Podcasts about frauen bundesliga

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Latest podcast episodes about frauen bundesliga

WDR 5 Tischgespräch
Tuğba Tekkal im Gespräch mit Gisela Keuerleber

WDR 5 Tischgespräch

Play Episode Listen Later Jan 3, 2023 53:02


"Fußballschuhe waren mein Tor zur Freiheit", sagt die ehemalige Profispielerin TuğbaTekkal. Neun Jahre lang spielte sie in der Frauen-Bundesliga. Doch der Völkermord an den Jesiden in Syrien und im Irak veränderte ihr Leben. Seitdem engagiert sich Tekkal für Menschenrechte, Demokratie und Flüchtlinge. Von Gisela Keuerleber.

Kreis Ab
Episode 333

Kreis Ab

Play Episode Listen Later Dec 27, 2022 68:09


Mit äußerst prominenten Namen war die Aufklärungskommission besetzt, die unter anderem zur Klärung des Falles Fuhr ins Leben gerufen wurde. Aufgrund von unüberwindbaren Differenzen hat sich die Gruppe nun bereits aufgelöst, für den DHB ein herber Schlag. Eric Dobias, der sich für die dpa um diese Thema kümmert, bewertet die überraschende Meldung. Gleichzeitig guckt er auf den Kader, den Alfred Gislason für die Weltmeisterschaft in Polen und Schweden nominiert hat. Aufregung herrscht auch bei Thomas Rademacher vom Solinger Tageblatt. Er hat wenig Verständnis für das Verhalten von Empor Rostock im Nachgang der Partie in Konstanz und lässt genauso kein gutes Haar an den Gastgebern. Der für die Zukunft in der Frauen-Bundesliga vereinbarte Mindestetat sorgt bei ihm ebenfalls für Unverständnis. Im Interview der Woche ist Patrick Rentschler zu Gast. Nach 26 Jahren bei der SG BBM Bietigheim beendete er jetzt seine Karriere, unfreiwillig.

Kick & Blush
#12 - COACHINGZONE

Kick & Blush

Play Episode Listen Later Dec 21, 2022 48:01


Moin! (sagt man so Saskia, gä?!) Grundsätzliche Frage: wie heftig ist eigentlich Theresa Merk unterwegs?! Head-Coach (als Frau, gibt's wohlgemerkt auch in der Frauen-Bundesliga nur zwei von) des Profi-Teams vom SC Freiburg. DFB-Pro-Lizenz in der Tasche. Mit 33. Und dazu: schlau, charismatisch, aufgeräumt. Alles klar, dachten wir uns, kein Problem, sind wir halt super nervös vor dem Gespräch. Gut, super nervös galt vielleicht nur für eine von zwei Mitarbeiterinnen dieses Podcasts, Saskia hat die nordische Gelassenheit für sich entdeckt. Abgesehen von dem aufregenden Gast, gab's natürlich noch anderes zu bereden. Vor allem die Sache mit dem Kopfball-Tor - WILD!

Schlusskonferenz - Der Fußball-Podcast zu Bundesliga & Co.
Hinrundenbilanz: Statistik-Ticks, MVPs & Caro Simon

Schlusskonferenz - Der Fußball-Podcast zu Bundesliga & Co.

Play Episode Listen Later Dec 13, 2022 235:47


Wir blicken auf die Hinrunde der Frauen-Bundesliga zurück und fragen Caro Simon vom FC Bayern nach ihrer Jahresbilanz. Zudem verkünden wir das Ergebnis der MVP-Wahl.

Rheingehört!
#135 - Wie läuft es beim VC Wiesbaden?

Rheingehört!

Play Episode Listen Later Dec 7, 2022 21:10


Bei den Volleyball-Damen des VC Wiesbaden läuft es derzeit nicht ganz rund. Sie haben Eswe Verkehr als wichtigen Sponsor verloren und auch der Start in die Bundesliga verlief holprig. Von bisher sieben Bundesligaspielen konnten sie nur eine Partie für sich entscheiden und liegen aktuell auf dem drittletzten Platz. Beim DVV-Pokal sind sie im Viertelfinale ausgeschieden. Was das alles für den VCW bedeutet und wie es weitergeht - wir haben r(h)eingehört! VCW verliert mit ESWE Verkehr einen wichtigen Sponsor: https://www.wiesbadener-kurier.de/sport/weitere-sportarten/wiesbaden/wiesbadener-sport-verliert-wichtigen-sponsor_25764581 Trainer Benedikt Frank im VRM Sporttalk: https://www.wiesbadener-kurier.de/sport/weitere-sportarten/sportmix/wortpiratin-trifft-08-benedikt-frank-volleyball--2119672_25842550 Zum Verein: https://www.vc-wiesbaden.de/

Dritte Halbzeit
Dritte Halbzeit 215: Ekte, ekte, EKTE hattrick i Bundesliga

Dritte Halbzeit

Play Episode Listen Later Dec 7, 2022 60:24


St. Pauli kvitter seg med en klubblegende. Frauen-Bundesliga byr på vinterens peneste mål, et sjokkerende hattrick og ville publikumsrekorder. Oliver Bierhoff har fått klippet sin siste vinge. Nürnberg-serber snublet over 115 kilo kokain. Auf geht's!

Update - Deutschlandfunk Nova
Iran, Geschenke, Frauen-Bundesliga

Update - Deutschlandfunk Nova

Play Episode Listen Later Dec 5, 2022 30:38


Unsere Themen: +++ Iran: Angebliche Auflösung der Sittenpolizei und weitere Proteste +++ Weihnachten: Wer am Fest und an Geschenken spart +++ Frauen-Bundesliga: Spitzen-Spiele vor vielen Fans +++ Alleine leben: Wenn Einsamkeit der seelischen Gesundheit schadet +++ Tschüss Kanye West: Wie wir Tattoos endgültig loswerden +++ **********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: Tiktok und Instagram.

Women's Footie ID Podcast
Episode 59: Chaosnya Serie A Femminile

Women's Footie ID Podcast

Play Episode Listen Later Dec 3, 2022 71:29


We are back! Setelah sepekan absen kami kembali lagi. Dimulai dari Stephanie Frappart yang menjadi perempuan pertama untuk mewasiti laga Piala Dunia Putra. Kemudian preview kecil dari matchday 4 UWCL. Mengerucutnya jumlah peserta di Serie A Femminile justru bikin liga ini semakin menarik untuk disaksikan. Bahkan Roma sendiri unggul 6 poin dari Juventus, Inter Milan juga tengah naik turun dan semakin inkonsistensinya AC Milan bisa kita lihat bersama. Akankah ada juara baru di Serie A Femminile? Atau Juventus membalikkan keadaan? Serie A Femminile sendiri bisa kalian saksikan di Mola TV. Kemudian mengapa Frauen Bundesliga masih sulit diakses? Padahal jumlah penonton yang datang ke stadion pasca Euro 2022 meningkat pesat loh! Support us on Trakteer: https://trakteer.id/womensfootie_id or Saweria: https://saweria.co/womensfootieid Follow us on Twitter (@womensfootie_id) and Instagram (womensfootie.id) Join our Telegram Chat: https://t.me/futfemid Join our Discord Server: https://discord.gg/tq4aVKqBHs --- This episode is sponsored by · Anchor: The easiest way to make a podcast. https://anchor.fm/app Support this podcast: https://anchor.fm/womens-footie-id/support

Der SPONSORs Podcast - im Dialog über das Milliardenbusiness Sport in Kooperation mit Sports Maniac
#031 Sport1-Chef Olaf Schröder: Wie macht man eine Sportart im TV erfolgreich?

Der SPONSORs Podcast - im Dialog über das Milliardenbusiness Sport in Kooperation mit Sports Maniac

Play Episode Listen Later Nov 30, 2022 44:43


Wie baut man eine Sportart im Fernsehen erfolgreich auf? Dieser Frage widmet sich der heutige SPOBIS Podcast „Sports, Business & Players“. Marco Klewenhagen spricht mit Olaf Schröder, dem Vorstandsvorsitzenden der Sport1 Medien AG. Sport1 hat sich ein Medienrechtepaket für die Spielzeiten 2023/2024 der Frauen Bundesliga gesichert und wird als Alleinstellungsmerkmal am Montagabend um 19.30 Uhr Spiele live im Free-TV übertragen. Welche Maßnahmen rund um die Berichterstattung geplant sind und warum eine 360 Grad Betrachtung, in der sich verändernden Medienlandschaft so wichtig ist, erläutert der Medienmanager. Es geht um Umsatz und Reichweiten, Konkurrenz, einen Perspektivenwechsel und um populäre Sportarten, die in Deutschland kaum noch sichtbar sind, obwohl sie eine große Anhängerschaft haben. produziert von Maniac Studios / Titelbild Quelle: Sport1

1. Bundesliga – meinsportpodcast.de
#132 - Dreßen-Comeback und Ruka-Wonderland

1. Bundesliga – meinsportpodcast.de

Play Episode Listen Later Nov 28, 2022 54:21


MvG-9-Darter, Flick-Hoffnung auf Achtelfinale, Schmid im Gelben Trikot, Gut-Behrami zurück auf Riesenslalom-Thron, NFL an Thankgiving - diese und viele weitere Themen heute im kompakten Rückblick auf die Sport-News der vergangenen Woche! Neben den News vom Davis Cup mit einer Siegpremiere, den HBL- und BBL-Spieltagen sowie vielen weiteren Sport-Highlights blicken wir heute das erste Mal ausführlich auf die vergangenen Wintersporttage: in welchen Wettbewerben von Skeleton, Bob, Langlauf, Nordischer Kombi, Skispringen, Ski Alpin konnten deutsche Athlet*innen Podestplätze einheimsen? Diese Woche kommen dann noch Biathlon und Rodeln dazu - also eine Menge los. Am Ende blicken wir im Fussballteil neben der Frauen-Bundesliga auch auf die ...Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen? Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich. Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten.

On the Pitch! - Der Sport-Podcast
#132 - Dreßen-Comeback und Ruka-Wonderland

On the Pitch! - Der Sport-Podcast

Play Episode Listen Later Nov 28, 2022 54:21


MvG-9-Darter, Flick-Hoffnung auf Achtelfinale, Schmid im Gelben Trikot, Gut-Behrami zurück auf Riesenslalom-Thron, NFL an Thankgiving - diese und viele weitere Themen heute im kompakten Rückblick auf die Sport-News der vergangenen Woche! Neben den News vom Davis Cup mit einer Siegpremiere, den HBL- und BBL-Spieltagen sowie vielen weiteren Sport-Highlights blicken wir heute das erste Mal ausführlich auf die vergangenen Wintersporttage: in welchen Wettbewerben von Skeleton, Bob, Langlauf, Nordischer Kombi, Skispringen, Ski Alpin konnten deutsche Athlet*innen Podestplätze einheimsen? Diese Woche kommen dann noch Biathlon und Rodeln dazu - also eine Menge los. Am Ende blicken wir im Fussballteil neben der Frauen-Bundesliga auch auf die ...Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen? Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich. Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten.

US-Sport
#132 - Dreßen-Comeback und Ruka-Wonderland

US-Sport

Play Episode Listen Later Nov 28, 2022 54:21


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NFL – meinsportpodcast.de
#132 - Dreßen-Comeback und Ruka-Wonderland

NFL – meinsportpodcast.de

Play Episode Listen Later Nov 28, 2022 54:21


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Motorsport – meinsportpodcast.de
#132 - Dreßen-Comeback und Ruka-Wonderland

Motorsport – meinsportpodcast.de

Play Episode Listen Later Nov 28, 2022 54:21


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Mixed-Sport – meinsportpodcast.de
#132 - Dreßen-Comeback und Ruka-Wonderland

Mixed-Sport – meinsportpodcast.de

Play Episode Listen Later Nov 28, 2022 54:21


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Fußball – meinsportpodcast.de
#132 - Dreßen-Comeback und Ruka-Wonderland

Fußball – meinsportpodcast.de

Play Episode Listen Later Nov 28, 2022 54:21


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Formel 1 – meinsportpodcast.de
#132 - Dreßen-Comeback und Ruka-Wonderland

Formel 1 – meinsportpodcast.de

Play Episode Listen Later Nov 28, 2022 54:21


MvG-9-Darter, Flick-Hoffnung auf Achtelfinale, Schmid im Gelben Trikot, Gut-Behrami zurück auf Riesenslalom-Thron, NFL an Thankgiving - diese und viele weitere Themen heute im kompakten Rückblick auf die Sport-News der vergangenen Woche! Neben den News vom Davis Cup mit einer Siegpremiere, den HBL- und BBL-Spieltagen sowie vielen weiteren Sport-Highlights blicken wir heute das erste Mal ausführlich auf die vergangenen Wintersporttage: in welchen Wettbewerben von Skeleton, Bob, Langlauf, Nordischer Kombi, Skispringen, Ski Alpin konnten deutsche Athlet*innen Podestplätze einheimsen? Diese Woche kommen dann noch Biathlon und Rodeln dazu - also eine Menge los. Am Ende blicken wir im Fussballteil neben der Frauen-Bundesliga auch auf die ...Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen? Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich. Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten.

Drübergehalten – Der Ostfußball­podcast – meinsportpodcast.de
#132 - Dreßen-Comeback und Ruka-Wonderland

Drübergehalten – Der Ostfußball­podcast – meinsportpodcast.de

Play Episode Listen Later Nov 28, 2022 54:21


MvG-9-Darter, Flick-Hoffnung auf Achtelfinale, Schmid im Gelben Trikot, Gut-Behrami zurück auf Riesenslalom-Thron, NFL an Thankgiving - diese und viele weitere Themen heute im kompakten Rückblick auf die Sport-News der vergangenen Woche! Neben den News vom Davis Cup mit einer Siegpremiere, den HBL- und BBL-Spieltagen sowie vielen weiteren Sport-Highlights blicken wir heute das erste Mal ausführlich auf die vergangenen Wintersporttage: in welchen Wettbewerben von Skeleton, Bob, Langlauf, Nordischer Kombi, Skispringen, Ski Alpin konnten deutsche Athlet*innen Podestplätze einheimsen? Diese Woche kommen dann noch Biathlon und Rodeln dazu - also eine Menge los. Am Ende blicken wir im Fussballteil neben der Frauen-Bundesliga auch auf die ...Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen? Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich. Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten.

American Football – meinsportpodcast.de
#132 - Dreßen-Comeback und Ruka-Wonderland

American Football – meinsportpodcast.de

Play Episode Listen Later Nov 28, 2022 54:21


MvG-9-Darter, Flick-Hoffnung auf Achtelfinale, Schmid im Gelben Trikot, Gut-Behrami zurück auf Riesenslalom-Thron, NFL an Thankgiving - diese und viele weitere Themen heute im kompakten Rückblick auf die Sport-News der vergangenen Woche! Neben den News vom Davis Cup mit einer Siegpremiere, den HBL- und BBL-Spieltagen sowie vielen weiteren Sport-Highlights blicken wir heute das erste Mal ausführlich auf die vergangenen Wintersporttage: in welchen Wettbewerben von Skeleton, Bob, Langlauf, Nordischer Kombi, Skispringen, Ski Alpin konnten deutsche Athlet*innen Podestplätze einheimsen? Diese Woche kommen dann noch Biathlon und Rodeln dazu - also eine Menge los. Am Ende blicken wir im Fussballteil neben der Frauen-Bundesliga auch auf die ...Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen? Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich. Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten.

ndAktuell
Ist jetzt Schluss mit dem Fußball?

ndAktuell

Play Episode Listen Later Nov 17, 2022 59:56


Christof Meueler: Die Fußball-WM, die am Sonntag in Katar beginnt, gilt als besonders schlimm. Sie findet im Winter statt, in der Wüste und in einer absoluten Monarchie ohne Demokratie. Ist das nicht der richtige Zeitpunkt zu sagen: Mit diesem Profifußball wollen wir nichts mehr zu schaffen haben? Christian Klemm: Für mich war schon der Umgang mit Corona der Grund, mit dem Profifußball Schluss zu machen. Ich fand es nicht vermittelbar, dass zum Beispiel die Bundesliga in der Pandemie weiterläuft, während der Breitensport darniederliegt. Meueler: In leeren Stadien. Das war schlimm. Klemm: Und jetzt kommt diese WM in der Wüste. Sie ist für mich der größte Skandal des Profifußballs, wenn nicht sogar des Profisports überhaupt. Man muss sich nur daran erinnern, wie das Turnier 2010 an Katar vergeben wurde. Für dieses Land als Ausrichter sprach nur, dass es noch nie in einem arabischen Land eine Fußball-WM gab. Katar hatte keinen nennenswerten Fußballbetrieb. Es gab keine Stadien, keine Trainingsplätze und auch keine Infrastruktur für die Millionen Fans, die jetzt kommen werden. Auch die Bewerbung Katars hat nach Ansicht von Experten nicht überzeugt. Und da reden wir noch gar nicht von den Menschenrechten oder Arbeitsbedingungen. Bei der Vergabe waren eigentlich die USA der Favorit. Und trotzdem hat das Fifa-Exekutivkomitee dieses Turnier mit einer Entscheidung von 14:8 an die Kataris vergeben. Wenn eine WM gekauft ist, dann ist es diese. Alexander Ludewig: Die Fifa ist ja nicht erst seit dieser Vergabe in der Kritik. Soll man sich wegen dieser WM vom Fußball abwenden? Auf der persönlichen Ebene geht das: Wenn die Einschaltquoten deutlich niedriger sind als sonst, dann merken das die Sender, die viel Geld dafür bezahlt haben. Das Merchandising merkt es auch, wenn die Umsätze sinken. Aber wie soll das institutionell gehen? Die Kontinentalverbände und deren Landesverbände sind Mitglied in der Fifa. Die könnten ja sagen: Nein, so wollen wir das nicht, wir steigen da aus. Aber da hängt zu viel Geld dran. Was ich begrüßen würde: einen Boykott der Fernsehübertragungen. Meueler: 56 Prozent der Deutschen sagen, dass sie die WM boykottieren wollen. Oliver Kern: Das habe ich auch gelesen. Und dann gegoogelt, wie groß denn die Einschaltquote vom WM-Finale 2014 war. Wenn irgendjemand in Deutschland ein Fußball-WM-Spiel geschaut hat, dann wohl dieses. Das waren 34 Millionen Zuschauer. Auf 80 Millionen gerechnet, sind das nicht mal 50 Prozent. Wenn jetzt 56 Prozent erklären, sie wollen auf keinen Fall WM gucken, dann sind es vielleicht genau die Leute, die sowieso keine WM sehen würden. Es gibt sogar drei Prozent, die gesagt haben, ich gucke diesmal mehr. Ist die Initiative »Boycott Qatar« vielleicht nur eine Twitter-Blase? Und der ganze Rest Deutschlands oder der Welt sagt: Hey, was interessiert mich das? Ich will einfach Fußball gucken, das ist meine Unterhaltung hier. Und auch gerne im Winter. Klemm: Im Herbst eigentlich. Der Winter beginnt erst am 21. Dezember. Kern: Ich schau immer nach vorn, für mich ist das die Winter-WM. Ursprünglich war ja der Hauptkritikpunkt, dass sie im Sommer hätte stattfinden sollen, wenn es in Katar noch heißer ist. Klemm: Bei Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad. Wahnsinn! Kern: Und als man merkte, das geht doch nur im Winter, haben sich die europäischen Ligen erst mal dagegen ausgesprochen, weil sie ihren Liga-Betrieb nicht unterbrechen wollten. Doch Katar zog sie mit Geld auf seine Seite. Das gilt auch für die Klubs: Paris Saint Germain ist in katarischer Hand. Man könnte auch sagen, der FC Bayern München ist in katarischer Hand. Aber Geld zu verdienen ist gar nicht das Ziel, auch nicht bei der WM. Meueler: Sondern? Kern: Es geht um den Aufbau von Softpower zur politischen Absicherung. Katar liegt zwischen Iran und Saudi-Arabien. 1990 überfiel der Irak das kleine Land Kuwait, das sich militärisch dagegen nicht wehren konnte. Katar hat das erkannt und arbeitet seitdem daran, seinen Namen in der Welt viel größer und bekannter zu machen, weil es damit symbolisch unangreifbarer wird. Wie geht das besser als mit Sportveranstaltungen? Seitdem folgt da eine WM auf die andere, im Handball, in der Leichtathletik, im Schwimmen, Tischtennis und Turnen. Die Formel 1 startet dort, ebenso die Motorrad-Profis. Und es gibt diverse Asien-Turniere in allen möglichen Sportarten. Klemm: Angefangen hat das 1993 mit den Qatar Open im Tennis. Ziel der Kataris war es damals und ist es auch heute, das eigene Land ins Schaufenster zu stellen. Das ist nichts Ungewöhnliches. Die Bundesrepublik hat das mit den Olympischen Spielen 1972 auch gemacht, als man die Bonner Republik nach dem Nazi-Faschismus als freundlich und weltoffen präsentieren wollte. Ludewig: Katar verdient auch mit der WM kein Geld. Es gibt ja diese neue ZDF-Doku, in der fällt zum Beispiel der Satz, dass es ein politischer Preis ist, wenn der FC Bayern pro Jahr 25 Millionen Euro für eine relativ kleine Werbeplattform von Qatar Airways bekommt. Diese Plattform ist keine 25 Millionen Euro pro Jahr wert. Aber die Kataris zahlen sie gerne. Meueler: Von den fast 2,7 Millionen Einwohnern sind nur 10 Prozent katarische Staatsbürger. 90 Prozent sind Arbeitsmigranten, die teilweise unter sklavenähnlichen Bedingungen arbeiten. Für die Fifa spielt das keine Rolle, die ist nur für die Menschenrechte, wenn es sie nichts kostet. Kern: Die Fifa spricht jetzt mehr über Menschenrechte, aber sie beruft sich immer auf das, was die Kataris sagen. Und die Kataris berufen sich auf die paar Stimmen, die gut für sie sind. Die weisen dann darauf hin, dass in Katar die Gesetze verändert worden wären. Das berüchtigte Kafala-System wurde angeblich außer Kraft gesetzt. Das wiederholt dann Fifa-Präsident Gianni Infantino gebetsmühlenartig. Da geht es natürlich um die Frage: Wie wird das kontrolliert? Die ILO, die Internationale Arbeitsorganisation der UN, sagt, Katar habe nun westliche Standards, und zwar auf dem Stand von Australien. Aber es heißt auch, ein kritischer Bericht der ILO sei auf Druck der Kataris aussortiert worden. Die Kataris zahlen der ILO auch Geld. Kann man denen glauben? Oder doch einem ZDF-Team, das mit versteckter Kamera eins dieser Lager der Migranten filmt, wo acht Leute auf zehn Quadratmetern wohnen? Meueler: Infantino hat in Katar doch auch einen Wohnsitz? Kern: Stimmt, der lebt seit einem halben Jahr da. Ludewig: Aber es ist ja nicht so schwarz-weiß, wie ihr das schildert. Mehrere Seiten haben bestätigt, dass auf den Großbaustellen in Katar tatsächlich Standards wie in Australien herrschen – und das sind die höchsten weltweit. Hinzu kommt, dass dieses Kafala-System im ganzen arabischen Raum verbreitet ist. Katar hat hier tatsächlich Reformen angestoßen, dafür bekommen sie in der Region extremen Druck. Trotzdem gibt es Kritik von Human Rights Watch und auch von der Gewerkschaf IG BAU. Wobei man aber sagen muss, dass Katar diese Organisationen reinlässt. Das macht fast kein anderes Land in dieser Region. Meueler: Ich habe in den Nachrichten gehört, dass die Fifa dem dänischen Fußballverband verboten hat, auf seine Trainingsanzüge den Slogan »Menschenrechte für alle« zu drucken. Ludewig: Ja, es gibt eine Vorgabe, dass keine politischen Äußerungen erlaubt sind – das gibt es ja bei allen großen Sportverbänden. Klemm: Da will ich mal einhaken. Infantino hat davon gesprochen, dass es auf den WM-Baustellen nur eine Handvoll Tote gegeben habe, andere sprechen von Tausenden Menschen, die dort umgekommen sind. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass Katar ein hoch entwickeltes Land ist, dann vermute ich stark, dass auch ihre sagenhaften Wolkenkratzer mit dem Blut der Arbeitsmigranten erbaut wurden. Wenn Stars wie Neymar oder Manuel Neuer ein katarisches Stadion betreten oder sich in der Sauna ihres Luxushotels verwöhnen lassen, dann müsste sie doch ein Gefühl der Beklemmung überkommen. Also mir würde es kalt über den Rücken laufen, wenn ich weiß, dass für dieses Stück Rasen, auf dem ich stehe, Menschen gestorben sind. Selbst als Zuschauer kann ich das nicht ausblenden. Ludewig: Viele sagen, dass diese Verhältnisse erst durch die WM offenkundig geworden sind und nun verbessert werden. Das mag sein. Aber es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass sportliche Großereignisse zu Verbesserungen im Land selbst geführt hätten. Wenn man China oder Russland betrachtet, dann hat sich da die Lage anschließend sogar verschlimmert. Das ist die eine Seite. Die andere ist die mit den Spielern. Natürlich könnten die durch offensive Kritik ein Bewusstsein schaffen oder sagen: Wir machen da nicht mit. Aber das hieße, dass der Boykott von Sportlern verlangt wird, die ihr Großereignis nur alle vier Jahre haben, besonders die, die nicht in den Topligen in Europa spielen. Gleichzeitig werden die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Katar immer enger. Da können die Politiker doch nicht sagen: Na ja, liebe Sportler, aber ihr könnt doch bitte darauf verzichten. Das finde ich unfair den Sportlern gegenüber. Kern: Ich finde, man kann von den Sportlern durchaus verlangen, etwas zu sagen. Aber dann muss man es eben auch von anderen verlangen. Stattdessen ist Bundeskanzler Scholz in Doha und schweigt dazu. Genauso wie er in China nichts über die Uiguren gesagt hat. Aber dann wurde der Biathlet Erik Lesser vor den Olympischen Winterspielen in Peking dazu aufgerufen, er solle als Athletensprecher sich doch bitte öffentlich zu den Menschenrechtsverletzungen in China verhalten. Das ist unfair. Meueler: Darf denn Manuel Neuer als Kapitän in Katar jetzt die Regenbogen-Binde tragen? Kern: Nein, er wird so eine »One Love«-Binde tragen. Und nicht die Regenbogenfarben, die klar als Solidaritätsbekundung für die LGBTQ+-Community zu verstehen war. Jetzt ist es eine Binde, mit der generell Diskriminierung abgelehnt wird. Eigentlich eine gute Idee. Das Problem ist: Niemand kann diese Binde irgendwie einsortieren. Ludewig: Die Regenbogenfarben sind in dieser One-Kampagne auch drin. Der katarische WM-Botschafter hat jetzt vor »geistigen Schäden« gewarnt, wenn jemand schwul oder trans ist. Aber die Frauen werden ebenso diskriminiert und die Arbeitsmigranten sowieso. Da ist diese One-Binde aus meiner Sicht eigentlich ein besserer Protest, weil die alle Formen der Diskriminierung einschließt. Meueler: Den Dänen wurde es verboten. Kern: Wo da der Unterschied zur Kapitänsbinde sein soll, ist mir wirklich nicht ganz klar. Diskriminierung ist ein interessanter Punkt, weil die Kataris sich ja sehr oft darüber beschweren, dass all die Kritik an ihnen Ausdruck einer westlichen Arroganz sei, wenn nicht sogar westlicher Rassismus gegenüber den arabischen und muslimischen Ländern. Würdet ihr sagen, da ist was dran? Denn so viel Kritik an einem Gastgeberland wie jetzt bei Katar gab es noch nie. Meueler: Historisch gesehen stimmt es, wenn man sich die Weltmeisterschaften von früher anschaut. Das waren fast reine europäisch-lateinamerikanische Veranstaltungen; es gab kaum Vertreter afrikanischer Länder, von Asien ganz zu schweigen. Das wurde langsam verändert, auch um den asiatischen Markt zu erschließen. Andererseits: Wenn man sich jetzt, sagen wir mal, über einen sizilianischen Mafia-Chef lustig machen würde, weil der vielleicht so dick ist, dann bleibt er trotzdem ein Mafia-Chef und ist in seiner Funktion als krimineller Organisator zu kritisieren. Klemm: Seit dem 11. September steht die muslimisch-arabische Welt praktisch im Fadenkreuz des Westens, Stichwort: Krieg gegen den Terror. Muslime gelten seit den Anschlägen bei uns tendenziell als rückständig und gefährlich. Das spielt da mit rein, denke ich. Deswegen finde ich diesen Reflex, den Oli gerade geschildert hat, ein Stück weit nachvollziehbar. Aber Christof hat natürlich ebenso recht: Menschenrechte sind universell, die gelten in Osteuropa genauso wie im Nahen Osten und in Nordamerika. Meueler: Die gelten auch für Mafia-Chefs. Kern: Für mich gibt es ein weiteres Problem: Interessieren wir uns für Katar nur deshalb, weil es dort eine Fußball-WM gibt? Haben wir uns auch aufgeregt, als dort die anderen Events stattfanden? Nein. Ist es vielleicht sogar ein positiver Punkt für den Fußball, da hinzugehen, weil dann endlich mal darüber gesprochen wird? Zum Beispiel über das Kafala-System, das ich vorher noch nicht kannte, muss ich ehrlich zugeben. Klemm: Das ist ein wichtiger Punkt. Natürlich ist die Fußball-WM neben den Olympischen Spielen das sportliche Großereignis überhaupt. Du hast auf der einen Seite die Aufmerksamkeit. Auf der anderen Seite aber auch den Friedhof der Bauarbeiter. Der ist ein zu hoher Preis für die Aufmerksamkeit. Kern: Übrigens stand die Geschichte über das Sterben der Bauarbeiter in Katar als Erstes im »nd«. Das war 2013, Jahre bevor der »Guardian« dieses Thema aufgegriffen hat. Ludewig: Die einzige nachhaltige Verbesserung, die man erreichen könnte, wäre die Stärkung der Zivilgesellschaften. Denn nach der WM sind alle wieder weg, da interessiert sich dann niemand mehr dafür. Meueler: Entsetzt nach Katar blicken nicht nur wir alte Fußball-Moralisten, sondern auch die Klimaschützer. Die verstehen nicht, dass man Stadien in der Wüste runterkühlt, um ein internationales Sportereignis zu veranstalten. Das wiederum wird von den deutschen Ampel-Politikern nicht so kritisiert, weil die nach den Sanktionen gegen Russland das katarische Gas haben wollen. Klemm: Doppelmoral in Reinform. Dass die Temperaturen in den Stadien auf 27 Grad runtergekühlt werden sollen, ist sinnvoll für die Sportler, um sie vor dem Kollaps zu bewahren. Aber was ist mit den Millionen von Fans, die in der Hitze durch die Gegend laufen? Ludewig: Das Klima ist dort nun mal so, wie es ist. Und was Christof meinte, das ist ja ein neuer Bestandteil der westlichen Kritikbewegung, der kommt zur Auseinandersetzung mit Katar noch hinzu. Anders als Katar haben wir ja eine starke Zivilgesellschaft, dass so was aufgerufen wird. Kern: Das mit der Zivilgesellschaft stimmt. Ich hatte letztens ein Gespräch mit Sylvia Schenk von Transparency International Deutschland. Sie ist Expertin für Korruption im Sport. Sie sagte, dass es nicht nur in Katar pro forma Änderungen gegeben hat, sondern auch bei der Fifa selbst. Dort entscheidet nicht mehr nur der kleine Kreis der Exekutive, sondern alle nationalen Verbände, die Mitglied sind. Wenn man die jetzt alle bestechen will, müsste man noch ein bisschen mehr Geld ausgeben. Auch das Bewerbungsverfahren hat sich geändert. Nun soll jeder Verband vorher unabhängige Bewertungen zur Menschenrechtslage im eigenen Land in Auftrag geben. Steht das nur auf dem Papier? Oder wird die übernächste WM, die 2026 in Kanada, den USA und Mexiko stattfindet, schon nachhaltiger sein? Ludewig: Nachhaltig glaube ich nicht. Wenn man sieht, wie Infantino jetzt mit der Situation in Katar umgeht, dann weiß man, dass diese Absichtserklärungen nicht ernst zu nehmen sind. Übrigens war die Vergabe der WM an Nord- und Mittelamerika Teil dieser Vergabe an Katar – denen wurden vorab enorme Summen an Medienrechten versprochen. Infantinos Vorgänger Sepp Blatter hat immer gesagt, die Fifa sei nicht korrupt. Damit hat er ja recht. Die vielleicht 400 Mitarbeiter, die die Fifa beschäftigt, sind nicht bestechlich, aber die Funktionäre, die von ihren Verbänden entsandt werden, die schon. Im Fifa-Kongress sitzen dieselben Leute, die früher im Exekutivkomitee saßen, bloß ein bisschen breiter aufgestellt. Klemm: Wer überträgt eigentlich die Fußball-WM ab Sonntag? Ist das wieder in den Öffentlich-Rechtlichen zu sehen? Sprich: Finanziere ich als GEZ-Zahler dieses Event mit? Ludewig: Einerseits produzieren ARD und ZDF kritische Dokumentationen über die WM, andererseits geben sie für die Übertragungsrechte über 200 Millionen Euro aus. Das ist so viel Geld, wie für vier Olympische Spiele zusammen. Meueler: In den Bundesligastadien gab es große Transparente und Ultra-Choreografien »Boykottiert die WM«. Es gibt Fußball-Kneipen, die erklärt haben, wir zeigen das nicht. Was macht nun das »nd«? Kern: Wir werden viel berichten. Das hat jetzt nicht die Sportredaktion alleine beschlossen, sondern mit Vertretern aller Ressorts diskutiert. Und ich als Interims-Sport-Chef habe aus zwei Gründen dafür gesprochen. Der erste ist eine Marketing-Entscheidung. Wenn man erklärt, wir boykottieren das, dann ist das vielleicht für ein, zwei Tage eine Nachricht, aufgrund derer vielleicht sogar Leute noch mal extra bei uns reinschauen. Aber danach ist vier Wochen WM, und alle, die doch was über die WM lesen wollen, finden es nicht bei uns. Und die, die etwas anderes lesen wollen, finden das wiederum auch bei allen anderen. Der zweite, viel wichtigere Grund, nicht zu boykottieren, ist: Wenn wir etwas kritisieren, dann müssen wir es auch glaubwürdig tun; dann müssen wir dranbleiben, müssen wir Leute von vor Ort berichten lassen. All unseren Autoren haben wir mitgegeben: Wir werden auch mal über ein Spiel berichten, aber bitte, Leute, schaut über den Sport hinaus. Wir wollen zur WM noch viel mehr, als wir es eh schon tun, über das Gesellschaftspolitische und das Sportpolitische berichten. Wir haben tolle Schreiber dafür: Ronny Blaschke, Frank Hellmann, Maik Rosner und Daniel Theweleit, was uns sehr freut. Das wird also keine normale WM-Berichterstattung wie sonst. Weil es eine andere WM ist. Und da ist ganz klar, dass wir auch anders darüber berichten. Klemm: Es gab auch Stimmen in der Redaktion, die sich dafür ausgesprochen haben, diese WM zu boykottieren. Es gab den Vorschlag, stattdessen über das, was auf den Bolzplätzen dieser Republik passiert, zu berichten. Fernab von Fifa-Millionen und klimatisierten WM-Stadien. Kern: Die Ultras wollen ihre eigenen Turniere ausrichten. Finde ich gut. Genauso, wenn sie das wahrmachen, was sie angekündigt haben, dass sie sich auch mal Spiele der Frauen-Bundesliga im Stadion anschauen. Aber das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Meueler: Es gibt noch ein weiteres Argument, warum das »nd« über die WM berichten sollte: Denn wenn man die ganze Zeit Bundesliga und Champions- und Europa-League mitmacht, kann man jetzt nicht einfach bei Katar sagen: Nein. Denn das ist nur die Konsequenz des bisherigen Kommerz-Fußballs. Klemm: Dazu können die beiden Kollegen aus dem Sportressort doch bestimmt etwas sagen. Ich meine, der Profifußball ist inzwischen so was von … Meueler: … hinüber … Klemm: … abgehoben und weit weg von der Realität, mit der die Menschen konfrontiert sind. Ein Transfer von Spieler X von Deutschland nach Spanien oder England für eine dreistellige Millionenablöse ist doch angesichts von Niedriglöhnen und Altersgrundsicherung schon lange nicht mehr vermittelbar. Kern: Alex, ist der Profifußball am Ende? Ist das Fass zum Überlaufen gebracht worden? Ludewig: Anscheinend noch nicht. (alle lachen) Denn sonst wäre ja schon etwas passiert. Es gibt immer einen Punkt, an dem sich die Wege trennen. Vielleicht ist für viele Katar ein Punkt, wo sie sagen: Nee – und das dann auch mitnehmen in den eigenen Konsum von Bundesligaspielen. Corona, das hattest du ja schon gesagt, Christian, war auch so ein Punkt. Klemm: Ja, das war mein Ausstieg. Ludewig: Die Folgen sind noch immer zu spüren. Dass der Profifußball weiterspielte, als alle anderen nicht spielen durften, ist die eine Seite. Das sind Wirtschaftsunternehmen. Die andere Seite sind die Spieler. In der Bundesliga verdienen die 1,5 Millionen Euro. Das ist der Durchschnitt. Es gibt auch welche, die verdienen 20 Millionen. Und das Maximum, was man diesen Spielern abringen konnte, war drei Monate Gehaltsverzicht, obwohl vier, fünf Bundesligaklubs kurz vor dem Kollabieren gestanden haben sollen. Das ist so verrückt. Man muss aber unterscheiden zwischen einer aktiven Fanszene aus der Ultrabewegung und den Konsumenten. Kern: Aber auch die Ultras sind dabei. Ludewig: Aber kritisch dabei. Für viele ist es wirklich Leidenschaft und Liebe. Die musst du erst mal von der Liebe trennen. (lacht) Die aktive Ultra-Szene hat für viele gute Sachen gesorgt, zum Beispiel dafür, dass der FC Bayern sich mit seiner Nazi-Vergangenheit auseinandersetzen musste. Meueler: Wann habt ihr zum ersten Mal als Fußballzuschauer und Fans gemerkt, dass da etwas schiefläuft? Ludewig: Das hängt davon ab, in welcher Zeit man groß geworden ist. Viele Ältere sagen ja, Uwe Seeler war der letzte Gute, weil er nie den Verein gewechselt hat. Meueler: Eben. Schon in den 80ern wurden die Ablösesummen immer höher. Endgültig schwindlig wurde mir 2009, als Cristiano Ronaldo für 94 Millionen Euro von Manchester United zu Real Madrid gewechselt ist. Kern: Bei mir war es viel eher. Anfang der 90er, als Dynamo Dresden zum ersten Mal insolvent ging, total heruntergewirtschaftet vom Präsidenten Rolf-Jürgen Otto. Dresden bekam keine Lizenz mehr für den Profifußball und musste zu den Amateuren. Ich war noch ein Teenager und habe mich gefragt: Oh Gott, was passiert denn hier? Und dann hab ich begriffen: Da ist einfach viel Geld drin, und da sind ganz andere Interessen im Spiel. Ein normaler Fan sieht doch auf nur auf Tore und auf Ergebnisse und lässt sich davon unterhalten. Ich bin dann stattdessen auf Volleyball, Basketball oder Biathlon umgestiegen. Ludewig: Ich fand es erschreckend, dass Nationalspieler, die mitten in ihrer Karriere standen und wirklich gut waren, nach China oder sonst wohin wechselten, um noch mehr Geld zu verdienen, wie zum Beispiel der Belgier Axel Witsel 2017. Das ist so ein sportlicher Abstieg aus rein finanziellen Motiven, das kann ich überhaupt nicht verstehen. Profifußballer sind Sportler, sie wollen gewinnen. Aber dieser Schritt, der geht davon weg. Klemm: Ich weiß noch, wie der FC Bayern die halbe Liga leer gekauft hat, um die Konkurrenz zu schwächen. Die haben Mehmet Scholl, Michael Sternkopf und Oliver Kahn in den 90er Jahren vom Karlsruher SC geholt. Das hab ich ebenso wie das Sponsoring von Bayer und Volkswagen in Leverkusen und Wolfsburg ignoriert. Als es dann mit RB Leipzig losging, da ging mir langsam ein Licht auf. Dass ein Brausehersteller aus Österreich eine Fußballmannschaft startet, mit dem Ziel, auch international oben mitspielen zu wollen – das ist doch grotesk. Ludewig: Um das klarzustellen: Das Ziel von RB Leipzig ist nicht der internationale Wettbewerb, sondern das ist der Weg, um Red Bull zu vermarkten. Meueler: Jetzt Hand aufs Herz: Wer guckt von euch WM? Klemm: Ich nicht. Kern: Ich kann es clevererweise dienstlich begründen. Ich weiß, warum man es nicht gucken sollte. Aber am Ende sind es Sportler, die vielleicht nur einmal WM spielen, und denen nimmt man dann vielleicht die Plattform. Also ich gucke. Ludewig: Ich auch, sehr reduziert. In jüngeren Jahren, da hat man durchgeguckt nächtelang, jeden Tag, vier Wochen Olympia oder WM. So auf gar keinen Fall. Tatsächlich ist es auch beruflich bedingt. Ein bisschen Interesse habe ich ja auch immer noch an dem Sport an sich. Meueler: Ich werde darüber in der Zeitung lesen. Und im Fernsehen höchstens Stichproben vornehmen, aus politisch-wissenschaftlichem Interesse. Kern: Alles klar. Lesen Sie alle unsere Beiträge zur Fußball-WM in Katar unter: dasnd.de/katar

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WDR 5 Tischgespräch
Tugba Tekkal im Gespräch mit Gisela Keuerleber

WDR 5 Tischgespräch

Play Episode Listen Later Nov 8, 2022 53:01


"Fußballschuhe waren mein Tor zur Freiheit", sagt die ehemalige Profispielerin Tugba Tekkal. Neun Jahre lang spielte sie in der Frauen-Bundesliga. Doch der Völkermord an den Jesiden in Syrien und im Irak veränderte ihr Leben. Seitdem engagiert sich Tekkal für Menschenrechte, Demokratie und Flüchtlinge. Von Gisela Keuerleber.