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„Ich möchte die Hörerinnen und Hörer dazu ermuntern, in die unperfekten Bereiche des Suchens wiedereinzusteigen“, sagt die Berliner Schriftstellerin und Performerin Mara Genschel über ihre SWR Kultur-Kolumne „Versteckte Gefahren der klassischen Musik“. Die gibt es in alphabetischer Reihenfolge, von AB wie Anton Bruckner über den Ton Cis und D wie Drogen, E wie Eichendorff oder F wie Fehler – mittlerweile ist die Kolumne beim Buchstaben J angelangt. SWR-Musikredakteur Rafael Rennicke klärt im Gespräch mit Mara Genschel, was und wer hinter den „Versteckten Gefahren der klassischen Musik“ steckt.
In der neuen Folge ihrer Kolumne "Versteckte Gefahren der klassischen Musik" fragt sich die Schriftstellerin und Performerin Mara Genschel: Was versteht man in der klassischen Musik unter Junk? Denn dass die offenbar so unantastbare "holde Kunst" oft zugemüllt wird, steht außer Frage. Aber anders als die Fastfood-Pizza von nebenan wird sie weder kalt noch alt.
Tanja Runow www.deutschlandfunk.de, Zwischentöne
Regina Schilling befragt mit ihren Filmen die deutsche Geschichte und zugleich ihre eigene Biografie. In ihrem neuen Dokumentarfilm widmet sie sich der Schriftstellerin, die ihr als junge Leserin die Augen öffnete: "Ingeborg Bachmann. Jemand, der einmal ich war". Für diesen Film hat sie intensiv mit der Schauspielerin Sandra Hüller zusammengearbeitet. In früheren Projekten hatte die Dokumentarfilmerin westdeutsche Fernsehshows ihrer Kindheit untersucht, aber auch Künstler wie Joseph Bierbichler oder Igor Levit portraitiert. Britta Bürger hat mit Regina Schilling gesprochen.
Bis heute ist die Faszination für die Schriftstellerin, die schon zu Lebzeiten zur Ikone, ja selbst zur Literatur gemacht wurde, ungebrochen. Aber allzu leicht verfällt man im Schreiben und Sprechen über Ingeborg Bachmann in einen voyeuristischen Blick, ihre Liebschaften mit berühmten Schriftstellern werden ausgebeutet, selbst 53 Jahre nach ihrem Tod wird sie noch zum Spielball der Meinungen über ihre Person. Jörg Schorn Die Bachmann. Eine illustrierte Biographie Jacoby & Stuart, 120 Seiten
Selbstzweifel, enttäuschte Liebe und die Suche nach Orientierung. Was Ingeborg Bachmann in den 1950er Jahren schrieb, wirkt bis heute erstaunlich aktuell. Zum 100. Geburtstag der österreichischen Schriftstellerin erscheint ihr siebenteiliger Erzählzyklus „Das dreißigste Jahr“ als Lesung von Marit Beyer. Die Hörbuchsprecherin macht den Schlüsseltext der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur mit ihrer eindringlichen Stimme zu einem lebendigen Hörerlebnis.
Regina Schillings Film über Ingeborg Bachmann ist eine ungewöhnliche Annäherung, keine klassische Biografie. Der Hauptdarstellerin Sandra Hüller bedeutet die österreichische Schriftstellerin sehr viel: Eine Welt ohne sie sei „schwer vorstellbar“. Hüller, Sandra; Schilling, Regina www.deutschlandfunkkultur.de, Vollbild
Ingeborg Bachmanns Gedichte sorgten in den 1950er-Jahren für Aufsehen. Als freie Schriftstellerin wollte sie emanzipiert leben – in einer Zeit, als das noch nicht vorgesehen war. Für viele ist sie eine feministische Ikone, für andere eine haltlose Frau. (Erstsendung: 17.06.2023) Böttiger, Helmut www.deutschlandfunkkultur.de, Lange Nacht
Mit seinen Büchern raubt er vielen Menschen den Schlaf: Sebastian Fitzek. Er hat bisher über 20 Millionen Bücher verkauft. In seinen Thrillern wird das Alltägliche oft zum Albtraum. Die Geschichten sind oft so nah an der Realität, dass man sich fragt: Was lauert wirklich hinter der nächsten Tür? Er wollte Schlagzeuger, Tierarzt oder Strafverteidiger werden, landete stattdessen beim Radio. Mit seinem ersten Roman gelang ihm sofort ein Bestseller – seither kann er vom Schreiben leben. Sebastian Fitzek hat über 20 Millionen Bücher verkauft und ist einer der erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Seine Bücher leuchten psychologische Abgründe aus und bohren in Ängsten – damit trifft er einen Nerv. Sebastian Fitzek ist zur Marke für Spannungsliteratur geworden, auch auf der Bühne folgen ihm viele Menschen: Mit aufwendig inszenierten Shows verwandelt er seine Lesungen in grosse Ereignisse voller Sound, Licht und dramaturgischem Sog. Eine grosse Show wird es im August in der Berliner Waldbühne geben, anlässlich von Sebastian Fitzeks 20-Jahr-Jubiläum als Autor. In «Literaturclub Interview» spricht er über die Anfänge seiner Schreibkarriere, seinen Arbeitsprozess und über seine persönlichen Ängste. Auch erzählt er, wie er auf die Geschichte für seinen aktuellsten Roman «Der Nachbar» gekommen ist. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Sebastian Fitzek. «Der Nachbar». 368 Seiten. Droemer Verlag, 2025. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: literatur@srf.ch ____________________ In dieser Episode zu hören: - Sebastian Fitzek, Autor ____________________ - Host Jennifer Khakshouri ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
Sie ist Ärztin, Journalistin und Schriftstellerin aus Odesa, Jüdin und Migrantin in Dresden: In "Zugwind" erzählt Iryna Fingerova vom Leben ukrainischer Geflüchteter, von sozialem Tod, Trauma und magischem Realismus - und davon, wie Hoffnung wiederkehrt.
Lesung und Gespräch. "In ihrer Literatur bin ich anders gemeint", sagt die Filmemacherin Regina Schilling über das Werk der österreichischen Schriftstellerin. Zum 100. Geburtstag die bekannteste Erzählung von Ingeborg Bachmann.
Mit Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Schlafstörungen und Depressionen kamen ukrainische Geflüchtete nach dem russischen Angriff auf die gesamte Ukraine im Februar 2022 in die Dresdener Arztpraxis von Iryna Fingerova. Die Diagnose, die sie alle teilten: „Krieg“. Geboren wurde die Ärztin und Schriftstellerin 1993 in eine jüdische Familie in Odessa. Vor dem Krieg, der 2014 begann, flüchtete sie nach Israel und kam 2018 nach Deutschland. Die ersten drei Jahre der Emigration, sagt sie, seien ein sozialer Tod. „Zugwind“ heißt ihr dritter Roman. Der erste, den sie teilweise auf Deutsch geschrieben hat.
Ingeborg Bachmann gehört zu den großen Stimmen der europäischen Nachkriegsmoderne – und zu den widersprüchlichsten. Aufgewachsen im Schatten von Krieg und Nationalsozialismus, findet die 1926 geborene Kärntnerin früh zur Literatur – und macht das Schreiben zu ihrem existenziellen Projekt. Eine atemberaubende Karriere führt die Autorin von Wien über Paris nach Rom. Beziehungen zu Paul Celan und Max Frisch prägen Bachmanns Leben ebenso wie Brüche, Krisen und Rückzüge. In den 1960er-Jahren gerät das Leben der Schriftstellerin zunehmend aus dem Gleichgewicht. Zum 100. Geburtstag der Schriftstellerin wird das Werk Ingeborg Bachmanns aus verschiedenen Blickwinkeln neu beleuchtet. Sichtbar wird eine Autorin, die bei allem Streben nach Emanzipation in den Verstrickungen ihrer Zeit gefangen blieb – existenziell und künstlerisch.
Bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse wird Tschechien als Gastland auftreten. Da darf eine Schriftstellerin nicht fehlen: Radka Denemarková. Sie ist die international bekannteste Gegenwartsautorin aus unserem Nachbarland. Als Einzige ist sie vier Mal mit dem prestigeträchtigen tschechischen Preis "Magnesia Litera" ausgezeichnet worden – in den Kategorien Prosa, Sachbuch und Übersetzung. 2024 erhielt sie vom tschechischen Präsidenten die Verdienstmedaille 1. Grades für ihre Verdienste um den Staat im Bereich der Kultur und Kunst. Und jetzt ist ihr neues Buch auf Deutsch erschienen: "Schokoladenblut". Unsere Kritikerin Corinne Orlowski hat es gelesen.
Mütter prägen uns, ob wir es wollen oder nicht. Die deutsche Autorin Lena Gorelik erzählt in «Alle meine Mütter» von dieser komplexen Beziehung – der jeweils ersten Beziehung im Leben eines Menschen. Klischierten Mutterbildern setzt sie feinfühlige Erzählungen entgegen. «Wir setzen unsere Schritte auf das, was wir dank oder trotz unserer Mütter wurden», schreibt Lena Gorelik in ihrem neuen Buch «Alle meine Mütter». In mehreren, kaleidoskopartig arrangierten Erzählungen zeichnet sie Mutterfiguren ganz unterschiedlicher Art: Mütter, die abgetrieben haben. Mütter, die dement sind. Mütter mit beeinträchtigten Kindern. Mütter, die an Krebs erkranken. Mütter, die ihre Kinder im Krieg verlieren. Mütter, die vom Umfeld als «überfordert» abgestempelt werden. Mütter, die lieben. Mütter, die scheitern, zweifeln, stolpern. «Alle meine Mütter» ist ein zärtliches und warmherziges Buch ganz ohne Kitsch. Die Autorin Lena Gorelik, 1981 in der Sowjetunion geboren und als Kind nach Deutschland ausgewandert, lebt in München. Sie ist als Journalistin und Schriftstellerin tätig und hat zwei Söhne. Im «Literaturclub Interview» erzählt sie, was sie an dem Thema «Mütter» gereizt hat – und dass sie sich, wenn sie mit ihren Kindern unterwegs ist, oft beobachtet und bewertet fühlt. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Lena Gorelik. «Alle meine Mütter». 270 Seiten. Rowohlt, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: literatur@srf.ch ____________________ In dieser Episode zu hören: - Lena Gorelik, Autorin ____________________ - Host: Katja Schönherr ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literatur-Newsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
"Kein Mucks!" – der Krimi-Podcast mit Bastian Pastewka (Neue Folgen)
Ein geheimnisvoller Mord hat Paul Temple und die gesamte Londoner Polizei alarmiert. Und der Meisterdetektiv ist wohl auf der richtigen Spur, denn er kann gerade noch so verhindern, dass seine Frau Steve entführt wird. Kurz darauf lernt das Paar eine der Hauptverdächtigen in dem Mordfall Richard Ferguson kennen – genau wie Temple ist sie auch eine berühmte Schriftstellerin. Und sie hat einen Brief von dem Mörder bekommen. Bastian Pastewka präsentiert: Paul Temple und der Fall Jonathan (2/4) Von Francis Durbridge Mit René Deltgen, Edith Lechtape, Lilly Towska, Heinz Schimmelpfennig, Karl-Heinz Bender u.a. Regie: Eduard Hermann WDR (NWDR) 1954 Podcast-Tipp: Die Hexe von Pendach - historische Mystery-Hörspielserie https://1.ard.de/hexe-von-pendach?cp=keinmucks
Bevor sie am Theater arbeitete, hatte sie einen prägenden Aufenthalt in der Sowjetunion. Aus dem heraus entstand ihr erstes Buch "Plötzlich ist es Nacht". Seitdem seziert Sie Justiz, Kirche, Schule und Machtmissbrauch. In "Eins zu Eins. Der Talk" spricht Petra Morsbach über ihren neuen Roman "Orion", Krankheit, Widerstand - und darüber, was Literatur im Leben bewirken kann.
Am kommenden Montag jährt sich der Todestag von George Sand zum 150. Mal. Sie war nicht nur eine vielgelesene Schriftstellerin, sondern auch ein wacher politischer Geist. Literaturwissenschaftlerin Brigitte Schwens-Harrant macht sich diese Woche „Gedanken für den Tag“ über die Schriftstellerin. Gestaltung: Alexandra Mantler – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 03.06.2026
Viele kennen sie aus Fernseh-Shows wie "Freitag Nacht News", "Grill den Henssler" oder "The Masked Singer": Ruth Moschner zählt zu Deutschlands beliebtesten TV-Moderatorinnen, die sich auch als Schriftstellerin einen Namen gemacht hat. Jetzt stellt sie sehr deutlich einige der Regeln in Frage, nach denen wir häufig ganz selbstverständlich leben. Schluss mit gesellschaftlichen Zwängen und her mit mehr Selbstbestimmung, rät Ruth Moschner in ihrem neuen Buch "Die Fuck-It-List-Challenge".
Am 8. Juni ist der 150. Todestag von George Sand. Nicht nur ihr Werk, auch ihr bewegtes Leben hat sie zu einer Symbolfigur gemacht: In einer von Männern dominierten Gesellschaft ist George Sand selbstbewusst für ihre Unabhängigkeit eingetreten und hat Männerkleidung getragen. Literaturwissenschaftlerin Brigitte Schwens-Harrant macht sich diese Woche „Gedanken für den Tag“ über die Schriftstellerin. Gestaltung: Alexandra Mantler – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 02.06.2026
Am 8. Juni jährt sich der Todestag von George Sand zum 150. Mal. Sie schrieb ihre Romane unter diesem männlichen Pseudonym und machte sich für die Emanzipation der Frauen stark. Ihre sozialkritischen Schriften und Romane wurden viel gelesen. Literaturwissenschaftlerin Brigitte Schwens-Harrant macht sich diese Woche „Gedanken für den Tag“ über die Schriftstellerin. Gestaltung: Alexandra Mantler – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 01.06.2026
"An meine Kindheitsjahre in Moskau kann ich mich so gut wie überhaupt nicht mehr erinnern", sagt Katerina Poladjan. Die preisgekrönte Schriftstellerin kam 1971 als Tochter eines Künstlers und einer Kunsthistorikerin zur Welt. Die Familie verließ die Sowjetunion und kam Ende der 70er Jahre nach Deutschland. "Vielleicht ist mein Schreiben mehr und mehr das Umkreisen dieser großen Fragen: Wer bin ich? Woher komme ich?" Im MDR KULTUR Café reflektiert Poladjan ihre Lebensgeschichte, denkt nach darüber, was es für sie heißt, sich als Schriftstellerin gesellschaftlich einzubringen, und erzählt vom Leben auf Lesereisen. Eine Stunde voll kluger Sätze und mitreißender Geschichten mit einem Star der deutschen Gegenwartsliteratur. Die Vertonung ihres Romans Goldstrand steht in der kostenfreien App ARD Sounds zum Hören.Eine Sendung von Ellen SchwedaRedaktion: Gabriele Bischoff
Die preisgekrönte Schriftstellerin, zuletzt im März 2026 für ihren Roman "Goldstrand" mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet, ist Gast im MDR KULTUR Café.
Kunst im Krieg? Ist bestenfalls eine Verteidigung der Menschlichkeit unter unmenschlichen Bedingungen. Die ukrainische Schriftstellerin und Fotografin Yevgenia Belorusets sucht seit Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine 2014 Worte und Bilder für die Veränderungen ihres Landes. Nach Kurzgeschichten über das Leben im Donbas, nach ihrem Kriegstagebuch von 2022 und fantastischen Erzählungen "Über das moderne Leben der Tiere" ist jetzt bei Matthes & Seitz das erste Theaterstück von Yevgenia Belorusets erschienen: "Zündhölzer". Natascha Freundel hat es gelesen.
Viele wollen gern ein Buch schreiben. Aber wie geht das eigentlich? Schreiben, einem Verlag schicken und dann wirds gedruckt - fertig?Ist das so? Die Wahrheit sieht ganz anders aus und in dieser Folge der Neurotainment Show erfährst du, was eine Autorin oder ein Autor eigentlich tatsächlich für Aufgaben hat.Solltest du also selbst vorhaben, ein Buch zu schreiben und veröffentlichen zu wollen, dann solltest du hier auf jeden Fall bis zum Schluss dran bleiben."Der Zoo der unsichtbaren Tiere" von Andreas Z. Simon bekommst du hier:- Bei Amazon: https://www.amazon.de/Zoo-unsichtbaren-Tiere-Ready/dp/3407814127- Bei Autorenwelt: https://shop.autorenwelt.de/products/der-zoo-der-unsichtbaren-tiere-von-andreas-z-simon?variant=57621098234181- Beim Verlag: https://beltz.de/der-zoo-der-unsichtbaren-tiere/BEL81412Aber natürlich auch bei Thalia, Hugendubel und jeder Buchhandlung in deiner Nähe.Kostenlose Signatur für alle meine Bücher: https://www.simon.vision/signaturInfos zu Andreas Z. Simon, die Neurotainment Mail und generell mehr Neurotainment findest du auf https://www.simon.vision/
Artur Rubinstein, Olga Tokarczuk, Witold Gombrowicz, Marian Brandys, Konstanty Ildefons Gałczyński und viele andere herausragende polnische Künstler waren auf die eine oder andere Weise mit der deutschen Hauptstadt verbunden. Doch die polnischen Spuren in Berlin beschränken sich nicht nur auf die Kunst. Mit den verschiedenen polnischen Aspekten der Berliner Geschichte beschäftigt sich seit Jahren die Journalistin, Schriftstellerin und Kulturmanagerin Dorota Danielewicz. Sie ist unter anderem Autorin des Buches Auf der Suche nach der Seele Berlins sowie Mitgestalterin des Audioguides „Berlinski Tour“.
Die ersten F-35-Kampfjets sollen in den kommenden Stunden auf dem Luftwaffenstützpunkt Łask eintreffen. Die offizielle Begrüßung der Maschinen ist für Mitte Juni geplant. Mehr dazu in den Nachrichten. Auch die Sicherheitspolitik und die Beziehungen zu den USA bleiben in Polen ein beherrschendes Thema. Nach der Aussetzung der Verlegung von 4.000 amerikanischen Soldaten nach Polen ringen Regierung und Opposition weiter um die politische Deutungshoheit. Ein General mahnt indes, Polen müsse aufhören, sich Illusionen über Amerika hinzugeben. Die Einzelheiten und Reaktionen aus den Medien hören Sie in unserer Presseschau. Außerdem sprechen wir heute mit der Schriftstellerin und Kulturmanagerin Dorota Danielewicz. Seit mehr als vierzig Jahren lebt sie in Berlin. Als 16-Jährige kam sie mit ihren Eltern nach Westberlin. Wie hat sie die Stadt damals erlebt? Und wie blickt sie heute auf die deutsche Hauptstadt?
Die ersten F-35-Kampfjets sollen in den kommenden Stunden auf dem Luftwaffenstützpunkt Łask eintreffen. Die offizielle Begrüßung der Maschinen ist für Mitte Juni geplant. Mehr dazu in den Nachrichten. Auch die Sicherheitspolitik und die Beziehungen zu den USA bleiben in Polen ein beherrschendes Thema. Nach der Aussetzung der Verlegung von 4.000 amerikanischen Soldaten nach Polen ringen Regierung und Opposition weiter um die politische Deutungshoheit. Ein General mahnt indes, Polen müsse aufhören, sich Illusionen über Amerika hinzugeben. Die Einzelheiten und Reaktionen aus den Medien hören Sie in unserer Presseschau. Außerdem sprechen wir heute mit der Schriftstellerin und Kulturmanagerin Dorota Danielewicz. Seit mehr als vierzig Jahren lebt sie in Berlin. Als 16-Jährige kam sie mit ihren Eltern nach Westberlin. Wie hat sie die Stadt damals erlebt? Und wie blickt sie heute auf die deutsche Hauptstadt?
Katrin Zipse: Moosland. 1949Vier Jahre nach Kriegsende veröffentlichte der Isländische Bauernverband eine Anzeige in den Lübecker Nachrichten. Gesucht wurden junge deutsche Frauen, die auf isländischen Bauernhöfen mitarbeiten würden. Viele Isländerinnen waren damals in die Städte abgewandert oder mit den abziehenden amerikanischen GIs in die USA gegangen. Einige Bauern suchten also nicht nur Arbeitskräfte, sondern auch Heiratskandidatinnen. Etwa 300 junge deutsche Frauen folgten dem Aufruf. Für Katrin Zipse Stoff für ihren Roman Moosland. Claudia Ingenhoven hat das Buch gelesen. Steffen Kopetzky: Die HarzreiseVor 200 Jahren durchwanderte Heinrich Heine den Harz und schuf mit seiner Harzreise ein bis heute berühmtes literarisches Reisebild. 200 Jahre später folgt der Autor Steffen Kopetzky dieser Spur und findet eine von sozialen und ökologischen Veränderungen geprägte Landschaft. Und wie Heine auch hat Kopetzky seine Beobachtungen und Erfahrungen von unterwegs in einem literarischen Text festgehalten, nun erschienen beim Rowohlt Verlag. "Die Harzreise - eine Deutschlanderkundung" ist durchaus ein Buch übers Wandern und ist doch zugleich voller kluger Gedanken zur politischen Gegenwart. Jörg Schieke hat sich mit Steffen Kopetky über diese Harzreise unterhalten.Christine Thürmer: Hiking Asia. Zu gern schauen wir Anderen bei ihren Abenteuern zu. In Videos, Lichtbildvorträgen, Büchern und natürlich im Internet verfolgen wir, wie sie sich die Welt etwa erwandern. Eine von ihnen ist Christine Thürmer. Sie bezeichnet sich selbst als die "meistgewanderte Frau der Welt" und verweist auf ihrer Webseite auf unfassbare 70.000 Kilometer zu Fuß, 37.000 Kilometer mit dem Fahrrad und 7.000 Kilometer mit dem Boot. Christine Thürmer hat mehrere Bücher geschrieben. Das Neueste erzählt von ihren Touren durch Japan, Südkorea und Taiwan. Sabine Frank stellt es vor.Felicitas Hoppe: ReisenSeit die Autorin 2012 mit dem Georg-Büchner-Preis prämiert wurde, ist sie in aller Munde, denn diese Auszeichnung gilt als wichtigste Literaturtrophäe im deutschsprachigen Raum. Insgesamt veröffentlichte die 1965 in Hameln geborene Schriftstellerin bisher mehr als zwei Dutzend Werke, darunter die von der Kritik euphorisch gefeierten Reiseromane "Pigafetta" und "Paradiese, Übersee". Jetzt hat die Künstlerin dem Thema Reisen einen Essayband gewidmet. Ulf Heise stellt ihn vor. Ali Smith: GliffDie Schottin Ali Smith gehört in Großbritannien zu den ganz großen zeitgenössischen Schriftstellerinnen. Schon mit ihrer Jahreszeiten-Tetralogie war sie sowas wie eine literarische Ersthelferin für alle, die von den damals aktuellen politischen Entwicklungen überrannt wurden: Egal, ob es der Brexit war, der Rechtsruck oder die Corona-Pandemie. Auch in ihrem neuen Roman gibt sich Ali Smith politisch. Das Buch hört auf den rätselhaften "Gliff" und Kais Harrabi stellt es vor.Und der Tipp zum Schluss: Moni Ports wunderbares kleine Buch "Women's Words. Fünfzig Frauen, fünfzig Sätze". Mit besten Empfehlungen!
Sie flieht aus adliger Enge in ein Leben voller Kunst, Literatur und unzählige Liebhaber. Franziska zu Reventlow, geboren am 18. Mai 1871, lebt radikal selbstbestimmt. Von Christian Kosfeld.
Siba Shakib ist deutsch-iranische Journalistin, Dokumentarfilmerin, Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin, sie lebt abwechselnd in Italien, New York und Wien. Berühmt wurde sie 2001 mit ihrem Weltbestseller “Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum Weinen”. Mit Wolfgang spricht sie über ihre Stationen von Mick Jagger über islamische Mode bis Afghanistan und den Iran. Haben die Menschen im Iran noch die Kraft zur Opposition? Wie geschwächt – oder gestärkt – ist das Land aktuell? Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/ApokalypseundFilterkaffee Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio: https://www.seven.one/portfolio/sevenone-audio
Wer ist für mein Lebensglück verantwortlich – ich selbst oder die Gesellschaft? Lukas Bärfuss erkundet in «Königin der Nacht» seine Mutter. Sie war bettelarm, vulgär und frei von Mitgefühl für ihren Sohn. Felix Münger unterhält sich mit dem Autor über die Macht von Prägungen. Bärfuss' Suche nach der Mutter entpuppt sich auch als Suche nach sich selbst. Was hat sich von der hartherzigen Mutter auf ihn übertragen – im Guten, wie im Schlechten? Indem der mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnete Autor die Spur aufnimmt, gelangt auch einiger politischer Sprengstoff ans Licht. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Lukas Bärfuss. «Königin der Nacht». Ein kurzes Buch über meine Mutter. 127 Seiten. Rowohlt, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: literatur@srf.ch ____________________ In dieser Episode zu hören - Lukas Bärfuss, Schriftsteller ____________________ - Host: Felix Münger ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
Am 4.5.1936 flieht Irmgard Keun vor den Nazis nach Ostende. Sie ist jung, modern und ein Literatur-Star. In Belgien beginnt ein Leben zwischen Freiheit, Angst und Verlust. Von Christiane Kopka.
Köhler, Michael www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Klasen, Andrea www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Klasen, Andrea www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Lange Zeit wurde die Bibel gelesen als ein Buch, das für uns, die christlichen Kirchen, geschrieben wurde. Gemeinsam mit der Pfarrerin und Neutestamentlerin Tania Oldenhage stellen Andi und Thorsten diese Selbstverständlichkeit in Frage. Denn das Alte Testament ist als Hebräische Bibel zugleich die Heilige Schrift des Judentums. Auch die Verfasser des Neuen Testaments waren zum grössten Teil Juden. Diese Verwurzelung im Judentum wurde nicht nur verdrängt. Allzu lange wurde das Judentum in der Bibelauslegung als eine Art Dunkelfolie des Christentums benutzt. Und schlimmer. Im Anschluss an einzelne Passagen im Neuen Testament wie die Passionsgeschichte wurden «die Juden» pauschal als «Gottesmörder» verurteilt, die von Gott verstossen wurden. Tania Oldenhage macht deutlich, wie tief die Wirkungsgeschichte solcher antijüdischer Stereotype in der Christentumsgeschichte war und ist. Und sie macht Mut, diese Sichtweisen konsequent zu hinterfragen und die biblischen Texte neu zu entdecken, auch wenn das bedeutet, sich auf eine intensive Auseinandersetzung mit den überlieferten Worten einzulassen. Im Gespräch kommen sie auf ihr neues Buch «Else Lasker-Schüler und der Flüchtlingssonntag» (2025), in dem Oldenhage zeigt, wie anregend der Bibelumgang einer jüdischen Schriftstellerin wie Lasker-Schüler (1869-1945) auch für uns sein kann. Oldenhage erzählt von der 1933 erfolgten Flucht der deutsch-jüdischen Autorin nach Zürich und ihren dortigen Erfahrungen. Bibeltexte waren für sie Halt und Inspirationsquelle, um ihr Geschick in Zeiten eines mörderischen Antisemitismus zu deuten. Wer sich für diese Erfahrungen öffnet, kann nicht übersehen, dass die Schweiz auch heute Ziel von Geflüchteten ist, die vielfach auf Vorurteile und Abwehr treffen. «Gott ist ein Flüchtling», so habe ihr ein Mann aus Eritrea einmal im Zusammenhang eines Gottesdienstes mit Geflüchteten gesagt. Bibeltexte voller Migrationserfahrungen erweisen sich bis heute als lichtvoll, wenn wir sie nicht als sicheren Besitz ansehen, sondern sie mit Erfahrungen unserer Zeit ins Gespräch bringen. Quellen: Tania Oldenhage (2025): Else Lasker-Schüler und der Flüchtlingssonntag. Impulse für eine biblische Migrationstheologie, Zürich: TVZ Videovortrag von Tania Oldenhage: «Selig sind die Unfruchtbaren». Tania Oldenhage zur Gerichtsandrohung an Jerusalem. https://www.eaberlin.de/themen/projekte/bildstoerungen/antisemitismuskritische-bibelauslegungen/selig-sind-die-unfruchtbaren/ In den nächsten Tagen erscheint von ihr ein Vortrag zum Kindermord des Herodes in der Reihe «Antisemitismuskritische Bibelauslegungen» der Evangelischen Akademie in Berlin. https://www.eaberlin.de/themen/projekte/bildstoerungen/antisemitismuskritische-bibelauslegungen/ Im März 2026 wurde die Handreichung «Kirche ohne Antisemitismus» von der Synode der Zürcher Landeskirche angenommen. Hier geht es zum Text und weiteren Materialien. https://fokustheologie.ch/stoffwelten-dossiers/kirche-ohne-antisemitismus/
Von der Schaufensterdekorateurin zur Schriftstellerin: Sandra Lüpkes macht heute das, was sie schon immer machen wollte - sie schreibt! Krimis, Romane und Drehbücher - auch über die Insel Juist, wo sie aufgewachsen ist.
Ella Maillart war ihrer Zeit weit voraus: Als Spitzensportlerin, Fotografin und Schriftstellerin bereiste die Genferin die Welt – allein und unverheiratet. Heute dient sie vielen Frauen als Vorbild. Warum wird sie wiederentdeckt? Ihre Fotografien prägen bis heute unseren Blick auf Zentralasien. Zu Lebzeiten bricht Ella Maillart Tabus: Sie segelt übers Mittelmeer und bereist allein die Welt. Frauen wie die Profiseglerin Justine Mettraux oder die Schriftstellerin Felicitas Hoppe erzählen, wie sie Ella Maillarts Abenteuer beeinflussen. «Kulturplatz» öffnet den Blick auf Maillarts fotografisches Werk und auf aktuelle Themen wie Gleichberechtigung und Kolonialismus.
"Radom 1942" - so ist ein Foto beschriftet, das Judith Hermann findet, das ihren Großvater in SS-Uniform auf einem Motorrad zeigt. Sie macht sich auf den Weg, fährt nach Radom, in den Südwesten Polens, schaut sich den geschichtsträchtigen Ort an, geht in Archive und versucht Mosaikstein für Mosaikstein zusammenzusetzen. Vieles bleibt Mutmaßung, vieles beschreibt das dunkle Kapitel deutscher Geschichte, an dem Judith Hermanns Großvater nicht unbeteiligt gewesen sein konnte. Die vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnete Schriftstellerin hat sich auf eine beklemmende Spurensuche begeben. In NDR Kultur à la carte spricht sie mit Katja Weise über ihre Recherche, über Erinnerungskultur und die ernsthafte Auseinandersetzung mit Geschichte.
„Only Margo“ verspricht schon jetzt einer der spannendsten Apple TV-Titel im Frühjahr zu werden. Im Mittelpunkt steht Margo, gespielt von Elle Fanning, die ihr Studium abbricht, um Schriftstellerin zu werden. Doch ihr neuer Weg verläuft alles andere als geradlinig. Unterstützt wird Fanning von hochkarätigen Kolleginnen und Kollegen wie Nicole Kidman, Michelle Pfeiffer, Nick Offerman und Thaddea Graham.
(00:50) Nach dem Machtwechsel in Ungarn hoffen viele Kulturschaffende auf bessere Zeiten. Schriftstellerin, Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin Ilma Rakusa erzählt von der Stimmung nach dem Wahlsieg von Peter Magyar. Weitere Themen: (05:54) Saisonniers und ihr harter Alltag: Ausstellung "Wir Saisonniers..." in der Photobastei Zürich. (10:16) Was wir vom Mittelalter lernen können: Laut Mittelalterforscherin Annette Kehnel war Epoche fortschrittlicher als ihr Ruf vermuten lässt. (14:50) «My home is my castle»: Ausstellung «Maison-mères» in der Ferme des Tilleuls in Renens gibt Einblicke in kreative Heimgestaltung. (19:17) Ein Meister abseits des Mainstreams: Nachruf auf den britischen Jazzmusiker Mike Westbrook.
Biesler, Jörg www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Es sind viele Dinge im Leben von Yvette, die eigentlich hätten anders verlaufen sollen: Ihre Eltern wünschten sich einen Jungen und bekamen ein Mädchen. Als Linkshänderin wird sie gezwungen, mit rechts zu schreiben und im kriegsgeschüttelten Elsass wechselt sie Nationalität, Sprache und Vornamen. Die Journalistin, Schriftstellerin, Korrespondentin und Kolumnistin Pascale Hugues ist dem Feuilleton bereits durch ihre zahlreichen, mit Preisen ausgezeichneten Bücher bekannt. Ihr Debüt "Marthe und Mathilde" war auf Anhieb ein großer Erfolg, "Ruhige Straße in guter Wohnlage" erhielt den Prix Simone Veil und den Europäischen Buchpreis. Mit ihrem neuen Buch "So voller Leben" hat sie sich auf Spurensuche begeben und das Leben ihrer Mutter nachgezeichnet. Wer war ihre Mutter? Warum verschwand sie wochenlang? Was passierte in dieser Zeit? In NDR Kultur à la carte spricht Pascale Hugues mit Martina Kothe über "So voller Leben", über ihre Familie und das Leben zwischen Deutschland und Frankreich.
Sie hat mehr als eine Million Bücher verkauft, dabei ist sie eigentlich Juristin und hat als Richterin in Darmstadt gearbeitet. Heute lebt sie als Buchautorin bei Fulda und ist glücklich über ihre fünf Kinder und neun Enkel. (Wdh. vom 21.08.2024)
Es ist eigentlich mehr als überraschend, dass während der Corona-Pandemie zwar viele Menschen zu Camus „La peste“ gegriffen haben, aber nur wenige in diesem Zusammenhang an Mary Shelleys Roman „Der letzte Mensch“ gedacht haben. Brigitte Schwens-Harrant, Feuilletonchefin der „Furche“, macht sich kurz nach Shelleys 175. Todestag „Gedanken für den Tag“ über diese immer noch unterschätzte Schriftstellerin. Gestaltung: Alexandra Mantler – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 20.03.2026
1944 in den französischen Alpen geboren, lebt Sylvie Schenk seit den 1960ern in Deutschland und schreibt ihre gefeierten, autobiografisch inspirierten Romane auf Deutsch. In "Maman" und "In Erwartung eines Glücks" erkundet sie Alter, Liebe, Verlust und das Leben zwischen zwei Sprachen.
Zwei Musiker aus Süddeutschland haben sich in Berlin gefunden, und still und leise ein ganz besonderes Album aufgenommen, das für große Begeisterung sorgt – und die Vorfreude auf das gemeinsame Konzert von Ralph Heidel und Finn Ronsdorf mit der befreundeten Lisa Harres am 3. Mai schürt. "Dass es kein Party-Album ist, dürfte natürlich klar sein – aber es ist wirklich das Gegenteil von langweilig", schwärmte radioeins-Moderatorin Christiane Falk (Laut & Kantig), als sie "The Wings Of The Fly" von Ralph Heidel & Finn Ronsdorf im Februar als unseren "Favorit Musik" vorstellte, und das Album mit einer "Wolke, die einen sanft bettet" verglich. Und auch die radioeins-Soundcheck-Jury zückte einhellig die "Hit!"-Wertung für dieses kompromisslose, "aus dem Raum gefangene" Kunstwerk. Was läge also näher, als die Schöpfer dieser wundersam entschleunigten Musik als Lokalmatadore zum Gespräch zu bitten? In diesem erfahren wir mehr über die beiden und ihre Zukunftspläne, die unter anderem ein Konzert mit der Überschrift "Friends With Oranges" am 3.5. in der Volksbühne beinhalten, für das sich auch die Schriftstellerin, Filmemacherin, Produzentin und Musikerin Lisa Harres zu ihnen gesellt.
Amelie Fried wurde als TV-Moderatorin mit "Live aus dem Alabama" bekannt. 1996 startete ihre Karriere als Autorin und seitdem schreibt sie - auch über ihre jüdische Familiengeschichte. Im März erscheint ihr neuer Roman "Eine von uns".
Die Frutigtaler Dichterin Maria Lauber (1891-1973) war eine Pionierin der Mundartliteratur. Sie beschrieb ihr Frutigtal, die Menschen, die Landschaft, auch Heimweh-Gefühle, die Liebe und der Tod kommen immer wieder vor. Die Wirkung der Stille war der Meisterin in der Kunst des Andeutens wichtig. Ein Lesebuch mit Gedichten, Erzählungen, Sagen, Briefauszügen und Worterklärungen bringt uns die ehemalige Primarlehrerin und Schriftstellerin wieder näher. Auf einer beigelegten CD sind Frutigdeutsche Geschichten von Maria Lauber und vertonte Gedichte von Christoph Trummer, Nadja Stoller und dem Trio Rehblick zu hören. Buchhinweis: Maria Lauber: Ischt net mys Tal emitts. (Hg. v. Kulturgutstiftung Frutigland). Lesebuch. Zytglogge 2016. Ausserdem von Maria Lauber verfügbar: - Chüngold. (Hg. v. Kulturgutstiftung Frutigland). Zytglogge 2018. - Chüngold in dr Stadt. (Hg. v. Kulturgutstiftung Frutigland). Zytglogge 2021. - Gedichte. (Hg. v. Kulturgutstiftung Frutigland). Zytglogge 2023. Wiederholung der Sendung vom 17.11.2016 Familienname Henzirohs Der Familienname Henzirohs (alt eingesessen nur in Niederbuchsiten SO) ist eine erst 1966 erfolgte Umformung des Namens Henziross. Dieser ist nicht ganz geklärt; aller Wahrscheinlichkeit nach steht im ersten Namenteil der Ruf- oder Familienname Henzi (eine Koseform von Heinrich) und im zweiten der Familienname Ross. Der Name könnte als Dorfübername in den Familiennamenschatz übergegangen sein oder auch eine scherzhafte Bildung sein.