Aktuelle Buchbesprechungen, Interviews mit Autoren, Neues vom deutschen und internationalen Buchmarkt und von Büchermenschen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen… In „Unter Büchern“ taucht Literaturkritikerin Katrin Schumacher für MDR KULTUR jede Woche in die Welt der Bücher ein.

Die Bücherliste:Tomer Gardi: Liefern. Mit Anne Birkenhauer. Klett-Cotta. Christoph Peters: Entzug. Luchterhand.Michal Hvorecky: Dissident. Klett-Cotta. Dana von Suffrin: Toxibaby. Kiepenheuer&Witsch.Lola Randl: Der lebende Beweis. Matthes&Seitz.Lena Gorelik: Alle meine Mütter. Rowohlt.Katerina Poladjan: Goldstrand. S. Fischer.Alena Schröder: Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel. Dtv.Helene Bukowski: Wer möchte nicht im Leben bleiben. ClaassenSophie Sumburane: Keine besonderen Auffälligkeiten. Edition Nautilus.Axel Petermann: Die Psyche des Bösen. Heyne. Stephan Ludwig: Zorn - Die Akte Heinlein. S. Fischer. Die Trackliste:Maximo Park – Books from boxes Crucchi Gang – Ti sta bene Kettcar – Doug & Florence Scarlet Pleasure – What a life Tristan Brusch – Grundsolider Schläger Adela Meda – Spolu Alt J – Happier when you're gone Mine – Klebstoff The Smiths – Panic (LIVE)Belle & Sebastian – Wrapped up in books Blur – Country House Catatonia – Dead from the waist down Emiliana Torrini – Miss Flower Woomb – Last Rays Moddi – One minute more Nichtseattle – Frau sein Dota – Ein gutes Buch Contriva – Hellblau Rundfunkkinderchor – Wer möchte nicht im Leben bleibenNikolaj Medtner – Elfenmärchen Keimzeit – Rosi Benny Grenz – Quiet mind Fenne Lily – Three Oh Nine Pet Shop Boys – Being boring Manfred Krug – Danke für den Abend

Katrin Schumacher empfiehlt diese drei Bücher: "Die Frau als Mensch" von Ulli Lust, "Das Leben des Dalai Lama" von Matyáš Namai und Tom Taylor sowie "Das Haus der Türen" von Tan Twan Eng.

Pegeltrinken bedeutet lügen, verstecken, verschleiern. Die Frau darf es nicht wissen, die Nachbarn sowieso nicht. Nur wenige Freunde wissen, dass der Ich-Erzähler ein massives Alkoholproblem hat. In seinem Roman "Entzug" schreibt der Schriftsteller Christoph Peters eng an der eigenen Biografie entlangt, wie der Entzug vor zwanzig Jahren aussah. Der Erzähler hat seit dem 16. Lebensjahr durchgetrunken, nun begibt er sich in eine Klinik, wohl wissend, dass es hart wird, körperlich und seelisch. Für den Protagonisten und auch für Peters selbst hingen Alkohol und Kreativität als Autor und Maler fast 25 Jahre lang untrennbar zusammen. Erst die enttäuschte mail seines Verlegers, der sein neustes Manuskript nicht abnehmen will, weckt ihn auf. Im Gespräch mit Katrin Schumacher erzählt Christoph Peters vom Beginn der Alkoholsucht und von ihrem Ende. Wir folgen ihm in die unwirtliche Klinik und in die Möglichkeit, der Erinnerung an die Sucht literarisch zu begegnen. Diese Folge "Unter Büchern" ist ein Live-Podcast, aufgenommen bei den Thüringer Literaturtagen auf Burg Ranis am 13. Juni 2026.

Die Thüringer Literaturtage rund um die Burg Ranis finden zum 29. Mal statt. Im Gespräch ist der Organisator Ralf Schönfelder über die Gäste und die Zukunft des Festivals.Sigfried Lenz: "Am Widerhaken hängt das Glück". Eine Wiederentdeckung, die Geschichten für Lenz-Fans und für Angel-Fans bereithält. Der Schriftsteller Matthias Jügler stellt das Buch vor.Hanno Hochmuth: "Mein Warnemünde" - In der Reihe "Meine Insel" vom mare-verlag geht es auch mal an Küstenorte – wie das legendäre Warnemünde, das bei dem Autor Hanno Hochmuth Erinnerungen an Broiler und das Hotel Neptun weckt. Jean-Christophe Deveney, Mickaël Correia & Lelio Bonaccorso: "Eine kurze Geschichte des Fußballs". Pünktlich zur WM der Comic zum Event – vorgestellt von Wolfgang Schilling.Thị Thanh Thảo Trần: "Menschen wie wir" - Sie sind arm, aber glücklich miteinander. Als ein Angebot aus der DDR kommt, entschließt sich der Vater, nur für ein paar Jahre dort zu arbeiten. Welche Folgen diese Entscheidung für seine Familie haben wird, kann er da noch nicht abschätzen. Seine Frau und seine Tochter – die Erzählerin des Romans – folgen ihm erst Jahre später nach Deutschland. Maja Fiedler stellt das Buch vor.Marek Torčík: "Was die Zeit nicht nimmt" - Tschechien ist im Herbst das Gastland der Frankfurter Buchmesse. Doch bereits jetzt erscheinen einige der interessantesten Bücher aus unserem Nachbarland in deutschsprachiger Übersetzung. Inspiriert wurde dieser Roman Marek Torčíks eigener Geschichte, vom Heranwachsen in der Provinz. Holger Heimann hat das Buch gelesen und den Autor in Prag getroffen.

Frischer Wind für Gothaer Antiquariat. Nicht nur kleine Verlage haben dieses Problem, auch kleine Buchläden: Wer führt sie weiter, wenn die Aufbau-Generation in Rente geht? Oft gibt es niemanden, der Lust hat für sechs Tage die Woche – für wenig Geld – Bücher zu verkaufen. Und doch sind es gerade kleine Läden, in denen am liebsten gestöbert wird. Auch bei Andreas Zink in der Bücherstube "Hannah Höch" in Gotha. Dort fand sich in allerletzter Minute jemand, der den Laden übernommen hat. Blanka Weber mit einer Reportage.Leipziger Übersetzerin Stefanie Bose ist Stadtschreiberin in Trenčín. 2026 ist, neben dem finnischen Oulu, die slowakische Kleinstadt Trenčín Kulturhauptstadt Europas. Im vergangenen Jahr gab es einen regen Austausch mit Chemnitz (der Kulturhauptstadt 2025). Auch jetzt sind die Verknüpfungen – in dem Fall zu Sachsen – nach wie vor eng. Denn Stefanie Bose, die Stadtschreiberin der westslowakischen Stadt im Kulturhauptstadtjahr, stammt aus Leipzig. Am 1. Mai hat sie offiziell ihr Amt angetreten. Vor ihrer Abreise hat Grit Krause sie getroffen und stellt sie uns vor.Trauerarbeit und Literatur – Ein Buch für den gefallenen Cousin. Die Ukrainerin Anhelina Olijnyk, 25 Jahre alt, hat einen der wichtigsten Menschen in ihrem Leben verloren. Ihr Cousin Maxym, der sich freiwillig zur Armee gemeldet hatte, ist im Donezbecken gefallen. Ihre Trauer hat Anhelina literarisch in kurzen Texten verarbeitet. Sie meint: So könnten auch andere Trauernde besser mit ihrem Schmerz umgehen. Nun hat sie ein Buch mit ihren Texten veröffentlicht, im Eigenverlag, und es bei mehreren Lesungen präsentiert. Sie blickt jetzt wieder positiver in die Zukunft.Peter Sloterdijk: Der Fürst und seine Erben. Der Autor sieht sich selbst als "philosophierenden Schriftsteller". Trockene Akademiker-Prosa ist nicht sein Ding. Er liebt es, in freien Assoziationsketten zu denken und zu schreiben. Da mag es überraschen, dass sein neues Buch "Der Fürst und seine Erben. Über große Männer im Zeitalter der gewöhnlichen Leute" eine Auseinandersetzung mit dem nüchternen, kühlen Klassiker Niccolò Machiavelli verspricht. Holger Heimann hat den Essay gelesen.Sebastian Haffner: Der Teufelspakt. Eine "Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen" – das ist ein Titel, der einige Menschen triggern könnte, in jegliche Richtungen. Verfasst hat das Buch Sebastian Haffner. Nun mag man denken: Der lebte 1907 bis 1999, der Journalist und Historiker, was mag er uns über Russland und Deutschland Erhellendes erzählen, es ist ja so viel passiert inzwischen? Eine Frage an unseren Kritiker Matthias Schmidt.Maike Luhmann: Einsamkeit. Warum sie uns alle betrifft. Einsamkeit, nicht zu verwechseln mit Alleinsein, ist ein gesellschaftliches und individuelles Problem, das sich auch politisch auswirkt. In Deutschland gibt es das Kompetenznetz Einsamkeit der Bundesregierung, in Großbritannien gar ein Einsamkeitsministerium. Mehr dazu steht im Buch der Professorin Maike Luhmann, die dazu im Gespräch ist.

Themen der Sendung:*Tomer Gardi hat 2022 den Preis der Leipziger Buchmesse bekommen und jetzt einen neuen Roman vorgelegt. Darin betrachtete er die Menschen, die allzuoft übersehen werden, die uns die Pizzen und Reisgerichte nach Haus bringen und mit ihrem Fahrrädern oder Kleinautos durch die Stadt sausen, auf der ganzen Welt: die Lieferanten. Über seinen Roman "Liefern" ist er im Gespräch mit Kais Harrabi. *Ein Roman, der größtenteils in der Fahrerkabine eines LKWs spielt, den gab es noch nicht so oft. Domenico Müllensiefen hat ihn geschrieben: "Manchmal muss man sich entscheiden". Mit Tino Dallmann hat er über sein Buch gesprochen.

Katrin Zipse: Moosland. 1949Vier Jahre nach Kriegsende veröffentlichte der Isländische Bauernverband eine Anzeige in den Lübecker Nachrichten. Gesucht wurden junge deutsche Frauen, die auf isländischen Bauernhöfen mitarbeiten würden. Viele Isländerinnen waren damals in die Städte abgewandert oder mit den abziehenden amerikanischen GIs in die USA gegangen. Einige Bauern suchten also nicht nur Arbeitskräfte, sondern auch Heiratskandidatinnen. Etwa 300 junge deutsche Frauen folgten dem Aufruf. Für Katrin Zipse Stoff für ihren Roman Moosland. Claudia Ingenhoven hat das Buch gelesen. Steffen Kopetzky: Die HarzreiseVor 200 Jahren durchwanderte Heinrich Heine den Harz und schuf mit seiner Harzreise ein bis heute berühmtes literarisches Reisebild. 200 Jahre später folgt der Autor Steffen Kopetzky dieser Spur und findet eine von sozialen und ökologischen Veränderungen geprägte Landschaft. Und wie Heine auch hat Kopetzky seine Beobachtungen und Erfahrungen von unterwegs in einem literarischen Text festgehalten, nun erschienen beim Rowohlt Verlag. "Die Harzreise - eine Deutschlanderkundung" ist durchaus ein Buch übers Wandern und ist doch zugleich voller kluger Gedanken zur politischen Gegenwart. Jörg Schieke hat sich mit Steffen Kopetky über diese Harzreise unterhalten.Christine Thürmer: Hiking Asia. Zu gern schauen wir Anderen bei ihren Abenteuern zu. In Videos, Lichtbildvorträgen, Büchern und natürlich im Internet verfolgen wir, wie sie sich die Welt etwa erwandern. Eine von ihnen ist Christine Thürmer. Sie bezeichnet sich selbst als die "meistgewanderte Frau der Welt" und verweist auf ihrer Webseite auf unfassbare 70.000 Kilometer zu Fuß, 37.000 Kilometer mit dem Fahrrad und 7.000 Kilometer mit dem Boot. Christine Thürmer hat mehrere Bücher geschrieben. Das Neueste erzählt von ihren Touren durch Japan, Südkorea und Taiwan. Sabine Frank stellt es vor.Felicitas Hoppe: ReisenSeit die Autorin 2012 mit dem Georg-Büchner-Preis prämiert wurde, ist sie in aller Munde, denn diese Auszeichnung gilt als wichtigste Literaturtrophäe im deutschsprachigen Raum. Insgesamt veröffentlichte die 1965 in Hameln geborene Schriftstellerin bisher mehr als zwei Dutzend Werke, darunter die von der Kritik euphorisch gefeierten Reiseromane "Pigafetta" und "Paradiese, Übersee". Jetzt hat die Künstlerin dem Thema Reisen einen Essayband gewidmet. Ulf Heise stellt ihn vor. Ali Smith: GliffDie Schottin Ali Smith gehört in Großbritannien zu den ganz großen zeitgenössischen Schriftstellerinnen. Schon mit ihrer Jahreszeiten-Tetralogie war sie sowas wie eine literarische Ersthelferin für alle, die von den damals aktuellen politischen Entwicklungen überrannt wurden: Egal, ob es der Brexit war, der Rechtsruck oder die Corona-Pandemie. Auch in ihrem neuen Roman gibt sich Ali Smith politisch. Das Buch hört auf den rätselhaften "Gliff" und Kais Harrabi stellt es vor.Und der Tipp zum Schluss: Moni Ports wunderbares kleine Buch "Women's Words. Fünfzig Frauen, fünfzig Sätze". Mit besten Empfehlungen!

Mit Literatur ins Grüne: Bücher von Marie Laure Cruschi, Judith Schalansky, Norbert Sachser und Niklas Kästner sowie ein von Matthias Jügler herausgegebener Band.

Der mitteldeutsche Verlag wird 80 Jahre alt, und wir schauen auf zwei (Wieder)Entdeckungen: die Briefe der jungen Brigitte Reimann und ein nachgelassener Text von J.R.R. Tolkien. Dazu, wie immer, weitere Empfehlungen.

In "Unter Büchern" geht es um Buch und Film bzw. Fernsehen: Die Autorin Angela Steidle wirft einem irritierten Blick auf den Kinofilm "Rose" und mit dem Regisseur Andreas Ammer feiern wir über 23 Jahre Druckfrisch.

"Unter Büchern" stellt Sachbücher vor, die uns die Gegenwart erklären: von Pop über Philosophie bis Politik, darunter "The Joy of Aging" von Christiane Rösinger und "Mit Gott gegen die Demokratie" von Arnd Henze.

Unter Büchern wird biografisch: Wenn Literatur aus dem Leben geholt wird, kann es zärtlich und hart werden. Mit: "Marriamachina" von Kinga Tòth, "Brandung" von Maylis de Kerangal und "Flugasche" von Monika Maron.

"Unter Büchern" schaut dieses Mal auf Buch-Delikatessen und empfiehlt Lektüre jenseits der ganz großen Bücherstapel.

Unter Bücher fragt sich: Ist der Buchmarkt in der Krise? Eine Woche nach der Leipziger Buchmesse schaut Unter Büchern wie es Schreibenden, Verlegenden und Buchhandlungen geht.

Unter Büchern widmet sich ganz dem politischen Sachbuch: Mit Ines Geipels "Landschaft ohne Zeugen" und Michal Hvoreckys "Dissident" zur politischen Lage in der Slowakei.

Lukas Rietzschel reist in eine ostdeutsche Stadtgesellschaft der Wendezeit. Ines Geipel bringt uns Buchenwald neu nahe. Helene Bukowski spürt dem Leben und Suizid einer Pianistin nach.

Profiler Axel Petermann erzählt literarisch die spannendsten Cold Cases. Sophie Sumburane schreibt über den letzten Serienmörder der DDR und Kristof Magnusson begibt sich in internationale Spionageverwicklungen.

Musikerin und Schriftstellerin Judith Holofernes erzählt von den Schwierigkeiten einer unbenannt neurodiversen Kindheit und Jugend. Lola Randl beginnt Landflucht und Jana Hensel blickt ohne Scheu in ostdeutsche Abgründe.

Sylvie jobbt im kleinen Kunstmuseum, eines Morgens ist das schönste Bild verschwunden. Wieso zeigt Museumsdirektor Brunse den Diebstahl nicht an? Kunstkrimi, Familiengeheimnisse und die Liebe – und Sylvie mittendrin!

Vier Kinder sollen mit Spaten in den Krieg ziehen und desertieren. Ein Dilemma stellt ihre Verbundenheit in Frage. Kann man den Hass auf ein Volk überwinden, mit dem man im Krieg ist? Ein Antikriegsroman ab 14.

Kinder leben in ihrer Welt und bekommen herkunftsbedingte Ungerechtigkeit selten mit. Dieses Kinderbuch öffnet ihnen die Augen über die "feinen Unterschiede", ob beim Wohnen, Essen, der Art zu sprechen oder beim Sport.

Der alten Dame Rosa läuft ein Hund zu. Für eine Nacht will sie ihm Unterschlupf geben. Doch dann entdeckt das Tier eine Blutspur – und Rosa könnte plötzlich den seit 30 Jahren ungeklärten Mord an ihrem Mann aufklären.

Von klimaresilienten Städten bis Stauden im Garten. Auch in diesem Jahr ehrt das Kuratorium der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft wieder eine Top 5 der Gartenbücher und ehrt eine Publikation mit dem Gartenbuchpreis 2026.

Ein Mörder beichtet auf dem Sterbebett einen weiteren Mord. Der Anstaltsseelsorger ist an das Beichtgeheimnis gebunden, doch ein Unschuldiger sitzt dafür im Gefängnis. Er wendet sich an Star-Anwalt Tryggvi Marnitz.

Hauptkommissar Claudius Zorn entdeckt eine abgetrennte Männerhand, zwei Finger fehlen. Doch kein Hinweis auf das Opfer. Lebt er noch? Zorn und seinem Kollegen Schröder lässt die Sache keine Ruhe.

Vor Jahren hat Mira Zehmann mit ihrem Mann die Ukraine verlassen, um in Deutschland ihr eigenes Leben zu leben – auch für ihre kleine Tochter. Als in ihrer alten Heimat Bomben explodieren, gerät ihre Welt aus den Fugen.

Die Lkw-Fahrerin Sandra soll eine Fracht transportieren, die ihr das Geld für die Zukunft ihrer Tochter Mia bringen soll. Doch diese Zukunftsfrage stellt sich ihr vehement, als sie erfährt, was sie transportiert.

Theresa Brenner und Marcus Schödel sind im Gespräch mit der Energieökonomin und Spiegel-Bestseller-Autorin Claudia Kemfert zu ihrem neuen Buch "Kurzschluss – Wie wir unsere Energiezukunft verspielen".

Eine halbe Stunde Lyrik. Zu Gast sind die Dichterin Anke Bastrop mit Naturgedichten, der Lyriker Gregor Kunz mit "Luftschiffhalde IV". Und der Dichter und Verleger Bertram Reinecke ist im Gespräch.

Monika Marons erstmals veröffentlichten Tagebuchaufzeichnungen aus den Jahren 1980 bis 2021 geben unerwartet tiefe Einblicke in das Leben der Schriftstellerin. Ein Leben zwischen DDR-Zensur, Ausreise und Fluchten.

Im Mai 1883 bricht ein Tiger aus dem Dresdner Zoo aus. Zugleich treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Zwei mörderische Gefahren, denen sich Kriminalrat Gustav Heller und sein Assistent Schrumm in diesem Krimi stellen.

Der Vater der Erzählerin des Romans geht aus Vietnam nach Deutschland, die Familie folgt später. Sie werden nicht mit offenen Armen empfangen. Das Ankommen ist eine Fiktion, zurückgehen würde sich wie Scheitern anfühlen.

Der Kurt-Wolff-Preis geht an den Verlag Edition Tiamat, der u. a. Bücher zu Holocaust, Antisemitismus und Nationalismus veröffentlicht. Der Kurt-Wolff-Förderpreis 2026 geht an den Fürther Verlag Starfruit Publications.

Ende der Siebzigerjahre bröckelten die großen Weltdeutungen, vom Marxismus bis zum Fortschrittsdenken. Befreit von den schweren Überzeugungen entstand ein Gefühl der Leichtigkeit und Freiheit. Was ist davon geblieben?

Christine Koschmieder ist in 19 Jahren 21 Mal umgezogen. Sie hat Männer verlassen und verloren und wurde zur Alkoholikerin. Jetzt ist sie trocken und wohnt in einem Haus nur für sich. Der Schritt zur Schrulligkeit?

32 Karten mit witzigen Sprüchen und Ausdrücken aus dem Sächsischen für einen vergnüglichen Spieleabend. Perfekt für alle, die Sachsen nicht nur besuchen, sondern auch verstehen wollen.

Jana Hensel beschreibt den langen Weg nach rechts, der für viele Ostdeutsche einmal links begann und durch eine wiedervereinte Bundesrepublik führt, die gerade selbst in der tiefsten Krise ihrer Geschichte steckt.

2006 werden John Lennons private Tagebücher gestohlen und tauchen erst Jahre später in einem Berliner Auktionshaus wieder auf. Kunstfahnder René Allonge hat den Jahrhundertdiebstahl aufgeklärt und berichtet davon.

Die Heldinnen in diesem Buch sind nicht mehr jung, aber auch noch nicht alt. Hineingewachsen in ihre Rollen als Freundinnen, Geliebte, erwachsene Töchter oder Mütter, stellen sie fest: Ihre Lebensentwürfe sind brüchig.

1989 wird in einem Dorf eine Frau getötet, der Mörder kann entkommen. Später sterben vier weitere Frauen und ein Baby. In der Zeit fällt die Mauer. Die Presse stürzt sich darauf und es gibt Angst und Verdächtigungen.

Die Lyrikerin Lara Rüter hat jahrelang in einem Primaten-Forschungsinstitut gearbeitet. Sie erzählt von Affen und von sich selbst: von Lebensanfängen und vom Sterben, von Freiheitsdrang und Berührung.

Lukas Rietzschel verwebt die Leben der Menschen einer Kleinstadt, von alten Offizieren über Bürgerrechtler bis zu Frührentnern, zu einem Panorama deutscher Geschichten – vom Ende der DDR bis in die jüngste Gegenwart.