Das tägliche Stück vom Himmel: Seit 25 Jahren nimmt die Sternzeit ihre Hörerinnen und Hörer mit auf einen Streifzug durch den Kosmos. Die Themen reichen von aktueller Forschung, über das nächtliche Himmelsgeschehen und bedeutende Personen der Astronomiegeschichte bis hin zu Jahrestagen aus der Raumf…

Was macht ein Ostfriese, der den Jupiter am Himmel beobachtet? Er entdeckt einen veränderlichen Stern! Was nach einem schalen Witz klingt, ist vor 430 Jahren Johann Fabricius genau so passiert. Er beobachtete erstmals Mira im Sternbild Walfisch. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

2015 war es in etlichen Schulen verboten, dass die Kinder eine Sonnenfinsternis beobachten – aus Angst vor Augenschäden. Vorsicht ist gut, diese Hysterie aber ist fehl am Platz. Denn es gibt einige sichere Methoden, um eine Finsternis zu verfolgen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Bevor die Apollo-11-Astronauten 1969 die US-Flagge in den Mondstaub rammten, hatten sie eine Art Schweizer "Flagge" aufgestellt: ein Sonnensegel der Universität Bern. Es diente dazu, mit seiner speziellen Folie Teilchen des Sonnenwindes einzufangen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Am 12. August kommt es hierzulande zu einer stark partiellen Sonnenfinsternis – in Teilen Spaniens wird die Sonne komplett bedeckt sein. In den Augustnächten sind viele Sternschnuppen und die Planeten Merkur, Venus und Saturn zu sehen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Heute Nacht steht Pluto ein kleines Stück rechts des Vollmonds. Pluto ist deutlich kleiner als der Mond. Nach seiner Entdeckung 1930 galt er zunächst als Planet, seit 2006 ist er „nur“ noch ein Zwergplanet. NASA-Chef Isaacman gefällt das wohl nicht. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Am 28. Juli 1851 zog eine totale Sonnenfinsternis quer über Europa. Dabei gelang Johann Berkowski auf der Sternwarte Königsberg das erste brauchbare Foto eines Himmelsereignisses. Für seine Daguerreotypie belichtete er 84 Sekunden lang. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Unser Nachbarplanet Mars war monatelang im Licht der Sonne verborgen. Nun er zeigt sich wieder ab etwa 3 Uhr im Sternbild Stier am Osthimmel. Seine beiden Monde hat der irische Satiriker Jonathan Swift in „Gullivers Reisen“ beschrieben. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Zu Ostern flog die Mission Artemis 2 um den Mond herum. Die Besatzung achtete besonders auf den Teil des Mondes, der im Dunkeln lag. Einige Male flammten Lichtblitze auf, die beim Einschlag kleiner Meteoriten entstehen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

In einigen Jahren könnten wieder Menschen auf dem Mond landen. Manche setzen gar auf eine Art lunaren Goldrausch. Wenn es um die wirtschaftliche Nutzung des Erdtrabanten geht, taucht immer wieder das Element Helium-3 auf. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Dicht links oberhalb des zunehmenden Mondes steht heute Nacht Antares, der Hauptstern im Skorpion. Antares gehört zu den 20 hellsten Sternen an unserem Himmel. In Kürze dürfte er als Supernova explodieren und noch viel heller leuchten. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Vor 30 Jahren brach der Kontakt zum französischen Militärsatelliten Cerise plötzlich ab. Ursache war der Zusammenstoß mit einem Teil einer Ariane-Rakete, das nur so groß wie eine Handtasche war. Kollisionen im All werden zum immer größeren Problem. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Am Rand des mächtigen Sommerdreiecks glimmt der Delfin. Er besteht nur aus recht schwachen Sternen – aber die bilden eine markante Figur, die einem Kinderdrachen mit gebogener Schnur ähnelt. Das Sternbild wurde einst aus Dank an den Himmel gesetzt. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Das Licht der Sterne braucht viele Jahre, um uns zu erreichen. Immer wieder gibt es Fragen, ob die Sterne denn noch da sind. Ja: Die Sterne, die wir nachts am Firmament sehen, dürften alle noch da sein – aber irgendwann sind sie ausgebrannt. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Vor 50 Jahren landete die US-Sonde Viking-1 auf dem Mars. Sie nahm Bodenproben und untersuchte sie auf Lebensspuren - mit verwirrendem Ergebnis: Ein Experiment schien Leben auf dem Mars nachzuweisen, andere Versuche fanden nichts. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Während des FIFA-WM-Finales rollen auch am Firmament die Bälle: Zum Anpfiff um 21 Uhr MESZ steht die Sonne hierzulande nur noch wenige Grad über dem Horizont. Ab der Halbzeitpause spielen am Südwesthimmel Venus und die Mondsichel Doppelpass. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Neutrinos sind Elementarteilchen, die unter anderem bei Kernreaktionen im All frei werden. Sie bewegen sich lichtschnell und fliegen problemlos durch die Erde hindurch. Neutrinos sind kaum zu beobachten, verraten aber dennoch viel über den Kosmos. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Ein Blick an den Nachthimmel reicht, und schon kann man sehr genau die Himmelsrichtungen angeben: Einfach den Polarstern anpeilen – der steht genau Richtung Norden. Tagsüber zeigt uns die Sonne, wo Süden ist. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Der Göttinger Astrophysiker Volker Bothmer (1961-2026) erforschte mit Satellitenmissionen Explosionen auf der Sonne. Er war am Bau der Kamera der Parker Solar Probe beteiligt, die sich alle paar Monate der Sonne auf wenige Millionen Kilometer nähert. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Der italienische Astronom Giuseppe Piazzi entdeckte 1801 Ceres, den ersten Asteroiden. Als er ihn im Sterngewimmel verloren hatte, entwickelte Carl Friedrich Gauß eine bessere und schnellere Methode der Bahnberechnung - Ceres wurde wiedergefunden. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Beim heutigen Neumond zieht unser Trabant oberhalb der Sonne vorbei. Beim nächsten Mal ist das anders: Dann steht der Neumond genau vor der Sonne. Am 12. August erleben wir eine Sonnenfinsternis: In Mitteleuropa werden 90 Prozent der Sonne abgedeckt. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Die Leier, das einzige Musikinstrument am Himmel, steht jetzt nahe dem Zenit. Der Hauptstern Wega strahlt unübersehbar blau-weiß. Im Orient galt diese Figur als herabstürzender Steinadler – darauf geht der aus dem Arabischen stammende Name Wega zurück. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Immer wieder heißt es, man schicke auch deshalb Menschen ins All, weil dies junge Menschen motiviere, sich mit Mathematik, Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie Technik zu beschäftigen. Doch diese Behauptung lässt sich nicht belegen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Der WM-Gastgeber Kanada gehört fußballerisch nicht zu den Topnationen. Aber im Weltraum ist das Land sehr stark. Dort wurde ein Instrument für das James-Webb-Teleskop gebaut und die Bodenstation Inuvik ist für die Übertragung von Satellitendaten äußerst wichtig. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

In diesen Sommernächten sind oft viele Satelliten zu sehen. Etliche Sternzeit-Hörerinnen und -Hörer fragten besorgt, was hinter den vielen Lichtpunkten am Firmament steckt. Zumeist erregen Objekte großer Netze Aufsehen, etwa von Starlink. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Fußball-WM-Gastgeber Mexiko hätte auch in der Astronomie etwas Weltmeisterliches beherbergen können: Das Land war vor zwei Jahrzehnten als Standort für das Thirty-Meter-Telescope TMT im Gespräch. Doch das Projekt ist gescheitert. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Die Strahlung einer rotierenden Sternleiche verrät etwas über das Material, das durch die Milchstraße wabert. Ein internationales Forschungsteam nutzte für diese Beobachtung das FAST-Teleskop in China und die 100-Meter-Schüssel von Effelsberg. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Gegen ein Uhr früh zeigt sich der abnehmende Halbmond. Derzeit ist der linke Rand des Mondes besonders gut zu sehen. Dort gibt es einen fünf Kilometer großen Krater, der jetzt Carroll heißt – in Erinnerung an die Frau des Astronauten Reid Wiseman. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Zu den fast vergessenen Astronomen gehört Regiomontanus aus dem fränkischen Königsberg. Er zählt zu den bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters. Sein früher Tod vor 550 Jahren verzögerte die Kalenderreform um ein Jahrhundert. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Morgen um 19 Uhr MESZ (06.07.2026) zieht die Erde durch den sonnenfernsten Punkt ihrer leicht elliptischen Bahn – der Abstand beträgt jetzt 152 Millionen Kilometer. Mitten im Sommer sind wir weit von der Sonne entfernt! Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

US-Astronauten landeten auf dem Mond, amerikanische Raumsonden drangen bis an den Rand des Sonnensystems vor und lange Zeit standen die größten Sternwarten der Welt in den USA – die Vereinigten Staaten von Amerika sind eine himmlische Supermacht. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Unsere Sonne steht derzeit am Himmel genau über den Hunden – astronomisch sind schon jetzt die Hundstage. Im antiken Rom bezeichnete dieser Begriff die Zeit, in der Sirius im Großen Hund allmählich in der Morgendämmerung erschien. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

In den nächsten Tagen kommt es am Morgenhimmel zu einem schönen Überholmanöver: Der rote Planet Mars zieht an Uranus vorbei – dies geschieht in Sichtweite des Sternhaufens der Plejaden, ist allerdings nur in einem Fernglas zu verfolgen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Das Sternbild Kleiner Bär ist in jeder Nacht gut am Nordhimmel zu sehen. Es geht niemals unter und ist doch wenig bekannt. Dabei ist sein hellster Stern ein Topstar am Firmament: der Polarstern. Doch diese Rolle wird immer nur auf Zeit vergeben. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Die Nächte bleiben im kommenden Monat hochsommerlich kurz. Abends zieht unser Nachbarplanet Venus die Blicke auf sich. Im Süden prangt das prächtige Sommerdreieck – und tief am Horizont steht der Schütze mit dem Zentrum der Milchstraße. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Durch das Sonnensystem ziehen Millionen von Asteroiden. Die meisten bleiben immer sehr weit von der Erde entfernt – aber hin und wieder geraten einige auf Kollisionskurs. Ab etwa 20 Metern Größe stellen sie eine ernste Gefahr dar. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im Zentrum der Milchstraße befindet sich ein gigantisches Schwarzes Loch. Mit bloßem Auge ist es nicht zu sehen – aber der Mond zeigt heute Nacht, wo am Himmel dieses faszinierende Objekt mit vier Millionen Sonnenmassen zu finden ist. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Wer während der FIFA Fußball-WM an glorreichere Tage der deutschen Nationalmannschaft denken möchte, kann sich vom Himmel inspirieren lassen. Am Firmament stehen geradezu zwei Weltmeistersterne: Arktur im Bootes und Epsilon Cygni im Schwan. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Der schon fast volle Mond zieht in den kommenden Nächten extrem tief über den Südhimmel. Dienstag früh gegen 2 Uhr ist Vollmond – wir erleben dann die kürzeste Vollmondnacht des Jahres. Der Mond taucht die Landschaft in ganz besonderes Licht. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Der nächste Gegner bei der FIFA Fuball-WM ist Ecuador und befindet sich genau auf dem Äquator. Damit sind von dort alle Sternbilder zu sehen und die gesamte Himmelskugel rollt im Laufe eines Tages einmal über Ecuador hinweg. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Der US-Geologe Eugene Shoemaker hat gemeinsam mit seiner Frau, der Astronomin Carolyn Shoemaker, Einschlagskrater, Kometen und Asteroiden erforscht. Nach seinem Tod 1997 nahm die Raumsonde Lunar Prospector ein paar Gramm seiner Asche mit zum Mond. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im April flog die Artemis-2-Mission einmal um den Mond herum und kehrte zur Erde zurück. Die NASA-PR-Abteilung bejubelte die vermeintlich sensationellen Arbeiten, die die Besatzung absolviert habe. Dabei glich das eher einem „Jugend forscht“-Projekt. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit