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Der Titel der heutigen Episode ist: »Künstliche Vernunft?«, und ich freue mich besonders, dass sich Jan Juhani Steinmann wieder zu einem Gespräch bereit erklärt hat. Wir spannen in dieser Episode einen weiten Bogen von der Frage, was Intelligenz, Bewusstsein und Selbstbewusstsein sind, welche Rolle Biologie, Leib und Körper sowie Theologie spielen können, um dann auf die Frage der künstlichen Intelligenz und Vernunft zu kommen. Was hat es mit der sogenannten Singularität und dem Transhumanismus auf sich, und warum könnte die Bevölkerungsentwicklung des Menschen eine wesentliche Rolle spielen? Am Ende legt Jan seine Vorstellung eines positiven Bildes des Zusammenspiels von Mensch und Technik dar. Dr. Juhani Steinmann ist in Bern geboren, mütterlicherseits Finne, ist Philosoph, Dichter und Theologe. Er hat Philosophie, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften, Politikwissenschaften sowie Theologie in Zürich, Berlin, St. Andrews, Heidelberg, Rom und Cambridge studiert. Forschungsaufenthalte wurden in Kopenhagen, Helsinki und Oxford durchgeführt. Unter der Betreuung von Prof. Konrad Paul Liessmann hat er 2021 an der Universität Wien in Philosophie promoviert. Zurzeit forscht er am Institut Catholique de Paris, an der Università di Roma LUMSA sowie an der Faculty of Divinity der University of Cambridge zur poetischen Phänomenologie im Kontext des Denkens von Kierkegaard, Nietzsche und Heidegger. Er ist ferner Begründer des Kollektivs Omnibus Omnia. Nebst wissenschaftlichen Publikationen in Philosophie und Theologie publiziert er auch Dichtung. Besonders möchte ich auch seine Bücher erwähnen, vorzugsweise: »Kritik der künstlichen Vernunft. Vorspiel eines Anathemas« und »Das Vorfaltenlicht. Die Alpen und das Valley«. Diese beiden Werke gehören zusammen, sind wie Geschwister zu betrachten. Das erste ist eine Techniktheologie/-philosophie, das zweite eine Technik- und Naturpoesie, da die Gedichte dazu im Silicon Valley und in den Alpen geschrieben wurden. Vorzugsweise deshalb, weil sie zum Thema des heutigen Gesprächs passen. Wir beginnen das Gespräch mit der Frage nach dem Begriff der Intelligenz. Wie kann man sich diesem Begriff nähern, der ja schon beim Menschen mit vielfältiger Bedeutung überladen ist — und dann wird er auch noch für künstliche Intelligenz verwendet? »Intelligenz ist eine Form der Vermittlung innerhalb von Relationen — also, es werden Dinge in ein Verhältnis zueinander gestellt.« Wie leitet sich daraus (beim Menschen) Selbstbewusstsein und Bewusstsein allgemein ab? »Der Mensch ist ja sicherlich das erste Wesen, das überhaupt eine Definition dieser Eigenschaften, die es an sich selbst bemerkt, geleistet hat. […] Intelligenz erkennt sich selbst durch den Menschen als jenem Wesen, das intelligent ist, oder zu sein scheint.« Was folgt daraus in theologisch/philosophischer Reflexion? Was bedeutet der Begriff Logos und wie steht er in Zusammenhang mit Intelligenz und Bewusstsein? Gibt es einen metaphysisch ur-ontologischen Garanten von Bedeutung? Ist Gott der Garant für die Vernünftigkeit der Vernunft? Oder sind diese Eigenschaften des Menschen schlicht emergente Phänomene, die aus der biologischen Komplexität seiner selbst entspringen? Ist die »künstliche Intelligenz« äquivalent zur menschlichen/biologischen Vernunft? Oder ist dies grundsätzlich zu anthropomorph gedacht? Wie ist der Zusammenhang zwischen diesen philosophisch/theologischen und operationalen Ansätzen der Intelligenz — etwa ausgedrückt durch Intelligenztests und dergleichen? Was bedeutet der Begriff des Geistes? Was sind die verschiedenen Modi der Rationalität, in denen Menschen operieren? Was ist dianoetisches und noetisches Denken? Gibt es eine göttliche — hypernoetische Dimension? Welche Rolle spielen Instinkt und Intuition? Wie nehmen wir Stimmungen wahr? Was hat es mit der Leiblichkeit auf sich? Zu welcher Leistung sind nun Algorithmen und Maschinen fähig? »Maschinen imitieren im Grunde Dianoia — zugleich aber simulieren sie noetische Vernunft« Was ist Behaviorismus, und wie hilft er, die aktuellen Entwicklungen zu verstehen? Ist der Mensch frei? Was bedeutet der Begriff der Freiheit überhaupt, besonders wenn man sich auf die sogenannte Willensfreiheit bezieht? Ziehen wir die Grenze zwischen Maschine und Mensch vielleicht nur darum, weil wir gekränkt sind, weil Maschinen nun etwas können, was wir für rein menschlich gehalten haben? Ist das vielleicht nur eine weitere Ergänzung zu den drei Kränkungen des Menschen nach Sigmund Freud? »Warum sollten wir uns selbst abschaffen, hinfällig machen?« Aber haben wir ab einem bestimmten Zeitpunkt überhaupt noch die Wahl? Was ist die Rolle des Leibes für Vernunft und Intelligenz und vor allem für die noetische Dimension? Was ist Informationismus? Sind Maschinen gar die nächste evolutionäre Stufe auf unserem Planeten? Kehren wir zur Frage der Freiheit und Willensfreiheit zurück. Ist das vielleicht eine Frage, die viel weniger philosophische Tiefe hat, als häufig dargestellt wird? Um Wittgenstein zu bemühen: »Die meisten Sätze und Fragen, welche über philosophische Dinge geschrieben worden sind, sind nicht falsch, sondern unsinnig.« Wie zeigt sich das, was wir Autonomie nennen, wie kann es sein, dass wir uns selbst als frei empfinden? »Das ist ja ein schönes Paradox der Freiheit, dass man sich freiwilliger Notwendigkeit hingibt. […] Freiheit ist eine Stimmung — man fühlt sich frei. […] Du willst ja nur, was du willst.« Was folgt daraus? »Wir sind schon immer gefangen in den Bedingungen unseres Hier-Seins. Und von innen — aus diesem System heraus — kann die Freiheit nicht bewiesen werden. So zumindest erscheint es uns.« Schopenhauer sagt: »Ich kann zwar tun, was ich will, aber nicht wollen, was ich will.« Ist dies eine Widerlegung der Freiheit — wie Schopenhauer es annimmt — oder kann man andere Schlüsse ziehen? Gibt es einen Grund anzunehmen, dass es Intelligenz nur beim Menschen, respektive in biologischen Systemen, gibt? Beziehungsweise, dass es überhaupt andere intelligente Wesen außerhalb von mir selbst gibt (die solipsistische Idee)? Was passiert aber mit verkörperter künstlicher Intelligenz, etwa in der Robotik? Sind Roboter nur Körper und kein Leib? Ist es ein Kategorienfehler, die biologische mit der kulturellen und technischen Evolution zu vergleichen? »Die Kultur hat den Menschen schon von der Evolution entfremdet.« Kommt die biologische Evolution zu einem Ende, und wird sie von neuen Gesetzmäßigkeiten abgelöst? Was ist das Zusammenspiel von Technik, Maschinen und Macht? Ist Technik co-evolutionär mit dem Menschen? Gibt es einen Sprung von der Humanität zur Transhumanität? Was versteht man unter (technologischem) Transhumanismus, und was sind die Ursprünge? Allgemeiner gefragt: Ist der Mensch eine Aporie, die man überwinden muss? Wie sieht es mit biologisch/technischen Mischformen, kybernetischen Organismen aus? Steuern wir auf eine Singularität zu, die in etwa so gelesen werden könnte: »Es gibt keinen Gott — programmieren wir doch die Superintelligenz als neuen Gott« So beantwortet Ray Kurzweil die Frage: Is there a god: »Not yet«. »Wir haben keinen Begriff, was auf uns zukommt. Das könnte die Abschaffung des Menschen bedeuten — oder vielleicht eine relativ gemäßigte Koexistenz. Aber wir dürfen es nicht unterschätzen.« Wie groß ist diese Gefahr? Ist es überhaupt eine Gefahr? Können wir diese Technologien kontrollieren und regulieren? »Ich sehe keinen Grund anzunehmen, warum wir obsolet sein möchten.« Wie wahrscheinlich ist das Entstehen einer Superintelligenz, die möglicherweise sogar global wirksam wird? Was wäre die Voraussetzung dafür? Aber selbst, wenn es zu keiner Singularität oder Superintelligenz kommt, ist die Menschlichkeit nicht schon durch die Integration in permanent verfügbare dianoetische Systeme gefährdet? Werden wir unsere Urteilskraft an die Maschine delegieren? Mit welchen Folgen? Außerdem dürfen fundamentale Prinzipien komplexer Systeme nicht vergessen werden: Führen mehr Daten etwa zu mehr Sicherheit oder zu mehr Unsicherheit? Und wie können wir das entscheiden? Woher kommt das Neue in die Welt? »Die Welt ist nicht nur ihre Messbarkeit. Sie ist nicht die Summe ihrer Daten. […] Die Welt ist immer mehr und anders, als sich in einem Ordnungssystem sagen lässt.« Zum Ende des Gesprächs folgt eine vielleicht unerwartete Abzweigung: Bevölkerungen kollabieren weltweit. Im Gegensatz zu den langjährigen Warnungen tritt also das Gegenteil einer Bevölkerungsexplosion mittel- und langfristig ein. Dies gilt praktisch weltweit und besonders in den Industrienationen. Eine dramatisch alternde und gleichzeitig schrumpfende Bevölkerung wird aber erhebliche Probleme haben, ihre ökonomische und militärische und damit geopolitische Position aufrechtzuerhalten. Wird daraus ein enormer Druck entstehen, Robotik und künstliche Intelligenz als Ersatz für fehlende Arbeitskraft zu entwickeln und einzusetzen? Übernehmen — mit Marx gesprochen — die Maschinen also irgendwann die proletarische Arbeit? Gibt es doch noch ein alternatives und hoffnungsfroheres Paradigma? Also zu den Paradigmen der: Humanität Transhumanität Theo-Humanität Was ist darunter zu verstehen? »Lasst uns doch gemeinsam uns vergöttlichen — ob es Gott gibt, oder nicht. Das macht uns zu würdevollen und schönen Wesen.« Wollen wir Technologien, die den Menschen als Idioten betrachten, oder die uns als Menschen erhöhen? Referenzen Andere Episoden Episode 147: Digitale Kolonie oder Souveränität? Ein Gespräch mit Wilfried Jäger und Kevin Mallinger Episode 143: Auf Sand gebaut? Episode 139: Komfortable Disruption Episode 137: Alles Leben ist Problemlösen Episode 134: Das Werdende, das ewig wirkt und lebt? Transzendent oder Transient Episode 132: Fragen an die künstliche Intelligenz — eine konstruktive Irritation Episode 129: Rules, A Conversation with Prof. Lorraine Daston Episode 125: Ist Fortschritt möglich? Ideen als Widergänger über Generationen Episode 123: Die Natur kennt feine Grade, Ein Gespräch mit Prof. Frank Zachos Episode 121: Künstliche Unintelligenz Episode 119: Spy vs Spy: Über künstlicher Intelligenz und anderen Agenten Episode 104: Aus Quantität wird Qualität Episode 98: Ist Gott tot? Ein philosophisches Gespräch mit Jan Juhani Steinmann Episode 85: Naturalismus — was weiß Wissenschaft? Episode 68: Modelle und Realität, ein Gespräch mit Dr. Andreas Windisch Fachliche Referenzen Webseite und Lebenslauf von Jan Juhani Steinmann YouTube Kanal von Jan Juhani Steinmann Jan Juhani Steinmann, Kritik der künstlichen Vernunft, Lepanto (2025) Jan Juhani Steinmann, Das Vorfaltenlicht. Die Alpen und das Valley, Wieser Verlag (2025) Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft (1781) Peter Sloterdijk, Kritik der zynischen Vernunft, Suhrkamp (1983) Ludwig Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus (1922) Kränkungen der Menschheit, Sigmund Freud und folgende Andy Clark, Being There, MIT Press (1998) Steve Taylor, How a Flawed Experiment “Proved” That Free Will Doesn't Exist, Scientific American (2019)
Die junge Tochter des preußischen Generalleutnants Herrmann von Redern hatte ein Leben voller Glück und Sonnenschein vor sich. Doch ihre Zukunftsträume zerbrachen jäh, als ihr geliebter Vater plötzlich verstarb. Die Familie hatte den Verlust noch nicht verkraftet, als kurze Zeit später ein Feuer im familieneigenen Gutshof ausbrach. Als die Flammen gelöscht waren und der Schaden begutachtet war, stand die traurige Wahrheit fest: Hedwigs Mutter konnte den jahrhundertelangen Familienbesitz nicht mehr halten und musste mit ihren Kindern in eine ärmliche Mietswohnung nach Berlin ziehen.Wegen dieser Schicksalsschläge begann Hedwig (* 23. April 1866), mit Gott zu hadern. »Ist das ein Gott der Liebe, der einem alles nimmt, wofür es sich zu leben lohnt?« Sie war erstaunt darüber, wie ganz anders ihre Mutter mit den neuen Lebensumständen zurechtkam. Diese fand Trost in dem Wissen, dass Gott ihr Leben lenkte. Schließlich ließ sich Hedwig überreden, an den Bibelstunden teilzunehmen, die ihre Mutter in Berlin besuchte. Und hier endlich fand sie selbst den Gott, den sie zwar seit ihrer Kindheit kannte, zu dem sie aber keine persönliche Beziehung hatte. »Musste Gott mich aus meinem irdischen Paradies vertreiben, um mir die ewige Heimat schenken zu können?«, fragte sie sich rückblickend.Von nun an half sie bei Kindergottesdiensten mit und schrieb christliche Gedichte, von denen viele vertont und sehr bekannt wurden. Eines ihrer schönsten Lieder beginnt mit den Worten: »Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl. / Das macht die Seele still und friedevoll.« Diesen Frieden verlor Hedwig ihr Leben lang nicht, selbst als sie durch die Spanische Grippe ihre Mutter und einen ihrer Brüder verlor. Es ist derselbe Friede, den Jesus bis heute jedem anbietet, der ihm sein Leben anvertraut.Uwe Harald BöhmDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
Die Frutigtaler Dichterin Maria Lauber (1891-1973) war eine Pionierin der Mundartliteratur. Sie beschrieb ihr Frutigtal, die Menschen, die Landschaft, auch Heimweh-Gefühle, die Liebe und der Tod kommen immer wieder vor. Die Wirkung der Stille war der Meisterin in der Kunst des Andeutens wichtig. Ein Lesebuch mit Gedichten, Erzählungen, Sagen, Briefauszügen und Worterklärungen bringt uns die ehemalige Primarlehrerin und Schriftstellerin wieder näher. Auf einer beigelegten CD sind Frutigdeutsche Geschichten von Maria Lauber und vertonte Gedichte von Christoph Trummer, Nadja Stoller und dem Trio Rehblick zu hören. Buchhinweis: Maria Lauber: Ischt net mys Tal emitts. (Hg. v. Kulturgutstiftung Frutigland). Lesebuch. Zytglogge 2016. Ausserdem von Maria Lauber verfügbar: - Chüngold. (Hg. v. Kulturgutstiftung Frutigland). Zytglogge 2018. - Chüngold in dr Stadt. (Hg. v. Kulturgutstiftung Frutigland). Zytglogge 2021. - Gedichte. (Hg. v. Kulturgutstiftung Frutigland). Zytglogge 2023. Wiederholung der Sendung vom 17.11.2016 Familienname Henzirohs Der Familienname Henzirohs (alt eingesessen nur in Niederbuchsiten SO) ist eine erst 1966 erfolgte Umformung des Namens Henziross. Dieser ist nicht ganz geklärt; aller Wahrscheinlichkeit nach steht im ersten Namenteil der Ruf- oder Familienname Henzi (eine Koseform von Heinrich) und im zweiten der Familienname Ross. Der Name könnte als Dorfübername in den Familiennamenschatz übergegangen sein oder auch eine scherzhafte Bildung sein.
In seinem neuen Buch "Fake Gucci-Jogginghose auf der Lesebühne" blickt Dinçer Güçyeter demütig und kritisch auf sein Leben zurück. Der Lyriker, Autor und Verleger teilt Kindheitserinnerungen und Reisebeschreibungen ebenso wie Gedichte und Fotos. Güçyeter, Dinçer www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
In seinem neuen Buch "Fake Gucci-Jogginghose auf der Lesebühne" blickt Dinçer Güçyeter demütig und kritisch auf sein Leben zurück. Der Lyriker, Autor und Verleger teilt Kindheitserinnerungen und Reisebeschreibungen ebenso wie Gedichte und Fotos. Güçyeter, Dinçer www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Lesart - das Literaturmagazin (ganze Sendung) - Deutschlandfunk Kultur
In seinem neuen Buch "Fake Gucci-Jogginghose auf der Lesebühne" blickt Dinçer Güçyeter demütig und kritisch auf sein Leben zurück. Der Lyriker, Autor und Verleger teilt Kindheitserinnerungen und Reisebeschreibungen ebenso wie Gedichte und Fotos. Güçyeter, Dinçer www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Lyrik: Alt-Chinesische Lyrik - Po Chü-i(Hördauer 21 Minuten)1946 veröffentlichte der Sinologe Arthur Waley eine Auswahl seiner in langen Jahren der Forschung erfolgten Übertragungen chinesischer Lyrik aus dem Zeitraum von 1000 vor Christus bis ca. 900 nach Christus. Wir setzen den kleinen Zyklus mit Gedichte von Po Chü-i fortPo Chü-i (772-846) war ein chinesischer Dichter, der vor allem für seine Balladen und satirischen Gedichte bekannt war. Er vertrat die Ansicht, dass gute Poesie vom einfachen Volk leicht verstanden werden sollte, und veranschaulichte dies in Gedichten, die sich durch einfache Diktion, natürlichen Stil und sozialen Inhalt auszeichneten.Sprecher: Uwe Kullnick
Anthony schreibt Liebesbriefe und Gedichte - nur ein paar Wochen später trennt er sich plötzlich von Kate. Sie ist verzweifelt und findet, das passt nicht zusammen. Aber war die Trennung wirklich so abrupt? Oder lag es daran, dass nach zwei Jahren alles langsam ernster wurde? Unsere Hochzeit ist für viele in unserem Umfeld Anlass um abzunehmen - uns bewegt dieses Thema. Wenn schon unsere Gäste äußerliche Ziele haben, wie geht es uns als Brautpaar damit? Vom Bartschnitt bis Bauchumfang.Die Gartenarbeit beginnt, wir gehen mit Sudoku baden und haben euch ein couple goal von uns mitgebracht.Nie vergessen: lasst uns lieb zueinander sein
Lyrik: Ghasele von Ursula Haas – gelesen von der Autorin – aus: "Ich kröne dich mit Schnee"(Hördauer ca. 34 Minuten)Formal gebändigte Lyrik von überzeugender BildkraftDieser Band mit Gedichten zeigt Ursula Haas auf dem Höhepunkt ihrer lyrischen Kunst und Kunstfertigkeit. Er gliedert sich in drei Kapitel, wobei das zweite Kapitel „Im Schleier des Morgens“ aus Ghaselen besteht und einer alten morgenländischen Versform, die im 19. Jahrhundert eine große Faszination auf die Lyriker ausübte, neues Leben einhaucht. Tradition und Moderne begegnen und vereinigen sich hier.Ursula Haas wechselt in ihren Gedichten zwischen längst vergangenen Bildungslandschaften und unserer Jetzt-Zeit. Genauso rasch wechselt sie die Orte: von Prag im Winter zum Erntedank auf der Insel Reichenau, von einem Sommertag auf Kap Corse zum Herbst in Berchtesgaden. „Die Zeit der Verpuppung ist lang“, so heißt es in einem ihrer Gedichte, aber dafür entschädigt der Sommerflug, bei dem „das Blau des Himmels/zum Garten Eden wird.“Dieser Gedichtband ist eine Entdeckung für alle Freunde und Kenner der zeitgenössischen Lyrik. Ursula Haas wurde in der ehemaligen Tschechoslowakei in Aussig a.d. Elbe (Usti nad Labem) geboren. Sie wuchs in Düsseldorf und Bonn auf und studierte Geschichte, Germanistik und Pädagogik in Bonn und Freiburg. Nach ihrer Referendarzeit in München trat sie nicht in den Schuldienst, sondern gab Privatunterricht und begann zu schreiben. Verheiratet mit dem Chirurgen Werner Haas, bekam sie eine Tochter und einen Sohn. Inzwischen alleinstehend, lebt und arbeitet Ursula Haas nach wie vor in München als freie Schriftstellerin in den Genres Lyrik, Roman, Erzählung, Libretto, Theaterstück und Essay. Ihre Gedichte sind in zahlreiche Sprachen übersetzt."Ich bin im Krieg in Tschechien geboren, wuchs in NRW auf und lebe seit langem in München. Trotz Germanistikstudium schreibe ich seit gut 20 Jahren literarische Bücher. Mein Medea-Roman war der erste von einer Frau geschriebene! Er brachte mir auch insofern Glück, weil ich durch ihn zum Schreiben von Musiktexten (Libretti) kam. Daraus entstand z.B. die Medea-Oper mit der Musik von Rolf Liebermann, die 2001 in der Pariser Oper aufgeführt wurde. Mein Roman "Drei Frauen" von 2009 beschäftigt sich mit drei Künstlerinnenbiografien. (Camille Claudel, Tina Modotti und Lenka, die meinem Leben nachgeht). Siehe die Kritiken bei Amazon! Mein ebenfalls 2009 erschienener Lyrikband " Ich kröne dich mit Schnee" bekam 2010 den Nikolaus-Lenau-Preis. 2014 erschien im A1 Verlag der Band mit Erzählungen "Busenfreundinnen. Geschichten zu Lust und Brust". 2018 der Gedichte -und Poesie-Band "Wortfisch im Grünen Aquarium" (edition bodoni).2020 das Tagebuch "Zerzauste Tage. Ein Jahr der Wirklichkeiten" (edition bodoni)."Wenn Ihnen dies gefallen hat, hören Sie doch auch einmal hier hineinoder hierSchnitt und Realisation Uwe Kullnick
Die Bibel ist ein Buch, das fast alle haben und nur wenige lesen. In dieser Folge laden Andi und Thorsten dazu ein, sich neu über die Bibel zu wundern – über ihre Eigenart, ihre Tiefe und ihre Widerständigkeit. Die Bibel ist kein Buch, sondern eine Bibliothek. Zwischen ihren Deckeln versammeln sich Gedichte und Gesetze, Weisheitsliteratur und Weltgeschichte – geschrieben über Jahrhunderte hinweg von Priestern und Propheten. Sodann erzählen sie von ihrer Lerngeschichte, z.B. dass die erzählte Geschichte und die Geschichte der Erzähler zweierlei sind. Die biblischen Texte berichten von kleinen Anfängen und grossen Niederlagen, oft aus einer viel späteren Perspektive. Geschichte wird erzählt, um Gegenwart zu verstehen. Die Bibel hat keine Verfasser – zumindest nicht im modernen Sinn. Viele Texte sind gewachsen und immer neu überarbeitet worden. Viele biblische Texte sind Traditionsliteratur, nicht Autorenliteratur. Die Bibel ist das Produkt eines langen Ringens um Worte für Gott und die Welt. Wer die Bibel liest, steht in einer langen Geschichte. Nicht alle haben dieselbe Bibel. Jüdische, katholische und evangelische Traditionen unterscheiden sich im Umfang ihrer Schriften. Schon der Kanon ist Ergebnis theologischer Entscheidungen. Aber auch im Aufbau des Kanons unterscheiden sich die Religionsgemeinschaften und Konfessionen Man kann die Bibel nicht nicht auslegen. Jede Lektüre ist schon Interpretation. Wer meint, nur «wörtlich» zu lesen, folgt dennoch bestimmten Voraussetzungen. Die Frage ist nicht, ob wir auslegen – sondern wie bewusst wir es tun. Alles in allem: Wer Gott und dem Glauben treu bleiben möchte, muss sich manchmal auf tiefe Wandlungen einlassen. Die Bibel ist ein zutiefst menschliches Buch, voller Spannungen und Entwicklungen. Gerade so ist sie Spiegel des Göttlichen in dieser Welt.
freie-radios.net (Radio Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK))
Sendung Lorettas Leselampe Buchvorstellung. Eine Unterhaltung mit der Künstlerin und Fotografin Regine Steenbock, und der Lyrikerin und Sprachkünstlerin Julia Dorsch. Beide haben zusammen mit einer weiteren Lyrikerin, nämlich Anja Engst, vor wenigen Monaten ein Foto-Lyrik Buch veröffentlicht. Das Buch heißt »Rezyklate Restlöcher« und ist eine breit angelegte fotografisch-literarische Feldforschung im rheinischen Tagebaurevier rund um den Hambacher Forst. Die drei Autorinnen befragen die Wirklichkeitsschichten dieser Landschaft, die ihre Symptome zwischen offenem Horizont, tiefen Löchern, deutscher Normalität und karnevalesker Verkleidung offenlegt – oder aber verbirgt. Dabei versuchen sie, eine unvoreingenommene Haltung mit dem Wissen um die klimatischen und ökologischen Problemlagen zu verbinden und globale Fragestellungen in den konkret regionalen Gegebenheiten zu reflektieren. Fotografie wird die Abbildung der Wirklichkeit zugetraut – doch um welchen Grad von Wirklichkeit handelt es sich dabei? Welchen Imaginationsraum öffnen die Gedichte in der ihnen eigenen Sprache? Wie beeinflusst das eine Medium die Lesart des Anderen? Musik: Sven Lütgen „Marbles“
Es beginnt in North Philadelphia. Keine goldenen Wasserhähne, kein Glamour. Nur eine junge Frau mit Notizbuch, mit großen Augen und mit Worten. Bevor die Welt ihre Stimme hört, hört sie sich selbst zu. Gedichte. Beobachtungen. Geschichten aus dem Viertel. (superfly.fm)
Zum Zeitpunkt ihres Todes, der sich in diesem Jahr zum 50. Mal jährt, war Tove Ditlevsen eine der meistgelesenen Schriftstellerinnen Dänemarks, zu deren Begräbnis hunderte Menschen erschienen und ausharrten, um sich von der Dichterin verabschieden zu können. Und das wollte sie auch immer sein: eine Dichterin, besser gesagt eine Lyrikerin. Obwohl wir gerade in Deutschland bisher hauptsächlich ihre Romane kennen, was vor allem daran liegen dürfte, dass diese bereits ins Deutsche übersetzt wurden, wurde sie in ihrem Heimatland vor allem durch ihre Gedichte bekannt, die von Anfang an viel Aufmerksamkeit erregten. Dies lag unter anderem daran, dass die Lyrik noch nicht den Stellenwert besaß, den sie später erlangte und Tove Ditlevsen mit 22 Jahren als Frau und Arbeitertochter auf dem Literaturmarkt eine regelrechte Sensation war. Bis zu ihrem Tod veröffentlichte sie acht Gedichtbände, sowie weitere Bände mit ausgewählten Gedichten, über die Übersetzerin Ursel Allenstein im Nachwort des eben erschienen Gedichtbandes Folgendes schreibt: „Sie gingen ins kulturelle Gedächtnis des Landes ein und blieben dort auch nach ihrem Tod im Jahr 1976 lebendig, wurden von Großmüttern an Töchter und Enkelinnen weitergegeben, in Poesiealben geschrieben, von Musikerinnen […] vertont.“ (S.175)Die in Da wohnt ein junges Mädchen in mir, das nicht sterben will veröffentlichten Gedichte umfassen einen Zeitraum von vier Jahrzehnten und sind nicht chronologisch angeordnet, sondern „[...] bilden einen thematischen Dialog zwischen jenen Gegensätzen, in den Gedichte aus jeder Phase des Werks miteinander treten[...]“ (S.179). Aufgrund der großen Zeitspanne sind sie nicht nur thematisch äußerst vielfältig, auch eine Veränderung in Ditlevsens Schreibstil – ihre Entwicklung als Lyrikerin und Mensch – ist deutlich zu spüren. Die späteren Gedichte muten oft mehr wie Erzählungen oder Beobachtungen an, was zum einen am nun häufigeren Verzicht der Reimform liegt, zum anderen am lyrischen Ich, das deutlich abgeklärter und desillusionierter wirkt. Dabei ist allerdings zu beachten, dass sich die Jahreszahlen, die den Gedichten beigefügt sind, lediglich auf das Jahr der Veröffentlichung des entsprechenden Gedichtbandes beziehen. Wann einzelne Gedichte genau verfasst wurden, ist teilweise nicht mehr rekonstruierbar oder en detail nachzuvollziehen.Die Auswahl der Gedichte, für den an dieser Stelle besprochenen Gedichtband, geben einen guten Einblick über die Themen, die Tove Ditlevsen zeitlebens beschäftigt haben mögen und auch in ihren Romanen immer wieder zu finden sind. Es ist die Beschäftigung mit der Frau, der Freundin, der Familie; als sie selbst, in allgemeinen Betrachtungen des Alltags oder als ihr Gegenüber.„Ich kannte die stumme Einsamkeitein Lächeln, als seist du nicht hier –von meinem eigenen Spiegelbildund sah mein Gesicht in dir.“ (aus: Vertraut, S. 95)Auch das Kind oder Kind-sein ist ein zentrales Motiv, das sie in vielfältiger Weise bearbeitet. Dabei ist sie entweder selbst das Kind, erinnert Dinge aus der Kindheit, aber auch Kindheit im Allgemeinen, das Erwachsenwerden, sowie Mutterschaft und Ehe stehen thematisch in enger Verbindung.„Da wohnt ein junges Mädchen in mir, das nicht sterben kann,bis ich selbst kaum noch glaub, dass uns etwas verbindet,ihre Augen starren mich aus dem Spiegel an,als suchte sie etwas, das man allzu schwer findet.“ (aus: Da wohnt ein junges Mädchen in mir, S. 167)Als thematischen Gegenspieler zum Kind-sein empfinde ich ihr stetiges Befassen mit dem Tod. Wie eng die Themen miteinander verwoben sind, zeigt das eben genannte Zitat besonders deutlich. Es ist aber auch ein Thema, das erschöpfen kann. Die ständige Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit und auch einer gewissen Todessehnsucht, die durchaus aus ihren Gedichten hervorgeht, ebenso wie die Gedanken an den Tod anderer oder das tatsächliche Erleben dessen strengen an. Sie machen traurig, erschöpfen, lassen das eigene Leben in einem neuen Licht erscheinen, werfen Zweifel auf und sind dennoch unvermeidlich. Ich stelle mir vor, dass es für Tove Ditlevsen auslaugend gewesen sein muss und trotzdem sind ihre Gedichte nicht frei von Hoffnung. Sie ver- und bearbeitet ihre Ängste und Sehnsüchte, reflektiert und porträtiert sich selbst und andere, stellt Beobachtungen an und erschafft mit ihren Gedichten, so viel wird an der Auswahl in Da wohnt ein junges Mädchen in mir, das nicht sterben will klar, eine lyrische Zusammenfassung ihres Lebens.„Wächst das Glück wie eine Perleleise und an vielen Tagen,dann lieb ich – seltsam, aber treu – alle meine Niederlagen“ (aus: Abwechslung, S. 31) This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit lobundverriss.substack.com
Tod, Angst, Verlust und eine fragile Hoffnung auf Zugehörigkeit prägten ihre Gedichte. Hilde Domin floh vor den Nazis ins Exil. Nach ihrer Rückkehr wurde sie zu einer namhaften Lyrikerin der Nachkriegsmoderne. Am 22. Februar 2006 ist sie gestorben. Kaindlstorfer, Günter www.deutschlandfunk.de, Kalenderblatt
"Im Duft der Maronen: Die Chronik eines Sterbens" von Dieter R. Fuchs - eine Rezension von Uwe KullnickHördauer Rezension ca. 6 min, Gespräch ca. 72 Minuten"Im Duft der Maronen": Die Chronik eines Sterbens – Dieter R. Fuchs im Gespräch mit Uwe KullnickDer Autor inszeniert in diesem Roman das Kopfkino eines greisen Mannes an den letzten Tagen vor dessen Tod im Hospiz. Nicht als Tragödie, sondern wie ein dokumentarisches Schauspiel voller bewegender Rückblicke und großer Gefühle. Es ergibt sich schlaglichthaft ein authentisches Gesamtbild dieses Menschen, das von der absoluten Endphase des Lebens aus rückwärts wie ein Mosaik aus prägenden Erlebnissen zusammengefügt wird. Die Leser*innen begleiten ein würdevolles Abschiednehmen, wie man es sich im Sterbebett wünschen möchte. Eine Mut machende Geschichte, die tief hinein in ein Thema führt, das in unserer Gesellschaft oft als Tabu behandelt wird.Zu Beginn wird die Krankengeschichte des sterbenden Protagonisten skizziert und man erlebt in der Onkologie dessen Einsicht in den nahenden Tod mit. Mit der Einweisung in eine geriatrische Klinik und anschließend in ein Hospiz nimmt die Haupthandlung ihren Lauf. Die LeserInnen erleben über den Zeitraum von wenigen Wochen die körperlichen, neuronalen und psychischen Veränderungen mit, bis zu seinen Empfindungen beim Schwinden der mentalen Fähigkeiten. Am Ende steht sein realistisch dargestellter Tod.Dr. Dieter R. Fuchs, Jahrgang 1952, recherchiert und schreibt mit der gleichen Leidenschaft, mit der er vier Jahrzehnte lang als Naturwissenschaftler und Forschungs-Manager tätig war. Bei seiner Arbeit in Materialentwicklung, Umweltforschung und Kulturgüterschutz faszinierten ihn vor allem internationale Erfahrungen. Er wirkte an Expeditionen im Iran mit, lebte lange im Jemen sowie in Dubai und bereiste beruflich wie privat die ganze Welt. Die Begegnung mit Menschen unterschiedlichster kultureller Hintergründe bedeutet für ihn echte Bereicherung. Als Präsident des unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen gegründeten Weltdachverbandes der Angewandten Forschung WAITRO engagierte er sich ehrenamtlich für mehr Miteinander zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.Seit Eintritt in den Ruhestand widmet er sich dem Schreiben von Romanen. Hierbei spielte anfangs seine private Leidenschaft für asiatische Kunst eine besondere Rolle, vor allem Netsuke genannte japanische Schnitzereien sowie chinesische Toggles und Amulette. Seine mystischen Geschichten um diese kleinen Objekte laden den Leser auf Reisen in fremde Sphären und Zeiten ein. Bei solchen Grenzwanderungen treten fantastische Zusammenhänge hervor, die historisches, natur- und kunstwissenschaftliches Wissen vermitteln und darüber hinaus auf unterhaltsame Weise die Fantasie anregen. In späteren Jahren wechselte er zu anderen, existenzielleren Genres und Themen.Beim Fabulus-Verlag erschien im September 2015 der Debut-Roman "Der Tanz der Häsin". Im Schwarzer-Drachen-Verlag dann im August 2017 sein historischer Roman über Japan "Hannya - im Bann der Dämonin". In 2018 folgte der Urban Fantasy Thriller "Zhulong - ein Drache erwacht". Drei Bände der Trilogie "Der Masanao-Adler" liegen als Manuskript vor, der erste Band erschien 2020 beim Karina Verlag. Im Oktober 2025 erschien beim Tredition Verlag sein Entwicklungsroman „Im Duft der Maronen - Die Chronik eines Sterbens“ in dem er das gesellschaftlich oft tabuisierte eigene Sterben ins Zentrum seiner Erzählung setzt. Außerdem erschienen über 30 Kurzgeschichten und Gedichte von ihm in verschiedenen Anthologien und Literatur-Journalen.Vielleicht mögen Sie auch diese Sendung Kommen Sie doch auch einfach mal zu unseren Live-Aufzeichnungen nach SchwabingRedaktion, Realisation, Vertonung Uwe Kullnick
Pustig geht es zu im aktuellen Lyrik-Podcast Seelenfutter,ein beunruhigender Wind zieht seine Spur durch die Stadt. Mulmig dichtet Friederike Haerter in ihrem Februar-Gedicht, und bedrohlich wirkt das eine oder andere ja auch jenseits der meteorologischen Erfahrungen. Dazu stellen Seelenfutter-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Hoffnung“ von Emanuel Geibel: Es kennt den Winter und das Bedrückende dieser Zeit, aber „es muss doch Frühling werden“! Das Wissen um den großen Mai ändert alles. Wunderbar. Dazu gibt es Bibelverse nach Jesaja und aus den Psalmen.
"Unter Büchern" ist in Bewegung – mit Romanen über Essenslieferanten und Lkw-Fahrerinnen, Himmelstauben und einer Reise in die nahe Vergangenheit. Mit dabei u. a. Abbas Khider, Navid Kermani und Domenico Müllensiefen.
Seit vielen Jahren steht die Berliner Schriftstellerin und Journalistin Anja Tuckermann für ein engagiertes, präzises, poetisch-politisches Schreiben. Sie schreibt Romane, Gedichte, Theaterstücke, Sachbücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sie schreibt über deutsche Vergangenheit und bundesdeutsche Gegenwart, über Nazi-Deutschland, Kriegn, Verfolgung, Vernichtung, Widerstand und Weitermachen. Für ihren dokumentarischen Roman „Denk nicht, wir bleiben hier. Die Lebensgeschichte des Sinto Hugo Höllenreiner“ wurde sie 2006 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Um heutige Fragen thematisieren zu können, schreibt sie Geschichte her. „hergeistern“ heißt darum diese 119. freigeistern!-Folge – ein Gespräch über ihr neues Kinder-Sachbuch „Damals in der Rosenstraße“, über Recherche, Erinnerung, Zeit, Zeitzeugen, über einen Historikerstreit und das Schreiben mit und für andere. „Ich möchte, dass Bücher einen Grund haben, warum sie existieren“, sagt die Autorin – darin liegt die Bedeutung von „hergeistern“.
Westberlin im Jahr 1969: Kriegsruinen und eine traumatisierte Elterngeneration, politische Umbrüche und die oft harten Gesetze der Straße. In seinem neuen Roman „Das Ende vom Lied“ erzählt der Berliner Schriftsteller Michael Wildenhain von einem Jungen an der Schwelle zum Erwachsenwerden, der sich buchstäblich durchboxen muss – und die erste Liebe erlebt. Anne-Dore trifft Michael Wildenhain am Heinrich-Lassen-Park in Berlin-Schöneberg, wo der Roman spielt. Gemeinsam laufen sie die Schauplätze ab, u.a. geht es zum Friedhof und zum alten Straßenbahndepot. Ein literarischer Winterspaziergang, der streckenweise zur Zeitreise in die 60er Jahre wird. Das Buch Michael Wildenhain „Das Ende vom Lied“, Klett-Cotta-Verlag, 416 Seiten, 26 Euro. Der Autor Michael Wildenhain, 1958 in Berlin geboren, hat zahlreiche Romane, Erzählungen, Gedichte und Jugendbücher geschrieben, u.a. "Die kalte Haut der Stadt", "Russisch Brot", "Das Singen der Sirenen" oder "Die Erfindung der Null". Er war u.a. für den Deutschen Buchpreis nominiert und Stipendiat der Villa Massimo. Podcast-Tipp: Bei "Die großen Fragen in 10 Minuten" von MDR Wissen gibt es aktuell Sonderfolgen zur Artemis II Mission zum Mond: https://1.ard.de/DGF_Artemis
Ein Highlight des Lyrikfestival Basel 2026 ist die Preisverleihung des Lyrikpreises im Wert von Fr. 10'000.-. Der erhielt die Schriftstellerin Barbara Hundegger, die für ihre knapp-kompakten Gedichte bekannt ist. Anlässlich ihrer Dankesrede präsentiert sie zwei ihrer Werke, die ihren Blick auf das Weltgeschehen und ihr Schaffen in lyrischer Ausdrucksform repräsentieren.
Gut, wenn Menschen einen inneren Kompass haben. Wenn dessen Nadel aber zittert, irritiert nach Orientierung sucht, und dann nicht Richtung Norden, sondern zwischen West und Ost, dann betreten die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard die poetische Welt von Melis Ntente, das Gedicht „erdmagnetfeld“ setzt den Ton der aktuellen Folge des Seelenfutters. Dazu klingt ein Gedicht von Emily Dickinson, dass Antworten versucht auf die großen Fragen nach der Sehnsucht. Dazu gibt es Bibelverse nach Jesaja und aus dem Hebräerbrief.
Die Menschen auf der Erde wundern sich. Warum funken Oppo und Spirit auf einmal gereimte Gedichte?
Geboren 1953 in Celle studierte Roland Kaehlbrandt Sozialpädagogik, entdeckte seine Liebe zu Sprachen und erweiterte sein Studium um Philologie und Völkerkunde. Er promovierte, unterrichtete an unterschiedlichen Hochschulen und arbeitete in mehreren Stiftungen. Als Autor veröffentlichte er seit 1999 Bücher über seine Leidenschaft für Deutsch - sein neuestes Werk heißt "Von der Schönheit der deutschen Sprache".
Hueck, Carsten www.deutschlandfunk.de, Büchermarkt
Markl, Dominik www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
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Lesung und Gespräch. "Damals gab's den Begriff der Care-Arbeit noch gar nicht" - Gedichte der Buchpreisträgerin Martina Hefter über Pflege, Fürsorge und soziale Ungerechtigkeit. Komisch, ästhetisch, kleine Teufel treten auch auf.
Lesart - das Literaturmagazin (ganze Sendung) - Deutschlandfunk Kultur
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In der heutigen Sendung blicken wir auf zwei wichtige Persönlichkeiten. Zum einen geht es um den Schriftsteller Hans Fallada. Wussten Sie, dass der große Autor auch eine Zeit lang in Polen lebte? Auch bei uns wurden seine Romane zu Bestsellern. Und wir erinnern an die Dichterin Maria Pawlikowska-Jasnorzewska. Ihre Gedichte wurden nun von Kashia Vega vertont.
In der Lausitz sprechen die Menschen deutsch und sorbisch, eine westslawische Sprache, die dem Slowakischen ähnelt. Die Lyrikerin Róža Domašcyna schreibt ihre Gedichte in beiden Sprachen. In ihrem neuen Lyrikband „Unterm weißleinenen tuch“ präsentiert sie Gedichte aus 30 Jahren. Darin erzählt sie auf ihre ganz persönliche Weise davon, wie das Aufwachsen mit zwei Sprachen sie bis heute prägt.
In diesem Jahr findet das Internationale Lyrikfestival in Basel zum 22. Mal statt: vom 22. bis 25. Januar gibt es Lesungen, Dialoge, Late Night Variété, Konzerte und schliesslich darf die Verleihung des Basler Lyrikpreises nicht fehlen. Radio X bringt anlässlich des Basler Lyrikfestivals vom 18. bis 25. Januar jeweils um 8.00 Uhr früh ein oder zwei Gedichte einer mitwirkenden Person des Festivals. Heute von und mit Franziska Füchsl.
Überschwänglich feiert der junge Lyriker Gerrit Engelke kurzvor dem Ersten Weltkrieg den Geist einer Menschheitsfamilie, und was möglich wird, wenn „Westen und Süden, Nähe und Weitsein“ in einer „weltentkreisten Seele“ zusammenstehen. Ein Fest der Verständigung und des Friedens. In den letzten Kriegswochen wird Gerrit Engelke sein Leben lassen, weil Nationalismus und Kriegslust Millionen zerschmettern. Zu dem Gedicht „Mensch zu Mensch“ stellen die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das ernüchterte Gedicht „Karawane der Sehnsucht“, das Ywan Goll 1919, direkt nach dem Ersten Weltkrieg veröffentlicht hat. Der Titel sagte es: Da ist viel Sehnsucht, aber auch ein langer, beschwerlicher Weg. Dazu gibt es Bibelverse aus den Psalmen und nach Lukas.
In diesem Jahr findet das Internationale Lyrikfestival in Basel zum 22. Mal statt: vom 22. bis 25. Januar gibt es Lesungen, Dialoge, Late Night Variété, Konzerte und schliesslich darf die Verleihung des Basler Lyrikpreises nicht fehlen. Radio X bringt anlässlich des Basler Lyrikfestivals vom 18. bis 25. Januar jeweils um 8.00 Uhr früh ein oder zwei Gedichte einer mitwirkenden Person des Festivals. Heute von und mit Jens Friebe.
Die Schriftstellerin Monika Helfer wurde vor allem durch ihre autofiktionale Roman-Trilogie bekannt, in der sie über ihre Großeltern, Eltern und Geschwister geschrieben hat. Sie verfasst aber auch Theaterstücke, Gedichte und Bücher für Kinder. Im Mainzer Staatstheater wurde ihr nun die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz verliehen.
Künstliche Intelligenz kann inzwischen Gedichte schreiben, Videos erstellen und Musik machen - aber: Kann sie auch den Planeten retten? Biologin Frauke Fischer zeigt, wie KI beim Umweltschutz sinnvoll eingesetzt werden kann.
Nils Mohl aus Hamburg-Jenfeld ist einer der renommiertesten Jugendbuchautoren Deutschlands. 2024 wurde er mit dem „James Krüss Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur“ ausgezeichnet. Den Durchbruch hatte er mit „Es war einmal Indianerland“, das auch fürs Kino verfilmt wurde. Der Jugendroman ist in einem realistischen Milieu angesiedelt, das er aus seiner eigenen Kindheit und Jugend in Hamburg-Jenfeld kennt – einer Zeit, in der Plattenbauten einen wesentlich besseren Ruf hatten als heute. Warum das so war, erzählt Nils hier. Das Tollste aber an Nils, sagt Kristian, sind seine originellen Gedichte. Etwa die Montagsgedichte, die er jede Woche bei Instagram postet. So wie dieses hier: weil die welt baden geht schluss mit gezänk hier ein geschenk mr president da die zeit ja rennt: schuhe aus zement Warum Nils alle Gedichte klein schreibt, auch das erfahrt ihr hier. Podcasttipp „10 Augenblicke / Eine Hörspielserie über weibliche Lust“: https://www.ardaudiothek.de/sendung/10-augenblicke-eine-hoerspielserie-ueber-weibliche-lust/urn:ard:show:4179b441c99e6802/
Wir springen in dieser Folge direkt in die Zeit der Einigungskriege. Genauer springen wir nach Frankreich, wo im Oktober 1870 ein berühmter Preuße in einer Gefängniszelle sitzt und kurz davor ist, als Spion verurteilt zu werden. Der Mann ist allerdings weder Soldat noch Spion, sondern Autor: Theodor Fontane. Wir sprechen in dieser Folge darüber, wie er in diese Situation kam, und was das für ihn, sein Werk und sein Vermächtnis bedeutete. //Erwähnte Folgen - GAG443: J.S. Bach oder Wie sich ein Komponist den Lebensunterhalt verdient – https://gadg.fm/443 - GAG510: Ludwig van Beethoven oder Wie eine Symphonie entsteht – https://gadg.fm/510 - GAG431: Auguste Escoffier, Kaiser der Köche – https://gadg.fm/431 //Literatur - Fontane, Theodor, und Emilie Fontane. Die Zuneigung Ist Etwas Rätselvolles. Aufbau Digital, 2018. - Gordon A. Craig. Theodor Fontane: Literature and History in the Bismarck Reich. Oxford University Press, 1999. - Helmuth Nürnberger. Theodor Fontane. Rowohlt E-Book, 1968. - Jörn Sack. Fontane als Kriegschronist. Franz Steiner Verlag, 2018. - Theodor Fontane. Gesammelte Werke - Romane, Gedichte, Reiseberichte usw. Ideenbrücke, 2016. - Theodor Storm und Theodor Fontane. _THEODOR STORM - THEODOR FONTANE DER BRIEFWECHSEL: historisch-kritische und kommentierte ausgabe. Erich Schmidt Verlag GmbH & Company, 2018. - Tobias Arand. 1870/71: Die Geschichte Des Deutsch-Französischen Krieges Erzählt in Einzelschicksalen. Osburg Verlag, 2019. Das Episodenbild zeigt eine Zeichnung Fontanes von Max Liebermann aus dem Jahr 1890. //Aus unserer Werbung Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/GeschichtenausderGeschichte //Geschichten aus der Geschichte jetzt auch als Brettspiel! Werkelt mit uns am Flickerlteppich! Gibt es dort, wo es auch Becher, T-Shirts oder Hoodies zu kaufen gibt: https://geschichte.shop // Wir sind jetzt auch bei CampfireFM! Wer direkt in Folgen kommentieren will, Zusatzmaterial und Blicke hinter die Kulissen sehen will: einfach die App installieren und unserer Community beitreten: https://www.joincampfire.fm/podcasts/22 //Wir haben auch ein Buch geschrieben: Wer es erwerben will, es ist überall im Handel, aber auch direkt über den Verlag zu erwerben: https://www.piper.de/buecher/geschichten-aus-der-geschichte-isbn-978-3-492-06363-0 Wer unsere Folgen lieber ohne Werbung anhören will, kann das über eine kleine Unterstützung auf Steady oder ein Abo des GeschichteFM-Plus Kanals auf Apple Podcasts tun. Wir freuen uns, wenn ihr den Podcast bei Apple Podcasts oder wo auch immer dies möglich ist rezensiert oder bewertet. Wir freuen uns auch immer, wenn ihr euren Freundinnen und Freunden, Kolleginnen und Kollegen oder sogar Nachbarinnen und Nachbarn von uns erzählt! Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio: https://www.seven.one/portfolio/sevenone-audio
Gedichte mit künstlicher Intelligenz schreiben? Meist entsteht konservativer Kitsch. Umgekehrt aber kann Poesie KI hinters Licht führen – sogar zu kriminellen Zwecken. Von Roberto Simanowski
Unter seinem echten Namen veröffentlicht Georg Witte eigene Gedichte. Übersetzt er russische Lyrik, will er Texte nicht komplett „einbürgern“, sondern die Fremdheit sichtbar lassen. Und arbeitet dann unter einem Pseudonym - auch aus Sicherheitsgründen. Timm, Ulrike www.deutschlandfunkkultur.de, Im Gespräch
Was macht ein gutes Gedicht aus? Darüber wurde stets viel nachgedacht, philosophiert und diskutiert. Die Gattung Lyrik zählt zu der anspruchsvollsten Gattung der deutschen Literatur. Auf geringem Platz, mit wenigen Worten, dem richtigen Rhythmus soll das Gesagte passen und stimmen. Norbert Hummelt zählt zu den wichtigsten Gegenwartslyrikern. In seinen Gedichten erkundet er Momente des Innenlebens, seziert Seelen- und Gefühlsleben, zeichnet die Verletzlichkeit von Beziehungen und Welt. Ausgezeichnet mit Deutschlands höchstdotiertem Lyrikpreis, dem Hölty-Preis, hat der 1962 in Neuss geborene Dichter, Übersetzer und Kulturjournalist, nun einen neuen Lyrikband vorgelegt: "Hellichter Tag". In NDR Kultur à la carte spricht er mit Joachim Dicks über das, was ein gutes, treffsicheres Gedicht ausmacht.
Drees, Jan www.deutschlandfunk.de, Büchermarkt
Viele fleißige Hände haben im Hintergrund diese Plappermoehl vorbereitet, haben Kuchen und Plätzchen gebacken, Kaffee gekocht und aus dem Kirchenraum der Ufergemeinde einen perfekten Ort für das Publikum, die Plappermoeller, ihre Gäste und die Musiker gemacht. Weihnachtsengel Hanna hat zauberhafte Gedichte mitgebracht, Brauns Blechbläserquartett sorgt für die Musik. Und für gute Geschichten von Baum, Traditionen, Geschenken und Festtagsbraten sorgen Christian Voß, Pastor i.R., Gisela Ratzlaff, die gute Seele der Ufergemeinde und der Pastor der Gastgeberkirche Jörg Utpatel. Und spätestens, wenn in dieser Sendung alle gemeinsam singen, leuchtet hell ein Licht aus Rostock in die Welt.
Ho ho ho! In der großen Weihnachts-Spezialfolge von „Mit den Waffeln einer Frau“ lädt Barbara Schöneberger ins Pfefferkuchenhaus und begrüßt Sally Özcan und Günther Jauch. Es geht um Füße auf Wikifeet, sehr bequeme Stühle, Weihnachtskrawatten, Backöfen als Geschenke und die große Frage, welcher Keks man eigentlich wäre. Dazu: Cupcakes verzieren, blutrünstige Gedichte, Duftkerzen und Diddl-Erinnerungen, – und ein schwäbischer Weihnachtsmann. Eine herrlich chaotische, warme und sehr lustige Weihnachtsfolge.
Eggers, Michael www.deutschlandfunk.de, Büchermarkt
Gedichte haben Clara Lösel bekannt gemacht. Sie möchte Menschen für Lyrik begeistern und gilt als Deutschlands erfolgreichste Poetry-Künstlerin. 378.000 Menschen folgen ihr auf Instagram, auf TikTok sind es mehr als 150.000. Über diese beiden Kanäle erreicht sie monatlich zwischen 15 und 20 Millionen Nutzerinnen und Nutzer mit ihren Gedichtvideos. Ihre Themen sind Gesellschaftskritik, Liebeskummer und Freundschaft. Damit spricht sie generationenübergreifend vielen Menschen aus dem Herzen. Der Zuspruch und der Erfolg – inzwischen geht sie mit ihren Texten auf Tour – können einen Menschen sehr schnell überfordern. Wie sie versucht, diese Lawine des Erfolgs in den Griff zu bekommen, und wie sie aber auch mit Hass umgeht, erzählt sie hier. Podcasttipp: Sound Art - ARD Klangkunst und Ars Acustica https://www.ardaudiothek.de/sendung/sound-art-ard-klangkunst-und-ars-acustica-hoerspiele/urn:ard:show:fc3367d648904396/
Es wird romantisch: Bobo & Herzfeld lassen auf ihrem neuen Album "Ich bin der Welt abhandengekommen" Gedichte deutscher Dichter*innen neu erklingen - u.a. Texte von Rilke, Eichendorff und Rückert. Bobo präsentiert einige dieser Vertonungen live mit Harmonium. Es wird rebellisch: Sonja M. Schultz stellt ihren Roman "Mauerpogo" vor - ein Buch, "das beim Lesen in den Händen vibriert", roh, unmittelbar, voller Wucht. Es wird geistreich: Michael Maar nimmt Sie mit auf einen "Streifzug durch die Weltliteratur" und zeigt mit seinem neuen Werk, warum er zu den beliebtesten Literaturkennern unserer Zeit gehört.
Sie schreibt fast 1800 Gedichte, doch Ruhm will sie nicht – zumindest nicht zu Lebzeiten. Heute zählt Dickinson (geb. am 10.12.1830) zu den größten Lyrikerinnen der USA. Von Jana Fischer.
Karches, Nora www.deutschlandfunk.de, Büchermarkt
Mit seiner Lieder- und Textsammlung durchquert der Berner Satiriker und Kabarettist Hans Jürg Zingg 50 Jahre seiner Karriere als Sprachakrobat. Hans Jürg Zingg hat sich nie davor gedrückt, brennende Themen anzupacken. Seit 1962 steht er auf Kabarett- und Kleinkunstbühnen und schreibt, singt und spricht gegen Krieg, Atomkraft oder eine zubetonierte Schweiz. Sprachverliebt und «fadegrad» hält er dem Bildungssystem ebenso den Spiegel vor wie der Massentierhaltung. Die Themen sind ernst – doch seine Lieder und Gedichte stecken voller Humor und treffsicheren Pointen. «und im ärnschtfall ischs luschtig» lautet der Titel seiner Sammlung von Liedern, Satiren und Slamtexten, die im Laufe der Jahrzehnte entstanden sind. Hans Jürg Zingg blickt darin auf ein halbes Jahrhundert zurück, in dem er seine Texte in der Berner Mundart auf Bühnen, im Radio und in der Poetry-Slam-Szene präsentierte. Im Gespräch erzählt er, warum er Bühnen den Demonstrationen vorzieht und ob er so etwas wie Altersmilde überhaupt kennt. Ausserdem erfahren Sie in der Sendung, was sich hinter den Wörtern «wasle» und «Kaffiritere» verbirgt und wir erklären die Herkunft des Familiennamens Racheter. Buchhinweis: Hans Jürg Zingg: und im ärnschtfall ischs luschtig. Neptun, 2025. 228 Seiten.
Lass alle Liebenden zufrieden sein und gib ihnen ein Happy End. Entnommen aus: Mevlana Jelal du-Din Rumi "Ich trunken, du verrückt. Wer bringt uns jetzt nach Haus? Gedichte großer Sufimeister", Hrsg. Tawhid Heinz Köhler, Herder Verlag, Freiburg 2025