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Michael Kleeberg spielt in "Achilles in Taormina" mit der Biografie von Ernest Hemingway zwischen Realität und Fiktion. So findet ein Literaturwissenschaftler auf Sizilien Hinweise auf eine Seite, die der Weltliterat zu verdrängen versucht hat. Kleeberg, Michael www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
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Lesart - das Literaturmagazin (ganze Sendung) - Deutschlandfunk Kultur
Michael Kleeberg spielt in "Achilles in Taormina" mit der Biografie von Ernest Hemingway zwischen Realität und Fiktion. So findet ein Literaturwissenschaftler auf Sizilien Hinweise auf eine Seite, die der Weltliterat zu verdrängen versucht hat. Kleeberg, Michael www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Ob Satoshi Kons zweites Werk Julians Erwartungen erfüllen kann und Lukas beim 4. Rewatch weiterhin gut gefällt? Das Thema Filme scheint zumindest für Kons Art Realität und Fiktion verschwimmen zu lassen, zumindest eine perfekte Kombination zu sein.
Nordic Crime mit Anne Nørdby Wie weit Realität von Fiktion entfernt sind, kann man sehr gut am Erfolg der skandinavischen Krimis ablesen. Nähme man diese Geschichten als Einschätzungsgrundlage über den Gemütszustand der Dänen, Schweden, Finnen, Norweger, Färinger, Isländer und Grönländer (falls ich jemanden vergessen habe: sorry!), käme man auf ganz krude Ideen. Demnach müsste man glauben, dass im Norden praktisch ausschließlich depressive Psychopathen auf massenhaft Opfer warten. Was natürlich Quatsch ist. Zumindest im echten Leben! Romantechnisch mordet es sich offenbar im hohen Norden besonders erfolgreich. Um den Erfolg der »Nordic Noir«-Geschichten zu verstehen, haben sich Carin und Christian heute die Erfolgsautorin Anne Nørdby eingeladen, die ebenfalls in Skandinavien mordet – äh, schreibt! Ihr nordischer Autorinnenname verdient übrigens eine besondere Erwähnung, aber das erzählt Anette Strohmeyer, wie sie bürgerlich heißt, sehr launig selbst. Unter diesem Namen war sie übrigens schon in Folge 115 zu Besuch (Link siehe weiter unten). Übrigens: Dänemark ist WIRKLICH Hygge! Das ist jetzt amtlich. Erwähnte Bücher: Anne Nørdby: Kalter Strand Anne Nørdby: Schatteneis Anette Strohmeyer: Die Frau und der Fjord Charlotte Tarnowski: Die Ozeanschwimmerin Annes / Anettes Links: Instagram Anne: https://www.instagram.com/anne.nordby.autorin/ Instagram Anette: https://www.instagram.com/anette.strohmeyer/ Übrigens war Anette schon mal im Saloon zu Besuch: In Episode 115 »Im Writer's Room mit Anette Strohmeyer«
Der französische Künstler Pierre Huyghe ist bekannt für Installationen, die alles andere als gewöhnlich sind. Das Zusammenspiel von Mensch und Technologie, Realität und Fiktion, macht seine Werke zu unvorhersehbaren Erlebnissen. Speziell für die Räume der Fondation Beyeler hat er eine große Ausstellung konzipiert.
LiteraturPur #72: Im Roman «Die Holländerinnen» von Dorothee Elmiger geht es um das Unheimliche. Das Unheimlich ist das dominierende Gefühl. Es wird einerseits erzeugt durch den Ort der Handlung, den Urwald; dann über Geschichten, die erzählt werden und durch die Sprache. Dorothee Elmiger schreibt grösstenteils im Konjunktiv. Damit hält sie alles in der Schwebe. Bei Lesen streift man mit der Erzählerin durch den grünen Dschungel und gerät mit ihr in eine Art Orientierungslosigkeit hinein, Gewissheiten lösen sich auf. Auch das Verhältnis zwischen Realität und Fiktion verschwimmt. Das hat mich fasziniert und gepackt. Über das Unheimliche, den Konjunktiv, Grenzerfahrungen, den Urwald und warum «Die Holländerinnen» keine »true crime» Geschichte ist, über all das unterhalte ich mich mit Dorothee Elmiger im Podcast LiteraturPur.Dorothee Elmiger «Die Holländerinnen» Hanser Verlag
Madness. Auf Deutsch: Wahnsinn. Und wenn man sich den Weg von Luke Madness anschaut, dann passt dieser Name ziemlich gut. Vom angehenden Bundespolizisten, zu DJ-Gigs auf der ganzen Welt. Mit gerade mal 14 Jahren hat er angefangen aufzulegen. Früh war klar, diese Karriere wird wahnsinnig erfolgreich. Sein erster Festival-Gig bei der Ruhr in Love, später dann der Sieg bei einem Contest vom New Horizons Festival. Als Produzent schlug sein Track "Running Up That Hill“ 40 Millionen Streams auf Spotify voll ein. Und als Veranstalter von "Auf'm Rave"? Anderthalb Jahre lang hat Luke gebettelt, um überhaupt Partys machen zu dürfen. Was klein angefangen hat, wurde zu einer echten Bewegung. Zuletzt mit 6.500 Menschen in der Messehalle Oldenburg, einer eigenen Dokumentation, bei der Luke selbst Regie geführt hat und damit ein Kinosaal ausverkauft hat. Sein All Nighter im Bootshaus Köln? Ausverkauft! Und der ganz große persönliche Meilenstein: Sein Traum, einmal bei Ferdinand's Feld als DJ zu spielen, wurde Realität. Luke Madness - großer Marvel-Fan - steht für mehr als nur Fiktion. Für Beharrlichkeit, Vision und erfolgreiche Umsetzung. Wir sprechen mit ihm über seinen beruflichen und privaten Weg, über Rückschläge, über Auf'm Rave, über den Sprung von kleinen lokalen Partys zu riesigen Hallen und darüber, was eigentlich noch alles kommt. Hier ist die neue Folge Bassgeflüster mit Luke Madness auf SUNSHINE LIVE und überall da, wo es Podcasts gibt.
Was, wenn wir nicht einfach in einem Backlash leben, sondern in einem grundlegend anderen Zustand? Antje Schrupp, Politikwissenschaftlerin und feministische Denkerin, beschreibt unsere Gegenwart nicht als Rückkehr des Patriarchats, sondern als postpatriarchales Chaos – einen Zustand, in dem die alten Ordnungen zerfallen sind, ohne dass Neues an ihre Stelle getreten ist. Und genau dieser Zustand hat weitreichende Konsequenzen für Familien, Care-Arbeit und die Frage, was feministische Elternschaft heute bedeuten kann. Es geht um Antjes Feminismusbegriff, der Freiheit nicht als Unabhängigkeit denkt, sondern als etwas, das nur möglich wird, wenn wir Abhängigkeit, Verantwortung und Care anerkennen und zwar als gesellschaftliche, nicht als private Aufgabe. Wir sprechen darüber, warum der Geburtsfehler moderner Demokratien darin liegt, die reproduktive Differenz, also die Tatsache, dass manche Menschen schwanger werden können und andere nicht, nie wirklich einkalkuliert zu haben. Und was das bis heute für alle bedeutet, die versuchen, Care-Arbeit fair zu teilen. Eine Folge für alle, die über den Tellerrand des Paarthemas hinausdenken und verstehen wollen, in welchem strukturellen Kontext Equal Care überhaupt stattfindet. Du bekommst Impulse dazu: - Warum wir im postpatriarchalen Chaos leben und was das für Frauen und Care-Arbeit konkret bedeutet - Welcher Geburtsfehler moderner Demokratien dazu geführt hat, dass unbezahlte Reproduktionsarbeit bis heute strukturell unsichtbar bleibt - Warum der klassische Freiheitsbegriff auf einer Fiktion beruht und wie ein Feminismusbegriff aussehen kann, der Abhängigkeit einschließt - Was es bedeutet, dass Frauen als freie Subjekte etwas wollen dürfen und warum dieses Wollen ein politischer Akt ist - Inwiefern Familien, die Care gut organisieren, bereits praktizieren, was politisch noch aussteht: eine Ordnung, in der die Bedürfnisse aller zählen - Und wie das Chaos auch Spielräume öffnet und warum es gleichzeitig diejenigen am stärksten trifft, die sich am wenigsten wehren können Weiterführende Hinweise: Antje Schrupp ist Politikwissenschaftlerin, Journalistin und feministische Autorin. Mehr zu Antje Schrupp findest du auf ihrer Website: https://antjeschrupp.com/ Ihre Bücher sind sehr zu empfehlen: Postpatriarchales Chaos – und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern: https://www.aufbau-verlage.de/aufbau/postpatriarchales-chaos-und-wie-wir-mit-feminismus-die-freiheit-erobern/978-3-351-04270-7 Schwangerwerden können – Über reproduktive Differenz und feministische Politik: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/antje-schrupp-schwangerwerdenk%C3%B6nnen/ Mehr zu den Angeboten von Hanna Drechsler: Wenn du merkst, dass die strukturellen Grenzen im Alltag immer wieder spürbar werden – in der Aufteilung von Care-Arbeit, im Gefühl, zu viel alleine zu tragen, in der Frage, wer eigentlich verantwortlich ist – dann ist das kein individuelles Versagen, sondern ein strukturelles Thema. In meinem Gruppencoaching „ByeBye Supermom" begleite ich Mütter dabei, sich von diesem Druck zu lösen und die eigenen Bedürfnisse wieder ernst zu nehmen. Das Programm startet voraussichtlich im Herbst 2026 wieder: https://www.hannadrechsler.de/byebyesupermom/ Und wenn du dich mit anderen Müttern austauschen möchtest, die Care, Gleichberechtigung und Elternschaft feministisch reflektieren, findest du in der Feminist Motherhood Community einen Raum für ehrliche Fragen und gegenseitige Unterstützung: https://www.hannadrechsler.de/feminist-motherhood-community/ Hat dir die Folge gefallen oder hast du Fragen oder Themenwünsche? Schreib mir gerne eine E-Mail an hallo@hannadrechsler.de oder eine Nachricht auf Instagram @hanna.drechsler.coaching. Mehr zu meinen Coaching-Angeboten findest du auf meiner Website: https://www.hannadrechsler.de/
Seit einiger Zeit wird innerhalb der Rechen viel um dieses Thema gestritten: Mit wem sollte Deutschland, Europa ein Bündnis eingehen – Ost oder West? Wir haben das auf dem Verlagstreffen 2026 in Altenburg ausdiskutiert.
In diesem spannenden Gespräch stellen wir die entscheidende Frage: Kann aus nichts wirklich etwas entstehen? Anhand von Naturbeobachtungen, wissenschaftlichen Überlegungen und biblischen Aussagen zeigen wir, warum «von nichts kommt nicht» mehr als nur ein Spruch ist. Wir beleuchten die Bedeutung von Information, Ordnung und Schöpfung und fragen ehrlich nach dem Ursprung von Leben und Universum. Dabei geht es nicht um Streit, sondern um Wahrheit, Verantwortung und Hoffnung. Ein herausfordernder Impuls für alle, die über Evolution, Schöpfung und absolute Wahrheit neu nachdenken möchten. HAT IHNEN DER PODCAST GEFALLEN?
Vom Spielzeugschwert zur Mediävistik: Katharina erzählt im Gespräch mit Adam von Kaptorga, wie aus Kinderfilmen, Drachen und Artus eine wissenschaftliche Leidenschaft wurde. Es geht um Merlin, Parzival und Yvain, um mündliche Überlieferung, höfische Ideale und die Frage, warum mittelalterliche Geschichten bis heute so vertraut wirken. Zwischen Anime-Vergleichen, Vikings, Northman und vergessenen Frauen der Geschichte entsteht ein lebendiger Streifzug durch Mittelalter, Popkultur und Geschichtsbilder – klug, persönlich und voller überraschender Abzweigungen.Unterstützt Epochentrotter via Steady oder Paypal!Epochentrotter Steady: https://steady.page/de/epochentrotter/aboutEpochentrotter PaypalRabattcode und Tickets für das Podcast-Festival "Leipzig lauscht" unter:https://t.rausgegangen.de/tickets/leipzig-lauscht-2026?dc=EPOCHENTROTTER20 (Rabattcode: EPOCHENTROTTER20)Infos und Tickets zur KaptorgaCon in Brandenburg unter: https://kaptorga-history.de/kaptorgacon/Epochentrotter WebseiteEpochentrotter DiscordEpochentrotter InstagramEpochentrotter FacebookEpochentrotter Twitch Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Der vorliegende Text bietet eine fundierte Einführung in das Leben und Schaffen des bedeutenden Romantikers Joseph von Eichendorff, wobei die Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ im Zentrum steht. Der Autor erläutert, dass Eichendorffs Werk weit über bloße Naturidylle hinausgeht und stattdessen die Poetisierung der Welt anstrebt, um die durch Industrialisierung und Materialismus verloren gegangene Einheit der Wirklichkeit wiederherzustellen. Dabei werden biografische Stationen wie der Verlust der schlesischen Heimat sowie die historischen Umbrüche seiner Zeit als prägende Einflüsse auf seine melancholische Grundstimmung hervorgehoben. Der „Taugenichts“ wird hierbei als eine Figur interpretiert, die sich der gesellschaftlichen Nützlichkeit entzieht, um sich ganz dem menschlichen Dasein und dem Zauber des Augenblicks zu widmen. Abschließend betont die Quelle die zeitlose Relevanz dieser Literatur, die durch Sprachgewalt und emotionale Tiefe eine Flucht in das Innere sowie eine Neuentdeckung der Welt ermöglicht.Das Konzept der romantischen Ironie im Taugenichts äußert sich vor allem in der bewussten Abkehr von einer realistischen Darstellung zugunsten einer Poetisierung der Welt, bei der der Autor die Künstlichkeit seines eigenen Werks spielerisch offenlegt.Hier sind die wesentlichen Aspekte der romantischen Ironie am Beispiel der Novelle:Die Übersteigerung des Zufalls: Eichendorff konstruiert eine Handlung, die von „aberwitzigen Zufällen“ und äußerst unwahrscheinlichen Begegnungen geprägt ist. Dass der Taugenichts in Rom ausgerechnet die Personen wiedertrifft, die für die Auflösung seiner Liebesgeschichte entscheidend sind, ist kein Versuch eines realistischen Plots, sondern ein Spiel mit den Erwartungen des Lesers. Der Autor zeigt damit, dass er souverän über die Handlung verfügt und sie nach poetischen, nicht nach logischen Gesetzen lenkt.Die „Zauberfolie“ hinter der Wirklichkeit: Die Novelle schildert keine reale Biografie, sondern entwirft eine „Zauberwelt hinter der Welt“. Die romantische Ironie liegt darin, dass Eichendorff den Kontrast zwischen der spröden Realität (wie dem preußischen Beamtentum, in dem er selbst tätig war) und dieser poetischen Traumwelt kennt und nutzt. Er „meint es nicht ernst“ im Sinne einer Tatsachenschilderung, sondern verwandelt die Wirklichkeit durch die Poesie.Distanz zwischen Autor und Figur: Joseph von Eichendorff selbst war ein gewissenhafter Beamter, der hervorragende Examina abgelegt hatte – das Gegenteil eines Taugenichts. Wenn er diese Figur mit einer solchen „Wonne und einem Vergnügen“ beschreibt, liegt darin eine ironische Distanz: Er lässt sein Alter Ego in der Fiktion das ausleben, was der bürgerlichen Nützlichkeitslogik seiner Zeit widerspricht.Spiel mit Gattungskonventionen: Der Taugenichts ist kein klassischer Bildungsroman. Die Hauptfigur lernt nichts im üblichen Sinne, reift nicht und kämpft sich nicht durch die Welt; sie bleibt konstitutiv offen und passiv. Das „Happy End“, bei dem sich die angebetete Gräfin im letzten Moment als bürgerliches Findelkind entpuppt, um die Standesschranken aufzuheben, ist so perfekt und konstruiert, dass es fast wie eine Parodie auf das Märchenhafte wirkt.Das Lied als strukturgebendes Element: Die Lieder in der Novelle sind keine bloße Dekoration, sondern „die Handlung auf einer anderen Ebene“. Sie greifen in das Geschehen ein und verdeutlichen, dass die Welt im Kern musikalisch bzw. poetisch geordnet ist – eine Ordnung, die der Dichter durch das „Zauberwort“ erst erweckt.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die romantische Ironie im Taugenichts den Leser immer wieder daran erinnert, dass er es mit einem poetischen Experiment zu tun hat, das die Schwere der realen Welt durch die Leichtigkeit des Geigenspiels und des Wanderns transzendiert.Möchtest du, dass ich zu diesem oder einem verwandten Thema einen detaillierten Bericht oder eine andere Übersicht erstelle?
Das Konzept der romantischen Ironie im Taugenichts äußert sich vor allem in der bewussten Abkehr von einer realistischen Darstellung zugunsten einer Poetisierung der Welt, bei der der Autor die Künstlichkeit seines eigenen Werks spielerisch offenlegt.Hier sind die wesentlichen Aspekte der romantischen Ironie am Beispiel der Novelle:Die Übersteigerung des Zufalls: Eichendorff konstruiert eine Handlung, die von „aberwitzigen Zufällen“ und äußerst unwahrscheinlichen Begegnungen geprägt ist. Dass der Taugenichts in Rom ausgerechnet die Personen wiedertrifft, die für die Auflösung seiner Liebesgeschichte entscheidend sind, ist kein Versuch eines realistischen Plots, sondern ein Spiel mit den Erwartungen des Lesers. Der Autor zeigt damit, dass er souverän über die Handlung verfügt und sie nach poetischen, nicht nach logischen Gesetzen lenkt.Die „Zauberfolie“ hinter der Wirklichkeit: Die Novelle schildert keine reale Biografie, sondern entwirft eine „Zauberwelt hinter der Welt“. Die romantische Ironie liegt darin, dass Eichendorff den Kontrast zwischen der spröden Realität (wie dem preußischen Beamtentum, in dem er selbst tätig war) und dieser poetischen Traumwelt kennt und nutzt. Er „meint es nicht ernst“ im Sinne einer Tatsachenschilderung, sondern verwandelt die Wirklichkeit durch die Poesie.Distanz zwischen Autor und Figur: Joseph von Eichendorff selbst war ein gewissenhafter Beamter, der hervorragende Examina abgelegt hatte – das Gegenteil eines Taugenichts. Wenn er diese Figur mit einer solchen „Wonne und einem Vergnügen“ beschreibt, liegt darin eine ironische Distanz: Er lässt sein Alter Ego in der Fiktion das ausleben, was der bürgerlichen Nützlichkeitslogik seiner Zeit widerspricht.Spiel mit Gattungskonventionen: Der Taugenichts ist kein klassischer Bildungsroman. Die Hauptfigur lernt nichts im üblichen Sinne, reift nicht und kämpft sich nicht durch die Welt; sie bleibt konstitutiv offen und passiv. Das „Happy End“, bei dem sich die angebetete Gräfin im letzten Moment als bürgerliches Findelkind entpuppt, um die Standesschranken aufzuheben, ist so perfekt und konstruiert, dass es fast wie eine Parodie auf das Märchenhafte wirkt.Das Lied als strukturgebendes Element: Die Lieder in der Novelle sind keine bloße Dekoration, sondern „die Handlung auf einer anderen Ebene“. Sie greifen in das Geschehen ein und verdeutlichen, dass die Welt im Kern musikalisch bzw. poetisch geordnet ist – eine Ordnung, die der Dichter durch das „Zauberwort“ erst erweckt.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die romantische Ironie im Taugenichts den Leser immer wieder daran erinnert, dass er es mit einem poetischen Experiment zu tun hat, das die Schwere der realen Welt durch die Leichtigkeit des Geigenspiels und des Wanderns transzendiert.Möchtest du, dass ich zu diesem oder einem verwandten Thema einen detaillierten Bericht oder eine andere Übersicht erstelle?
Wissler, Wolfgang www.deutschlandfunkkultur.de, Vollbild
Im neuen DeepDive der Filmanalyse plus geht es 120 Minuten lang um den großartigen Schauspieler Jim Carrey. In den 90er-Jahren zählte er zu den bestbezahlten Stars in Hollywood. Seine Art zu spielen, fallen, grimassieren und sich zu verbiegen ist unnachahmlich. Er ist der letzte große Slapstick-Komiker der Filmgeschichte. Interessanterweise erzählen alle Jim-Carrey-Filme Geschichten von Ich-Spaltung, Entfremdung, Masken, falschen Identitäten und Statusverlust. In „Ich, beide und sie“, „Der Dummschwätzer“, „Dick und Jane“ oder „Bruce Allmächtig“ und „Der Ja-Sager“ spielt Carrey stets Lohnabhängige, die in einem System gefangen sind. Die Gesellschaft erwartet perfekte Fassaden und kohärentes Rollenspiel. Carrey aber bricht mit seinen Figuren daraus aus. In der „Truman Show“ wird dieses Prinzip auf die Spitze getrieben. Der Soziologe Erving Goffman beschreibt in seinem Buch „Wir alle spielen Theater“, wie soziale Interaktion immer ein Rollenspiel ist und stets gibt es eine Vorder- und Hinterbühne. Jim Carrey lässt diese Ordnung kollabieren und reißt in „Der Mondmann“ schließlich auch die Trennung zwischen Fiktion und Realität ein. Im DeepDive schreiten wir durch die beeindruckende Filmographie von Jim Carrey.Den kompletten DeepDive gibt es wie immer mit einem Abo bei Steady, Patreon oder Apple. Jetzt ist die Filmanalyse plus auch über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Auch die vergangenen Q&As und DeepDives sind nun über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören.Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/aboutApple-Podcast:https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft):https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/homeDie Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plansVielen Dank für die Unterstützung.
Demos sind seine Leidenschaft, aber sie sind erst der Anfang. Der Aktivist Ottmar Miles-Paul kämpft für die Rechte behinderter Menschen – und das nicht nur auf der Straße, sondern auch als Romanautor. In dieser Folge spricht Redakteurin Ute Stephanie Mansion mit ihm darüber, warum der aktuelle Entwurf des Behindertengleichstellungsgesetzes zu kurz greift und wie er Fiktion nutzt, um echte Selbstbestimmung einzufordern. Erfahren Sie, wie aus Frust über die Politik kreativer und wirksamer Aufstand entsteht.
Ein abgedunkelter Raum, schwarze Roben, in der Mitte ein Tisch – darauf ein menschlicher Schädel mit leuchtenden Augenhöhlen. Sein Name: „Eric“. Wer hier eintritt, legt einen Eid ab. Kein gewöhnlicher Schwur, sondern ein Versprechen: den Leser niemals zu täuschen. Willkommen im Detection Club. – London, 1930: In der Zwischenkriegszeit entsteht ein exklusiver Zirkel, wie ihn die Literaturwelt noch nie gesehen hat. Agatha Christie, Dorothy L. Sayers, G. K. Chesterton – die größten Namen der britischen Kriminalliteratur kommen zusammen. Ihr Ziel: ein Genre retten, das zunehmend von billigen Tricks lebt. Keine Zufälle, keine versteckten Täter, keine unfairen Wendungen. Der Krimi wird zum intellektuellen Duell zwischen Autor und Leser – logisch, präzise, kompromisslos. In dieser Folge BRITPOD CRIME tauchen Alexander-Klaus Stecher und Claus Beling ein in die Welt dieses geheimnisvollen Clubs. Gegründet aus einem Dinner unter Autoren, entwickelt sich der Detection Club schnell zur Elite der „Golden Age“-Kriminalliteratur. Mitglied wird nur, wer eingeladen wird und wer beweist, dass er die Regeln des „Fair Play“ beherrscht. Die Aufnahmerituale wirken wie aus einem düsteren Roman: Der Kandidat legt die Hand auf den Schädel, schwört, niemals mit Zufällen, Tricks oder verborgenen Hinweisen zu arbeiten – ein Kodex, der die Qualität des Genres sichern soll. Doch der Detection Club bleibt nicht bei der Fiktion. Seine Mitglieder verfolgen reale Verbrechen mit derselben Akribie wie ihre Romane, analysieren sie mit der Logik erfahrener Ermittler und bringen diese Expertise in die öffentliche Debatte ein. Ein Fall wird dabei legendär: der Mord an Julia Wallace in Liverpool. Ein scheinbar perfektes Verbrechen, ein Ehemann mit Alibi, eine Polizei, die sich festlegt – und ein Zeitablauf, der kaum möglich erscheint. Die Autoren analysieren den Fall wie ein Puzzle: Fahrpläne, Blutspuren, Bewegungsabläufe. Sie zerlegen die Theorie der Ermittler und stellen zentrale Fragen: Kann ein Mord in wenigen Minuten begangen werden, ohne Spuren zu hinterlassen? Ist das präsentierte Szenario realistisch oder reine Konstruktion? Für sie ist klar: Die offizielle Version hält der Logik nicht stand. Ihre Analysen bleiben nicht ohne Wirkung. Der verurteilte William Herbert Wallace wird freigesprochen – auch, weil sich die öffentliche Wahrnehmung durch diese ungewöhnliche „Ermittlergruppe“ verschiebt. Doch trotz aller Scharfsinnigkeit bleibt ein entscheidender Punkt ungelöst: Der wahre Täter wird nie eindeutig überführt. Agatha Christie bringt es später auf den Punkt: „Nichts, was man erfinden kann, ist so spannend wie die Realität.“ WhatsApp: Du kannst Alexander und Claus direkt auf ihre Handys Nachrichten schicken! Welche Ecke Englands sollten die beiden mal besuchen? Zu welchen Themen wünschst Du Dir mehr Folgen? Warst Du schon mal in Great Britain und magst ein paar Fotos mit Claus und Alexander teilen? Probiere es gleich aus: +49 8152 989770 - einfach diese Nummer einspeichern und schon kannst Du BRITPOD per WhatsApp erreichen. BRITPOD – England at its best. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast. Quellen: Youtube: "Shedunnit" Youtube: "Juniverse"
In dieser Folge tauchen wir ein in das bewegte Leben und das visionäre Schaffen von Else Lasker-Schüler, einer der bedeutendsten Lyrikerinnen der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts. Geboren 1869 im bergischen Elberfeld, entwickelte sie sich von einem „Wunderkind“ der bürgerlichen Gesellschaft zur radikalen Vorreiterin des Expressionismus und der avantgardistischen Moderne. Ihr Werk ist untrennbar mit ihrer Biografie verwoben: Wir beleuchten, wie der frühe Verlust ihrer Eltern und ihres Lieblingsbruders Paul ihre literarische Welt prägten und sie Zeit ihres Lebens auf eine sehnsuchtsvolle Suche nach Geborgenheit und Identität schickten. Begleitet uns durch das Berlin der Jahrhundertwende, wo Lasker-Schüler im Kreis der „Neuen Gemeinschaft“ ihre Leidenschaft für das Schreiben entdeckte und Freundschaften mit Größen wie Peter Hille, Gottfried Benn und dem Maler Franz Marc pflegte. Erfahrt mehr über ihre berühmten lyrischen Alter Egos wie den „Prinzen Jussuf“ oder die „Prinzessin Tino von Bagdad“, mit denen sie die Grenzen zwischen Fiktion und Realität kunstvoll verwischte. Doch ihr Leben war auch von schweren Krisen gezeichnet – von der schmerzvollen Emigration vor den Nationalsozialisten über das Arbeitsverbot im Schweizer Exil bis hin zu ihren letzten Jahren in Jerusalem, wo sie trotz Armut und Isolation ihr letztes großes Werk „Mein blaues Klavier“ vollendete. Wir werfen einen Blick auf ihre wichtigsten Werke wie das Drama „Die Wupper“ und das posthum veröffentlichte Weltdrama „Ichundich“, in dem sie mutig mit dem Faschismus abrechnete. Ob als exzentrische Künstlerin in bunten Gewändern oder als „Schwarzer Schwan Israels“ – Else Lasker-Schüler bleibt eine faszinierende Figur, deren emotionale Tiefe und spirituelle Bildsprache bis heute nachwirken. Eine Episode über Mut zur Selbstinszenierung, jüdisches Erbe und die unbändige Kraft der Poesie gegen die Dunkelheit der Weltkriege
Dieser Film ist eine Warnung an die Welt! Eine skandalöse Enthüllung! EYES WIDE SHUT, Stanley Kubricks letzter Film, prophezeite bereits kurz vor der Jahrtausendwende das, was im Zuge der Skandale um Jeffrey Epstein und die Abgründe einer abgeschotteten Parallelwelt an die Öffentlichkeit geriet - so behaupten das jüngst unzählige Verschwörungserzählungen. Benjamin und Marcus sprechen darüber, wie in EYES WIDE SHUT Fakt und Fiktion aufeinandertreffen, wieso sich ausgerechnet das Kino Kubricks als ideale Grundlage für die gegenwärtige Meme-Kultur erweist, was dieser radikale Film über das Verhältnis von Begehren, Sexualität und Macht erzählt und was das mit David Lynch, Pier Paolo Pasolini und Roman Polanski zu tun haben könnte.
Journalistische Recherchen, als Theaterstück auf der Bühne präsentiert, machen seit einigen Jahren Furore. Entsteht damit ein neues Genre? Oder wird das Theater zu einer "Vertriebsstelle für journalistische Sendungen" degradiert, wie die FAZ beklagt? Burkhardt, Susanne; Philipp; Elena, ; Baudy, Natalie; Voges, Kay; Strauß, Simon
Mossadin agentti. Iranin vallankumouskaarti. Ydinohjelma. Salamurhat. Israelilainen Tehran-sarja kertoo tarinan, joka tuntuu liian todelliselta ollakseen fiktiota. Ja ehkä se onkin. Samaan aikaan Yhdysvallat ja Israel ovat käyneet sotaa Irania vastaan – paljon pidempään kuin kukaan uskoi. Kulttuuriykkösessä sukelletaan sarjan ja todellisuuden rajapintaan: Miten Mossad toimii? Millainen sortokoneisto Iranissa vallitsee? Miltä tuntuu olla iranilaistaustainen Suomessa, kun Iranin hallinto vakoilee ja uhkailee? Ja miksi Trump laskelmoi niin pieleen? Vieraina Ulkopoliittisen instituutin vieraileva johtava asiantuntija Olli Ruohomäki, palkittu ohjaaja ja käsikirjoittaja Hamy Ramezan ja kriitikko Timo Peltonen. Ohjelman juontaa NIcklas Wancke.
Eine anonyme Todesanzeige führt den Arzt Bernhard nach 50 Jahren zurück nach Berlin. Klaus Kanzog erzählt in einem Spiel aus Fiktion und Autobiografie von Erinnerung und Herkunft.
Eine anonyme Todesanzeige führt den Arzt Bernhard nach 50 Jahren zurück nach Berlin. Klaus Kanzog erzählt in einem Spiel aus Fiktion und Autobiografie von Erinnerung und Herkunft.
Amaze! Amaze! Amaze! Nachdem schon "Der Marsianer" ein Hollywood-Hit war, flackert mit "Der Astronaut – Project Hail Mary" nun erneut ein hochgelobter Hard-Sci-Fi-Streifen aus der Feder von Andy Weir über die Leinwände. Klar, dass wir uns im Kinosessel natürlich direkt Notizen gemacht haben: Lässt die Physik Weltraum-Mikroben wie die Astrophagen zu? Warum gibt es künstliche Schwerkraft bislang nur in der Fiktion? Und könnten Grace und Rocky als komplett unterschiedliche Spezies tatsächlich irgendwann miteinander sprechen? Das checken wir extra hard – in dieser Folge!
Am Anfang war die Tasche: Science-Fiction-Autorin Ursula G. Le Guin denkt die Tasche als Behältnis von Geschichten. Dr. Isabella Hermann über die Tragetaschentheorie der Fiktion. Interview: Nicole Dantrimont.
Während diese Folge für euch aufgenommen wurde, waren die Weihnachtsvorbereitungen im vollen Gange. Da wir aber damals schon geahnt haben, dass ihr euch an diesem Inhalt erst an Ostern erfreuen könnt, erfahrt ihr von Toni und Annie alles über ihre Osterdienstag-Traditionen und wie schräg es ist, zu Weihnachten bereits vom Osterhasen zu sprechen. Unser heutiger Gast, Hannah Semrau, ist Promotionsstudentin an der Goethe-Universität Frankfurt und durch den regen Austausch zwischen Bochum und Frankfurt des Öfteren zu Gast in Bochum; so auch im Rahmen unserer Studierenden-Tagung Narrating Truth. Neben dem Schwelgen in Erinnerungen über vergangene Projekte wie dem Workshop „Kunstbäume“ in Berlin und Frankfurt, geht es aber vor allem um Hannahs Vortrags- und Promotionsthema: den Weisskunig. Maximilian I. steht im Mittelpunkt dieser Folge, ein Herrscher, der nichts dem Zufall überließ, schon gar nicht, was nachfolgende Generationen über ihn lesen konnten. Mit Hilfe von Schreibern, Holzschnittkünstlern und Gelehrten erschuf er im Weisskunig sein eigenes Denkmal – ein historiografisches Kollektivwerk, das seinen Ruhm verewigen sollte. Doch wie viel historische Wahrheit steckt hinter diesem und dem Konzept des gedechtnus, und warum ließ ein Kaiser sein eigenes Leben von anderen aufschreiben? Es erwartet euch ein Gespräch über Selbstdarstellung und Erinnerungskultur im Spätmittelalter, über die feine Grenze zwischen Fakt und Fiktion und was es bedeutet, wenn ein Herrscher sein eigenes Andenken gestalten will.
Seitdem die Buchmesse am Mittwochabend in der vergangenen Woche eröffnet wurde gab es 3.000 Veranstaltungen an über 300 Leseorten in Leipzig - unter anderem in der LVZ-Kuppel. Bei „LVZ liest“ wurden Autorinnen und Autoren eingeladen und interviewt. Am Sonntagabend lasen Martina Hefter, Verena Keßler, Heike Geißler und Domenico Müllensiefen aus ihren Büchern. In dieser Sonderfolge „Thema in Sachsen“ können Sie die Lesung mit den drei Leipziger Autorinnen und dem Autor nachhören. Reporter Josa Mania-Schlegel spricht mit ihnen über den Schreibprozess, Erfolge, darüber, wie Autobiographisches und Fiktion zusammenfinden und das Dichten und Denken. Martina Hefters Roman „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“ wurde 2024 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. In die Kuppel brachte sie ihr 2018 erschienenes Buch „Es könnte auch schön werden“ mit. Darin setzt sie sich innerhalb von Gedichten und Texten mit dem Altern und dem Tod auseinander. Verena Keßlers Roman „Gym“ handelt von Optimierungswahn und Body Horror. Keßlers Protagonistin bekommt mithilfe einer Lüge einen Job im Fitnessstudio „MEGA GYM“. Im Laufe des Romans trainiert diese hart und der Leser findet heraus, dass es noch mehr Lügen gibt, die nicht an die Oberfläche sollen. „Aber die Verzweiflung, das wissen alle, die sie kennen, ist eine Unsterbliche, eine energische Wiedergängerin, ein expandierendes Gewächs mit Fadenwurzeln aus Garn, Spucke oder Schleim“, schreibt Heike Geißler in ihrem Essay „Verzweiflungen“. Darin widmet sich die Autorin den Ausprägungen von Menschenfeindlichkeit. Dennoch soll der Essay ermutigend sein. 2025 hat sie dafür unter anderem den Bayrischen Buchpreis erhalten. Domenico Müllensiefen brachte seinen kürzlich erschienenen dritten Roman „Manchmal muss man sich entscheiden” in die LVZ-Kuppel. Es handelt von der Lkw-Fahrerin Sandra, die sich entscheiden muss, ob sie ihre Fracht oder die Zukunft ihrer Tochter rettet. Als Leser steigt man mit in die Fahrerkabine und lange nicht mehr aus. Mehr Autoren-Interviews mit Lukas Rietzschel und Julia Quinn finden Sie hier: https://kurz.lvz.de/aphf Mehr Büchervorstellungen finden Sie hier: https://kurz.lvz.de/2p1g Sie haben Fragen, Anregungen oder möchten etwas mit uns teilen? Dann schreiben Sie uns doch über podcast@lvz.de.
Der Vater der Erzählerin des Romans geht aus Vietnam nach Deutschland, die Familie folgt später. Sie werden nicht mit offenen Armen empfangen. Das Ankommen ist eine Fiktion, zurückgehen würde sich wie Scheitern anfühlen.
Gestern Abend hat Salman Rushdie im Nikolaisaal in Potsdam seinen Erzählband "Die elfte Stunde" vorgestellt. Die Lesung war der Auftakt für seine Tournee durch vier deutsche Städte. In fünf Geschichten richtet Rushdie den Blick auf die elfte Stunde unseres Daseins: auf Abschiede und Übergänge, auf das Altern, auf Wut und Gelassenheit, auf das, was gewesen ist und weiterwirkt. Rushdies Erzählungen leben von den unvergesslichen Charakteren, die er erschafft und gehen mit viel Weisheit den großen Fragen nach: Nehmen wir den Tod an oder lehnen wir ihn ab? Ist es Wut oder Ruhe, die unsere elfte Stunde prägt? Im Gespräch mit dem Kurator der Veranstaltung, Denis Scheck, sprach Rushdie über Endlichkeit und Erzählen, über Erfahrung und Fiktion – und darüber, welche Rolle Geschichten dabei spielen, dem Unabsehbaren Form zu geben. Tomas Fitzel saß im Publikum.
Warum noch ein Roman über den Zweiten Weltkrieg? Christoph Fromm, Autor des am 5. März erscheinenden Werks „Hitler – Prophet der Finsternis“, spricht im Podcast über diese Frage. Wie nähert man sich einer Figur wie Adolf Hitler literarisch an, ohne zu verharmlosen oder ins Klischee abzurutschen? Fromm erzählt, was ihn dazu bewegt hat, den Diktator nicht nur als Politiker, sondern auch als Mystiker und Esoteriker zu porträtieren – eine Perspektive, die Literatur und Geschichtswissenschaft bisher kaum beleuchtet haben. Im Gespräch geht es um historische Authentizität und die Balance zwischen Fiktion und Realität: Wie schafft man es, fiktive Charaktere so in das reale Geschehen einzubetten, dass sie glaubwürdig wirken? Warum rückt ausgerechnet die Figur des Darda ins Zentrum des Romans, und welche Rolle spielt die jüdische Überlebende Lena Jost im Gefüge der Handlung? Fromm erklärt, wie die ungewöhnliche Form seines Romans entstanden ist und welche literarischen Vorbilder – von Kafka bis zur Gegenwart – ihn inspiriert haben. Doch der Roman wirft auch drängende Fragen auf: Darf Literatur heute noch schonungslos sein? Wie gehen wir heute mit der NS-Vergangenheit um, und welche Botschaften soll ein Buch wie dieses bei den Leser:innen hinterlassen? Ein tiefgründiges, kontroverses und vor allem sehr persönliches Gespräch über die Macht der Literatur, die Verantwortung von Autor:innen und die ewige Aktualität der Geschichte.
In The Moths and the Flame begleitet Regisseur Kevin Contento in Pahokee, Florida, eine Gruppe junger Männer, die gerade Väter geworden sind oder kurz davorstehen. Zwischen Alltagsgesprächen, kleinen Neckereien und viel Herumhängen entsteht ein persönlicher, naher Blick auf das Leben zwischen Verantwortung, Perspektivlosigkeit und Kleinstadt-Trägheit. Ein experimenteller Hybrid aus Fiktion und dokumentarischem Filmemachen. Doch das Ergebnis wirkt über weite Strecken so, als hätte in vielen der ellenlangen Szenen jeweils ein guter Kurzfilm einfach vergessen, in den richtigen Momenten aufzuhören.
In der schottischen Hauptstadt Edinburgh wimmelt es nur so von Harry Potter-Fans: Das liegt nicht nur daran, dass die Autorin der Fantasy-Reihe Joanne K. Rowling hier ihre Bücher geschrieben hat und nach wie vor dort lebt. Sie soll sich für ihre Geschichten um die Zauberschüler Harry, Ron und Hermine auch von allerlei Lokalkolorit in Edinburgh inspiriert haben lassen. Darauf jedenfalls bauen die Guides, die Fans durch die Altstadt führen – ganz im Zeichen von Harry Potter. Auf Free-Walking-Touren durch Edinburgh hören die Teilnehmer etwa, welches College Pate gestanden haben soll für Hogwarts, der Zauberschule, die Harry, Ron und Hermine in allen sieben Romanen besuchen. Und wer noch nicht weiß, wo Rowling die Namen für ihre Charaktere herhat, kann sich auf dem Greyfriar's Kirkyard selbst auf die Suche machen, ehe er sich in der „echten“ Winkelgasse mit allerlei Harry Potter-Merchandise eindeckt: Für die Einkaufsstraße in „Harry Potter“ soll Rowling nämlich die Victoria Street in Edinburghs Altstadt vor Augen gehabt haben. Doch was ist dran an den heute so üppig ausgeschlachteten Parallelen zwischen Fiktion und Wirklichkeit? Alles nur Marketing, um Touristen neben Whiskey und Golf auch mit „Harry Potter“ nach Schottland zu locken?Fest steht jedenfalls, dass es auch außerhalb von Edinburgh „echte“ Anlaufpunkte im Zeichen von Harry Potter gibt. Denn die Filme wurden nicht nur in den Warner Bros. Studios in London gedreht, sondern auch in den schottischen Highlands. Fans zieht es heute etwa an den Ort, wo auch die Regisseure Station machten, um die Beerdigungsszene von Hogwarts-Schulleiter Albus Dumbledore zu drehen. Oder zum Schwarzen See von Hogwarts, für den die Regisseure den Loch Shiel in den schottischen Highlands gewählt haben – just in der Nähe des heute vielbereisten Glenfinnan Viadcuts, über den auch der „echte“ Howgwarts Express hinwegfährt.Simon Berninger hat sich auf eine magische Reise nach Schottland begeben – und erzählt, ob er verzaubert zurückgekommen ist.
Kaari Upson war eine kompromisslose, eigenwillige Künstlerin. In nur wenigen Jahren hat sie ein beeindruckendes Werk geschaffen - 2021 starb sie mit nur 51 Jahren an Krebs. Ihre raumgreifenden Installationen und Skulpturen erzählen von Realität und Fiktion, Herkunft und Familie, Geborgenheit und Bedrohung. Internationale Aufmerksamkeit erreichten ihre oft verstörenden Arbeiten 2019 auf der Biennale von Venedig. Jetzt zeigt die Kunsthalle Mannheim eine große Retrospektive ihres Werks mit dem Titel „Dollhouse“ - die erste umfassende, museale Schau der US-amerikanischen Künstlerin in Deutschland.
Der Autor Tom Kummer hat vor 25 Jahren einer der grössten Medienskandale im deutschsprachigen Raum ausgelöst. Zum SRF-Thema Fakt oder Fake fragen wir, was es braucht, damit erfundene Interviews geglaubt werden und wie sich eine vermeintliche Freiheit als Gefahr für den Journalismus entpuppte. Im März erscheint Tom Kummers neuer Roman: «Freiwürfe mit einem Diktator». Darin verarbeitet er die Zeit des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un in Berner Internaten zu einem Roman. Was literarisch gang und gäbe ist, anhand von Fakten zusammen mit Fiktion eine Geschichte zu erzählen, hat vor 25 Jahren als Journalismus einen grossen Medienskandal ausgelöst. Kummer veröffentlichte erfundene Interviews mit Stars in verschiedenen renommierten deutschsprachigen Magazinen. Während Jahren wurden diese gefälschten Interviews von Kummer gedruckt, geglaubt und gut verkauft. Welche Mechanismen spielten da? Was gilt auch für heutige Fakenews? Was ist anders? «Heute würde ich nicht mehr dafür plädieren, dass sich im Journalismus Realität mit Fiktion vermischen», bilanziert Kummer. Tom Kummer ist zum SRF-Thema Fakt oder Fake zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
Doku-Fiktion. Hauptfigur und chnebliger Stierengrind in Stalders Hörspiel ist Bauer Gunz. Sein Hof wird von einem Bach vor seinem Haus bedroht. Mit einer nicht zu bremsenden Energie und ohne Bewilligung der Behörden verbaut er den Bach im gebirgigen Gelände, versucht ihn mit allen Mitteln zu zähmen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 23.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Bauer Gunz wirft sein ganzes Leben in den Kampf gegen den Bach und gerät dabei immer tiefer in die Mühlen von Justiz und Behörden. Weder Gerichte noch Gefängnis noch die Psychiatrie können ihn von seinem Tun abhalten. Sein Leben kennt nur ein einziges Ziel: den Kampf gegen den Bach. Heinz Stalder hat einen realen Fall aufgegriffen, über den in den Medien ausführlich berichtet wurde, und daraus mit einer stilisierten Sprache eine Geschichte gemacht, die sich an der Realität orientiert, aber dennoch reine Fiktion ist. ____________________ Mit: Ueli Jäggi (Gunz), Ernst C. Sigrist (Feuz), Walter Sigi Arnold (Banz), Hansrudolf Twerenbold (Joss), Marlise Fischer (Frau Gunz), Albert Freuler (Wasservogt/Gefängniswärter), Herbert Leiser (kantonaler Baudirektor), Andrej Togni (Gemeinderat), Klaus-Henner Russius (Gefängnispsychiater), Päivi Stalder (Journalistin) ____________________ Musik: Roland von Flüe – Tontechnik: Norbert Elser – Bearbeitung und Regie: Fritz Zaugg ____________________ Produktion: SRF 2005 ____________________ Dauer: 45'
Allein die Vorstellung bereitet vielen Menschen schlaflose Nächte: US-Präsident Donald Trump droht damit, Grönland zu einem Teil der Vereinigten Staaten zu machen. Kommt es wirklich so? Wie geht es weiter mit der riesigen Insel in der Arktis? Die Welt dreht sich gerade besonders schnell um einen Mann – Donald Trump! Er mischt die Weltpolitik auf und mischt sich überall ein. Deswegen schauen wir vom Weltspiegel Podcast für euch genauer hin – mit einer Sonderreihe zu „Trumps neuer Welt“. Intervention im Iran? Grönland annektiert? Ein US-Präsident für Kuba? Trump spielt seine Macht überall aus. Sein Motto: Das Recht des Stärkeren sticht Völkerrecht. Grenzen, die seit dem Zweiten Weltkrieg unantastbar waren, versucht er gegen den Willen der Bevölkerung und deren Regierungen zu verschieben. Warum? „Weil er die Superpower hat und es kann“, sagt sein enger Berater Stephen Miller. Alles nach Trumps Spielregeln. Und was kommt noch? Welche Drohungen macht er wirklich wahr? Was müssen die Länder befürchten, die er ins Visier nimmt? Und wie reagieren Russland und China darauf? Wir trennen für euch Fakten von Fiktion, analysieren und ordnen ein – wie immer mit verschiedenen Stimmen und Eindrücken von vor Ort. Damit ihr die Welt, wie Trump sie sich vorstellt, ein Stück besser versteht. In unserer ersten Sonderfolge blicken wir auf Grönland. Donald Trump will die Insel, die eigentlich zu Dänemark gehört, annektieren. In Washington haben sich gestern die Außenminister von Dänemark und den Vereinigten Staaten getroffen. Auch die grönländische Außenbeauftragte war dabei – ebenso US-Vizepräsident JD Vance. Was ist dabei herausgekommen? Und was kommt noch? Podcast-Host Philipp Abresch spricht mit unserer Korrespondentin Jana Sinram, die in Grönland ist, und mit Gudrun Engel, ARD-Korrespondentin in den USA. ----- Moderation: Philipp Abresch Redaktion: Udo Schmidt, Anna Leier Mitarbeit: Caroline Mennerich, Anna Stosch, Emilian Grimm Redaktionsschluss: 15.01.26 ---- Alle Folgen von Weltspiegel Podcast findet ihr in der ARD Audiothek (https://www.ardaudiothek.de/sendung/weltspiegel-podcast/urn:ard:show:621711b59e5ee4cd/) und überall da, wo ihr gerne Podcasts hört. Abonniert uns am besten jetzt und verpasst keine neue Folge mehr! ----- Unser Podcast-Tipp: 11KM https://1.ard.de/11KM_Podcast?cp=wsp
Allein die Vorstellung bereitet vielen Menschen schlaflose Nächte: US-Präsident Donald Trump droht damit, Grönland zu einem Teil der Vereinigten Staaten zu machen. Kommt es wirklich so? Wie geht es weiter mit der riesigen Insel in der Arktis? Die Welt dreht sich gerade besonders schnell um einen Mann – Donald Trump! Er mischt die Weltpolitik auf und mischt sich überall ein. Deswegen schauen wir vom Weltspiegel Podcast für euch genauer hin – mit einer Sonderreihe zu „Trumps neuer Welt“. Intervention im Iran? Grönland annektiert? Ein US-Präsident für Kuba? Trump spielt seine Macht überall aus. Sein Motto: Das Recht des Stärkeren sticht Völkerrecht. Grenzen, die seit dem Zweiten Weltkrieg unantastbar waren, versucht er gegen den Willen der Bevölkerung und deren Regierungen zu verschieben. Warum? „Weil er die Superpower hat und es kann“, sagt sein enger Berater Stephen Miller. Alles nach Trumps Spielregeln. Und was kommt noch? Welche Drohungen macht er wirklich wahr? Was müssen die Länder befürchten, die er ins Visier nimmt? Und wie reagieren Russland und China darauf? Wir trennen für euch Fakten von Fiktion, analysieren und ordnen ein – wie immer mit verschiedenen Stimmen und Eindrücken von vor Ort. Damit ihr die Welt, wie Trump sie sich vorstellt, ein Stück besser versteht. In unserer ersten Sonderfolge blicken wir auf Grönland. Donald Trump will die Insel, die eigentlich zu Dänemark gehört, annektieren. In Washington haben sich gestern die Außenminister von Dänemark und den Vereinigten Staaten getroffen. Auch die grönländische Außenbeauftragte war dabei – ebenso US-Vizepräsident JD Vance. Was ist dabei herausgekommen? Und was kommt noch? Podcast-Host Philipp Abresch spricht mit unserer Korrespondentin Jana Sinram, die in Grönland ist, und mit Gudrun Engel, ARD-Korrespondentin in den USA. ----- Moderation: Philipp Abresch Redaktion: Udo Schmidt, Anna Leier Mitarbeit: Caroline Mennerich, Anna Stosch, Emilian Grimm Redaktionsschluss: 15.01.26 ---- Alle Folgen von Weltspiegel Podcast findet ihr in der ARD Audiothek (https://www.ardaudiothek.de/sendung/weltspiegel-podcast/urn:ard:show:621711b59e5ee4cd/) und überall da, wo ihr gerne Podcasts hört. Abonniert uns am besten jetzt und verpasst keine neue Folge mehr! ----- Unser Podcast-Tipp: 11KM https://1.ard.de/11KM_Podcast?cp=wsp
In einer kalten Dezembernacht 1997 zerstören Flammen das Haus von Luz Cuevas und Pedro Vera in Philadelphia. Und mit ihm, so scheint es, ein ganzes Leben. Zurück bleiben Asche, Rauch und die Gewissheit, dass ihre neugeborene Tochter Delimar diese Nacht nicht überlebt haben soll. Für die Eltern beginnt ein Albtraum, aus dem es kein Erwachen gibt.Was folgt, sind Ermittlungen, Abschiede und eine Gewissheit, die sich für Luz nie richtig anfühlt.Jahre später reicht ein flüchtiger Moment, um diese Zweifel wieder an die Oberfläche zu holen. Auf einer Geburtstagsparty trifft sie auf Aaliyah und ein kurzer Blick reicht. Es sind Kleinigkeiten, Details, Ähnlichkeiten, die sich zu einer beunruhigenden Frage verdichten. Könnte das ihre totgeglaubte Tochter sein?Heute erzählen wir euch von einen Fall, der zeigt, dass manche Wahrheiten selbst Feuer und Zeit überdauern und dass True-Crime-Geschichten manchmal unglaublicher sind als jede Fiktion.Inhaltswarnung: Feuer, Kindstot, Gewalt gg Kinder, Suizidversuch, Schwangerschaft, FehlgeburtOb der Fall gelöst oder ungelöst ist seht ihr ganz unten in der Folgenbeschreibung: N= nicht gelöst, G = Gelöst.SHOWNOTES:Doku zum Fall: Das Kind aus dem Feuer auf WowDanke an unsere heutigen Werbepartner:Hört rein in "Der Freund" von Freida McFadden. Den exklusiven Hörbuchguide von Penguin findet ihr hier.Femtasy:Mit unserem Code "PUPPIES" könnt ihr Femtasy einen Monat kostenlos testen und 25 EUR auf das Jahresabo sparen. Klickt am besten direkt hier.Hier findet ihr alle Links zu all unseren aktuellen Werbepartnern, Rabatten und Codes:https://linktr.ee/puppiesandcrimeSOCIAL MEDIAInstagram: @Puppiesandcrime - https://www.instagram.com/puppiesandcrime/?hl=deTiktok: @puppiesandcrime.podcast - https://www.tiktok.com/@puppiesandcrime.podcastFacebook: https://www.facebook.com/PuppiesandCrimeEmail: puppiesandcrime@gmail.com------- G --------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Sigmund, Sinfjötle, Sigurd Fafnesbane, Brynhild, Gudrun, Gunnar, Högne, Atle, Jormunrek – välkända namn i hela Väst-, Nord- och Centraleuropa under den tidiga medeltiden. Varför? Eftersom de var centrala protagonister i Völsungasagan, den mest legendomspunna och återberättade av alla våra gamla hjältehistorier. Intrigerna och striderna avsatte spår i Eddan, i tysk medeltidspoesi, på runhällar och på dopfuntar. I senare tid har sagorna inspirerat till Richard Wagners Nibelungenoperor och till J.R.R. Tolkiens fantasyproduktion. Det går en röd tråd från den tidiga medeltidens Andvaranaut till Saurons härskarring.I detta avsnitt av podden Harrisons dramatiska historia samtalar Dick Harrison, professor i historia vid Lunds universitet, och fackboksförfattaren Katarina Harrison Lindbergh om Völsungasagan och dess kombination av fiktion och verklighet.Völsungasagan utgör ett fascinerande titthål in i den tidiga medeltidens berättarkultur. Historien om hur en ödesdiger förbannelse kastas över en stulen skatt, en förbannelse som drabbar envar som lägger sig till med guldet, fängslade både nordbors och kontinentaleuropéers fantasi mer än någon annan enskild berättelsecykel. Kring denna dramatiska kärna vävdes en allt brokigare väv av episoder och utvikningar som gjorde Völsungasagan till ett aldrig avslutat berättarprojekt. Verkliga kungar och drottningar som fastnade i minnet lades in i historien som bifigurer och kom därmed att postumt påverka europeisk kultur på ett sätt som inte lär komma någon nutida potentat till del. Hunnerkungen Attila blev sagans Atle, frankerdrottningen Brunhild blev sagans Brynhild.Bild: Sigurd dödar Fafne. Illustration av Arthur Rackham (1911) från Siegfried & The Twilight of the Gods (New Impression ed.), London: William Heinemann, s.56. Wikipedia, Public Domain. Lyssna också på Nordisk mytologi – berättelser och kultKlippare: Aron SchuurmanProducent: Urban Lindstedt Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
In dieser Folge nehmen wir uns gemeinsam mit dem Soziologen Armin Nassehi die vielleicht wichtigste Frage unserer Zeit vor: Warum wissen wir so genau, was sich ändern muss – und scheitern dennoch regelmäßig an der Umsetzung? Wir starten mit der Diagnose einer kollektiven Transformationsmüdigkeit. Klimawandel, Digitalisierung, geopolitische Verschiebungen – die Ziele sind formuliert, die Probleme benannt, die Dringlichkeit unbestritten. Und doch passiert gefühlt zu wenig. Armin zeigt, dass dieses Gefühl kein individuelles Versagen ist, sondern tief in den Strukturen moderner Gesellschaften verankert liegt. Dabei müssen wir klar zwischen Organisationen und Gesellschaften unterscheiden. Unternehmen funktionieren, weil sie die „Fiktion der Steuerbarkeit“ aufrechterhalten: klare Ziele, klare Verantwortlichkeiten, definierte Erfolgsparameter. Gesellschaften hingegen sind keine Firmen. Wer versucht, sie mit denselben Logiken zu führen, landet bei überbordender Bürokratie, Kontrollillusionen oder – historisch betrachtet – autoritären Tendenzen. Wir sprechen auch darüber, warum die große politische Gesten zwar mobilisieren, aber selten transformieren. Warum echte Veränderung nicht aus moralischen Appellen entsteht, sondern aus mühsam ausgehandelten, kleinteiligen Schritten – und weshalb Win-win-Konstellationen zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen entscheidender sind als jede Sonntagsrede. Zum Schluss wird es grundsätzlich: Wir ordnen KI und Digitalisierung als Medienbruch ein, vergleichbar mit dem Buchdruck. Daten werden zur eigentlichen Wirklichkeit, KI spiegelt uns unser eigenes Denken als Muster-Rekombination – und stellt damit unsere klassische Vorstellungen von Expertise in Frage. Der neue Experte ist nicht mehr derjenige, der alles weiß, sondern derjenige, der mit diesen Systemen kritisch und produktiv umgehen kann. Armin Nassehis Blick hilft, Transformation nicht länger zu romantisieren oder managen zu wollen, sondern sie als das zu begreifen, was sie ist: ein komplexer, konfliktreicher, sozialer Prozess, der uns alle betrifft – im Unternehmen, im Privaten und in der Gesellschaft.
Inspiriert von Hans Christian Andersens „Schneekönigin“ erzählt die französische Regisseurin Lucile Hadžihalilović ein poetisches Kinoerlebnis, in dem die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen.
Bijan Moini ist Jurist, Bürgerrechtler, Schriftsteller und Direktor der Gesellschaft für Freiheitsrechte – die unter anderem gerade die Frage klärt, ob die Voraussetzungen für ein AfD-Verbotsverfahren gegeben sind. In Moinis neuem dystopischen Roman “2033” regiert in Deutschland eine rechtsextreme Partei. Mit Wolfgang spricht er über dieses Szenario zwischen Fiktion und realer Möglichkeit. Wie stabil steht die deutsche Justiz in Zukunft – wenn es schon jetzt Absetzbewegungen der Regierung gibt? Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/ApokalypseundFilterkaffee
Die Krypto Show - Blockchain, Bitcoin und Kryptowährungen klar und einfach erklärt
Daily Snippet vom 12.12.2025 Trump will vier Länder aus der EU herausbrechen, darunter Österreich. Es klingt wie politische Science-Fiction, aber es steht in einem offiziellen Strategiepapier aus Washington. Die wirtschaftlichen Folgen wären massiv, Lieferketten würden brechen und europäische Assets könnten binnen Stunden einbrechen. Warum dieses Szenario plötzlich realer ist als viele glauben, erkläre ich im neuen Audio. —— Hier geht es zum Blog: https://www.julianhosp.com/de/blog/daily-snippet-12-12-2025 —— Folge mir für ehrliche Finanz-Einblicke! Montag bis Freitag: Dein persönliches Finanz-Audio. Kompakt, klar und mit den wichtigsten Marktinfos für deinen Vorsprung:
Stellen Sie sich vor, Sie liegen am Strand, das Wasser zieht sich langsam zurück, immer weiter, und Sie denken: Moment mal, so ein Szenario habe ich doch gestern erst in meinem Buch gelesen, hier kommt es gleich zu einem Tsunami. Und dann bleibt Ihnen noch die Zeit, sich und andere Menschen in Sicherheit zu bringen, denn die Fiktion wird zur Realität. Indirekt wurde unser Gast, der Autor Frank Schätzing, damit zum Retter, denn sein Buch "Der Schwarm" verkaufte sich millionenfach, weltweit. Es war nicht sein erstes und - wie wir inzwischen wissen - auch nicht sein letztes Buch, aber es verhalf dem damals schon höchst erfolgreich als Werber arbeitenden Schriftsteller zum sogenannten Durchbruch. Gebürtig stammt Schätzing aus Köln, Jahrgang 1957. Ein musikbegeisterter, verträumter Junge, der sich lange nicht gefiel und dann doch erstmal eine kaufmännische Lehre absolvierte, bevor er mit Kommunikation und Marketing nachlegte. Heute gehört Schätzing zu den zuverlässig erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren, und ja, das Schreiben ist toll, aber irgendwie bleibt Music wahrscheinlich immer his first Love. Oder? Playlist: David Bowie - I can’t give everything away Magma - Tröllertanz Klaus Schulze - Georg Trakl Frank Schätzing - Hidden Place dEUS - Instant Street Sophia Kennedy - Orange Tic Tac St. Vincent - Cheerleader Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
In dieser Episode tauchen wir gemeinsam in die faszinierende Welt der künstlichen Intelligenz ein. Wir sprechen über persönliche Erfahrungen, aktuelle Entwicklungen und stellen uns die Frage, wie KI unseren Alltag bereits beeinflusst. Von Social Media und Gaming bis zu Deepfakes und AI-generierter Musik – wir diskutieren nicht nur die Möglichkeiten, sondern auch die Schattenseiten und Grenzen dieser Technologie. Dabei teilen wir unsere ehrliche Meinung, nehmen euch mit in spannende Beispiele und philosophieren über die Zukunft von Mensch und Maschine. Hört rein, wenn ihr wissen wollt, wie KI schon heute Realität und Fiktion verschmelzen lässt – und was das für uns alle bedeutet.
Für unseren 6. Geburtstag haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen: Heute werden wir euch wie gewohnt einige unserer gruseligsten Zuhörergeschichten vortragen – aber Obacht: Hier und da haben wir euch ein paar frei erfundene Geschichten untergemogelt. Könnt ihr herausfinden, welche Geschichten wahr und welche erfunden sind? Die Auflösung hört ihr am Ende der Folge – aber vergesst nicht, vorher in unserer Instagram-Story eure Einschätzung abzugeben. Wir sind gespannt, ob es uns gelungen ist, euch ganz im Sinne von „Trick or Treat“ erfolgreich an der Nase herumzuführen.
#277: In ein paar Tagen ist Halloween – und was heißt das traditionell bei Mord auf Ex? Halloweenspecial!
Liebe Leute,Flemming und David sind zurück und wir spielen gemeinsam „Fakt oder Fiktion“.Es geht um kuriose, interessante und teilweise total verrückte Geschichten – und ihr dürft mitraten!Anschließend gibt es wieder mindestens genauso spannenden Wortschatz in der Sprachanalyse (40:27) wie schiffen, pennen, oder Redewendungen wie in den sauren Apfel beißen.Viel Freude beim Zuhören!Euer RobinFlemming und Davids 4-monatiges Premium Programm VON B2 ZU FLIESSEND:In 4 Monaten von unsicherem zu sicherem Deutsch!Hier geht es zum Handout:https://www.dropbox.com/scl/fi/gcewkjntmz4dedtclybql/Episode_150_Fakt-oder-Fiktion-mit-Flemming-und-David_Handout.pdf?rlkey=un3quyh4q2bysujz7lwhha0vf&dl=0Das Transkript und viele weitere Extras gibt es auf Patreon:https://www.patreon.com/aufdeutschgesagtZum Newsletter:https://aufdeutschgesagt.us21.list-manage.com/subscribe?u=530247c810b1c462df23c5ff9&id=b3c548b8d1Wer meine Arbeit finanziell unterstützen will, der kann das hier tun:https://paypal.me/aufdeutschgesagt?locale.x=de_DEE-Mail:auf-deutsch-gesagt@gmx.deHomepage:www.aufdeutschgesagt.deFolge dem Podcast auch auf diesen Kanälen:Facebook:https://www.facebook.com/pages/category/Podcast/Auf-Deutsch-gesagt-Podcast-2244379965835103/Instagram:www.instagram.com/aufdeutschgesagtYouTube:https://www.youtube.com/aufdeutschgesagtHier geht es zum Podcast auf anderen Seiten:https://plinkhq.com/i/1455018378?to=page Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.