Aktuelle Buchbesprechungen, Interviews mit Autoren, Neues vom deutschen und internationalen Buchmarkt und von Büchermenschen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen… In „Unter Büchern“ taucht Literaturkritikerin Katrin Schumacher für MDR KULTUR jede Woche in die Welt der Bücher ein.

Katrin Schumacher empfiehlt diese drei Bücher: "Die Frau als Mensch" von Ulli Lust, "Das Leben des Dalai Lama" von Matyáš Namai und Tom Taylor sowie "Das Haus der Türen" von Tan Twan Eng.

Lukas Rietzschel reist in eine ostdeutsche Stadtgesellschaft der Wendezeit. Ines Geipel bringt uns Buchenwald neu nahe. Helene Bukowski spürt dem Leben und Suizid einer Pianistin nach.

Profiler Axel Petermann erzählt literarisch die spannendsten Cold Cases. Sophie Sumburane schreibt über den letzten Serienmörder der DDR und Kristof Magnusson begibt sich in internationale Spionageverwicklungen.

Musikerin und Schriftstellerin Judith Holofernes erzählt von den Schwierigkeiten einer unbenannt neurodiversen Kindheit und Jugend. Lola Randl beginnt Landflucht und Jana Hensel blickt ohne Scheu in ostdeutsche Abgründe.

Sylvie jobbt im kleinen Kunstmuseum, eines Morgens ist das schönste Bild verschwunden. Wieso zeigt Museumsdirektor Brunse den Diebstahl nicht an? Kunstkrimi, Familiengeheimnisse und die Liebe – und Sylvie mittendrin!

Vier Kinder sollen mit Spaten in den Krieg ziehen und desertieren. Ein Dilemma stellt ihre Verbundenheit in Frage. Kann man den Hass auf ein Volk überwinden, mit dem man im Krieg ist? Ein Antikriegsroman ab 14.

Kinder leben in ihrer Welt und bekommen herkunftsbedingte Ungerechtigkeit selten mit. Dieses Kinderbuch öffnet ihnen die Augen über die "feinen Unterschiede", ob beim Wohnen, Essen, der Art zu sprechen oder beim Sport.

Der alten Dame Rosa läuft ein Hund zu. Für eine Nacht will sie ihm Unterschlupf geben. Doch dann entdeckt das Tier eine Blutspur – und Rosa könnte plötzlich den seit 30 Jahren ungeklärten Mord an ihrem Mann aufklären.

Von klimaresilienten Städten bis Stauden im Garten. Auch in diesem Jahr ehrt das Kuratorium der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft wieder eine Top 5 der Gartenbücher und ehrt eine Publikation mit dem Gartenbuchpreis 2026.

Ein Mörder beichtet auf dem Sterbebett einen weiteren Mord. Der Anstaltsseelsorger ist an das Beichtgeheimnis gebunden, doch ein Unschuldiger sitzt dafür im Gefängnis. Er wendet sich an Star-Anwalt Tryggvi Marnitz.

Hauptkommissar Claudius Zorn entdeckt eine abgetrennte Männerhand, zwei Finger fehlen. Doch kein Hinweis auf das Opfer. Lebt er noch? Zorn und seinem Kollegen Schröder lässt die Sache keine Ruhe.

Vor Jahren hat Mira Zehmann mit ihrem Mann die Ukraine verlassen, um in Deutschland ihr eigenes Leben zu leben – auch für ihre kleine Tochter. Als in ihrer alten Heimat Bomben explodieren, gerät ihre Welt aus den Fugen.

Die Lkw-Fahrerin Sandra soll eine Fracht transportieren, die ihr das Geld für die Zukunft ihrer Tochter Mia bringen soll. Doch diese Zukunftsfrage stellt sich ihr vehement, als sie erfährt, was sie transportiert.

Theresa Brenner und Marcus Schödel sind im Gespräch mit der Energieökonomin und Spiegel-Bestseller-Autorin Claudia Kemfert zu ihrem neuen Buch "Kurzschluss – Wie wir unsere Energiezukunft verspielen".

Eine halbe Stunde Lyrik. Zu Gast sind die Dichterin Anke Bastrop mit Naturgedichten, der Lyriker Gregor Kunz mit "Luftschiffhalde IV". Und der Dichter und Verleger Bertram Reinecke ist im Gespräch.

Monika Marons erstmals veröffentlichten Tagebuchaufzeichnungen aus den Jahren 1980 bis 2021 geben unerwartet tiefe Einblicke in das Leben der Schriftstellerin. Ein Leben zwischen DDR-Zensur, Ausreise und Fluchten.

Im Mai 1883 bricht ein Tiger aus dem Dresdner Zoo aus. Zugleich treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Zwei mörderische Gefahren, denen sich Kriminalrat Gustav Heller und sein Assistent Schrumm in diesem Krimi stellen.

Der Vater der Erzählerin des Romans geht aus Vietnam nach Deutschland, die Familie folgt später. Sie werden nicht mit offenen Armen empfangen. Das Ankommen ist eine Fiktion, zurückgehen würde sich wie Scheitern anfühlen.

Der Kurt-Wolff-Preis geht an den Verlag Edition Tiamat, der u. a. Bücher zu Holocaust, Antisemitismus und Nationalismus veröffentlicht. Der Kurt-Wolff-Förderpreis 2026 geht an den Fürther Verlag Starfruit Publications.

Ende der Siebzigerjahre bröckelten die großen Weltdeutungen, vom Marxismus bis zum Fortschrittsdenken. Befreit von den schweren Überzeugungen entstand ein Gefühl der Leichtigkeit und Freiheit. Was ist davon geblieben?

Christine Koschmieder ist in 19 Jahren 21 Mal umgezogen. Sie hat Männer verlassen und verloren und wurde zur Alkoholikerin. Jetzt ist sie trocken und wohnt in einem Haus nur für sich. Der Schritt zur Schrulligkeit?

32 Karten mit witzigen Sprüchen und Ausdrücken aus dem Sächsischen für einen vergnüglichen Spieleabend. Perfekt für alle, die Sachsen nicht nur besuchen, sondern auch verstehen wollen.

Jana Hensel beschreibt den langen Weg nach rechts, der für viele Ostdeutsche einmal links begann und durch eine wiedervereinte Bundesrepublik führt, die gerade selbst in der tiefsten Krise ihrer Geschichte steckt.

2006 werden John Lennons private Tagebücher gestohlen und tauchen erst Jahre später in einem Berliner Auktionshaus wieder auf. Kunstfahnder René Allonge hat den Jahrhundertdiebstahl aufgeklärt und berichtet davon.

Die Heldinnen in diesem Buch sind nicht mehr jung, aber auch noch nicht alt. Hineingewachsen in ihre Rollen als Freundinnen, Geliebte, erwachsene Töchter oder Mütter, stellen sie fest: Ihre Lebensentwürfe sind brüchig.

1989 wird in einem Dorf eine Frau getötet, der Mörder kann entkommen. Später sterben vier weitere Frauen und ein Baby. In der Zeit fällt die Mauer. Die Presse stürzt sich darauf und es gibt Angst und Verdächtigungen.

Die Lyrikerin Lara Rüter hat jahrelang in einem Primaten-Forschungsinstitut gearbeitet. Sie erzählt von Affen und von sich selbst: von Lebensanfängen und vom Sterben, von Freiheitsdrang und Berührung.

Lukas Rietzschel verwebt die Leben der Menschen einer Kleinstadt, von alten Offizieren über Bürgerrechtler bis zu Frührentnern, zu einem Panorama deutscher Geschichten – vom Ende der DDR bis in die jüngste Gegenwart.

Thomas Kunst schreibt in seinem Roman "Masleboi" wilde, formsprengende, überbordende Prosa. 2023 wurde der im ländlichen Sachsen-Anhalt lebende Autor mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet, wie vor ihm schon Ernst Jandl.

Der Dresdner Dichter Volker Sielaff spannt einen Bogen von der Kindheit in der Lausitzer Provinz bis nach London. Die Erfurter Dichterin Julia Kulewatz verbindet antiken Mythos mit aktuellem Zeitgeschehen. Ein Treffen.

Als ihre Mutter Irma stirbt, verliert Nina den Boden unter den Füßen. Um wieder festen Grund zu finden, reist sie ins tschechische Riesengebirge – in das Land, das ihre Mutter einst Heimat nannte: Böhmen.

Auch 80 Jahre nach der Buchenwald-Befreiung ist die Erinnerung an den Holocaust nicht in der demokratischen Mitte angekommen. Ines Geipel taucht noch einmal in die Vergangenheit ein und befragt die Legenden nach 1945.

Der Podcast "Weltgeschichte vor der Haustür" begibt sich auf Spurensuche nach besonderen, kuriosen oder ganz gewöhnlichen Orten und Objekten. Diesmal: Die Welthauptstadt der Bücher Leipzig und ihr Graphisches Viertel.

Die Hosts des neuen neuen Gartenpodcasts, Maria Scholz und Tobias Bode, verraten, worauf sie sich in diesem Frühling besonders freuen und sprechen über Tobias' Buch "Unser naturnaher Kleingarten".

Anke Engelmann zeichnet das traurig-komische Leben eines Mannes nach, der durch die DDR-Geschichte stolpert. Er blufft sich durch Gefängnis, Psychiatrie und Untergrund, bis er selbst nicht mehr weiß, wer er wirklich ist.

Über Nacht verändert sich Wolnopol, künstlich anmutende Wirbelstürme reißen Schneisen durch die ukrainische Küstenstadt. Während sie im Sand zu verschwinden droht, gerät auch eine Familie ins Wanken.

Vor 30 Jahren verschwanden zwei Teenager spurlos aus einem Schullandheim. Jetzt kehren Teilnehmer von damals auf die Insel zurück. Sie wollen wissen, was in jenem verhängnisvollen Sommer wirklich geschehen ist.

Die Leipziger Preisträgerin des Deutschen Buchpreises 2024 präsentiert zwei Gedichtbände. Zwischen Lyrik, Essay und szenischen Schreibformen reflektiert Martina Hefter die drängenden Themen unserer Zeit.

Unter Büchern ist diese Woche ganz im Zeichen der Leipziger Buchmesse. Es gibt frische Ware aus weiblicher Feder von Siri Hustvedt, Lena Gorelik, Judith Holofernes und Dana von Suffrin.

Heute mit Carsten Tesch von MDR KULTUR und Jörg Plath von DLF Kultur. Gemeinsam sprechen sie mit den fünf Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie "Belletristik".

Am 8. März ist Frauentag. Wir schauen auf Bücher mit weiblichen Positionen. Mit dabei sind Judith Hermann, Kerstin Hensel, Tiffany Watt Smith, Julia Wolf und Laura Dürrschmidt.

Die Nominierungen für die Leipziger Buchmesse sind raus – und Katrin Schumacher stellt "Im ersten Licht" von Norbert Gstrein vor. Und es gibt eine Antwort von Cornelia Geißler und eine Recherche von Christoph Bartmann.