Der Podcast Literatur - SWR2 lesenswert bietet Orientierungshilfe in der Flut der Neuerscheinungen. Besprochen werden aus den Bereichen Literatur und Sachbuch die wichtigen aktuellen Bücher, aber auch weniger bekannte Werke, die SWR2 für Sie entdeckt. Außerdem finden Sie im Podcast Gespräche und Les…

Wie würde ein chinesischer Angriff auf Taiwan ablaufen? Der Politologe Andreas Fulda entwirft ein Szenario und fragt, wie sich die Inselrepublik verteidigen könnte.

Wir verkaufen mit Eva Menasse ein Haus und lesen mit Hannah Mann und Sara Rai Familiengeschichten. Anne Weber empfiehlt Robert Walser. Und Eka Kurniawan will nicht mehr beten.

Sato Reang will nicht mehr beten. Doch sein Vater zwingt ihn in die Moschee. Kurniawan liefert mit „Bellende Katzen“ ein konfliktreiches Coming-of-Age im muslimischen Indonesien.

Eine indische Autorendynastie, die an die Manns erinnert: Die Autorin Sara Rai erzählt ihre Familiengeschichte, zu der auch Nationaldichter Munshi Premchand gehört, ihr Großvater.

West-Berlin 1988. In ihrem autobiographisch inspirierten Debüt erzählt Hannah Mann von der Heimatsuche einer Familie mit osteuropäischen Wurzeln.

Regelmäßig fragen wir Autorinnen und Autoren, welche Bücher ihnen zuletzt gefallen haben. Anne Weber hat Robert Walsers „Der Räuber“ wiedergelesen und liebt seine Sprunghaftigkeit.

In ihrer Graphic Novel „Ich will nicht arbeiten“ schickt die Zeichnerin Nele Jongeling ihre Figuren in ein so absurdes wie komisches Auswahlverfahren. Es geht um Selbstoptimierung und den vermeintlichen Traumjob für jeden. Eine Satire auf Arbeit als Lebenszweck - in Bonbonfarben mit herrlich überzeichneten Figuren.

Der Kino-Hit „Barbie“ erzählt von einer abenteuerlichen Reise aus der rosaroten Barbie-Welt in die der Menschen. Weniger phantasievoll, aber mindestens genauso turbulent und filmreif ist die von erbitterten Machtkämpfen und fragwürdigen Erfolgsstrategien geprägte Geschichte des Herstellers Mattel, die die Journalistin Tarpley Hitt in „Barbieland“ nacherzählt. Schnell wird klar: Die Barbiepuppe entwickelte sich unter deutlich weniger harmonischen Bedingungen, als es ihr unbedarftes und immerzu fröhliches Gemüt vermuten lässt.

Die Banlieues, die tristen Vorstädte französischer Metropolen: sie sind die Sackgasse für Hunderttausende jugendlicher Einwanderer. Der Algerienfranzose Mokhtar Amoudi erzählt in seinem Debütroman von Skander, der in diesem Milieu dennoch seinen Weg sucht.

Bevor die britische Regierung die Kolonialherrschaft in Indien übernahm, übte dort eine Londoner Aktiengesellschaft, gestützt auf eine starke Militärmacht, die Hoheitsrechte aus. Diese erstaunliche Geschichte erzählt William Dalrymple in „Anarchie. Der verhängnisvolle Aufstieg der East India Company“.

Coming-of-age in Harare: Jedza zieht in die Stadt und sucht dort seine verschwundene Schwester. Ein von viel Musik inspirierter Debütroman.

Ein 300-seitiger Versroman! Vikram Seth hat mit „Golden Gate“ ein unzeitgemäßes Reimwunder vollbracht. Übersetzer Christophe Fricker steht ihm sprachspielerisch in nichts nach.

Jeet Thayil empfiehlt „Chelsea Girls“ von Eileen Myles. „Das Buch ist bewegend“, sagt Thayil, der das internationale literaturfestival berlin kuratiert und Myles eingeladen hat.

Wir besprechen neue Bücher aus Indien und dem südlichen Afrika. Die aber alle auch von den USA und Europa erzählen. Historische Verflechtung!

Kiran Desai und Devika Rege erzählen in neuen Romanen vom Indien der Gegenwart. Booker-Preisträgerin Desai enttäuscht jedoch erzählerisch, während die Debütantin Rege überzeugt.Kiran Desai - Die Einsamkeit von Sonia und Sunny Aus dem Englischen von Robin Detje S. Fischer (752 Seiten, 28 Euro) ISBN 978-3-10-015338-8 25. März 2026 Devika Rege - Die rastlosen Jahre Aus dem indischen Englisch von Barbara und Stefan Weidle CulturBooks (432 Seiten, 28 Euro) ISBN 978-3-95988-249-1 16. April 2026

Ein Roman über das Glück und wie leicht man es verspielen kann: Dror Mishanis neues Buch „Nicht“ ist ein raffiniertes Spiel um die Frage, wie Zufälle und fatale Entscheidungen ein Leben aus dem Gleichgewicht bringen können.

Wirtschaftswunder“, „Blühende Landschaften“ oder „Wir schaffen das“ – das sind wohlbekannte Parolen. Bruno Preisendörfer erzählt entlang solcher Schlagworte deutsche Nachkriegsgeschichte neu und zeigt hintergründig, witzig und substantiell, wie Schlüsselworte von gestern Realität von heute formen.

Der russische Schriftsteller Viktor Jerofejew begibt sich auf eine Besichtigungstour durch die Schreckenszonen der russischen Gegenwart. Sein Reisebericht heißt: „Die neue Barbarei. Romanfantasie über die russische Schuld“.

Wieso fahren wir in Urlaub? Wie wollen wir verreisen, und warum gerade so? Wie kommt es, dass eine Reise helfen kann, schwierige Entscheidungen zu treffen – dass eine Reise die Kreativität fördern kann? Mit derlei Fragen befasst sich die Psychologin Prof. Martina Zschocke in ihrer umfassenden, dabei praxisnahen und gut lesbaren Darstellung.

Von Luxushotel bis Nobelkaufhaus: Vier neue Romane über Lügen, Klassenkampf, Mord und ein Sachbuch über queere Literatur

Das Sachbuch „Und jetzt queer! Lesen jenseits der Norm“ von Bianca-Maria Braunshofer, Marlon Brand und Tobi Schiller zeigt, wie Literatur queeres Leben sichtbar macht.

Im Roman „Die Dichterin“ geraten eine gefeierte Lyrikerin und eine junge Journalistin aneinander. Wie viel Lüge braucht der Literaturbetrieb?

Die Wahrheit kann alles zerstören: Liz Nugents neuer Roman „Die Wahrheit über Ruby Cooper“ entfaltet seinen psychologischen Sog mit enormer Wucht.

Was passiert mit der Liebe, wenn der eine nie über Geld nachdenken musste und die andere jeden Euro zweimal umdreht? Ruth Maria Thomas erzählt in „Die zweitgrößte Liebe“ von einer Beziehung, in der Gefühle und Geld untrennbar miteinander verwoben sind.

Ausbeutung und Selbstausbeutung in Arbeitsmigration und Literaturbetrieb: Slata Roschals dritter Roman erzählt von der Welt der feinen Unterschiede.

Ein nobles Kaufhaus und ein rätselhafter Mord in Berlin. Yael Inokai setzt auf Reduktion und beeindruckt durch die ungewöhnliche Erzählperspektive.

„Wie können wir uns angesichts der Ereignisse in der Welt Mut und Zuversicht bewahren?“ fragt sich Gabriele von Arnim in ihrem Tagebuch des Jahres 2025, in dem die politische Welt sich veränderte.

Die namenlose Erzählerin führt ein scheinbar normales Leben, bis ein Ereignis sie völlig aus der Bahn wirft. Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung. Der Roman „Aus dem Dunkel“ von Naja Marie Aidt schildert sehr berührend, wie sich die Protagonistin zurück ins Leben kämpft.

Valeria Messalina entstammte dem römischen Hochadel. Mit ihrem Ehemann Claudius bestieg sie 42 nach Christi den Thron. Messalina war schön, sexuell aktiv und eine mächtige Intrigantin. Doch zum Symbol von Nymphomanie und Habgier stilisierten sie später römische Geschichtsschreiber. Die Historikerin Honor Cargill-Martin macht sie auf die Spur Messalinas, um ein anderes, geschichtlich fundiertes Bild von ihr zu erstellen.

Welche Lehren aus dem Ersten Weltkrieg helfen, heute einen Krieg zwischen Großmächten zu verhindern? Historiker Odd Arne Westad geht dieser Frage in „Der kommende Sturm“ nach.

Im frühen 19. Jahrhundert erfanden Maler in einem italienischen Bergdorf die deutsche Kunst - so Kunsthistoriker Golo Maurer, er führt uns von Weimar über Rom nach Olevano.

Die Gefahren für Leib und Leben nehmen zu und T. C. Boyle ist mehr und mehr zum fesselndsten Chronisten dieser Gefahren geworden. Das beweist erneut sein jüngster Story-Band „Das Ende ist nur ein Anfang“.

Wir sprechen über das besondere Sommergefühl beim Lesen von Urlaubslektüre, einem gescheiterten Metzger und einem missglückten Urlaub in Heidelberg.

Klassische Monster gibt es in „Zeit der Monster“ eigentlich nicht. Im Mittelpunkt steht eine Gemeinschaft in einem Viertel, über dem eine Weltuntergangsprophezeiung schwebt. Şeyda Kurt spricht über Endzeitstimmung, Köln-Kalker Geschichte und die wahren Monster unserer Zeit.

Tiere schlachten als schöne Kunst betrachtet – dieser schmale Roman aus den Niederlanden bietet einen überraschend perspektivreichen Blick auf ein kontroverses Thema.

Wer sein Handy entsperren oder Ländergrenzen überschreiten will, ist auf ihn angewiesen: den Fingerabdruck. In seinem Buch erzählt Geertjan de Vugt von Spuren und Identität.

Türkisblaues Cover, Frau im Pool, Sehnsucht nach Meer: Warum Verlage mit „Sommerbüchern“ locken – und schwere Stoffe dennoch zu Urlaubsbüchern werden können.

Eine DVD in einer durchsichtigen Hülle, eine Beerdigung und eine Freundschaft, die längst zerbrochen ist. Louise K. Böhms Debütroman Kaskaden erzählt von Jojo, die ihr Innerstes hinter Laborprotokollen und Desinfektionsritualen verbirgt. Ein Roman, der mit schneidender, ungeschönter Sprache unter die Haut geht.

Veit und Dora leben getrennt; sie in der Großstadt, er am Land. Sie schreiben einander Briefe, angesichts der fortschreitenden Naturzerstörung finden sie Mut in der Gelassenheit.

Ein Krieg, dessen Geschichte von den Verlierern geschrieben wurde: Paul Ingendaay erzählt packend von der internationalen Bewegung zur Verteidigung der spanischen Republik.

Eine Dichterin, die auf Affen schaut: Lara Rüter erzählt in „Affenliebe" von ihrer Zeit in einem Primatenforschungsinstitut und vom Ringen um eine gemeinsame Sprache mit den Affen.

Klaus Brinkbäumer hat sich einem ambitionierten Projekt hingegeben. Durch die Sprunghaftigkeit des US-Präsidenten wurde das Buch von Ereignissen überholt, kaum war es erschienen.