Umweltthemen aus Politik und Wissenschaft

84 Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten diskutieren beim ARD-Dialogformat „Was Deutschland verbindet“ über die großen Fragen unserer Zeit – darunter auch der Umgang mit dem Klimawandel. Heike Liessmann aus der ARD-Klimaredaktion berichtet

Neue Kohlekraft für die Stahlindustrie wäre teuer fürs Klima – und später noch teurer für die Wirtschaft. Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung zeigt: Der Verzicht auf neue kohlebefeuerte Stahlwerke bis 2030 könnte weltweit hunderte Milliarden Dollar sparen. Warum schnelles Handeln so wichtig ist, erklärt Susanne Henn aus der ARD-Klimaredaktion

Seit gestern können Verbraucherinnen und Verbraucher die neue E-Auto-Prämie der Bundesregierung beantragen. Der Staat fördert reine Elektroautos mit bis zu 6.000 Euro, Hybride mit bis zu 4.500 Euro. Hauptstadtkorrespondent Jan Frédéric Willems kommentiert, warum finanzielle Anreize beim Klimaschutz wirken könnten.

Die Biene genießt ja bei vielen Menschen hohe Sympathie-Werte, sie gilt als ausgesprochen fleißig. Außerdem produziert sie unseren Honig. Weniger bekannt ist, dass die Honigbiene noch zahlreiche wilde Schwestern hat, die Wildbienen. Eine Liebeserklärung von Dominik Bartoschek

Trotz eines erneut heißen und trockenen Jahres hat sich der Zustand der deutschen Wälder 2025 insgesamt nicht weiter verschlechtert. Die neue Waldzustandserhebung zeigt bei einzelnen Baumarten sogar leichte Verbesserungen. Gleichzeitig bleiben viele Wälder durch Klimawandel, Dürre und frühere Hitzesommer stark belastet. Isabell Karras berichtet

Der Sauerstoffgehalt im Wasser von Flüssen nimmt durch die Klimaerwärmung deutlich ab. Das zeigt eine neue Studie aus China, die Daten von über 21.000 Flüssen auf der ganzen Welt analysiert hat. Clemens Haug mit den Einzelheiten

China setzt bei der Energiewende auf eine alte Technologie: In Jiangsu ist ein großes Druckluftspeicherkraftwerk gestartet. Weltweit gibt es bisher nur wenige Anlagen – darunter auch das Kraftwerk Huntorf in Deutschland. Kristin Kielon geht der Frage nach: Erlebt die Technologie jetzt ein Comeback?

Verkehr und Gebäude gelten beim Klimaschutz seit Jahren als Sorgenkinder. Auch der heute veröffentlichte Prüfbericht zu den Treibhausgasemissionen 2025 zeigt: In beiden Bereichen kommt Deutschland beim Klimaschutz weiter nur langsam voran. Janina Schreiber berichtet

Mit dem „Ley de Glaciares“ hat Argentinien hat den Schutz der Gletscher vorgeschrieben. Dieses Gesetz wurde jetzt aufgeweicht – für den Bergbau. Widerstand gibt es nicht nur von Umweltaktivisten, sondern auch von einer der wichtigsten Wirtschaftssektoren der Provinz: den Weinbauern. Anne Herrberg berichtet

Imkern wird in Städten immer beliebter. Deshalb gibt es dort deutlich mehr Honigbienen. Forschende haben untersucht, ob das negative Auswirkungen auf die Wildbienen in der Stadt hat. Ergebnis ist das "Urban Bee Concept“ mit Maßnahmen, wie Honigbienen und Wildbienen zusammenleben können. Sedir Dabbass berichtet

Der Ausbau der Windenergie sorgt für Konflikte mit dem Artenschutz. Vor allem Greifvögel wie der Rotmilan geraten immer wieder in die Rotorblätter von Windkraftanlagen. Eine Datenbank, die Bewegungsdaten von Tieren sammelt, könnte dazu beitragen, Windkraft und Artenschutz besser miteinander zu vereinbaren. Stephan Hübner berichtet

Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Entwurf für ein neues Gesetz zum Bau neuer Gaskraftwerke veröffentlicht, um Stromlücken zu schließen, wenn Sonne und Wind ausfallen. Diese Kraftwerke sollen nicht nur Erdgas, sondern aus Wasserstoff verbrennen können. Wissenschaftler kritisieren das. Jan Kerckhoff berichtet

Elektromobilität und grüner Strom: Skandinavien gilt bei uns als Musterbeispiel der Nachhaltigkeit. Eigentlich. Katja Evers lebt in Norwegen und weiß aus eigener Erfahrung, dass nicht alles dem Alltagstest standhält

Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen mehr Regen. Das Land setzt deshalb auf Forschung: Ein Programm zur Regenverstärkung fördert internationale Spitzenforschung. Über die Hintergründe und die Machbarkeit der Pläne berichtet Franziska Ehrenfeld

Die Bundesregierung hat beschlossen, dass der CO2-Preis im nächsten Jahr nicht steigen soll. War das jetzt wirklich eine ganz neue Idee, um auf die gestiegenen Preise durch den Iran-krieg zu reagieren? Und wie fallen die Reaktionen darauf aus? Ulrike Brandt mit den Hintergründen

Fliegen ist nicht gut für die Umwelt, das wissen wir. Trotzdem werden die Kapazitäten von Großflughäfen stetig erhöht oder neue gebaut. Analysten zeigen im neuen Airport Tracker-Bericht: Gerade die großen Drehkreuze schaden erheblich dem Klima. Florian Zinner hat einen Blick auf die Daten geworfen

Auf Helgoland ist Brutzeit für Basstölpel. In den Nestern warten die hungrigen Küken. Man sieht erst auf den zweiten Blick, dass die Nester nicht nur aus organischem Material bestehen, sondern auch aus Plastik. Für die Tiere ist das gefährlich. Katharina Nickoleit hat den Verein Jordsand besucht, der sich um den Schutz der Vögel kümmert

Vier von fünf Großstädten sind nicht auf Kurs. Das hat die Deutsche Umwelthilfe ausgewertet. Im Südwesten liegen Trier und Ulm vorn. Ludwigshafen und Heidelberg sind unter den Schlusslichtern. Katha Jansen aus mit den Details

In vielen Großstädten in Deutschland soll künftig weniger mit Erdgas geheizt werden. Das zeigt eine Auswertung von 38 Wärmeplänen, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND heute vorgelegt hat (Autorin: Margareta Holzreiter)

Spezielle Labels im Bau- und Gartenmarkt sollen dabei helfen, die Pflanzenauswahl für Balkone so zu treffen, dass Bienen und andere Insekten davon profitieren. Sie werben mit Begriffen wie "Bienenfreundlich" oder "Insektenfreundlich". Dominik Bartoschek hat nachgefragt, wie sinnvoll solche Labels sind

Blumen von Selbstpflückfeldern sind saisonal und regional– das macht den Blumenstrauß klimafreundlicher. Sie brauchen weder ein beheiztes Gewächshaus noch eine lange Fahrt im LKW. Und sie sind nicht in Plastik verpackt, wenn wir sie in der eigenen Hand vom Feld mit nach Hause nehmen. Margareta Holzreiter berichtet

Mit dem heutigen Tag hat Deutschland alle natürlichen Ressourcen verbraucht, die ihm rein rechnerisch zur Verfügung stehen. Darauf macht der sogenannte "Erdüberlastungstag" aufmerksam. Dominik Bartoschek mit den Hintergründen

Die Haare der Raupen können allergische Reaktionen bei Menschen auslösen. Einige Städte im Südwesten beginnen in diesen Tagen damit, die Raupen zu bekämpfen. Wie man sich schützen kann, weiß Janina Schreiber

Ob wir extreme Hitzewellen oder klirrende Kälte überleben, ist in Europa keine reine Glückssache, sondern hängt massiv vom Geldbeutel und dem Wohnort ab. Das zeigt eine umfassende Untersuchung des Barcelona Institute for Global Health. Robert Rönsch berichtet

Für viele Briten ist er ein lebender „National Treasure“, ein nationales Kulturgut. In den vergangenen Jahrzehnten hat er seine Bekanntheit zunehmend genutzt, um vor Artensterben, Naturzerstörung und den Folgen des Klimawandels zu warnen. Legendär sind Produktionen wie "Life on earth" und "Planet Erde"

Der Naturschutzbund NABU ruft, wie immer am zweiten Maiwochenende, wieder zu seiner Vogelzähl-Aktion auf. Janina Schreiber erklärt, wie man mitmachen kann und warum der Fokus in diesem Jahr besonders auf den Finken liegt

Damit Brasiliens Landwirtschaft produktiv bleibt, ist das Land auf den Import von Düngemitteln aus dem Ausland angewiesen. Ein großer Teil dieser Düngemittel hängt jedoch in der Straße von Hormus fest. Wie Brasilien unabhängiger von Importen werden will, weiß Anne Herrberg

Der Amazonas-Regenwald ist die artenreichste Region der Erde. Eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung hat untersucht, wo der Kipppunkt liegen würde, wenn zum fortschreitenden Klimawandel auch noch eine fortschreitende Abholzung dazukommt. Margareta Holzreiter mit den Hintergründen

Während im Bundestag wieder über Strom- und Gaspreise diskutiert wird, stellt die deutsche Energie-Agentur in Baden-Württemberg einen anderen Ansatz zum Energie sparen vor: Serielles Dämmen. Was das ist, erklärt Jakob Sax

Seit genau zwölf Monaten steht die Bundesregierung unter seiner Führung. In der Klimapolitik hat Merz angekündigt: Die Klimaziele sollen zwar eingehalten werden, viele Vorschriften der Ampel-Regierung sollten allerdings zurückgedreht werden. Wie sieht die Bilanz nach einem Jahr aus? Ein Überblick von Margareta Holzreiter

Der Umsatz von Fairtrade-Produkten stieg vergangenes Jahr um fast 9 %. Das gab die Organisation heute bei der Veröffentlichung ihrer Bilanz bekannt. Und der Umsatz fair gelabelter Produkte wird weiter steigen, prognostiziert der Verein. Sabine Schütze berichtet

Gefühlt war es in diesem Frühjahr nicht so trocken wie vor einem Jahr. Trotzdem zeigt der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig, dass die Böden fast überall zu trocken sind. Warum? Clemens Haug hat nachgefragt

Die Energieversorgung ist eine Schwachstelle der Ukraine, immer wieder greift Russland Kraftwerke, Umspannwerke, andere Infrastrukturobjekte an. Gesine Dornblüth stellt zwei Beispiele für mehr Energie-Resilienz in der Region Schytomyr vor

Der Mai beginnt mit Sonnenschein – und auch der April war überwiegend sehr trocken in Deutschland. Grund ist mal wieder der Jetstream. Clemens Haug hat nachgefragt, was der Jetstream genau ist und was er bewirkt

In Dänemark soll im Sommer ein Projekt starten, das viele für eines der spannendsten Projekte im europäischen Klimaschutz halten. Tief unter dem Meeresboden soll hier CO2 eingelagert werden. Doch es gibt auch Kritik. Arne Bartram über die letzten Vorbereitungen im Hafen der Stadt Esbjerg

Ein britisches Start-up sammelt den Urin aus mobilen Toiletten bei Großveranstaltungen und wandelt ihn in Dünger um. Ein Projekt mit Zukunft, nachdem die Preise für synthetische Düngemittel immer weiter nach oben schießen. Gabi Biesinger berichtet

Wenn in Deutschland von Bohnen die Rede ist, dann geht's meistens um die Gartenbohne. Dabei müsste die Ackerbohne, oder auch Saubohne, auf Grund ihrer Eigenschaften die Pole Position der Bohnenparade anführen. Florian Zinner berichtet

Noch vor 20 Jahren galten viele der mehr als 20 Thunfischarten weltweit als massiv bedroht - durch Überfischung. Dank konsequenter Schutzmaßnahmen und der Durchsetzung von Fangquoten haben sich viele Thunfisch-Bestände zumindest stabilisiert. Prisca Straub berichtet

Der Klimawandel ist real und die Folgen könnten unangenehm werden – zum Beispiel durch einen Kollaps des Golfstroms. Florian Zinner hat nachgefrat, was Kipppunkt eigentlich bedeutet, wo wir den Kipppunkt bereits erreicht haben und ob es danach wirklich kein Zurück mehr gibt

Was erst für einen großen Aufschrei gesorgt hat und manchen ins benachbarte Ausland pilgern ließ, um das Pfand zu umgehen, ist jetzt Standard. Doch wie viele Flaschen kommen wirklich zurück? Und profitiert die Umwelt wirklich davon, dass Flaschen und Dosen zurückgegeben werden müssen? Janina Schreiber hat nachgefragt

Belgien will seine Atomkraftwerke selbst betreiben und dem bisherigen Eigentümer, dem franzöischen Konzern „engie“, abkaufen. Ziel ist eine staatliche Kontrolle über sämtliche Nuklearaktivitäten. Andreas Meyer-Feist berichtet

Der Klimawandel lässt den Meeresspiegel steigen. Zugleich sinkt der Boden unter Venedig ab. Wie lange werden Menschen die Stadt in Zukunft noch bewohnen oder Touristen noch dorthin reisen können? Anette Kolb über eine Studie, die verschiedene Szenarien durchgerechnet hat

Nahezu alle Waldbrände werden aus Unachtsamkeit von Menschen selbst verursacht. In trockenen Wäldern reicht oft schon ein kleiner Funke, um einen Brand zu entfachen. Wie verhalte ich mich richtig im Wald, wenn es so trocken ist? Gibt's bestimmte Regeln? Wir haben bei Nadine Gode nachgefragt

Europa ist nach wie vor der Kontinent, der sich weltweit am schnellsten erwärmt. Das bestätigt der Copernicus-Klimabericht 2025. Einzelheiten von Marie-Christine Werner