Unter dem Titel "Forum" gibt es in SWR2 täglich Gespräche zwischen zwei oder drei Teilnehmern. 45 Minuten haben die Gesprächspartner Zeit, Standpunkte zu klären, Sachverhalte zu reflektieren, Perspektiven zu entwickeln - immer mit dem Ziel, Orientierungswissen zu bieten. Zur Diskussion stehen aktuel…

Die Wahl in Sachsen-Anhalt war eine Ausnahmewahl: Während die CDU ihren Stimmenanteil halbiert hat, konnte die AfD ihren verdoppeln. Dennoch hat sie die absolute Mehrheit knapp verpasst. Auch CDU, SPD und Grüne sind gemeinsam nicht stark genug für eine Regierungsbildung. Zudem offen, die Frage nach der Rolle der Linken und des BSW. Jede Menge Irritationen also. Wie geht es politisch weiter in Sachsen-Anhalt? Und welche Auswirkungen hat das Wahlergebnis auf die Bundespolitik? Thomas Ihm diskutiert mit Jana Hensel – Autorin und Journalistin, Die ZEIT; Albrecht von Lucke – Politikwissenschaftler, Blätter für deutsche und internationale Politik; Ingo Schulze – Schriftsteller

Wer hätte sich nicht gerne schon mal weg gebeamt oder wenigstens den Warp-Antrieb genutzt? Captain Kirk und seine Crew der Enterprise machten das vor 60 Jahren zum ersten Mal im US-Fernsehen - und waren zu Beginn gar nicht so erfolgreich, doch ein Kult war geboren und weitere Serien, Filme, Animés, Comics, Bücher, Computerspiele, Geschichten von Fans sollten folgen. Wie hat es die Serie zum Kult gebracht? Was können uns die Geschichten heute noch erzählen? Und kann da noch was kommen? Eva Röder diskutiert mit Claudia Kern – Autorin und Co-Moderatorin des Podcasts "Planet Trek"; Prof. Dr. Andreas Rauscher – Film- und Medienwissenschaftler; Dr. Sebastian Stoppe – Medienwissenschaftler und Star-Trek-Experte

Die AfD steht bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor einem großen Sieg, sagen alle Umfragen. Vielleicht reicht es sogar für ihren Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Einzug in die Staatskanzlei. Eine Mehrheit diesseits der Rechten ist wohl nur im Bündnis mit den Linken zu haben. Zerreißt die doppelte Brandmauer die CDU? Welche Folgen hat das Magdeburger Ergebnis auf die Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern? Kommt die Bundesregierung ins Schwanken? Claus Heinrich diskutiert mit Prof. Dr. Detlef Pollack – Religions- und Kultursoziologe, Uni Münster; Sabine Rennefanz – Journalistin und Autorin; Prof. Dr. Christian Stecker – Politikwissenschaftler, TU Darmstadt

Der trockene Sommer mit Hagel und Hitze hat zu deutlichen Ertragseinbußen geführt und gezeigt, dass der Klimawandel mit seinen Extremwetterereignissen den Südwesten besonders hart trifft. Niedrige Erzeugerpreise und hohe Produktionskosten machen unseren einheimischen Bauern zusätzlich enormen Druck. Bauernpräsident Rukwied hat bereits staatliche Hilfen gefordert. Doch was sollte die Politik tun, um unsere Landwirtschaft zu stärken? Wie kann sie sich anpassen, damit wir alle auch zukünftig genügend und abwechslungsreich zu essen haben? Sabine Schütze diskutiert mit Eberhard Hartelt – Landwirt und Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V.; Harald Grethe – Professor für Agrarentwicklung und Handel an der Humboldt-Universität Berlin und Direktor des Thinktanks Agora Agrar; Christine Wieck – Direktorin des Instituts für Agrarpolitik und Landwirtschaftliche Marktlehre an der Universität Hohenheim und Co-Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE)

Künstliche Intelligenz analysiert Daten, hilft bei Recherchen, transkribiert Interviews, kann ganze Texte schreiben: In den Redaktionen gehört sie längst zum Alltag. Gleichzeitig schwindet das Vertrauen in etablierte Medien und die Arbeit von Journalisten. Was gewinnt der Journalismus durch KI – und was sind die Gefahren? Wird das Publikum das Vertrauen in die Berichterstattung verlieren, wenn ohnehin lauter KI-Content durchs Netz geistert? Und wie finanziert man guten Journalismus, wenn sich alle nur noch bei Chat GPT informieren? Bernd Lechler diskutiert mit Christina Elmer – Professorin für Digitalen Journalismus, TU Dortmund; Marie Kilg – Journalistin, KI-Beraterin, Host “Der KI-Podcast” der ARD; Dr. Leif Kramp – Medienwissenschaftler, ZeMKI, Uni Bremen, Mitgründer der VOCER-Bildungsprogramme

Die Sommermonate sind die Zeit der Orgelkonzerte. Rund 50 überregionale Festivals, hunderte Konzertreihen vor Ort zeigen die Beliebtheit des Instruments im Konzertbereich. In letzter Zeit unterfüttert von „Orgel-Influencern“: Virtuosen wie die Britin Anna Lapwood versammeln über Social Media eine große Fangemeinde und spielen ausverkaufte Konzerte, unter anderem mit Film- und Popmusik. Andererseits werden Organistinnen und Organisten, die die Orgel im Gottesdienst spielen seit Jahren händeringend gesucht. An einigen Orten übernehmen die Aufgabe Orgelautomaten oder ab und an mal der Gitarrenkreis. Was bedarf es, um das immaterielle Kulturerbe der Orgel zu bewahren und weiterzuentwickeln? Ist die Kirche dabei möglicherweise ein Klotz am Bein? Was fasziniert heute immer noch an der „Königin der Instrumente“? Karsten Umlauf diskutiert mit Philipp Klais –Orgelbauer Bonn; Hannah Schmidt – Musikjournalistin; Prof. Dr. Meinrad Walter –Musikwissenschaftler und Kirchenmusiker

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, sondern eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Bedürfnissen. Das ist Konsens in der modernen Erziehungswissenschaft. Doch Experten sagen, dieser Grundsatz wird oft falsch ausgelegt. Die Folge: Kinder tun nur noch, wonach ihnen gerade ist, Eltern sind überfordert, Erzieherinnen und Lehrer am Limit. Was brauchen junge Menschen, um zu mündigen und sozialkompetenten Erwachsenen zu werden? Und wie können Eltern sie dabei unterstützen? Marion Theis diskutiert mit Prof. Dr. Bernhard Kalicki – Deutsches Jugendinstitut e.V.; Christine Rose – Sozialpädagogin, Erzieherin; Dr. Martina Stotz –Pädagogin, Familienberaterin

Schlafstörungen sind ein Massenphänomen: Jeder dritte bis vierte Deutsche leidet darunter. Das hat Folgen für die Gesundheit des Einzelnen und die Wirtschaftskraft des Landes. Dass der Konsum digitaler Medien zunimmt und wir im Alltag durchgetaktet sind, macht die Sache nicht besser. Wie heikel ist Schlafmangel? Warum sind so viele junge Menschen betroffen? Und was hilft wirklich gegen Schlaflosigkeit? Marion Theis diskutiert mit Prof. Dr. Christian Benedict –Neurowissenschaftler Universität Uppsala/Schweden; Dr. habil. Christine Blume –Diplom-Psychologin, Schlafforscherin Universtität Basel; Apl. Prof. Dr. med. Mirja Quante – Leiterin Schlaflabor Kinderklinik Tübingen

Wüsten dehnen sich weltweit aus. Das ist auch menschengemacht. Und der Klimawandel verstärkt diese Entwicklung noch. Können wir sie noch aufhalten, gar rückgängig machen? Oder müssen wir uns damit abfinden, dass fruchtbares Land immer mehr verschwindet? In der Mongolei berät die COP 17 auch über die Frage, wer die Kosten dafür zahlen muss. Susanne Henn diskutiert mit Dr. Stefan Kröpelin – Geologe und Wüstenforscher; Flavia Marà – Referentin für Umwelt und Klima, world vision; Prof. Dr. Andreas Fink – Meteorologe und Klimaforscher, Karlsruher Institut für Technologie

Jugendzentren bieten jungen Menschen mehr als nur einen Ort zum Abhängen: Im besten Fall werden hier Fähigkeiten und Werte vermittelt und wenn es mal Probleme mit Lehrern, Eltern oder im Klassenchat gibt, findet man hier offene Ohren. Gegründet wurden viele Jugendclubs in den 70er Jahren, als junge Menschen rebellierten und mehr Freiräume forderten. Doch die Zeiten haben sich geändert. Haben Jugendzentren eine Zukunft? Norbert Lang diskutiert mit Prof. Dr. Larissa von Schwanenflügel – Professorin für Jugendsozialarbeit und außerschulische Jugendbildung, Frankfurt University of Applied Sciences; Werner Schretzmeier –Intendant des Theaterhaus Stuttgart, ehemaliger Jugendhausaktivist; Dr. Mike Sekinger – Deutsches Jugendinstitut

Muskeln trainieren, Fleisch essen, Sportauto fahren – alles okay. Sagen die Unterzeichner eines grünen Männer-Manifests. Etwas spät, denn die Polemik gegen toxische und defizitäre Männer haben vor allem die Erstwähler bei der letzten Bundestagswahl auf dem Stimmzettel bereits beantwortet: über ein Viertel der Männer wählte AfD, während die jungen Frauen linke Parteien bevorzugten. Welche Antworten geben die politischen Parteien traditionellen Männern, deren Selbstbild in einer Krise steckt? Claus Heinrich diskutiert mit Dr. Ansgar Hudde – Soziologe Uni Köln; Julian Theilen – Feuilleton-Redakteur bei Welt; Prof. Dr. Eva Walther – leitet die Abteilung Sozialpsychologie Uni Trier

Der pfiffige Gallier Asterix, der smarte Cowboy Lucky Luke, der liebenswerte kleine Nick: René Goscinny hat gleich mehrere der beliebtesten und langlebigsten europäischen Comicfiguren erfunden oder ihre Abenteuer geschrieben. Wie wurde Goscinny – in Argentinien aufgewachsen und bei Walt Disney in den USA zunächst gescheitert - zu einem der erfolgreichsten Autoren des 20. Jahrhunderts? Wie hat er einen so urfranzösischen, antiken Helden wie Asterix zum weltweiten Klassiker gemacht, mit Pointen, die Fans auch Jahrzehnte später noch zitieren? Wie gut sind seine Geschichten gealtert? Und wer sind Goscinnys künstlerische Erben? Bernd Lechler diskutiert mit Barbara Buchholz – freie Journalistin; Flix – Comiczeichner und -autor; Andreas Platthaus – Journalist, FAZ

Es war ein euphorischer Aufbruch, als Fidel Castro 1959 im Zuge der kubanischen Revolution an die Macht kam. Gesundheit und Bildung für alle, ohne Ausbeutung und Rassismus – im „Sozialismus unter Palmen“ schien der Traum von einer besseren Gesellschaft Wirklichkeit zu werden. Heute, kurz vor dem 100. Geburtstag des einstigen maxímo líder, ist vom linken Mythos nicht mehr viel übrig: Wassermangel, Stromausfälle und Inflation prägen den Alltag der Kubaner, dazu die Ölblockade durch den Erzfeind USA. Droht Kuba der Kollaps? Und was meint Donald Trump, wenn er sagt, er wolle den Inselstaat „befreien“? Michael Risel diskutiert mit Prof. Dr. Bert Hoffmann – GIGA-Institut; Bernd Pickert – taz; Hildegard Stausberg – Publizistin

Zigtausende Stellen in der deutschen Industrie werden in den kommenden Jahren wegfallen, ganze Branchen wie die Auto- oder die Chemieindustrie schwächeln. Und die Politik? Reagiert mit Mini-Reformen und hofft auf neues Wirtschaftswachstum. Kann das funktionieren? Was passiert, wenn immer mehr gut bezahlte Jobs in Deutschland wegfallen? Und was lässt sich aus der aktuellen Krise lernen für die Zukunft des Industriestandortes? Geli Hensolt diskutiert mit Christina Puello –Geschäftsführerin Deutsche Dienstrad und Präsidentin des Verbands der Unternehmerinnen* in Deutschland (VdU); Patrick Kaczmarczyk –Wirtschaftswissenschaftler Universität Mannheim und Redakteur beim Wirtschaftsmagazin Surplus; Roman Pletter – Ressortleiter im Ressort Wirtschaft, DIE ZEIT

Als das Goethe-Institut 1951 an den Start ging, sollte es vor allem mithelfen, das Vertrauen in die Deutschen und ihre Sprache langsam wiederherzustellen. Mittlerweile sind die Institute weltweit die wichtigsten Anlaufstellen für deutsche Kultur. Und werden als solche auch aus verschiedenen Richtungen immer wieder kritisiert: zu neokolonial, zu links und überhaupt: zu politisch. Was gibt es im 75. Jahr des Bestehens zu feiern? Wie hat sich das Verhältnis zur deutschen Außenpolitik in dieser Zeit verändert? Und welche Kultur soll Deutschland in der Welt künftig repräsentieren? Karsten Umlauf diskutiert mit Prof. Dr. Julius Heinicke – Kulturwissenschaftler Uni Hildesheim; Prof. Dr. Carola Lentz – Ethnologin Uni Mainz, ehem. Präsidentin des Goethe-Instituts; Dr. Meron Mendel – Direktor Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt

An kaum einem anderen Ort treffen sich noch jung und alt, mit mehr oder weniger Geld, studiert und ungelernt, schon immer von hier oder erst seit kurzem da. Das Freibad bedeutet Freiheit und Grenzen austesten, bringt Spaß, Sport, manchmal auch Spannung und immer wichtiger: Abkühlung. Was zieht uns Menschen ins Wasser und speziell ins Freibad? Wie kann in Zeiten von leeren Kassen eine gute Zukunft von Freibädern aussehen? Und warum schmecken die Pommes besser als woanders? Eva Röder diskutiert mit Bernd Brunner – Sachbuchautor; Dr. Mithu Sanyal – Kulturwissenschaftlerin und Schriftstellerin; Eric Voss – Schwimmmeister und Ausbilder bei der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen

US-Präsident Trump hat am Wochenende erneut Gespräche mit dem Iran angekündigt. Zuvor hat es – trotz eines Rahmenabkommens – immer wieder militärische Auseinandersetzungen im Irankrieg gegeben. Auch die Verbündeten des Irans – darunter die Hisbollah im Libanon oder die Huthi im Jemen – hatten eingegriffen. Indes bleibt die innenpolitische Lage für die mehr als 90 Millionen Menschen im Iran äußerst schwierig. Hinrichtungen, willkürliche Festnahmen kennzeichnen das unerbittliche Vorgehen gegen Gegner des Regimes. Wie groß ist der Druck auf die Bevölkerung? Wie sind die Machtverhältnisse im Iran? Gibt es derzeit überhaupt Perspektiven für Demokratie? Andrea Beer diskutiert mit Isabel Schayani – Journalistin, WDR; Daniela Sepehri – Journalistin und Autorin; Dr. Ali Fathollah-Nejad – Direktor des Center for Middle East and Global Order (CMEG)

Noch ist unklar, wer oder was 60.000 Marokkaner binnen weniger Stunden nach Ceuta gelockt hat. Und warum sie kurze Zeit später zurückgekehrt sind. Hat Spanien seine Pflichten zum Schutz der europäischen Außengrenze vernachlässigt oder humanitäre Hilfe verweigert? Hat der Rest Europas die Spanier im Stich gelassen? Wie geht es weiter mit der EU-Asylpolitik? Claus Heinrich diskutiert mit PD Dr. Judith Kohlenberger – Forschungsinstitut für Migrations- und Fluchtforschung und -management (FORM) an der WU Wien; Dr. Reinhard Müller – Leitender Redakteur Zeitgeschehen FAZ; Prof. Dr. Daniel Thym – Europa- und Völkerrechtler an der Universität Konstanz

„Keine Angst“ lautet der Slogan, mit dem der Rapper Danger Dan zum antifaschistischen Widerstand gegen „Nazis und Konsorten“ aufruft. Das umstrittene Polit-Chanson trifft mit seiner Botschaft bei vielen einen Nerv. Denn die Angst ist da. Vor dem Erfolg der AfD, vor dem Szenario, dass die Rechtsaußen-Partei in Sachsen-Anhalt an die Macht kommt. Wie begründet ist die Angst vor der AfD? Und was ist von der Warnung zu halten: Wer jetzt nicht handele, wache morgen in einem „neuen Faschismus“ auf? Michael Risel diskutiert mit Maria Fiedler – Journalistin „Der Spiegel“; Prof. em. Dr. Eckhard Jesse – Politikwissenschaftler; Ilko-Sascha Kowalczuk – Historiker

Im August 2014 hatten Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im Irak Tausende jesidische Männer ermordet und Frauen und Kinder versklavt. Deutschland beherbergt mit schätzungsweise über 100.000 bis 200.000 Menschen die weltweit größte jesidische Gemeinschaft. Wie leben Jesiden in Deutschland? Wie steht es um die juristische Aufarbeitung gegen IS-Rückkehrer? Und warum werden Jesiden wieder in den Nordirak abgeschoben? Susanne Babila diskutiert mit Farhad Alsilo –Überlebender und Student; Prof. Ilhan Kizilhan – Traumatherapeut und Orient-Experte; Dr. Sandra Kostner – Migrationsforscherin an der PH Schwäbisch Gmünd

Es sind Bilder wie aus einer Film-Dystopie: in Südeuropa brennen die Wälder, Städte sind von den Flammen bedroht, tausende Menschen auf der Flucht oder vorsorglich evakuiert. So weit ist es in Deutschland noch nicht, aber auch hier: Temperaturrekorde, Hitze, extreme Trockenheit, mehr als 5000 Hitzetote allein im Juni. Und die nächste Hitzewelle rollt gerade an. Wer da ohne Klimaanlage unterm Dach lebt, leidet an Körper und Seele. Wundern muss sich niemand: solche Wetterphänomene sind im Klimawandel die neue Realität. Wie damit umgehen? Hitze-Schutz ist teuer, ihn zu vernachlässigen kommt uns aber noch viel teurer zu stehen. Was hilft, damit es nicht unerträglich wird? Gregor Papsch diskutiert mit Dr. Julia Hellmann – Medizinpädagogin am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München; Jörg Kachelmann – Meteorologe und Publizist; Georg Pins – Leiter des Fachbereichs Klima, Natur, Umwelt der Stadt Mannheim

Noch nie gab es so viele Omas und Opas in Deutschland – mehr als Geschwister. Die gemeinsame Lebenszeit von Großeltern und Enkeln ist auf einem historischen Höchststand. Und davon profitieren viele Eltern – und die Wirtschaft. 456 Stunden im Jahr kümmern sich Großeltern in Deutschland im Schnitt um ihre Enkel. Andererseits will nicht jede Oma, jeder Opa das selbstbestimmte Leben für die Enkel aufgeben. Und manchmal verhindern innerfamiliäre Konflikte den Kontakt zwischen den Generationen. Wie sehr profitieren Omas, Opas und Enkel voneinander? Und was, wenn es keine Großeltern gibt? Marion Theis diskutiert mit Dr. Alexandra Langmeyer-Tornier – Deutsches Jugendinstitut e.V.; Dr. Charlotte Michel-Biegel – Bundesinitiative Großeltern; Jochen Rögelein – Familientherapeut

Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag beim CSD in Berlin sind Trauer und Betroffenheit groß. Und politische Forderungen schnell bei der Hand: Gefährder sollten in Abschiebehaft, Sicherheitsbehörden größere Befugnisse erlangen. Mit welchen Mitteln hätte man den Anschlag verhindern können? Welche politischen Konsequenzen müssen daraus folgen? Geraten beim Eintreten für Demokratie und Vielfalt die Gefahren des Islamismus zu sehr aus den Augen? Thomas Ihm diskutiert mit Seyran Ateş – Autorin; Prof. Susanne Schröter – Islamwissenschaftlerin; Stephan Weh – Sprecher Gewerkschaft der Polizei Landesverband Berlin

Ein Kind, das ist für viele Paare das größte Glück. Der CDU-Politiker Jens Spahn hat sein Glück mithilfe einer Leihmutter in den USA gefunden. Er hat getan, was dort erlaubt, aber in Deutschland verboten ist: er hat eine Frau dafür bezahlt, dass sie für ihn und seinen Ehemann ein Kind austrägt. Das sorgt für eine rechtliche und ethische Debatte: wie weit darf man gehen, damit der Wunsch nach einem eigenen Kind in Erfüllung geht? Wer entscheidet, was kinderlosen Paaren ermöglicht und Leihmüttern und den von ihnen ausgetragenen Kindern zugemutet werden darf? Nicht erst der Fall Spahn zeigt, wie leicht sich das deutsche Verbot umgehen lässt. Wer ein Kind im Ausland austragen lässt, unterwirft sich den dortigen, oft kommerziellen Spielregeln. Brauchen wir also eine eigene Leihmutterschaft-Regelung? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. iur. Helmut Frister – Jurist und Vorsitzender des Deutschen Ethikrats; Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann – Biologin und Philosophin, Evangelische Hochschule Bochum; Sina Tonk – Verein Terre des Femmes – Menschenrechte für die Frau e. V.

Die Bayreuther Festspiele gelten als die Mutter aller Musik- und Opernfestivals. Ihr Alleinstellungsmerkmal sind die Werke Richard Wagners, die dort ausschließlich gespielt werden. Vor 150 Jahren sind die Festspiele vom Komponisten ins Leben gerufen worden für die Aufführung des „Ring des Nibelungen“. Wagner hatte von Anfang an die Verbindung von Politik und Kunst im Sinn. Seitdem haben die Festspiele eine wechselvolle Geschichte erlebt. Sind die Festspiele auch ein Spiegel der zerrissenen deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert? Welche Bedeutung haben sie noch heute? Bernd Künzig diskutiert mit Camilla Nylund – Sängerin; Bernhard Lang – Komponist; Stephan Mösch – Professor für Musiktheaterdramaturgie an der Musikhochschule Karlsruhe

Bildungsstudien zeigen: die Lesekompetenz ist im Sinkflug. Jeder vierte Viertklässler kann in Deutschland nur unzureichend lesen. Gerade hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ermittelt, dass der Umsatz mit jugendlichen Buchkäufern um ein Drittel eingebrochen ist und schreibt: „Der sich immer weiter verschlechternde Zustand der Lesekompetenz in Deutschland schlägt sich erstmalig deutlich in den Buchkäufen nieder.“ Verlieren wir die Lust am Buch? Lassen wir künftig lesen? Michael Köhler diskutiert mit Prof. Dr. Simone Ehmig – Leseforscherin, Mainz; Dr. Christoph Engemann – Medienwissenschaftler, Berlin; Prof. em. Dr. Cornelia Rosebrock – Lesedidaktikerin, Goethe-Universität Frankfurt a.M.

Die „Sammlung Prinzhorn“ umfasst rund 40.000 Werke von Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung von 1840 bis heute - eine weltweit einmalige Sammlung sogenannter „Outsider Art“ oder auch „Art brut“. Seit 25 Jahren hat sie ein eigenes Museum in Heidelberg. Der Blick auf diese Werke hat sich in dieser Zeit stark verändert, weg vom Stigma der „Irrenkunst“ hin zu international beachteten Werken, die anderen Künstler*innen als Inspirationsquelle dienen. Doch was ist in der Kunst schon „normal“ - und was „verrückt“? Wie schauen wir heute auf Werke, die häufig gar nicht als „Kunst“ gedacht waren. Und was bedeutet das für die Art, wie man sie zeigen sollte? Marie-Dominique Wetzel diskutiert mit Brigitte Reisz – Künstlerin und künstlerische Leiterin der AHOI studios Karlsruhe; Dr. Thomas Röske – Leiter des Museum Sammlung Prinzhorn in Heidelberg; Prof. Dr. Maike Rotzoll –Medizinhistorikerin Universität Marburg

Jens Spahn tritt als Fraktionschef zurück. Kanzler Merz muss seine Spitze neu sortieren. Spahn hat sich als Gesetzgeber gegen die Leihmutterschaft positioniert und als Privatmann eine Leihmutter engagiert. Für die Frauen, die Konservativen, die Christen in der Partei ein Schock. Sein Fall hinterlässt Wut und Ratlosigkeit. Und die Häme der AfD ist der Union sicher. Wer vertraut ihr noch? Und wie sehr belastet der Fall Spahn den Zusammenhalt in der Partei? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. Andreas Rödder – Historiker; Dr. Liane Bednarz – Publizistin; Friederike Haupt – Korrespondentin, FAZ

Es war die größte WM aller Zeiten mit den meisten Zuschauerinnen und Zuschauern und mit dem größten Teilnehmerfeld. Von Frankreich bis zu den Kapverden gab es großen Sport, enttäuschend dagegen das Abschneiden der deutschen Mannschaft. FIFA-Chef Gianni Infantino hat die WM zu einer gigantischen Kommerzmaschine gemacht und den Verdacht der politischen Einflussnahme durch Donald Trump zumindest nicht entkräften können. Wie fällt die Bilanz dieser WM kurz vor dem Finale aus? Karsten Umlauf diskutiert mit Oliver Fritsch – Sportjournalist, DIE ZEIT; Inga Hofmann – Ressortleiterin Sport, Der Tagesspiegel; Max-Jacob Ost –Sportjournalist, Podcast “Rasenfunk"

Sie ist 2700 Jahre alt, aber Homers große Erzählung von Odysseus und seiner Jahre dauernden Heimkehr vom Trojanischen Krieg kann es an Bekanntheit mit den Geschichten der Bibel aufnehmen. Die Odyssee, sagt der Althistoriker Raimund Schulz, enthält alles, was das Leben menschlich macht: Triumph und Tod, Liebe und Sex, Enttäuschung, Verlust, tiefsitzende Ängste, aber auch nicht endende Sehnsüchte. Und mit Odysseus einen Hauptdarsteller, der in seiner Zerrissenheit ziemlich modern wirkt. Ganz großes Kino also. US-Regisseur Christopher Nolan bringt es jetzt als dreistündiges Filmepos auf die Leinwand. Warum berührt und fasziniert uns die Odyssee bis heute? Gregor Papsch diskutiert mit Dr. Lisz Hirn –Philosophin; Michael Köhlmeier – Schriftsteller; Prof. Dr. Raimund Schulz – Historiker an der Universität Bielefeld

Am 15. Juli 2016 putschen Teile des Militärs in der Türkei, zum vierten Mal in der Geschichte der Republik. Erstmals aber scheitert die gewaltsame Machtübernahme, die Regierung und Präsident Erdoğan bleiben im Amt. Für Recep Tayyip Erdoğan ein „Sieg des Volkes“. Und auch die Gelegenheit, demokratische Rechte und rechtsstaatliche Prinzipien in rasantem Tempo weiter zu demontieren. Welche Folgen hat der Putsch noch heute? Und wohin steuert die Türkei 10 Jahre danach? Pia Masurczak diskutiert mit Ciğdem Akyol – Journalistin und Erdogan-Biographin; Aret Demirci – Leiter Friedrich Naumann-Stiftung, Istanbul; Dastan Jasim – Politikwissenschaftlerin, GIGA-Institut Hamburg

Die meisten von uns wohnen in Städten, wir arbeiten in geschlossenen Räumen, aber es zieht uns: nach draußen. Ans Meer und in die Berge, in den Wald und an den See oder wenigstens in den Park, ins Grüne. Warum tut uns Natur gut? Was bewirken Landschaft und Pflanzenwelt in Körper und Seele? Was suchen Menschen bei Survival-Trainings und Wildniswanderungen? Welchen Platz hat die Natur noch in unserem Leben? Und führt mehr Naturerleben auch zu mehr Naturschutz? Bernd Lechler diskutiert mit Matthias Blaß – Leiter der Naturschule Wildniswandern; Prof. Dr. Ulrich Gebhard – Erziehungswissenschaftler, Universität Bielefeld; Prof. Dr.Barbara Schellhammer – Kulturphilosophin, Hochschule für Philosophie München

Länger arbeiten, öfter ins Büro und weniger Kündigungsschutz: Die Debatte darüber, wie die Deutschen arbeiten sollen und müssen, läuft. Mercedes stellt die 35-Stunden-Woche in Frage, der Bundeskanzler rüttelt am 8-Stunden-Tag. Immer mehr Firmen kürzen die Tage fürs Homeoffice. Der Traum von der 4-Tage-Woche? In vielen Unternehmen wohl ausgeträumt. Und was bedeuten die von der Koalition beschlossenen Änderungen beim Kündigungsschutz? Wie sicher sind Arbeitsplätze in Deutschland? Geli Hensolt diskutiert mit David Gutensohn – Stellvertretender Ressortleiter ZEIT Arbeit; Oliver Stettes – Experte für Arbeitswelt und Tarifpolitik, Institut der Deutschen Wirtschaft Köln; Laura Venz – Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie, Leuphana Universität Lüneburg

Rund 13 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Einschränkung. Der Streit um ihren Anspruch auf Eingliederungshilfe steht symbolhaft für die kontroverse Debatte über Leistungen des Sozialstaats. Die Eingliederungshilfe soll ein möglichst selbstbestimmtes Leben unterstützen und steht auf dem Prüfstand. Andererseits hat sich Deutschland 2009 verpflichtet die UN Behindertenrechts-Konvention umzusetzen. Was bedeutet dies für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen? Andrea Beer diskutiert mit Jürgen Dusel – Behindertenbeauftragter der Bundesregierung; Simon Dörr – Journalist beim Südwestrundfunk; Dr. Elzbieta Szczebak – Geschäftsführerin beim "down syndrom info center" in Lauf bei Nürnberg

Es gibt viel zu besprechen beim NATO-Gipfel in Ankara: Der nicht endende russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Die zähen Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem iranischen Regime. Und eine erste Bilanz des 5 %-Ausgabenziels, dass die Mitgliedsländer beschlossen hatten. Aber dem amerikanischen Präsidenten Trump offenbar nicht reichen. Der will US-Truppen aus Europa abziehen und lässt die transatlantischen Bündnispartner im Zweifel, ob sie noch auf die Solidarität der USA zählen können. Andrea Beer diskutiert mit Prof. Dr. Gerlinde Groitl –Politikwissenschaftlerin, Universität Regensburg; Patrick Keller – DGAP Berlin; Alexey Yusupov – Leiter des Russlandabteilung der Friedrich-Ebert-Stiftung

Marine Le Pen als französische Präsidentin – das wäre aktuellen Umfragen zufolge das Wunschergebnis bei den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr. Doch die rechtsradikale Politikerin Le Pen steht wegen Veruntreuung von EU-Geldern vor dem Pariser Berufungsgericht. Sollte sie erneut verurteilt werden, darf sie wohl nicht zur Wahl antreten. Am 7. Juli wird das Urteil verkündet – kommt jetzt also das Ende der Ära Le Pen? Wird es das Land noch weiter spalten? Welche Folgen hat der Prozess für Frankreichs politische Landschaft, ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl? Norbert Lang diskutiert mit Dr. Ronja Kempin – Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin; Jacob Ross – Research Fellow, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Berlin; Prof. Hans Stark – Sorbonne Université Paris

In den Umfragen ist sie die beliebteste Partei, in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern möglicherweise bald an der Regierung: Der Höhenflug der AfD alarmiert ihre politischen Gegner. Manche setzen auf Massenproteste, wie beim Bundesparteitag der AfD am 04./05. Juli in Erfurt, andere hoffen immer noch auf ein Verbot. Und gleichzeitig gibt es Stimmen, die ein Ende der Brandmauer fordern. Was ist die richtige Strategie im Umgang mit der AfD und ihren Wählern? Ist der Aufstieg der Rechtsaußen-Partei überhaupt noch zu stoppen? Und wenn nicht: Was kommt dann auf Deutschland zu? Michael Risel diskutiert mit Justus Bender – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung; Ann-Katrin Müller – Der Spiegel; Prof. Dr. Christian Stecker – Politikwissenschaftler, TU Darmstadt

Es wird knallen! Das hat US-Präsident Trump versprochen - und das nicht nur metaphorisch. Das „größte Feuerwerk der Geschichte“ soll zum 250-jährigen Geburtstag der Vereinigten Staaten in Washington zu sehen sein. Damit will Trump die USA, doch wohl vor allem sich selbst feiern. Doch seine Beliebtheit bröckelt, auch unter seinen treuesten MAGA-Fans, Musiker wollen nicht für ihn spielen und zu allem Überfluss strahlt der Reflecting Pool – das Wasserbecken vor dem Lincoln Memorial in neongrün, weil er von Algen befallen ist. Wird der US-Präsident die Feierlichkeiten zu 250 Jahren USA trotzdem für sich nutzen können? Und was bedeutet überhaupt das Jubiläum der „ältesten Demokratie der Welt“ im Lichte der Gegenwart? Eva Röder diskutiert mit Cathryn Clüver Ashbrook, Politikwissenschaftlerin, Bertelsmannstiftung Anne Dorothea Schneider, ARD Studio Washington Dr. Frauke Steffens, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Es sollte eigentlich kein Big Bang werden. Doch die Koalitionspartner haben sich am Schluss erstaunlich diskret auf ein ansehnliches Reformpaket geeinigt. Die Zumutungen für Arbeitnehmer bei Krankschreibung und Befristungen werden durch Steuererleichterungen flankiert. Die Wirtschaft darf sich darüber hinaus über Bürokratieabbau freuen, aber der 8-Stunden-Tag bleibt. Reicht das für einen Ruck in Deutschland? Oder wird auch dieses Paket von Parteien, Lobbyisten und Länderchefs zerpflückt werden? Claus Heinrich diskutiert mit Mona Jaeger – politische Korrespondentin FAZ; Anna Lehmann – Leiterin der taz-Parlamentsredaktion; Albrecht von Lucke – Blätter für deutsche und internationale Politik

250 Jahre alt werden die USA in diesem Jahr. Seit ihrer Gründung begleiten die Nation Mythen und Geschichten, darunter die Erzählungen vom „gelobten Land“, vom „Schmelztiegel der Kulturen“ oder von der Aufstiegsutopie des „American Dream“. Welche Rolle spielt das Kino in der Verbreitung und Weiterentwicklung dieser Narrative? Sind „die USA“ auch immer wieder eine Inszenierung Hollywoods? Inwieweit ist der Film der Ort, an dem am intensivsten über „Amerika“ nachgedacht wird? Karsten Umlauf diskutiert mit Prof. Elisabeth Bronfen – Kulturwissenschaftlerin, Uni Zürich; Prof. Heike Paul – Amerikanistin Uni Erlangen-Nürnberg; Till Kadritzke – Filmkritiker, Berlin

Sie hatten sich so viel vorgenommen für dieses Turnier, wollten sogar Weltmeister werden. Im Sechzehntelfinale kam dann die Ernüchterung für die DFB-El: Aus gegen Paraguay. Ein frühes Ausscheiden bei einer Fußball-Weltmeisterschaft, zum dritten Mal in Folge, gegen einen Gegner, dem man zumindest auf dem Papier haushoch überlegen schien. In das Klagen über vergebene Elfmeter und nicht gegebene Tore mischt sich jetzt die bange Frage: Muss sich die stolze Fußball-Nation Deutschland daran gewöhnen, nur noch Mittelmaß zu sein? Was bleibt von dieser Weltmeisterschaft? Michael Risel diskutiert mit Christoph Biermann – 11 Freunde; Elisabeth Schlammerl – Sportjournalistin; Dirk Schümer – Die Welt

Amerika – das war immer auch die Verheißung eines besseren Lebens. „Freiheit und das Streben nach Glück“ sind in der Unabhängigkeitserklärung von 1776 als unveräußerliche Rechte garantiert. Auf sie beruft sich das Land bis heute. Doch für wen die Freiheit gilt, und für wen nicht, darüber gab und gibt es Deutungskämpfe. Thomas Jefferson, der Ideengeber vor 250 Jahren, war selbst Unternehmer und Sklavenhalter. Die USA haben im Namen der Freiheit Kriege geführt und im eigenen Land Freiheitsrechte unterdrückt. Sklaverei und Rassismus sind bis heute nicht aufgearbeitet. Ist Amerika dem eigenen Anspruch jemals gerecht geworden? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Michael Hochgeschwender – Lehrstuhl für Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie, LMU München; Prof. Dr. Hiram Kümper, Lehrstuhl für Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit, Universität Mannheim; Johanna Roth – Korrespondentin „Die Zeit“ und Autorin