Der Podcast Literatur - SWR2 lesenswert bietet Orientierungshilfe in der Flut der Neuerscheinungen. Besprochen werden aus den Bereichen Literatur und Sachbuch die wichtigen aktuellen Bücher, aber auch weniger bekannte Werke, die SWR2 für Sie entdeckt. Außerdem finden Sie im Podcast Gespräche und Les…

Der russische Schriftsteller Viktor Jerofejew begibt sich auf eine Besichtigungstour durch die Schreckenszonen der russischen Gegenwart. Sein Reisebericht heißt: „Die neue Barbarei. Romanfantasie über die russische Schuld“.

Wieso fahren wir in Urlaub? Wie wollen wir verreisen, und warum gerade so? Wie kommt es, dass eine Reise helfen kann, schwierige Entscheidungen zu treffen – dass eine Reise die Kreativität fördern kann? Mit derlei Fragen befasst sich die Psychologin Prof. Martina Zschocke in ihrer umfassenden, dabei praxisnahen und gut lesbaren Darstellung.

Von Luxushotel bis Nobelkaufhaus: Vier neue Romane über Lügen, Klassenkampf, Mord und ein Sachbuch über queere Literatur

Das Sachbuch „Und jetzt queer! Lesen jenseits der Norm“ von Bianca-Maria Braunshofer, Marlon Brand und Tobi Schiller zeigt, wie Literatur queeres Leben sichtbar macht.

Im Roman „Die Dichterin“ geraten eine gefeierte Lyrikerin und eine junge Journalistin aneinander. Wie viel Lüge braucht der Literaturbetrieb?

Die Wahrheit kann alles zerstören: Liz Nugents neuer Roman „Die Wahrheit über Ruby Cooper“ entfaltet seinen psychologischen Sog mit enormer Wucht.

Was passiert mit der Liebe, wenn der eine nie über Geld nachdenken musste und die andere jeden Euro zweimal umdreht? Ruth Maria Thomas erzählt in „Die zweitgrößte Liebe“ von einer Beziehung, in der Gefühle und Geld untrennbar miteinander verwoben sind.

Ausbeutung und Selbstausbeutung in Arbeitsmigration und Literaturbetrieb: Slata Roschals dritter Roman erzählt von der Welt der feinen Unterschiede.

Ein nobles Kaufhaus und ein rätselhafter Mord in Berlin. Yael Inokai setzt auf Reduktion und beeindruckt durch die ungewöhnliche Erzählperspektive.

„Wie können wir uns angesichts der Ereignisse in der Welt Mut und Zuversicht bewahren?“ fragt sich Gabriele von Arnim in ihrem Tagebuch des Jahres 2025, in dem die politische Welt sich veränderte.

Die namenlose Erzählerin führt ein scheinbar normales Leben, bis ein Ereignis sie völlig aus der Bahn wirft. Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung. Der Roman „Aus dem Dunkel“ von Naja Marie Aidt schildert sehr berührend, wie sich die Protagonistin zurück ins Leben kämpft.

Valeria Messalina entstammte dem römischen Hochadel. Mit ihrem Ehemann Claudius bestieg sie 42 nach Christi den Thron. Messalina war schön, sexuell aktiv und eine mächtige Intrigantin. Doch zum Symbol von Nymphomanie und Habgier stilisierten sie später römische Geschichtsschreiber. Die Historikerin Honor Cargill-Martin macht sie auf die Spur Messalinas, um ein anderes, geschichtlich fundiertes Bild von ihr zu erstellen.

Welche Lehren aus dem Ersten Weltkrieg helfen, heute einen Krieg zwischen Großmächten zu verhindern? Historiker Odd Arne Westad geht dieser Frage in „Der kommende Sturm“ nach.

Im frühen 19. Jahrhundert erfanden Maler in einem italienischen Bergdorf die deutsche Kunst - so Kunsthistoriker Golo Maurer, er führt uns von Weimar über Rom nach Olevano.

Die Gefahren für Leib und Leben nehmen zu und T. C. Boyle ist mehr und mehr zum fesselndsten Chronisten dieser Gefahren geworden. Das beweist erneut sein jüngster Story-Band „Das Ende ist nur ein Anfang“.

Wir sprechen über das besondere Sommergefühl beim Lesen von Urlaubslektüre, einem gescheiterten Metzger und einem missglückten Urlaub in Heidelberg.

Klassische Monster gibt es in „Zeit der Monster“ eigentlich nicht. Im Mittelpunkt steht eine Gemeinschaft in einem Viertel, über dem eine Weltuntergangsprophezeiung schwebt. Şeyda Kurt spricht über Endzeitstimmung, Köln-Kalker Geschichte und die wahren Monster unserer Zeit.

Tiere schlachten als schöne Kunst betrachtet – dieser schmale Roman aus den Niederlanden bietet einen überraschend perspektivreichen Blick auf ein kontroverses Thema.

Wer sein Handy entsperren oder Ländergrenzen überschreiten will, ist auf ihn angewiesen: den Fingerabdruck. In seinem Buch erzählt Geertjan de Vugt von Spuren und Identität.

Türkisblaues Cover, Frau im Pool, Sehnsucht nach Meer: Warum Verlage mit „Sommerbüchern“ locken – und schwere Stoffe dennoch zu Urlaubsbüchern werden können.

Eine DVD in einer durchsichtigen Hülle, eine Beerdigung und eine Freundschaft, die längst zerbrochen ist. Louise K. Böhms Debütroman Kaskaden erzählt von Jojo, die ihr Innerstes hinter Laborprotokollen und Desinfektionsritualen verbirgt. Ein Roman, der mit schneidender, ungeschönter Sprache unter die Haut geht.

Veit und Dora leben getrennt; sie in der Großstadt, er am Land. Sie schreiben einander Briefe, angesichts der fortschreitenden Naturzerstörung finden sie Mut in der Gelassenheit.

Ein Krieg, dessen Geschichte von den Verlierern geschrieben wurde: Paul Ingendaay erzählt packend von der internationalen Bewegung zur Verteidigung der spanischen Republik.

Eine Dichterin, die auf Affen schaut: Lara Rüter erzählt in „Affenliebe" von ihrer Zeit in einem Primatenforschungsinstitut und vom Ringen um eine gemeinsame Sprache mit den Affen.

Klaus Brinkbäumer hat sich einem ambitionierten Projekt hingegeben. Durch die Sprunghaftigkeit des US-Präsidenten wurde das Buch von Ereignissen überholt, kaum war es erschienen.

Ein Buch über Trost in unruhigen Zeiten, eine Wiederentdeckung aus dem Exilarchiv und eine amüsante Doppelgängergeschichte

Eine Entdeckung: Iwan Heilbuts Roman „Zugvögel“ ist ein bedeutendes Werk der Exilliteratur. Nun erscheint der Roman erstmals im deutschsprachigen Original.

Angelika Klüssendorfs neuer Roman „Trost“ ist ein Wimmelbild aus der Corona-Zeit. Die Pandemie wirkt dabei wie ein Verstärker gesellschaftlicher Konflikte.

Lily Kings Roman „Herz König“ erzählt eine Dreiecksgeschichte und ist nicht frei von Klischees. Das berührende Ende entschädigt für manche Schwächen.

Die Superkraft der Literatur liegt in der Fiktion: Die Schriftstellerin Johanna Sebauer spielt in ihrem Roman „Popóm“ mit dem Unwahrscheinlichen, auf ganz realistische Weise.

Zuweilen schlägt der Alltag ins Surreale um, das Banale ins Bedrohliche: Olga Tokarczuks Geschichten in „Spiel auf vielen Trommeln“ leben nicht zuletzt von solchen Kippmomenten.

Vor ihrer Berufung zur CEO muss die Managerin Marlene Buchholz noch zwangsweise einen Achtsamkeitskurs absolvieren. Die erlernte Empathie führt sie in eine unerwartete Richtung.

Inspiriert von Antonia Pigafettas Bericht über die Magellan-Expedition: Hruška hebt Zeit und Raum auf und schreibt Gedichte über die fragile Menschheit.

Marie Luise Kaschnitz führte ein Gespräch mit der Gegenwart. Ihr Stil ist bestechend klar, uneitel und präzise in den Beobachtungen.

Wenn Jelinek in ihrem Jelinek-Sound loslegt, weiß man sofort wieder, wofür er gebraucht wird. Er ist böse, provokativ, witzig und kalkuliert nervenaufreibend.

Jahr für Jahr fährt Roxana mit dem Zug von Bukarest nach Bușteni, in eine Kleinstadt in den Karpaten. Dort verbringt Roxana ihre Sommerferien bei Großmutter und Großtante. Mit ihrem besten Freund Camil spinnt sie die Geschichten der Stadtbewohner fort.

Ein Stadion ist mehr als ein Sportplatz mit Tribüne. „Der Weltatlas der Fußball-Stadien“ von John Gillard zeigt die großen Arenen – aber auch einige Kuriositäten...

Der Faschismusvorwurf wird oft sehr leichtfertig erhoben. In seinem Buch zeigt Mark Terkessidis, warum das ein Problem der aktuellen Debatte ist.

Zum Mythos des „rasenden Reporters“ gehört, dass es Egon Erwin Kisch mit der Wahrheit nicht allzu genau nimmt. Seine Kriminalreportagen sind aber beeindruckende Zeitzeugnisse.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage der ästhetischen Aktualität. Warum wirkt eine Prosa, die vor 60 Jahre verfasst wurde, zeitgemäßer als eine gegenwärtige Textfläche?

„Eine Seite noch“ – und am Ende sind es tausende: Meike Winnemuth erzählt in ihrem neuen Buch unterhaltsam vom Abenteuer des Lesens.

Wer sind die Literaturstars von morgen? Der Ingeborg-Bachmann-Preis 2026: 14 Autoren und Autorinnen lesen in Klagenfurt. Jurydebatten, neue Stimmen und die Gewinnerin Lena Schätte.