Reportagen und Features aus Religion und Gesellschaft. Religiöse, ethische und soziale Themen. Sonn- und Feiertags, 12.05 bis 12.30 Uhr.

"Ora et labora" - "bete und arbeite" - ein Kerngedanke, der dem Benediktinerorden zugeschrieben wird. Und schon Adam und Eva bekommen nach dem Sündenfall von Gott harte Arbeit aufgebrummt. So gehört, seit wir denken können, Arbeit zu den Grundpfeilern menschlicher Identität. Bis es im Zuge der industriellen Revolution zur Entfremdung und jetzt durch die um sich greifende Robotik zum Zurückschrauben von Arbeit kommt. Arbeit ist und bleibt ein zweischneidiges Schwert. - Ein Schreiner, eine Pfarrerin, Benediktinerinnen, Arbeitslose und Robotikentwickler denken über Wert und Mehrwert der Arbeit nach.

Kirchliche Organisationen setzen sich für bessere Lebensbedingungen von Saisonarbeitern ein. Ein Dorfentwicklungsprojekt schafft Arbeitsplätze für Einheimische und Geflüchtete.

Der Glaube an Wunder – Wenn Gott wirklich hilft Die Bibel berichtet oft von Wundern: Heilung von Kranken oder die Vermehrung von Brot. Manche Christen wollen sie auch wissenschaftlich belegen. In der Bibel wird immer wieder von Wundern erzählt: Jesus Christus zieht im Neuen Testament als Wunderheiler durchs Land und erweist sich so als Sohn Gottes. Und die Geschichte von Ostern, von der Auferstehung eines Toten - ist das nicht das Wunder schlechthin? Jedoch sind Wunder unter Christen und Christinnen auch umstritten: Die einen wollen sie mit heutiger Wissenschaft erklären. Die anderen halten sie für Belege eines funktionierenden Glaubens.

Kommt da noch was? Dem Leben nach dem Tod auf der Spur Sehnsucht, Angst und Hoffnung – die Frage nach dem „Leben danach“ bekommt zu Ostern immer wieder neue Facetten. Theologen, Mediziner und Gläubige sind sich uneinig über das, was wohl passiert nach dem Tod. Jedes Jahr an Ostern siegt aus Sicht der Christen das Leben über den Tod. Der Glaube an die Auferstehung oder der Glaube an eine andere Form von Leben nach dem Tod sind so alt wie die Menschheit. In SWR Kultur Glauben beschreiben Theologen, Mediziner und gläubige Menschen ihre ganz persönliche Sicht auf das, was das Jenseits, was neue Dimensionen nach dem Tod auf Erden sein könnten. Die Antworten auf die Fragen aller Fragen könnten unterschiedlicher kaum sein. Aber: Auch aus wissenschaftlicher Sicht lassen sich in der Nahtodesforschung Hinweise für ein Leben nach dem Tod finden.

Zwischen Verzweiflung und Hoffnung – Unser Kind hat Krebs Jan war 17, als er vor fünf Jahren an Leukämie erkrankte, Blutkrebs. Von einer auf die andere Sekunde nahm das Leben für die Familie eine andere Wendung, auch für ihren Glauben.

Die Fotokünstlerin Georgia Krawiec ist in einer strenggläubigen Familie aufgewachsen. Heute entdeckt sie Oberschlesien und ihren Katholizismus mit kritischem Blick neu.

Harriet Tubman war die berühmteste schwarze Sklavenbefreierin in den Vereinigten Staaten. Die tiefgläubige Aktivistin engagierte sich später auch für Frauenrechte in den USA. Eine Wiederholung aus 06.03.2022

Wer Sonntags in die Messe geht, hat man meist freie Platzwahl. Die Zahl der Mitglieder sinkt seit Jahren. Allein 2024 traten hierzulande mehr als 670.000 Menschen aus den beiden großen christlichen Kirche aus. Insgesamt zählen sie rund ein Drittel weniger Mitglieder als noch vor 30 Jahren. Vor allem die Jüngeren wenden sich ab: Individuelle Spiritualität ist die neue Religion. Manche aber hören ihn, den Ruf Gottes. Werden Nonne oder werden Priester. Was treibt einen jungen Mann, Job und Beziehung aufzugeben und sein Leben in den Dienst der Kirche zu stellen?

Wenn Gott ruft – Junge Menschen im Dienst der Kirche Während immer mehr Menschen der Kirche den Rücken kehren, entscheiden sich einige junge Frauen und Männer bewusst für ein Leben im Glauben. Was suchen sie und was finden sie dort?

Frauen kämpfen für ihren Glauben: Katholikinnen wollen in ihrer Kirche sichtbar sein, Jüdinnen wehren sich gegen Antisemitismus. Sie treffen auf Widerstand und finden neue Stärke.

Online-Chuzpe: Jüdische Influencerinnen und ihr Kampf gegen Antisemitismus Eine Sendung von Jens Rosbach Redaktion Sabine Brütting

Bei allem beisammen – Die Mär von der gespaltenen Gesellschaft Zerrissene Familien, zerstörte Freundschaften, ein tiefer Riss mitten durch unsere Gesellschaft?

Quellen der Kraft – in Bewegung bleiben

Bin ich Mensch oder bin ich Mörder? Umgang mit schwerer Schuld Wer einen Menschen schwer verletzt oder gar tötet, lädt schwere Schuld auf sich. Solch eine Tat ist nie wieder gutzumachen, alle Konzepte von Vergeben und Verzeihen versagen.

Bin ich Mensch oder bin ich Mörder? Umgang mit schwerer Schuld Wer einen Menschen schwer verletzt oder gar tötet, lädt schwere Schuld auf sich. Solch eine Tat ist nie wieder gutzumachen, alle Konzepte von Vergeben und Verzeihen versagen.

Kriege trennen Menschen. Freunde werden zu Feinden, Familien verlieren den Kontakt zueinander. Aber muss das immer so sein? Was eint Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion?

Anmod: Krieg und Hass bringen Menschen auseinander. Ob in der Ukraine oder wie jetzt auch wieder in Australien gesehen bei Angriffen auf jüdische Menschen. Viele wollen sich damit aber nicht abfinden und stellen sich aktiv dagegen. Mit Initiativen, Aktionen und gemeinsamen Hobbys. Chris Ignatzi hat zwei Projekte im Saarland getroffen, die zeigen, dass Feinde auch Freunde sein können.

Krieg hinterlässt nur Verlierer. Soldaten leiden unter seelischen Folgen genauso wie die zivilen Opfer von Gewalt. Kriegstraumata spüren oft noch Kinder und Enkel.

Was Krieg bedeutet, das haben bisher nur wenige am eigenen Leib erfahren. Von denen, die als junge Soldaten aktiv am Krieg teilgenommen haben, leben nur noch sehr wenige. Doch oft wirkt Tod, Trauer, Angst, Hunger, Zerstörung weiter, weit über das eigene Leben hinaus. Anne Winter hat einen Kriegsveteranen getroffen;

Sehnsucht nach Frieden - Pazifismus neu denken

Wer Konflikte überwinden will, darf dem Streit der Argumente nicht aus dem Weg gehen. Denn so lassen sich Wege finden, um Brücken zu bauen anstatt nur auf Konfrontation zu setzen.

Sehnsucht nach Frieden - Alles fängt im Herzen an

Im Sonnenkult, in Mariens Heiligenschein, in Kunst, Religion und Architektur wird sie gefeiert. Denn sie leuchtet uns besonders hell, die Sonne!

Sehnsucht nach Frieden – Wehrdienst oder Verweigerung? Teil 1 der ARD-Reihe

Angehörige unterschiedlicher Glaubensrichtungen demonstrieren in Los Angeles gemeinsam gegen Razzien und Abschiebungen. Pro-Trump Latino-Kirchen überdenken ihre Haltung.

Angehörige unterschiedlicher Glaubensrichtungen demonstrieren in Los Angeles gemeinsam gegen Razzien und Abschiebungen

SWR.de/Kultur/Glauben/ Wehrdienst oder Verweigerung/211225/12:04

Aids-Leugner – Wie gefährlich ist der Irrglaube? Ärzte, Heilpraktiker und Patienten: Wie Aids-Leugner in Deutschland Leben gefährden – und was passiert, wenn ihre Theorien auf die Realität treffen.

Auch in Deutschland werden Mädchen und junge Frauen gegen ihren Willen verheiratet. Expertinnen beobachten eine Zunahme an Hilfesuchenden. Betroffen sind vor allem Mädchen.

Wenn rund 2.000 selbsternannte Lebensschützer beim Marsch für das Leben durch München ziehen, dann wird die religiöse Rechte in Deutschland sichtbar. Sonst hält sie sich bedeckt. Aber sie ist bestens vernetzt und kämpft auch im Verborgenen für ihre Forderungen, die sie auch aus ihrem christlichen Glauben ableitet: über Gerichtsklagen, in Form von Gebetswachen vor Kliniken, mit Briefen an Bundestagsabgeordnete und über Onlinepetitionen. So dürften sie mitgeholfen haben, die Wahlen für das Bundesverfassungsgericht zu boykottieren. Wie groß stark ist diese Bewegung in Deutschland?

Taiwan versteht sich als unabhängiger Staat – eine Sicht, die China als Provokation empfindet. Denn Peking betrachtet die Insel bereits seit Längerem als „abtrünnige Provinz“.

Die meisten Menschen nehmen Kritik persönlich und sind gekränkt, wenn sie nicht gesehen oder geschätzt werden. Kränkungen, selbst die alltäglichsten, verletzen nachhaltig unser Selbstwertgefühl. Wir fühlen uns der Kränkung ausgeliefert und reagieren mit Ohnmacht und Wut. In manchen Fällen, wenn die Kränkung übermächtig wird, wie zum Beispiel in der biblischen Geschichte von Kain und Abel, kann die Kränkung zur Gewalt gegen sich und andere werden. Betroffene und Experten berichten, was sie aus der Kränkung gelernt haben und wie sie zum Positiven gewendet und überwunden werden kann.

Ein Kaffeekränzchen unter den Bäumen neben Omas Grab, ein Konzert hinter Papas Urne, ein Spielplatz zwischen den Gräbern der Nachbarn.

Vor Gott ist jeder Mensch nackt. Aber sobald andere Menschen mit ins Spiel kommen, gibt es auch Regeln für die Bekleidung. Das war schon so bei Adam und Eva im Paradies: kaum hatten sie vom Baum der Erkenntnis gegessen und sich gegenseitig wirklich wahrgenommen, bedeckten sie ihre Scham mit einem Feigenblatt. Aus der schlichten Bedeckung primärer Geschlechtsteile sind in den Religionen im Laufe von Jahrhunderten komplexe Bekleidungsregeln entstanden. Wo bedeckt man in heiligen Räumen die Schultern zieht die Schuhe aus? Wieviel sichtbare Blöße erlaubt ihr Glaube?

Wer Opfer eines Angriffs wird, reagiert oft aggressiv und sinnt auf Rache. Doch Hass verhindert Heilungsprozesse, kann Menschen sogar psychisch zerstören. Der einzige Weg zur Rückkehr in ein erfülltes Leben heißt Vergebung. Sie fällt in der Regel schwer, scheint oft unmöglich. Dennoch entdecken heute Theologen wie auch Psychologen, welche Chancen auf Heilung und Befreiung das Vergeben freisetzt. Das Thema ist eine Herausforderung quer durch alle Kulturen und Religionen. Menschen unterschiedlichen Glaubens machen ähnliche Erfahrungen.

In der Projektküche der Flüchtlingsunterkunft in Stuttgart-Möhringen schneiden Gülüzar, Türkan und Saide Feigen und Aprikosen in Würfel, waschen Reis und übergießen Nüsse und Rosinen mit heißem Wasser. Die drei Türkinnen wollen anonym bleiben und nur mit ihrem Vornamen genannt werden. Sie sind mit ihren Familien aus der Türkei geflohen und leben seit ein, zwei Jahren in Deutschland. Das gemeinsame Kochen lenke sie von ihren Sorgen ab, sagt Türkan. Sie fühle sich in der Gemeinschaft wohl und bekomme beim Kochen den Kopf frei. Sozialarbeiterin Ruhsar Gümüsdal leitet Workshops im Rahmen von OMID - einem niederschwelligen Therapieangebot der Caritas Stuttgart. OMID bedeutet auf Persisch „Hoffnung“.

Arlington National Cemetery ist ein Ort der Trauer, des Gedenkens und der Geschichte. Doch hinter der gepflegten Idylle lauern auch die Schatten der Vergangenheit. In Arlington, vor den Toren von Washington, haben über 400.000 US-Amerikaner ihre letzte Ruhestätte gefunden. Und es werden täglich mehr. Militärische Einsätze und internationale Konflikte sorgen für Nachschub. Neben militärischen Ehrenritualen und Trauerzeremonien zeigt dieser Ort die Komplexität von religiöser Erinnerungskultur und die Auswirkungen des Krieges - nicht ohne Kritik und Kontroversen. Millionen Besucher aus aller Welt kommen jährlich hierher. Für viele US-Amerikaner stellt Arlington ein Heiligtum dar - doch seine Geschichte kennen nur wenige. Michael Marek war für uns auf dem Nationalfriedhof.

Alle Menschen sind von Gott geliebt, das ist der christliche Grundgedanke. Der Umgang der Kirchen mit Menschen mit Behinderung war und ist aber nicht immer von Teilhabe geprägt. Die evangelische Landeskirche Baden (ekiba) gilt als Vorreiterin in Sachen Inklusion. Mit ihrem Aktionsplan Inklusion hat sie sich konkrete Ziele gesetzt – wie beispielsweise Teilhabemöglichkeiten zu schaffen, aber auch mehr inklusive Arbeitsplätze und barrierefreie Gebäude.

SWR Kultur Glauben Gegen den Hass - Muslimisch-jüdische Initiativen in Deutschland Ob in Uni-Hörsälen, sozialen Medien oder auf der Straße – seit dem 7. Oktober 2023 haben Angriffe auf Juden und Muslime stark zugenommen. Doch jenseits der lautstarken Protagonisten des Hasses bemühen sich die Betroffenen um Verständigung: In Stuttgart informieren muslimische und jüdische Studierende zusammen vor Schulklassen über Antisemitismus und Rassismus. In Berlin-Neukölln treffen sich Israelis und Palästinenser. Gemeinsam wollen sie die Probleme in einem Stadtteil angehen, der vom Terrorangriff und dem Gaza-Krieg geprägt ist. Doch die Initiativen stoßen nicht überall auf Wohlwollen.

Ein latent aggressiver Umgang miteinander im öffentlichen Raum scheint unser Leben immer stärker zu prägen. Zugschaffner, Verkehrsteilnehmer auf den Straßen erleben ihren Alltag unter Daueranspannung. Welchen Ausgleich können Kirchen, Anti-Gewalt-Trainer, gute Freunde und Familie bieten? Die Wege aus einer immer gereizter agierenden Gesellschaft sind vielfältig. Theologen geben neben der traditionellen Friedensethik auch der Bewahrung von Schöpfung durch Waffengewalt Raum. Und sie loten aus, inwieweit immer mehr Skandalisierungen in der digitalen Welt unseren Alltag und das Miteinander von Menschen zunehmend aggressiv gemacht haben.