Das tägliche Stück vom Himmel: Seit 25 Jahren nimmt die Sternzeit ihre Hörerinnen und Hörer mit auf einen Streifzug durch den Kosmos. Die Themen reichen von aktueller Forschung, über das nächtliche Himmelsgeschehen und bedeutende Personen der Astronomiegeschichte bis hin zu Jahrestagen aus der Raumf…

Heute ist zunehmender Halbmond. Demnach sollte die linke Hälfte des Mondes dunkel und die rechte beleuchtet sein. Doch abends ist der Mond links oben dunkel und rechts unten hell – die Trennlinie verläuft "diagonal", was manchmal für Verwirrung sorgt. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Kunstlicht bei Nacht tötet Vögel und Insekten, schadet der menschlichen Gesundheit, kostet viel Geld – und es überstrahlt die Sterne. Am Samstag soll die Earth Hour, die Erdstunde, das Bewusstsein für die Schönheit einer dunklen Nacht fördern. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Vor 45 Jahren starb Beatrice Tinsley. Der Nachruf in der New York Times erschien aber erst 2018, in der Rubrik: "Nicht mehr übersehen". Die Astronomin, die wesentliche Arbeiten über Galaxien verfasst hat, ist ein vergessener Topstar der Himmelskunde. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Heute Abend stehen am Westhimmel die Mondsichel und die strahlende Venus. Etwas links oberhalb des Mondes funkelt der Sternhaufen der Plejaden. Diese Beschreibung gilt für Mitteleuropa – in anderen Teilen der Welt sieht das etwas anders aus. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Nicht nur Götter, Helden und Tiere haben es an den antiken Sternenhimmel geschafft. Am Firmament funkeln auch profane Gebrauchsgegenstände – bekannt ist die Waage, der Becher ist eher ein Geheimtipp. Er gehört zu einer wunderschönen Sternensage. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Heute Abend verzaubert ein besonderes Doppelgestirn den westlichen Dämmerungshimmel: Dort strahlen die Venus und knapp oberhalb die hauchdünne Mondsichel. Zudem ist der eigentlich dunkle Rest der Mondscheibe zu sehen – im aschgrauen Erdschein. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Freitagnachmittag überquert die Sonne den Himmelsäquator von Süden nach Norden. Dies markiert bei uns den astronomischen Frühlingsbeginn. Nach dem persischen Kalender fängt mit dem Frühling auch das neue Jahr an. Im Iran ist also Neujahr. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im Sternbild Jungfrau ist ein schwacher Lichtpunkt zu sehen, der auf den ersten Blick wie ein Stern aussieht. Tatsächlich ist das Objekt 3C 273 das Leuchten einer sehr massereichen Galaxie, rund zweieinhalb Milliarden Lichtjahre entfernt. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Nacht für Nacht macht das neue Vera-Rubin-Teleskop in Chile großflächige Himmelsaufnahmen. Schon die Daten einiger Testnächte haben es in sich. Es ging ein 700 Meter großer Asteroid ins Netz, der nicht einmal zwei Minuten für eine Umdrehung braucht. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Vor 100 Jahren startete der Physiker Robert Goddard auf der Farm seiner Tante Effie eine Rakete. Sie blieb keine drei Sekunden in der Luft und flog nur 14 Meter hoch. Es war der Beginn der modernen Raumfahrt. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

2025 sind weltweit mehr als 300 Raketen gestartet – nur acht davon aus Europa. Um all die Satellitennetze, die die EU, die Bundeswehr und Co. planen, aufzubauen, sind viel mehr Raketen notwendig. Europa droht den Anschluss im All zu verlieren. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im März 1931 hob auf dem Werksgelände des Flugzeugbauers Junkers in Dessau eine 60 Zentimeter hohe Rakete ab. Sie stürzte 200 Meter entfernt auf den Boden. Was nach Spielerei klingt, war die Geburtsstunde der Raketentechnik in Deutschland. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im Jahr 2061 zeigt sich der berühmte Komet Halley wieder am Himmel. Bei seiner letzten Sichtbarkeit hat ihn Europas Raumsonde Giotto besucht – heute vor 40 Jahren. Sie schickte einzigartige Bilder dieses "gefrorenen Schneeballs" zur Erde. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Das Kreuz des Südens ist ein hübsches Sternbild mitten in einer sehr hellen Region der Milchstraße. Etwas links unterhalb des Kreuzes befindet sich eine auffallende Dunkelwolke, der Kohlensack. Dort verklumpt sich bald das Material und zündet etliche Sterne. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Seit viereinhalb Milliarden Jahren dreht sich die Erde um ihre Achse – sie folgt noch dem Urschwung aus ihrer Entstehung. Wenn unser Planet plötzlich still stünde, wäre alles verwüstet. Zum Glück ist ein plötzliches Anhalten physikalisch unmöglich. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Während einer Raummission hat die Besatzung Kontakt mit dem Boden meist über den Capcom, den Capsule Communicator. Die NASA hatte früh erkannt, dass es für die Menschen im All nicht gut ist, mit vielen verschiedenen Personen sprechen zu müssen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Manche Aufnahmen des James-Webb-Weltraumteleskops sind gesprenkelt mit kleinen roten Punkten. Lange war unklar, was da mehr als 13 Milliarden Lichtjahre entfernt leuchtet. Wie sich nun zeigt, sind es wohl Schwarze Löcher, die kleiner sind als gedacht. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Auf der ISS befinden sich gerade zwei Frauen und fünf Männer. Mit dabei ist Sophie Adenot, die zweite Französin im All – sie soll bis zum Herbst in den Modulen leben. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im Sonnensystem gibt es Planeten, Monde, Asteroiden, Kometen – und jede Menge Staub. Die Myriaden von Staubteilchen streuen und reflektieren die Sonnenstrahlen. In den kommenden zwei Wochen ist das Zodiakallicht abends recht gut zu sehen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Mitte der 1960er Jahre ist Wernher von Braun weltweit ein Medienstar. Für den Leiter des Apollo-Mondprojekts kommen Fragen zu seiner Tätigkeit während der NS-Diktatur eher ungelegen. Der US-Songwriter Tom Lehrer hat dafür nur beißenden Spott übrig. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Gegen zwei Uhr früh steht das Sternbild Waage über dem Südosthorizont. Dort gibt es womöglich einen Exoplaneten, der von Größe und Bahn her unserer Erde ähnelt. Allerdings wäre es auf dem Planeten mit etwa minus 70 Grad Celsius nicht sehr wohnlich. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Seit 4,5 Milliarden Jahren zieht die Erde um die Sonne. Manche fürchten, unser Stern könnte zum Schwarzen Loch werden und uns verschlingen. Doch die Sonne hat nicht genügend Masse. Zudem wäre sie auch als Schwarzes Loch für die Erde ganz harmlos. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Mit Einbruch der Dunkelheit zeigt sich im Südwesten ein Stern, der mit einer Periode von elf Monaten pulsiert. Die meiste Zeit ist Mira so schwach, dass er nur in einem Teleskop zu sehen ist - jetzt rund ums Maximum reicht auch das bloße Auge. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Der Mond sorgt zweimal am Tag für Ebbe und Flut. Viel mehr Einfluss auf unser Leben hat er nicht. Tatsächlich bedarf es der Ozeane, um die Wirkung des Mondes zu spüren. Gezeiten in einem Dorfteich hat noch niemand beobachtet. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Zu den schönsten Sternbildern am Firmament zählt der Löwe. Diese imposante Figur schreitet im Laufe der Nacht hoch über den Südhimmel. Regulus, der Hauptstern des Löwen, leuchtet heute ein Stück links des Mondes. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Der Himmel stellt allmählich auf Sommer um. Mit Frühlingsanfang am 20. März sind die Tage wieder länger als die Nächte. Abends zeigen sich die Venus und der Riesenplanet Jupiter. Die Winterfiguren Orion & Co. geben ihre Abschiedsvorstellung. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Erst in zwei Jahren gibt es wieder einen 29. Februar. Das dürfte vor allem die Menschen freuen, die am Schalttag geboren wurden. Geburtstag haben die dennoch in jedem Jahr. Das entscheidet allein der Lauf der Sonne – und nicht das Kalenderdatum. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Kürzlich kehrten vier Menschen aus medizinischen Gründen vorzeitig von der ISS zurück. Nicht ganz so ernste Erkrankungen lassen sich an Bord behandeln. Bei akuter Lebensgefahr wäre theoretisch eine Rückkehr zur Erde binnen weniger Stunden möglich. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine vor vier Jahren wurde Europas Marsmission ExoMars nur Monate vor dem Start gestoppt. Nun könnte die Mission Ende 2028 aufbrechen – ohne Rakete und Komponenten aus Russland. Die NASA springt ein. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Nach dem Angriff auf die Ukraine zog die deutsche Politik etwas erratische Konsequenzen: Deutsch-russische Projekte im All sind gestoppt – große internationale dagegen nicht. Somit steht das Röntgenteleskop eROSITA vor dem Aus, während die ISS weiter fliegt. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im 19. Jahrhundert trieben der Mathematiker Carl Friedrich Gauß und der Physiker Wilhelm Weber die Erforschung des Erdmagnetfelds voran. Sie hatten ein Instrument der Magnetfeldstärke entwickelt und organisierten eine weltweite Messkampagne. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Jeden Tag ehrt die NASA ein kosmisches Bild als „Astronomy Picture of the Day“. Da sind Fotos von Raumsonden, Weltraumteleskopen oder Observatorien am Boden zu sehen – oder vom Amateurastronomen Justus Falk, Mitglied der VHS-Sternwarte Neumünster. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Bevor eine Artemis-Mission zum Mond startet, muss sie viele Tests durchlaufen. Beim probeweise Betanken der Rakete Anfang des Monats gab es ein Problem – daher fliegen frühestens im März wieder Menschen Richtung Mond. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Heute Abend leuchtet am Westhimmel eine Zick-Zack-Linie aus der Mondsichel und den Planeten Saturn, Merkur und Venus. Nur recht selten sind gleich drei Planeten so dicht beieinander und in Mondbegleitung zu sehen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Der Thorner Astronom und Kirchenmann Nikolaus Kopernikus revolutionierte unser Weltbild. Er sah die Sonne und nicht die Erde im Zentrum des damals bekannten Universums. Dafür ehrt ihn inzwischen auch die Chemie mit dem Element Copernicium. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Die Karnevalssaison ist vorbei, doch ein ganz besonders jeckes Stück lässt das ganze Jahr über Mondfans schmunzeln: Die Schmitz-Säule vor der Kirche Groß Sankt Martin in Köln. Eine Leistung fast wie die Landung von Apollo 11 im selben Jahr. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Mit dem heutigen Neumond fängt der Fastenmonat im Islamischen Kalender an. Es wird allerdings regional unterschiedlich gehandhabt, ob die Mondsichel tatsächlich beobachtet werden muss – oder ob die Berechnungen des Mondlaufs ausreichen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Morgen um 13 Uhr MEZ fängt das neue Jahr an – nach dem traditionellen chinesischen Kalender. Zwar nutzt auch China seit mehr als hundert Jahren den Gregorianischen Kalender, aber der alte Jahresbeginn ist dort noch immer das wichtigste Fest. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Vor 40 Jahren startete das erste Modul der sowjetischen Raumstation MIR. Im Laufe der Zeit kam eine Handvoll weiterer Komponenten hinzu. Über hundert Menschen haben sich auf der Station aufgehalten. 2001 wurde die MIR im Pazifik versenkt. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Die Weiten des Universums stecken voller Zeichen himmlischer Liebe: Auf Mars und Pluto gibt es Krater und Ebenen in Herzform. In den Weiten der Milchstraße glühen Nebel wie kosmische Rosen – leuchtende Herzen gibt es dort in Hülle und Fülle. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Im Januar verzauberten intensive Polarlichter den Himmel in weiten Teilen Deutschlands. Die leuchteten meist in kräftigen Rot- und Grüntönen. Die Chancen für Polarlichter auch in unseren Breiten sind weiterhin recht gut – denn die Sonne ist sehr aktiv. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit

Bis zum Monatsende zeigt sich ein seltener Gast am Himmel. Gut eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang steht Merkur tief im Westen. Der Horizont muss frei von hohen Bäumen, Häusern und Bergen sein, um den innersten Planeten auszumachen. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit