Der Podcast Literatur - SWR2 lesenswert bietet Orientierungshilfe in der Flut der Neuerscheinungen. Besprochen werden aus den Bereichen Literatur und Sachbuch die wichtigen aktuellen Bücher, aber auch weniger bekannte Werke, die SWR2 für Sie entdeckt. Außerdem finden Sie im Podcast Gespräche und Les…

Aya Kōda und die Bäume - eine Verbindung, die weit über die bloße Betrachtung der Natur hinausgeht und in die Sphären von Erinnerung, Identität und Sinnsuche vordringt.

Neue Bücher von Shida Bazyar, Don Pablo Mulemba, Valeria Gordeev und Emma Cline - und „Frankenstein“ als wunderschöner Comic

Die unbeschwerten 2000er? Journalist und Podcaster Don Pablo Mulemba schreibt in seinem Buch auch von dem Rassismus, den er als Heranwachsender im Osten Deutschlands erlebt hat.

Michael Kleeberg begleitet einen von Hemingway besessenen Forscher bei seinen obsessiven Recherchen. Diese zeigen einen Mann voller Widersprüche jenseits gängiger Mythen und Klischees.

Mary Shelleys „Frankenstein“ ist über 200 Jahre alt und doch zeitlos. Der französische Künstler David Sala hat die Geschichte über Menschlichkeit als faszinierenden Comic umgesetzt.

Lange wurde der Debütroman der Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin erwartet. Nun hat die in Tübingen geborene Autorin Valeria Gordeev eine großartige Geschichte vorgelegt, die zwischen Berlin und Moskau changiert und eine Vielzahl absurder Episoden in Gang setzt.

Wie erinnert man sich an sein Leben, wenn man seiner Wahrnehmung nicht mehr trauen kann? Emma Cline erzählt in ihrem kühnen Roman „In die Schweiz“ von einem Demenzkranken, der sterben will.

Shida Bazyar füllt die Lücken in der Geschichte eines Ortes mit Erzählungen von Fremdheit, Zugehörigkeit, Vertreibung und Heimat. Ein Panorama der letzten hundert Jahre.

Eine verschwundene Tasche und zwei Brüder im Westberliner Winter: In „Frankie und Freddie“ macht Sven Regener aus einer kleinen Odyssee eine große Geschichte über Familie, Angst und Veränderung – menschlich, melancholisch und sehr komisch.

Der Politikwissenschaftler Philip Manow hält links und rechts für ungeeignet, heutige Konflikte zu erklären. Er empfiehlt auf die Haltung der Parteien zu Europa zu schauen.

Ein israelischer Lehrer erfährt vom Tod eines ehemaligen Schülers im Gaza-Krieg. Cedrick, Sohn philippinischer Gastarbeiter, war Reservist der Armee - keine Selbstverständlichkeit.

Notizbücher, Skizzen und bisher unveröffentlichtes Material, darunter alternative oder verworfene Strophen zu Songs von Freddie Mercury. Fotos und Anekdoten über den Künstler und seine Band Queen. Aufgeschrieben und zusammengestellt von seiner langjährigen Freundin Mary Austin.

Sie sind berühmt und fürchten den Absturz. Ex-Präsident Dan Lehmann ist schon im freien Fall, die Frauen um ihn kämpfen noch. Davon erzählt Karine Tuil in „Die Liebeshungrigen“.

Mit neuen Büchern von Maxim Biller und Dana Vowinckel, mit einem Gespräch mit Ingo Schulze und mit einem Überraschungsbestseller der Science-Fiction-Literatur.

Der „Roman eines Jahres“, der ein Roman des Jahres ist: Maxim Biller schreibt in „Schwarze Samstage“ über einen uralten Hass, der nicht aus der Welt zu schaffen ist.

Wieviel Güte ist in der Welt? Die Norwegerin Vigdis Hjorth macht in ihrem neuen Roman „Der gute Mensch von Sandvika“ eine Kneipe zum Zentrum des Geschehens.

Monster, Gaming und schwarzer Humor: Matt Dinnimans Erfolgsreihe ist unterhaltsam und offenbart dabei einige blinde Flecken.

Mit seinem Roman Jetzt beginnt das Leben setzt sich der schwedische Autor Alex Schulman einmal mehr mit der Kindheit auseinander.

Dana Vowinckel erzählt in ihrem zweiten Roman die herzzerreißende Geschichte von Anton und Alma – eine Liebe, die an den fatalen Verhältnissen unserer Zeit zerbricht.

Von der Antike bis heute: Der bibliophile Band „Die hohe Kunst des Schimpfens“ versammelt virtuose, bösartige und witzige Beschimpfungen und zeigt die Sprachkunst des Fluchens.

500 Jahre gewaltsame Kulturkontakte: Karin Harrasser erzählt selbstreflexiv und herausfordernd „Verschlingungsgeschichten“ zwischen Südamerika und Europa.

Wie sah das Leben im Sudan bis in die 1980er Jahre hinein aus? Stella Gaitano verbindet in ihrem klugen Roman „Eddos goldenes Lächeln“ Familien- mit Zeitgeschichte.

Wie konnte ein jüdischer Wissenschaftler im nationalsozialistischen Deutschland weiterforschen – und dabei die Krebsforschung nachhaltig prägen? Sam Apple erzählt die faszinierende Geschichte von Otto Warburg, Nobelpreisträger, Außenseiter und eine der widersprüchlichsten Figuren der Wissenschaftsgeschichte.

Endlich sind Banu Mushtaqs Erzählungen „Meistens bleibt ja die Frau zu Hause“ auf Deutsch erschienen. Die Gewinnerin des International Booker Prize prangert das Patriarchat in Heimat Indien an.

Mit neuen Büchern von Annie Ernaux und Clemens J. Setz, Stories der Booker-Prize-Gewinnerin Banu Mushtaq, einer Schneckenforscherin in der Ukraine und mit dem Autor Norbert Scheuer auf Krater-Expedition in der Eifel

Clemens J. Setz ist bekannt für seine rätselhaften Texte. In seinem neuen Erzählband „Mein Leben als Noiseband“ treffen wir auf Figuren, die dem Autor nicht unähnlich sind.

Ein ungewöhnlicher Text der Literaturnobelpreisträgerin: Annie Ernaux und Marc Marie schreiben über Fotos ihrer Kleiderhaufen, den Spuren ihrer leidenschaftlichen Affäre.

Norbert Scheuer schreibt mit „Holunderholz“ seine Eifel-Saga fort. Der neue Roman ist so poetisch wie verstörend.

In seinem so poetischen wie unheimlichen neuen Roman „Holunderholz“ erzählt Norbert Scheuer von einer gewaltigen Explosion und ihren Folgen.

Schneckenschützerin Jewa und Aktivistentochter Nastja entführen Heiratstouristen aus Kiew in der Nacht der russischen Invasion. Maria Revas Roman ist rabenschwarz und klug.

Der im Schwarzwald lebende Walle Sayer ist ein Dichter in Randlage, mit Blick für das Überraschende. Sein neuer Band „Etwas wie ein Koffer, aus dem ein Hemdzipfel schaut“ überzeugt.

Achtsamkeit als Selbsttäuschung der Mittelklasse: Kathrin Fischers „Achtsam geht die Welt zugrunde“ ist ein wütender Essay über Rückzug, Privilegien und politische Ohnmacht.

Ein Lebensbuch. Ein Erinnerungsbuch. Ein Buch über das Leben und den Tod: Michael Köhlmeier legt mit „Mein privates Glück“ viel mehr als nur eine Autobiographie vor. Es ist ein Roman über die Kraft des Erzählens.

Wie würde ein chinesischer Angriff auf Taiwan ablaufen? Der Politologe Andreas Fulda entwirft ein Szenario und fragt, wie sich die Inselrepublik verteidigen könnte.

Wir verkaufen mit Eva Menasse ein Haus und lesen mit Hannah Mann und Sara Rai Familiengeschichten. Anne Weber empfiehlt Robert Walser. Und Eka Kurniawan will nicht mehr beten.

Sato Reang will nicht mehr beten. Doch sein Vater zwingt ihn in die Moschee. Kurniawan liefert mit „Bellende Katzen“ ein konfliktreiches Coming-of-Age im muslimischen Indonesien.

Eine indische Autorendynastie, die an die Manns erinnert: Die Autorin Sara Rai erzählt ihre Familiengeschichte, zu der auch Nationaldichter Munshi Premchand gehört, ihr Großvater.

West-Berlin 1988. In ihrem autobiographisch inspirierten Debüt erzählt Hannah Mann von der Heimatsuche einer Familie mit osteuropäischen Wurzeln.

Regelmäßig fragen wir Autorinnen und Autoren, welche Bücher ihnen zuletzt gefallen haben. Anne Weber hat Robert Walsers „Der Räuber“ wiedergelesen und liebt seine Sprunghaftigkeit.

In ihrer Graphic Novel „Ich will nicht arbeiten“ schickt die Zeichnerin Nele Jongeling ihre Figuren in ein so absurdes wie komisches Auswahlverfahren. Es geht um Selbstoptimierung und den vermeintlichen Traumjob für jeden. Eine Satire auf Arbeit als Lebenszweck - in Bonbonfarben mit herrlich überzeichneten Figuren.

Der Kino-Hit „Barbie“ erzählt von einer abenteuerlichen Reise aus der rosaroten Barbie-Welt in die der Menschen. Weniger phantasievoll, aber mindestens genauso turbulent und filmreif ist die von erbitterten Machtkämpfen und fragwürdigen Erfolgsstrategien geprägte Geschichte des Herstellers Mattel, die die Journalistin Tarpley Hitt in „Barbieland“ nacherzählt. Schnell wird klar: Die Barbiepuppe entwickelte sich unter deutlich weniger harmonischen Bedingungen, als es ihr unbedarftes und immerzu fröhliches Gemüt vermuten lässt.

Die Banlieues, die tristen Vorstädte französischer Metropolen: sie sind die Sackgasse für Hunderttausende jugendlicher Einwanderer. Der Algerienfranzose Mokhtar Amoudi erzählt in seinem Debütroman von Skander, der in diesem Milieu dennoch seinen Weg sucht.