Die Informationssendung «Rendez-vous» berichtet über das aktuelle Geschehen in Politik und Wirtschaft und liefert zu ausgewählten Ereignissen Hintergründe und fundierte Analysen. Tagesgespräch Das Tagesgespräch befragt Akteure oder Betroffene zu tagesaktuellen Themen, wichtigen Entwicklungen oder…
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Donald Trump hat dem Iran eine Frist von 48 Stunden gesetzt, um die Strasse von Hormus wieder freizugeben. Ansonsten würden Kraftwerke im Iran zerstört. Wie realistisch ist diese Drohung? Das Gespräch mit dem USA-Experten Christian Lammert.

Gerade in Kriegszeiten wird Gold meist teurer, weil es als wertsichere Anlage gilt. Seit dem Angriff auf den Iran vor drei Wochen ist der Goldpreis allerdings um fast 10 Prozent gefallen. Wie passt das zusammen?

Der Krieg im Iran ist auch für die Schweizerische Nationalbank (SNB) eine Herausforderung. Am Donnerstag hat sie ihre Zinspolitik bekannt gegeben. Sie belässt den Leitzins bei Null, so wie die US-Notenbank auch. Wie begründet die SNB ihren Entscheid?

Spitalnotfälle sind notorisch überfüllt, vor allem an den Wochenenden. Die Wartezeiten sind lang, die Ärztinnen und Ärzte im Dauereinsatz. Der Nationalrat hat am Mittwochvormittag nach Lösungen gesucht. Zur Debatte stand eine Eintrittsgebühr von 50 Franken für den Notfall.

Rund 60 Massnahmen sollen das Budget des Bundes ins Lot bringen. Die letzten Punkte hat der Nationalrat am Dienstag geklärt. Das Entlastungspaket ist nun bereit für die Schlussabstimmung. Allerdings wird das Budget weniger stark entlastet als vorgesehen.

Mit ihrer Initiative «Keine-10-Millionen-Schweiz» will die SVP verhindern, dass die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz vor dem Jahr 2050 auf mehr als 10 Millionen steigt. Bundesrat, Parlament und alle anderen Parteien lehnen die Initiative ab. Der starre Deckel sei nicht praktikabel.

Im Kampf gegen die steigenden Gesundheitskosten will der Bundesrat die Mindestfranchise für Arzt- oder Spitalkosten pro Jahr von heute 300 auf 400 Franken erhöhen. Linke Parteien reagieren empört.

Der Krieg im Nahen Osten zieht immer weitere Kreise. Iranische Drohnen suchen inzwischen ein riesiges Gebiet heim. Um welche Dimensionen geht es da, was kostet die Drohnenabwehr die USA und was heisst das alles für die Benzin- und Heizölpreise in der Schweiz?

Nach dem Brand eines Postautos in Kerzers FR mit mindestens sechs Toten prüft die Polizei Hinweise, wonach sich eine Person im Bus selber angezündet habe. Das Postauto war am Dienstagabend in Brand geraten. Noch sind die Todesopfer nicht identifiziert. Im Dorf ist die Bestürzung gross.

Letztes Jahr haben Schweizer Unternehmen für rund 948 Millionen Franken Kriegsmaterial exportiert. Hinter Deutschland waren die USA wie schon in den Vorjahren der zweitwichtigste Kunde. Droht der Grosskunde USA wegen des Neutralitätsrecht wegzufallen, weil die USA im Krieg stehen mit Iran?

Im Iran hat ein neuer Oberster Führer die Macht übernommen: Mojtaba Chamenei. Der Sohn des getöteten Ayatollah Ali Chamenei. Laut Beobachtern ist er ein enger Vertrauter der Revolutionsgarden. ARD-Korrespondentin Katharina Willinger sagt, was von Irans neuem religiösen Führer zu erwarten ist.

Seit Donnerstagnacht greift Israel die libanesische Hauptstadt Beirut an. Im Visier sind Einrichtungen der Hisbollah-Miliz im Süden der Stadt. Hunderttausende Bewohnerinnen und Bewohner sind auf der Flucht. Tut sich da im Schatten des Iran-Krieges eine neue Front auf?

Auch fünf Tage nach Beginn der Angriffe auf den Iran ist das Ziel des Kriegs weiterhin unklar. US-Präsident Donald Trump und seine Minister verstrickten sich in Widersprüchen. Neu heisst es Trumps Gefühl habe eine Rolle gespielt. Eine maue Begründung, findet Politikwissenschaftler Stephan Bierling.

Der Irankrieg betrifft nicht nur Israel, die USA und den Iran, sondern die ganze Welt. Eine der wichtigsten Energiehandelsrouten, die Strasse von Hormus, ist gesperrt. Die Preise für Öl und Gas steigen. Das geltende Völkerrecht wird nicht mehr eingehalten - ein Bedeutungsverlust für die Uno.

Der Nationalrat beschäftigt sich am Dienstag mit dem sogenannten Entlastungspaket 27. Gesucht wird mehr Geld für die Armee und die Altersvorsorge, entsprechend soll anderswo gespart werden - und zwar kräftig: Es geht um zwei Milliarden Franken.

Die Bemühungen Grossbritanniens, während des amerikanisch-israelischen Angriffs auf Iran unbeteiligt zu bleiben, sind aufgegeben worden. Zuerst verbot die britische Regierung den USA, britische Stützpunkte für den Angriff zu nutzen – jetzt ändert sich ihre Haltung. Warum?

Versicherungen weltweit warnen davor, dass durch den Klimawandel verursachte Schäden irgendwann nicht mehr versicherbar seien. Das sehen Schweizer Versicherungen anders. Klimaschützerinnen- und schützer bezweifeln diese Meinung.

Der Stillstand des AKW Gösgen kostete den Energiekonzern Alpiq im letzten Jahr viel Geld. 150 Millionen Franken. Die grossen Investitionen tätigt Alpiq zurzeit im Ausland. In Deutschland, Frankreich und Finnland hat Alpiq Projekte für riesige Batterien.

Eine sofortige Waffenruhe und einen anhaltenden Frieden. Das fordert die Uno-Generalversammlung anlässlich des vierten Jahrestages des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Bemerkenswert dabei: die USA und China enthielten sich der Stimme.

In Brüssel haben am Dienstag die 27 Minister für Europafragen den neuen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU zugestimmt. Zudem haben sie die EU-Kommission beauftragt das Vertrags-Paket zu unterzeichnen. Das soll aller Voraussicht nach am kommenden Montag geschehen.

Nemesio Osegura Cervantes galt als mächtigster Drogenboss Mexikos. Am Sonntag wurde er vom Militär erschossen. Seine Tötung löste eine Welle der Gewalt in Mexiko aus. Das Gespräch mit Lateinamerika-Experte Günther Maihold.

Die Zahl der Palästinenser und Palästinenserinnen, die im Gazastreifen gestorben sind, ist umstritten. Eine aktuelle Studie beziffert über 75000 in den ersten 15 Kriegsmonaten, davon mehr als die Hälfte Frauen und Kinder. Die Zerstörung im Gazastreifen sei immens, sagt ARD-Journalist Julio Segador.

Mehrere britische Medien berichten, Andrew Mountbatten-Windsor sei wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch verhaftet worden. Die Polizei untersucht seit letzter Woche, ob Andrew vertrauliche Dokumente an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergeleitet hatte.

Die von den USA vermittelten Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine in Genf sind bereits am Mittwochvormittag beendet worden. Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski versucht Russland, die Verhandlungen in die Länge zu ziehen, die bereits in der Endphase sein könnten.

In der Pandemie bestellten Staaten millionenfach Covid-19-Impfstoffe, bevor diese zugelassen waren. Entsprechend hoch dürften die Preise gewesen sein. Das BAG will nicht offenlegen, wieviel die Schweiz bezahlt hat. Das Bundesverwaltungsgericht ist nicht einverstanden. (A-514/2024)

In Goppenstein im Kanton Wallis ist am Montagmorgen aufgrund einer Lawine ein Zug entgleist. Die Rettungskräfte haben rund 30 Passagiere evakuiert. Die Bahnlinie zwischen Brig und Goppenstein sowie der Autoverlad sind eingeschränkt.

Die US-Regierung wendet sich gänzlich vom Klimaschutz ab. Sie stimmt der wissenschaftlich weltweit anerkannten Einschätzung nicht mehr zu, dass Treibhausgase dem Klima schaden. Eine Entscheidung, die möglicherweise weitreichende Konsequenzen hat.

Die EU-Staats- und Regierungschefs suchen die industriepolitische Antwort auf die USA und China. Denn die europäische Wirtschaft steht mächtig unter Druck. Beim «Kaufe-in-Europa-Prinzip» gehen die Meinungen auseinander, wie der EU-Gipfel in Belgien zeigt.

Bis heute ist nicht klar, wer hinter den Drohnenangriffen auf kritische Infrastrukturen in mehreren EU-Ländern vom Herbst 2025 steckt. Mehrere Regierungen gehen von russischen Störmanövern aus. Am Mittwoch hat die EU-Kommission einen Aktionsplan zum besseren Schutz vor Drohnen präsentiert.

Die Proteste auf den Strassen Irans sind verstummt. Zehntausende sind getötet worden oder hinter Gittern verschwunden. In diese Stille schreibt unter anderem Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi einen Brief, in dem sie die internationale Gemeinschaft zum Handeln auffordert.

In den Epstein-Dokumenten taucht eine Vielzahl prominenter Namen auf. Darunter auch Thorbjörn Jagland, einst norwegischer Spitzenpolitiker, dann ein Jahrzehnt Generalsekretär des Europarats und Vorsitzender des Friedensnobelpreiskomitees. Wie war Jagland mit dem Sexualstraftäter Epstein verbunden?

Wegen IT-Problemen beim Auszahlungssystem der Arbeitslosenkassen warten noch immer etwa 15 Prozent der Arbeitslosen auf ihr Geld. Das Staatssekretariat für Wirtschaft hatte das Auszahlungssystem Anfang Jahr umgestellt, dabei kam es zu erheblichen Störungen. Am Freitag wurde erneut informiert.

24, 9 Millionen Franken soll Novartis-Chef Vas Narasimhan für das gute Geschäftsjahr 2025 als Vergütung erhalten. Ein Gehalt, das seit der Annahme der Abzocker-Initiative vor zwölf Jahren nicht mehr ausbezahlt wurde in der Schweiz. Wie ist das einzuordnen?

Nachdem Roche letzte Woche seine Jahreszahlen bekannt gegeben hat, informierte nun auch der Basler Pharmakonzern Novartis. Bei der Kommunikation über die Geschäftszahlen und die Herausforderungen gab es grosse Unterschiede.

Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse plädiert für eine offene Schweiz. Unser Land sei angewiesen auf möglichst freien Handel, betonten die Verantwortlichen an der Jahresmedienkonferenz in Bern. Dass nun auch die EU vermehrt auf Abschottung setzt, passt Economiesuisse gar nicht.

Der Grenzübergang in Rafah ist nach über einem Jahr wieder offen. Doch die Auflagen der israelischen Behörden sind gross. Die ARD-Journalistin Bettina Meier über die Bedeutung Rafahs für die Menschen in Gaza.

Die Migros schliesst bis Ende Jahr alle 15 Filialen des Buchhändlers Ex Libris. Das Online-Buchgeschäft wird schrittweise zum Onlinehändler Galaxus verlagert. 230 Mitarbeitende sind von den Filialschliessungen betroffen, ein Stellenabbau ist nicht ausgeschlossen.

Trotz starkem Druck aus den USA: Für den Schweizer Pharmakonzern Roche läuft es gut. Der Umsatz stieg 2025 um 1,7 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag an einer Medienkonferenz mitteilte. Aussergewöhnlich an dieser Konferenz war jedoch der politische Ton.

Möglicherweise wurden in den letzten Jahren in der Schweiz Initiativen eingereicht, bei denen die Unterschriften systematisch gefälscht wurden. In diesem Zusammenhang führten die Bundesbehörden nun mehrere Hausdurchsuchungen bei Sammelfirmen in der West- und Deutschschweiz durch.

Wochenlang haben die Menschen im Iran gegen das Regime protestiert. Inzwischen konnten die Machthaber allerdings die meisten Demonstranten mit brutaler Gewalt abschrecken. Von willkürlichen Morden ist etwa die Rede. Die Menschen seien verängstigt sagt die Journalistin Karin Senz.

Nach dem Terroranschlag am Bondi Beach herrscht in Australien weiter Alarmstufe Rot. Das berühmte Silvesterfeuerwerk in Sydney soll trotzdem stattfinden. Vom Dach des Opernhauses aus werden Scharfschützen hunderttausende Menschen beobachten. Die Metropole gibt sich vorbereitet.

Im Kampf gegen Kinderpornografie geht es manchmal auch um schwierige Abgrenzungen. Sollen etwa pornografische Videos strafbar sein, wenn darin eine erwachsene Person nach digitaler Bearbeitung aussieht wie eine Minderjährige? Ja, sagt das Bundesgericht.