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Lesart - das Literaturmagazin (ganze Sendung) - Deutschlandfunk Kultur
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In ihrer neuen Folge zu den "Versteckten Gefahren der klassischen Musik" ist die Schriftstellerin und Performerin Mara Genschel beim Buchstaben I angekommen – und macht sich Gedanken zu Richard Wagners Isolde.
Die Bestsellerautorin hat ein Buch über das Älterwerden und die neu gewonnene Freiheit in den Wechseljahren geschrieben.
Lyrik: Ghasele von Ursula Haas – gelesen von der Autorin – aus: "Ich kröne dich mit Schnee"(Hördauer ca. 34 Minuten)Formal gebändigte Lyrik von überzeugender BildkraftDieser Band mit Gedichten zeigt Ursula Haas auf dem Höhepunkt ihrer lyrischen Kunst und Kunstfertigkeit. Er gliedert sich in drei Kapitel, wobei das zweite Kapitel „Im Schleier des Morgens“ aus Ghaselen besteht und einer alten morgenländischen Versform, die im 19. Jahrhundert eine große Faszination auf die Lyriker ausübte, neues Leben einhaucht. Tradition und Moderne begegnen und vereinigen sich hier.Ursula Haas wechselt in ihren Gedichten zwischen längst vergangenen Bildungslandschaften und unserer Jetzt-Zeit. Genauso rasch wechselt sie die Orte: von Prag im Winter zum Erntedank auf der Insel Reichenau, von einem Sommertag auf Kap Corse zum Herbst in Berchtesgaden. „Die Zeit der Verpuppung ist lang“, so heißt es in einem ihrer Gedichte, aber dafür entschädigt der Sommerflug, bei dem „das Blau des Himmels/zum Garten Eden wird.“Dieser Gedichtband ist eine Entdeckung für alle Freunde und Kenner der zeitgenössischen Lyrik. Ursula Haas wurde in der ehemaligen Tschechoslowakei in Aussig a.d. Elbe (Usti nad Labem) geboren. Sie wuchs in Düsseldorf und Bonn auf und studierte Geschichte, Germanistik und Pädagogik in Bonn und Freiburg. Nach ihrer Referendarzeit in München trat sie nicht in den Schuldienst, sondern gab Privatunterricht und begann zu schreiben. Verheiratet mit dem Chirurgen Werner Haas, bekam sie eine Tochter und einen Sohn. Inzwischen alleinstehend, lebt und arbeitet Ursula Haas nach wie vor in München als freie Schriftstellerin in den Genres Lyrik, Roman, Erzählung, Libretto, Theaterstück und Essay. Ihre Gedichte sind in zahlreiche Sprachen übersetzt."Ich bin im Krieg in Tschechien geboren, wuchs in NRW auf und lebe seit langem in München. Trotz Germanistikstudium schreibe ich seit gut 20 Jahren literarische Bücher. Mein Medea-Roman war der erste von einer Frau geschriebene! Er brachte mir auch insofern Glück, weil ich durch ihn zum Schreiben von Musiktexten (Libretti) kam. Daraus entstand z.B. die Medea-Oper mit der Musik von Rolf Liebermann, die 2001 in der Pariser Oper aufgeführt wurde. Mein Roman "Drei Frauen" von 2009 beschäftigt sich mit drei Künstlerinnenbiografien. (Camille Claudel, Tina Modotti und Lenka, die meinem Leben nachgeht). Siehe die Kritiken bei Amazon! Mein ebenfalls 2009 erschienener Lyrikband " Ich kröne dich mit Schnee" bekam 2010 den Nikolaus-Lenau-Preis. 2014 erschien im A1 Verlag der Band mit Erzählungen "Busenfreundinnen. Geschichten zu Lust und Brust". 2018 der Gedichte -und Poesie-Band "Wortfisch im Grünen Aquarium" (edition bodoni).2020 das Tagebuch "Zerzauste Tage. Ein Jahr der Wirklichkeiten" (edition bodoni)."Wenn Ihnen dies gefallen hat, hören Sie doch auch einmal hier hineinoder hierSchnitt und Realisation Uwe Kullnick
Ein vielleicht gar nicht mal so überraschendes Ergebnis lieferte die Bestenliste-Runde im Freiburger Literaturhaus. Werke, die auf die Vergangenheit zurückblicken, führten nicht selten zu hitzigen Diskussionen über die Gegenwart. Meike Feßmann, Eberhard Falcke und Jörg Magenau diskutierten über vier auf der SWR Bestenliste im März verzeichneten Werke. Auf Platz 4 steht ein Buch aus der Friedenauer Presse, nämlich Banines „Liebe ist Dir verboten. Ernst Jünger und ich. Aufzeichnungen 1942-1991“. Die von Alexander Pschera übersetzten, eingeleiteten und herausgegebenen Reflexionen der in Baku geborenen Schriftstellerin führten zur kontrovers beantworteten Frage, wie neben der geistigen Anziehung das erotische Verhältnis, insbesondere ein sexueller Übergriff Jüngers zu bewerten sei. Safae el Khannoussis Roman „Oroppa“ in der deutschen Fassung von Stefanie Ochel wird durchweg gelobt. Das Buch der marokkanisch-niederländischen Autorin, das im Hanser Verlag erschienen ist, steht auf Platz 3 der März-Bestenliste und zeichnet sich vor allem durch eine vielschichtige und zunächst nicht leicht zu lesende Mehrstimmigkeit aus. Trotzdem oder auch gerade deshalb wird es als „Meisterwerk“ gefeiert. Kurios, komisch und surreal ist Dorota Masłowskas Episodenroman „Im Paradies“, den Olaf Kühl für den Rowohlt Berlin Verlag aus dem Polnischen ins Deutsche übertragen hat. Die ästhetischen Mittel der Autorin und das Roman-Etikett werden innerhalb der Jury unterschiedlich bewertet, genau wie die Frage, ob „Im Paradies“ (Platz 2) auch als Gesellschaftsportrait Polens zu lesen sei. Äußerst kritische Anmerkungen gab es zu Judith Hermanns Erinnerungsbuch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit (S. Fischer Verlag). Hermann begibt sich auf Spurensuche in Polen. Dort möchte sie mehr über ihren Großvater erfahren, der Mitglied der SS und mutmaßlich an Verbrechen der Besatzer beteiligt war. Doch die Recherche verläuft im Dunklen. Worum geht es in dem Text? Handelt es sich um eine literarische Familienaufstellung? Wie fügt sich der Besuch der Erzählerin bei der Schwester in Neapel in die Gesamtkonstruktion ein? Welche Rolle spielt der Stil der Autorin bei Einordnung des Buchs? Es wurden viele Fragen gestellt, die zu heftiger Kritik der Jury führten. Ein Buch, das auf Platz 1 der SWR Bestenliste steht, das Publikum nachdenklich stimmt und Debatten über die Gegenwart der Vergangenheit auslöst. Aus den vier Büchern lasen Antje Keil und Sebastian Mirow. Durch den Abend führte Carsten Otte.
Alles in dieser Familie kreist um den selbstvergessenen Georg und seine Krankheit. Niemand kann wissen, wie lange sein trauriges Sterben dauern wird. Eine familiäre Ausnahmesituation, die Mutter und Tochter emotional herausfordert und strapaziert. Dann ändert sich plötzlich das Setting, Georg verwandelt sich … Nefeli Kavouras schreibt in ihrem Roman "Gelb, auch ein schöner Gedanke" über eine zärtliche Beziehung, über das Sterben und die extremen Situationen im Leben, über Trauer und Verlust. Für einen Auszug aus diesem Roman erhielt sie bereits den Hamburger Literaturpreis. Nefeli Kavouras ist fest im Literaturbetrieb verankert, arbeitet u.a. als Kuratorin, Podcasterin und Mitarbeiterin des mairisch Verlags. In NDR Kultur à la carte spricht die Schriftstellerin mit Lisa Kreißler über ihre verschiedenen Wirkungsbühnen, über Literatur und das Schreiben.
Ein Leben im Schatten der Kriege: Der Österreicher Norbert Gstrein erzählt in seinem packenden Antikriegsroman von einem, der nie kämpft und doch geprägt wird von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Im Gespräch mit Felix Münger sagt der Autor, weshalb diese Konstellation gerade heute aktuell ist. In seinem Roman «Im ersten Licht» greift Norbert Gstrein einmal mehr grosse Themen unserer Zeit auf: Wie verhalten wir uns zum Krieg, der zurück ist in Europa? Und: Können wir «Zaungäste» sein, wenn die Ordnung untergeht, die wir gekannt haben? Gstrein spielt drängende Fragen wie diese in der Historie durch – und schafft dadurch die nötige zeitliche Distanz zur kritischen Selbstbefragung als Menschen im Hier und Jetzt. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Norbert Gstrein. «Im ersten Licht». 416 Seiten. Hanser, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: literatur@srf.ch ____________________ In dieser Episode zu hören - Norbert Gstrein, Schriftsteller ____________________ - Host: Felix Münger ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
In ihrem neuen Roman ringt die Schriftstellerin literarisch mit der NS-Vergangenheit des Großvaters.
Der Schwingerkönig Stucki Chrigu trifft bei Olivia Röllin in Zürich auf die Unternehmerin Magdalena Martullo-Blocher. Christian Stucki (41) oder Stucki Chrigu, wie er sich selbst nennt, ist einer der erfolgreichsten Schwinger der Gegenwart: Schwingerkönig 2019, Gewinner von zahlreichen Kranzfesten sowie des Kilchberger- und des Unspunnen-Schwingets – der seltene «Schwinger-Grand-Slam». Hätte man ihm mit 18 gesagt, dass er einmal eine Familie mit Schwingen ernähren würde, hätte er geantwortet: «Hesch en Flick weg?» – trotzdem ist es genau so gekommen. 2023 beendete der gelernte Forstwart nach über 30 Jahren im Sägemehl seine aktive Karriere, auch aufgrund von körperlichen Beschwerden. Heute teilt er sich mit seiner Frau die Familien- und Erwerbsarbeit, arbeitet mit verschiedenen Werbepartnern zusammen und ist für einen Sackmesserhersteller tätig – am liebsten aber kocht oder fischt er. ___________________________________________ Magdalena Martullo-Blocher (56) ist Unternehmerin, Nationalrätin der SVP für den Kanton Graubünden und Chefin der international tätigen EMS-Chemie-Gruppe. Sie gehört zu den reichsten Schweizerinnen, behauptet von sich aber, sie habe gar keine Zeit, Geld auszugeben, und wohnt bis heute im ehemaligen Elternhaus am Zürichsee. Aufgewachsen am See und verwurzelt in Graubünden, pendelt sie seit über zwanzig Jahren zwischen Familienleben, globalem Management und Bundeshaus. Dabei wollte sie ursprünglich Schriftstellerin werden. Entspannung findet sie in den Bergen, in der Natur oder auf Reisen in andere Kulturen, etwa nach China. Legendär ist sie für ihre pointierten Sprüche, die man sich in den sozialen Medien tausendfach angeschaut hat. ________________________________________ Magdalena Martullo-Blocher und Christian Stucki sind zu Gast bei Olivia Röllin am Sonntag, 22. Februar in der Livestage im SRF Studio Zürich. Türöffnung ist um 9 Uhr. Bitten seien Sie bis 9.30 Uhr vor Ort. ___________________________________________ Moderation: Olivia Röllin Das ist «Persönlich»: Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interessen, Ansichten und Meinungen. «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
Iryna Fingerova arbeitet neben dem Klinikalltag in Dresden als Journalistin und Schriftstellerin. Im Februar erschien im Rowohlt Verlag ihr neuer Roman „Zugwind“, übersetzt von Jakob Walosczyk.
"Selbstregulierung des Herzens" heißt der neue Roman von Peggy Mädler. Noch ein letztes Mal, so sagt die Schriftstellerin, wollte sie zurückblicken auf die DDR und die Wendezeit. Sie erzählt vier Jahrzehnte im Leben einiger Freunde und Pärchen. Die einen träumen von Wirtschaftsreformen und intelligenten Rechenmaschinen, die anderen von Kunst ohne staatliche Kontrolle. Es geht um Rückzugsräume und Datschenträume, um Kybernetik, selbst lernende Systeme, die Liebe, Kunst und den Alltag zwischen Selbstregulierung und Staatsüberwachung. Peggy und Nadine reden im ehemaligen Rechenzentrum Potsdam über die Entstehung des Romans, Peggys Datsche, den Zusammenhang von Kybernetik und Politik, und über den Blick auf Ostdeutschland heute. Das Buch Peggy Mädler: "Selbstregulierung des Herzens", Galiani Berlin, 304 Seiten, 23 Euro Nadine empfiehlt Christoph Hein: "Das Narrenschiff", 751 Seiten, Suhrkamp Peggy empfiehlt Jina Khayyer: "Im Herzen der Katze", Suhrkamp, 253 Seiten, 25 Euro Heike Geißler: "Verzweiflungen", Essay, Edition Suhrkamp, 221 Seiten, 18 Euro Der Ort Rechenzentrum Potsdam mit dem Mosaik-Wandbild von Fritz Eisel Die Autorin Peggy Mädler wurde 1976 in Dresden geboren und lebt als Theater-Dramaturgin und freie Autorin in Berlin. Sie arbeitet bundesweit mit verschiedenen Performancegruppen, Theatern und Regisseur*innen zusammen. Für ihren Roman "Wohnin wir gehen" (2019) erhielt sie den Fontane-Literaturpreis der Fontanestadt Neuruppin und des Landes Brandenburg. 2024 erschien "Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat" mit Annett Gröschner und Wenke Seemann.
Pflege hat Macht - und kann einen landesweiten Katastrophenfall auslösen. Fühlt sich im Pflegealltag nicht so an...? Autorin Antje hat das in ihrem neuen Roman mal durchgespielt. In "Zuhause ist vorübergehend geschlossen" (dtv Verlag) geht die gesamte Altenpflege in den Streik. Und stürzt die gesamte Gesellschaft in die Vollkrise. Litti und Ollschgich diskutieren mit der Schriftstellerin diese krasse Konstellation. Was passiert mit dem Land, wenn etwas für selbstverständlich genommen wird? Wie hat Antje sich informiert, was in der Pflege eigentlich passiert? (Spoiler: Die zwischenschicht spielt eine Rolle!) Haben Verlage eigentlich überhaupt Interesse an der Pflege? Und Antje, was fasziniert dich an dem Stoff Pflege? Leute, wir lieben es, wie Antje auf die Pflege mal einen Blick von außen wirft. Wie sie auch uns Pflege-Insidern in dem Buch auch mal was Neues zeugt und demonstriert, wie verdammt wichtig Pflege eigentlich ist - erfahrt ihr in der neuen Folge. Einschaltbefehl!
Der Schweizer Autor Pedro Lenz hat «Mit linggs» ein berührendes Buch über den Ausnahme-Fussballer Diego Maradona geschrieben. Und die italienische Autorin Gabriella Zalapì erzählt eine aufwühlende Familiengeschichte. Der Buchtitel «Mit linggs» spielt auf den starken linken Fuss von Diego Armando Maradona an, den für viele besten Fussballer, den es je gab. Pedro Lenz lässt in seinem Buch, das zum gleichnamigen Bühnenprogramm erscheint, Maradona sein Leben aus der Ich-Perspektive erzählen. Lenz' Maradona ist ein Melancholiker zwischen Grössenwahn und Selbstlosigkeit. «Mit linggs» konfrontiert den Lesenden ungeschützt mit der emotionalen Achterbahn des ballverliebten Jungen, der die Welt erobert und an dieser Welt zerbricht. Sehr berührend, sehr anregend, findet Markus Gasser, der das Buch vorstellt. Die achtjährige Ilaria hängt kopfüber an einer Metallstange auf dem Schulhof in Genf, als ihr Vater sie mit dem Auto abholt. Anstatt sie zur Mutter zu bringen, fährt er mit Ilaria über die Grenze nach Italien. Es ist der Beginn einer Entführung, die zwei Jahre dauern wird. Für ihren Roman hat sich die französischsprachige Schriftstellerin mit Schweizer Wurzeln, Gabriella Zalapì, von ihrer eigenen Lebensgeschichte inspirieren lassen. Aus der Perspektive des Kindes schildert sie Ilarias Angst und Verunsicherung – und zugleich die tiefe Zuneigung zu einem Vater, der die Trennung von seiner Frau nicht akzeptieren kann. Für Tim Felchlin ist es ein aufwühlender Roman, der neben seiner Ernsthaftigkeit aber auch eine feine Italien-Nostalgie der 1980er-Jahre heraufbeschwört. Kurztipp: Das Sach-Bilderbuch «Auf in die Berge!» gewinnt den diesjährigen Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis. Die Illustratorin Katja Seifert erzählt darin von der Geschichte des Bergsteigens. Das wunderschön illustrierte Buch thematisiert vieles: Wissenswertes, die mystische Wirkung der Berge, Herausforderungen, Veränderung und Gefährdung. Empfehlenswerte Lektüre für die ganze Familie. Buchhinweise: Pedro Lenz. Mit linggs. 120 Seiten. Der gesunde Menschenversand, 2026. Gabriella Zalapì. Ilaria. 162 Seiten. Aus dem Französischen von Claudia Steinitz. Suhrkamp, 2026. Katja Seifert. Auf in die Berge!. 64 Seiten. NordSüd, 2025.
Felle, Federn, Fischschuppen: Ruth kann Menschen durch Küsse in Tiere verwandeln und mit ihrer Willenskraft Bäume fällen. Julia Weber spricht über diese «moderne Hexe» als Vorbild, darüber, warum Menschen dem Alltag entfliehen wollen, und warum die sinnliche Wahrnehmung ihr besonders wichtig ist. Dank ihrer besonderen Kräfte kann Julia Webers Protagonistin der Welt und ihren Ungerechtigkeiten auf eine andere Art begegnen. Unglückliche oder unsichere Menschen suchen Trost oder einen Ausweg aus dem «normalen» Leben, wenn sie sich von Ruth zum Beispiel in ein kleines Vögelchen verwandeln lassen, und sie selbst sieht einen zentralen Zweck ihres Daseins darin, ihnen zu helfen. Doch auch Ruth ist mit zutiefst menschlichen Krisen konfrontiert, die sich trotz ihren übermenschlichen Fähigkeiten nicht alle aus der Welt schaffen lassen: Freundinnen mit schwerwiegenden psychischen Problemen, komplizierte Beziehungen, der Verlust der unbeschwerten Kindheit, der Drang, gefallen zu wollen. Besondere Fähigkeiten bedeuten auch besondere Verantwortung – und damit hadert Ruth. Je älter sie wird, desto mehr entgleiten ihr die Dinge. Im «Literaturclub Interview» gibt Julia Weber Auskunft darüber, warum sie dennoch hofft, mehr Menschen könnten die Welt einmal durch Ruths Augen sehen. Sie verrät, weshalb sie selbst sich gern in eine Qualle verwandeln würde, und warum sie über «eine Sexualität, die mit Pornografie nichts mehr zu tun hat» schreibt. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Julia Weber. «Weil ich Ruth bin». 464 Seiten. Limmat Verlag, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: literatur@srf.ch ____________________ In dieser Episode zu hören - Julia Weber, Autorin ____________________ - Host: Simon Leuthold ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
Das Werk der Dichterin, Dramaturgin und Romanschriftstellerin Ursula Krechel widmet sich den Geflüchteten und Benachteiligten. Für ihr Oevre erhält sie 2025 die höchste Auszeichnung der deutschsprachigen Literatur, den Georg-Büchner-Preis.
In Dänemark gehören Tove Ditlevsens Gedichte in jeden Bücherschrank. Sie werden in Poesiealben geschrieben, bei Festen zitiert oder als Lieder vertont. Acht Gedichtbände hat die skandalumwitterte Schriftstellerin veröffentlicht, zusammen mit zahlreichen Romanen, Erzählungen und Theaterstücken, bis sie sich 1976 das Leben nahm. Einige davon hat der Aufbau Verlag in den letzten Jahren bereits herausgebracht, jetzt erscheinen mit diesem Gedichtband erstmals ausgewählte Gedichte Ditlevsens in deutscher Sprache. Irène Bluche stellt "Da wohnt ein junges Mädchen in mir, das nicht sterben will" vor.
Die schwedische Schriftstellerin Lisa Ridzén schreibt über das Älterwerden auf wohltuende und empathische Weise. Und die argentinische Schriftstellerin übersetzt scheinbar alltäglichen Wahnsinn in literarischen Horror. Allein geht es nicht mehr. Der 89-jährige Bo lebt zwar noch mit Hund Sixten auf seinem abgelegenen Hof in Schweden, doch dreimal täglich stehen Pflegefachkräfte vor der Tür und Sohn Hans füllt regelmässig das Tiefkühlfach mit Fertiggerichten. Als Hans seinen Vater drängt, Sixten wegzugeben, wächst Bos Wille zur Unabhängigkeit. In der Angst vor der Einsamkeit schweifen seine Gedanken zu seiner demenzkranken Frau im Pflegeheim, zu einem gewaltvollen Vater und zu prägenden Momenten der Freundschaft. Lisa Ridzéns Romandebüt «Wenn die Kraniche nach Süden ziehen» war in ihrer Heimat ein Riesenerfolg. Auch auf Deutsch ist dieses Buch ein wohltuender Begleiter für alle, die das Älterwerden fürchten oder sich um alternde Eltern sorgen, meint Tim Felchlin. Mariana Enriquez' Geschichten werden zwar als Horror bezeichnet, und klar, da ist einiges drin, das einen gruseln kann, aber eigentlich passiert etwas viel Grösseres. Die argentinische Schriftstellerin nimmt die soziale Realität Argentiniens und verwandelt sie in unheimliche, beklemmende Albträume: Geister tauchen auf, Gesichter von lebenden Menschen verwesen, die Grenzen zwischen Leben und Tod verschwimmen. Doch dieser Horror ist nur die Oberfläche. Jennifer Khakshouri ist fasziniert von Enriquez' neuer Geschichtensammlung «Grelles Licht für darke Leute». Kurztipp: Auch der US-amerikanische Schriftsteller Stewart O'Nan thematisiert in seinem neuen Buch das Alter: In «Abendlied» erzählt er von vier älteren Frauen, die einen Selbsthilfeklub gegründet haben. Gemeinsam trotzen sie jeder Herausforderung, die das Leben für sie bereithält. Stewart O'Nan erzählt präzis, humorvoll – und mit viel Empathie für seine Figuren. Buchhinweise: Lisa Ridzén. Wenn die Kraniche nach Süden ziehen. Aus dem Schwedischen von Ulla Ackermann. 384 Seiten. btb, 2026. Mariana Enriquez. Grelles Licht für darke Leute. Aus dem Spanischen von Silke Kleemann und Inka Marter. 272 Seiten. S. Fischer, 2025. Stewart O'Nan. Abendlied. Übersetzt von Thomas Gunkel. 352 Seiten. Rowohlt, 2026.
Ihre Bücher sind schmal, vielfach preisgekrönt und haben es in sich. Die Rezensenten bescheinigen ihr „aufgekratzte Melancholie“, Mitmenschlichkeit und dosierte Sentimentalität. Katja Lange-Müller, die rebellische Funktionärstochter aus Ost-Berlin, verließ die DDR 1984. Ihre Bücher dokumentieren diese Zerrissenheit zwischen West und Ost und sind dabei manchmal außerordentlich komisch. Magdalena Kemper hat im Jahr 2009 mit ihr über „Enten, Frauen und die Wahrheit“ (so der Titel eines ihrer Bücher) und das, was dazwischen liegt, gesprochen. Eine Wiederholung anlässlich des 75. Geburtstags von Katja Lange-Müller am 13. Februar 2026.
Für die zweite, wunderbare Folge der neuen Staffel hat Rasha sich Meral Kureyshi zu einem Gespräch eingeladen. Die schreibende Protagonistin über deren Werk sich Meral gewünscht hat, mit Rasha zu sprechen ist die ungarisch-schweizerische Schriftstellerin Ágota Kristóf. Außerdem möchten wir nochmal auf die Fempire-Liveshow aufmerksam machen: am 26. Februar, von 18:00-19:30 Uhr wird Rasha beim Literaturfestival 'kindly invited' mit der wundervollen Terézia Mora über eine ihrer liebsten Schriftstellerinnen sprechen. Tickets gibt es auf der 'kindly invited' Website zu erwerben. Kommt zahlreich! Wie ihre Wahlheldin für diese Folge schreibt auch Meral nicht in ihrer Erstsprache. 1983 in Prirzen im damaligen Jugoslawien, heute Kosovo, geboren, kam sie 1992 mit ihrer Familie in die Schweiz. Dort lebt sie in Bern als freie Autorin von kürzeren Prosatexten und bereits drei Romanen. Sowohl ihr Debüt „Elefanten im Garten“ (2015) als auch ihr zweites Buch „Fünf Jahreszeiten“ (2020) wurden hoch gelobt und ausgezeichnet. „Im Meer waren wir nie“, Merals dritter Roman über Freundschaft, Fürsorge und Familie, der erst letztes Jahr erschienen ist, hat es auf die Shortlist des Schweizer Buchpreises geschafft. Ihr umfangreiches Werk von Romanen, Theaterstücken, Novellen und Gedichten hat die 1935 in Ungarn geborene Ágota Kristóf hauptsächlich auf Französisch verfasst, nachdem sie 1956 im Zuge der Revolution in die Schweiz floh. Für ihre Romane und ihr Gesamtwerk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, bevor sie 2011 in Neuchâtel verstarb. Rasha und Meral widmen sich besonders den Romanen „Die Analphabetin“ (2004 im französischen Original erschienen) und „Das große Heft“ (im französischen Original 1986 veröffentlicht), in denen es, wie die Unterhaltung von Meral und Rasha zeigen wird, auch immer wieder um zu überwindende Distanzen geht, von einer zur anderen Sprache, von Gedachtem zu Geschriebenem, von einem Land zum anderen. Daneben geht es um Wahrheit und Lüge im Schreiben und über die Erfahrung in der Öffentlichkeit, auf einer Bühne zu sein. Als Produzentinnen standen Rasha auch in dieser Folge wieder Kathrin Albrecht und Asya Kurtuldu zur Seite.
Lola Randl ist als Filmregisseurin bekannt geworden, bevor sie zur Schriftstellerin mutierte. Ihr letzter Film aus dem Jahr 2018 hieß "Von Bienen und Blumen" und behandelte das Leben auf dem Land, in Gerswalde in der Uckermark, wo Randl mit ihrer Familie vor fünfzehn Jahren hingezogen ist. Genau davon handelte auch ihr Debütroman "Der große Garten", der 2019 für den "Deutschen Buchpreis" nominiert war. Das Dorfleben als Thema hat sie nicht losgelassen, und auch ihr neuer, gerade erschienener Roman "Der lebende Beweis" spielt wieder dort, allerdings unter veränderten Vorzeichen, denn Lola Randl ist vor kurzem weggezogen, hat Gerswalde wieder verlassen. Jörg Magenau stellt das Buch vor.
"Sexy und bodenständig" - so kann schreiben sein. glaubt man dem gleichnamigen Podcast von Alena Schröder und ihrem Kollegen. In ihren Romanen zeichnet die Schriftstellerin ihre Familiengeschichte nach. Warum ihr jüngstes Werk "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" eine Notlösung war? Lassen Sie sich überraschen.
Religion ist immer auch politisch. Sie prägt Fragen von Autorität, Legitimität und Gesellschaftsordnung. In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit der preisgekrönten Schriftstellerin und Essayistin Nora Bossong über den politischen Einfluss religiöser Deutungen in Vergangenheit und Gegenwart. Ausgehend von Bossongs theologischer Ausbildung und ihrer literarischen Arbeit diskutieren die beiden, warum religiöse Narrative im politischen Raum wieder an Bedeutung gewinnen und wie Kirche als Institution historisch wie heute in politische Strukturen eingebunden ist. Im Zentrum stehen dabei auch innerkirchliche Hierarchien und geschlechtsspezifische Ausschlüsse, die bis heute fortwirken. Der Blick richtet sich zudem auf internationale Entwicklungen, etwa den wachsenden Einfluss religiöser Akteure in der US-amerikanischen Politik, sowie auf die Frage, wie Religion als identitätsstiftende Ressource politisch mobilisiert wird. In Bezug auf Bossongs Roman Reichskanzlerplatz sprechen Schwanholz und Bossong außerdem über die Rolle der Kirche im Nationalsozialismus und über ihre Verantwortung in der Gegenwart. Vor dem Hintergrund des Erstarkens rechtsextremer Kräfte diskutieren sie, welche Lehren aus der Geschichte zu ziehen sind und welche Verantwortung religiöse Akteure heute tragen. Ein Gespräch über Religion als politische Ressource, historische Kontinuitäten und die Frage, wie demokratische Gesellschaften mit Glauben, Macht und Erinnerung umgehen.
"Mischkas Erzählungen, Yvettes Erzählungen. Was war schlimmer?", fragt Barbara Honigmann in ihrem neuen Buch einmal und meint damit Erzählungen einerseits über den Holocaust, andererseits über den Gulag, den ihre Figuren überlebt haben. In ihrem neuen Buch "Mischka" widmet sich die 1949 in Ost-Berlin und seit 1984 in Straßburg lebende Schriftstellerin einmal mehr der mörderischen Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts und wie diese auf die Menschen einwirkte. Gerrit Bartels hat das Buch für uns gelesen.
Karin Ivancsics -Schriftstellerin Karin Ivancsics schreibt in ihrem Buch „Sansibar“ über das kleine Paradies im indischen Ozean, das sie vor einigen Jahren für sich entdeckt hat. Auch in der Küche kommt Urlaubsfeeling auf. Es gibt: Maharagwe – Bohnen mit Kokosmilch.
(TW: Suizid) Schon früh zeigte sich bei Bertha Diener ein wacher Verstand, der mit dem vorbestimmten Schicksal einer Tochter aus gutem Hause nicht vereinbar schien. Kaum volljährig, heiratete sie gegen den Willen des Vaters einen Intellektuellen und führte ihren eigenen Salon. Doch die Welt hielt mehr für sie bereit. Als Schriftstellerin gefeiert, drohte privat der Untergang. Nicht nur zwischen zwei Männern hatte sie sich zu entscheiden, auch den Kampf um ihre beiden Söhne musste sie führen. Höre hier die Geschichte der Bertha Eckstein-Diener - ein Frauenschicksal in der Wiener Moderne.
Eine junge Autorin erzählt pseudonym von den "Frau, Leben, Freiheit"-Protesten 2022 im Iran. Diese verortet sie in einer langen Widerstandsgeschichte des Landes, sagt Asal Dardan. Die deutsch-iranische Schriftstellerin hat das Buch übersetzt. Dardan, Asal www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Long Story Short - Der Buch-Podcast mit Karla Paul und Günter Keil
Karla und Günter starten das neue Jahr mit sechs großartigen Autorinnen: „Trag das Feuer weiter” ist der Abschluss einer faszinierenden Familientrilogie von Leïla Slimani, lässt sich aber sehr gut für sich lesen. Die erfolgreiche Schriftstellerin Mia lebt in Paris und hat eine Schreibblockade. Der Arzt empfiehlt ihre eine Reise nach Marokko, das Land ihrer Kindheit. Dort taucht sie in ihre Familiengeschichte ein, die vom Streben nach Freiheit geprägt ist. In dieser Podcast-Folge hört ihr außerdem einen Auszug aus einem Interview, das Günter mit Leïla Slimani geführt hat. Um Familie geht es auch in dem Roman „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen” von Lisa Ridzén. Bo ist 89 Jahre alt und blickt auf sein langes, erfülltes Leben zurück. Seine Frau ist dement und im Heim, der Sohn lässt sich nur selten blicken. Was bleibt, wenn vieles nicht mehr geht? Eine wunderschön erzählte Geschichte trotz des traurigen Themas. Schonungslose Selbstreflexion war vor 100 Jahren noch ganz unerhört, vor allem von einer Frau. Was macht mich glücklich? Wie will ich wirklich leben? Diese Fragen stellte sich die junge Psychotherapeutin Marion Milner und veröffentlichte 1934 ihre Selbstbeobachtung. „A Life of One's Own” wurde zu einem Klassiker der Psychotherapie – und ist auch heute noch spannend zu lesen. Drei Frauen treffen sich am Küchentisch – eine Schriftstellerin, eine Dramaturgin und eine Sozialwissenschaftlerin – und erzählen von ihrem Leben in Ostdeutschland. Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann blicken in „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat” auf ihre Prägungen, ihre früheren Ideale und wie sich die Vergangenheit in die Gegenwart drängt. Alle Titel dieser Folge: Leïla Slimani: „Trag das Feuer weiter“ (Luchterhand) Lisa Ridzén: „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ (btb) Marion Milner: „A Life of One's Own“ (btb) Annett Gröschner, Peggy Mädler, Wenke Seemann: „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ (btb) +++ Viel Spaß mit dieser Folge. Wir freuen uns auf euer Feedback an podcast@penguinrandomhouse.de!” +++ Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
Eine junge Autorin erzählt pseudonym von den "Frau, Leben, Freiheit"-Protesten 2022 im Iran. Diese verortet sie in einer langen Widerstandsgeschichte des Landes, sagt Asal Dardan. Die deutsch-iranische Schriftstellerin hat das Buch übersetzt. Dardan, Asal www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Heute zu Gast ist Jina Khayyer. Jina wuchs als Tochter eines persischen Ehepaars in Wiesbaden auf, studierte Malerei in Dessau und Journalismus in München. Außerdem ist sie Schriftstellerin, und zwar mehr und mehr, seit ihr Debütroman letztes Jahr auf der Longlist des Deutschen Buchpreises landete. In »Im Herzen der Katze« beschreibt sie drei Frauengenerationen im Iran; ihren Alltag, ihren Mut und ihren Kampf um die Freiheit. Die Kritik war voll des Lobes, wir sind es auch und freuen uns, dass sie heute bei uns ist, um uns davon zu erzählen, herzlich willkommen bei Die Sucht zu SEHEN - liebe Jina Khayyer!
Lesart - das Literaturmagazin (ganze Sendung) - Deutschlandfunk Kultur
Eine junge Autorin erzählt pseudonym von den "Frau, Leben, Freiheit"-Protesten 2022 im Iran. Diese verortet sie in einer langen Widerstandsgeschichte des Landes, sagt Asal Dardan. Die deutsch-iranische Schriftstellerin hat das Buch übersetzt. Dardan, Asal www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Heute vor 175 Jahren starb die Schriftstellerin und Schöpferin des Frankenstein-Romans Mary W. Shelley.
Weit ihrer Zeit voraus war die US-amerikanische Schriftstellerin und Pulitzer-Preisträgerin Josephine Johnson, als sie sich 1969 in der Einsamkeit des Mittleren Westens in die Natur vertiefte. Rezension von Michael Kuhlmann
Weit ihrer Zeit voraus war die US-amerikanische Schriftstellerin und Pulitzer-Preisträgerin Josephine Johnson, als sie sich 1969 in der Einsamkeit des Mittleren Westens in die Natur vertiefte. Rezension von Michael Kuhlmann
In der aktuellen Folge trifft sich Thilo mit der Schriftstellerin und Journalistin Ronja von Rönne. Die beiden haben nicht nur durch ihre Berufe etwas gemeinsam – nein, sie waren auch Teil des ZDF-Projekts German Guilt: War mein Opa ein Nazi? Die Doku-Reihe fragt, ab wann Geschichte – und ab wann Verantwortung – persönlich wird. Wir wissen um die Gräueltaten der Nazis, doch sie bleiben oft abstrakt: die Nazis als Phänomen, und wir in der sicheren Annahme, dass uns das nicht hätte passieren können. Doch es konnte damals passieren – und so kann es das auch heute. Nicht alles ist schwarz oder weiß, und bekanntlich liegt die Wahrheit immer irgendwo dazwischen. Um zu verstehen, wie banal Schuld sein kann, müssen wir zurückblicken. Dabei hüllt sich die Generation unserer Eltern und Großeltern nicht selten in Schweigen, wenn es um die Vergangenheit geht. Vielleicht aus Scham, vielleicht aufgrund von Traumata – vielleicht können wir sie auch nicht mehr fragen. Doch die Vergangenheit hat Spuren hinterlassen, und diese liegen noch immer in deutschen Archiven. Kiloweise Akten, Papiere, die darauf warten, von uns geöffnet zu werden. Genau das haben Ronja von Rönne, Katja Riemann und Thilo getan. Und sie hätten niemals erwartet, was sie gefunden haben. German Guilt: War mein Opa ein Nazi? Jetzt in der ZDFmediathek verfügbar. Hier entlang zum Film: https://www.zdf.de/reportagen/german-guilt-100 Hast du Fragen, Feedback oder Anmerkungen? Schreib uns eine Nachricht an [amr@pqpp2.de](mailto:amr@pqpp2.de) oder auf Instagram: https://www.instagram.com/allesmussraus_podcast/ und wenn du möchtest unterstütze unsere Arbeit auf Patreon: https://www.patreon.com/c/AllesMussRaus?l=de Du möchtest in „Alles Muss Raus“ werben? Dann hier* entlang: https://podstars.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_campaign=shownotes_alles-muss-raus
20.000 Elefanten machen Deutschland unsicher - in Gaea Schoeters Roman "Das Geschenk". Die flämische Schriftstellerin wirft einen ungewöhnlichen Blick auf postkoloniale Debatten. Schoeters spricht viele Sprachen, Deutsch lernte sie mit dem "Tatort". Schreyl, Marco www.deutschlandfunkkultur.de, Im Gespräch
Das Schreibtalent hat die Autorin Susanne Kippenberger von ihrer Mutter, die selbst gerne Schriftstellerin geworden wäre. Ein vielbeachtetes Buch schrieb die Journalistin über das Leben ihres verstorbenen Bruders, den Maler Martin Kippenberger. Heise, Katrin www.deutschlandfunkkultur.de, Im Gespräch
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Sie war Schauspielerin, Chansontexterin und -sängerin, Schriftstellerin. Mal vergöttert, mal verhasst, nie vergessen – die Knef. Ella Fitzgerald nannte sie mal: „Die größte Sängerin ohne Stimme“. Kaum eine hat ihr Innerstes – ihre Höhen und Tiefen – so nach außen getragen und manchmal auch zur Kunst gemacht wie Hildegard Knef. Sei es in ihren Liedern und Büchern oder aber auch in Interviews und in ihrem Umgang mit der Presse. Was bleibt von Hildegard Knef mehr als 20 Jahre nach ihrem Tod? Eva Röder diskutiert mit Jan Feddersen – Taz; Ulrich Michael Heissig alias "Irmgard Knef" – Kabarettist; Luzia Schmid – Dokumentarfilmerin ("Ich will alles. Hildegard Knef")
Pastellige Farben, liebliche Blümchen: Die übliche Gestaltung von Jane Austens Büchern signalisiert vor allem eines, nämlich Kitsch. Das aber hat die Schriftstellerin nicht verdient, meint die Literaturwissenschaftlerin Brigitte Schwens-Harrant in ihren „Gedanken für den Tag“. Gestaltung: Alexandra Mantler – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 18.12.2025
Gestern hat sich der Geburtstag von Jane Austen zum 250. Mal gejährt. In ihren Romanen erzählt sie von der englischen Gesellschaft der gehobenen Mittelschicht – kritisch, ironisch und mit spitzer Feder. Literaturwissenschaftlerin Brigitte Schwens-Harrant macht sich diese Woche „Gedanken für den Tag“ über Jane Austen. Gestaltung: Alexandra Mantler – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 17.12.2025
Heute vor 250 Jahren, am 16. Dezember 1775, wurde Jane Austen geboren. In ihren Romanen erzählt sie von der Gesellschaft, die sie umgibt, mit kritischem, ja ironischem Blick. Literaturwissenschaftlerin Brigitte Schwens-Harrant erzählt diese Woche in ihren „Gedanken für den Tag“ über die Schriftstellerin. Gestaltung: Alexandra Mantler – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 16.12.2025
Vor 250 Jahren wurde Jane Austen geboren. Die britische Schriftstellerin beeinflusst bis heute die Literatur-Welt. Inspiriert sogar teils Serien - wie zum Beispiel Bridgerton. Ihre Werke und auch ihr Leben wurden schon verfilmt. Jana Fischer hat sich in ihrem satirischen Wort zum Dienstag mal genauer auf Jane Austen konzentriert. Von WDR 5.
Vor 250 Jahren, am 16. Dezember 1775, wurde im englischen Steventon Jane Austen geboren. Schon in jungen Jahren nimmt die Tochter eines Pfarrers die Gesellschaft, die sie erlebt, satirisch in den Blick. Literaturwissenschaftlerin Brigitte Schwens-Harrant widmet der Schriftstellerin diese Woche ihre „Gedanken für den Tag“.Gestaltung: Alexandra Mantler – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 15.12.2025
Schon als junges Mädchen wollte Connie Palmen nur eins: Lesen und Schreiben. Sie schätzt Aufmerksamkeit, klugen Streit und die Abenteuer des Denkens. Zu ihrem 70. Geburtstag am 25. November 2025 wiederholen wir ein Gespräch vom November 2016.