Der Podcast Literatur - SWR2 lesenswert bietet Orientierungshilfe in der Flut der Neuerscheinungen. Besprochen werden aus den Bereichen Literatur und Sachbuch die wichtigen aktuellen Bücher, aber auch weniger bekannte Werke, die SWR2 für Sie entdeckt. Außerdem finden Sie im Podcast Gespräche und Les…

Wir sprechen über das besondere Sommergefühl beim Lesen von Urlaubslektüre, einem gescheiterten Metzger und einem missglückten Urlaub in Heidelberg.

Klassische Monster gibt es in „Zeit der Monster“ eigentlich nicht. Im Mittelpunkt steht eine Gemeinschaft in einem Viertel, über dem eine Weltuntergangsprophezeiung schwebt. Şeyda Kurt spricht über Endzeitstimmung, Köln-Kalker Geschichte und die wahren Monster unserer Zeit.

Tiere schlachten als schöne Kunst betrachtet – dieser schmale Roman aus den Niederlanden bietet einen überraschend perspektivreichen Blick auf ein kontroverses Thema.

Wer sein Handy entsperren oder Ländergrenzen überschreiten will, ist auf ihn angewiesen: den Fingerabdruck. In seinem Buch erzählt Geertjan de Vugt von Spuren und Identität.

Türkisblaues Cover, Frau im Pool, Sehnsucht nach Meer: Warum Verlage mit „Sommerbüchern“ locken – und schwere Stoffe dennoch zu Urlaubsbüchern werden können.

Eine DVD in einer durchsichtigen Hülle, eine Beerdigung und eine Freundschaft, die längst zerbrochen ist. Louise K. Böhms Debütroman Kaskaden erzählt von Jojo, die ihr Innerstes hinter Laborprotokollen und Desinfektionsritualen verbirgt. Ein Roman, der mit schneidender, ungeschönter Sprache unter die Haut geht.

Veit und Dora leben getrennt; sie in der Großstadt, er am Land. Sie schreiben einander Briefe, angesichts der fortschreitenden Naturzerstörung finden sie Mut in der Gelassenheit.

Ein Krieg, dessen Geschichte von den Verlierern geschrieben wurde: Paul Ingendaay erzählt packend von der internationalen Bewegung zur Verteidigung der spanischen Republik.

Eine Dichterin, die auf Affen schaut: Lara Rüter erzählt in „Affenliebe" von ihrer Zeit in einem Primatenforschungsinstitut und vom Ringen um eine gemeinsame Sprache mit den Affen.

Klaus Brinkbäumer hat sich einem ambitionierten Projekt hingegeben. Durch die Sprunghaftigkeit des US-Präsidenten wurde das Buch von Ereignissen überholt, kaum war es erschienen.

Ein Buch über Trost in unruhigen Zeiten, eine Wiederentdeckung aus dem Exilarchiv und eine amüsante Doppelgängergeschichte

Eine Entdeckung: Iwan Heilbuts Roman „Zugvögel“ ist ein bedeutendes Werk der Exilliteratur. Nun erscheint der Roman erstmals im deutschsprachigen Original.

Angelika Klüssendorfs neuer Roman „Trost“ ist ein Wimmelbild aus der Corona-Zeit. Die Pandemie wirkt dabei wie ein Verstärker gesellschaftlicher Konflikte.

Lily Kings Roman „Herz König“ erzählt eine Dreiecksgeschichte und ist nicht frei von Klischees. Das berührende Ende entschädigt für manche Schwächen.

Die Superkraft der Literatur liegt in der Fiktion: Die Schriftstellerin Johanna Sebauer spielt in ihrem Roman „Popóm“ mit dem Unwahrscheinlichen, auf ganz realistische Weise.

Zuweilen schlägt der Alltag ins Surreale um, das Banale ins Bedrohliche: Olga Tokarczuks Geschichten in „Spiel auf vielen Trommeln“ leben nicht zuletzt von solchen Kippmomenten.

Vor ihrer Berufung zur CEO muss die Managerin Marlene Buchholz noch zwangsweise einen Achtsamkeitskurs absolvieren. Die erlernte Empathie führt sie in eine unerwartete Richtung.

Inspiriert von Antonia Pigafettas Bericht über die Magellan-Expedition: Hruška hebt Zeit und Raum auf und schreibt Gedichte über die fragile Menschheit.

Marie Luise Kaschnitz führte ein Gespräch mit der Gegenwart. Ihr Stil ist bestechend klar, uneitel und präzise in den Beobachtungen.

Wenn Jelinek in ihrem Jelinek-Sound loslegt, weiß man sofort wieder, wofür er gebraucht wird. Er ist böse, provokativ, witzig und kalkuliert nervenaufreibend.

Jahr für Jahr fährt Roxana mit dem Zug von Bukarest nach Bușteni, in eine Kleinstadt in den Karpaten. Dort verbringt Roxana ihre Sommerferien bei Großmutter und Großtante. Mit ihrem besten Freund Camil spinnt sie die Geschichten der Stadtbewohner fort.

Ein Stadion ist mehr als ein Sportplatz mit Tribüne. „Der Weltatlas der Fußball-Stadien“ von John Gillard zeigt die großen Arenen – aber auch einige Kuriositäten...

Der Faschismusvorwurf wird oft sehr leichtfertig erhoben. In seinem Buch zeigt Mark Terkessidis, warum das ein Problem der aktuellen Debatte ist.

Zum Mythos des „rasenden Reporters“ gehört, dass es Egon Erwin Kisch mit der Wahrheit nicht allzu genau nimmt. Seine Kriminalreportagen sind aber beeindruckende Zeitzeugnisse.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage der ästhetischen Aktualität. Warum wirkt eine Prosa, die vor 60 Jahre verfasst wurde, zeitgemäßer als eine gegenwärtige Textfläche?

„Eine Seite noch“ – und am Ende sind es tausende: Meike Winnemuth erzählt in ihrem neuen Buch unterhaltsam vom Abenteuer des Lesens.

Wer sind die Literaturstars von morgen? Der Ingeborg-Bachmann-Preis 2026: 14 Autoren und Autorinnen lesen in Klagenfurt. Jurydebatten, neue Stimmen und die Gewinnerin Lena Schätte.

In „Du, hier“ erzählt Julia Wolf von Frauen um die Vierzig, die in Krisen geraten sind. Wendepunkte werden für sie zum Anlass, vertraute Lebenswege probeweise zu verlassen.

Miriam Davoudvandi beschreibt in ihrem autobiografisch inspirierten Buch "Das können wir uns nicht leisten", die Folgen von Geldmangel auf viele Aspekte ihres Lebens.

Am 25. Juni 1926 wurde Ingeborg Bachmann geboren. Zum 100. Geburtstag legt Andrea Stoll eine klug komponierte Biografie auf aktuellem Forschungsstand vor zum Jubiläum der Autorin.

Der schwedische Autor Stig Dagerman erzählt in seinen Geschichten „Unser nächtlicher Badeort“ von Verlust und Schrecken, Ängsten und der Vergänglichkeit des Glücks.

Die Literatur der DDR wurde nach 1990 abgewertet, verurteilt und vergessen. Carsten Gansel beschreibt in „Ausradiert?“, die Gründe und liefert eine komplexe DDR-Literaturgeschichte.

Ohne Millionen Zwangsarbeiter wäre die deutsche Landwirtschaft im Zweiten Weltkrieg kollabiert. Svenja Leibers „Nelka“ erzählt von einer verschleppten Frau und ihrem Peiniger.

22 Liebeserklärungen an die Damentoilette, neue Bücher von Madeline Cash und Inga Machel, eine Reportage vom Comicsalon Erlangen und ein Blick in die Comic-Zukunft mit Barbara Yelin

Ob Whisky oder Stout, in der irischen Literatur wird ziemlich viel getrunken. Und wie man einen Polizisten dazu bringt, dabei die Sperrstunde zu missachten, das erzählt Flann O' Brien in seinem Schwank „Durst“.

Ein Blick auf die da unten: Inga Machel schaut in ihrem zweiten Roman „Harte Strandparty“ auf strukturelle Ungerechtigkeit und deren Opfer.

Denis Scheck löst mit einer Kritik in der ARD-Sendung „Druckfrisch“ eine Debatte über Sexismus und Literaturkritik aus. Der Sammelband „Die Damentoilette“ ist die Antwort darauf.

Barbara Yelin, vielfach ausgezeichnet für Comics wie „Irmina“ oder „Emmie Arbel“, übernimmt ab 1. Juli die Leibinger-Professur für Comics und Comicforschung an der Merz Akademie.

Sommer in Südfrankreich, eine Liebe in der Krise: Eva Pramschüfers Debütroman „Weißer Sommer“ erzählt melancholisch von der Frage nach einer zweiten Chance.

Madeline Cash hat einen vielbeachteten Roman über den amerikanischen Gegenwartsverfall geschrieben. Doch in „Verlorene Schäfchen“ bleibt über der überdrehten Satire die Originalität auf der Strecke

Graham Greenes 1958 erschienener Roman „Unser Mann in Havanna“ ist eine glänzende Satire. Im Mittelpunkt: Ein Staubsaugervertreter auf Abwegen.

Ist das Liebe oder Ringkampf? In Walter Serners Roman „Die Tigerin“ zieht ein Ganovenpaar tricksend und trinkend durch Paris und Nizza.