Reportagen und Features aus Religion und Gesellschaft. Religiöse, ethische und soziale Themen. Sonn- und Feiertags, 12.05 bis 12.30 Uhr.

Bei allem beisammen – Die Mär von der gespaltenen Gesellschaft Zerrissene Familien, zerstörte Freundschaften, ein tiefer Riss mitten durch unsere Gesellschaft?

Quellen der Kraft – in Bewegung bleiben

Bin ich Mensch oder bin ich Mörder? Umgang mit schwerer Schuld Wer einen Menschen schwer verletzt oder gar tötet, lädt schwere Schuld auf sich. Solch eine Tat ist nie wieder gutzumachen, alle Konzepte von Vergeben und Verzeihen versagen.

Bin ich Mensch oder bin ich Mörder? Umgang mit schwerer Schuld Wer einen Menschen schwer verletzt oder gar tötet, lädt schwere Schuld auf sich. Solch eine Tat ist nie wieder gutzumachen, alle Konzepte von Vergeben und Verzeihen versagen.

Kriege trennen Menschen. Freunde werden zu Feinden, Familien verlieren den Kontakt zueinander. Aber muss das immer so sein? Was eint Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion?

Anmod: Krieg und Hass bringen Menschen auseinander. Ob in der Ukraine oder wie jetzt auch wieder in Australien gesehen bei Angriffen auf jüdische Menschen. Viele wollen sich damit aber nicht abfinden und stellen sich aktiv dagegen. Mit Initiativen, Aktionen und gemeinsamen Hobbys. Chris Ignatzi hat zwei Projekte im Saarland getroffen, die zeigen, dass Feinde auch Freunde sein können.

Krieg hinterlässt nur Verlierer. Soldaten leiden unter seelischen Folgen genauso wie die zivilen Opfer von Gewalt. Kriegstraumata spüren oft noch Kinder und Enkel.

Was Krieg bedeutet, das haben bisher nur wenige am eigenen Leib erfahren. Von denen, die als junge Soldaten aktiv am Krieg teilgenommen haben, leben nur noch sehr wenige. Doch oft wirkt Tod, Trauer, Angst, Hunger, Zerstörung weiter, weit über das eigene Leben hinaus. Anne Winter hat einen Kriegsveteranen getroffen;

Sehnsucht nach Frieden - Pazifismus neu denken

Wer Konflikte überwinden will, darf dem Streit der Argumente nicht aus dem Weg gehen. Denn so lassen sich Wege finden, um Brücken zu bauen anstatt nur auf Konfrontation zu setzen.

Sehnsucht nach Frieden - Alles fängt im Herzen an

Im Sonnenkult, in Mariens Heiligenschein, in Kunst, Religion und Architektur wird sie gefeiert. Denn sie leuchtet uns besonders hell, die Sonne!

Sehnsucht nach Frieden – Wehrdienst oder Verweigerung? Teil 1 der ARD-Reihe

Angehörige unterschiedlicher Glaubensrichtungen demonstrieren in Los Angeles gemeinsam gegen Razzien und Abschiebungen. Pro-Trump Latino-Kirchen überdenken ihre Haltung.

Angehörige unterschiedlicher Glaubensrichtungen demonstrieren in Los Angeles gemeinsam gegen Razzien und Abschiebungen

SWR.de/Kultur/Glauben/ Wehrdienst oder Verweigerung/211225/12:04

Aids-Leugner – Wie gefährlich ist der Irrglaube? Ärzte, Heilpraktiker und Patienten: Wie Aids-Leugner in Deutschland Leben gefährden – und was passiert, wenn ihre Theorien auf die Realität treffen.

Auch in Deutschland werden Mädchen und junge Frauen gegen ihren Willen verheiratet. Expertinnen beobachten eine Zunahme an Hilfesuchenden. Betroffen sind vor allem Mädchen.

Wenn rund 2.000 selbsternannte Lebensschützer beim Marsch für das Leben durch München ziehen, dann wird die religiöse Rechte in Deutschland sichtbar. Sonst hält sie sich bedeckt. Aber sie ist bestens vernetzt und kämpft auch im Verborgenen für ihre Forderungen, die sie auch aus ihrem christlichen Glauben ableitet: über Gerichtsklagen, in Form von Gebetswachen vor Kliniken, mit Briefen an Bundestagsabgeordnete und über Onlinepetitionen. So dürften sie mitgeholfen haben, die Wahlen für das Bundesverfassungsgericht zu boykottieren. Wie groß stark ist diese Bewegung in Deutschland?

Taiwan versteht sich als unabhängiger Staat – eine Sicht, die China als Provokation empfindet. Denn Peking betrachtet die Insel bereits seit Längerem als „abtrünnige Provinz“.

Die meisten Menschen nehmen Kritik persönlich und sind gekränkt, wenn sie nicht gesehen oder geschätzt werden. Kränkungen, selbst die alltäglichsten, verletzen nachhaltig unser Selbstwertgefühl. Wir fühlen uns der Kränkung ausgeliefert und reagieren mit Ohnmacht und Wut. In manchen Fällen, wenn die Kränkung übermächtig wird, wie zum Beispiel in der biblischen Geschichte von Kain und Abel, kann die Kränkung zur Gewalt gegen sich und andere werden. Betroffene und Experten berichten, was sie aus der Kränkung gelernt haben und wie sie zum Positiven gewendet und überwunden werden kann.

Ein Kaffeekränzchen unter den Bäumen neben Omas Grab, ein Konzert hinter Papas Urne, ein Spielplatz zwischen den Gräbern der Nachbarn.

Vor Gott ist jeder Mensch nackt. Aber sobald andere Menschen mit ins Spiel kommen, gibt es auch Regeln für die Bekleidung. Das war schon so bei Adam und Eva im Paradies: kaum hatten sie vom Baum der Erkenntnis gegessen und sich gegenseitig wirklich wahrgenommen, bedeckten sie ihre Scham mit einem Feigenblatt. Aus der schlichten Bedeckung primärer Geschlechtsteile sind in den Religionen im Laufe von Jahrhunderten komplexe Bekleidungsregeln entstanden. Wo bedeckt man in heiligen Räumen die Schultern zieht die Schuhe aus? Wieviel sichtbare Blöße erlaubt ihr Glaube?

Wer Opfer eines Angriffs wird, reagiert oft aggressiv und sinnt auf Rache. Doch Hass verhindert Heilungsprozesse, kann Menschen sogar psychisch zerstören. Der einzige Weg zur Rückkehr in ein erfülltes Leben heißt Vergebung. Sie fällt in der Regel schwer, scheint oft unmöglich. Dennoch entdecken heute Theologen wie auch Psychologen, welche Chancen auf Heilung und Befreiung das Vergeben freisetzt. Das Thema ist eine Herausforderung quer durch alle Kulturen und Religionen. Menschen unterschiedlichen Glaubens machen ähnliche Erfahrungen.

In der Projektküche der Flüchtlingsunterkunft in Stuttgart-Möhringen schneiden Gülüzar, Türkan und Saide Feigen und Aprikosen in Würfel, waschen Reis und übergießen Nüsse und Rosinen mit heißem Wasser. Die drei Türkinnen wollen anonym bleiben und nur mit ihrem Vornamen genannt werden. Sie sind mit ihren Familien aus der Türkei geflohen und leben seit ein, zwei Jahren in Deutschland. Das gemeinsame Kochen lenke sie von ihren Sorgen ab, sagt Türkan. Sie fühle sich in der Gemeinschaft wohl und bekomme beim Kochen den Kopf frei. Sozialarbeiterin Ruhsar Gümüsdal leitet Workshops im Rahmen von OMID - einem niederschwelligen Therapieangebot der Caritas Stuttgart. OMID bedeutet auf Persisch „Hoffnung“.

Arlington National Cemetery ist ein Ort der Trauer, des Gedenkens und der Geschichte. Doch hinter der gepflegten Idylle lauern auch die Schatten der Vergangenheit. In Arlington, vor den Toren von Washington, haben über 400.000 US-Amerikaner ihre letzte Ruhestätte gefunden. Und es werden täglich mehr. Militärische Einsätze und internationale Konflikte sorgen für Nachschub. Neben militärischen Ehrenritualen und Trauerzeremonien zeigt dieser Ort die Komplexität von religiöser Erinnerungskultur und die Auswirkungen des Krieges - nicht ohne Kritik und Kontroversen. Millionen Besucher aus aller Welt kommen jährlich hierher. Für viele US-Amerikaner stellt Arlington ein Heiligtum dar - doch seine Geschichte kennen nur wenige. Michael Marek war für uns auf dem Nationalfriedhof.

Alle Menschen sind von Gott geliebt, das ist der christliche Grundgedanke. Der Umgang der Kirchen mit Menschen mit Behinderung war und ist aber nicht immer von Teilhabe geprägt. Die evangelische Landeskirche Baden (ekiba) gilt als Vorreiterin in Sachen Inklusion. Mit ihrem Aktionsplan Inklusion hat sie sich konkrete Ziele gesetzt – wie beispielsweise Teilhabemöglichkeiten zu schaffen, aber auch mehr inklusive Arbeitsplätze und barrierefreie Gebäude.

SWR Kultur Glauben Gegen den Hass - Muslimisch-jüdische Initiativen in Deutschland Ob in Uni-Hörsälen, sozialen Medien oder auf der Straße – seit dem 7. Oktober 2023 haben Angriffe auf Juden und Muslime stark zugenommen. Doch jenseits der lautstarken Protagonisten des Hasses bemühen sich die Betroffenen um Verständigung: In Stuttgart informieren muslimische und jüdische Studierende zusammen vor Schulklassen über Antisemitismus und Rassismus. In Berlin-Neukölln treffen sich Israelis und Palästinenser. Gemeinsam wollen sie die Probleme in einem Stadtteil angehen, der vom Terrorangriff und dem Gaza-Krieg geprägt ist. Doch die Initiativen stoßen nicht überall auf Wohlwollen.

Ein latent aggressiver Umgang miteinander im öffentlichen Raum scheint unser Leben immer stärker zu prägen. Zugschaffner, Verkehrsteilnehmer auf den Straßen erleben ihren Alltag unter Daueranspannung. Welchen Ausgleich können Kirchen, Anti-Gewalt-Trainer, gute Freunde und Familie bieten? Die Wege aus einer immer gereizter agierenden Gesellschaft sind vielfältig. Theologen geben neben der traditionellen Friedensethik auch der Bewahrung von Schöpfung durch Waffengewalt Raum. Und sie loten aus, inwieweit immer mehr Skandalisierungen in der digitalen Welt unseren Alltag und das Miteinander von Menschen zunehmend aggressiv gemacht haben.

„Quellen der Kraft“ - Größeres glauben ARD-Reihe (5/5) Die Erde schreit. So drastisch beschrieb es der kürzlich verstorbene Papst Franziskus in seiner Sozial- und Umweltenzyklika Laudato si‘. Zehn Jahre ist das her und aus Sicht ernstzunehmender Wissenschaftler müssten wir radikal umsteuern, um die Ökosysteme des Planeten Erde zu erhalten. Die Widerstände gegen Fakten, Warnungen und Empfehlungen sind aber massiv. Wir begleiten zwei engagierte Christen, die sich durch ihren Glauben in einen größeren Zusammenhang gestellt sehen. Sie fühlen sich mitverantwortlich für das gesunde Zusammenleben von Mensch und Natur auf diesem Planeten.

Quellen der Kraft - Draussen sein ARD-Reihe (4/5)

Glauben | ARD-Reihe „Quellen der Kraft“ (3/5) Quellen der Kraft - Schönes schaffen Malen, Tanzen oder Gestalten helfen beruflichen Stress abzubauen, Hiobsbotschaften oder persönliche Schicksalsschläge zu verkraften. Denn kreative Prozesse stärken die Resilienz.

Glauben | ARD-Reihe „Quellen der Kraft“ (2/5) Quellen der Kraft - verbunden sein Ob Blog, Netzwerk oder Verein, sich in der digitalen wie realen Welt mit Menschen zu verbinden stärkt den Einzelnen. In der Gemeinschaft findet man Unterstützung und Sicherheit. Als sie 12 Jahre alt ist, verliert Selina rasch ihre Sehkraft. Heute ist sie 27 und hat Wege gefunden, mit ihrer Einschränkung zu leben: In ihrem Videoblog berichtet die Studentin über den Alltag mit Sehbehinderung und macht anderen Betroffenen Mut. Mit vielen Menschen in der digitalen und realen Welt verbunden zu sein, gibt ihr Kraft.

Sie verlaufen stets gleich, versprechen Kontinuität und stiften Zuversicht. Seit Menschengedenken formen Rituale unser Zusammenleben, unsere Kultur. Was macht sie unverzichtbar? Trostspender, Energiepakete, Wegbegleiter: das alles bieten Rituale. Oft sind sie Jahrhunderte alt und doch ganz gegenwärtig und individuell. In einem Ritual liegen oft Erfahrungen vieler Generationen, die oft neu belebt werden. Sie geben Orientierung, schaffen Zusammengehörigkeit und helfen Krisen zu bewältigen. Rituale gehören seit jeher zum religiösen Leben, in der Spiritualität und im Alltag. Wir begleiten christliche Pilgerwege im Glottertal im Schwarzwald, eine jüdische Großstadtgemeinde und den Komponisten Helge Burggrabe, der mit seiner Musik Rituale im Labyrinth der Kathedrale von Chartres belebt.

Ehen werden in Indien stets arrangiert. Denn Religion, Kaste und soziales Umfeld müssen passen. Eine Liebesheirat geht nur im Geheimen – und unter großer Gefahr. Eine Liebesheirat ist in Indien die Ausnahme. Fast immer wird die Ehe von den Eltern arrangiert - selbst, wenn die Heiratswilligen im Ausland leben. Dabei müssen Kaste, Religion und Bildung stimmen. Liebespaare, bei denen das nicht passt, sind gezwungen unterzutauchen, weil sie als Schande ihrer Familien gelten. Sie suchen daher Hilfe und Schutz bei der Freiwilligen-Organisation "Love commando". Diese bietet ihnen zunächst einen geheimen Unterschlupf und arrangiert später die Hochzeit. Danach ist kein Kontakt zu den Herkunftsfamilien mehr möglich. Andernfalls könnte das den Tod bedeuten.

Vielleicht ist der berühmteste deutsche Schriftsteller der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der Nobelpreisträger Heinrich Böll, bis heute der uns unbekannteste geblieben.

Der Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt der Tibeter, wird 90 Jahre alt. Dann will er Details seiner Reinkarnation bekanntgeben. Am 6.Juli 1925 wird der Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt der Tibeter, 90 Jahre alt. Doch wie steht es um den 14. Dalai Lama und um seine mögliche Nachfolge? In seinem jüngsten Buch schreibt er, sein Nachfolger werde in der freien Welt geboren werden, also nicht im von China besetzten Tibet. Um seinen Geburtstag will er weitere Details seiner Reinkarnatino, seiner Wiedergeburt bekanntgeben. Weltweit wurde seine „Heiligkeit“ fast wie ein Popstar gefeiert, für seine Weisheit und seine Botschaften von Mitgefühl. 1989 erhielt er den Friedensnobelpreis. Bis vor einigen Jahren reiste er noch um die Welt, füllte ganze Stadien. Doch inzwischen ist es um ihn ruhig geworden. Er lebt seit 66 Jahren im indischen Exil.

Viele traditionelle Gerichte gehen auf Klosterküchen zurück. Denn Mönche und Nonnen waren oft experimentierfreudige Selbstversorger. Dabei ging es um mehr als die reine Nahrungsaufnahme.

Von verstoßenen Witwen über Tempeldienerinnen bis hin zu Stammesangehörigen, die im Matriarchat leben, den Familienbesitz erben und große Macht besitzen – das Potpourri der Hindu-Frauen ist groß. Doch im Kern sind die religiösen Traditionen aus den Hindu-Religionen, die meist als Hinduismus bezeichnet werden, noch immer patriarchalisch. Ihre Sozialstrukturen, die maßgeblichen Werte und Verhaltensnormen werden bis heute überwiegend von Männern geprägt. Doch dieses feste Bollwerk bekommt inzwischen – ganz langsam – kleine Risse.

Brot gehört zu unseren Grundnahrungsmitteln. Mehl, Wasser, Treibmittel: im Prinzip ganz einfach. Und doch ist das Brotbacken eine Jahrhunderte alte Kunst, die derzeit in industrieller Brotfabrikation unterzugehen droht. Und gleichzeitig finden vielerorts Backkurse statt. Das eigene Brot zu backen, kann zur Entschleunigung, zu einer fast meditativen Versenkung führen. Nicht von ungefähr spielt Brot in der religiösen Praxis von der Bibel bis hin zum kirchlichen Gottesdienst eine entscheidende Rolle. Aber es kann auch ganz einfach nur lecker sein.