich kommt bald ein ganz besonderer Klunker hinzu. Der Doppelstern T CrB könnte als Supernova explodieren. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Seit rund 4,5 Milliarden Jahren verwöhnt die Sonne unsere Erde mit Licht und Wärme. Sie strahlt verschwenderisch in alle Richtungen. Die Erde erhält Sonnenenergie im Überfluss – und doch ist es nur ein Milliardstel der verfügbaren Menge. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Am Sonntagvormittag beginnt astronomisch der Sommer. Dann weist die Erde ihre Nordhalbkugel so weit wie möglich der Sonne zu. Wir erleben nun die längsten Tage und kürzesten Nächte des Jahres. Im Norden Deutschlands wird es gar nicht richtig dunkel. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Künftig soll die Astronomie in der Elfenbeinküste eine größere Rolle spielen. Das All trägt zur besseren Bildung in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik bei, hofft ein engagiertes Team. Von diesem Land aus ist fast der gesamte Himmel zu sehen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Heute Abend steht der Mond am Westhimmel – rechts von ihm strahlen die Planeten Venus und Jupiter. Im Moment ist die uns zugewandte Seite des Mondes nur wenig beleuchtet – dafür liegt die Rückseite fast vollständig im Sonnenlicht. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Sonntag erleben wir die Sommersonnenwende. Mit einer einfachen Messung und etwas Geometrie kann man dann den Umfang der Erde berechnen. So hat es schon der griechische Mathematiker Eratosthenes vor mehr als 2000 Jahren gemacht. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Bis übermorgen präsentiert sich das abendliche Firmament so schön wie selten. Die hellen Planeten Jupiter und Venus sind Himmelsfans vertraut – nun gesellt sich auch noch die Mondsichel dazu. Zudem funkelt dort ein heller Stern. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Das Team der Artemis-2-Mission hat im April beim Flug um den Mond eine Sonnenfinsternis erlebt. Fast eine Stunde lang zog die Kapsel durch den Schatten des Mondes – auf der Erde dauert so ein Schauspiel maximal sieben Minuten. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Der erste Weltmeisterschaftsgegner der deutschen Männer-Nationalmannschaft gehört fußballerisch wie astronomisch in die Rubrik „ferner liefen“. Ein himmlisches Highlight war dort die totale Sonnenfinsternis im Februar 1998. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Seit mehr als drei Milliarden Jahren gibt es Leben auf unserer Erde. Unklar ist, wie es sich gebildet hat. Wurden auf der jungen Erde aus chemischen Prozessen irgendwann biologische? Oder haben einst Asteroiden Lebenskeime angeliefert? Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Glühende Gas- und Staubwolken bilden einen riesigen Strudel – und in der Mitte strahlt ein aktiver galaktischer Kern, von dem acht helle Lichtstrahlen ausgehen: Das James-Webb-Teleskop hat ein atemberaubendes Bild der Galaxie M77 aufgenommen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

In der Schwerelosigkeit ist Fußballspielen kaum möglich. Ein geschossener Ball fliegt ewig geradeaus. Auf dem Mond dagegen könnte man kicken. Wegen der im Vergleich zur Erde viel geringeren Schwerkraft liefen Spiele dort aber ganz anders ab. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Die Vorstellung ist kurios: Außen an der ISS geht eine Klappe auf, aus der ein paar Papierflieger herauskommen, die Richtung Erde gleiten. Was mit ihnen passieren würde, hat jetzt ein Forschungsteam in Japan untersucht. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Um die Erde ziehen mehr als tausend Satelliten, die das Geschehen am Boden im Blick haben – etwa optisch, per Radar oder per Hitzesensor. Von den Kriegen liefern die Kameras in der Umlaufbahn nahezu in Echtzeit sehr genaue Bilder der Kampfhandlungen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Unsere Erde gilt als blauer Planet: 70 Prozent der Oberfläche sind von Ozeanen bedeckt. Doch die Erde ist keineswegs der "nasseste" Körper im Sonnensystem. Manche Monde anderer Planeten verfügen über viel mehr Wasser. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Bis etwa Ende Juli besteht jetzt die Chance, ein ganz besonders bezauberndes Himmelsphänomen zu bestaunen: In manchen Nächten zeigen sich leuchtende Nachtwolken – ein etwas perlmuttartiges Schillern über dem Nordhorizont. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Nach Sonnenuntergang strahlt ein auffallendes Doppelgestirn am Westhimmel: Die beiden hellsten Planeten Venus und Jupiter stehen Seite an Seite. Bei solchen Anlässen bekommt die Polizei schon mal Anrufe besorgter Bürger, zwei UFOs seien im Anflug. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Heute Nacht zeigt sich der abnehmende Mond in etwa in der Phase, in der die Artemis-2-Mission ihn Anfang April angetroffen hat. Das Raumschiff flog um die Rückseite des Mondes herum und hatte dabei beste Sicht auf das Mare Orientale. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Über dem Sonnenrand biegt sich ein riesiger Schlauch aus glühendem Gas, der an einen Erdnussflip erinnert. Der Materiebogen steigt immer weiter auf und reißt schließlich. Vor 80 Jahren kam es zu einem besonders starken Ausbruch. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Am Tag der Bundeswehr am Samstag sind etliche Standorte für die Öffentlichkeit geöffnet. Das Weltraumkommando ist allerdings nicht dabei. Es sichert die Satelliten im All und die für den Betrieb nötige Infrastruktur am Boden. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Vor 60 Jahren begann die Mission Gemini 9. Sie war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Mond. Drei Tage lang blieben die Astronauten Thomas Stafford und Eugene Cernan im All und drehten dabei fast 50 Runden um unseren Planeten. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Mit Einbruch der Dunkelheit ziehen die hellen Planeten Venus, Jupiter und Merkur am Westhimmel die Blicke auf sich. Venus und Jupiter sind unübersehbar – um den kleinen Merkur zu sehen, braucht man etwas Glück. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Am 21. Juni beginnt astronomisch der Sommer. Die Sonne steht so hoch wie sonst nie. Wir erleben die längsten Tage und kürzesten Nächte. Höhepunkt des Monats ist das Zusammentreffen der beiden hellen Planeten Venus und Jupiter am 9. Juni. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Heute Nacht zieht ein blauer Mond tief über den Südhimmel. Mit seinem Aussehen hat der Name nichts zu tun, sondern mit dem Ereignis. Morgen Vormittag ist Vollmond, zum zweiten Mal in diesem Monat und das wird oft als „blauer Mond“ bezeichnet. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Vor 60 Jahren startete von Cape Canaveral aus die erste Sonde des Surveyor-Programms. Die Landvermesser, so die Bedeutung des englischen Namens, waren ein wichtiger Schritt zur Vorbereitung der Mondlandung von Astronauten. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Mitten im Krieg zwischen den Lydern und Medern schob sich am 28. Mai 585 v. Chr. der Mond vor die Sonne. Aus helllichtem Tag wurde dunkle Nacht. Die geschockten Krieger sahen das als himmlisches Zeichen und schlossen spontan Frieden. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Heute Abend leuchtet der zunehmende Mond nahe dem Stern Spica in der Jungfrau. Noch ist offen, wann wieder Menschen über die Mondoberfläche laufen. Der Traum vom Mond ist keine moderne Erscheinung – es gab ihn schon in der Antike. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Sally Ride wäre beinahe professionelle Tennisspielerin geworden. Sie entschied sich dann doch für die Astrophysik – und wurde die erste US-Bürgerin im Weltall. Ihre Lebensaufgabe war, Schülerinnen und Schüler für Wissenschaft und Technik zu begeistern. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

„Diese Nation sollte sich dem Ziel verschreiben, bis zum Ende des Jahrzehnts Menschen auf den Mond und wieder sicher zurück zur Erde zu bringen.“ Vor 65 Jahren leitete US-Präsident Kennedy das Apollo-Projekt ein. Es wurde ebenso teuer wie erfolgreich. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

In zwei Jahren soll in Namibia ein Radioteleskop mit 14 Metern Durchmesser in Betrieb gehen. Das Africa Millimeter Telescope wird das Universum vor allem im Bereich der Millimeter-Strahlung beobachten – und etwa Schwarze Löcher anpeilen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Immer wieder schlagen kosmische Brocken auf der Erde ein. Anfang März sorgte ein tennisballgroßer Meteorit für Aufsehen, der ein Hausdach in Koblenz getroffen hatte. Zuvor war er für einige Sekunden als glühendes Objekt über den Himmel gezogen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Am Abend steht der schon fast halb beleuchtete Mond am Südwesthimmel. Der dunkle Fleck mitten an der Licht-Schatten-Grenze ist das Meer der Ruhe. Dort haben die ersten Menschen den Mond betreten. Vielleicht besuchen bald Touristen die Landestelle. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im Norden Chiles blickt bald eine neue Teleskopanlage auf Supernova-Überreste, die Umgebung von Pulsaren und Schwarzen Löchern und in die aktivsten Bereiche von Sternentstehungsgebieten. Dort laufen die Bauarbeiten für das Tscherenkow-Teleskop CTAO. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im März erinnerte der Meteoritensturz von Koblenz an die Verwundbarkeit der Erde. Der Einschlag eines etwa zehn Kilometer großen Brockens hat vor Millionen Jahren zum Aussterben der Dinosaurier geführt. So ein Szenario kann sich jederzeit wiederholen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Sophie Brahe hat viele Jahre gemeinsam mit ihrem Bruder Tycho die Vorgänge am Himmel verfolgt. Der Astronom schwärmte vom Können seiner Schwester, die sich gegen alle Widerstände durchgesetzt hatte. In der Astronomie ist sie so gut wie vergessen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

In den nächsten Tagen erscheint der abendliche Westhimmel fast wie ein Gemälde des Malers Caspar David Friedrich. Auf der orange-bläulichen Leinwand der Dämmerung tummeln sich die beiden hellsten Planeten und die Mondsichel. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Manche meinen, der Mond übe magische Kräfte auf Pflanzen aus. Doch ob Neu- oder Vollmond ist, ob er hoch oder tief am Himmel steht, ein echter Einfluss lässt sich nicht belegen. Ein anderer Himmelskörper hat dagegen großen Einfluss: die Sonne. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im Winterhalbjahr faszinieren Polarlichter am Nordhimmel. Rund um Sommeranfang ist es die nächtliche Helligkeit. In Norddeutschland hat die Saison der Weißen Nächte begonnen. Auch gegen 1 Uhr früh ist der Nordhimmel noch bläulich aufgehellt. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Beim Urknall sind riesige Mengen von Helium entstanden. Dieses Element macht etwa ein Viertel des Universums aus, kommt aber auf der Erde kaum vor. Die Entdeckung ist auch der akribischen Arbeit des englischen Astronomen Norman Lockyer zu verdanken. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im Sternbild Segel gibt es eine riesige Ansammlung von Galaxien: Dieser Superhaufen hat eine Ausdehnung von etwa 300 Millionen Lichtjahren und er enthält etwa hunderttausendmal so viel Materie wie unsere Milchstraße, zeigt das Radioteleskop MeerKAT. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Der Südhimmel ist meist besonders interessant: Dort erreichen Mond, Planeten und Sternbilder die höchste Stellung am Firmament. Aber auch der Blick nach Norden hat seinen Reiz: Dort bilden die fünf Hauptsterne der Kassiopeia ein markantes W. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Die kommenden Nächte sind schön dunkel, weil der Mond nicht am Himmel steht. So lohnt es sich, nach den drei Katzen Ausschau zu halten, die in Formation über das Firmament pirschen: Löwe, Kleiner Löwe und Luchs. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit