Reportagen, Dokumentationen, Biografien und investigative Recherchen: Die Feature AutorInnen gehen auf Entdeckungsreise und recherchieren Themen, die bewegen. Dafür reisen sie um die ganze Welt - oder nach nebenan.

Vor 30 Jahren im Februar 1996 endete die blutige Belagerung der Stadt Sarajewo im Herzen Bosniens. Der Schriftsteller Dževad Karahasan hatte der Stadt während des Bosnienkrieges mit seinen Büchern eine unverwechselbare Stimme gegeben. Von Tobias Wenzel.

Am 8. Juli 2024 ist die größte und wichtigste Kinderklinik der Ukraine, das Ohmatdyt-Krankenhaus in Kyjiw, von einer Rakete getroffen worden. Von Patrick Batarilo.

In Deutschland schlummern große, ungenutzte Lithium-Reserven – einem der wichtigsten Rohstoffe für E-Autos, Smartphones oder KI-Rechenzentren. Noch sind wir beim Lithium fast vollständig abhängig vom Ausland. Im Gespräch mit Johannes Döbbelt erzählt die Journalistin Heidi Mühlenberg, wo die geplante Förderung hierzulande in Deutschland schon bald starten soll, welche Umweltbedenken es gibt und wie Anwohner reagieren. Von Johannes Döbbelt.

Auch für diese unruhige Zeiten war es ein außerordentlicher Akt des Protests: 1967 erschoss sich der italienische Sänger und Cantautore Luigi Tenco nach seinem Auftritt beim Schlagerfestival San Remo. Von Ariane Kessissoglou.

In „Unser Deutschlandmärchen“ erzählt Dinçer Güçyeter von Kindheit und Familie, von Migration und den Widersprüchen des Aufwachsens in Deutschland. Im Gespräch mit Manuel Gogos zeigt der türkische Autor, wie er aus Erinnerungen Literatur formt. Von Manuel Gogos.

Schläge, Tritte, Beleidigungen – beim Amateurfußball passiert sowas viel zu oft. Ausgerechnet beim Lieblings-Sport der Deutschen. Statt mit Bier und Bratwurst enden hunderte Spiele jedes Jahr mit Blut und Blaulicht. Was geht ab im deutschen Amateurfußball? Von Pamina Rosenthal, Hubertus Koch und Yousuf Mirzad.

Neue KI-Rechenzentren mit gigantischen Lithium-Batterien heizen weltweit die Nachfrage an. Deutschland will selbst Lithium fördern, doch die Projekte verzögern sich, während China billig liefert. Welchen Preis sind wir bereit, für eine saubere Zukunft zu zahlen? Von Heidi Mühlenberg.

Am 29. April 1946 begann in Japan der Internationale Militärgerichtshof für den Fernen Osten. 28 Männer waren angeklagt, darunter Premier Hideki Tôjô, unter dessen Führung Japan einen Krieg führte, mit Millionen Toten. Elf internationale Richter entschieden über ihr Schicksal. Von Paul Hildebrandt und Cathrin Schmiegel.

Langsam tuckernde Schiffe auf Flüssen und Kanälen – lange der Inbegriff für wirtschaftliche Kraft und zugleich auch ein Stück Wasserromatik. Doch jetzt herrscht auch in dieser Branche Krisenstimmung. Von Ulrich Land.

Gemeinsam mit seiner Frau fasst der DDR-Theaterregisseur Peter Kupke bei einem Auslandsaufenthalt den Entschluss in Dänemark zu bleiben. Ihre Tochter Kattrin lassen sie in der DDR zurück – ein Entschluss mit Folgen. Von David Zane Mairowitz.

Krieg klingt heute anders als früher. "Shellshocked" nannte man im Ersten Weltkrieg die zitternden Soldaten, die Granatenbeschuss traumatisiert hatte. Heute kreisen surrende Drohnen am Himmel und suchen nach Zielen. Das Geräusch quält die, die überleben noch lange nach ihrem Einsatz. Von Christian Schiffer und Fritz Espenlaub.

Julian Barnes gehört zu den großen europäischen Erzählern. Elegant hat er die Gattungsgrenzen des Romans verschoben, um existenzielle Fragen zu erkunden. Am 19. Januar wird der englische Schriftsteller Julian Barnes achtzig Jahre alt. Von Thomas David.

Deutschland wirbt im Ausland um Arbeitskräfte, auch in Indien. Gleichzeitig wollen viele junge Inder hier studieren und arbeiten. Daraus könnte eine Win-Win-Situation werden - doch sie entpuppt sich als ein Fiasko. Denn: Tausende indische Studenten stoßen in Deutschland auf Sprachbarrieren, finden kein WG-Zimmer, es gibt kaum Nebenjobs. Oft der einzige Ausweg: Sich als Essenzusteller auf dem Fahrrad durchzuschlagen, oft weit unter Mindestlohn bezahlt. Im Gespräch mit Palina Milling erzählt Autor Alfred Breuer von seinen Beobachtungen in den deutschen Städten, das Ausbeutungsdreieck, in dem die indischen „Rider“ landen, und die Versäumnisse der Politik. Von Palina Milling.

Ralf König, Name geändert, hat alles verloren. Sein Leben als erfolgreicher Manager kann er nicht mehr führen, seit die Erinnerungen hochkamen. Von Gabriele Knetsch.

„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ – so lautet ein geflügeltes Wort, und man möchte sofort ergänzen: „Familie ist schön, macht aber viel Arbeit.“ Von Teresa Schomberg.

Von heute auf morgen ändert sich alles! Die Gesetze, die Regeln, das Leben. Was früher richtig war, ist heute falsch und umgekehrt. Von Henrike Möller & Linh Tran.

Man sieht sie in vielen deutschen Städten: junge Inder, die für verschiedene Lieferdienste fahren. Allein in Berlin sollen inzwischen Tausende als „Rider“ arbeiten - und dabei teils von kriminellen Mittelsmännern ausgebeutet werden. Von Alfred Breuer.

"Es fährt ein Zug nach Nirgendwo", "Rasputin", "Ti Amo" – keiner hat in den 70er-Jahren so viele erfolgreiche Schlager geschrieben wie Fred Jay. Und doch ist der Mann, der "dem Schlager die Poesie zurückgab", ein Unbekannter. Von Fabian Gerhardt und Roland Gerhardt.

"Es fährt ein Zug nach Nirgendwo", "Rasputin", "Ti Amo" – keiner hat in den 70er-Jahren so viele erfolgreiche Schlager geschrieben wie Fred Jay. Und doch ist der Mann, der "dem Schlager die Poesie zurückgab", ein Unbekannter. Von Fabian Gerhardt und Roland Gerhardt.

Das Meer fasziniert Komponisten seit der frühen Barockzeit. Sie beschreiben in ihrer Musik, was sie wahrnehmen: Bewegung, Stille, Wind, Dunkelheit, Rhythmus. Das Meer ist Urgewalt und mystisch überhöht. Ein Sehnsuchtsort. Von Nora Bauer.

Guyana ist die am schnellsten wachsende Wirtschaft der Welt. Riesige Ölfunde haben es sehr schnell sehr reich gemacht – pro Kopf gerechnet, reicher als Deutschland. Der Blick ins Land zeigt noch ein anderes Bild. Von Fabian Federl.

Künstliche Intelligenz hält Einzug in eine Welt, die lange als Inbegriff von Kreativität und Individualität galt. „Stoffwechsel“ erzählt, wie Designerinnen, Studierende und Labels mit dieser neuen, digitalen Mitgestalterin ringen – und sich dabei neu erfinden. Von Sabine Oelze und Luerweg Susanne.

Antibiotika, Schmerzmittel, Fiebersäfte: Immer wieder stehen Patientinnen und Patienten sowie Eltern kranker Kinder vor leeren Apothekenregalen. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände warnte bereits: „Auch in diesen Winter gehen wir schlecht vorbereitet.“ Von Katja Scherer.

Licht und Musik haben eines gemeinsam, sie berühren die Sinne und die Seele. Von Monika Buschey.

Streit im Milieu, Brandattacken von Jugendlichen, Angriffe durch Rechtsextreme – das Leben wohnungsloser Menschen ist von Gewalt geprägt. Sie werden von Securities vertrieben und von Unbekannten beleidigt. Warum werden sie zur Zielscheibe? Von Johanna Tirnthal und Timo Stukenberg.

Zwischen dem Selfkant und Görlitz liegen 640 Kilometer Luftlinie. Wie klingt die Strecke zwischen dem westlichsten und dem östlichsten Punkt Deutschlands, 35 Jahre nach der Wiedervereinigung? Von Friedemann Dupelius.

Seit 50 Jahren leben die Sahrawi in Flüchtlingslagern in der algerischen Wüste, abgeschnitten von ihrer Heimat, der Westsahara. Ein Feature über ein vergessenes Volk, das nicht aufhört, nach Freiheit zu verlangen. Von Olivia Wimmer.

Seit über 30 Jahren produzieren Zacharias Kunuk und sein Kollektiv Spielfilme und TV-Programme auf Inuktitut, der Sprache der Inuit. Weltberühmt wurde die Produktion „Der schnelle Läufer“, die in Cannes eine goldene Palme gewann. Von Jane Tversted und Martin Zähringer.

In der fünften Staffel von „Kunstverbrechen“ sind die Hosts Lenore Lötsch und Torben Steenbuck auf den Spuren eines skurrilen Verbrecher-Trios, das mit Fälschungen ein Vermögen verdient hat. Ein falscher Graf aus Schwerin, ein Trödelhändler aus Mainz und ein holländischer Kunstfälscher, der in Thailand lebt – gemeinsam gelingt es ihnen, reichen Sammlern gefälschte Bronzen des berühmten Künstlers Alberto Giacometti zu verkaufen. Alle Folgen in der ARD Audiothek: https://1.ard.de/kunstverbrechen-staffel-5?cp-kf Von NDR.

Für viele Menschen sind KI-Chatbots nicht nur praktische Alltagshelfer, sondern auch Gesprächspartner, die rund um die Uhr erreichbar sind. Mit ihnen teilen sie ihre Ängste, Sorgen und andere intime Details. Die Nutzer erhalten Nähe und Aufmerksamkeit, laufen aber auch Gefahr, in eine digitale Parallelwelt abzugleiten. Im Gespräch mit Johannes Döbbelt erzählt der Journalist Christian Schiffer, was passiert, wenn die KI zum Freund und Therapeuten wird. Im Gespräch mit Johannes Döbbelt erzählt der Journalist Christian Schiffer, was passiert, wenn die KI zum Freund und Therapeuten wird. Von Johannes Döbbelt.

Mehr als eine Milliarde Menschen im globalen Süden leidet an Wurmkrankheiten. Die Folgen: Unter anderem Blutarmut, Arbeitsunfähigkeit und Entwicklungsstörungen bei Kindern. Von Martina Keller.

25 Musikerinnen und Musiker aus dem Ruhrgebiet bilden The Dorf - ein Jazz-Noise-Kollektiv, das Komposition und Improvisation ebenso vereint wie Gemeinschaftssinn und Kollaboration. Von Sascha Wundes.

Künstliche Intelligenz hört zu, spendet Trost und kann in schwierigen Situationen helfen. Sie kann aber auch zu emotionaler Abhängigkeit führen – oder Zuständen, die als "AI Psychosis" diskutiert werden. Was passiert, wenn Maschinen zu Freunden und Therapeuten werden? Von Christian Schiffer.

Sie war die erste Diva des deutschen Stummfilms: Asta Nielsen. Geboren in Dänemark, arbeitete die Schauspielerin 25 Jahre lang in Deutschland, bevor sie es 1937 verließ. Mit über 70 telefonierte Asta Nielsen regelmäßig mit einem Verehrer, der alle ihre Gespräche aufzeichnete. Von Lisbeth Jessen.

Der Komponist Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704) hat seine fünfzehn Mysterien Sonaten den Geheimnissen des Rosenkranzes gewidmet. Sein Zyklus für Violine und Generalbass galt damals als radikal modern und zählt noch heute zum Schwierigsten, was das Repertoire des Frühbarock zu bieten hat. Von Janko Hanushevsky.

Im Sommer 2020 bekommt Michael die Diagnose HIV positiv. Wie wird sich sein Leben verändern? Der Autor hat den jungen Mann ein Jahr lang begleitet. Von Ole Siebrecht.

Lange bevor es den Menschen gab, erfüllte der Gesang der Vögel den Planeten. Ihre Melodien inspirierten Dichter und Komponisten. Und gaben dem Menschen Rätsel auf: Warum singen sie? Und wovon? Von Sabine Fringes.

Sie schreiben per Messenger Telegram, chatten mit Gleichgesinnten über Betäubungsmittel und teilen online Videos von Vergewaltigungen: Männer, die sich an Frauen aus ihrem nahen Umfeld vergehen. Sie planen und dokumentieren ihre Taten im Internet. Betroffene Frauen haben kaum eine Chance, selbst herauszufinden, was ihnen angetan wurde und wird. Über mehrere Jahre haben Isabell Beer und Isabel Ströh verdeckt recherchiert, um dieses weltweite Netzwerk aufzudecken. Erst durch ihre hartnäckigen Nachfragen wurden in Deutschland Ermittlungen aufgenommen. Im Gespräch mit Palina Milling erzählen die beiden Investigativ-Journalistinnen über den aufwändigen Aufbau von Undercover-Identitäten für die Recherche zum aktuellen ARD Radiofeature, die erschütternden Erkenntnisse über die Täter und den dringenden Handlungsbedarf für Behörden und Politik. Von Palina Milling.

"Titan" hieß nicht nur sein mit phantastischen Vorschüssen finanzierte Riesenroman. Ein Titan war der Autor Jean Paul selbst, was die schiere Anzahl beschriebener Seiten betrifft. Vor 200 Jahren ist der Großmeister der skurrilen Einfälle gestorben. Von Holger Noltze.

Gegenwart für die Zukunft bewahren – das ist die Aufgabe staatlicher Archive. Als "gesellschaftliches Gedächtnis" bezeichnen sie sich deshalb gern selbst. Aber was heißt das in Zeiten der digitalen Transformation? Von Martin Herzog.

Arthur C. Clarke war einer der größten Science-Fiction-Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er nahm vorweg, was heute Selbstverständlichkeit ist – und doch an Rätselhaftigkeit nicht eingebüßt hat. Von Rainer Praetorius.

In Telegram-Gruppen und auf der Pornoseite motherless tauschen sich Nutzer darüber aus, wie sie Frauen unbemerkt betäuben und vergewaltigen können. Fotos und Videos davon teilen sie anschließend online, teilweise in Echtzeit. Von Isabell Beer und Isabel Ströh.