In Essays, Features und Erzählungen stellt die Reihe religiöse und ethische Grenzfragen der Gegenwart zur Diskussion.

Alle wollen sie, aber jede und jeder versteht etwas anderes darunter: Freiheit. Ex-Kanzlerin Angela Merkel hat sogar ihre Memoiren so betitelt. Allerdings scheint der Konsens darüber zu schwinden, was Freiheit bedeutet: Ist Freiheit das Recht auf Hassrede? Macht sie Solidarität überflüssig? Rechtfertigt sie die Abwesenheit von Moral? Religiöse Menschen sagen, dass ihr Glaube sie frei mache – obwohl fast jede Religion das Befolgen von Regeln einfordert. Vor 500 Jahren setzten viele Christen ihre Hoffnungen auf persönliche und politische Freiheit auf die Reformation. Was ist davon geblieben?

Alt wie die Religionen selbst ist die Frage in ihnen, wie Leid und Unrecht, Schmerz und das Böse vereinbar sein können mit dem Gedanken einer Transzendenz, die den Menschen umfängt. Warum? Diese Frage scheint ins Wesen dessen zu gehören, was wir „Gott“ nennen. Dass ein allmächtiger Gott zugleich ein Liebender ist, will nicht zusammenzupassen mit den Erfahrungen von Bedrohung und Verletzung. Der Essay erkundet die biblischen und mythischen Erzählungen vom Ursprung des Bösen. Es sind Bilder und Geschichten, die auch aus eigenen Leiderfahrungen heraus Worte suchen, die trösten und verwandeln.

Der Schriftsteller Siegfried Lenz war ein Mann der stillen Worte. Und doch: Mit seinem Werk wollte er, der die Schrecken des Krieges erlebt hatte, die Welt zu einem besseren Ort machen: durch einen „wirkungsvollen Pakt mit den Lesern, um die bestehenden Übel zu verringern“. In seinen Utopien, die auf einem ethisch geprägten Humanismus aufbauten, bezieht er sich dabei auf den Propheten Jesaja genauso wie auf Platon und H.G.Wells. Was können wir heute noch aus seinen Geschichten und Erzählungen lernen?

Das Leben soll gelingen, das glauben heute viele Menschen. Es ist allen zu wünschen, aber das Leben spielt nicht immer mit. Was gibt uns dann die Kraft, dies und jenes zu bewältigen? Für die Besinnung auf all das, was uns Kraft gibt, brauchen wir besinnliche Zeiten. Das kann ein Spaziergang sein. Es kann ein Aufenthalt im Garten sein. Und ein Gottesdienst kann ein Anlass dafür sein. Bei diesen Gelegenheiten können wir an „das Eine“ denken, das uns Kraft gibt, und dies auch dann, wenn wir nicht im engeren Sinne religiös sind.

Die Künstliche Intelligenz ist dabei, alle Lebensbereiche der Menschen zu erobern und seinen Alltag zu bestimmen. Auch die Kirchen kommen nicht umhin, sich mit dieser Technologie zu beschäftigen und deren Grenzen auszuloten.

Das Christentum kennt den Verzicht als ethischen Kompass und spirituelle Kraftquelle. Auch das Fasten und die Askese gehören dazu.

Die alten Ägypter waren heitere, gesellige, sinnenfrohe Menschen, verliebt in das Leben und den Tod nicht fürchtend, den sie als Fortsetzung ihrer irdischen Existenz betrachteten.

Kein Phänomen unseres Daseins, das reicher an Bedeutung, Gehalt und Lebenswichtigkeit wäre als das Licht. Es blendet uns in den Städten, durchwandert Kunst und Religion und Sprache.

Lesen ist weit mehr als Informationsaufnahme. Es ist eine menschliche Kulturtechnik, die Denken, Glauben und Gesellschaft formt.

Der Essay beschäftigt sich mit dem Erben und den Erben im Christentum, von der Erbsünde über das fürstliche Gottesgnadentum bis zur Gotteskindschaft.

Nicht erst seit der Bürgerrechtsbewegung gibt es in den USA eine einflussreiche "Black Theology". Aber was ist mit einem wirkmächtigen Begriff überhaupt gemeint?

Menschen, die das Werk Thomas von Aquins gut kennen, berichten, was auf den ersten Blick wie Haarspalterei aussehe, offenbare bei näherer Betrachtung eine großartige geistige Klarheit.

Vielerorts herrscht der Wunsch nach Besinnung und harmonischer Friedfertigkeit. Doch ein Blick in die Geschichte zeigt, dass dem nicht immer so ist.

Weihnachten: Licht im Licht - Weiß im Weiß - wie kann man von dem Gott sprechen, der alles in allem ist und in keinem Bild zu finden? Aber er zeigt sich, in einer Einzelheit, in einem Menschenleben.

Von Achtsamkeit ist in der Bibel auf vielfältige Weise diese Rede, und auch unsere Advents- und Weihnachtslieder verkünden sie. Wenngleich es in manchem Weihnachtsgottesdienst auch Ablenkungen gibt.

Als rosarotes Zauberpferd hat das Plüschtier die Kinderzimmer erobert - das Einhorn. Aber wie ist es in die Luther-Bibel gekommen oder in die Arche Noah?

Je älter man wird, desto früher beginnt der Advent. Jedenfalls hat man den Eindruck, wenn es um Konsum und Werbung geht. Aber wer nicht abwarten kan, untergräbt auch die Vorfreude.

Rainer Maria Rilkes Verhältnis zur Religion war zwiespältig: Dogmen und vermittelnde Instanzen zwischen Himmel und Erde lehnte er ab.

Ein Blick auf den laizistischen Staat in Frankreich anlässlich des dort vor 120 Jahren erlassenen Gesetzes über das Verhältnis zwischen Staat und Kirche kann hilfreich sein, um Positionen der deutschen Debatte zu reflektieren und zu pointieren.

Friedhofslandschaften gehören in Deutschland zum "Immateriellen Kulturerbe" der Unesco, als Ort der Trauer, als Trostraum, als Erinnerungsort.

Die Kirchen in Deutschland gelten in der Öffentlichkeit immer noch als reich. Dabei lässt sich bereits seit Jahren absehen, dass sie auf große finanzielle Probleme zulaufen.

Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod prägen Religionen. Aber wie ist das auch für nichtreligiöse Menschen vorstellbar?

Nächstenliebe ist doppelt paradox. Sie richtet sich - so die Lehre Jesu - gerade nicht auf die "nächsten" Personen, sondern auf Bedürftige und Notleidende, mit denen uns wenig verbindet.

Die Landesmusikräte haben die Stimme zum Instrument des Jahres 2025 gewählt. Sie ist das älteste Instrument der Welt und jeder hat es. Doch allzu oft sind Menschen verstimmt.

Wut und Zorn gehören zu den stärksten menschlichen Emotionen - gefürchtet und doch unvermeidlich.

Die Schlange im Paradies, Noahs Tauben, das Lamm Gottes oder der Löwe des Hieronymus, sie alle sind mit biblischen Überlieferungen verbunden.

Priestermangel ist ein Wort, das die katholische Kirche seit längerem beschäftigt. Doch jetzt zeigen sich die Folgen immer deutlicher.

Der Essay fragt, ob und wie es möglich ist, aus ethischer, religiöser oder psychologischer Sicht eine Grenze der Forschung zu bestimmen.

Entscheiden ist nicht immer leicht. Da ist die Angst, etwas falsch zu machen, zu versagen und enttäuscht zu werden. Wer oder was hilft in Entscheidungsprozessen?

Die Offenbarung des Johannes, das letzte und möglicherweise auch jüngste Buch der Bibel, hat nichts gemein mit dunklen Prophezeiungen à la Nostradamus.

Tattoss sind verbreitet und gesellschaftlich akzeptiert. Die uralte kulturelle Praxis hat in allen Weltreligionen eine Bedeutung - und sei es nur, weil die religiösen Gesetze sie verbieten.

In vielen Mythen und Geschichten wird davon erzählt: die besondere Kraft des Meeres, die unseren Planeten prägt. Eine Spurensuche ganz nah am Wasser.

Kein Mensch kommt um die Erfahrung herum, verletzlich zu sein - und keine Gesellschaft.

Vor 75 Jahren, am 1. November 1950, erklärte der Papst die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel zum Dogma der römisch-katholischen Kirche.

Bildungsreisen, Roadtrips, Heldenreisen in Literatur und Film, Traumreisen und die große Lebensreise - welche Reise bringt uns näher zum eigentlichen Lebensziel?

Krieg und Gewalt sind Erfahrungen, die in zahlreichen biblischen Texten thematisiert werden.

Der Essay fragt danach, ob und inwieweit sich Stolz, Würde und Ehre mit Demut vertragen können.

Im Sommer besuchen ungezählte Menschen Kirchengebäude. Die Architektur, die Kunstwerke, die Fenster regen zum Nachdenken an.

Am Internationalen Tag des Kusses geht der Essay einer der ältesten und mehrdeutigsten Gesten der Menschheit nach.

Das einsame alte Mütterchen in der Kirchenbank ist ein langlebiges Klischee. In Wirklichkeit ist in unserer säkularen Gegenwart die Beziehung zwischen Gottesglaube und Menschenalter entkoppelt.

Zusammenhalt ist das Wort, das viele elektrisiert. Es fehlt daran, finden viele. Aber was führt denn zu mehr Zusammenhalt?

Danke. Vielen Dank. Nichts zu danken. Auch in den Religionen spielt der Dank eine zentrale Rolle, als Dankesschuld oder als Ritual der Verbundenheit.