Der Podcast Literatur - SWR2 lesenswert bietet Orientierungshilfe in der Flut der Neuerscheinungen. Besprochen werden aus den Bereichen Literatur und Sachbuch die wichtigen aktuellen Bücher, aber auch weniger bekannte Werke, die SWR2 für Sie entdeckt. Außerdem finden Sie im Podcast Gespräche und Les…

In East Harlem brechen Häuser ein, doch die Menschen kämpfen um Halt. Mit großer Empathie erzählt Richard Price in „Lazarus Man“ von Würde, Überleben und Zusammenhalt.

Der Klimawandel ist da und verändert unser Leben. Dieses Buch zeigt, wie Gesellschaft und Einzelne sich anpassen können, mit anschaulichen Illustrationen und Strategien.

Eine anonyme Todesanzeige führt den Arzt Bernhard nach 50 Jahren zurück nach Berlin. Klaus Kanzog erzählt in einem Spiel aus Fiktion und Autobiografie von Erinnerung und Herkunft.

Vertreibung und Unterdrückung wirken über Generationen nach. Das zeigt Alisha Gamisch in ihrem Roman „Parasiti“ anhand der Geschichte dreier russlanddeutscher Frauen.

In „Verbunden“ schickt Octavia Butler die Afroamerikanerin Dana aus den 1970er Jahren auf eine Zeitreise in die Südstaaten des 19. Jahrhunderts.Dort erlebt sie die Sklaverei.

Umkehr der Zeit: Wir beginnen mit neuer Science Fiction. Dann arbeiten wir uns immer weiter in die Vergangenheit vor und lesen neue rumänien- und russlanddeutsche Geschichten.

Die Filmemacherin Irene Langemann mag die Romane von Ulla Hahn. Hahns Roman „Das verborgene Wort“ inspirierte Langemann auch zu ihrem eigenen Roman „Das Gedächtnis der Töchter“.

Warum wächst die Enttäuschung im Osten? Jana Hensel findet in „Es war einmal ein Land“ Antworten, die wehtun: verpasste Chancen, westdeutsche Arroganz und ein Gefühl der Missachtung. Ein aufrüttelnder Blick auf eine fragile Demokratie.

Mit dem Einfall der Deutschen in Paris 1940 gerät auch die Literatur in Gefahr. Die beiden Buchhändlerinnen Adrienne Monnier und Sylvia Beach setzten alles daran, ihre Freunde Walter Benjamin, Giselle Freund, Siegfried Kracauer und viele andere zu retten.

Michael Wildenhain führt in „Das Ende vom Lied“ nach Berlin-Schöneberg im Jahr 1969: Rivalisierende Jugendgangs, Freundschaft, Liebe und Verrat zeichnen ein neues Bild von Berlin.

Die SWR Bestenliste April in Friedrichshafen über „Testfälle für die Literaturkritik“: Mit Büchern von Siri Hustvedt, Norbert Gstrein, Molly Keane und Wolfram Lotz.

Norbert Gstreins Roman „Im ersten Licht“ erzählt ein Jahrhundert durch Adrian Reiter, der Kriege nur indirekt erlebt. Auf Platz 2 der SWR Bestenliste im April.

Wolfram Lotz' „Träume in Europa“ versammelt Traumschilderungen aus Internetforen. Auf Platz 6 der SWR Bestenliste im April.

Molly Keanes Roman „Das gute Benehmen“ erzählt von der widerspenstigen Protagonistin Aroon im Irland der 1920er. Auf Platz 2 der SWR Bestenliste im April.

Siri Hustvedts Erinnerungsroman „Ghost Stories“ handelt von ihrem verstorbenen Ehemann Paul Auster und ist auf Platz 1 der SWR Bestenliste im April.

In ihrem Band "Revolution der Frauen. Von Feministinnen aus Lateinamerika lernen" beschreibt Sophie Boddenberg das Entstehen der feministischen Massenbewegung auf dem Subkontinent und ihre vielfältigen Formen des Widerstands gegen die Frauen bedrohende Gewalt.

„Oroppa“ ist ein arabisches Wort für Europa; der Kontinent von außen betrachtet. Das Europa der Unzugehörigen, ein ungastliches Land. Davon erzählt Safae el Khannoussis Debütroman.

Einsamkeit ist schmerzlich. Arme Menschen und Alleinerziehende sind am ehesten davon betroffen. Soziale Medien stehen zumindest unter Verdacht, einsam zu machen. Das einfühlsame Buch der Psychologin Maike Luhmann geht Ursachen und Folgen von Einsamkeit nach und zeigt individuelle und gesellschaftliche Auswege.

Eine junge Frau findet zufällig ein Tagebuch, das von einer unglücklichen Liebe erzählt. Besessen macht sie sich auf die Suche nach den Protagonisten. Am Ende ist es eine Suche nach sich selbst und eine Bestandsaufnahme ihrer Beziehungen.

Wir sprechen mit Verleger Markus Schnabel über polnische Krimis, Birgit Birnbacher schreibt über ADHS und die SWR Literaturredaktion empfiehlt vielfältige Osterlektüren.

Krimis aus Polen sind direkter, rauer und näher an der Wirklichkeit. Verleger Markus Schnabel erklärt, warum sich ein Blick ins Nachbarland lohnt und was diese Bücher erzählen.

1995 hat die 2012 verstorbene Autorin Jacqueline Harpman den Roman “Ich, die ich Männer nicht kannte” veröffentlicht, der mittlerweile von Booktokern wiederentdeckt und zu einem Bestseller avanciert ist.

Ein Küstenort in Maine, ein paar alte Bekannte und viele leise Geschichten. Elizabeth Strout bleibt ihrem ruhigen Ton treu und erzählt doch von großen Dramen.

Was die Bücher der Saison über Klasse, Geschichte, Neurodiversität und Krieg erzählen.

Die dänische Journalistin Lea Korsgaard stellt sich eine verrückte Aufgabe: Als Laiin will sie in einem Jahr alle Schmetterlinge Dänemarks persönlich sichten und beschreiben.

Hat Kleinstadt-Anwalt Simon Latch die 85-jährigen Witwe Eleanor Barnett aus Habgier mit vergifteten Ingwer-Keksen ermordet? Für die Öffentlichkeit steht das Urteil fest: schuldig.

Angesichts der steigenden Gewalt gegen Frauen, braucht es vor allem ein Umdenken der Männer und einen Ausstieg aus dem Teufelskreis von Maskulinität, schreibt Ole Liebl in seinem neuen Buch. Rezension von Eva Marburg

Von der DDR über die Wende bis zur Corona-Zeit: In Sanditz zeichnet Lukas Rietzschel das Panorama einer ostdeutschen Familie – und einer Gesellschaft im Wandel.

Der Autor und Kritiker Dietmar Dath erhielt auf der Leipziger Buchmesse 2026 den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik. Die Jury lobte die Science-Fiction-Texte und den Sprachwitz.

Auf der Leipziger Buchmesse trafen sich die Autoren Najem Wali aus dem Irak und Kathrin Aehnlich, die in der DDR aufwuchs, und sprachen übers Schreiben unter riskanten Bedingungen.

Wurde die Literatur aus der DDR nach der Wende ausradiert? Carsten Gansel geht dem in seinem neuen Buch „Ausradiert?“ nach. Eine Untersuchung zur Vernichtung großer Buchbestände.

Künstliche Intelligenz schreibt mit – immer häufiger. In der Verlagsbranche wird KI inzwischen häufig im Marketing verwendet, aber auch zunehmend für Übersetzungen und Lektorat. Reportage von Beatrice Faßbender und Ulrich Rüdenauer

Zu Gast sind: Carsten Otte, Dietmar Dath und Carsten Gansel. Außerdem gibt es Beiträge zu Buchbranche & KI und über das Schreiben in Diktaturen.

Die Leipziger Buchmesse endet nach vier Tagen. Nach dem Skandal um Wolfram Weimer zeigte sie sich von ihrer besten Seite: Mal Lesefest, mal großes literarisches Klassentreffen.

Die Leipziger Buchmesse lebt! SWR-Literaturredakteur Carsten Otte gibt einen Überblick über das Messegeschehen, mit rund 300.000 Besucherinnen und Besuchern in diesem Jahr.

Der Zeithistoriker Oliver Rathkolb zeigt in seinem hellsichtigen Epochenvergleich Wege aus der aktuellen Polykrise.

Ein totes Kaninchen ist keine Katastrophe – Warum Birgit Birnbacher mit „Sie wollen uns erzählen“ einen herausragenden Roman geschrieben hat.

Der öffentliche Diskurs wird zunehmend von destruktiven Kräften heimgesucht. In ihrem neuen Buch zeigen Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, warum eine politische Affektanalyse wichtig ist.

Asta Olivia Nordenhofs Roman „Geld in der Tasche“ erzählt in einer ungewöhnlichen Form von einer Familientragödie, die mit dem Untergang einer Fähre im Skagerrak verbunden ist.

Eine wilde Odyssee kreuz und quer durch das Land. Ein Roadtrip, der keine Grenzen kennt. „hallo niemand“, das neue Buch von Yevgeniy Breyger ist Lyrik ohne Sicherheitsgurt. Rezension von Frank Hertweck

Siri Hustvedt trauert um ihren Gefährten Paul Auster. Marc-Uwe Kling schickt sein Känguru auf die Barrikaden. Und Christoph Peters erzählt von seiner Alkoholsucht und dem Entzug.

Elli Unruhs „Fische im Trüben“ erzählt von einer deutschen Minderheit in Kasachstan, deren Sprache ihnen zur Heimat geworden ist. Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse.