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Die österreichische Schriftstellerin Monika Helfer ist überraschend im Alter von 78 Jahren gestorben. Mit Romanen wie „Die Bagage“ und „Vati“ wurde sie zu einer der prägenden Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur – hochgeschätzt von der Kritik und zugleich erfolgreich beim Publikum. Ihr Verleger Jo Lendle sagt über ihren Tod: „Mit ihrem Tod verlieren wir Schönheit.“ SWR-Literaturredakteur Christoph Schröder hat Monika Helfer persönlich gekannt und schildert in SWR Kultur, was sie so besonders machte.
Schäfer-Noske, Doris www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Fördergelder für Demokratieprojekte werden gestrichen, da ist die AfD noch nicht mal an der Macht. Dazu die Klimakatastrophe. Schwer, der Untergangsstimmung etwas entgegenzusetzen, sagt Schriftstellerin Şeyda Kurt. Wie kann es dennoch gelingen? Marcus, Dorothea www.deutschlandfunk.de, Kulturfragen
Wallmoden, Thedel von www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
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Lesart - das Literaturmagazin (ganze Sendung) - Deutschlandfunk Kultur
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Heute vor 100 Jahren wurde die Schriftstellerin und Sonderpädagogin Erika Schirmer geboren.
Reichart, Manuela www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
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Der Mensch muss reisen, sagt die Schriftstellerin Felicitas Hoppe. Denn Reisen verändert. Sie muss es wissen: Seit 30 Jahren reist sie durch die Welt. Moderation: Tobi Schäfer Von WDR 5.
Der Roman "Der Weg zur Grenze" entstand 1945 im Exil, wo die bayerische Schriftstellerin Grete Weil lebte. Erst vor wenigen Jahren entdeckte die Literaturwissenschaftlerin Ingvild Richardsen das unveröffentlichte Werk. Sie ist bei Hermine Kaiser zu Gast.
Heute vor 80 Jahren starb die Schriftstellerin, Verlegerin und Kunstsammlerin Gertrude Stein.
In Frankreich wird die Schriftstellerin Leïla Slimani fast wie ein Popstar behandelt. Sie ist Bestseller-Autorin, Prix-Goncourt-Preisträgerin und "Botschafterin für die Frankophonie", gekürt von Präsident Emmanuel Macron selbst. "Trag das Feuer weiter" heißt der dritte Teil ihrer Familientrilogie - nachdem es um das Leben ihrer Großmutter ging, die aus dem Elsass nach Marokko ausgewandert war, und um Slimanis Mutter im Marokko der 60er und 70er Jahre, geht es hier um das, was Menschen bei Popstars am meisten interessiert: das Leben von Leïla Slimani selbst und wie sie aus Marokko nach Paris gekommen ist. Die deutsche Übersetzung haben wir Amelie Thoma zu verdanken. Sie hat alle Bücher von Slimani ins Deutsche übertragen und kennt die Schriftstellerin dadurch mehr als gut. Auf radio3 sprechen wir mit Amelie Thoma über Leïla Slimani und das Übersetzen von Literatur.
Der Schweizer Autor Pedro Lenz hat «Mit linggs» ein berührendes Buch über den Ausnahme-Fussballer Diego Maradona geschrieben. Und die italienische Autorin Gabriella Zalapì erzählt eine aufwühlende Familiengeschichte. Der Buchtitel «Mit linggs» spielt auf den starken linken Fuss von Diego Armando Maradona an, den für viele besten Fussballer, den es je gab. Pedro Lenz lässt in seinem Buch, das zum gleichnamigen Bühnenprogramm erscheint, Maradona sein Leben aus der Ich-Perspektive erzählen. Lenz' Maradona ist ein Melancholiker zwischen Grössenwahn und Selbstlosigkeit. «Mit linggs» konfrontiert die Lesenden ungeschützt mit der emotionalen Achterbahn des ballverliebten Jungen, der die Welt erobert und an dieser Welt zerbricht. Sehr berührend, sehr anregend, findet Markus Gasser, der das Buch vorstellt. Die achtjährige Ilaria hängt kopfüber an einer Metallstange auf dem Schulhof in Genf, als ihr Vater sie mit dem Auto abholt. Anstatt sie zur Mutter zu bringen, fährt er mit Ilaria über die Grenze nach Italien. Es ist der Beginn einer Entführung, die zwei Jahre dauern wird. Für ihren Roman hat sich die französischsprachige Schriftstellerin mit Schweizer Wurzeln, Gabriella Zalapì, von ihrer eigenen Lebensgeschichte inspirieren lassen. Aus der Perspektive des Kindes schildert sie Ilarias Angst und Verunsicherung – und zugleich die tiefe Zuneigung zu einem Vater, der die Trennung von seiner Frau nicht akzeptieren kann. Für Tim Felchlin ist es ein aufwühlender Roman, der neben seiner Ernsthaftigkeit aber auch eine feine Italien-Nostalgie der 1980er-Jahre heraufbeschwört. Kurztipp: Das Sach-Bilderbuch «Auf in die Berge!» gewinnt den diesjährigen Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis. Die Illustratorin Katja Seifert erzählt darin von der Geschichte des Bergsteigens. Das wunderschön illustrierte Buch thematisiert vieles: Wissenswertes, die mystische Wirkung der Berge, Herausforderungen, Veränderung und Gefährdung. Empfehlenswerte Lektüre für die ganze Familie. Buchhinweise: Pedro Lenz. Mit linggs. 120 Seiten. Der gesunde Menschenversand, 2026. Gabriella Zalapì. Ilaria. 162 Seiten. Aus dem Französischen von Claudia Steinitz. Suhrkamp, 2026. Katja Seifert. Auf in die Berge!. 64 Seiten. NordSüd, 2025. Wiederholung der Sendung Literaturclub Buchtipps vom 17.02.2026
Alex Capus' aktueller Roman spielt an der Grenze. Im «Gasthof zur Moskau» an einem kleinen Grenzübergang zu Deutschland im Kanton Schaffhausen, wo wenig läuft. Wenn aber mal was läuft, dann richtig. Wie im Sommer 1933, als deutsche NS-Schergen auf Schweizer Boden einen Schmuggler entführten. An sich ist es eine Asterix-Geschichte, die Alex Capus da erzählt. In einem kleinen Schweizer Dorf an der deutschen Grenze wehren sich die Einwohner gegen einen gewaltsamen Übergriff deutscher Polizisten und SS-Männer und zwingen am Ende sogar die neue deutsche Regierung in Berlin dazu kleinbeizugeben. Alex Capus erzählt diese wahre Geschichte vor dem Hintergrund einer sehr viel ruhigeren, sehr viel längeren und sehr viel tiefer gehenden Geschichte eines Wirts und seiner Familie, der in Ramsen – so der Name des Dorfes – einen Gasthof mit dem merkwürdigen Namen «Gasthof zur Moskau» führt. In «Literaturclub Interview» erzählt Alex Capus vom Verhältnis zwischen Fiktion und Realität in seinen historischen Romanen, vom Vorteil langer Beziehungen für sein Leben und von der Bedeutung eigener Lebenserfahrung fürs Schreiben. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Alex Capus. «Querfeldein». 288 Seiten. Hanser Verlag, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: literatur@srf.ch ____________________ In dieser Episode zu hören: - Alex Capus, Autor ____________________ - Host: Michael Luisier ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
Als Reaktion auf die Schrecken des Zweiten Weltkriegs entwirft Tove Jansson ihre Mumin-Geschichten. Die kleinen Trolle machen sich auf den Weg, ein neues Zuhause zu finden und erleben dabei zahlreiche Abenteuer. Die Welt der Mumins zeichnet sich durch zahlreiche seltsame Wesen aus. Es ist eine bunte Gesellschaft, die sich gegenseitig respektiert. Zum 25. Todestag Tove Janssons hat der Reclam Verlag in Ditzingen die Geschichten der Mumins neu aufgelegt.
Am dritten Tag nach dem Tod des Komponisten Gottfried von Einem spürt seine Witwe Lotte Ingrisch plötzlich seine Gegenwart. Es folgen viele Gespräche zwischen der Schriftstellerin und ihrem verstorbenen Mann.
(00:35) Die 59-jährige deutsche Schriftstellerin erhält den Preis «für ihr stets überraschendes und souverän konzipiertes Erzählwerk». Weitere Themen: (05:44) 10 Jahre «Séléction Suisse» am Theaterfestival Avignon – eine Bilanz. (10:22) «L'Inconnu de la Grande Arche»: Ein fein humorvoller französischer Spielfilm über den unbekannten dänischen Architekten Otto von Sprechelsen. (14:52) 50 Jahre «Maison d'Ailleurs»: Yverdons Science-Fiction-Museum feiert Jubiläum. (19:21) Die Kunst der Verwirrung: Shirana Shahbazis neue Ausstellung im Kunstmuseum Luzern. (23:20) Die Frau, die sich nicht zum Schweigen bringen liess: Iranische Kultautorin Sharnush Parsipur gestorben.
Christine Wunnicke gräbt gern in der Tiefe der Geschichte - und legt besondere Episoden und Biografien frei.
Aras, Maryam www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
"The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Was macht einen Menschen zum Täter? Und kann das Recht Gerechtigkeit schaffen – oder nur den Versuch, sie wiederherzustellen? In dieser Folge von „Edle Federn” spricht Juli Zeh mit der Schriftstellerin, Strafrechtsprofessorin und Verfassungsrichterin Elisa Hoven über ihren neuen Roman „Feine Risse“.Das Buch können Sie hier im Pioneer Book Store bestellen. Wie schon in ihrem Erfolgsroman Dunkle Momente erzählt Hoven von realitätsnahen Kriminalfällen, doch sie interessiert sich nicht für einfache Urteile. Stattdessen richtet sie den Blick auf das, was Verbrechen vorausgeht: auf Lebensgeschichten, Zwänge und moralische Grauzonen. Gemeinsam sprechen Juli Zeh und Elisa Hoven darüber, warum Täter selten Monster sind, weshalb unser Bild von Recht oft von amerikanischen Gerichtsserien geprägt ist und wie Literatur helfen kann, das deutsche Strafrecht verständlicher zu machen.Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen große Fragen: Gibt es das Böse überhaupt? Und warum sehnen wir uns nach einer klaren Trennung zwischen Gut und Böse? Wie viel Wahrheit lässt sich in einem Gerichtsverfahren tatsächlich finden? Dabei wird deutlich, warum Hovens Bücher keine klassischen Krimis sind, sondern literarische Erkundungen von Schuld, Verantwortung und Menschlichkeit.Juli Zeh sagt über das Buch:„Die wichtigste Frage dieses Romans lautet vielleicht nicht, warum und wie werden Menschen straffällig und wie geht die Gesellschaft damit um. Sondern: Wie schreiben wir eigentlich die Geschichten unseres Lebens? Wenn wir von uns selbst erzählen, bauen wir oft eine Kette aus Großereignissen. Aber wenn man genau hinschaut, beginnen entscheidende Veränderungen eigentlich selten mit einem Knall. Sie beginnen mit kaum sichtbaren Rissen, mit Gedanken, die sich festsetzen, mit kleinen Verschiebungen, die lange unbemerkt bleiben, mit Zufällen, die eine ganze Kette von Ereignissen in Gang setzen, mit Erfahrungen, die erst Jahre später ihre Wirkung entfalten. Präzise spürt Elisa in feine Risse genau solchen Entwicklungen nach.“Ein Gespräch über Recht und Gerechtigkeit, über Täter und Opfer – und darüber, warum Verstehen niemals dasselbe ist wie Verzeihen. ID:{pebsJMCLZ8tKYonj6vcmo} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Reisen sind für die meisten von uns aus Sehnsucht gemacht. Für Felicitas Hoppe sind sie seit Jahrzehnten Arbeit. Darüber nachzudenken, was mit uns geschieht, wenn wir unterwegs sind.Oder warum das Erzählen über Reisen oft genauso wichtig ist wie die Reise selbst. Weshalb gelungene Reisen vom Unvorhergesehenen leben. Und warum nicht zu reisen für sie auch keine Lösung ist. Darüber spricht die Büchner-Preisträgerin im MDR KULTUR Café. Anlass ist ihr aktueller Essay „Reisen“, in dem sie das Unterwegssein nicht als Sammlung schöner Orte versteht, sondern als Rätsel: zwischen Aufbruch und Rückkehr, Zufall und Planung, Erfahrung und Erinnerung.Felicitas Hoppe ist seit ihrer Frachtschiffreise um die Welt und ihrem preisgekrönten Weltreise Roman „Pigafetta“ als Schriftstellerin eigentlich ständig unterwegs. Zu Arbeitsaufenthalten, Lesungen und Festivals in aller Welt. Sie versteht sich dabei aber nicht als Reiseschriftstellerin, sondern als eine reisende Schriftstellerin. Außerdem geht es in diesem Café um die Schattenseiten des Tourismus, um Fernweh und Heimweh, um Alleinreisen und die Frage, weshalb manche Reise eigentlich erst dann beginnt, wenn sie längst vorbei ist – nämlich in der Erinnerung und in den Geschichten, die wir darüber erzählen.Ein Gespräch über das Unterwegssein, über Literatur und darüber, warum jede Reise die Sicht auf die Welt – und auf uns selbst – verändern kann.Eine Sendung von Carsten TeschRedaktion: Gabriele Bischoff
Das waren heiße Wochen: Im Frankfurter Literaturhaus fand der 2. Netzwerktag Lesevermittlung statt, voller Impulse und Ideen zur Leseförderung, zeitgleich wurde bekannt, dass das Bundesbildungsministerium die Förderung von „Lesestart 1-2-3“ zum Jahresende hin einstellen wird. Dabei ist Lesekompetenz das A und O und Lesen im besten Falle eine Leidenschaft. Warum es sich lohnt, zeigen die Bücher und Comics dieser 127. freigeistern!-Folge. Das Bilderbuch „Zu Fuß“ von Michael Roher verführt zum Rausgehen, „Lass das Lesen, Leo!“ von Andreas Greve und Lena Winkel verführt zum Lesen, Comic-Expertin Lena Winkel wiederum entführt zum „Planet Elmar“ von Wiebke Bolduan. Will Gmehling hat mit „Stuxx“ ein fulminantes Jugendbuch-Debüt hingelegt, die illustrierte Biografie „Die Bachmann“ von Jörg Schorn begeht den 100. Geburtstag der Schriftstellerin: lauter Leseverführung – einfach die Wertegeister fliegen lassen!
Verantwortung - Innere Haltung, Selbstverantwortung und Ruhe im Wandel. Barbara Messer ist Schriftstellerin, Rednerin und Weiterbildnerin. Sie arbeitete über 15 Jahre in der Altenpflege, der Begleitung von Menschen mit Demenz, in der Hospizarbeit sowie im Management komplexer Gesundheitseinrichtungen. Mehrfach ausgezeichnet in der Weiterbildungsbranche, erhielt sie 2018 den Titel Certified Speaking Professional und 2019 den GSA Innovation Award. Barbara Messer ist Autorin von über 25 Büchern. Im Zentrum ihrer Arbeit steht, wie Menschen integer leben, Verantwortung übernehmen und auch in unsicheren Zeiten handlungsfähig bleiben.Sendehinweis: ORF Radio Vorarlberg am 27.06.2026.
Ingeborg Bachmann gehört zu den grossen Stimmen der europäischen Nachkriegsmoderne – und zu den widersprüchlichsten. Aufgewachsen im Schatten von Krieg und Nationalsozialismus, findet die 1926 geborene Kärntnerin früh zur Literatur – und macht das Schreiben zu ihrem existenziellen Projekt. Eine atemberaubende Karriere führt die Autorin von Wien über Paris nach Rom. Beziehungen zu Paul Celan und Max Frisch prägen Bachmanns Leben ebenso wie Brüche, Krisen und Rückzüge. In den 1960er-Jahren gerät das Leben der Schriftstellerin zunehmend aus dem Gleichgewicht. Zum 100. Geburtstag der Schriftstellerin wird das Werk Ingeborg Bachmanns aus verschiedenen Blickwinkeln neu beleuchtet. Sichtbar wird eine Autorin, die bei allem Streben nach Emanzipation in den Verstrickungen ihrer Zeit gefangen blieb – existenziell und künstlerisch. ____________________ Redaktion: Günter Kaindlstorfer ____________________ Produktion: SRF 2026 ____________________ Dauer: 54'
Die Debatte mit Natascha Freundel, Teresa Präauer und Regina Schilling "Therapie schadet nie." (Teresa Präauer) Ingeborg Bachmann lacht, als sie zum Fernsehreporter sagt: „Die Männer sind unheilbar krank. Wissen Sie das nicht? Alle!“ Die Interviewszene von 1971 ist zentral in Regina Schillings Dokumentarfilm „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“. Zum 100. Geburtstag der solitären Schriftstellerin Bachmann springt hier ihre Aktualität ins Auge: Ihr Erforschen (und Erleiden) dessen, was heute strukturelle männliche Gewalt gegen Frauen genannt wird. Ihre Behauptung eines „Ichs“, das nach einer anderen Freiheit sucht, nach einem anderen „Du“, jenseits männlicher und weiblicher Zuschreibungen. Seit Bachmanns tragischem Tod im September 1973 hat sich viel verändert. Künstlerinnen sind keine Ausnahmen mehr. Geschlechter sind fluide und kommunizieren „auf Augenhöhe“. Wirklich? Die Filmemacherin Regina Schilling und die Schriftstellerin Teresa Präauer denken über das enigmatische Erbe der Ingeborg Bachmann und Frauen im Kunstbetrieb heute nach. Teresa Präauer ist Schriftstellerin und lebt in Wien. Ihr Roman »Für den Herrscher aus Übersee« erhielt 2012 den aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosadebüt. Seither entstanden zahlreiche Bücher, u. a. ausgezeichnet mit dem Erich-Fried-Preis 2017, dem Ben-Witter-Preis 2022 sowie dem Bremer Literaturpreis 2024 für »Kochen im falschen Jahrhundert«. Demnächst erscheinen: »Nie mehr weinen – Tränenkunde für Fortgeschrittene« (Essay, Residenz Herbst 2026) sowie »Guten Abend, Herr Morgan«, 3.12.2026 Theater in der Josefstadt, Kammerspiele. Regina Schilling ist Dokumentarfilmerin und war 2001 bis 2024 mitverantwortlich für das Programm der lit.COLOGNE. Zu ihren vielfach ausgezeichneten Filmen zählen „Bierbichler“ (2007), „Geschlossene Gesellschaft – Der Missbrauch an der Odenwaldschule“ (2011, Co-Regie Luzia Schmid,) und „Titos Brille“ (2014). „Kulenkampffs Schuhe" (2018) wurde u.a. mit dem Grimme-Preis, dem 3sat-Dokumentarfilmpreis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2022 folgte ihr Künstlerportrait „Igor Levit. No Fear“ und 2023 der ZDF-Dokumentartilm „Diese Sendung ist kein Spiel - die unheimliche Welt des Eduard Zimmermann, Moderator und Erfinder von Aktenzeichen XY“. "Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war" mit Sandra Hüller, Paul Celan, Hans-Werner Henze und Max Frisch startet am 25.6.2026 in den deutschen Kinos. Kapitel: 00:00:00 Intro und Lieblingssätze 00:03:25 "Die Krankheit der Männer." 00:05:57 Erste Begegnungen mit Bachmann 00:09:23 Bachmann wiederlesen 00:14:23 Erste Gewalterfahrung (Sandra Hüller liest aus "Malina") 00:25:33 "Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar." 00:28:03 Kunstschaffende Frauen gestern und heute 00:33:53 Mit Männern leben 00:38:26 "Ich habe kein Geschlecht mehr." (Gebärmutter-OP) 00:41:04 Todesarten-Projekt 00:47:31 Aus der männlichen Position erzählen 00:50:57 Lese-Empfehlungen 00:53:27 Zweiter Gedanke: Die Männer sind unheilbar krank? 00:54:58 Outro und Podcast-Tipp: DER VERBOTENE VATER - Schicksal eines französischen Besatzungskinds https://1.ard.de/alles-geschichte-der-verbotene-vater Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
In "Uppercut" erzählt Maja Iskra vom Aufwachsen im Belgrad der 90er, zwischen Krieg, patriarchalem Bootcamp und Mädchen, die härter zuschlagen als Jungs. Die Medienkünstlerin und Urbanistin zeigt, wie Gewalt, Popkultur und Sehnsucht eine Generation prägen.
„Ich möchte die Hörerinnen und Hörer dazu ermuntern, in die unperfekten Bereiche des Suchens wiedereinzusteigen“, sagt die Berliner Schriftstellerin und Performerin Mara Genschel über ihre SWR Kultur-Kolumne „Versteckte Gefahren der klassischen Musik“. Die gibt es in alphabetischer Reihenfolge, von AB wie Anton Bruckner über den Ton Cis und D wie Drogen, E wie Eichendorff oder F wie Fehler – mittlerweile ist die Kolumne beim Buchstaben J angelangt. SWR-Musikredakteur Rafael Rennicke klärt im Gespräch mit Mara Genschel, was und wer hinter den „Versteckten Gefahren der klassischen Musik“ steckt.
In der neuen Folge ihrer Kolumne "Versteckte Gefahren der klassischen Musik" fragt sich die Schriftstellerin und Performerin Mara Genschel: Was versteht man in der klassischen Musik unter Junk? Denn dass die offenbar so unantastbare "holde Kunst" oft zugemüllt wird, steht außer Frage. Aber anders als die Fastfood-Pizza von nebenan wird sie weder kalt noch alt.
Tanja Runow www.deutschlandfunk.de, Zwischentöne
Bis heute ist die Faszination für die Schriftstellerin, die schon zu Lebzeiten zur Ikone, ja selbst zur Literatur gemacht wurde, ungebrochen. Aber allzu leicht verfällt man im Schreiben und Sprechen über Ingeborg Bachmann in einen voyeuristischen Blick, ihre Liebschaften mit berühmten Schriftstellern werden ausgebeutet, selbst 53 Jahre nach ihrem Tod wird sie noch zum Spielball der Meinungen über ihre Person. Jörg Schorn Die Bachmann. Eine illustrierte Biographie Jacoby & Stuart, 120 Seiten
Regina Schilling befragt mit ihren Filmen die deutsche Geschichte und zugleich ihre eigene Biografie. In ihrem neuen Dokumentarfilm widmet sie sich der Schriftstellerin, die ihr als junge Leserin die Augen öffnete: "Ingeborg Bachmann. Jemand, der einmal ich war". Für diesen Film hat sie intensiv mit der Schauspielerin Sandra Hüller zusammengearbeitet. In früheren Projekten hatte die Dokumentarfilmerin westdeutsche Fernsehshows ihrer Kindheit untersucht, aber auch Künstler wie Joseph Bierbichler oder Igor Levit portraitiert. Britta Bürger hat mit Regina Schilling gesprochen.
Selbstzweifel, enttäuschte Liebe und die Suche nach Orientierung. Was Ingeborg Bachmann in den 1950er Jahren schrieb, wirkt bis heute erstaunlich aktuell. Zum 100. Geburtstag der österreichischen Schriftstellerin erscheint ihr siebenteiliger Erzählzyklus „Das dreißigste Jahr“ als Lesung von Marit Beyer. Die Hörbuchsprecherin macht den Schlüsseltext der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur mit ihrer eindringlichen Stimme zu einem lebendigen Hörerlebnis.
Sie ist Ärztin, Journalistin und Schriftstellerin aus Odesa, Jüdin und Migrantin in Dresden: In "Zugwind" erzählt Iryna Fingerova vom Leben ukrainischer Geflüchteter, von sozialem Tod, Trauma und magischem Realismus - und davon, wie Hoffnung wiederkehrt.
Lesung und Gespräch. "In ihrer Literatur bin ich anders gemeint", sagt die Filmemacherin Regina Schilling über das Werk der österreichischen Schriftstellerin. Zum 100. Geburtstag die bekannteste Erzählung von Ingeborg Bachmann.
Mit Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Schlafstörungen und Depressionen kamen ukrainische Geflüchtete nach dem russischen Angriff auf die gesamte Ukraine im Februar 2022 in die Dresdener Arztpraxis von Iryna Fingerova. Die Diagnose, die sie alle teilten: „Krieg“. Geboren wurde die Ärztin und Schriftstellerin 1993 in eine jüdische Familie in Odessa. Vor dem Krieg, der 2014 begann, flüchtete sie nach Israel und kam 2018 nach Deutschland. Die ersten drei Jahre der Emigration, sagt sie, seien ein sozialer Tod. „Zugwind“ heißt ihr dritter Roman. Der erste, den sie teilweise auf Deutsch geschrieben hat.
"Kein Mucks!" – der Krimi-Podcast mit Bastian Pastewka (Neue Folgen)
Ein geheimnisvoller Mord hat Paul Temple und die gesamte Londoner Polizei alarmiert. Und der Meisterdetektiv ist wohl auf der richtigen Spur, denn er kann gerade noch so verhindern, dass seine Frau Steve entführt wird. Kurz darauf lernt das Paar eine der Hauptverdächtigen in dem Mordfall Richard Ferguson kennen – genau wie Temple ist sie auch eine berühmte Schriftstellerin. Und sie hat einen Brief von dem Mörder bekommen. Bastian Pastewka präsentiert: Paul Temple und der Fall Jonathan (2/4) Von Francis Durbridge Mit René Deltgen, Edith Lechtape, Lilly Towska, Heinz Schimmelpfennig, Karl-Heinz Bender u.a. Regie: Eduard Hermann WDR (NWDR) 1954 Podcast-Tipp: Die Hexe von Pendach - historische Mystery-Hörspielserie https://1.ard.de/hexe-von-pendach?cp=keinmucks
Bevor sie am Theater arbeitete, hatte sie einen prägenden Aufenthalt in der Sowjetunion. Aus dem heraus entstand ihr erstes Buch "Plötzlich ist es Nacht". Seitdem seziert Sie Justiz, Kirche, Schule und Machtmissbrauch. In "Eins zu Eins. Der Talk" spricht Petra Morsbach über ihren neuen Roman "Orion", Krankheit, Widerstand - und darüber, was Literatur im Leben bewirken kann.
Am kommenden Montag jährt sich der Todestag von George Sand zum 150. Mal. Sie war nicht nur eine vielgelesene Schriftstellerin, sondern auch ein wacher politischer Geist. Literaturwissenschaftlerin Brigitte Schwens-Harrant macht sich diese Woche „Gedanken für den Tag“ über die Schriftstellerin. Gestaltung: Alexandra Mantler – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 03.06.2026
Am 8. Juni ist der 150. Todestag von George Sand. Nicht nur ihr Werk, auch ihr bewegtes Leben hat sie zu einer Symbolfigur gemacht: In einer von Männern dominierten Gesellschaft ist George Sand selbstbewusst für ihre Unabhängigkeit eingetreten und hat Männerkleidung getragen. Literaturwissenschaftlerin Brigitte Schwens-Harrant macht sich diese Woche „Gedanken für den Tag“ über die Schriftstellerin. Gestaltung: Alexandra Mantler – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 02.06.2026
Am 8. Juni jährt sich der Todestag von George Sand zum 150. Mal. Sie schrieb ihre Romane unter diesem männlichen Pseudonym und machte sich für die Emanzipation der Frauen stark. Ihre sozialkritischen Schriften und Romane wurden viel gelesen. Literaturwissenschaftlerin Brigitte Schwens-Harrant macht sich diese Woche „Gedanken für den Tag“ über die Schriftstellerin. Gestaltung: Alexandra Mantler – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 01.06.2026
Sie flieht aus adliger Enge in ein Leben voller Kunst, Literatur und unzählige Liebhaber. Franziska zu Reventlow, geboren am 18. Mai 1871, lebt radikal selbstbestimmt. Von Christian Kosfeld.
Siba Shakib ist deutsch-iranische Journalistin, Dokumentarfilmerin, Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin, sie lebt abwechselnd in Italien, New York und Wien. Berühmt wurde sie 2001 mit ihrem Weltbestseller “Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum Weinen”. Mit Wolfgang spricht sie über ihre Stationen von Mick Jagger über islamische Mode bis Afghanistan und den Iran. Haben die Menschen im Iran noch die Kraft zur Opposition? Wie geschwächt – oder gestärkt – ist das Land aktuell? Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/ApokalypseundFilterkaffee Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio: https://www.seven.one/portfolio/sevenone-audio
Am 4.5.1936 flieht Irmgard Keun vor den Nazis nach Ostende. Sie ist jung, modern und ein Literatur-Star. In Belgien beginnt ein Leben zwischen Freiheit, Angst und Verlust. Von Christiane Kopka.
Köhler, Michael www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Klasen, Andrea www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
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Lange Zeit wurde die Bibel gelesen als ein Buch, das für uns, die christlichen Kirchen, geschrieben wurde. Gemeinsam mit der Pfarrerin und Neutestamentlerin Tania Oldenhage stellen Andi und Thorsten diese Selbstverständlichkeit in Frage. Denn das Alte Testament ist als Hebräische Bibel zugleich die Heilige Schrift des Judentums. Auch die Verfasser des Neuen Testaments waren zum grössten Teil Juden. Diese Verwurzelung im Judentum wurde nicht nur verdrängt. Allzu lange wurde das Judentum in der Bibelauslegung als eine Art Dunkelfolie des Christentums benutzt. Und schlimmer. Im Anschluss an einzelne Passagen im Neuen Testament wie die Passionsgeschichte wurden «die Juden» pauschal als «Gottesmörder» verurteilt, die von Gott verstossen wurden. Tania Oldenhage macht deutlich, wie tief die Wirkungsgeschichte solcher antijüdischer Stereotype in der Christentumsgeschichte war und ist. Und sie macht Mut, diese Sichtweisen konsequent zu hinterfragen und die biblischen Texte neu zu entdecken, auch wenn das bedeutet, sich auf eine intensive Auseinandersetzung mit den überlieferten Worten einzulassen. Im Gespräch kommen sie auf ihr neues Buch «Else Lasker-Schüler und der Flüchtlingssonntag» (2025), in dem Oldenhage zeigt, wie anregend der Bibelumgang einer jüdischen Schriftstellerin wie Lasker-Schüler (1869-1945) auch für uns sein kann. Oldenhage erzählt von der 1933 erfolgten Flucht der deutsch-jüdischen Autorin nach Zürich und ihren dortigen Erfahrungen. Bibeltexte waren für sie Halt und Inspirationsquelle, um ihr Geschick in Zeiten eines mörderischen Antisemitismus zu deuten. Wer sich für diese Erfahrungen öffnet, kann nicht übersehen, dass die Schweiz auch heute Ziel von Geflüchteten ist, die vielfach auf Vorurteile und Abwehr treffen. «Gott ist ein Flüchtling», so habe ihr ein Mann aus Eritrea einmal im Zusammenhang eines Gottesdienstes mit Geflüchteten gesagt. Bibeltexte voller Migrationserfahrungen erweisen sich bis heute als lichtvoll, wenn wir sie nicht als sicheren Besitz ansehen, sondern sie mit Erfahrungen unserer Zeit ins Gespräch bringen. Quellen: Tania Oldenhage (2025): Else Lasker-Schüler und der Flüchtlingssonntag. Impulse für eine biblische Migrationstheologie, Zürich: TVZ Videovortrag von Tania Oldenhage: «Selig sind die Unfruchtbaren». Tania Oldenhage zur Gerichtsandrohung an Jerusalem. https://www.eaberlin.de/themen/projekte/bildstoerungen/antisemitismuskritische-bibelauslegungen/selig-sind-die-unfruchtbaren/ In den nächsten Tagen erscheint von ihr ein Vortrag zum Kindermord des Herodes in der Reihe «Antisemitismuskritische Bibelauslegungen» der Evangelischen Akademie in Berlin. https://www.eaberlin.de/themen/projekte/bildstoerungen/antisemitismuskritische-bibelauslegungen/ Im März 2026 wurde die Handreichung «Kirche ohne Antisemitismus» von der Synode der Zürcher Landeskirche angenommen. Hier geht es zum Text und weiteren Materialien. https://fokustheologie.ch/stoffwelten-dossiers/kirche-ohne-antisemitismus/
Von der Schaufensterdekorateurin zur Schriftstellerin: Sandra Lüpkes macht heute das, was sie schon immer machen wollte - sie schreibt! Krimis, Romane und Drehbücher - auch über die Insel Juist, wo sie aufgewachsen ist.