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Ich bin gerne in den Bergen. Besonders begeistert es mich, in einem eiskalten Bergsee zu baden, auch wenn ich weiß, dass mir erst einmal die Luft wegbleiben wird, weil die Kälte so beißend ist. Doch das eigentliche Erlebnis ist für mich gar nicht einmal das Bad selbst, sondern der Moment, wenn ich aus dem Wasser komme, mich abtrockne und wieder in die (warme) Kleidung schlüpfe: Die Vitalität, die Frische und die Wärme, die sich dann entwickelt, ist mir das »Schockerlebnis« wert.Ungewollt oder auch beabsichtigt gibt es in unserem Alltag auch solche eiskalten Schockmomente: Oft geschieht dies in Form von schonungsloser und (zuweilen) unerwünschter Kritik. Hierbei besteht die Kunst darin, solchen Erfahrungen dennoch etwas Positives abzugewinnen. Experten meinen sogar, dass im Annehmen solcher »kalten Duschen« Chancen und Wachstumspotenzial für uns liegen, vor allem, wenn die Kritik tatsächlich berechtigt ist.Das erinnert mich an Gottes Wort. Wenn ich in der Bibel Gottes Maßstab und Urteil über mich und mein Verhalten lese, gleicht dies manchmal einem eisigen Bad. Meine Reaktion ist dann schnell Ablehnung oder Vermeidung. Allerdings bedeutet Ablehnung dieses eisigen Bades auch, die anschließende Wärme und Vitalität nicht zu erleben. Denn wer sich der kalten Dusche der Wahrheit über sich selbst durch Gottes Wort nicht stellt, der wird auch die Wärme und Freude des neuen Lebens aus Gottes Wort niemals wirklich erfahren – genauso wenig wie der, der nur an einem schönen Bergsee vorbeigeht, ohne je selbst darin zu baden.Wer aber Gottes Kritik annimmt und sein Leben danach ausrichtet, wird Gottes wärmende, vergebende Liebe und ein geistliches Wachstum erleben, das weit über jede irdische Erfahrung hinausgeht.David GrimmDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Kennen Sie noch die alten gelben Telefonhäuschen? In meiner Kindheit waren sie zahlreich an vielen Stellen in den Städten und auf dem Land vorhanden. Diese ausrangierten ehemaligen Telefonzellen tauchen nun an manchen Orten wieder auf. Diesmal aber ohne Telefon, stattdessen sind in dort Regale eingebaut, die mit Büchern gefüllt sind. Was ist der Gedanke dahinter?Viele Bücher landen durch Haushaltsauflösungen in der Altpapiertonne, denn nicht jeder macht sich die Mühe, die Bücher bei einem Antiquariat abzugeben. Hier kann man nun Bücher, die doppelt vorliegen oder nicht mehr gebraucht werden, in das Telefonhäuschen stellen. Ein anderer findet vielleicht genau das Buch, das er lange gesucht hat oder das ihn interessiert. Jeder kann sich kostenlos bedienen.Bücher enthalten und transportieren Botschaften. Die Bibel berichtet von einem Mann namens Philippus, der aufgeregt seinem Freund Nathanael erzählt, dass er einen ganz besonderen Menschen kennengelernt hat. Es ist jemand, über den er bereits in einem Buch gelesen hat, nämlich im Alten Testament, dem ersten Teil der Bibel. Er sagt begeistert: »Wir haben den gefunden, von dem Mose in dem Gesetz geschrieben hat und die Propheten, Jesus, den Sohn des Joseph, den von Nazareth« (Johannes 1,45). Philippus war sich sicher, dass Jesus der angekündigte Retter war, weil er seine Bibel gründlich gelesen hatte. Tatsächlich wurde die ganze Bibel mit dem Zweck geschrieben, Menschen zum Glauben an Jesus Christus zu bringen. Auch dieses Andachtsbuch und viele andere christliche Bücher haben dieses Ziel. Vielleicht haben Sie ja auch schon mal in einem Telefonhäuschen ein gutes christliches Buch entdeckt. Bücher können ein Wegweiser zu Jesus sein – wir müssen sie nur lesen!Martin ReitzDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Beschreibt die Bibel unsere himmlischen Belohnungen, spricht sie von Kronen. 1) Die Siegerkrone. „Alle, die an einem Wettkampf teilnehmen wollen, nehmen harte Einschränkungen auf sich. Sie tun es für einen Siegeskranz, der vergeht. Aber auf uns wartet ein Siegeskranz, der unvergänglich ist. Darum laufe ich wie einer, der das Ziel erreichen will. Darum kämpfe ich wie ein Faustkämpfer, der nicht danebenschlägt. Ich treffe mit meinen Schlägen den eigenen Körper, sodass ich ihn ganz in die Gewalt bekomme. Ich will nicht anderen predigen und selbst versagen.” (1.Kor 9,25-27 GNB). Athleten trainieren hart. Und wir üben Selbstbeherrschung, auch gegenüber banalen Dingen, die unsere Hingabe an Gott schwächen können: Manchmal schalten wir den Fernseher aus, um unsere Bibel studieren zu können; stehen morgens früher auf, um unsere täglichen Andachten zu halten; üben Selbstbeherrschung in dem, was in unseren Geist kommt. Viele aktuelle TV-Programme und Filme sehen wir nicht an, ganz zu schweigen von den Streaming-Angeboten auf Handys und Computern. Diese Inhalte verstoßen gegen biblischen Normen. Wir schützen unseren Körper vor dem exzessiven Konsum von Drogen oder Alkohol und verhindern, dass sich Unmoral in unsere Beziehungen einschleicht. Unsere Zunge halten wir unter der Kontrolle des Heiligen Geistes. Wir verlassen uns darauf, dass Gott uns in dem Vorsatz stärkt, ein diszipliniertes Leben zu führen. Die Bibel sagt: Sie tun es für einen vergänglichen Siegeskranz. Aber auf uns wartet ein Siegeskranz, der unvergänglich ist.
»Du Trampeltier!« – »Du dummes Kamel!« Kamele haben einen schlechten Ruf. Dabei sind die Tiere Überlebenskünstler mit faszinierenden Fähigkeiten. Die Beschaffenheit ihres Blutes erlaubt es Dromedaren und Trampeltieren, einen Wasserverlust bis zu einem Viertel des Körpergewichts zu ertragen, ohne Schaden zu nehmen. Für einen Menschen wären bereits zehn Prozent Wasserverlust lebensgefährlich. Ein durstiges Kamel kann in nur 15 Minuten 200 Liter Wasser trinken. Zusammen mit Nährstoffen wird das Wasser in drei Vormägen mit 800 großen Speicherzellen eingelagert. Dort gespeichert steht es bis zu vier Wochen lang zur Verfügung.Die roten Blutkörperchen der Kamele sind eine Besonderheit. Im Gegensatz zu denen anderer Säugetiere sind sie oval geformt und in der Lage, sich durch Wasseraufnahme auf etwa 250 Prozent ihres normalen Volumens auszudehnen. Eine dicke Membran verhindert, dass sie dabei platzen. Der Urin wird auf ein Fünftel des normalen Volumens verdickt, während die Fäkalien so trocken sind, dass sie sofort als Brennstoff verwendet werden können. Kamele können ihre Körpertemperatur um bis zu neun Grad verändern. Oft schwankt sie zwischen 34 Grad Celsius in der Nacht und 41 Grad in der Tageshitze. So schwitzen sie am Tag weniger und sparen ebenfalls Wasser.Wie konnte diese erstaunliche Kombination von Merkmalen entstehen? Ein Autor des Magazins factum (3/2024) kommt zu der Schlussfolgerung: »Insgesamt ... ist die Vorstellung, dass die ausgeklügelten Konstruktionsmerkmale alle durch die Auswahl zufälliger Mutationen entstanden sein können, wissenschaftlich nicht glaubwürdig.« Viel näherliegender ist, dass ein genialer Schöpfer dahintersteht, der sich uns nicht nur in seiner Schöpfung, sondern auch in der Bibel offenbart.Gerrit AlbertsDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Heute möchte ich mich an Leserinnen und Leser wenden, die es ernst meinen mit der Religion und die gern irgendwie mit Gott ins Reine kommen wollen. Die gängigen Methoden hierbei sind folgende: Ich versuche, nach Gottes Spielregeln zu leben. Z. B. nehme ich die Zehn Gebote und versuche, diese umzusetzen: Gott lieben, den Nächsten wie mich selbst, nicht neidisch sein, usw. Für die Ehrlichen unter uns: Das gelingt nicht. Schnell erkennt man trotz aller guten Vorsätze: Gottes Regeln, das Gesetz, macht keinen guten Menschen. Das ist dem Gesetz unmöglich. Sackgasse! Aber Moment: Hat man sich denn auch schon wirklich richtig angestrengt? Seinen Körper kasteit, gefastet, meditiert, fokussiert, alles drangesetzt? Mit meinem ganzen Wesen, meinem Fleisch an die Sache herangegangen? Die Erfahrung auf diesem Weg ist: Das Fleisch ist kraftlos! Mit meinem Wollen und Können ist es ebenfalls auf Dauer nicht weit her.Was bei einem Menschen, der es mit Gott ernst meint, nun leicht folgt, sind Frustration und vielleicht sogar Verzweiflung: Ich elender Mensch! Ich komme nicht weiter. In diese Situation spricht der Tagesvers: Was dem Gesetz unmöglich ist, weil wir Menschen kraftlos sind, d. h. nicht in der Lage, Gottes Willen zu erfüllen, was wir nicht können, tat Gott! Das nennt man eine frohe Botschaft.Wer sich mit dem Römerbrief beschäftigt, begreift, dass Gott das aufgezeigte Dilemma kennt – und handelt. Er beauftragt seinen Sohn Jesus. Der wird Mensch und tut das, was wir Menschen nicht können: Ein Leben nach dem Willen Gottes zu leben, das Gesetz Gottes stets zu befolgen. Damit ist das Gesetz erfüllt. Wer nun seine eigenen erfolglosen Bemühungen aufgibt und an diesen Jesus glaubt, der hat Frieden mit Gott.Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Die Lebenserwartung der Menschen in den Industrieländern hat sich im vergangenen Jahrhundert fast verdoppelt, und wir bleiben länger gesund und fit als es Gleichaltrige vor Jahrzehnten noch waren. Längst hat sich unser Lebensgefühl von unserem tatsächlichen Lebensalter gelöst.Doch nur mehr Gesundheit und Fitness im Alter war gestern, heute wollen wir mehr: wir wollen ewig jung bleiben. Die Alternsforschung untersucht bereits, wie unsere Lebensuhr in den Rückwärtsgang versetzt werden kann. Der US-Millionär Bryan Johnson treibt diese Philosophie auf die Spitze, indem er seine biologische Uhr um jeden Preis zurückdrehen will. Bevor er sich für einen Lebensstil der radikalen Selbstoptimierung entschied, habe er durch sein selbstzerstörerisches Verhalten den Verfall seines Körpers beschleunigt. Jetzt aber will er mit allen Mitteln die natürlichen Alterungsprozesse verlangsamen. Doch Johnson ignoriert, dass, selbst wenn es ihm gelänge, mit 70 Jahren noch wie ein 50-Jähriger auszusehen, er am Ende trotzdem sterben muss.Jesus Christus sprach oft vom »ewigen Leben«. Damit meinte er aber nicht die ewige Jugend im Diesseits, sondern ein neues, geistliches Leben. Bei der Umkehr zu Gott geht es nicht darum, sich durch gesundheitsförderndes Verhalten selbst zu vervollkommnen, sondern es geht um eine Neugeburt, die Gott bewirkt. Das neue Leben, das Gott schenkt, behält man über den Tod hinaus. Freilich wird unser Körper trotzdem altern und am Ende sterben. Doch diesem Prozess kann man gelassen entgegensehen, denn mit dem Abschied aus dem Diesseits geht ein Gläubiger hinüber zu seinem Herrn, der ihm einen neuen, unvergänglichen Körper schenkt. Ist das nicht eine viel bessere Aussicht als jede kurzfristige Verjüngungskur?Daniela BernhardDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Bevor Abraham »den Gott der Herrlichkeit« (Apostelgeschichte 7,2) gesehen hatte, hätte er es, wie alle seine Bekannten, für völlig unsinnig gehalten, als Viehzüchter die saftigen Weiden des Zweistromlandes, wo die Familie seines Vaters lebte, zu verlassen. Doch nachdem Gott ihn gerufen hatte, war Abraham Gott gehorsam. Er packte alles, was er hatte, zusammen und zog los. Hätte ihn jemand gefragt, wohin er denn reise, so hätte er antworten müssen, er wisse es nicht.Schritte im Vertrauen erscheinen manchmal wie eine Torheit oder wie ein »Sprung ins Ungewisse«, während sie dem Glaubenden jedoch als die einzig denkbare Option vorkommen. Sie können allerdings nur unter der Voraussetzung gelebt werden, dass die Entscheidung im Vertrauen auf Gott getroffen wurde und man sich von Gott getragen weiß. Deshalb garantierte dieser erste Schritt im Glauben nicht, dass Abraham auch weiter so handelte. Denn sobald er Gottes Hand, an der er sich festhielt, losließ, wurden die Umstände so übermächtig, dass er zu Tricks greifen musste, die sogar die Ungläubigen für unwürdig hielten. Aber Abraham durfte immer wieder zu Gott zurückfinden und uns dadurch zeigen, was es bedeutet, an eine Zukunft im Himmel zu glauben (Hebräer 11,9-10), die Gott für den Glaubenden bereithält. Dann kann man nämlich auf unmittelbare und sogar berechtigte Vorteile verzichten und Frieden bewahren, wo es sonst hässlichen Streit gegeben hätte.Sogar als Gott Abraham verhieß, er werde als Hundertjähriger endlich Vater werden, glaubte er es, und Gott rechnete es ihm zur Gerechtigkeit. So ist Abraham für unzählige Generationen nach ihm zu einem großen Vorbild für echten und nachhaltigen Glauben geworden. Folgen doch auch wir seinem Beispiel!Hermann GrabeDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Mit diesen drastischen Worten beschreibt der wichtigste Kronzeuge im Cum-Ex-Prozess die Logik, mit der ein Netzwerk von Hunderten Akteuren aus der Finanzindustrie im In- und Ausland den bisher größten Steuerskandal der Bundesrepublik verursachte. Die Schadensumme, die dem deutschen Fiskus entgangen ist, beläuft sich auf mindestens 12 Milliarden Euro. Man machte sich eine Gesetzeslücke zunutze, die dieses »Geschäftsmodell« nicht explizit verbietet. Dabei versteht bereits ein Grundschüler, dass es nicht rechtens sein kann, sich Steuern erstatten zu lassen, die man nie bezahlt hat. Selbst nach Schließen dieser Gesetzeslücke im Jahr 2012, ging das »Geschäft« munter weiter, da die kriminelle Energie der Profiteure zu kreativen, immer komplexeren und somit kaum noch nachvollziehbaren Transaktionen geführt haben, sodass eine effektive Strafverfolgung kaum mehr möglich war. Dennoch war der erste Prozess am 4. August 2019 beim Landgericht Bonn ein wichtiger Meilenstein, der die Unrechtmäßigkeit der Cum-Ex-Geschäfte aufarbeitete.König Salomo zeigt in unserem Eingangsvers auf, dass die Geldgier seit jeher eine Eigendynamik auslöst, sodass der Betroffene oft nicht mehr aus dem Strudel des »Immer-noch-mehr-besitzen-Wollens« aussteigen kann. So lehrt auch Jesus Christus in der Bergpredigt: »Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon« (Matthäus 6,24). Das Wort Mammon kommt aus dem Aramäischen (der Muttersprache Jesu) und bedeutet »Besitz« oder »Vermögen«. Wegen des Suchtfaktors, den Vermögen auslösen kann, hat Jesus den Mammon als einen Gegenspieler Gottes personifiziert. Leider hindert der Mammon bis zum heutigen Tag viele Menschen daran, zu Gott umzukehren und ihm allein zu dienen.Bernhard CzechDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Die Familie freute sich auf den Urlaub auf Mallorca. Dumm war nur, dass das Packen so lange dauerte. Irgendwann realisierte der Vater, dass sie es nicht mehr rechtzeitig zum Flughafen schaffen würden. Panisch geworden, griff er zu einem ungewöhnlichen Mittel: Er rief die Fluggesellschaft an und gab eine Bombenwarnung für seine Maschine ab. Tatsächlich konnte der Flug so erst Stunden später starten – allerdings ohne die Familie, denn der Vater war bereits festgenommen worden, weil die Polizei den anonymen Anruf sofort zurückverfolgt hatte.Als ich diese Geschichte im Internet las, musste ich schmunzeln. Wie verrückt muss man sein, um auf so eine Idee zu kommen! Andererseits hatte ich etwas Mitleid mit dem gestressten Familienvater, denn turbulente Aufbruchsituationen kennen wir bei uns zu Hause ebenfalls. Und auch in meinem Leben suche ich manchmal, wenn der Druck steigt, eine schnelle Problemlösung, ohne an die langfristigen Folgen zu denken. Hauptsache sofortige Erleichterung! So beginnt übrigens jede Sucht.Der Glaube an Gott ist etwas ganz anderes. Hier geht es nicht um schnelle Lösungen, die hinterher einen neuen Berg von Problemen mit sich bringen. Gott lockt uns nicht mit einfachen Auswegen, die nachher in neuen Abhängigkeiten münden. Sein Wort redet vielmehr Klartext und mutet uns die unbequeme Wahrheit zu, dass wir Sünder und ohne seine Hilfe verloren sind. Gottes Lösung verlangt, dass wir ihm unsere Schuld bekennen und dann mit seiner Hilfe unser Leben Stück für Stück in Ordnung bringen! Das ist nicht immer leicht und tut auch manchmal weh, führt aber letztlich zum Ziel. Eigene Abkürzungen und verzweifelte Selbsthilfeversuche hingegen machen alles nur noch schlimmer.Elisabeth WeiseDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Blues ist weit mehr als ein Musikgenre. Er beschreibt eine Lebenseinstellung, manchmal sogar eine religiöse Praxis. Dann drückt Blues eine Sehnsucht aus, wie das gute Leben sein könnte. Bluesmusik könne helfen, aus dem Blues heraus zu kommen – davon ist Rufus Burnett überzeugt. Der US-amerikanische Theologe ist im Bundesstaat Mississippi aufgewachsen und lehrt heute an der Fordham Universität in New York. Für ihn ist Blues eine religiöse Praxis, in der das Göttliche präsent sein kann. Das ist auch für den Zürcher Reto Nägelin so. Der selbsternannte Bluesdiakon gestaltet regelmässig Bluesgottesdienste, in denen es nicht bloss um Andachten mit Bluesmusik geht, sondern darum, dass der Blues Wort und Klang bekommt. Die Sommerserie «Gott und Pop» läuft vom 13. Juli bis 17. August 2025 auf Radio SRF 2 Kultur, sonntagmorgens 08:30 Uhr, und online als Podcast srf.ch/perspektiven. Diese «Perspektiven»-Sendung wurde im April 2020 erstmals ausgestrahlt. Autorin: Léa Burger
Es war meine erste Flugreise nach Übersee. Zunächst nach Kanada zu meinem Vater und von dort in die USA zu meinen in Mississippi lebenden Geschwistern. Eine weite Reise, und es war spannend. Ich war aufgeregt, wie selten in meinem Leben. Ein Jahr vorher wusste ich von meinen Geschwistern so gut wie gar nichts. Es sind Kinder meiner Mutter. Mutter habe ich mit 16 Jahren das erste und das letzte Mal gesehen. Wie sie nach Amerika kam, ist eine andere Geschichte. Es war schon ein komisches Gefühl und ziemlich aufregend, nun endlich meine Geschwister zu sehen.Ich kannte meine Geschwister nur von Briefen, die wir uns im vergangenen Jahr geschrieben haben. Von einem meiner Brüder wusste ich, dass er an Jesus Christus glaubt. Es war mir ein großes Anliegen, auch den anderen Geschwistern von meinem Glauben an Jesus zu erzählen. Dem Sohn Gottes hatte ich als junger Mensch mein Leben anvertraut, ihn in mein Leben aufgenommen. Mein größter Wunsch war es nun, dass auch meine Familie in den USA zum Glauben an den Herrn Jesus findet. Liebevoll wurde ich von ihnen empfangen. Es war schön, sie kennenzulernen, mit ihnen Gemeinschaft zu haben. Wir haben geredet, sind zum Gottesdienst gegangen. Eine meiner Schwestern konnte es nicht fassen. »Wieso liebt Gott gerade mich? Ich liebe Drogen, Alkohol und RockʼnʼRoll, da kann Gott mich doch nicht lieben!«, meinte sie. Ich sagte ihr, dass ich sie liebe und meine Liebe lange nicht so groß sei wie die Liebe Gottes.Gott hat seinen eigenen Sohn für uns auf diese Erde gesandt. Jesus ist für meine Sünden ans Kreuz gegangen und hat für meine Schuld vor Gott bezahlt. Diese unfassbar große Liebe Gottes gilt für jeden Menschen, auch für meine Geschwister – und auch für Sie!Joschi FrühstückDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Nach der Evolutionslehre ist die geschlechtliche Vermehrung eine »Erfindung« der Evolution. Die Bibel hingegen sagt, dass es Gottes Erfindung ist (siehe Tagesvers). Welche Idee passt zur beobachteten Wirklichkeit?Die sexuelle Fortpflanzung kann nicht durch einen Evolutionsprozess beginnen. Sie wäre doch nur möglich, wenn beide Geschlechter gleichzeitig über fertige voll funktionsfähige Organe verfügten. Bei der Evolution gibt es aber definitionsgemäß keine lenkenden, zielorientiert planenden Strategien. Wie sollte eine Entwicklung der dazu notwendigen Organe über Tausende von Generationen geschehen, wenn die Lebewesen sich gar nicht ohne diese Organe vermehren können? Wenn aber die langsame Entwicklung auszuschließen ist, wie könnten dann so unterschiedliche und zudem komplexe Organe, die bis in die letzten Details aufeinander abgestimmt sein müssen, plötzlich auftreten? Außerdem müssten sie noch ortsgleich verfügbar sein.Bei der großen Anzahl unterschiedlicher Lebewesen, die sich geschlechtlich vermehren (z. B. Tausende von Insekten- und Säugetierarten), ist auch eine entsprechende Vielfalt unterschiedlich strukturierter Geschlechtsorgane erforderlich, die hierfür sehr spezifische Erbinformationen benötigen. Selbst wenn wir annähmen, die geschlechtliche Vermehrung sei ein einziges Mal durch Zufall geschehen, dann würde bei der Durchmischung des Erbguts keine prinzipiell neue Information entstehen, die für andere Arten verwendbar wäre. Demzufolge müsste die Sexualität entsprechend oft immer wieder neu durch Zufall »erfunden« werden. Das aber ist unmöglich!Werner GittDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Ist der Mensch heute noch genauso wie vor Tausenden Jahren? Haben wir uns weiterentwickelt? Sind wir gebildeter oder intelligenter geworden? Oder gibt es tatsächlich »nichts Neues unter der Sonne«, wie der Tagesvers, der vor rund 3000 Jahren niedergeschrieben wurde, uns sagt?Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die behaupten, dass der durchschnittliche Bürger Athens um 1000 v. Chr. heute zu den klügsten Köpfen der Gegenwart gehören würde. Andererseits gibt es Untersuchungen, die belegen, dass sich der Wortschatz und die Anzahl der täglich benutzten Wörter in den letzten 100 Jahren deutlich erhöht hat. Gibt es nun einen Fortschritt oder nicht?Die Bücher des Neuen Testaments sind etwa 2000 Jahre alt, die des Alten Testaments noch deutlich älter. Wie sich die Schreiber damals ausgedrückt haben, ist wohl unnachahmlich und zeugt von großer Schreibkunst. Das alttestamentliche Buch »Hiob«, das vielleicht älteste Buch der Bibel, wird auch außerhalb christlicher Kreise als literarisches Meisterwerk angesehen; die »Hiobsbotschaft« ist sogar sprichwörtlich geworden. Der neutestamentliche 1. Brief des Apostel Paulus an die Korinther verfügt über 437 Verse und ca. 9000 Wörter und nimmt etwa 13 DIN-A4-Seiten auf dem PC ein. Wer von uns hat jemals einen so langen Brief oder eine so lange E-Mail geschrieben?Lesen wir von den Problemen der Menschen damals, von ihren Anfechtungen und Schwierigkeiten im Umgang miteinander, so fühlen wir uns sofort in unsere heutige Zeit versetzt. Die Bibel zeichnet ein Spiegelbild der Gesellschaft von damals, das heute immer noch topaktuell ist! Denn der Mensch hat sich in seinem Wesen kaum verändert. Was seinen Kern betrifft, gibt es tatsächlich »nichts Neues unter der Sonne«.Axel SchneiderDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Ich war als Kind etwas kräftiger als die anderen Kinder, weshalb ich schon im Kindergarten gemobbt wurde. Schließlich mochte ich gar nicht mehr hingehen, weil ich keine Freundinnen hatte. Stattdessen wartete ich sehnsüchtig auf die Einschulung. Am Anfang war es schön, in einer neuen Umgebung zu sein und mit Kindern zu spielen, die mich wegen meines Dickseins nicht mobbten. Jedoch stellte sich sehr bald heraus, dass Kinder immer einen Grund finden können, jemanden zu schikanieren! Da mir das Lernen Spaß machte, bekam ich viele gute Noten. Das war anderen ein Dorn im Auge, und das Mobbing begann von Neuem. Ich musste oft hören, dass ich eine Streberin sei, meine Schultasche wurde auf die Straße geleert, und jeden Tag wurde ich beschimpft.Da hätte ich dringend einen guten Freund gebraucht, aber es gab keinen. Deshalb »bastelte« ich mir einen fiktiven Freund, der immer für mich da war, der mir nie weh tat und mich immer liebte. Ich redete mit ihm, er hörte mir zu, verstand mich und sagte mir keine verletzenden Worte. Ich war die Einzige, die von der Existenz dieses Freundes wusste.Seit ich erwachsen bin, habe ich einen ebenso unsichtbaren Freund, und das ist Jesus Christus. Aber es gibt doch zwei wichtige Unterschiede zu meinem »Freund« von früher. Zum einen ist Jesus real und kein Fantasiegebilde. Ich kann ihn zwar nicht sehen, aber ich erlebe ihn und lerne ihn durch die Bibel immer besser kennen. Ein zweiter Unterschied: Dieser Freund ist nicht nur für mich da, sondern alle Menschen können ihn kennenlernen. Wenn man ihn sucht, lässt er sich finden, denn er möchte in einer Beziehung mit uns leben. Er ist ein echter Freund, der bedingungslos liebt. Das hat er bewiesen, indem er sein eigenes Leben gab, um uns Menschen zu retten.Beatrix WeißbacherDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
In früheren Zeiten war es eine durchaus übliche Bestrafung für Seemänner, die sich eines Vergehens schuldig gemacht hatten, dass man sie ohne Kompass und Karte auf einer einsamen Insel aussetzte. Das kam natürlich meist einem Todesurteil gleich. Für den Weg nach Hause – vorausgesetzt, dass ein Boot zur Verfügung stand – hatten sie ja nur noch die Sonne und die Sterne als Orientierungshilfe.Solche Bestrafungsrituale sind natürlich längst Vergangenheit. Aber das Leben kann uns auch heute in Situationen führen, in denen es im übertragenen Sinne ums Überleben geht. Situationen, in denen wir absolutes Neuland betreten und in denen uns weder die Kompass- noch die Landkarten-App unseres Handys weiterhelfen können. Da ist plötzlich die niederschmetternde Diagnose, die bei einem ärztlichen Routine-Check herauskommt. Da ist der Tod einer nahestehenden Person. Oder schlicht der Verlust eines als sicher geglaubten Arbeitsplatzes. In solchen Momenten kann man sich orientierungs- und hilflos fühlen, so als wäre man gerade ohne Kompass oder Ähnliches im Dschungel oder eben auf einer einsamen Insel ausgesetzt worden.Dem Schreiber unseres Tagesverses waren solche Krisen wohl ebenfalls vertraut. Doch er wusste jemanden an seiner Seite, der selbst im Schlimmsten bei ihm blieb und ihm Trost schenkte. Der ihm Kraft gab durchzuhalten, bis wieder Licht am Horizont schien. Es war kein Geringerer als der allmächtige Gott, der seine Kinder in dieser Welt und somit auch in all den hier begegnenden Problemen niemals alleinlässt. Wenn wir den guten Hirten an unserer Seite wissen, dann bekommen wir Kraft für jeden einzelnen Tag und die Orientierung, die wir brauchen. Das kann auch heute noch jeder erleben, der sich zu Gott wendet und sich ihm anvertraut.Stefan NietzkeDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Einer der beiden Hausmeister unserer Schule ging in Rente. Ich traf ihn an seinem letzten Arbeitstag, einem Montag, und sah Wehmut in seinen Augen. »Tja«, meinte er, »das ist schon ein komisches Gefühl, wenn gleich Feierabend ist, und dann ist schon die ganze Woche rum.«Der Ruhestand ist der letzte Lebensabschnitt. Vielen Menschen erscheint es wohl wie eine Nebelwand in ihrem Leben, die vor ihnen liegt, und irgendwo darin befindet sich ein Endpunkt, das Lebensende. Die Frage ist: Was kommt dann? Das ewige Leben oder gar nichts, oder was sonst? Solange wir noch im Berufsleben stehen und sehr beschäftigt sind, ist es vielleicht möglich, dieser Frage auszuweichen. Doch im Ruhestand gibt es weniger Ablenkung, dafür aber zunehmend körperliche Beschwerden, Krankheiten und Schmerzen. Da hält man schon eher inne mit dem vielleicht bangen Blick auf das, was noch kommt. Gott spricht zu jedem Menschen vernehmbar mindestens dreimal (Hiob 33,14.29-30). Vielleicht hat Gott bereits zu Ihnen bereits gesprochen und wird es vielleicht noch einmal tun. Es wäre fatal, wenn man darauf nicht eingeht und mit ihm klärt, was zu klären ist, bevor das Leben zu Ende geht.Auf die Menschen, die zu Jesus Christus gehören, wartet nach der Bibel am Ende ihres Lebens kein endgültiges Ende, sondern sie gelangen ins Paradies zu ihrem Herrn Jesus Christus (Philipper 1,23). Auf die Menschen, die nicht zu Jesus Christus gehören, weil sie es nicht wollten, wartet am Ende ihres Lebens etwas Schlimmes. Sie kommen an einen Ort der Qual (Lukas 16,28), wo sie auf das Gericht am Ende der Zeit warten. Dort werden sie von Gott nach ihren Taten gerichtet und ins ewige Feuer geworfen werden (Offenbarung 20,12-15).Thomas MüllerDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Ein Familienurlaub führte uns nach Kreta. Wir beschlossen, die Samariaschlucht zu durchwandern, ein anstrengendes, aber lohnenswertes Naturerlebnis. Rechts und links der Schlucht ragen die Felswände bis zu 600 m hoch. An besonders engen Stellen besteht die Gefahr, dass von oben Gesteinsbrocken herunterfallen. Davor warnen an diesen exponierten Punkten der rund 17 km langen Schlucht Schilder: Mit den Worten »Great Danger – Walk Quickly«, also »Große Gefahr – geh schnell«, sollen die zahlreichen Besucher auf das bestehende Risiko hingewiesen werden. Ob der Rat, möglichst zügig zu gehen, ein wirksamer Schutz gegen den drohenden Steinschlag ist, sei dahingestellt. Aber die Verantwortlichen für diese Schlucht werden dadurch jedenfalls ihrer Verantwortung gerecht, die Wanderer zu warnen, damit diese sich durch ihr Verhalten auf diese Gefahr einstellen können. Keiner der Besucher kann später sagen: Das habe ich nicht gewusst. Hättet Ihr mich mal gewarnt.Ein wenig wie in jener Schlucht ist es mit diesem Kalender: Jeder Artikel ist wie ein kleines Schild auf dem Lebensweg. Es weist den Leser Tag für Tag, Jahr um Jahr, darauf hin, dass ein Leben ohne Gott »Great Danger«, also große Gefahr bedeutet. Wenn man sich nicht auf diese Gefahr einstellt und reagiert, endet das Leben in einer ewigen Katastrophe. Hier hilft es auch nicht, einfach das Lebenstempo zu beschleunigen. Denn das Leben führt – ob langsam oder schnell gelebt – in jedem Fall zum Tod. Bis dahin muss das Verhältnis mit Gott geklärt sein, man muss umkehren und mit ihm Frieden machen. Das geht, weil Jesus diesen Notausgang für uns eröffnet hat. Keiner soll sagen können: Das habe ich nicht gewusst. Hättet Ihr mich mal gewarnt!Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
In einer Legende wird von einem Landwirt erzählt, der eines Abends mit seinen zehn Eseln vom Feld kam. Er band neun seiner Esel an Pflöcken vor dem Hof fest, aber das zehnte Seil hatte er verloren. Da kam ein Rabbi vorbei. Der Landwirt fragte ihn, was er denn tun solle, damit der Esel nicht wegläuft. »Du musst nur die gleiche Bewegung machen, als ob du den Esel festbindest – das ist alles.« Der Landwirt tat, wie ihm geraten wurde. Als der nächste Tag anbrach, stand der Esel noch brav im Hof. Freudig machte der Bauer die anderen neun Esel los und wollte wieder aufs Feld. Der zehnte Esel aber weigerte sich mitzugehen. Alles Ziehen und Schimpfen half nicht. Der Landwirt suchte den Rabbi auf und bat ihn um Rat. Dieser fragte ihn: »Hast du den Esel wieder losgebunden?« – »Er ist doch gar nicht festgebunden!« – »Das weißt du, aber der Esel weiß es nicht. Er denkt, dass er immer noch festgebunden ist«, sagte der Rabbi lächelnd. Daraufhin tat der Landwirt so, als ob er das Seil lösen würde. Kaum hatte er das getan, da lief der Esel brav mit auf das Feld.Für mich hat diese Geschichte einen gewissen Charme, denn sie zeigt, wie viel Weisheit und Geduld im Umgang mit Tieren wie auch mit Menschen oft nötig sind. Im Tagesvers geht es darum, dass uns Gott zeigen möchte, welcher Weg gut für uns ist. Dagegen steht, dass der Mensch sich dann oft wie ein störrischer Esel gebärdet und sich sträubt, statt willig zu folgen. Ja, oft geht es sogar noch weiter. Mancher lebt lieber in völliger Abkehr von Gott, ohne zu beachten, dass er sich damit seiner Güte und Gnade beraubt. Doch Gott hat durch Jesus Christus gezeigt, dass er in Liebe jedem nachgeht und sein Angebot aufrechterhält. Nur muss der Mensch es auch annehmen.Stefan TaubeDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Diese Frage, die auf den ersten Blick wie eine theologische Spitzfindigkeit aussieht, ist jedoch von grundlegender Bedeutung für den Glauben der Christen durch alle Jahrhunderte bis heute. Am 25. Juli 324, also heute vor 1700 Jahren, endete das erste Konzil von Nicäa (nahe dem heutigen Istanbul) mit über 200 teilnehmenden Bischöfen und deren Entourage. Hauptthema war die Eingangsfrage von oben. Ähnlich einer heute üblichen Abschlussresolution bei großen Konferenzen gab es als Ergebnis die Lehrentscheidung, in der die Wesensgleichheit Jesu mit Gott dem Vater und dem Heiligen Geist in Übereinstimmung mit dem Zeugnis der Bibel festgeschrieben wurde. Notwendig wurde dieses Konzil, weil u. a. Arius von Alexandria mit seiner platonischen Vorstellung des Monotheismus Jesus Christus nur die »Rolle des vornehmsten aller Geschöpfe« zuwies. Die Verbreitung dieser Vorstellung drohte die frühe Christenheit zu spalten. Kaiser Konstantin I. war, nach dem Sieg gegen den oströmischen Kaiser Licinius ein Jahr zuvor, Herrscher über das gesamte römische Imperium geworden. In dieser Rolle sah er sich von Gott berufen, die Einheit der Lehre durch die Einberufung dieses Konzils wiederherzustellen.Warum ist die Göttlichkeit Jesu Christi so entscheidend? Nur der heilige, sündlose Gott in realer Menschengestalt war in der Lage, dieses einmalige, ewig gültige, stellvertretende Opfer am Kreuz vor den Toren Jerusalems zu vollbringen. Ein Mensch, so vorbildlich er auch sein mochte, reichte dafür genauso wenig aus wie die täglichen Tieropfer im Alten Testament. Nur Gott selbst in seinem Sohn konnte ein vollkommenes Opfer stellen, das wirklich Sünde sühnen konnte. Und durch den persönlichen Glauben an seinen Sohn bietet Gott nun jedem Menschen aus allen Völkern und Jahrhunderten diese Erlösung an.Bernhard CzechDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Große Ameisen, die viel Nahrung sammeln, gibt es vor allem im Morgenland. Unser einheimisches Beispiel für Fleiß wären wohl die Bienen. Sie nutzen ihre kurze Lebenszeit, um für ihr Volk das Überleben zu sichern. Für die Erzeugung von 1 kg Honig müsste eine einzelne Biene etwa 100 000 km fliegen und 150 Millionen Blüten besuchen. Zum Glück gehören zu einem gesunden Volk jedoch zwischen dreißig- und hunderttausend Tierchen.Von den Bienen können wir lernen, die Hauptzeit des Blühens intensiv zu nutzen. Wie schade ist es, wenn wir unseren Frühling, also die Jugend, vertändeln und verspielen oder unseren aufnahmefähigen Verstand nicht sinnvoll befüllen! Falls Sie sich in diesem Alter befinden, möchte ich Sie ermutigen, sich darüber einmal Gedanken zu machen.Wenn wir schon im Sommer unseres Lebens angekommen sind, haben wir die Verantwortung für unsere Kinder. Verantwortungsvolle Eltern werden ihren Kindern so früh wie möglich mancherlei Anreize zum Lernen bieten, ohne dass es in einer Dressur ausartet. Am meisten helfen wir unseren Kindern, wenn wir sie durch Lieder, Kinderbibeln und Co. mit Gottes Gedanken vertraut machen. Diese Dinge können ihnen ein Leben lang Sinn und Hoffnung geben. Denn schließlich haben wir als Eltern auch die Verantwortung, die Maßstäbe für verantwortungsbewusstes Handeln zu setzen und vorzuleben.Und auch im Herbst des Lebens können wir von der Biene lernen, die bis zu ihrem letzten Lebenstag fleißig bleibt. Im Älterwerden ist es gut, wenn man gelernt hat, dass unser Leben auf dieser Welt nicht die gesamte Realität darstellt, sondern dass es für jeden, der an Jesus Christus als seinen Retter glaubt, ein Vaterhaus im Himmel gibt. Wäre es da nicht schlimm, einmal ohne diese Hoffnung sterben zu müssen?Hermann GrabeDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Friedrich von Bodelschwingh (1831–1910) wurde einmal in einer Abstimmung mit großem Vorsprung zum bedeutendsten Bielefelder gewählt – noch vor dem Industriellen Dr. Oetker. Die von ihm gegründeten von Bodelschwinghschen Stiftungen sind mit mehr als 20 000 Beschäftigten das größte Sozialunternehmen Europas.Von Bodelschwingh stammte aus einem westfälischen Adelsgeschlecht mit Verbindungen zum deutschen Kaiserhaus. Friedrich machte zunächst eine Ausbildung als Landwirt und wurde danach evangelischer Pfarrer. 1869 verloren seine Frau Ida und er innerhalb von zwölf Tagen ihre vier Kinder im Alter zwischen ein und sechs Jahren. Alle starben an Diphtherie. Tief erschüttert von diesem Schicksalsschlag schrieb von Bodelschwingh seine Empfindungen unter dem Titel »Vom Leben und Sterben vier seliger Kinder« nieder. Sein Trost war, über dieses Leben hinauszublicken. Sein ältester Sohn Ernst z. B. betete in seinen letzten Tagen immer wieder einen von Zinzendorf gedichteten Vers: »Christi Blut und Gerechtigkeit, / das ist mein Schmuck und Ehrenkleid. / Damit will ich vor Gott bestehn, / wenn ich zum Himmel werd eingehn.« Dennoch saß der Schmerz tief. »Damals«, so schrieb von Bodelschwingh, »merkte ich erst, wie hart Gott gegen Menschen sein kann, und darüber bin ich barmherzig geworden.« Wenige Jahre später, 1872, wurde er Leiter einer Einrichtung für an Epilepsie Erkrankte. Unter seinem Einsatz wurde daraus das weltbekannte Bethel, eine Zuflucht für Tausende von Kranken, Behinderten und Obdachlosen.Das Leben von Bodelschwingh ist eine Veranschaulichung der Tatsache, dass harte Schicksalsschläge uns Gott gegenüber nicht bitter machen müssen, sondern unserer Gottesbeziehung eine neue Tiefe und Dimension geben können.Gerrit AlbertsDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Gute, wissenschaftliche Studien können eine enorme Hilfe für unsere christliche Jugendarbeit sein. Aber für die meisten Jugendleiter gibt es wenig gute Berührungspunkte mit ihnen. Um da Abhilfe zu schaffen gibt es Youth Inside, eine Initiative christlicher Organisationen, die in ihrem Team in den letzten Jahren etliche relevante Studien für die Kinder- und Jugendarbeit so aufgearbeitet und zusammengefasst hat, dass sie für ehrenamtliche Jugendmitarbeiter problemlos zugänglich sind. Und dabei ist ganz schön was zusammengekommen. Oli ist selbst Teil des Gründungsteams von Youth Inside und unterhält sich in dieser Folge mit Matthias Rhode, Jugenddiakon, Projektkoordinator bei OneHope Deutschland und ebenfalls Teil des Youth Inside Teams. Die beiden reden darüber: Welche übergeordneten Beobachtungen sich aus den Studien ergeben haben, was das z.B. für unseren Umgang mit Elternarbeit und digitalen Medien bedeutet, und warum die aktuelle Jugendgeneration eine enorme Chance hat, mit dem Evangelium erreicht zu werden. Shownotes: Wenn du einen Bezug zur christlichen Jugendarbeit hast, dann ist jetzt wahrscheinlich ein guter Moment, um selbst mal bei Youth Inside vorbeizuschauen. Alle Studienzusammenfassungen und Hintergrundinfos findest du unter: https://restauratio.org/youthinside/ Die Koordinatorin von Youth Inside, Judith Hildebrandt, war übrigens selbst schon im STEPS Leaders Podcast. Die Folge mit ihr vom Juli 2022 findest du unter dem Titel “Wie lesen Jugendliche heute die Bibel?”. Und wenn du bis zur nächsten Folge des STEPS Leaders Podcast mehr Inhalte rund um Glauben und Leiterschaft suchst, findest du auf www.steps-leaders.de jede Woche Blogbeiträge und Artikel sowie Materialvorlagen und Andachten für die christliche Jugendarbeit. Dort findest du auch unseren monatlichen Newsletter, der dich immer kompakt mit den wichtigsten Infos und Artikeln von STEPS Leaders versorgt.
Bei einem Einkauf in einem Lebensmittelmarkt wurden wir unangenehm überrascht. Nachdem wir eine größere Menge Fleisch für eine Geburtstagsfeier vorbestellt hatten, schlenderten wir durch das Geschäft. Dabei erblickten wir ein äußerst günstiges Angebot für ein Marken-Waschmittel. Auf dem Preisschild wurde es für 19,99 Euro angeboten. Also rein damit in den Einkaufswagen. An der Kasse kam die Ernüchterung. Auf der Rechnung wurden 24,99 Euro ausgewiesen. Wir reklamierten. Die Filialleiterin berief sich auf ein kleingedrucktes Datum auf dem Preisschild und behauptete, dass die Aktion bereits abgelaufen sei und wir kein Anrecht auf den Aktionspreis mehr hätten. Ja, man muss eben in der heutigen Zeit immer mehr darauf bedacht sein, auch das Kleingedruckte zu lesen.Ich bin sehr froh, dass es mit den geschriebenen und gedruckten Ziffern und Worten der Heiligen Schrift, der Bibel, anders ist. In ihr gibt es kein »Kleingedrucktes«. Alle Worte Gottes sind offen aufgedeckt. Gott verschweigt nichts. Er ändert auch im Nachhinein nichts. Es ist so, und es wird so sein, wie er gesagt und versprochen hat. Sein Wort ist absolute Wahrheit und daher zuverlässig.Wenn jemand sagt: »Das darf man heute nicht mehr so annehmen, wie es geschrieben steht; heute muss man das anders verstehen; das gilt für die Zeit und für die Menschen von damals, aber nicht mehr für uns«, dann ist das falsch. Denn Gott ändert seine Meinung nicht. Er selbst verändert sich nicht. Bei Gott werden wir keine Überraschung erleben, dass sein Angebot nicht mehr gilt. Allerdings können wir durchaus den Zeitpunkt verpassen, es rechtzeitig zu nutzen. Es ist wichtig, dass wir ihm unser Herz öffnen, wenn wir in der Bibel seine Worte lesen. Er will uns den Weg zu ihm zeigen.Sebastian WeißbacherDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Hitze. Lachende Kinder. Badespaß im Pool. In vielen Gärten sind in den letzten Jahren größere und kleinere Wasserbecken eingezogen, um an heißen Tagen eine erholsame Abkühlung zu ermöglichen. Gerade bei größeren Poolanlagen ist es notwendig, dass mithilfe unterschiedlicher Mittel eine Reinigung stattfindet. So bleibt der Badespaß noch lange bestehen, ohne dass das Wasser »kippt«. Die Mühe, die wir in den Pool und das dort enthaltene Wasser stecken, ist teilweise enorm. Wie schön wäre es, wenn wir diesen Einsatz auch in unserem Leben aufbringen würden!Die Bibel sagt uns sehr deutlich, dass unser Herz »überaus bösartig und trügerisch ist« (Jeremia 17,9), und gleichzeitig heißt es, dass wir es bewahren sollen, denn »von ihm geht das Leben aus« (Sprüche 4,23). Kein Mensch ist davon ausgenommen, dass sein Herz böse ist und dies in seinem Leben sichtbar wird (z. B. durch Lügen oder schlechte Nachrede). Die Bibel nennt das Sünde. Gibt es auch ein Reinigungsmittel für unser Herz? Ja. Die Reinigung unseres Herzens ist sogar dringend notwendig! Denn mit unserem von Geburt an bösem Herzen gibt es keine Chance auf eine enge Beziehung mit Gott. In Römer 6,23 steht: »Denn der Lohn der Sünde ist der Tod.« Das bedeutet, dass eine ewige Trennung von Gott nach dem Tod für jeden Menschen unumgänglich ist.Doch Gott möchte enge Gemeinschaft mit uns Menschen haben, und daher ist Jesus Christus stellvertretend für die Schuld jedes einzelnen Menschen am Kreuz gestorben und wiederauferstanden. Wenn wir dies glauben, so reinigt Gott unser Herz, die Bibel nennt dies Vergebung. Doch weil das nicht automatisch passiert, muss sich jeder Mensch persönlich dafür entscheiden.Ann-Christin BernackDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Der Sommer vor drei Jahren war heiß. Schon seit Längerem war eine dreitägige Jungs-Wandertour in der Eifel geplant. Begeistert machten sich die acht Jugendlichen mit zwei Erwachsenen auf den Weg. Jeder schleppte in seinem Rucksack Proviant, Isomatte, Schlafsack und Co mit. Am Freitagabend, als die ersten Kilometer gelaufen waren und das Nachtlager aufgebaut war, tranken sie aus dem nahegelegenen Bach Wasser, da das mitgebrachte Wasser schon aufgebraucht war. Auch am Samstag tranken sie weiterhin das Bachwasser, bis sie an einem Supermarkt vorbeikamen, in dem sie frisches, abgefülltes Wasser kauften.Gegen Samstagabend wurde dem ersten Jugendlichen übel, er verschwand hinter den Büschen und kam nicht wieder. Alle zwei Stunden kamen weitere Jungs dazu. Die Wanderung musste schließlich abgebrochen werden, und alle Jungs waren im Anschluss bis zu einer ganzen Woche lang krank – einschließlich des Jugendlichen, der eigentlich kein Bachwasser trinken wollte, jedoch im Dunkel der Nacht dummerweise die falsche Flasche gegriffen hatte. Nachdem der Infekt überstanden war, können heute alle über die Geschichte lachen.Was in den Alpen auf 2000 Metern Höhe gut gehen mag, entpuppte sich hier als sehr schlechte Entscheidung. Und doch lehrt es uns eine wichtige Sache: Man sollte sich immer sicher sein, ob die Quelle, aus der man trinkt, sauber ist. Das ist im Leben ganz genauso – seinen Lebensdurst kann man mit allem Möglichen zu stillen versuchen, das sich später jedoch als krankmachend und sogar tödlich entpuppt. Wie schön, dass Jesus Christus uns lebendiges Wasser (= Worte des Lebens) anbietet, das uns nicht nur gesund werden lässt, sondern auch das ewige Leben schenkt. Wir brauchen es nur noch zu trinken.Rebecca GrimmDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Wie ging es mit Paul Schneider und seiner Gretel weiter? Aufgrund seines Widerstands gegen den Nationalsozialismus wurde Paul dreimal in »Schutzhaft« genommen. Aus der dritten Gefangenschaft wurde er am 27. November 1937 direkt in das neu errichtete Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar verlegt. Dort wurde er u. a. zur Zwangsarbeit im Straßenbau abgestellt. Als er anlässlich des Führergeburtstags am 20. April 1938 den Hitlergruß verweigerte, kam er in eine Einzelzelle, den sogenannten Bunker, unter die Aufsicht Martin Sommers. Dort erlitt er schwerste Misshandlungen und ließ es sich trotzdem nicht nehmen, am Ostersonntag unter großen Schmerzen durch die Gitterstäbe seiner Zelle seinen Mithäftlingen zuzurufen, dass heute Ostern sei und dass Jesus selbst gesagt hat: »Ich bin die Auferstehung und das Leben.« Diese und ähnliche Aktionen brachten ihm den Beinamen »Prediger von Buchenwald« ein.Über ein Jahr lang wurde Paul in seiner Einzelzelle gefangen gehalten und dann am 18. Juli 1939, noch vor Beginn des Zweiten Weltkrieges, ermordet. Paul Schneiders Leichnam war der Einzige, der aus Buchenwald im Sarg herausgegeben wurde, daher konnte er in Dickenschied unter großer Anteilnahme beigesetzt werden. Gretel war trotz allem die Versöhnung sehr wichtig, und so suchte sie Jahre später den Massenmörder Martin Sommer auf, um mit ihm Frieden zu schließen, was dieser jedoch ablehnte. Sie lebte gemäß dem Motto: »Wir sind alle Menschen, die von der Gnade leben.« Und so wundert es nicht, dass heute im KZ Buchenwald, in der ehemaligen Arrestzelle Paul Schneiders, folgender Bibelvers auf einer Gedenktafel zu lesen ist: »Lasst euch versöhnen mit Gott!« (2. Korinther 5,20). Das war sowohl für Paul als auch für Gretel die wichtigste Botschaft – und sie ist es auch heute noch!Rebecca GrimmDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Heute vor 86 Jahren, am 18. Juli 1939 wurde der evangelische Pfarrer Paul Schneider im Konzentrationslager Buchenwald nach knapp zweijähriger Haftzeit durch eine Überdosis des Herzmedikaments Strophanthin ermordet. Er wurde nur 41 Jahre alt. Geboren wurde er am 29. August 1897 in Pferdsfeld im Hunsrück, zog jedoch mit 13 Jahren nach Hochelheim (heutiges Hüttenberg, Hessen), wo sein Vater eine Pfarrstelle antrat. Nachdem er im Ersten Weltkrieg gekämpft hatte, studierte Paul Theologie und wurde zunächst Pfarrer in Hüttenberg und später in Dickenschied. Wenige Tage vor seinem Amtsantritt heiratete Paul seine Margarete (geb. Dieterich), die er während seines Studiums in Tübingen kennengelernt hatte. Zusammen hatte das Paar sechs Kinder.Nach der Machtergreifung Hitlers wurde Paul schnell klar, dass die Kirche nicht die gleichen Ziele wie die Nationalsozialisten verfolgte, und so weigerte er sich z. B., die Kirchenglocke zur Reichstagswahl am 21. März 1933 zu läuten. Paul Schneider machte sich die Entscheidung nicht leicht, wie er sich gegenüber den Nationalsozialisten zu verhalten habe. Dennoch kamen er und seine Frau Gretel durch Gebet zu dem Entschluss, dass der Staat kein Recht hat, sich in die Belange der Kirche einzumischen. Für Paul war die oberste Instanz Gott, dem er sich allein zur Rechenschaft verpflichtet sah.In dem Musical »Paul und Gretel – kein Märchen« von Peter Menger über das Leben des Ehepaars Schneider gibt es ein Lied, das seine Entscheidung zum Widerstand verdeutlicht: »Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen, / auf seine Worte mehr als alles and're hör'n. / Wer auf Gottes Wort vertraut, / der hat sein Haus auf festen Grund gebaut.« Mit dieser kompromisslosen Haltung ist uns Paul Schneider auch heute noch ein nachahmenswertes Vorbild.Rebecca GrimmDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
»Es ist eine Lektion in Sachen Widerstandsfähigkeit und Hartnäckigkeit. Wenn man weiß, dass man unschuldig ist, muss man dranbleiben und darf nie aufgeben«, sagte der Afroamerikaner Glynn Simmons, der einen traurigen Rekord aufstellt: Niemand saß länger unschuldig im Gefängnis als er, nämlich 48 Jahre lang. Im Alter von 71 Jahren erhielt Simmons endlich den Freispruch einer Richterin, die überzeugende Beweise seiner Unschuld feststellte. Zusammen mit einem Mitangeklagten war er 1975 wegen Raub und Mord zum Tode verurteilt worden, die Strafe wurde später in lebenslänglich umgewandelt.Während der ganzen Zeit hatte Simmons unbeirrt seine Unschuld beteuert. Der Fall wurde 2023 auf Antrag der Verteidigung neu aufgerollt. Die Staatsanwaltschaft selbst beantragte die Aufhebung des Urteils, da damals ein Polizeibericht nicht ausgehändigt wurde, der auf Widersprüche der Hauptbelastungszeugin hinwies. Glynn Simmons' eiserne Beharrlichkeit führte letztlich zum Erfolg, und er kam zu seinem Recht, obwohl ein Freispruch nach so langer Zeit eigentlich schon fast chancenlos war.Es ist schlimm, wenn Unschuldigen etwas zur Last gelegt wird, was sie gar nicht getan haben. Die Strafe für etwas zu tragen, was man nicht verbrochen hat, ist in höchstem Maße ungerecht. Umso erstaunlicher, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, genau dies freiwillig getan hat. Er war vollkommen unschuldig, absolut gerecht. Und doch hat er am Kreuz das Gericht Gottes für die Sünden der Menschen getragen. Warum tat er das? Unser Tagesvers gibt den Grund an: damit er uns zu Gott führte. Der Zugang zu einem heiligen Gott ist frei, seitdem der Gerechte für die Ungerechten starb. Und zwar für jeden, der ihm seine Schuld bekennt.Daniela BernhardDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Als Pastor Wilhelm Busch von den Nationalsozialisten wegen seiner Predigten ins Gefängnis kam, sperrte man ihn in eine finstere kleine Zelle. Durch die dicke Betonwand hörte er die verzweifelten Rufe seines Zellennachbarn. Tag für Tag und Nacht für Nacht weinte dieser bitterlich und verzweifelte an seinem Leben. Es lag dem Pastor daher auf dem Herzen, einzugreifen und diesem Menschen Trost zuzusprechen, doch die Betonwand trennte die beiden. Ein Austausch war unmöglich, und ein Besuch wurde trotz freundlicher Nachfrage vom Wachpersonal versagt. Busch stand weiter vor der dicken Betonwand, hörte das Elend und alle Not und hätte sich dabei am liebsten durchgegraben, um seinem Mitmenschen beizustehen. Doch es ging nicht. Die Mauer war undurchdringbar und trennte die beiden bis zum Schluss.Dieses Erlebnis benutzte Wilhelm Busch später gern als Illustration für den menschlichen Zustand: Wie viele Menschen sind verzweifelt und in tiefem Elend und in ihrer Schuld gefangen! So viel Einsamkeit, so viel Schrecken, so viele Tränen und so viel Kummer! Gott hört und sieht das alles, doch der Zugang ist versperrt. In Jesaja 59,2 heißt es: »Eure Vergehen sind es, die eine Scheidung gemacht haben zwischen euch und eurem Gott!«Wie eine unüberwindbare Mauer trennen uns unsere Vergehen und unsere Schuld von Gott, der so gern eingreifen und helfen möchte. Doch schon Jesaja zeigte einen Ausweg aus der Misere des Menschen: »Ein Erlöser wird kommen!« (V. 20). Das war Jesus Christus. Durch sein Sterben am Kreuz wurde die trennende Mauer eingerissen. Nun kann jeder zu Gott kommen. Er wartet nur darauf, uns unsere Schuld zu vergeben, wenn wir ihn im Glauben ernstlich darum bitten. Wir brauchen nicht länger zu verzweifeln, sondern können frei werden.Alexander StrunkDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Lot, ein Neffe Abrahams, war in die seinerzeit fruchtbare Ebene des Jordans gezogen, wo wir heute das Tote Meer finden. Dort existierten zwei Städte: Sodom und Gomorra. Diese beiden Städte sind bis heute Sinnbild für Unmoral und Ausschweifung. »Hier geht es ja zu wie in Sodom und Gomorra« sagt man, wenn man auf unhaltbare moralische Umstände hinweisen möchte. Tatsächlich war in diesen Städten keiner sicher vor Raub, Mord und Vergewaltigung. Die Täter waren nicht nur ein paar wenige böse Verbrecher. Vielmehr beteiligten sich Menschen aus allen Altersstufen und gesellschaftlichen Schichten an solchen Taten. Unrecht war dort gesellschaftsfähig geworden.Gott hatte dieses Treiben eine Zeit lang genau beobachtet, bevor er sein Urteil fällte: Eine Gesellschaft, die dermaßen böse und menschenverachtend ist, muss vernichtet werden. Doch obwohl das Gericht über diese Städte angesichts des aufgehäuften Schuldenberges berechtigt war, sollte es immer noch eine Chance der Rettung geben. Deshalb wurde Lot von zwei Boten Gottes auf das unmittelbar bevorstehende Gericht hingewiesen. Und er sollte auch die Menschen in seiner Umgebung davor warnen, dass sie todgeweiht sind, wenn sie nicht Gottes Botschaft Vertrauen schenken und diese böse Umgebung verlassen. Doch die Gewarnten nahmen Lot nicht ernst. Sie hielten das Ganze für einen dummen Scherz – und bezahlten diese Fehleinschätzung kurz darauf mit ihrem Leben.Ich befürchte, dass auch viele meiner Zeitgenossen sehr wohl die Warnung Gottes vor einem endgültigen Gericht über alle Menschen hören. Doch sie halten diese Warnung für einen Scherz, statt sich von einer zunehmend egoistischen und gottfeindlichen Gesellschaft zu lösen und Rettung bei Gott zu suchen.Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
»Er ging morgens über ein Feld. Da hörte er in der Ferne das Gebell von Jagdhunden. Als er durch eine Lücke in dem hohen Zaun neben sich sah, bemerkte er ein flüchtiges kleines Reh. Es rannte direkt auf ihn zu – abgehetzt, mit heraushängender Zunge und völlig erschöpft. Das kleine Geschöpf hatte gerade noch Kraft genug, um zu ihm über das Gatter zu springen. Dann stand es einen Moment lang und schaute mit seinen großen wässrigen Augen umher. Schon kam der erste Jagdhund kleffend über den Zaun gesprungen. Der erste Impuls des Rehs war davonzurennen. Aber stattdessen kam es zitternd zu meinem Freund und fiel vor ihm nieder. Ein kleines Häuflein zu seinen Füßen. Er berichtete mir später: ›Ich stand da und kämpfte fast eine halbe Stunde gegen die Hunde. Aber ich spürte, dass die ganze Meute das kleine Reh nicht antasten konnte, nachdem seine Schwachheit bei meiner Stärke Zuflucht genommen hatte!‹« (Dr. A. C. Dixon, amerikanischer Pastor und Autor, 1854–1925).Ist das nicht anrührend? Rettung bedeutet: Das Schwache findet Schutz bei dem Starken. Genauso darf ich Zuflucht finden bei Jesus, denn »er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit. Darum will ich mich am allerliebsten meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne« (2. Korinther 12,9).Diese Kraft steht mir heute zur Verfügung! Gott will seinen Schutz über jeden breiten, der sich bei ihm birgt. Wenn ich mich zu ihm flüchte, werde ich ganz sicher Zuflucht finden, denn er ist stark! Ich allein kann nichts ausrichten. Erst wenn ich erkenne: »Meine Möglichkeiten sind ausgeschöpft«, wird seine Kraft mich retten und machtvoll über mir wachen.Andreas FettDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Wieder einmal bin ich beruflich zu Besuch in einer Familie mit einem kleinen autistischen Kind mit deutlicher Beeinträchtigung. Es kann sich gut bewegen, spricht aber nicht, äußert sich vorrangig durch Schreien, lebt irgendwie in einer eigenen Welt, spielt nicht und hat bei Weitem noch nicht das Maß an Selbstständigkeit entwickelt wie gesunde Kinder im gleichen Alter.Immer häufiger begegnen uns auch Kinder mit der Diagnose ADHS oder anderen Störungsbildern. Einige von ihnen verarbeiten Sinneseindrücke anders, sind oftmals zerstreut, schnell abgelenkt und irgendwie ungeschickt, kommen teilweise überaus schlecht mit dem Schulstoff zurecht oder weisen ein schwieriges Sozialverhalten auf. Manche geraten oft in Streit, andere dagegen scheuen jeglichen Kontakt, leiden stark unter Ängsten oder verletzen sich sogar selbst. Die einen haben ihre Gefühlswelt nicht unter Kontrolle und werden schnell wütend oder weinen, andere wiederum zeigen kaum überhaupt irgendwelche Emotionen. Die Kinder selbst können nichts dafür, dass sie solche Veränderungen haben, und für die Eltern bedeutet es häufig eine große Not. Die Medizin kann vielfach helfen, hat aber auch ihre Grenzen.In der Bibel lesen wir wiederholt, wie verzweifelte Eltern ihre geplagten Kinder zu Jesus brachten. Manches Mal ließ er tatsächlich ein Kind durch ein Wunder völlig gesunden, da, wo es nichts mehr zu hoffen gab. Jesus zeigte damit seine Vollmacht und Liebe als Sohn Gottes. Aber immer erbarmte er sich über die Kleinen, nahm sie in seine Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie. Er war mitfühlend, wusste auch, wie man die besorgten Eltern tröstet, hatte ein gutes Wort für sie und gab Kraft, das Leid auszuhalten. So kann ihn jeder, der heute zu ihm kommt, auch erleben.Arndt PlockDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
"Angedacht" – das geistliche Wort und eine kleine Portion Optimismus für den Start in den Tag. Heute mit Bernhard Oestreich aus Friedensau.
"Angedacht" – das geistliche Wort und eine kleine Portion Optimismus für den Start in den Tag. Heute mit Bernhard Oestreich aus Friedensau.
Wer hätte das für möglich gehalten? Ein Tornado im Landkreis St. Wendel! Niemand ist darauf vorbereitet, als am 12. Juli 2023 der Wind in einer Schneise von 100 m durch das saarländische Asweiler pflügt und dabei 30 Häuser beschädigt. Glücklicherweise wird niemand verletzt, doch der Schrecken sitzt tief.Wieder wird deutlich: Wir haben die Natur nicht unter Kontrolle. Allem Fortschritt zum Trotz erwischt sie uns kalt und oftmals unerwartet mit ihrer Urgewalt, ein ums andere Mal. Wir können sie einfach nicht bändigen. Und den, der die Natur geschaffen hat, schon gar nicht. Er ist gewaltig, unvorstellbar stark. Wir würden Gott gern kontrollieren, nach unseren Vorstellungen zähmen. Doch das ist nicht möglich. Er ist, wie er ist. Unbezwingbar und stark, nicht zu bändigen. Der Schreiber des Psalms 113 ruft aus: »Hoch über alle Nationen ist der HERR, über den Himmel seine Herrlichkeit. Wer ist wie der HERR, unser Gott, der hoch oben thront, der in die Tiefe schaut – im Himmel und auf Erden?«Aber das Schöne dabei: Dieser mächtige, urgewaltige Gott möchte unser Freund sein. Im gleichen Psalm heißt es: »Er hebt den Geringen aus dem Staub empor, aus dem Schmutz erhöht er den Armen.« Und in Psalm 25,14: »Freundschaft hält der HERR mit denen, die ihn fürchten.« Hier ist beides vereint: ein Bewusstsein von der ehrfurchtgebietenden Majestät des Schöpfers und gleichzeitig innige Freundschaft mit ihm.Eine solche Freundschaft mit dem Höchsten bewahrt durchaus nicht vor Leid und Katastrophe. Doch sie gibt die tiefe Gewissheit: Was auch immer passiert, ich habe den Allmächtigen auf meiner Seite. Ihm liegt an mir, er kümmert sich um mich. Einen tieferen Frieden gibt es nicht.Jacob AmeisDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
Als Kind war ich ab und an gern allein zu Hause. Dann konnte ich meinen Tag ganz nach meinem Belieben gestalten: Niemand, der mich beobachtete, niemand, der mich kontrollierte. Ich konnte den Fernseher anschalten, wenn ich es wollte, sehen, was ich wollte, Süßigkeiten haben, so viel ich wollte usw. Nicht, dass es mir um wirklich Verbotenes gegangen wäre, aber ich war gern mein eigener Chef. Im Studium allein in meiner Bude war es ähnlich: Bis auf die Telefontermine mit dem Zuhause und den seltenen Besuchen meiner Verwandten war ich ganz für mich, konnte schalten und walten, aufstehen, essen und trinken, was, wann und wie viel ich wollte. Und manchmal, wenn ich beruflich unterwegs bin, in einer fremden Stadt, in der mich niemand kennt, ertappe ich mich bei dem Gedanken: Was könnte ich tun, um meine Freiheit auszunutzen? Es sieht mich ja keiner!Doch das ist aus zwei Gründen falsch: Zum einen bringt man auch das scheinbar unbeobachtet Geschehene mit nach Hause. Verliert man seine Selbstachtung, dann geht das nicht spurlos an einem vorbei. Meine Treue und meine Haltung bewahrheiten sich nämlich vor allem dann, wenn niemand zusieht.Zum anderen ist es in der Tat so, dass Gott, der allwissend ist, wirklich gar nichts verborgen bleiben kann. Das Licht seiner Gegenwart strahlt, ob wir es uns wünschen oder nicht, auch in die tiefe Nacht unserer Fantasien, Motive und Taten. Diese erschreckende Wahrheit bietet aber (mindestens) zwei sehr gute Chancen: Einmal kann mich das Bewusstsein von Gottes Gegenwart von Dingen abhalten, die sonst keiner sähe. Zum anderen bietet er jedem, der sich von ihm durchleuchten lässt, die Chance auf Vergebung all der Dinge, deretwegen wir vielleicht das Licht scheuen.Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
"Angedacht" – das geistliche Wort und eine kleine Portion Optimismus für den Start in den Tag. Heute mit Bernhard Oestreich aus Friedensau.
Stellen Sie sich einmal folgende Situation vor: Naher Osten, Mittagszeit, die Sonne brennt erbarmungslos vom Himmel. Sie haben seit Stunden nichts getrunken und sind ermüdet von der Arbeit oder einem langen Fußmarsch. Nach was sehnen Sie sich am meisten? Genau. Wasser. Nichts als Wasser! Wenn es wirklich darauf ankommt, wollen wir keinen Kaffee, keine Cola oder einen Energydrink angeboten bekommen, sondern nur Wasser. Die Frau, mit der Jesus im heutigen Bibeltext redete, hatte großes Interesse, als er vom »lebendigem Wasser« sprach. Sie kannte Hitze, Trockenheit und vor allem unbändigen Durst aus eigener Erfahrung.Wir erleben derzeit einen starken Trend zum Wassertrinken. Geruchsdosen in Wasserflaschen, die uns das Wassertrinken schmackhaft sollen oder auch 2-Liter-Wasserflaschen mit aufgedruckter Uhrzeit – eine Herausforderung, regelmäßig genug zu trinken. Man ist stolz darauf, wenn man es geschafft hat, genügend Wasser in sich hineingeschüttet zu haben.Unternehmen produzieren Limonade, Tee, Kaffee, Wein, Bier oder Fruchtsaft – aber Wasser ist eine Erfindung von Gott selbst. Man kann einfach an eine Quelle gehen und trinken. Und wenn es hart auf hart kommt, der Durst überhandnimmt, dann wollen wir auch nur noch Wasser. Nichts anderes. Wir brauchen auch nichts anderes so nötig zum Leben wie Wasser.Jesus spricht von einem Lebensdurst, den jeder Mensch hat. Er vergleicht ihn mit dem Durst nach Wasser. Nur er selbst, das lebendige Wasser, kann diesen Durst wirklich stillen. Menschen, die ihren Lebensdurst ohne ihn stillen wollen, scheitern letztendlich. Karriere, Gesundheit, Familie, Reisen oder Luxus – alles kann von einem auf den anderen Moment wegbrechen. Jesus bleibt.Thomas BühneDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
"Angedacht" – das geistliche Wort und eine kleine Portion Optimismus für den Start in den Tag. Heute mit Bernhard Oestreich aus Friedensau.
»Wir haben rechtzeitig gewarnt.« Das sagte der Deutsche Wetterdienst in Bezug auf die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021. Ob diese Warnung wirklich früh genug hinausging, wurde im Nachhinein viel diskutiert. Fakt ist, dass für viele die Flut überraschend kam und verheerende Folgen mit sich brachte.Unvorhergesehene Naturkatastrophen werden auch in Zukunft eine Gefahr für uns bleiben. Doch eine viel schlimmere Gefahr droht allen, die Gottes Warnungen missachten und nicht befolgen. Sehr deutlich spricht Gott in der Bibel davon, dass ein Tag des Gerichts kommt, an dem Gott seinen Zorn gegenüber aller Ungerechtigkeit, Gottlosigkeit und Sünde offenbaren wird. Gottes Zorngerichte über alle Menschen, die sie erleben müssen, werden als sehr schrecklich beschrieben und finden ihren Endpunkt in der ewigen Hölle. Man könnte meinen, dass die beschriebene Strafe zu hart und schrecklich ausfalle. Aber in Wirklichkeit werden Gottes Gerichte völlig gerecht sein. Völlig ungerecht wäre es, wenn die Menschen endlos ungestraft weitermachen könnte mit Hass, Mord, Lügen, Verleumdung, Ehebruch, Betrug.Die Gefahr, Gottes Zorn zu erleben, schwebt wie eine bedrohliche, dunkle Wolke über den Menschen. Eines Tages wird er wie ein Wolkenbruch über sie hereinbrechen. Davor warnt Gott sehr eindrücklich in seinem Wort. Niemand wird dann sagen können, er sei nicht gewarnt worden. In seiner großen Liebe und Barmherzigkeit zeigt Gott uns aber einen Ausweg aus dieser bedrohlichen Lage. Das kommt zum Beispiel in diesem Bibelvers zum Ausdruck: »Wer an den Sohn (Jesus) glaubt, der hat ewiges Leben; wer sich aber weigert, dem Sohn zu glauben, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm« (Johannes 3,36).Paul WiensDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
"Angedacht" – das geistliche Wort und eine kleine Portion Optimismus für den Start in den Tag. Heute mit Bernhard Oestreich aus Friedensau.
Superhelden – sie sind etwas Herausragendes, etwas Besonderes. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte mit besonderen Kräften, Schurken und Herausforderungen. Aber trotz ihrer Vielfalt haben sie alle eins gemeinsam: Die Bösen hassen sie, die Guten lieben sie!Doch in dieser Welt der Superhelden ragt ein Film heraus wie kein anderer: »Batman – The Dark Knight«. Er beginnt mit Batman, einem Helden, der für das Gute kämpft, so wie die anderen Superhelden auch. Doch endet er mit einem Twist, der uns alle schockiert zurücklässt ... Batman trifft eine folgenschwere Entscheidung: Um seine Stadt Gotham vor dem Chaos zu bewahren, nimmt er bereitwillig die Last der Verbrechen des Schurken auf sich. Obwohl er allein Gothams wahrer Retter ist, wird er nun mit Hass und Unverständnis konfrontiert – und gerade das macht diese Entscheidung so unvorstellbar schmerzhaft. Trotz des Schmerzes endet der Film mit den Worten Batmans: »Ich bin, was auch immer für Gotham nötig ist.«Diese Geschichte fasziniert viele Zuschauer, doch sie bleibt letztendlich nur Fiktion – alles ausgedacht! Aber es gibt eine wahre Heldengeschichte, die die von Batman bei Weitem übertrifft. Dieser Held entschied sich nicht nur dafür, die Schuld eines Menschen auf sich zu nehmen, sondern die Schuld aller Menschen. Er führte kein Leben auf der Flucht, sondern starb blutig an einem Kreuz. Und doch empfing er keinen Applaus, keinen Dank. Nur Unverständnis, Wut und Hass an dem Tag seines Todes. Dieser Held ertrug all das, weil er wusste, dass es die einzige Möglichkeit für uns Menschen war, unsere Schuld wiedergutzumachen. Batman mag Gothams »wahrer Held« sein, aber der wahre Held der ganzen Welt ist Jesus Christus!Hung Thanh ThaiDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
"Angedacht" – das geistliche Wort und eine kleine Portion Optimismus für den Start in den Tag. Heute mit Bernhard Oestreich aus Friedensau.
„O'Bros in den Charts – und plötzlich gilt: Wer die hört, ist rechts.“ So oder ähnlich klangen viele Kommentare zur Chartplatzierung kurz vor Ostern. Auffällig oft wurde gefordert: “Christen, distanziert euch!” Oder: “O'Bros, distanziert euch!” Was kann man daraus erkennen? Unsere Gesellschaft denkt irgendwie nur noch in Extremen. Du bist entweder für oder gegen. Schwarz oder weiß. Richtig oder falsch. Und wer sich nicht einordnet, wird eingeordnet: Weil die O'Bros mit den “falschen Leuten” mal in einem Raum sitzen, müssen sie verdächtigt werden. Dass “Gottes Reich” (dein Reich komme) nichts mit einem “Dritten Reich” zu tun hat... Geschenkt.Aber wie gehen wir als Christen mit solchen Spannungen in unserer Gesellschaft um? Darüber unterhalten wir uns in diesem Teamtalk mit Oli, Markus, Siggi und Sara aus dem STEPS Medienteam. Shownotes: Den Artikel von Siggi „Weil O'Bros auf Platz 1 sind, sind alle Christen jetzt rechts…?“ findest du unter https://www.365steps.de/app/3926. Das Buch zur theologischen Triage, von dem Oli sprach ist: Gavin Ortlund, Wofür es sich zu kämpfen lohnt – und wofür nicht: Ein Plädoyer für theologische Triage, ISBN 3986652655 Und wenn du bis zur nächsten Folge des STEPS Leaders Podcast mehr Inhalte rund um Glauben und Leiterschaft suchst, findest du auf www.steps-leaders.de jede Woche Blogbeiträge und Artikel sowie Materialvorlagen und Andachten für die christliche Jugendarbeit. Dort findest du auch unseren monatlichen Newsletter, der dich immer kompakt mit den wichtigsten Infos und Artikeln von STEPS Leaders versorgt.
Ich bin bei meinen Freunden Simon und Helena (Namen geändert) zu Besuch. Mit am Tisch sitzt auch ihre Tochter Celina (Name geändert). Wir reden über ihre Ehe. Des Öfteren ist sie angespannt. So darüber zu reden zeugt von Vertrauen: Das geht nur unter guten Freunden. Irgendwann sage ich: »Wenn es keine Vergebung gäbe, wäre unsere Ehe schon geschieden.« Ich frage Simon: »Entschuldigst du dich mal bei deiner Frau?« Die Antwort ist traurig. In der langjährigen Ehe kam das nur ganz vereinzelt vor. Ich frage Helena das Gleiche. Die Antwort: ein Kopfschütteln. Ich frage Celina: »Entschuldigen sich deine Eltern bei dir?« Ein empörtes »Nein« (fast so, als sei das so unmöglich wie absurd). Mein Fazit: »Ich würde mit keinem von euch verheiratet sein wollen!« (So kann man wirklich nur mit guten Freunden reden).In den letzten Tagen muss ich immer wieder über das Gespräch nachdenken. In der Schule (ich arbeite als Lehrer) komme ich mit einigen Schülerinnen ins Gespräch. Ich frage sie: »Entschuldigen sich eure Eltern mal bei euch?« Fast wie aus der Pistole kommt ein »Nein«. »Wie wäre es für euch, wenn die das machen würden?« – »Das wär krass!« Warum ist es so kompliziert, sich zu entschuldigen? Das ist so unendlich traurig! Aber so realistisch.Wie viel Schuld häufen wir in unseren Beziehungen an! Wie viele Scherbenhaufen gibt es! Wie viele Wunden sind nicht verheilt? Mein Stolz, meine Rechthaberei, meine Unversöhnlichkeit und mein Egoismus sind die Ursache! Wie würde mein Ehepartner reagieren, wenn ich mal um Entschuldigung bitten würde? Meine Kinder? Mein Nachbar? »Das wär krass!«Und wie sieht es erst in der Beziehung zu Gott aus? Wann habe ich eigentlich das letzte Mal bei IHM um Vergebung gebeten?Willi DückDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
"Angedacht" – das geistliche Wort und eine kleine Portion Optimismus für den Start in den Tag. Heute mit Bernhard Oestreich aus Friedensau.
"Angedacht" – das geistliche Wort und eine kleine Portion Optimismus für den Start in den Tag. Heute mit Julia Lehnert, Jugendbildungsreferentin im Bistum Magdeburg.
Mitten in der Wüste Ténéré, in der Südsahara im Niger, wo es nur Sand, Steine und zeitweise Temperaturen von über 50 Grad Celsius gibt, stand vor einigen Jahren eine einsame Akazie. Es war der einzige Baum im Umkreis von mindestens 150 km. Die Einheimischen machten einen Bogen um den Baum, da es ihnen nicht geheuer vorkam, wie dieser Baum überleben konnte. Ein betrunkener Lkw-Fahrer soll, so erzählen manche, den Baum eines Abends im Jahr 1973 gerammt und somit gefällt haben. Andere gehen davon aus, dass er einem Wüstensturm zum Opfer gefallen ist.Kommandant Michel Lesourd von der französischen Kolonialverwaltung wollte dem Geheimnis des Baumes im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund gehen, da er dort eine Wasserquelle vermutete. Doch erst in 35 Metern Tiefe stießen die Arbeiter endlich auf Wasser. Zu ihrer Überraschung reichten die Wurzeln des Baums aber tatsächlich genauso tief in die Erde. Dies war das Geheimnis seiner Überlebenskunst.Was für diesen Baum gilt, gilt auch für uns Menschen. Wir leben zuweilen in äußerst unwirtlichen Lebensumständen, die gekennzeichnet sein können durch Zukunftsängste, Krankheit, Mobbing oder Einsamkeit. Wie kann es da gelingen, gleichwohl nicht alle Hoffnung fahren zu lassen, sondern zu wachsen und sogar ein fruchtbares, erfülltes Leben zu führen? Wie der Baum benötigen wir eine Quelle, aus der unsere Lebenswurzeln Kraft für das Leben ziehen können. Im 4. Kapitel des Johannesevangeliums macht Jesus Christus einer Frau, die gerade aus einem Brunnen Wasser schöpfen möchte, deutlich, dass (nur) er diese lebendige Quelle ist. Doch um eine eigene Beziehung zu dieser Quelle »lebendigen Wassers« zu bekommen, muss jeder seine eigenen Wurzeln bis zu ihm ausstrecken und aus dieser Quelle trinken.Bernhard CzechDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.deAudioaufnahmen: Radio Segenswelle
"Angedacht" – das geistliche Wort und eine kleine Portion Optimismus für den Start in den Tag. Heute mit Julia Lehnert, Jugendbildungsreferentin im Bistum Magdeburg.
Spannende Einblicke in die Mission und was Gott weltweit tut. Regelmäßig Andachten, Predigten und Impulse zum Thema Mission sowie die Inhalte unserer Zeitschrift von unseren Missionaren selbst vorgelesen.